DER FREIE FALL mit: Raphael Bonelli (Thema: „Mann und Frau“)

Mann und Frau. Ein endloses Thema, über das es immer noch Neues zu besprechen gibt. Raphael Bonelli ist Psychiater und Neurowissenschaftler an der Sigmund Freud Universität in Wien und hat sich in seinem aktuellen Buch „Frauen brauchen Männer – und umgekehrt“ die Mühe gemacht, den Status Quo der wissenschaftlichen Forschung hinsichtlich der Unterschiedlichkeiten zwischen Männern und Frauen zu präsentieren. Es gibt sie, die Unterschiede zwischen Männern und Frauen auf allen drei Ebenen, die in der Psychologie mit unserer „Konstitution“ oder unserer „inneren Verfassung“ beschrieben werden: Körperliche, kognitive und emotional-psychische Eigenschaften sind bei Männern und Frauen nachweislich unterschiedlich verteilt. Während Männer mehrheitlich – nach der Gaußschen Verteilungskurve gemessen – die Voraussetzungen zum linearen Denken mitbringen, denken Frauen eher assoziativ. Die emotionale Intelligenz ist eine Kernkompetenz des weiblichen Geschlechts. Männer tendieren aufgrund ihres geringeren Empathievermögens zu einer emotionalen Distanziertheit, die auch ihre Vorteile mit sich bringt. 

Raphael Bonelli plädiert für die Verteidigung des Eros in unserer Gesellschaft, der die Lebendigkeit und die Neugier zwischen den Geschlechtern fördert und sich als Lust am Unterschied begreifen lässt. Denn der Unterschied zwischen Mann und Frau ist es, der die Attraktivität und die Anziehung überhaupt erst ermöglicht. Mit der Anerkennung dieser Unterschiedlichkeit, kann die Konkurrenz zwischen den Geschlechtern einer stimmigen Ergänzung weichen, die das Potential in sich trägt Mann und Frau gleichermaßen zu vervollkommnen.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

29 Kommentare zu: “DER FREIE FALL mit: Raphael Bonelli (Thema: „Mann und Frau“)

  1. Was genau sollte an diesem Vortrag irgendwie besonders aufschlussreich sein? Männer und Frauen sind unterschiedlich. Ja – und? Männer sind angeblich eher systematisch, sagt Bonelli, und das glaubt er auch von sich selbst. Aber was ist wirklich an Herrn Bonellis Geplapper „systematisch“? Und man kann – nach Bonelli – nicht gleichzeitig empathisch und systematisch/distanziert sein. „Ich muss mich entscheiden: Männlich oder weiblich.“ Und da er ja – zumindest nach seinem Selbstverständnis – systematisch ist, bedeutet dies etwas für seine Empathiefähigkeit. In dieser Einschätzung würde ich ihm restlos zustimmen.

    Hinzu kommt: Bonelli „liebt“ Sigmund Freud, „weil er [Freud] eben sehr originell war und sehr schlau, sehr intelligent war und gut kombinieren konnte und viele Dinge schön auf den Punkt gebracht hat. Andere [Dinge; K.S.] haben sich als falsch erwiesen. Aber – deswegen – man muss das differenziert betrachten.“

    Hier die ein wenig „differenziertere“ Betrachtung von einigen Glanzleistungen Freuds:

    Freud empfiehlt z.B. seinem Freund Fleischl von Marxov Kokain zur Entwöhnung von Morphin und verkauft diese „Behandlung“ in mehreren Fachartikeln als Erfolg – sieht aber gleichzeitig, wie der Freund immer mehr vor die Hunde geht und am Ende von beiden Substanzen abhängig ist und mit 45 Jahren stirbt.

    Einer jungen Frau, Emma Eckstein, die Magenschmerzen hat (wohlgemerkt: MAGENschmerzen!), empfiehlt er eine NASENoperation bei seinem Freund Fließ. Das wiederum beruht auf folgender – auch von Freud für richtig gehaltenen – Konstruktion: Magenschmerzen bei jungen Frauen ist in der Regel auf deren Selbstbefriedigung zurückzuführen. Die wiederum verursacht die Schwellung einer Nasenmuschel. Wird diese Nasenmuschel mit einer Knochenzange herausgeschnitten, wird auch der Magenschmerz beseitigt. Fließ verletzt bei dieser komplett unsinnigen „Operation“ ein größeres Blutgefäß bei dieser Frau, verstopft die Wunde in der Nase nur notdürftig mit Gaze und reist nach Berlin ab. Nach Tagen – als die Wunde zu eitern beginnt – entfernt ein Fachmann die Gaze. Die junge Frau steht über Wochen auf der Kippe zwischen Leben und Tod. Am Ende musste ihr ein Teil des Gesichtsknochens weggemeißelt werden, um die Blutung zu stoppen, wodurch sie dauerhaft entstellt blieb. Zwei Jahre lang ist Freud bemüht, seinen Freund Fließ, den Urheber dieses ganzen Unheils, zu beruhigen: Die Blutungen seien „hysterische“ gewesen, „wahrscheinlich zu Sexualterminen“. „Dass es Wunschblutungen waren, ist unzweifelhaft“.

    In einem anderen Fall hat es Freud selbst mit einer 18-Jährigen zu tun, mit Ida Bauer (1900). Der 27-jährige Freund ihres Vaters hatte die damals 13-Jährige in einem ansonsten menschenleeren Büro an sich gepresst und gegen ihren Willen auf den Mund geküsst. (Freud vermutet, dass sie dabei auch „das Andrängen des erigierten Gliedes gegen ihren Leib“ verspürt habe.) Dass sie sich in dieser Situation losgerissen und davongelaufen war, zeigt für Dr. Freud, dass sie hier „bereits ganz und voll hysterisch“ sei. „Anstatt der Genitalsensation, die bei einem gesunden Mädchen unter diesen Umständen gewiss nicht gefehlt hätte, stellt sich bei ihr […] der Ekel [ein]“. Dass die Jugendliche zwei Jahre später ihrer Mutter davon erzählt, wie dieser Mann sie ein paar Tage zuvor dazu verführen wollte, mit ihr ins Bett zu gehen, legt Freud ihr aus als eine Handlung, „die unter dem Einfluss krankhafter Rachsucht stand“; „ein normales Mädchen wird, so sollte ich meinen, allein mit solchen Angelegenheiten fertig.“

    Das sind nur einige Beispiele dafür, mit welcher Besserwisserei Freud zu irrsinnigen Deutungen kommt, dabei geradezu systematisch die Opfer von Gewalt zu den eigentlichen Tätern erklärt. In dieser Zeit konsumiert er selbst kontinuierlich Kokain, was es ihm wohl erleichtert, seine seltsamen Auffassungen gegen jede Kritik und gegen jeden Augenschein aufrechtzuerhalten. Und diesen Schwätzer Freud, der die Wirklichkeit derart verrückt auf den Kopf stellt (nach Bonelli: ein Prophet, der der Menschheit die ungeliebte Wahrheit sagt), verehrt Bonelli als sein Idol. Das verrät einiges über Bonelli.

    Bonelli zeigt sich auch in seinem erwähnten Narzissmus-Buch nicht besonders helle. In seinen Fällen von „männlichem Narzissmus“ lässt er z.B. anklingen, dass das Männer sind, die sich gerne auf alle möglichen sexuellen Abenteuer einlassen. Dann macht er aber gleichzeitig dem Narziss aus dem Mythos den Vorwurf, dass er sich NICHT auf den Liebeswunsch der Echo einlässt. Also was jetzt: Narziss als sexsüchtiger Draufgänger? Oder als beziehungsunfähiger Sex-Verweigerer? (Im Mythos ist Narziss weder das eine noch das andere. Er ist ein selbstbewusster Jüngling, der sowohl an dem Verlust geliebter Angehöriger leidet als auch an der Aufdringlichkeit ungeliebter Fremder, die auf seine Abfuhr mit Vermittlung von psychischer oder physischer Gewalt reagieren.)

    In seinem Buch spricht Bonelli – nur am Rande – einmal von „Affenliebe“: ein Begriff, mit dem vor etlichen Jahrzehnten noch diskreditiert wurde, wenn Eltern ihre Kinder auch einmal herzlich in den Arm nahmen. Die unkritische Übernahme einer solchen Begrifflichkeit aus der Mottenkiste der schwarzen Pädagogik geht überhaupt nicht.

    • Es gibt bekanntlich männliche und weibliche Formen der Gewalt. Armeen benutzen eher die männliche, Geheimdienste eher die weibliche. Beide haben schlimme Wirkungen auf die Menschen. Das zeigt uns, dass Archetypen in ihrer gefallenen oder unerlösten Form, die der Mensch aus dem Tierreich erworben hat, problematisch sind. Gewalt auszuüben ist genauso männlich wie sich in der Gewalt zu haben. Die Energie ist die gleiche, nur die Richtung eine andere. Keine Gewalt – keine Energie. Darum hat entwickelte Männlichkeit in der äußeren Form mit der unentwickelten so wenig Ähnlichkeit. Sich von der Energie abzuschneiden und zum Männchen zu machen, statt sie zu kultivieren und ihre feinen Formen zu entwickeln, erscheint mir zwar zeitgeistgemäß aber töricht.

      Wer ein gutes Manns-Vorbild haben will, schaue sich die Jesus-Gestalt an. Da ist extrem viel Kraft außen und gleichzeitig Liebe, Demut und Hingabe innen. Das ist ein MANN im Prototyp! Der ging unbeirrt seinen Weg, egal wohin ihn dieser führte. Leider hat die Kirche sein Verhältnis zu Frauen verbogen dargestellt. Was heute als weiblich und schwach gilt, sind in Wahrheit oft Formen des männlichen Archetyps, die einem aber erst zugänglich werden, wenn man entsprechende Bewusstheit über sich erlangt hat. Die Kabbalisten sprechen davon, dass hier unten die Lichter verstellt sind. Zeit, sie wieder auf ihren angestammten Platz zu rücken.

    • ganz im Gegenteil war das Thema männliche Gewalt Thema, als bei Frauen nicht nur selten in ihren sexuellen Phantasien erwünschte Dominanz im erotischen Bereich, was selbstverständlich vom realen Geschehen unerwünschter sexueller Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung zu unterscheiden ist. Die Ambivalenz dieser beiden Ebenen fand ich gut verständlich dargestellt. Ich fand dies die beste Sendung der neuen Reihe Freier Fall von Frau Lampe, die einen begrüßenswerten und erfolgversprechenden Ansatz verkörpert, neben den harten Polit-, Terror-, Finanzsystem Themen mit eher männertypischem Interessenschwerpunkt auch solche auf den Plattform zu bringen, die man weiche Themen nennen kann. Lena Lampe hat das sehr gut gemacht, so dass es männliche wie weiblicher User der Plattform KenFM gleichermaßen interessieren könnte. Die Fortsetzung dieser Reihe wird sicher auch andere Blickwinkel auf das Thema vorstellen. Mir hat dieses Gespräch jedenfalls sehr gut gefallen.

  2. Kann es sein, dass „DER FREIE FALL“, kaum gestartet, so bald schon ins allzu Populäre fällt, schlimmer, etwa ins Dunkle zurück? Im Angesicht des Herrn Bonelli, beeindruckende Vita und Titel, dass man(n) klein werden könnte, von reiner Wissenschaft beseelt, scheint selbst der charmant klugen Frau Lampe ihre schöne Unerschrockenheit, ihre Freiheit zur frecheren Frage abhanden gekommen zu sein. Wären nicht der besagt knarzende Stuhl des Gastes gewesen, mit aller Aussicht, der Herr Psychiater könne darauf trotz ausdramatisierter Gestik sein irgendwie immer noch irgendwie jugendlich wirkendes Gleichgewicht verlieren, und das andere kaum übertönte Knistern im Raum, jedenfalls doch seine jederzeitige Möglichkeit (so schön im Thema) – ich hätte nicht durchgehalten. Ich hätte die ganze hohe Schule des Systematisierens (Männerkunst schlechthin, wie wir lernen), an der uns Herr Bonelli großzügig teilhaben lässt, und die überwältigende Botschaft, auf die alles von Anfang an hinauszulaufen angelegt schien: „Männer, pflegt Eure Männlichkeit, Frauen pflegt Eure Weiblichkeit“, unverzeihlich verpasst.

    Spätestens diese Schlussrede, ab 1:22:22, in der uns der renommierte Neurowissenschaftler („Ich kenne das Unbewusste von Mann und Frau.“) seine Perspektive der Lösung der Geschlechterfrage im 21. Jahrhundert verrät, hat mich laut lachen und, ich gebe es zu, bezüglich des Orts, an dem es zu vernehmen ist, nicht weniger einigermaßen ratlos zurück lassen. Der "zuvorkommende" Mann, schon in der vollbesetzten Straßenbahn könne er sich beweisen, der Ritter in seiner ganzen unverdrängten Männlichkeit, begegne der Frau (in ihrer ganzen unverdrängten Weiblichkeit) im Horizont der „Kulturgeschichte der Dame“. Dass er nicht sagen wolle, früher sei alles besser gewesen („Nein, das stimmt nicht.“), erfahren wir natürlich postwendend, aber er „garantiere“, dass heute 70 % der Überlebenden der Titanic Männer wären, und nicht die 30, als noch gegolten hatte: Frauen und Kinder zuerst.

    Oder 1:04:24, zum weiteren Beispiel: „Ich sag Ihnen was, ich habe dieses Buch geschrieben, ich hab zwei Jahre gebraucht, um herauszufinden, dass Männer stärker sind als Frauen – also, ich wusste das natürlich, aber ich hab das da nicht drinnen gehabt. Und das ist doch absurd, ich meine, das ist doch das Erste, was man weiß (Frau Lampe: „Eigentlich schon …“), aber man weiß es, und man weiß es nicht.“

    „Wozu gibt es Frauenparkplätze?“

    Was sagt uns das über die Sigmund-Freud-(Privat)-Universität Wien? Ich hoffe trotz des Zuspruchs, den Gast und Sendung hier erfahren, mehr, als über die Frage, wohin es mit KenFM geht.

    • Das Knistern war lauter als das Knarzen. Man hat gemerkt, dass Menschen mit ihrer unverstellten Unvollkommenheit vor der Kamera saßen und keine Maschinen oder dressierten Tiere. Dazu gehört Mut.
      Um Polarität zu begreifen, braucht es das Verstehen der Urform, aus der sich die unterschiedlichen, schönen wie hässlichen Bilder entwickeln. Erst dann kann man bewusst wählen.
      Männlichkeit und Weiblichkeit bedürfen eines Erfassens und Verstehens und schließlich der Gestaltung, keiner kopflastigen Wertung. Niemand glaubt, der Minuspol an der Batterie wäre schlechter als der Pluspol oder gar entbehrlich. Bei Menschen scheint das anders zu sein. Strom fließt und Leben geschieht aber nur zwischen zwei Polen und aufgrund der Spannung zwischen ihnen. Je höher die Spannung, desto mehr. Im Zombie-Zeitalter der geistigen wie sexuellen Kurzschlüsse scheint das Verständnis dafür weitgehend abhanden gekommen zu sein.

      Die Frage, wohin es mit KenFM geht, stellt sich mir gar nicht. Hier ist nicht alles einsortiert, glatt gebügelt und steril wie ein modernes Tablet oder die bebilderte Menütafel bei Mc Doof. Hier gibt es "Haptik", man noch irren und streiten und sich reiben, dass es knistert. Mit anderen Worten: Hier darf man noch Mensch sein.

  3. Ok das Gespräch war schon sehr detailreich und gefüllt, aber dennoch eine (vielleicht anregende Frage) wie sieht es denn aus mit dem Thema im fortgeschrittenen Alter??

    Weil, wie alt sind "der Mann" und "die Frau" von denen gesprochen wird?

    und gilt gesagtes auch für Männer und Frauen auch im Fortgeschrittenen Alter, wenn die Biologie (ja meist) die Körper etwas anders formt?
    Wie groß sind da beispielsweise die Leiden, wenn die Attraktivitätsmerkmale nicht mehr so wie gewünscht in Erscheinung zu bringen sind?
    In unserer heutigen Gesellschaft sind doch viele immer "länger" Single, bzw. etabliert sich in immer höhrere Altersstufen Partnerschaftssuche. Verlagern sich hier die Aufmerksamkeiten und Interessen und wenn ja wohin, bzw. wohin sollten diese sich gesunderweise hin verlagern und relativieren und wohin eben nicht?

    Usw. . . ich fände hier ein "Teil 2" sehr interessant!

  4. Sehr gutes Interview… knarrende Stühle haben mich dabei nicht interessiert…. Ich kenne die Thematik schon sehr lange, habe mich (Jahrg. `63) auch "reinziehen" lassen und lange dran arbeiten müssen, die Frau wieder "rauszuholen"… Der Bonelli gefällt mir, hoffentlich wird er noch viele öffentliche Auftritte haben, damit das Gesagte weit verbreitet wird. Ich hab mal angefangen und es auf FB geteilt 😀

  5. Erstens:
    Vielen Dank an die Moderatorin, dass sie den Gast ausreden läßt und nicht wie Ken permanent "dazwischengrätschen" muß.

    Zweitens:
    Bitte dringend die Stühle austauschen. Sie sind nicht nur laut sondern sehen auch furchtbar unbequem aus. Wie wäre es mit einem Sessel?

    Drittens:
    Ich stimme mit Raphael 100% überein. Das Gendern ist ein Zeichen einer kranken Gesellschaft. Was für ein Schwachsinn, an alle Wörter und Wörter*Innen unsinnige Endungen und Endung*Innen anzuhängen und anzuhäng*Innen!

    Ich lebe seit über einem Jahrzehnt in Südamerika. Hier gibt so einen Blödsinn überhaupt nicht. Wenn man hier sagt: "Voy al medico", was heißt "Ich gehe zum Arzt", dann kann das ein Arzt sein oder ein Ärztin und keiner stört sich daran. Das Wort "Arzt" beinhaltet im spanischen eben beide Geschlechter und keiner fühlt sich benachteiligt.

    Es gab mehrere Gründe warum ich ausgewandert bin. Einer davon war, dass die Frauen in Lateinamerika noch echte Frauen sind und nicht Mannsweiber wie so einige in Deutschland. Sie kleiden sich weiblicher, sie sind viel koketter und lachen viel mehr als die durchschnittliche deutsche Frau. Sie haben lieber Kinder als Kariere zu machen. Sie haben kein Problem damit, Frau zu sein, sie kleiden sich gerne sexy, sie rasieren sich die Schamhaare. Sie lieben es, so richtig durchgevögelt zu werden.

    Daß in Deutschland Männer diesen Genderwahnsinn mitmachen, zeigt dass sie ein verkümmertes Selbstwertgefühl haben. Sie ducken sich weg, statt zu widersprechen.

    Deutschland ist ja inzwischen so krank, dass es sogar Eltern gibt, die ihrem Kind Hormone geben, weil es der Meinung ist, mit dem falschen Geschlecht geboren zu sein! So weit sind wir schon.

    • It takes two to tango!

      <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/einstein/' rel='nofollow'>@EINSTEIN</a> Nach Ihrer Schilderung zu urteilen ist Ihr Frauenbild, das wahrlich noch durch die Werbung u.a. angekurbelt wird, aber nicht minder fragwürdig. Es ist nur am anderen Ende des Spektrums als „Mannsweiber“ angesiedelt. Sie sind anscheinend eher an koketten, kleinen Mädchen interessiert, die alles mitmachen, weil sie noch gar nicht wissen, wer sie sind. Echte Frauen haben nämlich Schamhaare. Echte Frauen unterwerfen/fügen sich auch keinem Mann, sie geben sich ihm hin! Allerdings nur dann, wenn er sie wirklich sehen und wertschätzen kann. Also wenn er ein echter Mann ist.

      Aber es stimmt, ein echter Mann oder eine echte Frau zu sein, wird einem in der westlichen Gesellschaft abtrainiert: Frauen sollen am besten ewig Mädchen bleiben (aber trotzdem mit großer Oberweite), die die rebellieren, werden zu „Mannsweibern“; viele Männer werden zu Weicheiern, andere sehen Frauen einzig als Objekte, die man sich im Katalog aus Osteuropa oder Asien bestellen kann, falls sich sonst keine findet, die alles mitmacht.

      Was ich damit eigentlich sagen will, ist: Ein echter Mann wird auch eine echte Frau finden.

    • Hallo Stefania
      Es ist hochinteressant, wie du Dinge aus deiner eigenen Geschiche in meinem Text hineininterpretierst, die ich nie geschrieben habe. Habe ich irgendwo von "kleinen Mädchen" etwas geschrieben? Und wo hast du gelesen, daß ich der Meinung bin, eine Frau solle sich dem Mann "fügen"? Das ist offenbar dein Film, denn es widerspricht meiner Meinung.

      Und wenn du schreibst, ich sei von der Werbung beeinflußt. Hey, come on! Ich habe doch ganz klar geschrieben: Ich lebe hier. Ich brauche keine Werbung um die Unterschiede zwischen den Kulturen zu erkennen. Ich sehe es jeden Tag. Und zwar live.

      Natürlich haben Frauen Schamhaare. Aber hast du dich jemals in einen Mann versetzt? Weißt du wie eklig es ist, eine Klitoris zu lecken und den Mund voller Haare zu haben?

      Vielleicht machst du mal eine Reise in andere Länder und lernst andere Kulturen kennen, so wie ich es getan habe. Dafür ist allerdings unabdingbare Voraussetzung die Sprache des Landes zu sprechen und wirkliches Interesse mitzubringen. Und dann wirst du feststellen, dass Deutschland ein echtes Riesenproblem hat mit Weiblichkeit und Männlichkeit. In Lateinamerika ist das kein Thema. Flieg mal nach Kuba und schau den Menschen beim Salsa tanzen zu. Dass eine deutsche Frau oder ein deutscher Mann so die Hüften schwingen, ist vollkommen ausgeschlossen.

      Übrigens gibt es auch sehr positive Ausnahmen in Deutschland, z.B. Jennifer Rostock.
      Ihre ganzen Tatoos sind nicht mein Geschmack.
      Aber sie ist eine hoch attraktive und intelligente Frau mit einem "open mind", die sich mit Sicherheit keinem Mann "fügt".
      Und worüber sie spricht in diesem Interview
      https://www.youtube.com/watch?v=SswFTWM0BK8&t=163s
      ist ein hoch interessantes Thema, das KenFM auch mal aufgreifen könnte: Offene Beziehungen. Ein absolutes Tabuthema.

      Schau dir dieses Interview mal an, dann weißt du wovon ich spreche. Sie ist mit Sicherheit das Gegenteil eines Mannsweibes! Sogar in Deutschland gibt es noch ein paar Exemplare davon.

  6. 'Häufig findet sich der Ruf nach kirchlicher Zurechtweisung oder gar Exkommunikationvorgeblich zu laxer Gläubiger, gelegentlich auch der nach härteren staatlichen Strafen gegenStraftäter. Bisweilen wird gegen Barmherzigkeit und gegen die Betonung der liebevollenZuwendung Gottes zu den Menschen polemisiert, sie als „Irrlehre der Allversöhnung“ verurteilt.Teilweise werden ausgeprägte Strafgerichts- und Höllenvorstellungen stark gemacht.34'
    ..aus https://bagkr.de/wp-content/uploads/2018/07/STRUBE-Artikel-Religi%C3%B6s-und-rechtsextrem-8.2015.pdf

    ..bsp

  7. Interessantes Gespräch, m.M.n. jedoch etwas zu gefangen in der erlaubten Wissenschaft, der Tellerrand wurde eingehalten.

    Immer noch gut und daher ein Lesetipp:

    Ulla Sebastian
    Leiblichkeit , Sexualität und Weiblichkeit
    Die heimliche Gleichung

    Link: visioform.com/de/pub-hg.htm

    • Nachtrag

      Der Eros (Link: pxhere.com/en/photo/151174) wird schon lange von den Herrschen bekämpft, denn er ist neoliberalen Interessen im Weg!

      Sehr gut der Hinweis am Schluss, das heutzutage 70% Männer in den Rettungsbooten zu finden wären – und nur 30% Frauen.

      Doch es ist viel übler; wie bereits im Beitrag "Die Gefahr: Altes Denken führt zum Fort-Schritt" vom 28 Nov gesagt schippert das Geisterschiff Erde keinen Abenteuern entgegen sondern wird kalkuliert (wie einst J.P. Morgan es mit der Titanic machte) , befehligt von gerade mal 3000 Superreichen, auf viele Eisberge zu. Psychopathen kalkulieren nicht mal mehr mit Rettungsbooten für die Reisenden und Besatzung, sondern haben sich schon perfide auf die Apokalypse vorbereitet die nur Sie überleben lässt in Ihren unterirdischen Atom -Schutzbunkern. Man rate mal wie viele von den Psychopathen (alt und jung) weiblichen Geschlechts sind?

  8. Klasse Gespräch!
    und eine Wohltat, die ich mir auch noch ein zweites Mal antun werde. . . .

    Genderwahn Du kannst mich mal !!

    Das Stuhlknarzen hat eine echte "Loriot-Qualität" und passte besonders, wenn Herr Bonelli unentschlossen nach der richtigen Formulierung suchte. Auch supi, dass ihr es drinn gelassen habt 🙂

    Würde mal gerne einen echten Scetch damit sehen . . . .
    Kann mir auch vorstellen, dass es bei anderen Themen und Gesprächspartners ganz unterschiedliche Wirkung haben kann. . (also vielleicht der Schuß auch nach hinten los geht .. )

    Danke Lena Lampe für dieses tolle Gespräch und Danke Herr Bonelli für Ihre Ausführungen

  9. Ein interessantes Interview. Herzerfrischend auch, dass es angesichts des allumspannenden Genderwahns überhaupt noch solch kritische Stimmen gibt! Allerdings teile ich nicht die Hoffnung Raphael Bonellis, dass sich die biologische und naturalistische Perspektive allmählich wieder durchzusetzen beginnt gegenüber dem politisch-korrekten Totalitarismus und der systematischen “Umerziehung”. Ich sehe dafür keinerlei Anzeichen. Eher ist zu befürchten, dass man in der nächsten Phase versuchen wird, sich die modernen und “zukunftsträchtigen” Methoden des “Bio-Engineerings” zunutze zu machen, um die Geschlechtlichkeit beliebig manipulieren oder die “Männlichkeit” gänzlich eliminieren zu können. In gewisser Weise also die Fortführung der abartigen Menschenexperimente eines John Money (zu dessen Experiment: https://www.faz.net/aktuell/politik/gender-mainstreaming-der-kleine-unterschied-1329701.html). Dem Fanatismus gewisser Kreise ist alles, aber wirklich alles zuzutrauen!!

    Schließlich noch eine klitzekleine Anmerkung zu Raphael Bonellis “Schönheitsidealen”: gerade die sind nämlich ein Beispiel dafür, dass die biologischen Determinanten überformt werden können durch zeitgeistige und kulturelle Einflüsse. Und ob die Mehrzahl der Männer wirklich die ausladende Hüfte an Frauen mögen, würde ich auch vorsichtig anzweifeln wollen. Alles in allem aber ein sehr informatives und geistreiches Interview. Danke an KenFM!

  10. 'Die 68er hätten die Libido vom Du abgewendet und auf sich selbst gerichtet. Genau so beschreibe Sigmund Freud die Psychodynamik des Narzissmus, weswegen Bonelli Christopher Lasch recht gebe, dass die 68er Bewegung eine „narzisstische Kulturrevolution“ gewesen sei.' ..

    'Bonelli war ein bekanntes Laienmitglied von Opus Dei …'

Hinterlasse eine Antwort