Der Herr der Viren – Spahns Medien-Maulkorb

Von Uli Gellermann.

Jens Spahn will Kanzlerkandidat der Union werden. Und der Pharma-Lobbyist hat gute Chancen. Denn wenn einer in der Union was werden will, dann muss er konservativ bis reaktionär sein. Das bringt Spahn immer. Nur mit der Schwangerschaft klappt es noch nicht ganz. Obwohl Spahn seit dem Dezember 2017 mit Daniel Funke, einem Burda-Lobbyisten, verheiratet ist, entsprangen der Beziehung noch keine Kinder. Aber Spahn ist vorbereitet. Zur Reform des Abtreibungsparagraphen 218 weiß er zu sagen: „Mich wundern die Maßstäbe: Wenn es um das Leben von Tieren geht, da sind einige, die jetzt für Abtreibungen werben wollen, kompromisslos. Aber in dieser Debatte wird manchmal gar nicht mehr berücksichtigt, dass es um ungeborenes menschliches Leben geht.“ Der Mann denkt mit, denkt vor, ist katholisch und seine sexuelle Orientierung hindert ihn nicht, über den Körper von Frauen verfügen zu wollen.

Milliarden Euro für Masken

Verfügung über anderer Leute Körper, das ist Spahns Leidenschaft. Der Gesundheitsminister will die Gesichter der Deutschen nicht mehr sehen: Für ein paar Milliarden Euro hat er Masken bestellen lassen, die Millionen Deutsche unkenntlich machen sollen. Wer Spahns Gesicht sieht, ahnt: Er weiß, wie hässlich er ist, und er projiziert seine verständlichen Ängste auf den Rest der Welt. Da kommt der Virus als Vorwand gerade Recht. Zudem hofft der Karrierist Spahn, dass mit einer harten Virus-Politik seine Chancen, der Nachfolger von Angela Merkel zu werden, einfach besser sind. Er will den Abstand zu seinen Konkurrenten vergrößern. „Social Distancing“ ist auch hier gesund für seinen politischen Erfolg. Nur einmal, in einem Aufzug im Gießener Uni-Klinikum, fuhr er dicht gedrängt mit dem hessischen Ministerpräsidenten und vielen anderen, natürlich nach oben. Das Foto wurde bekannt, bekannt auch, dass Spahn kein Bussgeld gezahlt hat, obwohl die von ihm diktierten 1,5 Meter Mindestabstand nicht gewahrt wurden.

Villa für ein paar Millionen

Spahn nimmt gern Geld ein, vom privaten Geld ausgeben hält er nicht viel. So muss er an das Geld gekommen sein, eine Villa für ein paar Millionen im Berliner Nobel-Vorort Dahlem zu kaufen. Wieviele Millionen? Das soll die Öffentlichkeit nicht wissen. Um die öffentliche Debatte über sein beträchtliches Vermögen zu verhindern, schickt der Herr Minister seinen Anwalt durch die Gegend. Der schaffte es, beim Landgericht Hamburg durchzusetzen, dass die genaue Nennung von Kaufpreis, Darlehen und Grundschuld der Spahn-Villa die Rechte des Betroffenen verletze. Ende der Debatte. Wie man in Deutschland nicht mehr offen verschiedene Meinungen über Corona diskutieren kann, so darf über die Finanzen des faktischen Pharma-Agenten Spahn nicht mehr öffentlich diskutiert werden. Immerhin wurde bekannt, dass Spahn einen Kredit für den Villen-Kauf aufgenommen hat. Ausgerechnet bei der Sparkasse, bei der er mal im Verwaltungsrat saß. Ausgerechnet bei einer Anstalt des öffentlichen Rechts, in deren Leitung jetzt Parteifreunde des Spahn im Verwaltungsrat sitzen: Die CDU-Landräte Christian Schulze Pellengahr und Kai Zwicker. Bei Sparkassen wird mit Steuergeldern gewirtschaftet. Wann wird die Öffentlichkeit informiert, mit deren Geld dort jongliert wird, zu welchen Konditionen Spahn seinen Kredit bekommen hat?

Maulkorb für die Medien

Man schweigt in Deutschland: Über abweichende Meinungen zum Corona-Thema ebenso wie zum erstaunlichen Politiker-Reichtum und seinen Umständen. Hinter den Masken ist das Leben ärmer geworden. Reicher wurde der Herr der Viren. Und während das einfache Volk mit einem gewöhnlichen Mund-Nasen-Schutz ruhig gestellt wird, musste der Maulkorb für die Medien in diesem Fall vom Landgericht Hamburg gefertigt werden.

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Danke an den  Autoren für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 06. Oktober auf dem Blog Rationalgalerie

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Bildquelle:  suehling/ shutterstock

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10 Kommentare zu: “Der Herr der Viren – Spahns Medien-Maulkorb

  1. Lieber Norbert Voß,
    ich bediene mich meines eigenen Verstandes. Können Sie glauben. Ich wollte nur auf eines hinweisen: Gellermann hält die "jW" für nicht wichtig. Gut, das ist seine Meinung. Ich akzeptiere diese. Völlig. Wende aber ein, dass die auflagenstärkste linke Publikation, die täglich erscheint, ob man – Gellermann – diese Zeitung für relevant hält oder nicht, zumindest von ihm hätte genannt werden sollen, denn er schreibt ja wahrheitsgetreu, dass Anwälte von diesem widerlichen Lobbyisten der Pharmaindustrie, vor Gericht gezogen sind. Er lässt aber unerwähnt, dass dieser Typ mit der "jW" vor Gericht steht um dieser Zeitung die Berichterstattung zu verbieten. Ich hätte es als fair empfunden, hätte Gellermann diesen Sachverhalt erwähnt. Mein Eindruck ist: Gellermann hat ein Problem mit dieser Zeitung. Sie haben recht, er muss sie nicht nennen, aber Stil hätte es schon, oder? Und vor allen Dingen – wenn ich selbst, also der Herr Gellermann, vorgebe politisch links mich verorten zu lassen, kann er doch nicht die auflagenstärkste linke Zeitung ignorieren. So seh` ich das. Schade nur, dass Sie mich gleich einen Schwafler nennen. Wenn das ihr Stil ist…. o.k. dann vergessen Sie meine Antwort.
    LG.
    Koba

  2. " „Mich wundern die Maßstäbe: Wenn es um das Leben von Tieren geht, da sind einige, die jetzt für Abtreibungen werben wollen, kompromisslos. Aber in dieser Debatte wird manchmal gar nicht mehr berücksichtigt, dass es um ungeborenes menschliches Leben geht.“ Der Mann denkt mit, denkt vor, ist katholisch und seine sexuelle Orientierung hindert ihn nicht, über den Körper von Frauen verfügen zu wollen. "

    Nun, Spahn hat sich, wie alle anderen Protagonisten in diesem Coronaaffentheater, ekekhaft verhalten, aber er war bisher der einzige, der sich entschuldigt hat, wenn auch nur mit der Sprache der Diplomatie. Es wäre jetzt angebracht, die Schäden auch mal zu beheben.

    Als heterophiler, homophober Ex Katholik begrüße ich den Vorstoß Spahns, sich der die Unsäglichkeit des Abtreibungsgebarens anzunhmen. Es gibt zwar Fälle, in denen ich persönlich die Abtreibung in einer Interessensabwägung der Entscheidung der Mutter überlassen würde, aber prinzipiell hat er Recht, wenn er von einer Tötung spricht, weil es genau das ist.

    Wenn ich nicht das "Risiko" eingehen möchte Kinder zu haben, dann lasse ich mich nicht fögeln. So einfach ist das.

    Ich habe mir jetzt 14 Jahre lang unter Beweis gestellt dass das auch über einen längeren Zeitraum hinwg möglich ist.

    • Gibt es auch frigide Männer?
      Ich finde es besser, sich erst mal um das athmende Leben zu kümmern, als anderen Menschen Vorschriften machen zu wollen.
      Vielleicht teile ich Ihre Meinung sogar.
      Ihre banale "Logik" macht die Sache untragbar.

  3. Spahn, ein armes Würstchen, ein Vollpfosten vom Feinsten… aber was können wir gegen Vollfposten wie ihn tun? NICHTS!
    Denn Millionen anderer Vollpfosten finden gut was er macht, finden es gerecht, dass er eine Villa sich kauft, er arbeitet doch auch sooo viel und haaard ("hart" arbeiten nur Heteros) Keine Sorge, ich bin mich Homophob solange der Homo mir nicht sagt, dass er es ist und das ich ihn akzeptieren müsste, weil ich auch niemanden sage das ich hetero bin und der andere das akzeptieren muss.
    Spahn ist ein Würstchen, weil er rennt und rennt und immer mehr will, er will so sein wie die Milliardäre, will so sein wie Merkel, also Kanzlerin…. und, und, und… er ist der ärmste Mensch der auf der Welt, noch ärmer als die Armen der Ärmsten, wie vielleicht die meisten Kubaner z.B…. denn die feiern jeden Tag, die singen, tanzen, lachen, diskutieren wann immer es geht und genießen das Leben, jede Sekunde die sie genießne können. Spahn kann das sicher nicht, er muss immer aufpassen was er sagt, wegen der Karriere, muss immer schaun wer da in seinem Umfeld ist, will derm ich stürzen, will der mir ans Leder, ans Leben vielleicht? Er ist so arm dran…

    • Spahn ist, wie so gut wie alle seine Politikerkollegen, verloren in den Fängen seines Egos.
      Was wir "dagegen" tun können? Das Sein stärken!
      Denn ein Raum, in dem Dunkelheit (Ego) herrscht, wird durch Licht (Sein) erhellt. Niemals aber kann Dunkelheit das Licht auslöschen.
      Also gilt es, das Licht/ das Sein zu stärken und nicht unsere Gedanken an die Dunkelheit zu verschwenden.

  4. Ob Spahn hässlich ist, interessiert mich nicht, lieber Uli. Er ist "durchschnittlich"! Als Minister haben wir aber ein Anrecht auf die Besten – und die sollten nur ihrem Gewissen und dem Grundgesetz, dem Rechtsstaat, der Demokratie verpflichtet sein! Die Besten! Mit durchschnittlichen Parteikarrieristen rutscht das Land der Dichter und Denker unweigerlich ab, es rutscht quasi auf der schalen Bananenschale ab in die Bananenrepublik.

  5. All das was der anscheinend so um Ehrlichkeit bemühte Herr Gellermann von sich gibt, konnte – wer wollte – schon in der "jW" lesen. Diese Zeitung wird von Spahn vor den Kadi gezerrt, weil dieses linke Medium genau all das publiziert hat. Davon bei Gellermann kein Wort. Auf seiner eigenen Seite "Rationalgalerie" lässt dieser sog. Demokrat nur die zu Wort kommen, die ihm wohlgesonnen – sprich, nach den Maul reden – sind. Alle anderen werden mit Kommentaren wie – "Thema verfehlt" abgebügelt. Wenn er ehrlich wäre – was er absolut nicht ist – hätte er in diesem Kontext wenigstens die "JungeWelt" erwähnt und diese Zeitung in der Auseinandersetzung mit den Rechtsverdrehern des Herr Spahn unterstützt. Er muss nicht die Linie der Zeitung gut finden…alles o.k. – , aber nicht einmal darauf hinzuweisen, dass die "jW" mit Spahn vor Gericht steht, zeigt den ganzen Charakter dieses Herrn.
    Ein letztes, nur das ich nicht missverstanden werde: Natürlich stimmen die Ausführungen Gellermanns , darin gibt es für mich keinen Zweifel. Aber all die, die ihn schon einmal widersprochen haben – auch die "jW" – bügelt dieser sog. Kommunist ab, indem er sie nie erwähnt, oder lächerlich macht so wie auf seinem eigenen Blog immer wieder zu lesen. Ich kann nur jedem empfehlen Gellermann mit Vorsicht zu genießen.

    • Liebe(r) Koba,
      wovon schwafelst Du? Dass die jW von Spahn vor den Kadi gezerrt wird, soll Uli Gellermann vor jedem Artikel erwähnen? Dass er seine eigenen Meinung wiedergibt, soll er erwähnen und Dich noch um Entschuldigung oder gar Erlaubnis bitten?
      Dass Du eine andere Meinung hast, ist doch zu akzeptieren – aber hast Du Recht? Demokratie lebt von Pluralität. Ich kann nur empfehlen die Meinungsäußerungen von koba mit Vorsicht zu genießen – aber das wissen ja fast alle schon! SAPERE AUDE

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