Das Auschwitz-Narrativ. Fokussierung kann zur Blindheit führen

Von Uli Gellermann.

Es war der 27. Januar 1945, als die Rote Armee das Lager Auschwitz befreite. Es sollte noch ein langer, harter Weg bis zur Befreiung Deutschlands, bis zur Kapitulation der Hitler-Armee im Mai 1945 sein. Heute gilt Auschwitz in der deutschen Öffentlichkeit nicht als Metapher der Befreiung: Die öffentliche Auschwitz-Erzählung beginnt und endet mit der Vernichtung der europäischen Juden. Dass Auschwitz ein Teil des Nazi-Kriegs gegen die Menschlichkeit war, dass an diesem Krieg profitiert wurde, dass seine Urheber in Wirtschaft, Armee und Regierung nur sehr begrenzt zur Rechenschaft gezogen wurden, das verschwindet nahezu komplett hinter der Leidensgeschichte jener Menschen, die von den Nazis als jüdische Rasse bezeichnet wurden.

In der Geschichte der Bundesrepublik waren es die Auschwitz-Prozesse der 1960er Jahre, mit denen eine Teil-Befreiung des westdeutschen Denkens begann: Vor den Prozessen rund um das Vernichtungslager gipfelte für eine Mehrheit der Bürger die Nazi-Zeit in einem verlorenen Krieg. So war das mit Kriegen: Manchmal verlor man sie eben. Dass der Krieg selbst ein Verbrechen sein könnte, war nur einer Minderheit klar. Aber mit den Prozessen begannen die Fragen der Jüngeren an die Alten: Wo wart ihr, als Eure jüdischen Nachbarn abgeholt wurden? Dass auch oppositionelle Christen, Kommunisten und Sozialdemokraten die Konzentrationslager von innen kennen lernten? Ja, schon. Aber das zentrale Verbrechen, das gilt bis heute, sei nun mal das an den Juden. Und tatsächlich war der industrielle Mord an den Juden singulär. Aber war das maschinelle Morden im deutschen Krieg gegen die Welt weniger verwerflich? Sicher nicht. Doch bis heute gilt vielen der Krieg als eine, wenn auch unangenehme, so doch normale Erscheinung im Leben der Völker.

Mit der Verengung des Blicks begann eine enge, geradezu staatliche Freundschaft mit Israel. In makabrer Weise wurde der Rassenwahn der Nazis scheinbar ins Gute gewendet: Im Luxemburger „Wiedergutmachungsabkommen“ wurden dem Staat Israel Zahlungen, Exportgüter und Dienstleistungen im Gesamtwert von 3,5 Milliarden DM gewidmet. Und mit der Hervorhebung der jüdischen Opfer begann das Schweigen über den „rassenideologischen Vernichtungskrieg (Hitler)“ gegen die Völker der Sowjetunion. Und selbst über die Profiteure des Rassismus wurde geschwiegen: Milliardenwerte hatten sich Konzerne wie die Salzgitter AG, die Familie Quandt oder das Friedrich Flick-Konglomerat im Verlauf des „Arisierung“ genannten Raubs von jüdischem Eigentum angeeignet. Keiner von den Verantwortlichen oder deren Erben kam vor Gericht, die BMW-Quandts profitieren bis heute vom Stillschweigen der Gründerjahre der Westrepublik. Wer will schon wissen, dass sein BMW aus geklautem jüdischen Eigentum montiert ist?

„Wir bekämpfen den Antisemitismus! Wir trotzen dem Gift des Nationalismus! Wir schützen jüdisches Leben! Wir stehen an der Seite Israels“, rief Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf der jüngsten Holocaust-Gedenk-Veranstaltung in Jerusalem aus. Und auf derselben Veranstaltung war vom israelischen Premier Benjamin Netanjahu zu hören, dass der Iran „die Menschen im Nahen Osten bedrohen“ würde. So wird man im Kampf gegen den Antisemitismus flugs zum Kombattanten Israels bei dessen Kampf um Vormacht im Nahen Osten. Dass die Lehre von Auschwitz den Kampf gegen Rassismus verlangt, wird auf den Antisemitismus beschränkt. Diese Sorte Rassismus bekommt eigene Beauftragte auf Bundes- und Länderebene. Sie gerinnt zur Ideologie, zur Glaubensfrage, als sei der tägliche deutsche Rassismus nicht auch im Anti-Islam zu finden. Als sei das deutsche Bündnis mit Israel nicht Unterstützung des Rassismus, nämlich jenes gegen die Palästinenser.

Das „Gift des Nationalismus“ – von Frank-Walter Steinmeier beschworen – hat längst die Adern der veröffentlichten Debatte erreicht. Dieser neue Nationalismus – eine Ideologie, die andere Nationen herabsetzt, um die eigene zu schönen – zielt heute ausgerechnet auf die Befreier von 1945: Die Russen. Bis in das mediale Gezänk ist der Nationalismus spürbar, denn die Russen hätten Auschwitz gar nicht befreit, es sei doch die „Ukrainische Front“ genannte Formation der Roten Armee gewesen, also gebühre doch den Ukrainern eigentlich der Befreier-Ruhm. Dass in der Roten Armee viele unterschiedliche Nationen dienten, dass die Formation zuvor den Namen Steppen-Front trug und zu ihr auch die 1. Rumänische Freiwilligen-Infanterie-Division „Tudor Vladimirescu“ gehörte, werden wir erst dann erfahren, wenn Medien die Befreiung von Auschwitz und die des restlichen Europa für Rumänien reklamieren: In den deutschen Publikationen wird Hitlers Krieg gegen Russland tapfer fortgesetzt.

Wer die Erzählung der Naziverbrechen auf den Holocaust reduziert, macht sich, obwohl er als Antifaschist auftritt, einer Verkleinerung der Nazi-Bestialität schuldig. Ein Narrativ, stellen die Sozialwissenschaften fest, sei eine „sinnstiftende Erzählung, die Einfluss hat auf die Art, wie die Umwelt wahrgenommen wird. Es transportiert Werte und Emotionen“. Welchen Sinn mag es stiften, wenn der Holocaust zum scheinbar einzigen Verbrechen der Nazis geraten ist? Wenn nicht der deutsche Krieg im Zentrum der deutschen Erzählung der jüngsten Vergangenheit steht? Wer fragt, warum der deutsche Krieg gegen die halbe Welt und vor allem gegen seine Nachbarn, in der deutschen Erinnerungs-Kultur kaum eine Rolle spielt, findet die Antworten schnell in der herrschenden Politik der Bundesrepublik Deutschland – fast von Gründung an. War sie doch nahezu seit der Wiederbewaffnung mit ihren Truppen Mitglied in der NATO, einem aggressiven Militärbündnis. Einer Allianz, die bis heute dem alten Nazi-Mantra vom bösen Russen verpflichtet ist. Da stört eine klare Erinnerung an den deutschen Krieg und die deutsche Kriegsschuld erheblich. Erst recht ist sie hinderlich, wenn deutsche Truppen in fremden Ländern fremde Völker bekriegen. So kann Fokussierung zu gesellschaftlicher Blindheit führen.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildquelle: Pier Giorgio Carloni / shutterstock

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Dieser Artikel erschien am  27. Januar 2020 auf dem Blog Rationalgalerie.

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21 Kommentare zu: “Das Auschwitz-Narrativ. Fokussierung kann zur Blindheit führen

  1. Stell dir vor, es ist Krieg und keiner macht mit. Das heißt, alle haben sich ermächtigt nein zu Krieg zu sagen – nein zu allem was zum Krieg führt, nein zu allen Untugenden im eigenen Innern, die im Sog manipulativer Dynamik "Krieg" flüstern, – nein – "Feindseligkeit" empfehlen, – nein – "Rache und Vergeltung" als Lösung preisen, – nein – "Töten und Vernichtung" zu Stärke erklären – im Inneren – Nein! Nein!…

    Es fällt mir schwer, angesichts der historischen wie gegenwärtigen Wahrheiten, die immer überschwelliger ins Licht des Bewusstseins drängen, mir das vorzustellen.

    Andererseits sind all die Enthüllungen und Wahrheiten geeignet, die völlige Sinnlosigkeit vor Augen zu führen, die in ihnen steckt. Und die Konsequenz kann nur sein … keiner macht mit – und keine…

    Es gibt die Tendenz, in tradierten Narrativen hängen zu bleiben, sie zum Sand zu machen, in den man den Kopf stecken kann, um sich so vor sich selbst zu verstecken und vor der Gegenwart (oder um sie zu misbrauchen).

    Danke Ulli Gellermann für die unermüdliche Arbeit, für die sachliche, faktische Art, die Dinge auf den Punkt zu öffnen. Das hilft, den Kopf oben zu halten, mit offenen Augen weiterzugehen – da zu sein.

  2. Denkanstöße oder sollte man sagen: Der fehlende Part, NachDenkSeiten oder nur, was uns verschwiegen wird ?
    – Balfour-Deklaration
    – Benjamin H. Freedman, Germany and the Jews: The Role of the Jews in WWI and WWII
    – Palestine — Britannica Online Encyclopedia
    – Full text of "Jews Declare War on Germany 1933"
    vor allem aber
    – Prepared for, and under the guidance of,
    the Committee on the Exercise of the Inalienable Rights of the Palestinian People
    The Origins and Evolution of the Palestine Problem: 1917-1988
    – "Hitler's bitterest foe": Samuel Untermyer and the boycott of Nazi
    Germany, 1933-1938 *
    – Guardian, 14.Nov.2003
    "Facility 1391: Israel's secret prison
    It has been removed from maps and airbrushed from aerial photographs. But Facility 1391 certainly exists – you just have to ask the Palestinians and Lebanese who have been imprisoned and tortured there."
    Chris McGreal

    Ich denke nicht, dass dieser Post lange Bestand haben wird…

    • Bis auf Freedman kannte ich keinen davon. Ist viel Lesestoff in englisch.
      Habe auch noch einen:
      https://www.mosaisk.com/auschwitz/Talmud-Judaismus.php

  3. Bleibt zu ergänzen: die ersten Opfer, die von den Nazis als Gruppe systematisch ermordet wurden, waren in der "Aktion T4" Personen, die von der menschenverachtenden Denkweise der Kosten-Nutzen-Maximierung als "lebensunwertes Leben" eingestuft wurden: Kinder und Erwachsene mit geistiger Behinderung, neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen. Sie sollten bei der Aufzählung der Nazi-Opfer nicht vergessen werden.

  4. „ … Wenn man bedenkt, wie irrational diese Ungeheuerlichkeit war, die man sinnigerweise heute mit diesem mythisch verklärenden Euphemismus „Holocaust“ bezeichnet, versteht man natürlich, daß derartiges in der „Westlichen Welt“ nicht zu bewältigen ist: Denn so etwas war nicht vorgesehen in deren Selbstbild einer überlegenen, ständig fortschreitenden „Zivilisation“, in dem, nebenbei, für den „Russen“ schon seit Längerem kein gleichwertiger Platz vorgesehen war. …“

    „… Man würde den „größten Führer aller Zeiten“ nur zu gern wie den – freilich gescheiterten – „Verteidiger“, ja „Retter“ Europas vor der „russischen“ … sorry, „roten Flut“ aussehen lassen und ihn heute als den „Größten Deutschen Freiheitskämpfer aller Zeiten“ feiern, wenn er da nicht so irrational übertrieben hätte – nicht mit den Russen, aber mit den Juden, denn die galten im Westen inzwischen überwiegend als „zivilisierte Europäer“. …“

    Gerade das nimmt man den Deutschen noch heute so richtig übel – nämlich die Zerstörung dieser ach so wunderbaren Vorstellung, die Europäer und ihre transatlantischen Bastarde seien die einzig wahre Verkörperung von „Fortschritt“ und „Zivilisation“ – die „Krone der Schöpfung“ schlechthin.

    Mit Auschwitz-Birkenau zerstob dieses „Idyll“, weshalb man dem Deutschen in diesem erlauchten Kreise nur noch ein Pariadasein zuzugestehen gedachte – zumal, sich auch noch Westeuropa einverleiben zu wollen, dann doch etwas zu unverschämt erschien.

    Was rettete den (West-)Deutschen vor diesen recht unerquicklichen Aussichten – der „Kommunismus“, der sich zudem dankenswerterweise im Osten etablierte, was sich hervorragend fügte zu jüngeren imperialen Ideen der Jahrhundertwende – die ökonomisch-technischen Voraussetzungen hatte man ja inzwischen.

    Auch wenn die Deutschen hier vorher gescheitert waren – mit „Diktaturen“ oder Kriegen hat man im „Westen“ eher weniger Probleme, sofern es die „Richtigen“ sind – für die Verwirklichung dieser Ideen taugten sie erwiesenermaßen hervorragend, und wegen dem von ihnen angerichteten zivilisatorischen Totalschaden, konnte man sie doch recht wirksam und nachhaltig über einen längeren Zeitraum hinweg an die Leine legen.

    Und nun zieht und zerrt dieser deutsche Imperialismus, welcher im Dunstkreis einer sog. "europäischen Integration" erfolgreich am Leben erhalten wurde, seit 1990 an den Leinen:
    „Denn heute gehört uns Europa und morgen die ganze Welt.“

    "… Das eine deutsche Verteidigungsministerin in jüngster Zeit ihr Ansinnen vorbrachte, zuerst in Syrien, dann in China und nun Libyen „einmarschieren zu wollen“, läßt sie da nicht nur als Walküre dieses deutschen Neoimperialismus erscheinen.
    Und da wir das alles nicht mehr allein bewältigen können – Opium reicht heute einfach nicht mehr – haben wir nun auch das notwendige – deutsche – Personal auf EU-Ebene, deren jüngste Verlautbarungen doch begründete Hoffnungen wecken, daß sich die EU für unser deutsches „Lieblingsprojekt“ relativ widerstandslos einspannen läßt."

  5. Es ist ein Thema, das zum Zerreisen neigt! Als Kind aus Schlesien Vertriebener habe ich mich intensiv aus vielen Quellen versucht zu informieren und zu orientieren. Es fällt schwer anhand der den Siegermächten anheim fallenden Geschichtsschreibung eine der Wahrheit annähernde zu erscheinende Erkenntnis abzutrotzen!
    Auschwitz sei von der Sowjetunion „befreit“ worden…es soll Aussagen von jüdischen Lagerinsassen geben (diese, die doch alle gemäß der Rampentheorie tot sein sollten), dass den Insassen des Lagers von den Betreibern des Lagers frei gestellt worden sei bei der Flucht aus jenem Lager teil zu nehmen sei oder man im Lager verbleiben zu könne , um auf die „Befreier“ zu warten. Auch sei überliefert, dass Auschwitz samt Nebenlagern nach Einnahme durch die Russen abgeriegelt worden sei und die uns bis heute gebetsmühlenartig vorgeleierten Verbrechen erst einmal unter Verschluss gehalten wurden. Warum, wenn die uns heute erdrückenden „Beweise“ damals so offensichtlich gewesen sein müssen? Keine Fotos oder wahrhaftige Beweise für die Bestie Deutscher? Stattdessen Fakes und entlarvte Lügen in Hinsicht auf Kriegsursachen, Verbrechen aller im Krieg beteiligter Seiten und Propaganda mit dem Ziel Geld aus der Kolonie Deutschland zu pressen und sie als zukünftiges Kriegsschlachtfeld vorzubereiten! Logik wurde zu Leugnung verdammt und Wissenschaft zu Antisemitismus. Damit also Ende der Konversation!

    • ich stimme Ihnen zu, ich glaube auch, dass die wahre Geschichte der Nazi-Zeit noch nicht geschrieben worden ist, so schrecklich sie auch war. Wenn Uli Gellermann DIE Frage aufwirft "Wo wart ihr, als Eure (jüdischen) Nachbarn abgeholt wurden?", die jeder von uns Alten seinen Eltern vorgeworfen hat, trifft er den Kern. Was hätten sie antworten können? Die, die sich den Schergen in den Weg gestellt hätten, wären gleich mitgenommen worden! Und trotzdem trifft diese Frage genau den Punkt des Verbrechens, wie konnten "wir" erdulden, dass so mit unseren Nachbarn, unseren Nachbarn, umgegangen wurde? Wären wir das nächste mal gewappnet und widerstandsfähiger?

    • Momentan bin ich davon überzeugt, dass Hitler mit den Zionisten zusammen gearbeitet hat.
      Es ging darum den Juden das leben hier madig zu machen, damit sie nach Palästina
      auswandern.
      Erst als Hitler "in Ungnade" gefallen ist, hat er mit dem Holocaust anfangen lassen.
      Ich habe keinen Zweifel am Holocaust und den schrecklichen Gräueltaten.

      Ob das heute wieder passieren kann? Ich fürchte ja.
      Ich betrachte die (Meuthen) AFD und Trump als Nationalzionistisch, NaZi-Partei.
      Bin aber kein Experte und kann mich irren.

  6. Nicht vorstellbar, dass heute soetwas im Mainstream gesagt werden könnte.

    "Und mit der Hervorhebung der jüdischen Opfer begann das Schweigen über den „rassenideologischen Vernichtungskrieg (Hitler)“ gegen die Völker der Sowjetunion."

    Umso wichtiger, dass es überhaupt jemand sagt. Dankesehr Herr Gellermann.

  7. Ihr Zitat: "die BMW-Quandts profitieren bis heute vom Stillschweigen der Gründerjahre der Westrepublik. Wer will schon wissen, dass sein BMW aus geklautem jüdischen Eigentum montiert ist?"

    Soweit mir bekannt ist, hat Herbert Quandt die BMW-Werke erst nach dem 2. Weltkrieg aufgekauft zu einer Zeit, als es die Isettas gab und BMW kurz vor der Pleite stand. Oder liege ich da falsch?

    • Hallo! BMW wurde nach meinen Informationen das von den "Siegermächten" konfiszierte Vermögen später zurück gegeben. Was die geschichtliche Propaganda und übliche Schuld-Bis-In-Alle-Ewigkeit Dogmen betrifft bezweifle ich, dass BMW´s Vermögen aus den Körpersäften der ethablierten Berufsopfer gepresst wurde, denn das würde bedeuten, dass eben jene zur Arbeit und nicht zum Heizen gebraucht wurden! Gruß!

  8. Auf die nächste oder übernächste Positionen-Sendung bin ich sehr gespannt. Thorsten Schulte, Hermann Ploppa und Wolfgang Effenberger? Da könnte was Entscheidendes passieren.

    Ich wage mich mal etwas vor: Gerard Menuhin, Sohn des Violinisten und Dirigenten Yehudi Menuhin, gab sich mit dem uns allen indoktrinierten Narrativ nicht zufrieden. Sein Buch "Wahrheit sagen, Teufel jagen", ist als kostenloser Download erhältlich und war ein Schock für mich.
    Ich weiß aber bis heute noch nicht, was ich davon halten soll.

    (Falls Ihr diesen Kommentar löschen wolltet, hätte ich vollstes Verständnis.)

    • Wie Du siehst, hat man Deinen Kommentar nicht gelöscht. Dieses 360 Seiten umfassende Buch von G. Menuhin ist sehr aufschlussreich. Die Frage, was man davon halten soll, stellt sich jeder. Ich kannte früher einen Menschen, der ähnliches berichtete. Er ist vor langer Zeit verstorben. Mich hat es zu dem Schluss geführt, dass auch die Version von G. Menuhin, selbst wenn alles daran wahr wäre, nichts daran ändert, dass niemand das Recht hat, Menschen in Lager zu sperren, Menschen zu töten, die nach geltendem Gesetz nichts getan haben, nur wegen ihrer Rasse, ihrem Glauben, ihrer Ethnie. Sie hatten nach damals geltenden Gesetzen und nach heute geltenden Gesetzen nichts getan!
      Es gibt noch viel umfangreichnere Werke wie "Der Streit um Zion" von Douglas Reed, 500 Seiten PDF. Auch kleinere Werke zur neueren Geschichte "Khalezov – Die dritte Wahrheit 911. pdf". Oder "JFK – The hidden kings. pdf" – eine Theorie, die ich sehr erschütternd fand. Dennoch komme ich immer wieder zu dem gleichen Punkt. Das wesentliche Element eines Staates ist seine Gesetzgebung und seine Rechtssprechung, wonach ein Mensch nach einem Urteil in staatliche Verwahrung zu nehmen ist. Also sind Lager, egal, wo, egal wann, egal durch wen und egal für wen, nicht gerechtfertigt. Für mich bleibt Hitler der Mensch, der nach ein paar vielleicht aufwärts strebenden Jahren dennoch Deutschland dem endgültigen Untergang geweiht hat. Daran ändern auch relativierende Zahlen nichts. Wir werden nie wieder ein souveräner Staat sein und wir haben diesen Diktator zeitgeschichtlich gesehen 12 Jahre + 75 Jahre +
      913 Jahre medial am Hals. Er hat das 1000jährige Reich erschaffen. 12 Jahre hat er "regiert" (ich verstehe unter regieren etwas anderes) und 988 wurde und wird über ihn geredet.

  9. Und wenn ich dann *allein nur heute* UND direkt neben den Berichten und Artikeln betr. 75 Jahre Ausschwitz, praktisch auf der gleichen Seite oder zeitgleich in der selben Sendung lese/höre, wie:

    – der komplette Kieler Landtag sich streitet, weil ein Kriegs-Schiff nun in den Niederlanden gebaut wird, statt hier.

    – trotzdem noch dtsch. Soldaten in den Irak sollen, um dort was auch immer zu tun

    – Deutschland Soldaten nach Libyen schicken will

    – uns haargenau erklärt wird, wie Defender 2020 auf den Straßen und Autobahen ablaufen wird.

    – usw., usw.

    Dann bekomme ich ganz leise Zweifel an meinem Verstand und überlege, ob ich mich nicht besser wegen Schizophrenie einliefern und wegschließen lassen sollte.

  10. Die jetzige Finanzpolitik könnte man nur zu dem Preis stoppen, dass die gesamte Weltwirtschaft zu Erliegen kommt.

    Aber das System muss gestoppt werden, weil unser Geld kein positiver Wert ist, sondern etwas Ähnliches wie ein Schuldversprechen.

    Die Politik sozialisiert jedenfalls ständig "Schulden" und leiht sich dann das Geld von den Banken, die das Geld aus dem Nichts schöpfen.

    Bei dieser fehlerhaften Praxis steigen die Pro-Kopf-Staatsschulden der Deutschen immer mehr an. Dadurch weitet sich auch unsere Geldmenge immer mehr aus und Geld wird für uns immer mehr zur Illusion. Diesen fast gar nicht mehr abbaubaren (Staats-) "Schulden" stehen die Guthaben weniger Ultrareicher (weltweit) spiegelbildlich gegenüber. So funktioniert eben unser Schuldgeldsystem.

    Vor allem hat die Politik nur die Möglichkeit das System zum Preis ständiger Verschlimmbesserungen bis auf weiteres bei einem immer schnelleren Anstieg später nicht mehr abbaubarer Schulden künstlich am Leben zu erhalten. Schließlich druckt die EZB doch immer schneller Geld, aber das viele Geld, das sie ständig in Umlauf bringt, ist doch in Wirklichkeit eine Schuld. Durch die Geldpolitik werden wir im Hintergrund immer schneller enteignet und sehr wahrscheinlich besitzen wir inzwischen sogar schon ein Minus-Vermögen.

    Aber die Politik tut wirklich alles, um die Täuschung der Öffentlichkeit aufrecht zu erhalten. So wollte doch Bundespräsident Frank Walther Steinmeier vor sehr wenigen Tagen dem ehemaligen EZB-Chef Mario Draghi wirklich ernsthaft das Bundesverdienstkreuz verleihen, obwohl dieser doch nicht viel mehr getan hat, als das unwiderrufliche Schuldenkarussell immer mehr zu beschleunigen.

    Und wie ist das so mit Sigmar Gabriel? Früher wetterte er übel gegen die Deutsche Bank. Jetzt aber, wo seine Wahl als dortiger Aufsichtsrat ansteht, scheint der Ärger fast schon vergessen zu sein.

    Aber was tut die Bundeskanzlerin eigentlich für uns? Auf ihrer Webseite sagt sie es doch ganz klar, dass sie für die starke Wirtschaft steht.

    Aber in Wirklichkeit steigt doch unser Renteneintrittsalter immer mehr an. Ebenso steigt die Abgabenlast der Deutschen bei den Steuern und Sozialabgaben. Im Jahr 2018 mussten wir 49,5 % vom Lohn für Steuern und Sozialabgaben abdrücken, womit Deutschland im europäischen Vergleich einen der Spitzenplätze belegt.

    Dann ist doch auch die deutsche Rentenhöhe im Vergleich mit unseren europäischen Nachbarn ganz unten und gleichzeitig könnte die soziale Spaltung in Deutschland größer kaum sein.

    Focus schrieb vor rund 1 1/2 Jahren:
    Deutschen Arbeitnehmer bleibt netto viel weniger übrig als ihren Kollegen in anderen Ländern. Das liegt am gierigen Finanzamt und rekordverdächtigen Sozialabgaben.

    Trotzdem höre ich gelegentlich zufällig von irgendwelchen Leuten Meinungsäußerungen, dass die Politik der Bundeskanzlerin derzeit alternativlos ist. Aber wird es den von insbesondere Dr. Markus Krall angekündigten Bankencrash im 3. Quartal diesen Jahres tatsächlich geben? Völlig sicher ist das doch nicht.

    Dann fordert doch der CDU-Finanzexperte Friedrich Merz: "Bürger und Unternehmen entlasten".

    Was die vielen Wirtschaftslobbyisten und Rüstungsprofiteure in den Reihen der CDU in den letzten Jahren aber in Wirklichkeit gemacht haben, das war, die Bürger zu enteignen. Damit dies auch wirklich gelingen konnte, nahm die CDU/ CSU die meisten Spenden von Banken und Konzernen an. Wegen unserer mehr als guten steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten fand das scheue Reh Geld dann seinen Weg durchaus nach Deutschland.

    Was den Gedenktag der Opfer von Ausschwitz betrifft, schaltete sich Friedrich Merz in die Diskussion ein.
    Nach einer umstrittenen Äußerung des CDU-Abgeordneten Philipp Amthor, nannte Herr Merz den Anstieg der Einwanderung nach Deutschland Mitte der Zehner-Jahre als einen Mitgrund für antisemitische Tendenzen im Land.

    Der frühere CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz schrieb auf Twitter – gleichwohl ohne Amthors Namen zu nennen. „Wir sollten uns vor allem um den Antisemitismus in Deutschland kümmern".

    Der CDU fehlt insofern die Erkenntnis, dass unser Geld die tiefere Ursache des Hasses ist.
    Die Juden waren seinerzeit, eben auch in der Nazizeit, Geldverleiher.
    Insofern war selbst auch Martin Luther ein Antisemit.

    Wenn wir es aber wirklich glauben, dass Hitler einfach nur kein Antisemit hätte sein müssen, dann frage ich mich, warum es eigentlich die Rheinwiesenlager gab.

    Dies waren Gefangenenlager der USA, Großbritanniens und Frankreichs im Rheinland am Ende des Zweiten Weltkriegs.

    Aber das Muster scheint sich doch jetzt in jeder Hinsicht zu wiederholen.
    Macron ist ein Ex-Rothschild. Er hatte doch die meisten Spenden vom Finanzkartell angenommen, damit er ins "hohe Amt" gelangen konnte.

    Ein ähnliches Verhalten gab es auch bei Sebastian Kurz. Trotz der Ibiza Affäre haben die Österreicher ihn doch im Amt bestätigt.

    Wer es zudem glaubt, dass der Holocaust 2.0 nicht schon längst in Arbeit sei, der irrt. Es gibt etwa die sog. Fema-Camps und unglaublich viele und vor allem auch sehr große Plastiksärge. Hierzu findet man im Internet einiges, was sehr gruselig ist.

    Jedenfalls hatte ich vor etlichen Jahren mal in einer ca. 360 – 380 Jahre alten Bibel auf unserem Dachboden bei Offenbarung 13 nachgeblättert.

    Dort stand es doch am Rand dran, dass die sieben Häupter etwas mit den sieben Bergen zu tun hätten. Die Prophetie hätte insofern etwas mit der römischen Kirche zu tun. Den Hinweis auf die sieben Berge gibt es auch in Offenbarung 17.

    In dieser alten Bibel gibt es zudem eine Illustration, wo ein fünfköpfiger Drache und eben auch (vermutlich) das Lamm den umstehenden Menschen völlig unterschiedliche Dinge berichten. Der Drache wird auf das Lamm aufmerksam.

    Bekanntlich gibt es doch in der Offenbarung des Johannes ein Tier, das auch etwas mit einem Löwen bzw. einem Panther zu tun hat und diese beiden Tiere sind doch komischerweise im Wappen von Bayern.

    Der Bär könnte möglicherweise für Berlin stehen. Ich habe jedenfalls in 99/00 mal knapp zwei Jahre lang in Berlin gewohnt und KenFM ist doch auch dort.

    Etwas komisch ist es zudem, dass es an den Externsteinen im Kreis Lippe ein oder mehrere Reliefs gibt, wo die Kreuzabnahme Christi und unter anderem auch ein Drache abgebildet sind.

    Nicht jeder weiß es, dass in der Offenbarung des Johannes auch ein Drache vorkommt. Ich halte es für wahrscheinlich, dass dieser Drache für China steht. Schließlich ist die Neue Seidenstraße, wie Herr Wolff dies doch behauptet, eine Gefahr.

    Etwas komisch ist es doch, dass ich in 2009 im Unfallkrankenhaus in HH Boberg beinahe infolge von Dekubitus gestorben wäre. Nach Erhalt eines Luftröhrenschnitts glaube ich mich als Nicht-Katholik trotz Wachkoma an eine größere Visite in einer Kapelle, auch mit Papstkrone zu erinnern.
    Jedenfalls habe ich bei meinem Elternhaus jemanden als Nachbarn, der sich sehr erheblich für die katholische Kirche engagiert und für diese auch Verwaltungstätigkeiten oder ähnlich erledigt und daher wird es diese Visite auch gegeben haben.

    Offenbarung 13 deutet etwa auf Anfang August diesen Jahres hin, falls man meine Lästerworte, hier bei KenFM mit einer Dauer von 42 Monaten betrachtet. In Offenbarung 13 steht es aber nicht drin, dass es zu diesem Zeitpunkt bereits den Crash gibt. Dort steht vielmehr "und der Drache gab ihm seinen Thron….".

    • "Die jetzige Finanzpolitik könnte man nur zu dem Preis stoppen, dass die gesamte Weltwirtschaft zu Erliegen kommt."

      Ich finde, dass solche Festlegungen sich sehr dogmatisch anhören und für mich wie ein Wunsch, eine Anrufung daherkommen.

      Mir erzählen Leute, die unser System ablehnen oft mit glühendem Eifer und großer Vorfreude vom nahenden Crasg.
      Vermutlich deswegen, weil man darin die Chance sieht, ein anderes Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell zu etablieren.

      Aber wie unausweichlich ist es wirklich, diese kriminelle und korrupte Finanzpolitik zu ändern ohne Komplettzusammenbruch?

  11. Rainer Mausfeld – Warum schweigen die Lämmer? – Vortrag – DAI Heidelberg
    (ab ca. min. 29)

    (Rechtfertigung von Herrschaft – Rassismus, Kulturrassimus, Klassenrassismus)

    Angst führt immer zu einer Status quo Neigung, die wir sowieso haben. Wir neigen von Natur aus, Teil der Beschaffenheit unseres Geistes, neigen wir dazu den Status quo allen anderen Zuständen vorzuziehen, auch wenn sie objektiv besser sind. Wir lieben den Status quo, hat einen ganz einfachen Grund, wir sind an den Status quo gewöhnt. Der ist für uns berechenbar. Der hat für uns eine gewisse Übersicht, eine gewisse Vertrautheit. Wir wissen was im Status quo passieren kann. Alles Andere, selbst wenn es objektiv vielleicht besser ist, führt immer zu einer Verunsicherung. Wenn sie Ängste erhöhen, wird in der Bevölkerung massiv die Status quo Neigung erhöht.

    Gesellschaftliche Apathie war von Anfang an in der Demokratietheorie der Machteliten eines der wichtigsten Ziele. Demokratie sagen wichtige Politologen und politische Philosophen, Demokratie kann nur funktionieren wenn wir es schaffen den Großteil der Bevölkerung in die politische Apathie zu kriegen.

    Korrespondierend geht das Interesse am Anderen runter. Empathie, Solidarität werden reduziert unter Angst. Autoritäre Neigung und Sehnsüchte auf einen mächtigen schützenden Führer steigen.

    Eine Dämonisierung der Anderen. Die Neigung den Anderen zu dämonisieren. Wir suchen in unserer Not der psychischen Verarbeitung dieser inneren Energie, möglichst in Personalkategorien, einen Verantwortlichen.
    Und der einfachste Trick, kennen sie aus dem Leben, verantwortlich ist, da neigen wir immer dazu, ist immer der Andere. Unter großer Angst neigen wir dazu den Anderen zu dämonisieren. Den Fremden, den äußeren Feind. Und deswegen ist eine der Konsequenzen von großer Binnenangst, eine Erhöhung der Neigung zum Rassismus.

    Das hat für die Machtausübenden den Vorteil, daß sie nun die Angst doppelt nutzen können. Die erste Nutzung war, Angst durch die Erzeugung von Binnenangst, psychische Energie von den eigentlichen Zentren der Macht abzulenken.
    Der zweite Nutzen den man hat, wenn man durch die Erzeugung von Binnenangst die Neigung zum Rassismus erhöht, daß man jetzt den Rassismus nutzen kann, um ihn wieder als Drohgebilde an die Wand zu malen. Und sagen kann, wenn ihr uns nicht wählt oder wenn ihr uns nicht folgt, dann entsteht ja Rassismus.
    Das ist wieder ein infamer Trick weil der Rassismus genau auf diese Weise erst erzeugt worden ist. Und jetzt als zweites Mal, als Drohmittel genutzt wird.
    Also da ist eine ziemlich komplexe Funktionslogik dieser Dinge.

    Diese Sachen erzeugen dann auch gleichzeitig in uns natürlich Deutungsmuster für gesellschaftliche Konflikte die den jeweils Machtausübenden willkommen sind, weil sie wieder den Blick von den Zentren der Macht weg richten, auf Andere.
    Wir kriegen Deutungsmuster; ach so die gesellschaftliche Krise die wir gerade durchleben sind die Anderen.
    Also es werden bestimmte Deutungsmuster induziert indem man vorher entsprechende Ängste aufgebaut hat.

    Schauen wir uns ein paar Bsp. an:
    Angst hat die Deutschen gepackt, Angst vor dem Fremden, Angst um den Arbeitsplatz und vor hohen Mieten, Angst vor Inflation und Rezession, Angst auch vor … usw.
    Das liest sich eigentlich wie ein Bsp., aktuelles Bsp. aus der Tagespresse. Es stammt de facto aber von 1992 (Der Spiegel 15/1992), wo wir diesen Zyklus bereits schon einmal hatten.

    Und interessant ist heute, daß uns die Auseinandersetzung mit dem was damals passiert ist, eigentlich schon wieder aus dem gesellschaftlichen kollektiven Gedächtnis entflutscht ist. Sonst hätten wir heute mehr Möglichkeiten uns mit dem was aktuell passiert auseinander zu setzen. Wir sind bereits durch diese Zyklen durchgelaufen.

    Wenn wir über Rassismus sprechen, als Konsequenz der Angsterzeugung, da muß man sich auch klar machen, das ist ein ganz wichtiger grundsätzlicher Punkt, daß die Funktion von Rassismus nie die Abwehr von Fremden war.
    Sondern die Funktion von Rassismus ist die Kategorie des Fremden als kategoriale Gruppe überhaupt erst zu konstituieren. Der Rassismus erzeugt erst die Kategorie des Anderen.

    (Die Funktion des Rassismus besteht nicht in der Abwehr von „Fremden,“ sondern in deren Hervorbringung > dadurch stiftet der Rassismus Gemeinschaft)

    (…)

    Damit wir auch das richtig einordnen können was da passiert mit dieser Angsterzeugung.
    Gründe: Erzeugung von Rassismus über Angsterzeugung. Ist ein weiterer grundsätzlicher Punkt ganz wichtig. Die permanente Erzeugung von Rassismus ist historisch ganz tief in unserer Gesellschaft verankert.
    Der Kolonialismus war natürlich ein zutiefst rassistisches Programm. Der westliche Kapitalismus erzeugt strukturell rassistische Mechanismen von Ausgrenzung. Ein konstanter bezüglich der Grenzziehung, aber einigermaßen flexibler Rassismus. Der ist sehr subtil, der hat nicht immer einen Aufkleber, „ich bin Rassismus.“

    (Die permanente Erzeugung von Rassismus ist historisch tief in unserer Gesellschaft angelegt.

    Der westliche Kapitalismus erzeugt strukturell rassistische Mechanismen von Ausgrenzung, sei es kulturell oder Klassenrassismus – ein konstanter, bezüglich der Grenzziehungen aber einigermaßen flexibler Rassismus“ (Wallerstein).

    Die mit jeder Form von Rassismus einhergehende Zuschreibung unveränderlicher Eigenschaften zu Gruppen dient der Verfestigung und Stabilisierung von Ausbeutungsverhältnissen.

    > Der globalisierte Kapitalismus kann nur rassistisch sein, weil er extreme Ungleichheit rechtfertigen muß.

    Lit.: Immanuel Wallerstein und Étienne Balibar (1988/2017 Rasse – Klasse – Nation.)

  12. Mich würde interessieren, ob US-Eliten Hitler damals nur als reine Waffe gegen Russland aufgebaut haben, oder ob sie in ihm auch so eine Art Vaterfigur gesehen haben?

    Weiter treibt mich die Frage um, ob Milliardäre dieses Jahr weniger unserer Kinder missbrauchen werden als letztes Jahr, ob ihnen dies in Anbetracht des jüngsten Skandals höhere Kosten verursacht, und ob sie diese Kosten von der Steuer absetzen können?

    • Vaterfigur? Das dreht die Machtverhältnisse um. Hitler war eine Sprechpuppe im Kampf gegen den kommunismus. Kriege werden mit Geld geführt und das hatte weder dieser herr Hitler noch Deutschland, noch gab es die allergeringste Aussicht dass beide jemals welches haben würden.

    • Sandra Beimer: "Kriege werden mit Geld geführt und das hatte weder dieser herr Hitler noch Deutschland, noch gab es die allergeringste Aussicht dass beide jemals welches haben würden."

      So ist es. Trotzdem bleibt die persönliche Schuld derjenigen, die damals unglaubliche Verbrechen begangen und zugelassen haben. Doch die Nachkommen sind nicht schuldig an dem, was vor ihrer Geburt geschah. Und wir nachgeborenen Deutschen sollten ganz stark aufpassen, dass wir nicht in einen Krieg gegen den Iran oder gegen Russland oder gegen China hineingezogen werden. Es könnte nämlich eine ganz perfide Strategie sein, zu versuchen, durch "ewige Widergutmachungspflicht" gegenüber einem bestimmten Land in Nahost die heutigen, naiven Deutschen in einen Krieg gegen die Iran hineinzuziehen… …

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