Der Islam – Seit Jahrhunderten der „Lieblingsfeind“ des Westens

von Petra Wild.

„Es war mir nicht möglich, in der europäischen oder amerikanischen Geschichte seit dem Mittelalter eine Periode zu entdecken, in der der Islam im Allgemeinen außerhalb eines von Leidenschaft, Vorurteil und politischem Interesse geschaffenen Rahmens diskutiert oder über ihn nachgedacht wurde,“ schrieb der amerikanisch-palästinensische Literaturwissenschaftler Edward Said 1980.[1]

Das hat sich heute nur insofern verändert, als dass „Leidenschaft, Vorurteil und politisches Interesse“ in offenen Rassismus umgeschlagen sind.

Seit etwa zwei Jahren gibt es in den westlichen Ländern die größte rassistische Massenmobilisierung seit dem Faschismus. Von Rechten und Linken gleichermaßen wird „der Islam“ als Bedrohung beschworen. Die Medien sind voll von Berichten und Kommentaren, die „den Islam“ als Gegenteil zur „westlichen Kultur“ und die „westlichen Werte“ konstruieren. Das hat Folgen. Mehr als 50% aller Europäer/innen haben eine rassistische Einstellung gegenüber Muslimen.[2] Musliminnen wird auf offener Straße das Kopftuch heruntergerissen, syrische Kinder werden in aller Öffentlichkeit geschlagen, Muslime durch die Straßen gejagt oder gar erschlagen, regelmäßig brennen Moscheen und Flüchtlingsheime.

Der anti-muslimische Rassismus funktioniert auf sehr simple Weise. „Der Islam“ wird auf ein paar einfache Schlagworte und eingängige Stereotype reduziert, die wieder und wieder in verschiedenen Variationen reproduziert werden. Vielfach bedient er sich derselben Methoden, die im 19. und 20. Jahrhundert  zur Dämonisierung der jüdischen Religionsgemeinschaft angewandt wurden. Der anti-muslimische Rassismus enthält sowohl Elemente des Antisemitismus als auch des kolonialen Rassismus.

Zu den wichtigsten demagogischen Tricks gehört das selektive Zitieren aus heiligen Büchern. Es werden besonders abstoßende Zitate aus dem Zusammenhang gerissen und ohne jeden Kontext präsentiert, um zu beweisen wie schlimm die jeweils angegriffene Religion sei.

Hierzulande besonders beliebt ist der Verweis auf die Gewaltsuren im Koran. Es wird damit argumentiert, dass sich wahhabitische Terrororganisationen wie der „Islamische Staat“ auf diese beziehen, und daher beweise das, dass das Problem im Islam selbst liege. Diese Argumentation zeugt von Unkenntnis oder aber von böswilliger Absicht, denn Religionen funktionieren so nicht. Die drei abrahamitischen Religionen sind mehr als nur ihre heilige Schriften. Da heilige Bücher vielfach widersprüchlich sind und kryptische Stellen enthalten, bedürfen sie der Interpretation.

Zur Auslegung des Korans hat sich im Islam eine ganze Wissenschaft herausgebildet. Um den Koran zu verstehen, reicht es nicht, ihn zu lesen, man muss auch den historischen Kontext, die Hadithe (die Aussprüche des Propheten) und die Debatten kennen, die in der langen Geschichte des Islams geführt wurden. Untersuchungen zeigen überdies, dass der Koran von den heiligen Büchern aller drei abrahamitischen Religionen am wenigsten Gewalt enthält.

Die Gewalt in der arabischen und weiteren muslimischen Welt durch den Koran und „den Islam“ erklären zu wollen, lenkt von den tatsächlichen Ursachen ab.

Die westlichen Kriege und das Feindbild Islam

Das Feindbild Islam wurde nach dem Sieg des kapitalistischen Lagers im Kalten Krieg systematisch aufgebaut. Einerseits, um die einsetzenden Kriege in der arabischen Welt zu rechtfertigen und andererseits, weil die westlichen Gesellschaften so beschaffen sind, dass sie Feindbilder brauchen.

Seit 1991 wurde die arabische Welt mit zahlreichen Kriegen und ökonomischen Embargos überzogen, die Millionen von Menschen das Leben kosteten und das Leben unzähliger Menschen zerstörten. Allein durch das Embargo gegen den Irak, das nach dem 1. Irak-Krieg 1991 verhängt wurde und bis zum 2. Irak-Krieg 2003 in Kraft war, starben 500.000 irakische Kinder. Der 2. Irak-Krieg und die 8 Jahre andauernde Besatzung des Landes durch die USA kosteten schätzungsweise eine weitere Million Iraker/innen das Leben.

Dass diese Gewalt, die von der westlichen Welt ausgeht, einmal auf sie zurückschlagen würde, war absehbar. Die jungen Muslime, die in den letzten Jahren Anschläge in westlichen Ländern begingen, taten dies mit dem Verweis auf die westlichen Verbrechen in der arabischen bzw. muslimischen Welt. Verschärfend kommt hinzu, dass es die westlichen Staaten waren, die in Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien die wahhabitschen Terrorgruppen, die heute ihre Ländern heimsuchen, erst ins Leben gerufen haben. Dass  al-Qaeda aus den von den USA und Saudi-Arabien aufgebauten Mujahedin hervorging, die in Afghanistan gegen die sozialistische Regierung und die dort stationierten sowjetischen Truppen kämpften, ist kein Geheimnis. Doch trotz dieser Erfahrung bedienten sich westliche Länder, um Muammar al-Gaddafi zu stürzen, in Libyen wieder derselben wahhabitischen Extremisten. In Syrien wurden diese Kräfte ebenfalls unterstützt, vor allem von den USA und ihren regionalen Verbündeten.[3]

Nicht „der Islam“ ist für die Gewalt verantwortlich, sondern die fortgesetzte westliche Kriegs- und Kolonialpolitik, die auf die Unterwerfung der arabischen Welt zielt sowie die zynische Instrumentalisierung wahhabitischer Extremisten zur Durchsetzung dieser Politik.

Die lange Geschichte des anti-muslimischen Rassismus in Europa 

Der anti-muslimische Rassismus wäre jedoch nicht so erfolgreich, hätte er nicht so eine lange Geschichte und wären nicht die entsprechenden Stereotype so tief im europäischen Gedächtnis verankert. „Der Islam“ ist eines der ältesten und wirkungsmächtigsten Feindbilder in Europa. Die europäische Auseinandersetzung mit dem Islam reicht bis ins Mittelalter zurück und war größtenteils von Feindseligkeit geprägt. Die geographische Nähe zwischen Europa und dem Orient, die gemeinsame wechselvolle und konfliktreiche Geschichte und auch, dass die islamische Welt der christlichen über Jahrhunderte überlegen war, haben dem Islam eine besondere Stellung in der europäischen Imagination verliehen.

Für Europa war der Islam seit seiner Entstehung im 7. Jahrhundert ein verhasster Rivale. Die ersten, die sich über ihn ereiferten, waren die Kirchenväter, die in ihm eine christliche Häresie sahen und Muhammad als Betrüger bezeichneten. Während der Kreuzzüge wurden die meisten der anti-muslimischen Klischees geprägt, die bis heute im Umlauf sind. Schon damals standen die Themen Gewalt und Frauen bzw. Sexualität im Vordergrund. Allerdings wurde den Muslimen damals nicht die Unterdrückung von Frauen vorgeworfen, sondern eine allzu große Libertinage.

Seitdem Europa im Mittelalter begann, sich eine eigene Identität zu geben, wurde diese unter Ausschluss aller orientalischen Einflüsse und als Gegenteil zum Islam konstruiert. Der Begriff Europäer wurde zum ersten Mal im Kampf gegen arabische Muslime erwähnt. Europäer sein, hieß also vor allem kein Muslim sein. In der Bezeichnung Europas als „christliches Abendland“ oder als „christlich-jüdisches Abendland“ scheint diese alte Frontstellung wieder auf.

Der Orient wurde in der europäischen Geschichte zwar immer als minderwertig dargestellt, aber gleichzeitig auch als das territorial größere Gebiet, das mit einem größeren Machtpotential ausgestattet ist, das meistens als destruktiv vorgestellt wurde. Hinzu kommt, dass sich die islamische Welt niemals vollständig der westlichen Dominanz unterworfen hat, so dass sie auch deswegen für die westliche Welt etwas Unberechenbares und Bedrohliches hat.[4]

Der Orient und der Okzident (oder „der Islam“ und „der Westen“) waren jedoch niemals so strikt voneinander abgegrenzt, wie es heute dargestellt wird. Muslimische Araber regierten von 711 bis 1492 große Teile des heutigen Spaniens, auch auf Sizilien bestand etwa 200 Jahre lang ein arabisches Reich. Muslime haben durch ihre jahrhundertelange Überlegenheit in Wissenschaft, Philosophie, Landwirtschaft und Kultur maßgeblich zur Zivilisierung Europas beigetragen. Der Wissenstransfer aus der muslimischen Welt schuf erst die Voraussetzungen für die Renaissance und die Aufklärung.[5] Umgekehrt fielen Europäer im 11. Jahrhundert in das heutige Palästina ein, eroberten Jerusalem und schlachteten die gesamte Bevölkerung ab, einschließlich der Christen und Juden. Sie errichteten dort einen frühen europäischen Siedlerkolonialismus, der fast 100 Jahre bestand. Drei weitere Kreuzzüge folgten. Ab dem 16. Jahrhundert begann die Kolonisierung muslimischer Länder, die große Verwüstungen anrichtete und Millionen von Menschen das Leben kostete. Der europäische Kolonialismus brachte neue rassistische Zuschreibungen mit sich. Die Rückständigkeit des Islams und die Unterdrückung der Frauen waren beliebte Themen zu dieser Zeit. Frankreich behauptete, mit seiner „Zivilisierungsmission“ die arabischen Frauen befreien zu wollen. Auch im viktorianischen England waren die in Korsetts geschnürten Frauen entsetzt über die Frauenunterdrückung, die sie im muslimischen Schleier sahen.

Die koloniale Periode, die viel Bitterkeit hinterlassen hat, ist bis heute nicht aufgearbeitet. Die alten Kolonialmächte haben den ehemaligen Kolonien nicht nur keine Entschädigung  gezahlt, sondern dominieren diese auch nach der Entkolonisierung noch. Der rassistische koloniale Blick besteht weiter, weil sich die ihm zugrunde liegenden Machtverhältnisse nicht geändert haben.

Quellen

[1]: Said, Edward, Islam through Western Eyes, The Nation, 26.4.1980

[2]: Osborne, Samuel, Europeans want Immigration Ban from Muslim-Majority Countires, Poll reveals, Independent, 7.1.2017; Rafael, Simone, Neue „Mitte“-Studie: Feindlichkeit gegen Muslime, Sinti und Roma und Geflüchtete ist besorgniserregend, Netz gegen Nazis, 15.6.2017

[3]: Mizner, David, Don’t blame Islam, Jacobin, 30.1.2015

[4]: Said, Edward, Covering Islam, Routledge and Keagan Paul, 1981, S. 4f.

[5]: Hunke, Sigrid, Allahs Sonne über dem Abendland: Unser arabisches Erbe, Frankfurt/Main, 2009 (6.Auflage); Borgolte, Michael, Der Islam als Geburtshelfer Europas, Bundeszentrale für Politische Bidlung, 23.3.2011

Petra Wild ist Islamwissenschaftlerin mit den Arbeitsschwerpunkten Palästina-Frage sowie Widerstand und Revolution in der arabischen Welt. Sie ist Autorin der Bücher „Apartheid und ethnische Säuberung in Palästina. Der zionistische Siedlerkolonialismus in Wort und Tat“ (Wien, 2013) und „Die Krise des Zionismus und die Ein-Staat-Lösung. Zur Zukunft eines demokratischen Palästinas“ (Wien, 2015)

Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

61 Kommentare zu: “Der Islam – Seit Jahrhunderten der „Lieblingsfeind“ des Westens

  1. Noch etwas zum Islam, was leider so fast nie diskutiert wird(oder nicht werden darf?): Glaubens- bzw. Denkfreiheit ist ja wohl das höchste Gut in den Menschengesellschaften. Doch erzwungene Toleranz gegenüber einem Glauben, der diese ächtet und mit Sanktionen bis hin zur Todesstrafe verfolgt, ist genau das Gegenteil davon. Aber gegenüber dieser Wahrheit scheinen die Islamapologeten lieber die Augen zu verschließen. Damit ist unsere mühsam errungene Denk-und Meinungsfreiheit und gültige Geschlechtergleichwertigkeit nun wieder aufs höchste gefährdet. Wenn das dann endlich einmal wahrgenommen wird, ist es womöglich schon zu spät. Den „Eliten“ aber kann das doch nur recht sein, denn ein Volk, in dem schon vom Glaubensgesetz her die Hälfte unterdrückt ist, nämlich die Frauen, lässt sich logischerweise umso besser versklaven.

  2. Natürlich gibt es eine unglaublich hohle Feindbildgenerierung durch rechtspopulistische Hetzer gegen ‚den Islam‘ in westlichen Ländern. Andererseits haben alle(!) westlichen Länder Religionsfreiheit, das gilt insbesondere auch für Israel. Von islamisch geprägten Ländern kann man das nicht sagen.
    Es gibt also die meisten Baustellen in islamisch geprägten Ländern,
    Gerade eben erleben wir eine politische Katastrope in Arabien, man muss erleben, wie das vergleichsweise tolerante und progressive Katar massiv und völlig hirnrissig von Saudi-Arabien und den Emiraten mit Falschanschuldigungen überzogen wird und isoliert wird. Bei den Saudis ist der wahre Grund wohl die Tatsache, dass Katar religiöse Toleranz eingeführt hat und bei den Emiraten spielt wohl sogar Neid eine Rolle. Die Anschuldigungen sind per se falsch, weil sie völlig ungerechte und katastrophale Konsequenzen nach sich ziehen. Für das sehr kleine Land Katar ist die Grenzschließung eine Katastrophe, und trifft vor allem massiv gerade alle ohnehin an irgendwelchem Terror unschuldigen Bürger Katars. Es ist ein Hohn, dass sich der Westen hier nicht klar positioniert und sogar (im Fall der Figuren des DFB bezüglich der Fussball-WM 2022) die haltlosen Anschuldigungen sogar verstärkt.
    Die unglaubliche Verlogenheit, mit der die Islamdiktatur Saudi-Arabien von der Trump-Regierung gepusht worden ist, zeigt erste ‚Früchte‘. Der Islam ist kein Feindbild des Westens, sondern ein hohles Feindbild, das Rechtspopulisten den Bürgern im Westen aufdrängen wollen, während sie in Arabien Islamisten der krassesten Sorte massiv unterstützen.

    • In Saudi -Arabien werden die Menschenrechte so schlimm verletzt, dass ich ein Buch darüber bis jetzt noch nicht zu Ende lesen konnte: Saudi-Arabien-Die Tyrannei der tausend Prinzen“ von Sami Alrabaa, einem Ex-Muslim, Jahrgang 1949. Er lebte und lehrte u.a. in Ägypten, Indien, Mexico, Kuweit, Saudi-Arabien und in der Bundesrepublik. Er ist Soziologe.Linguist und Literaturwissenschaftler und er sagt u.a. über den Islam, dass wir den muslimischen Menschen keinesfalls einen Gefallen tun, wenn wir diese Religion verharmlosen oder beschönigen. Furchtbar traurig ist auch das Buch: „Zerrissener Schleier“ von Manny Shirazi, die die Lebensumstände von 4 Frauen im Iran beschreibt. Sie ist 1946 im Iran geboren, arbeitete dort 5 Jahre als Lehrerin, schrieb Prosa und Lyrik, engagierte sich in der iranischen Frauenbewegung. Heute lebt sie in London, wo 1984 ihr Buch: „Eine Frau hat keine Rechte, ein Schicksal im Iran, erschien.

    • Saudi-Arabien ist die schlimmste Islamdiktatur der Welt. Zwar dicht gefolgt vom Iran, aber mit dem Iran ist nicht der ganze Westen VERBÜNDET wie mit der Regierung Saudi-Arabiens.
      Es gibt zahlreiche islamisch dominierte Länder, die Religionsfreiheit haben.
      Sogar auf der arabischen Halbinsel. Gerade auch das gerade mit einem Kalten Krieg bedrohte Katar, das als WM-Veranstalterland zu ungeahnten Ehren gekommen ist, ist zwar nahezu 100% islamisch, aber hat sogar ein neues interreligiöses Zentrum und erlaubt im Gegensatz zu den Saudis Tourismus. Ähnliches gilt für den Oman, das sogar Religionsfreiheit aktiv betont.
      In Algerien stehen einige der – meiner Meinung nach jedenfalls – bemerkenswertesten Kirchen der Welt und werden geradezu geschützt und als Kulturgüter angesehen, dabei ist Algerien zu fast 100% islamisch.
      Der aktuelle Justizminister Saudi-Arabiens will hingegen – per ‚Fatwa‘ schwarz auf weiß erklärt – das Christentum komplett von der arabischen Halbinsel verbannt sehen.
      Das hindert aber weder Trump noch den angeblich ‚christlich-konservativen‘ US-Vizepräsidenten Pence nicht daran, genau mit dieser Regierung auf anbiedernde Weise verbündet zu sein und gleichzeitig auf anderen islamisch geprägten Ländern, die viel demokratischer und offener gegenüber anderen Religionen sind, massiv herumzuhacken. Verlogen bis zum Anschlag und ein inhaltlicher Offenbarungseid erster Klasse. Erinnert an die Kommunisten des Ostblocks, was Faktenferne und Betonköpfigkeit angeht.

  3. Der einzig vernünftige Satz in diesem ganzen Artikel lautet: „Die Gewalt in der arabischen und weiteren muslimischen Welt durch den Koran und ‚den Islam‘ erklären zu wollen, lenkt von den tatsächlichen Ursachen ab.“ Leider trägt auch dieser Artikel der Islamwissenschaftlerin Petra Wild nichts dazu bei, über die tatsächlichen Ursachen aufzuklären. Er verwirrt, ich vermute mit Absicht.

    Zu einigen Thesen der Autorin:

    „Seit etwa zwei Jahren gibt es in den westlichen Ländern die größte rassistische Massenmobilisierung seit dem Faschismus. Von Rechten und Linken gleichermaßen wird ‚der Islam‘ als Bedrohung beschworen.“ Der Islam ist eine Rasse? Ändern Konvertiten mit dem Übertritt zum Islam auch Ihre Rasse? Bekommen die plötzlich braune Augen und eine dunkle Hautfarbe? Mehr Typ Indonesien, Inder oder gar etwa Araber? Oder mehr so Schlitzaugen wie chinesische Muslime? Wie weit kämen wir, gelänge es Autoren, Religion mit Rasse gleichzusetzen und dabei ernst genommen zu werden?

    „Mehr als 50% aller Europäer/innen haben eine rassistische Einstellung gegenüber Muslimen.“ Mit dieser Behauptung bezieht sich die Autorin auf 2 Quellen. Die 1. Quelle habe ich gefunden und sie ist überschrieben: „Most Europeans want immigration ban from Muslim-majority countries, poll reveals“ Dieser Artikel bezieht sich auf eine Umfrage des „Chatham House – The Royal Institute of International Affairs“ und die ist überschrieben:“What Do Europeans Think About Muslim Immigration?“. Die 2. Quelle (Rafael Simone) habe ich nicht gefunden, denn sie bezieht sich auf das Datum 15.6.2017 – und heute ist der 5. Juni 2017. Ist vielleicht nur ein Druckfehler. Wie auch immer, es ist die Rede von IMMIGRATION von Muslimen. Nicht von RASSISMUS! Die Autorin setzt hier die Ablehnung von muslimischer Migration mit Rassismus gleich. Ist das Islamwissenschaft?

    Die Lesart dieser Umfrage durch die Autorin entblößt ihre Vorgehensweise: Verdrehen, Übertreiben, Verwirren!

    Übertreibung? Gleich nach dem obigen Zitat geht es weiter: „Musliminnen wird auf offener Straße das Kopftuch heruntergerissen, syrische Kinder werden in aller Öffentlichkeit geschlagen, Muslime durch die Straßen gejagt oder gar erschlagen, regelmäßig brennen Moscheen und Flüchtlingsheime.“ Ja, diese bedauerlichen Vorfälle gibt es. Kopftuch reissen und syrische Kinder schlagen wohl eher sehr, sehr selten. Muslime erschlagen in Europa auch eher selten. Häufiger wohl in muslimischen Ländern (Sunniten gegen Schiiten und umgekehrt). Jede brennende Moschee und jedes brennendes Flüchtlingsheim ist eins zu viel, aber insgesamt sind es in Europa immer noch Ausnahmen.

    Und in den Flüchtlingsheimen sind auch Nicht-Moslems – wäre das Abfackeln dieser Heime dann kein Rassismus? Ich möchte erinnern: “ Seit erheblich mehr Aussiedler und Spätaussiedler sowie Übersiedler aus den Staaten des Warschauer Pakts nach Deutschland kamen, stieg die Zahl der Angriffe auf sie: 1988 gab es vier Brandanschläge gegen Aussiedlerheime…“ (Wikipedia)

    Verwirrend interessant erregt sich die Autorin auch: „Zu den wichtigsten demagogischen Tricks gehört das selektive Zitieren aus heiligen Büchern. Es werden besonders abstoßende Zitate aus dem Zusammenhang gerissen und ohne jeden Kontext präsentiert, um zu beweisen wie schlimm die jeweils angegriffene Religion sei.“ Mag schon sein, aber man ersetze mal die „abstoßende Zitate“ durch „friedliche Zitate“ und „beweisen wie schlimm“ durch „beweisen wie friedlich“! Na, wem fällt was auf?

    „Zur Auslegung des Korans hat sich im Islam eine ganze Wissenschaft herausgebildet“ Wissenschaft??? Theologie und/oder Auslegung von heiligen Schriften, ob Koran oder Bibel, ist keine Wissenschaft! Wissenschaft befaßt sich mit der Überprüfbarkeit von Behauptungen (1+1=2). Theologie ist „Lehre von Gott/Göttern“ und befaßt sich mit Glauben, der nicht überprüft wird (werden soll). Wer in dieser Form Religion mit Wissenschaft verbindet, verbreitet geistiges Opium.

    Verwirrung funktioniert natürlich nur, wenn man auch Tatsachen zitiert. So ruft die Autorin auch einige wahre Dinge ins Gedächtnis wie zum Beispiel die Erwähnung der jüngsten Kriege und Kriegsverbrechen des Westens oder: „Der Wissenstransfer aus der muslimischen Welt schuf erst die Voraussetzungen für die Renaissance und die Aufklärung“. Da die Aufklärung sich gegen die christliche Kirche durchsetzen mußte, wäre es doch mal interessant zu untersuchen, inwieweit wissenschaftliche Erkenntnisse auch in der muslimischen Welt gegen den Islam durchgesetzt werden mußten. Das wäre dann: „Islamwissenschaft ist die wissenschaftliche Erforschung der Religion des Islam und der vom Islam geprägten Kulturen und Gesellschaften in der Vergangenheit und Gegenwart.“ (Wikipdia)

    Außerdem könnte man dann klären, daß die Kriege nichts mit Religion zu tun haben und die Religionen, ob friedlich oder nicht, nur ein Vehikel sind, um Fronten zu schaffen. Völlig überflüssig werden dann „Untersuchungen zeigen überdies, dass der Koran von den heiligen Büchern aller drei abrahamitischen Religionen am wenigsten Gewalt enthält.“ Also von mir aus: Eine Steinigung weniger! Ich kümmere mich lieber um die wirklich wichtigen Fragen.

    • Ich habe das auch noch nie verstanden, wieso Islamkritik jetzt immer Rassismus sein soll, wobei Kritik an anderen Religionen bei den selben Argumentieren dagegen Religionskritik geblieben ist. Diese Unlogik scheint von denen, die das tun, bisher keinem aufgefallen zu sein.

    • Kari: Glauben Sie, dass unsereins dies nicht auch alles weiß, oder dass unsereins dies nicht genauso schrecklich findet, wie Sie? Deshalb kann man doch aber nicht den Islam als einzige Religion einer genauen Analyse und berechtigten Kritik entziehen bzw. dies tabuisieren und diejenigen, die berechtigte Kritik üben und diejenigen, die darunter schwer gelitten haben und heute unter Lebensgefahr als Ex-Muslime weiterleben müssen diskriminieren! Das finde ich fast noch mehr beängstigend als die negativen Aspekte dieser Religion. Wo soll das denn hinführen? Sicher nicht in eine Freidenkergesellschaft mit Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau.

  4. Erlauben Sie mir eine essentielle geschichtliche Ergaenzung, die moeglicherweise doch mit dem Feindbild Islam in Zusammenhang steht, naemlich der initialen alles andere als friedlichen Propagation dieser Religion von der Arabischen Halbinsel ausgehend ueber Nordafrika nach Iberien, bis Mitten in das heutige Frankreich bei Poitiers, wo die Umayyaden von Karl Martell 732 AD auf die Pyrenaenhalbinsel zurueckgedraengt wurden. Diese historische Tatsache zeigt, dass diese neu entstandene Religion mit Schwert und Gewalt Verbreitung fand, lange bevor sich das Christentum gewaltsam gegen den Islam wendete.

    • Geschichte

      Islamisierung:
      Das osmanische Reich hatte Südosteuropa (Griechenland, Bulgarien, Jugoslawien, Ungarn, Rumänien, Teile der Ukraine, Krim, …. ) 3-400 Jahre lang weitgehend unter seiner Kontrolle. Es fand während all dieser Zeit kaum je eine Zwangsislamisierung statt. Diese Länder wären sonst alle längst islamisch. In Wirklichkeit waren die Osmanen gar nicht an einer Islamisierung interessiert.

      Zivilisation/Kultur:
      Es gibt keinen qualifizierten Historiker, der die hohe Zivilisation und Kultur des islamischen „El Andalus“ im andalusischen Spanien mit seiner hohen Toleranz gegenüber Christen und Juden in Frage stellt. Als die christlichen spanischen Könige „El Andalus“ eroberten, zerstörten sie diese hohe Kultur/Zivilisation, vertrieben die Muslime und Juden und terrorisierten die Bevölkerung mit Inquisition. Zerstörten die ganze Wirtschaft Spaniens.

      Krieg:
      Von den Einfällen und Zerstörungen durch die mongolischen Horden war weitgehend der islamische Nahe und Mittlere Osten betroffen. (Heute sind es in weit schlimmerem Ausmass der barbarische, unzivilisierte Westen und die von ihm finanzierten Söldner und Banden, die die Menschen wie auch die Zivilisation und Kultur des Nahen und Mittleren Ostens zerstören).

      Aus dem Jahre 1099 ist ein grauenvolles Blutbad durch die Europäer an Christen, Muslimen und Juden in Jerusalem dokumentiert. Von der Eroberung Jerusalems durch Saladin im Jahre 1187 sind nicht einmal annähernd vergleichbare Gräueltaten bekannt.

      Die schwersten Plünderungen der christlichen Stadt Konstantinopel und die abscheulichsten Schändungen von christlichen Heiligtümern geschahen durch christliche Venezianer und Franken (1204 n.Chr.). Solche abscheuliche Frevel sind von der Eroberung und Plünderung Konstantinopels durch die Osmanen (1453 n.Chr.) nicht bekannt. Nirgends ist bekannt, dass die Osmanen auf christliche Altäre die Notdurft verrichtet und uriniert hätten, so wie es die (zivilisierten!) Europäer, Venezianer und Franken getan haben.

      Heute schlachten die (zivilisierten!) Westeuropäer, die USA, die Israeli (auch Europäer) zusammen mit ihren (sich islamisch schimpfenden) „Freunden“ weiter. Zerstören gezielt ganze Kulturen In Afghanistan, Irak, Jemen, Libyen, Syrien, ……

    • Wie lässt es sich unter einer zahlenmässig überwiegend (ca. 97%) muslimischen Mehrheit leben? Sind die Muslime oder deren Religion eine Bedrohung für andere? Warum verlassen Christen Palästina wegen der brutalen Besatzungsmacht Israel und nicht wegen den musli-mischen Palästinensern?
      Solche und andere Fragen beantworten Ihnen gerne die zwei christlichen Palästinenserinnen Faten Mukarker aus Bethlehem und Sumaya Farhat-Naser aus Bir Zeit. Beide befinden sich ab und zu zwecks Informationsvorträgen im deutschsprachigen Raum. Beide sprechen sehr gut Deutsch. Zwei Frauen die noch NIE resigniert haben!
      Eine weitere Frau die solche in andere Fragen beantworten kann heisst Amira Hass. Sie ist Jüdin und lebt im palästinensischen Ramallah.

  5. Es geht immer um das Zusammenleben von Menschen, um ihr Verältnis zueinander, also wie sie sich einander über verhalten.

    Das wurde schon immer geregelt.
    Vor erscheinen Gottes durch das Recht des Stärkeren (und zum Teil auch noch heute so), nach seiner Offenbarung durch sein Wort.

    Die 10 Gebote der Bibel, die Gott seinem Volk durch Moses mitgeteilt hat, ist nichts anderes als eine Art Grundgesetz.

    Sie sind nicht willkürlich und erst recht nicht ungerecht, sondern dienen allein dem friedvollen und gelingenden Zusammenleben der Menschen.

    Denn Gott der Herr macht alles für den Menschen, nicht gegen ihn.

    Aber Gott zwingt niemanden auf Erden, sich seinem Willen zu unterwerfen.

    Es beruht auf Freiwilligkeit, Gottes Gebote zu befolgen.

    Das ist der freie Wille, den Gott den Menschen gegeben hat, sich für oder gegen ihn zu entscheiden, bis zum Tod.

    Dennoch sagt bzw. warnt Gott die Menschen auch, dass es nicht ohne Konsequenzen bleibt, sich gegen seine Gebote zu verhalten.

    Diese Konsequenzen betreffen die Seele der Menschen. Und dies schon im hier und jetzt, aber vor allem im Hinlick auf das Jenseits nach dem Tod.

    Die Gesetze der säkularen Welt decken sich zum Großteil mit den Gesetzen Gottes.
    Auch sie regeln das Zusammenleben der Menschen, so dass jeder die gleichen Rechte und Pflichten bekommt.

    Der große Unterschied besteht zum einen in der Verbindlichkeit, dass die Befolgung der säkularen Gesetze nicht auf Freiwiligkeit beruht und zum anderen in den Konsequenzen, die im Hier und Jetzt stattfinden und vor allem den Leib betreffen.

    • Es ist ja jedem unbenommen seine beschränkte Sicht der Welt anderen mitzuteilen, ich habe da eine andere.
      Wenn ich das Wort Seele lese, und meine Mitmenschen danach frage, so bekomme ich hier zum Beispiel kleine klaren Aussagen, was sie eigentlich mit Seele meinen.
      Aber auch die Nachfrage nach den 10 Geboten, beschert mir immer rudimentär wissen, alleine beim Aufzählen der 10 Gebote. Trotzdem wird immer Vollmundig so getan, als ob das allgemein gültiges
      Wissen wäre, über das man nicht streiten könne.

      Ich wäre neugierig wie sie Seele definieren,

      Mich würden auch ihre Meinung zum 1 Gebot interessieren, welches ja zur Intoleranz aufruft
      Auch die nachfolgenden 3 Gebote zeugen von Intoleranz und Absolutismus.

      Eigentlich haben nur die Gebote 7,8,10 relevante Inhalte. Obwohl diese selbstverständlichkeit seien sollten.

      Alle anderen Gebote dienen der Erhaltung von Machtstrukturen.

      Damit sie das selber nachprüfen können, hänge ich mal die 10 Gebote an.


      „Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.“
      „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.“
      „Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.“

      „Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation; bei denen, die mich lieben und auf meine Gebote achten, erweise ich Tausenden meine Huld.“

      „Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr lässt den nicht ungestraft, der seinen Namen missbraucht.“
      „Gedenke des Sabbats: Halte ihn heilig!“
      „Achte auf den Sabbat: Halte ihn heilig, wie es dir der Herr, dein Gott, zur Pflicht gemacht hat.“
      „ Sechs Tage darfst du schaffen und jede Arbeit tun. Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. “
      An ihm darfst du keine Arbeit tun: du, dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, dein Vieh und der Fremde, der in deinen Stadtbereichen Wohnrecht hat.
      An ihm darfst du keine Arbeit tun: du, dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, dein Rind, dein Esel und dein ganzes Vieh und der Fremde, der in deinen Stadtbereichen Wohnrecht hat. Dein Sklave und deine Sklavin sollen sich ausruhen wie du.
      Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel, Erde und Meer gemacht und alles, was dazugehört; am siebten Tag ruhte er.
      Denk daran: Als du in Ägypten Sklave warst, hat dich der Herr, dein Gott, mit starker Hand und hoch erhobenem Arm dort herausgeführt.
      Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn für heilig erklärt.
      Darum hat es dir der Herr, dein Gott, zur Pflicht gemacht, den Sabbat zu halten.

      Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.

      Du sollst nicht morden.

      Du sollst nicht die Ehe brechen.

      Du sollst nicht stehlen.

      Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.

      Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen. Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen, nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgendetwas, das deinem Nächsten gehört.

    • Brauchbar für unser Leben heute ist die Bibel m. E. erst ab dem Neuen Testament. Alles andere ist von Herrschsucht geprägt und nicht von friedlichem, verbindlichem Denken. Was ist das denn für ein Gott, der z.B. von jedem männlichen Nachkommen die Vorhaut als Treuepfand verlangt? Schrecklich!

    • Ob abgeschnittene Vorhaut, oder Geiselung mit Ruten,
      Ob Fürbitte um gute Ernte, oder Knie rutschen auf Kirchenstufen.

      Auf der einen Seite Obulus, mit Opfergabe, als Gegenleistung ewige Liebe.

      Und fliehen dürft ihr ich auch nicht aus diesem Jammertal. Ach ihr armen Christen.
      Wenn das die Wahrheit ist, würden mir vor einem Leben nach dem Tod gruseln.

    • Wenn man (also nicht mit, sondern) über die Bibel lehrt, sollte man das mit viel Kommentaren durchführen. Es ist ein in sich widersprüchliches Buch mit Ansammlungen von Fragmenten an Überlieferungen über damalige gesellschaftliche Entwicklung und auch deren Glaubensicht wie die Welt aus der damaligen Perspektive gesehen wurde.
      Also, wenn eine Gemeinschaft oder ein Staat mit der Bibel seine Kinder abrichtet, dann verdient sie auch die Gesellschaft die equävalent wie die in der Bibel abgebildet ist.

      Ich habe so schreckliches Mitleid mit den Kindern die in der Schule so etwas über sich ergehen lassen müssen.
      Selbst habe ich einen unheimlich wissbegierigen neunjährigen Jungen betreut. Er wollte alles Mögliche wissen, von den Tieren bis zu den Gestirnen und als ich ihn versuche mein Wissen mit ihm zu teilen, kam immer sein Einwand: „Aber die Religionslehrerin hat gesagt, Gott habe die Tiere erschaffen und im Himmel sind die Engeln, die machen die Sterne“

    • Wir müssen ja nicht unbedingt diese „heiligen“ Bücher zu Rate ziehen. Aber wenn wir irgendwo dort einen wahren Satz entdecken, der unser eigenes erlebtes Wissen noch einmal mit Worten von anderen erhellt, dann wird unser Wissen plastischer und wir können es noch besser begreifen und danach handeln und vielleicht uns und die Welt ein bisschen heilen, indem wir konsequent danach handeln. Geschriebenes sollte nie als Gebot verstanden werden, sondern als Angebot. An erster Stelle muss immer selber durchlebt und durchdacht werden. Ganz allein. Sonst ist es nachher kein wirkliches Wissen und nicht belehrenswert.
      „Alle Sünden können den Menschen vergeben werden, nur eine nicht: die Sünde wider den Geist.“

    • Mir sind Kirchen, mit ihrer stillen Kühle, ein durchaus angenehmer Ort des verweilens, nur den sogenannten gelebten Gott, brauche ich nicht in meinem Weltbild. Und wenn dieser gelebte Gott, in Form der Pfarrerstochter, dann auch noch in das Tagesgeschehen eingreift, werde ich ärgerlich. Ich brauche keine Begründungen einer Politik, die sich auf Irrationalität gründet,
      und gleichzeitig klatscht, wenn z B ein Bin Laden ermordet wird.

  6. Sie sprechen mir aus der Seele, liebe Frau Wild. Allein den Satz „Die jungen Muslime, die in den letzten Jahren Anschläge in westlichen Ländern begingen, taten dies mit dem Verweis auf die westlichen Verbrechen in der arabischen bzw. muslimischen Welt.“ sehe ich anders, da ich nicht an diese Terror-Märchen glaube.

    Bei den Kommentaren von „Veganislove“ hier, frage ich mich schon, was mit dem Eifer gegen den Islam bezweckt wird.

    • Falls Sie mich meinen, KenFMFan: Ich bin zwar nicht Veganislove, aber ich kenne und schätze sie sehr. Auch Sie schätze ich als gutwilligen Foristen hier ein. Allerdings einen, der immer wieder auch über die Themen oft viel zu wenig eigenes Wissen hat, um abschliessend zu urteilen, wie hier. Bezweckt wird von mir das selbe wie von Ihnen, nämlich Wahrheitsfindung. Dass der Islam von den „Eliten“ aufs abscheulichte benutzt und missbraucht wird, finde ich genauso schrecklich, wie Sie. Dennoch ist dies für mich kein Grund, diese Ideologie zu loben und gut zu heißen. Das einzige Konzept für eine friedliche Lösung hat auf diesem Gebiet Jesus von Nazareth entworfen, der aber leider auch von den Machtgierigen für ihre Zwecke misbraucht worden ist. Ein Religionskonzept, wo der Begründer schon Eroberungskriege geführt hat, kann meiner Ansicht nach niemals etwas zum Frieden in der Welt beitragen. Und dazu kommt noch die permanente Unterdrückung der Frau. Das scheinen Sie und die anderen Unkritischen aber völlig o.K. zu finden. Das verstehen ich nicht. Ich halte Sie für indoktriniert, denn unsere Regierung will doch alles andere als eine Kritik am Islam. Das ist so offensichtlich, dass ich mich wundere, dass immer das Gegenteil behauptet wird. Hiermit beende ich meine Schreiberschaft hier. Es hat keinen Sinn, derart missverstanden und fehlinterpretiert zu werden. Und diejenigen, die selber kritisch sind, brauche ich nicht mehr belehren. Ich wünsche Ihnen noch alles Gute!

    • Pieter Kamp: Hier muss ich doch noch einmal nachhaken. Sie scheinen auch nur einseitig informiert zu sein. Glauben Sie denn, dass alle ehemaligen Muslimas und Muslime in ihren Erlebnisberichten und wissenschaftlichen Ausführungen über den Islam die Unwahrheit sagen und andere, die den Islam nur von außen kennen, nicht selber in ihn hineingeboren wurden, es besser wissen? Und die Art, wie im Islam mit den Frauen umgegangen wird, wie wir es alle auch hier in Deutschland erleben müssen, finden Sie anscheinend vollkommen in Ordnung. Da bin ich wirklich sprachlos. Adieu!

  7. Warum wird bei Diskussionen über den Islam eigentlich immer verschwiegen, dass Mohammed Angriffs- und Eroberungskriege geführt hat? Nach dem Völkerrecht müssten die heute genauso verboten sein, wie die unberechtigten Kriege der USA.

  8. Trotz meiner langjährigen Beschäftigung mit der Geschichte des Orients (Kleinasien/Türkei, Persien/Iran, Irak, Saudi-Arabien, Levante, Ägypten, Sudan, Magreb inkl. Andalusien) und deren Literatur sowie meiner Besuche in Iran und Syrien verfüge ich bei weitem nicht über die fachliche Kompetenz von Frau Wild.
    Dieser äusserst sachliche Artikel stimmt voll und ganz mit meinen Kenntnissen und meinen Erfahrungen auch hier in Europa überein. Ich selbst bin Atheist.

    Die Hauptursache des heute weitverbreiteten Muslim- und Islamhasses ist wie der erste Kommentar von „Holger“ beschreibt die Propaganda welche mit 9/11 verbreitet und von den Medien, Politikern und ihren Propagandisten, Demagogen und von religiösen und anderen Fanatikern am Leben erhalten wird. Eine Hasspropaganda die mit jener der Medien gegen die Juden im nationalsozialistischen Deutschland vergleichbar ist.

    Leute die ein Leben lang Ausbeutung unterstützt und zu Kriegen aufgehetzt oder beides stillschweigend gutgeheissen haben wie unsere Journalisten, Politiker und deren Mitläufer in all unseren europäischen Institutionen und Organisationen werden ihre Mittäterschaft am Leid, Elend und Tod von millionen Menschen ihr Leben lang zu rechtfertigen versuchen denn jeder ist für sein Tun verantwortlich.

    Wer wirklich und ernsthaft die Ursachen von Hass und Klischees, dies überwiegend bei Intel-lektuellen, kennen will, der hat ja eine grosse Auswahl an Literatur zur Auswahl, wie: „Orien-talismus“ von Edward Said, „Am Anfang war Erziehung“ von Alice Miller, die Werke von Arno Gruen, Hannah Arendt, Angelika Neuwirth und vielen anderen mehr.
    Zum Abbau von Klischees könnte auch dieser Artikel von Anis Hamadeh beitragen:
    http://sicht-vom-hochblauen.de/gehoert-er-nun-oder-gehoert-er-nicht-der-islam-zu-deutschland/

    • In welchen Werken haben Hannah Arendt und Arno Gruen etwas über den Islam geschrieben? Finden Sie es liebevoll, wie die Bevölkerung in den islamischen Ländern, wo die Scharia das Gesetz ist, leben muss? Ich nicht.

    • Alleine die Frage ob eine Religion zu einem säkularen Land / Staat gehört sollte wohl eine rhetorische seien.

      Die Quelle für diese sogenannten „Klischees“ ist der Koran selbst. Nach einem 5 Minütigen Studium des Koran und dessen Suren – sind mir zwei Dinge klar geworden:

      1. Der Koran ist das Wort Gottes und ohne Zweifel
      2. Die Suren sind recht eindeutig verfasst

      Wenn man sich selbst als streng gläubig definiert und den Koran nicht nur zum Inhalt seines spirituellen Lebens macht, so gibt es da nicht viel Spielraum in der Auslegung der Suren.

      In dieser Hinsicht kann der Islam nicht zu Deutschland „gehören“. Zu dem gibt es ja angeblich nicht „den“ einen und wahren Islam. Auch die Geschichte „des“ Islams als eine einheitlich und kohärente Entwicklung zu betrachten wäre wohl falsch. Nicht nur der Islam hat die Gesellschaften beeinflusst sondern auch umgekehrt, daher die vielen verschiedenen Ausprägungen. Religionen sind stehts ein Machtinstrument der Herrschenden gewesen um ihre Handlungen nicht mit Logik und Vernunft erklären zu müssen. Je schwieriger die „Quelle“ der Religion für die gläubige Herde zu verstehen ist umso besser. Bei der Bibel hat lange die lateinische Sprache das gemeine Volk von eigenen Interpretationen ferngehalten, es brauchte immer Übersetzer (Priester) und beim Koran mit einem nicht chronologischen Aufbaus dementsprechend Imame.

      Ich sehe hier keine Klischees sondern eine ernste Gefahr. Ein Anleitung Gottes aus der man sich nach Lust und Laune bedienen darf um dieses oder jenes zu rechtfertigen oder zu relativieren gehört nicht zur einer weltlichen Gesellschaft und kann als eine grausame Waffe genutzt werden.

    • Das kann man meines Erachtens sogar rein logisch lösen!
      Zu einem säkularen Staat gehören alle Religionen. Das unterscheidet einen säkularen Staat wesentlich von einer atheistischen Diktatur. Also gehört der Islam zu Deutschland, wenn Deutschland ein säkularer Staat sein will – davon gehe ich trotz der Staatskirchen aus, laut Verfassung ist Religionsfreiheit gesichert.
      Ferner erlauben alle freiheitlichen Staaten natürlich Religionsfreiheit und Kulturfreiheit. Genau so sind freiheitliche Staaten und freiheitlichen Gesellschaften definiert – sie schreiben den Bürgern die Kultur nicht vor.
      Also sind ALLE freiheitlichen Staaten multikulturell. Und alle freiheitlichen Staaten haben Religionsfreiheit.
      Wenn Deutschland ein säkularer und/oder freiheitlicher Staat sein will, gehört der Islam zu Deutschland.
      Aus den gleichen Gründen sollte das Christentum zur Türkei gehören und zu allen anderen Staaten.

    • Übrigens ist ein ein wesentliches Recht, sich eigene Gedanken zu allem zu machen, auch zu Bibel, Koran und anderen religiösen Schriften. Das gilt für Moslems genauso wie für Christen. Das halte ich für nicht gefährlich, ganz im Gegenteil. Das blinde Befolgen irgendwelcher Schriften halte ich für gefährlich.
      Als Beispiel: Jesus war wirklich als Mensch auf der Welt, und hatte daher weder Zeit noch Kraft, sich um ALLE Themen zu kümmern. Seine Themen waren daher begrenzt. Das heißt aber natürlich nicht, dass die Themen, die Jesus nicht so behandelte, aus christlicher Sicht unwichtig wären. Es geht um die Idee, nicht um die Buchstaben einer Schrift.

  9. Ich frage mich jetzt nur, wieso das Bild, das hier im Artikel vom Islam entworfen wurde, so diametral entgegengesetzt ist demjenigen, das von Menschen beschrieben wird, die selber in den Islam hinein geboren wurden und sich mit Aufbietung all ihrer Lebensenergie davon befreien wollten und konnten? Dass diese, deren Zahl immer weiter angewachsen ist, den Islam nicht genügend verstehen oder kennen, wie es anderen Islamkritikern vorgeworfen wird, kann ja nicht behauptet werden. Abgesehen davon werden die Empfindsameren hier in Europa, die damit konfrontiert werden, wie auch hier z.B. islamische Männer mit Frauen umgehen, ganz natürlich und zurecht von dieser Religion abgestoßen und das kann man ihnen ja wohl nicht verübeln. Wie soll man nicht vor solchen Taten erschrecken, die ich schon allein aus Rücksicht auf die Leserschaft hier nicht en Detail beschreiben möchte? ich finde, die Ausrede, das käme alles nur von der Unterdrückung von Außen nicht tragbar. Viel eher glaube ich, dass eine von oben verordnete Unterdrückung mit der Zeit ihre Auswüchse bekommt. Natürlich gibt es unzählige, die Charakter haben und dies nicht ausnützen, aber es gibt eben auch immer überall nicht wenige, die da schwächeln und die Möglichkeit der Unterdrückung immer weiter treiben, um sich selber als mächtig erleben zu können.
    Dieser Drang, sich selbst als mächtig erleben zu wollen, das, was Ken Jebsen einmal als Freiwilliges Sklaventreibertum bezeichnet hat in der Welt, sollte nicht unterschätzt werden, sondern im Gegenteil viel mehr unter die psychologische Lupe genommen werden, denn man findet es in allen Kulturen, mehr oder weniger.

  10. Dieser Artikel betrachtet „den“ Islam mal wieder sehr undifferenziert und einseitig.

    Es gab mal ja eine Zeit, da war der Orient eine Hochkultur im Bezug auf Wissenschaft und Zivilisation und der Okzident rückständiger.

    Heute hat sich dies größtenteils gedreht. Das Christentum wurde reformiert und verlor zunehmend an gesellschaftlichen Einfluss, im Gegenzug dessen drang „der“ Islam immer weiter in die Gesellschaften vor und zersetzte deren kulturellen und wissenschaftlichen Vorsprung.

    Heute wird diese Wunderwaffe „Islam“ gegen uns in Europa eingesetzt:
    https://www.youtube.com/watch?v=lefNp8uyP_Y

    Und warum eignet sich „der“ Islam so wunderbar als Waffe oder Feindbild:
    Tja einfach mal ein paar Suren aus dem Koran lesen und sich vor Augen führen, dass dies das Wort Gottes ist. Außerdem besitzen die meisten die den Koran „lesen“ nicht den nötigen Intellekt um ihn vollständig zu verstehen oder wenigstens vernünftig und differenziert zu interpretieren.

  11. Was mich immer wieder erstaunt, ist die Ernsthaftigkeit, mit der aufgeklärte Menschen Religion als Faktum des Realen Lebens verstehen.
    Es mag ja für viele Menschen beruhigend sein, an irgend eine höhere Macht, die ihrem Dasein einen Sinn gibt, zu glauben, dennoch nimmt sie einen Raum in unserem Zusammenleben ein, der alle Rationalität in Denken und Handeln stark einschränkt.
    So werden viele konstruktive Gedanken im Voraus erst mal einem Glaubenscheck unterzogen, und fallen gleich unter den Generalverdacht der Blasphemie.

    Natürlich stellt sich jeder vernunftbegabte Mensch die Frage nach dem Woher und Wohin, aber
    mit dem dogmatischen Glauben an eine Wahrheit, legt er sich geistige Fesseln an.

    Ich kann mich schwer in die Gedankenwelt gläubiger Menschen versetzen, die über ihr Ableben nachdenken.
    Einige plagt ein schlechtes Gewissen, und sie fürchten ein Tribunal nach dem Tod.
    In diesem geistigen Gefängnis verharren sie und meinen durch Buße, oder verschenken der irdischen Güter, sich einen Platz im Jenseits zu erkaufen.
    Auch auch da liegt der Gedanke der Vorteilnahme zu Grunde.
    Bin ich Gottgefällig, so kann mir nichts passieren.
    Doch diese Gottgefälligkeit, ist auch nur auf irdische Vorstellungen von gut und böse begründet. Und da weiß man ja um die bösen Kanonen des Feindes und den guten gerechten Krieg den man führen muss.

    Mag sein, dass bei Naturvölkern der große Geist sich in der Natur offenbart, nur leben die merkwürdiger weise wesentlich mehr in Harmonie mit ihrer Umwelt.

    Erst die sogenannte Zivilisation versklavte sich selber, so das sie sich seit hunderten von Jahren diesem Diktat unterwirft. Zum nutzen einiger, zum Schaden vieler.

    Ob Karl der Große die Sachsen schlachten ließ, ein Kopernikus auf dem Scheiterhaufen -verbrand wurde, immer diente es dem Interesse einer Obrigkeit.

    Das wird seltsamer weise kaum Thematisiert, nein wir diskutieren über Islam und Christliche Kirche.
    Beides gehört in den Bereich der Phantasie und der Märchenbücher.
    Damit will ich nicht sagen, das philosophische und ethische Gedanken, welche ja in diesen Religionen zur genüge bedacht werden, unser Denken nicht weiter hin bestimmen sollte.
    Aber einen GW. Busch, oder eine Pfarrerstochter, die sich auf die Bibel berufen, brauche ich nicht.

  12. An diejenigen die in ihrer Ignoranz die ganzen negativen Seiten der muslimischen Welt selektieren, habe ich ein Paar fragen.
    Kennt ihr den militärischen Hassausdruck „jemanden zurück in die Steinzeit BOMBEN“?
    Nun, die muslimische Welt ist zurück in eine Art mittelalterlichen Zeit zurückgebombt worden.
    Nur wer hat sie dahin gebombt? Also die Inder bzw. Fernostasiaten waren es nicht, sprich weder die Hindus noch Buddhisten.

    • Das steht doch außer Frage. Aber ich kann doch nicht ein Unrecht gegen ein anderes Unrecht aufwiegen! Der Feind des Lebens sitzt doch nicht hier oder da, sondern im Denken und Handeln der gesamten Menschheit!
      Willst Du mit irgend etwas rechtfertigen, dass Männer Frauen die Nase abschneiden oder ihnen Säure ins Gesicht kippen? Ich sehe das genauso als Verbrechen gegen das Leben an. Auch Du siehst alles nicht im Zusammenhang, sondern immer nur Stückwerk.

    • Meine Idee, ich bin nicht sicher, darüber ist das wenn mann Menschen alles wegnimmt, das nur die Ehre bleibt.
      Wir haben Mosleme fast alles weggenommen, auch die Ehre, der Islam ist die Ursache des Terrorismus, sagen wir.
      Bücher über Islamischen Iberiën, oder das Ottomaninische Reich, sprechen nie über Nase abschneiden.
      Wie schrecklich ist Nase abschneiden verglichen mit einer Hellfire, abgeschossen von ein Predator ?

    • @ Specht

      Der zitiert sich selbst, der nur sich selbst hört. (Von mir)

      Noch ein Zitat von Goethe: „Es hört doch jeder nur, was er versteht.“
      Und noch eins zum Abschluß: „Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen; Ein Werdender wird immer dankbar sein.“ Goethe, Faust I. Teil

      Wenn man sich doch wenigstens selbst versteht, dann lebt man immerhin in Frieden mit sich selbst. (Von mir)

    • ..und welche psychologische gemeinsame Ursache haben all diese Verbrechen hier oder dort, damals oder jetzt, im Kleinen wie im großen Maßstab?
      KRANKHAFTE MACHTGIER. Wenn wir im Nachdenken und Nachspüren hier einmal ansetzen, dann ist Hoffnung auf allgemeine Erhellung. Sonst werden sich nur weiter wie bisher gegenseitig die Köpfe eingeschlagen.

    • Wenn man alle Fragmente des gesamten Puzzels der Geschichte des Menschen zusammenfügen kann, erst dann hat man den Zusammenhang. Weil aber viele Fragmente mit der Zeit verloren ging und viele verfälscht worden sind, ist eine Rekonstruktion des universalen Zusammenhangs schier unmöglich.

      Was ich jetzt aus den vorhandenen einigermaßend unverfälschten Bruchstücken ein Bild zusammenbauen kann, zeigt mir eine Zeitachse wo der westliche weiße Mann anfing die Welt zu seinen Gutdünken zu kolonalisieren. Weder Inder, Chinesen, Russen, Perser oder Afrikaner haben dieses Streben so zerstörerisch vorangetrieben.
      Wir haben historische Beweise die alles Gegenteilige von „Demokratisierung, Zivilisierung oder Freiheitschaffung“ vom amerikanischen, über den afrikanischen bis hin zum asiatischen Kontinent belegen.
      In der westlichen Welt glaubt man mit der sog. Aufklärung einen Bruch gehabt zu haben, jedoch ist das ein völliger Irrglaube.
      Und wenn man jetzt hergeht und einfach den Fokus auf die Ungerechtikeiten und die Gewalteskalation in der muslimischen Welt legt die ja nicht zu verleugnen sind, aber die Zeitachse mit den jeweiligen Aktionen der westlichen Welt ausblendet, dann begeht man einen kapitalen Fehler.

      Dass es eine Ungerechtigkeit ist Mensch zu töten und zu entwürdigen, bestreitet keiner.
      Aber um sowas aufzuklären und zu beheben, muss man doch die Zeitachse heran ziehen und frage warum kam es denn dazu? In der Welt passiert nichts spontan ohne Grund.

    • Die westliche Kühnheit bei dieser Angelegenheit ist wie mit ihrer Atomenergie.
      Man fabriziert etwas Unheilvolles, versucht den Müll irgendwie zu vergraben, hofft dass andere bzw. die Nachfolgegeneration den Müll nicht entdecken und wenn die Katastrophe passiert, sollen die Unwissenden den Zusammenhang nicht begreifen.

      Den Atommüll sowie den Hass den man in die Welt setzt, kann man nicht vergraben und hoffen, dass dieser in Vergessenheit gerät. Der kommt immer wieder zum Vorschein und trifft einem selber.

    • Son_Snow: Ich sehe das, was Sie über den Westen sagen, doch genauso wie Sie! Der Wahnsinn, mit dieser Art „Wissenschaft“ und Technisierung die ganze Welt beherrschen zu können, hat meines Wissens seinen Ursprung in Europa genommen. Aber es bringt uns dennoch nicht voran, den einzig Schuldigen ausmachen zu wollen. Wir als Menschheit insgesamt müssen in unserer Psyche nach den Fehlern, den Fehltritten suchen und jeder für sich daraus die Konsequenzen ziehen. Und die großen Religionen waren eben alle auch nicht die Lösung, sondern haben wahrscheinlich die Konflikte immer noch extra angeheizt durch ihre Machtstrukturen. Der größte Fehltritt der Menschheit liegt m. E. darin, sich einzubilden, man könne sich über die Natur und ihre ewigen Gesetze erheben und sie nach eigenem Gusto in den Griff bekommen und damit auch noch Machtpolitik betreiben. Von diesem hohen kranken Ross muss die Menschheit endlich herunter kommen. Gewalt hat keine Zukunft.

    • Was ich mit dem Vergleich mit der Atomenergie darstellen möchte ist, dass der Westen in verlogener, heuchlerischer, dreistiger Manier absurd argumentiert: die muslimische Welt ist gewaltätig und ungerecht, weil sie Gewalt und Ungerechtigkeit ausüben.
      Ist genauso absurd wie wenn ich sage, es ist die Gammastrahlung die die Menschen töten, hat aber nichts mit der Atomenergieerzeugung und den damit resultierenden Abfall zu tun.
      In der Logik ist eine Verknüpfung von einer wahren Aussage mit einer falschen Aussage, das Resultat immer falsch.
      Ich glaube dieses Wissen scheint unterdrückt worden zu sein.

    • @ Specht Dass ich mich so über den Westen herziehe, ist der Tatsache geschuldet, dass ich ständig die Erfahrung mache, dass gerade diejenigen „Wessis“ die einen hohen akademischen Abschluss haben, sich einbilden, sie können mit Phrasen wie „… die leben noch im Mittelalter“, „die Frauen werden bei denen unterdrückt“, „die haben keine Kultur“ etc.,
      die muslimische Welt oder irgendeine andere fremde Kultur in deren egozentrisches Weltbild zurecht biegen.
      Also gerade diejenigen die ganz viel Zeit und auch den Zugang zu Wissen haben, widersetzen sich vehement dagegen.
      Es ist noch schlimmer, diese raufen sich zusammen und kreieren ihre Echokammer und schaukeln sich die vorurteilsbehaften fehlgeleitete Meinung hoch.
      Also frage ich Sie wo soll denn der Anfang des friedlichen Zusammenlebens geknüpft werden?

    • Überall und zwar mit dem Gedankenhintergrund der Gleichberechtigung, der Offenheit und der Gewaltlosigkeit.
      Sie wollen die Gewalt und Verächtlichkeit der Muslime gegen die Frauen auf eine Entwürdigung von Außen schieben. Aber es könnte ja z.B. auch so sein, dass die ständige Unterdrückung und Entwürdigung der Hälfte eines Volkes dieses in seiner Entwicklung gehemmt und geschwächt hat, so dass es von außen umso angreifbarer wurde.
      Die Unterdrückung der Frau auch in allen anderen Kulturen hat der Welt ganz sicher nicht gut getan. Mann und Frau sind zwei Hälften einer Mensch-Einheit und befruchten sich gegenseitig nicht nur körperlich, sondern genauso auch geistig. Wenn diese gegenseitige geistige Befruchtung durch Unterdrückung eines Teils gestört ist, kann nichts Gutes dabei herauskommen.
      Bisher sind hier auf der westlichen Halbkugel nur die Saudis noch nicht militärisch bedroht, weil sie sich mit ihrer großen Öl-Ressource zu Knechten und Mit-Tätern der Großverbrecher gemacht haben.

    • @ Specht Sobald ich mich entsinnen kann, stammt die perfide Strategie „divide et impera“ nicht einer chinesischen, indischen, persischen oder russichen Kultur.
      Egal wo auf der Welt, die Möglichkeit entlang der Grenzen der Fremdartigkeit einen Keil dazwischen zu treiben um somit einen Konflikt zu schürren, die besteht immer. Nur wer überhaupt auf diese perfide Strategie kommt, ausformuliert und auch umsetzt ist doch entscheidend.
      Also den Finger auf die jeweilige Kulturgruppe zu zeigen und zu mockieren, dass diese untereinander sich nicht verstehen und uneinig sind und dadurch gewaltätig werden, ist ganz schön ignorant.

    • Es ist eben nicht dieses oder jenes allein, sondern alles zusammen. Genauso, wie in der Medizin schwere, chronische Krankheiten in der Regel multicausal sind. Sich und seine eigene Kultur völlig reinwaschen zu wollen, indem man alle Fehler nur auf die anderen projeziert, finde ich z.B. nicht nur ignorant, sondern auch unfair. Auf jeden Fall führt es nur die gegenseitige Verhetzung weiter und zu keiner friedlichen Auflösung.
      Divide et impera kam meines Wissens von Macciavelli, einem Italiener. Aber deshalb sind nicht die Italiener an der weltweiten Ausübung dieses Grundsatzes Schuld. Genauso, wie Churchill, der ein zynischer Macht-Stratege war, nicht schuld daran ist, dass im Islam die Frauen immer schon weniger geachtet waren, als die Männer.

    • Mein lieber Herr Specht, Sie werfen hier Dinge und die Zeitachse über den Haufen, so dass nichts Vernünftiges dabei rauskommt.
      Wenn man einen Brandstifter ausfindig gemacht hat, der menschlichen Urpsrung ist, kann ich doch nicht von Mulitcausalität als Argument schwätzen wie in etwa: „der Wald sei zu trocken oder es hätte nicht genügend geregnet“.

      Der Orient steht nicht in Flamen, weil die dort beheimateten Menschen eine rückständige, frauenunterdrückende Kultur haben, sondern weil sie auf einen Fluch sitzen, und zwar der Fluch des Rohstoffreichtums.
      Über diesen Fluch können alle indigenen Völker dieser Erde eine lange Geschichte erzählen insofern sie noch am Leben sind.

    • Ich finde nicht, dass ich etwas durcheinander werfe. Dass diese Länder aus wirtschaftlichen und geo-strategischen Gier- Gründen angegriffen wurden und weiter angegriffen werden, ist auch mir natürlich schon lange klar. Aber deshalb sind die beiden Abrahamitischen Religionen dennoch auf dem Gewalt-und Eroberungsgedanken aufgebaut und auf der Frauenunterdrückung, letztere besonders hartnäckig ausgeprägt im Islam. Das Christentum mit dem Neuen Testament kann man eigentlich nicht zu diesen dazu rechnen, denn zu Abraham gehört die Beschneidung und im Neuen Testament, in den überlieferten Reden von Jesus Christus, ist im Gegensatz zum Alten Testament nie von Gewalt die Rede, von Macht, Eroberung, Genozid und Steinigung , sondern von Liebe. Leider war aber die Sucht nach Macht in der Menschheit schon so stark, dass selbst Jesus von Nazareth noch dafür als Galionsfigur missbraucht wurde. Dennoch hat er den wichtigsten Hinweis für die hinterlassen, die nach ihm kamen. Jesus hat die Benachteiligung der Frau aufgehoben(„wer von Euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein“), indem er eine angebliche Ehebrecherin vor der Steinigung bewahrte und den Rachegedanken: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.“ Er hat im „Essener Friedensevangelium“ auch die Menschen vor dem Töten und Essen von Tieren gewarnt. Das reicht eigentlich, um die ganze Welt zu befrieden. Aber die wenigsten sehen das ein. Ich bin übrigens nicht getauft und finde das auch gut so.

  13. Was ist das nur für eine Gesellschaft, wo verlangt wird, dass schweigend über Gewalttaten gegen Frauen hinweggegangen werden soll, die von tiefstem grenzenlosen Hass und Menschenverachtung zeugen, wie wir sie heute noch von Muslimen kennen? Und wo diejenigen, die empört darauf hinweisen, auch noch stigmatisiert werden? Vergleichbar wäre das nur mit der Hexenverfolgung der katholischen Kirche im späten Mittelalter. Aber da war die Frauenfolter nicht privat erlaubt. Da machte die Kirche das als Abschreckungsmethode allein und öffentlich. So, wie das heute in den Ländern noch gemacht wird, wo die Scharia das Gesetz ist: Köpfen, Steinigen, Hände-Abhacken.

  14. Said entdeckte denn nie
    Reuben Levy, ‚The social structure of Islam‘, London, New York, 1931, 1932, 1957, 1971
    nach meiner Meinung ein objektives Buch.
    Aber Said hat recht, schon Churchill, in seinem ersten Buch, schrieb das der Islam die Ursache war das Britische Kolonialismus nicht akzeptiert wurde.
    Der Genozid 1898 in was jetzt N Afghanistan ist, Churchill bejubelte das.
    Derselbe Churchill verteidigte 1918 Giftgas gebrauch in Damaskus.
    Winston Churchill, ‘The Story of the Malakand Field Force’, 1898, 2004, New York
    Ian Hernon, ‚Britain’s Forgotten Wars, Colonial Campaigns of the 19th Century‘, 2003, 2007, Chalford – Stroud

  15. „Der versöhnliche Geist, der jeden wahrhaften Wahrheitssucher beseelen soll , findet eine angemessene Erläuterung in den Worten eines Veddânta-Textes, der die Quintessenz aller Erkenntnisse zusammenfaßt, indem er die beiden großen Grundanschauungen der Religionen als gleichberechtigte Verkörperungen der metaphysichen Wirklichkeit…Die Strophe lautet…“:
    „Verschiedenheit und Einheit – beide Wege lehren
    Die heil’gen Schriften, die seit alters stehn in Ehren.
    Ein jeder muß für sich das Wahre selber finden.
    Dann mag er’s , frei von Streit, auch anderen verkünden.“

    Zitiert aus: Die fünf Weltreligionen, Helmuth von Glasenapp.

    Zitat: „…Höhe und Wert aller Erkenntnis bestimmt sich nach dem Grad der Breite, mit der sie die Mannigfaltigkeit der Phänomene umfaßt, und der Tiefe, mit der sie bis zu den Hintergründen vorzudringen vermag. Das gilt nicht zuletzt von der Beschäftigung mit den Religionen der Menschheit. Je mehr sich jemand in das Wesen einer jeden von ihnen hineinversetzt, desto mehr wird er sich von unfruchtbarem Streit fernhalten…“
    Zitat: …Wenn man also nicht die formelle Zugehörigkeit zu einem bestimmten Bekenntnis, sondern allein die geistige Haltung als das Ausschlaggebende betrachtet, dann hat kaum eine Persönlichkeit eine einzige Glaubensüberzeugung, sondern deren viele.“

    Ich kenne kein beseres Buch, um sich vergleichend und intensiv mit alle 5 Weltreligionen zu beschäftigen und sich in diese hineinzuversetzen. In einem Schlußkapitel geht es um das Verhältnis der fünf Religionen zueinander sowie um die Wahrheit „für uns“ und die Wahrheit „an sich“.

    Ein Blick auf alle Weltreligionen ergänzend zur Autorin als Spezialist der Islamwissenschaft.
    Ein Frieden stiftendes Buch!

    • Zitate allein genügen nicht, es muss ein möglichst zusammenhängendes Bild der gesamten Menschheitsgeschichte entstehen. Und zwar nicht allein „wissenschaftlich“, sondern auch von unserem eigenen inneren Erleben erfasst und begriffen. Aus der vedischen Kultur kennen wir vieles, was uns heute weise vorkommt, aber die vedische Kultur hat auch das strenge Kastenwesen eingeführt, also trennend in die Gesellschaft eingegriffen. Das war vor etwa 7000 Jahren. Und die Frauenunterdrückung folgte geschichtlich der Domestizierung der Tiere. Dieser Zusammenhang wird nur erst von den wenigsten gesehen. Wenn irgendwo Gerechtigkeit gebrochen wird, so bricht logischerweise nach und nach das ganze Gerechtigkeitsgebäude zusammen. Wenn dieser Zusammenhang nicht wahr genommen wird, gibt es keine Hoffnung mehr für ein Heilen dieser Welt.

  16. Irgendwie ist es mit gewissen Themen auch hier immer das selbe Gegen – die- Wand-Fahren. Das Problem der Menschheit heute ist die überall als Durchblick und Realismus verkaufte Gefühllosigkeit. Ich kann dazu nur noch sagen: wer Ohren hat, der höre, wer Augen hat, der sehe. Warum nehmen so viele Menschen das gar nicht mehr wahr?
    Wozu haben wir sonst unsere Sinne? Es ist alles so, wie es sich anhört und wie es aussieht. Daran muss gar nichts zerredet werden. Die kranke Menschheit hat sogar ihre eigene Wahrnehmung atomisiert(=zertrümmert).

  17. Angela Merkel ist ihrem Selbstverständnis nach Christin. Ostdeutsche Pfarrerstochter eben. Und ihr Bekenntnis zum Christentum ist dann auch völlig ausreichend um diskret Islamfeindlich zu sein. Das kehrt sie aber nicht sprachlich raus – dieser Aspekt untersteht sozusagen ihrer „Ratio“. Das merkt man an ihrer außereuropäischen Politik, ihrem Handeln also, das eben ganz generell (nicht nur bei Merkel) nur sporadisch rational sein kann. Bei Merkel speziell an ihrer US-Hörigkeit, die auch einen Religiös normativen Aspekt hat. Morde an Moslems sind in der Regel Kollateralschäden und unvermeidliche nebenwirkungen (Drohnentote genau wie Hunger- / Seuchentote durch Embargos), und natürlich gibt es Einzelfälle die man als gläubiger Christ kritsieren ja sogar scharf verurteilen muss (und auch kann).
    Mord an Christen dagegen ist abscheulicher Terror. Ein Akt barbarischer Gewalt der sich grundsätzlich der vernunft verständiger Menschen entzieht. Und der mit aller Härte des Rechtsstaates beantwortet werden muss, was auch Kriegshandlungen bis hin zu entgrenzten Mordorgien einschließt. (man nennt das dann natürlich nicht Mord sondern Präventive Verteidigung – oder die Deutsche Sicherheit wird am Hindukusch verteidigt – haha)

    Merkels Christlicher Chauvinismus wird aber auch für mich als Atheisten immer wieder spürbar. Denn sie lebt die nicht vollzogene Trennung von Kirche und Staat. Sie hat kein Problem damit, Kirchensteuer zu zahlen, und zwar staatlich organisiert. Sie leistet ihren Amtseid selbstverständlich auf „so wahr mir Gott helfe“ und sie geht davon aus, dass ein Deutscher eben ganz grundsätzlich erstmal Christ ist, ob ihm das nun selbst ganz klar ist oder nicht. (Würde sie wieder nie sagen – merkt man aber an so lustigen Zitaten wie dem aus der genannten Ansprache oben)

    Und das die erbittertsten Kritiker des Islan selber früher Muslime waren ist zum Teil ein statistischer Effekt (eigene Betroffenheit hilft für Angagement), zum Teil ein psychologischer (Islamkritik als früherer Muslim/Muslima ist sehr hilfreich für die Identifikation mit der Wahlheimat) und ein gesellschaftliche bis sozialer (ist auch hilfreich für ein Bild gelungener Integration). Es gibt bei uns im Westen viele Leute die es anders handhaben, aber ich persönlich kritisiere lieber zuerst, zuförderst und überhaupt den Deutschland – Europa – den Westen / die USA in dieser Reihenfolge. Einfach weil ich in dieser Reihenfolge absteigend schwer involviert bin. Ich habe am meisten Ahnung von Deutschland, und kann vor allem hier etwas bewirken. Dann in Europa, von dem ich weniger Ahnung habe, aber immer noch mehr als von den USA – die ich vor allem über ihr Wirken hier kenne. Was auch der Teil ist, den ich insbesondere an ihnen kritisiere. Die USA müssen über ihr Gesellschaftsmodell selber befinden. Aber wenn sie es hierher exportieren, dann ist es ein legitimes Opfer meiner Kritik. Das gilt natürlich nur, wenn man an Kritik interessiert ist, die etwas ändern soll. Will man Folgenlos einfach nur nen Sündenbock festnageln, dann kritisiert man dort zuerst, wo man am wenigsten Ahnung hat. Aber immerhin schonmal was gehört. Also am Islam. Nicht an Aserbaidschan.

    • Ich fühle mich mit meinen Argumenten von Ihnen überhaupt nicht angesprochen. Sie schreiben völlig daran vorbei, wahrscheinlich, ohne es zu wissen. Alles Gute!

  18. Wer sind denn die erbittertsten Kritiker des Islam? Nach meiner Erfahrung diejenigen, die ihn selber von Geburt an mit Leib und Seele erlebt haben und sich daraus befreien konnten. Ex-Muslime und Ex-Muslimas, von denen manche nun unter ständiger Lebensgefahr bzw. Schutzbewachung leben müssen, weil ein islamisches Todesurteil über sie verhängt wurde, das sie quasi zum religiösen Abschuss freigibt.
    Und Merkel§Co tun doch alles andere, als den Islam kritisieren. Meines Wissens hat sie bei ihren Besuchen in Saudi-Arabien noch nie die Menschenrechtsverletzungen dort kritisiert und als sie die Flüchtlingswellen hier einströmen ließ und bei einer ihrer Ansprachen eine besorgte Bürgerin fragte, wie sie uns hier vor eventuellen Übergriffen schützen wolle, hat sie diese darauf hingewiesen, sie solle doch erst einmal ihre eigene Religion so gut kennen lernen, wie die Muslime ihre kennen, obwohl sie noch nicht einmal wusste, ob diese Frau überhaupt einen Kirchenglauben hatte. Es gibt ein bekanntes Video davon aus dem Kanadischen Fernsehen mit dem zurecht empörten und geschockten kanadischen Moderator. Die Wirklichkeit über den Islam wird aus welchen Gründen auch immer weiter und weiter permanent verschleiert, genauso, wie die islamischen Frauen sich permanent verschleiern sollen, so als ob ihr Körper etwas Verbotenes und Gefährliches sei.

    • Wenn der Islam so friedlich sein soll, wie Frau Wild schreibt, dann „verkauft“ er sich aber extrem schlecht. Zwei Beispiele: Wer begeht denn die „Ehrenmorde“ in Deutschland, muslimische oder einheimische Männer? Welche Religion behauptet, das Aufschlitzen unschuldiger Tiere müsse bei vollem Bewußtsein stattfinden, die islamische oder die christliche Religion?
      Klar, es gibt auch deutsche Männer, die ihre Frauen verprügeln, und was in deutschen Schlachthöfen passiert, ist vom Schächten oftmals nicht mehr weit entfernt. Aber diese Brutalität ist in der deutschen Gesellschaft zumindest verpönt, während man den Eindruck hat, daß sie in der islamischen Kultur dazugehört wie das Amen in der christlichen Kirche. Da muß man sich doch nicht wundern, wenn Ressentiments entstehen.

      Lesesalamander: Frau Merkel als Christin zu bezeichnen ist, zurückhaltend ausgedrückt, gewagt. Diese Frau verehrt – für mich ganz offensichtlich – den Gott der Macht. Sie schafft die Rahmenbedingungen für die Konzerne, noch mehr Geld zu scheffeln. Dafür wird sie zur „mächtigsten Frau der Welt“ gekürt. Von christlichen Handlungen habe ich bei ihr absolut nichts gesehen. Das gleiche gilt für ihre Partei. Das „C“ im Parteinamen ist ein Affront für jeden (echten) Christen.

    • Wie es kein ‚das Christentum‘ gibt, so gibt es auch keine ‚die Islam‘.
      Die Iberische Halbinsel war bis die Vertreibung der Mosleme tolerant, Wissenschaft blühte.
      Richard Fletcher, ‘Moorish Spain’, Berkeley 1992
      Alle alte griechische Autoren kennen wir nur durch Übersetzungen aus den Arabisch, 11e und 12e Jahrhundert.
      Aber es ist mit den Islam wie der Hund im französischen Sprichwort ‚das ist ein gemeiner Hund, wenn du ihn schlägst, beisst er‘.

    • @ Torsten
      Massentierhaltung ist in christlich geprägten Ländern genauso wenig verpönt wie Chauvinismus gegen Frauen. Schau dir Trump an. Und Ehrenmorde gibt es hier auch. Wir nennen das aber Familiendrama. Ist hier wie da relativ selten, kommt aber vor.
      Wir sollten auch nie vergessen, dass in den 60ern Frauen noch die Unterschrift ihres Mannes benötigten um ein Konto zu eröffnen, und allgemeines Wahlrecht ist auch noch nicht sooo lange überall da. Also da sollte man echt vorsichtig sein, was man dem Islam alles unterstellt – denn um den ernsthaft zu beurteilen müsste man ihn leben. Und zwar in der Türkei, in Bangladesh, in Indien lybien, in Saudi Arabien oder eben in Syrien. Gibt ein paar Länder in dieser Liste, wo das gar nicht mehr so einfach ist, selbst wenn man da lebt. Mit den Leuten von dort reden hilft dagegen relativ wenig – weil wer hier lebt, der hat ja Gründe dafür die alte Heimat zu verlassen, und dass schafft eine signifikante Voreingenommenheit gegen den Islam unter den Menschen die hier her kommen im Vergleich zu jenen die in ihrer Heimat geblieben sind. Angesichts so dünner faktenlage also lieber erstmal im eigenen Hof kehren.

      Was Angela Merkel angeht stimme ich dir voll zu. Ich habe sie auch nicht als christlich bezeichnet,würde ich meinen. Ich sprach von ihrem Selbstverständnis.
      Aus meiner Sicht gibt es zwei Bedeutungen von Christentum, die völlig konträr laufen aber trotzdem die selbe Bezeichnung teilen. Das ist machtvolle Propaganda der Antike und als solche auch heute noch ziemlich problematisch.
      Ich meine zum einen das Urchristentum, eine man könnte sagen zivilgesellschaftliche Bewegung der Antike, die dem Beispiel Jesus Christus folgend bestimmte Lehren als zentrale Anliegen an die eigene(!) Lebensführung stellte. Lehren von Vergebung, Mitgefühl, Gnade und Frieden. Dieses Urchristentum wurde meiner Meinung nach quasi ausgelöscht, als Konstantin das Christentum zur Staatsreligion ausrief und es institutionalisierte. Embedded würde man heute sagen. Seitdem heißt es immer noch Christentum ist aber ein wichtiges politisches Mittel um die Macht des Staates zu legitimieren. Das findet man sogar im Geschichtsunterricht, wenn man es schafft, den Frame aufzulösen, dass Kirche und weltliche Führung gegenspieler gewesen seien. Der ist so falsch wie heute Staat und Privatwirtschaft als Gegensätze darzustellen.

  19. Nach meiner Meinung ist das „Feindbild“ Islam künstlich erschaffen worden. Das fing nach meiner Meinung mit 9/11 an. Ich denke, 9/11 war ein Inside Job von den Geheimdiensten. Die weiteren Anschläge – der IS bekennt sich angeblich immer dazu – werden nach meiner Schätzung auch alle von Geheimdiensten inszeniert. Bestimmt soll das Prinzip divide et impera angewendet werden, um alle Völker weltweit gegeneinander aufzuhetzen und in das Chaos zu stürzen. Da geht es – ich denke – um die Neue Weltordnung.

    http://www.atx-netzteile.de/trump-neue-weltordnung.html

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