Demokrit – ein Internetforum für Demokratie und Kritik (Teil 1)

Das Internet ist ein demokratisches Medium, von seiner ganzen Struktur her: Globale Verbreitung, leichter Zugang, geringe Kosten. Warum wurde bisher auf dem Feld der Politik trotzdem so wenig damit erreicht?

Es fehlt uns ein unabhängiges Forum zur Meinungsbildung, das alle Vorzüge des Internets vereinigt mit dem einen Ziel, Demokratie herzustellen.

Ein solches Forum soll hier skizziert werden; es soll Demokrit heißen und völlig andere Prioritäten setzen als Facebook.

Im zweiten Teil, der in Kürze erscheint, wird dann das Format Demokrit genauer beschrieben. Welche Regeln bei der Teilnahme, den Eingaben und Abstimmungen notwendig sind, damit Meinungen zu Entscheidungen und nicht nur zu kontroversen Disputen führen.

Ein Essay von Rob Kenius.

1. Teil: Jenseits von Facebook und Twitter

Der Unmut über Facebook und die Skepsis gegenüber Google kann sich zu einer Aversion gegen das Netz ausweiten. Das wäre im Sinne konservativer Politik, die durch das Internet überrollt wurde. Verloren ginge die Erkenntnis, dass das Internet der größte Fortschritt in der schriftlichen Kommunikation seit der Erfindung des Buchdrucks ist. Revolutionär wird das Internet dann, wenn die Interaktivität als neue technische Möglichkeit für Demokratie genutzt wird.

Demokratie kommt nicht von selbst und ohne Mühe aus dem Online-Shop. Im Gegenteil, wir müssen uns zuerst ein Forum schaffen, das frei ist von kommerziellen Interessen, frei von Ideologie und politischem Einfluss durch Parteien oder durch eine Regierung. Dann wird das Internet die Basis für mehr Demokratie, genauer gesagt: direkte, digitale Demokratie.

Umgekehrt gedacht: Wenn wir direkte Demokratie fordern, brauchen wir ein ganz spezielles Medium zur Meinungsbildung in der Hand unabhängiger Bürger.

Das ist etwas, das es auch in der Schweiz bisher noch nicht gibt.

Wir suchen ein Konzept zur Meinungsbildung, das nicht auf Besitz, Reklame und Datenhandel aus ist, sondern die interaktive Kommunikation zwischen allen Bürgern als Selbstzweck ansieht. Ein Medium, das unser Allgemeingut ist, wie die Sprache, die Schrift und die Technik des Internets.

Jeder hat die Möglichkeit, nicht nur zu lesen, sondern selber im Netz zu agieren. Das geht vom Meinungsklick und Kommentar über das Einstellen von Selfies, Tondateien und Videos bis hin zum selbst produzierten E-Book. Und das alles gibt es auch zum Null-Tarif.

Das kommerzielle Internet

In den Anfängen gab es viel Optimismus. Man glaubte, das Netz würde allein wegen seiner Struktur Demokratie beflügeln. Dieser Glaube hat sich als naiv herausgestellt. Es ist so ähnlich wie die Erwartung, ein freier globale Markt würde automatisch für gerechte Verteilung von Konsumgütern und Steigerung aller Einkommen sorgen.

Wir mussten erfahren, Demokratie und Gerechtigkeit stellen sich nicht automatisch ein, sondern nur dann, wenn wir gezielt daran mitwirken, das heißt, wenn wir die Regeln selber aufstellen und eine besondere Infrastruktur dafür schaffen.

In knapp zwanzig Jahren hat sich im weltweiten Netz die kommerzielle Nutzung durchgesetzt; sie dominiert Zahl und Volumen der angebotenen Seiten und das erscheint uns als selbstverständlich. Die Internet-Riesen betreiben aber Geldbeschaffung, hauptsächlich für Manager und Anteilseigner.

Dabei werden bestimmte Zahlen als Index für den Erfolg soweit wie möglich maximiert:

  • so viele Teilnehmer wie möglich
  • so viele Personendaten wie möglich
  • so viele Klicks wie möglich
  • so viel Verweilzeit wie möglich
  • so viele Werbekunden wie möglich
  • so viel Umsatz wie möglich
  • so viel Gewinn wie möglich
  • so hohe Börsenkurse wie möglich

Die Bewertung dieser Indices erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Das höchste Ziel ist der Börsenkurs, dann kommt der Gewinn, danach der Umsatz, die Zahl der Klicks und die Statistik der Entscheidungen und schließlich, ganz am Ende, die Masse der Teilnehmer.

Was verbirgt sich hinter dem Zuckerberg?

Die marktbeherrschende Kontaktmaschine ist Facebook. Als Soziales Medium unter Studenten gestartet, hat es heute bei etwa 2.000.000.000 (2 Milliarden) Nutzern zwei primäre Ziele: Steigerung des Börsenwerts und Gewinnmaximierung. Persönliche Meinungen und politische Diskussionen sind nur das Futter für Prozessoren und Datenspeicher.

Die Kritik an Facebook richtet sich gegen die Art und Weise, wie dort Daten erhoben und verkauft werden. Für die Betreiber, namentlich Mark Zuckerberg, ergibt sich die Vermarktung der Daten ganz natürlich aus den Möglichkeiten, die durch das enorme Wachstum von Facebook entstanden sind, und durch die Begehrlichkeiten der Wirtschaft, namentlich der Werbebranche. Daran ist nichts genial oder innovativ.

Alle Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich in ihrem Profil vorteilhaft darzustellen und mit anderen Usern Kontakt aufzunehmen. Sie nutzen Facebook als Medium, das anscheinend umsonst für sie arbeitet. Dabei entgeht ihnen, dass sie sich gegenüber dem System entblößen, während sie streng darauf achten, dass gegenüber den Bekanntschaften die eigene Selbstdarstellung maßgeblich bleibt.

Die kommerzielle Ausnutzung der User durch Facebook ist eine Kombination gut programmierter Statistiken von den Eingaben, Bewegungen und zustimmenden Klicks, ein Algorithmus, der für die User undurchschaubar und unverständlich bleibt.

Diese Programme müssen auch nicht verstanden werden, um ihre Funktion zu beurteilen.

Tatsache ist, dass Facebook große Teile der Persönlichkeit und des Verhaltens seiner Teilnehmer mit oder ohne deren Wissen, mit oder ohne deren Einwilligung, statistisch aufbereitet und an zahlende Kunden verkauft. Die Teilnehmer präsentieren sich nach ihren eigenen Vorstellungen und fühlen sich dabei als einmalige Personen. Facebook aber nimmt ihnen die Einmaligkeit wieder und benutzt die Eigenschaften und Reflexe von Millionen Menschen als statistische Masse, deren Erhebung durch verborgene Algorithmen automatisch erfolgt.

Den Usern entgeht, wie das Geschäft mit der Werbebranche läuft und wie ihre Persönlichkeit zerlegt, gegliedert, verknüpft und verwertet wird. Das Geschäft meidet die Öffentlichkeit, doch inzwischen ist es heraus:

Zu denen, welche die Möglichkeiten von Facebook für ihre Ziele nutzen, gehören nicht nur die Hersteller von Süßwaren und Softdrinks, sondern auch Wahlstrategen, egomanische Politiker und vielleicht sogar die verteufelten Russen! Das hat die politische Kaste in Washington, Brüssel und Berlin aufgescheucht.

Ein anderes Forum muss her!

Für Meinungsbildung und Demokratie sind die Unternehmensziele und die Algorithmen der sogenannten Sozialen Medien kontraproduktiv. Wer nicht ganz dem blinden Konsum und dem Fernsehen im Mainstream verfallen ist, ahnte es schon lange: Wir dürfen uns im Internet nicht den kommerziellen Datensammlern überlassen, die unser Bewusstsein spiegeln, analysieren und durch verborgene Algorithmen über statistische Auswertungen auf ihre Geldmühlen lenken.

Trotz der offengelegten Ausbeutung der User wurde und wird Facebook (und selbst Twitter) weltweit für ernstgemeinte Kommunikation und sogar für politische Bewegungen eingesetzt. Dies führt in die Verwirrung und in die Irre, aber es zeigt uns auch ganz deutlich etwas Positives:

Bei unzähligen Menschen besteht ein Bedarf nach interaktiver Meinungsbildung im Internet und nicht nur nach Information.

Dazu benötigen wir ein besonderes Forum, frei von Werbung und Propaganda, das die Eingaben der Teilnehmer nicht für fremde Zwecke auswertet. Ein solches demokratisches Forum existiert noch nicht (in deutscher Sprache und in der nötigen Dimension). Es muss so bald wie möglich geschaffen werden, es soll neben Diskussionen auch sichere, geheime Abstimmungen über Meinungen, Schlüsselfragen und politische Richtungen ermöglichen.

Das neue Format für Meinungsbildung würde die bestehenden Möglichkeiten im Internet für Demokratie voll nutzen:

  • Eigenständige Themenwahl der Teilnehmer
  • Darstellung der eigenen Meinung
  • Meinungsbildung durch Diskussion
  • interne Abstimmungen
  • konkrete Vorschläge für die Politik

All das ist jetzt schon realisierbar. In Italien existiert es bereits und es werden dort im Online-Medium Rousseau Kandidaten für politische Wahlen aufgestellt. Der M5S ist auf diese Weise die stärkste Gruppe im italienischen Parlament geworden.

Das Forum Demokrit

Was sich bereits gut entwickelt hat, sind unabhängige Informationskanäle wie KenFM, Rubikon, Nachdenkseiten, Telepolis und ähnliche Medien. Wir brauchen etwas Neues, ein unabhängiges Forum der Demokratie, das Informationen diskutiert und bewertet, das auch Diskussionsbeiträge bewertet und gezielt durch interne Abstimmungen Meinungen von Mehrheiten und Minderheiten herausstellt.

Das alles ist kein gutgemeintes Postulat, sondern es sind konkrete Anforderungen an die Programme und die Spielregeln, die von Algorithmen realisiert werden sollen und nicht durch den guten Willen der Nutzer oder Betreiber, genau wie auch Facebook seine kommerziellen Ziele durch Programme realisiert. Es ist selbstverständlich, dass der Code für Interessenten einsehbar sein soll und dass alle Zuordnungen transparent bleiben.

Wir beginnen mit einem Namensvorschlag: Unser Forum soll Demokrit heißen – nach dem griechischen Naturphilosophen Demokrit, der den Begriff der Atome erfunden hat. Die Silben des Namens erinnern an Demokratie und Kritik. Beides soll im Forum Demokrit groß geschrieben werden.

Das Forum braucht Spielregeln, die darauf zielen, dass eine demokratische Diskussion zustande kommt und dass zweitens, ohne größeren Aufwand, über strittige Fragen abgestimmt werden kann. Man kann dann die Diskussion durch Abstimmungen zwischendurch steuern und auf eine Fragestellung fokussieren, die aber nicht von oben oder von außen vorgegeben wird.

Facebook dagegen lenkt durch seine Algorithmen die Diskussionen hin und her und im Kreis, vonehmlich zwischen Teilnehmern ähnlicher Einstellung, wobei es der Firma auf Nebeneffekte ankommt: Lange Verweildauer, viele Klicks und das Ablenken von Aufmerksamkeit auf die Werbung. All das führt nicht zur demokratischen Meinungsbildung.

Um Demokratie walten zu lassen und mit Demokrit Politik zu machen, gilt es zunächst eine Grundsatzfrage zu klären:

Wer kann teilnehmen?

Teilnehmen können alle, die sich in die Diskussion einbringen wollen und die nach Recht des Landes wahlberechtigt sind. Alles andere würde verhindern, dass Demokrit ein politisches Gewicht bekommt.

Umgekehrt ausgedrückt: Nicht teilnehmen können Regierungen, Parteien, Organisationen, Vereine, Kinder, nicht Wahlberechtigte und Personen, die anonym bleiben wollen.

Es handelt sich also um natürliche Personen, deren Identität erfasst wird. Es muss unbedingt verhindert werden, dass jemand mehrere oder falsche Identitäten annimmt. Die Teilnahme bedeutet nicht, dass jeder Name gleich auf einer Liste der Mitglieder erscheint. Wer aber öffentlich diskutieren will, kann dies nur unter seinem vollen Namen tun, am besten mit einem Profilfoto.

Die Spielregeln sind vergleichbar mit denen in einer politischen Versammlung: Auch dort kann niemand das Wort ergreifen, der nicht gesehen werden will, der sich nicht öffentlich vorstellt oder vorgestellt wird. Diese Schwelle muss jeder überwinden, der sich irgendwo auf der Welt politisch betätigen will.

Politische Diskussion und Anonymität schließen einander aus.

Egal, welche trefflichen Argumente für anonyme Diskussionen sprechen, Demokrit soll politisch sein. Anonyme Diskussionen gibt es für Anhänger dieser Form des Zeitvertreibs in genügender Zahl. Gegen anonyme Dispute mit Unbekannten spricht die langjährige Erfahrung im Internet. Meinungen werden zugespitzt, Streitereien schaukeln sich hoch, Debatten entgleiten, Trolle und Provokateure geben den Ton an, es kommt zu Hassparolen und Volksverhetzung. Mühselig muss dann das Geschmiere an den digitalen Toilettenwänden durch Moderatoren und Schimpfwort-Such-Algorithmen wieder entfernt werden. Die Meinungslawinen werden bei Facebook noch gefördert durch Filter, die Personen ähnlicher Einstellung zusammenführen. Wer nur mit Gleichgesinnten diskutieren und sich gegenseitig an Emotionen übertreffen will, sollte in die größte politische Partei eintreten. Dort muss er aber seine Identität genau so offenlegen und ebenfalls seine Bankverbindung.

Facebook am Anfang und heute

In diesem Zusammenhang sollte erwähnt werden, dass Facebook seine Attraktivität ursprünglich der Tatsache verdankte, dass alle Teilnehmer (im Gegensatz zu anderen Kontaktbörsen) dort mit ihrer echten Identität aufgetreten sind. Das hat sich auf dem Campus einer Universität ganz natürlich so entwickelt, jede und jeder musste damit rechnen, dass persönlich Bekannte sie oder ihn erkennen. So wurde verhindert, dass man falsche oder beliebige Angaben über die Person macht.

Die soziale Kontrolle verschwindet mit Sicherheit, wenn die Teilnehmerzahl über 100.000 steigt. Bei Millionen und Milliarden Facebook-Gesichtern geht sie völlig unter. Die Bezeichnung Soziales Medium für eine global operierende Kontaktmaschine ist deshalb unsinnig. Hinzu kommt, dass (aus kommerziellen Gründen) nicht nur natürliche Personen, sondern auch Firmen, Vereine, Parteien, Fanclubs, Rundfunkanstalten und sogar die Regierung aufwändige Facebook-Seiten betreiben.

Damit ist die Grundidee, soziale Kontakte zwischen Gleichgestellten zu fördern, schon ad absurdum geführt. Die Facebook-Struktur kann weder sozial noch demokratisch sein. Die Möglichkeiten, sein eigenes Profil zu gestalten, sind das Verlockende daran und sie sind deshalb fast unbegrenzt. Um das zu gewährleisten, werden die Rechen- und Speicher-Kapazitäten ständig erweitert. Die sich schnell entwickelnde digitale Technik macht es möglich, immer größere Datenmengen zu verwalten.

Hier ist längst schon Gigantomanie am Werk, was die beliebte Maßeinheit Gigabyte im Namen widerspiegelt. Die Rechenleistung der firmeneigenen Server steht in direktem Zusammenhang zu den finanziellen Erfolgen und der Bewertung an der Börse. Die Gigantomanie hat auch Politiker beeindruckt, aber sie ist ein Irrweg. Jede Extrapolation ins Unendliche ist in der Realität ein Irrweg, auch, was nicht oft genug gesagt werden kann, das prozentuale Wachstum der Wirtschaft, das eine Exponentialfunktion generiert, die unweigerlich ins Unendliche führt.

Vom privaten zum gemeinschaftlichen Medium

Für ein Meinungs-Medium mit demokratischen Strukturen müssen Grenzen für die Selbstdarstellung und die Menge der Eingaben gelten. Jeder, der eine Persönlichkeit hat, kann diese in einem Text von einer DIN A4 Seite darstellen. Ein Foto in Passqualität reicht völlig aus. Wer will, kann dann zusätzlich auf die eigene Webseite oder auf seine Selbstdarstellung und auf die vielen Freunde im Facebook verweisen.

Demokratie und damit das Format von Demokrit ist für Millionen Teilnehmer gedacht. Deshalb können Diskussionsthemen nur von den Moderatoren eröffnet werden. Vorschläge aller Teilnehmer, über die dann abgestimmt wird, sind erwünscht. Das Moderatoren-Team kann die besten Vorschläge aufgreifen.

Wie das Team der Moderatoren sich zusammensetzt, ob, wie und von wem es bezahlt wird, hängt davon ab, wer das Forum Demokrit startet und wer es finanziert. Eine einfache und sehr vernünftige Lösung wäre die, dass eine neutrale und gemeinschaftliche Institution (der Staat) das Forum organisiert.

Die Schaffung neutraler Medien hat sich in Europa bestens bewährt. Nachdem die schriftliche Kommunikation durch die neue Technik des Buchdrucks und durch Martin Luther aus der Hand der Katholischen Kirche genommen wurde, hat sich in Europa eine vielseitige Medienlandschaft entwickelt: Buch- und Zeitschriftenverlage mit zahlreichen Autoren und unterschiedlichen Meinungen. (Die Konzentration der Medien in Händen einzelner Personen und Familien ist ein dazu gegenläufiger Prozess.)

Die elektronische Technik der Radiowellen mit permanent operierenden Sendern und überall verstreuten Empfängern führte Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer ganz neuen Struktur. Ein aufwändiger Sendebetrieb steht im Mittelpunkt, der seine Empfänger erreichen aber nicht kontrollieren kann. Die Finanzierung wird zum Problem.

Hier in Europa haben sich als beste Lösung die Anstalten des Öffentlichen Rechts heraus gebildet.

Die Gefahren für Radio und TV sind staatliche Kontrolle (totalitärer Regierungen) und die völlige Kommerzialisierung durch Privatsender. Diese Gefahren bestehen ganz einfach deshalb, weil Technik und Produktion von Rundfunk und Fernsehen einen hohen finanziellen Aufwand erfordern. Wer von sich aus ein Programm anbietet, will oder muss einen hohen Gewinn erzielen, entweder in Form von Geld oder in Form von politischer Macht.

Der demokratische Charakter des Internets

Das Internet ist technisch wieder etwas völlig Neues. Es ist strukturiert als ein schriftliches Medium mit sehr flexiblen Formaten und es ist so revolutionär wie der Buchdruck es war. Das Internet ist interaktiv, es bietet von sich aus eine demokratische Struktur für alle, die sich beteiligen. Und dann kommen noch zwei Effekte hinzu, die in die gleiche Richtung gehen, also prinzipiell der Demokratie dienen.

1. Der Übertragungsweg für die Daten ist fast beliebig.

Die Signale können per Telefon, per Funk und über Glasfaserkabel geleitet werden und sind durch die Digitalisierung unempfindlich gegen Störungen. Auch die notwendigen Server sind einer durch den anderen ersetzbar, weil das Protokoll, das die Datenpakete lenkt, sich selber seinen Weg sucht. Fällt ein Server zufällig oder gewollt aus, wird automatisch ein anderer genutzt. Das Netz ist also nicht von der Verfügbarkeit eines einzelnen Servers oder vom guten Willen eines bestimmten Betreibers abhängig.

2. Der zweite Effekt, welcher die Demokratisierung im Internet leichter macht, sind die geringen Kosten.

Die schriftliche Nachrichtenübertragung im Internet kostet um Größenordnungen weniger als Programmübertragung in Rundfunk und Fernsehen und auch deutlich weniger als bedrucktes Papier.

Ein Fernsehsender kostet, sagen wir, hunderttausend Euro pro Tag. Eine Internetseite kostet weniger als hundert Euro pro Jahr, wenn man sie selber gestaltet, und ist doch auf der ganzen Welt zu sehen!

Kein Wunder, dass es im Internet so vieles umsonst gibt.

Das sind die positiven Aspekte:
Interaktivität, schwer kontrollierbare, fast unzerstörbare Struktur und extrem geringe Kosten. Dieser letzte Aspekt hebelt sogar den Kapitalismus aus und widerspricht den Prognosen von Karl Marx. Die Macht des Kapitals und des Geldes über die Medien wird durch diese technische Entwicklung enorm verringert. Doch Euphorie ist nicht angebracht.

Obwohl jeder, der einen Computer besitzt und ein Telefon oder ein Gerät wie Smartphone, das beides vereint, obwohl jeder am Internet aktiv teilnehmen kann, wurde das Netz in zwanzig Jahren weitgehend kommerzialisiert. Hauptsächlich von einigen marktbeherrschenden Firmen, zuerst in den USA: Google, Facebook, Amazon und Ebay. In der Volksrepublik China gibt es ähnliche Strukturen.

Das Forum, das wir Demokrit genannt haben, muss unter ganz anderen Prämissen und von anderen Akteuren betrieben werden als die sogenannten „Sozialen Medien“. Es geht uns nur um freie, interaktive Kommunikation ohne Gewinnabsicht, um ein neues Format interaktiver Meinungsbildung, das in den bestehenden Strukturen des Internet sofort möglich ist.

Es existiert aber noch nicht, und wenn es irgendwo existiert, hat es nicht die erforderliche Popularität, um demokratietauglich zu sein. Also muss es nach einem vernünftigen Plan so bald wie möglich geschaffen werden.

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Rob Kenius ist freier Journalist und Autor des Buches: „Neustart mit Direkter Digitaler Demokratie“, Solibro-Verlag Münster 2017

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung. Das Essay erschien zuerst bei: kritlit.de/

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19 Kommentare zu: “Demokrit – ein Internetforum für Demokratie und Kritik (Teil 1)

  1. Wir verdanken Internet der CIA, es wurde entworfen für eine russische Besetzung der USA, für Widerstand, deshalb hat es keine zentrale Kontrolle.
    Wenn es wahr ist dat Paulus das Christentum erfand als Geheimagent der Römischen Kaiser, um die Juden auch ideologisch zu vernichten, etwas vergleichbares, das Christentum vernichtete das Römische Reich.

    • Das ist ja wieder so hingeworfen ohne verstand, analyse verfolgen historischer verlaeufe. Stammtisch Niveau.

      Das gilt sowohl fuer das „Internet“ als auch fuer das Christentum.

      Internet. Enstanden aus dem beduerfnis von menschen an verschiedenen orten auf unserem planeten, eine kommunikative sphaere entstehen zu lassen. Zunaechst mit un dinnerhalb der ressourcen der militaers und staatlich/privaten telefongesellschaften. Der durch durchbruch entstand mit der paketisierung mit digitalen daten. Das ziel der bastler und tueftler was, ueber bestehende telefonleitungen verschiedene punkte miteinander zu verbinden.

      Die gegenkraefte waren von anfang an erkennbar. Privat und Staat. Die telefongesellschaften hassten die digitalisierung, weil dann ihr ganzer schrott mit elektromechanischen relais nutzlos wird. Auf dieser grundlage der relais ist das TCP protokoll entstanden, weil wir mit relais keine fehlerpruefung organisieren koennen. Es wurde also auf die endknoten ausgelagert.

      IANA, initiiert und betrieben von Jonathan Postel, war zustaendig fuer die namens- und nummer-verteilung und hat sich konsequent fuer ein oeffentliches transport medium eingesetzt. Deswegen war Jonathan Postel so verhasst im privaten und staatlichen raum.

      Christentum. Die „fruehchristlichen Gemeinden“ waren alle juedisch und teil einer juedischen Befreiungstheologie. Jasus von Nazareth war juedisch und waere nie Christ geworden. Das Christentum entstand als ergaenzung der staatlich/privaten gewaltsysteme im roemischen imperium. 360, also kurz nach 325, der erklaerung des katholizismus zur roemischen staatsdoktrin, begann die christliche Inquisition mit den Buecher Verbrennungen und all jener, die ihre schriften nicht zur verbrennung abgaben.

      Der grund ist einfach. Das Christentum basiert auf der zerstoerung der wahrheit, also dem wissen, also den bibliotheken und universitaeten. Es will in diese freien raeume, oder vakuen, ihre dummen geschichten verbreiten, um auch ideologisch, also ideell, die ausbreitung zu ermoeglichen. Setzt aber die zerstoerung des bestehenden wissens voraus.

      So ist zu erklaeren, wie es moeglich war, dass eine erkenntnis aus -300 dann 400 und danach ueber das wissen des kugelradius der erde verschwand, um die erde zu einer platte umzudefinieren.
      Eratosthenes
      https://de.wikipedia.org/wiki/Eratosthenes

      Es gibt noch andere hinweise, wie das Christentum streng anti-wissenschaftlich agiert hat. Der damalige chef der mongolen etwa 1260 -+ hat in Bagdad alle schriften des „Haus der Weisheit“ zerstoeren lassen. Er hasste die strnge der wissenschaft, die damals im islamischen raum sich entfaltete. Einem gebiet ohne militaer. Sie brauchten das nicht.

      Die berater dieses mongolen sproesslings waren Christen und Buddhisten und erzeugten diesen hass gegen geschriebenes und konstruiertes. Die katholischen kreuzzuegler waren vom gleichen schlag. Deswegen wurde die grosse bibliothek von Alexandria angezuendet.

      Und was willst du nun mit Paulus, diesem Fascho? Du musst tiefer gehen, die bruchstuecke der historischen verlaeufe wie ein Mosaik in verbindung bringen. Das wichtigste dafuer ist das freie Wissen, weshalb ich erklaere: Wissen ist immer Welterbe.

      Gute hinweise finden wir auf der seite „Lost Islamic History“ (http://lostislamichistory.com) oder „Institute for Historical Review“ (IHR). Wir koennen niemals alles, egal jetzt woher, zur „Wahrheit“ erklaeren. Bei Wikipedia wissen wir es und die meisten auch, warum. Es bleibt uns eigentlich nichts anderes, als selbst den spuren zu folgen.

      Ken Jebsen tut dies mit allen seinen einschraenkungen und kalauern, die er benuetzt. So entstehen flaechen von elementen, die wir wie ein Mosaik verbinden. Und mit sicherheit kommt da etwas anderes zustande wie jenes, was wir heute so gemeinhin ausgesprochen hoeren uder lesen koennen.

      Ich habe diese laengere antwort geschrieben, um den verfaulungszustand deiner antwort etwas zu verdeutlichen.

    • Ja, die edit-funktion fuer kommentare fehlt leider. Hinterher sehe ich meine schreibfehler. Dann ist es aber zu spaet.

  2. Ich bin eigentlich der Letzte der sich gegen digitalen Fortschritt ausspricht, aber wenn man sich lange genug mit dem Wesen und Inhalt dieser Spate beschäftigt, kommt man zu der Erkenntniss, dass ein gesundes Maß an vernünftiger Nutzung bzw. Gebrauch absolut angebracht ist.

    Einige Komponente möchte ich nennen, warum das komplette Aufstützen auf das digitale Medium als rettendes Heil keine Lösung ist.
    Der Status Quo verzeichnet eine enorme Asymmetrie in fast allen Belangen. Sei es Information, Wissen, Rechte des Einzelnen, physikalische Raumverteilung, logistische Reichweitenerfassung. Das asymmetrische Verhältnis der genannten Komponenten zwischen der Mehrheit und Minderheit wissen alle.
    Nun möchten wir die übergeordnete Komponente, Demokratie, die in absoluter Schieflage geraten ist, wieder berichtigen.
    Lediglich an zwei Stellen hilft die digitale Vernetzung und zwar nur bei der Information und Wissen.
    Nebenbei bemerkt, die Zugangspunkte, die Leitungen und somit die Regeln für die digitale Struktur, Internet, sind asymmetrisch verteilt in Händen Weniger (Verizon, Comcast, AT&T), da macht es wenig Sinn sich innerhalbt dieser Strukturen entlang deren Spielregeln nach Lösungen zu suchen, geschweige dass man überhaupt eine findet.

    Oder fern ab der technischen Heransgehensweise ein sehr einfaches Bild, damit auch viele es verstehen. Demokratie ist von Wesen her, etwas Lebendiges, daher kann man bei einer Störung eines Lebendigen nicht ein lebloses Werkzeug heranziehen, um diese Störung zu beheben.
    Oder nennen Sie mir ein Beispiel, dass je eine Störung einer Liebesbeziehung zwischen Menschen mit Hilfe des Internets nachhaltig gelöst werden konnte.

    • Beispiel
      Nach dem Scheitern einer Ehe ( Störung einer Liebesbeziehung zwischen Menschen) habe ich meine endgültige Frau nach systematischer Suche über das Internet kennengelernt. Wir sind seit vielen Jahren ein glückliches Paar. Nur per Zufall oder durch Matching-Points (wie bei Parship) wären zwei so seltene Personen nie zusammen gekommen.

    • Kein logisch durchdachtes Argument. Die Störung der ursprünglichen Liebesbeziehung wurde nicht mit Hilfe des Internets gelöst. Sie haben sich ja nicht per Internet sich von der ehemaligen Beziehung geschieden, Schluss gemacht oder des Friedens Willen getrennt; wäre eine furchtbar traurige Tatsache wenn dem so wäre.
      Und die neue Beziehung die Sie eingegangen sind, ist auch nicht per se durch das Internet entstanden. Ich vermute mal sehr stark, dass Sie nachdem Sie diese Person auf digitalem Wege informationell kennen gelernt hatten, diese später erst wirklich physikalisch „beschnuppert“ hatten und nach einvernehmlichen gegenseitigen Gefallen auch penetrierten; wäre auch sehr schrecklich traurig, wenn die physikalische Komponente durch den digitalen Äther ersatzweise befriedigt wurde.

    • Hallo Son_Snow, oder SonTungTran oder sonst etwas, ich verstehe nie, warum sich menschen solche bescheuerten namen ausdenken. Gut, vielleicht sind sie ja nicht bescheuert, wenn wir die identitaets symbole verstehen.

      Habt ihr keinen mut, zu dem zu stehen, was ihr schreibt? Ob ihr das denkt, was ihr schreibt, ist ja noch eine andere frage. Ernsthafte beziehungen koennen nur entstehen, wenn wir uns kennen lernen. Wenn unsere aussagen in verschiedenen bereichen die gleichen wurzeln haben. Leute wie du koennen ueberall schreiben und alles hat dann nichts mehr mit der person zu tun, die schreibt.

      Gut, genug geschimpft. Dein hinweis zur Asymetrie ist fundamental. Das gilt auch fuer die telekommunikation als instrument, unsere kommunikativen prozesse auch ueber grosse geografische und zeitliche distanzen zu ermoeglichen. Wir koennen einen zustand erreichen, als wuerden wir alle zusammen in einem raum sitzen und miteinander sprechen.

      An diesem punkt setzt dann die frage auf, wie machen wir es. Ich gebe dir recht, dass wir uns nicht auf diesen schwachsinn beschraenken, den wir heute „InterNet“ nennen. Wir setzen also auf den moeglichkeiten auf, die die technologie uns zur verfuegung stellt. Das ist eigentlich schon alles. Wir muessen nur unterscheiden zwischen den technologischen moeglichkeiten und jenen, die uns zur verfuegung gestellt werden. Daraus ensteht sofort der wunsch, es selbst zu organisieren.

      „Lediglich an zwei Stellen hilft die digitale Vernetzung und zwar nur bei der Information und Wissen.“
      Richtig. Es ist ein transportsystem fuer digitale daten in paketform. Mehr nicht. Was wir mit den daten tun, hat nichts mit dem transportsystem zu tun.

      Wir kennen 3 typen von daten: Text (immer digital), grafik (inzwischen auch digital) und sprache, die immer analog ist und digitalisiert wird. Da gibt es 2 methoden. Zeitlich diskrete abtastung der huellkurve mit dem transport der diskreten quanten und anschliesender analogisierung, also der nachkonstruktion der punkte zu einer linie. Die zweite. Wir ermitteln methematische koeffizienten, um unsere ausprache ueber einen text zu reproduzieren. Der empfaenger hat oder erhaelt diese koeffizienten und dann den text, das aus der individuell persoenlichen transkription entsteht. Das reduziert massiv die datenmenge. Damit gehen aber betonungen und emotionale stimmungen verloren. Geht also nur dann, wenn der ton und die melodie der aussprache nicht wichtig ist.

      Generell steht in allem, was wir tun, am anfang „information und wissen“. Es ist also eine grundbedingung. Wenn du dich mit anderen menschen unterhaeltst, dass fliessen hauptsaechlich „information und wissen“. Das ist eben der inhalt von kommunikation.

      Manchmal spielt noch die gestik eine rolle. Dann brauchen wir das bild, um es sehen zu koennen.

      „Demokratie ist von Wesen her, etwas Lebendiges, daher kann man bei einer Störung eines Lebendigen nicht ein lebloses Werkzeug heranziehen, um diese Störung zu beheben.“

      Rob hat bereits darauf hingewiesen. Auch hier spielen die „informationen und wissen“ eine hauptrolle, um dann praktisch gegenstaendliche prozesse in gang zu setzen, die allerdings selbst auch wieder auf „information und wissen“ ruhen. So kannst du dich den prozessen der kommunikation und ihrer einbindung nicht entziehen.

      „Oder nennen Sie mir ein Beispiel, dass je eine Störung einer Liebesbeziehung zwischen Menschen mit Hilfe des Internets nachhaltig gelöst werden konnte.“
      Wenn du „Internet“ mit „kommunikation“ oder „telekommunikation“ ersetzt, wirst du selbst viele beispiele in deinem leben finden. Da musst du niemand fragen.

    • Hallo willi,
      ziemlich viel Text mit wenig Sinngehalt meiner Ansicht nach. Die Kritik an den Namen den meine Eltern mir gegeben haben, finde ich ziemlich unfair und emotionslos, weil jeder Name in jeder Kultur auf dieser Welt eine besondere Bedeutung hat sowie die Wünsche der Eltern was für Eigenschaften und Fähigkeiten die Kinder in Zukunft besitzen mögen in deren Namen einfließen.

      Internet ist nicht gleich zu setzen mit Kommunikation. Wenn man das anhand eines Diagramms aufzeichnet, dann steht die Kommunikation allumfassend an der Spitze und darunter befinden sich die Subformen, quasi Werkzeuge die diese unterstützen und darunter gehört dieTelekommunikation, wiederum darunter neben Post, Telegraphie, Telefon oder ähnliche Fernmeldeunterstützungsmedien, das Internet.
      Aber über was wollen Sie eigentlich hinaus?

  3. Die Idee gefällt mir.
    Wir wissen zwar anhand der Klickzahlen von KenFM, Nachdenkseiten u.a., daß wir viele sind. Wir wissen aber auch, daß wir über die ganze Republik verstreut leben, zudem leben einige in der Schweiz, in Österreich, ein regelmäßiger Schreiber lebt in Katalonien, und Pieter ist in den Niederlanden.
    Indem wir uns virtuell zusammentun, könnte unsere Meinungen mehr Gewicht bekommen.
    Die Idee des Kontakts von Angesicht zu Angesicht ist dazu kein Widerspruch. Man könnte eine Rubrik hinzufügen, bei der man seinen Wohnort bekanntgibt und dadurch persönliche Kontakte erst ermöglicht.

    • Lieber Torsten,
      stelle dir eine liste von fuer dich notwendigen funktionen der digitlen kommunikation vor. Und diese liste konfrontierst du mit jener liste, die KenFm zur verfuegung stellt. Dann wirst du sofort sehen, wo es hakt.
      Das ist ein abstrakter weg, ich weiss. Aber so werden die diskrepanzen deutlich.

      Die lokalitaet der akteure steht auch fuer mich ganz vorne. Tatsaechlich an erster stelle. KenFm ist eine regionale plattform, thematisch weit gestreut, und kann die herausbildung lokaler verbindungen unterstuetzen.

      Die regionale wirksamkeit ist aber wichtig, um die vielfalt entstehen zu lassen. Dieses zusammenwirken ist fuer Demokrit eine ganz wichtige basis-funktionalitaet, sonst kann sie ihrem anspruch nicht gerecht werden, denke ich.

      Demokrit ist keine nachrichtenplattform, so wie ich es verstehe. Es ist eine kooperationsplattform, wo natuerlich auch nachrichten fliessen. Aber eben auch interaktive prozesse stattfinden koennen.

      Allerdings bricht dies mit dem konzept der moderation.

    • Ich finde auch, dass diesem „Demokrit“ eine gute Denke zugrunde liegt. Einige user hier haben es anscheinend nicht richtig verstanden, worum es geht und voreilig abgeurteilt. Denn wenn man sich öffentlich mit vollem Namen und möglichst noch einem Profilbild politisch austauscht, liegt eine anschließende persönliche Bekanntschaft ja viel näher, als bei anonymem Meinungsaustausch. Es wird dadurch eine ganz andere Vertrauensbasis geschaffen.

  4. Lieber Rob, deine antwort an den „Anonymus Box“ war wirklich gut.

    Aber ich will zum thema. Ich freue mich schon auf den 2.teil. Hier im ersten geht es um die konzeption, um die philosopie. Ich stimme dir ja weitgehend zu, habe allerdings einen anderen fokus, wenn es um die beschraenkung der telekommunikation geht. Und hier steht die asymetrie der transferkapazitaet, die sternstrukturen mit ihren zentralismen und dahinter die private vernutzung unserer kommunikation im zentrum.

    Facebook, Twitter und sonstige konnten sich nur herausbilden, weil die installation eines servers in jedem haus auf diesem planeten durch hohe gebuehren blockiert wird. Waere dieser block nicht existent, wuerde die welt der digitalen kommunikation voellig anders aussehen.

    Es geht also um die selbstorganisation der telekommunikation, die notwendig eine selbstermaechtigung erfordert. Und diese ermaechtigung hat viel mit der beherrschung der technologie zu tun.

    Aber damit will ich nicht dein berechtigtes anliegen zerreden oder schmaelern. Ganz im gegenteil. Bei diaspora, GnuSocial und Friendica sehen wir sofort die massiven behinderungen. Optimal koennten diese gruppensysteme (Groupware) arbeiten, wenn lokal ein eigener server dafuer existiert. Theoretisch bis hinunter zu einer person.

    Mal ganz abgesehen von den zur verfuegung stehenden funktionen, weil sie alle das, was du hier ins zentrum rueckst, noch nicht realisieren. Sobald wir die ebene der reinen unidirektionalen nachrichten verlassen und den bereich interaktiver kommunikation betreten wollen, wird es heute noch verheerend.

    Jetzt bin ich bei deiner moderation angekommen. Wenn du das verfolgst, wirst du scheitern. Notwendig. Ein guter diskurs-stil, der dir ja wichtig ist, kann nur die gruppe erreichen und braucht dazu ihre moeglichkeiten. Niemals darfst du dies einer zentralen instanz anvertrauen. Weil auf diese instanzen alle scharf sind, die das geschehen blocken wollen.

    Und eine einschraenkung auf staatlich sanktioniertes recht auf wahlbeteiligung ist ja voelliger unsinn. Weil gerade die jugend ist wichtig. Sie ist der motor. Und es ist ihre zukunft. Auch beteiligung an „Politik“, dieses Affentheater, was wir da sehen, kann niemals unser anliegen sein. Politik ist etwas anderes als das, was im „politischen ueberbau“ geschieht. Da geht es um perspektiven und visionen, um gemeinsames gestalten unserer lebensumgebungen und nicht um parlamentarische zirkusveranstaltungen. Auch nicht um die zelebrierung des Egoismus nutzloser akteure.

    Ich bin ja sehr bei dir in deiner darstellung, dass die telekommunikation fuer uns ein instrument ist, um direkt miteinander auch ueber grosse geografische und zeitliche distanzen in verbindung zu treten. Aber mit dem buchdruck kannst du es nicht vergleichen. Auch nicht mit seiner wirkung und schon gar nicht mit Martin Luther, diesem erz-faschisten.

    Stell dir einfach vor, Immanuel Kant, Gottfried Leibnitz, Karl Marx, Rosa Luxemburg und so viele andere haetten diese moeglichkeit gehabt, was heute technisch moeglich waere. Auch sie haetten nicht zugelassen, dass das, was wir heute „Internet“ nennen, in einer solch eingeschraenkten form existiert.

    Erinnere dich, vielleicht, an Ronald Reagan, der sagte: Jonathan Postel ist der einzige mensch, der im Internet nichts zu suchen hat. Und er wusste sehr genau, warum. Weil fuer Jonathan Postel ging es auch darum, worueber du dir den kopf zerbrichst.

    Das forum von M5S, von der firma Casaleggio Associati – Medium, vermute ich, kenne ich noch nicht. Gib uns doch mal einen link. Vielleicht existiert ja auch eine englische version der spezifikation. Ich weiss nur wenig darueber, wie sie in Italien damit arbeiten.

    Um zum kern einer konzeption zu kommen, wuerde ich vorschlagen, eine liste der kommunikationsmethoden zu erstellen. Vielleicht geschieht es ja im 2.teil. Weil das ist ja der ausgangspunkt. Welche funktionalitaet soll Demokrit, der name gefaellt mir sehr gut, denn zur veruegung stellen. Erst danach koennen wir uns gedanken machen, wie wir es realisieren koennen.

    mit dank und lieben gruessen, willi
    z.zt. Asuncion, Paraguay

  5. M5S der völlig korrupte Politverein, der gerade mit der rechtsradikalen Lega Nord die reale Querfront und die „Regierung“ mimt, Ist über eine Klicktivismus-Revolte an die Futtertröge gelangt. Die wievielte ist das nun, z.B. in Anbetracht eines Twitterpräsidenten? Diese „Positivbeispiele“ verdeutlichen nun die Erfordernis der Notwendigkeit für Deutschland?

    Möglicherweise, vielleicht, sollte man versuchen, anstatt die Menschen immer mehr an elektronische Endgeräte zu fesseln, sie also voneinander zu trennen, sie dazu bewegen, wieder von Angesicht zu Angesicht zu kommunizieren. Ist schwierig, ich weiß.

    Angesichts der Möglichkeiten der Dienste, bleibt Anonymität, im Netz oder sonstwo, wo die Geräte zugegen sind, ein frommer Wunsch.

    • Mehr Fake kann man in einem Satz kaum zusammenfassen, als was Anonymus Box in den ersten zwei Zeilen zum Ausdruck bringt. Wer nichts weiß über den M5S, soll nichts behaupten. Außerdem völlig inkonsequent. Anonymus Box, der (oder die?) jeden Artikel hierruckzuck kommentiert, schreibt doch wahrhaftig:

      vielleicht, sollte man versuchen, anstatt die Menschen immer mehr an elektronische Endgeräte zu fesseln… sie dazu bewegen, wieder von Angesicht zu Angesicht zu kommunizieren

      Viel Vergnügen mit Box beim Boxen von Angesicht zu Angesicht

      Rob Kenius

    • Hier, passend zu ihrer Hingabe zur „Aufrichtigkeit,“ (in Verbindung mit sinnfreier Ablenkung), stand sogar bei KenFM:

      Tagesdosis 9.6.2018 – Die Fünf-Sterne-Bewegung und Italiens neue Regierung

      Ein Lehrbeispiel für politischen Betrug.

      Ein Kommentar von Ernst Wolff.

      Italien hat seit der vergangenen Woche eine neue Regierung. Das Kabinett der Koalition aus Lega und Fünf-Sterne-Bewegung unter Premierminister Giuseppe Conte wurde am 1. Juni von Staatspräsident Mattarella in Rom vereidigt.

      Bei den Wahlen im März hatten die Fünf-Sterne-Bewegung 32,2 % und die Lega 17, 7 % der Stimmen erhalten. Grund für den Erfolg beider Parteien dürfte vor allem ihre harsche Kritik an der in Italien wegen der Sparpolitik der vergangenen Jahre verhassten EU und am Euro gewesen sein.

      Im Wahlkampf setzten beide Organisationen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Die Lega (in den 90er Jahren aus der Lega Nord entstanden, die für die Loslösung des reicheren Nordens vom armen Süden Italiens warb) nutzte den Flüchtlingsstrom der vergangenen Jahre, um einen Feldzug gegen Migranten und den Islam zu führen und beide für die soziale Misere im Land verantwortlich zu machen. Vor allem bei den unteren Bildungsschichten brachte diese Taktik der Lega viele Stimmen ein.

      Die im Zuge der Finanzkrise von 2008 vom Komiker Beppe Grillo gegründete Fünf-Sterne-Bewegung dagegen prangerte im Wahlkampf vor allem die Korruption und die Selbstbedienungsmentalität der regierenden Politiker und der Finanzelite Italiens an und forderte „mehr Transparenz“ und ein „Trockenlegen des politischen Sumpfes“. Neben der Forderung nach sauberem Trinkwasser und besserem Umweltschutz traf vor allem das Versprechen, ein „Grundeinkommen“ einzuführen, bei vielen Wählern – insbesondere den zahllosen jungen Arbeitslosen – auf offene Ohren.

      Nach der Wahl jedoch gab es für Grillos Wähler ein böses Erwachen. Um an die Pfründe der Macht zu kommen, verabschiedete sich die Fünf-Sterne-Bewegung sehr schnell von ihren Wahlversprechen, tat sich mit der Lega zusammen und entwarf mit ihr zusammen ein Koalitionspapier, bei dessen Lektüre sich viele Grillo-Anhänger die Augen gerieben haben dürften: Es sah eine zweistufige Steuersenkung auf Unternehmensgewinne vor, wobei die Mindereinnahmen des Staates durch Einsparungen bei der Staatsbürokratie und durch Streichungen von Subventionen für den strukturschwachen Süden Italiens aufgefangen werden sollen – also in beiden Fällen durch Lohnkürzungen, Entlassungen und eine Senkung des Lebensstandards der arbeitenden Bevölkerung.

      Auch das im Wahlkampf angekündigte „Grundeinkommen“ erwies sich als Mogelpackung. Die versprochenen 780 Euro im Monat wurden nämlich an die Bedingung geknüpft, dass die Empfänger jede ihnen angebotene Arbeit annehmen müssen. Der an das deutsche Hartz-IV angelehnte Plan bedeutet also im Grunde nichts anderes als eine gewaltige Ausdehnung des Niedriglohnsektors oder die verdeckte Einführung eines bisher in Italien nicht geltenden Mindestlohnes, der bei etwa 4,45 Euro pro Stunde liegen würde.
      (…)
      Aus Angst, nun kurz vor dem Ziel zu scheitern und nicht mehr an die Privilegien der Macht zu kommen, reagierten die Bündnispartner sofort. Der designierte Ministerpräsident Conte traf sich mit dem Präsidenten der italienischen Zentralbank und versicherte anschließend öffentlich, nicht nur im Euro zu bleiben, sondern alles für die Stabilität des Landes und seiner Währung tun zu wollen. Der Plan, den in die Schusslinie geratenen Eurokritiker Savona zum Wirtschafts- und Finanzminister zu machen, wurde aufgegeben, und der zuvor geforderte Schuldenschnitt sang- und klanglos unter den Tisch fallen gelassen.

      Die bedingungslose Unterwerfung der Koalitionäre unter die Forderungen der Finanzelite blieb nicht ohne Folgen: Noch vor Ende der Woche war die Technokraten-Regierung Geschichte – und die Koalition aus Lega und Fünf-Sterne-Bewegung im Amt.

      Die EU-Außenbeauftragte Mogherini sprach der neuen Regierung umgehend ihr „volles Vertrauen“ aus. Führende EU-Politiker beeilten sich zu gratulieren. Bundeskanzlerin Merkel wünschte eine „glückliche Hand“ und erklärte, sie freue sich darauf, „die enge Partnerschaft fortzuführen und weiter zu vertiefen“.

      Ein aufschlussreicheres Lehrstück über die Korruptheit des politischen Systems, unter dem wir derzeit leben, ist schwer vorstellbar: Hier hat eine Partei den Unmut der Bevölkerung über die Senkung ihres Lebensstandards durch die Sparpolitik der vergangenen Jahre auf schamlose Weise ausgenutzt, sich mit falschen Versprechungen auf einer Welle des Protestes an die Macht wählen lassen, um sich dann sofort den wahren Machthabern unserer Zeit, der Finanzelite und ihren Handlungsbeauftragten, zu unterwerfen – mit der Aussicht, dass sich die Verhältnisse in Italien weiter verschlechtern werden, die korrupten Führer der Fünf-Sterne-Bewegung nun aber mit dem Wohlwollen der Finanzelite im Rücken, die Privilegien und Annehmlichkeiten eines Lebens im Parlamentssessel und auf der Regierungsbank genießen dürfen.
      https://kenfm.de/tagesdosis-9-6-2018-die-fuenf-sterne-bewegung-und-italiens-neue-regierung/

      Oder hier:

      Für Italien: Neue Regierung, derselbe “privilegierte Verbündete”
      von Manlio Dinucci
      Voltaire Netzwerk | Rom (Italien) | 24. Mai 2018

      Der “Contract for the Government of Change”, von Luigi Di Maio und Matteo Salvini im Namen der 5-Sterne-Bewegung und dem Bund vereinbart, „bestätigt die Mitgliedschaft im Atlantischen Bündnis mit den Vereinigten Staaten von Amerika als privilegierter Verbündeter“ auf der einen Seite. Auf der anderen, verspricht „eine Offenheit gegenüber Russland nicht als Bedrohung, sondern als ein Wirtschafts- und Handelspartner wahrgenommen zu werden (weshalb die Sanktionen zurückgenommen werden sollten), rehabilitiert als ein strategischer Gesprächspartner bei der Lösung regionaler Krisen“ und sogar als „potentieller Partner der NATO“.

      Die Formel ist nicht neu: Im Juni 2016 versicherte Minister Renzi Präsident Putin, dass “der Kalte Krieg Geschichte ist“ und dass „Europa und Russland ausgezeichnete Nachbarn sein sollten“. Einen Monat später, auf dem Warschauer Gipfel, unterzeichnete Renzi den EU-NATO-Strategiepakt gegen Russland.

      – Wie wird die neue Regierung “Russland nicht als eine Bedrohung wahrnehmen“ und entsprechend handeln, während sie weiterhin in der NATO verbleibt, die sich, unter dem Kommando des “privilegierten Bündnispartners”, zunehmend verpflichtet, „die russische Bedrohung“ zu bekämpfen?

      – Die neue Regierung beabsichtigt, “unsere Präsenz in internationalen Missionen in Bezug auf ihre tatsächliche Bedeutung für die nationalen Interessen neu zu bewerten”: Wird sie daher die italienischen Truppen, die in Lettland stationiert sind und die italienischen Jagdbomber, die in Estland, nahe dem russischen Gebiet, mit dem von der NATO erfundenen Beweggrund, der „russischen Aggression“ entgegenzutreten, stationiert sind, abziehen?

      – Wird sie verhindern, dass US/NATO-Kommandos und Stützpunkte in Italien, von Vicenza bis Aviano, von Neapel bis Sigonella, für militärische Operationen gegen Russland genutzt werden?

      – Vor allem, wird die neue Regierung die Stationierung der neuen B61-12 Atombomben gegen Russland in Italien ablehnen, die die US vorbereitet, die unser Land wachsenden Gefahren als vorrangiger Stützpunkt für die US-Atomstrategie aussetzt?
      http://www.voltairenet.org/article201249.html

      Sie sehen. wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Erwarten sie aber nicht, daß ich jeder ihrer Hyperventilationen in Zukunft nachkomme.

    • @ Box 2
      Jetzt wenigstens mal ein paar Informationen. Grazie.

      Was in Italien passiert, unterscheidet sich kaum von dem, was bei uns in der GROKO oder in Frankreich vor sich geht. Das ist das Parlamentarische System unter den Bedingungen der Dominanz der Finanzwelt und der Atlantiker im Jahre 2018. Es spricht nicht gegen das Prinzip des M5S, Parlamentskandidaten durch Direkte Digitale Demokratie über deren Forum Rousseau aufzustellen.

      Dass die Finanzwelt dominiert und wie sie das tut habe ich selber noch am 13.07. in meinem Artikel Geld oder Leben auf Rubikon auseinander gelegt; es dürfte vielen von uns bekannt sein.

      Sie benutzen diese Dinge (überspitzt negativ dargestellt) als wenn es typisch für den M5S wäre, um damit mein Eintreten für ein Forum Demokratischer Meinungsbildung zu diskreditieren. Das ist extrem weit vorbei geschossen:

      Ihre Argumentation:
      Der M5S macht online-Diskussionen
      der M5S geht in die Regierung und macht, was alle (Deutschland, England, Frankreich…) dort machen (müssen),
      also sind online-Diskussionen und demokratische Meinungsbildung im Internet falsch.

      Die gleiche Argumentation können Sie gegen das Tragen von Turnschuhen oder von weißen Hemden anwenden.

      Und noch etwas: Die jetzige Regierung in Italien hat endlich Berlusconi aus dem Rennen geworfen!

  6. ES GIBT NICHTS GUTES, AUSSER MAN TUT ES – prägnanter als Erich Kästner es tat, lässt sich diese Tatsache wohl kaum ausdrücken 🙂

    Ich würde mir wünschen, dass KenFm neben den unbestritten wichtigen kritischen Beiträgen zur Wahrheitsfindung regelmäßig über konstruktive Beispiele von zivilgesellschaftlichem Engagement berichtet, die den Menschen Mut machen, selbst aktiv zu werden!

    Aus dem Bereich Bildung und Erziehung hätte ich da einige inspirierende Beispiele auf Lager…

  7. Wie wäre es, wenn mal nicht alle Hoffnung auf dem Internet sitzt, sondern auf uns Menschen.

    Im Geschichtsunterricht wird davon erzählt, wie unsere Vorfahren sich organisierten und bestimmte Dinge für die Allgemeinheit durchsetzten. Wir blicken auf diese Vorfahren zurück wie auf Helden, die wir niemals sein können. Das ist jedoch ein Trugschluss. Denn diese Helden aus grauen Vorzeiten haben es auch ohne Internet geschafft, sich zu organisieren. Sich aufschaukelnder Hatespeech ging damals nur von Angesicht zu Angesicht. Ist immer blöd, wenn andere zusehen.

    Wir schaffen es nicht mal mehr, uns in unseren Orten und Gemeinschaften zu organisieren und etwas im Sinne der Gemeinschaft umzusetzen. Wie soll das dann über weitere Grenzen hinweg funktionieren.

    Lasst uns anfangen, lokale Treffen zu organisieren. Lasst uns anfangen, mal etwas dort zu machen, wo es uns nützt, nämlich dort, wo wir leben und lasst uns dann das Internet dazu nutzen, zu zeigen, was und wie es funktioniert.

    Nicht nur konsumieren und schreiben, sondern mal machen.

    Und noch was:
    Ich habe hier schon viel Kritik am Geld gelassen. Wer den Artikel oben liest und feststellen sollte, dass er/sie ein Konto bei facebook hat, der wird das sicher nach all den „Skandalen“ noch haben, weil der Scheiß eben nichts kostet. Und dann fragt Euch doch mal selbst ob ihr es lieber habt, wenn etwas nichts kostet oder ob ihr es lieber habt ständig bezahlen zu müssen. Wenn letzteres zutrifft, dann solltet ihr am Frühstückstisch und im Freundeskreis auch damit anfangen. Mal sehen, wie lange das gut geht wenn sich früher oder später jemand benachteiligt fühlt.

    Ich behaupte immer noch:

    Die Überwindung des Tauschs in Verbindung mit Vorleben von Füreinander statt Gegeneinander wird uns weiter bringen als alles andere.

    Wer am Geld festhält ist leider der Ansicht, dass es arm und reich weiter geben sollte.

    Bleibt friedlich…

    Ich

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