„Defender Europe 21“ – eine Drohung gegenüber Russland und Serbien?

Zum Gedenktag des US-NATO-Angriffskriegs 1999 ein waffenklirrendes Großmanöver nahe der russischen Grenze und rund um Serbien

Ein Beitrag von Rudolf Hänsel.

Einige Tage vor dem 24. März, dem Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs der US-NATO gegen die Bundesrepublik Jugoslawien im Jahr 1999 weisen die serbische „Prawda“ und die deutsche „Lausitzer Rundschau“ darauf hin, dass die US-Armee und die NATO begonnen haben, wieder die Waffen nahe der russischen Grenze und rund um Serbien klirren zu lassen (1). Eines der Ziele des Groß-Manövers „Defender Europe 21“ sei es, in Friedenszeiten eine Division von einem Ort in den USA “auf ein potentielles Schlachtfeld in Europa“ zu verlegen. Die militärischen Übungsplätze seien vor allem die NATO-Länder Rumänien und Bulgarien unter Einbezug der KFOR-Basis Camp Bondsteel. Das NATO-Mitglied Deutschland wird eine zentrale Drehscheibe bilden.

Anstatt sich bei den Opfern der 1999 begangenen Kriegsverbrechen und des mit Uranwaffen wissentlich und willentlich herbeiführten Völkermords zu entschuldigen und diese materiell zu entschädigen und medizinisch zu unterstützen, baut man erneut ein mörderisches Drohpotential gegen die beiden Bruderländer Russland und Serbien auf. Nachdem in diesem 78-Tage-Krieg die Wirtschaft und Infrastruktur Serbiens zu großen Teilen zerstört und ganze Landstriche durch den Einsatz hochgiftiger und radioaktiver Uranwaffen verseucht wurden, nahmen Jahre später multiple Krebserkrankungen, Missbildungen bei Neugeborenen und aggressive Leukämieerkrankungen bei Kindern sprunghaft zu.

Im Jahr 2020 kam es laut medizinischer Plattform „Izis“ zu Zehntausenden bösartigen Neuerkrankungen in Serbien. Doch aufgrund der Umwandlung vieler Hospitäler in reine „Corona-Ambulanzen“ kommen diese Krebs-Patienten erst im Endstadium zur dringend nötigen medizinischen Behandlung. Dort kann man ihnen dann nur noch eine unterstützende Therapie anbieten.

In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, was die serbische Regierung in den letzten Jahrzehnten unternahm, um den vom US-NATO-Krieg nachhaltig betroffenen Bürgerinnen und Bürgern beizustehen und die Mediziner, wissenschaftlichen Experten und Institutionen, die ihnen in ihrer Not aufopferungsvoll Hilfe leisten, zu unterstützen?

Es ist zu hoffen, dass sich unabhängige internationale Experten umgehend des Themas annehmen.

Fußnote:

(1) https://www.lr-online.de/nachrichten/brandenburg/defender-europe…-manoever-der-usa-_-was-kommt-auf-die-lausitz-zu_-54880745.html; https://pravda.rs/2021/3/19/nato-i-amerika-zveckaju-oruzjem-oko-srbije-trajace-sve-do-leta/; www.pravda.rs, 19.03.2021: „Nato und Amerika lassen die Waffen klirren rund um Serbien“

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Dr. Rudolf Hänsel ist Diplom-Psychologe und Erziehungswissenschaftler.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Dieser Beitrag erschien am 20. März 2021 im Rubikon – Magazin für die kritische Masse

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Bildquelle: StockPhotosLV / shutterstock

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Ein Kommentar zu: “„Defender Europe 21“ – eine Drohung gegenüber Russland und Serbien?

  1. corovide sagt:

    Vor gut 30 Jahre kam die Nato an ein Plan der Ost Staaten. Demnach wäre Deutschland binnen 12 Stunden überrannt gewesen ohne nennenswerte Gegenwehr zu erfahren. Die Nato spielte den Plan durch und siehe es stimmte alles. Die Sache wurde unter streng geheim gestellt und es war verboten drüber zu reden.

    Schaut man den Plan heute und bedenkt den Wegfall einiger östlichen Kräfte dann könnte man angesichts der Entwicklung der letzten Jahre sagen das im Ernstfall Deutschland Schlicht kein Feind mehr darstellt.

    Die Nato selbst ist auch kein wirkliches hindernis. Der noch aktive Osten wird kaum noch im Westen eine Gefahr sehen. Die einzigste Abschreckung besteht auf der Ebene der A B C Waffen

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