Das entgleiste Land!

Von Evelyn Hecht-Galinski.

Was momentan im „Jüdischen Staat“ mit den Haredim, den ultra-Orthodoxen und ihren Machtspielen um den Zugverkehr geschieht, kann man als Metapher für die Entgleisung der jüdischen Gesellschaft betrachten. Es ist eben nicht nur die verkehrsbedingte Entgleisung, die uns besorgt machen sollte, sondern es geht auch um die tägliche Entgleisung der jüdischen Besatzer gegen illegal besetzte palästinensische Menschen und palästinensische Bürger im „Jüdischen Staat“. Diese innere Entgleisung der Gesellschaft des „Jüdischen Staates“ ist nur der Beweis für die immer tiefer werdenden Risse innerhalb der jüdischen Gesellschaft, die sich hoffentlich einmal in einer Erosion entladen wird, die zu einer völligen Umkehr führen könnte. (1)

Während wir hierzulande in einer undemokratischen Burka-Debatte ohne Substanz versinken, die nur rechten Parteien und Rechtsradikalen nützen, schrieb der herausragende deutsche Jurist, Rechtsphilosoph und Leibniz-Preisträger 2016, Christoph Möllers, in der Süddeutschen Zeitung einen mehr als bemerkenswerten Artikel, der seinesgleichen sucht! Titel: „Das Gesicht und die Freiheit“. Der Autor sorgt sich zu Recht mehr über fremdenfeindliche Demonstrationen als über vollverschleierte Frauen. Auch vergleicht er das Burka-Verbot mit Maßnahmen, die Obdachlose aus Innenstädten verbannen, die einer medialen Logik der Verdrängung folgt. Darin hat mir besonders der bemerkenswerte Satz gefallen: „selbst wenn das freie Gesicht Bedingung der Freiheit wäre, könnte es doch diejenigen nicht befreien, die gezwungen wären, ihr Gesicht zu enthüllen“. Ach gäbe es doch mehr solcher philosophischen Juristen, wie würde sich unser Rechtssystem verändern. (2) (3)

Auch Frau Seda Basay-Yildiz spricht mir aus dem Herzen, die in dem SZ-Artikel „Verbot als Befreiung?“ die derzeit omnipräsent geführte Burka-Debatte als populäre Ausprägung der Islamophobie in Deutschland kritisierte (4)

In der Zwischenzeit macht der „Jüdische Staat“ gute Geschäfte mit „Burkini Bademode“, die leider auch noch die Wirtschaft ankurbelt, ein mehr als unerwünschter Nebeneffekt. (5)

Allerdings stört es scheinbar Niemanden, wenn sich im „Jüdischen Staat“ die undemokratische Schlinge der rechtsradikalen Ministerinnen wie der berüchtigten Kulturministerin Miri Regev immer mehr zuzieht und die letzten Freiheiten in judaistische Regeln umwandeln möchte. Tatsächlich wird hier das Judentum instrumentalisiert, um es zum faschistischen Judaismus umzubauen. Seit geraumer Zeit vollzieht sich ein schrecklicher Wandel im „jüdischen Staat“, der Künstlerinnen eine „anständige“ Kleidung aufzwingen will, was tatsächlich aber nur ein Nebenprodukt der politisch-faschistischen Richtlinien dieses Netanjahu-Regime als Gesetze zementieren will, um so auch eine innere Opposition völlig unmöglich zu machen. Dies führt dann zu solchen Auswüchsen wie Ende August auf einem Sommerfestival in Aschdod, als die berühmte israelische Sängerin Hanna Gur nach drei Liedern wegen „unpassender“ zu leichter Kleidung von der Bühne geholt wurde. Ihren Manager, der sie auf Geheiß der faschistischen staatlichen Sponsoren des Kulturministeriums eilfertig von der Bühne holte, um sich später entschuldigend zu rechtfertigen, dass er „genötigt“ worden sei, sollte Hanna Gur allerdings sofort „nötigen“, zu gehen!
Das Kulturministerium unter der mehr als fragwürdigen Miri Regev rechtfertigte sich damit, dass man schließlich die öffentlichen Mittel nur vergebe, wenn sich Künstler an die vorgeschriebenen Kleidungs-Richtlinien halten. Diese haben allerdings inzwischen vor allen Dingen die Künstler und ihre politischen Einstellungen im Visier, denn seit die neuen rassistischen Gesetze in Kraft traten, müssen die Künstler „parieren“, d.h. staatskonform auftreten. Weigern sie sich also beispielsweise, in illegalen jüdischen Siedlungen aufzutreten, oder Truppenbetreuung der „Jüdischen Verteidigungssoldaten“ ablehnen, werden ihnen Gelder gestrichen. Nach dem Motto: Wir nehmen uns die Freiheit, nur noch das finanziell zu unterstützen, was dem Netanjahu-Regime genehm ist. Auch das undemokratische Gesetz, das Nichtregierungsorganisationen, die dem Regime nicht genehm sind, unter Kuratel zu stellen, ging schon in dieselbe Richtung der politischen Sittenwächter. Alles das passt genau in das Schema der judaisitischen Jerusalemer Rasse-Gesetze! Hatten wir das nicht auch schon einmal in Deutschland: Was Kultur ist, bestimmen wir? Es ist schon mehr als besorgniserregend, wie sich die Methoden der Ethnokratie „Jüdischer Staat, der sog.“einzigen Demokratie im Nahen Osten“ und denen von Diktaturen gleichen! (6) (7) (8)

Während also im „Jüdischen Staat“ das Netanjahu Regime ungestraft immer weitere völkerrechtlich illegale Taten vollbringt, widerrechtlich hunderte von Siedlerhäusern und Wohnungen auf palästinensischen Land genehmigt und immer mehr illegale Außenposten legalisiert, zusätzlich zu den Ring in und um das illegal annektierte Ost-Jerusalem und Umgebung, um dem Endziel der totalen Judaisierung Jerusalems und Palästinas immer näher zu kommen, kümmert das Netanjahu-Besatzerregime die „Beunruhigung“ der US-Regierung über diesen hemmungslosen Siedlungsbau herzlich wenig, haben sie doch gerade die Bestätigung der Milliarden von US-Militärhilfe erhalten. Es grenzt schon an eine traurige Satire, wenn die USA die illegale Besatzung Palästinas „beunruhigt“ kritisieren, aber diese mit US-$Dollars belohnen!

Das Netanjahu-Regime erklärt diese neue Methode der nachträglichen Legalisierung von nicht genehmigten Siedlungen und Außenposten für rechtens, um so den „uneingeschränkten“ Siedlungsbau in den illegal besetzten palästinensischen Gebieten zu ermöglichen. Der Siedlungsgürtel und die Besatzung hat sich bald über ganz Palästina gezogen, ganz im Sinne der zionistischen Besatzer! Schon lange warnen Menschenrechtler und Palästinenser davor, dass die Erweiterung der großen Siedlungsblöcke zu einer Zweiteilung des illegal besetzten Westjordanlandes führt, um das Wachstum palästinensischen Lebens zu stoppen. Ist das die „jüdische Zweistaatenlösung“? Denn anders als für jüdische Israelis, ist es für Palästinenser praktisch aussichtslos, Baugenehmigungen zu erhalten. Nach EU-Angaben wurden allein zwischen 2009 und 2013 von 2000 gestellten Anträgen nur 44 bewilligt! Seit 1967, also seit der zusätzlich durch Krieg erweiterten illegalen Besatzung Palästinas, hat der „Jüdische Staat“ mehr als 500.000 illegale jüdische Bürger in diesen besetzten Gebieten angesiedelt! Wer spricht da noch von einer Zweistaatenlösung, ohne rot zu werden?

Es ist eine Tragödie, die das palästinensische Volk seit Jahrzehnten zu erleiden hat. Während die Palästinenser beinahe täglich Morde, Verhaftungen, Razzien, Häuserzerstörungen und das Elend der hoffnungslosen Besatzung erleiden, und eine gedemütigte palästinensische Jugend ohne Freiheit in einem Leben ohne Zukunft und Perspektive aufwächst, arbeiten die palästinensische und die jüdische Besatzerbehörde Hand in Hand, gnadenlos im sogenannten Antiterrorkampf zusammen. Das geht soweit, das mittlerweile der berüchtigte israelische Inlandsgeheimdienst Schin Beth mit durch Folter erhaltenen Informationen von dem palästinensischen „Präventiven Sicherheitsdienst“ der Abbas-Behörde versorgt wird.
Alles nachzulesen in neuen Berichten der israelischen Menschenrechtsorganisationen B`Tselem und Hamoked! Jüdische Besatzer und palästinensische PA Freunde arbeiten mit den gleichen schrecklichen Folter- und Verhaftungsmethoden, um ihre gemeinsamen Machtansprüche zu sichern und den Status Quo zu erhalten!

Schluss muss auch endlich sein mit dem ewigen Perpetuum Mobile judaistisch zionistischen Zerstörungswut im Kampf um die Judaisierung Palästinas! Solange der „Jüdische Staat“ das ungestraft zerstört, was Europa mit unseren Steuergeldern aufbaut, allein zwischen 2001 und Mai 2016 mehr als 150 Entwicklungsprojekte im Wert von mehr als 85 Millionen Euro, solange die EU diese Zerstörungen nur lasch kritisiert, aber dann tatkräftig wieder neu, bis zur nächsten Zerstörung, wieder aufbaut, solange müssen wir die so wichtige BDS- Kampagne im Kampf für ein freies Palästina unterstützen.

Unter der „christlichen Zionistin“ Merkel und dem philosemitischen Klima ihrer Politik ist der Siedlungsbau und die Besatzung Palästinas stetig angewachsen, unter Merkel haben die Repressalien gegen Israel-KritikerInnen in Deutschland massiv zugenommen. Deshalb: Keine Staatsräson für die Sicherheit des „Jüdischen Staates“, keine Bundeswehrsoldaten im „Jüdischen Staat“ und keine jüdischen Davidstern-Drohnen an die Bundeswehr. Genug von der entgleisten Kanzlerin, der entgleisten Politik und dem entgleisten Jüdischen Staat“!

Widerstand wird zur Pflicht wo Besatzung zu Recht wird!

Dieser Text erschien zuerst auf der Seite „Sicht vom Hochblauen“: http://sicht-vom-hochblauen.de/das-entgleiste-land/

Danke an die Autorin für das Recht der Zweitverwertung.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

 

8 Kommentare zu: “Das entgleiste Land!

  1. Zum Thema Israel in Verbindung mit dem US-Wahlkampf. Eine Meldung die aufzeigt wie außerordentlich devot Frau Clinton gegenüber der Israel-Lobby in den USA ist. Darüber hinaus scheint sie wirklich lediglich einen Hammer als Werkzeug zu haben, da sie jedes Problem wie einen Nagel behandelt:

    Clinton warns Israel cannot trust flip-flopping Trump
    (…)
    The Democratic candidate said that if elected president she would work closely with Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu to safeguard Israel’s strategic military edge.

    “Shortly after being inaugurated I would invite the prime minister to Washington for meetings, I would send my joint chiefs and intelligence experts to Israel to meet with their counterparts,” she stated.

    Washington and Tel Aviv have been negotiating the terms of a new 10-year military aid deal to replace the current one, which expires in 2018 and costs American taxpayers some $3.1 billion a year.

    Netanyahu demands the US increase the annual aid to Israel.

    http://www.presstv.ir/Detail/2016/09/09/483841/US-Clinton-Israel-Trump

  2. Es ist sehr bedauerlich daß das Leid der Palästinenser derzeit wenig Beachtung findet. Allerdings ist es auch nicht verwunderlich bedenkt man, daß sich der größte Teil des Globus im Ausnahmezustand befindet und ein allgemein gültiges Recht nicht zur Anwendung kommt.

    Zu, Zitat: „Tatsächlich wird hier das Judentum instrumentalisiert, um es zum faschistischen Judaismus umzubauen,“ kann man z.B. das Buch …

    Zionismus und Faschismus: Über die unheimliche Zusammenarbeit von Faschisten und Zionisten
    Von Lenni Brenner ISBN-10: 3897068737 … lesen.

    Wobei Thierry Meyssan eine ältere Initialzündung des Zionismus als die von Theodor Herzl vermutet. Nämlich im 17. Jahrhundert durch Lord Cromwell, womit der englische Lord Oliver Cromwell gemeint sein dürfte.

    Die Verbindung (Zionismus und Faschismus) war auch der britischen Komikertruppe Monthy Python 1979 bereits bewußt und wurde in einer Szene von „Das Leben des Brian“ verarbeitet, welche aber in der endgültigen Fassung keine Veröffentlichung fand.

    Bei YouTube „Monthy Python“ und „Otto“ eingeben.

    Daß die USA und andere Regime Israel einerseits mit unglaubwürdigen Lippenbekenntnissen abstrafen, andererseits mit Geld und Waffen unterstützen dürfte niemanden weiter verwundern.

    Das Großkapital hat und hatte seit jeher einen Faible für den Faschismus. Vermutlich rührt daher auch meine Weigerung, Dankbarkeit für die Befreiung am Ende des 2. Weltkrieges zu empfinden. Würde ich Dankbarkeit für die „Anscheindemokratie“ empfinden, müßte ich dasselbe für den vorherigen Import des Faschismus empfinden.

    Dazu Hermann Ploppa:
    Hitlers amerikanische Lehrer: Die Eliten der USA als Geburtshelfer der Nazi-Bewegung ISBN-10: 3981270304

    Die Entkleidung der Anscheindemokratien und der Vormarsch offen zutage tretender, faschistoider Strukturen ist ein immer deutlicher zutage tretendes, globales Phänomen.

    Konfliktherde wie z.B. Palästina-Israel kann man bei Bedarf hochkochen oder abkühlen je nach der aktuellen Agenda. Strategie der Spannung. Teile und herrsche.
    Eine Lösung dieser Konflikte steht nicht auf dem Plan.

  3. Traurig ist es, dass man solche Dinge heutzutage nicht mehr aussprechen darf, will man nicht von Bands wie der Antilopengang in die rechte Ecke gedrückt werden, aufgrund des Mitgefühls, welches man für Palästinenser an den Tag legt. Kranke Welt, noch krankere Typen, oder vielleicht auch einfach nur gierig.

  4. İch finde es toll das solche Beiträge nicht „wie auch sonst auf anderen Portalen“ geblockt werden, egal ob man dem zustimmt oder nicht. Ohne Zweifel, ist es ein Elend (ich finde kein passendes Wort) was die Palästinenser seit Jahren ertagen müssen. Schade das wir uns noch immer, im 21.Jhrd,mit solchen Sachen rumschlagen müssen. Wobei doch die Barbaren eigentlich ausgestorben sein sollten. Das es noch ein Thema sein kann, wie sich Menschen kleiden oder zu kleiden haben ist eine Zeit und Energie Verschwendung die wir eigentlich nicht haben. Natürlich wird das alles mit absicht gemacht! Doch wo ist die Gesellschaft? Wo sind die Massen, die für Recht und Gleichheit, Frieden und Freiheit stehen sollten. Ahh stimmt ja ; heute gibt es GZSZ und im Anschluss, irgend ein anderes intellektuelles Program. Viel Spaß!

  5. Zur Vorgeschichte heutiger Entgleisungen:
    Nach der Ermordung von Ministerpräsident Rabin durch einen rechten Juden, nach dem dann folgendenden Wahlsieg der Rechten in den durch den Mord notwendig gewordenen Neuwahlen schrieb Theo Sommer vor über 20 Jahren in der Zeit (7.6.96):
    „Es fehlt nicht an düsteren Prophezeiungen. Der Mufti von Jerusalem sieht den Friedensprozess im Nahen Osten zerstäuben wie eine Parfümwolke im Salon. Leah Rabin, die Witwe des ermordeten israelischen Ministerpräsidenten, möchte am liebsten ihre Koffer packen und weit wegfliegen. Und der SPD-Außenpolitiker Günter Verheugen befürchtet, dass sich im Verhältnis Israels zu seinen arabischen Nachbarn eine Katastrophe anbahnt. Der Wahlsieg Benjamin Netanjahus hat Schockwellen ausgelöst, die weit über die Levante hinausreichen. Mit 26 517 Stimmen Vorsprung ist dieser Sieg nicht überwältigend ausgefallen. Lässt man jedoch das Votum der arabischen Israelis außer acht, so zeigt sich, dass Netanjahu unter den jüdischen Wählern eine satte Marge von zehn Prozent erreicht hat: ein Triumph der Angst über die Hoffnung. Diese Mehrheit ist rechts, religiös und reserviert gegenüber den Osloer Friedensabsprachen. Kein Wunder, dass der Eindruck aufkommt, da sei politisch vollendet worden, was der Attentäter Yigal Amir mit der Pistole zu beginnen trachtete: die Zerstörung des Friedenswerkes von Jitzhak Rabin und Schimon Peres. Es herrscht … Alarmstimmung.“
    Es gab noch andere Entgleisungen: Die jüdischen Mörder am Vermittler Folke Bernadotte (Tod: 1948) jubelten: Israels Regierung „wollte uns nicht fassen“… So viele Details existieren, es ist unfassbar. Allerdings: Menschenrechtsbrüche nach dem 2. Weltkrieg stellen keine israelische Einzigartigkeit dar. Das heißt aber nicht, dass man Israel deswegen nicht angemessen anprangern darf. Und: Drohnen aus Israel für die Bundeswehr sind genauso zu ächten, wie die der USA und anderer Staaten…

    • Selbstverständlich muss dieses Thema gerade auch im Sinne der Palästinenser – und im Sinne der zahlreichen Israelis, die nicht auf einem Kriegsgebiet leben wollen wie das jetzt der Fall ist – besser gelöst werden als jetzt (momentan kann man nicht einmal von einem Lösungsansatz sprechen.
      Ich denke, dass der derzeitige Ansatz einen grundlegenden Fehler hat, und deshalb nicht funktioniert. Der Fehler besteht darin, dass momentan versucht wird, die Spaltung in zwei Staaten zu promovieren und damit de facto die Apartheid festzuschreiben. Das nützt der Hamas und anderen militanten ‚Palästinenserorganisationen‘ und es nützt den Spaltern und Hetzern auf der israelischen Seite. Wie absurd der derzeitige Ansatz ist, sieht man meines Erachtens, wenn man einen Vergleich mit Südafrika zieht. Die sogenannte ‚Zweistaatenlösung‘ für Israel/Palästina wäre ungefähr so wie wenn man das größte sogenannte ‚Homeland‘ der Apartheid-Regierung erhalten hätte und sogar zu einem potentiellen Feind Südafrikas gemacht hätte – die Apartheid also de facto weltweit anerkannt hätte.
      Meines Erachtens kann die Lösung nur darin bestehen, Israel gemäß seiner Verfassung, die in der Tat Religionsfreiheit garantiert, zu stärken und allerdings dafür zu sorgen, dass die jetzigen Palästinenser real(!) gleichberechtigte Bürger Israels werden können.
      Es muss hier auch die Frage gestellt werden, wie weit man die kontraproduktive Haltung zahlreicher arabischer und nordafrikanischer Staaten akzeptieren kann, die Israelis blank diskriminieren (manche Staaten verweigern sogar allen die Einreise, die ein Visum Israels im Pass haben). Ähnlich wie bei Russland wird auch hier von sehr vielen Linksalternativen mehr als großzügig ‚übersehen‘, was da an Mißständen vorliegt.

    • PS: Man könnte auch in einem befriedeten Israel-Palästina, das die jetzigen Palästinensergebiete einschließt und alle Palästinenser als gleichberechtigte Bürger betrachtet, am Zuzugsrecht für Juden festhalten und dies als Ewigkeitsparagraph in die Verfassung schreiben. Dies sollte aber der einzige Punkt sein, bei dem Palästinenser nicht die gleichen Rechte haben und selbstverständlich darf es auch keine reale Diskriminierung geben. Dies muss aber auch die Wehrpflicht betreffen, wo derzeit Juden und sogar Jüdinnen dienen müssen, viele arabische Israelis aber nicht – trotz israelischer Staatsbürgerschaft! Die Wehrpflicht abzuschaffen wäre auch hier die Lösung.

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