Das Märchen von den überforderten Intensivstationen | Von Hermann Ploppa

Der knallharte Überlebenskampf zwingt deutsche Kliniken zur Erzeugung falscher Zahlen, zu Konkurrenzdruck und Bilanzbetrug

Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

Kanzlerin Merkel hat sich die neuen Sondervollmachten vom Bundestag gewähren lassen, um einen gesundheitlichen Notstand wirkungsvoll zu bekämpfen. So sagt sie. Als zentrale Begründungen für den bundesweiten Hausarrest mit nachgereichter Impfpflicht führt Merkel an: erstens hohe Inzidenzwerte. Nun wissen wir alle, dass die Inzidenzwerte dadurch zustande kommen, dass die Leute „kostenlose“ Corona-Selbsttests machen und dann möglicherweise ganz verängstigt zum nächsten PCR-Test eilen.

Der andere Grund zum Hausarrest: die Intensivstationen in deutschen Krankenhäusern seien hoffnungslos überfüllt. Demnächst müssten dann mit dem Tod ringende Patienten nachhause geschickt werden. Ein Fall für die so genannte „Triage“: Ärzte selektieren, wer als lebenswert zu gelten hat und wer nicht.

Stimmt das mit den überlasteten Intensivstationen?

Zweifel sind angebracht. Zunächst einmal wurde die Anzahl der Intensivbetten in Deutschland über die Jahrzehnte immer weiter aufgebaut. So verfügten Deutschlands Krankenhäuser bis zum Jahre 2020 noch über 32.000 Intensivbetten. Diese wurden jedoch schon zwischen Juli und November 2020 auf 28.814 Intensivbetten heruntergefahren (1). Das alleine gibt schon sehr zu denken. Jedoch schrumpfte die Anzahl der Intensivbetten noch einmal um etwa 6.000 auf heute 22.637 Betten. (2). Wie kommt es, dass gerade in Zeiten einer angeblich derart schweren Seuche annähernd 10.000 Intensivbetten abgebaut werden? Der ehemalige Hauptgeschäftsführer Georg Baum begründete das damit, dass „die Belegungsdichte zur Infektionsprävention zurückgefahren werden muss und weil Mitarbeiter erkranken und quarantänebedingt ausfallen.“ (3)

Nun ja, aber wenn wirklich so eine große Gefahr für den Fortbestand der Bevölkerung durch Corona bestehen würde, müssten doch alle Mittel der Welt in Bewegung gesetzt werden, um dieser Gefahr zu begegnen?

Wir nähern uns dem Thema an, wenn wir das DIVI-Register betrachten. Die Deutsche Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin veröffentlicht seit Beginn der Corona-Kampagne ausführliche Berichte über die Situation der Intensivstationen, und zwar für jedes einzelne Krankenhaus in unserer Republik. Der Youtuber Samuel Eckert hat sich die Mühe gemacht, die Situation jeder einzelnen Intensivstation in Deutschland unter die Lupe zu nehmen (4). Wir sehen dabei: die Anzahl der Intensivpatienten ist über die ganze Corona-Welle hinweg immer gleich geblieben. Es gibt im Augenblick sogar weniger Intensivpatienten als im Sommer letzten Jahres. Das kann gar nicht anders sein. Dem entspricht nämlich, dass wir in diesem Frühjahr deutlich weniger Sterblichkeit haben als im Mittel der letzten vier Jahre (5).

Was also ist anders? Wie kommt es, dass die Intensivstationen dennoch eine Auslastung von bis zu hundert Prozent an DIVI melden? Nun, am 19. November 2020, im Windschatten der Neufassung des umstrittenen Infektionsschutzgesetzes wurde auch das Krankenhausfinanzierungsgesetz geändert (6). In der Neufassung ist vorgesehen, dass Krankenhäuser für ihre Intensivstationen besondere Förderbeträge aus dem Gesundheitsfonds bekommen. Voraussetzung: im Landkreis des betreffenden Krankenhauses übersteigt der Inzidenzwert 70 auf 100.000 Einwohner. Zudem muss die Intensivstation zu über 75 Prozent mit Patienten belegt sein. Den erforderlichen Inzidenzwert schaffen wir locker. Aber um eine Belegung der Intensivstationen mit über drei Viertel melden zu können, bedienen sich die Krankenhausmanager eines bestechend einfachen Tricks: die Krankenhäuser schieben einfach leere Betten aus der Intensivstation auf den Korridor, melden die Betten ab – und schon sind sie am Limit! Dass so etwas möglich ist, kann man sich als Außenstehender kaum vorstellen, aber so einfach ist das tatsächlich. Das Krankenhaus Offenbach hatte im April 2020 noch 57 Intensivbetten – jetzt sind es 25.

Noch einmal: die Anzahl der Intensivpatienten ist im Lauf der letzten zwölf Monate immer einigermaßen gleich geblieben. Nur die Belegung, dargestellt in Prozenten, hat massiv zugenommen. Das Krankenhaus Waldshut baute in diesem Zeitraum von 44 Betten auf 15 Betten ab. Das Krankenhaus Dachau halbierte von 60 auf 30 Intensivbetten. Und überall fand der Abbau exakt nach Inkrafttreten des überarbeiteten Krankenhausfinanzierungsgesetzes statt. Und zwar drastisch. Es ist zwar legitim, der Öffentlichkeit mitzuteilen, dass die Intensivstationen jetzt zu annähernd hundert Prozent belegt sind. Es ist aber extrem unseriös, mit solchen Prozenten hausieren zu gehen ohne mitzuteilen, dass die Anzahl der Intensivpatienten über die ganze Zeit gleich geblieben ist und jetzt sogar abnimmt. Auf solche erbärmlichen Taschenspielertricks stützt die Bundeskanzlerin ihre Rechtfertigung, die Grundfesten der Demokratie zu zerstören.

Jene Taschenspielertricks sind möglich geworden in einer verwilderten Krankenhauslandschaft. Früher waren die Krankenhäuser Teil des öffentlichen Versorgungsauftrags. Etwa seit Mitte der 1980er Jahre wurde auf Druck von Lobbyverbänden Profitorientierung im Gesundheitswesen zunehmend eingebracht. Wo früher städtische und kirchliche Krankenhäuser mehr oder weniger gute Arbeit geleistet haben, sind nun immer mehr private Krankenhäuser aufgemacht worden. So schreibt das Ärzteblatt: „Bei den Krankenhausträgern gab es eine deutliche Verschiebung von den kommunalen zu privaten Trägern: War 1991 jede zweite Klinik in öffentlicher Hand (46 Prozent), so ist der Anteil seither auf 29 Prozent geschrumpft. 34 Prozent wurden von Kir­chen, Stiftungen oder Vereinen unterhalten (freigemeinnützige Träger). 1991 waren es 39 Prozent. Der Anteil der privaten Träger stieg von 15 Prozent 1991 auf 37 Prozent.“(7).

Damit einher geht auch das große Krankenhaus-Sterben. Denn aus demselben Ärzteblatt-Artikel erfahren wir, dass seit der Privatisierung des Gesundheitswesens ein Viertel aller Krankenhäuser geschlossen wurde. Es handelt sich vornehmlich um kleine Krankenhäuser in der Fläche. Kommunale Krankenhäuser, die einen umfassenden Versorgungsauftrag zu erfüllen haben, verlieren lukrative Patienten an Privatkliniken und müssen sehen, wie sie mit der berüchtigten Fallpauschale noch rentabel arbeiten können (8).

Gegen die Fallpauschale hatten im Herbst 2019 über einhundert zum Teil sehr prominente Ärzte in einem Appell massiv protestiert (9). Die unter der rotgrünen Regierung dank Gerhard Schröder und Joschka Fischer durchgepeitschte Fallpauschale rammt das Profitprinzip fest in das Gesundheitswesen ein. Die Fallpauschale belohnt den Arzt, der Maßnahmen durchführt und nicht den Arzt, der den Patienten umfassend berät und eventuell eher konservativ behandelt und auf Maßnahmen wie zum Beispiel Operationen verzichtet.

Aber auch innerhalb der Maßnahmen gibt es perverse Verschiebungen, was förderungswürdig ist und was nicht. So schreiben die Ärzte in ihrem Appell: „Chronisch kranke Kinder oder ältere, multimorbide Patienten sind in dieser Systemlogik weniger wert als beispielsweise ein Patient mit Herzbeschwerden, den man im Herzkatheterlabor untersuchen und therapieren kann. Einen Beinbruch sollte man möglichst operieren – denn das Gipsen ist aus der Sicht vieler Krankenhausgeschäftsführer vergeudetete Zeit, in der ein Arzt mehr Umsatz machen könnte. Das große Los für die Klinik ist finanziell gesehen ein Krebspatient.“ Und noch etwas mehr zugespitzt: „Je höher der Aufwand, desto mehr Geld.“

Während auf diese Weise private Kliniken mit reichen Patienten so genanntes „Hüftgold“ verdienen, müssen öffentliche Kliniken alle Patienten versorgen, und machen bei der Fallpauschale massiv Defizite. Noch einmal die protestierenden Ärzte im Wortlaut: „Es darf nicht länger passieren, dass Krankenhäuser Gewinne für nötige Anschaffungen ausgeben und dafür am Personal sparen – weil der Staat ihnen seit Jahren Finanzmittel vorenthält, um unrentable Einrichtungen ‚auszuhungern‘“. Die öffentlichen Krankenhäuser müssen irgendwann Insolvenz anmelden und müssen dicht machen. Versorgungsengpässe in der Fläche werden immer dramatischer.

Die Not der öffentlichen Krankenhäuser ist dramatisch. Aufgrund jenes pervertierten Rentabilitätsgebotes anstelle des Versorgungsauftrags versucht jeder Geschäftsführer eines Krankenhauses überall noch Geld zu akquirieren. Doch auch private Profit-Krankenhäuser versuchen Geld abzustauben wo immer es nur geht. So ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen das private Asklepios-Krankenhaus in Harz-Ort Seesen wegen möglicherweise „zu Unrecht erhaltenen Zahlungen für freigehaltene Corona-Betten“ (das war letztes Jahr).

Und die im letzten Jahr so heuchlerisch gepriesenen Krankenpfleger, Medizinisch-Technischen Assistenten, die Reinigungsmitarbeiter, die Laborangestellten? Diese Regierung hat selber jahrelang den Personalabbau, wir hörten es im oben zitierten Ärzte-Appell, massiv gefördert.

Jetzt sind die wirklichen Helden unserer Gesellschaft am Limit und können nicht mehr. Besonders Frauen werden in der Pflegebranche miserabel bezahlt und aufgrund ihres Geschlechtes mit einem im Schnitt 10 bis 25 Prozent niedrigeren Lohn abgefunden als ihre männlichen Kollegen. Schichtarbeit ist besonders gesundheitsschädlich und verkürzt nachweislich die Lebenserwartung. Wenn dann noch das Betriebsklima nicht stimmt, geht gar nichts mehr. So ist die Fluktuationsrate in dieser Branche extrem hoch: im Krankenhaus verbleiben die Kollegen im Schnitt 13,7 Jahre und in der Altenpflege gar nur 8,4 Jahre. Viele ausgebildete Pflegerinnen ziehen die Arbeitslosigkeit dem Verbleib in der Pflege vor. Und so verwundert es auch nicht, dass allein im Jahre 2020 mehr als 9.000 Pflegerinnen und Pfleger gekündigt haben. Und der Massenexodus aus den Pflegeberufen hat dieses Jahr noch einmal so richtig Fahrt aufgenommen.

Die miese Trickserei mit den am Limit arbeitenden Intensivstationen, die in Wirklichkeit nur ihre Bettenzahl reduziert haben, ist eine logische Konsequenz des mörderischen Rentabilitätsdrucks im Gesundheitswesen. Man kann hier ansatzweise noch auf Mitleid plädieren.

Dass die Bundesregierung diese statistischen Notlügen leidender Krankenhäuser als Begründung für die Abschaffung der Demokratie missbraucht, ist allerdings durch rein gar nichts mehr zu entschuldigen: erst ohne Not einen Notstand schaffen, und dann noch den selbst verursachten Notstand durch Verdrehung der Zusammenhänge als Rechtfertigung für einen noch größeren zu schaffenden Notstand anzuführen – das ist in seiner Perfidie nicht mehr darstellbar.

Quellen und Anmerkungen:

  1. Deutsches Ärzteblatt https://www.aerzteblatt.de/archiv/216577/Intensivbetten-Die-Kapazitaeten-schwinden
    20.921 waren damals belegt, 7.893 Betten frei.
  2. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1109137/umfrage/verfuegbare-und-belegte-intensivmedizinische-betten-in-deutschland/
    Stand 26.4.2021
  3. https://www.kma-online.de/aktuelles/politik/detail/forderung-nach-wirtschaftlicher-absicherung-von-kliniken-a-44952
  4. https://www.youtube.com/watch?v=JilayrOl8xg&t=10s
  5. https://www.tagesschau.de/corona-sterbefaelle-maerz-101.html
  6. https://www.buzer.de/gesetz/6105/a84258.htm
  7. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/117181/Zahl-der-Krankenhausbetten-geht-stark-zurueck
    Eine ARD-Doku macht das Elend anschaulich: https://www.youtube.com/watch?v=ekHmwRWDVWQ
  8. Zur Fallpauschale eine Szene aus der ZDF-Satire Die Anstalt: https://www.youtube.com/watch?v=8xYunkVTsTA&t=246s
  9. https://www.stern.de/gesundheit/aerzte-appell-im-stern–rettet-die-medizin–8876008.html

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Dieser Artikel erschien zuerst in der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand Ausgabe 45

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle:     VILevi/ shutterstock

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20 Kommentare zu: “Das Märchen von den überforderten Intensivstationen | Von Hermann Ploppa

  1. Alcedo sagt:

    Wir haben ein neues Level erreicht : Blumen abzulegen ist jetzt Vandalismus.
    Sie müssen sofort entsorgt und zerknickt werden.

    Bei uns stehen Kerzen und Blumen oft wochenlang und ab und an kommen auch neue dazu.

    "Anni und Martin retten mit Juliane Fischer die Herz-Briefe der Weissen Rose.
    Der Einsatzleiter hat ein Einsehen!"
    https://youtu.be/H2XnAwvwgy4

    • Nomaske sagt:

      Ich schmeiß mal rein, warum sich meine Kolleginnen impfen lassen würden:

      Man will die Freiheit zurück. Soweit so putzig, aber worin wird die gesehen?

      Es geht ums Reisen, mal wieder ins Spaßbad, Kino, das ganze Programm. Um nicht mehr.

      Das ist das revolutionäre Potential. Das IM-Erika-Regime wird fallen, weil Menschen noch in der Pandemie durchgeimpft wieder ins Spaßbad wollen. Und nicht wegen Diktaturabschaffung!

      Wir sind genau dort, wo die uns haben wollten:

      "Wir" werden um den Impfchip betteln für einen Dreck an Freiheit.

      Deshalb hat die Ostfunzel auch alles richtig gemacht im Sinne der Auftraggeber: Die Stasitucke hat die Ermächtigung Dank verinnerlichter Rotfrontpropagandaschulung durchgedrückt.

      Die anderen Roten aka Grünen werden im Hernst übernehmen. Das BVG hat ja den Weg für die Klimadikatur bereitet.

      Leider hatte Janich schon 2015 zu Recht gewarnt, dass man abhauen soll, man würde uns für die NWO schon noch einsperren. Damals habe ich es für eine, für reine Zuspitzung gehalten. Und hier auf dem Kanal war er ein quasi Geächteter von ganz oben herab.

      Was hier abläuft hätten man sich weder im Kehlsteinhaus noch der Lubjanka träumen lassen.

      Des Empires Schergen, ob rot oder braun, hätten Fräulein Kasners Wirken ungläubig bestaunt.

      Zentralismus sucks! Und die Frage nach demn Ausweg stellt sich ja doch schon nicht mehr. Wer will schon ins GG zurück? Da kommt der Scheiß doch her.

      Und eine freiheitlichere Verfassung? Da kommen doch vor allem den Linken gleich irgendwelche ungebildeten Vorstellungen hoch von wegen Flagge und Igitt.

      Alle unsere Vorstellungen sind beschränkt. Wenn es im Sinne des Protests nicht zu einer Beendigung des Lagerdenkens kommt, dann wird der neue Weltzentralismus kommen. Mit Facetten von braunem und rotem Terror, mit Kommunismus bis der Adler quitescht. Also noch mehr als schon da ist.

      Die Lieferzeiten für manche Produkte lassen meinen Schwiegervater schon lange von der Rückkehr der Ostzustände warnen.

      Im Meinungssektor hat die DDR schon gewonnen. Jetzt kommen dann die Schlangen vor den Läden.

      Und Reisebeschränkungen im eigenen Land – das gab es nicht mal bei Mielke und seiner Mörderbande.

    • Alcedo sagt:

      Die Oberflächlichkeit ist ziemlich grausam (aushalten zu müssen), auf allen Seiten.

  2. Nomaske sagt:

    Ich kenne nur eine Mitarbeiterin auf einer ITS (Uniklinik) persönlich. Deren Fazit lautet u. a.:

    Überlastet wie eh und je, insbesondere in Stoßzeiten, aber nicht mehr Patietenten. Diejenigen, die eingeliefert werden, sind in Sachen Zeit für den Patienten wie immer schlecht betreut, weswegen Akutverschlechterungen meist zu spät erkannt werden.

    Das hat aber kein Pandemiecharakter.

    Einzige Aussage, die mich aufhorchen lässt:

    Es gibt mehr schwere Verläufe.

    Daher doch die Frage als Knackpunkt:

    Gibt es diese schwereren Verläufe?

    Wenn ja, was löst diese Symtome aus?

    Und wenn es nicht der Covid oder ein Virus ist, mit was werden diese Menschen dann "vergiftet"?

    Damit will ich nicht unbedingt auf die Chemtrail- oder 5G-These raus, aber wenn die Gegenbewegung die Eingepennten erreichen will, dann liegt meines Erachtens darin die smoking gun.

    Solnage alle im Virusnarrativ bleiben, reden wir auch der Impung eben nur über eine Risikoabwägung. Und wenn wir die Frage überhaupt zulassen, ob Impfung oder Apre Ski, dann haben wir hochkannnt verkackt!

    • Alcedo sagt:

      " schwereren Verläufe? … was löst diese Symtome aus?"

      ANGST möglicherweise?

      Angst lässt Menschen nicht mehr ausatmen, demzufolge haben sie auch keine Kapazität mehr einzuatmen und denken, sie bekämen keine Luft. Soll schon Fälle gegeben haben, bei denen deswegen der Notarzt bemüht wurde.

      (bitte jetzt keine dummen Scherze, daß das ja gut für die CO2 Bilanz ist)

    • Nomaske sagt:

      Da ich mit Tod und Sterben wahrlich bisher keinerlei Berührung hatte, bewege ich mich auf dem Feld als absoluter Laie,
      Selbst schenke ich dem Kokolores keine Bedeutung, leider aber Aufmerksamkeit. Wenn man zur Arbeit geht, kommt man nicht dran vorbei.

      Eine Kollegin kann man erreichen, andere sind voll im Wahn – leider die Mehrheit. Auch in Sachen Impfung.

      Es fehlt mir oft der argumenative Zugriff. Das gilt aber auch für die Gegenbewegung. Innerhalb der Clique ist alles gesagt, alle tun erleuchtet und wissend.

      Aber wir erreichen keine relevante Masse und haben argumentativ keine Lufthoheit.

      Wenn auch nur ein Rest an Kokolores im Narrativ verbleibt, dann haben wir verloren. Die Mehrheit wird bei jedem noch so kleinen Restrisiko nach x Monaten mind fuck immer für Ompfung, Pass, Chip und App und Nepp und Depp optieren.

      Wie kriegen wir diese Schnappfalle entsorgt?

      Hat eigentlich Liefers in der prime time ein paar Gegenargumente anbringen können?

    • Alcedo sagt:

      Weiß nicht, schau kein Fernsehen mehr. Hinterherlaufen werden wir immer, die mediale Show ist zu dicht, aber noch bekommen wir zeitnah auch Erklärungen (zBsp Indien, corona-ausschuss, sitzung vom freitag letzter Redner deutscher Teil.)
      (Wichtig auch die vielbeschworene Auslastung der Intensivbetten, die ist mir jedenfalls vielfach entgegengebracht worden in letzter Zeit)

      Ich steige aus der Detailinformation immer mal wieder aus und zeige auf den Verlauf:

      – begonnen hat die Plandemie mit der Aussage : asymptomatische + viele PCR-Infizierte
      (asymptomatisch = man kann eine Krankheit übertragen ohne selbst Symptome zu haben)

      –> Beides Falsch und wiederlegt. Dazu fehlende (bzw. erklärbare Übersterblichkeit). Aufklärung über große Angstszenarios, bspw. Bergamo.

      Ab und an mit dem Verhältnisvergleich ergänzen.

      Dranbleiben 🙂 Schönen Sonntag.

    • Nomaske sagt:

      Eine Nachbarin hat nun eine zu Schrott geimpfte Mutter als Pflegefall zuhause.

      Reaktion?

      Sie hat wegen des Risikos sich selber impfen lassen, was ihr eben angeboten wurde.

      Man könnte jetzt sagen, ein Extrem an Blödheit, es ist aber eher die absolute Regel.

      In meinem Betrieb lassen sich 30 Jährige impfen, weil sie über Ecken früher dran gekommen sind. Junge Frauen. Azubis.

      Alle wollen es. Und ich bin der Alien, der sich nicht mal testet.

  3. Michael Haas sagt:

    Ein interessanter Beitrag. Es geht für die amtierenden Politiker nun ums Eingemachte, um die nackte Existenz, um ihr Amt und darum machen sie weiter nach dem Prinzip von Goebbels, dass man eine Lüge nur oft genug wiederholen muss, bis sie als Wahrheit akzeptiert wird – bzw nicht als Lüge von der Öffentlichkeit erkannt werden kann. Das heißt, auch wenn viele Menschen `wissen´, dass sie verarscht werden, `glauben´ sie das doch nicht, weil die Massenmedien Lügen verbreiten.
    Das funktioniert so, wie in dem Märchen von `Des Kaisers neue Kleider´.
    Lügen werden auch über JULIAN ASSANGE verbreitet. Fakt ist : Er sitzt unschuldig im Knast, hat Kriegsverbrechen veröffentlicht. Setzen wir uns für ihn ein !

  4. G. Weber sagt:

    Alles berechtigte Kritik am Gesundheitssystem…aber habe ich auf diesem Portal nicht gelernt dass es sich bei Covid-19 um eine "Plandemie" handelt, dass es keine Übersterblichkeit gibt, usw., dann ist doch Abbau gar kein Problem…

    • CH_Max sagt:

      Eine seltsame Logik in Ihrer Argumentation.

      Es geht hier darum, dass massivste Grundrechtseinschränkungen, Lockdowns und Impfnötigungen betrieben werden mit dem Argument "Intensivstationen könnten überlaufen" und dem Widerspruch zum parallel dazu laufenden, massiven und unter diesem Blickwinkel geradezu pervers anmutenden Kapazitätsabbau genau dort.

      Alles andere haben Sie denke ich korrekt "gelernt".

    • Alcedo sagt:

      @ G.Weber
      Alles richtig und der Autor selbst beantwortete eigentlich schon Ihre Frage:

      Das Problem ist die politische Steuerung bzw. Erzeugung der dann medial halbstündlich in die Hirne der Menschen gehämmerten Angstszennarios!

      (inwieweit das Auswirkungen auf die Arbeitsmotivation der Pflegekräfte und Ärzte hat permanent an der Auslastung zu arbeiten und bei tatsächlich auftretenden Spitzen von zeitweise eingestelltem Personal unterstützt zu werden, das dann die restliche Zeit auf Abruf sitzt erfragen Sie am Besten dort)

      Meiden Sie einfach konsequent einen Monat lang die MainstreamMedien – Alle! – und nähern sich der Situation dann erneut.

  5. Nevyn sagt:

    Geld ist der größte Attraktor. Wenn man Covid-Patienten besser vergütet als andere, sind die Kliniken eben voller Covid-Patienten. Würde man statt dessen Durchfall so gut bezahlen, hätten sie alle Durchfall.
    Wenn man am Impfen mehr verdient als an anderen Methoden, findet man Impfen toll. Könnte man mit Einläufen mehr Geld verdienen, wäre Einlauf das Mittel der Wahl für alle Experten und Ärzte.

    • Michael_ sagt:

      Alles richtig, aber fragen wir uns mal, warum die Regierung in vollem Umfang und nach ihrem Belieben mit dem Geld umgehen darf, was wir regelmäßig und ständig wiederkehrend zwangsweise abliefern müssen? Warum ist das so?

      Die können Fehlanreize schaffen und wir müssen sie sogar noch bezahlen. So einfach funktioniert das heute ständig. Mit der Gleichschaltung der Presse ist das genau dieselbe Sache. Die Regierung finanziert riesige Covid-Kampagnen, und wir müssen sie bezahlen und die Medien kuschen dann vor der Regierung und machen brav die Hofberichterstattung.

      Wenn wir die Bezahlung direkt regeln würden, würden wir, wenn es unsere Angelegenheit wäre, diese Schwachsinns-Regelungen einführen. Natürlich nicht! Wir würden mit den Praktikern reden und sinnvolle Lösungen finden.

      Aber die Obrigkeit, also unsere Partei-Politiker interessiert unsere Sicht, unsere Freiheit und unsere Gesundheit kein bisschen. Die verfolgen Ihre eigenen Interessen. Sie wollen an der Macht bleiben und ihr super tolles Leben weiter finanziert bekommen. Keine Haftung, sie können machen was sie wollen. Das Gehalt fließt immer pünktlich. Das ganze Volk tanzt nach ihrer Pfeife. Sie und ihrer Freunde in den großen Konzernen stecken sich die Taschen voll.

      Und warum?

      Weil es vom Grundgesetz so festgelegt wurde.
      https://www.selbstregieren.de/2021/02/15/das-grundgesetz-ist-schuld-an-lockdowns-und-maskenzwang/

  6. Beobachter sagt:

    Toller Artikel mit höchst beängstigendem Inhalt. Ich denke übrigens, dass der eigentliche Knackpunkt beim angeblichen
    Mangelszenario die Personaldecke ist. Nur keinen zusätzlich einstellen, schon gar nicht dauerhaft. Die Maschinen
    leistet man sich gerade noch, besonders wenn die Regierung den Einkauf temporär bezuschusst. Fallen die Anreize weg, stockt man auch nicht auf. Aber die Menschen, die die Geräte bedienen müssten? Braucht man scheinbar nicht. Und es geht nicht um die Einstellung von Personal, sondern auch um dessen Ausbildung. Man glaubt
    in den oberen Etagen offenbar, man könne sich endlos im Ausland bedienen. Das ist weder gut für uns, noch gut für die Länder, aus denen die Pflegekräfte bzw. Ärzte kommen. Es ist strategischer Nonsense wie so vieles. Das war aber schon vor Corona so, allerdings wird es jetzt offenbar für die, die es wissen wollen.

    • Beobachter sagt:

      Es sollte heissen:

      Und es geht nicht NUR um die Einstellung von Personal, sondern auch um dessen Ausbildung

      Der Autor sollte sich vielleicht auch einmal mit der Dynamik von Einstellungen und Kurzarbeit im Zeitraum Januar 2020 bis heute befassen. Da käme bestimmt noch manche frappeirende Einzelheit an die Oberfläche.

    • Michael_ sagt:

      Wir brauchen keine weiteren Analysen. Wir brauchen ein Konzept um das zu ändern.

  7. Michael_ sagt:

    Wieder ein richtiger Artikel mit der Nummer 19.284. Toll! Täglich erscheinen acht ähnlich oberflächlich analytische Artikel.

    Nur warum kommt ihr denn über das Beklagen von Missständen nicht hinaus. Es wurde genug gejammert. Wenn ihr mal alle eure Gehirnwäsche ablegen würdet, und unsere Demokratie richtig und ohne "positive Vorurteile" betrachten würdet, dann würdet ihr Euch die Abschaffung der Demokratie genauso wünschen wie ich.

    Allerdings habe ich einen Plan, der uns dahin führt wirklich souverän zu werden. Und so wir an der Demokratie fest haltet, führt das nur dazu, dass wir alle in einer Diktatur leben, die "Demokratie" genannt wird.

    Das Problem ist die rechtlich falsche Struktur die das Grundgesetz eben ungerechtfertigter Weise so vorsieht. Wacht auf. Guckt bitte mal bei: selbstregieren<Punkt>de vorbei. Da habe ich viel zu geschrieben.
    Solange die Gesetzgebungshoheit und die Finanzhoheit bei den Parteien liegen, werden wir die ausgepressten Untertanen bleiben.

    Warum kann Merkel denn das alles so arrangieren wie sie es gerade tut. Weil sie die Macht dazu hat. Punkt.
    Das ist doch wohl schlecht, oder? Fragezeichen!

    Legt Eure "positiven Vorurteile" ab. Demokratie, so wie sie im Grundgesetz festgelegt ist, richtet sich gegen das Volk.

    Demokratie führt zu:
    ** überhöhten Steuern,
    ** Umweltzerstörung,
    ** Machtkonzentration,
    ** militärischen Angriffskriegen (Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Jugoslawien, Vietnam, Korea)
    ** Sanktionen oder Wirtschaftskriegen (Russland, Kuba, Venezuela, Iran, Nordkorea)
    ** Regime-Changes (Ukraine, Venezuela, Bolivien, Chile, ….)
    ** Ausbeutung der arbeitenden Bevölkerung zugunsten der Geldbesitzer
    um nur einige Auswirkungen zu nennen. Aber es gibt eine Medizin dagegen.

    • Michael Haas sagt:

      Welche Lösung schlägst du vor?

    • Fritz B sagt:

      Die Demokratie führt in Deutschland zu gar nichts denn es gibt sie nicht. Wir haben eine "Repräsentative Demokratie" was real bedeutet dass ein starker Filter zwischen den Willen der Bevölkerung und der Regierung geschaltet ist.

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