KenFM im Gespräch mit: Daniel Harrich („Netzwerk des Todes“) (Podcast)

Heute (15.5.2018) ist am Landgericht Stuttgart Prozessauftakt gegen sechs ehemalige Mitarbeiter der Rüstungsfirma Heckler und Koch. Ihnen werden Verstöße gegen das Waffenkontrollgesetz vorgeworfen. Passend zu dieser Meldung veröffentlicht KenFM das Interview-Gespräch mit dem Regisseur, Filmemacher und Buchautor Daniel Harrich.

Daniel Harrich ist vor allem eines: investigativer Journalist. Als solcher bewegt er sich gewissermaßen wie ein Zollbeamter in der Grauzone zwischen Legalität und Illegalität. Sein aktuelles Buch „Netzwerk des Todes“ stellt dabei das Schichtprotokoll seiner Nachforschungen in den Kreisen der deutschen Rüstungsindustrie dar.

In dem 90-minütigem Gespräch gehen wir der Frage nach wie der Waffenexport von der deutschen Politik ausgestaltet wird und wie es sein kann, dass deutsche Waffen immer wieder dorthin gelangen, wo sie offiziell nie landen sollten: in den Händen verbrecherischer Regime oder paramilitärischer Kriegsparteien verschiedenster Couleur. Welche Konsequenzen werden aus Korruption und fragwürdigen Waffenlieferungen von der Politik gezogen? Und wie lässt sich die Spirale des illegalen Waffenhandels durchbrechen, die am Ende Opfer und Täter gleichermaßen produziert?

Inhaltsübersicht

00:00:25 Daniel Harrich – Investigativer Journalismus aus Leidenschaft

00:10:07 Das Prozedere des Waffenexportes

00:28:19 Die Reaktion von Waffenproduzenten und Politiker auf Missbrauchsfälle

00:47:19 Staat, Korruption und der Impact des Journalistenberufes

01:06:21 Waffenhandel – Opfer, Täter und Täter die Opfer sind

01:17:52 Die Idee hinter dem Buch und gefährliche Situationen im Entstehungsprozess

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