Der „Humanistische Grundkonsens“ und die „Strategische Kommunikation“

von Bernhard Trautvetter.

Im Mai 2014 erschien auf der Website von Pedram Shahyar der Text „Offener Brief von Pedram Shayar (Attac) an die Mahnwache Erfurt“[1]  für einen humanistischen Grundkonsens.

Mit diesem Text begründeten Lars Märholz, Ken Jebsen und Pedram Shahyar ihre Distanzierung von Jürgen Elsässer mit diesen Worten:

„Viele Teilnehmer der Montagsmahnwachen waren …  empört …, dass Herr Elsässer … einen Artikel veröffentlichte, in dem wieder einmal konkreten personenbezogenen Herabwürdigungen Raum gegeben wurde. In der aktuellen Ausgabe seines Magazins kommt zudem nun ein Autor zu Wort, der in unsäglicher Weise gegen Migranten, Homosexuelle und Frauen vom Leder zieht. Es ist schlichtweg nicht glaubwürdig, sich auf der Friedensbühne kurzfristig zu mäßigen, um hinterher unverdrossen mit Ressentiments zu spielen, um die Verkaufszahlen eines Magazins zu fördern.“  

Auf diesen Text gingen Kritiker seither nie ein, nicht der Parteivorstand der Linkspartei, nicht die Studie der Otto Brenner-Stiftung zur sog. „Querfront“[2] und Medien oder Portale bevorzugterweise aus dem sog. „antideutschen“ Spektrum, wenn sie ihre Abgrenzung gegen KenFM und engagierte Kräfte, die mit ihm zusammenarbeiten, begründen.  Mit Fehlinterpretationen, wie sie sich Henryk M. Broder leistete, entstanden Antisemitismus-Vorwürfe[3] die unter anderem zur ausgrenzenden „Querfront“-Vokabel führte.

Es ist meiner Meinung nach zwar widersprüchlich, wenn auf KenFM einige wenige Beiträge verbreitet werden, die mit Ressentiments z.B. gegen Juden spielen, wie es der Vortrag von Gilad Atzmon[4] nach meiner Interpretation tut, und wenn Gerhard Wisnewski ein Autor des Magazins von Jürgen Elsässer (z.B. Compact 3.9.2016) erscheint.

Hier ist KenFM meines Erachtens nach im Widerspruch mit sich selbst. Diese Widersprüche sind kein Ausdruck einer Querfront. heise.de berichtete in diesem Zusammenhang: „Insbesondere der rechtsextreme, offen völkische Flügel um Höcke hat die verkürzte Kapitalismuskritik für sich entdeckt, wie der MDR anlässlich der sogenannten Compact-Konferenz berichtete, die eben von dem Jürgen Elsässer organisiert wurde, den auch Ken Jebsen interviewte.“[5] Diese Interviews lagen Jahre zurück, ‚heise.de‘ erweckt hier also so, wie viele andere, den falschen Eindruck, es gehe um ein Zusammengehen einst linker Kräfte mit Rechten, was dann als Querfront-Strategie zum großen Rundumschlag gegen breite Kreise alternativer Spektren missbraucht wird. Mit dabei sogenannte oder auch Mainstream-Medien, TV-Angebote wie Report München und auch linke Medien.

Hier liegt ein großer Erfolg der „Strategischen Kommunikation“ der Militärs vor:

Auf der Website „Air University“ der US- Luftwaffe finden wir unter dem Begriff „Strategische Kommunikation“ unter anderem die Methode, sich darauf zu konzentrieren, das Ansehen von Opponenten herabzustufen (“concentrate on degrading the credibility of opponents“)[6]: Hier liest man auch, dass die US-Armee seit circa 1998 dazu übergegangen ist, systematisch strategische Kommunikation zu nutzen. Das pr-wörterbuch.de definiert Strategische Kommunikation so: „Die bewusst geplante, interessengeleitete Kommunikation, um ein Unternehmensziel zu erreichen. Sie umfasst alle dafür geeignet erscheinenden kommunikativen Maßnahmen.“[7]

Im Falle der Nato ist das Unternehmensziel die Meinungshoheit in der Öffentlichkeit, sodass die Vorbehalte gegenüber dem Militärischen zurückgehen und die Unterstützung für Aufrüstung und sogar für kriegerische Maßnahmen zunimmt.

Es geht also ganz unverhohlen nicht darum, menschliche offene Kommunikation zu betreiben, sondern um Meinungsmache mit Methode. Maßnahmen sind nach der „Air University“ unter anderem die Hervorhebung der Komplexität des Geschehens, das Ersetzen reiner Wiederholung durch Varianten der Botschaften, massive Einschnitte in Entwicklungen und Fehler zu erwarten[8](A 21st Century Model for Communication in the Global War of Ideas: From Simplistic Influence to Pragmatic Complexity, by Corman, Trethewey, and Goodall, April 2007, Übersetz.: B.T.).

Man sieht also davon ab, die Botschaften einfach wiederholend zu transportieren, sondern variiert Aspekte der Inhalte, mit denen man Maßnahmen der „Strategischen Kommunikation“ in der öffentlichen Meinungsmache exerziert.

Die Konferenz des Joint Air Power Competence Centre 2015 in Essen hatte das Thema „Strategische Kommunikation“, inzwischen gibt es im Baltikum, in Riga ein Nato-Centre of Excellence für Strategic Communication. Die Konferenz 2015 in Essen propagierte für die Manipulation der Meinung der Bevölkerung die Methode, Geschichten zu erzählen, etwa über gut trainierte und hoch motivierte junge Kräfte, die fantastische und noble Arbeit verrichten und die sich dabei Herausforderungen stellen; die Vorteile einer solchen Herangehensweise würden die Nachteile bei weitem überwiegen[9].

Die eigenen Kräfte in gutem Licht erscheinen lassen und die Gegner diskreditieren. Das ist Element der Manipulation der Menschen durch Militaristen. Diese Propaganda wirkt.

Die Aufgabe der alternativen Kräfte besteht darin, sich dagegen zu immunisieren, einen eigenen humanistischen Kompass zu verbreiten und WeggefährtInnen sowie die Öffentlichkeit aufzuklären, damit der Widerstand gegen das Geschäft des Todes nicht mit strategischen Maßnahmen  paralysiert werden kann.

Uns geht es statt um Strategische Kommunikation um menschliche Kommunikation und um eine Interaktion, die die Beteiligten immer mehr in die Lage versetzt, ihre Erfahrungen ohne Ressentiments rückhaltlos zu verarbeiten. Dazu gehört dann auch die Erkenntnis, dass die Realität ein Prozess ist der sich aus Gegensätzen speist.

Das beinhaltet die Erkenntnis, dass auch wir uns in Widersprüchen entwickeln. Sie zu kultivieren wäre dann eher paralysierend, sie zum Impuls für Weiterentwicklung zu nutzen, kann uns helfen, unser Potential zu entfalten.

So ist es zu verstehen, wenn der Lehrer Keating in ‚Club der toten Dichter‘ auf dem Pult stehend sagt: „Wenn Du von etwas wirklich überzeugt bist, dann rate ich Dir, darüber nachzudenken: Was könnte dagegen sprechen?“

Denn was uns befähigt, aufrecht durchs Leben zu gehen, das ist unsere Fähigkeit, mit Widersprüchen ohne Scheuklappen umzugehen, dann kann Strategische Kommunikation uns nicht zu willenlosen Trägern fremder Ideen umpolen, dann sind wir Menschen im Sinne des humanistischen Grundkonsenses.

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Quellen

[1] http://www.internetz-zeitung.eu/index.php/1916-offener-brief-von-pedram-shayar-attac-an-die-mahnwache-erfurt

[2] http://www.nachdenkseiten.de/?p=27377]

[3] https://www.rubikon.news/artikel/pr-mit-dem-holocaust-als-pr

[4] https://kenfm.de/kenfm-am-set-gilad-atzmon/

[5] https://www.heise.de/tp/features/Querfront-als-Symptom-3952540.html?seite=all

[6] https://www.heise.de/tp/features/Querfront-als-Symptom-3952540.html?seite=all: Siehe: Credibility in the Global War on Terrorism: Strategic Principles and Research Agenda, by Corman, Hess, and Justus, 9 June 2006  Quelle:  http://www.au.af.mil/info-ops/strategic.htm, Übersetzung B.T. (dort mit der Suchfunktion ‘opponents’ suchen)

[7] http://www.pr-woerterbuch.de/wiki/index.php/Strategische_Kommunikation

[8] “…replace repetition with variation…”  in: http://comops.org/publications/CSC_report_0701-pragmatic_complexity.pdf A 21st Century Model for Communication in the Global War of Ideas: From Simplistic Influence to Pragmatic Complexity, by Corman, Trethewey, and Goodall, April 2007, Quelle:  http://www.au.af.mil/info-ops/strategic.htm – Übersetz.: B.T.

[9] https://www.japcc.org/wp-content/uploads/Conf_Proceedings_2015_web.pdf , S. 12, Übersetzung: B.T.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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18 Kommentare zu: “Der „Humanistische Grundkonsens“ und die „Strategische Kommunikation“

  1. Hallo Nick, ich habe mir die Zeit genommen, da gab es schon lägeres mit wenig Tiefgang.
    Ob du es glaubst oder nicht, von Existenzangst habe ich mich so ziemlich befreit, Angst vor Krankheiten oder Tod? Wieso soll ich mir vorher darüber Gedanken machen? Ich kann es sowieso in den meisten Fällen nicht beeinflussen. Konsumverzicht, erfolgt zwangsläufig, wenn das Verhältnis von Einkünften und Aus/ Abgaben immer schlechter wird. Das Einzige, was mich von weitergehenden Schritten abhält, ist die Verantwortung für Frau und Kind. Hätte ich in jungen Jahren das politische Wissen von Heute und nur für meine Taten allein die Konsequenzen zu tragen… ich glaube das geht aber vielen so und ich bin in diesem Fall egoistisch aber das nehme ich mir raus.
    Entscheidend für das bestehende System wird sein, wie lange schaffen sie es die Masse wie ein Puppenspieler zu manipulieren. Wenn eine kritische Masse des Widerstandes erreicht ist, wie weit gehen sie und wie weit gehen die Knechte der „Staatsgewalt“? Haben die sie soweit im Griff, dass sie sich nicht umdrehen und gegen „Herren“ vorgehen?
    Das wird der entscheidende Moment sein. Ich habe die Situation als 17 Jähriger Life miterlebt und erfahren müssen, wie es ferngesteuert missbraucht wurde.

  2. Die strategische Kommunikation richtet sich nicht an einen äußeren Feind, sondern an den Feind im Inneren. Mit viel Aufwand wird die Meinungshoheit angestrebt um die eigene Bevölkerung zu beeinflußen. Sehr seltsam, wenn man von einem angeblichen Verteidiger als Feind wahrgenommen wird. Wenn man soweit ist, dass man die eigene Bedeutung verteidigen muß, dann ist man schon überflüssig.

  3. Ergänzung zur ‚Parkour_Denke‘:

    Da wo andere Hindernisse oder gar Sackgassen sehen, sieht der Traceur Brücken oder Sprungbretter für den ganz eigenen Pfad innerhalb derselben Bedingungen!

    Die Wirklichkeit ist immer ambivalent, bietet also auch einen Vorteil im größten Nachteil und umgekehrt.
    Die meisten persönlichen Realitäten aber sind höchst eindimensional, unidirektional.
    Wer wendig ist, der dreht sich einfach um und sieht 359° mehr als der der völlig Unbewegliche.

    Wendigkeit ist nicht so der Deutschen Ding.
    Wir marschieren konkurrenzlos exzellent in eine Richtung, die auch gerne vorgegeben sein darf.
    Ein Halt, oder Zurück ist keine Option, denn da ist ja immer das GAAAANZ wichtige Ziel, das UNBEDINGT erreicht werden muss – egal, ob es Sinn macht oder nicht, denn es hat ja jemand (wer? warum? wozu?) zum staatstragend wichtigen Ziel erkoren!?

    Ich war mal mit einem Yakhirten unterwegs.
    Der hatte nicht mal ein Wort für ‚Stress‘.
    Der sagte mir mal, dass die meisten, die er kenne, ständig über das Land hinweg laufen oder bestenfalls durch das Land, aber kaum einer mit dem Land gehe.
    Der hatte zwar auch ‚Ziele‘, aber keinerlei Ambitionen!
    Wenn nicht so, dann eben anders.
    Wenn nicht hier, dann dort oder vielleicht auch gar nicht. Egal.
    Seltsamerweise konnte man dort live unter wirklich unwirtlichen Umständen erleben, wie der zu Potte kam und dabei absolut zufrieden war.
    Der hatte auch Familie, also Verantwortung – funktionierte.
    Und die Kinder waren maximal zur Autarkie befähigt, die konnten auch alles schon sehr früh selber machen – ohne Aufpasser etc.
    Die waren schlicht angstfrei, denn die wussten genau worauf es ankam und dass sie das, worauf ees eben ankam, beherrschten.
    Das ist der Punkt.
    Da liefen auch damals die Chinesen rum und versuchten diese Leute zu gängeln, umzuerziehen oder gar anzusiedeln – no way.
    Der konnte weder lesen noch schreiben, aber der gute Mann hat die akademische Führungselite der Chinesen alt aussehen lassen, haha.
    Und überlebt.

    Doch diese menschen sterben trotzdem aus.
    Warum?
    Weil auch hier mit KONSUM-Produkten gearbeitet wird und die Verlockungen der Bequemlichkeiten größer geworden sind.
    Dagegen hatte der Yakhirte natürlich keine Antwort parat.

    Also: es ist möglich, aber bleibt gefährlich, weil das Bedürfnis es ‚leichter‘ zu haben, obwohl es dabei den meisten schwerer fällt zu ‚leben‘, sehr mächtig ist…

  4. Danke lieber Bernhard. Ich habe mal wieder etwas verstanden.

    Zunächst einmal irren die Militärs (oder sie täuschen – aber für so gut halte ich sie nicht). Was sie in diesen Fällen anwenden ist gar keine strategische Kommunikation. Es ist taktische Kommunikation. Das ist ein ganz entscheidender Unterschied. Warum ist das wichtig? Warum kann man nicht einfach akzeptieren, dass dieses Vorgehen nunmal „strategische Kommunikation“ heißt, und es dabei bewenden lassen?

    Weil Taktik und Strategie immer in Beziehung stehen. Man kann diese Beziehung verallgemeinern, und immer anwenden. Aber wenn man sie hier anwendet, stellt sich eben heraus, dass die als „strategische Kommunikation“ bezeichnete den taktischen Teil der Beziehung abbildet. Und wenn man den falschen Namen „strategische Kommunikation“ dafür akzeptiert, dann passiert das selbe wie bei jedem orwellschen Neusprech, und die Gedanken prallen an eine assoziative Mauer, die nicht überwunden werden kann, weil sie sich aus den falsch zugeordneten Namensbedeutungen speist.

    Konkret dienen Taktiken dem Erreichen kurzfristiger Ziele, und Strategien zielen auf langfristigen Erfolg. Und dabei sind diese beiden Antagonisten. Sie haben die verblüffende Eigenschaft, dass starke Taktiken schwache Strategien zur Folge haben, und starke Strategien in der Regel schwache Taktiken verlangen. Ich will versuchen, dass an diesem Beispiel hier deutlich zu machen. Es heißt im Text: „Die bewusst geplante, interessengeleitete Kommunikation, um ein [konkretes Ziel] zu erreichen. Sie umfasst alle dafür geeignet erscheinenden kommunikativen Maßnahmen.“
    Was man zur erreichung konkreter Ziele macht ist quasi per Definition Taktik. Und so wirkt das dann auch. Wenn man versucht, durch vorspiegelung falscher Tatsachen (Besitz von Massenvernichtungswaffen) den Angriff auf den Irak zu rechtfertigen, und diese Lüge dann auch noch auf allen Kanälen in zigfacher Ausführung wiederholt, dann erzeugt man einen Konflikt in der Gedankenwelt der so beglückten.
    Es kommt eine Information die inzwischen glasklar als Unwahrheit identifiziert wurde. Und jeder Kanal, auf dem man diese Information empfangen hat wird dadurch das nächste Mal diskreditiert. Also unglaubwürdig. Das heißt, dass man als Urheber das nächste mal nicht mehr in der Lage ist, glaubwürdig seine Version auf den selbst kontrollierten Kanälen zu verbreiten – selbst dann wenn sie stimmt. Es schwingt immer die Möglichkeit mit, dass es eine Falsche Information sein könnte, weil die Erfahrung das als Möglichkeit ausweist. Und je öfter die Erfahrung diese Möglichkeit auffindet, desto schlimmer wird es. Das ist ein strategischer Totalschaden. Der Super-GAU der richtigen „strategischen Kommunikation“. Es gibt wirklich gar nichts, was schlimmer sein könnte. Auf einmal wird „Kommunikation“ unmöglich, weil jede Information zurück gewiesen wird.

    Die Sache hat 2 interessante Implikationen. Eine betrifft Rainer Mausfelders Vorträge zum Beispiel zum Schweigen der Lämmer. Wenn es gelingt Informationen zu dekontextualisieren, dann ist ein Teil davon auch, diese Erfahrungswerte aus der aktuellen Kommunikation heraus zu halten. Ich verlasse mich also nicht auf meine Erfahrung, dass die Medien immer Falschinformationen verbreiten, wenn es um die Rechtfertigung eines (neuen) Krieges geht* , sondern ich bewerte die Informationen ohne den Kontext alter verifizierter Informationen auf dem selben Kanal zu rate zu ziehen. Nimmt man diese Erfahrungswerte allerdings als Teil des Kontextes dazu, dann kommen wir zur 2. Implikation:

    Überall tönt es heutzutage Lügenpresse. So ein Zufall. Übrigens ein deutliches Zeichen, dass die Militärs den Unterschied zwischen Strategie und Taktik und deren Eigenheiten tatsächlich nicht (mehr?) überblicken.

    *Pearl Habor, Iran-Kontra, 2. Irakkrieg, 3. Irakkrieg, Afghanistankrieg (15 Saudis und 4 Täter anderer Nationalität fliegen mit 2 Flugzeugen in 2 Wolkenkratzer. Alle 3 stürzen ein wegen Feuer. Als Vergeltung wird [strike]Saudie Arabien[/strike] Afghanistan angegriffen…), Koreakrieg, Vietnamkrieg, Angriff auf Polen, Jugoslavien, … man suche sich was aus…

    • „der in unsäglicher Weise gegen Migranten, Homosexuelle und Frauen vom Leder zieht. Es ist schlichtweg nicht glaubwürdig, sich auf der Friedensbühne kurzfristig zu mäßigen, um hinterher unverdrossen mit Ressentiments zu spielen, um die Verkaufszahlen eines Magazins zu fördern.“

      Ich habe COMPACT im Abo. Ich kann mich nicht erinnern, etwas derartiges gelesen zu haben.
      Ohne Belege/Zitate: #NotAnArgument
      Ich bitte um Aufklärung.

    • Ich habe den Text von Ken Jebsen und anderen nur zitiert. Belege für deren Position gibt es finde ich dessen ungeachtet selbst leicht und unabhängig von den Autoren des ‚Humanistischen Grundkonsenses‘ zuhauf; z.B. hier werden Ressentiments genährt, die das friedliche Zusammenleben untergraben können, sollten sie in den Mensch-Mensch-Begegnungen im Alltagsleben zum Tragen kommen: https://www.compact-online.de/islamische-zeitung-neue-regierung-bricht-tabus-des-deutschen-nachkriegserbes/
      Ob es den Autoren damals um den kleinen Akif ging, können nur die Zitierten selbst sagen. Hier etwas, das zum Schüren von Ressentiments passt: https://www.contra-magazin.com/2015/11/compact-akif-pirincci-das-ist-purer-faschismus/ Wenn z.B. das Ruhrgebiet nach einem nicht auszuschließenden GAU in einem belgischen AKW fliehen muss, dann haben wir eine Situation, die vielleicht an die Flüchtlingszahlen in der Nazi-Zeit erinnert. Flüchtlinge in die Todeszone zurückzustoßen verletzt also auch unsere eigen Interessen nach Sicherheit. Es kann so schnell gehen. Die Grenzsicherung ist nicht das Problem, es ist der Krieg, die Gewalt, der Tod mit all seinen Folgen. Hier muss die Bekämpfung der Fluchtursachen ansetzen.

    • Lieber Bernhard,
      zunächst einmal danke für Deine Antwort :o)
      Dies ist hier wohl die falsche Plattform, um sowas auszudiskutieren. Ich fasse mich kurz. Ich kann deine Kritik „Ressentiments genährt, die das friedliche Zusammenleben untergraben können“ nicht nachvollziehen. Sind denn für Dich alle unmündig? [blödfrag]. Für mich sieht das aus wie eine valide Meinungsäußerung. Und den kleinen Akif ernstzunehmen ist ungefähr so, wie Gernot Hassknecht zum Außenminister zu machen (upps, passiert sowas ähnliches nicht gerade in der GroKo?)

      Ich bin der Ansicht, wir bräuchten mal eine echte #QuerfrontFürFrieden. Quer durch alles und jeden, denn ohne Frieden ist alles Nichts.

      Und danach können wir uns alle an einen Tisch setzen, und uns im Rahmen eines konstruktiven Diskurses mal so richtig die Argumente um die Ohren hauen, bis die Fetzen fliegen, denn da gibt es nur (Erkenntnis-)Gewinner.
      Was hältst du davon? [handreich]
      Frieden zuerst!
      Und danach: aber hallo! Deutliche Worte ;o)

    • Lieber waldbaer, Querfront ist ein historisch belegter/besetzter Begriff, der für die Zusammenarbeit von KPD-Parteimitgliedern und Nazis (NSdAP) stand/steht.
      Von Nazis gibt es die Parole „für Frieden nach dem Sieg“. Ich weiß: Kriege enden nicht im Frieden.
      Ich bin für das Zusammenwirken aller, die den humanistischen Grundkonsens unterstützen und mit Leben füllen, was entsprechend die Menschenrechte zur Grundlage hat.

    • Lieber Bernhard,
      Du lehnst meine in Frieden ausgestreckte Hand ab, gegenwärtig, weil irgendwelche Idioten die selben Worte mal eben so.. Welcher Religion gehörst Du an, in der Wörter beschmutzt werden können?
      Ich sage Frieden, und Du sagst „Nein, das geht nicht, weil du ein Wort benutzt, das..“ WTF?
      Sehr schön auf den Punkt gebracht.
      Ich sage: Frieden zuerst!
      Was sagst Du?

    • Lieber waldbaer, wenn Du meinen Namen in die Suchmaschine eingibst, siehst Du, dass ich aus dem Ruhrgebiet komme: http://www.essenart.de Was ich bei Ihrer Bemerkung, ich lehne Ihre Hand ab, nicht verstehe:
      Inwiefern lehne ich eine ausgestreckte Hand ab, wenn ich mich für das „Zusammenwirken aller, die den humanistischen Grundkonsens unterstützen und mit Leben füllen“, einsetze?
      Ohne diesen menschenrechtlichen Kompass würde die Gemeinschaft der Solidarität ihre Seele verlieren.
      Ich habe einmal gelernt, dass mensch dann etwas falsch macht, wenn er von innen her friert und das Gespür für dieses Gefühl übergeht. Ich will menschliche Nähe, die wärmt. Dazu eins meiner Gedichte:
      PEACE
      Human beings
      love
      it
      to be

  5. Dass der ganze Scheiß immer neu Namen bekommt und Pseudo-Diversifizierungen erfährt ändert an den harten Fakten gar nichts.
    Propaganda, Lügen, Desinformation, Manipulation, Infiltration, Korrumpierung, Diffamierung, Diskreditierung, Separatismus, Hetz-Etiketierung usw.usf. gab es bekanntlich schon weit vor 2000 Jahren nachgewiesenermaßen und es hat sich seitdem radikal gar nichts verändert – es ist und bleibt das Repertoire der Machtgeilen!?

    Das ganze Hin-und-Her-Gesülze und quasi-plagiatorische Übernehmen von vermeintlichen Kampfbegriffen (‚Querfront‘, ‚Semi-Antisemitismus‘, Broder-Bramarbasierungen, Elsässerismen oder was auch immer…) ist für´n Arsch.

    Diese ganzen Diskussionen, Erwägungen, Thematisierungen verfehlen ihren selbsterklärten Zweck total – da spricht eine nüchterne Bilanz Bände.
    Das Einzige, was damit erreicht wird, ist, dass der Kessel am Brodeln gehalten wird und jede Menge Schwaden/Suaden die Sicht auf das Wesentliche vernebeln.

    Ich kann das Links-Rechts-Gequatsche nicht mehr hören. Oder das Ismen-Gesalbadere. Oder das PC-Gejaule. Oder das Trump/Putin (et.al.)-Popanzieren!
    All dies ist Beleg für eine völlig fehlgeleitete Wahrnehmung selbst derer, die sich diesbezüglich ‚aufklärerisch‘ bemühen.
    Denn in diesen unzähligen, unsäglichen Für-und-Wider-Veitstänzen wird nur um den heißen Brei getanzt, während abseits vom Kessel der kochenden Volksseele, im Dunkel der ausgeblendeten öffentlichen Wahrnehmung, in der Loge sich gewisse Kreise an diesem Schauspiel ergötzen und ungestört über den Bühnenplan konferieren können.

    Während sich wahrscheinlich noch die nächsten 100 Jahre am 1.und 2. Weltkrieg abgearbeitet wird oder an der Wiedervereinigung oder an der ‚einzig wahren‘ Definition von ‚Kapitalismus‘ und ‚Liberalismus‘ etc. oder sich weiterhin aufgeregt wird über soziale Ungerechtigkeit, staatliches Unrechtsvermögen und Strohpuppenfeindbildern aller Couleur, wird sich was nun genau zum BESSEREN wenden? – Nichts.

    Ich kann Scheiße in Goldfolie packen und parfümieren – es bleibt Scheiße.
    Ich kann sie von Theorie A nach Praxis B tragen – es bleibt Scheiße.
    Ich kann sie umbenennen in ‚Exkrement‘ – klingt vornehmer, ändert nichts an der Konsistenz.
    Ich kann Scheiße auch so großflächig breittreten, dass man glauben könnte, sie hätte sich aufgelöst – Irrtum.
    Ich kann mich über Scheiße aufregen und Kotsäckchen verteilen zum Wegpacken – sie wird trotzdem weiter produziert und dadurch nicht weniger.
    So – und da sind wir beim Punkt:
    All das, was hier wie anderswo mit immensem Aufwand plakatiert wird, erklärt weder, woher die Scheiße kommt, noch wie man sie verhindern kann!
    Es wird nur immer und ewig die gleiche Scheiße neu verpackt, umetikettiert oder anders verteilt.

    Große Preisfrage: Worum handelt es sich bei dem Platzhalter ‚Scheiße‘?
    ‚Exkrement‘ benantwortet diese Frage selbst durch seine wortwörtliche Bedeutung ‚Ausgebranntes‘.
    Scheiße wird fortlaufend produziert durch das Verbrennen von Ressourcen.
    Es wird jede Menge Energie verbrannt – wozu?
    Um dem Geltung und Gültigkeit zu verschaffen, was sich das einzelne Gehirn, genauer: das einzelne subjektive Bewusstsein, an Bedeutsamkeit ausgedacht hat.
    Die Bedeutsamkeit entsteht aus dem Deuten der subjektiven Realitätserfahrung.
    Die subjektive Realitätserfahrung deutet vor allem auf eines – die GEFAHR!
    Das subjektive Bewusstsein wird nämlich zuallererst von ANGST gesteuert – vorzugsweise der Angst um die eigene Existenz.
    Um diese Existenz vermeintlich absichern zu können, versucht das Subjekt seine Umgebung zu kontrollieren.
    Und es ist dabei völlig egal, ob sich das auf der niederen Ebene einer Wortbedeutungsdiskussion oder auf der Ebene der ‚Global Dominance‘ abspielt.
    Deutungshoheit bedeutet Kontrolle bedeutet Macht.
    Macht bedeutet (vermeintlicher) Bestimmer des eigenen Schicksals zu sein.
    Und wenn dann noch die eine oder andere Neurose dazu kommt eben auch die Macht über das Schicksal anderer bestimmen zu können.

    Solange man es also mit Existenzängstlichen zu tun hat, hat man es mit Machtversessenen zu tun.
    Und in den Machtspielchen wird eben die Energie verbrannt, die jede Menge Scheiß produziert.

    Ich erkenne aber weit und breit niemanden in der aktiven Meinungsbildungsszene, der überhaupt ein Interesse daran hat (Angst ist Machtinstrument Nr.1!) bzw. eben erfolgreich im Auflösen dieser ist.
    Mit Parolen, Plakaten, Petitionen, mit Parteienbildung aller Art zur gegenseitigen Vergewisserung der Absicherung von allerlei subjektiven Sicherheitsbedürfnissen (politische Parteien, NGOs, Verbände, Religionen, …) , mit systemischen, technischen und/oder sozialer Illusions-Prothetik kommt man der Auflösung von Ängsten keinen Schritt näher.
    Man kann sie damit kaschieren, ausblenden, verkleiden, umetikettieren, dämpfen etc., aber eben nicht auflösen.
    Ja, man kann sie damit ja nicht einmal wenigstens als irrationalen HAUPT-Impetus akzeptieren, was ja auch schon ein Fortschritt wäre!
    Statt dessen faselt man lieber von einem ‚Humanistischen Grundkonsens‘, von ‚wachstumsorientierter Leistungsgesellschaft‘ oder ’sozialer Gerechtigkeit‘ etc. als würden derlei Begrifflichkeiten irgendetwas diesbezüglich in den Griff geraten lassen…

    Ich respektiere die Versuche derjenigen, die sich ‚aufklärerisch‘ bemühen, aber solange die ‚Aufklärung‘ nicht diesbezüglich Tacheles redet und dazu hilfreiche Stellung beziehen kann, ist die ganze Mühe umsonst.

    • Sehr schön formuliert, ich gebe dir auch Recht, nur habe ich am Ende auf deinen Lösungsansatz gehofft. Wie werden wir die Existenzangst los? Von allem unwichtigen Materiellen trennen? Sich vom lohnabhängigen Lebenserwerb abkoppeln? Schlussendlich ist es aber so: Hunger essen Seele auf.

    • Und wie……? Oder ist es das Problem mit der Gefährdung des „demokratischen Systems“, welches strafrechtlich verfolgt wird?

    • @HuHu!

      Wird länger die Antwort – wenn keine Zeit, keine Lust – es gibt dazu leider keine kürzere Fassung.
      ann isses eben tl;dr 😉

      Ich kenne kein Tier, das Angst vor dem Leben hat.
      Nur der Mensch beschäftigt sich in weiten Teilen mit nichts anderem.
      Jede Kakerlake hat da mehr ‚Mumm‘.
      Selbst unser nächster Verwandter kennt keine Zukunftsangst.
      Der weiß noch viel weniger, was morgen sein wird, denn der kontrolliert mal gerade gar nichts.
      Sind die Affen ausgestorben, weil sie nicht ‚arbeiten‘?
      Oder weil sie ihre Umgebung nicht radikal kontrollieren, ausbeuten, verändern, damit sie maximal ‚affengerecht‘ ist?
      Hängen die als angstneurotisch Getriebene beim Affenpsychiater herum?
      Schlafen die schlecht, weil sie nicht wissen können, ob morgen noch die Bananen da sind oder die Blätter?
      Kein Tier stirbt gerne, aber sie verbringen ihr Leben nicht im Dauerstress mit der Angst vor einem möglichen Ende.

      In einem Vergleich zwischen uns und dem ‚Rest‘ erkennt man unschwer, dass es unser Zeitbewusstsein und die Erkenntnis unserer eigenen unvermeidlichen Endlichkeit ist, die diese Ängste auslöst.

      Die Zeit kam spätestens ins Spiel als diese Faktoren sich bemerkbar machten:
      – kosmische Ereignisse, die sich negativ auf die Menschheit auswirkten, was zur Folge hatte, dass unsere Vorfahren argwöhnisch-ängstlich den Himmel zu beobachten begannen und so feststellten, dass es Rhythmen, Perioden, Zyklen gibt – also Wiederholungen und damit Zeitpunkte von Überschneidungen derselben mit möglichen negativen Auswirkungen.
      – die ‚Erfindung‘ von Viehzucht und Landwirtschaft, die extrem von bestimmten Zeitpunkten (Aussaat, Ernte, Zeugung) abhängig sind
      – die Kirche, als sie als erste die Uhren einführten und ‚ora et labora‘ zur gemeinschaftlichen Pflicht machten und einforderten mit dem Argument der Gottgefälligkeit von Arbeit und der Strafandrohung der Hölle bei Faulheit (eine der Todsünden immerhin 😉 )
      – die Erfindung von ‚Geld‘. Eine ursprünglich höchst religiöse Angelegenheit (Tempeltaler als erste Währung/Hekatombe!), die aus der Angst vor Unglück dergestalt erwuchs, dass die ersten Astronomiekundigen quasi zum Priesteramt wechselten, als die Gunst der ‚Götter‘ ( Sterne = Konstellationen) erbeten wurde und dazu auch das exklusive Wissen der Priesterastronomen zum Monopol und die Unkundigen davon maximal abhängig wurden
      – die Errichtung von Städten als ‚Zivilisation‘, der Verbürgerung von Gemeinschaften, mit der Folge von ‚Recht‘ und ‚Gesetz‘ und damit Gewaltprivilegien für die einen und Unterwerfung für die Anderen als Neuschöpfung einer Abhängigkeit, die es so vorher nie gegeben hatte.
      ….
      nur so mal die wichtigsten, die mir gerade so auf die Schnelle einfallen.

      Warum zähle ich das auf?
      Weil es verdeutlicht wie unser Heute aus dem Gestern zustande kam.
      Es zeigt weiter auf, dass das, was uns heute als alternativlos verkauft wird, als Zwangnotwendigkeit in Wirklichkeit Ergebisse einer Reihe von Akten reiner Willkür sind!
      Das bedeutet auch, dass das heute weithin propagierte ‚Werte’system ebenfalls willkürlicher Natur ist und somit bedeutungslos insoweit, als man es, so man denn will, für sich gelten lassen kann, dass es aber gerade mal NULL Anspruchsrecht gibt, dieses ‚Werte’system einzufordern und bei Nichterfüllen unter Strafe zu stellen!

      Die meisten sind so sehr auf dieses willkürliche Zwangssystem von klein auf konditioniert, dass sie innerlich erbeben bei dem Gedanken dieses in Zweifel zu ziehen!
      JEDER, der in diesem System danach erzogen wurde, kennt das vom eigenen Leib her – Autoritätsgläubigkeit wirkt reflexhaft sogar bei sogenannten Anarchisten, die sich allesamt auch erst bewusst machen müssen, was da mit ihnen geschieht, um sich dagegen zu verwahren.

      Wenn jemand also kommt und diese Systematik der autoritären Instrumente in Zweifel zieht, gar abschaffen will, dann kommt sofort Panik (aka Angst) auf, direkt gefolgt von massiver Ablehnung – so gut funktioniert der Systemdrill.
      Die Denke hört an dieser Stelle sofort auf.
      Ist unvorstellbar, damit unmöglich. Punkt.

      Alles beginnt also mit der Loslösung dieser krampfhaften Klammerung an ein System, das sich selbst natürlich als alternativlos darstellt – muss man aber wirklich nicht glauben, kann man wissen, dass das eine strikte Lüge ist!

      Dazu muss einem bewusst werden, dass es gerade so ist, wie eben skizziert.
      Man muss gegenüber dem System respektlos werden können, weil es keinen Respekt verdient hat.

      Der zweite Schritt ist die Loslösung vom Füttern des Systems, so weit wie es nur irgend geht – und da lässtb sich einiges machen.
      Es fängt schlicht mit dem Konsum als solchem an.
      Man kauft, verwendet Unmengen an überflüssigem Scheiß, der Geld kostet, das erarbeitet werden muss und von dem in vielen, vielen Stufen das System mindestens über 80% an Steuern wieder einzieht und bestenfalls einen Bruchteil davon wieder zurück gibt, wenn überhaupt.
      Wir lassen unseren Konsum von Behauptungen diktieren, die in den allermeisten Fällen schlicht erfunden worden sind.
      Das geht bei sogenannten Ernährungsempfehlungen, Gesundheitsvorsorgediktaten los, geht weiter über diverse Codes, die erfüllt werden sollen (Klamotten, Karre, Kopulation etc.) über die App-Diktatur, die Gier nach social-media-likes, die Propaganda des ‚Arbeitsethos‘, diverse Wirtschaftsmythen, Staatslügen usw.
      Auch Informationen selbst gehören als Konsumprodukt natürlich dazu.

      Wer all das kritisch, ich meine WIRKLICH KRITISCH, abprüft, der verwirft anschließend eine ganze Menge davon.
      Er wird erkennen, dass er von vorne bis hinten manipuliert, desinformiert und indoktriniert wurde.
      Und zwar zu seinem absoluten Nachteil, denn die kleinen ‚Vorteile‘, die das System den Gehorsamen zuteil werden lässt, wiegen die erlittenen Nachteile nicht im geringsten auf!

      Das System lebt aber vom KONSUM all dieser Dinge! -> daher die Idiotie der Wachstumsideologie!
      Jeder kann seinen Konsum diesbezüglich drastisch reduzieren – nicht in jedem Fall und jederzeit, aber so viel, dass es wirksam wird.
      Die Stahlfaust, die dich an der Gurgel hat, wird weich, sobald die Muskeln, die sie halten, erlahmen wegen Entkräftung.

      Nicht-Konsumieren ist übrigens völlig legal und straffrei, muss also keiner Angst haben. 😉

      Der nächste Schritt ist das Entwickeln einer gesunden Gesamtdistanz zu ALLEM.
      Einschließlich der eigenen Person.
      Hat nichts mit Schizophrenie, kognitiver Dissonanz oder Entpersönlichung zu tun.
      Es geht darum nicht alles, nur weil es einem selbst einfällt und gefällt, unreflektiert gut zu heißen und zu vertreten, also zu seinem Interessengebiet zu erklären, was zwangsläufig mit anderen Interessengebieten in Konflikt gerät und so die soziale Spaltung beflügelt, die ebenfalls das System nährt (siehe aktuell diesen Scheiß-AfD-Aversionshype oder die Genderhysterie etc.).
      Es gibt nur wirklich sehr Weniges, das vonnöten ist, dass ich mich als Individuum begreifen und behaupten kann.
      Das Allermeiste, das sonst darunter einkategorisiert wird, ist nichts anderes als Krücken, Prothesen, Masken, Kostüme, Illusionen.
      Das Wenige wiederum, das tatsächlich existentiell nötig ist (materiell, mental, methodisch) reicht, wenn diesem entsprochen wird, um den Menschen mit sich ins Reine kommen zu lassen.
      Er wird so deutlich zufriedener und – wie es das Wort schon andeutet – friedlicher.
      Ganz ohne sonstige Ideologie, Status oder Machtkontrolle.

      Dieses Wenige, echt Existentielle (Existenz <- agr. ex-histamai = ich trete heraus, hervor, nämlich aus dem namenlosen Nichts, so wie die PERSONA aus dem 'Nichts' hinter dem Vorhang auf die Bühne tritt) kann man sich beschaffen, erhalten, pflegen mit wirklich relativ wenig Aufwand.
      Man muss es nur als echt Existentielles erkennen, anerkennen und dann danach leben.
      Das kann auch einem niemand wieder wegnehmen, auch der mächtigste Staat nicht, weswegen der so ein Interesse daran hat, dass möglichst viele 'individuell' sein wollen und zwar so wie die anderen, weil sie deren Anerkennung für essentiell halten, was so natürlich nicht stimmt!

      Das ist sozusagen das Grundgerüst für den Start.

      Um dies innerhalb eines Systems ausleben zu können, das nicht hier und jetzt einfach umgekrempelt werden kann von einem oder auch größeren Gruppen, und so die mittelfristigen induktiven Auswirkungen der eigenen Haltung zu gewährleisten, die letztlich dann tatsächlich zu einer Befreiung von dem System führen können, muss man die 'Parkour-Denke' beherrschen lernen.
      Parkour ist eigentlich eine Art Sport (startpage.com ist dein Freund dazu), – in der es um maximale körperliche Aktionsfreiheit innerhalb ansonsten fester, beschränkender Gegebenheiten geht -, kann aber mühelos auf eine GEISTIGE AKTIONSFREIHEIT übertragen werden!
      Kannst du die Verhältnisse außerhalb von dir nicht verändern, kannst du aber immer dein Verhältnis zu den Gegebenheiten verändern.
      Dazu sind wir aber nicht erzogen worden und das ist die eigentliche Fußfessel – unsere Eigenprogrammierung.
      Wer diese Fessel mal abgestreift hat, erkennt schnell und leicht, wie sehr er sich von Popanzen hat an der Nase herumführen lassen und wird es hassen lernen und somit zukünftig immun sein gegen jede Form der Vereinnahmung durch nicht-essentielle Interessenforderungen (also wortwörtlich: nicht-Wesentliches, das mit einem selbst in Wirklichkeit nichts zu tun hat)!

      Aber das ist aufwendig, schmerzhaft, unlustig bis zu dem Punkt, wo man eben so weit ist.
      Und daher ziehen eben die meisten folgerichtig die blaue Pille vor und lassen sich in der Mähtricks melken.
      Dann sollen sie aber gefälligst auch nicht jammern, denn das ist dann erbärmlich.

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