KenFM am Telefon: Dennis Hack zum Crowdfunding-Countdown bei Human Connection

Der Countdown läuft

Macht basiert auf Abhängigkeit, denn wer unabhängig ist, kann nicht erpresst werden. Zum Beispiel, indem man ihm Rohstoffe, die er dringend benötigt, nur dann liefert, wenn er im Gegenzug nach der Pfeife des Lieferanten tanzt.

Der wichtigste Rohstoff überhaupt ist Bildung, Wissen. Wer das Wissen verknappt, hat die vollkommene Kontrolle. Bildung ist der Schlüssel und Unbildung ein unsichtbares Gefängnis. Niemand von uns kommt ohne das Wissen der Gemeinschaft aus. Doch eben dieser Zusammenhang wird kaum erkannt. Es sei denn man heißt Facebook.

Facebook hat es geschafft, binnen weniger Jahre Milliarden von Menschen zu connecten ohne, dass die „Connecteten“ selber davon wirklich profitieren.

Wer die gewonnen Daten abschöpft, vermarktet und zu Geld macht, ist vor allem das Zuckerberg-Imperium. Was sich als soziales Netzwerk ausgibt, ist in Wahrheit ein Zeiträuber und Datenspion. Facebook nützt nur den Aktionären von Facebook, denn der USER wird als Produkt vermarktet.

Dass es auch völlig anders gehen kann will Dennis Hack zeigen. Hack will die Hackordnung im Netz nachhaltig verändern. Er will das soziale Netzwerke auch Soziales leisten. Dazu gründete der schwäbische Hersteller von Trampolinen die Plattform Human Connection.

Das Crowdfunding zum Projekt hat längst begonnen. Human Connection benötigt unsere Unterstützung, um als das Netzwerk an den Start gehen zu können, von dem wir als soziale Wesen in einem gemeinsamen, virtuellen und realen Austausch wirklich profitieren können.

https://humanconnection.org

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Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

12 Kommentare zu: “KenFM am Telefon: Dennis Hack zum Crowdfunding-Countdown bei Human Connection

  1. Hallo Leute,

    ich finde das Anliegen von KenFM durchaus richtig und wichtig, es müsste eine breitere Unterstützung für Alternativen zu Facebook geben. Ich denke aber nicht, dass es eine gute Idee war, dieses Projekt „Humanconnection“ von Herrn Dennis Hack hier vorzustellen. Ich habe mir die Seite angeschaut, und ich halte das was dort steht für Augenwischerei. Bislang existiert dort keine funktionierende Version, keine Designentwürfe, es scheinen mir lediglich schöne Grafiken zu geben.

    Mein Haupteinwand ist folgender: Es gibt bereits funktionierende Alternative zu Facebook, nur leider werden diese bislang nur von wenigen Menschen genutzt, es scheint den meisten zuviel Aufwand zu sein. Die Alternativen zu Facebook heißen:
    friendica: http://friendi.ca/
    hubzilla: hubzilla.org
    diaspora
    movim: movim.eu

    Ich nutze privat hubzilla. Man kann damit wunderbar posten, einstellen wer was sehen darf, Fotos hochladen geht alles. Es hat auch ein Wiki, wo man Hintergrundinfos zu irgendwelchen Projekten reinstellen und verlinken kann. Achja, und son ollen „Action-Button“ den würde einer der Hubzilla-Programmierer auch noch für 0€ dazuprogrammieren…. das wär kein Problem! Und das gute an den obigen Projekten ist, dass die meisten auch miteinander vernetzt sind und miteinander interagieren können, nennt sich „Federation“.

    Und es funktioniert auch „dezentral“, nicht so wie bei Facebook, wo man einen zentalen Server hat. Das heißt konkret, dass man auch selbst seinen eigenen alten Rechner eines dieser Alternativen installieren kann und an die heimische DSL-Leitung hängen kann. Ähnlich wie ein dezentrales Energiesystem (Photovoltaik, Windkraft…) hat man dann auch ein dezentrales Facebook.

    Statt also ein Projekt zu hypen, wo noch nichts funktioniert, und außer „open source“ keine technischen Details bekannt sind, würde ich es für sinnvoller halten, die existierenden Alternativen zu unterstützen indem man sie bekannter macht, motiviert diese zu nützen, und ihre Vorteile darstellt (Dezentralität als politisches Ziel umgesetzt, Sicherheit und Privatheit…). Da kommt dann mehr dabei rum! 😉

    • Hallo Stefan,
      Danke für Deine Hinweise. Sind denn diese Alternativen, so wie Human Connection, ebenfalls
      – gemeinnützig?
      – nicht-kommerziell und damit auch NICHT betroffen vom neuen Netzwerkdurchsetzungsgesetz?
      – der UN-Charta für Menschenrechte unterworfen?

    • Liebe Brigitte,
      die Projekte sind alle mindestens so gemeinnützung und nicht-kommerziell wie das hier vorgestellte Projekt. Sie stehen meist unter GPL-Lizenz, d.h., jeder der es benutzt und erweitert muss dann auch seinen Code veröffentlichen. Sie sind auch sicherer, und bieten größeren Schutz vor dem Netzwerkdurchsuchungsgesetz, weil es sich um ein verteiltes soziales Netz (Dezentralität!) handelt.

      Wie die UN-Charta auf Software anzuwenden ist, weiß ich jetzt zwar grade nicht, aber ich hab hier stark den Eindruck, dass hier bei humanconnection das Rad nochmal neu erfunden wird. Man hat bei dem Beitrag den Eindruck, es wurden keine IT-Experten zu Rate gezogen, ob das alles überhaupt so sinnig ist. Daher ist das ganze dann auch eher kontraproduktiv, denn es gib bereits genügend alternative Projekte von IT-Experten selbst.

      Was es bräuchte sind entsprechende Leute die es mehr publik machen wie dich und Herrn Jebsen und so die Leute auch motivieren ihren inneren Schweinehund zu überwinden. ielleicht kann man ja mal einen Beitrag machen wo eines oder mehrere der genannten Alternativen vorgestellt wird! 😉

    • Hallo Stefan,
      Deine Idee eines Beitrags über die verschiedenen Sozialen Netzwerke finde ich gut, denn das würde auch Laien wie mich in der Entscheidung für das „richtige“ Netzwerk unterstützen. Toll wäre ergänzend daz auch eine Erklärung der Anwendung UN-Charta für Menschenrechte.
      Deine genannten links habe ich aufgerufen und kann den letzt-gelisteten als Soziales Netzwerk erkennen. Bei den anderen handelt es sich eher um Software?

      Auf den ersten Blick finde ich bei keinem die Komplexität die Human Connection verspricht, was Wissen, Positives Denken und Vernetzung/proaktives Handeln betrifft.

  2. Inspiriert von der Idee eines gemeinnützigen sozialen Netzwerks habe ich Human Connection-Flyer angefordert um sie unter die Leute zu bringen.
    Nun suche ich nach spritzigen Worten mit denen ich die Neugierde der Menschen derart wecken könnte, daß sie mir überschwänglich die Flyer aus der Hand reißen.

    Was ist das Besondere, Einzigartige von Human Connection, z.B. gegenüber Facebook? Wie lässt sich das kurz aber begeisternd auf den Punkt bringen, was da hoffentlich im Januar an den Start gehen wird?

    Vielleicht hat ja jemand erfrischende Eingebungen dazu??

  3. Lieber Erwin,

    URL ist:
    https://humanconnection.org/#schwarmfinanzierung

    Das ist in der Tat etwas ungeschickt gemacht – ich hab mich da grad mal durchgeklickt. Magentafarbene und grüne Buttons.. Man muss da neben dem Spendenbetrag später auch die „Adresse für die Spendenbescheinigung“ ausfüllen, dann weiterklicken und weiterklicken.. Und auf der allerletzten Seite kann man dann auch „Direkte Banküberweisung“ auswählen und kriegt dann die Bankverbindung per Mail zugeschickt.
    Einfach so mal was spenden darf man wohl nicht, dann hinterlässt man ja seine Daten nicht.. [g] ;o)

  4. Ich beobachte die Entwicklung von Human Connection schon länger, bin begeistert von der Idee und von Herrn Hacks hoffnungsvoller Initiative, und habe mich nun endlich aufgerafft und die gerade die Spende auf den Weg gebracht.

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