Der Mogel-Schulz

Neue Große Koalition in der Mache

Von Ulrich Gellermann.

Mit Martin Schulz schien ein Frühlingswind das Arbeitslosenland Deutschland zu durchwehen. Der Mann aus der Eurokratie, dem Abstellplatz für verdiente Alt-Kader, versprach irgendwie April-Frische. Weil er drei, vier nebulöse Sätze von sich gegeben hatte. Zum Beispiel diesen: „Die Menschen, die mit harter Arbeit ihr Geld verdienen, dürfen nicht schlechter gestellt sein als die, die nur ihr Geld für sich arbeiten lassen.“ Das klang fast nach sozialer Revolution, das klang nach der Sozialdemokratie von August Bebel hab ihn selig. Und zur asozialen SPD-Agenda-Politik, jenem Instrument, das die Reichen immer reicher gemacht hat und die Zahl der Armen kräftig vermehrte, da wusste Martin, der Jesus aus dem SPD-Parteivorstand, zu sagen: „Wenn Fehler erkannt werden, müssen sie korrigiert werden.“ Mann! Sollte es doch noch zerschlagen werden, das Hartz-Vier-Gefängnis? Die Zuchtanstalt für Markt-Verlierer? Und schließlich sogar eine Wahrheit aus dem Mund des neuen Illusionskünstlers der Sozialdemokratie: „Millionen von Menschen fühlen, dass es in diesem Staat nicht gerecht zugeht“. Da wurde es den Entrechteten ganz war um´s Herz. Gefühlt.

Jetzt lässt uns Martin Schulz über die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG seiner sozialen Offenbarung teilhaftig werden: „Künftig sollen Arbeitslose ein Recht auf Weiterbildung haben“. Häh? Millionen Qualifizierungsmaßnahmen wurden von den Job-Centern im Verlaufe der Jahre angeordnet und wehe der Arbeitslose nahm nicht an der Maßnahme teil. Dann gab es aber ruck-zuck Sanktionen. Die Almosen wurden gekürzt. Auch dann, wenn beide wussten, der Arbeitslose wie der „Fallmanager“ vom Amt, dass es gar keinen Job gab, für den man sich hätte qualifizieren können.

„Für die Dauer der Qualifizierung,“ erfährt die Arbeitslosen-Welt aus der SÜDDEUTSCHEN, „soll der Teilnehmer ein neues „Arbeitslosengeld Q“ in Höhe des richtigen Arbeitslosengeldes I bekommen.“ Wo ihm doch eigentlich nur das Hartz-Vier-Schweige-Geld zusteht. Sicher steht „Q“ für Quo vadis, wohin gehst Du?“ Denn ein Weg aus der Arbeitslosigkeit ist mit dieser Maßnahme nicht zu erkennen. Zwar gibt es, folgt man dem talentierten Täuscher Schulz, in der Zeit der Qualifizierung mehr Geld als bisher, aber es bleibt Placebo-Money, Beruhigungs-Geld, das am Übel der ungleich verteilten Arbeit oder gar dem Grundübel Kapitalismus nicht rühren mag. 

Das „Schonvermögen“ der Arbeitslosen soll sich von bislang 150 auf 300 Euro pro Lebensjahr erhöhen. Da wird der Arbeitslose aber nach Schulz bald in geschontem Geld baden. Sagen wir er ist 30 Jahre alt, dann bekommt er 150 Euro x 30 Lebensjahre = 4.500 Euro + 750 Euro einmalig Fixkosten = 5.250 Euro geschont. Meint Geld, dass nicht auf die staatlichen Alimente angerechnet wird. Das würde laut Schulz um die 10.000 Euro werden. Und schon könnte der Arbeitslose zum Beispiel ein Auto kaufen mit dem er dann zum Job Center fahren dürfte. Woher er allerdings das verschonte Geld nehmen soll wenn er nichts geerbt hat und seit Jahren arbeitslos ist, das wird uns der Wundertäter sicher nach dem Wahlkampf verraten.

Das deutsche Arbeitszeitgesetz aus dem Jahr 1994 schreibt acht Stunden als maximale tägliche Arbeitszeit vor. Das wäre die 40-Stunden-Woche. Selbst nach der oberflächlichen offiziellen Statistik arbeiten die Deutschen sogar 41,5 Stunden in der Woche. Ob Schulz je den Begriff „unbezahlte Mehrarbeit“ gehört hat? Nach einer Schätzungen der Bundesagentur für Arbeit wurden in 2015 fast eine Milliarde unbezahlter Überstunden geleistet. Und was nicht bezahlt wird, das wird auch nicht gezählt. Kommen noch die unbezahlten Praktika dazu und die Volontariate ehrenhalber, schon sind wir auf der Spur jener regulären Arbeit, die es zwar gibt, die aber dem Markt durch Betrug entzogen wird. Schon durch das Verbot unbezahlter Überstunden wären neue ordentliche Jobs möglich. Welche Fülle an Jobs wäre erst denkbar, wenn das alte Arbeitszeitgesetz, das eine maximale reguläre Wochenarbeitszeit von 48 Stunden vorsieht, zugunsten einer gesetzlichen Obergrenze von 35 Stunden verändert würde? Jobs! Jobs! Jobs!

Dass Arbeit auch mit Würde zu tun hat, mit Kollegen, mit Zufriedenheit nach getaner Arbeit das ist Almosen-Planern wie Schulz erst recht nicht klar. Dass es im Bildungs- und Gesundheits-Sektor zum Beispiel an arbeitenden Menschen mangelt, das wollen sie gar nicht wissen. Und wer nicht nur an die zu geringe Zahl von Lehrern pro Schüler denkt, sondern auch an Kollegen, die sich um die verdreckten und kaputten Klos an deutschen Schulen kümmern, der weiß, wieviel Arbeitsplätze da noch zu entdecken wären. Natürlich nicht solche, die den Fettaugen auf der gesellschaftlichen Suppe noch mehr Profite verschafften. 

Auf der Website von Martin Schulz steht einer dieser Werbesprüche der Verdummungs-Klasse: „Zeit für mehr Gerechtigkeit. Zeit für Martin Schulz.“ Wer sich Zeit für Martin Schulz nimmt, der hat sie vergeudet. Denn der Rest seiner Sozial-Gestik wird spätestens dann beerdigt, wenn nach den Wahlen eine große Koalition ansteht. Die Schulz aus Verantwortung für Deutschland eingehen wird, versteht sich.

Danke an den Autor für das Recht der Zweitverwertung.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Fotohinweis: wikimedia.commons.org, Author: SPÖ Presse und Kommunikation, Lizenz: Attribution-ShareAlike 2.0. Generic (CC BY-SA 2.0)

 

24 Kommentare zu: “Der Mogel-Schulz

  1. Zitat U. Gellermann: „Wer sich Zeit für Martin Schulz nimmt, der hat sie vergeudet. “

    damit ist alles gesagt. schmiert diesen satz auf alle wände Deutschlands, damit es auch der allerletzte Heini gemerkt hat.
    und jagt die Merkel zum teufel!

    • Allein der schon in manch Kamera höhnisch geschmulzelte Kommentar wie: „Jetzt ist Schulz mit lustig!“ zeigt uns wie perfide abgehoben ja selbst schon die Partei in der Basis ist. Mir gruselts bei sowas!

    • ähnlich dumm wie Norbert Hofer und Alexander van der Bellen in Österreich. Gut, der Bundespräsident hat in Österreich fast ausschließlich repräsentative Aufgaben.

    • In der BRD ist Bundespräsident ein Posten, auf den Politiker geschoben werden können, damit sie nicht Bundeskanzler werden. Steinmeier hat den Posten aus dem gleichen Grund bekommen wie Wulff.

      Erstklassige Chefs haben erstklassige Mitarbeiter. Zweitklassige Chefs haben drittklassige Mitarbeiter.

  2. Die Überschrift ,,Der mogel Schulz“ trifft es sehr gut.
    Deutschland geht es gut, zumindest wenn man mit dem deutschen Volk nur die oberste hälfte meint. Die andere zittert und schwitzt, teilweise für die Sünden der SPD der Vergangenheit.
    Das Thema Fake-News, das Schulz immer wieder anspricht ist ein sehr kompliziertes thema. Wer vom Fake-News verhindern redet spricht im selben Moment auch von Zensur. Man gibt also organisationen die Macht meinung zu verbieten. Fake News gibt es nicht erst seit Trump. Die Aussage, mit der man den Irakkrieg legitimiert hat war eine Flaschmeldung. Verbreitet von der Politik und den etablierten mainstream Medien. Wenn jemand Zensur legitimiert ist dies ein schlechtes Zeichen: Denn wie definiert man sie? Sind auch oppositionelle Meinungen fake-news?
    Wenn man von dem Finanzsystem redet muss man in erster Linie über die Geldschöpfung, dem Ursprung des Geldes reden. Solange diese in privater Hand liegt und das für angemessen angepriesen(oder erst gar nicht verstanden) wird beantwortet man keine Frage. Wer diese fundamentslen Fragen nicht stellt beantwortet keine Frage. Gäbe es ein gerechtes, gesundes Europa gäbe es auch keinen Nationalismus. Wer hat sich in Europa für Ungerechtigkeit und Knechtschaft am meisten eingesetzt? Wer war Befürworter einer ausgeprägten Austeritätspolitik und einer schädlichen Fiskalpolitik in Griechenland? Es war kein Ukrainischer minister wie er gerne behauptet. Nein! Es war Schulz. Von wem stammt die Aussage:,, Ich bin gerne bereit den Griechen zu helfen, aber nicht mit dieser Regierung“? Ist er ein Antidemokrat? oder einfach nur ein Antieuropäer?
    Man darf mich an der stelle nicht falsch verstehen. Schulz spricht die richtigen Themen an. Schulz macht das auch auf sehr volksnaher Ebene. Nur erscheint er mir da wenig glaubwürdig zu sein. Er selbst profitierte von enormen Steuerfreiheiten…
    Außerdem finde ich es immer wieder schön zu sehen, wie die SPD vor den wahlen immer wieder zu einer Sozialdemokratischen Partei wird. Fakt ist allerdings, dass die SPD uns in den vergangenen 25 Jahren Sozialabbau beschert hat, wie keine andere Partei.
    Ich bin gespannt wie es sich entwickelt. Die Frage Schulz ist eine sehr interessante und zugleich schwierige Frage. Eine gute Sache hat es dann doch. Die Fragen, die den Bürger betreffen werden endlich debattiert statt totgeschwiegen. Hoffen wir mal, das mehr hinter dieser Person steckt, als nur ausgeprägter Populismus.

  3. Häuptling Osolemirnix: „Sehr erfreut, dich wieder zu sehen, Waggonlix!“ Waggonlix: „Wenn ich denke, dass wir schon Wahlen abhalten wollten, um einen neuen Häuptling zu haben! Die Urnen sind bereits gefüllt.“ Asterix: „Was? Die Urnen sind schon vor dem Wahltermin voll?“ Häuptling Osolemirnix: „Natürlich. Aber wir werfen sie ins Meer, ohne sie geöffnet zu haben, und dann gewinnt der Stärkere. So ist es bei uns Brauch.“ – Asterix in Korsika, 1973

    • Das stimmt natürlich und der Artikel beschriebt die Realität, aber….

      …was man gerne vergisst ist, dass ein Volk, das erst eine, Schröder wählt, sihc dann von ihm dermassen verarschen lässt, und trotzdem, anscheinend völlig lernunfähig, bei jeder folgenden Wahl ebenfalls nicht in der Lage ist, in seinem eigenen Interesse zu wählen… dass ein solches Volk schon auch verdient so un dnicht anders behandelt zu werden. Oder?

      Ich kann nirgends WIderstand erkennen. Kohl, Schröder und Merkel regieren seit drei ein halb Jahrzehnten, können sie irgendeinen Lernprozess erkennen?

    • Sie können keinen Protest erkennen? Ist das wirklich so…

      Es ist wohl eher die Frage ob Sie überhaupt einen Protest, oder einen Lernprozess erkennen wollen. Das scheint mir nicht so zu sein. Die Frage ist warum?

      Wahrscheinlich sieht der Protest nicht so aus wie Sie es sich wünschen.
      Wie sollte denn Ihrer Meinung nach ein Lernprozess aussehen? Und inwiefern ist Ihr gewünschter Lernprozess besser, als der, der gerade stattfindet?

      Wenn sich die ganze Welt um einen bewegt und man sieht es nicht, sollte man vielleicht einfach aufhören den Blick auf seine Füße zu richten…

      Wo kämen wir hin
      Wenn alle sagten
      Wo kämen wir hin
      und niemand ginge
      um einmal zu schauen
      Wohin man käme
      Wenn man ginge

      – Kurt Marti (schweizer Theologe)

  4. Armut kann man nicht weglügen
    Mit 15,7 Prozent hat die Armutsquote in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht. Schnell sind all diejenigen zu hören, die die Zahlen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes relativieren oder weglügen wollen. Sicher geht es den Armen hier besser als den Verhungernden in Zentralafrika, oder den Menschen in Rumänien oder Bulgarien. Armut ist immer relativ.
    Jeder Vierte arbeitet im Niedriglohnsektor, viele sind als Leiharbeiter oder mit schlecht bezahlten Werkverträgen oder in Minijobs beschäftigt. Die Zahl von Rentnern, die auf Grundsicherung angewiesen sind, nimmt zu. 330.000 Haushalten wurde der Strom abgestellt, die Energiearmut wächst. 40 Prozent der Haushalte haben seit der Jahrtausendwende reale Einkommensverluste. Die „Deutschland geht es gut“-Rhetorik der Kanzlerin und das folgenlose soziale-Gerechtigkeits-Geschwätz der letzten Jahre sind eine Verhöhnung der Menschen, die davon betroffen sind,
    All denjenigen, die die Zahlen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes schönreden wollen, wäre zu wünschen, dass sie selbst einmal mit Niedriglohn, Hartz IV oder gesperrtem Stromanschluss auskommen müssen.
    Die Agenda 2010 und die Steuer- und Sozialgesetze der letzten Jahre, die zu dem Auseinanderfallen der Gesellschaft geführt haben, müssen von Grund auf korrigiert werden. Das muss auch Martin Schulz einsehen. Jetzt sind die Mehrheiten in Bundestag und Bundesrat da, um für Millionen Menschen das Leben zu verbessern. Diese Mehrheiten müssen jetzt genutzt werden. Was nach der Bundestagswahl ist, weiß niemand. Der heilige Martin hat den Bettler nicht jahrelang frieren lassen, sondern seinen Mantel sofort mit ihm geteilt. Wer arm bleibt, stirbt früher!
    Quelle: Oskar Lafontaine via Facebook

    • Bei unseren Wahlen isst auch DASS Thema der zwei Parteien die vier Jahre regiert haben VVD, liberale/konservative, und PvdA (Partei der Arbeit), Sozialisren, dass unser Ekonomie jetzt gut isst.
      Leider isst dass einzige was sie erreicht haben eine niedriche Lücke im Budget, dafür isst de Arbeitslosigkeit hoch geblieben, sind Soziallleistungen gekürtzt, und bestehen feste Arbeitsplätze kaum noch.
      Die PvdA bekommt dafür die grosste Verlust im Parlement in unsere Geschichte, von 30 auf 10 bis höchstens 15.
      Die PVV, Widers, wird die grösste Partei werden, 25 oder mehr Abgeordenete.
      Eine Regierung zu bilden wird sehr schwierig, etwa vier Parteien müssen etwas Gemeinsames finden.
      VVD mit underse Grünen, Groenlinks, fast undenkbar.

    • Wenn der heilige Martin heilig gewesen wäre, hätte er dem Bettler einfach seinen ganzen Mantel gegeben, von einem Halben hat keiner was^^ Und was den Strom angeht…naja das kann man so und so sehen, es kommt wirklich auf die Hintergründe an. Aber die Zahlen sind schon erschreckend, so wie der Text an sich. Sollte auch ein Lebensmittelgesetz wie in Frankreich geben.

      Danke schwarz ist weiß das Sie den Text hier gepostet haben

    • Vorsicht Statistik!

      Was heißt denn Armut in Deutschland? ‚weniger als 60% vom Durchschnittseinkommen‘ habe ich gestern gehört. Die Definition ändert sich alle Nasen lang. Eine andere Definition ist ‚Weniger als 50% vom Medianeinkommen“. Außerdem zählt man gerne Haushalte statt Menschen, dann erscheinen fünf Menschen im selben Haushalt nur einfach statt fünffach, und wenn Menschen mit geringem Einkommen in großen Haushalten leben, während Menschen mit hohem Einkommen in kleinen Haushalten leben, sieht die Statistik mit Haushalten schöner aus.

      Median heißt, dass die Hälfte weniger hat, und die Hälfte mehr. Durchschnitt ist alles zusammengezählt und durch die Anzahl der Teilnehmer geteilt. Weil es wenige Teilnehmer mit sehr hohem Einkommen gibt, ist der Durchschnitt viel höher als der Median.

      Weniger als 1050 Euro pro Monat gilt heute als arm. Das ist in etwa das, was heute ein Leiharbeiter bei 40-Stunden Woche (netto) bekommt oder eine Alleinerziehende mit zwei Kindern (ohne Miete). Aber es ist das Dreifache von dem, was ich als Arbeiter über Jahre hinweg (mit Miete) in einer Großstadt verbraucht habe.

      15,7 Prozent kann sich nur auf Haushalte beziehen. Die Quote an Menschen, die weniger als 1050 Euro pro Monat (netto, also ohne Steuern und Sozialabgaben) haben, schätze ich auf über 75 Prozent. Welche Familie aus Vater, Mutter und zwei Kindern hat schon mehr als 4200 Euro pro Monat?

    • Fakt ist doch, dass Armut und die Anzahl der Menschen mit bedrohter Armut in D. gestiegen ist.
      Das Statistiken oft den Zustand beschönigen, sieht man doch an der Arbeitslosenstatistik.

      Was nützen offene Stellen, wenn man über 50 ist und so keine Chance hat eine halbwegs ordentliche Arbeit zu bekommen.

      Alleinerziehende müssen sich schon beim Einstellungsgespräch erklären, wo denn das Kind, im Falle einer Erkrankung untergebracht wird. Gibt es keine Möglichkeit, gibt es keinen Arbeitsvertrag.

      Das mehr als die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland im Alter nur mit einer gesetzlichen Rente auf Grundsicherungsniveau rechnen können, ist auch Konsens.
      Aber Deutschland geht es gut.

    • > Fakt ist doch, dass Armut und die Anzahl der Menschen mit bedrohter Armut in D. gestiegen ist.

      Je nachdem wie man Armut definiert. Von wegen „Fakt ist“.
      Anders herum! Die Armut soll gestiegen sein. Wie muss man Armut definieren, damit die Statistiken das auch zeigen?
      Und dann noch diese übertriebene Genauigkeit, 15,7 Prozent. Die Armutsgrenze auf den Eurocent genau ausgerechnet worden.

      Quartil pro Mensch wäre interessant. Wie viel Einkommen muss ich haben, damit ein Viertel der Menschen weniger und drei Viertel der Menschen mehr Einkommen hat als ich?
      Wenn man das als Armutsgrenze definiert, gibt es immer 25% Arme.

      Ich kenne jemanden, der hat 1700 Euro Netto-Einkommen, aber weil er in einer Großstadt lebt, wo die Miete teuer ist, in einer eigenen Wohnung leben will, und ein teures Nahverkehrsticket braucht, um zur Arbeit zu kommen, macht der nichts davon über. Der verlässt von Montag bis Freitag vor sechs Uhr morgens seine Wohnung und kommt erst nach sieben Uhr abends wieder zurück. Der ist nach meinem Empfinden arm, obwohl er nach diesen Statistiken sicher nicht als arm gilt. Einkommen allein ist ein schlechter Indikator.

      > Alleinerziehende müssen sich schon beim Einstellungsgespräch erklären, wo denn das Kind, im Falle einer Erkrankung untergebracht wird. Gibt es keine Möglichkeit, gibt es keinen Arbeitsvertrag.

      Was kann man dagegen tun? Braucht man überhaupt etwas dagegen zu tun?
      Eine Arbeit zu verrichten, bei der man nicht ausfallen darf und gleichzeitig Kinder zu haben, lehnen viele Menschen für sich persönlich ab. Bestes Beispiel Kristina Schröder.
      Wenn man es dennoch haben will, sind gute Beziehungen zur eigenen Familie und zur Familie des anderen Elternteils eine Lösung.

      Zur Zeit sieht die Rechnung für Vater, Mutter und zwei Kinder wie folgt aus:
      Ein Elternteil arbeitet 40-Stunden-Woche (Krankenpfleger, Polizist oder Fliesenleger), der andere macht den Haushalt -> gut 2000 Euro pro Monat (mit Kindergeld).
      Alleinerziehend mit zwei Kindern -> gut 1000 Euro plus warme Wohnung ohne den anderen Elternteil.
      Scheidung lohnt sich!

      > Das mehr als die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland im Alter nur mit einer gesetzlichen Rente auf Grundsicherungsniveau rechnen können, ist auch Konsens.

      Fragt sich wie hoch das Grundsicherungsniveau ist. Wenn das wie heute dem Einkommen eines Leiharbeiters entspricht, liegt etwas im ARGEn.
      Kreuzfahrt von Aldi für 5000 Euro kann man sich davon nicht leisten. Aber man lebt damit besser als der Malocher, denn man braucht nicht zu arbeiten.

      > Aber Deutschland geht es gut.
      In Deutschland herrscht Arbeitszwang. Wer ein paar Jahre lang gearbeitet und sparsam gelebt hat, und dann von den Ersparnissen leben will, kriegt von der Krakenkasse das Fell über die Ohren gezogen. Sowas gibt es fast nur in Deutschland. Dagegen hilft nur auswandern oder sich verhartzen lassen, womit man aber die Reisefreiheit verliert. Wohl dem, der kein Haus oder ähnliches Eigentum hat!

  5. Das einzige was Schulz jemals geleistet hat und haben wird, war der Konsum diverser Alkoholika und die damit verbundene Unterstützung des örtlichen Supermarktes. Er denkt sich wahrscheinlich genauso:

    Gefühlte Ungerechtigkeit bei Millionen ist ja nicht erlebte Ungerechtigkeit bei Millionen. Ich will aber gerne mit meiner Partei nachhelfen. Erleben sie Ungerechtigkeit, made by Schulz und Jochen Schweizer. Merkel hat nur durch Untätigkeit geglänzt. Ich aber werde der Untätigkeit neuen Glanz verleihen. Ihr Martin „Untergang´´ Schulz

    Er will und wird nichts ändern. Und ich glaube auch nicht das sein Alkoholkonsum der vergangenen Jahre was damit zu tun hat. Wahrscheinlich hatte er im Delirium seine klarsten Momente..

    • Ja. Mich hat das eben auch an einen Spruch einer linken Umweltministerin erinnert, der vor Jahren in der MAZ zu lesen war. Es ging unter anderem darum, dass der Wald mit den monströsen Windkrafträdern zerstört wird und die Menschen, die dicht dran wohnen, krank macht durch Infra- Schall und Lichtsignale und außerdem die Vögel damit zerschnetzelt werden, wogegen die Bevölkerung protestierte: „Das ist nicht so schlimm, wie der einzelne das empfindet!“. Warum kriegt nicht jedes Privathaus eine Solaranlage vom Staat finanziert? Davon wird niemand krank oder getötet und es ist viel effektiver. Aber der satanistischen Weltregierung ist ja das Geo-Engineering mit den giftigen Chemtrails, die das Sonnenlicht reduzieren, wichtiger!
      Die Frage ist nun, ob ein „taktisches LINKE- Wählen“ überhaupt noch einen Sinn hat, wenn die einzige, die dort mutig und menschlich redet, Sahra Wagenknecht, auch schon von der eigenen Partei angegriffen wird?

    • ,,Die Frage ist nun, ob ein „taktisches LINKE- Wählen“ überhaupt noch einen Sinn hat, wenn die einzige, die dort mutig und menschlich redet, Sahra Wagenknecht, auch schon von der eigenen Partei angegriffen wird?´´

      Darüber zerbreche ich mir seit Monaten den Kopf… ich bin inzwischen dazu geneigt einfach meine Stimme ungültig zu machen. Aber auch das ist im Prinzip nur ein Gang zur Urne. Eine ganz und gar andere Partei wählen hätte den gleichen Effekt.

      Es bleibt schlichtweg an jedem von uns, erst uns und dann andere aufzuklären oder abzuwarten das die Regierung so viel Mist baut das die Leute auf die Straße gehen und sie aus Berlin verjagen. Andere Optionen sehe ich nicht und neige auch immer mehr dazu, dass es eine blutige Revolution wird. Wobei mir eben die Evolution lieber wäre…

    • Man muss sich mal den Begriff „Wahlurne“ bewusst machen. Das ist, als ob man seine seine eigene Stimme zu Grabe trägt und tatsächlich ist es ja auch so. Auch die Bezeichnung „Volksvertreter“ ist ein sehr eigentümlicher Begriff.

  6. Man muss ein Mann ohne Abitur etwas verzeihen.
    Wir in den Niederländen haben auch ein solcher Phantast, Roemer,ebenfalls Sozialist.
    Roemer war Dorfschule Lehrer.
    Aber auch die bisher Regierende Sozialisten werden zur Kasse gebeten, PvdA, geleitet jetzt van Vice Erste Minister Asscher, Jurist, kriegt noch zehn bis höchstens fünfzehn Platze im Parlement, es sind jetzt noch 38.
    Doch träumt Asscher davon Erster Minister zu werden.
    In Frankreich isst der Traum der Parti Socialiste vorbei, Hollande macht nicht mit, bei den Presidents Wahlen, sein bis kurzem Erster Minister Valls hat keine Chance mehr.
    Schulz als Bundeskanzler, jetzt, wo ’sein‘ Europa stirbt.
    Ich sah Deutsche immer als einer der fähigsten Völker der Welt, aber der Zweifel beginnt.

    • http://www.bfmtv.com/politique/selon-un-sondage-opinionway-marine-le-pen-arriverait-en-tete-avec-27percent-des-voix-au-premier-tour-1115999.html
      Le Pen gewinnt die erste Runde, aber verliert die zweite.
      Aber wass sind heute Prophezeihungen noch Wert, nach Brexit und Trump ?
      Wir bekommen eine sehr interessante Situation wenn Schulz UND Marine regieren würden.
      Die zwei trinken gern einander’s Blut.
      Ich bin froh dass Kriege nicht mehr Diplomatie met andern Mitteln sind.

Hinterlasse eine Antwort