KenFM im Gespräch mit: Dennis Hack (Human Connection) – DIE MACHER (2)

„Kooperation statt Konkurrenz“

Nach diesem Muster ist die Natur organisiert. Doch wer organisiert da? Kann man sagen, die Natur handelt?

Diese Fragen führen unmittelbar in die Philosophie und können daher nicht mit einem eindeutigen Ja oder Nein beantwortet werden. Die Natur bleibt ein Geheimnis und lässt sich nie vollständig in die Karten gucken. Was wir aber beobachten können ist, dass Darwins Deutung von „Survival of the Fittest“ eine sehr primitive Deutung des Wesens der Natur darstellt. Die Natur agiert nicht nach einem kapitalistischen Geschäftsmodell. Es gibt keine Monopole. Es gibt das Gegenteil. Vielfalt, wohin man blickt.

Vor allem der Erfolg der Spezies Mensch ist dem Umstand geschuldet, dass er es über Jahrtausende verstanden hat, untereinander zu kooperieren. Der Mensch kann es mit den Spezialfähigkeiten der Natur nur aufnehmen, wenn er, statt als Solist zu handeln, sich zu Netzwerken zusammenschließt. Das kleinste soziale Netzwerk ist die Familie. Dann kommt der Stamm, eine Ethnie, ein Volk, ein Staat. Nur durch permanente Kooperation wurde technischer Fortschritt, aber vor allem auch sozialer Standard, geschaffen. Parallel entstanden dann aber auch Klassen. Klassen, die rund um den Globus sehr sehr ähnlich funktionieren. Eine sehr übersichtliche Gruppe, die sich selbst als natürliche Machtelite definiert, herrscht über den großen Rest.

2016 besaßen 62 Menschen so viel wie 3,7 Milliarden der Menschen, die sich am Boden der Machtpyramide befinden. Dass diese 62 Menschen mit ihrer Macht vollkommen überfordert sind, kann man leicht daran erkennen, dass ein immer größerer Teil der Spezies Mensch verelendet. Das Machtsystem „Pyramide“ war nie wirklich geeignet, um sozialen Frieden zu garantieren. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Nur, mit dem Zusammenbruch des von den Eliten kontrollierten Meinungsmonopols, fällt der Status Quo immer mehr Menschen auf. Umverteilung wird mehrheitsfähig, nur wie soll man sie umsetzen?

Soziale Netzwerke sind der Schlüssel. Wenn es uns gelingt, das schlummernde Wissen, welches wir alle zusammen besitzen, kollektiv zu nutzen, anstatt die Daten über uns mal wieder nur der Elite zu überlassen, wenn wir Facebook, Google und Co. selber sozial nutzen, statt uns von diesen Eliten-Spionage-Tools ausspähen, vermarkten und steuern zu lassen, dann haben wir eine echte Chance.

Dennis Hack kommt aus einem schwäbischen Familienunternehmen. Das Unternehmen baut seit Generationen Trampoline für den Sportunterricht und internationale Wettkämpfe. Die Marke ist der Mercedes dieser Sportgeräte. Dennis Hack hätte sich zurücklehnen und das Unternehmen einfach weiterführen können. Der Markt ist da, das Produkt ausgereift, die Nachfrage boomt.

Doch Dennis Hack schloss sich, neben seiner Tätigkeit als junger Geschäftsführer, der Friedensbewegung an. Der Vater einer kleinen Tochter stellte sich die Frage, was privater Erfolg wert sein kann, in einer zunehmend von Krieg zerrütteten Welt. Dennis Hack entschloss sich, ein digitales Netzwerk aus der Taufe zu heben, um endlich das Soziale in den sogenannten sozialen Netzwerken in den Fokus zu heben.

Diese Idee ist schnell formuliert, sie umzusetzen ist ein Marathon. Über Jahre hat Hack am digitalen Fundament programmiert, jetzt ist die Idee reif, um sie in und mit der Community umzusetzen: „Human Connection„.

Hack ist ein Macher. Die Idee seiner Arbeit führt in eine neue Gesellschaft, in der alle von allen profitieren. Kooperation statt Konkurrenz. Eine sich selbst organisierende, sozial agierende Bewegung, die sich als Spezies versteht.

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Inhaltsübersicht des Interviews

00:07:00 Problembewusstsein: Reaktionen des Umfelds auf das Engagement von Dennis Hack

00:12:25 Fortschrittliches Unternehmertum: Nachhaltigkeit, Gemeinnützigkeit, Tradition

00:16:46 Wie funktioniert „Human Connection“: Aktueller Stand der Projektentwicklung, Manipulationsgefahren und Abwehrstrategien

00:31:59 Wie ist „Human Connection“ aufgebaut: Themenblöcke, Filterfunktionen, Pro&Contra-Diskussionen

00:40:18 Die Basis modernen Wirtschaftens: soziale Intelligenz, Selbstreflexion und Verzeihen-können

00:49:54 Mitwirkung und konkrete Unterstützung: Wen und was braucht das Netzwerk?

01:08:16 „Die Architektur steht“: Gemeinnützigkeitsanspruch, Grenzen und Möglichkeiten bei der Umsetzung

01:15:42 Manipulation, Trolle, Propaganda: Gefahrenabwehr durch Argumente, Transparenz und Algorithmen

01:22:53 „Clock of Change“: Mitmachen und aktiv werden

61 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Dennis Hack (Human Connection) – DIE MACHER (2)

  1. Hallo,

    ich finde das Projekt einfach klasse.Wenn es gelingt das an den Start zu bringen kann es viel verändern.Sicher kann man viel krtisieren.Hier kann aber jeder mirmachen und das nicht so gute verbessern.Es lohnt sich wohl.

    Gruß Rotbart

  2. Alle Achtung für Dennis Hack. Es ist für mich immer ein Hoffnungsschimmer, wenn sich Menschen derart ohne finanzielle Interessen engagieren und einer Idee aus edler Überzeugung folgen. Ganz großer Respekt!
    Nach erster Durchsicht kann ich auch zur Seite nur gratulieren, sehr ansprechend auch das Intro. Ich werde sicher dabei sein.
    Wenngleich ich einige Kommentatoren verstehen kann, die nach effektivem Datenschutz fragen. Die unselige Verknüpfung mit Google Analytics z.B. ist sicher nicht vertrauenserweckend. Ich muss allerdings auch zugeben, dass meine Kenntnisse auf diesem Gebiet nicht wirklich ausreichend sind, um fundierte Kritik üben zu können geschweige denn Lösungsvorschläge bereitzustellen.
    Auch andere Bedenken kann ich indes nachvollziehen. So z.B. die Tatsache, dass auch dieses Netzwerk zunächst mal keinen echten sozialen Raum mit „konkret“ anwesenden Menschen darstellt und ihn auch nicht ersetzen kann. Allerdings kann er im besten Falle dazu beitragen, dass sich reale Gemeinschaften bilden werden. Dies um so sicherer als das die Notwendigkeit solcher Gemeinschaften den beteiligten Akteuren im Netz gegenwärtig ist oder gegenwärtig gehalten wird.

    Wir haben sogar kaum noch eine andere Wahl als uns erst im Netz und dann in der realen Welt zu treffen.
    Es ist eine große Chance wirklich konkret an einigen Themen zu arbeiten. Wenn ich überlege, wie viele gute Beiträge hier schon geschrieben wurden. Was passiert damit? Sie sind nicht wirklich geordnet oder werden tatsächlich in Vorschläge zu einer neuen Praxis weiterverarbeitet. Man könnte wirklich formulieren was für die Mehrheit Sinn ergibt.
    Ich hoffe die Existenz dieser Seite wird sich wie ein Lauffeuer verbreiten und angenommen werden.
    Vielen Dank auch an Ken Jebsen für die Vorstellung von Dennis Hack und das Interview.

    Zur Kritik an Ken bezüglich seines Interviewstils: Ganz ehrlich, wenn ich ihn vergleiche mit den 100% gleichgeschalteten Marionetten – Moderatoren bei den hiesigen Medienanstalten ist er geradezu eine Wohltat.

    • Jawohl, eine Wohltat! Wir sollten alle froh und dankbar sein, dass wir überhaupt sowas hier haben, anstatt an einem so fröhlich und mutig aus der Langweiler- Reihe tanzenden „Schnelldenker mit Herz“ herumzukritteln. Ich bitte diese Kritiker, doch dann auch mal eine Person zu nennen, die das alles ihrer Ansicht nach besser macht, damit man überhaupt einmal abchecken kann, was sie eigentlich meinen! Soll der Moderator ein meinungsloser Frage-Automat sein?

    • „Ich bitte diese Kritiker, doch dann auch mal eine Person zu nennen, die das alles ihrer Ansicht nach besser macht, damit man überhaupt einmal abchecken kann, was sie eigentlich meinen! “

      Zumindest was die Kritik an Ken zu diesem Interview betrifft ist die Diagnose ziemlich eindeutig: diese Kritik ist substanzlos und reine Wichtigmacherei

  3. Ich habe dieses Gespräch mit Interesse verfolgt, musste aber nach etwa der Hälfte der Zeit aussteigen, weil ich mit den vielen englischen Begriffen überfordert war. Es ist mir schon bewusst, dass die Generation nach mir deutlich mehr Englisch in ihrer deutschen Sprache verwendet und dies auch als völlig normal empfindet. Trotdem habe ich hier zu meinem Bedauern gemerkt, dass diese Entwicklung zumindest für mich zu einer Abtrennung führt und möglicherweise geeignet ist Generationen entlang des zunehmend unterschiedlichen Sprachgebrauchs zu spalten. Ich bitte daher um etwas mehr Zurückhaltung beim Gebrauch englischer Begriffe.

    • Ich möchte Rolf in dieser Angelegenheit unterstützen. Ich nutze sonst keine „sozialen“ Netzwerke. Dieses geplante Netzwerk, das vielleicht eher den Begriff „sozial“ für sich in Anspruch nehmen kann, scheint sich aber in der begrifflichkeit doch allzu sehr an den schon vorhandenen Netzwerken zu orientieren. „Hashtag“ muss ich erst einmal googeln, um zu verstehen, was damit gemeint ist. Etc., etc.
      „Posten“ kann ich gerade noch verarbeiten, ich selbst würde den Begriff aber nie verwenden. Viel, vielleicht allzu viel Neusprech. Aber ich werde dennoch versuchen, mich einzuarbeiten, weil mich die Idee überzeugt. In den Erklärungen der einzelnen Funktionen hapert es dann doch an leichter Verständlichkeit hier und da. Vielleicht werde ich demnächst einmal Schritt für Schritt durchgehen, wo sich die Probleme zeigen. Vielleicht liegt es aber auch ganz einfach daran, dass das Design noch nicht völlig abgeschlossen ist, also noch im sogenannten „Beta-Stadium“ ssich befindet.

  4. Das Format „Die Macher“ ist wirklich eine Bereicherung!!
    Dennis Hack macht auf mich den Eindruck, wirklich um positive Veränderungen bemüht zu sein. Sehr sympathisch!
    Allerdings frage ich mich auch, wie durch dieses Projekt echtes(!) Miteinander entstehen kann? Das halte ich für sehr bedeutsam.

    • Mir fällt zu „Survival of the Fittest“ ein, dass „Fittest“ sehr unterschiedlich übersetzt und verstanden worden ist und werden kann. Dass die Übersetzung „Das Überleben des Stärkeren“ so von Darwin nicht gemeint war, sondern auch mit „des Geschicktesten“, des „Anpassungsfähigsten“, des „Einfallsreichsten“ etc. Vielleicht auch nicht allein auf ein individuelles Exemplar einer Spezies bezogen, also eine Gattung betreffend mit „Kooperationsfähigkeit“, aber möglicherweise auch mit „Reproduktionsfähigkeit“, mit der Quantität an Befruchtungsmöglichkeiten von Eiern etc. Ich halte allerdings wenig davon, der Natur grundsätzlich unterschieben zu wollen, dass sich in ihr die Überlegenheit des Prinzps „Kooperation statt Konkurrenz“ nachweisen lasse. Sehroft finden wir dort doch einen geradezu gnadenlosen Kampf ums Überleben, wo das Recht des Stärkeren dominiert, wie uns Filme an Wasserstellen vor Augen führen, die jahreszeiten bedingt einzutrocknen drohen. Oder die Kämpfe um sterbende oder schon gestorbene Tiere, wo teils dasstärkere Tier, teils das geschicktere Rudel den Kampf gewinnt. Und gerade bei den kooperativen Spezies wie Ameisen und Bienen stellen wir fest, dass es „Eliten“ gibt, Königinnen, die nichts aber auch gar nichts tun, um zu arbeiten. Also d i e Natur in ihrer Gesamtheit kann uns da kaum ein Beispiel sein. Eher gewisse Naturerscheinungen, die uns – aus gewissen Gründen – als vorteilhafter erscheinen.

    • @ teddiefiedel – Kontra!

      D I E Natur ist uns das ganz konkret in ihrer Gesamtheit, das beste Beispiel schlechthin. Allein ihre Vielfalt unterstreicht doch in aller Deutlichkeit, dass es nicht D I E Wahrheit gibt, D I E Lösung, sondern immer mehrere 😉

      Die faule Bienenkönigin – sie sollten dringend Ihr Wissen erweitern 😉

    • unknow74
      „Kontra“ was? Oder nur gegen meine Person?
      Die Natur in ihrer Gesamtheit und Vielfalt sei „das beste Beispiel schlechthin“? An Vielfalt mangelt es in der menschlichen Zivilisation auch keineswegs. Zu ihr gehört auch Mord und Totschlag, Vergewaltigung und Ausbeutung, Unterdrückung, Hunger, Armut und Leiden aller Art. Im Namen der Vielfalt sollen wir das hinnehmen und daran nichts ändern wollen? Menschenwürde und -rechte sollen nicht für alle gelten, weil dann ja die Vielfalt beschnitten würde? Ich muss bestimmt in vielem mein Wissen erweitern, in diesem Punkte aber wohl kaum.

  5. Sehe ich ähnlich wie Ron B. und schwarz ist weiß.
    Einen Ersatz für Zwischenmenschlichkeit wird es nie geben – weder die sogenannten „Volksvertreter“, noch „internationale Beziehungen“ können den freien und ungehinderten Kontakt zwischen echten Menschen ersetzen. Das zentralistische System unter dem wir vegetieren versucht zwar überall die Zwischenmenschlichkeit fehlzuleiten oder ganz zu kappen, um Einigkeit der Unterdrückten zu verhindern, aber wir sehen ja, dass daraus nur gesellschaftlicher Zerfall resultiert.
    Er resultiert aus den Fällen, in denen Menschen Ersatzstoffe für Zwischenmenschlichkeit anzuwenden versuchen, obwohl dies nicht geht.
    Facebook war so ein Versuch, aber auch Regierungen und Kirchen sind Versuche, die sowieso existierende Zwischenmenschlichkeit zu kontrollieren und zu beherrschen. Aber letztendlich sind Momente der Zwischenmenschlichkeit, unsere Beziehungen untereinander, frei und ungehindert, oder sie sterben ab.
    Schuld am gesellschaftlichen Zerfall ist das zentralistische System der Herrschaft und Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Eine solche Gesellschaft ist kein soziales Netz, sondern die Fäden, die eigentlich zwischen uns allen gespannt sein sollten, gehen von den Menschen aus, zu zentralen Punkten, wie dem Unternehmer, dem Politiker usw. Diese beherrschen uns und dadurch verlieren wir untereinander die Möglichkeit eine gute Beziehung aufzubauen. Denn wer 8h am Tag dem Unternehmer hinterherrennt, damit der sein Geld verdient, der wird wohl kaum seinen Nachbarn wirklich kennenlernen, geschweige denn die Leute aus der eigenen Straße usw.

    Das spüren wir ja alle.
    Dass wir einander immer fremder werden und damit potenziell feindlich. Daher greift im zentralistischen System unserer Tage auch das Konkurrenzprinzip so gut, weil wir annehmen, es tagtäglich wiederzuerkennen – dabei wird das alles nur gemacht. Auch durch uns, unterbewusst, aber es wird halt gemacht und ist kein sich natürlich ergebender Mechanismus im Leben der Menschen, sondern Ausdruck einer entfremdeten Zwischenmenschlichkeit.
    Die Zwischenmenschlichkeit wird entfremdet durch die tagtägliche Einmischung der Herrschenden, ihrer bürokratischer Institutionen, Religionen und ihrer Kirchen und durch das Unternehmertum, welches eine Wirtschaft befiehlt, statt dass sich Menschen eine Wirtschaft nach ihren echten Bedürfnissen aufbauen.

    Das Internet, aber auch schon vorher, in Printmedien, bietet Ersatz in Form sogenannter „sozialer Netzwerke“. Ich kenne diese „sozialen Netzwerke“ mit dem Anspruch gesamtgesellschaftlicher Veränderung herbeizuführen schon von „Rise Up“ usw. Aber naja – es bringt halt nichts, weil diese synthetische Form der zwischenmenschlichkeit, mit all ihren Mängeln, wie sie Ron B. aufgezählt hat, genauso einschläft, wie die Zwischenmenschlichkeit in politischen Gruppen usw.
    Die meisten sozialen Bewegungen, die nicht aktiv zerschlagen werden, schlafen ja einfach ein, weil die Mitglieder zu 80% depressiv sind – als natürliche Reaktion auf dieses unnatürliche, zentralistische, bevormundende System.
    Depression heißt für mich Ich-Losigkeit. Wir sind demnach alle depressiv, denn was interessiert den Boss, den Pfaffen, den Politiker unser Ich???
    Diese Depression hindert uns in allen Bereichen.

    Daher muss ich davon ausgehen, dass wir uns weder im „privaten“, noch im „World Wide Web“ zusammenschließen müssen, wenn wir wirklich etwas verändern wollen. Der aktive, bewusste Zusammenschluss muss an den Orten der Unterdrückung selbst stattfinden.

    Zum Beispiel auf dem sogenannten „Arbeitsplatz“. Hier findet die kapitalistische AUsbeutung durch Abschöpfen eines Teils unseres Lohnes und Bevormundung durch die Eigentümer an Produktionsmitteln täglich statt.
    Hier müssen die Menschen mit Hilfe des Kooperationsprinzips das Konkurrenzprinzip der kapitalistischen Klassengesellschaft überwinden.

    Wenn ein echter Zusammenschluss draußen in der Welt, wie ihn schwarz ist weiß vermisst bereits existiert, als bewusster Zusammenschluss der Unterdrückten, denn erhält aber die Idee von Dennis Hack einen ganz anderen Glanz, nämlich die Möglich einer sozialen Bewegung, die bereits Bewusstsein gebildet hat, sich zu vernetzen.
    Es aber meines Erachtens immer wichtig, dass da draußen schon was existiert, denn wir wollen ja nicht ins Internet auswandern, sondern unsere wirkliche Welt verändern….
    Ich denke das die Idee dieses alternativen social networks nicht neu ist (siehe rise up net) und dass sie auch kein Ersatz der echten Zwischenmenschlichkeit sein kann, aber dass sie sich entwickelnden sozialen Bewegungen die Möglichkeit geben kann, sich besser zu vernetzen.

    • „Denn wer 8h am Tag dem Unternehmer hinterherrennt, damit der sein Geld verdient, der wird wohl kaum seinen Nachbarn wirklich kennenlernen, geschweige denn die Leute aus der eigenen Straße usw. Das spüren wir ja alle.
      Dass wir einander immer fremder werden und damit potenziell feindlich. Daher greift im zentralistischen System unserer Tage auch das Konkurrenzprinzip so gut, weil wir annehmen, es tagtäglich wiederzuerkennen – dabei wird das alles nur gemacht. Auch durch uns, unterbewusst, aber es wird halt gemacht und ist kein sich natürlich ergebender Mechanismus im Leben der Menschen, sondern Ausdruck einer entfremdeten Zwischenmenschlichkeit.“

      Meine Wortwahl wäre wahrscheinlich eine andere, aber sie würde letztenendes auf das Gleiche zielen. Sehr gut finde ich das Problem an dieser Stelle formuliert:

      Der aktive, bewusste Zusammenschluss muss an den Orten der Unterdrückung selbst stattfinden.

      „Zum Beispiel auf dem sogenannten „Arbeitsplatz“. Hier findet die kapitalistische AUsbeutung durch Abschöpfen eines Teils unseres Lohnes und Bevormundung durch die Eigentümer an Produktionsmitteln täglich statt.
      Hier müssen die Menschen mit Hilfe des Kooperationsprinzips das Konkurrenzprinzip der kapitalistischen Klassengesellschaft überwinden.“

      Hier möchte ich einiges ergänzen. In der Arbeit ist für einen gewissen Grad von diktierter Kooperation in der Regel schon gesorgt. Arbeitsteilung ist eine Form von Kooperation. Worauf es entscheidend ankommt ist das fehlende demokratische Element in der Arbeit, am Arbeitsplatz, das fehlende Mitspracherecht, was die Arbeit und ihre Bedingungen betrifft wie auch der mangelnde bis verschlossene Zugang zu Informationen, die den Gesamtzusammenhang des Arbeitszusammenhangs betreffen.
      Wir leben in einer Demokratie, verbringen aber den größten Teil unseres bewußten Lebens in un- bis antidemokratischen Arbeitsverhältnissen. Das müssen wir uns klar machen und das müssen wir ändern. Sicher, wir müssen anerkennen, dass der eine mehr zu leisten willens und imstande ist als der andere. Aber diese Unterschiede legitimieren keinesfalls heute herrschende Lohngefälle. Abgesehen davon, dass leitende Leute oft mehr Freude an ihrer Leistung haben als die Geleiteten – also in der Hinsicht schon von vornherein in gewissem Sinne besser „belohnt“ sind. Selbstgewählte Fremdbestimmung in der Arbeit müßte eher einen Bonus bekommen, der das irgendwie, wie unangemessen auch immer, tendenziell kompensiert. Und die Leitungs- und Produktionsstrukturen müßten in bestimmten Zeitabständen von allen Mitarbeitern demokratisch von allen bestätigt oder verändert werden. Etc. etc.
      Das so etwas funktionieren kann, zeigt das Beispiel der „Mondragon Worker Cooperative Corporation“ in Spanien (Baskenland). Hier ein Video (leider nur auf Englisch): https://www.democracynow.org/2013/3/25/video_understanding_the_mondragon_worker_cooperative_corporation_in_spains_basque_country.
      Dazu gäbe es noch einiges zu sagen. Auch darüber, mit welchen politischen Schritten eine solche Bewegung in Gang gesetzt werden könnte. Der amerikanische Wirtschaftsprofessor Richard Wolff hat dazu schon weit vorgearbeitet. Aber auch die britische Labour Party hat schon Überlegungen in der Richtung im Blickfeld. Muss jetzt leider erst einmal Schluß machen und mein Abendessen zubereiten.

    • Hier einige Zitate aus dem Interview mit dem Direktor der „Mondragon Worker Cooperative Corporation“
      Teil 1:
      * AMY GOODMAN: Mikel, can you explain how the management structure works? What does it mean to say worker-owners? MIKEL LEZAMIZ: OK. Yes, we set up the most important things, therefore, in the cooperatives is the general assembly, the general assembly formed by all the workers that are the members of this cooperative. For example, going to Fagor domestic appliances, they are at this moment 2,500 workers, producing washing machine, dishwashers, the refrigerator, and then so on—2,500. And they set up at least once a year the general assembly in order to make the most important decision and decide the strategy, the annual report, and to approve the annual report, and then so on. And in this case, it’s the general assembly who makes the decision. But after that, we choose the governing council—the board of directors, you say—the governing council, that in the case of Fagor, they have 12 people—president, vice president, secretary and another nine. In the small cooperatives, there are maybe only three or maybe five, seven, nine; or being big, 12 people. And this governing council set up at least once a month in order to make the decision every month. And they choose the general manager, the CEO, in order to execute and to manage the company, and in this case, to propose the important decision. But it’s the governing council that makes the decision. It’s not the general manager. And after that, the general manager has the finance director, the people director, production director, marketing director, as they need. AMY GOODMAN: And how do you share the profits? MIKEL LEZAMIZ: OK, from the gross profit in each cooperative, they have to put some money in the cooperative—in the corporate, Mondragon corporate corporation. So, for example, all the cooperatives has to put 10 percent of their gross profits in Mondragon investment fund. This investment fund is to create new cooperatives or to help the cooperatives to set up new business or for the internationalization. If one company needs to buy a factory in the States, or they want to create a new factory in the States, the cooperatives is going to put 60 percent of the investment, and 40 percent is put from this Mondragon investment fund. They have to put another 2 percent in Mondragon education, to help mostly to the university, Mondragon University, and another 2 percent in Mondragon solidarity fund. This is—this fund is in case of losses of each cooperative, solidarity fund. But after that, they have to pay their taxes. And after paying taxes, they have their net profits. How we share the net profits: 10 percent should go, because by law it’s compulsory to do so, 10 percent goes to the fund of education and for the society. This is to help the children or the NGOs or support for the society. Each cooperative, they say how they are going to share this 10 percent. And after that, we send another 45 percent to the fund or reserve of cooperatives. This is to invest in the cooperatives to work every one all the year. And the other 45 percent are returns, returns to workers. But in this case, we don’t get these returns—these dividends, as you say; we say „returns“—because these returns is to work. And we don’t get these dividends in cash. We capitalize. So, everyone—we have the initial capital, and after that, all this capital, all these returns that we share between us, and I’ll get this money when I retire. But in the meantime, my company is using this capital, this investment, and that is another way of overcoming the economic crisis. One of the most important features of Mondragon is that 90 percent of the profits, we reinvest, because only 10 percent goes to the society directly, and the other 45 goes to the cooperatives to invest in new product and new machines and then so on, and the other 45 is my money, but that is inside the cooperatives, and the cooperatives invest. So, 90 percent of the profits, we reinvest in order to create employment.

    • Teil 2:
      * MIKEL LEZAMIZ: Yes, in Mondragon cooperative groups, we have 83,000—83,000 workers, full time. And after, we have another 15,000 or 20,000 working part time, mostly in the supermarket. So, we are close to 100,000 workers altogether, full time and part time. And we have 120 cooperatives. So, cooperatives are not very big. But working together and with the close inter-cooperation that we have, we are now the best, the best now, the biggest, the biggest company in the Basque Country. And speaking about jobs and employment, we are the fourth biggest in Spain and among the seven biggest in sales AMY GOODMAN: And the largest cooperative in the world. MIKEL LEZAMIZ: OK, well, there are—well, but, for example, in U.K., they design a cooperative that the name is the Co-operative Group, that is a supermarket. And after that, they have some bank services and a funeral services. And they are, for example, 110,000 workers. In that case, it’s a consumer cooperative, so the consumers or the clients are their members. In our case is that we are the workers, and we are the members. AMY GOODMAN: Did you have to decide about job cuts or pay cuts during the crisis? MIKEL LEZAMIZ: We never fire any member of Mondragon—we never—in these 56 years, because we pass, and before of going unemployed, we pass from one to the other cooperatives. At this moment, only 250 are relocated. But before, I can remember that in 1991, ’92, ’93, that were a very high crisis, in that moment we had more than 2,000 people relocated in the other cooperatives in order to overcome the economic crisis. And after that, in 1994, we started growing, and now we are more than before.

      * AMY GOODMAN: The wage differential between the highest paid in Mondragon and the lowest-paid workers, Mikel? MIKEL LEZAMIZ: In most of the cooperatives, the biggest differences between the top and the low is one to 4.5 times, 4.5 times. But the biggest, the CEO of Mondragon, is earning six times the minimum minimum salary.

  6. Solange die Menschen nicht intelligent soziale Medien nutzten ist das Thema für mich nicht relevant.
    Junge Leute sitzen in Gruppen beieinander und jeder dattelt allein mit seinem Handy.
    Technik kann immer nur ein Hilfsmittel sein.
    Wie wäre es, sich mit den Leuten gegenüber zu unterhalten.
    Aber vielleicht bin ich auch nur zu alt dafür?

    Allen alles Gute für 2017!

    • Guter Punkt. Seit einiger Zeit erscheint mir das Wort „Soziale“ Medien insofern suspekt, da ein Großteil der Sensoren eines sozialen Kontakts ja gar nicht benutzt werden.

      -Ich sehe meinen Gegenüber nicht
      -Ich höre meinen Gegenüber nicht (Klang der Stimme, Ausdrucksweise usw.)
      -Ich fühle meinen Gegenüber nicht (z.B. Handschlag)
      -Ich rieche sogar meinen Gegenüber nicht.

  7. Privatsphäre geschützt? Warum können dann Google und Twitter alles auslesen?

    Siehe http://start.humanconnection.org/impressum/

    Ich verstehe das, was hier steht, so, dass sowieso alles über mich zu Twitter und Google gesendet wird, selbst, wenn ich die gar nicht benutzen will. googelanalytics nimmt sowieso jede meiner Aktivitäten auf und gibt sie sofort weiter, oder?
    Wie gehabt!

    Wie wäre es mit einer Klarstellung?

    Noch besser: Mit einer ABSCHALTUNG dieser Analysen und Transfers?
    Der AUS-KNOPF ist die beste Lösung!

    De-Ville

    • Eine Antwort bzw. möglicherweise die Klarstellung eines Missverständnisses würde mich auch interessieren. Soll ihr Ausbleiben vermuten lassen, dass De-Villes Verdacht berechtigt ist?

  8. Lieber Ken Jebsen, bzw. KenFM,
    ich begeistert und empört zugleich. Begeistert bin ich über die Idee, ihre Praxis habe ich noch nicht überprüft.
    Begeistert bin ich über Ken Jebsens Begeisterung, die offensichtlich war. Umso empörter bin ich, wenn ich mir vergegenwärtige, wie schwer, wenn nicht sogar unmöglich, es ist, mit KenFM Kontakt aufzunehmen. Wenn ich z.B. KenFM auf einen Fund oder ein Phänomen aufmerksam machen möchte, das meiner Ansicht ganz auf seiner Linie liegt oder in einem weiteren Sinne seine Grenzlinien erweitern könnte. Ich habe es ungefähr fünf, sechs Mal versucht. Jedesmal ohne irgendwelche Reaktion. Es kann doch nicht daran liegen, dass ich alle sozialen Netzwerke meide, also mit facebook, twitter u.ä. nichts auf dem Hut habe. Ich habe nach einer Mail-Adresse gesucht, sie gefunden – nur sie war nicht brauchbar. Auf „Impressum“ findet sich die Mailadresse „post[aT]kenfm.de“. Versuchen Sie mal, da etwas hinzuschreiben. Es geht nicht. Ich hatte noch eine andere Stelle gefunden, wo ich einen text absetzen konnte, aber das brachte auch nix. Vielleicht bin ich ja einfach zu alt oder zu dämlich. Ich meine allerdings, so eine Kontaktaufnahme müßte idiotensicher sein, weil nicht alle Interessenten wie selbstverständlich alle gängigen technischen Standards beherrschen. Über einen Hinweis von KenFM oder von einem Kommentator, etwa: „KenFM für Dummies“, wäre ich dankbar. So jetzt werde ich mich mit den erfolgten Kommentaren zu der Sendung beschäftigen…

  9. Das Format „Die Macher“ ist ein sehr zukunftsweisendes, positiv besetztes Konzept. Im Verbund mit der permanent stattfindenden Aufklärung ist das schon eine runde Sache.

    Bewußtseinsbildung und Aktivierung. Man sollte sich nicht von „Big Data“ ins Bockshorn jagen lassen.

    „Die Furcht schützt die Tempel besser als alle Mauern.“
    (Gustave Flaubert)

  10. Wikipedia ist auch Open Source. Daher ist Open Source noch keine Garantie das es nicht missbraucht wird, denn jeder könnte auch ein neues Wikipedia betreiben und trotzdem hält sich Wikipedia obwohl bekannt ist das dort politische Meinungen stark verfälscht werden. facebook zeigt wie übel es um deren User steht, wer die Überwachung auf Facebook akzeptiert was akzeptiert der denn noch, die Zerstörung der Umwelt wird ihm egal sein, seine eigene Zerstörung wird ihm egal sein. Darum finde ich es super das Alternativen dazu geschaffen werden. Diese Alternativen schaffen auch ein Umdenken in den Köpfen der Menschen.
    Umso mehr bin ich immer wieder überrascht warum zB KenFM oder andere auf facebook setzen.
    Ein Manko was mir aufgefallen ist, ist die CC Lizenz. Zumindest für den Source Code ist die GPL für echte Freiheit besser geeignet.

  11. Hallo ihr alle

    um das vorwegzunehmen, ich finde dieses Projekt fantastisch gut und so wie es aussieht auch ästhetisch schön.
    Ich meinem Kopf spukt auch seit etwa einem Jahr ein Sozialnetzwerk Programm im Kopf. Und nachdem ich das gehört habe hier, wieviel Arbeit, Zeit, Know How und Geld dahinter steckt, mein lieber Mann. Als Nichtprogrammierer kann man sich das gar nicht vorstellen.
    Was mir nicht gefallen hat ist Ken gewesen. Seine Fragetechnik war wirklich grauenhaft diesmal. Ständiger Themenwechsel und ins Wort reinreden und Wiederholungen derselben Sache. Man hat auch gemerkt, dass der Gast auch etwas verunsichert wirkte zum Teil.
    Ich habe den Eindruck gehabt, dass Ken irgendetwas beweisen wollte. Ich vermute, er wollte sagen, dass dieses Projekt echt ne große Nummer ist und er so gut wie niemanden kennt, der so etwas ähnliches aufgezogen hat in dieser Komplexität. Ob er damit eventuell nicht überfordert wäre ? Selbst den Hauptschwerpunkt und auch den Status auf Gemeinnützigkeit festzulegen, obwohl alle davon abgeraten haben, finde ich toll. Ken ist diesem Punkt und seiner Wichtigkeit aus dem Weg gegangen. Ich hätte da gerne noch etwas mehr gehört.
    Ich glaube, Ken ist auch ein wenig eifersüchtig auf ihn. Das Thema Finanzierung war für Ken ein wichtiger Punkt und für Herrn Hack überhaupt nicht. Er wollte anscheinend zeigen, dass sein kenfm Projekt ja durch Crowd Funding funktioniert und er mit diesem Geld auch seine Brötchen kaufen muss. Ich habe immer den Eindruck gehabt, Ken wollte sich als Entdecker aufspielen, um seine Kontakte mit ins Boot werfen zu können. Ken hat auch ständig gefragt, was er denn noch bräuchte, um das Projekt fertig zu bekommen. Dasselbe Getue sah ich bei Ken, als er mit diesem griechischem Gast über medizinische Geräte sprach, die man ja für Griechenland organiseren wollte. Entweder man sagt konkret, dass man die und die Summe bereitstellt oder versucht zu organisieren, aber so zu tun, als ob kenfm das Geld locker aus der Portokasse zahlen könnte, hat mich ein wenig genervt.
    Herr Hack sollte wirklich aufpassen und sich nicht allzu sehr von Ken einseifen zu lassen. Es ist keine Plattform für kenfm, sondern für alle Menschen und Macher, die dort einfach den berühmten Werkzeugkasten vorfinden und dazu noch die Öffentlichkeit finden können, um Projekte und Ideen jeder Art zu verwirklichen, die wohlgemerkt gemeinnützigen Charakter haben sollen. Sehr wichtiger Punkt.
    Herr Hack täte gut daran, sich ein neues Wort für sozial network einfallen zu lassen, den dieser Begriff ist durch twitter und facebook mittlerweile echt negativ belegt. Wie wäre es mit Human Connection ? Oh schon belegt, echt genialer Name im übrigen. Gefällt mir sehr gut.
    100 mal Daumen hoch für Herrn Hack
    Daumen runter für Ken, der Lausebengel, aber ich weiss, dass er es nicht so meint. Das ist halt manchmal ein wenig auch sein kindliche Art, die einen aber wiederum wieder Menschlich macht. Na einen Lollipop hat Ken sich trotzdem verdient, indem er ihn uns vorgestellt hat.

    pooler1970

    • Ich finde, kritischen Fragen wie die von Ken müssen bei so einem großen, vielleicht wirklich einmal Welt-umspannenden Projekt erlaubt sein. Ken ist nun einmal ein Schnell-Denker und -Redner und kann seine Energie nur so raussprudeln lassen. Ich finde das immer spritzig und anregend und habe dabei auch oft was zu lachen. Und er ist doch Willens, mit seiner Vorstellung hier dieses Projekt zu unterstützen. Ich verstehe diese Kritik jetzt hier nicht. Dafür gebührt ihm doch einfach nur Dank! Werde mir aber daraufhin das ganze Interview noch einmal genau anhören, um herauszubekommen, was Du da genau meinst. Kann ja sein, das das eigentlich der größte Traum auch von Ken jebsen war und ist, aber das kann ich ihm doch nicht verübeln. Das liegt doch in der Natur dieser Dinge. Wieviel Zeit und Geld das kostet, das hat mich auch sehr erstaunt!

    • Tach.

      Es gibt tatsächlich den einen oder anderen Reingrätscher von Herrn Jebsen, der etwas verunglückt wirkt.
      Das passiert manchmal, liegt aber meines Erachtens daran, dass er oft schon gedanklich ein oder zwei Themen weiter ist und sein Sprachorgan seine Grütze erst wieder einholen muss :]
      Man wird hier eben gefordert und nicht berieselt !
      Als Gast und als Konsument der Sendung.

      Meine Skepsis findet keinen Zugang zu diesem Projekt, obwohl sie so krampfhaft sucht wie immer.
      Also mache ich einfach mit !

      Kick it !

    • hallo seven (of nine?) Skepsis hätte ich schon, die hält sich aber in Grenzen und ist technischer Natur: ein Chat mit Skype (=Microsoft) fällt für mich aus. Was man da erlebt, wenn man sein Skype Konto einmal löschen möchte, ist abenteuerlich.
      Und wie ich weiter unten erwähnte die fehlende Verschlüsselung. Gerade bei einem Projekt, was fast ausschließlich IT basiert ist, ein Muss.

    • Wenn eine Sache in Ken aufgeht, dann ist er voll dabei und dreht auf. So wie hier im Gespräch.
      Dennis störte die Ken’sche Dominanz offensichtlich nicht. Die Fragen halfen auch gut, die Hack’sche Initiative greifbarer und konkreter fürs Publikum zu machen. Und gewiss tut es auch gut, nach all den Mühen an vorderster Front, sich im Gespräch mal etwas zurücknehmen zu können, weil jemand die Staffel übernimmt.
      Ken zuzuhören macht einfach Freude. Da ist nicht nur die Schnelligkeit, da ist auch Kraft, Wendigkeit und Sportlichkeit. Ein echter Kopfporsche eben. I love him 🙂

    • @Ron B.:

      Ehehe…
      Nee, weder weiblich noch Borg noch phänomenalbusig —

      — aber ebenso auf der Suche nach einem ‚Kollektiv der Vernunft‘, wie die gute Frau nach ihrer Unimatrix.

      Man wird sehen, ob dieser Titel eines Tages passen könnte.
      Doch je mehr ich mich damit befasse, desto heller leuchtet das Prinzip dahinter — und desto viraler erscheint die Idee.
      Inceptionös geradezu.
      Das ist schonmal kein schlechtes Zeichen.

      Ihr Einwand bezüglich der Verschlüsselung erscheint mir angebracht.
      Doch als Beinah-Laie halte ich da lieber den Mund.

      Gruß & Fröhliches Reinrutschen !

    • @ pooler Du schreibst: „Was mir nicht gefallen hat ist Ken gewesen. Seine Fragetechnik war wirklich grauenhaft
      diesmal. Ständiger Themenwechsel und ins Wort reinreden und Wiederholungen derselben Sache. Man hat auch gemerkt, dass der Gast auch etwas verunsichert wirkte zum Teil.“

      Genau um das zu schreiben bin ich heute hier in den Kommentaren. Ich wollte „entsetztlich“ schreiben, aber „grauenhaft“ ist auch gut. Habe neulich ein Video mit Ganser gesehen, da hat sich Ganser gegenüber einer Interviewerin genauso verhalten. Ich habe ihm dann geschrieben, er sei ja schlimmer als Ken Jebsen. Das muss ich nach „Genuss“ dieses Gespräches gegenüber Ganser zurücknehmen. (hier das Ganser-Video: https://youtu.be/L3ZZwbSR3n8

      Was du sonst schreibst über die vermutlichen Gründe von Kens Verhalten, teile ich nicht. Das sind gewagte Spekulationen, während die Kritik am Verhalten sich auf Fakten gründet und die schon zehntausendmal wiederholt wurden. Manchmal hat man geglaubt, jetzt hat er was gelernt, dann kommt aber wieder so ein „Gespräch“ voller Wortschwälle statt klaren KURZEN Fragen mit anschließener höflichen Geduld oder geduldigen Höflichkeit, bis der Gesprächspartner seine Antwort parat hat.

    • Bernhard Meyer: Dieses Gespräch zwischen Ganser und Paula P’Cay, der Sprecherin der „Humanistischen Friedenspartei“ habe ich auch kritisiert(siehe „Die Würde der Tiere). Ich fand den Ganser und überhaupt das ganze Gespräch ermüdend langweilig und unergiebig,obwohl es ja zur Zeit ums Wichtigste überhaupt geht. Aber an Ken Jebsen hat mich das überhaupt nicht erinnert, den fand ich bisher noch nie langweilig. Er spricht zwar schnell, aber es ist immer logisch, relevant und fundiert, was er sagt. So meine Wahrnehmung. Und er hilft damit auch oft genug den Gesprächspartnern auf die Sprünge. Es ist kein sinnloses eitles Überholen dabei! Ich versteh Euch da nicht.

    • Hallo

      ich wollte nur mal nochmal klarstellen, dass ich dieses Projekt fantastisch finde. Habe mir sofort danach ein Account dort angelegt und werde versuchen dort ein wenig mitzugestalten.

      Ich wollte zu meiner Kritik an Ken noch etwas erwähnen. Die Bezheichnung Kopfporsche beschreibt sehr genau, was ich auch meine. Er legt den Gästen gerne Worte in den Mund, hat sehr wenig Geduld und seine Frage sind manchmal so unpräzise, dass er innerhalb von 5 Sekunden mehrere Umschreibungen seiner Frage anbietet und dabei im Prinzip schon die Antwort vorgibt. Genau dieser Punkt nervt.
      Dieses Verhalten treibt er nicht ständig, es kommt immer auf sein Gegenüber an und auf das Thema des Gesprächs.
      Mir ist auch aufgefallen, dass wenn Kritik kommt an Ken, dann eher von männlicher Seite, weniger von der weiblichen Zuhörerschaft. Was eventuell daran liegen könnte, dass Kommunikation und das verarbeiten von Wortschwällen eher eine Dominanz des schöneren Geschlechts ist.
      Ich habe mal im Netz etwas gegoogelt, um herauszubekommen, warum manche Menschen so eine Redeverhalten an den Tag legen.
      Da gibt es die mannisch-depressiven Erkrankten, die in ihrer mannischen Phase schnell und manchmal sinnentleert in der euphrischen Phase nicht mehr aufhören können, belangsloses Zeug zu reden und auch zu Unwahrheiten und viel Phantasie neigen.
      Dann gibt es Menschen, die pausenlos von sich erzählen ohne Wert darauf zu legen, dass der Gesprächspartner überhaupt richtig zuhört. Die Welt wird von denen so beschrieben, wie sie in seinen Augen ist und duldet keine Kritik daran.
      hier ein lustiges Video dazu von Badezalz
      youtu.be/akfz5Fw-pZI
      Dann gibt es die Hoch Intelligenten Menschen. Traditionell wird Intelligenz als Kombination von sieben Faktoren verstanden: Wahrnehmungsgeschwindigkeit, logisches Denken, räumliches Vorstellungsvermögen, Rechenfähigkeit, Sprachverständnis, Wortflüssigkeit und Gedächtnis.
      Und ich denke, dass Ken dazu gehört. Er liest sehr viel und hat ein unglaubliches Wissen in sich vereinigt. Er ist auch immer sehr gut vorbereitet auf seine Gesprächspartner, vielleicht auch zu gut. In so einem Gespräch wirkt nichts überraschend. Selbst wenn er mal einen Punkt nicht wußte, muss Ken gleich wieder irgendwelche Vergleiche aus seinem Wissen rauskramen und diese Tatsache gleich in irgendeine Relation setzen.
      Sein Lieblinssatz fängt immer mit „Ist es nicht so, dass……..“ an. Das sind alles fertige Schablonen für Ken.
      Seine Interviews enden immer gleich, so wie er es geplant hatte.
      Ich habe eine Ausnahme entdeckt, nämlich ein Gespräch mit Serdar Somuncu aus 2014, wo Serdar im eine Lektion erteilt.
      youtube.com/watch?v=gVDzxCzzwKQ
      Ken bricht das Gespräch zum Schluss einfach ab.
      Und wenn es mal in einer größeren Gesprächsrunde wie bei KenFM-Positionen 8: Strukturen der Macht zu offenen Meinungsverscheidenheiten kommt, räumt er der Person mehr Redezeit zu, die am ehesten seinen Vorstellungen entspricht. Indem Fall war es dann Fulvio Grimaldi versus Wolfgang Herles. Er versuchte in dieser Runde auch Herrn Prof. Dr. Ulrich Teusch zu Statements zu drängen, wo er sich nicht anmaßte, eine treffende Meinung in seinem Sinne zu äußern, wenn ihr euch daran erinnert.
      Ken ist also ein kleiner Kontrolfetischist mit klaren Zielen, die er auch unbedint erreichen will.
      Die berühmte Ansprache nach Trumps Wahlsieg zeigt auch, dass er auch ab und zu seine Fesseln ablegt und emotional seine Gedanken mitteilt in einer Art, die dann wiederrum entgegengesetzt wirkt zu seiner eigentlich berechnenden Art. Was aber normal ist, wenn man jahrelang versucht, sich einem Schema treu zu bleiben und ein unerwartetes bzw. doch von ihm erhofftes Ziel, die Nichtwahl von Killery, in ihm eine Bestätigung seiner Arbeit darstellt, die in ihm einen Vulkan zum Ausbruch verhilft.
      Mein Tip an Ken ist, öfters mal Druck abzulassen, in welcher Form auch immer, denn seine Grundsätzliche Arbeit ist wirklich toll und lobenswert. Dafür bedanke ich mich hier auch in aller Öffentlichkeit.

      Wie ich oben in meinem Eingangsstatement auch ja schon erwähnte, habe ich selber auch seit einem Jahr eine Idee, wie man durch eine social netzwerk Plattform gutes tuen könnte, aber aufgrund der Komplexität und der Kosten dazu nicht in der Lage bin.
      Deshalb kann es natürlich sein, dass mich dieses Interview besonders in den Bann gezogen hat und ich jedes Wort von Ken auf die Goldwaage gelegt habe. Denn das Human Connection Ding ist wirklich echt super und Herr Hack bekommt von mir allergrößten Respekt für diese nicht selbstverständliche Leistung, die er vollbringt.

      pooler1970

    • @ pooler: Du sagst: „wenn Kritik kommt an Ken, dann eher von männlicher Seite“
      Meine Frau und ich schauen und hören uns KenFM-Sendungen immer gemeinsam an. Ich lade das Video herunter und abends im Sessel am Lagerfeuer kommt das dann aus dem Fernseher. Und es ist meist meine Frau, die da am schnellsten schimpft und stöhnt, wenn Ken wieder seine 5 Kilometer langen „Fragen“ stellt. Oder den Gast unterbricht mit einem schnell dahinhehaspelten Einwurf (den wir oft nicht verstehen) stört und unterbricht. Wir wollten hören, was der Gast sagen wollte und nicht Kens Meinung, die kennen wir schon. Das frustriert dann immer wieder uns und sichtlich auch den Gast, der immer einsilbiger wird.

    • Nicht dass Ken Jebsen nicht kritisiert werden darf, aber diese Arten von Kritiken an ihm sind völlig überzogen und klagen meist nur ein, dass Ihr nicht statt seiner an dieser oder jener Stelle die Fragen stellt. Seit Günter Gaus gibt es gerade in der Sparte Interview im deutschen Sprachraum nichts Vergleichbares in vielen verschiedenen Hinsichten:
      1. die Auswahl der Gesprächspartner;
      2. das (meistens) offene Ende (es gibt keine festgelegte Zeit – zumindest nicht spürbar); die Dinge werden an- und ausgesprochen, auch wenn sie das vielleicht geplante Limit einmal überschreiten;
      3. es wird nicht zusammengeschnitten, um in ein Zeitschema zu passen und Eigenes oder Unpassendes, spontan auch vielleicht einmal Mißlungenes, ungeschehen zu machen;
      4. hervoragende technische Performance in Ton und Beleuchtung;
      5. Kens Subjektivität ist erkennbar, stellt sich aber nicht in den Vordergrund;
      6. die Gesprächspartner werden nicht nur zum Sprechen gebracht, sondern sie zeigen Spaß und Vergnügen daran, sich zu öffnen, offen zu sprechen oder einmal eine Frage zurückzuweisen;
      7. trotz meist exzellenter Vorbereitung bleibt auch Raum für nicht Geplantes;
      Sicher habe ich noch manches nicht erwähnt. Wer es besser macht, soll es versuchen. Gerade und in erster Linie durch seine Interviews hat mir Ken Jebsen neue Welten erschlossen, auf die ich sonst nur durch Zufall gestoßen wäre.

    • Pooler 1970
      Ihre Analysen und von Ken Jebsen halte ich für sehr übergriffig. Wollen Sie ein Persönlichkeitsprofil erstellen oder Kritik üben (was ja durchaus legitim wäre)? Ihre Aussagen wirken etwas lästerlich.

    • pooler 1970: Genau dieses Interview mit Sumuncu wollte ich auch erwähnen als einziges Beispiel dafür, wo die Kommunikation zwischen Ken und dem Gast nicht so freundlich war(mir war nur der Name grad nicht eingefallen).
      Und dazu möchte ich sagen, dass hier bei Ken deutlich eine Genervtheit zu spüren war gegenüber der Art von Somuncu. Aber das werfe ich ihm nicht vor- im Gegenteil fand ich es sogar sympathisch, dass er es nicht versteckt hat. Jeder hat das Recht, jemanden nicht so zu mögen oder auch begeistert von jemand zu sein. Ich z.B. mag Ken Jebsen- Du magst ihn offensichtlich nicht. Anders kann man Dein heftiges Beschneidungsbedürfnis gegenüber Ken’s Fähigkeiten nicht begreifen. Ich glaube, Du beschneidest Dich aber nur selber damit. Es wirkt auf mich ehrlich gesagt wie die typische Intoleranz von Spießern, die nicht mögen, wenn andere mal ganz anders sind, weil sie nicht genügend Zuwendung aufbringen können oder wollen,um es vom eigenen Herzen aus zu begreifen. Ich kenne solche Vorurteile mir gegenüber auch schon mein ganzes Leben lang und quassele sogar auch oft die Leute zu voll und bereue es fast immer hinterher und möchte deshalb immer wieder mal ein Schweigegelübde ablegen. Es ist so: „Wes das Herz voll ist, dem quillt der Mund über“. Vielleicht verstehe ich deshalb Ken Jebsen so gut.

    • Ich habe mir das Interview mit Somuncu nochmal angesehen und muss mich ein bisschen revidieren: Ken hat dabei ja noch viel weniger Genervtheit vorgezeigt, als Somuncu, der übrigens aus meiner Sicht in dieser Phase ein egomaner Besserwisser par Excellence ist. MICH hat der bei diesem Interview wahrscheinlich noch viel mehr genervt mit seinem vorwufsvoll -agressiven Tonfall und seiner eingebildeten Angegriffenheits-Pose, als er wahrscheinlich Ken genervt hat. Ken hatte dann bloß kein übersteigertes Bedürfnis mehr, diese unreflektierte und anklagende Selbstbeweihräucherung von Somuncu noch unnötig zu verlängern und das konnte ich 100%ig verstehen.

    • Liebe Veganislove

      es ist nicht so, dass ich Ken Jebsen nicht mag, im Gegenteil habe ich schon sehr oft erwähnt, dass ich seine Arbeit sehr zu schätzen weiss. Ihm fehlt einfach ein wenig Sensibilität. Er hat das Herz eines Löwen und den Puls eines Kolibris.
      Ich wünschte mir einfach mehr, es ist ein wenig schwer zu beschreiben, so etwas wie mehr Gefühl. Mehr Gefühl in dem Sinne, dass er weniger von sich in die Arena wirft und mehr Raum für seine Gäste einräumt. Es wirkt ein wenig so, dass seine Gäste Mittel zum Zweck sind. Was er auch immer bezwecken möchte.
      Jeder seiner Gäste hat ein Leben, eine Geschichte, ein Werdegang und bestimmte Sichtweisen und Wissen über bestimmte Themen. Und Ken saugt sich immer die Sachen raus, die in seinem Sinne für seine Themen wichtig sind.
      Das ist ja auch legitim und es gibt bestimmt kaum Menschen, die das so gut beherrschen wie er. Wenn er ein wenig mehr mit Gefühl arbeiten würde statt mit Tempo,bin ich mir sicher, dass viel erstaunlichere und faszinierende Dinge rausspringen würden.
      Vielleicht kann ich das, was ich meine an einem Beispiel besser erklären. Das letzte Interview mit Detlef Soost. Zum Schluss fragte Ken, was denn seine Werte seien, dann präzisiert er auf europäische Werte und dann wieder was sind allgemein Werte, das sind eigentlich drei verschiedene Fragen gewesen. Und die Antwort war, auch wenn das für Detlef anscheinend blöd klingt, Liebe und vorallem Liebe in der Familie, dann Konstanz, Toleranz und Loyailität.
      Und Ken geht auf diese Punkte überhaupt nicht ein. Gerade als Detlef sagte, dass es blöd klingen würde, wenn man Liebe als Wert definiert, hätte Ken ihn bestätigen können, dass das Thema Liebe überhaupt nicht blöde klingt, sondern ein elementarer Mangel in unserer Gesellschaft darstellt. Das meine ich , wenn Ken auf wichtige Dinge der Gäste nicht eingeht. Denn der Mensch Detlef ist definitiv jemand, der ohne Liebe und seine harmonische Umgebung, die er ja sich selber geschaffen hat, so nicht in der Form existieren könnte. Dabei ist das Thema mangelnde Liebe genau der Punkt, warum soviel Unheil in dieser Welt herrscht. Dieses Thema der Gefühle kommt mir immer zu kurz bei Ken. Stattdessen prangert er lieber die dunklen Machenschaften in der Welt an. Dabei sitzt die Lösung aller Probleme genau vor ihm. Wenn er sich also ein wenig mehr zurücknehmen würde und besser auf die Zeichen der Gäste achten könnte, wäre das ein wirklich zusätzlicher Gewinn. Und indem er seinen Stil der Zielgerichtetheit beibehält, gehen diese Perlen verloren.
      Genauso war es für mich, als er im Interview mit Dennis Hack den wichtigsten Punkt der Wohltätigkeit überging, was auch seine Wurzeln in Mitmenschlichkeit und Liebe hat.
      Ich hoffe, dass ich mit diesen Beispielen erklären konnte, warum mein leichtes Unbehagen hier sein Ventil fand.

      pooler1970

    • Hallo nochmal liebe Veganislove,

      das mit Somucu ist doch ein klassisches Beispiel dafür, dass sein Programm bei ihm nicht geklappt hat. Er hätte auf ihn ja eingehen können und ihn fragen können, warum er so reagiert, was seine Gründe oder Ursachen dafür sind, dass Somuncu sich darstellt wie ein egomaner Besserwisser. Das hätte mich mehr interessiert als alles andere.

      pooler1970

    • Lieber pooler 170: Es ist ja wirklich interessant, wie verschieden die Sicht auf ein und die selbe Sache, bzw. Menschen sein kann. Bei dem Interview mit Detlev Soost z.B. sehe ich das genau anders herum als Du. Mir fiel nämlich zunächst auf, dass der an sich ja doch sehr selbstbewusste Detlev am Anfang des Interviews auffallend nervös mit seiner Kette spielte und anschließend noch seinen Fingerring auf-und ab schob. Diese Verlegenheitsgesten haben sich aber ziemlich bald in der von Herzlichkeit und Gleichheitlichkeit und Humor geprägten Atmosphäre, die Ken meines Erachtens in der Regel ausstrahlt, verflüchtigt und am Ende ist nach meiner Einschätzung ein für beide Partner und auch genauso für die Zuschauer sehr interessantes, befriedigendes Interview dabei herausgekommen. Ich finde überhaupt nicht, dass es Ken an Einfühlungsvermögen fehlt. Im Gegenteil finde ich ihn bei seinen Konferenzen sogar virtuos einfühlsam! Mir fällt da niemand ein, der das mal besser gekonnt hätte! Es wäre jetzt interessant, mal zu erfahren, wie all die Interviewpartner das selber empfunden haben! Vielleicht schreibt ja der Dennis Hack ja noch was dazu!
      Schönen Neujahrsanfang wünsche ich übrigens noch!

    • Ich nehme das Thema Zwischenmenschlichkeit sehr ernst und denke immer sorgfältig darüber nach. Deshalb noch einmal zu Somuncu: pooler, Du schreibst sinngemäß, Ken hätte Somuncu fragen sollen, warum er so wehleidig und egozentrisch sei! Eine derartige Auseinandersetzung ist aber im Rahmen eines Interviews völlig unmöglich. Solche Diskussionen sind überhaupt nur möglich und haben Aussicht auf Erfolg zwischen guten Freunden oder vielleicht noch allenfalls in einer Konstellation von Hilfesuchendem und Seelendoktor. Serdar Somuncu ist aber sicher nicht zu Ken gegangen, um von ihm geheilt zu werden. Ganz im Gegenteil gefällt er sich überall in der Rolle des Rebellen und Widersprechers, koste es, was es wolle. Ich höre ihm auch woanders nicht so gern zu, weil dieses mit allen Mitteln sich zwischen alle Stühle setzen Wollen von ihm immer auf Kosten des Themas an sich geht, finde ich. Er zeigt für mich nämlich bei all dem viel weniger Hintergrundwissen, als z.B. Ken Jebsen.
      Ich mag mich irren, aber das könntest Du mir nur beweisen mit einem Interview Deinerseits in Deinem Sinne mit Serdar Somuncu, das dann sehr viel interessanter und positiver verlaufen würde, wie das von Ken. So aber ist Deine Kritik an Ken für mich auch hier aus der Luft gegriffen und nicht realistisch.

  12. Heute halten die 90 Prozent das System des Kadaver-Kapitalismus am laufen.
    Die Klofrauen sind es ,die die sogenannten Macher hervorbringen.
    Herr Jerbsen -laden sie die Leute ein ,die das alles erst ermöglichen !
    Heute verdienen die Leute am meisten ,die der Mehrheit des Volkes am meisten Schaden zu fügen .
    Das sind die üblichen Manager mit ihrem Gefolge,die zur Belohnung der Zerstörung der Sitten das Was-Weiß-Ich-Wievielte-
    „verdienen“ von dem Gehalt einer Klofrau.
    Aber eine Klofrau ist weit wichtiger und richtet weit weniger Schaden an als all diese Manager und Banker von Goldmann und Wachs und wie diese Sittenlosigkeit sich überall nennt .
    Also laden sie ,Herr Jebsen ,doch mal die ein ,die dieses System am Laufen halten !?

  13. Man sollte erst einmal korrekt sagen,warum und wie das möglich ist,dass 62 Menschen so viel besitzen wie 3,7 Milliarden Menschen der Weltbevölkerung . Der Urgrund dafür ist das Zinssystem ,das die 90 Prozent der Menschen zu Sklaven macht der oberen zehn Prozent .Eine feine Sache ,denn die 90 Prozent halten sich für frei ,weil sie das Geldsystem nicht durchschauen .Die Sklaven des Altertums wussten ,dass sie Sklaven waren -im Gegenteil zu den Lohnsklaven heute .
    Hinzu kommt dass 40-50 Prozent des Geldes für Zins-und Zinseszins verloren sind -das macht einen Verlust der Kaufkraft von 40-50 Prozent.Denn jeder Euro ,den man ausgibt ,wird gebraucht für diese 40-50 Prozent Zins und Zinseszins.
    Wieso ist das hier kein Thema,wo doch die Aufklärung so sehr im Vordergrund steht?

    Jeder Mensch ist ein Künstler und hat die besondere Begabung -die hier vorgestellten können ihre Begabungen ausleben ,weil sie vom Geldsystem profitieren und ein Leben führen ,das frei ist von Ängsten Sie haben keine Ängste,die daraus resultieren ,dass man nicht weiß,wie man mit 300 Euro über den Monat kommt.
    Wären die Menschen frei und hätten ihr Auskommen ,dann wäre jeder Mensch ein Macher.
    Das ist heute lange möglich ,denn der technologische Fortschritt erwirtschaftet genug für alle Menschen .
    Nur ist der Mangel an Geld ein künstlich erzeugter Mangel ,um die Menschen zu unterdrücken.
    Wieso wird das hier nicht klar gesagt-im angeblichen Forum der Aufklärung!?

    • Lewin: „Wieso wird das hier nicht klar gesagt-im angeblichen Forum der Aufklärung!?“

      Das haben Sie schlicht verpasst. Führen Sie sich die Gespräche mit Franz Hörmann zu Gemüte, der hier schon mehrmals zu Gast war. Dort wird das alles vollständig abgehandelt.

    • Sie haben Recht, Ron B. Ich kenne diese Gespräche mit Franz Hörmann .Ein sehr guter Mann.
      Nur sehe ich mir diese sehr speziellen Interviews an ,weil ich genau weiß ,wie das Zinssystem funktioniert. Aber wer kapiert das schon .Wer das im Vorfeld nicht selbst verstanden hat ,wird nicht verstehen ,was der gute Mann sagt .
      Darum müßte das ,was der Mann sagt ,einfach auf einfache Art rübergebracht werden .Damit es jeder versteht-weil es das ist ,was unsere Wirklichkeit bestimmt.Das müsste immer und überall gesagt -nämlich dass das Geldsystem die Menschen versklavt. Das ist die Wahrheit.
      Das Gespräch mit Franz Hörmann werden sich vielleicht, -wenn es hochkommt,- 5 Prozent bis zum Schluss angeschaut haben Die meisten verstehen es nicht. Ich kenne niemanden in meiner Umgebung ,der verstehen würde ,wie unser Geld entsteht! Das ist zu kompliziert – Dabei sollte endlich diese Art der Versklavung für alle Menschen offensichtlich gemacht werden.

    • Da haben Sie wiederum recht, Lewin.
      Vergleichen wir mal unsere bescheidene Meinungs-Äußerung hier mit dem weit größeren Kreis derer, die Dirk Müller in den Massenmedien erreicht! Geduldig und sachlich erklärt er immer wieder, dass der Zins(es-Zins) nicht funktionieren kann.

      Die Allianz hat letztes Jahr ein „gutes“ Jahr gehabt, wegen des guten Lebensversicherungs-„geschäfts“. Also das Gegenteil dessen, was eigentlich eine logische Schlussfolgerung beim Publikum hervorrufen müsste, nachdem klar ist, dass der Zins Asche ist. Denn die kritische Masse, wo ein Umdenken beginnt, sollte medial längst erreicht sein. Ich vermute, unsere angeborene Doppelmoral in Verbindung mit der Gaußschen Verteilungskurve wird diesen Karren regelrecht an die Wand fahren.

      Hoffnung macht mir Herr Hack dennoch. Es stellt sich doch heraus, dass es eben nicht nur einheitsbrei-schluckende Sklaven des Finanzsektors gibt. Und sie werden mehr. Sogar auf der weltpolitischen Bühne scheint es da langsam Bewegung zu geben.

  14. schöne Idee, möchte gern dabei sein. Aber ERST wenn die Seite verschlüsselt ist. Jegliche Eingaben in http-Formulare können mit einfachsten Mitteln mitgelesen werden.
    Ein Zertifikat zwecks Verschlüsselung für eine ganze Domain kostet nicht die Welt.

    • Es gibt einfachere, bessere Methoden zur Verschlüsselung.
      Zum Beispiel einfach einen hidden service (.onion), oder vielleicht besser auf der seite selber verschlüsseln.

  15. Theoretisch eine super Idee. Knackpunkt: Öffentlichkeit.

    Facebook und Co. lesen sämtliche Daten vollautomatisch aus.

    Wie ist es möglich, dass diese geplante Plattform sich dafür schützt, dass Unternehmen von aussen nicht sämtliche Userdaten und Interessen auslesen können?

    Denn: Facebook liest die likes der User etc. aus.

    Zitat von der Seite „dasmagazin“ ( ch):

    „Wie gefährlich ist Big Data?

    Jeder, der nicht die letzten fünf Jahre auf dem Mond gelebt hat, kennt den Begriff «Big Data». Big Data bedeutet auch, dass alles, was wir treiben, ob im Netz oder ausserhalb, digitale Spuren hinterlässt. Jeder Einkauf mit der Karte, jede Google-Anfrage, jede Bewegung mit dem Handy in der Tasche, jeder Like wird gespeichert. Besonders jeder Like. Lange war nicht ganz klar, wozu diese Daten gut sein sollen – ausser dass in unserem Facebook-Feed Blutdrucksenker beworben werden, weil wir grad «Blutdruck senken» gegoogelt haben. Unklar war auch, ob Big Data eine grosse Gefahr oder ein grosser Gewinn für die Menschheit ist. Seit dem 9. November kennen wir die Antwort. Denn hinter Trumps Onlinewahlkampf und auch hinter der Brexit-Kampagne steckt ein und dieselbe Big-Data-Firma: Cambridge Analytica mit ihrem CEO Alexander Nix. Wer den Ausgang der Wahl verstehen will – und was auf Europa in den nächsten Monaten zukommen könnte –, muss mit einem merkwürdigen Vorfall an der britischen Universität Cambridge im Jahr 2014 beginnen. Und zwar an Kosinskis Department für Psychometrik.“

    Und das ist hier der Punkt.

    Die Idee der humanconnection ist gut – wie abhängig, bzw. unabhängig die humanconnection von Software ist, die Seiten und Beiträge auslesen können, wird entscheidend sein.

    Denn Klarnamen, Klarprofile von Usern auf humanconnection wäre ja „Perlen für die Säue“, wenn Gegner sämtliche Userdaten auslesen könnten…

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