KenFM zeigt: Der Einfluss der USA auf Europa – Die USA-EU-Russland-Krise

Die USA sind keine echte Demokratie. Das waren sie nie. In den USA herrscht eine winzige, kleine Elite.

Ihr Werkzeugkoffer ist im Wesentlichen der Militärisch-Industrielle-Komplex, flankiert von Finanzdienstleistern, Medien und diversen Denk-Fabriken.

Das Ziel dieser Elite definiert sich aus deren Selbstbild. In Übersee hält man sich für von Gott persönlich auserwählt und mehr. Die USA erkennen in jedem, der nicht nach ihrer neoliberalen Pfeife tanzt, den Feind, den es auszuschalten gilt. Egal mit welchen Methoden.

So hat das Land der unbegrenzten Möglichkeiten die Welt außerhalb der USA in Einflusszonen aufgeteilt. Europa gehört dazu.

Hier leben Vasallen mit beschränkter Souveränität. Die Aufgabe dieser Vasallen besteht vor allem in der Aufgabe, Eroberungskriege der US-Elite zu unterstützen. Im Gegenzug landet man nicht auf der Feindesliste und wird sogar an Teilen der Beute beteiligt. Aktuell ist Russland zum Abschuss freigegeben und die Bundesregierung unternimmt wenig, um einem Feldzug vorzubeugen.

Damit die von Krieg betroffenen Völker der Vasallen-Staaten ihren Regierungen nicht an die Kehle springen, werden sie in einem scheindemokratischen System zum Narren gehalten. Egal, wen oder was sie wählen, über Krieg und Frieden entscheidet das Pentagon und die NATO, die die Befehle ausgibt.

Dr. Wolfgang Bittner nimmt bei seinem Vortrag „Der Einfluss der USA auf Europa – Die USA-EU-Russland-Krise “ kein Blatt vor den Mund, wenn er den brandgefährlichen Status quo beschreibt.

Zugeschaltet wird ihm Willy Wimmer, der den Großteil seines politischen Lebens mit Verteidigungsaufgaben verbrachte. Ein Insider, wenn es um Europäische „Sicherheitspolitik“ geht.

Wir befinden uns in Europa auf Kollisionskurs mit Moskau und das ist von Washington so gewollt. Dieses Selbstmordkommando kann nur überleben, wer erkennt, dass das sogenannte demokratische System längst an „Die Märkte“ verschachert wurde. Ohne zivilen Ungehorsam ist der Frieden speziell in Europa nicht mehr zu retten, denn Krieg, auch mit Kernwaffen, ist für den Kapitalismus keine Panne, sondern Teil des Betriebssystems.

Inhaltsübersicht:

00:06:29 Vortrag Wolfgang Bittner: Eine Chronik und Analyse der Ukraine-Krise im Spiegel der Berichterstattung westlicher Medien

00:51:36 Perspektiven für die Zukunft: Das Verhältnis zwischen USA, EU und Russland

00:55:53 Vortrag Willy Wimmer: Die Deutsche Rolle in der globalen Sicherheits-und Finanzpolitik, die Verantwortung westlicher Bündnispartner für internationale Krisenherden und die Bedeutung einer defensiven Verteidigungspolitik für ein geschichtsbewusstes Europa

01:22:50 Publikumsdiskussion mit Wolfgang Bittner: Fragen, Antworten, Statements

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36 Kommentare zu: “KenFM zeigt: Der Einfluss der USA auf Europa – Die USA-EU-Russland-Krise

  1. Rede von Putin anläßlich der 43. Münchner Sicherheitskonferenz:

    „Ich denke, dass für die heutige Welt das monopolare Modell nicht nur ungeeignet, sondern überhaupt unmöglich ist“

    Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf der 43. Münchner „Sicherheitskonferenz“ in deutscher Übersetzung

    Putins Rede auf der Münchner Konferenz zu Fragen der Sicherheitspolitik überraschte die Teilnehmer und die Öffentlichkeit. Von „Eröffnung des Kalten Krieges“ bis zu „Putin droht den USA“ war in der Presse hier zu Lande die Rede. Damit sich die Leser ein eigenes Bild über Putins Rede machen können, hat die russische Internetzeitung russland.ru die Rede ins Deutsche übersetzt. Wir dokumentieren die Rede nachfolgend im vollen Wortlaut. Die Zwischenüberschriften in Putins Rede haben wir der besseren Lesbarkeit Willen selbst eingefügt.
    Interessant gestaltete sich auch die anschließende Diskussion, in deren Verlauf Putin eine Menge Fraghen beantworten musste. Hier geht es zur Abschrift der Diskussion:
    „Bei allen Meinungsdifferenzen betrachte ich den Präsidenten der Vereinigten Staaten als meinen Freund“
    Zur englischen Version der Rede geht es hier:
    „The unipolar model is unacceptable in today’s world“.
    Wer die Rede im russischen Original lesen möchte, geht auf die offizielle Seite des Präsidenten:
    http://www.kremlin.ru.

    Wladimir Putin: Rede auf der Münchner Konferenz zu Fragen der Sicherheitspolitik*

    Vielen Dank, verehrte Frau Kanzlerin, für die Einladung, an den Tisch der Konferenz, die Politiker, Militärs, Unternehmer und Experten aus mehr als 40 Ländern der Welt zusammengeführt hat.

    Das Format der Konferenz gibt mir die Möglichkeit, der „übertriebenen Höflichkeit“ zu entgehen, mit geschliffenen, angenehmen, aber leeren diplomatischen Worthülsen sprechen zu müssen. Das Format der Konferenz erlaubt, das zu sagen, was ich wirklich über die Probleme der internationalen Sicherheit denke. Und wenn meine Überlegungen meinen Kollegen allzu polemisch oder ungenau erscheinen, ärgern Sie sich bitte nicht über mich – es ist doch nur eine Konferenz. Und ich hoffe, dass nicht schon nach zwei, drei Minuten meines Auftrittes Herr Teltschik das „Rotlicht“ aufleuchten lässt.

    Also. Es ist bekannt, dass die Problematik der internationalen Sicherheit bedeutend breiter ist als die Fragen der militärpolitischen Stabilität. Dazu gehören die Beständigkeit der Weltwirtschaft, die Überwindung der Armut, die ökonomische Sicherheit und die Entwicklung des Dialogs zwischen den Zivilisationen.

    Dieser allumfassende, unteilbare Charakter der Sicherheit drückt sich auch in seinem Grundprinzip aus: „Die Sicherheit des Einzelnen – das ist die Sicherheit aller“. Wie sagte doch Franklin Roosevelt schon in den ersten Tagen des II. Weltkrieges: „Wo auch immer der Frieden gebrochen wird, ist er gleichzeitig überall bedroht und in Gefahr.“

    Diese Worte haben bis heute ihre Aktualität behalten. Davon zeugt übrigens auch das Thema unserer Konferenz, so wie es hier geschrieben steht: „Globale Krisen – globale Verantwortung“.

    Die monopolare Welt

    Vor gerade einmal zwei Jahrzehnten war die Welt ideologische und wirtschaftlich zerbrochen, aber ihre Sicherheit garantierten die gewaltigen strategischen Potenziale zweier Supermächte.

    Der globale Gegensatz schob äußerst drängende ökonomische und soziale Fragen an den Rand der internationalen Beziehungen und Tagesordnungen. Und wie jeder Krieg hinterließ uns auch der „kalte Krieg“ – bildlich ausgedrückt – „Blindgänger“. Ich meine damit ideologische Stereotypen, doppelte Standards, irgendwelche Schablonen des Blockdenkens.

    Die nach dem „Kalten Krieg“ vorgeschlagene monopolare Welt kam auch nicht zu Stande.

    Die Menschheitsgeschichte kennt natürlich auch Perioden monopolaren Zustandes und des Strebens nach Weltherrschaft. Alles war schon mal da in der Geschichte der Menschheit. Aber was ist eigentlich eine monopolare Welt? Wie man diesen Terminus auch schmückt, am Ende bedeutet er praktisch nur eines: es gibt ein Zentrum der Macht, ein Zentrum der Stärke, ein Entscheidungs-Zentrum.

    Es ist die Welt eines einzigen Hausherren, eines Souveräns. Und das ist am Ende nicht nur tödlich für alle, die sich innerhalb dieses Systems befinden, sondern auch für den Souverän selbst, weil es ihn von innen zerstört.

    Das hat natürlich nichts mit Demokratie gemein. Weil Demokratie bekanntermaßen die Herrschaft der Mehrheit bedeutet, unter Berücksichtigung der Interessen und Meinungen der Minderheit.

    Nebenbei gesagt, lehrt man uns – Russland – ständig Demokratie. Nur die, die uns lehren, haben selbst, aus irgendeinem Grund, keine rechte Lust zu lernen.

    Ich denke, dass für die heutige Welt das monopolare Modell nicht nur ungeeignet, sondern überhaupt unmöglich ist. Nur nicht, weil für eine Einzel-Führerschaft in der heutigen, gerade in der heutigen, Welt weder die militärpolitischen, noch die ökonomischen Ressourcen ausreichen. Aber was noch wichtiger ist – das Modell selbst erweist sich als nicht praktikabel, weil es selbst keine Basis hat und nicht die sittlich-moralische Basis der modernen Zivilisation sein kann.

    „Heute beobachten wir eine fast unbegrenzte, hypertrophierte Anwendung von Gewalt in den internationalen Beziehungen“

    Damit ist alles, was heute in der Welt geschieht – und wir fangen jetzt erst an, darüber zu diskutieren – eine Folge der Versuche, solch eine Konzeption der monopolaren Welt, in der Welt einzuführen.

    Und mit welchem Ergebnis?

    Einseitige, oft nicht legitime Handlungen haben nicht ein einziges Problem gelöst. Vielmehr waren sie Ausgangspunkt neuer menschlicher Tragödien und Spannungsherde. Urteilen Sie selbst: Die Kriege, die lokalen und regionalen Konflikte sind nicht weniger geworden. Herr Teltschik hat ganz leicht daran erinnert. Und es sterben nicht weniger Menschen bei diesen Konflikten als früher, sondern sogar mehr. Bedeutend mehr!

    Heute beobachten wir eine fast unbegrenzte, hypertrophierte Anwendung von Gewalt –militärischer Gewalt – in den internationalen Beziehungen, einer Gewalt, welche eine Sturmflut aufeinander folgender Konflikte in der Welt auslöst. Im Ergebnis reichen dann nicht die Kräfte für eine komplexe Lösung wenigstens eines dieser Konflikte. Eine politische Lösung ist ebenfalls unmöglich.

    Wir sehen eine immer stärkere Nichtbeachtung grundlegender Prinzipien des Völkerrechts. Mehr noch – bestimmte Normen, ja eigentlich fast das gesamte Rechtssystem eines Staates, vor allem, natürlich, der Vereinigten Staaten, hat seine Grenzen in allen Sphären überschritten: sowohl in der Wirtschaft, der Politik und im humanitären Bereich wird es anderen Staaten übergestülpt. Nun, wem gefällt das schon?

    In den internationalen Angelegenheiten begegnet man immer öfter dem Bestreben, die eine oder andere Frage ausgehend von einer so genannten politischen Zielgerichtetheit auf der Grundlage der gegenwärtigen politischen Konjunktur zu lösen.

    Das ist allerdings äußerst gefährlich. Es führt dazu, dass sich schon niemand mehr in Sicherheit fühlt. Ich will das unterstreichen – niemand fühlt sich mehr sicher! Weil sich niemand mehr hinter dem Völkerrecht wie hinter einer schützenden Wand verstecken kann. Eine solche Politik erweist sich als Katalysator für das Wettrüsten.

    Die Dominanz des Faktors Gewalt löst in einer Reihe von Ländern den Drang nach dem Besitz von Massenvernichtungswaffen aus. Mehr noch – es erschienen ganz neue Bedrohungen, die zwar früher schon bekannt waren, aber heute globalen Charakter annehmen, wie der Terrorismus.

    Ich bin überzeugt, dass wir heute an einem Grenzpunkt angelangt sind, an dem wir ernsthaft über die gesamte Architektur der globalen Sicherheit nachdenken sollten.

    Man muss ablassen von der Suche nach einer ausgeklügelten Balance der Interessen aller international handelnden Subjekte. Umso mehr, als sich gerade jetzt die „internationale Landschaft“ so spürbar und so schnell ändert, und zwar auf Grund der wirtschaftlichen Entwicklung einer ganzen Reihe von Staaten und Regionen.

    Die Frau Bundeskanzlerin hat schon darauf aufmerksam gemacht. So ist das summierte BIP Indiens und Chinas hinsichtlich der paritätischen Kaufkraft schon größer als das der USA. Das gleichermaßen berechnete BIP der BRIC-Staaten – Brasilien, Russland, Indien und China- übersteigt das BIP der EU. Nach Auffassung der Experten wird diese Entwicklung weiter anhalten.

    Es besteht kein Zweifel, dass das wirtschaftliche Potenzial neuer Wachstumszentren auf der Welt unausweichlich auch in politischen Einfluss umschlägt und die Multipolarität stärkt.

    In diesem Zusammenhang wächst auch ernsthaft die Rolle der mehrseitigen Diplomatie. Offenheit, Transparenz und Berechenbarkeit sind in der Politik ohne Alternative, aber die Anwendung von Gewalt sollte eine ebenso ausgeschlossen sein, wie die Anwendung der Todesstrafe in den Rechtssystemen einiger Staaten.

    Wir beobachten aber heute, im Gegenteil, dass Länder, in denen die Anwendung der Todesstrafe sogar gegenüber Mördern und anderen gefährlichen Verbrechern verboten ist, ungeachtet dessen man militärischen Aktionen teilnehmen, die schwerlich als legitim zu bezeichnen sind. Doch bei diesen Konflikten sterben Menschen – Hunderte, Tausende friedlicher Menschen!

    Gleichzeitig stellt sich die Frage: Sollen wir etwa untätig und willenlos auf die verschiedenen inneren Konflikte in einzelnen Ländern starren, auf das Treiben autoritärer Regimes, von Tyrannen, auf die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen? Genau hierin lag das Wesen der Frage, die der Bundeskanzlerin von unserem verehrten Kollegen Lieberman gestellt wurde. Das ist tatsächlich eine ernsthafte Frage! Können wir unbeteiligt zusehen, was passiert? Natürlich nicht.

    „Man darf die UNO nicht durch die NATO oder die EU ersetzen“

    Aber haben wir die Mittel, um diesen Bedrohungen zu widerstehen? Natürlich haben wir sie. Wir brauchen uns nur an die jüngste Geschichte zu erinnern. Haben wir nicht in unserem Land einen friedlichen Übergang zur Demokratie vollzogen? Es hat doch eine friedliche Transformation des sowjetischen Regimes stattgefunden. Und was für eines Regimes! Mit welcher Menge an Waffen, darunter Kernwaffen! Warum muss man jetzt, bei jedem beliebigen Vorkommnis, bombardieren und schießen. Es kann doch nicht sein, dass es uns bei einem Verzicht auf die Androhung gegenseitiger Vernichtung an politischer Kultur und Achtung vor den Werten der Demokratie und des Rechts fehlt.

    Ich bin überzeugt, dass der einzige Mechanismus zur Entscheidung über die Anwendung von Gewalt als letzte Maßnahme nur die UN-Charta sein darf. In diesem Zusammenhang habe ich auch nicht verstanden, was kürzlich der Verteidigungsminister Italiens gesagt hat, oder er hat sich unklar ausgedrückt. Ich habe jedenfalls verstanden, dass die Anwendung von Gewalt nur dann als legitim gilt, wenn sie auf der Grundlage einer Entscheidung der NATO, der EU oder der UNO basiert. Wenn er das tatsächlich meint, dann haben wir verschiedene Standpunkte. Oder ich habe mich verhört. Legitim ist eine Anwendung von Gewalt nur dann zu nennen, wenn ihr ein UNO-Beschluss zu Grunde liegt. Und man darf die UNO nicht durch die NATO oder die EU ersetzen. Und wenn die UNO wirklich die Kräfte der internationalen Gemeinschaft vereint, die tatsächlich auf Ereignisse in einzelnen Staaten reagieren können, wenn wir uns von der Nichtbeachtung internationalen Rechts abkehren, dann kann sich die Situation ändern. Im anderen Fall gerät die Situation nur in eine Sackgasse und es häufen sich die schweren Fehler. Zugleich muss man erreichen, dass das Völkerrecht universalen Charakter erhält, sowohl im Verständnis, wie auch in der Anwendung der Normen.

    Man darf nicht vergessen, dass demokratische Handlungen in der Politik unbedingt eine Diskussion und sorgfältige Ausarbeitung von Entscheidungen voraussetzt.

    „Abrüstungs-Stau“

    Sehr geehrte Damen und Herren!

    Die potenzielle Gefahr einer Destabilisierung der internationalen Beziehungen ist auch mit einem Abrüstungs-Stau verbunden.

    Russland tritt für die Wiederaufnahme des Dialogs zu dieser wichtigen Frage ein.

    Es ist wichtig, die Beständigkeit der völkerrechtlichen Basis für die Abrüstung zu sichern, gleichzeitig auch die Fortführung des Prozesses der Reduzierung der Kernwaffen zu gewährleisten.

    Wir haben mit den USA den Abbau unserer strategischen Kernwaffenpotenziale auf 1700 – 2200 Sprengköpfe bis Ende 2012 vereinbart. Russland beabsichtigt, die übernommenen Verpflichtungen streng einzuhalten. Wir hoffen, dass unsere Partner genauso transparent handeln und nicht für einen „schwarzen Tag“ ein paar Hundert Sprechköpfe zurücklegen. Und wenn uns heute der neue Verteidigungsminister der USA erklärt, dass die Vereinigten Staaten diese überzähligen Sprengköpfe nicht in Lagern, nicht unter dem Kopfkissen und auch nicht unter der Bettdecke verstecken, dann schlage ich vor, dass sich alle erheben und stehend applaudieren. Das wäre eine sehr wichtige Erklärung.

    Russland hält sich weiterhin streng, wie auch bisher, an die Verträge über die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen und die vielseitigen Kontrollregimes für Raketentechnologie. Die in diesen Dokumenten festgehaltenen Prinzipien tragen universellen Charakter.

    In diesem Zusammenhang möchte ich daran erinnern, dass die UdSSR und die USA in den 80er Jahren einen Vertrag über die Liquidierung einer ganzen Klasse von Raketen geringer und mittlerer Reichweite unterzeichnet haben, aber einen universellen Charakter hat dieses Dokument nicht erhalten.

    Heute haben schon eine Reihe Staaten solche Raketen: Die Koreanische Volksdemokratische Republik, die Republik Korea, Indien, Iran, Pakistan, Israel. Viele andere Staaten der Welt projektieren solche Systeme und planen, sie mit Waffen zu bestücken. Nur die USA und Russland haben sich verpflichtet, keine solchen Waffensysteme zu bauen.

    Klar, dass wir unter solchen Bedingungen über die Gewährleistung unserer eigenen Sicherheit nachdenken müssen.

    Die Militarisierung des Weltalls

    In Verbindung damit dürfen wir keine neuen destabilisierenden hochtechnologischen Waffenarten zulassen. Nicht zu reden von Maßnahmen zur Erschließung neuer Sphären der Konfrontation, vor allem im Kosmos. „Star Wars“ sind bekanntermaßen längst keine Utopie mehr, sondern Realität. Schon Mitte der 80er Jahre (des vergangenen Jahrhunderts) haben unsere amerikanischen Partner in der Praxis einen ihrer eigenen Satelliten gekapert.

    Die Militarisierung des Weltraums kann, nach Auffassung Russlands, für die Weltgemeinschaft unvorhersehbare Folgen provozieren – nicht weniger als zu Beginn der Kernwaffenära. Wir haben nicht nur einmal Initiativen vorgelegt, die auf den Verzicht auf Waffen im Kosmos gerichtet waren.

    Ich möchte Sie heute darüber informieren, dass wir einen Vertragsentwurf über die Vermeidung einer Stationierung von Waffen im Weltraum vorbereitet haben. In der nächsten Zeit wird er allen Partnern als offizieller Vorschlag zugeleitet werden. Lassen sie uns gemeinsam daran arbeiten.

    Uns beunruhigen auch Pläne zum Aufbau von Elementen eines Raketenabwehrsystems in Europa. Wer braucht eine neue Runde eines in diesem Falle unausweichlichen Wettrüstens? Ich zweifele zutiefst daran, dass es die Europäer selbst sind.

    Über Raketenwaffen, die, um tatsächlich Europa gefährden können, eine Reichweite von 5000 – 8000 Kilometern haben müssen, verfügt keines dieser so genannten „Problemländer“. Und in der absehbaren Zukunft werden sie auch keine haben, nicht einmal die Aussicht darauf. Selbst der hypothetische Start einer nordkoreanischen Rakete in Richtung des Territoriums der USA über Westeuropa hinweg, widerspricht allen Gesetzen der Ballistik. Wie man bei uns in Russland sagt, ist das so, „wie wenn man sich mit der linken Hand am rechten Ohr kratzt“.

    Vertrag über die konventionellen Streitkräfte in Europa

    Weil ich gerade hier in Deutschland bin, kann ich nicht umhin, an den kritischen Zustand des Vertrages über die konventionellen Streitkräfte in Europa zu erinnern.

    Der adaptierte Vertrag über die konventionellen Streitkräfte in Europa wurde 1999 unterzeichnet. Er berücksichtigte die neue geopolitische Realität – die Liquidierung des Warschauer Paktes. Seither sind sieben Jahre vergangen, und nur vier Staaten haben dieses Dokument ratifiziert, darunter die Russische Föderation.

    Die NATO-Länder haben offen erklärt, dass sie den Vertrag, einschließlich der Festlegungen über Begrenzungen bei der Stationierung einer bestimmten Stärke von Streitkräften an den Flanken, so lange nicht ratifizieren werden, bis Russland seine Basen in Moldawien und Georgien schließt. Aus Georgien ziehen unsere Truppen ab, sogar im Eiltempo. Diese Probleme haben wir mit unseren georgischen Kollegen geklärt, wie allen bekannt sein dürfte. In Moldawien verbleibt eine Gruppierung von anderthalb Tausend Wehrpflichtigen, die friedensfördernde Aufgaben erfüllen und Munitionslager bewachen, die noch aus Zeiten der UdSSR übrig geblieben sind. Wir sind ständig im Gespräch mit Herrn Solana über diese Probleme und er kennt unsere Position. Wir sind bereit, auch weiterhin in dieser Richtung zu arbeiten.

    Die NATO-Erweiterung ist ein „provozierender Faktor“

    Aber was geschieht zur selben Zeit? In Bulgarien und Rumänien entstehen so genannte leichte amerikanische Vorposten-Basen mit jeweils 5000 Mann. Das bedeutet, dass die NATO ihre Stoßkräfte immer dichter an unsere Staatsgrenzen heranbringt, und wir, die wir uns streng an den Vertrag halten, in keiner Weise auf dieses Vorgehen reagieren.

    Ich denke, es ist offensichtlich, dass der Prozess der NATO-Erweiterung keinerlei Bezug zur Modernisierung der Allianz selbst oder zur Gewährleistung der Sicherheit in Europa hat. Im Gegenteil, das ist ein provozierender Faktor, der das Niveau des gegenseitigen Vertrauens senkt. Nun haben wir das Recht zu fragen: Gegen wen richtet sich diese Erweiterung? Und was ist aus jenen Versicherungen geworden, die uns die westlichen Partner nach dem Zerfall des Warschauer Vertrages gegeben haben? Wo sind jetzt diese Erklärungen? An sie erinnert man sich nicht einmal mehr. Doch ich erlaube mir, vor diesem Auditorium daran zu erinnern, was gesagt wurde. Ich möchte ein Zitat von einem Auftritt des Generalsekretärs der NATO, Herrn Wörner, am 17. Mai 1990 in Brüssel bringen. Damals sagte er: „Schon der Fakt, dass wir bereit sind, die NATO-Streitkräfte nicht hinter den Grenzen der BRD zu stationieren, gibt der Sowjetunion feste Sicherheitsgarantien.“ Wo sind diese Garantien?

    Die Steine und Betonblocks der Berliner Mauer sind schon längst zu Souvenirs geworden. Aber man darf nicht vergessen, dass ihr Fall auch möglich wurde dank der historischen Wahl, auch unseres Volkes, des Volkes Russlands, eine Wahl zugunsten der Demokratie und Freiheit, der Offenheit und echten Partnerschaft mit allen Mitgliedern der großen europäischen Familie.

    Jetzt versucht man, uns schon wieder neue Teilungslinien und Mauern aufzudrängen –wenn auch virtuelle, trotzdem trennende, die unseren gesamten Kontinent teilen. Soll es nun etwa wieder viele Jahre und Jahrzehnte dauern und den Wechsel von einigen Politiker-Generationen, um diese neuen Mauern zu „demontieren“?

    Sehr geehrte Damen und Herren!

    Wir treten eindeutig für die Festigung des Regimes der Nichtweiterverbreitung ein. Die bestehende völkerrechtliche Basis erlaubt es, eine Technologie zur Herstellung von Kernbrennstoff für friedliche Zwecke auszuarbeiten. Und viele Länder wollen auf dieser Grundlage eigene Kernenergie erzeugen als Basis ihrer energetischen Unabhängigkeit. Aber wir verstehen auch, dass diese Technologien schnell für den Erhalt waffenfähigen Materials transformiert werden können.

    Das iranische Nuklearprogramm

    Das ruft ernsthafte internationale Spannungen hervor. Das deutlichste Beispiel dafür ist die Situation um das iranische Atomprogramm. Wenn die internationale Gemeinschaft nicht eine kluge Entscheidung zur Lösung dieses Interessenkonflikts ausarbeitet, wird die Welt auch künftig von solchen destabilisierenden Krisen erschüttert werden, weil es mehr Schwellenländer gibt als den Iran, wie wir alle wissen. Wir werden immer wieder mit der Gefahr der Weiterverbreitung von Massenvernichtungsmitteln konfrontiert werden.

    Im vergangenen Jahr hat Russland eine Initiative zur Schaffung multinationaler Zentren zur Urananreicherung vorgelegt. Wir sind dafür offen, solche Zentren nicht nur in Russland zu schaffen, sondern auch in anderen Ländern, wo eine legitime friedliche Kernenergiepolitik existiert. Staaten, welche die Erzeugung von Atomenergie entwickeln wollen, könnten garantiert Brennstoff über die unmittelbare Beteiligung an der Arbeit dieser Zentren erhalten, unter strenger Kontrolle der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEO).

    Mit dem russischen Vorschlag im Einklang stehen auch die jüngsten Initiativen des USA-Präsidenten George W. Bush. Ich meine, dass Russland und die USA objektiv und in gleichem Maße an einer Verschärfung des Regimes der Nichtweiterverbreitung von Massenvernichtungsmitteln und den Mitteln ihrer Erlangung interessiert sind. Gerade unsere Länder, die mit ihrem Kernwaffen- und Raketenpotenzial an der Spitze stehen, sollten sich auch an die Spitze stellen bei der Ausarbeitung neuer, härterer Maßnahmen bei der Nichtweiterverbreitung. Russland ist dazu bereit. Wir führen Konsultationen mit unseren amerikanischen Freunden.

    Internationale Zusammenarbeit im Energie-Sektor

    Insgesamt sollten wir über die Schaffung eines ganzen Systems politischer Hebel und ökonomischer Anreize reden, unter denen die Staaten interessiert sind, nicht eigene Möglichkeiten für Kernbrennstoff-Zyklen zu schaffen, und trotzdem die Gelegenheit hätten, die Kernenergie für die Stärkung ihres Energiepotenzials zu nutzen.

    In diesem Zusammenhang verweile ich etwas länger bei der internationalen Zusammenarbeit im Energiebereich. Die Frau Bundeskanzlerin hat ebenfalls kurz zu diesem Thema gesprochen. Im Energiebereich orientiert sich Russland auf die Schaffung von für alle einheitlichen Marktprinzipien und transparenter Bedingungen. Es ist offensichtlich, dass der Preis für Energieträger sich dem Markt anpassen muss und nicht zum Spielball politischer Spekulationen, ökonomischen Drucks oder von Erpressung sein darf.

    Wir sind offen für Zusammenarbeit. Ausländische Unternehmen beteiligen sich an unseren größten Projekten zur Energiegewinnung. Nach unterschiedlichen Einschätzungen entfallen bis zu 26 Prozent des in Russland geförderten Erdöls – merken Sie sich bitte diese Zahl! – auf ausländisches Kapital. Versuchen Sie bitte, mir ein Beispiel von einer ähnlich breiten Beteiligung russischer Unternehmen an Schlüsselbereichen der Wirtschaft westlicher Staaten zu nennen. Es gibt keine!

    Ich erinnere auch an das Verhältnis von Investitionen, die nach Russland kommen, und jener, die aus Russland in andere Länder auf der Welt gehen. Dieses Verhältnis ist etwa 15:1. Hier haben Sie ein leuchtendes Beispiel für die Offenheit und Stabilität der russischen Wirtschaft.

    Russland und die Welthandelsorganisation (WTO)

    Wirtschaftliche Sicherheit, das ist die Sphäre, in der sich alle an einheitliche Prinzipien halten müssen. Wir sind bereit, ehrlich zu konkurrieren.

    Dafür hat die russische Wirtschaft immer mehr Möglichkeiten. Das schätzen auch die Analysten und unsere ausländischen Partner ebenso ein. So wurde erst kürzlich das Rating Russland in der OECD erhöht: aus der vierten Risikogruppe stieg unser Land in die dritte Gruppe auf. Ich möchte hier und heute in München die Gelegenheit nutzen, unseren deutschen Kollegen für die Zusammenarbeit bei der der genannten Entscheidung danken.

    Weiter. Wie Sie wissen, ist der Prozess der Einbindung Russlands in die WTO in der Endphase. Ich stelle fest, dass wir im Laufe langer, schwieriger Verhandlungen nicht ein Wort über die Freiheit des Wortes, über Handelsfreiheit, Chancengleichheit gehört haben, sondern ausschließlich zu unserem, dem russischen Markt.

    Noch zu einem anderen wichtigen Thema, das unmittelbar die globale Sicherheit beeinflusst. Heute reden viele von dem Kampf gegen die Armut. Aber was passiert denn wirklich? Einerseits werden für die Hilfsprogramme zugunsten der ärmsten Länder Finanzmittel zur Verfügung gestellt, und nicht einmal geringe. Aber ganz ehrlich, auch das wissen viele, ist es so, dass sich Unternehmen der Geber-Länder dieses Geld „aneignen“. Zur selben Zeit werden andererseits in den entwickelten Ländern die Subventionen in der Landwirtschaft aufrechterhalten, wodurch für andere der Zugang zur Hochtechnologie begrenzt wird.

    Nennen wir die Dinge doch beim Namen: Mit der einen Hand wird „wohltätige Hilfe“ geleistet, aber mit der anderen wird nicht nur die wirtschaftliche Rückständigkeit konserviert, sondern auch noch Profit gescheffelt. Die entstehenden sozialen Spannungen in solchen depressiven Regionen führen unausweichlich zum Anwachsen des Radikalismus und Extremismus, nähren den Terrorismus und lokale Konflikte. Aber wenn das zudem noch, sagen wir, im Nahen Osten geschieht, unter den Bedingungen eines zugespitzten Verständnisses der äußeren Welt als einer ungerechten, dann entsteht das Risiko einer globalen Destabilisierung.

    Es ist klar, dass die führenden Länder der Erde die Gefahr sehen müssen. Und dementsprechend ein demokratischeres, gerechteres System der wirtschaftlichen Beziehungen in der Welt schaffen müssen – ein System, dass allen die Chance und die Möglichkeit der Entwicklung geben muss.

    Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)

    Bei einem Auftritt auf der Sicherheitskonferenz darf man nicht mit Schweigen das Wirken der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa übergehen. Sie wurde bekanntermaßen gegründet, um alle – ich unterstreiche alle – Aspekte der Sicherheit zu überprüfen: den militärpolitischen, den ökonomischen, den humanitären – und dabei alle in ihrem Zusammenhang.

    Was sehen wir heute in der Praxis? Wir sehen, dass dieses Gleichgewicht klar gestört ist. Es wird versucht, die OSZE in ein vulgäres Instrument der Absicherung außenpolitischer Interessen der einen oder anderen Staatengruppe gegenüber anderen Staaten zu verwandeln. Dieser Aufgabe wurde auch der bürokratische Apparat der OSZE untergeordnet, der überhaupt nicht mit den Teilnehmerländern verbunden ist. Dieser Aufgabe untergeordnet wurden auch die Prozeduren für die Annahme von Entscheidungen und die Ausnutzung so genannter „Nicht-Regierungs-Organisationen“. Ja, sie sind formal unabhängig, werden aber zielgerichtet finanziert, das heißt kontrolliert.

    Entsprechend den allgemein gültigen Dokumenten, ist die OSZE aufgerufen, mit den Mitgliedsländern, auf deren Bitte hin, bei der Überwachung der Einhaltung internationaler Normen auf dem Gebiet der Menscherechte zusammenzuarbeiten. Das ist eine wichtige Aufgabe, die wir unterstützen. Aber das bedeutet keine Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten und erst recht nicht, diesen Staaten aufzudrängen, wie sie zu leben und sich zu entwickeln haben.

    Es ist klar, dass eine solche Einmischung nicht dem Reifen von wirklich demokratischen Staaten dient. Im Gegenteil, es macht sie abhängig, und im Ergebnis dessen politisch und wirtschaftlich instabil.

    Wir erwarten, dass die OSZE sich von ihren unmittelbaren Aufgaben leiten lässt und ihre Beziehungen mit den souveränen Staaten auf der Grundlage der Achtung, des Vertrauens und der Transparenz gestaltet.

    Sehr geehrte Damen und Herren!

    Zum Abschluss möchte ich Folgendes bemerken. Wir hören sehr oft, auch ich persönlich, von unseren Partnern, auch den europäischen, den Aufruf an Russland, eine noch aktivere Rolle in den Angelegenheiten der Welt zu spielen.

    In diesem Zusammenhang gestatte ich mir eine kleine Anmerkung. Man muss uns kaum dazu ermuntern oder drängen. Russland ist ein Land mit einer mehr als tausendjährigen Geschichte und fast immer hatte es das Privileg, eine unabhängige Außenpolitik führen zu können.

    Wir werden an dieser Tradition auch heute nichts ändern. Dabei sehen wir sehr genau, wie sich die Welt verändert hat, schätzen realistisch unsere eigenen Möglichkeiten und unser Potenzial ein. Und natürlich möchten wir gerne mit verantwortungsvollen und ebenfalls selbstständigen Partnern zusammenarbeiten am Aufbau einer gerechten und demokratischen Welt, in der Sicherheit und Aufblühen nicht nur für Auserwählte, sondern für alle gewährleistet ist.

    Ich danke für die Aufmerksamkeit.

    * Quelle: Die Internetzeitung russland.ru; http://russland.ru

    Zu anderen Berichten von der Sicherheitskonferenz

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  2. Ich finde es interessant, dass Begriffe wie „Verschwörungstheorie“, „Putinversteher“ oder auch die Totalitarismus-Theorie vom CIA in die Welt gesetzt und von den Politikern und Medien breit gestreut werden.

    Wie steht es eigentlich mit dem Schlag-Wort „Populismus“? Ist das ein Schimpfwort? Falls es so ist, wären dann nicht Politiker wie Cem Özdemir, Emmanuel Macron, Martin Schulz oder auch Angela Merkel Populisten? Ebenso wie viele Journalisten der sog. Qualitätsmedien?

    Sehr gute Aufklärung über die Transatlantiker Özdemir und Lambsdorff, die schon auf Ministerposten lauern, findet sich von Jens Berger in den Nachdenkseiten vom 5.10.2017: http://www.nachdenkseiten.de/?p=40429#more-40429.

  3. Der Vortrag Wolfgang Bittners ist ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, dass im Journalismus auch Schriftsteller Stellung nehmen. Journalisten neigen dazu, sich selbst zu präsentieren, ihren Artikel als ihr Produkt zu verkaufen, sich selbst, den journalistischen „Stil“, zu verkaufen, damit zu konkurrieren, weil sie es so als Profis gelernt haben. Dabei kommen diejenigen, über die sie schreiben, leider oft gar nicht zu Wort. „Lassen wir sie doch sprechen..“, sagt Wolfgang Bittner. Schriftsteller können das: die Akteure zu Wort kommen lassen. Und wenn das geschieht, dann hat das eine direkte Wirkung. Wolfgang Bittner nimmt sich selbst zurück und wirkt in Bescheidenheit, und man kann mit ihm nicht streiten, denn er läßt seine Akteure selbst zu Wort kommen. Ich war beeindruckt.

  4. An alle Leute, die dieses Video gut finden:

    Sorgt möglichst alle dafür, daß dieses Video so viel Verbreitung findet wie nur möglich, und erinnert auch diejenigen, die sich dieses Video auf Eueren Rat hin ansehen daran, daß auch die es weiter empfehlen sollten usw. usw., denn dies kann ein sehr guter und auch sehr wichtiger Beitrag sein, um unser gutes und vollkommen berechtigtes Anliegen in dieser ganzen Angelegenheit nun – noch viel entschiedener voranzutreiben!!!

    • Ein 76 jähriger in Polen geborener pro-russisch argumentierender Schriftsteller erklärt den Ukrainekonflikt aus seiner Sicht! „Putsch in Kiew“ „Amerikanische Söldner im Donbass“ „Russische Hilfe für die bedrängte Bevölkerung dort!“. Herr Bittner erzählt die reine Wahrheit unter Zuhilfenahme eines pro-russischen Internet-Magazins… herrlich!

    • Hallo Karl Otto,

      Schön das sie sich als kritische Stimme immer wieder zu Wort melden, auch das ist ein Beitrag zur Meinungsbildung. Allerdings frage ich mich, warum sie nur immer ätzend verunglimpfen, ein sachlicher Beitrag erfolgt nie. Diese destruktive Art erweckt bei mir eine gewisse Antipathie gegen sie, so dass ich das Gefühl habe, ihnen geht es nicht um die Sache sondern eher um das Stören.
      In einer geschlossenen Veranstaltung würde man sie des Saales verweisen.
      Zum Glück für sie, und zum meinem Leidwesen, ist das russisch ausgerichtete Internet-Magazin doch so tolerant, um auch Menschen, die eigentlich nichts zu sagen haben, Gehör zu schenken.
      Mit freundlichen Grüßen

  5. Wolfgang Bittner hält mit diesem Vortrag eine der besten und wichtigsten öffentlichen Reden, die ich in den letzten Jahren, ja – Jahrzehnten gehört habe. – Sehr ausführlich, immer auch vollständig begründend und immer auch sehr gut verständlich beschreibt er – all die ungeheuerlichen Vorgänge, die uns (ausgehend vom amerikanischen militärisch-industriellen Komplex und seinen Hintermännern) schon seit langer Zeit immer mehr in Richtung Katastrophe treiben und – daß es die „verdammte“ Pflicht unserer Regierungen in Europa, ja überall in der Welt ist, diesem letztlich immer wieder nur mörderischen Treiben nun schleunigst ein Ende zu setzen, indem wir uns – an dieser Marschrichtung Amerikas – eindeutig nicht mehr beteiligen! – Kein Streit und kein Konflikt, aber von bewußt friedlichen Absichten bestimmte eindeutige entschiedene Zurückhaltung gegenüber diesen völlig verantwortungslosen „Kriegs-Falken“ ist nun angesagt!!!

    (Dies ist gewiß auch ein großes Lob an Herrn Bittner, aber viel wichtiger noch – es enthält „nur“ – die pure Wahrheit!)

  6. Gut das es noch engagierte Kreise gibt, die solche Auftritte von Wolfgang Bittner und Willi Wimmer möglich machen.
    Ich stelle mir vor, dass diese kompetente Gegendarstellung nicht mehr statt finden würde, so währen wir endgültig im Gleichschritt angekommen.

    Das dieser Trend statt findet ist schon schlimm genug.
    Wahrscheinlich werden wir über kurz oder lang in eine Gleichschaltung treiben, die dann an Fahrenheit 471 erinnern wird.

    Immerhin werden wir in Werbespotts von Google darauf hin gewiesen, „die Gedanken sind frei“.

    Nur das waren die Gedanken schon immer, vorausgesetzt man entwickelt solche.
    Aber welche Gedankenfreiheit ist hier gemeint. Noch mehr virtuelle Welten, noch weniger Bezug zur Realität.

    Auch hier ist Herrn Bittner und Herrn Wimmer und allen Menschen die eine gewichtige Stimme haben, und diese noch erheben, zu danken.

    Der Erste Teil, den Wolfgang Bittner bestritt, dürfte allen die sich mit einer anderen Sichtweise, als der öffentlichen Medien beschäftigt, geläufig gewesen sein.

    Die Aspekte von Willi Wimmer regten mich dann doch zum Nachdenken an, da erstens von jemanden Vorgetragen, der aus dem inneren Kreis kommt, und zweitens, eine Betrachtung der Dinge zeigt, die weniger auf populistische Äußerungen setzt.

    So wahren seine Gedanken zu Wolfgang Schäuble, zu dem man stehen kann wie man will, aber durchaus beachtenswert.

    Gäben wir den finanzpolitischen Gestaltungsraum wirklich in die Hände, von Leuten, deren Interessen von den gesellschaftlichen Interessen abgekoppelt sind, so würde das zu einer weiteren Abhängigkeit führen, die ja nicht unbedingt positive Auswirken hätte.

    Das sage ich, ob wohl ich unter der Finanzpolitik von Herrn Schäuble persönlich mächtig unter druck gerate.
    Natürlich ist die Frage zu stellen, wo steht Wolfgang Schäuble.

    Aber in Anbetracht, der militärischen Präsenz, unserer „Freunde“ Mag ich mir nicht ausmalen, was
    noch alles möglich wäre, wenn zum Beispiel ein Herr März oder ein Herr Lindner das Portemonnaie in die Hand bekämen.

  7. Wer Ohren hat, der höre!
    Danke für diese Ansprachen. Ich hab es mittlerweile auch verstanden. Aber reicht das?
    Wieso können wir die Jugend überhaupt nicht erreichen?
    Ich sehe immer nur betagte Teilnehmer. Es fragt sich, warum Jugendliche noch viel weniger Interesse, als eingefleischte „Mainstreamer“ zeigen?
    Kann es sein, dass sie den neuen Ideologien mittels digitaler und sozialer Kommunikation a la Silicon Valley am schlimmsten aufgesessen sind? Posts, Emojis, Tweets, Videos, kostenlose Spiele, Soziale Medien und Konsum-Apps rauf und runter.
    Es scheint, als reagieren sie nur noch auf stark verkürzte emotionale Impulse. Und es beschleicht einen das Gefühl, als gäbe es da eine Absicht, die Menschen so zu steuern, dass sie reflexartig -wie Fischschwärme- auf Impulse reagieren. Zumindest gibt es keinen Wissenschaftler, der erklären könnte, wie sich der Fischschwarm so effektiv steuert.
    Wäre es nicht geboten, die neuen Medien, bis an den Rand der Möglichkeiten, für die Aufklärung zu nutzen? Wäre es nicht angebracht, die Schachzüge der sog. Think Tanks, auch dafür zu nutzen? Dabei bedürfte es meines Erachtens nur einer Handvoll Leute, die sich mit der IT-Materie gerade so gut auskennen, dass sie in der Lage sein dürften, einen „Masterplan“ zur besten Verbreitung von Links, Posts, Likes, Videos und digitaler Gruppenbildung auf die Beine zu stellen, den wir dann alle einhalten und unseren Schwarm mit Bedacht steuern könnten?
    Wäre es nicht sinnvoll, in Anbetracht unser aller Zukunft, den Druck auf die Medien und Politik massivst zu verstärken, um deren Lügen und Irreführungen mittels einfacher Sprache aufzudecken, zu benennen und zu belegen?

    • „Wieso können wir die Jugend überhaupt nicht erreichen?“

      Ich spreche mal – als Vertreter der etwas Jüngeren – für meine Generation: wir stecken einfach noch ein Stück tiefer in der Indoktrination also die Menschen in früheren Generationen, hat auch was mit 9/11 zu tun.

      Aber ich frage mich z.B. „Warum kommt man bei den Älteren mit dem Thema Kindermissbrauch/Satanismus“ nicht durch?

      So hat jeder seine Themen, die ihm am Herzen liegen, und merkt, dass nicht jeder das gleiche denkt.

  8. Dieser Überblick über die weltweiten politischen Einflussnahmen der USA und die Entwicklung hin zum Kalten Krieg, der sehr schnell heiß werden kann, ist eine große Hilfe zum Verständnis der momentanen chaotischen Weltlage. Manche Hintergründe sind zwar bekannt, z. B. aus Wolfgang Bittners Buch „Die Eroberung Europas durch die USA“. Aber in dieser chronologischen Abfolge und Konzentration wird klar, dass es eine „Langzeitstrategie“ zum Nutzen der USA und zum Nachteil aller anderen gibt, die über Jahrzehnte hinweg rigoros durchgesetzt wird, egal wer dort an der Regierung ist.
    Danke für den Mut zur Aufklärung!

  9. Auch mir erschließen sich die Ausführungen von Willi Wimmer in Bezug auf Schäuble in keinster Weise. Er erschien mir überhaupt ein wenig verworren zu sprechen. Gute Besserung ihm! Wichtig ist, was er zum Frieden zu sagen hat. Was die Wiederholungen betrifft: Letztlich ist das Potential dessen, was jemand zu sagen hat begrenzt. Ich habe 8 Vorträge von Daniele Ganser gehört, den ich überaus schätze. Aber die letzten 3 hätte ich mir sparen können. Da kommt nichts Neues mehr, ich glaube das wesentliche verstanden zuhaben. Dasselbe gilt für Rainer Mausfeld. Auch da reichen die ersten 2,3 Vorträge, die ihn bekannt gemacht haben.

    • Ist wie wenn ein Showmagier die Tricks und Täuschungen verrät, da braucht man nicht noch zusätzlich andere Showmagier aufzusuchen, die das Selbe sagen nur vielleicht schöner,besser oder anders formuliert.
      Die verratenen Tricks sowie Täuschungen sind bekannt, jetzt warten wir nur noch auf neue Erkenntnisse anderer Tricks und Täuschungen die wir noch nicht aufgedeckt bekommen haben.

      Genaus wie das Wesen der Showmagier so ist auch das Wesen der Finanzfeudalgesellschaft und der darunter liegende Politikapparat gleich.
      Wer glaubt, dass hier nicht mit Tricks und Täuschungen hantiert werden, der kann ja weiterglauben sowie weiterhin die Show genießen. Für die anderen Aufmerksamen ist die Show so langweilig geworden.

    • „die Ausführungen von Willi Wimmer in Bezug auf Schäuble“ sind nur in Erwartung apokalyptischer Zukunft zu verstehen , in der sämtliche (finanziellen) Werte und Sicherheiten zur Disposition stehen . Allerdings hat die Apokalypse mit Finanzierung von Banken und Imperialismus und Volkszerstörung durch Massenwanderung unter Schäuble bereits gute Fortschritte gemacht.

  10. Ausgezeichneter Fokus auf die geschichtlichen Ereignisse, die für ein politisches Verständnis der gegenwärtigen Ereignisse ausserordentlich dienlich sein können! Von zwei Rednern, die Sachverständnis, Aufrichtigkeit, Erfahrung und auch das Herz am richtigen Fleck haben. Dieses Video werde ich in meinem Bekanntenkreis zu verbreiten versuchen. Was hier gesagt wird, muss jeden aufrütteln.
    Ich wünsche dem Herrn Wimmer gute Genesung!
    Hoffentlich können beide Redner noch lange aktiv für die Friedensbewegung tätig sein!
    Grosses Dankeschön an KenFM für die Organisation und professionelle Aufzeichnung und Verbreitung!

  11. An der Monsanto-Strategie sieht man gut, mit welcher kriminellen Energie der europäische Kontinent mit GVO-Waren übernommen werden soll.

    Allein mit der Einbeziehung des Artikel 404 in das EU-Assozierungs-Abkommens mit der Ukraine, brauchte es jede Menge Mitwisser und Mithelfer in der EU-Kommission.
    Nur mittels dieser feindlichen Ukraine-Übernahme wird die Ukraine das Einfallstor für GVO-Produkte nach Europa, die sonst nie zugelassen würden.

    1.) 2009 _ strategischer Zukauf von Auftragsmördern:
    zuerst kauft Monsanto die private Söldner-Armee Blackwater / Academi und Syngenta
    und mischt später den Maidan auf.
    http://mediengraben.ch/2013/07/monsanto-kauft-blackwater-und-syngenta/

    2.) 2013 _ Beruhigung der europäischen Öffentlichkeit – keine GVO in Europa
    im Juli 2013 wird scheinheilig berichtet:
    „…Monsanto gibt sich geschlagen: Der US-Konzern will seine Anträge für Gen-Pflanzen in der EU zurückziehen. Der Grund sei die fehlende kommerzielle Perspektive….“

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/monsanto-zieht-anbau-antraege-in-eu-zurueck-a-911750.html

    3.) 2017 _ Monsanto nötigt Bayer zur feindlichen Übergabe:
    Too big to fail – der nächste Kanditat.

    • Ich find es gut, dass Sie diesen grauenhaften Missbrauch mit Kindern jetzt immer wieder hier zur Sprache bringen. Uns Veganern wir immer vorgeworfen, wir kümmerten uns nur um das Wohl der Tiere. Das ist falsch gedacht. Uns geht es um Missbrauch an sich und alles, was damit zusammenhängt. Mir geht es auch um den psychischen Vefall der Menschheit, den anwachsenden Sadismus und den Satanismus. Warum wird über diese grundlegend niederträchtige Entwicklung eigentlich sonst unisono Stillschweigen bewahrt? Damit fördert man das alles doch nur und bietet den menschlichen Bestien weiter Schutz. Wenn wir immer noch solche Tabuzonen in der Kommunikation einhalten und die Zusammenhänge überall nicht beleuchten, drehen wir uns nur weiter im Kreis

    • Das ist doch aber nicht das Thema der Veranstaltung im Babylon gewesen. Zum Kindesmissbrauch müsste es dann schon eine eigene Veranstaltung und Diskussion geben. Insofern wird in den Vorträgen von Wolfgang Bittner und Willy Wimmer nichts „totgeschwiegen“. Ich denke, dass in einem Vortrag von 30 oder 50 Minuten nicht sämtliche Probleme, die uns wichtig erscheinen, aufgegriffen werden können.

  12. Es war ein sehr guter Abend im Kino Babylon. Wer sehr auf Inhalte achtet, den hat es nicht gestört, das Herr Bittner vorgelesen hat. Gut, das kenfm dafür gesorgt hat, das der verhinderte Herr Wimmer per Video zugeschaltet wurde.

    Immer mehr Menschen wachen auf und setzen sich kritisch mit der unsäglichen Interventionspolitik und Sanktionspolitik auseinander. Freundschaft mit Russland und kein deutsches Militär im Ausland sind schöne Ziele. Von transatlantischer Duckmäuserei muss sich Deutschland befreien. Dafür gilt es die Friedensbewegung zu stärken.

  13. Vielen Dank für den Vortrag, der allen noch einmal alles in der Sache und zusammenhängend erklärt, was wir hier im Prinzip ja schon wissen. Ich brauche nur in das ernste, verquälte Gesicht Wolfgang Bittners zu schauen, um unsere Situation realistisch einzuschätzen. Es tut mir leid. Wir müssen wahrhaftig sein und versuchen, uns alle gegenseitig zu helfen. Mehr fällt mir dazu auch nicht mehr ein.

  14. Der einführende Text zu den beiden Vorträgen durch KenFM bringt die Lage dermaßen gut auf den Punkt, in kurzen und klaren Worten, einschließlich dessen, was getan werden kann, dass letztlich mit diesem Grundgerüst und Analysefundament sehr viel verstanden und eingeordnet werden kann. Und ja, ohne zivilen Ungehorsam wird es nicht gehen, selbst wenn das schon ins Betriebssystem der Kriegstreiber eingebaut worden sein mag. Dazu möge jeder selbst näher recherchieren und lesen.
    Über Jahrzehnte wurde der bundesdeutschen Bevölkerung eingeimpft: Wehret den Anfängen, nie wieder Krieg, selbst unser Grundgesetz schreibt dies vor: Von deutschem Boden darf kein Krieg ausgehen. Und in Artikel 20, Absatz 3 und 4 heißt es:
    „(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung, sind an Gesetz und Recht gebunden.“ (= Gewaltenteilung, die in vielen Bereichen gar nicht besteht!)
    „(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“ (ziviler Ungehorsam also überfällig).
    In Vorkriegszeiten, in denen wir uns fatalerweise befinden, wird immer wieder an Recht gezurrt, schließlich wird mit Notstandsgesetzen gearbeitet, die völlig am Volk vorbei gehen und letztlich gegen uns Menschen arbeiten. Da nimmt sich der Staat das Recht heraus, notfalls auch gegen die Interessen der Bürger zu handeln. In unserem Fall, weil die USA und ihr Tiefenstaat dies so vorschreiben, die weltweiten vernetzten Tiefenstaatstrukturen dies so vorsehen und die Regierungen den parlamentarischen Schein wahren. Was bleibt da also anderes als ziviler Ungehorsam, denn die über allem Recht stehenden Menschenrechte werden jetzt schon tagtäglich mit Füßen getreten! Das deutsche Bildungssystem wurde über Jahrzehnte darauf eingespurt, dass keine Diktatur mit all ihren Auswüchsen bis hin zum Krieg mehr aufkommen darf, schon gar nicht von deutschem Boden, so wurde es Generationen von Schülern beigebracht! Was haben wir heute? Was ist mit Ramstein und den 85 Millionen Euro, welche für den Ausbau geplant sind, nota bene, alles vom deutschen Steuerzahler! Wieso ist dies so möglich? Was haben uns denn über Jahrzehnte unsere Geschichtsbücher in der Schule gelehrt – d.h. trotz gekitteter und kontrollierter Geschichtsschreibung und von Übersee beäugter Lehrpläne wurde doch gemahnt, dass von Deutschland kein Krieg mehr ausgehen dürfe, deshalb ein Großteil des Geschichtsunterrichts über Nazi-Deutschland, zumindest in der Oberstufe. Wozu fand das alles statt, wenn heute – selbstverständlich in anderem Gewand – dennoch Parallelen einen nur so anspringen. Warum das alles so funktioniert, das mit dem schlaf und träum weiter, das wissen wir spätestens seit Rainer Mausfelds Vorträgen. Aber nicht wenige haben seine Gedanken aufnehmen und analysieren dürfen. Von daher die logische Schlussfolgerung: Nun sind wir gefragt! Denn sollten wir einen nächsten Krieg überleben, wird es bitter, wenn wir uns fragen lassen müssen: Habt ihr das denn nicht gewusst? Warum habt ihr nichts unternommen? Und dieses Mal sind wird es so sein, dass geantwortet werden MUSS: Ja, wir haben versagt, wir haben es gewusst, haben aber nichts getan, weil wir zu feige waren! In der Vorkriegszeit konnten wir dank alternativer Medien und einiger sehr mutiger und wacher Menschen alle Analysen eigenständig nachlesen und diskutieren, wir haben trotzdem nichts getan.
    Tja, und das ist dann bitter, wenn es so kommen sollte, abgesehen von den Millionen Toten, die ein neuer Weltkrieg bedeuten wird, falls er den Planeten nicht völlig vernichtet. Und das alles nur, weil ein Prozent der Menschheit den Rest dirigiert und schikaniert sowie an der Nase herumführt, mit all ihren direkten Vorvasallen, welche die Drecksarbeit ausführen. Wollen wir das? Wozu noch Angst? Wollen wir weiter dem alten Muster von Biedermann und den Brandstiftern folgen?

    • Die Analysen von Prof. Mausfeld sind genial – aber nichts Neues! Und genau da liegt das Problem.

      Wieso konnte das aller passieren, Hitler, etc. … ? Immer wieder diese Frage, und einer der wichtigsten Aspekte wird praktisch nicht aufgearbeitet: Propaganda!

      Es gab einmal ein „Institute for Propaganda Analysis“ von Herrn Filene in Neu-England (1937-1941), mit ausgearbeiteten Lehrbüchern für Mittelschüler und Universitätsstudenten, …
      Aber: gewisse Erzieher, hatten etwas gegen die Unterweisung im Analysieren von Propaganda, damit die heranwachsende Jugend nicht ungebührlich zynisch gemacht werde. Außerdem wurden die Analysen auch nicht von den Militärbehörden willkommen geheißen, welche befürchteten, dass Rekruten beginnen könnten, die Äußerungen der Drillfeldwebel zu analysieren.

      Warum keine systematische Analyse von Propaganda (bei all er anderen, minutiösen Aufarbeitung unserer Vergangenheit)? – Ganz einfach: weil man die gleichen Techniken noch braucht und bis heute massiv einsetzt!

      Im Prinzip schreibt Aldous Huxley in „Wiedersehen mit der Schönen Neuen Welt“ genau das gleiche, was Prof. Mausfeld jetzt analysiert, und das schon im Jahre 1958!

      „Psychischer Zwang ist so beschaffen, dass diejenigen, die unter diesem zwang handeln, es unter dem Eindruck tun, sie handelten aus eigenem Antrieb. Das Opfer von Gehirnmanipulationen weiß nicht, dass es ein Opfer ist. Für einen solchen Menschen sind die Gefängnismauern unsichtbar, und er glaubt, frei zu sein. Dass er nicht frei ist, ist nur anderen augenscheinlich. Seine Gefangenschaft ist eine rein objektive. (S.118)

      Unter einem wissenschaftlich geschulten Diktator wird Erziehung wirklich etwas leisten – mit dem Ergebnis, dass die meisten Menschen dazu heranwachsen werden, ihre Sklaverei zu lieben und nie von einer Revolution zu träumen. Es scheint keinen stichhaltigen Grund zu geben, dass eine durch und durch wissenschaftliche Diktatur je gestürzt werden sollte.
      Mittlerweile verbleibt noch immer ein wenig Freiheit in der Welt. Viele junge Leute scheinen allerdings Freiheit nicht zu schätzen. Aber einige von uns glauben noch immer, dass ohne Freiheit die Menschen nicht wirklich menschlich werden können und dass Freiheit daher höchst wertvoll sei. Vielleicht sind die Mächte, die heute die Freiheit bedrohen, zu stark, als dass ihnen sehr lange Wiederstand geleistet werden könnte. Es ist dennoch unsere Pflicht, alles, was in unseren Kräften steht, zu tun, um ihnen Widerstand zu leisten.“ (S. 128)

      Kann jedem nur empfehlen: Leute, lest dieses Buch, sind nur gute 120 Seiten, aber es zieht euch die Schuhe aus.

    • Viele der Gedanken und Zitate finden sich mit Quellenangaben in meinem Buch „Die Eroberung Europas durch die USA“. Ich zitiere unter anderem Obama, Joe Biden, Brzezinski, George Friedman, Putin, Angela Merkel, Gerhard Schröder und viele andere Politiker, aber auch Wissenschaftler und Journalisten. Im dritten Teil des Buches gehe ich dezidiert auf den Regierungswechsel in Washington und die Person Donald Trumps ein. Daraus und aus meinen Analysen ergibt sich dann ein Gesamtbild über die Situation, mit der wir es heute zu tun haben. Hier der Link:
      https://www.westendverlag.de/buch/die-eroberung-europas-durch-die-usa-2/

    • Ich hab’s so verstanden, daß Herr Wimmer politisch und wirtschaftlich gefährliche Zeiten befürchtet und ihm deshalb jemand, der Finanzpolitik nach Art einer schwäbischen Hausfrau macht, also vorsichtig agiert, als Kasenwart der BRD sehr recht ist. Insofern liegt er damit ja nicht ganz falsch, allerdings ist das nur eine Seite von Herrn Schäubles Politik, die einzige gute.
      Man darf nicht vergessen, daß Herr Wimmer ein CDU-Mann ist. Genauer, der alten CDU, vor der Merkel-Ära. So wie Herr Schäuble ja auch. Deren Standpunkt vertritt er, wenn auch angenehm kritisch gegenüber dem neuen Establishment. Er lobt ja auch immer wieder die Politik von Herrn Kohl, mit dem der Jugoslawien-Kriegseinsatz nicht zu machen gewesen wäre. Was unter Kohl bei der Wiedervereinigung für katastrophale Fehler gemacht wurden, z.B. die Umwandlung der DDR-Betriebssubventionen in Betreibs-Kredite, die dann das wiedervereinigte Deutschland, also der Steuerzahler, an westdeutsche Banken rückzahlen mußte, erwähnt Herr Wimmer nie.
      Ich hab nicht den Anspruch, daß die Ansichten von Herrn Wimmer immer mit meinen deckungsgleich sein müssen.

    • Ich kann bei Herrn Schäuble als Finanzminister keine positive Seite erkennen.
      Wenn jetzt gespart wird, müssen die kommenden Generationen die Folgen bezahlen.
      Was nützt die „Schwarze 0“, was die Schuldenbremse, wenn die Infrastruktur, verfällt und ein immer größerer Teil der Menschen mit immer weniger auskommen muss?
      Wenn man politisch und wirtschaftlich gefährliche Zeiten befürchtet, (die man selbst mit verursacht hat) braucht man in erster Linie einen Plan oder eine Vision, wie man aus dem Dilemma wieder heraus kommet und keinen Finanzminister, der für schlechte Zeiten spart. Sparen ist nicht sinnvoll, wenn das Haus in dem man wohnt, droht einzustürzen. Das Geld für die Zukunft der ganzen Gemeinschaft sinnvoll auszugeben, sollte das Ziel sein.

  15. Hat man das erste Wimmer Gespräch mit KenFM gesehen, MUSS man einfach zu dem Schluß kommen: Das sind doch alles nur ur-ur-uralte wiedergekäute Kamellen, offenbar nur für den Kommerz und für die Unterhaltung mit Eintrittskarte vom Babylon. Sehr schade. Wo ist eigentlich das schon vor Monaten angekündigte Spitzer Interview? Oder mehr Infos vom Rüdiger Lenz? Oder mal wieder was von der alltäglichen Scheiße vor der Haustür, den versklavten armen Schweinen die von ALG 2 „leben“ müssen. Nee, lieber für viel Geld ab nach Griechenland, dit iss geiler, wadd!?

    • Danke für Ihr freundliches, ungewöhnliches Lob! Es macht mich sehr froh.
      Ich kann Zuspruch gut gebrauchen, denn es gibt ja nicht nur positive Reaktionen.
      Herzliche Grüße
      Wolfgang Bittner

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