Demokratie? Welche Demokratie denn bitte?

Interview von Jens Wernicke mit dem Autor und Unternehmensberater Wolfgang Koschnick in den NachDenkSeiten vom 08.04.2016.

KenFM empfiehlt diesen Artikel. Hier der Link zum Text: http://www.nachdenkseiten.de/?p=32897

Der Artikel erschien auch auf der Homepage von Jens Wernicke: https://jensewernicke.wordpress.com/2016/04/14/demokratie-welche-demokratie-denn-bitte/

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15 Kommentare zu: “Demokratie? Welche Demokratie denn bitte?

  1. @Der Souverän: „Ich weiß jetzt nicht in welchem land Du lebst, mithin von welchen Politikern Du redest.
    Die in Berlin können jedenfalls nicht gemeint sein. Ich kenne diese Politclowns nur als Kassier und Abnickparlamentarier.“

    Das kann ich so nicht stehen lassen, jedenfalls nicht in der Absolutheit. Ich erinnere nur an Hermann Scheer, dessen plötzlicher Tod 2010 mich bis in Mark erschüttert hat, obwohl ich ihn persönlich gar nicht kannte.
    Hier zur Erinnerung an ihn:
    https://www.youtube.com/watch?v=V0t8ZCFx_bs

    Es gibt sie, diese Politiker mit den ganz, ganz geraden Rücken…

    Ich persönlich halte es für gefährlich, in dieser Härte zu urteilen…
    Wir sollten uns lieber auf die Politiker, von denen Sie Herr Souverän ebenfalls schreiben, dass es sie gibt, konzentrieren und sie da unterstützen, wo es uns möglich ist.

    • „Das kann ich so nicht stehen lassen, jedenfalls nicht in der Absolutheit.“

      Damit hast Du so völlig Recht, das die Tatasache das niemals 100% gemeint sind wenn es um eine Gruppe Menschen und deren Verhalten/Eigenschaften etc geht, nicht (weiter) erwähnt werden muß.

    • P.S.

      Das sagte ich aber auch,
      „Ja, es mag Ausnahmen geben. Irgend etwas zwischen 1 und 10% – das wars dann aber auch ganz sicher.“

    • Hermann Scheer.
      Das war der, der gesagt hat, dass man mit Solarzellen auf einem Zehntel der bebauten Fläche in Deutschland die Energieversorgung sichern könne. (Die Behauptung ist richtig.) Das war der, der bei Ypsilanti Wirtschaftsminister werden sollte. Einer von den guten Leuten, die 30 Jahre lang im Bundestag waren und nichts Wichtiges zu entscheiden hatten. So wie Willy Wimmer.

  2. Utilitarismus oder Benthamism ist eine Theorie der normativen Ethik und hat mit parlamentarischer Demokratie nichts zu tun.

    In diesem extrem langatmigen Rundumschlag voller Platitüden steckt eine Aussage, die korrekt und relevant ist: Die Demokratien werden gerade massiv und weltweit zurückgedrängt!

    Hinter denen, die Staats- und Politikerverdrossenheit und Versagen von Staat, Politik und Demokratie als (Haupt)Ursache sehen, stehen dieselben Interessen, die (nicht nur) diese Staaten in die finanzielle Abhängigkeit getrieben haben.

    Staat und Politiker und das politische System Demokratie sollen ursächlich sein; das Wrtschaftssystem die Konsequenz?

    Sammelsurium von Platitüden aus allen Richtungen, durchsetzt von Aussagen, die von jenen gerne gehört werden, welche den Erfolg der Kooperation von Kommunismus und Kapitalismus bestaunen; und die verraten, wo der Autor vielleicht verortet ist.

    So braucht man sich nicht wundern, wenn weltweit die Demokratie zurückgedrängt wird, oder wie der Autor sagen würde: dem Untergang geweiht ist.

    Außerdem: Der Zweck der Parlamentarischen Demokratie war und ist es, die Minderheit vor der Mehrheit zu schützen! Wie es aussieht, hätte sich die Minderheit besser vor sich selbst schützen sollen. Wäre für uns alle besser gewesen.

    Ein Japaner meinte, das Ende der Geschichte im Jahre 1990 proklamieren zu können. Er mußte sich korrigieren. Proklamiert der Autor das Ende der Demokratie?

  3. Hab den Artikel gelesen und bei seinem Kommentar zu H4 weggeklickt. Nicht Totalitär???? …..wenn dadurch tausende Exiztenzen bedroht werden??? …. Der gute Mann ist sebstgefällig, hat keine Ahnung und soll sich glücklich schätzen, das bisher nicht erlebt zu haben. Man urteilt nicht über Sachverhalte, die man nicht selbst erlebt hat.

    • Sie haben also „weggeklickt“ beim ersten Anzeigen einer Meinung, die Sie nicht teilen. Gehe ich recht in der Annahme, daß Sie genau hier „weggeklickt“ haben?

      Nein, beim besten Willen. Totalitär waren die Herrschaft der Stalinisten und der Nationalsozialisten. Aber die Hartz-IV-Maschinerie u.dgl. mögen meine Verachtung verdienen, aber mit Totalitarismus haben sie nun wirklich nichts zu tun.

      Dann haben Sie womöglich etwas verpaßt, das Sie vielleicht wieder etwas milder hätte stimmen können:

      Doch dem breiten Volk in allen entwickelten Demokratien geht es immer schlechter. Es ist ein Skandal, dass in einem der reichsten Länder der Welt jedes siebte Kind unter 15 Jahren, in Ostdeutschland sogar jedes vierte Kind von Hartz IV leben muss. In Berlin ist jedes dritte Kind auf Hartz IV angewiesen.

      Anders ausgedrückt: Ohne weitere Erklärung, wo genau Sie aus welchem Grund „weggeklickt“ haben, wirkt Ihr Kommentar doch recht oberflächlich diffamierend. Sie deuten lediglich an, der Herr Koschnick hätte was über Hartz-IV gesagt, was das gesamte Interview fragwürdig oder gar wertlos erscheinen ließe. Bitte lassen Sie mich bzw. die anderen Leser wissen, ob meine oben dargestellten Vermutungen zutreffen.

      Totalitarismus bezeichnet in der Politikwissenschaft eine diktatorische Form von Herrschaft, die, im Unterschied zu einer autoritären Diktatur, in alle sozialen Verhältnisse hinein zu wirken strebt, oft verbunden mit dem Anspruch, einen „neuen Menschen“ gemäß einer bestimmten Ideologie zu formen. Während eine autoritäre Diktatur den Status quo aufrechtzuerhalten sucht, fordert eine totalitäre Diktatur von den Beherrschten eine äußerst aktive Beteiligung am Staatsleben sowie dessen Weiterentwicklung in eine Richtung, die durch die jeweilige Ideologie angewiesen wird. Typisch sind somit die dauerhafte Mobilisierung in Massenorganisationen und die Ausgrenzung bis hin zur Tötung derer, die sich den totalen Herrschaftsansprüchen tatsächlich oder möglicherweise widersetzen. Als politisches Gegenmodell zum Totalitarismus gilt der demokratisch-freiheitliche, materielle Rechtsstaat mit der durch Grundrechte, Gewaltenteilung und Verfassung gewährleisteten Freiheit der Staatsbürger. Meistens werden sowohl Nationalsozialismus als auch Stalinismus als Prototypen totalitärer Regimes eingeordnet.
      Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Totalitarismus

      Falls meine obigen Vermutungen zutreffen: Haben wir hier Ihrer Ansicht nach denn einen Totalitarismus wie im stalinistischen Rußland bzw. während des Nazi-Regimes in Deutschland?

      Im Übrigen halte ich Hern Koschnick keineswegs für selbstgefällig, er spricht in sehr sachlichem Ton zahlreiche Mißstände an, die in den Mainstreammedien gewöhnlich keine Erwähnung finden? Insofern hat er also schon Ahnung und Sie urteilen über Sachverhalte, die Sie nicht selbst erlebt haben, indem Sie sich weigern, die ganze „Wahrheit“ aufzunehmen, weil Sie sich an einem Reizwort stoßen. Ich finde, Sie reagieren auffallend selbstgefällig und haben keine Ahnung.

      Wissen Sie, mein lieber MyKen, ich bin selbst von dieser Hartz-IV-Maschinerie seit nunmehr 11 Jahren betroffen, erlebe hin und wieder auch Sachbearbeiter, die durchaus im Dritten Reich Karriere gemacht hätten, aber auch zahlreiche junge Menschen, meist empathiefähige junge Frauen Anfang Zwanzig, die in innere Konflikte geraten, wenn Sie einerseits einen krummgeschufteten 55Jährigen wie mich vor sich sehen, dessen gesundheitliche Einschränkungen nicht anerkannt werden, und andererseits Anweisungen befolgen müssen, die ihrem Empfinden widersprechen, wenn Sie überhaupt die Probezeit oder die laufende Anstellungsfrist überstehen wollen. Es gibt aber auch empathische Männer und knallharte junge Frauen, nur der Vollständigkeit halber. Sobald ein Sachbearbeiter sich empathisch zeigt und keine Sanktionen verhängt, weil man durch Anhängen des amtsärztlichen Attestes an die Bewerbungen, die man zu schreiben hat, die Arbeitsaufnahme „böswillig erschwert oder verhindert“, ist der auch schon weg vom Fenster und der nächste wird bereitgestellt, sich an mir abzuarbeiten und seine staatsbürgerliche Treue unter Beweis zu stellen. Das sind im Grunde Kindereien, für die die große Masse der Menschen im Öffentlichen Dienst nichts können. Totalitär wäre dann schon ein wenig anders. Im letzten Jahr habe ich, wenn ich mich recht erinnere, 5 Widersprüche gegen Bescheide voll und ganz anerkannt bekommen, noch bevor beim Sozialgericht darüber entschieden werden mußte. Totalitär wäre, wenn kein Widerspruch durchgeht, wenn ich inzwischen auf Vollsanktonierung wäre und wegen wiederholter Renitenz auf der Straße leben müßte.

    • Bei der Einschätzung zu Harz4 hatte ich auch Bauchschmerzen.
      Trotzdem lohnt sich auch das, was nach dieser Stelle kam, zu lesen.
      Ich muss ja nicht hundertprozentig mit allem einverstanden sein.
      Wenn das, was der „gute Mann“ zur Demokratie schreibt, im Lande zur Diskussion führen würde, wären wir einen Schritt weiter.

    • @irwisch:
      Ist soweit ok was Sie schreiben, und sorry, diffamieren möchte ich niemanden!
      Aber der Totalitarismus hat sich weiterentwickelt und sein Gesicht verändert seit Stalin und Hitler und wirkt heute viel subtiler.
      Demokratie war ebenfalls gestern und ist schon lange Geschichte. Der Ansatz von Willy Brand „mehr Demokratie wagen“ war doch schon ein letzter Notruf für deren Niedergang und das war 1969.

    • Schwarz ist weiß meinte:
      Bei der Einschätzung zu Harz4 hatte ich auch Bauchschmerzen.

      Im Grunde hat der „gute Mann“ ja nur eine von Ihrer Definition abweichende Vorstellung vom Begriff des Totalitarismus, teilt aber vermutlich Ihre sonstigen Einschätzungen, auch im Zusammenhang mit den Hartz-IV-Gesetzen. Mit anderen Worten: Es kann und wird vielleicht alles noch schlimmer kommen, aber noch haben wir hier keinen Totalitarismus, sonst wäre ein solches Forum nicht mehr möglich, es würde schleunigst verboten werden oder könnte sich erst gar nich etablieren.

      MyKen meinte:
      Ist soweit ok was Sie schreiben, und sorry, diffamieren möchte ich niemanden!
      Ich danke Ihnen für die ausgesprochene Anerkennung meiner Bemühungen. Auch ich bin nicht davon ausgegangen, daß Sie ganz bewußt Diffamierung betreiben wollten, weshalb ich ja auch geschrieben hatte:

      »Ohne weitere Erklärung, wo genau Sie aus welchem Grund „weggeklickt“ haben, wirkt Ihr Kommentar doch recht oberflächlich diffamierend.«

      MyKen meinte:
      Aber der Totalitarismus hat sich weiterentwickelt und sein Gesicht verändert seit Stalin und Hitler und wirkt heute viel subtiler.
      Totalitarismus ist ziemlich eng definiert. Ein Staat, in dem man noch immer seine vom Mainstream abweichenden Haltungen und Meinungen öffentlich darstellen kann, ohne strafrechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen, ist noch lange kein totalitärer Staat. Die Manipulation der Menschen ist subtiler geworden, das ist wohl richtig, aber inwiefern der hierzulande noch nicht existierende Totalitarismus subtiler geworden sein soll, vermag ich im Augenblich nicht nachzuvollziehen.

      MyKen meinte:
      Demokratie war ebenfalls gestern und ist schon lange Geschichte. Der Ansatz von Willy Brand „mehr Demokratie wagen“ war doch schon ein letzter Notruf für deren Niedergang und das war 1969.
      Demokratie war noch nie das, was man den Leuten darüber erzählt hat, schon gar kein „Herrschen des Volkes“. Man deutet Begriffe häufig um, wenn man über die entsprechende Deutungsmacht verfügt. Lesen oder hören Sie doch einmal bei Andreas Popp hinein, der kann Ihnen sehr ausführlich erzählen, was der Demokratiebegriff wirklich meinte und worauf er sich einst bezogen hatte:

      http://www.wissensmanufaktur.net/demokratie-als-religion

    • @irwisch
      Da scheinen wir ja „rund“ zu sein, freut mich sehr, und Danke für den Link 🙂 Vielleicht lesen wir ja wieder einmal voneinander!? denn auch das Internet ist letztlich nur ein Dorf …..

  4. Ergänzend zu meinen obigen Ausführungen möchte ich das folgende Gedicht anfügen.
    Ich finde, man kann anhand der Grünen gut beschreiben, wie geopolitische Interessen und Lobbys eine ehemals idealistische Friedens-Partei „umgedreht“ haben. Ich habe dazu ein satirisches Gedicht gemacht:

    Die Grünen – Chronik einer Umdrehung

    Am Anfang voll Hoffnung; als Friedenspartei,
    die Kriege bekämpfen, mit Rolli und Strickerei.
    „Atomkraft, nein danke, die Wälder zu schützen,
    wollen wir die Parlamente nützen.“

    Die Parteispitze, in atlantische Netze eingesponnen,
    wurde schon bald für strategische Ziele gewonnen.
    Von Thinktanks schleichend korrumpiert,
    wurde sie zur Macht verführt.

    Wie schade, dass es Linksgrüne waren,
    die, zum ersten Mal, seit vielen Jahren,
    mit Lügen und von Lady Albright verführt,
    die Republik in den Krieg geführt.

    Was hat die Parteiführer umgedreht?
    Dazu ist wichtig, dass man versteht,
    wies läuft in der großen Weltpolitik:
    Nichts überlässt man des Zufalls Geschick.

    Als erstes muss man die Frage stellen:
    wem konnte man sie zugesellen?
    Wer spendete das meiste Geld?
    für Politik, die ihm gefällt?

    Vielleicht ein großer Versicherungskonzern? (1)
    Für Kohle tut man’s ja gern.
    Der Lobbyist von diesem Konzern,
    der sammelt um sich die Damen und Herrn,

    auf der SIKO, die er organisiert.
    Auch ist er sehr dran interessiert,
    dass Deutsche nicht zu pazifistisch seien.
    Und läd dazu ein die verschiednen Parteien.

    Der Sonnenblume frisches Grün
    ist geworden zum Olivgrün
    der soldatischen Bekleidung.
    Fundis und Realos leben in Scheidung.

    Ihre Liebe für andere Religionen
    kontrastiert ihren Hass auf die Autochtonen.
    Nach Stimmverlust biedern sie sich der CDU an.
    Wenn Macht korrumpiert – hier ist es getan.

    Alles, was sie angefangen,
    Ist ins Gegenteil gegangen.
    Gut gemeint ist schlecht gemacht.
    Den hübschen Damen der Nacht
    Hat die Liberalisierung nichts gebracht.

    Sie sind noch immer nicht Allianz-versichert (2),
    schon gar nicht voll und ganz gesichert,
    zahlen Schutzgeld den eingewanderten Herrn der Straß,
    und die verstehen gar kein‘n Spaß (3).

    Heute heißts:
    Wer nichts ist und wer nichts kann,
    schließe sich den Grünen an.
    Wem auch dieses nicht gelungen,
    der geh zu Versicherungen.

    Wer auch dort gescheitert ist,
    der versuch‘ sich als Jurist.
    Er wird bei allen diesen Sachen,
    dann schon seine Karriere machen.

    A. Eberl

    Hier Quellen für dieses Gedicht, die belegen, dass die Anspielungen nicht aus den Fingern gesaugt sind:
    (1) https://www.flickr.com/photos/davidnoack/5945735209 , Graphik über die Vernetzungen der Grünen. Allianz größter Einzelspender , über 50 000 von 2002 bis 2011.
    Wolfgang Ischinger als Cheflobbyist der Allianz ist gleichzeitig Organisator der Münchener Sicherheitskonferenz. Von Cem Özdemir wird aufgezeigt, dass er bei den Bilderbergern, dem GMF und dem „New American Century“ dabei ist/war. Alles Organisationen für geostrategische und transatlantische Interessen

    (2) EMMA Printausgabe, 1/2015, S. 35: Zitat: „… In der Pressemitteilung des bdde zur Gala stand außerdem: „Als Partner sind beim bdde namhafte Unternehmen mit an Bord. Zum Beispiel die Allianz-Versicherung. „bdde-Partner“ Allianz habe ein spezielles Altersabsicherungskonzept mit flexibler Prämienzahlung“ für Prostituierte entwickelt.“
    (Anmerkung: bdde=“Bundesverband der deutschen Erotikunternehmer“)

    (3) http://www.welt.de/politik/deutschland/article154174175/Berlins-Unterwelt-ist-verloren-an-die-arabischen-Clans.html
    Zitat daraus: „Die jungen rumänischen Prostituierten müssen an die Araber ein regelrechtes Standgeld entrichten. Ansonsten gibt es Prügel. Deutsche Zuhälter haben sich damit längst arrangiert und geben zum Teil 50 Prozent ihrer Einkünfte ab. Dafür wird ihnen Schutz versprochen“

  5. Zitate aus dem Text: „Dem liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass auch ein Politiker, ebenso wie jeder andere Mensch, seinen eigenen Nutzen zu maximieren versucht. In der Politik und in der Bürokratie besteht der Nutzen indes nicht allein in Geld, sondern ebenso in Macht, Wiederwahl, Medienapplaus, Pfründen, Privilegien, der Zahl der Untergebenen und höherem Budget.“

    Hierzu möchte ich anmerken, dass es durchaus Politiker gab und gibt, die nicht so waren…, z. B. Olof Palme, Oskar Lafontaine, Willy Wimmer… und viele Politiker der zweiten und dritten Ränge – also die, in den unteren Hierarchie-Rängen. Dort leben noch die Ideale. Aber vielleicht bleiben sie ja gerade deshalb in den unteren Rängen, weil sie sich von Lobbys und den Verführungen der Macht nicht verbiegen lassen wollen?
    Zweites Zitat:
    „Die modernen pluralistischen Demokratien sind von der Konstruktion her auf die Vertretung wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Partikularinteressen fokussiert und nicht auf das Gemeinwohl. Unter der Vorherrschaft des Lobbyismus haben sich die Strukturen so verkrustet und verhärtet und die Oligarchien sich dermaßen festgefressen, dass das gesamte System nur noch Chaos gebiert und die herrschende Machtelite sich gegen die Bevölkerung zusammenrottet und ihr Schaden zufügt.“

    Bei dieser Aufzählung im ersten Satz fehlt der Punkt: „geostrategische Interessen“, für die westliche Demokratien ebenfalls „benutzt“ werden. Paradebeispiel ist der Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien – als eine M. Albright gelang, Deutschland unter Joschka Fischer als Außenminister wieder in einen Krieg zu führen. Ausgerechnet – oder gerade?? eine linksgrüne Regierung…

    • Herr Eberl, Ihre Ausführungen haben Hand und Fuß, dafür danke ich Ihnen aufrichtig!

    • A. Eberl sagt: 14. April 2016 at 13:33
      „…und viele Politiker der zweiten und dritten Ränge – also die, in den unteren Hierarchie-Rängen. Dort leben noch die Ideale.“

      Ich weiß jetzt nicht in welchem land Du lebst, mithin von welchen Politikern Du redest.

      Die in Berlin können jedenfalls nicht gemeint sein. Ich kenne diese Politclowns nur als Kassier und Abnickparlamentarier. Denn es sind doch genau diese die Regierung kontrollierenden – zumindest sollte das so sein – Abnickparlamentarier, die JEDES noch so Volksfeindliche Gesetz durchwinken, größtenteil sogar ohne das sie überhaupt wissen worüber sie abstimmen und selbst wenn, dann auf keinen Fall verstanden haben. Belege dafür gibt es hunderte, wenn nicht tausende.

      Und dann sind ja noch diese wichtigen Gesetze die des Nachts kurz vor Mitternacht von 8? Parlamentarien ddurchgewunken werden und Tage später herauskommt, daß dieses Gesetz doch besser nicht verabschiedet worden wäre.

      Und mit Summen kennen sie sich auch nicht aus – trotz Volksschulbildung. Da denken sie schon mal sie stimmen über 30 Millionen Euro ab, dabei geht es um 30 Milliarden.

      Wer diesen Blitzbirnen irgend ein Interesse an deutschland oder/und dem Volk unterstellt, oder gar das sie nenneswertes Fachwissen in das Parlament einbringen, kann sich nicht wirklich mit ihnen beschäftigt haben. Ja, es mag Ausnahmen geben. Irgend etwas zwischen 1 und 10% – das wars dann aber auch ganz sicher.

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