Das Schweigen der Wölfe

von Dirk Pohlmann.

Seit einigen Tagen ist klar, wer das Schmutzdossier bezahlt hat, mit der die Anti-Putin-Hysterie in den USA angeheizt werden konnte.

Sie erinnern sich? Die Dauerhits beim Chorheulen der Wölfe in Medienhausen?

Putin hat die US-Wahl gehackt! Putin hat den ehemaligen DIA Chef Michael Flynn „umgedreht“! Donald Trump ist Putins erpressbarer Lakai, seit der Perversling sich in einem Hotel von Prostituierten vollpinkeln ließ, in einem Bett, in dem Barack Obama schon mal geschlafen hatte! Und Putin – hier setzt dunkles Raunen ein – hat möglicherweise und wahrscheinlich davon ein Video…Das erklärt doch alles.

Diese Verschwörungstheorie war wesentlicher Inhalt einer Schmutz-Akte, die durch ständige „Berichterstattung“ in den realexistierenden Qualitätsmedien auf beiden Seiten des Atlantiks die Nachrichtenlage prägt. Die Schmutz-Akte hatte der ehemalige britische Geheimagent John Steele als kommerzielle Auftragsarbeit angefertigt.

US Medien meldeten, die Auftraggeber des ehemaligen MI-6 Agenten Steele seien republikanische Politiker der „Never Trump“ Fraktion gewesen.

Steeles „Erkenntnisse“ waren verschiedenen US Medien vor der Wahl angeboten worden, aber kein Medium wollte sie veröffentlichen. Der Steele Bericht wurde dann aber von John McCain an die US Geheimdienste weitergereicht. Die erste Presseveröffentlichung fand in der Internetpublikation Buzzfeed statt, zwei Monate nach der Wahl, aber 10 Tage vor dem Amtsantritt von Donald Trump. Sie war eine Art Kriegserklärung an Trump, wie sie übrigens auch Claus Kleber und Elmar Thevessen, beide tief verflochten mit US Thinktanks, bereits unmittelbar nach der Wahl abgegeben hatten, mit Worten, die es bis dahin in der US Berichterstattung des ZDF nie gegeben hatte. Früher hätten solche Bemerkungen die Karriere beendet. Jetzt muss man offenbar austeilen, um weiter am Ball zu bleiben.

Die US Geheimdienste begannen zu ermitteln, sie setzten das dunkle Geraune fort, man addierte heiße Luft aus der Intelligence Community zur heißen Luft der Akte. Durch diesen Trick konnten die Medien faktenfrei, aber „seriös“ über den Trump Skandal berichten. Der Geheimdienst darf raunen. Er muss es sogar. Er gibt seine Quellen und Methoden nicht preis. Mission accomplished.

Hillary Clinton sagte am 6. Januar 2017: “Siebzehn Geheimdienste, und alle sind sich einig. Ich weiß aus meiner Erfahrung als Senatorin und Außenministerin, wie selten das ist. Sie (die Geheimdienste) sind mit großer Zuversicht zu der Einschätzung gelangt, dass die Russen eine großangelegte Informationskriegs-Kampagne gegen meinen Wahlkampf führten, mit dem Ziel, die Wähler zu beeinflussen. Wir glauben, dass sie das mit bezahlter Werbung taten, durch Fake News Webseiten, durch tausende Agenten, durch Bots, die, wie sie wissen, dieses Zeug immer und immer wieder ausspuckten. Durch die Algorithmen, die sie entwickelt haben.“

Das war schlicht falsch, Fake News. Es waren nur drei US Dienste, und in den drei Diensten nur handverlesene Mitarbeiter, die zu der Schlussfolgerung gelangt waren, dass etwas an den Vorwürfen dran sein könnte. Die Schlussfolgerung selektierter „Experten“ war also keine Einschätzung der Geheimdienste, sondern eine Einschätzung von ausgewählten Geheimdienstmitarbeitern über eine Auftragsarbeit. Mit anderen Worten: Ein Propaganda-Popanz. Die Story der „Glorreichen 17“ wurde in den deutschen Medien ausgiebig verbreitet, die Aufklärung über das „Mickrige Trio“ fand nicht statt.

Die „Putin hat die Wahl gehackt“ Fake-News-Story wird hingegen weiter mit heißer Luft aufgeblasen, bis sie die Konturen eines aus dem Kalten Krieg bekannten Ensembles zeigt: Zu sehen ist ein russischer Bär, 20 Meter groß, wütend, zähnefletschend, mordlustig. Vor ihm sitzt zitternd das knuffige, gutmütige Häschen USA. Wie soll es sich nur wehren? Kann es überleben?

In der realen Welt sieht es so aus: Alleine die USA geben derzeit etwa 700 Milliarden US Dollar für Rüstung aus, soviel wie alle anderen Länder der Welt zusammen. Russland bezahlt mit etwa 50 Milliarden US Dollar deutlich weniger für sein Militär, als die USA alleine für ihre Geheimdienste. Anders ausgedrückt: Die USA haben ihren Militärhaushalt um den doppelten Betrag erhöht, den Russland insgesamt ausgibt. Wie oft haben Sie das in unseren realexistierenden Qualitätsmedien gehört, wenn vom aggressiven Russland die Rede ist?

Der Grund, warum die Dämonisierung Russlands in den USA und den angeschlossenen Funkhäusern begann und bis heute nicht aufhört, ist aber selbstverständlich nicht Hillarys Wahlkampf, sondern Geostrategie.

Zum einen gibt es den Konflikt in Syrien, wo Putin es bisher geschafft hat, die Regime-Change Pläne der USA auszuhebeln. Die syrischen Militärbasen in Latakia und Tartus sind die einzigen Häfen der russischen Flotte im Mittelmeer. Es ist klar, dass sich die US Strategen diese Felder des Grand Chessboards (Brzezinski) neben der von ihnen geplanten Pipeline durch Syrien einverleiben wollen. Putins und Assads Erfolg ist für die USA ein Mini-Vietnam. Und Edward Snowden, der Whistleblower, der die Machenschaften der US Geheimdienste gegen dessen Verbündete vor den Augen der Welt offenlegte, ist in Moskau vor dem Zugriff der USA geschützt. Zwei Niederlagen, den US Falken nur zu gerne mit harten Maßnahmen beantworten würden wollen, damit klar ist, wer wen beherrscht. Unklar ist, warum die deutschen Medien nicht über diese Interessenlage berichten, sondern nur die US Propagandaversionen verbreiten.

Zum anderen soll wie nach dem ersten Weltkrieg ein „Cordon Sanitaire“ von den baltischen Staaten bis Diyarbakir in der Türkei entstehen, um Deutschland (und Westeuropa) von Russland (und Osteuropa) zu trennen.

Die baltischen Staaten sollen tiefer unter den NATO Schirm und gegen Russland in Stellung gebracht werden, der neutrale Staat Schweden soll in die NATO, genau wie das neutrale Finnland. Das ehemals blockfreie Jugoslawien ist zerschlagen, die Bruchstücke sind besetzt und werden in die NATO eingefügt. Polen ist ein treuer Vasall, dessen Furcht vor (und Hass auf) Russland und Deutschland zuverlässig mobilisierbar ist.

Das ist alles kein Zufall. Der Alptraum der US Regierungen ist seit mehr als 100 Jahren ein Zusammenrücken von Russland und Deutschland. In heutiger Sichtweise: der von Putin vorgeschlagene gemeinsame Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok. Wenn sich auf dem Eurasischen Kontinent Europa – das bedeutet vor allem: Deutschland – mit Russland und dann noch Russland mit China zusammentäten, dann entstünde ein gigantischer Binnenmarkt – mit Anschluss an die Pazifikregion. Das ist der Alptraum der US Strategen.

Zwar ist Europa ein überalterter Kontinent mit sinkender Bedeutung und der Schwerpunkt  der Weltwirtschaft wandert in die Pazifikregion, aber China hat genau so eine Vision für einen eurasischen Wirtschaftsraum vorgelegt. Wenn Chinas Belt and Road (BRI) Projekt greift, es ist mit 26 Trillionen, also 26.000 Milliarden USD Investition über 30 Jahre das größte Infrastrukturprojekt aller Zeiten, dann sind die USA auf ihrem Inselkontinent wirklich außen vor – abgehängt. Wundern Sie sich auch, dass sie in unseren Medien darüber so gut wie nichts hören? Ich habe mich so gewundert, dass ich 2015 den ersten Artikel darüber veröffentlicht habe, bei KenFM und bei der Gesellschaft für Friedenspolitik.

Man kann also mit gutem Gewissen sagen, dass KenFM die journalistische Arbeit erledigt, die von den realexistierenden „Qualitätsmedien“ nicht mehr geleistet wird. Der relevante Journalismus findet zunehmend in Alternativmedien statt, die von den althergebrachten Medien wütend bekämpft und verleumdet werden.

Wegen BRI wollten die USA TTIP, TISA und TTP. Das Ziel: wenigstens die Handelsregeln festlegen und Kontrolle ausüben. Im pazifischen „Freihandelsabkommen“ TPP waren China und Russland deshalb ausgeklammert! Was für ein Freihandelsabkommen ist das, wenn man die größte Handelsnationen China und Indien explizit ausschließt? Wenn die US Politiker von Freihandel sprechen meinen sie: Eine Seeblockade, um ihre Interessen zu schützen. Haben Sie davon in den realexistierenden Qualitätsmedien gelesen oder gehört?

Es ist existentielles Interesse der US Politik, dafür zu sorgen, dass eine eurasische Einigung unterbunden wird. Ihr Zweck ist, den Eurasischen Kontinent in drei separate Bereiche zu unterteilen. Deutschland muss von Russland getrennt werden, und Russland von China. Und: in Eurasien darf keine Zentralmacht entstehen. Wenn Sie sich fragen, warum sie das noch nie bei ARD und ZDF gehört haben: Ich frage mich das auch!

Ein Lusitania-Ereignis wie der MH-17 Abschuss ist zu diesem Zweck zielführend nutzbar, so wie Pearl Harbour zielführend war, um aus der Wirtschaftsmacht auf Platz 14 (vor dem 2. WK) die Nr.1 zu machen (nach dem 2. WK): die USA. Auch der Ukraine-Krieg ist zielführend. Streitigkeiten im Südchinesischen Meer sind zielführend. Ich würde mich nicht wundern, wenn China ein massives Minoritätenproblem entwickelte, nicht nur in Tibet, sondern auch bei seinen islamischen Bürgern in Xinjiang. Muslime, z. B. die Uiguren, gibt es nämlich auch in China. Islamistischer Terror ist zielführend strategisch nutzbar. Nicht erst seit Afghanistan 1979.

Ein tendenziell isolationistischer Präsident wie Trump ist allerdings nicht zielführend.

Deswegen entstand die Einheitsfront der US Geheimdienste und der US Konzern-Medien gegen Trump. Sein einziger Verbündeter im Deep State ist das Militär. Trump ist von Generalen umgeben-  und die haben in einer Art Zeitlupenputsch die Außenpolitik übernommen. Und auf imperialen Kurs korrigiert.

In dieser Situation kommt jetzt durch einen Bericht in der Washington Post heraus, wer das Schmutzdossier des ehemaligen MI6 Agenten Steele über Trump bezahlt hat, die Grundlage für das faktenfreie „Russland-hat-die-US-Wahl-manipuliert“ Gerede in den US-Konzernmedien:

Hillary Clinton.

Exakt, beweisbar: Ihre Partei. Clintons direkte Beteiligung ist nicht beweisbar, aber wer abstreitet, dass sie dahinter steckt, versteht nicht, wie so etwas im Tiefen Staat organisiert wird. Der Fachbegriff ist „Plausible Deniability“ (Glaubwürdige Abstreitbarkeit).

Das funktioniert so: Der Chef oder die Chefin nickt die Sache ab, oder initiiert sie, allerdings ohne nachweisbare Spuren zu hinterlassen und nur im kleinen Kreis. Offiziell hat das irgendein Stellvertreter gemacht, der, wenn die Intrige klappt, eine Raketenkarriere vor sich hat, oder, falls die Intrige herauskommt, erstmal rituell geopfert wird, damit der Chef oder die Chefin unbefleckt bleibt. Der Strippenzieher macht dann die Raketenkarriere mit ein paar Jahren Verzögerung.

Die Nachricht, dass Clintons Wahlkampfteam und der Demokratische Nationalkongress die Steele Schmutzakte mitfinanziert haben, stammt von der Washington Post und wurde z.B. von der BBC, CNN oder der Chicago Tribune weiterverbreitet. Sie stammt also aus Quellen, die von den realexistierenden Medien zum Premiumbereich gezählt werden.

Und jetzt raten Sie mal, wo Sie diese Nachricht nicht finden, obwohl Sie dort angeblich in der ersten Reihe sitzen.

Genau dort, wo Ihnen außerdem niemand erklärt, nach welchen Regeln dieses schmutzige Spiel funktioniert, obwohl genau das bitter nötig wäre, um nicht jahrzehntelang das Opfer von solchen spätrömischen Machenschaften zu werden.

Wieso wird diese Nachricht, und es ist nicht die einzige dieser Kategorie, keine Schlagzeile der Titelseiten? Wem nützt es, wenn Sie, liebe Zuschauer, Zuhörer und Leser, nach der Champignon Methode informiert werden: „Halte sie immer im Dunkeln und füttere sie mit Bullshit“? Ihnen? Der Demokratie?

Das Schweigen der Wölfe in ARD und ZDF, Süddeutsche, Zeit, FAZ, DLF etc. wirft viele ernste Fragen auf. Z.B. warum auch in unseren Medien alles getan wird, um die Beziehungen zu Russland zu verschlechtern, obwohl das weder im Interesse der deutschen Außenpolitik noch im Interesse der deutschen Wirtschaft ist, sondern ausschließlich im Interesse der imperialen US Politik. Ein Anheizen der militärischen Konfrontation, eine steigende Kriegsgefahr  ist verantwortungslos.

Warum bringen dann unsere realexistierenden Qualitätsmedien jede Nachricht, die das negative Russland Bild verstärkt, aber verschweigen aktiv eminent wichtige Meldungen, die den Konflikt entschärfen können?

Nicht zuletzt steht damit die Frage im Raum, welche Art von Gemeinsamkeit die Führungsschicht unserer Qualitätsmedien dazu bringt, wie Wölfe nur im Chor zu heulen, und wie gleichgeschaltet taubstumm zu agieren, obwohl sie doch darauf bestehen, dass sie kein Wolfschor und weder taubstumm noch gleichgeschaltet sind?

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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13 Kommentare zu: “Das Schweigen der Wölfe

  1. johndavid möchte ich antworten:
    Wenn ich mir dann noch vorstelle, dass jeder einmal 1 Woche lang
    kein TV anschaltet (kostet ja nichts, schadet auch keinem)
    und die Damen und Herren unserer öffentlich-rechtlichen Anstalten
    hätten keinen einzigen Zuschauer, außer dem, der ihnen mit ihrem
    Spiegelbild entgegensieht!!! Mich jedenfalls erheitert diese Vorstellung.

  2. Gestern las ich obigen Artikel. Schwere Anschuldigungen gegen Clinton & Co.
    Heute erklärt Trump’s Ex-Wahlkampfmanager, er werde sich dem FBI „stellen“. Man blickt nicht mehr durch.

    • Trump wird Anfang nächsten Monats zum Asiagipfel fahren. Eine Zusammenarbeit mit den asiatischen Staaten in Kooperation statt Konfrontation ist den Herrschenden ein Dorn im Auge.

  3. Ergänzend zum letzten Abschnitt, passend aber auch zum Rest dieses äußerst wahrhaftigen Artikel:

    Hintergrund: Die Propaganda- Matrix
    Wie der Council on Foreign ­Relations (CFR) den geostrategischen Informations­fluss kontrolliert.
    von Swiss Propaganda Research

    I. Der Council on Foreign Relations

    Der Ursprung des Council on Foreign Relations liegt im sogenannten „Trauma von 1920“ [1]: Nach dem Ersten Weltkrieg hätten die USA erstmals die globale Führungsrolle übernehmen können – doch der Senat entschied sich gegen den Beitritt zum Völkerbund und die kriegsmüde Bevölkerung wählte mit Warren Harding einen Präsidenten, der eine „Rückkehr zur Normalität“ [2] versprach und sich zuerst um die Angelegen­heiten und Probleme Amerikas und der Amerikaner kümmern wollte.
    Um ein solches Fiasko künftig zu vermeiden und „Amerika für seine weltweiten Pflichten zu erwecken“, [3] gründeten international orientierte Bankiers, Unternehmer und Politiker im Folgejahr in der Finanz- und Handelsmetropole New York den parteiübergreifenden CFR. Durch die Mitarbeit führender Akademiker und Publizisten, darunter Archibald Coolidge (The United States as a World Power, 1908) und Walter Lippmann (Public Opinion, 1922), sollten Ideen für eine „aktive“ Außen­politik entwickelt und in der Öffentlichkeit beliebt gemacht werden.
    (…)
    Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel bezeichnete [8] den Council deshalb einst als die „einfluss­reichste private Institution Amerikas und der westlichen Welt“ und als ein „Politbüro für den Kapitalismus“.

    Mit dem Zweiten Weltkrieg erweiterte sich das amerikanische Einflussgebiet erstmals auf (West-)Europa und Ostasien (insbesondere Japan). Um in diesen Regionen lokale Eliten aufzubauen und in die eigenen Planungen miteinzubeziehen, musste der Council sein Netzwerk ergänzen: Für Europa lancierte CFR-Mitglied Charles D. Jackson, Eisenhowers Assistent für psychologische Kriegsführung, 1954 die sogenannte Bilderberg-Gruppe, während für Ostasien von CFR-Präsident David Rockefeller und CFR-Direktor Zbigniew Brzezinski 1972 die Trilaterale Kommission gegründet wurde.
    (…)
    Eingebettete Medien

    Ob Zeitungen, Magazine, Rundfunk oder Internet: Der Council on Foreign Relations war stets darauf bedacht, Eigentümer, Chef­redakteure und Top-Journalisten der führenden Medien in seine Strukturen zu integrieren.

    In den USA wurden tatsächlich nahezu alle bekannten Medien von CFR-Vertretern gegründet oder bereits vor Jahrzehnten aufgekauft. Dies war möglich, weil für den Betrieb eines einflussreichen Mediums bis dahin erhebliche finanzielle Mittel sowie Zugang zu politischen Entscheidungsträgern erforderlich waren – und über beides verfügt der Council und seine Mitglieder wie kaum eine andere Gruppierung. Selbst moderne Internet­unternehmen wie Google und Facebook sind auf höchster Ebene in das Netzwerk des Councils eingebunden – und bisweilen auch an dessen internationalen Operationen [10] beteiligt.

    Die traditionellen Medien in (West-)Deutschland wurden nach dem Krieg in einem alliierten Lizenzverfahren [11] gegründet und mit sorgfältig ausgewählten Verlegern und Chef­redakteuren besetzt – Strukturen, die sich über verwandtschaftliche und andere Beziehungen bis heute erhalten haben.
    (…)
    usw. … umfangreicher Artikel.
    http://www.free21.org/die-propaganda-matrix/

  4. Wieder einmal ein sehr guter Artikel, der bisherige Tatsachen bündelt und dem ein oder anderen Gläubigen an die unabhängige Presse die Augen öffnet. Leider sehe ich die Vorwürfe an Herrn Pohlmann schon wieder vor meinem geistigen Auge: es wurde doch darüber berichtet, um 23.45 Uhr auf einem Spartenkanal der ARD (das mit dem Feigenblatt funktioniert immer) außerdem ist das keine relevante Informationen 😎, und das ist außerdem antiamerikanisch und deshalb pfui!
    Alle Transatlantiker gehören aus den ÖR entfernt und haben auch in politischen Ämtern nichts zu suchen, dann klappt es vielleicht irgendwann Mal mit der ausgewogenen Berichterstattung. Wird aber leider nichts, wenn selbst Blogger die auf Propaganda hinweisen, vor Gericht gezerrt und finanziell ruiniert werden sollen (Stern gegen Blauer Bote “ Baba Alabed Fake Story“)
    Ist nur ein Hinweis bezüglich unserer so heiligen Pressefreiheit.

  5. Eine gute und wertvolle Analyse. Danke Herr Pohlmann.

    An den widerlichen Kampagnen gegen Russland, aber auch gegen Herrn Trump kann man sehr gut beobachten, wie stark unterwandert die deutsche Medienlandschaft von transatlantischen Einflüssen (Lager Clinton, Obama) ist.

    Deutsche Politiker machen es sich einfach. Indem sie transatlantische Interessen vertreten, meinen sie Deutschland am besten zu dienen.

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