Der Anfang vom Ende | Von Jeffrey A. Tucker

Den Lockdown-Befürwortern läuft die Gefolgschaft davon, beliebt sind liberale Politiker, die ihre Bevölkerung nicht mit existenzvernichtenden Maßnahmen zermürben.

Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

Ein Standpunkt von Jeffrey A. Tucker.

In der Zwischenzeit verlangte der Repräsentant James Jordan (R-OH, Representative Ohio, Abgeordneter aus Ohio) in einer Anhörung im Kongress, dass Dr. Fauci Rechenschaft darüber ablegt, warum das geschlossene Michigan eine schlimmere Krankheitsprävalenz aufweist als das benachbarte Wisconsin, das seit Langem völlig offen ist. Fauci tat so, als könne er die Frage nicht hören, das Diagramm nicht sehen und dann auch nicht verstehen. Schließlich saß er einfach schweigend da, nachdem er ein paar Banalitäten über Vollzugsunterschiede geäußert hatte.

Die Lockdowners beschäftigen sich nun mit dem riesigen Problem von Texas. Es ist seit sechs Wochen völlig offen und ohne Einschränkungen. Fälle und Todesfälle sind im gleichen Zeitraum dramatisch zurückgegangen.

Fauci hat keine Antwort. Oder vergleichen Sie das geschlossene Kalifornien mit dem offenen Florida: ähnliche Todesraten. Wir haben eine ganze Reihe von Erfahrungen in den USA, die Vergleiche zwischen offenen und geschlossenen Staaten und deren Krankheitsverläufen erlauben. Es gibt keinen Zusammenhang.

Bild

Abbildung: y-Achse: Corona-Tote, x-Achse US-Bundesstaaten; (rot: kein Winterlockdown, blau: mit Winterlockdown)

Oder man könnte nach Taiwan schauen, das mit seinen 23,5 Millionen Einwohnern keine strengen Auflagen hat. Todesfälle durch Covid-19 bis jetzt: 11. Schweden, das offen blieb, schnitt besser ab als der Großteil Europas.

Das Problem ist, dass das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Abriegelungen im Angesicht des Virus völlig unkorreliert mit dem Verlauf der Krankheit zu sein scheint. Die AIER (American Institute for Economic Research, Amerikanisches Institut für Wirtschaftsforschung) hat 33 Fallstudien aus der ganzen Welt zusammengetragen, die dies belegen.

Warum sollte dies von Bedeutung sein? Weil die „Wissenschaftler“, die Lockdowns empfohlen haben, sehr präzise und pointiert behauptet haben, dass sie einen Weg gefunden haben, das Virus zu kontrollieren und die negativen Folgen zu minimieren. Wir wissen mit Sicherheit, dass die Abriegelungen erstaunliche Kollateralschäden verursacht haben. Was wir nicht sehen, ist irgendein Zusammenhang zwischen den Abriegelungen und den Krankheitsauswirkungen.

Das ist verheerend, denn die Wissenschaftler, die die Abriegelungen vorangetrieben haben, hatten spezifische und falsifizierbare Vorhersagen gemacht. Dies war wahrscheinlich ihr größter Fehler. Indem sie dies taten, stellten sie einen Test ihrer Theorie auf. Ihre Theorie ist gescheitert. Dies ist der Augenblick, der den Zusammenbruch eines wissenschaftlichen Paradigmas verursacht, wie von Thomas Kuhn in „The Structure of Scientific Revolutions“ (1962) erklärt.

Ein gutes Beispiel für eine ähnliche Situation könnte die sowjetische Wirtschaft unter Nikita Chruschtschow sein. Er kam mit dem Versprechen an die Macht, dass er dafür sorgen würde, dass die russische Wirtschaft im Kommunismus besser abschneiden würde als die der Vereinigten Staaten. Das war die Essenz seines berühmten Versprechens „Wir werden euch begraben.“ Er meinte damit, dass Russland Amerika übertrumpfen würde.

Das geschah nicht. Er scheiterte, und die Theorie, die er propagierte, scheiterte ebenfalls. Und so begann das langsame Auseinanderfallen der kommunistischen Theorie und Praxis. Chruschtschow hatte bereits den stalinistischen Terrorstaat abgelehnt, hatte aber nie die Absicht, den langsamen Untergang des gesamten sowjetischen Experiments der zentralen Planung zu präsidieren. Indem er einen Test einrichtete, der sein Versprechen falsifizieren konnte, verdammte er ein ganzes System zur intellektuellen Ablehnung und schließlich zum Zusammenbruch. Die Theorie und Praxis des Lockdownismus könnte den gleichen Weg gehen.

In seiner Rekonstruktion der Wissenschaftsgeschichte argumentierte Kuhn, dass der Fortschritt in der Wissenschaft nicht linear verläuft, sondern eher episodisch, wenn neue Orthodoxien auftauchen, kodifiziert werden und dann unter dem Gewicht von zu vielen Anomalien zusammenbrechen.

Das Muster sieht folgendermaßen aus: Es gibt eine normale Wissenschaft, die von Rätsellösungen und Experimenten angetrieben wird. Wenn eine Theorie die meisten bekannten Informationen zu erfassen scheint, entsteht eine neue Orthodoxie — ein Paradigma. Mit der Zeit scheinen zu viele neue Informationen dem zu widersprechen, was die Theorie vorhersagen oder erklären würde. So kommt es zur Krise und zum Zusammenbruch des Paradigmas. Wir treten in eine prä-paradigmatische Ära ein, während der Zyklus von vorne beginnt.

Soweit man weiß, entstand die Idee, sich angesichts eines neuen Virus abzuschotten, in den USA und Großbritannien um 2005/2006. Es begann mit einer kleinen Gruppe von Fanatikern, die mit der traditionellen öffentlichen Gesundheitspolitik nicht einverstanden waren. Sie postulierten, dass sie ein Virus in den Griff bekommen könnten, indem sie das Verhalten der Menschen diktieren: wie eng sie nebeneinander stehen, wohin sie reisen, welche Veranstaltungen sie besuchen, wo sie sitzen und wie lange. Sie forcierten die Idee von Abriegelungen und Einschränkungen, die sie als „nicht pharmazeutische Interventionen“ durch „gezielte schichtweise Eindämmung“ bezeichneten. Was sie vorschlugen, war in der Praxis mittelalterlich, mit einem Schuss Computerwissenschaft und Epidemiologie.

Als die Idee zum ersten Mal aufkam, wurde sie mit heftigem Widerstand begrüßt. Im Laufe der Zeit machte das Lockdown-Paradigma mit finanzieller Unterstützung der Gates Foundation und mehr Rekruten aus der akademischen Welt und der öffentlichen Gesundheitsbürokratie Fortschritte. Es gab Fachzeitschriften und Konferenzen. Richtlinien auf nationaler Ebene begannen, sich für die Idee von Schul- und Betriebsschließungen und einer breiten Anwendung der Quarantäne-Macht zu erwärmen. Es dauerte zehn Jahre, aber schließlich wurde die Ketzerei zu einer Quasi-Orthodoxie. Sie besetzten genug Machtpositionen, um ihre Theorie an einem neuen Erreger auszuprobieren, der 15 Jahre, nachdem die Idee der Abriegelung zum ersten Mal aufkam, auftauchte, während die traditionelle Epidemiologie zunächst allmählich und dann auf einmal marginalisiert wurde.

Kuhn erklärt, wie eine neue Orthodoxie die alte allmählich ablöst:

„Wenn in der Entwicklung einer Naturwissenschaft ein Individuum oder eine Gruppe zuerst eine Synthese hervorbringt, die in der Lage ist, die meisten Praktiker der nächsten Generation anzuziehen, verschwinden die älteren Schulen allmählich. Zum Teil wird ihr Verschwinden durch die Konversion ihrer Mitglieder zum neuen Paradigma verursacht. Aber es gibt immer einige Männer, die sich an die eine oder andere der älteren Ansichten klammern, und sie werden einfach aus dem Berufsstand herausgelesen, der daraufhin ihre Arbeit ignoriert. Das neue Paradigma impliziert eine neue und rigidere Definition des Feldes. Diejenigen, die nicht willens oder in der Lage sind, ihre Arbeit daran anzupassen, müssen isoliert vorgehen oder sich einer anderen Gruppe anschließen.“

Das ist eine gute Beschreibung, wie die Lockdown-Ideologie triumphiert hat. Es gibt eine Menge Verschwörungstheorien darüber, warum die Abriegelungen passiert sind. Viele von ihnen enthalten Körnchen der Wahrheit. Aber wir müssen nicht auf sie zurückgreifen, um zu verstehen, warum es geschah. Es geschah, weil die Leute, die an sie glaubten, in der Welt der Ideen dominant wurden oder zumindest prominent genug, um traditionelle Prinzipien der öffentlichen Gesundheit außer Kraft zu setzen und zu verbannen. Die Lockdowns wurden in erster Linie von der Lockdown-Ideologie angetrieben. Die Anhänger dieser seltsamen neuen Ideologie wuchsen bis zu dem Punkt, an dem sie in der Lage waren, ihre Agenda über die bewährten Prinzipien zu stellen.

Es ist ein Segen dieser Ideologie, dass sie mit einem eingebauten Versprechen kam. Sie würden bessere Krankheitsresultate erzielen als die traditionelle öffentliche Gesundheitspraxis, so sagten sie. Dieses Versprechen wird ihnen letztendlich zum Verhängnis werden, und zwar aus einem einfachen Grund: Es hat nicht funktioniert. Kuhn schreibt, dass dies in der Geschichte der Wissenschaft der Auftakt zu einer Krise ist, da „die Rätsel der normalen Wissenschaft immer wieder nicht so ausfallen, wie sie sollten. Das Scheitern der bestehenden Regeln ist der Auftakt zur Suche nach neuen.“ Und weiter: „Die Bedeutung von Krisen ist der Hinweis, den sie liefern, dass ein Anlass für eine Neuausrichtung gekommen ist.“

Das Schweigen von Fauci in den Anhörungen des Kongresses ist aufschlussreich. Seine Bereitschaft, nur von kriecherischen TV-Moderatoren der Mainstream-Medien interviewt zu werden, ebenso. Viele der anderen Lockdowners, die vor einem Jahr noch öffentlich und großspurig auftraten, sind verstummt, senden immer weniger Tweets und Inhalte, die eher heimlich als sicher sind. Die Krise für die Fake-Wissenschaft des Lockdownismus ist vielleicht noch nicht da, aber sie wird kommen.

Kuhn spricht von der Zeit nach der Krise der Wissenschaft als einer Zeit, in der sich ein neues Paradigma herausbildet, das erst im Entstehen begriffen ist und dann mit der Zeit kanonisch — normal — wird. Was wird die Abschottungsideologie ersetzen? Wir können hoffen, dass es die Erkenntnis sein wird, dass die alten Prinzipien der öffentlichen Gesundheit uns gute Dienste geleistet haben, ebenso wie die rechtlichen und moralischen Prinzipien der Menschenrechte und der Beschränkung der Regierungsgewalt.

Jeffrey A. Tucker ist Redaktionsleiter für das American Institute for Economic Research. Er ist Autor von vielen tausend Artikeln in der wissenschaftlichen und populären Presse und neun Büchern in fünf Sprachen, zuletzt Liberty or Lockdown. Er ist auch der Herausgeber von The Best of Mises. Er hält zahlreiche Vorträge zu Themen der Wirtschaft, Technologie, Sozialphilosophie und Kultur.

Redaktionelle Anmerkung: Dieser Beitrag erschien zuerst unter dem Titel „The lockdown-paradigma is collapsing“ im American Institue of Economic Resarch und wurde von Bastian Barucker übersetzt.

Quellen und Anmerkungen:

  1. https://www.newsweek.com/andrew-cuomos-approval-rating-tanks-33-percent-pandemic-high-1573486
  2. https://edition.cnn.com/2021/04/17/politics/ron-desantis-analysis/index.html

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

Dieser Beitrag erschien am 11. Mai 2021 im Rubikon – Magazin für die kritische Masse

+++

Bildquelle:     Steve Sanchez Photos /shutterstock

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Abonniere jetzt den KenFM-Newsletterhttps://kenfm.de/newsletter/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

Bitcoin-Account: https://commerce.coinbase.com/checkout/1edba334-ba63-4a88-bfc3-d6a3071efcc8

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten findest Du hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

32 Kommentare zu: “Der Anfang vom Ende | Von Jeffrey A. Tucker

  1. Passingby sagt:

    Der republikanische US-Senator Rand Paul befragte Dr. Anthony Fauci bei einer Senatsanhörung zur Besprechung der laufenden Regierungsmaßnahmen gegen COVID-19 am 11. Mai 2021 in Washington und das in einer kritischen Art und Weise die in Deutschland undenkbar wäre.

    • Giorgio Plaz sagt:

      Korrekt.

      Im Weiteren gings Herrn Paul darum, herauszufinden
      a) inwiefern Herr Fauci mit einem seiner Projekte direkt oder indirekt "das" Labor in Wuhan finanziell unterstützt hat.

      b) ob eine undichte Stelle im Labor für die Freisetzung des Krankheitserregers verantwortlich gewesen sein könnte.

      c) ob in solchen Bio Labors (in US und China) immer noch an Viren geforscht wird, die bei Freisetzung aus Versehen für uns noch um ein Vielfaches gerährlicher sein könnten, als Covid.

      Quellen: Youtube:

      Exchange between Sen. Rand Paul and Dr. Anthony Fauci
      https://www.youtube.com/watch?v=2MndwrOzDvo

      Interview (auf Fox News – ..wem es nichts ausmacht)
      Rand Paul on 'explosive' hearing with Dr. Fauci
      https://www.youtube.com/watch?v=zX049inRUcY

  2. Melezy Przikap sagt:

    Stefan Wehmeier: "Die Hygiene-Diktatur der Endzeit":

    " […] Ohne Lockdown wäre ab März 2020 der Dax immer weiter gefallen und die klassische deflationäre Abwärtsspirale hätte die Volkswirtschaft lahmgelegt: Fallen die Preise, warten die Käufer – die jederzeit kaufen können – auf noch niedrigere Preise, und die Warenanbieter müssen die Preise weiter senken, um überhaupt noch verkaufen zu können, usw. Mit Lockdown wird die Beschaffung vieler Waren deutlich erschwert, sodass die Käufer eben nicht jederzeit kaufen können. Sie sind froh, wenn sie die Waren überhaupt noch irgendwie bekommen und sind dann bereit, den bisherigen oder sogar einen etwas höheren Preis zu bezahlen. Zwar sinkt durch den Lockdown das BIP, aber kurzfristig wird die Deflation aufgehalten, und das ist das Entscheidende – bzw. der wirkliche Grund für das aktuelle Lockdown-Theater!"

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2021/04/die-hygiene-diktatur-der-endzeit.html

    • How-Lennon sagt:

      Prinzipiell haben Sie vollkommen Recht, lange wird man das Zombie-System nicht mehr künstlich(jetzt mit den CORONA-BILLIONEN) am "Leben" erhalten können. Der Kapitalismus ist eigentlich schon 2009 untergegangen.
      Deflation und Inflation sind die zwei Seiten, der gleichen Medaille: Durch die Prekarisierung(deren Ursache im Zuendegehen der Ressourcen und des Wachstums liegt) der Arbeitswelt der großen Masse, kann sich diese ganz einfach immer weniger leisten – es sei denn sie nimmt Schulden auf(z.B. fürs "Eigenheim"/Auto). Daher fallen die Preise in vielen Bereichen. ABER: Auf der anderen Seite steigen die Preise dramatisch, z.B. bei "besseren" Lebensmitteln wie "Bio" oder Fleisch/Wurst vom Metzger usw., oder Immobilienpreise/Mieten(DIE NICHT IN DIE INFLATION EINGERECHNET WERDEN! Warum wohl?), oder Autopreise…Bald wohl auch das Benzin.
      Man kann es wenden wie man will, der evolutionäre Super-Crash steht uns direkt bevor.

      Dann kommt entweder der Supergau mit unendlichem Chaos, Tod, Leid, Mord und Todschlag ODER "Sozialismus" und strenge Bescheidenheit. Ich bin für letzteres!

    • wasserader sagt:

      Zu How-Lennon :
      " Tod, Leid, Mord "
      Wenn ich an die Sozialismen des 20.Jahrhundets denke
      fallen mir diese Begriffe ein .
      Vom Stalinismus über den Maoismus über den Nationalsozialismus bis PolPot .
      Es waren immer Systeme die DasSoziale als Vorwand für Machtkonzentration und Anwendung von Gewalt hatten.
      … Und der neue Weltsozialismus ist genau auf diesem Weg .

    • How-Lennon sagt:

      @wasserader
      Der Nationalsozialismus war eigentlich ein NationalKAPITALISMUS, genauso wie der neuere China-Kommunismus eigentlich ein Plan-Kapitalismus ist.
      Wieso will denn die große Mehrheit der Kubaner schön bei ihrem "gemütlichen" Sozialismus bleiben? Oder die Venezolaner? Oder die Vietnamesen? Die einzigen, die immer wieder versuchen hinterlistig zu spalten und zu zerstören sind die kaputten Kapitalisten/USA.

      Ich kenne sehr viele (Deutsch-)Russen. Man sagt es (noch) nicht laut, aber es wird vermutet, dass die Mehrheit sich schon wieder nach ihrem Kommunismus zurücksehnt. In Ostdeutschland werden es sicherlich auch immer mehr.

      Wollen Sie zusammen mit Ihrem Gollum-Vermögen im Chaos lieber untergehen?
      Mein herzliches Beileid!

    • wasserader sagt:

      Zu How-Lennon :
      "gemütlichen" Sozialismus in Venezuela ? Haben sie das selbst gesehen ? Oder in Kuba .
      Der Sozialismus in Kuba wird durch radikalen Nationalismus aufrechterhalten – und der reicht nicht aus – Kuba öffnet sich schrittweise dem Kapitalismus .
      Was nun ist in Vietnam Sozialismus ? Da gibt es eine autoritäre Regierung , das Wirtschaftsleben aber ist im Vergleich zu z.B. Deutschland Marktradikal .

      Der Sozialismus war immer Machtkonzentration und es war zweitrangig ob diese über Kapitalisten oder das Arbeiterparadies läuft. Mit der EU/GreatReset sind wir geradewegs in einen analog dem Nationalsozialismus vom Kapital gesteuerten Sozialismus unterwegs.

    • How-Lennon sagt:

      @wasserader
      Persönlich nicht, aber Bekannte waren auf Kuba im Urlaub. Alle sehr entspannt – wenig Arbeit, wenig Luxus, aber auch wenig Stress und Druck.
      Falls es noch möglich sein wird, werde ich mir das Land anschauen. Außer Costa Rica ist Kuba das einzige Land, das ich in Amerika bereisen würde.

      Habe irgendwo gelesen, dass Sie ein Verfechter der Selbstversorgung sind. Wie stellen Sie sich das vor, bei acht Milliarden Menschen? Und wenn es keine lenkenden/steuernden Instanzen gibt, wer regelt die "Verteilung" der "Parzellen"? Auch eine "real existierende Anarchie" müsste doch irgendwie gesteuert/geregelt werden. Denken Sie, das läuft alles von allein? Oder denken Sie, wir müssen einfach durch das Chaos, das Recht des Stärkeren(körperlich) walten lassen und dann entsteht die neue Welt der Selbstversorgung? Wäre das dann ein Chaotismus? Wäre das Freiheit? Gab es sie überhaupt jemals?

    • wasserader sagt:

      Zu How-Lennon :
      An der Oberfläche ist das Leben in Kuba entspannt , speziell für Touristen,
      die gerne in Hotel-Vollversorgung urlauben und mit der Touristenwährung CUC zwar höhere Preise bezahlen als die Einheimischen, aber auch ein größeres Angebot haben .
      Fährt man individuell mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch das Land ist schnell gravierender Mangel .
      Das beginnt bei den öffentlichen Verkehrsmitteln , die fahren, wenn sie Sprit haben, und das haben sie oft nicht .
      Für elementare Lebensmittel muss stundenlang angestanden werden, wenn es sie denn einmal gibt .
      Wenn sie als Tourist z.B. Seife als Geschenk mithaben, wird ihnen diese schnell und mit großem Dank abgenommen .

      Ein " Verfechter der Selbstversorgung " bin ich nicht,
      Ein Staat zur Organisation einer Gemeinschaft ist sinnvoll .
      Ein Staat ist aber auch eine Machtorganisation die gerne von Interessen abseits der Wähler/des Volkes gekapert wird
      wie wir heute vielfach und mit Vorwand Corona exemplarisch sehen können .

  3. sandra beimer sagt:

    ..iirgendwie irgendetwas mit Wissenschaft. Es gibt keine Pläne und Leute mit Geld/Macht/Einfluss die Banken so ausrauben wollen, dass sie keine Angst haben müssen dafür ins Gefägniss zu gehen. Alles Zufall. Gott hat einen Pasch gewürfelt. Und jetzt gehen sie bitte weiter Bürger, hier gibt es nichts zu sehen.

  4. Oscar Alx sagt:

    The Governor of Wyoming has banned vaccine passports, issuing a directive that states no person should be denied access to any places or services based on their vaccination status. Republican Mark Gordon’s directive outlines that “Vaccine passport programs have the potential to politicize a decision that should not be politicized.” “They would divide our citizens at a time when unity in fighting the virus is essential, and harm those who are medically unable to receive the vaccine,” Gordon noted.
    Gordon also urged that getting a vaccine “is a personal choice based upon personal circumstances.” (Zitiert per Paul Joseph Watson, www.summit.news)

    Applaus!

    • P.Nibel sagt:

      Schon mal daran gedacht, dass dies zu einer Strategie gehören könnte, die Bundesstaaten zu entmachten und eine national einheitliche Regelung einzuführen – SO WIE BEI UNS?
      Oh, bitte – kein Applaus!

    • Oscar Alx sagt:

      @P.Nibel: Der Föderalismus ist den den USA verfassungsmäßig wesentlich stärker verankert als in DE. Und Verfassungsänderungen sind dort nur sehr schwierig durchzuführen.

    • Giorgio Plaz sagt:

      Föderalismus und Subsidiarität
      Die Staaten der (dis-)United States haben schon Bewegungsspielraum und oft praktische Möglichkeiten, Probleme tatsächlich zu benennen und anzugehen.
      (Florida, Texas, Wyoming und ein paar weitere)

      Soweit ich informiert bin, kann man Washington DC nicht mehr von innen her ändern.

    • P.Nibel sagt:

      @Oscar
      "Sehr schwer" ist nicht "unmöglich"!
      Ich schätze, dass nicht nur in der EU die Nationalstaaten und die nationalen Parlamente abgeschafft werden sollen (steht in Annalenas Programm), sondern im gesamten Einzugsbereich der NATO.
      In der Demokratie waren die Politiker leitende Angestellte des Kapitals und vermittelten den Bürgern dessen Wünsche so, dass die Bürger das akzeptieren konnten, wozu sie gezwungen waren. Durch die Digitaltechnik haben die Kapitalisten jetzt ein Mittel gefunden, mit dem sie ihre Anweisungen DIREKT dem Bürger übermitteln können – ohne Umweg über die Parlamente.
      Das ist viel effektiver und Effektivität ist nun einmal das Lieblingskind der Kapitalisten und nicht die Menschenwürde.
      Gleichzeitig mit der Demokratie wird übrigens auch das Christentum abgeschafft werden, denn die Kapitalisten brauchen auch dieses Werkzeug zur Versklavung der Menschheit nicht mehr, das sie vor 2000 Jahren erdacht haben!

    • Passingby sagt:

      Thank you Oscar Alx for this information . Let us go on this way without picking everything…Apllaus

  5. Hartensteiner sagt:

    Passend hierzu schreiben die Zeitungen über die diesjährigen Urlaubsregelungen.
    Urlaub muss man sich nun als eine Art Spießrutenlauf vorstellen, bei dem zusätzlich zahllose Fallen aufgestellt sind, in die die Menschen hinein laufen können, wenn sie nicht zu 100% wachsam sind.
    Kurz: Wer diesen Sommer an Urlaub denkt, denkt STRESS, denkt GEFAHR, denkt VORSICHT! Denkt quasi "Feind hört mit!".
    URLAUB denken ist mit einem Bein im Kitchen stehen, denn der Staat ist überall.
    Das sollen die Menschen begreifen und sich lieber freiwillig den Lockdown verordnen.
    Frage: Wie nennt man ein Land, einen Staat, ein Regierungssystem, das sich als ein Gefängnis präsentiert?

  6. Giorgio Plaz sagt:

    Ein guter Beitrag von Herrn Tucker.

    Ich habe nur eine kleine Kritik dazu. Der Autor schreibt:
    "die Wissenschaftler (..) hatten spezifische und falsifizierbare Vorhersagen gemacht. Dies war wahrscheinlich ihr größter Fehler."

    Ich finde nicht, dass das überhaupt ein Fehler der "Wissenschaftler" war, sondern ihre Pflicht.

    Jemand, der Vorhersagen macht, die nicht falsifizierbar sind, verletzt ein Grundprinzip der Naturwissenschaften.

    Noch besser für eine "Wissenschaftler" wäre es, überhaupt keine Vorhersagen im Sinne von Prophezeiungen zu machen, sondern sich auf die Erklärung von Vergangenheit bis Gegenwart zu beschränken, falls er über Dinge redet, die nicht allzugut erforscht sind.

  7. Isabelle Emcke sagt:

    https://media.gab.com/system/media_attachments/files/073/854/343/original/5d46f27432b2fd83.mp4

    • Oscar Alx sagt:

      Gibt's vielleicht eine kurze Inhaltsangabe dafür, oder bin ich nur Clickvieh das alles anclickt was Isabelle Ehmke vorgibt?

  8. wasserader sagt:

    Angesprochen wird der Lockdown als medizinische Fehlentwicklung .
    Indizien wie die massive PR und die Instrumentalisierung für Totalüberwachung
    weisen aber deutlich auf ein politisches Komplott,
    bei dem Medizin/Wissenschaft durch Besetzung von Entscheidungsstellung (UNO WHO EU bis zum RK Institut in Deutschland)
    mit politischen Handlangern zu einem Machtinstrument totalitärer Machtinteressen wurde .
    Diese Machtkonstruktion ist genau zu analysieren und deren Vertreter sind anzuklagen .

    • Horst Kaiser sagt:

      Meine Vorbehalte gegenüber den gutgemeinten Ausführungen decken sich mit Ihren Bedenken. Es geht hier nicht um die allmähliche Falsifizierung einer wissenschaftlichen Hypothese bzw. eines Paradigmas wie Kuhn es wissenschaftsgeschichtlich beschreibt, sondern – mit Foucault zu reden -: es geht um einen sehr komplexen Machtkampf, bei dem die gegnerischen Lager nicht durch eine säuberliche Frontlinie getrennt sind, sondern sich in einem komplizierten, nicht militärisch geführten Kriegsgeschehen unentwegt umgruppieren, sich rekonstituieren, wobei jedes der kämpfenden Lager versucht, Teile des feindlichen Lagers auf seine Seite zu ziehen. Dabei ist es ein – noch – asymetrischer Kampf. Auf Seiten der Machthaber kämpfen neben Regierung und den meisten Parteien die meisten Rekruten des staatlichen Repressionsapparats, der Mainstreammedien, der gekauften Wissenschaft, der Bevölkerung, des Gesundheitssystems, einige Wirtschaftsbranchen, viele Eltern, Lehrer etc., und dieses Lager vernetzt sich mit der Macht internationaler Plutokraten etc. Aber unentwegt verschieben sich die Machtverhältnisse. Keine der Gruppierungen lässt sich nur einem Lager zuordnen. Die Bürgerrechtsbewegung gewinnt an Zulauf, aber zugleich auch die Vakzinisten. Wenn prominente Künstler öffentlich sich von den Coronoikern sich distanzieren, läuft die Maschinerie der MSM heiß. Bemerkenswert: viele befinden sich im Krieg und wollen es nicht wahrhaben, dass sie Kämpfer und Bekämpfte sind. Wenn da nun aktuell das Coronoia-Lager an Zulauf verliert, dann ist das eine Verschiebung in einem kollektiven Machtkampf und nicht eine Falsifizierung eines wissenschaftlichen Paradigmas auf dem Forum der Wissenschaft. Gerade das vom Autor weitgehend noch vorausgesetzte Feld streibarer, von Fairness inspirierter Wissenschaft kann nicht mehr vorausgesetzt werden, die "Wissenschaft" ist längst mit in den Sog dieser polit-ökonomisch-medialen Machtkämpfe hineingezogen. Man könnte sagen, der Autor folgt in seiner Interpretation einem selber schon obsolet gewordenen ideologischen Paradigma: der deutet die Machtkämpfe nach dem Paradigma der Aufklärung als Prozess kollektiven Irrtums und und kollektiver Korrektur und blendet die von Foucault immer wieder thematisierte vertrackte Verschränkung von kollektiven Aufklärungsprozessen und Machtkämpfen aus.
      – mfG

    • wasserader sagt:

      Die Wissenschaft als Institutionen sind instrumentalisiert,
      während in der breiten Bevölkerung doch noch Aufklärung und Wissenschaft Entscheidungskriterien sind
      und der Widerstand mit den unsachlichen Coronamaßnahmen steigt .

      Habe vor Kurzem wieder einmal in Michel Foucault Buch
      "Vom Licht des Krieges zur Geburt der Geschichte" aufgemacht. ,
      in dem er den Krieg als Essenz der Geschichte sieht und Machiavellis Behauptung, der Krieg sei die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln als Umkehrung einer damals schon bekannten Erkenntnis sieht .

      Angesichts der realen Politik kann man die Erkenntnis des permanenten Krieges, der nur nicht immer mit Waffen ausgetragen wird, gut nachvollziehen .

  9. vizero sagt:

    Dies scheint mir einer der schwächeren Beiträge hier zu sein, die Zusammenhänge etwas vereinfachend, mal abgesehen davon, dass die Rolle von Chrustschow nicht ganz richtig dargestellt wurde, seine Vorhaben wurden zun langsam umgesetzt und seine Nachfolger, die ihn gestürzt haben sind diejenigen, die das System an die Wand gefahren haben…übrigens haben sie ihren Putsch mit US- Geheimdienst- Unterstützung gemacht, wie man munkelt.

  10. Canto sagt:

    Gouverneurin von South Dakota erklärt (mit Deutschen Untertiteln), warum sie nie im Lockdown waren

    https://www.youtube.com/watch?v=DNguN1gCEYQ

    • Passingby sagt:

      Danke für den Hinweis Canto ; es soll nichts beschönigt oder idealisiert werden (sie ist auch konservativ) , aber wenn man diese Perle sieht, geht einem das Herz auf.

  11. Hartensteiner sagt:

    Zunächst fällt mir auf, dass Jeffrey Tucker eine Reihe von Ländern erwähnt, nicht aber die BRD. Deutschland ist anders. Du brauchst nur hinaus auf die Straße zu gehen – davon, etwa ohne Maske in Geschäfte zu gehen oder ungeimpft in die Schule, will ich gar nicht erst anfangen – um zu erkennen, dass sich die Masse der Deutschen ihre Religion so schnell nicht mehr nehmen lassen will. Hat man es doch bisher geschafft, mit seinem Glauben jeglicher Vernunft zu widerstehen, sich die Ohren Odysseus gleich mit Wachs gegen jede Frage, jede Kritik zu verstopfen, um sich diese neue Sicherheit, dieses Neue Normal, von irgendwem nehmen zu lassen? Nicht doch. Der Kampf um die vorderen Plätze in den Schlangen vor den Impfzentren, der Kampf gegen aussätzige Nichtmaskenträger, der Kampf um die Zugehörigkeit zu den Privilegierten (Geimpften), die wiederum das eine oder andere Bruchstück der nunmehr als Privilegien erteilten Grundrechte zu ergattern hoffen, geht ungebremst weiter. Deutschland hat mit seiner neuen Religion endlich zu einer neuen Identität gefunden.
    Und das wollt ihr "uns" nehmen? Das geht gar nicht.

    • Loveisthekey sagt:

      Sie haben endlich ihre ganz persönliche Daily-Reality-Soap bekommen. Pandemie läuft, aber Angst muss man nicht haben – schließlich kennt kaum jemand jemanden der …

      Ab und an lese ich in einem der größten Medienforen im Covid-Thread – da schreiben die ganzen Trash-TV-Junkies. Um mal zu checken, wie die Anderen so drauf sind. Da ist jeder 2. ein selbsternannter kleiner Virologe, man tauscht sich über die Inzidenzien in den versch. Bundesländern aus und will einstimmig Maibock wählen. Alle bekräftigen sich, man müsse zusammenhalten und Merkel hätte ja auch gesagt: Wir schaffen das! Ich hab' mich da auch mal angemeldet und wurde, nachdem ich nur ein einziges Posting mit einem Link abgegeben hatte, sofort gesperrt.

    • Oscar Alx sagt:

      @Loveis… Das Problem kenne ich ;). Ich habe auf einer dieser pseudolinken Websites, wo ich mehr als 400 Posts hatte, auf https://www.youtube.com/watch?v=Xc0Kysti6Kc verlinkt, mit dem Begleittext "Hier ist was Kary Mulli, der Erfinder des PCR-Tests über den Test denkt" verlinkt. Mein Account ist sofort getötet worden. In dem kurzen Video spricht nur Mulli, immerhin Nobelpreisträger, ohne sonstige begleitende Interpretation.

  12. P.Nibel sagt:

    Neeebelkerzen! Leute, kauft Neeebelkerzen! Beim billigen Jacob gibt´s heute Neeebelkerzen…

  13. Passingby sagt:

    ein bewundernswerter junger Mann mit Zivilcourage. (Nicolas Rimoldi)

    Thema
    Ja, und es gibt auch noch wunderbare Politiker in den USA.
    2 Beispiele
    -Kristi Noem – South Dakota
    -Ron De Santis – Florida
    u.a.

    Das gibt Zuversicht und Kraft. Sollte uns Amerika am Ende des Tages vor den Transhumanisten retten ? Es wäre tatsächlich die Renaissance des “amerikanischen Traumes”, den ich wünsche.

    Vielen Dank an Jeffrey A. Tucker für diesen Einblick.

Hinterlasse eine Antwort