„Das System Merkel – Psycho-Horror ohne Ende?“

Nochmals vier Jahre mit Merkel? Aus „staatpolitischer Verantwortung“ eine neuen Große Koalition? Wie soll das deutsche Volk dies nur aushalten, fragt sich der Autor Rainer Rupp.

Das System Merkel (SM) ist am Ende, zumindest beim gemeinen Volk. Nur die Kanzlerin mit ihrem eisernen Willen zur Macht hat es immer noch nicht gemerkt. Obwohl ihre Hofschranzen Frau Merkel wegen ihrer Ausbildung zur Physikerin stets als besonders intelligent gepriesen haben, hat sie sich im Angesicht wachsender und schärferer Kritik als erstaunlich dumm erwiesen, zumindest wenn man die neuesten Forschungsergebnisse der US-Duke Universität zu Grunde legt. Demnach sind Menschen, die kein Problem damit haben, ihre Fehler zuzugeben, weitaus intelligenter als Leute, die „keine“ Fehler machen. Denn sie können besser Fakten beurteilen, haben weniger Vorurteile, können Dinge sachlicher betrachten und trotzdem ihren Grundsätzen treu bleiben. Dies sei eine herausragende Eigenschaft für gute Führungskräfte, so die Forscher der Duke-Universität.

Frau Merkel dagegen ist eine Frau, die öffentlich im Fernsehen der ganzen Republik erklärt, dass sie keine Fehler macht; dass sie nichts bedauert und auch nichts anders tun würde, wenn sie es nochmals zu tun hätte. Egal ob es ihre fatale Entscheidung war, als Möchtegern-Mutter-Teresa ihre Arme weit für Migranten aus aller Welt zu öffnen, oder ob womöglich andere Fehler für die starken Verluste der CDU bei den Wahlen verantwortlich sind oder gar ihre ungeschickte Verhandlungsstrategie zum Scheitern der geradezu paradiesisch dargestellten „Jamaika-Koalition“ beigetragen hat? Nein, Frau Merkel würde auch im Nachhinein nichts anders machen.

Allerdings kann man sich nur wundern, dass die Jamaika-Koalitionsverhandlungen mit 50 und mehr Leuten aus je vier Parteien wochenlang in epischer Breite über weit mehr als 200 Detailpunkte diskutiert haben, obwohl die vier Parteien bis zuletzt sich auf oberster Ebene nicht einmal auf die wichtigsten Grundzüge einer gemeinsamen Politik geeinigt hatten. Aktionismus mit medienwirksamen Balkonshows der Verhandlungspartner, aber kein zielgerichtetes Agieren. Dennoch bei Fragen nach möglichen Fehlern ein klares „Nein“ der Kanzlerin, denn Fehler macht Frau Merkel nicht!

Nun steht die Kanzlerin vor ihrem Scherbenhaufen. Und alle, die bisher Dank des System Merkel (SM) ihre Schäfchen ins Trockene bringen konnten, versuchen Wege zu finden, um Merkel weitere vier Jahre am neoliberalen Steuer des Staatsschiffes zu halten. Vor allem die politische und die mediale Kaste des Systems beherrscht derzeit die Medienhoheit auf allen Kanälen. Da es mit der FDP nicht geklappt hat, soll nun die SPD wieder für eine nächste Große Koalition unter Führung der Kanzlerin zur Verfügung stehen. Das aber wäre das endgültige „Aus“ für die Sozialdemokraten. Letztere aber unterliegen derzeit einem medialen Dauerfeuer aus schweren Geschützen.

Vor allem scheinen die mit „staatspolitischer Verantwortung“ gefüllten Granaten, ihre psycho-toxische Wirkung auf die SPD-Genossen nicht zu verfehlen. „Staatspolitische Verantwortung“ fordert instinktiv bei jedem anständigen Deutschen Haltung. „Staatspolitische Verantwortung“ wird vor allem von Vertretern der Unionsparteien und von den ihnen nahestehenden Medien zwecks Machterhalts von Kanzlerin Merkel von den Sozialdemokraten gefordert. Letztere werden mit der gleichen Forderung von Bundespräsident Steinmeier zur Fortsetzung des Erfolgsmodells gedrängt, das zum Absturz der Sozialdemokraten bei den Bundestagswahlen geführt hat.

Dabei wäre es doch so einfach für die SPD, den Spieß umzudrehen und von der Union „staatspolitische Verantwortung“ zu verlangen, nämlich den Rücktritt von Frau Merkel. Denn damit könnte die SPD-Parteiführung ein Einknicken gegenüber ihrer Basis besser rechtfertigen. Auch die wachsende Zahl der zunehmend lautstarken Merkel-Gegner in der CDU und CSU wären der SPD sicher für einen solchen Schritt sehr dankbar.

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Dieser Beitrag erschien am 27.11.2017 bei RT-Deutsch.

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7 Kommentare zu: “„Das System Merkel – Psycho-Horror ohne Ende?“

  1. Fehler kann man nur eingestehen, wenn man denkt, dass die eigene Handlung ein Fehler war, nicht, wenn man von anderen gesagt bekommt, dass es ein Fehler war. Frau Merkel hat richtig gehandelt. Und es ist richtig, zu sagen, man bereue es nicht, wenn man es nicht bereut.

    Frau Merkel wäre fertig gemacht worden, hätte sie die Grenzen geschlossen gehalten (Stichwort „Merkel streichelt“), und brutale Bilder hätte es genug gegeben… und sie wird fertig gemacht, weil sie sie dann doch noch geöffnet hat.

    Wird nicht bemerkt, wie die tonangebenden Medien gegen Merkel schreiben?

    Auch die Absage der FDP an die Regierungsbildung war nicht Merkels Schuld. Die FDP hat viele Zusagen bekommen, die die FDP aber, so scheint es, gar nicht wollte, sondern einen vielleicht verdeckten Putschversuch vorzog…

    Bin nicht davon überzeugt, dass Merkel von der Elite noch gewollt ist. Sie hält zu viele zusammen, ist zu kompromissbereit, vermittelt Stabilität …das hilft dem gewünschten Chaos, und den Handelsattacken auf Europa nicht.

  2. Ich, als Nichtwähler grinse natürlich über die jetzige Kopflosigkeit, der Regierungswilligen oder Unwilligen.

    Da ich DIE alle nicht wollte, bin ich ganz zufrieden, dass eine gewisse Konfusion eingetreten ist.

    Die Koalition der Dumm Schwätzer, kann sich nicht einig werden, welche Daumenschraube noch weiter gedreht werden soll.

    Ob nun, meine ach so geliebte SPD die sozialen Mauern noch weiter schleift, oder eine
    Jamaika Koalition den Rammbock ansetzt ist doch gehüpft wie gesprungen.

    In sofern ist es auch egal, ob eine Angela Merkel, oder ein Martin Schulz den Staat im Schlingerkurs weiter an die Wand fährt.

    Ich und wahrscheinlich die meisten Menschen im Land wollen endlich wieder das Gefühl haben, in einem Land zu leben, wo eine klare Sprache gesprochen wird, so dass Aussagen auch einen Inhalt haben.

    Der Mag mir ja nicht unbedingt schmecken, aber man weiß wenigstens wie die Uhr tickt.

    Nur so, wird es auch wieder eine Akzeptanz geben. Aber dieses ständige herumgeeier,
    der Politiker, die Heute so und Morgen so reden, führt doch zu einer totalen Verunsicherung des Wählers.

    Wenn feste Größen, wie eine solide Fiskalpolitik, und eine solide Sozialpolitik abhanden gekommen sind, so tritt bei jedem Bürger im Land eine Existenzsorge ein.

    Dem einen schrumpfen die Ersparnisse, durch 0 Zinspolitik

    Dem anderen reicht die Rente nicht mehr.

    Da mag der SUV in der Garage und der Sommerurlaub im Moment noch ein wenig die Augen verkleistern, im Hintergrund schleicht aber bei jedem schon ein Gespenst herum, was wird als nächstes passieren.

    Momentan erleben wir nur noch ein reagieren aber kein agieren mehr.

    Dazu kommt diese guter Bulle böser Bulle Spiel mit der EU und Brüssel, hinter dem man sich versteckt.

    Die links blinken und rechts Abbiegepolitik, welche von der SPD zur Regierungsform erkoren wurde, und von allen Nachfolgeregierungen übernommen wurde, ist nach drei Regierungen auch vom Blindesten Demokratiegläubigen durchschaut worden.

    Sie hat zu lange schon funktionieren und das Land letztendlich in eine echte Vertrauenskrise geführt.

    Das ist doch der wirkliche Grund der sogenannten Politikverdrossenheit des Wählers.

  3. „Dabei wäre es doch so einfach für die SPD, den Spieß umzudrehen und von der Union „staatspolitische Verantwortung“ zu verlangen…“

    Die SPD, das Sorgenkind… Natürlich wärs einfach für die SPD, den Spieß umzudrehen, aber sowas macht doch eine SPD nicht. Es wäre auch einfach gewesen, im Wahlkampf rauszuarbeiten, dass die AfD zutiefst neoliberal tickt. Stattdessen haut man tief unter der Gürtellinie auf deren Wähler ein. Dumme Idee…
    Vor jeder Wahl schließen wir Wetten ab (kein Scherz), was der SPD dieses mal einfällt um bloß nicht ein paar Prozente zu gewinnen. Momentan heißt der Prozentekiller Schulz. Ganz dumme Idee…

    Und ich wette, die SPD hätte noch ein paar Tricks auf Lager von der Art: „4 Wochen vor einer Wahl, Fahrverbote für Diesel fordern“…
    Dieser Laden ist entweder gnadenlos neoliberal unterwandert, oder einfach nur sehr sehr dumm!

    Frau Merkel dagegen halte ich nicht für dumm, sondern für sehr krank! Cäsarenwahn (krankhafte Übersteigerung des Machtanspruchs)!

  4. Vor einem Jahr habe ich unter anderem in diesem Artikel meine Vermutungen über Kanzlerin Dr. Angela Merkel geschrieben:

    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2016/10/28/wie-geeignete-personen-in-entscheidende-positionen-gehievt-werden/#more-2439
    Zitat aus meinem Artikel:
    „Am 13. September 2002 hielt Oppositionspolitikerin Dr. Angela Merkel als CDU-Vorsitzende eine Rede im Deutschen Bundestag, in der sie vor einem „deutschen Alleingang“ warnte. (1)
    Darüber hinaus reiste sie nach Washington und verfasste am 20. Februar 2003 einen Artikel für die Washington Post mit dem Titel: „Schroeder doesn`t speak for all Germans.“ (2)

    Vermutlich ist sie durch dieses Verhalten den entsprechenden Kreisen in Übersee aufgefallen – nämlich dem Kreis derjenigen, die Krieg wollten und dazu gehörte der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, George W. Bush. Es könnte durchaus sein, dass die Rede und der Artikel ihr den Weg zur Kanzlerschaft geöffnet haben, denn schließlich hat auch ihr Vorgänger „US-Wahlhilfe“ im Gegenzug für die „richtige Einstellung“ bekommen.“ ZItatende

    (1)https://www.youtube.com/watch?v=izcpOXCyssg
    Dr. Angela Merkels Rede im Bundestag vom 13. Sept. 2002.
    (2) https://www.washingtonpost.com/archive/opinions/2003/02/20/schroeder-doesnt-speak-for-all-germans/1e88b69d-ac42-48e2-a4ab-21f62c413505/

    Ich glaube, dass wir uns in einer Schein-Demokratie befinden und dass über Macht an ganz anderen Stellen entschieden wird – und nicht vom „Volk,“ dem angeblichen „Souverän“.
    Aktuelles Beispiel: Zeigt nicht der gegenwärtige Glyphosat-Skandal, dass unser Wille, der Wille des „Volkes“, des angeblichen „Souveräns“ auch bei solchen Entscheidungen überhaupt nicht zählt, sondern dass Lobby-Gruppen sich durchsetzen?

    Aber wenn etwas schiefgeht, dann zeigt man hinterher mit dem Finger auf das „Volk“ und sagt: „Die haben die ja gewählt“ – oder: „Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient“
    Sehr bequem, für die wahren Entscheider…

    • Der beste Beweis dafür, dass das Volk nicht der wahre Souverän ist, ist die Existenz von Geheimdiensten.

      Ein Souverön kann nur der Souverän sein, wenn er über die absolute Macht verfügt.
      Über die absolute Macht verfügt er nur, wenn er alles tun und lassen kann (wie er will).
      Alles nach seinem Willen tun und lassen kann er aber nur, wenn er über alles Bescheid weis.
      Das Volk, der angebliche Souverän, weiß aber dank der Geheimdienste NICHT über alles bescheid, da die Informationen der Geheimdienste für es gar nicht zugänglich sind bzw. nur sehr stark eingeschränkt.

      Sollte das Volk der wahre Souverän werden, dann nur über die Abschaffung der Geheimdienste.

      Dies zu verhindern, ist kein Mittel zu schlecht, und kein Mittel zu teuer, die Existenz der Geheimdienste dem angeblichen Souverän weiter für unverzichtbar darzustellen.

      Ein in diffuser Angst gehaltener angeblicher Souverän, der nach Sicherheit bettelt und alles dafür aufzugeben bereit ist, ist der feuchte Traum aller Geheimdienste und ihrer verborgenen Lenker.

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