Corona-Untersuchungsausschuss – Teil 40 oder 16.2 | Von Jochen Mitschka

Majestätsbeleidigung oder notwendige Prüfung?

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

In der Corona-Ausschusssitzung Nr. 16 vom September 2020 wurde das Thema “Die Corona-Sprechstunde: Hilfe zur Selbsthilfe bei Masken, Tests, Quarantäne” (1) zunächst intern besprochen, dann mit Professor Martin Schwab, einem Rechtswissenschaftler. Hier geht es mit der Zusammenfassung weiter.

Dr. Hoffmann wies darauf hin, wie problematisch es grundsätzlich ist, jemanden die eigenen persönlichen Daten zur Verfügung stellen zu müssen, die ärztliche Diagnose oder Gesundheitsdaten offen zu legen. Oder wie gravierend der Grundrechtseingriff ist, wenn Kinder unter Quarantäne gestellt werden sollen, selbst innerhalb der Familie, und angedroht wird, im Fall der Verweigerung die Kinder den Eltern wegzunehmen. Er wies darauf hin, dass es eine Wesentlichkeitstheorie in der Justiz gibt, welche verhindert, dass solche wesentlichen Grundrechtseingriffe auf Basis einer allgemeinen Ermächtigungsgrundlage erfolgen können.

Er erklärte dann, welche Grundrechte das Wegnehmen der Kinder aus der Familie ohne ein explizites Gesetz verhindern. Die Prüfung der Angemessenheit wäre die allerletzte Prüfung, zu der man im Moment eigentlich gar nicht kommen würde, weil die grundgesetzlichen Prüfungen schon ganz am Anfang einer Prüfung, die Widerrechtlichkeit der Regierungsmaßnahmen deutlich machen würden. Was von mehreren Rechtswissenschaftlern außergewöhnlich deutlich ausgeführt wurde.

Nun kamen zwei Gäste zu Wort:

Zunächst Professor Martin Schwab

Professor Schwab erzählte, dass ihm Quarantänebescheide von Interessierten zugeleitet wurden. Dabei fiel ihm auf, dass alle Vordrucke waren. Darin stand, dass derjenige, an den der Bescheid gerichtet war, Kontakt mit einem “Infizierten” gehabt hätte, weshalb ihm eine häusliche Absonderung für 14 Tage auferlegt wurde. Manchmal wurde dies ergänzt durch die Auflage zweimal täglich Fieber zu messen und Tagebuch zu führen.

Auffällig wäre, dass nichts über die Risikobewertung ausgeführt wurde. In den Bescheiden wurden keine Angaben gemacht, wann, wie lange und wo der Kontakt stattgefunden hatte, wobei manchmal die Angabe “mehr als 15 Minuten” angegeben wurde. Es gab keinen Hinweis darauf, ob der Kontakt in geschlossenen Räumen oder im Freien stattgefunden hatte, oder welcher Abstand zur Kontaktperson bestand. Da diese Angaben angeblich großen Einfluss auf das Infektionsrisiko haben, so Schwab, müssten sie doch auch erwähnt werden.

Das wäre umso seltsamer, da bei allen Bescheiden auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. März 2012 Bezug genommen wurde. In dem Urteil wurde dem Lieferanten eines Schul-Caterings verboten, das Schulgebäude zu betreten, weil ein Masernfall in der Schule aufgetreten war. Diese Entscheidung war in zweiter Instanz widerrufen worden, und in dritter Instanz wurde das Urteil bestätigt, hatte aber keinen Bestand, weil bei genauer Betrachtung des §30 Infektionsschutzgesetzes festgestellt wurde, dass von Maßnahmen Betroffene immer Menschen sind, von welchen ein Risiko ausgeht. Also Träger von Krankheitserregern, oder solche, die man verdächtigt, Krankheitserreger verbreiten zu können. Das letzte Urteil besagt daher, dass es wahrscheinlich sein muss, dass der Betroffene einen Erreger aufgenommen hat. Es reicht nicht aus, dass das nicht ausgeschlossen werden kann.

Prof. Schwab wies dann darauf hin, dass natürlich die Gründlichkeit der Ermittlung des Tatbestandes davon abhängt, wie groß der Grundrechtseingriff ist. Es ist ein großer Unterschied, ob ich einem Lieferanten verbiete, sein Essen auszuliefern, oder ob ich jemanden zwei Wochen lang zu Hause einsperre. Derjenige darf noch nicht einmal zum Briefkasten gehen, um einen Eilantrag gegen die Maßnahme bei Gericht einzureichen. Deshalb hätte die Behörde eine Amtsaufklärungspflicht. Und die Behörde müsse natürlich dem Adressaten mitteilen, was ermittelt wurde, damit dies gerichtlich überprüft werden kann.

Wenn das nicht ermittelbar ist, müsse es aus dem Bescheid hervorgehen. Der Adressat hat dann die Möglichkeit, ein Gericht anzurufen, um feststellen zu lassen, ob die Risikoabwägung angemessen ist.

Darüber hinaus müsse man natürlich fragen, was für ein Testsystem überhaupt verwendet wurde. Hat dieses Testsystem eine CE-Kennzeichnung? Ist es ein Testsystem, das eine externe Qualitätssicherung im Sinne der Medizinprodukteverordnung durchlaufen hat? Oder war es ein Testsystem, was im Sinne der Medizinprodukteverordnung für den Eigengebrauch hergestellt wurde, und wo kann man die Konformitätserklärung einsehen?

Dann würde er, wenn er das Ziel einer Quarantäne-Anordnung wäre, sagen, dass die Aussagekraft eines PCR-Tests von drei Faktoren abhängt. Wie sensitiv ist das Gerät, also werden auch alle erfasst, welche erfasst werden sollen, wie spezifisch ist dieses Gerät, also wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu falsch positiven Ergebnissen kommt, und welche Prävalenz, also von welchem Grad der Durchseuchung gehe man aus. Dann müsse man fragen, wie viele Vervielfältigungszyklen werden denn mit der Polymerasekettenreaktion gemacht, denn man wisse, dass mit steigenden Vervielfältigungswerten die Wahrscheinlichkeit steigt, irgendetwas zu finden, nur nicht ein vermehrungsfähiges Virus.

Das wären alles Faktoren, die man einbeziehen müsse, wenn es um die Risikobewertung geht, bevor man so gravierend in die Grundrechte eingreift. Es muss festgestellt werden, wie wahrscheinlich es ist, dass man einen Krankheitserreger aufgenommen hat.

Wenn die Behörde erklärt, dass dies zu aufwendig wäre, könnte man der Behörde antworten, dass sie dann vielleicht für zwei oder drei Tage eine Quarantäne verfügen könne, wenn die Reproduktionsfähigkeit des Erregers nicht festgestellt werden kann.

Ich habe das Gefühl, dass die Schwere des Grundrechtseingriffs, von Behörden, die solche Verfügungen aussprechen, dramatisch unterschätzt wird.

Am 18. März, also am Tag, als erklärt wurde, dass man nun die Wirtschaft des Landes herunterfahren müsse, so Prof. Schwab, erschien auch eine Ausarbeitung auf den Seiten des Wissenschaftsministeriums, in der darüber berichtet wurde, dass die Quarantäne wegen Corona auch Angstzustände auslösen würde. Daher müsse man sagen, dass die Quarantäne nicht nur ein Eingriff in das Grundrecht auf körperliche Bewegungsfreiheit ist, sondern sie löse Angstzustände, Schlafstörungen und andere gesundheitliche Beeinträchtigungen aus. Deshalb wäre es auch ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit.

Dr. Füllmich fragte dann, ob man nicht im Bereich der freiheitsentziehenden Maßnahmen ist, für die man sonst einen richterlichen Beschluss benötige. Prof. Schwab antwortete, dass dies umstritten wäre. Er selbst vertrete die Auffassung, dass Artikel 104 des Grundgesetzes in Hinsicht auf Absatz drei, mit dem die richterliche Genehmigung “unverzüglich” eingefordert wird, thematisch zutreffend wäre. Dass also nicht die strenge Regelung von Absatz zwei mit 48 Stunden zum Tragen käme.

Das würde aber nur etwas bringen, wenn man für die richterliche Überprüfung ein stringentes Prüfprogramm entwerfen würde. D.h. es müsse festgelegt werden, was das Gericht überhaupt überprüfen muss, bevor es den Quarantänebescheid bestätigt oder verwirft.

Abgesehen von den Fragen, die schon diskutiert wurden, müsste geklärt werden, ob das Gericht die Herausgabe der Abstrichprobe anordnen muss, und ob es die Nachsequenzierung der DNA untersagen müsste, weil dies intime, persönliche Daten sind, welche einem besonderen Schutz unterliegen. Darüber hinaus ist Prof. Schwab der Überzeugung, dass die Behörde mitteilen müsste, bei welchem Labor der Test ausgewertet wurde.

Dieses juristische Feld wäre aber noch unbearbeitet, weil man die Betroffenen von einem Quarantänebescheid nur als Gefahrenquelle wahrnehmen würde, nicht aber als Schutzobjekt. Dabei ist aber das Leben und die Gesundheit eines Menschen in Quarantäne nicht weniger Wert.

Auf eine Frage von Dr. Wodarg, ob Kinder in der Schule ohne Zustimmung der Eltern getestet werden dürfen, antwortete Prof. Schwab, dass er dies für rechtswidrig halte. Das wäre ein Gefahrerforschungseingriff, der in Paragraf 29 Infektionsschutzgesetz geregelt wäre. Es müsse den Eltern mindestens ein Bescheid erteilt werden, dass die Kinder nun getestet werden. Solange der Bescheid nicht bekannt gemacht wurde, dürfe er nicht vollzogen werden.

Verwaltungsakte wären erst vollstreckbar, wenn sie wirksam sind, und wirksam werden sie erst, wenn sie nach Paragraf 42 Abs. 3 des Verwaltungsverfahrensgesetzes “bekannt gemacht wurden“.

Nur dann kann der Betroffene Rechtsmittel einlegen, Widerspruch oder Klage. Und auch wenn das Gesundheitsamt erklärt, dass dies keine aufschiebende Wirkung hat, ergibt sich nur durch dieses Verfahren eine Möglichkeit des Betroffenen, sich gegen den Bescheid juristisch zu wehren.

Er berichtete dann, wie in Aurich das Gesundheitsamt in “Astronautenanzügen” in die Schule gekommen war, und einfach alle zur Untersuchung habe antreten lassen. “Das geht so nicht“. Den Eltern wäre bis zur Sitzung des Ausschusses nicht bekannt gegeben worden, dass die Kinder getestet werden. Um die Wiederholung dieses rechtswidrigen Vorgehens zu verhindern, gäbe es im Verwaltungsprozessrecht einen Rechtsbehelf, die Fortsetzungsfeststellungsklage. Unter Umständen könnte man sogar eine Vorbeugeunterlassungsklage formulieren. In jedem Fall gibt es rechtliche Möglichkeiten, mit denen die Behörde gezwungen werden kann, keine Testung ohne vorherige Benachrichtigung der Eltern durchzuführen.

Dann begann eine Diskussion darüber, ob Krankenhäuser Gebärenden vorschreiben können, eine Maske zu tragen, und Vätern zu verbieten, bei der Geburt anwesend zu sein. Prof. Schwab erklärte, dass ein Krankenhaus keine Infektionsschutzbehörde ist, und daher nur über die allgemeinen Geschäftsbedingungen das Maskentragen vorschreiben kann. Aber eine solche Regelung wäre von einem Richter schnell als unzulässig verwerfbar, wodurch die AGB unwirksam werde.

Auch das Verbot der Anwesenheit des Vaters wäre gegen die “mittelbare Drittwirkung der Grundrechte im Privatrechtsverkehr“. Begründet durch Artikel 6 des Grundgesetzes, nach dem Ehe und Familie unter besonderem Schutz stehen.

Dr. Wodarg erklärte, dass Krankenhäuser Hygienepläne vorlegen müssen, die dann von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden. Darin wäre bisher nichts von Masken für Gebärende und Verbot von Vätern gesagt worden. Er fragte, ob sich denn die Krankenhäuser so einfach über genehmigte Hygienepläne hinwegsetzen können.

Prof. Schwab antwortete nur indirekt, indem er sagte, dass die Verwendung von rechtswidrigen AGBs verboten ist. Das Krankenhaus ist keine Behörde, sondern stehe rechtlich auf Augenhöhe mit dem Patienten. Natürlich kann das Krankenhaus die Geburtsbegleitung verweigern, allerdings nur, insofern dadurch keine Gefahr für die werdende Mutter entsteht. Ansonsten könne ein Krankenhausträger sehr schnell für die eventuellen negativen Folgen verantwortlich gemacht werden.

Es folgte eine längere Erklärung darüber, die wiederholte, welche Auswirkung die Unterdrückung eines Virus durch eine Impfung für andere Viren hat, die dadurch in ihrer Verbreitung unterstützt werden.

Viviane Fischer fragte dann, wie es rechtlich zu beurteilen ist, wenn Krankenhäuser grundsätzlich verlangen, einen Corona-Test durchzuführen, bevor sie eine Behandlung, egal welcher Art, durchführen. Prof. Schwab war der Meinung, dass man hier im Vorfeld des Vertragsschlusses ist. Das Krankenhaus verlangt einen Test, ohne diesen es keinen Vertrag mit dem Patienten schließen will.

Grundsätzlich, so Prof. Schwab, unterliegen solche Bedingungen auch der Kontrolle, denn die Krankenhäuser haben einen öffentlichen Versorgungsauftrag. Sie sind nicht 100%ig frei in der Entscheidung, ob sie jemanden behandeln oder nicht. Da der Fall im Gesetz nicht explizit angesprochen wird, ginge es um die Frage, ob der Patient entgegen den Grundsätzen von Treu und Glauben hier unangemessen benachteiligt wird,.

Dies hänge von einer Interessenabwägung ab. Der Krankenhausträger wird sagen, er müsse seine Mitarbeiter und Patienten schützen. Der Patient wird sagen, dass er auf Behandlung angewiesen ist, er habe keine Symptome, worauf der Krankenhausträger erklären wird, dass man viel von asymptomatischer Übertragung lesen würde. Insofern würde eine solche Klausel nicht die AGB unwirksam machen, aber sie müsste an Bedingungen geknüpft werden.

Die Abstrichprobe müsste an den Patienten herausgegeben werden, und das Krankenhaus müsste sich verpflichten, die Sequenzierung der DNA zu unterlassen. Schließlich enthalten diese die kompletten Erbinformationen des Patienten. Und es müssten Schutzmaßnahmen vorhanden sein, welche den Patienten vor einer un-eingewilligten Nutzung der Daten schützen. Und natürlich würde man auch erwarten zu erfahren, welches Testsystem verwendet wurde, welche Sensitivität und Spezifität anzunehmen ist.

Die Zulässigkeit von solchen Bedingungen wären nach Meinung von Prof. Schwab also abhängig davon, dass jeglicher Missbrauch, die Erbinformationen des Patienten betreffend, ausgeschlossen ist, und mitgeteilt wird, auf welcher Grundlage getestet wird.

Man könne den Krankenhäusern aber nicht ohne weiteres das berechtigte Interesse absprechen, die Tests durchführen zu wollen, um das Einschleppen von Krankheitserregern zu verhindern.

Dr. Wodarg wies dann darauf hin, was die Tests für die Notfallversorgung von Patienten bedeuten. Da sind 25 Millionen Fälle in der Notaufnahme im Jahr, die ambulant versorgt werden. Davon waren 10% lebensbedrohlich erkrankt. Insgesamt sind es 18,6% der Versicherten, oder 7,5 Millionen Patienten, die pro Jahr behandelt werden.

Er wies darauf hin, dass im Krankenhaus die Pneumonien eine große Rolle spielen würden, gegen die es keine Impfung gibt, und fragte, warum bei der Gefährlichkeit derselben nicht auch hierfür ein Eingangstest verlangt wird.

Prof. Schwab erklärte das Problem, dass sich ein Krankenhaus natürlich auch verpflichtet fühlt, auf das Unsicherheitsgefühl der Menschen Rücksicht zu nehmen. Und die Menschen wären durch die Panikmeldungen verunsichert und traumatisiert. Und während der Fall der Maskenpflicht für Gebärende klar ist, wäre die rechtliche Situation bei der Testpflicht für Krankenhauspatienten noch nicht eindeutig. Denn hier würde vollkommen neues juristisches Neuland betreten, und viele Komponenten müssten noch einmal gründlich durchdacht werden.

Nosokomiale Infektionen wären meldepflichtig, erklärte Dr. Wodarg, und führte weiter aus, dass Infektionen, die man im Krankenhaus erworben hat, wozu auch die COVID-19-Fälle gehören würden, weshalb man sie in der Statistik des Robert Koch-Institutes finden muss. Da könne man nun sehr gespannt sein, was diese Daten ergeben werden. Wobei man bedenken sollte, dass ein Krankenhaus nicht einfach einen positiven Test als Infektion werten darf.

Dr. Füllmich wies dann darauf hin, dass die bayerische Staatsregierung behauptet hatte, dass es keine Akten über das Zustandekommen der Infektionsschutzverordnung geben würde. Was gegen das Rechtsstaatsprinzip verstoße, weil die Maßnahmen dadurch nicht nachvollziehbar sind.

Wie es weiter geht

Als nächstes wurde der Rechtsanwalt Dirk Sattelmaier zu strafrechtlich relevanten Themen angehört, sowohl hinsichtlich der Teilnehmer an Demonstrationen, als auch in Bezug auf Übergriffe gegen Menschen, die keine Masken trugen.

Quellen:

  1. https://youtu.be/zQTW-ZNgtkU

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

Bildquelle: ©OvalMedia

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Abonniere jetzt den KenFM-Newsletterhttps://kenfm.de/newsletter/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

Bitcoin-Account: https://commerce.coinbase.com/checkout/1edba334-ba63-4a88-bfc3-d6a3071efcc8

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten findest Du hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

10 Kommentare zu: “Corona-Untersuchungsausschuss – Teil 40 oder 16.2 | Von Jochen Mitschka

  1. Rantanplan sagt:

    Kein Wort über die Sammelklage von Füllmilch in den USA gegen Drosten &co.
    800 Euro eingesammelt und keine Reaktion.

  2. Hartensteiner sagt:

    Auf den "Nachdenkseiten" gibt es ein Gespräch mit Moshe Zuckermann über Erich Fried. Da wird u.a. aus einem seiner Gedichte zitiert:
    " „Ich soll nicht morden/ ich soll nicht verraten/ Das weiß ich/ Ich muss noch ein Drittes lernen:/ Ich soll mich nicht gewöhnen.“
    "Ein Satz, der uns bei der Betrachtung der Gegenwart etwas sagen sollte. Zuckermann erklärt:
    Das ist der ganze Fried, die Quintessenz seiner Ausrichtung auf den Menschen und die Welt. Das will wohlverstanden sein: Die Gewöhnung an die Barbarei am Menschen bedeutet nicht nur die Entfremdung von den Opfern dieser Barbarei, sondern auch die Entfremdung von sich selbst – die Selbstentfremdung. Das korrespondiert mit Adornos Einsicht, dass das verdinglichte Bewusstsein zwangsläufig die Menschen als Dinge zu behandeln beginnt. Die Gewöhnung ist da der erste Schritt."
    Woraus ich wiederholen und betonen würde:
    "die Menschen als Dinge zu behandeln" – beschreibt es doch genau, was wir derzeit beobachten können, zusammen mit den "sich gewöhnen an die Barbarei".
    Und das Letztere sehen wir heute weit fortgeschritten. Es hat sich dazu einen eigenen Begriff geschaffen: "Das neue Normal", an das sich die Menschen gewöhnt haben, zusammen mit der Umkehrung des obigen Satzes: "ich soll nicht verraten".
    Bei "Ich soll nicht morden" müssen wir uns fragen, wie relevant dieser Satz unterdessen ist und wie gut versteckt vielleicht ein Solches erfolgt?

    • P.Nibel sagt:

      Moshe Zuckermann muss es ja wissen – schließlich haben die Juden satte 3500 Jahre Erfahrung mit der Versklavung der Menschen:
      "So kaufte Josef dem Pharao das ganze Ägypten. Denn die Ägypter verkauften ein jeder seinen Acker, weil die Hungersnot schwer auf ihnen lag. Und so wurde das Land dem Pharao zu eigen. Und er machte das Volk leibeigen von einem Ende Ägyptens bis ans andere." (1. Buch Mose)
      Das war nach der Ansicht der meisten Theologen die Gebutrtsstunde des Antisemitismus. Warum der Antisemitismus 3500 Jahre überlebt hat? Weil Geschichte dazu neigt, sich zu wiederholen!

    • Nevyn sagt:

      Wer die Bibel für ein Buch hält, das historische Tatsachen berichtet, der glaubt auch, dass der Mond aus Käse gemacht ist.

    • Hartensteiner sagt:

      Zumindest wäre zu P. Nibel anzumerken, dass der Joseph dieser Geschichte nicht "die Juden" war und letzendlich auch kein Jude mehr, sondern, wie man heute sagen würde, ein ägyptischer "Banker" oder beauftragter "Investor". Und solche haben keine Zugehörigkeit zu irgendeinem Volk oder einer Gruppe außerhalb der "Banker" und "Investoren".
      Wie sollte daraus ein Antisemitismus hervorgehen?
      Waren doch die Israeliten später selbst Sklaven des Pharaoh und damit beschäftigt, diesem zu entrinnen.
      Dass Joseph später mehr zufällig als absichtlich sich doch seiner Familie erinnerte könnte man als eine Alterserscheinung ansehen, wie etwa auch die übelsten Haudegen und Räuber des Mittelalters (Ritter) gegen Ende des Lebens von Reue übermannt wurden und ins Kloster gingen, um sich noch eine paar "Segenspunkte" für die Ewigkeit zu verdienen.
      Das alles ändert nichts daran, dass Joseph ein ÄGYPTER war und dort ein "Banker" und "Investor", der sein Menschsein so gut wie völlig hinter sich gelassen hatte – zusammen mit seinem Judentum.
      Wenn die Bibel daran vielleicht hier und da etwas zu beschönigen sucht, dann ist das etwas, dem alle Geschichtsschreiber nur zu leicht unterliegen.

    • Hartensteiner sagt:

      Nevyn… zu jener Zeit hat niemand auf der Welt eine Vorstellung von dem, was "Geschichtsschreibung" heißen könnte.
      Die Juden, die die Bibel schrieben, versuchten so etwas wie einen kohärenten Bericht zu schreiben und legten damit den Grundstein für eine Geschichtsschreibung. Doch das Material, das ihnen als mündliche Überlieferung zur Verfügung stand war, wie überall weltweit, ein Sammelsurium, das durch die Münder zahlloser Erzähler gegangen war, deren jeder die Geschichte so ausformte, wie er meinte, dass seine Zuhörer das schätzen würden. Das heißt nicht, dass nicht irgendwo darin ein wahrer Kern verborgend sein konnte, doch den von den erzählerischen Verschönerungen zu trennen, grenzt ans Unmögliche. Man denke daran, dass etliche dieser Geschichten mesopotamische Erzählungen spiegeln, die selbst dort (früher) schon durch viele Münder gegangen waren. Doch wie bei allen "Volkserzählungen" weltweit, verbergen sich darin oft "Volksweisheiten", die auf den Lebenserfahrungen dieser Völker, vielleicht gar Grundsätzliches über den Menschen, beruhen und deshalb interessant oder faszinierend sein können (Literatur). Und ein paar Körnchen tatsächlicher Ereignisse haben sich ja auch bei der Bibel herausgestellt – etwa dort, wo sich das mit den Geschichten, "der Geschichte" anderer Völker deckt. Was nun der Einzelne damit anzufangen gedenkt, bleibt ihm bzw. bleibt ihr überlassen. Zu meinen, dass Gott das persönlich geschrieben habe, das geht meiner Meinung nach dabei etwas weit 🙂

    • Hartensteiner sagt:

      … und noch etwas für P. Nibel. Es ist völliger Unsinn, von 3500 Jahren Antisemitismus zu reden. Was den Juden in ihrer frühen Geschichte widerfuhr, geschah zahllosen Völkern und i den meisten Fällen verschwanden diese dann aus der Geschichte. Hier ist eher ungewöhnlich, dass sich die Juden jedes Mal wieder mit Mühe gerappelt haben.
      Erst etwa im 4. Jahrhundert kam so etwas wie Antisemitismus auf. Bis dahin haben nämlich die Juden in Konkurrenz mit den zahlreichen, damaligen Religionen durchaus erfolgreich neue Mitglieder geworden (Weshalb die Juden keine reinen Israeliten sind, sondern ein Mischvolk wie viele andere auch).
      Nachdem nun die Christen "den Schnitt" gemacht hatten und Staatsreligion waren, gefiel ihnen das gar nicht und es wurde den Juden verboten, neue Mitglieder für ihre Religion anzuwerben. Damit war ein unfairer Konkurrenzkampf eröffnet, in dem sich die Christen gehalten fühlten stets sicher zu stellen, dass diese "Regel" eingehalten wurde. Außerdem mochten die Christen bekanntlich gar keine Konkurrenz und vernichteten, wo sie auch hinkamen, jeglichen anderen Glauben.
      Nur die Juden gaben nicht auf. Und das ärgerte gewaltig, bis heute. DAS ist die Quelle des Antisemitismus!

  3. Kidult sagt:

    sehr interessant
    herzlichen dank für eure mühen

  4. Outlaw sagt:

    Zur Info :
    zentrum
    altermedzentrum.com
    Gestern noch wirre Verschwörungstheorie: Pentagon entwickelt implantierbaren Chip gegen Corona

    https://www.anonymousnews.ru
    Aufgedeckt: Millionen Deutsche tragen hochgiftige FFP2 …
    Klebstoffe, Bindemittel und Formaldehyd: Millionen Deutsche tragen hochgiftige FFP2-Masken

    IT: „Impfmuffel sind Volksfeinde“ – In der Sprache ist das Dritte … / https://www.anonymousnews.ru

Hinterlasse eine Antwort