KenFM im Gespräch mit: Daniela Dahn („Wir sind der Staat!“)

Das Buch „Wir sind der Staat! – Warum Volk sein nicht genügt“ ist die brillanteste Demokratie-Analyse der letzten Jahre. Die Autorin Daniela Dahn versteht es meisterlich, die schwer angeschlagene Repräsentative Demokratie als das zu entlarven, was sie in Wahrheit ist. Eine Täuschung. Getäuscht wird die Bevölkerung.

Dass es dabei um politische Macht und wirtschaftlichen Einfluss einer sich selbst als Elite definierenden Gruppe geht, ist eine Binsenwahrheit, doch gelingt es Dahn in ihrem Buch aufzuzeigen, wie dies geschieht, mit welchen Tricks gearbeitet wird.

Ihr Buch leistet daher nicht nur das, was man Demaskierung nennen muss, sondern versteht sich auch als Aufforderung. Aufforderung zum Widerstand. „Occupy the Law“ ist Dahns Quintessenz, denn dass sich 1 % der Gesellschaft derart schamlos an der Leistung der 99 % bedienen kann, wird von selbstgestrickten Gesetzen „legalisiert“. Das Recht in diesem Fall nicht von „gerecht“ kommt, lässt sich nicht länger leugnen. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer massiver auseinander.

Dank verrechtlichter Privilegien sorgt die Repräsentative Demokratie dafür, dass die Reichen immer reicher werden. Das von den Vermögenden installiere Betriebssystem ist bis ins Mark unfair.

Daniela Dahn spielt, wenn es um Herrschaftskritik geht, in einer Liga mit Noam Chomsky oder Stéphane Hessel. Auch Sie fordert die Bevölkerungen dazu auf, sich gegen die herrschenden verrechtlichten Privilegien aufzulehnen, bewusst Gesetze zu überschreiten, den zivilen Ungehorsam zu leben, wenn es darum geht, die Repräsentative Demokratie, eine Bevormundung, die heute vor allem durch sogenannte Finanzdienstleister ausgeübt wird, zu überwinden und durch echte Demokratie zu ersetzen.

Im Gespräch mit KenFM macht Daniela Dahn konkrete Vorschläge, wie die Überwindung des aktuellen Herrschaftssystems gelingen kann. Natürlich geht es zu Anfang des Gesprächs auch um die Bundestagswahl 2017. Wer hat hier eigentlich versagt und wer wurde abgewatscht? Wie kann es sein, dass in einem Land, das den größten Niedriglohnsektor Europas errichtet hat, eine Zone der Ausbeutung, die betroffenen Massen sich eher der AfD und FDP zuwenden, anstatt ihre Stimme den Linken zu geben? Wie ist dieser Vertrauensverlust zu erklären? Daniela Dahn nimmt kein Blatt vor den Mund.

Inhaltsübersicht:

00:01:02 Bundestagswahl 2017: Wie erklärt sich der Erfolg der AfD?

00:04:55 Über das Feedback zum Buch und praktiziertes Unrecht des Staates: Der Jugoslawien-Krieg als Schlüsselerlebnis

00:14:02 Wer ist der Souverän? Und wie verhält es sich mit der Gewaltenteilung in der Demokratie?

00:19:39 Der Staat als Herrschaftsinstrument

00:27:31 Demokratie oder Mogelpackung? Wie das Römische Recht bis heute unser (juristisches) Denken prägt

00:31:25 Umgang mit der Krise: Merkel und die Banken – Merkel und die Flüchtlinge

00:43:14 Logik des Privateigentums: Wie sich Staatseigentum damals und heute definiert

00:49:12 Gemeinwohl-Ökonomie als Gegenentwurf

00:53:09 „Occupy the Law“: Die Eroberung der Gesetz-und Verfassungsgebung (Porto Alegre, Berliner Wassertisch)

00:59:19 Wie frei ist das „Freie Mandat“ und was sind die Unterschiede zum „Räte-Mandat“?

01:07:21 Selbstermächtigung: „Empört Euch!“ und „Emanzipiert Euch!“

01:16:11 Die Rolle der Medien und was sich als Wahrheit etabliert: Berichterstattung über Venezuela und die Ukraine

01:26:18 Wie können wir souverän werden?

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54 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Daniela Dahn („Wir sind der Staat!“)

  1. Juergen Klopp sagte kürzlich über die vergebenen Chancen seines FC Liverpool:
    „Wenn die Tür auf ist muss man durchgehen“ .
    Analog könnte man den Art. 20.2 GG zitieren, in dem steht:

    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

    (2)
    1. Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.
    2. Sie wird vom Volke in Wahlen UND Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

    Ja da steht das Wörtchen UND Abstimmungen – aber nicht – oder Abstimmungen.

    Die Tür im Kloppschen Sinne steht seit Bestehen des GG im jahre 1949 offen für ABSTIMMUNGEN gem. Art. 20.2. GG.
    Einzig – muss man sich noch fragen, wie können Parteien strikt eine ABSTIMMUNG der Bürger ablehnen ?
    Denn das wäre ja verfassungswidrig.

    Die Tür steht offen – seit 1949 – wir müssen nur durchgehen.

  2. Von Natur aus ist Mensch nicht böse. Gut behütete Babys und kleine Kinder sind ganz offensichtlich noch voll lieb. Bis zu 3 Jahren sollen sie sogar noch das Christus-Bewusstsein in sich tragen. Die würden z.B. auch niemals ein Tier töten oder verletzen wollen. Das muss ihnen erst mit Zwang beigebracht werden. Dann haben also alle von Menschen aufgestellte Regeln und Gesetze genau was gebracht? Gar nichts.
    Die Menschen hätten all die Zeit MIT der Natur leben sollen und nicht GEGEN sie. Aber das wird immer schwieriger, je mehr davon kaputt gemacht wurde. Wenn Mensch in Beton groß wird, bekommt er ein Beton-Bewusstsein.

    • Furchtbares- so eine der Thesen der Frankfurter Schule – habe die Menschheit sich antun müssen, bis das Selbst, der idetische, zweckgerichtete männliche Charakter des Menschen, geschaffen war. Etwas von dieser Selbstverstümmelung, behauptet Max Horkheimer, werde in jeder Kindheit wiederholt. Und, genau besehen, auch bei jedem Mittagessen.

  3. Frau Dahn ist eine sehr kluge Frau, die ihre Sicht auf die Dinge darlegt. Man kann großen Teilen davon zustimmen. An Wahlen sollte man teilnehmen, um so wenigstens über den Direktkandidaten oder die Partei, die das kleinste Übel darstellt, etwas Einfluss zu nehmen.

    Ich persönlich bin auch ein Gegner der ausufernden Privatisierung. Aus zentralen Aufgaben der Grundversorgung sollten der Staat und die Kommunen nicht aussteigen. Dazu gehören

    –Ausbau statt Privatisierung des staatlichen bzw. kommunalen Wohnungssegmentes
    –Wasserversorgung
    –Elektrizitätsversorgung
    –Wärmeversorgung
    –Entwicklung der Verkehrsinfrastrukrur (Straßen, Bahn,Nahverkehr usw.)
    –sofortiger Stop der Privatisierung von Ländereien, die dem Bund und den Kommunen gehören.

    Durch die ausufernde Privatisierung verliert die Politik immer mehr Einfluss auf die Regulierung und immer mehr an Bedeutung. Privatpersonen und Privateigentum wirken so immer bestimmender auf gesellschaftliche Prozesse ein.

    Ein kleines Beispiel: Um einige Seen in den östlichen Bundesländern werden die Wege gesperrt, da der Uferrand nun Privatbesitz ist. Im besten Fall wird eine Umleitung eingerichtet .

    Ein weiteres Bespiel: Ausufernde Mieten in Großstädten, da der Anteil an gesellschaftlich verwalteten Wohnraum massiv reduziert wurde.

  4. Welche Demokratie ist die beste? Das ist eine Frage um die Form. Der Inhalt aber bleibt unangetastet. Schon Joseph Beuys war tief inspiriert von Rudolf Steiner. Die Dreigliederungsidee von Rudolf Steiner ist keine Idee im Sinne eines abstrakten Gedankens, sondern eine Wirklichkeit, die vor uns liegt im Alltag: bei rechtlichen Fragen, wirtschaftlichen Fragen und moralisch-wissenschaftlichen Fragen. Nur ist diese Wirklichkeit von einer Realität überdeckt, so dass es aussieht, als ob alles mit „Demokratie“ zu lösen wäre, d.h. mit einem (1) Rezept. Solange wir die Komplexität nicht wahrnehmen, welche darunter liegt, bewegen wir uns in jeder Diskussion um Demokratie schnell nur auf der Ebene des „Einheitsstaates“, ohne zu es zu erkennen, und ohne zu wissen, dass es Alternativen dazu gäbe.

    • Hallo Olienta

      Nach dem hören dieses Gesprächs, habe ich das Buch von Frau Dahn gekauft und inzwischen gelesen. Ich kann es nur weiterempfehlen. Es ist unglaublich dicht geschrieben und enthält sowohl wenig bekanntes, aus der Geschichte der Versuche das Volk besser in Entscheidungsprozesse einzubinden, als auch sehr gut erklärte Einblicke in die Geschichte des Rechts, das leider selten wirklich auf der Seite der Souveränität des Volkes wirkte. Es ist eine sehr aufrüttelnde Situation Beschreibung, die grosse Lust an Verbesserung im Leser auslöst. Ist dieses Bewusstsein erst einmal geschaffen, was Frau Dahn für mein Gutdünken sehr gut gelingt, könnte das nötige innere Feuer entstehen die leider nicht ganz einfach zu verstehende Idee von der Dreigliederung von Rudolf Steiner einmal genauer zu studieren.

      Ganz besonders weil Frau Dahn aus dem ehemaligen Osten kommt und messerscharf sah, wie durch die faktische Übernahme des Westens, von beiden Systemen nur das allerschlechteste übrigblieb. Genau diese schmerzhafte Teilung und noch schmerzhaftere Wiedervereinigung Deutschlands hätte in sich die Kraft gehabt, zu erkennen, dass in beiden Systemen brauchbares war, dass aber in beiden Systemen ein freies Bildungs-, Kunst und Forschungswesen praktisch ganz fehlte. Im Osten wurde dieses vom Staat vergewaltigt im Westen bis heute von der Wirtschaft.

      Das Bildungswesen darf weder durch staatliche Demokratie bestimmt werden noch durch Wirtschaftlicher Sachzwang. Das Bildungswesen muss Autonom sein.

      Nur beteiligte Schüler, Lehrer und Eltern dürfen mitbestimmen was und wie gelernt und gelehrt wird. Es darf an Schulen und Unis keine Abschlüsse geben, die sich die Wirtschaft einfach gratis abgreifen kann. Was in Betrieben gekonnt werden muss, müssen die Betriebe ihren Mitarbeitern selber beibringen in Weiterbildungen. Das steigert auch die Wertschätzung der Mitarbeiter, wenn solche nicht dank sogenannten Qualifikationen unendlich verbraucht und ausgetauscht werden können. Schulen und Unis sind nicht da um dem Markt passendes Menschenmaterial zu schmieden. Sie sind viel mehr da um Menschen sich bilden und entfalten zu lassen, dass sie sich nicht mehr alles gefallen lassen, dass sie wissen wer sie sind, das sie souverän werden können. Erst solche in freien Bildungswesen erstarkte Menschen können der Konkurrenz und damit zerstörungs- Tendenz der Wirtschaft ein Rückengrad entgegensetzen, dass die Kraft hat das zerstörerische der Wirtschaft im Zaum zu behalten. Man kann nicht mit einem anderen Wirtschaftssystem das Zerstörerische der Wirtschaft heilen, weil Wirtschaft Zerstörerisches als eine Grundeigenschaft einfach mit sich bringt. Genau so wenig kann man mit einer anderen Staatsform einen Staat bilden der weniger die Tendenz hat zu überwachen und sich in alles ein zu mischen. Das ist nun einmal die Grundeigenschaft eines Rechtsstaates, das er das tut. Um diesem Ungleichgewicht etwas entgegen zu stellen kann die Kraft nicht aus staatlichem kommen, sie kann nur aus souveränen Bürgern selber kommen. Solche Bürger können sich aber in staatlich indoktrinierten Schulen nicht bilden. Sie können sich auch nicht bilden in heutigen Drillingsanstalten die den unendlichen Marktbedürfnissen hinterherhechelt mit Frühenglisch, Schulnoten, Pisa, Master, Baschteler und ähnlichem angelsächsischen Menschenschmiedematerial.
      Deutschland liegt nun genau dazwischen, zwischen den Geschäftstüchtigen angelsächsischen Piraten Nachfolger und den Gross-staatlichen Östlichen Versuchen alla Lenin oder Mao. Und genau zwischen Wirtschaft und Recht liegt auch das fehlende Glied der Dreigliederung, das freie Geistesleben. Rudolf Steiner ging es mit seiner Dreigliederung nicht besser als den Räte Ideen. Beide wurden systematisch lächerlich gemacht oder sogar als Bedrohung verlogen. Selbst vor Morden wurde nicht zurück geschreckt.
      Ich kann auch verstehen wenn jemand mit Steiner seine Mühe hat, weil er ein klar christlicher Denker und Seher war.
      Aber vielleicht kann die Idee der Dreigliederung auch anders wo gefunden werden. Auf der Seite der Gemeinwohl Ökonomie findet man etwas herunter scrollt ein Diagramm mit einer Dreigliederung die zumindest in ähnliche Richtung zu gehen scheint;

      https://www.ecogood.org/de/vision/

      Wer sich in Steiners Aufsätze einlesen möchte, kann hier vielleicht einmal einen Versuch starten;

      http://bdn-steiner.ru/cat/ga/024.pdf

      Als sehr gute freie Bildung kann ich wie oben schon erwähnt die Lektüre von Frau Daniela Dahn „Wir sind der Staat! – Warum Volk sein nicht genügt“ wirklich nur empfehlen.

      ISBN 9783644026810

      Es braucht schon etwas inneres Feuer, um aus grosser Lethargie aufzuwachen, von diesem Feuer wird man ergriffen beim lesen dieses Buches.

  5. Jean-Jacques Rousseau – Das Drama der Linken
    oder
    Warum Links und Rechts sich stärker ähneln als beide wahrhaben wollen

    Spätestens seit Thomas Hobbes sagt die Rechte, der Mensch sei böse und nur die Gesellschaft kann den Menschen unter Kontrolle halten. Die Ansicht ist allerdings viel älter, findet sich in vielen antiken Religionen und wurde unter anderem bereits mit der Erbsünde genauso vertreten.

    Seit Rosseau ist es nun für Linke umgekehrt, die Gesellschaft ist böse und verdirbt den guten Menschen, daher müsse die Gesellschaft reguliert werden.

    Anhänger beider Gruppen haben ein schlichtes Feindbild, das ihren Tag strukturiert.

    Auf den Gedanken, daß diese eindimensionale Persprektive das Problem sein könnte kommt keiner dieser Höhlenmenschen, die auf Wände starren, um sich an Schattenspiele zu ergötzen.

    Kirche und Staat
    Die Herkunft des Staates ist eindeutig die Religion. Bereits im alten Mesopotamien, wurde eine Tempelverwaltung aufgebaut, verbunden mit den ersten mathematischen Zahlenspielen.

    Das, was in der Kirche Gott genannt wird, ist der Staat als ‚juristische Person‘, ein übernatürliches Wesen, geschaffen von Menschen als Glaubensbekenntnis.

    Jedes, wirklich jedes Recht ist eine willkürliche Setzung, aufgrund moralischer/ethischer Annahmen. Ich kenne jedenfalls keine Moral/Ethik, die nicht verlogen ist.

    Auch Linke wollen durch einen _willkürlichen_ Akt der Rechtsetzung, die Willkür eindämmen.
    Finde den Fehler.

    Zur Gleichberechtigung
    In der Gewaltenteilung haben die, die das Recht willkürlich setzen, die, die mit Recht richten und die, die das Recht durchsetzen, zwingend mehr Rechte als alle anderen. Eine Elite ergibt sich hieraus von selbst. Es kann in einem beliebigen Rechtssystem niemals Gleichberechtigung geben.

    Selbst in einem völlig beschissenen, von Eliten geschriebenen Geschichtsbuch, steht nirgends, daß die Schwachen, die Verlierer, Gesetze erlassen. Das Recht und das Gesetz beschützen nicht die Schwachen, es beschützt die Starken, die Elite vor der Mehrheit der Verlierer, den vermeintlich Schwachen.
    Mir ist nicht ein einziges Gegenbeispiel bekannt:

    Recht ist immer das Recht des Stärkeren, denn nur Stärke kann das Recht durchsetzen. Einfache Dialektik.

    Recht bedingt Unrecht. Wo Unrecht herrscht, kann es nicht gerecht zugehen. Recht kann folglich niemals zu Gerechtigkeit führen. Recht kann Gerechtigkeit nur zerstören.

    Jeder Staat, tatsächlich ist dies nur das Sprach-Konstrukt Staat, ist zwingend ein Rechtsstaat und damit zugleich ein Unrechtsstaat, das ist _kein_ exlusives Merkmal einer Demokratie.

    Zudem stellt sich noch immer die Frage, wie der Mensch, der zugleich ja der Staat und dem diesem gegenüberstehenden Individuum zugleich ist, sich selbst erst Recht in Form von Anweisungen erteilt. Geschaffene, konstruktive Realität gegenüber der tatsächlichen Wirklichkeit.

    Wettbewerb und Regeln/Gesetze/Rechte bedingen einander. Die ausgeglichenste Gewaltenteilung ist gegeben, wenn es keine Gewalt gibt.

    Der tiefe Staat steckt in den Parlamenten, die Vertreter des Staates sind zugleich der Staat. Die Parlamente sind vorwiegend von Menschen bevölkert, die direkt oder indirekt vom Konstrukt Staat profitieren (Überrepräsentiert durch Beamte, Öffentlicher Dienst, Juristen, aber auch Funktionäre der Gewerkschaften!/ Allgemeiner gesprochen: Bürokraten).

    Habt ihr euch nie gefragt, wie es überhaupt zu dem gewaltigen Unterschied zwischen Reichtum und Armut kommen konnte? Ist hier keinem klar, daß dies erst durch das Konstrukt Recht, Idealismus pur, überhaupt möglich ist?
    Wird die Ungleichheit der Gleich(er)en nicht durch (Un)Recht geschaffen?

    Beim Recht geht es nicht darum dieses zu verstehen, es geht einzig darum, dieses zu befolgen.
    Einfach ein beliebiges Gesetz herausgreifen und den Text lesen. Juristendeutsch-deutsch. Der Bürokrat ist derjenige, der dem Menschen sagt, was da steht.
    Die Steuergesetzgebung ist nicht einmal mehr diesen Bürokraten in Gänze verständlich. Sprache ist immer auslegbar, da sie auch nicht eindeutig sein kann, in einer unbestimmbaren Welt.
    Deshalb werden Regeln immer enger gefaßt und widersprechen sich teilweise innerhalb eines Satzes.
    Das Grundgesetz endet bereits mit:
    Die Würde des Menschen ist unantastbar.
    Alles folgende widerspricht dieser Unantastbarkeit dieser Würde.

    Ethik und Moral beschäftigen sich mit Übersinnlichem, Übermenschlichem und Übernatürlichem, denn der Betrachtung liegt immer das Ideal zu Grunde. Hier ist das Reich der Vernunft angesiedelt, denn der Verstand reicht dafür nicht aus.

    Also um was geht es, wenn Menschen Recht und damit Realitäten ‚schaffen‘?
    Antwort: Gewißheit.
    Das Problem hierbei ist, daß wenn es Gewißheit tatsächlich gäbe, bereits alles gewiß ist. Keiner muß nach Gewißheit suchen und keiner muß Gewißheit schaffen, denn Gewißheit entsteht nicht und sie vergeht nicht.
    Tatsächlich ist Gewißheit folglich niemals entstanden, sie existiert nicht. Das ist die Offenbarung, die jeder Religion und jeder Ideologie als Annahme dient.
    Selbstverständlich kann nur eine sehr kleine Elite diese Gewißheit interpretieren, diese erschaffen das Recht.

    Wer Gewißheit sät, erntet unweigerlich Gewalt, denn es kann keine zwei Gewißheiten geben.

    Da dies irgendwie keinen ernsthaft interessiert, bedeutet dies, weiterhin fleißig Köpfe ein- und abschlagen. Ausgrenzen.

    • Guter Beitrag. Danke.

      Ich denke, das „Drama der Linken“ ist unser aller Drama: „Das eigentliche, einzige und tiefste Thema der Welt- und Menschengeschichte, dem alle übrigen untergeordnet sind, bleibt der Konflikt des Glaubens und Unglaubens.“ – Goethe
      Nach Heraklit schlägt das Linke in das Rechte und das Rechte in das Linke, Glauben in Unglauben, Unglauben in Glauben, Unwissen in Wissen, Wissen in Unwissen, Starkes in Schwaches, Schwaches ins Starkes, Gutes in Böses, Böses in Gutes….um: „Es ist immer dasselbe, Lebendes wie Totes, Waches wie Schlafendes, Junges wie Altes. Das eine schlägt um in das andere, das andere wiederum schlägt in das eine um. – Sie verstehen nicht, wie das Auseinandergehende mit sich selbst zusammengeht: gegenspännige Zusammenfügung wie von Bogen und Leier.“

      Für mich ohne Zweifel ist die Herkunft des Staates die Religion – und der Glaube: an Staat, Recht, Gesetz, Kirche, Geld, Wissenschaft…und die Bibel: „Das gefährlichste aller Bücher in weltgeschichtlicher Hinsicht, wenn durchaus einmal von Gefährlichkeit die Rede sein sollte, ist doch wohl unstreitig die Bibel, weil wohl leicht kein anderes Buch so viel Gutes und Böses im Menschengeschlecht zur Entwicklung gebracht hat.“ – Goethe

      Tempelverwaltung und Mathematik haben natürlich auch vor der Bibel schon für „Erkenntnis“ und „Wahrheit“ und „Recht“ und „Ordnung“ und „Gewissheit“ gesorgt.

      Der Konflikt des Glaubens und Unglaubens ist das „tiefste Thema der Menschengeschichte“. Ich frage mich: Warum ist das so, und hat die Evolution einen Plan? Wird der Mensch diesen Plan zulassen, falls es einen gibt? Bleiben wir gefangen in Dichotomien, die wohl etwas mit unserer physiologischen Wahrnehmung zu tun haben, die bei Gleichem, Harmonischem einschläft und bei Gegensätzlichem aufwacht? Halten wir stetige Harmonie nicht aus? Und wie ist es mit Gewissheit, die zu Ungewissheit wird? Warum leben wir im Entweder-Oder? Warum fällt uns das „Sowohl-Als-Auch“ so schwer? Warum finden wir nicht den „Mittleren Weg“. Warum nur Recht oder Unrecht?
      Können wir nicht anders als (nicht) glauben? „Zu glauben ist schwer, nichts zu glauben ist unmöglich.“ – Victor Hugo
      Und:
      Der Aberglaube gehört zum Wesen des Menschen und flüchtet sich, wenn man ihn ganz und gar zu verdrängen denkt, in die wunderlichsten Ecken und Winkel, von wo er auf einmal, wenn er einigermaßen sicher zu sein glaubt, wieder hervortritt. – Goethe
      Und:
      „Wer Wissenschaft und Kunst besitzt, / hat auch Religion; / wer jene beiden nicht besitzt, / der habe Religion.“ -Goethe
      Und:
      „Nun ist die Wissenschaft selber bei weitem nicht so frei von Aberglauben, wie sie vorgibt. Wo ihr Wissen nicht ausreicht, da produziert sich ihr Glaube, und das ist immer ein Aberglaube.“ – Brecht

      Das „Sowohl-Als-Auch“ der modernen Physik ist der „Mittlere Weg“ der östlichen Philosophen. Und das, was Goethe meint, wenn er sagt:
      „Wo das Wissen genügt, bedürfen wir freilich des Glaubens nicht, wo aber das Wissen seine Kraft nicht bewährt oder ungenügend erscheint, sollen wir auch dem Glauben seine Rechte nicht streitig machen. Sobald man nur von dem Grundsatz ausgeht, daß Wissen und Glauben nicht dazu da sind, um einander aufzuheben, sondern um einander zu ergänzen, so wird schon überall das Rechte ausgemittelt werden.“

      Aber wo Realität das gleiche wie Macht ist, da wird das „Rechte“ nicht „ausgemittelt“, da wird Recht gesprochen.
      Im Streit siegt die Macht und das Prinzip „Kopf ab“.

      (Aus: Lewis Carroll: Alice im Wunderland):
      Als Alice erschien, wurde sie von den dreien aufgefordert, den Streit
      zu schlichten, und jeder legte ihr seinen Standpunkt dar. Da aber alle
      drei gleichzeitig auf sie einschrien, hatte sie es nicht leicht, überhaupt
      etwas zu verstehen.
      Der Scharfrichter erklärte, daß man keinen Kopf abschlagen könne, an
      dem kein Körper sitze, von dem er abzuschlagen sei. Das habe er
      bisher noch nie gemacht, und er sei auch nicht gesonnen, in seinem
      Greisenalter damit anzufangen.
      Der König erklärte, daß alles, was einen Kopf besitze, auch geköpft
      werden könne, und jede andere Meinung sei Blödsinn.
      Die Königin erklärte daß irgendwas geschehen müsse, und zwar fix,
      flugs und flink, anderenfalls werde sie alle Anwesenden hinrichten
      lassen. (Diese Drohung hatte die Gesellschaft in die erwähnte
      Beklommenheit versetzt.)
      „Die Grinsekatze gehört der Herzogin; die sollten Sie lieber fragen“,
      meinte Alice schließlich. Eine bessere Antwort fiel ihr nicht ein.
      „Die Herzogin sitzt im Gefängnis“, sagte die Königin. „Hol‘ sie sofort
      her!“ befahl sie dem Scharfrichter, der mit Blitzesschnelle davoneilte.
      Kaum war er weg, da verblaßte der Katzenkopf, und als der
      Scharfrichter mit der Herzogin zurückkehrte, war er ganz
      verschwunden. Der König und der Scharfrichter suchten wie besessen
      nach ihm, und die übrige Gesellschaft kehrte zum Spielplatz zurück.

      Gesellschaft böse, Mensch böse?
      „Der Glaube, dass es Stücke unserer Welt gebe, die nichts als ‚Mittel‘ – seien, denen ad lib. ‚gute Zwecke‘ – angehängt werden können, ist reine Illusion. Die Einrichtungen selbst sind Fakten; und zwar solche, die uns prägen. Und diese Tatsache, dass sie uns, gleich welchem Zwecke wir sie dienstbar machen, prägen, wird nicht dadurch, dass wir sie verbal zu ‚Mitteln‘ – degradieren, aus der Welt geschafft. In der Tat hat die grobe Zerspaltung unseres Lebens in ‚Mittel‘ – und ‚Zwecke‘, wie sie in diesem Argument vollzogen wird, mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Unser von Technik erfülltes Dasein zerfällt nicht in einzelne, säuberlich gegeneinander abgegrenzte, Wegstücke, von denen sich die einen durch das Straßenschild ‚Mittel‘, die anderen durch das ‚Zwecke‘ – ausweisen. Legitim ist diese Aufteilung nur bei Einzelhandlungen und isolierten maschinellen Prozeduren. Dort, wo es ums ‚Ganze‘ – geht, in der Politik oder in der Philosophie, nicht.“ – Günther Anders

      Ich denke, auch hier schlägt das eine in das andere und das andere in das eine um.

      Zu Realität und Macht (Glaube und Wirklichkeit):
      (www.gleichsatz.de)

      – Realität ist ein Machtverhältnis ! –

      Schluß mit dem populären, aber verblödeten Realitätsgefasel
      und einem bornierten Faktenfetischismus !
      ES IST NICHTS GEGEBEN !
      Eine objektive Realität ist nichts anderes als ein Ausdruck für eine Macht, bzw. Ohnmacht, die sich in den Köpfen von Menschen breitgemacht hat. Die scheinbare Neutralität der „wissenschaftlichen“ Meßmethoden in Zeit- und Raum nützt in fundamentaler Weise den herrschenden Machtverhältnissen und macht sie unangreifbar, weil „Realität“ und „Macht“ als zwei grundsätzlich verschiedene Paar Stiefel angesehen werden, von denen das eine nichts mit dem anderen zu tun hat. Was gemeinhin als „Wirklichkeit“ oder „Wahrheit“ bezeichnet wird, muß als „Interesse“, als „(Rationalitäts-)Bedürfnis“ verstanden werden, das jemand mehr oder weniger oder auch nicht haben kann.
      Das Ziel: ist es, den Objektivismus als Religion der Macht abzuschaffen und den Begriffen von Logik, Rationalität und Vernunft wieder einen glaubwürdigen Sinn zu verleihen, mit dem sich die geistige Verwirrung der meisten Menschen verdeutlichen und klären läßt. Das Zeitalter der Fakten und absoluten Wahrheiten ist vorüber. Es sind Interessen und Zwecke und damit die Macht, die das Geschehen auf dieser Welt bestimmt und die intellektuellen und seelischen Voraussetzungen, damit diese Macht auch „gut“ sein kann, sind erst noch zu schaffen. Dazu gehört auch die Erkenntnis, daß es nichts Gutes ansich gibt, so daß die Frage lauten muß: „Gut für wen oder was?“ Diesbezügliche Optimierungen in der Auffassung der Dinge sind in jedem Fall möglich. Der Wertgedanke ist dabei das geistige Band, das alle diese Bestrebungen zusammenhält.

      Und schließlich aus dem Daodejing:

      Ist der SINN [Dao] verloren, dann das LEBEN [De]. … dann die Liebe. … die Gerechtigkeit. … die Sitte. Die Sitte ist Treu und Glaubens Dürftigkeit und der Verwirrung Anfang. Erst wenn das Dao verloren sei, erfänden die Menschen Sitten und Gebote, was sie noch weiter vom natürlichen Tun entferne. Die Regierung soll dem nicht Vorschub leisten: Tut ab die Sittlichkeit, werft weg die Pflicht, so wird das Volk zurückkehren zu Kindespflicht und Liebe. Höchste Güte nütze wie das Wasser allen Wesen, ohne sich im Streit zu behaupten.

    • Es gab und gibt immer die beiden Grundzüge des Glaubens, die sich u.a. in den Symbolen „Gott“ oder „Satan“ ausdrücken, aber in Wirklichkeit „Macht“ oder „LIebe“ bedeuten. Von diesen beiden Richtungen wird jede Menschenseele bewegt. Entweder mache ich das eine zur Priorität oder das andere. Man kann das sehr schön am Schicksal Ronald Bernards ablesen. Man kann an seinem Geständnis erkennen, dass er den Weg der Macht (Satanismus)nicht weiter beschreiten konnte und diametral die Richtung gewechselt hat und man erkennt auch, dass wir die Vorgänge in dieser Welt nur dann richtig verstehen können, wenn wir den Satanismus mit einbeziehen, den unbeirrbaren, absoluten Glauben an Macht und Stärke, der vor gar nichts mehr zurückschrecken kann. Wir müssen uns mit dem Satanismus geistig und intellektuell auseinander setzen, ob wir das wollen, oder nicht. Ich stelle mir vor, dass das Verführerische für diese Leute daran ist, dass sie absolute Freiheit im Handeln haben und alles, aber auch alles tun und lassen können, was immer ihnen zupasse kommt und was es sie gelüstet, ungebremst von so etwas wie Gewissen, Verantwortung und Mitgefühl. Das ist dann wohl das, was man als „Machtrausch“ bezeichnet und es wird zur Sucht. Wir haben es als oberste Führungskräfte in der Welt mit psychisch Schwerstkranken zu tun. Das sollte allgemein realisiert werden. Denn ohne das wird unser Bild der Realität immer weiter kippen und die allgemeine seelisch-geistige Lähmung macht sich weiter breit.

  6. Ich verstehe nicht, was an den Eigentumsfragen so wahnsinnig „komplex“ sein soll. Die Macht zu erlangen, um diese Fragen grundlegend neu zu ordnen, die Gesetzestexte komplett zu überarbeiten und außerdem noch die Übergangszeit vernünftig zu managen, ist sicher komplex. Aber das Thema an sich doch nicht so sehr. Meine Vorstellungen sind folgende:

    Alle Wirtschaftssektoren von überragender Wichtigkeit für die Allgemeinheit müssen verstaatlicht werden – also neben den bekannten Sektoren aus meiner Sicht auch z.B. die Pharma- und Rüstungsindustrie sowie Teile der Medien.

    Alles andere sollte grundsätzlich privatwirtschaftlich organisiert werden, wobei Kapitalgesellschaften verboten (bzw. abgewickelt) werden müssten – um die persönliche Haftung der Eigentümer wieder sicherzustellen.

    Für die größeren Unternehmen müsste es vorgeschrieben werden, diese genossenschaftlich zu organisieren – idealerweise dergestalt, dass die Mitarbeiter nicht nur Miteigentümer werden, sondern auch das gleiche Stimmrecht bekommen.

    Vorhandener privater Reichtum muss umverteilt werden. Oma Erna darf ihr klein Häuschen behalten, aber die Familien Albrecht, Quandt, Piech, usw. werden einiges verlieren. Ziel sollte es sein, dass jeder eine Wohnung besitzt und ein Stück Land (oder Rechte daran).

    -> Ja, es ist mir bekannt, dass das nicht ohne Revolution zu machen ist. Hab ich auch nichts dagegen, nur möglichst friedlich sollte es ablaufen. Und ich weiß auch, dass wir Lichtjahre davon entfernt sind.

    • Wie wäre es mal zu sehen, das der Filz Lichtjahre dick ist.
      ich bin seit früher Jugend von dem J.Fresco- Model begeistert und sehe ein auf Ressourcen bezogenes kategorisch symbiotisches System mittlerweile als unabdingbar.
      D.h Abschaffung des monetären Systems und jede Form von Geld. Raus aus der Kreidezeit der Jäger ,Gejagten und Gammler. Keine Preistags und Kassen in den Supermärkten.
      Wer verschwendet wird über die Medien lächerlich gemacht und auf Diät gesetzt.
      Es ist alles zur Nutzung für alle da.
      Wie Jaque Fresco schon sagt. „Die Soldaten sollen ihre Waffen einschmelzen, und in die Welt ziehen um alle mit Sachlichkeit zu überzeugen jetzt mal friedlich und vernünftig zu werden.
      Konfliktlösung wird ein Fach in der Grundschule.
      Wir liegen in der technischen Entwicklung zwar mindestens 150 Jahre zurück, doch nun haben wir bereits die Technologie all den Stuss schleunigst zu begraben und aufzuholen.
      Binnen 10-12 Jahren könnten wir schon einen autonomen Teil einer völlig schmutzfreie fortschrittliche Welt geschaffen haben.
      Was hindert uns daran ?
      Unsere Blödheit ?
      Ich bin sicher 80% der Menschen würden sich gern auf einen solchen Zeitraum verpflichten, an einem solchen Projekt zu arbeiten.
      Der Erlös wäre für alle größer, als alles , was man mit Wahnsinn je verdienen kann.

  7. Also das mit dem Einmischen bei Volkshochschulen (1:10) ! Finde ich interessant !
    Endlich noch ein neuer Punkt für meine Liste. ..
    Herzlichen Dank dafür.!
    Das war doch schon wieder noch ein Puzzelteil der Antwort auf die Frage .
    WAS KANN MAN TUN ?
    Als die gestellt wurde, kam dann natürlich …. “keine Patentlösung…“
    Aha.. Ein komplexes Problem, braucht also eine komplexe Lösung.
    Deshalb lieber Ken und Leute hier im Forum , würde ich bei all dem Brainstorming welches hier bei Dir so läuft ,
    gern vorschlagen :
    Lass uns doch mal die Puzzelteile sammeln, und irgendwie auch grafisch festhalten.

  8. Guten Tag Ken,
    wiederum ein prima Gespräch mit vielen guten Ideen, aber zum Schluss auf deine Frage, wie sollen wir es angehen, keine
    zufrieden stellende Antwort. Nochmal, und so komisch das auch klingen mag, Friedensvertrag zum ersten Weltkrieg beantragen. Wie, dazu Matthias Klama von der Gemeinde Neuhaus und Matthias Weidner einladen.
    *Souveräner Staat durch Friedensvertrag* Auch wenn zur Zeit viel Unfug durch die sogenannten Reichsbürgerthematik
    herumschwirrt, lasst euch nicht verwirren und versucht doch mal mit den Beiden Kontakt aufzunehmen. Versuch es doch einfach mal mit den 2 oben angegebenen. freundlichst Sylvie&Jos

  9. Wir kennen alle den Begriff „Deep State“ -es gibt ja auch dazu von vielen namhaften Politikern der Vergangenheit und auch von Amerikanischen Präsidenten(z.B. von John F.Kennedy am 27. April 1961 vor dem amerikanischen Verlegerverband) gehaltene Reden und Statements.
    Sollten wir da nicht, anstatt immer nur das sicht-und spürbar unselige herrschende System immer wieder durchzukauen, endlich einmal einen genauen Blick auf diese Menschen werfen, die das hauptsächlich verursachen und auf die Mechanismen, die in solcherart Menschen wirksam sind und deren negative Einstellung zum Leben auch auf alle anderen abfärbt? Warum wird eigentlich das, was diese einflussreichen Menschen im Geheimen so alles treiben(jüngstes Beispiel Pizza-Gate) und die Art derer psychischer Verfassung immer noch und sogar in den alternativen Foren in die Rede-Tabu- Ecke gestellt? Ist das zu gefährlich, oder wie?
    Wir müssen doch auch endlich realisieren, dass Psychopathen mehr und mehr Macht über diese Welt gewinnen und mit ihnen dieser psychische Defekt in der ganzen Menschheit. Warum wird das mit so großer Vehemenz im Hintergrund gehalten, wenn es doch mittlerweile genügend überzeugende Beweise und Zeugen dafür gibt?
    Die Systeme können nicht verbessert werden, wenn nicht auch erkannt wird, von wem sie genau warum so gemacht und ausgetreten werden. Wir müssen und vor allem um unsere aller Psyche Gedanken machen!
    Es wird bei tiefer gehenden Texten hier oft von usern gesagt, das könne man in einem „Politischen Forum“ nicht „auch noch“ abhandeln. Aber wenn doch auf Dauer immer wieder das selbe gedacht und bestätigt wird und sich immer wieder im Kreise dreht und noch nicht einmal im Denken eine Erneuerung stattfinden kann, wie soll sich dann erst in der tätigen Wirklichkeit etwas maßgebliches Verändern?
    Wenn wir unseren eigenen psychischen Zustand nicht bereit sind, ehrlich und offen zu analysieren, können wir auch die Zustände, in die wir immer mehr hinein gezwungen werden nicht richtig analysieren. Ich sehe hier immer noch viel zu viel unbewusste(oder bewusste?) Verdrängung.

    • Klar, drehen wir uns im Kreis.
      Sorry – ich kann blos nicht erkennen, dass sie sich nicht im Kreise drehen.
      In der Auseinandersetzung zwischen Idealismus – Materialismus ist es doch ähnlich wie bei der Geschichte:
      Was war eher da? Die Henne oder das Ei?
      Das beides existiert, werden Sie ja nicht bestreiten.

    • Es gibt doch aber diese Auseinandersetzung hier gar nicht erst. Alles, was über einen gewissen Tellerrand hinausgeht und in unsere Psyche hinein reichen könnte, wird doch immer nur diskriminiert oder im besten Fall herablassend belächelt.

    • Ich verstehe Sie besser als sie wohl glauben.
      Es geht oft um Meinungshoheit.
      Dem verfällt wohl auch jede(r) mal. Ich nehme mich da nicht aus.
      Die Perspektive, aus der man einen Sachverhalt betrachtet ist, hat viel mit eigenen Erfahrungen, Interesse und der Bildung (darunter versteht ja jeder etwas anderes) und der eigenen Welt, in der man lebt, zu tun.
      Glauben sie nicht, das Ihre persönlichen Ausführungen nichts bewirken.
      Auch wenn Wiederspruch kommt. Das ist normal. Wenn alle so denken würden wie ich, Sie oder jeder einzelne, bräuchten wir hir nicht zu schreiben. Fänden sie es besser wenn wir uns gegenseitig zustimmen würden?
      Dann könnten wir es lassen.

      schauen sie mal „Kommentar zu Ronald Bernards“ von Jaroslav Belsky auf YouTube.
      Eventuell können sie damit was anfangen.

      alles Gute.

    • Ich habe nicht geschrieben, dass ich von allen Zustimmung haben möchte, sondern ich habe im Gegenteil geschrieben, dass ich MEHR Diskussions- und Denkbereiche erlaubt sehen möchte.
      Mit dem Kommentar von diesem Zahnarzt kann ich überhaupt nichts anfangen. Von solchen Klugscheißern gibt es viel zu viele! Was sagt er denn Erhebendes? Das das doch alles ganz normal und menschlich ist? Vielleicht für ihn.
      Ich finde das alles krank und kränkend. Was wollen Sie überhaupt darüber hinaus sagen? Können Sie auch mal ein ganz persönliches Statement zu der Tatsache abgeben, dass die größten, maßgeblichsten Geldströme, von denen wir alle abhängig sind, von Psychopathen kontrolliert werden? Finden Sie es auch zum Schulter-Zucken und nicht weiter diskussionswürdig? Oder wie? Halten sie die Menschliche Seele für zu unbedeutend oder gar nicht erst existent?

    • Ich habe den Eindruck, dass Sie meine Texte gar nicht richtig lesen. Ehrlich gestellte Fragen halten Sie anscheinend nicht für nötig, zu beantworten. Haben Sie auch vorher mal bei sich selbst, nachgesehen, bevor Sie solche Urteile fällen? Ja, mir ist dieser Zahnarzt als reinen Wichtigtuer. Was hat er denn nun Ihrer Meinung nach Wichtiges gesagt? Dass es logisch ist, dass wir bei diesen Zuständen in der Welt da oben an der Macht Psychopathen sitzen haben, weiß ich doch schon lange selber. Und was hat er sonst noch Bemerkenswertes gesagt? Darauf bekomme ich nun wohl keine Antwort mehr. Wenn’s hochkommt verlinken Sie wieder einen neuen Schlaumeyer, oder haben Sie jetzt am Ende auch nochmal selber aus eigenem Herzen heraus etwas dazu zu sagen?

    • Was wollen Sie eigentlich?
      Ich hab ihnen nicht widersprochen, was die Psychopathen der Welt betrifft.
      Sie wollen diese Leute (für die es ja nach Ihren Worten Zeugen und Beweise gibt) beim Namen nennen.
      Na dann man zu.
      Wenn Herr Bernards das nicht einmal macht, dann sollte er den Mund halten und nicht sein Leiden zur Schau stellen.
      Er war sehr gierig und hat schmutzige Geschäfte gemacht. Und jetzt macht er was?
      Er erzählt Geschichten und wir gruseln uns? Konsequenzen zieht er nicht. Erbärmlich!

    • Ich habe Herrn Bernard ganz anders verstanden. Ich empfinde es als Geschenk von ihm an diese Welt, dass er das alles erzählt hat, wie es wirklich war und wie es ist. Wer könnte überzeugender und aufklärerischer wirksam sein als jemand, der selber „dazu“ gehörte. Für jemand, der nicht wirklich tief einsichtig geworden ist durch sein fehlerhaftes Leben, wäre es natürlich viel bequemer und vor allem ungefährlicher gewesen, einfach nur alles tot zu schweigen.

    • c/o Je mon vais & Silvie
      Ihr befindet euch beide in einem Erkenntnisprozess, zu dem auch dieser Dahn-Beitrag einiges anzubieten hat. Stichwort : “Römisches Recht“
      Die drei Stufen der römischen Herrscherkrone stehen für die Macht über Himmel Erde und Hölle.
      Der Teufel spielt dabei eine Rolle, wie etwa die eines abschreckenden und andererseits beschützenden Wachhundes.
      Satanismus ist nicht wirklich etwas was dahinter steckt, sondern es steckt eher in der Sache ( z.B. wenn man mit Bomben handelt) oder es ist schlicht ein Mittel.
      Das was dahinter steht, wird ohnehin durch die Gesetze getragen.
      Die Anwesenheit des Henkers soll nur deren Einhaltung fördern.
      Die Römische Ordnung ist noch heute die jesuitische Ordnung.
      Dies ist eine strickt militärische Ordnung.
      Die Struktur dieses Systems übernahm z.B. auch Adolf Hitler für seine SS.
      Unsere westliche Bildung basiert auch auf jesuitischen Prinzipien.
      Diese setzen sich fort bis in die Orden der verschiedenen Ritterschaften, die unsere westliche Ordnung tragen, die man ja gern auf den gesamten Globus übertragen möchte.
      Diese Ordnungsstruktur ist ewig alt und dominiert traditionell die sich ändernden politisch getragenen Ordnungssysteme.
      Daher bedienen sich Machjunkies, Militärs und Milliardäre auch gern dieser Strukturen. Wenn man selbst mitmachen möchte muss man erst einmal etwas leisten und autonom werden. Dann kann man gewissen Organisationen Clubs, Logen etc. beitreten und sich da hochdienen.
      Oder man geht den geistigen Weg und wird einfach Pfaffe..
      Der Grund dass man damit nicht hausieren geht, ist einfach nur; um peinliche Fragen zu vermeiden, die dem Ansehen vieler Heuchler entschieden schaden könnten. Seitdem wir mehr als 5Mrd. auf diesem Globus sind, ist außerdem einiges eng geworden und wenige Familien haben so viel Kapital akkumuliert, dass man es nicht mehr einsetzen kann, ohne das man sich mit den anderen abspricht.

  10. Die Ausleuchtung von Frau Dahn ist leider schrecklich in die Hose gegangen. Wäre ich eine Katze, würde ich den Schatten ihrer Nase jagen.

    Ihr Buch „Wir sind der Staat“ hat mich 2013 schon gefesselt: Nicht alle im öffentlichrechtlichen Rundfunk hatten es ignoriert, bei Fragen an den Autor im Saarländischen Rundfunk lief eine einstündige Sendung. Überhaupt teilt sich Ken „im Gespräch“ so viele Autoren mit diesem Format (seit 1969), dass er dessen langjährigen Moderator Jürgen Albers eigentlich mal einladen könnte. 😉

  11. Natürlich sind wir am Ende des Kapitalismus(bzw.Materialismus) angelangt, Frau Dahn. Er hat nämlich logischerweise schon längst in den Satanismus gemündet. Siehe: Ronald Bernards Enthüllungen über die Geldelite auf youtube. Ganzes Interview über 1 Stunde.
    Es ist eine unrealistische Wunschvorstellung, zu denken, man könne auf der Basis des materialistischen Denkens eine moralisch gesunde gerechte Welt erschaffen. Karl Marx, den Sie zwar nicht mehr erwähnen wollen, der aber doch immer noch ihr Denken stark zu beeinflussen scheint, hat das Kind nicht aus dem Brunnen holen können und wird es auch in aller Zukunft nicht heraus retten.
    Gerechtigkeitsempfinden ist ein Privileg des gesunden Menschen und kann nicht als System verordnet werden. Es gilt da immer noch und immer wieder der alte Spruch: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

    • „Denn vernünftige Wesen stehen alle unter dem Gesetz, dass jedes derselben sich selbst und alle andere niemals bloß als Mittel, sondern jederzeit zugleich als Zweck an sich selbst behandeln solle.“
      – Immanuel Kant: AA IV, 433[10]

  12. Repräsentative demokratie mag von manchen überschätzt sein. Unkontrollierte direkte Demokratie ist hingegen offene und brutale Dikatur in zweierlei Hinsicht:
    1) Mehrheitsdiktatur: Direkte Demokratie, die nicht urch repräsentative und konstitutionelle Elemente korrigiert wird, ignoriert und übergeht den Willen von Minderheiten. Direkte Demokratie ist, wenn 2 Füchse und 1 Hase abstimmen, was es zum Essen gibt.
    2) Diktatur der Nationengrenzen als Rahmen für die Abstimmung: Bei Volksentscheiden ist es entscheidend, wer abstimmen darf und wer nicht, und das wird durch die – letztlich aber willkürlich entstandenen – Nationengrenzen definiert. Es ist kein Wunder, dass bei ‚Volksentscheiden‘ in der Regel der Rechtsradikalismus und Rechtspopulismus gefördert wird. Die Rechte von Ausländern kommen bei Volksentscheiden tendenziell völlig unter die Räder, und wenn jeder Staat Volksentscheide für Grundatzfrage hätte, wäre das ein fataler Schritt in Richtung von Knaststaaten. Jeder Mensch ist fast überall Ausländer, und wir leben eben auf einer Welt und nicht nur in einer Nation.

    • Repräsentative Demokratie ist somit die einzige grundrechtskonforme Form der Demokratie und, wenn man Demokrate befürwortet, die einzige legitime Regierungsform überhaupt. Man muss etwaige Probleme wie etwa den Lobbyismus also innerhalb des repräsentativen Systems bekämpfen, wenn man die Dinge nicht (noch) viel schlimmer machen will statt besser.

    • Die einzige legitime Regierungsform, versucht die von ihnen selbst mit verursachten Probleme zu lösen und macht die Dinge schlimmer.
      Schreiben Sie mal was Positives, was da in letzter Zeit so gelaufen ist.
      Viele Menschen sehen die repräsentative Demokratie als eine versteckte Diktatur.
      Von der Demokratie bleibt nur der Schein.
      Die Probleme der Bevölkerung werden zugekleistert und das Kapital bestimmt die Rute.

    • Das ist nicht das Ausschlaggebende. Die Armut eines Landes hat stets damit zu tun, dass sich eine kleine Elite auf Kosten der Mehrheit bereichert, und der Reichtum eines Landes stets damit, dass die Gesellschaft die politischen Rechte breit verteilt, denn nur dann können Bürger ihre wirtschaftlichen Chancen nutzen. Insbesondere kommt es darauf an wie die tragenden Institutionen der Staaten strukturiert und ausgerichtet sind.
      Mit einer übergeordneten extraktiven EU ist es von vorn herein aussichtslos.
      Das ist sogar empirisch belegt. ( siehe Why Nations fail von: Acemoglu, Daron; Robinson, James A.:NY 2012)

    • 8-8500 Personen solcher asolzialen Menschen kontrollieren die größten Geldströme der Welt. Das sagt doch schon alles. Da können wir uns die Köpfe kaputtdenken, wenn wir immer noch das Maßgebliche dabei übersehen.
      Man kann sich theoretisch viel Gutes und vermeintlich Richtiges im Kopf zurechtlegen, aber was hat das alles bisher gebracht? Ich sehe auch hier bei allem immer nur wie in das Programm einer Waschmaschine, wo sich immer wieder das selbe in etwas anderer Anordnung im Kreise dreht.

    • Nun, ich weiß nicht was oder ob diese Menschen irgendetwas glauben, aber ich denke hier, in einem Artikel von Herrn Kompa, ist es ganz gut beschrieben. Es werden weitreichend Themen angegangen, z.B. wie man das dritte Reich am besten verwertet und es werden zahlreiche Namen und Verbindungen genannt. Allan Dulles, John Jay McCloy, Eric Warburg, Mussolini, Rockefeller, Ford, etc.:

      Jan Fleischhauer, die Atlantik-Brücke und die CIA
      30. September 2017 Markus Kompa

      Blinde Flecken in transatlantischer Loge

      SPIEGEL-Autor Jan Fleischhauer, stolzes Mitglied des transatlantischen Lobbyvereins Atlantik-Brücke e.V., echauffierte sich vor geraumer Zeit über die Assoziation seiner Loge mit der CIA. Die Atlantik-Brücke ist ein deutsch-amerikanischer Gesellschaftsverein, in dem hochgestellte Journalisten, Spitzenpolitiker und Industrielle vierstellige Mitgliedsbeiträge bezahlen, um nett zueinander zu sein.
      (…)
      Wie schon das CFR sehen sich auch die Mitglieder der Atlantik-Brücke als über der Politik stehend an. So waren diese häufig in verdeckte Parteienfinanzierung verwickelt. Hauptdarsteller etwa im nach dem in Nürnberg angeklagten Flick benannten Skandal sowie im CDU Spendenskandal war Walter Leissler-Kiep. Trotz strafrechtlicher Verurteilungen wegen Steuerhinterziehung und Lügen vor Gericht blieb Leissler-Kiep zeitlebens Ehrenpräsident dieser ehrenwerten Loge. Auch für Waffenschreiber wie Karlheinz Schreiber war die Atlantik-Brücke das Terrain der Wahl.
      Fazit

      Die CIA muss den Journalisten keine Weisungen erteilen. Wer zur Elite gehört und weiter an der Tafel der Mächtigen, Reichen und Einflussreichen speisen will, von dem darf erwartet werden, dass er schon von alleine weiß, was man zu sagen oder besser zu verschweigen hat. Im Falle von Fleischhauer wäre Schweigen ein durchaus akzeptabler Genuss. (Markus Kompa)
      https://www.heise.de/tp/features/Jan-Fleischhauer-die-Atlantik-Bruecke-und-die-CIA-3838580.html?seite=3

      Herr Frey vom Rubikon bietet in einem Artikel Einblick in ein weiteres Werkzeug und die Hintergründe dazu oder wie man permanent darüber sinniert wie die Sowjetunion zu vernichten sei:

      Paranoia, Wahn und der Dritte Weltkrieg
      Die Geschichte der NATO offenbart ihr wahres Gesicht. Gedacht war sie niemals zur Friedenssicherung, sondern zur Eroberung und Befriedung der Welt.
      von Peter Frey

      Als im Jahre 1949 die NATO gegründet wurde, geschah das offiziell als Reaktion auf die latente und anwachsende Bedrohung der US-amerikanischen Nation und ihrer westlichen Verbündeten durch die aggressive kommunistische Sowjetunion. Überhaupt seien die teuren Werte westlicher Demokratie durch kommunistische Diktaturen bedroht. War dem tatsächlich so? Untersuchen wir dazu einmal die geostrategische Politik westlicher Staaten in den 1940er und 50er Jahren.
      https://www.rubikon.news/artikel/paranoia-wahn-und-der-dritte-weltkrieg

      Hier noch ein Artikel vom Rubikon, Herr Kirner über ähnliche Entwicklungen, damals und heute:

      Neunzehnhundertdreißig
      Eine Schicksalswahl im September.
      von Florian Ernst Kirner

      Unser Autor erzählt die Geschichte der schicksalhaften Reichstagswahl im September 1930. Ob und welche Schlüsse daraus zu ziehen sind, überlassen wir unseren Lesern.
      https://www.rubikon.news/artikel/neunzehnhundertdreissig

      Zum Schluß noch in aller Kürze, denn der erwähnte Herr ist schließlich auch sehr umtriebig:

      George Soros finanziert die katalanische Unabhängigkeit
      Voltaire Netzwerk | 28. September 2017

      Die Open Society Stiftungsinitiative für Europa von George Soros finanzierte in 2014 Organisationen die für die Unabhängigkeit Kataloniens kämpfen, hat La Vanguardia letztes Jahr enthüllt.
      http://www.voltairenet.org/article198105.html

    • zu „George Soros finanzierte in 2014 Organisationen die für die Unabhängigkeit Kataloniens kämpfen“

      Können Sie etwas mit dem Voltaierenet-Artikel anfangen? Ist nur eine Meldung – ohne Hintergrund.
      Was soll man dahinter vermuten?
      Hat Soros eine Wette laufen?

      Was vermuten Sie?

    • @Box: danke für die vielen Links.
      Ich glaube, Je m’en vais meinte etwas anderes – und wenn Sie das Interview mit Ronald Bernard gesehen haben, dass wissen Sie das ja.

      Es scheint so zu sein, dass es innerhalb der Eliten satanische Zirkel gibt. Opfer erzählen von geheimen Messen, übelsten Misshandlungen von Kindern und schlimmeres.
      Antony Sutton (America’s Secret Establishment) und Carroll Quigley (Tragödie und Hoffnung) haben sich dem Thema „Geheimgesellschaften“ angenommen.
      Auch Willy Wimmer deutet inzwischen öfter an, dass man beim Studium der Geschichte auf den Einfluss von mächtigen Bankern im Hintergrund stößt, die schon seit mehr als 100 Jahren (also über beide Weltkriege hinweg und den kalten Krieg) immer die gleichen waren und beide Seiten unterstützt haben.

      Ob das stimmt, keine Ahnung. Es ist aber auf jeden Fall so relevant, dass es sich lohnen würde darüber zu berichten. Gerade wenn man weiß, was mit den vielen Kindern passiert – laut Zeugenassagen.

    • Box: Sie wissen nicht, ob diese Menschen irgend etwas glauben, schreiben Sie und damit schieben Sie das Thema der menschlichen Psyche hier wieder beiseite. Genau diese unbewusste bewusste Ignoranz habe ich gemeint.
      Das ist nämlich genau der springende Punkt, dass JEDER Mensch an irgend etwas GLAUBT. Anders geht es gar nicht. Nur ist nicht jeder Glaube von jedem verstandesmäßig oder gefühlsmäßig nachvollziehbar. Dadurch, dass Gefühle in uns abgespalten werden, oder wir es zulassen, dass diese sich abspalten, werden auch viele Wege des Denkens abgespalten, die womöglich etwas wichtiges bewegen könnten.
      Ich finde, dass sich trotz der vielen alternativen Medien in dieser Zeit eine große Lähmung ausgebreitet hat und alles immer an einem gewissen Punkt stagniert und sich dann wieder erneut im Kreise dreht. Noch in den 1980er Jahren war unsere Gesellschaft viel lebendiger in jeder Beziehung. Da gab es noch nicht diese ganzen Zwangsvorstellungen wie „Verschwörungstheoretiker“ und „Esoteriker“ , „Dogmatiker“ und all die anderen dummen Wort-Waffen, um bestimmte Diskussionen von vorn herein abzuwürgen.
      Sie sagen einfach, Sie wissen nicht, ob die an etwas glauben -und damit basta. Sie wollen es also auch gar nicht erst wissen, oder? Es gibt aber m.E. im Grunde nur 2 mögliche Glaubensrichtungen für alle Menschen in dieser Welt, für die es sich zu entscheiden gilt. Entweder, jemand glaubt an die Macht. Dann glaubt er an alles Mächtige und sichtbar Starke und an alle Mittel, die dort hinführen, einschiesslich jeder Form von Gewalt.Und das Allmachtsmittel dieser Welt, das Geld, spielt natürlich die Hauptrolle.
      Wer ist denn der oberste Schirmherr dieses Glaubens?
      Oder ich glaube an die alles umfassende Liebe und an alle Mittel, die dort hin führen. Dazu gehört vor allem die Selbstreflexion und der Wille, sich geistig immer weiter zu entwickeln und zu verfeinern.
      Der Schirmherr dieses Glaubens möchte aber genauso wenig benannt werden, wie der andere.
      Dabei wissen wir doch alle, dass beide nicht real existieren, aber durch das Fühlen und Denken von Menschen als Symbole gebildet wurden. Warum wird das eigentlich nicht erst genommen, sondern im Gegenteil, lächerlich gemacht? Fühlen diejenigen, die das tun, sich über beides erhaben?

    • @ schwarz ist weiß,

      nun, ich kann leider auch nichts weiter Erhellendes zu der von mir verlinkten Kurzmitteilung von Voltairenet beisteuern, nur daß Herr Soros gerne mit Staaten spielt und sie gerne so schwach wie möglich hat, was bei Kleinstaaten ja der Fall ist.

      @ Je m’en vais,

      bitte verstehen sie meinen Beitrag nicht als Ablehnung ihres Beitrags. Ich habe selbst schon in diese Richtung verlinkt.

      Mutige Reporterin konfrontiert Baronin Rothschild mit den Machenschaften ihrer Bank (!!!)
      https://www.youtube.com/watch?v=Sct7iFVKbsE

      Opfer von rituellem Missbrauch: „Ich wurde als Kind hunderte Stunden lang vergewaltigt.“
      https://www.youtube.com/watch?v=hWIkneS9vQQ

    • Dennoch: Es geht mir nicht allein um diese Art von Missbrauch, sondern um das Thema Missbrauch allgemein.
      Denn mittlerweile ist der Missbrauch mit allem und jedem- mit dem Planeten selbst- derart kulminiert, dass er uns alle seelisch zu ersticken droht. Und deshalb finde ich, dass Missbrauch an sich thematisiert werden müsste, genauso, wie Gewalt an sich. Ich glaube, diese Lähmung, die man überall spürt, kommt daher, dass unser inneres Erleben als Menschen immer noch als zweitrangig angesehen wird, obwohl es dies ist und immer schon war, was die ganzen Konflikte und Katastrophen in der Welt ausgelöst hat. Wir alle sind doch die Urheber von allem. Und zwar nicht primär mit unserem geschulten Verstand, sondern mit unseren eigenen (kranken) Gefühlen. Deshalb ist es auch für mich nicht nebensächlich, was diese Menschen dort oben an der Macht innerlich bewegt, dass sie so schreckliche Dinge tun. Ich möchte wissen, warum sie so gehässig(geworden)sind und woran sie wirklich glauben. Wenn sie an etwas Schlechtes glauben, kann man ja nicht einfach sagen, sie glauben an nichts. Denn damit marginalisiert man etwas, was alles andere ist als eine Marginalie.

    • @ volume:

      Herr Cartalucci vermag womöglich einen Aspekt bezüglich der katalanischen „Unabhängigkeitsbestrebungen zu beleuchten:

      Catalonia Independence: Five Things to Think About
      Catalan independence can be good or bad – it depends on the Catalan people to make it good, or else it likely will be bad.
      By Tony Cartalucci
      Global Research, October 02, 2017

      1. Catalonia has a formidable industrialized economy relative to other regions of Spain, with a GDP and population just exceeding those of nations like Scotland or Singapore, and likely could achieve and sustain independence from Spain.

      2. NATO appears eager to encourage independence and would welcome what they expect to be a robust military capability to add to their wars of global aggression.

      An article published in 2014 by the Atlantic Council – a Fortune 500-funded NATO think tank – titled, “The Military Implications of Scottish and Catalonian Secession,” would state:
      (…)
      The Atlantic Council piece would emphatically conclude that:

      If accurately characterized by the few white papers that have surfaced, the separatists’ position suggests a valuable and refreshing view of specialization in collective defense: build a navy that is comparatively focused on influencing events ashore.

      3. Pro-independence Catalan politicians appear to enthusiastically support Catalonia’s membership in NATO.

      …when the next Afghanistan comes, Catalan blood will also be spilled.

      A 2014 article titled, “Catalan PM confirms NATO membership, commitment to collective security,” stated:

      Prime Minister Artur Mas explicitly confirmed Catalonia is seeking NATO membership.

      4. Some Catalan politicians have begun planning for its military’s integration into NATO.
      The pro-independence Catalan National Assembly’s Defense Policy Working Group has stated in a 2014 paper titled, “Dimensions of the Catalan Defence Forces: Naval Forces (Executive Summary),” that:

      The Mediterranean: our strategic environment.

      5. Like “Kurdistan,” any sort of “independence” is meaningless if the resulting state finds itself utterly dependent and entwined with Western hegemony and the institutions that maintain it – especially at the cost of member states and proxies – be they Kurdish or Catalan.

  13. Wir sind eine Lottospieler-Gesellschaft.
    Alle spielen mit und die Verlierer neiden den Gewinnern den Gewinn.
    Keiner von den Verlierern will aber das System abschaffen, weil er sich so selbst der Möglichkeit – und sei sie noch so gering – beraubt, selbst den Checkpot zu knacken und damit auf die Sonnenseite zu wechseln und die Masse im Dreck zu belassen.
    Ich muss zugeben, ich war auch lange Jahre ein Lottospieler.

    „Auch Sie fordert die Bevölkerungen dazu auf, sich gegen die herrschenden verrechtlichten Privilegien aufzulehnen, bewusst Gesetze zu überschreiten, den zivilen Ungehorsam zu leben, wenn es darum geht, die Repräsentative Demokratie, eine Bevormundung, die heute vor allem durch sogenannte Finanzdienstleister ausgeübt wird, zu überwinden und durch echte Demokratie zu ersetzen.“

    Fordern kann man viel.
    Wie willst du die Menschen dazu bringen, diese Forderungen auch umzusetzen?
    Schau sie dir an, die konsumgeilen, dauerneidischen, verwöhnten Bälger, die schon plärren, wenn man ihnen nur droht, ihre kleinen Vergnügungen zu beschneiden, aber das Maul halten, wenn andere Menschen vor Hungerund Elend darben und an Unterernährung krepieren.
    Wie willst du diese selbstsüchtigen Massen zu einer edlen und mitfühlenden Geisteshaltung bewegen, die die Grundlage für ein wahres Aufbegehren gegen Unrecht und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten voraussetzt?

    • „Schau sie dir an, die konsumgeilen, dauerneidischen, verwöhnten Bälger, die schon plärren, wenn man ihnen nur droht, ihre kleinen Vergnügungen zu beschneiden, aber das Maul halten, wenn andere Menschen vor Hungerund Elend darben und an Unterernährung krepieren.
      Wie willst du diese selbstsüchtigen Massen zu einer edlen und mitfühlenden Geisteshaltung bewegen, die die Grundlage für ein wahres Aufbegehren gegen Unrecht und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten voraussetzt?“.

      Zu diesem wahren Satz nur eine kleine Ergänzung: … aber das Maul halten angesichts der unendlich vielen Tiere, die für den Konsum dieser Menschen so elendig verrecken müssen.
      Ich will hier kein neues Fass aufmachen, aber die permanent massakrierten Tiere dürfen nicht andauernd übersehen werden.

    • Nein, da hast du mich nicht richtig verstanden. Mit Bälger sind die Anhänger/Verfechter der kapitalitischen Konsumgesellschaft gemeint, deren geistigen Kinder sie zugleich sind.

  14. Sehr schwer verständlich für meine Gedanken.
    Wer den vorherigen Beitrag von Gilad Atzmon gesehen hat und dessen Worte bzgl. politcal correctness versteht, der wird sehen, dass Frau Dahn hier von sich selber aus gedankliche Zensur betreibt, da sie sich dem genannten unterwirft, das plus die juristische correctness sind Zensur pur.
    Warum drückt sie die Worte nicht so brutal hart aus wie die aktuelle Realität sich abzeichnet? Warum von Flüchtlingen sprechen, wenn es Kriegsvertriebene sind, oder Entheimatete deren Länder ausgebeutet werden? Warum von armen Ländern der dritten Welt sprechen, wenn diese aber in Wahrheit sehr reiche Länder sind die unter dem Fluch des Ressourcenreichtums sowie dem Gier der Europäer leiden?

    Weiterhin ist es grober Unfug zu behaupten, die Europäer hätten die Folgen nicht vorher sehen können.
    Spätesten seit den Dokumentarfilmen von Erwin Wagenhofer, „We Feed the World (2005)“ und „Lets Make Money (2008)“ wurde die Warnung ausgesprochen, dass wenn die Europäer so weiter mit ihrer Ausbeutung voranschreiten, die Bewohner Afrikas dann Europa einrennen werden. Also vor 12 bzw. 9 Jahren sogar auf Filmmaterial dokumentiert!

  15. Sowas von gut…

    Das Gespräch hätte bis morgen früh gehen können und wäre trotzdem spannend geblieben.
    Morgen früh gehe ich in meinen kleinen Buchladen und bestelle zwei Exemplare.
    Eins für mich und eins als Geschenk an eine Freundin.

    Danke.

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