Corona-Willkür und die Strategie des Widerstands | Von Dirk C. Fleck

Von Dirk C. Fleck.

Wir leben in einer Zeit, in der man das Denunziantentum hoffähig macht und den Maulkorb zum Accessoire erhebt. Die Kraftspeicher für die Wachgebliebenen in unserer narkotisierten Zivilgesellschaft sind fast leer. Jetzt gilt es, angesichts des globalen Treibens einer durch geknallten Finanz- und Politelite nicht den Verstand zu verlieren,“

heißt es in einem AUFRUF, den ich im vergangenen November hier auf KenFM und auf Facebook veröffentlicht habe (https://kenfm.de/aufruf-ii/). Damit wollte ich der schleichenden Depression entgegenwirken, die wie ein Schatten über dem Land lag. Dieser Schatten hat sich inzwischen noch einmal heftig verdüstert. Der unerträgliche Willkür-Wahnsinn unserer Gruselregierung zerstört systematisch das, was wir am nötigsten brauchen: soziale Kontakte. Das ist alles andere als gesund, das macht krank. Weit mehr, als es Corona je vermöchte!

Deshalb ist es dringend notwendig, dass wir uns frei machen von den Narrativen, die der Politik entspringen,“ schrieb ich in dem Anruf weiter, „schließlich gibt es noch ein Leben außerhalb des politischen Ränkespiels, das unsere Seelen immer mehr zu vergiften droht. Vergessen wir das dämliche Spiel der Mächtigen, bleiben wir bei uns selbst, das lohnt sich. Es ist das einzige, was sich noch lohnt. Vor allem dann, wenn wir füreinander in Liebe da sind. Arbeiten wir an uns selbst, seien wir uns wichtig, jeder für sich, und sehen wir zu, dass wir die Personen in unserem unmittelbaren Umfeld aus ihrer Bewusstlosigkeit reißen.

Der Aufruf war ein Schrei der Verzweiflung. Denn immer noch wirkte eine Nachricht nach, die mich im August 2016 mitten ins Herz traf. In einem US-amerikanischen Lokalsender hatte der Oglala-Lakota Vine Abhilasha den Entschluss seines Stammes verkündet, die spirituelle Hilfe für die weiße Rasse ab sofort einzustellen. Abhilasha (Sehnsucht) wörtlich:

Erst wenn die Zivilisation von der Erde und aus euren Herzen verschwunden ist, werden wir euch beibringen, wie man lebt. Bis jetzt waren wir ziemlich erfolglos in unserem Bemühen, euch das verständlich zu machen. Bisher habt ihr nur versucht, aus dem, was wir euch gesagt haben, Geld zu machen oder es auf euer zerstörerisches System zu übertragen. Also werden wir bis zum Ende der Zivilisation in aller Stille an unseren Traditionen und an unserem Leben festhalten. Hinterher werden wir euch, wenn ihr zu uns kommt, helfen.“

Wer diese Botschaft locker wegstecken kann, dachte ich damals, anstatt sie beschämt zur Kenntnis zu nehmen, ist nur ein weiteres Molekül im Sauerteig unserer Zivilisationskultur, die ausschließlich der Gier gehorcht von oben nach unten, von innen nach außen, auf individueller wie auf gesellschaftlicher Basis. Unsere Zivilisation beruht auf der systematischen und absoluten Vermeidung von Verantwortlichkeit. Es ist allerhöchste Zeit, dass sie sich das Genick bricht, da bin ich mit Vine Abhilasha einer Meinung. Trotzdem empfand ich sein Statement als todtraurig. Es fühlte sich an, als hätte man uns Ertrinkenden die rettende Hand verweigert. Umso erfreuter war ich, als ich vor kurzem davon erfuhr, dass sich Häuptling White Eagle vom Stamm der Hopi zu der aktuellen Corona-Situation in einer Weise geäußert hat, die stark an das erinnert, was ich mit meinem Aufruf zum Ausdruck bringen wollte. Wobei seine Worte weltweit Beachtung finden. Hören wir, was uns White Eagle zu sagen hat:

Dieser Moment, den die Menschheit gerade erlebt, kann als Pforte oder Loch betrachtet werden. Die Entscheidung, ins Loch zu fallen oder durch die Pforte zu schreiten, liegt an Euch. Wenn Ihr rund um die Uhr Nachrichten konsumiert, mit negativer Energie, dauernd nervös, mit Pessimismus, werdet Ihr in dieses Loch fallen. Aber wenn Ihr die Gelegenheit ergreift, Euch selbst zu betrachten, Leben und Tod zu überdenken, für Euch und andere Sorge tragt, dann werdet Ihr durch das Portal gehen.

Sorgt für Euer Zuhause, sorgt für Eure Körper. Verbindet Euch mit Eurer spirituellen Heimat. Wenn Ihr Euch um Euch selbst kümmert, kümmert Ihr Euch gleichzeitig um alle anderen. Unterschätzt nicht die spirituelle Dimension dieser Krise. Nehmt die Perspektive eines Adlers ein, der von oben das Ganze sieht mit erweitertem Blick. Es liegt eine soziale Forderung in dieser Krise, aber genauso eine spirituelle. Beide gehen Hand in Hand.

Ohne die soziale Dimension fallen wir in Fanatismus. Ohne die spirituelle Dimension fallen wir in Pessimismus und Sinnlosigkeit. Ihr seid vorbereitet, um durch diese Krise zu gehen. Nimm deinen Werkzeugkasten und verwende alle Werkzeuge, die Dir zur Verfügung stehen.

Lerne Widerstand am Vorbild indianischer und afrikanischer Völker: Wir wurden und werden noch immer ausgerottet. Aber wir haben nie aufgehört zu singen, zu tanzen, ein Feuer zu entnden und Freude zu haben. Fühle Dich nicht schuldig, Glück zu empfinden während dieser schwierigen Zeiten. Es hilft überhaupt nicht, traurig und energielos zu sein.

Durch Freude leistet man Widerstand! Ihr dürft stark und positiv sein. Und dafür gibt es keinen anderen Weg, als eine schöne, freud- und lichtvolle Schwingung zu bewahren. Das hat nichts mit Entfremdung (Weltfremdheit) zu tun. Es ist eine Strategie des Widerstands. Wenn wir durch die Pforte gehen, bekommen wir eine neue Sicht auf die Welt, weil wir uns unseren Ängsten, unseren Schwierigkeiten gestellt haben.

Das ist alles, was du momentan tun kannst: – Gelassenheit im Sturm – Bleib ruhig, bete täglich – Mach es dir zur Gewohnheit, das Heilige jeden Tag zu treffen. Zeige Widerstand durch Kunst, Freude, Vertrauen und Liebe.”

Quellen

https://vimeo.com/411433981?fbclid=IwAR2r3Mcbt7-JOez_pN8uy-a85MB1M-oyOmnpseQHtiGVzIo7dSjUaWu1NE4

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

Bildquelle: Birgit Muench / shutterstock

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Abonniere jetzt den KenFM-Newsletter: https://kenfm.de/newsletter/

+++

Jetzt KenFM unterstützen: https://www.patreon.com/KenFMde

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

14 Kommentare zu: “Corona-Willkür und die Strategie des Widerstands | Von Dirk C. Fleck

  1. Alcedo sagt:

    Die Formulierungen W.E.s passen gut für mich, so daß ich den Text geschrieben habe! (mit leichten Abwandlungen für naturverbundene Atheisten) Nun hängt er im Flur, bin gespannt, ob er sichtbare Änderungen zu erzeugen vermag.. Danke für das Kraft und Verbundenheit spendende Thema : )

  2. Steadfast sagt:

    Die Retter des Westens: https://www.lakota-indianer.com/heutige-situation

  3. oekobauer sagt:

    Ja, solche Texte kommen halt raus, wenn man nicht mehr bei klarem Verstand ist. Die Nazis wurden ja auch durch Freude und lichtvolle Schwingung aufgehalten und nicht mit dem Opfer tapferer Männer.
    ,

    • Cohiba sagt:

      Ich glaube, ihr schreibt an Euch vorbei. Das kommt davon, wenn man sich nicht gegenübersitzen kann.

  4. Steadfast sagt:

    "Es fühlte sich an, als hätte man uns Ertrinkenden die rettende Hand verweigert."

    Diese Hand bei Indianerstämmen zu verorten, ist ja wirklich mehr als betrüblich.
    Jeder, der seine bittenden Hände nach oben öffnet, wird Hilfe und Führung erhalten.
    Warum dermaßen nach außen und in den Nichtwesten schauen?

    Das verstehe ich nicht.
    Und Sie haben doch gleichzeitig davon gesprochen, daß wir verantwortungslos wären, wir hier, im Westen.
    Wieso geben Sie diese dann an die Indianer ab?
    Was haben Sie nicht, was diese zu haben scheinen?

    • Steadfast sagt:

      Warum kümmern sich die Oglala nicht erst mal um ihre eigenen Alkoholiker und sontigen Depressiven, bevor sie sich anmaßen, die gesamte Welt zu retten? Ich bin zornig.

    • Dirk C. Fleck sagt:

      Sie sind zornig, Steadfast? Das bin ich auch! Wissen Sie denn nicht, was die American Natives in den Alkohlismus und in die Depression getrieben hat? Dümmer und arroganter als Sie kann man zu dem Problem nicht Stellung nehmen.

    • Steadfast sagt:

      Wenn eine Kultur so eine starke innere Kraft hätte, daß Sie imstande sein sollte, den ganzen Westen zu retten, dann wäre sie auch imstande, unter welchen Umständen auch immer, ihre eigenen Leute in einem guten, sinnvollen Leben zu halten.
      Das ist das erste.
      Das zweite ist, daß die kriegerischen Stämme aus einer höheren Sichtweise heraus erfahren haben, was sie selbst zuvor angerichtet haben.
      Es gibt auf dieser Welt keine Opfer.
      Wir sind alle Täter.
      Und wer von sich behaupten möchte, daß er irgendwo nicht dabeigewesen wäre, der darf gerne andere als dumm und arrogant bezeichen – er ist ja in jedem Fall der Gute, nicht wahr?

  5. Cohiba sagt:

    So gelassen, wie White Eagle würde ich auch gerne immer sein. Selten gelingt es mir. Selten kann ich mich noch wie ein Kind erfreuen.
    Vielen Dank lieber Dirk.
    Ich war letztens sehr gerührt, als Sie beim Ende ihres Gespräches mit Jens Lehrich, diesem väterlich den Kopf streichelten.
    Große Freundschaft und Vertrauen.
    Es ist leerer um mich geworden. Das Stigma des Verschwörungstheoretikers wirkt massiv.
    Aber ich will durchaus bei mir bleiben.

    Bleibt behütet und bei Vernunft!

    • RULAI sagt:

      Ich erinnere mich an die Geschichte, wo W.E. von einer Gruppe von auf dem schamanischen Weg befindlichen Menschen erwartet wurde. Er kam an, stieg aus dem Auto. Man versammelte sich um ihn und erwartete jetzt die großartigen heiligen unsterblichen einmaligen Worte des Meistermedizinmanns. Und er sagte: "Meine Frau und ich haben heute einen neuen Rekord aufgestellt. Wir haben die gesamte Fahrt hierher (2 Stunden) nur gestritten."
      (Ich hoffe, das war wirklich W.E. und nicht White Bear, bin mir grad nicht sicher.)

      Das fand ich klasse.
      Denn hier wird jede Anwandlung von Scheinheiligkeit und jeder Gedanke über Ausnahmeerscheinung und besondere Fähigkeiten, gleich im Keim erstickt. Diese Männer sind authentisch und echt. Nicht jedoch, deren westliche Anhänger in ihren Anbetungs- und Verherrlichungspose.

      Die Retroromantik (und deren Anhänger wie Fleck) sehen ja gern in den Urweinwohnern Amerikas und anderen Ureinwohnern das Idealbild des unschuldigen, heiligen, edlen Wilden, der in einer paradiesischen Umgebung lebte, die er nicht beschädigte. Was für ein Selbstbetrug.

      Bei Ken Wilber ist genau aufgeschrieben, worin der Fehler liegt. (Prä-Trans-Verwechslung: Prärationale Zustände werden verherrlicht. Transrationale als deformiert beschrieben.)

  6. phlox sagt:

    Danke Dirk C. Fleck,
    für den wunderbaren Text!
    Von oben kam Glück und Segen pur, ein ganz zauberhafter: Schnee, Schnee,
    Pulverschnee! wie seit langem nicht mehr!
    Welche Freude auf den Gesichtern der Menschen,
    welcher Jubel bei den Kindern! Hunde tollten herum!
    3 Tage war ich draußen, um diesen Zauber einzufangen,
    den Schnee und die Winterlandschaft! Das war mein Ziel.
    Doch es wurde noch weit schöner: Nur strahlende Gesichter,
    die lächelnd grüßten, andere lachten, lachten! Worte waren
    gar nicht nötig. Jeder verstand und fühlte das große Geschenk:
    Freude und Glück pur!

  7. Heinrich Goldschmied sagt:

    Lieber Dirk C. Fleck, von Herzen Dank für diesen wunderbaren Text!
    Auf der einen Seite bewusst wahrzunehmen, was hier geschieht, auf der anderen gleichzeitig ausgerichtet bleiben auf das Leben: Es scheint die einzige Chance, die eigene Menschlichkeit bewahrend durch diese irre Zeit zu kommen. Die Botschaft von White Eagle bringt es so beherzt und beseelt auf den Punkt. Danke!

  8. Helmut Edelhäußer sagt:

    Warum gibt es die PDF Download Option nicht mehr.?
    Ich Sammle diese Artikel schon sehr lange.

  9. schlodd sagt:

    Bitte macht den Tracking-Ratenschwanz von Facebook unter Quellen von den links!
    So reicht es völlig aus https://vimeo.com/411433981

    Alles was ab "?fbclid=…" steht kann weg

Hinterlasse eine Antwort