Das Volk kehrt auf die Weltbühne zurück | Von Anselm Lenz

Ganz gleich woher man kommt und wohin man will: Die immer sinnlosere Beschleunigung einmal anzuhalten, das große Moratorium auszurufen, um angesichts doch einiger gesellschaftlicher Herausforderungen die freie Debatte und Entscheidungsfindung herbeizuführen — zum Beispiel für Arbeitszeitverkürzung, zivilisierte Formen der Verteilung von Arbeit und Kapital, konstruktive Lösung von Umweltkrisen und echte solidarische Entwicklungshilfe –, das wären keine schlechte Idee gewesen.

Doch vor die Wahl gestellt, das demokratische Prinzip auszuweiten, entschieden sich die ewig Alternativlosen für ihr ganz eigenes irrationales Corona-Debakel. Alle müssen mit? Eher eine Geiselnahme.

Ein Standpunktvon Anselm Lenz,
Herausgeber der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand.

Am Ende des Corona-Fiaskos wird ein totaler Umbruch stehen; kein Fernsehgesicht wird mehr dasselbe sein. Eine ganze intellektuelle Klasse hat bereits abgedankt, ein Teil der Wissenschaft ihre Aufgabe verraten. Und die Berufspolitiker des Westens der Gegenwart können sich nur noch knapp mit Intrige und purer Gewalt halten.

Was für ein maßloser und in dieser Form dann doch ungeahnter Absturz ins Bodenlose. Wer hätte einen solch umfassenden Kollaps der Eliten für möglich gehalten? Ein Im Grunde für das ganze Menschengeschlecht zutiefst beschämender Vorgang und zumindest insofern den historischen Nazis ähnlich. Aus dem Hintergund singt Marlene Dietrich: “Wann wird man je verstehen?”

Dagegen haben sich in Frankreich, England, Deutschland und allen anderen vom Corona-Regime betroffenen Ländern neue Demokratiebewegungen etabliert, die eine Abkehr vom Prinzip des Gegeneinanders fordern, um statt dem Rückfall in ein neues dunkles Zeitalter das Bewährte zu verteidigen und den demokratischen Aufbruch zu wagen. Ein harter Schnitt mit der politmedialen Kaste, Technik-, Internet-, Kontroll- und Pharmakonzernen und antidemokratischen Strukturen wie Militärbündnissen, der Europäischen Union, IWF, Weltbank ist nötig.

Eine Einsicht, für die man kein Studium braucht, sondern sich nur aufmerksam in der Welt umschauen kann. Wer das tut, wird von Vertretern der genannten Einrichtungen und deren Hofschranzen in Deutschland mit dem Bannstrahl des “Antisemiten” belegt; damit wurde der Begriff zur bloßen Beschimpfung inflationiert. Nicht umsonst kommt das Wort auf Schulhöfen, wenn sie denn noch geöffnet sind, allenfalls noch im Rang eines Blondinenwitzes vor: Als abgegriffene Geschmacklosigkeit aus einer Vergangenheit ohne Bezug zur eigenen Wirklichkeit.

Weder ist das Corona-Regime links, noch ist die Demokratiebewegung in Deutschland rechts oder gar von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit geprägt. In anderen Ländern wird dieser Gegensatz auch nicht behauptet. Der Widerstand gegen die gezielte Grundrechtszerstörung zur Verschleierung des im dritten Quartal 2019 global geplatzten Banken- und Schuldenregimes wird weder in Tel Aviv noch Paris, nicht in Rom und nicht in London mit Rechtsradikalismus oder gar dem Holocaust in Verbindung gebracht. Das ist eine typisch deutsche Spezialität, ein ganz eigentümlicher Sonderweg.

Andernorts hat man zuviel Respekt davor, solcherlei rotzige Verleumdungen, die die Geschichte instrumentalisieren und gegen Mitmenschen in der Gegenwart wenden, einfach so gegen Gruppen vorzubringen, mit denen man ja weiterhin wird leben müssen. In Deutschland geht’s dabei wieder einmal nur um Zerstörung eines behaupteten Feindes. Der ist rechts seitdem sich die Regierung und ihre Speichellecker*innen links zwanzig Jahre lang zu Tode umarmt haben, bis heute unter Corona nichts Anti-Sozialeres mehr vorstellbar ist, als die Führungsriege der organisierten Linken. An der Basis sieht das selbstverständlich anders aus.

Kollateralschäden, Verhältnismäßigkeiten und Spätfolgen scheinen unter Corona offenbar völlig egal, Hauptsache zündeln. Überraschend nur, dass die Regierung selbst nun proaktiv daran arbeitet, die Fundamente der Gesellschaft zu vaporisieren. Es scheint fast so, als hätten richtig hasserfüllte Hardcore-Generation-X-ler und ein paar frustrierte Achtundsechziger ihre maoistische Ader entdeckt.

Eine Führerin haben sie; die Zukunft soll nicht universell und menschlich sein, sondern: “Die Zukunft ist weiblich”, heißt es. Dazu jetzt neu aus USA: “Black lives matter.” Das ist selbstverständlich so glaubwürdig, wie eine Versicherungspolice gegen Revolutionen. Solange jemand aus dem New Deal ausgeschlossen werden kann, ist immer genügend Profit drin. Unter den Schwarzen und den Frauen gibt es derweil einfach etwas weniger Vermögen abzuschöpfen – und weniger organisierten demokratischen Widerstand. Also knüpft man die Anderen auf. Das hat historische Gründe; um echten Ausgleich der Interessen ging es jenen, die ihn da im Munde zu führen vorgeben, jedenfalls nie, zu keinem Zeitpunkt.

Regierung lässt beschimpfen und denunzieren

Und so behauptet man sich vom Schlechten umzingelt, lässt einen Salonpianisten dazu spielen, der das Narrativ widerholt. Alles Nazis außer Mutti! Jetzt muss man losschlagen gegen die eigenen Leute im Land, selbstverständlich im Sinne des Guten. Dass man Schlechtes tun müsse um etwas Gutes zu erreichen, ist der älteste Trick der organisierten Mörder, Betrüger und Verräter.

Verleumdungen aber schlagen zurück und zwar zuerst in Form einer Neuaufstellung politischer Verbindungen und einer Justierung der Begriffe in der Wirklichkeit: Wer oder was ist eine ernsthafte Bedrohung für ein friedliches Leben in Frieden, Freiheit und sozialem Ausgleich für alle? Wer ist offen für echte Diskussion und Aufbruch – und wer dagegen stürzt die Menschen mit wahnhaften Lügen und psychologischer Kriegsführung in Ausgangssperren, Entmündigung und die Zerstörung der Existenzgrundlagen?

Wer will dem Menschen als solchen ans Leder, ihn gängeln, einsperren, zensieren, unterdrücken und wie ein Stück Vieh nummerieren, ihn kontrollieren und marktkonform durchimpfen? Wer will hier die totalitäre Kontrolle über meinen Körper, mein Gesicht, meine Biometrie, meine Berufswahl, meine Bewegungsfreiheit, meine Briefe, meine E-Mails, meine ganze Kommunikation, meine Einnahmen, meine Ausgaben, meine Freundschaften, meine Gedanken und schließlich auch noch über meine Kinder? Wer oder was wagt es, überhaupt daran zu denken, soetwas wirklich ungestraft wagen wollen zu dürfen?

Zeit für ein wahres Wort

Gegen den fanatischsten und umfassendsten Angriff auf die Würde und mehr noch, auf das Sein des Menschen seit 1945 stehen bereits seit Ende März 2020 Menschen aller politischen Farben und Hintergründe auf. Geeint im Bewusstsein gegen eine intellektuell, psychisch und sozial kollabierende Elite, die wie irre um sich schlägt, zivilisatorische Grundsätze verteidigen zu müssen.

Das Volk als eben solches erscheint im Moment des Versuchs seiner gezielten Zerstörung als einziger Träger von Demokratie, Wirtschaftsleben und Kulturproduktion wieder auf der Weltbühne – und zwar in seiner ganzen Buntscheckigkeit. Die Republik formiert sich – historisch wie gegenwärtig – gegen das Imperium. Das nur vage Verbundene kommt im Moment der Bedrohung durch das Unmenschliche, das Roboterhafte, das Zynische und Gewalttätige zusammen.

Diesen mitmenschlichen Impuls versucht das Imperium in der Art der historischen Faschisten zu instrumentalisieren. Solidarität im Angesicht des dräuenden Virustodes soll schamlos ausgebeutet werden, um gewaltsam eine smarte Konzerndiktatur zu errichten: Kalt, modern und teuer. Die Verdummten und Geschwächten folgen einstweilen dem einfacheren Machtangebot der Regierung. Das wird sich umkehren, die Frage ist nur noch, wann.

Die Hölle auf Erden

Nach dem “Dark Winter”, dem seit Monaten raunend dumpf beschworenen dunklen Winter, soll eine Art Google-Nation stehen mit eingebautem Tributsystem in jedem Körper, an jedem digtitalen Konto, mit totalitärer Überwachung, Ausspähung von allem und jedem und einem brachial aufgestockten militärischen Arsenal, das nun den Krieg nach innen führt. Statt Länder wie Afghanistan, den Irak, Libyen und so weiter und so fort zu überfallen, sollen nun die Leute im eigenen Land dran glauben.

Ein Krieg gegen Menschen, die nun nicht einmal mehr als Arbeitskräfte an den Maschinen und Kaffeekocher in den Bürotürmen gebraucht werden, sondern allenfalls als Storm Troopers, als Security, also als private Securitate gegen die anderen Nutzlosen. Das hart errungene Prinzip des einigermaßen freien Staatsbürgers weicht dem Menschenbild eines verwalteten Stück Fleischs mit Gesichtswindel. Das pralle Leben soll sich in der neuen neofeudalistischen Klasse abspielen und nur dort. Dr. No lässt grüßen.

Das Versagen der Repräsentation hat zum Wechsel der Initiative geführt. Das Menschenrecht wird in Deutschland nicht mehr von jenen verteidigt, die sich dafür auf die einstweilen unterlegenen Heldinnen und Helden der Geschichte beriefen. Man lässt den Coronazi einfach mal raus. Zuletzt hat sich nun auch das Bundesverfassungsgericht von seiner Aufgabe verabschiedet und sich offen gegen das Grundgesetz gestellt, als es die Demonstration der Demokratiebewegung mit 20.000 in Bremen verfassungwidrigerweise verbot, aber eine Demonstration der Regierung mit 50 bis 70 Mitarbeitern am selben Ort zuließ.

Der Vorgang war durch eine Personalie im Stile einer mittelamerikanischen Bananenrepublik im Mai 2020 vorbereitet worden, als der Jurist und CDU-Berufspolitiker Stephan Harbarth zum neuen Präsidenten des höchsten Gerichtshofes bestimmt wurde. Harbarth gilt als Konzernlobbyist der reinsten Sorte ohne den Hauch eines Skrupels, wenn es gegen die Menschen geht, etwa im Zusammenhang mit den Cum-Ex-Verbrechen.

Verhältnismäßigkeit? Für Harbarth kein Thema, nie gewesen. Selbstverständlich ist ein solches Leben als Speichellecker der Mächtigen ein trauriges, ein von der Erfahrung der Liebe oder des echten, wertigen und geteilten Genusses abgeschiedenes. Einstweilen sind faktische Macht und die Lust an der puren Gewaltausübung bar jeden zivilisatorischen Niveaus auf der Seite solcher Leute wie dem früheren Banken-, Rüstungs- und Konzernanwalt, der bereits als CDU-Bundestagsabgeordneter astronomische “Nebeneinkünfte” bezog.

Ein dunkler Winter? Die Darth-Vader-Merkel-(Anti-)Fa ist dabei!

Auch für geringere Gehaltsklassen bietet Corona ein paar Anhaltspunkte zum Ausleben autoritärer Gelüste. In Deutschland wird das Phänomen “Antifa” in der Gegenwart nur noch als aggressives Projekt abgestürzter Rich Kids aus zerrütteten Akademikerfamilien sichtbar. Das Label “Antifa” scheint als Gucci-Täschchen für jene herzuhalten, die spüren, dass weder ihr eigenes Talent noch die Priviliegien ihrer Eltern ausreichen werden, um ihren beanspruchten gesellschaftlichen Status in der Zukunft zu sichern.

Über den Umweg der politmedialen Kaste suchen sie den Weg zuerst in moralischer Selbstüberhöhung – unter völliger Umgehung der Aufklärung der eigenen Familiengeschichte – und schließlich in Gewaltausübung gegen alles und jeden, was sich ihren meist unsortierten und kurzen Gedankengängen nicht unterwirft oder nicht mehr unterwirft.

Sprechen wir’s aus: Es geht um die Bündnisgrünen, also jene Partei, die marktradikaler als die FDP ist, kriegs- und mordslüsterner als Hillary Clinton, kalt berechnender als Wladimir Putin und dummdreister als Britney Spears. Und es fertig bringt, fortwährend von bizarren Sexthemen zu trompeten, während die Tränchen kullern. Ein Club der Borderliner.

Das Ziel der Bündnisgrünen-Rich-Kids-Antifa ist dabei Kapitalismus in Reinkultur, von Gated Community bis 50 Cent Trinkgeld für den Gärtner aus dem Senegal, der die Ehre hat, bei ihnen mal die Blumen zu gießen. Die Liebe zur wahnhaft thematisierten Diversity endet nach dem Ende der Selfie-Aufnahme am Gatter. Herrschen mit Liebe und Sonnenblümchen.

Eines ist ihnen sicher: Ohne jede natürliche Autorität oder auch nur Akzeptanz in der Bevölkerung durch besondere Fähigkeiten oder Intelligenz sollen Lohnabhängige, Arbeiter und Landwirte sie nicht nur durchfüttern – das wäre noch nachvollziehbar und übrigens auch möglich – sondern sie als gehobene Priesterkaste anerkennen, die geboren wurde, um über sie und in letzter Konsequenz den ganzen Planeten zu herrschen. Man behauptet, man sei jetzt selber dran mit der Unterdrückung, weil man früher mal unterdrückt worden sei, wobei man sich dafür zum Schein mit Opfern aus der Vergangenheit identifiziert.

Herrschen, um zu schützen

Mit einem Wort: Die Töchterchen und Söhnchen wollen im Grunde ein Leben lang Prinzessinnen und Prinzen spielen, also wie Feudalherren herrschen. Das ist selbstverständlich das Gegenteil von der historischen Antifa, die dafür antrat, die Bürgerlichkeit und damit das zivilisierte Leben – “niemandes Herr, niemandes Knecht!” – gegen den Nazi-Terror zu verteidigen. Und dafür von Zeugen Jehovas über wertkonservatives Beamtentum, von Monarchisten zu Liberalen und Anarchisten, Sozialdemokraten und Kommunisten zusammenbrachte, um die bürgerliche Weimarer Republik und deren Verfassung gegen “das radikal Böse” (Hannah Arendt) zu verteidigen. Wie sich herausstellte: Sie hatten damals in jeder Hinsicht recht, wer würde das bestreiten?

So verhält es sich auch in der Gegenwart, einzig die Labels haben gewechselt. Wer für die Werte demokratischer Grundrechte eintritt und sie gegen jede Form von Ausnahmezustand verteidigt, steht mit beiden Beinen auf dem Boden des Grundgesetzes. Und damit auf der Seite der Redlichen, der Friedlichen, der Verständigungs- und Demokratiewilligen, der Fortschrittlichen und der Menschenfreundlichen in der Geschichte wie der Gegenwart — Wann werden Verfassungsgrundsätze mehr gebraucht, als im Moment der Krise, des Konflikts, ja, des dräuenden Bürgerkrieges?

Unter dem Stichwort Corona tritt seit neun Monaten der Zusammensturz ganzer Weltbilder zutage. Sichtlich wird, dass der neue Faschismus in Deutschland unter der Maske des Antifaschismus daherkommt. Das ist schade für alle, die es damit einmal ernst meinten. In fanatischer Zerstörung aller zivilisatorischen Dämme greifen die Coronisten von Beginn zu fast allen Mitteln, um ihre Lüge durchzubringen. Ganz so, als gäbe es eine alternativlose Schlacht zu schlagen, einen finalen Sieg zu erringen, die Lösung aller Probleme mit einem Roundhousekick herbeizutreten und alles und jeden zur gesellschaftlichen Vernichtung freizugeben, der nicht im Marsch des perversen Maskenzwangs und der Impfwilligen mitmarschiert. Die sich nicht gemein machen lassen mit der mutwilligen und zutiefst boshaften Zerstörung des zivilisierten Lebens.

Indes steht ihr Angriff auf das Menschenrecht auf tönernen Füßen: Behauptet wird eine schlimme Seuche, die die Menschen in großer Zahl sterben lasse. Bekannt ist von Beginn an, dass dies so schlichtweg nicht der Fall ist, sondern es sich beim Covid-19-Skandal um eine PCR-Test-Pandemie handelt und die Ängste in der Bevölkerung absichtlich von Seiten der Regierung und der Medienkonzerne geschürt wurden und werden. Mittlerweile in einer Form, die die eigene Lächerlichkeit nicht einmal mehr verbergen kann.

Hinter dem gezielten Gesellschaftskollaps in vielen, nicht allen Ländern der Erde, stehen Pharmalobby, Internetkonzerne und ein Teil des wankenden US-Imperiums. Deren gemeinsames Ziel ist nicht etwa der Klimaschutz. In Teilen der Klimabewegung war jahrelang diskutiert worden, ob die Menschen eine andere Krise bräuchten, um den Raubbau am eigenen Planeten überwinden zu lernen, der schleichend ablaufe und dann irreversibel sei.

Konzernen wie Google, Amazon, Microsoft, Pfizer und dem Tiefen Staat in den USA und der EU geht es aber nicht um Rohstoffschonung, eine Umstellung der Produktion und den Abbau des Militärs. Sie führen einen totalen Wirtschaftskrieg gegen den Mittelstand in Amerika, wie den anderen Ländern des Westens. Der militärischen Unterwerfung weiter Teile der Welt war in der Vergangenheit die Implementierung eines finanzialen Tributsystems über Banken und die erzwungene Weltwährung Dollar gefolgt.

Nach dem Zusammenbruch des systematischen Finanzmonopols dieses Hegemonialsystems ab dem Jahr 2007 wurde eine neue Tributmaschine geplant, die nun offenkundig weltweit ausgerollt werden soll. Das US-System und dessen Satrapen, wie die EU, führen derzeit einen Krieg gegen das eigene Bürgertum, also gegen jene, die Professor David Graeber vor 12 Jahren “die 99 Prozent” genannt hatte. Graeber stellte der neofaschistischen Weltherrschaft der Finanz- und Konzernkaste und deren willigen Vollstreckern eine kleinteiligere und demokratische, jedenfalls zivilisierte Lebensweise gegenüber.

Der Professor der London School of Economics and Political Science verstarb am 2. September 2020 in Venedig aus ungeklärten Gründen. David Graeber ist 59 Jahre alt geworden. Besonders populär wurde sein Werk “Schulden – die ersten 5000 Jahre”, mit dem er die Herrschaft über die Währung und die politische und wirtschaftliche Instrumentalisierung des Schuldensystems bis zur Aufhebung des Goldstandards im Jahr 1971 schonungslos offenlegte.

Mit dem Ende des Bretton-Woods-Währungssystems sei vor rund fünf Jahrzehnten “der Anfang von etwas” gemacht worden, dessen Ende “noch nicht bestimmt werden kann”. David Graeber hinterließ im Spätsommer 2020 eine Familie, seine Studenten und eine Leserschaft in der ganzen Welt, die sich eine Antwort auf die einander überlagernden Überproduktions- und Kriegskrisen, die Hungersnöte auf der Südhalbkugel und die bereits vor dem Corona-Kollaps manisch-depressive, also abwechselnd aggressiv geladene oder völlig erschlaffte politmediale Kaste des Westens erhoffte.

Graeber war auch in anderer Hinsicht ein Vorbild: Wer uns zu einer neuen Epoche ermutigen will, stellt sich uns mit passablen Umgangsformen vor, anstatt uns beschimpfen und verfolgen zu lassen. Einzig gut zu wissen, dass sich das Corona-Regime nicht wird halten können. Bereiten wir uns darauf vor. Es könnte schneller gehen, als gedacht.

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Die Bücher „Sabotierte Wirklichkeit“ von Marcus B. Klöckner und „Machtelite“ von Charles Wright Mills werden in diesem Zusammenhang empfohlen.

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Die Wochenzeitung Demokratischer Widerstand ist aus einem informativen Flugblatt noch im April 2020 zur auflagenstärksten Wochenzeitung der Republik geworden. Die Zeitung erreicht seit 29 Ausgaben Menschen durch Verteiung im ganzen Land, die ansonsten ausschließlich der Regierungs- und Konzernpropaganda ausgesetzt wären. Die Redaktion der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand ist auf Spenden angewiesen per Crowdfunding an Anselm Lenz / Vorstand KDW e.V. GB77 REVO 0099 7016 8700 94 (Eurokonto in England) oder am besten als Patreon.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Ju1978 / shutterstock

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33 Kommentare zu: “Das Volk kehrt auf die Weltbühne zurück | Von Anselm Lenz

  1. Isabelle Emcke sagt:

    https://www.bitchute.com/video/iKJ5uKc7Bu4s/

  2. Dirk Stamm sagt:

    Es wird mit psychologisch und existentiell repressiven Maßnahmen, in einer kriminell verkürzten Zeit, mit absolut fadenscheinigen Gründen, in der einlullenden Weihnachtszeit eine hoch ominöse Impfung der gesamten Weltbevölkerung ungefragt aufgezwungen. Die Wehrlosesten unter uns, alte Menschen in Heimen, werden schon diesen Monat geimpft. Dieses überhastete Vorgehen bedeutet schlicht: Es stimmt etwas mit dieser Impfung nicht. Entweder sind die Behörden in kopfloser Panik oder es ist etwas oberfaul. Egal wie beschwichtigend von pharmanahen Personen über diese 7 Milliarden-Menschen-Impfung geredet wird, hier wird ein Ding gedreht. Ehrlich …. ich tippe statt auf Profitmaximierung der Vollständigkeit halber mal auf Euthanasie. Bedenkt man die Möglichkeit, dass durch diese mRNA-Impfung die Menschen nicht immunisiert, sondern im Gegenteil sensibilisiert werden können gegenüber einem passenden Virus, dann ließe sich dieser Zusammenhang bei einer kommenden tödlichen Pandemie, vor der die großen Gesundheitsbehörden schon lange warnen, kaum mehr nachweisen. Der richtige Zeitpunkt für eine „säubernde“ Seuche – sind viele Menschen erst mal individuell präpariert zum Sterben – wird in aller Seelenruhe abgewartet. So lange bleibt der zu der jetzigen Impfung passende Virus eben in der Schublade. Die Immunsysteme der Menschen verlieren ihre genetische Präparierung ja nicht. Das ist die perfekte selektive biologische Waffe. – Warum das alles aber? Zur Beantwortung reicht ein Blick auf die Weltlage. Wer sagt denn, dass kein Krieg herrscht? Das sagen nur wir, die Betroffenen. Warren Buffett, der mir ja symphatisch ist, behauptet aber schon lange das Gegenteil. Für ihn besteht zwischen seiner Klasse und allen anderen ein Krieg. ….“und meine Klasse wird diesen Krieg gewinnen.“ so sagt er. Im Krieg sterben eben Menschen. Wie führt man einen selektiven Klassenkrieg, bei denen nur die „Brauchbaren“ überleben sollen, ohne den überzähligen Gegner aufzuwecken? Wer denkt denn daran, dass ein Impfstoff genau die entgegengesetzte Wirkung und den entgegengesetzten Zweck hat, von dem wohltätigen Nutzen, den man ihm normal zu spricht? Wer würde überhaupt einen Zusammenhang sehen? Wer würde an eine Kriegslist denken, wo doch offiziell gar kein Krieg herrscht? Bei einer zukünftigen Todespandemie, die erst Jahre später „ausbrechen“ bräuchte, werden die jetzigen rasenden Impfer dann sogar die Helden sein, welche die Pandemiegefahr voraussahen, auf die aber dummerweise leider keiner der unbelehrbaren Opfer damals hörte. Die Überlebenden werden die Schnellimpfer nicht verdammen, sondern sogar ehren. So wird das Leben dann friedlich in Gemeinschaft nach der gemeinsam überstandenen Todespandemie weitergehen. Wenn diese Untersuchungshypothese zutrifft, dann wäre das eine geniale Camouflage der Täter, die niemals aufgedeckt würde. Ein Todesschuss aus der sicheren Deckung. – Wie gesagt, das ist nur ein Gedankenspiel des Kommissars, eine Worst-Case-Hypothese, die es auszuschließen gilt.

    • Kirsten sagt:

      Ach du Schreck! Ihre Hypothese macht so dermaßen viel Sinn, gerade auch, weil man doch bei den Tierversuchen mit dem Impfstoff beobachten konnte, dass alle Versuchstiere (Katzen/ Frettchen) die Impfung zwar prima überstanden, beim Kontakt mit dem Virus auf freier Wildbahn aber alle samt und sonders an einer Überreaktion ihres Immunsystems starben.
      Das wäre ja das perfekte Setting für Ihre Hypothese, es müsste nicht einmal ein neuer Virus erfunden werden.
      Gruselig, die Vorstellung.

    • Alcedo sagt:

      Richtig, das Unaussprechliche bestens beschrieben.
      Passt auch dazu, das die Risiken des neuen Verfahrens so beschrieben wurden (will jetzt nicht suchen, war aber kenfm vmtl Dr. Wodarg oder Prof. Bhakdi, weit am Anfang)

      oder man sammelt die Daten für's Feintuning noch über die Jahre:
      «Ich glaube nicht, dass wir (2021) ins Spiel kommen müssen, weil die Impfquote hoffentlich hoch genug sein wird. Das kann in ein paar Jahren anders aussehen, wenn wir Covid-19-Regelimpfungen haben.»
      https://corona-transition.org/amtliche-anweisung-an-arzte-und-apotheker-bitte-sprechen-sie-die-risiken-nicht

  3. Werweißdasschon sagt:

    Danke für den Beitrag Herr Lenz.

    Ich hoffe Sie haben Recht, dass das Kartenhaus bald zusammen fällt.

    Mit jedem Tag die vergeht, werden immer mehr Tatsachen geschaffen, die unter Umständen nicht umkehrbar sein werden.

    Zeit ist der Schlüssel.

  4. insolenz sagt:

    Zum Salonpianisten Dr. oder Nicht-Dr. D. mit dem Hang zum Düsteren, ach Gottelchen, Kitsch lass nach.

    Begleitmusik: Ein Liedchen namens "Draußen auf Kaution".

    Das ist ein so dürftiger Mist, der belästigt mich olfaktorisch aus der Box heraus!

    Prof. Dr. Einfaltspinsel!

    Ich sähe ihn gerne drinnen – am besten ohne Kaution!!!

    Lock him up!

    deutschlandfunk.de/virologe-christian-drosten-ich-habe-gerade-bei-musik-einen.1782.de.html?dram:article_id=488565&utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

  5. RULAI sagt:

    Ein ästhetisches Vergnügen, Ihre Texte, Herr Anselm Lenz.
    Der Herr ist ein Dichter, zweifelsohne.
    Auf jeden Fall aber auch ein Dramaturg.

  6. phlox sagt:

    Auf den Punkt gebracht, Anselm Lenz.
    Für die jungen Menschen möchte ich ein paar LINKS anfügen, die wesentliche Ereignisse unserer
    jüngeren Geschichte wiedergeben.
    Da ist eine wunderbare Serie 'Planet Wissen', daraus z.B.
    https://www.planet-wissen.de/geschichte/deutsche_geschichte/entstehung_der_gruenen/index.html
    https://www.planet-wissen.de/geschichte/deutsche_geschichte/entstehung_der_gruenen/pwiewissensfrage310.html
    https://www.planet-wissen.de/geschichte/persoenlichkeiten/willy_brandt/willy-brandt-132.html
    https://www.planet-wissen.de/geschichte/deutsche_geschichte/studentenbewegung/pwienotstandsgesetze100.html

    • phlox sagt:

      Eine Ergänzung noch zu Willy Brandts "Mehr Demokratie wagen", ein Text von Mathias Greffrath.
      Daraus eine schöne Überschrift: "Brandt formte den Zeitgeist, statt ihm zu folgen."
      https://www.deutschlandfunkkultur.de/mehr-demokratie-wagen-eine-vision-und-was-aus-ihr-gew

  7. rigforred sagt:

    youtube.com/watch?v=ZNgut5Qj_1A

    Anselm Lenz bei Jürgen Elsässer.

    Staat, Nation, Kapital sind für Linke scheiße und sollen weg. Herr Lenz bemerkt, dass die Linken nur Staat und Nation verdammen, ABER damit dem Kapital Tür und Tor öffnen.
    Ich würde wie folgt ergänzen:
    Wer nur enteignet und die Nation wegnimmt, der verendet im Superstaat.

    Was kann noch ein Schutzraum gegen Entrechtung sein?

    Die Mao-Bibel oder das GG?

    Man kann sich in Utopien flüchten. Oder Spenden sammeln, um sich eine Enklave aus Mondholz zimmern zu lassen. Oder man springt über seinen Schatten und redet mit allen, die das Hier und Jetzt verändern wollen.

    Die Alternativen müssen sich langsam mal untereinander finden und nicht getrennt bleiben. Es geht nicht darum, das eigene Ziel- und Zahlpublikum effektiv und spendenfördernd zu bespaßen!

    Danke an die beiden Männer, einen ersten Schritt gegangen zu sein. Beide könnten aus "ihrem" Lager Dresche beziehen, aber sie haben Mut und mutige Männer braucht das Volk, das Land, die Mesnschheit.

    Wo bleibt ein echter Diskurs, eine Sendung namens Positionen, in der nicht nur Menschen auftreten, die quasi eh schon der Meinung des Moderators sind?

    Es ergeen sich höchstwahrscheinlich mehr Klicks und Spenden, wenn man sich positioniert und zumindest relativ klar abgrenzt. Aber das ist meiner Wahrnehmung nach eine anrüchige Taktik hinter der eine noch anrüchigere Strategie zu vermuten wäre.

    Mutige Männer wie diese beiden braucht es jetzt.

  8. Tobias Retlich sagt:

    dann laß mich mal ganz schnell auf die Weltbühne eilen, Anselm, mach mal n‘ Bißchen platz da oben!: „Schön ist wüst und wüst ist schön! Schwebt durch Dunst und Nebelhöhn! Wenn der Schlachtentümmel schweigt, und wer Sieger ist, sich zeigt. Das ist eh der Tag sich neigt.“

    …Wir sind in der Zukunft, wir einfaches Volk braten in den sozialen Feuerstürmen der Großstadt, wir können ja eh nicht weg! Aber da, kurz jenseits der deutschen Grenze in einem zauberhaften Buchenhain hat die Norma Desmond der alternativen Medien (Ken Jebsen) ihre Produktionsstudios aus Mondholz errichten lassen, alles mit alternativer Energieversorgung, Photovoltaik und Windräder! Eben gleitet ein Tesla eines völlig unbedeutenden Historikers, auf den reich mit Elektrofahrzeugen beparkten Waldparkplatz! […] Knirsch knack! Der Tonabnehmer des Plattenspielers scratched mit lautem Kreischen von der Schallplatte: Da hat doch das Mainstream-Medium Arte einen kritischen Film gemacht: „Die dunkle Seite der Energiewende, Umweltsünder E-Auto?“ ( https://youtu.be/X_4aTFTctnE ) neben der ausführlichen Darstellung der Plünderung unseres Planeten in China, im Kongo, in Chile, in Bolivien zitieren diese linken Verschwörungstheoretiker von Arte auch noch aus einem Bericht der französischen Energieagentur ADEME: „ der Bericht kommt nicht zu dem Ergebnis, daß Elektro-Autos saubere Fahrzeuge sind (52:45), denn diese Behauptung ist nur eine Marketing-Lüge! Drei Jahre später geht die ADEME noch einen Schritt weiter, in einem neuen Bericht schreiben die Experten, daß die Umweltauswirkungen bei Elektro-Autos dieselbe Größenordnung wie bei Verbrennungs-Fahrzeugen haben. Demnach verschmutzen beide Autotypen die Umwelt im selben Maße.“

    Puh, das war ja jetzt echt heftig! Aber sieht ja echt so aus, als würde sich der Mondpalast-Campus von Ken nur um die Bedürfnisse und Anliegen des ökonomisch gut gestellten, neoliberalen Mittelstands-Bürgers drehen, der sehr wohl in Kenntnis seines obszönen und ausbeuterischen Lebensstils, danach trachtet, sich die Wortvorstellungen der Mechanismen seiner Schandtaten durch Profis entziehen zu lassen, währen die Quertreiber von Arte knallharten linken Enthüllungsjournalismus machen und behaupten, daß der Abfall, der im Buchenhain von Ken vermieden wird, in abgelegenen, ärmeren Teilen der Welt um so schädlicher seiner Wirkungen zeigt!

  9. AinJuser sagt:

    Kleine Korrektur: Die Diffamierung von Corona-Maßnahmenkritiker ist keine reine deutsche Erfindung. Das passiert überall aber nirgends ist sie so heftig wie bei uns. In Israel, z.B., werden sie als Linksradikale dämonisiert.

    • Wildenfelser sagt:

      Das wie in Israel kann bei uns nicht passieren, denn Die Linken sind ja der neuen Corona-Religion beigetreten. Und Linksradikale sind hierzulande schon vor Jahren ausgestorben, gleich nach den Dinos. Deshalb bleibt nur die Zuordnung "Nazis" – sagt die Regierung und sagen die Medien.

  10. UrImpuls sagt:

    Generell, nach meinem Eindruck:
    Anselm Lenz kann schreiben. Wenn auch nicht immer. Hier gelingt es ihm wieder. Das sind dann highlights.
    Zu diesem Thema kommt wohl viel aus seinem Unbewussten. Heisst, es ist vieles nicht logisch begruendet, wirkt aber kognitiv hinreichend nachvollziehbar.
    So ist es eben, wenn Mensch versucht, die ihm erlebbaren Bewusstseinsebenen, die im Sozialraum so fluktuieren, sprachlich zu erfassen.
    Mausfeld versucht Gleiches mit einfachen Worten darzustellen: "Regeln, die wir machten, koennen wir auch wieder aendern".
    Der Foerster und Unternehmer Erich Thoma sagt zu dem Komplex: Baeume wachsen nie in den Himmel weiter. Sie stellen immer irgendwann um auf Erhalt des gemeinsamen Oekosystems Wald.
    Und:
    Bioevolution setzt auf Fuelle und Ueberfluss, nicht auf Mangel, Verknappung, Begrenzung. Ist Kooperation, nicht parasitaer.

    Und hier kommt Anselm Lenz unbewusstlich schreibend auch zu dem Fazit: es ist unnatuerlich, was sich vor unseren Augen mit dieser Corona geheissenen kranken Hype entrollt. Die Show wird also zwangslaeufig enden. Abrupt oder anders ist aber noch offen.

    • Wildenfelser sagt:

      Wobei es mir immer noch ein Mysterium ist, was den Wahnsinn der Wahnsinnigen (Regierung, Medien) befeuert. Da scheint mir auch "Der Große Reset" nicht ganz auszureichend. Ich krieg's aber nicht raus. Wahrscheinlich sind nicht mehr als ein Dutzend "Zuverlässige" und "ZuverlässigInnen" informiert.

    • Werweißdasschon sagt:

      @ Wildenfelser

      Da gibt es schon ziemlich eindeutige Indizien, das die Beweggründe und die Gefolgsamkeit erklären würde.
      Aber die Thematik wollen die wenigsten anfassen, da es zum einen stigmatisiert bzw. zwangsweise in spekulative Räume abgleitet.
      Nichtdestotrotz würde das die globalisierte vorauseilende Gehorsamkeit seitens der "Eliten" erklären.

      Es geht hierbei um Kulte, die schon globalisiert waren, bevor Globalisierung überhaupt ein Thema war in der Öffentlichkeit. Und es sind immer namenhafte Vertreter zu finden (wenn auch sehr Öffentlichkeitsscheu) in den einzelnen Organen.

      Icke und Janich haben sich ja bereits zum Thema mehrfach ausgekotzt.

      Ich empfehle hierbei immer auf die Hand der Kanzlerin zu achten. Symbolik beherrscht diese Welt.

  11. Antti sagt:

    Wenn Lenz "Jehovas Zeugen" erwähnt, meint er wohl nicht die ehemals linksradikale Antifa der 80er-/90er-Jahre (mit der die ehemals grün-linke "taz" damals nicht viel anfangen konnte), sondern den diffusen antifaschistischen Widerstand im "Dritten Reich"… Eine seiner bewährten Unklarheiten…
    Ansonsten kann man sich nur wieder wundern, wie viele beseligte Kommentatoren Lenzens schwülstiges Salbadern voller Versatzstücke aus Mao-"Bibel", "Farm der Tiere" und "Unendlicher Geschichte" immer noch toll finden – er mag´s ja gut meinen (und wir haben inzwischen kapiert, daß er H. Arendt kennt…), aber vielleicht hat ihn die "taz" eher aus stilistischen Gründen rausgeschmissen, oder um der Demokratie-und-anti-"Corona"-Maßnahmen-Bewegung einen Bärendienst zu erweisen…
    Keine Sorge: ich werde ab sofort nichts mehr von Lenz lesen und mich nicht mehr in die Kommentare seiner Fans eimischen.

    • Antti sagt:

      …eiNmischen natürlich – bin ja nicht von 711.

    • Kirsten sagt:

      "Wenn Lenz "Jehovas Zeugen" erwähnt, meint er wohl nicht die ehemals linksradikale Antifa der 80er-/90er-Jahre (…) Eine seiner bewährten Unklarheiten".

      Oben zitierter Satz ist aus dem Zusammenhang genommen, denn vorausgehend spricht Lenz von der "historischen Antifa" und nachfolgend von der Verteidigung der Weimarer Republik.

      Das sind deutliche und leicht verständliche Einordnungen, die den von Ihnen gezogenen Schluss, hier fände eine "bewährte Unklarheit" statt, als willkürlich und absolut unangebracht entlarven.

      Sieht aus, als ob es eine gute Idee von Ihnen ist, künftig Texte von A. Lenz zu meiden, da Sie offenbar nicht willens sind, seine Text unvoreingenommen zu lesen.

      Und was Ihre Polemik bezüglich der taz angeht, so zeigt diese klar, dass Sie die Entwicklung der taz offenbar seit Jahren nicht mehr verfolgt haben. Ansonsten wäre Ihnen Ihr eigener Widerspruch aufgefallen.

    • Wildenfelser sagt:

      Super, Antti – es macht wirklich keinen Sinn für Dich Texte zu lesen, die weit über Deinen Horizont reichen. Also tschüs. Wie die Engländer sagen: "Good riddance to bad rubbish!".

  12. Ralf sagt:

    Sehr guter Beitrag. Danke!

  13. Andreas K. sagt:

    Hallo Herr Lenz ,
    vielen Dank für Ihre Beiträge hier und Ihrer ständig erscheinenden Zeitung (und Ihren Mitarbeitern).
    In dem letzten Unterabsatz Ihres Beitrags ( Herrschen,um zu schützen ) erwähnen Sie Zeugen Jehovas .
    Leider konnte ich für mich hier keinen Bezug zum Thema erkennen . Es wäre schön wenn Sie mir oder andere Kommentatoren hier helfen könnten.

    • Kirsten sagt:

      "Das ist selbstverständlich das Gegenteil von der historischen Antifa, die dafür antrat, die Bürgerlichkeit und damit das zivilisierte Leben – „niemandes Herr, niemandes Knecht!“ – gegen den Nazi-Terror zu verteidigen. Und dafür von Zeugen Jehovas über wertkonservatives Beamtentum, von Monarchisten zu Liberalen und Anarchisten, Sozialdemokraten und Kommunisten zusammenbrachte,"

      In den beiden Sätzen wird eine sehr kurz gefasste Beschreibung des Spektrums der in der ursprünglichen, historischen Antifa aktiv gegen die Nazis kämpfenden Menschen gegeben.

      Inhaltliche Bezüge zum Thema dieses guten Artikels werden weder für die Zeugen Jehovas noch für Monarchisten, Anarchisten und alle anderen behauptet; es geht wie gesagt lediglich um eine Beschreibung von Personengruppen, die ursprünglich in der Antifa gegen die Nazis kämpften.

    • Wildenfelser sagt:

      OPbwohl ja die Zeugen Jehovas schon etwas arg fanatisch ihre spezielle Form christlicher Religion vertreten und meinen, sie wüssten das besser, als Gott selbst das wissen kann 😉 haben sie sich denn auch nicht von den Nazis vereinnahmen lassen. Das hat ihnen damals den Hass der Mächtigen zugezogen und viele von ihnen landeten im KZ. Dort hatten sie in der Regel eigene Baracken und eine etwas "privilegierte" Behandlung, wenn man unter solch fürchterlichen Verhältnissen überhaupt von "privilegiert" sprechen kann. Das hat sie auf jeden Fall in den Widerstand gegen den Faschismus eingereiht und sie ließen sich nicht korrumpieren wie die offiziellen Kirchen. Und. wie Lenz schreibt, dieser (Viele waren das nicht) Widerstand hat Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen (ähnlich Querdenken 🙂 zusammen gebracht. Und das war zugleich das Gegenteil der sogenannten Antifa heute, die sich für den Faschismus der Herrschenden einsetzt.

  14. Alcedo sagt:

    Den Artikel finde ich allgemein sehr treffend, ein bißchen überoptimistisch
    ("…[Menschen] folgen … Das wird sich umkehren, die Frage ist nur noch, wann." – müssen wir noch sehen) doch die bezeichneten Bilder sind ja handlungsleitend.
    Harbarth = interessante Info!

  15. sandra beimer sagt:

    Sehr guter Artikel. Der Große Neustart muss scheitern, weil die Akteuere es nicht können. Sie müssen ihren Profit maximieren und damit müssen sie notwendig maximal betrügen. nb, ist damit schon alles über den Neoliberalismus gesagt ewas man wissen mus: Profitmaximierung bedeutet alles sofort zu zerschlagen und zu verkaufen, weil es sonst jemand anderes tut.

    Im Hintergrund wirkt das Kinder-Reicher-Eltern-Phänomen. Die Vätergeneration hat eine gigantische Machtmaschine gebaut. Die Söhne haben sie geerbt, aber können nicht damit umgehen. Sie treten mit aller Kraft aufs Gas und merken nichtmal dass sie gerade in die nächste Wand einschlagen.

  16. Wildenfelser sagt:

    Ein ganz ausgezeichneter Artikel von Anselm Lenz. Ich kann ihm von vorn bis hinten nur zustimmen. Außer….
    1. Es fällt mir gerade nicht ein, wann das Volk schon mal auf der Weltbühne war, außer sich hinter den Herrschenden einzuordnen. Wenn es da noch nie war, kann es dorthin auch nicht "zurückkehren". Und wenn ich rausgehe und all die maskenbewehrten Zeugen Coronas sehe, dann kann ich die – diese Mehrheit – aus "dem Volk" nicht hinweg denken.
    2. Spräche Anselm Lenz nur über ein Land, notfalls auch Deutschland (Mein Caveat bei 1.), dann, wer weiß, könnten vielleicht doch Veränderungen ins Haus stehen? Wir sehen aber stattdessen eine GLOBALE MACHT, die soeben vorgeführt hat, wie man, zirkusmäßig, einen brennenden Reifen hochhalten kann, und auf Pfiff springt DER GESAMTE GLOBUS durch den Reifen. So etwas bezeichne ich als TOTALE MACHT (nicht zu trennen von TOTALITÄRER MACHT), gegen die anzukommen die Chancen nicht gut stehen.
    Was nun?
    Kein Lichtstreif am Horizont, außer vielleicht….dass das System längst begonnen hat, den eigenen Körper zu kannibalisieren – siehe Francisco de Goya, "Saturn frisst seine Kinder" und noch schlimmer. Ob diese Mahlzeit bekommt? Wie lange kann sie reichen? Ein Weile gewiss…. aber soooo lange dann auch wieder nicht.
    Mit einem Wort: Ich hoffe weniger auf das Volk, als auf den Gang der Geschichte, denn die Geschichte konnte noch nie jemand dauerhaft über den Tisch ziehen. Und nicht zuletzt wird auch der "Krieg gegen das Leben", der auf allen Ebenen ganz nebenher geführt wird, den laufenden Kannibalismus weiter beschleunigen. Allerdings… es kann noch eine Weile dauern.
    Zu guter letzt: Natürlich hoffe ich, dass ich mich irre und Anselm Lenz recht hat. Ich habe mich bereits zu oft darüber ärgern müssen, mit meinen Voraussagen recht behalten zu haben. Hoffentlich ist damit jetzt Schluss.

    • Alcedo sagt:

      Ahoi Wildenfelser, der Gang der Geschichte ist aber von Menschen gemacht, finden Sie nicht? Wer sonst gestaltet die Geschichte, insofern können/dürfen wir die Flinte gar nicht ins Korn werfen, (auch wenn es verlockend ist mittlerweile.)

    • Astrid sagt:

      Wie kommen Sie alle auf die Idee das sich das Corona-Regime nicht halten kann?
      Sie bedienen sich wie die Nazis der ungebildeten und medial verdummten Masse die uns gebildeten Leuten beim Einkaufen erklärt das wir die Maske weiter nach oben ziehen müssen sonst hole man die Polizei.
      Und hier in meiner Region werden das nicht weniger und die werden jeden Tag mutiger.
      Irgendwann werden vermutlich wir gehen müssen.

    • Alcedo sagt:

      @ Astrid, ich gehe davon aus, daß das Regime nicht von allein verschwindet. Ihre Ansicht "ungebildeten und medial verdummten Masse" teile ich jedoch nicht.

  17. AlexH sagt:

    Lieber Anselm,
    ich schließe mich gerne der Lobeshymne meines Vorschreibers an!
    Sehr prägnant die Kleider vom Leib der Lügner und Volksverhetzer gerissen und in den richtigen Kontext gestellt! Die TAZ-Genossen, die jetzt z.T. begreifen mögen, wen sie mit Dir verloren haben, werden schon bald ihren schmählichen Rückzug vorbereiten. Aber da gibt es nix mehr zu retten. Die Systempresse ist vollkommen verrottet, der Fisch stinkt vom Kopfe her! Kann alles ruhig den Bach runter gehen!
    Nur die Namen sollte man sich merken, und für was sie in diesen Zeiten gestanden haben, damit nicht wieder dasselbe passiert, wie 1945 ff. Keine Entnazifizierung, keine Persilscheine!
    Mach weiter so!
    Dein AlexH

  18. Gundel Gaukeley sagt:

    Lieber Anselm Lenz, ich bekomme Schnappatmung…
    Seit Monaten verdichten sich meine Überzeugungen und Rückschlüsse in der gleichen Weise, wie sie der Artikel treffender nicht darstellen kann.
    Die Perspektive: "Einzig gut zu wissen, dass sich das Corona-Regime nicht wird halten können. Bereiten wir uns darauf vor. Es könnte schneller gehen, als gedacht", bekomme ich angesichts der politischen Verwüstungen und Hinterlassenschaften für die Zukunft zusätzlich zur Schnappatmung Bauchschmerzen und tiefe Sorge macht sich breit.
    Frank Zappa (Musiker 1940-1993) hatte es vor fast 30 Jahren wie folgt erkannt und zusammengefasst:

    „Die Illusion der Freiheit wird solange fortgesetzt wie es profitabel ist,
    die Illusion weiter fortzusetzen. An dem Punkt, an dem die Illusion
    zu kostspielig wird um sie weiter fortzusetzen, wird das Bühnenbild
    weggenommen, die Vorhänge zurückgezogen, Tische und Stühle
    weggeräumt und du wirst die kahle Wand auf der Rückseite des
    Theaters sehen."

  19. Running Greenhorn sagt:

    Korrektur zu 4:48min: Drosten ist Konzertpianist, nicht Salonpianist. 🙂

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