KenFM im Gespräch mit: Dr. Daniele Ganser (Medienkompetenz und Kriegspropaganda)

Kriegspropaganda trägt Camouflage. Perfekt getarnt. Nur das geschulte Auge erkennt sie, und nur beim genauen Hinsehen. Wer sie jedoch nicht bemerkt oder gar ignoriert, für den kann das tödliche Folgen haben. Welche Interessen haben jedoch diejenigen, die auf Menschen wie Dr. Daniele Ganser einschlagen, weil diese Kriegspropaganda enttarnen? Die Antwort auf diese Frage ist ernüchternd.

Erfreulich ist hingegen, dass Ganser sich nicht unterkriegen lässt und eine immer größer werdende Gruppe von kriegsmüden Bürgern erreicht. Der Historiker und Friedensforscher aus der Schweiz hielt Ende 2015 im drei Mal ausverkauften Kino Babylon in Berlin vor 1500 Zuschauern den Vortrag „Wie funktioniert Kriegspropaganda und was kann man dagegen tun?“, den KenFM präsentierte.

Im Rahmen dieser Vortragsreihe luden wir Dr. Ganser ins KenFM-Studio, um mit ihm die Themen des Vortrages zu erläutern. Näher eingegangen wurde dabei auch auf den ebenfalls auf KenFM gezeigten Film „Die dunkle Seite der Wikipedia“, der die systematische Diffamierung kriegskritischer Stimmen in der Online-Enzyklopädie am Beispiel des Wikipedia-Artikels von Dr. Daniele Ganser behandelt.

77 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Dr. Daniele Ganser (Medienkompetenz und Kriegspropaganda)

  1. Danke für den Kant:
    „Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir“ (Inschrift auf dem Grabstein von Immanuel Kant).

  2. Nachdem wir nun soviel über Kriegspropaganda gesprochen haben drängt sich für mich ein Thema auf über das man mal eine Sendung machen könnte:
    Was sind denn die vorraussetzungen für den Frieden?
    Was gibt uns über die Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg antwort darauf wie Frieden gelingen kann?
    Das es treibende Kräfte gibt die den Krieg wünschen ist schon schwer zu erkennen, sind denn aber auch die jenigen Kräfte bekannt die den Frieden herbeiführen?

    • Ganz einfach: Erstmal mit dem traditionell anerkannten Zutode-Quälen und Blutvergiessen aufhören, sprich: Vegan leben.

    • @ johanneshaide: „…Kräfte bekannt, die den Frieden herbeiführen ?“

      Na ja, beim einzelnen Menschen ist Meditation, der völlige Verzicht auf Alkohol und individuell auch Vegatarismus ein Weg, der zu einem inneren Frieden führen kann, der dann auch weiter ausstrahlt auf die Umgebung.
      Und man kann ja nicht wirklich die anderen Menschen ändern, man kann nur sich selbst ändern.
      Bei den Indianern Nordamerikas gab es ja z.B. ein Friedens – Ritual. Man rauchte gemeinsam die Friedens-Pfeife.
      Ich glaube, die nannten sie „Calumet“ o.ä.

      Wenn man mal sich fragt, welche Art von Industrie heute mehr am Frieden interessiert sein könnte, als es z.B. die Rüstungsindustrie ist, dann kommt man zur Tabakindustrie hin.
      Und das ist genau die Industrie, der diese auf die Rüstungsindustrie fixierte Politik immer mehr und mehr Schwierigkeiten macht. Ginge es um gesundheitliche allgemein gültige Gefahren, dann müssten eigentlich Schnapsflaschen Warnhinweise bekommen, weil am Rausch-Gift Alkohol ja tatsächlich per anno Zigtausende sterben.
      Man erzwingt Warnhinweise auf Tabak, obschon offenbar manche Individuen Jahrzehnte lang Kette rauchen können, die dann steinalt werden. Beispiel der jüngst verstorbene Exkanzler Schmidt. Anderes Beispiel ist Juppie Heesters, der mit über hundert Jahren noch rauchte.
      Und das krasseste Beispiel ist ein Indianer aus Südamerika, dem zu Ehren 1957 eine Briefmarke herausgegeben wurde, Kolumbianische 5 CVS Marke, blauweiss. Der Mann hiess JOSE PEREIRA und lebte angeblich sogar von 1789 bis 1956 !!! Man hatte den gefragt nach seinem „Rezept“ für Langlebigkeit, wie man das bei sehr alten Menschen zu tun pflegt, und der hatte geantwortet: “ NO SE PREOCUPE – TOME MUCHO CAFE-FUME UN BUEN CIGARO“
      Reemtsma hat das übersetzt: “ Sich nicht aufregen, fleissig Kaffee trin ken und rauchen.“
      Das steht in Spanisch (s.o.) so auf der Briefmarke, auch der Name und das Bild des Mannes.

      Wenn heutzutage gesagt wird, das Rauchen sei allgemein sehr schädlich, dann müsste man ehrlicherweise dem hinzufügen, dass der Plazeboeffekt beweist, dass negative, Angst erzeugende Warnhinweise mindestens genauso gesundheitsgefährdend sind, wie angeblich allgemein das Rauchen sein soll.
      Vielleicht könnten wir öffentlich das RITUAL zelebrieren, die FRIEDENS-PFEIFE zu rauchen ?

    • @ johanneshaide: P.S. Korrektur : Der Mann, den ich als „Jose“ Pereira benannte, hiess Javier Pereira. Es gibt zu diesem Mann auch Hinweise bei Wikipedia.

  3. ZUM WIKIPEDIA EINTRAG …nun – ich bin seit über 15 Jahren international im Bereich MARCOM tätig (in führenden Positionen) und habe mir beide Einträge einmal genau angesehen…

    Ich persönlich finde das „Wording“ nicht so „dramatisch“:

    EN: „Daniele Ganser (born 29 August 1972) is a Swiss historian. He wrote his dissertation on secret armies run by NATO in Europe (e.g. see Operation Gladio) and has done research questioning the authenticity of the official US report on the September 11 attacks.“

    DE: „Ganser wurde mit seiner 2005 veröffentlichten Dissertation über „NATO-Geheimarmeen“ bekannt und veröffentlicht unter anderem Untersuchungen zum globalen Fördermaximum von Erdöl. Er greift Verschwörungstheorien zum 11. September 2001 auf und stellt sie als von Historikern zu prüfende Erklärungsansätze dar.“

    Beide Einträge sind evtl. nicht 100% korrekt, aber auch nicht 100% falsch, daher würde ich das nicht überbewerten wollen (Kampfbegriff „Verschwörungstheoretiker“ hin oder her). Unmündige Leser könnte man auch mit einer Korrektur nicht dazu bringen, ihr Hirn einzuschalten!

    Der Durchschnittsbürger wird täglich mit viel gröberen Falschdarstellungen penetriert, daher muss der eigentliche Kampf doch sein, Medienkompetenz zu fördern! Der „Kleinkrieg“ gegen die übermächtige Geheimdienst-PR ist meiner Meinung Zeitverschwendung (damit beziehe ich mich auf die WIKI Einträge von Ken und Dr. Ganser).

    Ferner haben wir im Kommunikationsbereich gleich 3 Probleme die den Bürger verwirren müssen:

    1) DPA… copy & paste – keine redaktionelle Arbeit mehr. Ich selber habe diverse „Interviews“ gegeben, die es in Wirklich nie gab (da werden dann die Antworten aufgezeichnet, um einem Radioredakteur eine Vorlage für ein augenscheinlich live geführtes Interview zu geben).

    2) Schlecht geführte und schlecht bezahlte Redakteure. Das Gros der Redakteure hat einfach Angst den eigenen Job zu verlieren. Ferner ist in vielen Redaktionen Karriere ohne „Brown-nosing & Linientreue“ gar nicht erst möglich und eine Anlehnung an die Meinung der finanzierenden Partner (Werbereibende und Co.) zwingend notwendig… frei nach: weß‘ Brot ich eß‘, deß‘ Lied ich sing 😉

    Erschwerend hinzu kommt die Personalstrategie im „Öffentlich-rechtlichen Rundfunk“! Diese Jobs (besonders der Teil mit leitender Funktion) werden freundschaftlich vergeben 😉 und oft habe ich den Eindruck, daß die ÖR Sender als Auffangbecken für sonst arbeitslose Doktoren genutzt wird… geht mal in eine Ausschreibungsverhandlung mit einem ÖR Sender… ich hatte teilweise 5 Doktoren auf der anderen Seite sitzen – die alle nicht geeignet waren derartige Verhandlung zu führen – trotz Titel 😉

    3) Die Propagandaindustrie – zuletzt kommen dann erst die Geheimdienste, die geschickt die ersten 2 Punkte nutzen, um ihre Interessen zu vertreten… (zusätzlich stellen sie einfach „mundgerecht“ Inhalte zur Verfügung, die leicht live gehen können. Ein sehr erfolgreiches Konzept, da man so nicht direkt in die Redaktionsarbeit eingreifen muss ;-). Man nutzt die Systemstrukturen und die Faulheit der arbeitenden Schicht.

    Falsche Berichte (wie die Einträge auf WIKI) und falsche Darstellungen sind im PR Bereich „Tagesgeschäft“, so etwas nimmt man sportlich (wenn es in einem akzeptablen Bereich liegt)!

    Natürlich rechtfertigt es nicht den Einfluss der Geheimdienste, aber da ist der Bürger gefragt! Ken sagt es richtigerweise immer wieder: IHR müsste handeln, IHR müsst entsprechend wählen oder SELBER AKTIV werden !

    Dr. Ganser schätze ich deswegen sehr, weil er genau das getan hat! Sein Institut leistet hervorragende aufklärende Arbeit, die große virale Kraft aufweist!!!

    Einen kleinen Rat möchte ich dem KenFM Team zum Abschluss trotzdem geben: „Stören durch (spannende) Aufklärung“ sollte Eure Strategie bleiben! Wenn Ihr zu sehr auf „thematische Wiederholungen“ setzt, werden sich die Massen irgendwann gesättigt abwenden (leider funktioniert der Mensch nun einmal so).

    Das ist natürlich der kniffelige Teil an dem Project, da die Missstände ja auch nicht verschwinden 😉 ABER behaltet das im Hinterkopf, denn daß macht Euch „nachhaltig“ interessant und somit gefährlich!

    • Bei Wikipedia erscheint unter dem Suchbegriff MARCOM die United States Maritime Commission:
      https://de.wikipedia.org/wiki/United_States_Maritime_Commission

      Dort sind Sie tätig? Die gibt’s doch gar nicht mehr, also ist mit dieser Abkürzung vermutlich was anderes gemeint …

      Der englische Wikipedia-Eintrag über Dr. Ganser macht einen weitaus seriöseren Eindruck, denn er verzichtet auf den Begriff „Veschwörungstheorie“. Allein schon der Begriff im deutschen Wikipedia-Eintrag läßt vermutlich so manchen unbedarften Leser oder Antwortsucher zurückschrecken, denn für die meisten Deutschen bzw. deutschsprachigen Menschen dürfte „Verschwörungstheoretiker“ synonym mit „Spinner“ aufgefaßt werden, gerade so, wie die Massenmedien das seit Jahren vorbeten. Man liest dann, daß Herr Ganser ein Verschwörungsspinner sei, der irgendwelche spinnerten Theorien so darstellt, als müsse man sie ernstnehmen. Das ist schon eine Diffamierung, das kann man drehen und wenden, wie man will.

      Doch höchstwahrscheinlich haben Sie vollkommen recht, wenn Sie fordern, allgemein Medienkompetenz zu verbreiten und zu fördern, denn es ist wohl tatsächlich so, daß ein des Bücherlesens entwöhnter Durchschnitts-Mainstream-Konsument auch dann nicht die Bücher von Dr. Ganser lesen würde, wenn bei Wikipedia nichts von Verschwörungstheoretiker stehen würde. Im Grunde müßten die bereits mehr oder weniger aufgewachten Bürger sowas machen wie bei Free21.org: Das „Internet ausdrucken“ und Informationen und Zusammenhänge verbreiten, die vom Mainstream verschwiegen und verzerrt werden, von erfundenen Darstellungen ganz zu schweigen. Free21 bietet für kleines Geld mehrere Exemplare an, die man verschenken oder verteilen kann. Wenn das immer mehr Leute machen würden, oder auch selbst einfach mal interessante und vom Mainstream abweichende Meldungen und Darstellungen ausdrucken und weiter verbreiten, würde das mit der Zeit schon zunehmen: Alternative Darstellungen, verschwiegene Informationen würden sich schneller verbreiten als nur durch das Internet, das ja meist im stillen Kämmerlein „konsumiert“ wird und die Erkenntnisse daraus oft nicht „marktfähig“ sind in der eigenen Peer-Group oder im Freundeskreis usw.

      Da beißt sich aber die Katze doch irgendwie in den Schwanz, wie ich aus eigener Erfahrung zu berichten weiß: Man muß im Gespräch ja erst einmal bewirken, daß ein Massenmedien-Konsument sich überhaupt Zweifel an den offiziellen Darstellungen gestattet. Schon daran scheitern zahlreiche Versuche, auf alternative Medien und Darstellungen hinzuweisen. Erzählen Sie doch mal einem unbedarften Bekannten, falls Sie solche Menschen kennen, daß die Flugzeugentführer am 11. September lediglich mit Teppichmessern bewaffnet waren oder daß ein drittes Hochhaus wie bei einer kontrollierten Sprenung zusammengebrochen war, noch dazu ohne zuvor hineingestürztes Flugzeug. Die lachen Sie aus! Die Leute glauben, Sie wollten sie auf den Arm nehmen, oder man hält Sie gleich für einen Spinner, der an Verschwörungstheorien glaubt. Mit diesem Kampfbegriff hat man nämlich auch gleich allen Zaghaften ein mächtiges Abwehrinstrument an die Hand gegeben, ein Totschlagargument, mit dem sich jede weitere Diskussion sofort erübrigt: „Belästige mich nicht mit deinem Wahn, du Spinner!“

      Gegen die drei von Ihnen aufgeführten Punkte können wir wohl eher wenig bis nichts ausrichten, aber wir können auch nicht alle ein Institut gründen und Geschichtsfälschungen entlarven. Wir können im Grunde nur eines tun: Aufklärung, Aufklärung und noch einmal Aufklärung, unermüdlich, bei jeder sich bietenden Gelegenheit, in Gegenwart unserer Mitmenschen, in Interneforen, im persönlichen Gespräch, auf der Arbeit oder in der Schule oder Uni. Die meisten Menschen verschwenden aber den größten Teil ihrer Freizeit mit allerlei Ablenkungen und Zerstreuungen, die wollen das alles gar nicht wahrhaben.

      Ein Hoch auf die kognitive Dissonanz …

    • Ich meine auch, dass es ein gravierender Unterschied ist, ob da steht:“…greift Verschwörungstheorien zu 9/11 auf“, oder: „…stellt kritische Fragen zu 9/11“. Wenn man nur einmal diese eine herausgreift bezüglich des Gebäudes, das später noch eingestürzt,bzw. gleichmäßig hinuntergesackt ist, dann wäre ja ein gewissenhafter Historiker, der weltverändernde Ereignisse zu untersuchen hat, geradezu ein Drückeberger, wenn er hier nicht kritisch und nachdrücklich nachfragen würde auch und gerade in der Öffentlichkeit. Und er ist ja nun wahrlich nicht der erste und einzige, der da nachgefragt hat, sondern mit ihm fragten ja unzählige und insbesondere von diesem Ereignis direkt und leidvoll betroffene Amerikanische Staatsbürger!

    • …und die Faulheit der arbeitenden Schicht. (?) Und dem gegenüber etwa: … der Fleiß der nichtarbeitenden Schicht?
      So ganz scheint mir das nicht zu passen, oder 😉
      Der zweite Absatz unter 2) verdient aber durchaus einen Schmunzler. Und wehe, sie werden losgelassen 🙂

  4. Schon mitbekommen?

    Von der Leichen will die Bundeswehr hierzulande auch ohne Krieg herum ballern sehen.

    Man kann sich nur noch fragen:
    Wie GEISTESKRANK und LERNRESISTENT ist diese Kern-Truppe von verdammten kriegsgeilen CDU-Idioten, neuerdings mit der blonden Sensenfrau als Gallionsfigur!?

    Gibt es denn kein Gesetz mit denen man diesen verkappten Verbrechern das Handwerk legen kann?

    Glauben die allen Ernstes, dass die Leute nicht merken was hier gespielt wird? Wenn’s wieder gegen den Osten gehen soll?

    Wie weit wollen diese hochbezahlten Irren Deutschland noch in die Logik des Todes ziehen?

    WÄHLT diese bald komplett Durchdrehenden AB! Bevor es zu spät ist!

    „Jetzt im Angebot: Deutsche killen Deutsche! Und Befehl ist Merkel-Befehl!“ – Darum wählt CDU!

  5. Ich mach mir die Mühe, die Kommentare gerne alle zu lesen, bevor ich Antworte. Auch sehe ich mir den Beitrag bis zum Schluss an.

    Viele Schreiben sich den Leib aus der Seele, viele versuchen sich zu erklären, Bei vielen Kommentaren wirt wirres Zeug geschrieben. Ich Danke nur zu dem Beitrag mit Herrn Daniele Ganser, Veröffentlicht am: 9. April 2016

    Mfg. A.Sauseng

    • Wer hohe Ansprüche an andere stellt, sollte auch seine eigenen Postings wenigstens auf Rechtschreibsauberkeit überprüfen, bevor er den button drückt.

  6. Nur so nebenbei: Ich hab natürlich gleich mal probieren wollen den Wikipedia Eintrag vom Herrn Ganser zu bearbeiten, hab es aber (mit erstelltem Account) nicht geschafft den Beitrag zu bearbeiten, da, so scheint es mir, dies gar nicht mehr möglich ist. Ich kann sämtliche Beiträge bearbeiten, bei denen der Herren Ganser und Jebsen gibt es noch nicht einmal die Möglichkeit (den Button „bearbeiten“) .

    • Es müsste eine Konkurrenz zu Wikipedia aufgebaut werden, denn es geht ja nicht an, dass eine einzige weltweit und quasi für immer geltende Enzyklopädie so unglaubwürdig und parteiisch ist.
      Wenn ich richtig informiert bin, gibt es Wikipedia seit 9/11, richtig?

    • Ich bin erstaunt, dass Daniele Ganser erst so spät bemerkt hat, wie das bei Wikipedia läuft. Mir ist das seit vielen Jahren klar. Ich erinnere mich an einen Text von Andreas Hauß, habe gerade nach „ob der Axolotl schön ist“ gesucht, und festgestellt, dass der das schon vor acht Jahren geschrieben hat.

      @ Votava

      Es müsste eine Konkurrenz zu Wikipedia aufgebaut werden,

      Der wird es, wenn sie so bekannt wie das deutsche Wikipedia ist, genauso ergehen. Im englischen Wikipedia sind die Strukturen anders, und da ist auch der Artikel zu Daniele Ganser anders.
      Es gibt viele Irgendwaspedias. Darunter auch Kamelopedia. Einige davon kann man, weil deren Inhalt in Deutschland unerwünscht ist, in Deutschland nicht mit Google finden.

    • @David Vötsch,

      Vollsperrung!!

      Auf der Diskussionsseite Daniele Ganser steht folgender Kommentar des dafür zuständigen Administrators:

      ……“Ganz sicher stehe ich wegen dieser Vollsperrenadministration zu keinem inhaltlichen Kommentar zur Verfügung, soll heißen, ich tue was ich kann, um mich rauszuhalten, –He3nry Disk“.

      Das ist ein bemerkenswerter Satz! Er erinnert mich an die Nürnberger NS-Prozesse. Zitat: …“Herr Richter, ich konnte doch nix dafür, ich habe doch nur Befehle ausgeführt“!

  7. Ich denke – vereinfacht gesagt – das wir Menschen uns nur deswegen gegenseitig umbringen, weil es in der Natur, keinen adäquaten Feind mehr gibt. Würden sich feindliche Außerirdische oder ähnliche Bedrohungen am Horizont zeigen, würden unter dem vereinenden Überlebensaspekt, alle Konflikt-Probleme einfach dahin schmelzen.
    Frage: Wie lässt sich dieser Mechanismus für „Alle“ verständlich aufzeigen?

    • @ Bernhard Neelen: “ in der Natur keinen adäquaten Feind mehr…“

      Wie wär`s denn, wenn wir all diese Löwen,Tiger und Panther, die derzeit im Zoo dahin vegetieren, einfach auswildern?
      Oder wir züchten einfach im Genlabor solche riesigen Urviecher, gigantische Hühner mit langem Hals, Saurier genannt,dazu die fleischfressenden Reptilien !
      Alternative wären Würgeschlangen in der Kanalisation. Waran für jedes Kinderzimmer !
      Riesenelefanten in Wald und Flur würden jede 80 jährige Omi auf Trab bringen ! Aber Holla !

    • @Michaela
      Das war eigentlich nicht als Ulk gedacht. Ich glaube die Angst ist eine große Triebfeder. Angst wovor auch immer – scheinbar notwendig, auch gegen uns selbst. Denn all die Mechanismen die Dr. Ganser anspricht benötigen ja Angst, wie Autos Benzin.
      Gebe es eine große externe Bedrohung, würden alle, ganz schnell miteinander Koalieren…..wieso geht das nicht vorher ?

    • Diese menschliche Bestialität eignet ausschließlich entfremdeten Menschen. Die Basis für Grausamkeit und Mordlust ist immer Angst vor den eigenen verdrängten Selbstanteilen, eine Todesangst, die nach außen projiziert wird. Wenn heute Außerirdische die Welt bedrohen würden, gäbe es mit Sicherheit zahlreiche Angstbeißer, die sich den Außerirdischen hilfreich andienen würden in der Hoffnung, am Ende nicht zu den Verlierern zu gehören. Und würden nur ein paar wenige freundliche Außerirdische auf der Erde landen, hätten die keine nennenswerte Lebenserwartung mehr, sobald sie sich zeigen würden. Da wäre sofort der CIA und das Pentagon am Zuge und würde diese Wesen sezieren, verhören, versuchen, ihre Technologie zu assimilieren und dergleichen übliche Vorgehensweisen anwenden. Daran habe ich keinen Zweifel.

    • wie wärs, wenn wir den drohenden Ökozid als ’natürlichen feind‘ betrachten und alles menschenmögliche unternehmen, um diesen zu verhindern, oder zumindest die potentiellen schäden auf ein Minimum begrenzen?

      wie wärs, wenn wir das menschenfeindliche wirtschafts- und Finanzsystem als potentiellen feind betrachten und alles mögliche unternehmen, um diesem Schwachsinn ein ende zu bereiten?

      wie wärs, wenn wir kriegspropaganda als unseren fein erklären, und alles mögliche unternehmen, dass Radiostationen, Fernsehsender, Gazetten, usw. usf. diesen menschenfeindlichen müll nicht mehr verbreiten, also feindbildgenese betreiben?

    • @stefan, @irwisch
      Wenn es denn tatsächlich eine entsprechend ökologische Bedrohung gäbe, würde es ja vielleicht sogar funktionieren. Nur, sind diese Bedrohungen eher meist schleichender Natur und örtlich begrenzt. Die Natur ist da zu vielschichtig und konservativ und wir zu anpassungsfähig.

      Und ebenso scheint die Entsolidarisierung der Gesellschaft nicht als Feindbild ausreichend. Für unsere Findbildgenese ist ein Putin viel schneller aus dem Hut gezaubert – auch wenn zum Glück immer mehr Leute merken das da irgendwas nicht ganz stimmen kann – aber man rennt deswegen noch nicht auf die Straße.

      Ich weiß keine Lösung, aber manchmal hilft es, hyperkomplexe Probleme wenigstens zu umgrenzen.

    • @ Bernhard Neelen: “ Gebe es eine grosse externe Bedrohung, würde alle ganz schnell miteinander koalieren…wieso geht das nicht schneller ?“

      Es gibt solche externe grosse Bedrohung, nur fehlt der Allgemeinheit die Möglichkeit/Freiheit bzw.Geistesfreiheit, diese grosse externe Bedrohung zu erkennen. Die Menschen stellen sich „Ausserirdische“ als materielle Wesen vor.
      Doch es sind dieselben geistigen Entitäten, die man in früheren Epochen als „Götter“ benannte, und die sind geistige Wesen, welche sich allerdings auch schon auf der Erde verkörperten. Siehe „Luzifer* bei AnthroWiki, siehe „Ahriman“ bei AnthroWiki.

      Was diese Welt derzeit aus den Fugen bringt, ist die bevorstehende Verkörperung einer Wesenheit, welche in der Geisteswissenschaft „Ahriman“ genannt wird. Und das ist eine kosmische Intelligenz, die uns Menschen in puncto Intelligenz weit, weit überragt. Ahriman inspiriert uns zur Entwickelung von Technik, und das Ziel dieser Entität ist es, die gesamte Erde aus dem Sonnensystem raus zu bringen, in die Finsternis und Kälte des Alls zu „kicken“.
      Die technischen Möglichkeiten sind bereits vorhanden. Und die völlige BLENDUNG der Allgemeinheit für alles Geistige, Uebersinnliche, Spirituelle gibt gewissen dem Menschen feindlich gesonnenen Wesenheiten die Möglichkeit, im Okkulten= Verborgenen zu agieren. Der grösste Trick des +Teufels+ besteht darin, den Menschen vorzugaukeln, es gäbe ihn gar nicht. Dazu verhilft ihm der Materialismus der Weltanschauung

      Das einzige Gegenmittel ist die Anthroposophie Rudolf Steiners, doch weder wird „Die Philosophie der Freiheit“ öffentlich hinterfragt, noch wird „Die Geheimwissenschaft im Umriss“ zur Kenntnis genommen. Wenn man sich ernsthaft mit diesen Dingen beschäftigen will, muss man die Denkgewohnheiten ändern und alles von der Möglichkeit her, also von der Freiheit her durchdenken, hinterfragen. Das ist für viele zu unbequem.
      Falls nun wieder Kommentare von Irwisch kommen sollten, die mich in ein ganz trübes Licht stellen wollen, dann nehme ich das hin. Bin ein freilassender Mensch.

    • Also wirklich, Michaela mit dem Goldbarren, das ist jetzt in der Tat der allergrößte Unfug, den ich je in einem seriösen Forum lesen mußte. Nicht die Menschen sind verantwortlich für ihr Tun und Unterlassen, sondern ein bösartiger Alien-Gott, der uns mitsamt dem Planeten aus dem Sonnensystem kicken will? Zuviel Stargate geglotzt?

      Ich finde, du solltest solchen Blödsinn in deinen Esoterikforen belassen und endlich damit aufhören, ein ernsthaftes Forum mit diesem Nonsens zuzumüllen.

    • @ Irwisch: “ Nicht die Menschen sind verantwortlich…“

      Das ist nicht meine Behauptung sondern Deine falsche Interpretation dessen, was ich schrieb. Selbstverständlich sind wir Menschen dafür verantwortlich, welcher Weltanschauung wir Glauben schenken, welcher nicht.
      Verantwortung setzt jedoch Freiheit voraus. Z.B. kann man keinen Geistesgestörten für irgendetwas verantwortlich machen, weil dem die innere Geistesfreiheit fehlt, zur Einsicht kommen zu können. Ein Idiot ist ebensowenig für seine Taten und Unterlassungen verantwortlich wie ein Schwein, das den Bauern gebissen hat. Man stellt kein Schwein dafür vor Gericht, nicht wahr ?

    • @ Irwisch: “ Nicht die Menschen sind verantwortlich…“

      Das ist nicht meine Behauptung sondern Deine falsche Interpretation dessen, was ich schrieb. Selbstverständlich sind wir Menschen dafür verantwortlich, welcher Weltanschauung wir Glauben schenken, welcher nicht.
      Verantwortung setzt jedoch Freiheit voraus. Z.B. kann man keinen Geistesgestörten für irgendetwas verantwortlich machen, weil dem die innere Geistesfreiheit fehlt, zur Einsicht kommen zu können. Ein Idiot ist ebensowenig für seine Taten und Unterlassungen verantwortlich wie ein Schwein, das den Bauern gebissen hat. Man stellt kein Schwein dafür vor Gericht, nicht wahr ?

    • @Michaela,
      Auch wenn ich mit dieser mythologischen Ahriman-Figur nicht viel anfangen kann, sehe ich aber auch sehr wohl die Möglichkeit, dass uns anthroposophische Lösungsansätze helfen könnten – um quasi von dort einen
      „glaub“-haften Gegenpol zu erschaffen – das Uns eint.

    • @ Bernhard Neelen: “ anthroposophische Lösungsansätze“

      Mir erscheint konkret die von Dr.Steiner geforderte „Dreigliederung des sozialen Organismus“ als ein solcher Lösungsansatz, weil dieser das reale Leben mit einbezieht. Forderung ist die, die drei Ideale der Revolution:Freiheit,Gleichheit,Brüderlichkeit INS LEBEN zu überführen. Der soziale Organismus – so Dr.Steiner – ruht auf den „drei Säulen“ : Geistesleben,Rechtsleben und Wirtschaftsleben. Das Ideal der Freiheit sei das des Geisteslebens bzw das der Hochschulen, wo Forschung betrieben wird, die ja Freiheit unbedingt braucht, sowohl gegenüber der Politik, als auch gegenüber Wirtschaftslobbyismus. Selbstverwaltung der Hochschulen ist eine Forderung.
      Ideal des Rechtslebens bzw. der Politik ist laut Dr.Steiner die Gleichheit. Justizia trägt Augenbinde, um alle real existierende Ungleichheit auszublenden. (Heute ist Justizia sehend geworden, denn wir haben den Ueberwachungsstaat)
      Ideal des Wirtschaftslebens ist laut Steiner die Brüderlichkeit, weil es zwei Gruppierungen erfordert, um wirtschaften zu können : Produktion und Kosmuption. Zwischen denen brauche es eine Art von „Sozialismus“ bzw. „Brüderlichkeit“.
      Laut Dr.Steiner müsse eine „Entflechtung“ kommen zwischen diesen „drei Säulen“. So, dass nicht der eine Bereich den andern verwaltet, was wir ja heute haben. Wir haben Hochschulen bzw. ein Geistesleben, das durch das Rechtsleben bzw. die Politik verwaltzet wird, statt sich selbst verwalten zu können. Und wir haben ein völlig wild gewordenes „Wirtschaftsleben“ bzw. Bankenkartell. das längst diese Politik verwaltet, die ebenfalls gar nicht mehr souverän genung ist, sich selbst zu verwalten.

    • Das ist alles gröbster Unfug! Der Mensch braucht keine Götter oder Teufel, um gut oder böse zu sein, das schafft er auch alleine ganz vortrefflich. Es sind auch keine übersinnlichen Wesenheiten, die dem Menschen feindlich gesinnt sind, sondern der Mensch selbst wird derart „sozialisiert“, daß er sich selbst zum Feind wird, weil Teile seines sich gerade entwickelnden Wesens bei den genau Menschen, auf die er angewiesen ist, auf Ablehnung stoßen – siehe die Schriften von Arno Gruen. Die Behauptung, irgend ein ominöses Wesen würde die Menschheit manipulieren, damit sie selbstzerstörende Techniken entwickeln, stellt eine vorwissenschaftliche Betrachtungsweise dar, die entstand, weil die Menschen es nicht besser wußten.

      Zumindest ich möchte nicht in einer Welt leben, die von Leuten dominiert und regiert wird, die mir einen religiöse, esoterische oder sonstigem Aberglauben unterliegende Weltanschauung aufzwingen wollen. Ich brauche keinen Gott, der mir mit der Hölle droht, um mich empathisch auf meine Mitmenschen einlassen zu können, um meinen Mitmenschen kooperativ beizustehen statt sie konkurrenzdenkend auszuplündern. Und ich brauche weder Teufel noch Ariman, um das vermeintliche Böse als Reaktion auf tiefliegende Ängste erkennen zu können. Irgendwelche Fabeln und Märchen, die davon sprechen, daß das Böse die Menschen heimsucht, sich sogar in irgend einer Gestalt manifestieren wird und sie dazu zwingt, eine böse Welt zu errichten, hat mit den tatsächlichen Ereignissen nicht das geringste zu tun, sondern dient lediglich der Bauernfängerei und der Vernebelung menschlicher Hirne.

      Sicher hat auch die Anthroposophie einiges an guten Vorschlägen zu bieten, das trifft aber auch für zahlreiche andere Gesellschaftstheorien und -entwürfe zu, die nicht auf esoterisch-religiösem Wahn beruhen. Menschen, die ihre Visionen für Realität nehmen, erliegen diesem Wahn und glauben hinfort, diese Gestalten würden existieren. Dabei hat vor allem die Hirnforschung längst nachgewiesen, daß es sich hier um reproduzierbare Vorgänge handelt (Stichwort „Gott im Hirn“): man kann ohne weiteres bei jedem Menschen, ob religiös vorgeprägt oder nicht, durch die elektrische Reizung bestimmter Hirnareale religiöse Ekstase hervorrufen. Ebenso wurden Visionen bei Nahtoderlebnissen bereits sorgfältig untersucht und aufgeklärt. Menschen, die dennoch aus ihren Visionen reale Erscheinungen ableiten, wissen das nicht und erliegen daher dem Wahn ihrer Halluzinationen. Dann nehmen sie die erstbeste esoterische Theorie, die ihnen über den Weg läuft, und glauben daran, lesen kreuz und quer in der unüberschaubaren Esoterikliteratur und finden nie wieder den Ausgang aus diesem Labyrinth. Genau so wird auch Kindern die elterliche Religion eingetrichtert, nämlich durch Angst und ständige Wiederholung. Und genau das versucht Michaela hier auch: Jeden Tag diese Leier von irgendwelchen Kulten, Ritualen, Göttern, Dämonen, Teufeln, ein paar werden schon hängenbleiben.

      Niemand muß Michaela in ein düsteres Licht rücken, das kann sie selber schon ganz gut. Sie sagt, sie kann die Kritik hinnehmen, so stehen lassen, weil sie damit erreichen will, daß erst gar keine Kritik kommt. Kommt sie aber dennoch, kann sie sich nicht daran halten, zu wichtig ist ihr die Missioniererei. Leute, bitte glaubt so einen Unsinn nicht, es gibt keinerlei Möglichkeit, einen eingebildeten Alien-Gott, wie von Michaela hier angeführt, zu beweisen oder zu widerlegen. Michaela möchte euch lediglich ihre Esoterik verkaufen, als einzige Lösung für die von ihr dargestellten Bedrohungen durch irgendwelche Fabelwesen. Genau so machen es auch die „Eliten“ die wahrlich keine Götter oder Aliens sind, sondern ganz besonders stark entfremdete Menschen, deren einziger Lebenssinn noch darin besteht, nach immer mehr Macht und Kontrolle zu streben, um so ihre inneren Ängste im Zaum zu halten. Wenn ihr wüßtest, was für lächerliche Figuren das im Grunde sind, würdet ihr alle Angst und Achtung vor diesen Typen fahren lassen und sie auslachen. Nur durch unsere früh implantierte Gehorsams- und Unterwerfungsbereitschaft ist diesen Typen überhaupt Macht gegeben. Da müssen wir ansetzen, nicht bei irgendwelchen Arimans, Teufeln, Dämonen oder Alien-Göttern …

    • @Irwisch,

      Ich zitiere hier einfach einen, für Ihren Kommentar typischen Satz:

      ….“Zumindest ich möchte nicht in einer Welt leben, die von Leuten dominiert und regiert wird, die mir einen religiöse, esoterische oder sonstigem Aberglauben unterliegende Weltanschauung aufzwingen wollen“….

      Das Problem ist nur; sie leben in einer genau solchen Welt!

      Ich kann Ihre Kritik in einem weiten Bereich nachvollziehen, halte es aber für falsch nach einer Problemlösung zu suchen die, die religiösen Gefühle der Menschen nicht miteinbezieht. Das hier jedoch ein großes Konfliktpotenzial lauert oder instrumentalisiert werden kann, sehen wir ja an den aktuellen Ereignissen.

    • Bernard Neelen sagt: 11. April 2016 at 13:12
      „Ich denke – vereinfacht gesagt – das wir Menschen uns nur deswegen gegenseitig umbringen, weil es in der Natur, keinen adäquaten Feind mehr gibt.“

      Wie wäre es, wenn wir begriffen das der Mensch der natürliche Feind in der Natur und für die Natur ist?

  8. Tony: Ich habe mir den Text des 1.links durchgeslesen und bin völlig d’accord damit. Ich freue mich über jeden, der heute irgendwo den Dingen auf den Grund geht mit Einsatz seiner eigenen Sinne und seiner eigenen Lebenserfahrung. Indoktrinierte Menschen verbreiten dagegen Zaghaftigkeit und Unlust bis hin zum Ärger. Was jetzt unter den Selbstbestimmteren fehlt, ist ein gemeinsamer Grund und Boden, der gemeinsames Vertrauen und Zuversicht schafft. Bis jetzt trifft man überall auf Wissenssplitter, wie auch hier, wo man dann nach dem ersten freudigen Aha-der -oder -die-sieht -das -also-auch-so-Erlebnis doch immer wieder letztendlich immer wieder das eigene Herzensthema nicht ganz mit eingeschlossen fühlt, oder sogar umschifft oder ausgeschlossen. Mir geht es in den meisten Fällen so, weil ich in dieser Welt unseren misshandelten Mitgeschöpfen, denen, die wir Tiere nennen, so herzlich zugetan bin und da eben meistens erleben muss, dass an sie gar nicht erst gedacht, geschweige denn sie mit ihren von uns zugefügten unbeschreiblichen Qualen und Ungerechtigkeiten mit einbezogen werden. Kurz: mich stört heute meistens der völlig unbewusste und deshalb als Selbstverständlichkeit gepflegte Speziesismus, den ich als erste Stufe des Rassismus ansehe. Von da her habe ich immer nach einem Gemeinsamkeitscode gesucht, um auf ein und der selben Ebene mit anderen über diese missratene Zivilisation zu diskutieren. Und dazu ist mir letztendlich nichts anderes in den Sinn gekommen, als immer wieder der Begriff „Gewalt“. Denn dieser Begriff ist am ehesten heute bei allen negativ besetzt und ein Reizwort. Niemand möchte wohl als „gewalttätig“ gelten und kaum jemand von uns plädiert als Lösung von Problemen für Gewalt. Das Paradoxe ist ja, dass „Menschlichkeit“ immer noch als etwas „hehres“ und höchst erstrebenswertes gilt, obwohl an der heutigen Wirklichkeit gemessen es eigentlich als das bestialischste gelten müsste, was die diese Schöpfung durchmachen muss. Ich plädiere deshalb immer wieder für eine Diskussion zunächst über den Begriff GEWALT. Denn wenn wir das nicht untereinander geklärt bekommen, was GEWALT für uns jeweils bedeutet und wo sie überhaupt einmal ihren Ursprung nahm, dann werden die Wissenssplitter, die überall herumschwirren, nie zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden können.

    • Gewalt?
      Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder: wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann. Buch und Film.
      Erich Fromm: Anatomie der menschlichen Destruktivität.

      Menschen bezeichnen oft Handlungen anderer Menschen als bestialisch, weil sie glauben, daß sie sich (dadurch) von diesen Menschen unterscheiden. Indianer, Schwarze wurden (und werden oft noch) als Wilde bezeichnet. Religion (der Auserwählten) und der „Mensch als Krone der Schöpfung“ verführen zu Gewalt an „anderen“ Menschen und den Tieren. Der Begriff „bestialisch“ ist zutreffender für die Bestie Mensch.
      Es ist die Bestie Mensch, die Gewalt und Mord systematisch anwendet.

  9. Das Entscheidende, z.B. beim Thema Vietnam, warum die Kriegstreiberei und letztlich der Krieg mit Millionen von Toten gegen Länder, die einen gar nicht angegriffen haben, funktioniert, ist nicht, dass es in den Köpfen der Soldaten funktioniert. Das auch, klar. Aber der Krieg dauerte in diesem Fall ja nicht ein paar Tage, sondern Jahre. Und da ist viel entscheidender, dass man es schafft, die Bevölkerung einzuschwören. Das wiederum geht vor allem über die Einbindung des Militärs in den Alltag und die Glorifizierung der Soldaten über Einzelschicksale. Wer die USA ein wenig kennt, wei0 das. Die Weihnachtsgrüße an die tapferen „Serviceleistenden“, die ganz grundsätzlich und völlig selbstverständlich „unsere Freiheit verteidigen“ – in Vietnam, Korea, Afghanistan, Irak, Syrien usw. Die ganz große Mehrheit der Amerikaner sieht das alles als völlig natürlich an, und die Soldaten machen ja nur das, was getan werden muss, was aber kaum jemand tun möchte, und deshalb gebührt ihnen unendlicher Dank und Respekt. Das funktioniert, auch in den sozialen Netzwerken, wo regelmäßig Hunderttausende stimmungsvolle Bilder mit Soldat und US-Flagge „liken“.

    Und somit kann die Politik nicht nur weiter für den Krieg trommeln – sie muss es sogar, weil das letztlich in einem solchen System auch der Weg in die Ämtern ist.
    Und der andere Faktor, der ganz wichtig ist, sind die Medien, die nicht dagegen anschreiben, sondern das Ganze unterstützen und sogar forcieren.

    Die Soldaten selbst sind ein Faktor, klar, aber ohne diese Grundstimmung in Medien und Bevölkerung würde ihnen ganz schnell die Legitimation fehlen. Und anschließend auch ganz schnell die Motivation.

    Wir bekommen in Deutschland immer häufiger eine Ahnung von den amerikanischen Verhältnissen – jetzt also auch in Sachen Militarismus.. Unsere Freiheit wird bereits am Hindukusch verteidigt, und die sogenannten Journalisten trommeln heftiger für Waffengänge und aggressive Haltungen als die Politiker. Was noch fehlt – und das hat vor allem historische Gründe – ist die bedingungslose Liebe zum Militär. Daran wird aber gearbeitet.

    • @ Corax: “ Unsere Freiheit wird bereits am Hindukusch verteidigt,…“

      Wenn es wenigstens Verteidigung realer Freiheit wäre ! Aber schon „Verteidigung“ ist gelogen. Und von Freiheit keine Rede, solange Hartz 4 Empfänger ihrer durch das GG angeblich garantierten Grundrechte beraubt werden.
      Ralph Boes machte das ja erkennbar. Wie sagt man`s Englisch: The whole damned thing`s in doubt !

      Es gab mal eine Sendung mit Anne Will, in der ein Oberst a.D, Timmermann zu Wort kam darüber, warum der in Afghanistan das Handtuch geworfen und den Dienst quittiert hatte, Habe den Namen behalten, weil eine Bekannte von uns genauso heisst. Der sagte , er habe das Leben seiner Untergebenen und seines achtmal dafür riskiert, um irgendwelche Mohnfelder zu erobern. Als sie diese Mohnfelder dann, nachdem sie die erobert hatten, zerstören wollten, sei ein US Oberbefehlshaber erschienen, der die Zerstörung dieser Felder verbot.

      Nachdem er das offen gelegt hatte, war es für eine Weile mucksmäuschenstill im Studio.
      Da könnte man das mal als Basis nehmen, um den Begriff „westliche Werte“ zu meditieren.

    • @ Corax: “ Unsere Freiheit wird bereits am Hindukusch verteidigt,…“

      Wenn es wenigstens Verteidigung realer Freiheit wäre ! Aber schon „Verteidigung“ ist gelogen. Und von Freiheit keine Rede, solange Hartz 4 Empfänger ihrer durch das GG angeblich garantierten Grundrechte beraubt werden.
      Ralph Boes machte das ja erkennbar. Wie sagt man`s Englisch: The whole damned thing`s in doubt !

      Es gab mal eine Sendung mit Anne Will, in der ein Oberst a.D, Timmermann zu Wort kam darüber, warum der in Afghanistan das Handtuch geworfen und den Dienst quittiert hatte, Habe den Namen behalten, weil eine Bekannte von uns genauso heisst. Der sagte , er habe das Leben seiner Untergebenen und seines achtmal dafür riskiert, um irgendwelche Mohnfelder zu erobern. Als sie diese Mohnfelder dann, nachdem sie die erobert hatten, zerstören wollten, sei ein US Oberbefehlshaber erschienen, der die Zerstörung dieser Felder verbot.

      Nachdem er das offen gelegt hatte, war es für eine Weile mucksmäuschenstill im Studio.
      Da könnte man das mal als Basis nehmen, um den Begriff „westliche Werte“ zu meditieren.

  10. „Am Anfang war das Wort.“

    c. 2016 Merriam Webster Inc. :
    „Propaganda

    Origin: New Latin, from Congregatio de propaganda fide Congregation for propagating the faith, organization established by Pope Gregory XV †1623.

    Capitalized : a congregation of the Roman curia having jurisdiction over missionary territories and related institutions“

    „Am Anfang war das Wort…“

    It’s the Bible/Religion…
    (Das „stupid“ lassen wir weg.)

    Big Brother I
    Per Propaganda-Kongregation der Römischen Kurie wird das Wort/der Glaube/die Religion propagiert. Zur „Orientierung“ für den Gläubigen. CUI BONO: Ablaß
    und Beichte für die Kongregation, für die missionarischen Territorien und verbundene Institutionen. Die Beichte dient der Kongregation, den Territorien und verbundenen Institutionen zur Justierung der „Orientierung“ der „Gläubigen“. Effektiv, aber imperfekt.

    Big Brother II
    Erfindung des Buchdrucks. Das Wort, das Buch klären auf. Industrialisierung und Technologie, Geld- und Wirtschaftssysteme verbreiten das Wort und die Aufklärung massenhaft. Werden zur Religion und beenden die Aufklärung abrupt. CUI BONO: Die Masse der Bücher (Beichten) dient der Kongregation, den Territorien und verbundenen Institutionen zur Justierung der „Orientierung“ der „Gläubigen“.
    Effektiv, aber imperfekt.

    Big Brother III
    Raketentechnologie und Satellitentechnologie bringen das „Fernsehen“ (Propaganda, Religion, Kommerz, Technologie, Aufklärung?) in jedes Wohnzimmer und in die kleinste Hütte Indiens, Asiens, Afrikas und Südamerikas. CUI BONO: Kongregation, Territorien und verbundene Institutionen sind immer und überall gegenwärtig. Justierung der „Orientierung“ der „Gläubigen“ möglich durch bestimmte Formate. Effektiv, aber aber imperfekt.

    Big Brother IV
    Das Internet hat das Potential, die unvollendete Aufklärung fortzuführen, oder es dient der Kongregation, den Territorien und verbundenen Institutionen zur „Justierung“ der „Orientierung“ der „Gläubigen“. Militärisch-industrieller Komplex, Technologie, Geld- und Wirtschaftssystem verbreiten das Wort. Die Kongregation, die Territorien und verbundenen Institutionen sind im Netz immer und überall unter den „Gläubigen“ zur „Justierung“ und „Orientierung“ gegenwärtig, nunmehr unmittelbar und in Echtzeit in deren Köpfen. Der „Gläubige“ sollte neugierig werden, wenn ein Klavierlehrer ein Account bei Wikipedia zur Editierung von historischen Inhalten manipuliert!

    Aber wie die Dinge wohl stehen: Den „Gläubigen“ ist der Glaube als Orientierung im großen Stil abhanden gekommen bzw. wurde auf dem Altar des „Ich konsumiere, also bin ich“ geopfert. Und das Buch der Aufklärung ist auch der Religion des Kommerzes zum Opfer gefallen, ebenso wie das anfänglich aufklärerische Fernsehen. Wird man den „Ungläubigen“ nicht auch das Internet wegnehmen?

    Dr. Daniele Ganser versteht die ungeheure Bedeutung des Wortes. Die Macht des ersten gesprochenen Wortes in der Geschichte der Menschheit wirkt wie ein Echo bis heute. Sie hat den Machthabern zu allen Zeiten gedient.

    Aufklärerische Journalisten müssen sich mit aufklärerischen Historikern zusammenschließen und das Wort im positiven, aufklärerischen Sinne verwenden. Dabei darf die globale Macht des amerikanischen/englischen Wortes nicht unterschätzt werden. Semantische Kompetenz auch der englischen Sprache ist daher dringend erforderlich! Gemeinsam kann vielleicht verhindert werden, daß auch das Internet das gleiche Schicksal wie das Buch erfährt.

    Links:
    http://www.gleichsatz.de
    http://www.neusprech.org
    http://www.aeon.co

  11. Daniele Ganser und auch Ken Jebsen lehren mich, dass wir heute ganz auf uns selbst gestellt sind, wo es darum geht, bestimmte Phänomene unserer Zeit zu durchschauen. Es reicht nicht aus, einfach Bildern und Worthülsen zu vertrauen.
    Wir müssen alles durch unbefangenes selbständiges Denken hinterfragen. Das ist zwar nicht bequem. Bequemer wäre, einfach die Phrasen der Mainstream-Medien „zu konsumieren“, wie man vorgefertigte Konserven konsumiert.
    Doch wenn man nur noch Konserven konsumierte, statt selbst zu kochen, würde man irgendwann das Kochen verlernen und wäre abhängig von den Herstellern solcher Konserven. Aehnlich mit dem Denken. Man würde es verlernen, wenn man nur noch nach-dächte, was andere vor-denken.
    Würde man denken: Weil Wikipedia es sagt, muss es wahr sein – wäre man schon in die Falle solcher „Vor-Denker“getappt.

    Herr Ganser weist darauf hin, wie manche Lügen endlos wiederholt werden, wie durch Suggestionen eine Art von mind control stattfindet. Doch eine Lüge wird nicht dadurch zur Wahrheit, dass man sie soundso oft wiederholt.
    Ueberall wirken heutzutage diese Suggestionen.

    Manche Medien feiern es als Erfolg, dass es heute irgendwo doppelt so viele Aerzte gibt wie vor 30 Jahren. Ist das ein realer Erfolg ? Oder ist es ein Indiz dafür, dass Menschen immer mehr Aerzte brauchen ? Wenn immer mehr Aerzte gebraucht werden, dann könnte man das als Misserfolg der Medizin werten, weil es bedeutet, dass doppelt so viele Kranke da sind wie vor 30 Jahren.

  12. Ich höre Daniele Ganser sehr gerne zu! Und ich hätte mir gewünscht, dass Ken Jebsen mehr zuhört und weiniger geredet hätte…
    Für mich ist natürlich klar, dass Ken Jebsen dieses Thema auch emotional „anpackt“, trotzdem dachte ich immer wieder: sei doch bitte still, ich möchte Daniele Ganser hören…Egal, halt meine ganz persönliche Wahrnehmung!
    Anderseits weiß ich, es war ein Gespräch und kein Interview,

    Der Eintrag bei Wikipedia bzgl. Daniele Ganser ist schlimm, das ist eine Rufmord-Kampagne! Und ich kann mir vorstellen, wer die „dunkle“ Seite dieses Lexikons nicht kennt, wird sich von dem, was da steht, beeinflussen lassen.
    Was ich auch verstehen kann!
    Ohne meine persönliche Erfahrung mit der „dunklen“ Seite, mit den Abgründen, zu denen Menschen fähig sind, würde ich vielleicht auch glauben, dass der Ganser spinnt!

    Doch für mich ist inzwischen nichts mehr unmöglich und ich habe zu den sogenannten VT viel viel mehr Vertrauen, als zu dem, was öffentlich über die Medien bekannt gegeben wird…

    Noch vor wenigen Jahren hätte ich niemals geglaubt, dass mir das passieren könnte!
    Mein Wunsch ist, dass immer mehr Menschen aufwachen! Und es eine Bewegung gibt, die diesem Wahnsinn ein Ende bereitet. Wie das genau geschehen kann, weiß ich nicht. ich kann nur in meinem persönlichen Umfeld wirken, doch was mir gut tut, dass ich ernst genommen werden…und das hat etwas mit Vertrauen und Empathie zu tun, die in meinem Beruf das Wichtigste ist…

    Die Gegenseite ist, dass traumatisierte Menschen sich auch gerne „verführen“ lassen, sie „Gurus“ folgen…
    Puh…nicht einfach, wenn man schon mit „verwirrten“ Eltern aufgewachsen ist, in die eigene Identität zu finden!
    Um mit sich selbst in Klarheit zu kommen, helfen vielleicht die Bücher von Sabine Bode…und auch die Bücher von Franz Ruppert…

  13. Nabend,

    für mich ist es schwierig mich richtig zu positionieren. Jedes Medium, egal ob Mainstream oder nicht, macht mehr als nur zu informieren. Sie zerren an deinem Weltbild. Sie stoßen deine Meinung um und bedrängen dein Gewissen. Sie bringen dich aus dem Gleichgewicht. KenFM macht das genauso wie alle anderen. Der Mensch möchte aber nicht verrückt werden. Er möchte sein Weltbild nicht ändern. Er will das System behalten mit dem er sich arrangiert hat. Er will beschützt werden, weil es zu gefährlich scheint ist sich selbst zu schützen. Jeder will den Frieden aber wer will dafür sterben? Jeder will die Wahrheit sagen aber wer will dafür geächtet werden? Und wer kann schon sagen, er kenne die reine Wahrheit. Verdammte Zweifel! Wieviel sind wir bereit zu opfern für ein bessere Welt? Eigentlich wissen wir genau, das wir mehr riskieren müssen, nur haben wir noch was zu verlieren. Das macht uns angreifbar. Diese unsere Haltung ist das Immunsystem des Systems und lässt jedem Widerstand brechen. Das System braucht Angst und Konkurrenz, um zu wachsen und es bläht sich weiter auf wie ein sterbender Stern. Nur noch ein paar Zyklen bis Supernova.

    Jo

    • Du hast die Problematik, in der die Mehrzahl von uns steckt, treffend beschrieben. Ich denke, jeder von uns kann sich da irgendwo wiedererkennen. Ich auch. Nicht in allem, was Du schreibst, aber doch in diesem oder jenem noch. Mich bringt zwar KEN JEBSEN eher IN’s GLEICHGEWICHT, weil er eben aufrichtig ist und die Dinge beim Namen nennt, aber geächtet werden, beschimpft und deskriditiert werden möchte wohl niemand und auch nicht unbedingt für den Frieden sterben. Wir haben ja alte Gleichnisse auch z.B. von Jesus von Nazareth. „Wer die Wahrheit sagt, wird gekreuzigt“. Oder vor der Kreuzigung: „Vater, lass diesen Kelch an mir vorüberziehen“. Es stehen ja einige klare Wahrheiten im NT, auch, wenn es vielleicht an anderen Stellen falsch übersetzt, verfälscht, oder falsch interpretiert wurde und wird. Aber es steht z.B. im Matthäus -Evangelium auch sinngemäß folgendes:
      „Alle Sünden können den Menschen vergeben werden, nur eine nicht: Die Sünde wider den Geist“. Ich verstehe das so, dass der Mensch sich nicht gegen das Prinzip der ganzheitlichen Liebe verhalten darf. Und wer das einmal begriffen hat, der verliert auch immer wieder seine Angst. Anders herum gesagt: Angst hat man oder sollte man eigentlich immer nur dann haben, wenn man im Begriff ist, etwas Schlechtes zu tun. Nur dann ist Angst der richtige Wegweiser, der Unheil verhindert. Gute Menschen sind im Grunde immer mutig, schlechte im Grunde immer feige. Was wir heute noch verlieren können, wenn wir mutig sind mit Aufrichtigkeit und Konsequenz, das können ja nur noch die letzten Reste von Illusion, von Täuschung sein. Was wir aber gewinnen können, ist die selige, schuldlose Rückkehr in den Kern unseres Selbst mit ihrer grenzenlosen geistigen Freiheit.
      Das ist Freude in Reinform und der Grund, warum alle Lebewesen zur Welt kommen wollen. Auch die anderen, die wir Tiere nennen. Und wer anderen ihre Lebensfreude verwehrt, verwehrt sie sich gleichzeitig selber.

    • @ Jo Hanson:“..für mich ist schwierig mich richtig zu positionieren.“

      Moin Moin,

      das klingt für mich so, als müsste jeder Mensch eine unveränderbare Position einnehmen. Da dann Wurzeln schlagen.
      Wie ein Baum. Ist es nicht schön, dass wir frei sind, unsere Positionen auch verändern zu können ?
      Es sind nicht alle Menschen völlig festgefahren in ihrer eigenen Meinung. SWenn Ken Jebsen mir beweist, dass meine Meinung nicht so ganz mit der Lebenswirklichkeit übereinstimmt, dann schmeisse ich meine falsche M einung gerne weg und denke: Dankeschön, lieber Ken, dass Du mich von diesem Ballast befreit hast !

      „Das System braucht Angst…“ Angst würde aber nichts verbessern ! Selbst dann, wenn in drei Stunden uns eine Bombe auf den Kopf fiele, würde Angst das höchstens verschlimmern. Angst machte nichts besser.
      Selbst wenn solche „Supernova“ käme und wäre das Letzte, was wir in diesem Leben zu sehen bekommen, knnte man immer noch die Schönheit der Urgewalt bewusst erleben !

      Selbst die Naturgewalten, z.B. „Kawenzmänner“ im Meer, diese Riesenwellen haben eine Schönheit, haben etwas Majestätisches an sich. Angst würde nichts verbessern. Ja ?

    • Um mit den Worten von Dr. Daniele Ganser zu antworten:

      Es geht im Kern um Quellenkunde. Das ist für uns Historiker wie auch für die Journalisten zentral. Wird aber im Netz noch nicht so ernst genommen. Alle Zitate kommen irgendwoher und ob die primäre Quelle vertrauenswürdig ist prüft man oft nicht.

      Nach Herrn Ganser muß man Informationen auf vertrauenswürdige Menschen wie z.B. Scholl-Latour filtern, also den Menschen glauben, die man selbst für ehrlich hält. (Quelle: pers. Mitteilung)

      Die andere Sache scheint mir dagegen schon etwas heikler zu sein, obwohl auch hier viel heißer gekocht als gegessen wird. Ich halte mich seit vielen Jahren an diesen Spruch:

      Ist der Ruf mal ruiniert, lebt sich’s völlig ungeniert.

      Für mich kommt es gar nicht erst in Frage, mir zu überlegen, ob ich mit einer wahrheitsgemäßen, also zutreffenden Äußerung vielleicht etwas riskieren oder verlieren könnte, weil ich tatsächlich nicht mehr viel zu verlieren habe. Meine Gesundheit ist bereits ruiniert, mein Leben wird vermutlich früher enden als die allgemeine Lebenserwartung vorsieht. Ich bin bereits fast „ganz unten“ in der gesellschaftlichen Hackordnung angekommen, besitze im Grunde nichts mehr von Wert außer diesem alten Computer, meinem Fahrrad und meiner alten Westerngitarre. Die letzte Position in der Hierachie liegt unter der Erdoberfläche. Mich wird keiner vermissen, ich bin niemandem ernsthaft verpflichtet, und daher habe ich auch keine Angst davor, meine Ansichten zu äußern, wo mir das möglich ist.

      Mir war auch früher nie besonders daran gelegen, mich beliebt zu machen durch gesellschaftlich angepaßte Wortmeldungen oder Lobgesänge auf die kapitalistische Gesellschaftsordnung, nicht einmal durch das Tragen angepaßter Kleidung. Auch hab ich mich nie wirklich wohlgefühlt in Gruppen, deren Mitglieder sich ständig gegenseitig in ihrem Anpassungsverhalten zu bestärken suchen und bin deswegen auch aus der Partei Die Grünen ausgeschieden, weil dort ein starker Anpassungsdruck von oben herrschte, und da bereits in den frühen 80ern. Und auch heute noch sind die allermeisten Menschen befangen in ihrem einsamen, persönlichen Kampf gegen die Widerstände, auf die sie beim Versuch, die Hühnerleiter emporzuklettern, ständig treffen. Für mich sind diese Menschen, die vor allem auf die gesellschaftliche Hackordnung achten und alles andere als Bedrohung ihres äußerst dünnen Selbstverständnisses abwehren, unterentwickelt, primitiv, naiv. Ja, mir scheint es häufig so, daß sich viele nach Abklingen ihrer Pubertät oder Beendigung ihrer Berufsausbildung für reife, vollendete Erwachsene halten, die keinerlei Weiterentwicklung mehr benötigen würden. Sie entwickeln sich, sobald sie im Berufsleben stehen und damit beginnen, ihren Status auszubauen, nicht mehr qualitativ weiter, sondern stellen all ihre Energie ihrer quantitativen Weiterentwicklung zur Verfügung, womit sie jedoch hauptsächlich das System füttern und stärken: Sie sammeln Dinge an, konsumieren, leben für den Konsum, leben ein Leben im Haben und vergessen das Sein fast vollständig.

      http://i267.photobucket.com/albums/ii300/ThieleAir/de5fb8bd.jpg~original

      Im Grunde sind es daher vor allem die Ängste vor dem Verlust der gesellschaftlichen Position, der Stelle auf der verschissenen Hühnerleiter, die sie sich erobert haben, die angepaßte Menschen bei der Stange hält. Sie haben Angst vor dem Verlust ihrer paar Habseligkeiten, vor allem aber haben sie Angst vor dem Unbekannten: „Wie soll ich leben, wenn mir keiner mehr sagt, wann ich täglich aufzustehen habe, was ich den ganzen Tag zu machen habe, wenn mir keiner mehr jeden Monat das Geld gibt, um mein Auto zu finanzieren und mein Haus abzubezahlen? Wird mich meine Frau verlassen, wenn ich meinen Job riskiere, indem ich dem Chef die Meinung geige?“ Deshalb brauchen wir, die wir uns dazu entschieden haben, nicht dem Mainstream zu folgen und nicht das bequeme Leben der Wahrheit vorzuziehen, Konzepte, die wir den Ängstlichen vermitteln können – Konzepte, wie ein Leben jenseits der gewohnten Hackordnung aussehen könnte, Verheißungen über die gewaltigen Potentiale, die wir ein Leben lang unter Verschluß halten, um nicht aufzufallen, nicht anzuecken, um auch ein paar Krümel des Kuchens, der sich größtenteils in den Kapitalsammelbecken (Banken, Großkonzerne) auftürmt, zu erhaschen:

      https://www.colourbox.de/preview/4179498-pig-on-a-donkey.jpg

      Es gibt etliche solcher Konzepte, ob nun Plan-B der Wissensmanufaktur oder fließendes Geld, das an Wert verliert, wenn man es hortet: Der Kapitalismus, dieses Raubtiersystem, bei dem am Ende wie beim Monopoly-Spiel nur einer übrigbleibt, dem alles gehört, entspricht nicht dem wahren menschlichen Wesen. Deshalb mußte ja auch über unzählige Generationen der Mensch diesem System von Geburt an durch Drill und Angsterzeugung angepaßt werden. Wir müssen das nicht tun. Wir müssen das nicht fortsetzen, es gibt Alternativen zum herrschenden Wirtschafts- und Gesellschaftssystem. Im Grunde wäre es ein großangelegter Umzug aus einem düsteren kleien Haus mit wenigen kleinen Fenstern in ein großes, lichtes, geräumiges und freundliches Haus mit vielen großen Fenstern, lichtdurchflutet und stets mit freundlichen Menschen bevölkert, die sich gegenseitig unterstützen statt sich bis aufs Blut zu bekämpfen.

      Wir füttern das System vor allen Dingen und in erster Linie durch den Anpassungs-Drill, den wir unseren Nachkommen verpassen!

      Wir füttern es aber auch durch unsere eigene Gehorsamsbereitschaft und unseren vorauseilenden Gehorsam, durch unsere allseits bereite Unterwerfungsbereitschaft, durch unser Konsumverhalten, durch unsere niedergehaltenen Emotionen und durch unser Anpassungsverhalten mit all der täglichen Unehrlichkeit und Unaufrichtigkeit, die man von uns stillschweigend erwaretet. Wir füttern es durch unser Schulsystem, das den Kindern die Freude am Lernen austreibt und ihnen die verbliebenen Reste von Kooperationsbereitschaft nimmt: Konkurrenzdenken wird belohnt, Kooperation bestraft. Wir füttern das System zudem durch unser Medienverhalten, indem wir uns täglich vor der Glotze das Gehirn waschen lassen, indem wir morgens bereits damit beginnen zu hören und zu lesen, was das System von uns erwartet, indem wir uns in der Mittagspause von den Systemmedien noch einmal briefen lassen und abends bis zum Einschlafen vor der Glotze hängen. Irgendwann haben wir dann die letzte dünne Verbindung zu unserem wahren Selbst endgültig verloren, erahnen vielleicht manchmal noch, daß da mal was war, aber keine Zeit, weiter geht’s, ich komm noch zu spät, Mittagspause rum, Feierabend, die Frau wartet mit dem Essen auf mich, Elternabend, am Wochenende Privattermine, Montagmorgen gleich wieder frisch ans Werk, nur nichts anmerken lassen …

  14. Hallo Eiszeit! Ja, ich weiß, dass es in Österreich diesen Prozess gegen mutige Tierschützer gegeben hat. Was die Behandlung der Tiere betrifft, hat sich die Menschheit aus meiner Sicht in eine schrecklich tiefe Schuld und völlig irrsinnige und abartige Sitten und Handlungsweisen verstrickt. Ich finde, man kann nicht oft genug darauf hinweisen. So lange dies nicht endlich eingesehen wird, kann es keine Veränderung zum Guten mehr geben. Davon bin ich zutiefst überzeugt, denn Mitgefühl mit empfindsamem Leben ist unteilbar. Das gehört zum „hermetischen Gesetz“, zum Gesetz der Resonanz.

  15. Danke für dieses Interview liebes KenFm-Team.

    Es ist immer wieder eine Freude Hr. Ganser zuzuhören, aber er machte auf mich heute einen eher zermürbten Eindruck. Ich hoffe, dass er sich bald wieder erholt. Weiterhin vielen Dank für euer beider Arbeit.

    Grüße

  16. Ja, Herr Ganser wirkte erst zum Ende des Gesprächs wieder recht gelöst. Es ist ja grade seine gelassene, ruhige und humorige Art die es so leicht macht, ihm zuzuhören. Ich hoffe doch sehr, das es ihm trotz allem gelingen wird, dies so beizubehalten.
    Das hier die Macht der Worte nochmal thematisiert wird, ist genau eines Punkte an dem die Hebel angesetzt werden müssen. Dies machen insbesondere so Schlagworte wie „Verschwörungstheoretiker“, „Putinversteher“, „TTIP“, „Flüchtling“ usw. deutlich. Sie sind ebenso Bomben. Nur mit viel größerer Wirkung. Jeder kann sie zudem kostenlos gegen jeden schleudern. Jene, die sie konstruieren sind im gleichen Maße abscheulich, wie jene aus der Rüstungsindustrie -einfach weil jedem klar ist, das sie zu Zwecken der Vernichtung von Menschen gemacht sind. Massenvernichtungswaffen. Was für eine Masse soll denn vernichtet werden? Ersetzen wir das Wortteil Masse durch Menschen wird es schon sehr viel klarer. Und da bei ihrem Einsatz auch die Tierwelt betroffen ist, muss es korrekterweise Lebensvernichtungswaffen heissen. Und nun möchte ich mal eine politische Debatte sehen, in der es zur Einigung über die Stationierung von Lebensvernichtungswaffen kommt. Aber über Massenvernichtungswaffen kann und muss natürlich geredet werden!

    • Verschwörungstheorie

      Wer die Keule „Verschwörungstheoretiker“ schwingt, der offenbart seine Ignoranz, was die Geschichte der Menschheit betrifft. Und er hat von Shakespeare nie gehört. Oder er geht davon aus, daß beides beim Opfer der Fall ist. Warum zeigen Betroffene nicht auf diese Ignoranz?

      Aus semantischer Sicht ist die häufige Betroffenheit und Sprachlosigkeit der Opfer auch unverständlich. Ein Theoretiker beschäftigt sich gedanklich mit Theorien (theoretisiert)darüber, was möglicherweise wahr oder realistisch ist. Ein Wissenschaftler, der über die Möglichkeit von Leben auf anderen Planeten Theorien erstellt, ist kein Verschwörungstheoretiker.

      Die eigentliche Perfidie dieser Wortkeule ist, daß das Theoretisieren, also das Denken, geächtet wird.
      Die allgemeine Aufmerksamkeit, gerichtet auf Verschwörung, sollte auf das Grundwort dieses Kompositums gerichtet werden. Denkverbot!

      Putinversteher ist entstanden aus dem in eglischsprachigen MSM verwendeten „Putin protagonist“. Mangels Kompetenz der englichen Sprache oder willkürlich hat die deutsche MSM daraus den Putinversteher gemacht. Nun ist ein Protagonist auch im Deutschen etwas anderes als ein Versteher.

      „Mass“ hat eine quantitatve, aber auch eine elitäre Konnotation. „The great body of the people as contrasted with the elite“ (Merriam Webster). Wann welche Konnotation im Spiel ist, kann man sich aussuchen.

  17. Lieber Ken Jebsen! Die Diffamierungscampagnenindustrie wächst, blüht und gedeiht in jeder Richtung! Mal mächtiger und öffentlicher, mal versteckter. Bei Dir war es die Medienpolitik, die zugeschlagen hat, bei Daniele ist es der Militärisch-Industrielle Komplex und bei mir ist es z.B. die Tiervernutzindustrie, die in Foren zuschlägt, wie auch in Deinem, siehe die Hetzcampagne gegen mich von einem user in dem Thread zum Gespräch mit Rainer Rothfuß . Und man kann in allen Fällen feststellen, dass es auch seine Wirkung zeitigt! Wir müssen also alle unsere Augen in jeder Richtung offen halten! Ich bitte auch hier um Achtsamkeit!
    Alles Gute und wie immer Danke für alles! Ich bin schon gespannt auf den heutigen Ganser-Vortrag, gehe davon aus, dass er hier auch erscheint!

    • „bei mir ist es z.B. die Tiervernutzindustrie“

      Auch in Österreich wurden unschuldige Tierschützer vom VGT(Verein gegen Tierfabriken) als Terroristen behandelt und ca 1/2 Jahr eingesperrt. Für alle die es nicht wissen und die es interessiert, googelt einfach mal nach Martin Balluch. Hochrangige Politiker sind Besitzer von Tierfabriken und wer sich alles so auf den Jagtveranstalltungen herumtreibt ist echt arg. Die Jägerschaft ist vor allem in Österreich extrem mächtig. Falles jemand Informationen zu einem St. Hubertus Orden hat, würde mich das auch interessieren, hier gibt es ja internationale Verstrickungen.

      Zum Interview, Daniele Ganser hat recht, wie wichtig es ist dass auf die Sprache geachtet wird. Genau das mit der Sprache war auch in der NS Zeit. Das Buch „Jugend ohne Gott“ zeigt das auch schön.
      Alles Gute!

  18. charlie chaplin rede an die Menschheit… und dieses Gespräch dient auch der Menschen, uns allen die hören wollen! Wenn es der Wahrheit dient, gehe ich mit den sog. Verschwörungstheoretikern – das System, diese Schattenregierung wird es nicht schaffen unsere Herzen zu begrenzen. Die Wahrheit ist doch im Herzen fühlbar, nicht was wir denken ist wichtig, sondern was wir fühlen. Das menschliche Herz kann nicht getäuscht werden, den es kennt keine Angst und keinen Hass. Es sind nur unsere Gedanken und unser Glaube, dass uns manchmal in die Irre führt. Danke, dass es Euch gibt.

    • @ Susanna Schmidlin: “ nicht was wir denken ist wichtig, sondern was wir fühlen.“

      Der Weg zum Herzen führt durch den Kopf. Wenn jemandem eine Lüge erzählt wird über einen anderen Menschen, dieser sei ein Massenmrder, dann wirkt diese Lüge – sofern sie blind geglaubt wird und nicht durch selbständiges Denken überprüft wird – weiter auf das Gefühl, nicht wahr ?

  19. Fernsehen als Ersatzhandlung

    In den vergangenen Tagen habe ich mir ausgiebig Gedanken darüber gemacht, wie das Suchtverhalten, das der TV-Konsum offensichtlich in zahlreichen Menschen hervorruft, tatsächlich beschaffen sein könnte. Viele kennen vermutlich die Beschaffenheit von Alkoholsucht, wobei neben den körperlichen Entzugserscheinungen, die in der Regel mit Alkohol gelindert werden, auch psychische Entzugserscheinungen auftreten, eine gewisse Sehnsucht nach dem Stoff – genauer: nach dem Zustand, den er erzeugt.

    Johannes Mario Simmel, ein Autor, der in seinen einst populären Thrillern vor allem Stereotypen auftreten ließ, hatte 1971 in einem Anfall selbstenblößender Weisheit geäußert:

    In unserer Zeit der immer perfekteren Kommunikation ist die Masse mehr und mehr auf Informationen aus zweiter Hand angewiesen. Und die manipulieren wir! Wir erklären eine unwiderruflich komplizierte Welt in gräßlicher Simplifikation. Das sind die Träume, die wir verkaufen … Wir verkaufen den Traum von einem Leben im Glanz! Farah Diba und Fabiola! Ehegeschichten der Reichen! Wir verhökern den Traum von Helden … Wir übertragen alle Sorgen der Massen auf heile Symbolfiguren. Die Wahrheit geht dabei natürlich in den Eimer.

    Manfred Koch-Hillebrecht bestätigt das in seinem Buch „Der Stoff, aus dem die Dumheit ist – Eine Sozialpsychologie der Vorurteile“:

    Ein wesentliches Moment des Effektes der Massenmedien besteht in der Reduzierung der Komplexität der Wirklichkeit (Luhmann). Das wird von einem in dieser Hinsicht sehr bescheidenen Publikum schon als Sinndeutung hingenommen. Eine oft angewendete Technik der Massenmedien ist hierbei die Reduktion der Wirklichkeit auf überschaubare Familienverhältnisse. Die »fiktive Familie« ist nicht nur ein Ideal vieler Heilslehren (Schelsky 1977), sondern vor allem ein Kommunikationsmuster des Fernsehens und eine Illustriertenmasche. Nur begrenzte Neuigkeit wird übermittelt. Die komplexeren Probleme des Iran reduzieren sich zu Ehezwistigkeiten zwischen dem Schah und Soraya. Die Krise des Pfundes wird dem Leser durch Einsparmaßnahmen im Buckingham Palast verständlich. Die Erfassungsformel lautet: Königin Elisabeth bekommt weniger Wirtschaftsgeld. Die unübersichtlichen Parteiprogramme schrumpfen im Fernsehwahlkampf auf die bekannten Personen der Parteivorsitzenden zusammen. Fernsehduelle als telegener Familienkrach! Hierbei nimmt der Bundeskanzler eine Vaterrolle ein, Franz Josef Strauß die des bösen Buben. Die beliebtesten Sendungen haben deutliches Wohnstubenmilieu: Der internationale Frühschoppen, Was bin ich?: Allenthalben Reduktion der Komplexität auf das vertraute Familienschema.

    Man kann diesen Effekt sogar hier im Forum ständig beobachten: Die eigentliche Botschaft, die ein Artikel darstellt, wird weitaus weniger diskutiert als irgendwelche – aus meiner Sicht oft unbedeutende – Einzelheiten. Das Kernthema wird häufig verdrängt durch Zwistigkeiten, die beinahe schon familiär anmuten. Man bringt z.B. religiös-esoterische Glaubenssätze mit ins Spiel, obwohl die mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun haben, oder reagiert auf Reizworte, die man bereits in Familie und Schule abzuwehren gelernt hat. Vor allem aber wird die Verwendung von Begriffen weder hinterfragt noch werden diese definiert, weil jeder anscheindend von allgemeingültigen Definitionen ausgeht und daher annimmt, die eigenen Definitionen dürfe man getrost bei jedem Diskussionsteilnehmer voraussetzen, gerade so, als hätte zuvor eine Gedankenübertragung stattgefunden. Das mag in einer Familie durchaus zutreffen: Da sich die Familienmitglieder lange Zeit auf engem Raum ständig begegnen und miteinander austauschen, werden auf diese Weise tatsächlich viele Gedanken übertragen, so daß die Familienmitglieder teilweise wirklich über weitgehend identische Definitionen verfügen und auf dieser Grundlage zu diskutieren oder auch zu streiten in der Lage sind.

    Wer aber mit Menschen, die ihm größtenteils fremd sind, deren Denk- und Betrachtungsweisen er weder kennt noch deren Definitionen ihm nicht geläufig sind, kann nicht einfach hergehen und ihnen die eigenen Definitionen aufstülpen und dann einfach von „der Logik“ sprechen, die den anderen Diskussionsteilnehmern angeblich fehlen würde. Doch genau das implizieren die Massenmedien. Die Entfremdung von den eigenen inneren Impulsen, Empfindungen, Gefühlen, von der inneren Bezogenheit zum eigenen Sein und Tun scheint bei den meisten Menschen bereits derart fortgeschritten zu sein, daß man sie nicht mehr als innengeleitete Menschen einstufen kann. Oder mit den Worten von Hanspeter Arens ausgedrückt:

    Der außengeleitete Mensch, der sich selbst mit der Propaganda verwechselt, die mit ihm gemacht wird, ist an die Stereotypen, die er reproduziert, nicht mehr libidinös gebunden, wie der autoritätsgebundene Charakter alten Stils. Seine Vorurteile sind unabhängig von der Fixierung an bestimmte Objekte, sie sind nach Bedarf austauschbar, wenn die politische Situation es erfordert. Der moralisch überangepaßte Bürger der Warengesellschaft greift die jeweils marktgängigen Vorurteile unreflektiert auf. Sein stereotypisches Denken läßt sich das Ticket von der Propaganda vorgeben, der er die Verwaltung seiner Triebe anvertraut hat. Die Begegnung mit unterdrückten und entfremdeten Verhaltensweisen löst bei dem auf starre Reaktionsschemata festgelegten Durchschnittsbürger tiefe Beunruhigung aus und weckt Angst vor Identitätsverlust. Die Versuchung ist dann groß, die abgewehrten Wege des Sozialverhaltens an dem Andersdenkenden aggressiv zu verfolgen, zumal dann, wenn diesem Verhalten unter Triebdruck von den Apparaten der Massenkommunikation demagogisch Rationalisierung und Verkehrsgeltung verliehen wird.

    Dieser Umstand der nahezu völligen Abspaltung vom eigenen Urteilsvermögen, von der eigenen inneren Wahrnehmung wird von Blättern wie BILD, auf deren Niveau einst als seriös geltenden Tageszeitungen längst ebenfalls herabgesunken sind, aber auch von Hetzsendungen bei RTL und anderen TV-Sendern ausgenutzt, um ihre eigenen Interessen, nämlich die der Medieneigner, in den Medienkonsumenten zu verankern. Man kreiert nach Belieben Sündenböcke, um unerwünschte Entwicklungen zu verhindern und die eigenen Vorstellungen in den Menschen zu verankern: Einst waren es die Juden, später die Linken und die Studenten, im Kalten Krieg natürlich auch die Russen, später die Moslems, immer wieder auch mal die Flüchtlinge, und heute sind es vor allem die Arbeitslosen und die ALG-II-Empfänger, die schuld sind an der Wirtschaftskrise, und die man daher ständig zu maßregeln und zu schikanieren habe. Man kann heute nicht gefahrlos offenbaren, daß man von Hartz-IV leben muß. Somit richtet sich der Ärger der Menschen auf den Sündenbock und nicht auf die Profiteure, die den Staat erpressen und die weltweite Arbeitslosigkeit zu verantworten haben. Arens:

    Angst ist die tiefere Ursache unserer erschreckenden Manipulierbarkeit. Angst vor den Eltern, Angst vor der Gesellschaft, Angst vor kritischer Selbstwahrnehmung, Angst vor Selbstwertverlust, Angst vor Liebesentzug, Angst unliebsam aufzufallen, Angst, von den Projektionen der anderen erfaßt zu werden, Angst vor jeder Konfrontation mit dem ständig sich vergrößernden Bereich des Unbegriffenen. Wer nur gelernt hat, sich anzupassen und auf eigenständige Denkleistungen zugunsten automatisierter Gehorsamsleistung zu verzichten, bewegt sich in einem dauernden Angstklima – meist, ohne sich dieser Angst bewußt zu werden – ohne jede Möglichkeit, dem irrationalen Kern seines Übels (seiner Unzufriedenheit, seiner Neurose, seiner Sucht nach Ersatzbefriedigungen, seiner ungekonnten Aggression) auf den Grund zu kommen.

    Der Über-Angepaßte lebt zwischen der Angst, gegen gesellschaftliche Verbote zu verstoßen, und der Angst vor dem kognitiven Vakuum, der Begegnung mit dem Neuen, Fremden, Unbekannten, der unpassenden Nachricht, der unliebsamen Realität, die dem Menschen allein deswegen Angst einflößt, weil er mit der Unterdrückung seiner kritischen Verstandesfunktionen und seiner Sensibilität nicht gelernt und Sicherheit gefunden hat, der Wirklichkeit offen zu begegnen und sie neugierig zu befragen. Je undurchschaubarer die soziale Außenwelt ist und je weniger sie befragt wird, desto leichter verwischt sich für das Individuum im Angsterlebnis, »ob es sich um ›Angst vor sich selbst‹, vor den unbekannten Triebmächten in ihm handelt, oder um Angst vor einer durch ›Projektion‹ entfremdeten Aggression, deren Dynamik man nun im Gegner mit paranoider Gewißheit kontrollieren zu können glaubt«.

    In einer „Leistungs“-Gesellschaft wie der unsrigen, in der Erfolg letztlich nur das sein darf, was sich monetär verwerten läßt, bleibt es nicht aus, daß der Leistungsdruck bei den meisten Menschen Gefühle der Minderwertigkeit hervorruft, die sie aber, um nicht stigmatisiert zu werden, um jeden Preis verbergen müssen, vor allem auch vor sich selber. Denn nur wenige können sich als gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreich bezeichnen, die große Masse verbleibt ihr Leben lang strampelnd im Hamsterrad gefangen, abhängig von Lohn und Gehalt und meist sofort in wirtschaftlichen Nöten, wenn sie ihren Job verlieren. Deshalb schauen die Menschen auch nicht in der Hierarchie nach oben, wenn sie ihren Wert auf der Hühnerleiter ermessen, sondern nach unten, damit sie sich überlegen und erfolgreich wähnen können angesichts jener, die noch weniger haben als sie selbst. Die Minderwertigkeitsgefühle gehen dadurch nicht einfach weg, indem man sie fleißig ignoriert, sondern nähren sich aus der gesellschaftlich verordneten Erfolgsverwiesenheit: Nur wenn wir Erfolge vorweisen können, sind wir etwas wert, verläßt uns die Frau nicht, können wir konsumieren, erhalten Anerkennung, haben das Recht auf Leben kurz oberhalb des absoluten Existenzminimums.

    Diese meist unbemerkten, weil verdrängten Minderwertigkeitsgefühle machen den Menschen sehr leicht manipulierbar. Bereits geringste Aussichten auf Anerkennung wirken als Leistungsverstärker, kleinste Erfolge werden aufgebauscht und dem eigenen Konto gutgeschrieben, und das Hamsterrad dreht schneller und schneller. Dabei machen Menschen so gut wie alles mit, was man ihnen aufträgt, auch die Entwürdigung und Objektivierung von Arbeitslosen, wie sie z.B. von erfolgshungrigen, meist recht jungen Sachbearbeitern in den Jobcentern durchgeführt werden muß. In der Psychologie nennt man das Kompensation: Der Versuch, eine echte oder eingebildete oder eingeredete Minderwertigkeit durch Ersatzhandlungen auszugleichen. Das meiner Meinung nach markanteste Beispiel ist die Kompensation von Angst durch Aggression, wobei die meisten Menschen noch immer Aggression und Kampfbereitschaft als Ausdruck innerer Stärke zu betrachten scheinen und niemals vermuten würden, daß gerade aggressive Menschen am meisten Angst haben. Das ist ja auch Sinn und Zweck der Aggression: Stärke simulieren und dabei die eigene Angst auf andere projizieren, damit man sich sicher fühlen kann und dafür die anderen nun die Angst ertragen müssen.

    Hier befriedigt vor allem das Fernsehen mit seinen häufig idealisierten Darstellungen eine Ersatzbedrüfnis, das den meisten Menschen niemals zu Bewußtsein gelangt: Als Ersatz für das dem Menschen innewohnende Bedürfnis nach echtem sozialem Austausch auf der Basis empathischer Empfindungen wird ihm die Beobachtung entsprechender Szenen angeboten, deren Protagonisten gleichzeitig als Vorbilder für erwünschtes bzw. unerwünschtes Sozialverhalten dienen. Seitdem praktisch jede Familie einen Fernseher besitzt, werden diese Rollen nicht nur von Kindern nachgespielt. Die Rollenvorstellungen des Erwachsenen sind heute zunehmend den Stereotypen der Fernseh- und Medienwelt angepaßt, Abweichungen werden oft als äußerst peinlich empfunden, weil sie an die eigenen unterdrückten Verhaltensmöglichkeiten erinnern, die mit Angst und Scham besetzt sind und so in Schach gehalten werden: »Sei so wie dieser Held, fleißig, immer ehrlich, immer freundlich zu deinem Vorgesetzten, und du wirst ebenfalls Erfolg haben. Weiche von dieser Rolle ab, und du wirst selbst schuld sein, wenn du in der Gosse landest.«

    Platz ist in der kleinsten Hütte – Platz für einen Fernseher. Nichts zu essen, nur Lumpen am Leib, aber einen Fernseher in der Wellblechhütte.

    Mit dieser Funktion, die das Fernsehen heute bei den Menschen erfüllt, ist es ein Leichtes, dem Massenmenschen quasi alles zu verkaufen: von der neuesten Zahnpasta, dem neuesten Auto, Kühlschrank, Waschmaschine, der neuesten Backmischung oder der neuesten Alk-Limo über die gewünschten Politik bis hin zu „unbedingt notwendigen“ Kriegen. Politische und ökonomische Werbung nutzen gleichermaßen ihre Möglichkeit der täglichen Wiederholung aus, um den Massenmenschen, den Medienkonsumenten zu verunsichern und ihm gleichzeitig nahezulegen, dieses Gefühl der Unsicherheit durch Zustimmung ihrer Sicht der Dinge zu eliminieren: „Wir senden das so lange, bis ihr zustimmt.“ Dabei bedient man sich aller verfügbaren Mittel, scheut auch Auslassungen, Lügen und Wirklichkeitsverzerrungen nicht, um dem Gegner, dem Konsumenten an der Heimatfront, den vermeintlichen Vorteil der eigenen Sichtweise regelrecht einzubleuen: „Vorratsdatenspeicherung am Widerstand der Bevölkerung gescheitert? Kein Problem, versuchen wir’s nächstes Jahr noch einmal, dann sind wir auch besser vorbereitet, denn bis dahin wird der eine oder andere Terroranschlag die Leute umgestimmt haben.“

    Bereits Freud schrieb in „Das Unbehagen in der Kultur“ (1930, S. 432), daß wir alle nach Mitteln suchten, die unser Elend gering erscheinen lassen, nach Ersatzbefriedigungen, die unser Elend verringern, indem sie uns für unser Elend unempfindlich machen. Wir bekommen von unseren Mitmenschen nicht das, was wir von ihnen brauchen, weder die notwendige Anerkennung noch die ersehnte Zuwendung oder gar empathisches Verständnis, also versuchen wir in einer Art Selbsttherapie, uns von unseren Mitmenschen unabhängig zu machen, indem wir uns selbst einen zumindest halbwegs zufriedenen Zustand herzustellen bemühen. Wir ziehen uns in unsere Phantasie zurück, die wir mit allerlei Drogen induzieren – TV ist auch eine Droge –, und vereinsamen dadurch, weil wir uns zunehmend von anderen fernhalten, als Schutz gegen das Leid, das einem aus menschlichen Beziehungen erwachsen kann.

    Dabei übersehen wir, daß der Rückzug aus Beziehungen, in denen Kränkungen unvermeidlich auftreten, die Entwicklung der Fähigkeit verhindert, Kränkungen zu bewältigen und Beziehungen so zu gestalten, daß sie nicht nur ausgehalten, sondern überwiegend als befriedigend erlebt werden können. Menschen, die von Beginn ihres Seins niemals befriedigende Beziehungen erfahren durften, haben es hier ganz besonders schwer.

    Je geringer die Kränkungstoleranz, desto häufiger erleben wir uns als ausgeliefert und hilflos und desto stärker wird der Wunsch, sich zurückzuziehen. Die Folge ist krankmachende Einsamkeit. Drogen verfestigen diesen Zustand, weil sie uns in unserer Einsamkeit zu trösten scheinen – eine kurzfristige Erleichterung, die wie eine Schmerztablette ständig widerholt werden muß, um wirksam zu bleiben. Ich möchte gar nicht wissen, wieviele Menschen den ganzen Tag ihren Fernseher laufen lassen, nur um sich nicht so einsam fühlen zu müssen. Erst wenn sie darauf verzichten würden, könnten sie lernen, das eigene Leid zu bewältigen.

    http://www.irwish.de/bin/Manipulation.zip
    http://www.irwish.de/pdf/Koch-Hillebrecht_Dummheit.pdf
    http://www.irwish.de/pdf/Barbara_Tuchman_-_Die_Torheit_der_Regierenden.pdf
    http://www.irwish.de/pdf/Immanuel_Kant_-_Kritik_der_reinen_Vernunft.pdf
    http://www.irwish.de/pdf/Immanuel_Kant_-_Kritik_der_Urteilskraft.pdf

    • Frage: Ist der Irwisch ein Schreibfehler, also ein Irrwisch, ignis fatuus, Irrlicht (spook-light)?

  20. Hervorragend, vielen Dank.

    Was mir in dieser ganzen derzeitigen Diskussion um Kriege und die Massenmigration fehlt, sind die Ursachen der afrikanischen Migranten. Ich sehe es so, dass wir mit unserer Subventionspolitik, diesen Kontinent ausbluten.
    Durch unsere Altkleiderspenden wurde die dortige Textilindustrie fast auf Null subventioniert…
    Durch unsere zu billige Milch, wird unser Milchpulver dort billiger als sie es selbst herstellen können…
    Durch unsere Fischereipolitik, werden die Meere dort leergefischt…

    Ich spreche jetzt hier nichtmal von den Gräueltaten von Nestlé, den Ölkonzernen, den Palmölplantagenbetreibern, die dort auch rauben und brandschatzen im Namen des Profites…
    Sicherlich können wir in dem Kontext auch die ehemalige Rolle Gaddafi’s betrachten, der durch die USA und Frankreich weggebombt wurde und sich dort nun der Daesh breit macht…

    Die Netzfrauen haben Gestern einen guten Artikel dazu veröffentlicht: https://netzfrauen.org/2016/04/09/vergiftete-geschenke-wie-die-eu-afrika-in-die-armut-treibt/

    Ich denke, es wäre ein guter Gedanke, diese Themen einmal miteinander zu verbinden und auch in die Öffentlichkeit zu bringen.

    Habt alle einen tollen Sonntag

    • @ TomSid: “ Ursachen der afrikanischen Migranten“

      Ja, das stimmt natürlich, dass „wir“mit der Subventionspolitik diesen Kontinent ausbluten, doch diese Geschichte hat auch noch eine andere Seite. Die amerikanische Politikwissenschaftlerin Kelly M. Greenhill schrieb schon 2010 das Buch mit Titel: “ Weapons of Mass Migration“, zu Deutsch: Waffe Massenmigration.
      Und diese Waffe wird gegen Europa gerichtet, um Europa zu destabilisieren, damit es ja keine Konkurrenz zu Amerika werden kann. Auch Thomas Barnett, US Militärstratege, betrachtet Massenmigration nach Europa als eine Strategie, um Europa zu „zähmen“, und dieser Rassist sagt, in Europa müsse eine negroid-asiatische Mischrasse gezüchtet werden. Zu dumm zum Begreifen, intelligent genung um zu arbeiten. Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten.

    • Ja das wäre ein tolles Thema, mal das aus Sicht der Nahrungsmittelindustrie zu betrachten. Habe erst letztens Cowspiracy? gesehen und wie eben Lobbyismus (größtenteils beschränkt auf die USA) die Agrarflächen in Monokulturen umwandelt. Das ganze dann in einen Kontext zum Klimawandel (Methan durch Viehzucht), Ölpolitik usw usw usw als Interview mit Herrn Dr. Ganser (Ich glaube SIPER berücksichtigt bei der Friedensforschung den Agrarsektor gar nicht) wäre mal ein derart informatives Interview….sowas hat es bisher nicht gegeben.

      Oder dazu einmal ein „Positionen´´ mit den Themen: Klimawandel, Agrarpolitik, Ölpolitik und daraus dann abgeleitete Geostrategie. das berühmte „Chlorhähnchen´´ das ja auch nach Afrika exportiert wird und die Preise drückt und Umwelt verpestet, ist vergleichsweise harmlos wenn man weiß, das die Rinder mit einer Ammoniak-Lauge desinfiziert werden usw… Ich empfehle dazu die Filme: FoodWatch, Cowspiracy und Gabel statt Skalpell.

      Ich selber bin noch Fleischesser aber danach habe ich es sehr reduziert. Danke nochmal TomSid das Sie es angesprochen haben.

    • @ Michaela
      Glaubst du an die Theorie der Migrationswellen als Waffe? Ich persönlich habe den Eindruck, es wird hier eine Folge als Begründung genannt. Vielleicht kann man (natürlich aus USAmerikanisch-strategischer Sicht) die Migrationsbewegung als nutzbares Beiwerk/Nebenprodunkt bezeichnen. Ich denke aber nicht, dass all die Interventionen in Nahost, und die Subventionspolitik der EU (also hauseigen kreiert), welche die 3-Welt-Länder um jegliche Existenzgrundlage bringt, darauf abzielten, Menschenmassen loszutreten.
      Im Übrigen, von anderer Seite gibt es auch lauter werdende Stimmen, die genau das Gegenteil behaupten: Russland hat Interesse, die EU zu destabilisieren, die Gründe würden ja auf der Hand liegen, und der Fall „Lenchen“ vor einigen Wochen wäre eine reine PR Maßnahme Moskaus.

    • @ ChriS: “ Glaubst du an die Theorie der Migrationswellen als Waffe ?“

      Also woran ich selber glaube, ist zunächst mal komplett belanglos, wo es darum geht, reale Erkenntnisse zu erlangen.
      Habe schon öfters mal geirrt. Ausserdem muss ich mir eingestehen, nicht eingeweiht zu sein in etwaige Pläne Moskaus und in die der Amis. Ich hinterfrage diese Möglichkeiten von den konkreten Fakten und von den konkreten Quellen her, die mir zur Verfügung stehen.

      Wenn ich z.B. George Friedmans Rede v. 4.2.2015 anhöre, die der in Chicago hielt, wo der sagt:“There is no Europe.“, wo der ausserdem offen bekennt, dass die Strategie der Amis “ seit über hundert Jahren“ schon darauf abziele, eine deutschrussische Kooperation zu verhindern, weil- und die Begründung lässt mich hellhörig werden – das eine Konkurrenz darstellen würde, welche die Vormachtstellung der Amis bedrohen könnte, dann passt das doch zusammen “ wie Arsch auf Eimer“ mit dem, was wir derzeit konkret erleben.
      Denn all dieses Geschwätz vom „geeinten Europa“ entpuppt sich angesichts der Migrationswellen als Fata Morgana.
      Plötzlich zerfällt dieses künstliche Konstrukt EU in seine nationalen Bestandteile, genau wie Friedman es sagt !
      Der Mann ist Realist. Diese „Eurozone“ ist ein Wolkenkuckucksheim.

      Andere Quelle, die ich nutze, ist Rudolf Steiner, der schon vor hundert Jahren hinwies darauf, dass die Politik durch und durch von angloamerikanischen Freimaurerlogen unterwandert sei, ebenso die Wirtschaft. Und diese Leute – so jedenfalls Dr.Steiner in “ Die geistigen Hintergründe des Ersten Weeltkrieges“ und drei Bände „Zeitgeschichtliche Betrachtungen“ planen sehr weit voraus. Die Landkarten Europas, wie sie es haben wollten, lagen schon 1890 in deren Schubladen, und nach 1945 sah Europa fast genauso aus, wie auf diesen Karten geplant war.
      Ausserdem gibt es Thomas Barnett, Militärstratege der USA, der fordert, dass die Migrationszahlen verzehnfacht werden sollten ! Es gehe darum, in der EU Zone eine „hellbraune Mischrasse“ zu züchten.
      Diese Pläne gehen zurück auf den Freimaurer Graf Coudenhove-Kalergi, der das beschrieben haben soll in dem Buch mit Titel: “ Praktischer Idealismus“.

      Ob nun auf höchster Ebene sich die Amis längst mit den Russen darüber geeinigt haben, diese „Eurozone“ als Konkurrenz irgendwie auszuschalten, zu chaotisieren, ist mir nicht bekannt. De facto – so scheint mir zumindest – liegt jedoch mehr im Interesse der Wall Street und der City of London, Europa zu zerstückeln und Russland zu separieren. Sie wollen Russland wirtschaftlich erobern und dessen Kultur genauso zerstören, wie sie all die anderen Kulturen global zerstören wollen, um IHR Mc Donalds Imperium über alles in der Welt zu erhöhen.

    • ChriS sagt: 10. April 2016 at 14:39
      „Glaubst du an die Theorie der Migrationswellen als Waffe?“

      Das hat mit Glaube nichts zu tun, das ist Fakt. Wobei Waffe der falsche Begriff ist. Richtig ist, daß Migranten bewusst eingesetzt werden um diversen Ländern teils extreme Probleme zu bereiten.

      Diese „Migrationswellen“ werden bereits VOR Kriegsbeginn geplant und dann eben benutzt. Man macht sich schon vor dem Angriffskrieg gedanken darüber, wieviele Migranten man in welche Länder leitet. Das ist völlig normal und gehört zur Kriegsvorbereitung.

      Sie sind keine Waffe, sondern „erzwungene Problemeschaffer“.

    • Vor einigen Jahren war ich in Argentinien. Dort erzählte mir ein Bauer, dass die Sojapreise so niedrig seien, dass er von Sojaproduktion nicht mehr leben könne. Das Soja ginge nach Europa für die Viehzucht. Insbesondere sei Weizenmehl und Fleisch so teuer geworden.
      Ich fragte ihn, ob er selber das Soja verbrauchen könne, was er verneinte. Dann fragte ich ihn, ob er auf seinem Hof Nahrungsmittel zum Eigenverbrauch anbauen könne, Getreide und Gemüse, ob er selber Rinder züchten könne. Er sagte mir, dass er darüber noch nicht nachgedacht hätte. Und ich fragte mich, ob der mich veräppelt.

      In Deutschland habe ich ähnliches erlebt. Da erzählte mir einer, dass er vor zehn Jahren an einem Ökohof beteiligt war. Er hatte dort selber gearbeitet und die selbst erzeugten Lebensmittel gegessen und mit anderen Ökos getauscht. Er hat sich dann ausgerechnet, dass er für unter drei Euro pro Stunde gearbeitet hätte, und die Brocken geschmissen. Seitdem lebt er in einer Stadt, arbeitet und lebt weiterhin von der Hand in den Mund, nur ohne Öko und Gemeinschaft.

      Wer sich dem Weltmarkt unterwirft, wird über den Tisch gezogen. Die Lösung liegt im Lokalen.

    • @Michaela
      Hinterfragen ist notwendig, egal in welchem Bereich des Lebens, das Hineinversetzen in die Befindlichkeiten der führenden Weltmächte aber ebenso, zumindest, wenn man am Ball bleiben möchte (so wie es zum Beispiel der von mir hoch geschätzte Herr Ganser tut, und auch Herr Jebsen steht mittlerweile als Vorbild für viele junge Menschen, die die Schnauze voll haben).

      Mir ist durchaus bewusst, welche Haltung amerikanische Entscheidungsträger bezüglich der EU vertreten (siehe Victoria Newland oder John Kornblum); sie sehen sich selbst als befugt, die Geschicke Europas zu steuern und sich rigeros einzumischen. Aber, gerade deshalb, muss man sich doch fragen: was sollte es Amerika bringen, Europa zu zerschlagen? Ist das gegenwärtige EU-Konstrukt nicht bereits dermaßen pro-westlich/amerikanisch/israelisch, dass es wohl kaum einen Sinn hätte, daran etwas zu ändern? Wieso sollte ich ein stehendes Kartenhaus einreißen, wenn es doch meine Show aufrecht erhält?

      Das mit Russland und „Lenchen“ habe ich übrigens nicht genannt, weil ich der Auffassung wäre; vielmehr sehe ich Parallelen zwischen der Theorie, Amerika würde die EU plattmachen, und der Theorire Russland hätte Interesse daran. Wir wissen doch alle, dass ein großes, zusammenhängendes Konsturkt die die Europäische Union wesentlich effizienter zu steuern ist, als (knapp) 30 Einzelstaaten, die sich womöglich auch noch der „feindlichen“ Seite zuwenden würden, wenn man sie nur ließe.

      Also, wenn es wirklich solche extremistischen Eugenik-Fans gibt, wie diesen von dir genannten T. Barnett, die Entscheidungsgewalt haben, dann gibt es tatsächlich keine andere Lösung als einen weltweiten Aufstand. Oder eine überlegt gegründete „Gegen-Fraktion“ mit ähnlichen Mitteln wie diese… ich nenne sie mal Eliten.
      Allerdings habe ich so meine Schwierigkeiten damit, das einfach blind zu glauben. Ich kenne bisher jedenfalls den Kontext dieser genannten Rede nicht, ich weis nichtmal, ob sie wirklich stattgefunden hat, und wenn ja, wieso nicht eine weltweite Welle der Empörung über derartig gewählte Worte losgegangen ist, wo sie ja doch scheinbar publik wurde.
      Übrigens, sagte der ehemalige SACEUR, Gen. Wesley Clark, diese sogenannte Strategie der „Massenmigration“ sei gewollt von der Russischen Seite. (Ich glaube, es war hier https://www.youtube.com/watch?v=NkQxQTfq5qU&nohtml5=False bin mir aber nicht sicher).
      Worauf ich hinaus will? Jeder beschuldigt hier jeden und meint für sich die Wahrheit gepachtet zu haben. Das KANN aber für wahrheitssuchende Menschen nicht das letzte Wort gewesen sein.

      @Der Souverän
      Erstens wäre der von dir beschriebene Tatsbestand durchaus eine Waffe, daher verstehe ich nicht die Abweichung des zweiten und des letzten Satzes vom ersten Satz.
      Zweitens ist die bloße Behauptung, das habe nichts mit Glaube zu tun, sondern sei Fakt, niemals ein zulässiger Beweiß, weder vor Gericht noch sonst wo. Jedenfalls vor keinem integerem Gericht.
      Dass Migrationsbewegungen vor einem Krieg einberechnet werden, ist klar; das stand nie zur Debatte. Mein Einwand war, dass der Krieg nicht geführt wird, um Migrationswellen loszutreten, sondern dies eher wie „Fallobst“ daraus erfolgte und hingenommen wurde. Ich meine, es gibt schon seit Ewigkeiten riesige Ströme an Flüchtlinge, sowohl Binnenlandsflüchtlinge als auch internationale! Und nun werden wir Europäer dann doch mal direkt mit einem Ansatz dieser Tragweite konfrontiert und stellen fest, wie unfassbar beschissen dieses ganze Geschehen ist. Viele flüchten sich sofort in Selbstmitleid und andere versuchen sich als patriotische Stammes-Krieger dagegenzustellen, wobei sie automatisch das (wie Michaela schon sagte) marode Konstukt EU zerreißen.

      Die Frage, die wir uns hier also stellen müssen ist: Ist die Zerreißprobe der EU wirklich gewollt gewesen, oder doch eher ein „notwendiges Übel“? Wer hat denn tatsächlich etwas davon, die EU wieder zu teilen? Ist nicht Kontrolle das angestrebte Ziel? Für alle Seiten? Wäre es nicht einfacher, Europa unter einem Hut zu halten wie bisher?

      Schönen Sonntagabend noch 🙂

    • Ich bin in keinster Weise der Meinung, dass eine Flüchtlingskrise in Europa in irgendeiner Weise von den wirklich mächtigen Lobbyisten der Kriegs- und Monopolisierungspolitik gewollt ist. Denn die Flüchtlingskrise in Europa zwingt die Medien in Europa dazu, die Mißstände offenzulegen. Vorher wurde jahrelang die Problematik der fehlenden Werte und der völlig fehlenden echten Erfolge in der NATO-Politik geradezu totgeschwiegen. Das geht jetzt nicht mehr. Die Kampagne der Massenmedien, die die Flüchtlingskrise völlig übertreiben darstellt, dient in erster Linie dazu, statt einer Diskussion über die wirklichen Ursachen möglichst viele Protestwähler der Pseudoalternative ‚AfD‘ zuzuspielen und damit die Linken (die bei Arbeitgeberlobbyisten WEIT unbeliebter sind als die ‚AfD‘) schwächen.
      Ich denke vielmehr wie ‚Streng Geheim‘, dass die Probleme lokal sind. Es gibt in fast jedem Land Supermärkte mit vollkommen westlichen Standards, schicke Hotels und Villen mit allen Annehmlichkeiten. Nur gibt es in vielen afrikanischen Ländern eben auch ganze Landstriche, wo fast niemand so etwas hat. Und das Rohstoffthema wird massiv überschätzt. Es ist kaum ein Problem, wenn Rohstoffländer reich sind, im Gegenteil: Viele reiche Länder, die Rohstoffe exportieren beweisen, dass das sogar wohlgelitten ist.
      Ich denke, dass es wirklich so ist, dass aufgrund der dauernden Lobbyarbeit von Monopolisten und welchen, die es gerne wären, beim Übergang der Kolonien in ‚unabhängige‘ Staaten dafür gesorgt wurde, dass Regierungsstrukturen entstehen, die korrupte und arbeitnehmerfeindliche Regierungen massiv bevorzugen (denn das ist auch im Interesse der Lobbyisten). Und das Resultat ist eben, dass es Armut gibt. Die Armut vieler afrikanischer Staaten ist vom Westen und der EU nicht bewusst gewollt, denke ich, aber grob fahrlässig in Kauf genommen – mit wenig Motivation, das zu ändern.

    • Das aus dem Artikel mit der Erpressung de USA gegenüber Afrika bezüglich des Hühnerfleischs finde ich nicht nur einen inhaltlichen Skandal (wie kann es sein, dass Leute gezwungen werden, Fleisch zu kaufen??), sondern zeigt exemplarisch, was ich mit der Behauptung, dass es de facto fast keinen Neoliberalismus gibt, meine. Und das zeigt, wie wenig die aktuelle westliche Politik inklusive der der USA marktwirtschaftliche Werte vertritt.
      Wenn starke Nationen schwache Nationen erpressen in bezug auf Konsumprodukte, die in einem wirklich freien Markt der individuellen Entscheidung Einzelner überlassen sind, ist das das Gegenteil von Marktwirtschaft. Das ist diktatorischer Kollektivismus. Wenn in einem Land sich die Leute in großer Zahl dagegen entscheiden, Hühnerfleisch zu essen (oder z.B. auch generell, Fleisch zu essen), gibt es auch markttechnisch keinen Grund, dieses zu importieren. Die USA haben auch merktwirtschaftlich kein Recht, solche Zwänge zu etablieren. Das ist gegen die Marktwirtschaft und gegen jeden Liberalismus, auch und gerade gegen Neoliberalismus.
      Die Lobbyisten aus der Wirtschaft, die diese westliche Politik massiv propagieren und leider derzeit meist erzwingen, sind erklärte und erbitterte Gegner echter Marktwirtschaft, Ihr politisches Handeln ähnelt mehr dem von kommunistischen Parteibonzen als dem von Unternehmern.

    • ChriS sagt: 10. April 2016 at 21:00
      „Erstens wäre der von dir beschriebene Tatsbestand durchaus eine Waffe, daher verstehe ich nicht die Abweichung des zweiten und des letzten Satzes vom ersten Satz.“

      Das liegt daran das ich die Begriffe genau-er nehme, ansonsten jede Diskussion schwierig wird.

      Aus dem lexikon (dort steht nirgends etwas von „Mensch als Waffe“)
      Gerät, Instrument, Vorrichtung als Mittel zum Angriff auf einen Gegner, zum Erlegen von Tieren, zur Zerstörung von Bauwerken, technischen Anlagen usw. oder zur Verteidigung z. B. Hieb- oder Stichwaffe, Feuerwaffe

      „Zweitens ist die bloße Behauptung, das habe nichts mit Glaube zu tun, sondern sei Fakt, niemals ein zulässiger Beweiß, weder vor Gericht noch sonst wo. Jedenfalls vor keinem integerem Gericht.“

      Ich muß mein Wissen hier auch nicht unter Beweis stellen. Wer es nicht glaubt, kann sich gut selbst informieren. Die Aussagen stammen von hochrangigen – also nicht vom Fußvolk – Militärs selbst. Und denen glaube ich das, weil es schlicht auch logisch und notwendig ist. Wie gesagt ist das Teil der Kriegsplanung.

      Das die Kriege geführt werden UM mittels Migrationswellen andere Länder zu überfluten, ist kaum anzunehmen.

      „Die Frage, die wir uns hier also stellen müssen ist: Ist die Zerreißprobe der EU wirklich gewollt gewesen, oder doch eher ein „notwendiges Übel“? Wer hat denn tatsächlich etwas davon, die EU wieder zu teilen? Ist nicht Kontrolle das angestrebte Ziel? Für alle Seiten? Wäre es nicht einfacher, Europa unter einem Hut zu halten wie bisher?“

      Tja, da können wir nur die Einzelteile des Puzzles zusammensetzen und müssen ein Stück weit spekulieren. An ein notweniges Übel glaube ich nicht, sondern an Teile und Herrsche, ebenso wie in der Politik nichts zufällig geschieht. Und Krieg ist ja ein politisches Mittel.

    • @ ChriS: „was sollte es Amerika bringen, Europa zu zerschlagen ?“

      George Friedman hat das direkt beantwortet. Er sagte im Vortrag v. 4.2.2015 in Chicago, es sei für Amerika eine Bedrohung, falls deutsches Know How und russische Bodenschätze zusammenkämen. Das sehen die Angloamerikaner schon seit über hun dert Jahren so, sagte G.F. Diese deutschrussische Allianz ist für die eine Konkurrenz.
      Das ist wie wenn zwei Männer sich um eine Braut streiten, die ist Russland. Die Männer sind in dem Bild der Angloamerikaner und der Deutsche. Es kann nur EINEN Bräutigam geben, und wer das sein wird, bekommt den russischen Markt. Daher betont Friedman, es gehe den Amis seit über hundert Jahren schon darum, die deutschrussische Kooperation zu verhindern. Wer mit Russsland ist, mit dem ist die Zukunft.
      Russland ist die Drehscheibe auch zu China und zum Pazifischen Raum usw.
      Genauso denkt auch Thomas Barnett, US Militärstratege.

    • @ ChriS: “ Kontext der genannten Rede“

      Die Einzige, die im Bundestag auf genau diese Rede des Friedman hinwies, ist Sarah Wagenknecht.
      Müsste eigentlich noch zu googeln sein unter: STRATFOR,George Friedman, 4.Februar 2015, Chicago
      Habe das ca. 15 Minuten Video mit deutschen Untertiteln gesehen, gehört und verstehe auch Englisch. Das ist kein Fake.

      Friedman sprach von einer Sicherheitszone zwischen Russland und Deutschland“ („Cordon Sanitaire“)

      Sarah Wagenknecht hat DIE Aussage Friedmans Merkel im bundestag vorgehalten, doch Merkel ignorierte das.
      G.F. sagte wörtlich: “ There is no Europe.“ Es gäbe für die USA nur „Rumänien“ und andere Nationen, kein Europa.
      Zuletzt fragte er: “ What will the Germans do ?“ Europa müsse sich auf „kleinere Kriege“ vorbereiten, keine grossen Kriege, aber kleinere Kriege. Er sagte, dass die Amis immer zwei Gegner gegeneinander hetzten, bis die sich gegenseitig zerstörten, und das „seit über hundert Jahren“, so wörtlich ! Ds sei zwar „nicht moralisch“, doch eben effektiv. Gibt auch ein Video mit S.Wagenknecht zu dem Video mit Friedman. Bei Google eingeben, müsste eigentlich noch zu finden sein. Bundestagsrede.

  21. Es war ja leider logischerweise zu erwarten, dass die entsprechenden Mächte versuchen, genau so jemanden wie Daniele Ganser fertigzumachen. Die Geschichte mit Wikipedia kannte ich schon und nun sieht man auch zum ersten mal in Blick und Mimik von Daniele etwas von der Qual, die uns allen, die wir für Aufrichtigkeit, Gleichheit, Frieden und Gerechtigkeit leben wollen, bereitet werden kann und auch bereitet wird durch diese weltzerstörerischen Mächte, bzw. Machenschaften. Es geht ja auch nun nicht mehr allein um das nackte Überleben der gesamten Menschheit, wenn dieses Kriegeführen nicht aufhört, sondern es geht um die Verantwortung der Menschheit für die gesamte Schöpfung!
    Man kann heute an der Dummheit und am Wahnsinn der Gewaltgläubigkeit verzweifeln oder man hofft trotz allem immer tapfer weiter auf die große geistige Wende, die notwendig ist. Es ist die gleiche Frage, wie die, ob es sinnvoll ist, an das Göttliche im Menschen zu glauben, oder eben nicht.

    • @ Katzenshaun: “ Lasst uns zeigen, dass wir hinter ihnen stehen, hier per Kommentar, und per Anwesenheit vor Rammstein!“

      RAUS mit diesen Drohnenmördern aus UNSEREM Land ! Verbrecher haben hier NICHTS zu suchen.
      Ja WERSAMMADENN ? SAMMA BLOED ? USA SA SS ? RAUS mit diesen neuen Nazis !
      Ich sags mal opp Plattdütsch: RRRUUT MIT DSCHI OOLEN VERBREKERS !

    • @katzenshaun: Rammstein ist die Band, aber es wäre an der Zeit, dass die sich zur aktuellen Situation äußern! Der Ort heißt Ramstein. Aber egal, ich komme jedenfalls auch in die Pfalz und freue mich auf viele gute Leute!

  22. Wie immer rhetorisch brillant und dieses mal ungewohnt ernst/gefasst, aber zu diesem Anlass natürlich sehr angemessen.

    Die beiden haben den Mut und den Respekt sich ihrer gegenseitigen ´Verstände´ zu bedienen. ,)
    Danke dafür.

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