nachdenKEN über: Deeskalation und Frieden

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden IST der Weg.“ – Mahatma Gandhi.

Die Menschheit steht global an einem Scheideweg. Der bisherige Kurs und vor allem seine Ungerechtigkeit führen zwangsläufig in globale Verteilungskämpfe. Mord und Totschlag. Sieh Dich um.

Dieses alte Konzept der Herrschaft stößt längst an seine Grenzen, denn die Wenigen, die im Luxus leben, sehen sich einer immer größeren Zahl von Personen gegenüber, die ums nackte Überleben kämpfen. Diese Menschen haben nichts mehr zu verlieren. Es sind inzwischen Milliarden.

Wenn wir auf diesem Planeten überleben wollen, wird uns das nur gelingen, wenn wir schon im kleinen Kreis, und damit vor allem in unseren Köpfen die Grenzen aufheben. Wir alle halten immer noch viel zu sehr an betonierten Standpunkten fest. Hier geht es mehr um Eitelkeiten denn um echte Lösungen. Grabenkämpfe sind das Resulttat. Sie rauben uns Zeit, die wir nicht haben.

Die Gesamtsituation auf diesem Planeten lässt sich mit der Titanic vergleichen. Der Eisberg wurde längst touchiert, der Kahn hat Schlagseite und wir saufen langsam aber sicher ab. Um möglichst viele Menschen in die Rettungsboote zu bekommen, müssen wir uns vom Überfluss befreien. Friedlich. Das fällt schwer, vor allem denen, die viel besitzen und Luxus gewohnt sind. Für Schuldzuweisungen und Machtspielchen haben wir schlicht keine Zeit mehr. Die Montagsdemonstrationen geben dieser Erkenntnis ein Gesicht.

Geh‘ auf die Straße und werde aktiv. Die globalen Probleme lassen sich mit den Werkzeugen des 20. Jahrhunderts, zum Beispiel über Parteiendemokratie, nicht mehr lösen. Eine völlig neue Form des organisierten Zusammenlebens muss erarbeitet werden, über die Schwarmintelligenz. Wer als vernünftiger Mensch nicht möchte, dass rechte Kräfte die Demonstrationen okkupieren, muss nur selber hingehen, um den möglichen Einfluss solcher Gruppierungen zu minimieren.

Niemand, der auf eine Montagsdemonstration geht, muss Antworten auf die komplexen Fragen haben, die dort erläutert werden. Eben nicht. Es geht darum, kollektiv Lösungen zu erarbeiten, und das nicht weiter Spitzenpolitikern, Experten und Lobbyisten zu überlassen. Eine Demokratie ist immer nur so viel wert, wie ihre Demokraten. Wer schon lange aufgehört hat, wählen zu gehen, sollte die Montagsdemonstrationen als einen Neuanfang begreifen. Hier muss er seine Stimme nicht abgeben, hier kann er sie erheben und dennoch behalten. Bring‘ dich ein, lass‘ Dich blicken!

28 Kommentare zu: “nachdenKEN über: Deeskalation und Frieden

  1. Hab gerade den neuen Text auf Facebook gelesen. Das Gewinsel über die ach so bösen Linken, die es wagen die lieben lieben Montagsdemos, äh sorry, total pro positiven Mahnwachen, zu kritisieren, könnt ihr jetzt auch mal einstellen. Wenn man Scheiß erzählt, wenn man man Crossmarketing mit Rechtspopeln macht, muss man damit rechnen, kritisiert zu werden. Demokraten scheißen dann im Zweifel auch mal auf die Reichweite.
    Es ist zwar schön, sie zu haben, aber dafür Rechtspopel salonfähig machen, noch mehr als sie es in diesem faschistoiden Staat ohnehin wieder sind? Bäh!
    Politik ist nunmal nicht so platt, wie gewisse Demoveranstalter sie wahrnehmen und man kritisiert die Konzernmedien auch nicht, indem man bei dem was man erzählt selber die halbe Wahrheit weglässt. Aber schön, dass jetzt ein paar mehr Leuten dämmert, dass bürgerlicher Parlamentarismus nichts mit Demokratie zu tun hat. Da sind die Kommunisten schon vor über hundert Jahren drauf gekommen. Und trotzdem treten sie mitunter zu Wahlen an. Die Wirklichkeit hat mit platten Formeln wie „Ich geh‘ nicht wählen!“ nicht so viel gemein, auch wenn die wohl unterhaltsamer sind.

  2. Warum wird den Mahnwachen für den Frieden mit soviel Misstrauen begegnet?

    Zunächst sollte klar sein, dass Menschen, die sich für Frieden einsezten nicht von vorn herein zu misstrauen ist. Diejenigen prima facie zu kritisieren, die für Friedlichkeit und Menschlichkeit eintreten, heißt humanistische Grundwerte abzulehnen. Ich kann mir schwer vorstellen, dass das Gros der Kritiker dies beabsichtigen.

    Warum also die Kritik?

    Neben jenen, die wahrscheinlich wirklich einfach nur das Gefühl haben, man würde ihr das Monopol auf Pazifismus untergraben wollen, gibt es sicher viele, die tatsächlich und ganz aufrichtige Sorgen haben, wie z.B. auch der Künstler Konstantin Wecker. Diese Sorge ist natürlich begründet durch die Undurchsichtigkeit und die mangelnde Klarheit der Ziele der Bewegung. Ich bin mir selbst nicht sicher wieviel von diesen Charaktierisierungen auf Tatsachen beruht und wieviel herbeigedichtet ist. Doch gibt es in mir den Impuls mich zu echauffieren darüber, wie wenn jemand den Frieden predigt, ihm dann zur Last gelegt werden kann, das sei nicht klar genug. Schnell wird man da polemisch und stänkert „Warum braucht die Botschaft ‚Frieden‘ mehr Klarheit?!“

    Das ist Verständlich. Aber es trifft die Sache nicht. Denn da draußen sind Menschen, die wirklich besorgt sind. Und egal wieviel von ihrer Sorge auf falschen Informationen beruht, sollten wir mit dieser Sorge ernsthaft umgehen.

    Was eigentlich wird befürchtet?

    Darüber sollte sich jeder und jede, die auf Montagsdemos gehen sich wirklich mal ernsthaft Gedanken machen. Ich würde das gern mal gedanklich durchspielen. Ein Szenario: Die Montagsdemos werden immer und immer größer. Am Ende gehen vielleicht sogar Millionen von Menschen auf die Straße. Die Hauptüberschrift ist: Frieden. Die Nebenthesen bilden Kritik and NATO, an der Außenpolitik der USA, der FED, und – und hier wird es problematisch – die These, dass eine kleine, einflussreicher Elite von jüdischgläubigen, Israel-freundlichen Menschen and der Ostküste der USA allein die Fäden in der Hand hält. Letzteres ist sicherlich etwas, was als Verschwörungstheorie mit stark antisemitischen Tendenzen bezeichnet werden kann. Bis hier hin ist das ganze nur ein Kollektikirrtum, eine Fehleinschätzung der komplexen Interessenlage in der internationalen Wirtschaft und Politik, die sich natürlich nicht monokausal erklären lässt. Die große Gefahr besteht nun aber darin, dass sich diese Nebenthesen bündeln in ein plumpes „Die Juden sind Schuld an unserem Unglück.“ Das ist die Gefahr, die Leute wie Dittfurth sehen.

    Diese Gefahr besteht in der Tat.

    Aber wie groß ist sie? Darf man im Jahr 2014 darauf vertrauen, dass die Menschen in Deutschland und anderswo klug und sensibel genug sind, zu bemerken, wenn ihr Enthusiasmus für Frieden pervertiert und als Stimmung-Machen gegen das „Weltjudentum“ missbraucht wird? Darf man annehmen, dass wenn – wie subtil auch immer das Geschehen mag – sich ein Antisemit auf eine Bühne stellt, und versucht die Menschen zum Hass auf die jüdische Weltverschwörung zu treiben, die Menschen dies erkennen, und ihr Enthusiasmus erlischt?

    Ich denke es ist nicht übermäßig optimistisch, wenn ich diese Fragen bejahe. Und deshalb ist nicht richtig, dass zum Boykott der Montagsdemos aufgerufen wird.

    Was aber sollten wir tun?

    Zeigt den Menschen, dass ihre Sorge zwar verständlich, aber unbegründet ist. Reagiert nicht mit Feindseeligkeit oder kategorischer Zurückweisung, sondern nehmt die Sorge an und zeigt durch Euer verhalten, dass kein Grund zu ihr besteht. Zeigt den Menschen, die Euch mit Argwohn begegnen, dass Ihr keinen Hass in Euch habt. Zeigt ihnen, dass Ihr nicht die Menschen, die bei der FED arbeiten hassen wollt, sondern, dass Ihr die Institution für ungerecht haltet. Zeigt ihnen, dass Ihr, wenn Ihr die Politik Israels kritisiert, die Entscheidungen fragwürdig findet, aber dass Ihr nicht die Menschen in diesem Land hasst. Zeigt den Menschen, dass wenn Ihr die NATO als Angriffsarmee bezeichnet, die die Interessen des „Kapitals“ durchsetzt, Ihr damit nicht meint, dass da jemand „da oben“ ist, der das alles steuert, und der ausgeschaltet werden muss.

    Legt das Denken in Fronten ab. Die für Frieden gegen die gegen Frieden. Die Alternativ-Medienrezipienten gegen die Tagesschautreuen. Die Jebsen-Anhänger gegen die Dittfurth-Anhänger. Die Putinversteher gegen die Obamaversteher. Woher kommr diese Metapher der Fronten? Doch wohl aus dem Krieg, und das ist doch genau das, was wir nicht wollen. Weder in physischer noch in intellektueller Form.

    Lasst es uns allen deutlich zeigen, dass es uns nicht darum geht, den Schuldigen zu finden. Es geht nicht darum anzuklagen, anzuprangern, anzugreifen, anzufechten, abzusetzen, abzulösen, abzuknallen. Denkt übrigens mal über all diese Worte nach. Es geht darum, es besser zu machen. Es geht darum, Friedfertigkeit zu üben. Es geht darum, in Europa und der ganzen Welt gemeinsam in Frieden leben zu können.

    Aber ist es nicht nötig, oder sogar geboten diejenigen, die für all das Unrecht und den Krieg und das Leid und die Ungleichheit verantwortlich zu finden, und sie anzuklagen? Werden wir denn nur über friedfertige Versammlungen und Reden, die zu Gewaltverzicht aufrufen, einen drohenden Krieg in der Ukraine verhindern?

    Nun, ich denke, wenn wir uns Menschen zur Zielscheibe machen, kann dabei nichts Friedliches herauskommen. Und sind wir mal ehrlich: wer meint denn im Ernst, er wüsste, wer genau und zu welchen Teilen an all der Ungerechtigkeit in der Welt beteiligt ist? Als Mitteleuropäer muss ich mir sogar eingestehen, dass ich es aufgrund meines Konsums zu einem großen Teil wohl selber auch bin. Also lasst uns wegkommen von diesen Denkschemata des Anklagens und Angreifens, von der Metapher der Fronten.

    Wir wollen einen anderen Weg gehen. Das sollte unsere Metapher sein: der andere, der friedliche Weg. Und wenn uns auf diesem Weg jemand im Weg steht, hauen wir ihn nicht um, sondern gehen um ihn herum, oder noch besser: wir laden ihn/sie ein, den Weg mitzugehen.

    Es gibt keinen Weg zum Frieden. Der Frieden ist der Weg.

    • @Rubén:

      *) Aus einem einfachen Spazierengehen, kann auch eine böse Geschichte entstehen. Darf ich nicht mehr Spazierengehen? Soll ich aus Angst und Sorgen nur noch brav im Bett bleiben und mich nirgends und für Nichts mehr engagieren?

      *) Gibt es in Israel keine Lügner, Betrüger, Diebe, Räuber, Kinderschänder, Messerstecher usw.? Sind das Alles brave unschuldige, perfekte, fehlerfreie Übermenschen?

      *) Der „Antisemitismuskeule“ ist ganz schön Stumpf worden. Kein Wunder, denn man hat ihn ja auch viel zu oft gegen Alles und Jedem ohne Maß und Ziel ausgepackt, geschwungen und missbraucht.

      *) Warum darf man am Geld, Zins-System und Organisationen wie FED keine Kritik (rein mathematisch) mehr ausüben? Sollen wir einfach Alles über uns ergehen lassen und dulden? Nur weil vielleicht irgend jemand, irgend wann, irgendwo es als antisemitisch wahrnehmen würde?
      Seit wann haben wir uns Alle wieder an uns verkaufte Meinungen zu halten? Wofür wird das Beispiel Galileo Galilei in allen Universitäten dieser Welt erwähnt? Nichts daraus gelernt?

      Frundlichen Gruß!

  3. danke wieder mal eine tolle Arbeit!

    gut zu wissen, das man nicht alleine ist.

    der offener Brief des ehemaligen Tagesschauredakteurs Volker Bräutigam sagt alles über unsere Medien:

    http://www.barth-engelbart.de/?p=10286

    es gilt alle friedliebendn Kräfte zu mobilisieren, wenn wir den Frieden in Europa erhalten wollen. Ohne Frieden ist alles nichts.

    schreibt emails an Politiker in den Kommunen, im Land, Bund, schreibt der Kanzlerin schreibt der Presse: Wir wollen Frieden, auch mit Russland, das gebietet schon unsere gemeinsame Vergangenheit. Versündigen wir uns nicht schon wieder am russischen Volk. Menschen erhebt euch für den Frieden.

    das heißt für mich ganz konket ich habe eine Initiative gegründet, es geht da um diese Situaion und was jeder machen kann.

    ich benutze gerne das Bild der glatten Oberfläche eines Sees: Wirf ein Kieselsteinchen in die Mitte des Sees und es gehen nach allen Seiten Wellen los. Lasst uns Wellen schlagen, die Wogen werden.

    Jeder von uns kann eine Kieselstein sein. Ich bin einer geworden, dank dem KenFM-Team!

    Ihr habt mich wach gerüttelt und ich krieg jetzt meinen Hintern hoch. Jeder wartet auf den Anderen, aber bin ich nicht auch der Andere.

    viele sind mir dankbar, dass das ich das überhaupt anspreche.

    den Anfang hab ich gemacht!

    liebe Grüße nach Berlin, Europa und Asien

    Marita

    Marita

  4. Hallo Ken,

    in welchen Städten finden denn diese Montagsmahnwachen überall statt?. Danke schon mal im voraus für eine kurze Antwort und macht weiter so, lasst euch nicht unter kriegen.

    Liebe Grüße

    Michael

  5. Gedanken zur Harmonie
    Stell Dir vor, Du sitzt in einem Konzertsaal. Das Orchester mit vielen verschiedenen Instrumenten nimmt seinen Platz ein. Jeder hat seine eigenen Notenblätter mit, die er selbst komponiert hat. Die Vorgabe der Direktion des Musiktheaters war, dass jeder Musiker für sein Instrument eine eigene Melodie komponieren soll, die langsam beginnt und dann immer schneller wird bis zum chaotischen Schlussteil. Ein Dirigent ist nicht vorgesehen, aus Kostengründen.
    Zögernd beginnt der erste Musiker, eine Bassgeige, seine Melodie zu spielen, Largo. Eine wunderbare Melodie und ein phantastischer Musiker. Dann setzt das Fagott ein mit einer anderen Melodie, Adagio. Nach und nach fangen auch die anderen Musiker zu spielen an, jeder seine eigene Melodie, die, für sich selbst gespielt, wunderbar klingt. Die ersten Geigen haben sich etwas verspätet und spielen ihre Eigenkomposition nun noch schneller als vorgesehen, um die verlorene Zeit einzuholen.
    Die Musiker spielen jetzt immer schneller. Von einer Musik kann man schon lange nicht mehr sprechen, da jeder seine eigene Melodie spielt und jeder sein eigenes Tempo hat. Es wird immer chaotischer. Die Zuhörer haben schon längst den Konzertsaal verlassen, manche mussten vom Notarzt wegen akuter Herz-/Kreislaufbeschwerden behandelt werden. Auch den Musikern wird es nun bewusst, dass das, was sie spielen, keine Musik ist, sondern Chaos. Es herrscht keine Harmonie.

    Die Musiker beschlossen, sich nicht mehr an die Vorgaben der Direktion zu halten, und gemeinsam Musikstücke zu komponieren, wo jedes Instrument in das gemeinsame Musikstück eingeordnet ist. Natürlich bekommt jeder Musiker einen gewissen Freiraum. Und sie ernannten einen Dirigenten, der die verschiedenen Musikinstrumente in Harmonie zusammenführen soll. Sie legten ihr erspartes Geld zusammen, kauften ihr eigenes Musiktheater und begannen wieder Konzerte aufzuführen. Am ersten Konzertabend war der Saal noch ziemlich leer, aber nach und nach kamen immer mehr Menschen, um sich diese neue Art der harmonischen Musik anzuhören. Das verbreitete sich wie ein Lauffeuer in der Bevölkerung. Das zehnte Konzert war bereits eine Woche vor der Aufführung ausverkauft. Andere hochbegabte Musiker und Komponisten folgten diesem erfolgreichen Konzept und eröffneten ihre Musiktheater der Harmonie. Die alten Konzerthäuser gingen in Konkurs, weil sich niemand mehr dieses Chaos anhören wollte. Die Menschen begannen zu begreifen, was Harmonie bedeutet. Sie redeten wieder miteinander, nicht chaotisch sondern im gegenseitigen Respekt. Es kehrte wieder Ruhe ein in unsere Welt und die Natur hatte wieder die Möglichkeit, sich zu erholen. Die Menschen hatten das Paradies wieder entdeckt.

  6. Das passt jetzt nicht ganz zum Beitrag von Ken Jebsen, aber im Kontext schon.

    Das Interview mit Rose ist hochinteressant. Aber auf die Frage von Herrn Jebsen, ob Krieg nun privatwirtschaftlich wird, meinte Herr Rose sinngemäß „Das Gewaltmonopol hat der Staat unter Kontrolle“.

    Das ist ein Irrtum, wie wir hier darlegen:

    http://aristoblog.de/2014/05/die-privatisierung-des-krieges-konflikte-als-geschaeftsmodell/

    Möglicherweise hat der deutsche Staat „noch“ die Kontrolle. Doch der Wettbewerb bei den „Instrumentarien“ der Kriegsführung lässt anderes vermuten.

    Die Medien, sofern sie dieses Thema im Fokus haben, können der Entwicklung schon seit langem nicht mehr folgen.

    Wir hinken hinterher, lieber Ken.

    Aus vertraulichen Kreisen weiß ich, das Deutschland seit langem funktionierende Drohnen hat. Marke eigenbau.

    Besten Gruß

  7. Passivität aufgeben?! Ich hab‘ leider nicht das Geld jeden Montag auf die Demostration in Berlin zu gehen. Ich weiß auch nicht so recht, wie ich das in meiner Stadt anstellen soll?

    Du hast echte Stärke Ken, denn gerade dieses friedlich bleiben fällt mir bei dieser schreienden Ungerechtigkeit äußerst schwer. Und ich verstehe das, diesen Frust herauszulassen – das tut so gut für die Seele.

    Aber eigentlich such‘ ich nur Liebe und Geborgenheit bei einer Frau oder einem Mädchen. Ich bin schon am verzweifeln – ich merke das zwei Seiten um mich kämpfen… wie kannst du dem Hass widerstehen – er ist so leicht und verführerisch – wie wehre ich mich richtig?

    Das erklärt einem Niemand. (niemand unterstrichen)

  8. @hotteki,
    ich stimme vollkommen mit Dir überein. Wir müssen aus dem System aussteigen und uns selbst versorgen. Die Voraussetzung dafür ist, dass wir unseren Egoismus über Bord werfen und uns zusammenschließen. Nach jedem Krieg haben sich die Menschen zusammengeschlossen und haben den kaputten Karren aus dem Dreck gezogen. Das können wir doch auch! Wir haben so tolle Wissenschaftler, die nur darauf warten, dass die Gesellschaft endlich aufwacht und sich auf die eigenen Füße stellt. Dass die Menschen nicht mehr fernsteuern lassen wollen und in Frieden und Freiheit leben wollen, ohne dass ihnen die Großbanken und Politmarionetten ihre eigenen Gesetze aufdrücken.
    Gehen wir deshalb auf die Straße, zeigen wir allen, dass wir immer mehr werden. Und immer mehr heißt auch, dass wir immer stärker werden. Dass wir uns nicht die Freiheit und die Zukunft unserer Kinder stehlen lassen wollen. Schreien wir das in die Welt hinaus, über alle Grenzen hinweg. Wenn dieser Schrei laut genug ist, wird er von der ganzen Welt gehört werden.

  9. Ich stimme dem Kommentar über Deeskalation und Frieden von Ken Jebsen zu.
    Leider befasst sich die Mehrheit der Menschen nicht mit Politik. Sonst würde sie erkennen, dass man nur der Spur des Geldes folgen muss, um die wahren Täter der Unruhen zu finden.
    Ich wünsche mir ein Europa, so wie es vor dem Euro war, keine Multikulti Staaten, sondern ein freies Europa mit souveränen Staaten welche friedlichen Handel miteinander betreiben.
    Dies ist nur möglich , wenn es wieder ein Geldsystem gibt, in dem kein permanentes Wachstum die Grundlage des Geldsystems ist.
    Ken hat es schon gesagt, wir sind zu viele Menschen auf diesem Planeten und deshalb werden einige mächtige Menschen versuchen dies zu korrigieren. Ein Krieg ist immer gewollt. Denn er hat nur ein Ziel, die Menschheit zu reduzieren , alles zu zerstören und ein neues Geldsystem zu installieren.

  10. Liebe Kenfm Redaktion,

    Ich habe großen Respekt vor eurer Arbeit und möchte mich einfach nur bei euch für euren Mut und Engagement mit einem metaphorischen Gedanken bedanken.

    Für manche tun diese Wahrheiten weh. Für viele ist es eine Art innere Befreiung. Wir funktionieren leider noch viel zu sehr in einem „vorbestimmten Programm“ . Mit Scheuklappen halten wir unsere Vorgärten sauber und glauben dadurch hoffentlich unser Glück darin zu finden. Dabei verdrängen wir die Welt außerhalb unserer Vorgärten und schließen uns immer mehr ein. Streben wir nach einer Welt inder wir noch dickere Zaunpfähle zum Sichtschutz erbauen müssen? Was erzählt man unseren Kindern? Schaut da nicht herüber! Spielt nur auf dieser isolierten grünen Wiese! Selbst die wird von Zeit zu Zeit immer kleiner. Reißt die Zäune nieder und teilt euer „Gartenglück“ mit anderen.

    Bleibt am Ball !

  11. Kann es sein dass jemand an Herr Jebsen herangetreten ist und ihm klargemacht wurde dass er reden aber nichts bewegen soll und darf? Oder geht ihm langsam ein Licht auf dass er mit seiner Haltung der Zeit so weit vorraus ist dass er den Wandel zur Menschlichkeit und Gutem wahrscheinlich gar nicht mehr erleben wird?
    Seine Ruhe die er in letzter Zeit ausstrahlt und das er Kommentare die zu mehr Mitgefühl und Emphatie aufrufen (woran sicherlich starker Mangel besteht) von „SEINER“ Seite löscht, läst leider hinsichtlich der Unabhägigkeit dieser Seite nichts Gutes erahnen.
    Ich wünsche ihm weiterhin viel Erfolg und Glück mit seiner bisher sehr guten Arbeit für die Aufklärung seiner Mitmenschen aber, werde diese angesichts der Tatsache dass Kommentare die niemanden verhöhne, beleidigen oder änliches gelöscht werden einfach nicht mehr besuchen und meine ganze Kraft und Aufmerksamkeit auf meine Mitmenschen um mich herum lenken.

    Herr Jebsen weiterhin viel Erfolg und Unabhängigkeit!!!

  12. Lieber Ken,
    diese deine Worte kann ich zu 100% unterschreiben.
    Danke,
    Es stellt sich uns nur eine Frage: Welche Angst wird bei den Menschen größer sein?
    Die Angst vor verletzten Eitelkeiten, geirrt zu haben und Fehler zugeben zu müssen, oder gar ausgelacht und abgwertet zu werden?
    Oder wird die Angst vor Krieg und Vernichtung größer sein?
    Da die Wohlstandbesitzenden in der heutigen Zeit zumeist keine Kriege erlebt haben – und auch der weniger Wohlstandsverwöhnte – befürchte ich, dass die erste Angst größer sein wird.
    In der Psychologie wird gelehrt, dass Menschen in der Mehrzahl nur durch Schmerz und Verlust bereit sind, zu lernen.
    Schlimm – aber die bisherige Geschichte der Menschheit scheint das zu untermauern.

  13. Ich denke, in einem unfriedlichem Finanzsystem, in dem das „gemeinsam Erarbeitete“, (wenn ich von den etwa 10% ganz unten und den 10% ganz oben mal absehe, die arbeiten ja nicht), derart ungerecht verteilt wird, ist Frieden nicht möglich. Dieses System ist auch nicht reparabel, da hat Lars Mährholz schon recht.
    Wenn die Freiheit, immer die Freiheit des anderen ist, ist Gleichheit die Voraussetzung für allgemeine Freiheit.
    Aber: „Für Schuldzuweisungen und Machtspielchen haben wir schlicht keine Zeit mehr. Die Montagsdemonstrationen geben dieser Erkenntnis ein Gesicht.“ Da haben Sie recht. Die Finanzelite, welche Gesichtslos ist, ist nur schwer greifbar. Ihr verantwortungsloses Verhalten unserer Erde gegenüber, lässt sich nicht mit Waffengewalt einfordern, denn sie schreiben die Gesetze welche unsere Freiheit immer mehr einschränken. Wir sollten sie ignorieren und unser Ding machen, regional.
    Gewaltloser Widerstand, in dem ich nicht zur Waffe greife, die Finger nicht zur Faust balle, ist unser Weg.
    Wenn wir uns außerhalb des Systems selbst versorgen, uns nicht mehr „steuern“ lassen, müssen die Zinsempfänger selbst arbeiten. Familie Bush und Rothschild im Blaumann, Gemüse pflanzen oder die Straße kehren. Das wär es doch. Wir machen unser Ding. Die brauchen uns, nicht umgekehrt. Wir machen unser Ding, friedlich und freundlich. Es wird Zeit.

  14. Dieser Schritt ist eine große Geste und zeigt eine tiefen Einsicht, die sich auch andere erarbeiten könnten.

    Es gibt eben bestimmte Kreise, die ihre privaten Interessen durchzusetzen pflegen durch die Unterdrückung der Massen entweder durch die Schaffung falscher Ziele und Interessen, die mit dem, was das wirklich erfüllte Leben der Menschen ausmacht, gar nichts zu tun haben; oder durch den Machtmechanismus „Teile und Herrsche“. Sich nicht auseinander dividieren zu lassen, Eintracht und Einheit zu suchen sind demnach schon Formen des Widerstands und der Besinnung des Menschen auf das, was ihm wirklich entspricht. Die gesamtgesellschaftliche Bewußtlosigkeit (Dutschke) kann nur überwunden werden, wenn die gesamte Gesellschaft zur Besinnung kommt und erkennt, worin das gemeinsame Interesse und das eines jeden einzelnen wirklich besteht.

    Gerade wenn es um große und edle Ziele geht, sollte jeder zwischen dem gemeinsamen Gut und eventuellen politischen Differenzen abwägen, welchem der höhere Wert, das eigene Interesse und Engagement zukommen muß.

    http://www.youtube.com/watch?v=Su7mtV3v9H4

  15. Genau
    Ich bin stolz, das ich dich kenne
    du hast es geschafft mich zu motivieren,
    will sagen, den Arsch zu bewegen…
    Das war überfällig, danke.
    Und es fühlt sich gut an, zu Denken, und zu Handeln.
    Ich wünsch mir, das wir mehr werden,
    und ich hoffe, es ist nicht zu spät.

  16. Lieber Ken, ich würde mir so sehr wünschen, dass Du recht hast und sich alles friedlich löst. Dafür lohnt es einzutreten, denn noch mehr Tote darf es nicht geben, dass was da in Odessa passiert ist, ist unbeschreiblich schrecklich.
    Dazu stehe ich mit meiner ganzen Kraft.
    LG

  17. Es gibt keinen Kapitalismus ohne Krieg. Wer jetzt also von sich selber sagt, er sei Kapitalist aber für den Frieden, hat entweder so einiges nicht verstanden oder lügt. Was Herr Jebsen hier erzählt ist antikapitalistisch undzum Teil anarchisch. Manche würden sagen linksradikal. Es sind Inhalte, die Reaktionären normaler Weise den Schaum vor den Mund treiben. Sich nicht offiziell auf eine Seite zu stellen vergrößert womöglich das Publikum.
    Nicht zu bennenn, dass es die Rechten waren und sind, die diesen Planeten zerstören, die Mensch und Natur ausbeuten,verzerrt das Bild. Oder glaubt jemand, dass sich unter den Multimillardären auf diesem Planeten auch nur ein einziger Linker befindet?

    • Oizo kommt leider nicht aus den Kategorien heraus, die wir hinter uns lassen wollen…

  18. Toller Beitrag!

    So gesprochen hast Du all meine Sympathie und Unterstützung!

    Deine / Eure Interviews sind toll, ich suche jetzt das Internet nach Folgeinfos ab…

    LG
    Kosta

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