Der Mord an George Floyd: kein Einzelfall, … • STANDPUNKTE

…sondern Teil des Krieges gegen Schwarze in den USA

Ein Standpunkt von Hermann Ploppa.

Auch nach dem Mord an dem US-Bürger George Floyd durch einen Angestellten der Polizeiwache von Minneapolis geht die Gewalt gegen Afroamerikaner unvermindert weiter. Insgesamt gesehen ist der augenblicklich in den USA tobende Bürgerkrieg eindeutig eine gewaltsame Reaktion auf das geschichtlich einmalige Regime, das seit Ausbrechen der Corona-Pandemie mit unerbittlicher Härte ausgeübt wird. Wenn über 20 Millionen Menschen in den USA in Folge der Pandemie von heute auf gestern ihren Arbeitsplatz verlieren und sie kaum nennenswerte Ersparnisse haben, dann sind solche Revolten die logische Folge. Und sie sind mit Gewissheit von den Herrschenden auch einkalkuliert worden.

Dass dennoch die soziale Explosion sich an einem Rassenkonflikt entzündet hat, ist geradezu zwangsläufig. Denn bis auf den heutigen Tag sind die US-Bürger afrikanischen Ursprungs bei den Arbeitslosen, Armen und bei den Gefängnisinsassen überrepräsentiert. So sind sie auch jetzt bei den Corona-Infizierten überrepräsentiert. Sie sind ebenfalls bei den jetzt durch Corona arbeitslos Gewordenen überrepräsentiert. In einem Land, in dem zwölf US-Präsidenten Sklavenhalter waren, hat es lange gedauert, bis den Schwarzen wenigstens auf dem Papier die vollen Bürgerrechte zuerkannt wurden. Viele Institutionen der USA lassen sich nach wie vor auf die Sklaverei in den USA zurückführen. Auch die dezentral organisierten Polizeistationen, die Police Departments, begannen oftmals als Slave-Patrols. Also als Bürgermilizen, die entlaufene Sklaven wieder einfingen.

Hinzukommt, dass unterschiedliche Völker im Laufe der Jahrhunderte nacheinander in die USA eingewandert sind und zunächst allesamt von den schon Ansässigen misstrauisch beäugt wurden. Diese neu Eingewanderten profilierten sich gerne, indem sie sich an Gewalt gegen Afroamerikaner aktiv beteiligten und auf diese Weise ein „Wir-Gefühl“ herstellten.

In meinem Buch „Hitlers amerikanische Lehrer“ habe ich die Dynamik dieses unruhigen „Schmelztiegels“ (Melting Pot) unter die Lupe genommen, um die Entstehung und Wirkungsweise von Rassismus und Faschismus erklären zu können.

Aus gegebenem Anlass ein kurzer Ausschnitt aus dem genannten Buch:

Bis in die 1920er Jahre wurden etwa 3.500 Afroamerikaner, aber auch Iren, Italiener und Juden, Opfer des Lynching. In der Zeit der Sklaverei gab es selbsternannte „Slave Patrols“ – Sklavenpatrouillen, die jeden frei herumlaufenden Afroamerikaner aufgriffen, aufhängten oder „nur“ auspeitschten.

An dieser Sitte hielt man auch nach der Befreiung der Sklaven fest. Der Staat griff nach Auffassung dieser selbsternannten Ordnungshüter nicht richtig durch, so dass der Bürger selber mit anzupacken hatte. Diese Selbstjustiz offenbart eine ausgeprägt sexualneurotische Seite. Der Männlichkeitswahn des weißen, machtlosen Machos muss sich an einem wehrlosen Opfer abreagieren.

Denn meistens werden junge schwarze Männer Opfer der Lynch-„Justiz“. Den Teenagern wird unterstellt, sie hätten ehrbare weiße Frauen aus der Gemeinde vergewaltigt oder gar umgebracht. Die Auffassung, der „Neger“ sei wesentlich potenter und triebhafter als der weiße Mann, mit einem wesentlich größeren Geschlechtsorgan gesegnet, dafür jedoch im Gehirn etwas defizitär ausgestattet, findet sich nicht nur an Südstaatler-Stammtischen, sondern auch in den schriftlichen Äußerungen der Geistesleuchten der Elite-Universitäten von Yale, Harvard und Princeton, die sich übrigens damals energisch gegen die Sklavenbefreiung ausgesprochen haben.

Und die ehrbaren Bürger entwickeln eine erstaunlich sadistische Erfindungsgabe. Sie bringen das Opfer nicht einfach um sein Leben. Sie peinigen es nach allen Regeln der Kunst.

Da ist zum Beispiel im Jahre 1916 Jesse Washington aus Waco, Texas.

Ein siebzehnjähriger geistig behinderter Afroamerikaner, der sein Geld als Landarbeiter verdient. Angeblich soll er die Vergewaltigung und Tötung einer weißen Frau bereits gestanden haben. Er wird auf den Marktplatz gezerrt, kastriert und verstümmelt. Vor jubelnder Masse, auch unter den wohlwollenden Blicken des Bürgermeisters und des Polizeichefs, wird der Junge mit Schaufeln geschlagen und mit Ziegelsteinen beworfen. Ein Feuer wird entfacht. Den Knaben hängt man an eine Eisenkette und röstet ihn über dem Feuer.

Weinend versucht Jesse, sich an der glühheißen Kette nach oben zu hangeln. Um das zu verhindern, hackt man ihm lachend die Finger ab. Schließlich wird Jesse Washington gehängt. Eine Photographie dieser Peinigung wird als Postkarte in Umlauf gebracht. Auf die Rückseite einer solchen Ansichtskarte schreibt ein humorvoller Bürger von Waco: „Wir hatten letzte Nacht eine Grillparty“.

Das ist kein Extremfall.

Man könnte ganze Bibliotheken füllen mit Berichten über solche Perversionen. Lynching war auf die Südstaaten der USA konzentriert, wurde aber auch in geringerem Umfang im Norden praktiziert. Oft ist das öffentliche Lynching ein gesellschaftliches Ereignis. In Zeiten, da Hinrichtungen in Europa nur noch diskret hinter Gefängnismauern vollstreckt oder ganz untersagt werden, sind Freistilhinrichtungen in den USA beliebte gesellschaftliche Ereignisse.

Der Lokalreporter wird vor dem Ereignis informiert, und das Lynching wird auf eine bestimmte Uhrzeit festgesetzt, damit der Reporter seinen Bericht mit Photo brandaktuell in der Lokalpresse unterbringen kann. Die Zweitverwertung des Lynch-Photos als Postkarte ist für den cleveren Reporter eine begehrte Einnahmequelle. Das Verschicken von Lynch-Postkarten erreicht einen solchen Umfang, dass der Postminister der USA ihre Versendung mit der Post 1908 offiziell untersagt. Gelyncht wird auch professionell in Zirkusarenen, ordentlich ausgeleuchtet wie beim Rockkonzert.

Sogar Präsident Theodore Roosevelt, der „Neger“ für eine „unheilbar dumme Rasse“ hält, ist 1903 entsetzt über die Lynch-Mode: „Alle denkenden Menschen … müssen schwerste Beunruhigung empfinden über die Zunahme des Lynchens in diesem Land, und insbesondere über die ausgesucht abstoßenden Ausmaße, die die Gewalttätigkeit des Mobs häufig annimmt, wenn Farbige die Opfer sind – wobei der Mob weniger wert legt auf das Delikt des Verbrechers als vielmehr auf dessen Hautfarbe …“. (Offener Brief an den Gouverneur von Indiana, Winfield Durban)

Das kostet Roosevelt nicht nur Wählerstimmen. Auch verstärkter Personenschutz ist vonnöten. Ein Gesetz gegen Lynching hat auch Roosevelt nicht auf den Weg gebracht.

1946 wird zum ersten Mal in der Geschichte der USA ein Lynchmeister juristisch zur Verantwortung gezogen. Der Polizist Tom Crews aus Florida soll 1.000 Dollar Strafe zahlen und ein Jahr ins Gefängnis, weil er einen schwarzen Landarbeiter durch Lynchen ermordet hatte. Der wackere Ordnungshüter hat vermutlich die Welt nicht mehr verstanden…

Lynchmorde können Einzelpersonen treffen, die einer Dorfgemeinschaft schon länger aufgefallen sind. Neben den sexualpathologischen Motiven kann auch eine Rolle spielen, dass ein Schwarzer eine Metzgerei in einem Ort aufmacht, in dem bereits ein weißer Metzger ein Geschäft betreibt. Oder man will sich die Immobilie eines schwarzen Mitbürgers als Eigentum einverleiben.

Neben der gesetzlosen Hinrichtung von Einzelpersonen findet sich das Abschlachten und Exekutieren der Bewohner eines ethnisch geprägten Stadtviertels. Die Vergrämung und Entfernung einer vermeintlichen Parallelgesellschaft ist das Ziel. Es kommt nicht nur gelegentlich zu scheinbar spontanen Explosionen einer unduldsamen Mehrheit gegen eine geächtete und gefürchtete Minderheit. Diese Gewitter sind unverzichtbare Instrumente des Druckausgleichs in der nie zur Ruhe kommenden US-Gesellschaft. Und die Afroamerikaner bleiben über die Jahrhunderte das bevorzugte Ziel dieser Entladungen, die man ohne weiteres als Pogrome bezeichnen kann.

Und zwar keine von paramilitärischen SA-Einheiten mühsam inszenierten Pogrome ohne Beteiligung des Volkes. Sondern spontane, aus echtem Bedürfnis entsprungene Pogrome.

Fünf Beispiele sollen uns genügen.

1. Die New York Draft Riots vom 13. bis zum 16. Juli 1863. Für den Bürgerkrieg ziehen die Nordstaaten zwangsweise Soldaten ein. Für 300 Dollar kann man sich von der Wehrpflicht freikaufen, wenn man einen Ersatzmann stellt. Die kleinen Leute sind zu recht wütend. Sie schimpfen: „Das ist der Krieg des reichen Mannes, und der kleine Mann muss ihn ausfechten“. Es kommt zu Unruhen. In New York eskalieren die Unruhen zur Revolte. Präsident Lincoln schlägt den Aufstand mit regulären Truppen nieder. Die Aufständischen wechseln das Thema. Sie stürmen die Wohnviertel der Afroamerikaner, zünden Häuser an und massakrieren die Bewohner. Die überlebenden Schwarzen finden in dem damals noch nicht zu New York gehörenden Harlem Schutz.

2. Die Ummünzung einer sozial motivierten Wut in blindwütigen Rassenwahn gelingt auch 1887 in Louisiana. 10.000 Arbeiter auf Zuckerplantagen, schwarz und weiß gemeinsam, streiken für mehr Lohn. Louisianas Gouverneur Samuel Douglas ermahnt die weißen Streikenden: „Gott der Allmächtige persönlich hat eine Rassenlinie gezogen!“ Douglas lässt zunächst Militär auf die Streikfront los. Als ein rassistischer Lynchmob formiert ist, zieht der Gouverneur seine Truppen zurück, damit der Mob ungestört seiner Leidenschaft frönen kann. 300 Schwarze werden auf einen Streich gelyncht.

Nicht zuletzt aufgrund solcher traumatischen Erfahrungen ziehen immer mehr Schwarze in die Nordstaaten. Dort allerdings erregen sie Unwillen. Die weißen Arbeiter fürchten die Schwarzen als mögliche Billig-Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt. Ausgerechnet die Arbeiter von East St. Louis, die in der Vergangenheit gleichermaßen umsichtige wie erfolgreiche Arbeitskämpfe durchgeführt hatten, sehen im Ersten Weltkrieg rot, als in den Metallfabriken immer mehr Afroamerikaner Lohn und Brot finden.

3. Bei einer Arbeiterversammlung am 28. Mai 1917 gelingt es interessierten Kreisen, gleichermaßen bösartige wie unsinnige Gerüchte zu lancieren. Wieder einmal wird die sexualneurotische Karte ausgespielt: eine Fraternisierung zwischen schwarzen Männern und weißen Frauen im großen Maßstab sei gerade im Anzug. 3.000 wutschnaubende Macho-Arbeiter ziehen durch die Stadt und verprügeln jeden Schwarzen, dessen sie habhaft werden. Sie zünden Häuser an. Zunächst gelingt es der Nationalgarde, diesen Unsinn zu beenden. Jedoch werden neue Gerüchte gekocht: „die Schwarzen“ planten einen durchorganisierten Überfall. Als sich am 1. Juli ein Afroamerikaner durch einen Warnschuss gegen die Attacke eines weißen Angreifers zur Wehr setzt, schaukelt sich die Situation auf. Völlig verängstigt erschießt der Schwarze zwei Polizisten. Am nächsten Morgen stürmt ein weißer Mob das schwarze Wohnviertel und zündet Häuser an. Die Schläuche der Feuerlöschzüge werden zerschnitten. Leute, die aus den brennenden Häusern fliehen, werden wie Tontauben abgeschossen. Dazu der Ruf: „Südstaaten-Nigger verdienen ein stilgerechtes Lynching!“ Auch die Gardisten machen jetzt mit.

4. 1919 paddelt der Afroamerikaner Eugene Williams im Gewässer vor Chicago herum. Er gerät in einen Sektor, den die Weißen als ihr Revier ansehen. Ein Weißer am Ufer trifft Williams mit einem Stein am Kopf. Der verliert das Bewusstsein und ertrinkt. Afroamerikaner, die den Vorgang beobachtet haben, fordern einen dabeistehenden Polizisten auf, den Steinewerfer zu verhaften. Der Polizist tut nichts. Die Schwarzen werden gegen den Polizisten handgreiflich. Das veranlasst einen weißen Mob am 27. Juli 1919, mit Baseballschlägern bewaffnet in Wohngebiete der Afroamerikaner einzudringen, um dort zu morden und zu brandschatzen. Als die 6.000 Nationalgardisten am 30. Juli endlich die Pogrome in den Griff bekommen, bleiben auf der Strecke: 38 Tote, 537 Verletzte. 1.000 Bürger von Chicago sind ohne Obdach. Die Afroamerikaner setzen sich zur Wehr.

5. In Tulsa im Bundesstaat Oklahoma sitzt 1921 der schwarze, neunzehnjährige Dick Rowland wegen des Verdachts, einen Überfall begangen zu haben, in Untersuchungshaft. Ein weißer Mob holt Rowland aus dem Gefängnis, um ihn zu lynchen. Eine Gruppe Afroamerikaner stellt sich ihnen in den Weg. Es kommt zum Handgemenge. Ein schwarzer Kriegsveteran schießt auf einen Weißen. Die Antwort der weißen Bevölkerungsmehrheit lässt nicht lange auf sich warten. Im Wohnviertel der Schwarzen werden 1.256 Häuser und 200 Geschäfte niedergebrannt. Die Jagdstrecke: 39 Tote. Davon 26 Schwarze und 13 Weiße. Diesmal benutzten Weiße Flugzeuge, um von dort auf Schwarze zu schießen und ihre Opfer mit Dynamitstangen zu bombardieren.

Wir könnten beliebig fortfahren. Das ist aber sicher ausreichend, um die Größenordnung dieses endlosen wie unerbittlichen Rassenkrieges in einem scheinbar zivilisierten Land deutlich zu machen

Das Buch „Hitlers amerikanische Lehrer“ ist  hier erhältlich

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildquelle:   Olga Enger/ shutterstock

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70 Kommentare zu: “Der Mord an George Floyd: kein Einzelfall, … • STANDPUNKTE

  1. Schöne neue Riots. Kaputtmachen muss wirklich der ultimative Kick sein!

    deutsch.rt.com/kurzclips/103535-seattle-autonomen-kleinstaat-chaz-verteilt-waffen/

    Was ist Dummheit?

    Wenn Menschen, die nie Sklavenhalter waren, Wiedergutmachung zahlen sollen an Menschen, die nie Sklaven waren?

    Die Milizen von Chaz sind einfach nur vorübergehend als Arschlöcher unterwegs. Eigentlich sind die voll leb.

  2. /twitter.com/UNGeneva/status/1274007783864627201

    Und wie die liebe UN sich sogar Sorgen ("profound concern") um die Inlandsterroristen macht.

    Nachgerade herzerglühend!

    Und natürlich abgrundtief besorgnis- und ekelerregend.

  3. Volksrepublik Capitol Hill – einfach nur hinsehen, was passiert.

    Dann hat man im Zeitraffer schnell alles auf dem Silbertabeltt.

    Was haben die als fast erstes gemacht?

    Eine Art MAuer gebaut.

    Nein, nein, Geschichte und Geschichtchen wiederholen sich niemals nicht.

  4. Die ganze ehrenwerte Gesellschaft beieinander.

    So sehen Volksbewegungen aus!

    Riots – Nein Danke!

    Quelle: influencewatch.org/non-profit/black-lives-matter-foundation/

    "Among the largest donors to the group, at least indirectly, is the Ford Foundation, which in 2016 gave $100 million to the Black-Led Movement Fund, a fund administered by the philanthropic intermediary Borealis Philanthropy. [19] The Black-Led Movement Fund has in turn provided general operating funding to the Black Lives Matter Global Network Foundation several times since 2016. [20] BLMF has also received nearly $1 million in grants for local chapter development from the W.K. Kellogg Foundation. [21]

    In 2015, Politico reported that members of the Democracy Alliance, a network of left-leaning high-dollar donors and grant makers organized by billionaire financier George Soros and Taco Bell heir Rob McKay, were encouraged to consider making large-dollar grants to the Black Lives Matter movement. Left-leaning mega-donors Tom Steyer and Paul Egerman were also listed by Politico as invited participants. However, it is unclear how much money eventually went to BLMF from this gathering. It has also been reported by the Washington Times that Soros has given groups associated with the Black Lives Matter movement more than $33 million from his Open Society Foundations (OSF), though it is again unclear if BLMF directly received funding from OSF. [22] [23]"

    • Es gibt nun keine Arbeitenden als solche mehr. Es gibt nur noch Arbeitsnomaden. Während es gestern noch die Tragödie des Subjekts war, vom Kapital ausgebeutet zu werden, ist es heute die Tragödie der Vielen, nicht mehr ausgebeutet werden zu können und einer »überflüssigen Menschheit« zugewiesen zu werden, die aufgegeben und vom Kapital für sein Funktionieren kaum noch gebraucht wird. Es entsteht ein psychisches Leben gänzlich neuer Art, das sich auf ein künstliches digitales Gedächtnis und auf kognitive Modelle aus dem Bereich der Neurowissenschaften und der Neuroökonomie stützt. Psychische und technische Automatismen sind ein und dasselbe, und es entsteht die Fiktion eines neuen menschlichen Subjekts, »Unternehmer seiner selbst«, formbar und darauf bedacht, sich ständig unter Rückgriff auf die von seiner Zeit gebotenen Artefakte umzubilden.
      Dieser neue Mensch, Subjekt des Marktes und der Schulden, hält sich für ein reines Produkt des Zufalls. Diese »fertige abstrakte Form«, wie Hegel sagt, fähig, jeglichen Inhalt überzustreifen, ist typisch für die Zivilisation des Bildes und der neuen Beziehungen, die diese Form zwischen Fakten und Fiktion herstellt. Als Tier unter Tieren besitzt der neue Mensch angeblich kein eigenes Wesen, das es zu beschützen oder zu bewahren gälte. Und es gebe a priori keinerlei Grenzen für die Veränderung seiner biologischen und genetischen Struktur.
      (…)
      Durch Verträge zum Zweck des Wiederaufbaus und unter dem Vorwand, Unsicherheit und Unordnung zu bekämpfen, legen ausländische Firmen, Großmächte und einheimische herrschende Klassen die Hand auf Reichtümer und Bodenschätze der solcherart zu Vasallen gemachten Länder. Massive Vermögenstransfers in Richtung privater Interessen, die Enteignung eines wachsenden Teils der durch frühere Kämpfe dem Kapital entrissenen Reichtümer, die endlose Abzahlung von Schuldentranchen – die Gewalt des Kapitals trifft nun auch Europa selbst, wo eine neue Klasse strukturell verschuldeter Männer und Frauen erscheint.
      Noch charakteristischer für die potenzielle Verschmelzung des Kapitalismus mit dem Animismus ist die deutlich erkennbare Möglichkeit einer Verwandlung der Menschen in belebte Dinge, in digitale Daten und Codes. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit verweist der Name Neger nicht mehr nur auf die Lage, in die man die Menschen afrikanischer Herkunft in der Epoche des Frühkapitalismus brachte (Enteignungen unterschiedlicher Art, Beraubung jeglicher Möglichkeit der Selbstbestimmung und vor allem der Zukunft und der Zeit, dieser beiden Matrizen des Möglichen). Diese Fungibilität, diese Löslichkeit, deren Institutionalisierung als neue Daseinsform und ihre Generalisierung für den gesamten Planeten meinen wir, wenn wir sagen, die Welt werde schwarz.
      (…)
      Der Negersklave dagegen steht entweder unmittelbar an der Schwelle zur Revolte und ist versucht, dem eindringlichen Ruf nach Freiheit oder Rache zu folgen, oder er bemüht sich in einem Akt äußerster Erniedrigung und radikaler Selbstaufgabe als Subjekt, sein Leben zu schützen, indem er sich für das Projekt der Knechtung seiner selbst und anderer Sklaven einspannen lässt.
      (Achille Mbembe, Kritik der schwarzen Vernunft)

    • An medium:

      Statt deinen Fokus und deine Aufmerksamkeit auf Black Lives Matter zu verschwenden, solltest du deine Recherchekapazitäten ein wenig mehr Richtung BlackRock richten, der "World Wide Takeover" findet da statt wo niemand hinsieht.

    • Man muss das alles auch erstmal verarbeiten, was derzeit passiert. Das sind ja Brocken, die uns hingeworfen werden! Man flutet sich mit Informationen, während im Hintergrund unsere Welt ausverkauft wird. Sollte Creepy-Jo die nächste US-Wahl gewinnen, wird möglicherweise Larry Fink von BlackRock der nächste Finanzminister … und der ist nicht minder gruselig. Und den ehemaligen Dekabank-Chef Michael Rüdiger müssen wir auch im Auge behalten. Er wird der neue Aufsichtsratsvorsitzende von Blackrock in Deutschland.

      Es ist die Rede von einer Schattenregierung. Zitat finanzen.net: "Der US-amerikanische Finanzmoloch krallt sich auch in Corona-Zeiten immer mehr Macht. Auch dank exzellenter Vernetzung in höchste Politkreise."

    • An Loveisthekey:

      Genau da spielt die Musik.., mit den "Brocken" hast du nicht unrecht, ich finde es einmal mehr sehr ernüchternd, wenn so viele eigentlich nur wieder ihre Ressentiments pflegen und die wichtigen Dinge nicht einmal ihre Perspektive tangieren.

    • Moin Schattenkrieger,

      man muss das auch erstmal alles auf den Schirm kriegen – ich gebe zu, vor Corona auch nichts von BlackRock gewusst zu haben. Den Film von Arte, der in Kürze sehr gut zusammenfasst, mit wem wir es hier zu tun haben, verlinke ich gerne nochmal:

      https://www.youtube.com/watch?v=ezhq4WM53r0

      Im weiteren Verlauf der Recherche taten sich Abgründe auf!!!

    • BlackRock… kannte ich schon. Hilft aber nichts.

      Die Marschrichtung bleibt gleich –
      1) im eigenen Land Mitsprache zu bekommen
      2) sich in Europa einigen / Kooperationen bilden wo immer möglich
      3) einen Platz für die USA zu finden, mit dem sie auch leben können

    • An Loveisthekey:

      Yep, nicht ganz einfach alles einigermassen brauchbar einordnen zu können, zu deiner Beruhigung kann ich dir sagen, dass ich seit über 30 Jahren in der "Materie" bin, lass dir Zeit zum verarbeiten.

      BlackRock Authored the Bailout Plan Before There Was a Crisis:
      https://wallstreetonparade.com/2020/06/blackrock-authored-the-bailout-plan-before-there-was-a-crisis-now-its-been-hired-by-three-central-banks-to-implement-the-plan/

      An Alcedo:

      Hilft insofern, dass man sich von anderen Ereignissen nicht allzu sehr ablenken lässt und das Wesentliche im Blick behält.

  5. usnews.com/news/articles/2013/06/24/clarence-thomas-suggests-affirmative-action-is-like-jim-crow

    "Clarence Thomas compares affirmative action to segregation."

    Negativer Rassismus hat irgendwie auch nix gebracht.

    Unterdrückung der unteren Schichten ist die Geschichte. Weiße, Latinos, Inder, Chinesen aus den unteren Schichten haben es schwer.

    Indem man Schwarze zu Vorzeige-Unterdrückten erhebt, wertet man jede andere Unterdrückung ab.

    Die Globaliserungs-Welt als mutti-kulti Experiment ist offensichtlich ein idiotisches Experiment. Meltingpot! Dass ich nicht lache oder heule, wo hat es denn das je gegeben.
    Außer im Schulbuch, also in einer jesuitischen Mindcontrol-Betriebsvorschrift.

    • Die Bevorzugung exklusiver rassistischer Ressentiments einerseits, ebenso wie die Bedienung rassistischer Ressentiments im Allgemeinen, dienen der Ablenkung und somit dem Schutz des bestehenden Systems und seiner Protagonisten:

      Wenn wir über Rassismus sprechen, als Konsequenz der Angsterzeugung, da muß man sich auch klar machen, das ist ein ganz wichtiger grundsätzlicher Punkt, daß die Funktion von Rassismus nie die Abwehr von Fremden war.
      Sondern die Funktion von Rassismus ist die Kategorie des Fremden als kategoriale Gruppe überhaupt erst zu konstituieren. Der Rassismus erzeugt erst die Kategorie des Anderen.

      (Die Funktion des Rassismus besteht nicht in der Abwehr von „Fremden,“ sondern in deren Hervorbringung > dadurch stiftet der Rassismus Gemeinschaft)
      (…)
      Damit wir auch das richtig einordnen können was da passiert mit dieser Angsterzeugung.

      Gründe: Erzeugung von Rassismus über Angsterzeugung. Ist ein weiterer grundsätzlicher Punkt ganz wichtig. Die permanente Erzeugung von Rassismus ist historisch ganz tief in unserer Gesellschaft verankert.
      Der Kolonialismus war natürlich ein zutiefst rassistisches Programm. Der westliche Kapitalismus erzeugt strukturell rassistische Mechanismen von Ausgrenzung. Ein konstanter bezüglich der Grenzziehung, aber einigermaßen flexibler Rassismus. Der ist sehr subtil, der hat nicht immer einen Aufkleber, „ich bin Rassismus.“

      (Die permanente Erzeugung von Rassismus ist historisch tief in unserer Gesellschaft angelegt.

      Der westliche Kapitalismus erzeugt strukturell rassistische Mechanismen von Ausgrenzung, sei es kulturell oder Klassenrassismus – ein konstanter, bezüglich der Grenzziehungen aber einigermaßen flexibler Rassismus“ (Wallerstein).

      Die mit jeder Form von Rassismus einhergehende Zuschreibung unveränderlicher Eigenschaften zu Gruppen dient der Verfestigung und Stabilisierung von Ausbeutungsverhältnissen.

      > Der globalisierte Kapitalismus kann nur rassistisch sein, weil er extreme Ungleichheit rechtfertigen muß.

      Lit.: Immanuel Wallerstein und Étienne Balibar (1988/2017 Rasse – Klasse – Nation.))
      (Rainer Mausfeld – Warum schweigen die Lämmer? – Vortrag – DAI Heidelberg)

      Und:

      "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!"

      Eine wahrhaft revolutionäre Parole! "Deutschland den Deutschen …!" Deutschland ins Eigentum der Deutschen, d.h. aller Deutschen überführen – das hat was! So sei das aber gar nicht gemeint? Wie denn dann? Aha, der zweite Teil der Parole darf dabei nicht unterschlagen werden: Die Ausländer müssen natürlich außer Landes geschafft werden, denn darauf kommt's in erster Linie an. Und wenn die dann alle weg sind, gehört Deutschland endlich wieder den Deutschen allein. Will heißen: Die Anwesenheit von Ausländern im Land ist verantwortlich dafür, dass Deutschland eben nicht den Deutschen gehört. Wenn das so ist: Gehört Deutschland heutzutage dann den Ausländern? Kann man so auch nicht sagen, denn die haben uns Deutschen Deutschland allein aufgrund ihrer Anwesenheit ja eigentlich gar nicht weggenommen. Es ist noch da und gehört überwiegend deutschen Eigentümern. Was also will uns die Parole sagen?

      Mit der Eigentumsfrage hat die genau genommen gar nichts zu tun. Es geht dabei auch gar nicht um den Verteilungsmodus deutschen Eigentums, denn das ist bekanntlich selbst unter Deutschen höchst ungleich verteilt: Wenige besitzen sehr viel, viele sehr wenig! Das soll in den Augen derer, die diese Parole skandieren, auch gefälligst so bleiben! Deutschland soll, geht es nach dieser Parole, also gar nicht als Heimat krasser sozialer Ungleichheit denunziert, sondern als nationalistisch einheitlich strukturiertes Gebilde eingefordert werden. Deutschland ist unser Deutschland, wenn alle Ausländer weg sind! Und es hat auch dann immer noch unser Deutschland zu sein, wenn der Mehrheit der Bevölkerung wenig mehr als vielleicht ein Auto und die Wohnungseinrichtung gehört.

      Die reale Einkommens- und Eigentumsverteilung hat für das deutsch-nationale Einheitsempfinden überhaupt keine Rolle zu spielen. Das nationale Wir-Gefühl hat es nicht nötig, sich mit lästigen Besitzverhältnissen herumzuschlagen. Als deutscher Landsmann steht uns der größte Mietwucherer noch immer um ein Vielfaches näher, als unser besitzloser Mieternachbar mit ausländischer Herkunft, der unter der gleichen Wuchermiete leidet, wie wir. Soziale Gegensätze, mit denen die Nation reichlich ausgestattet ist, sind dem überzeugten Neofaschisten überhaupt kein hinreichender Grund, seine Identifikation mit dem nationalen Ganzen in Frage zu stellen.
      (…)
      "Frei, sozial und national!"

      Diese Parole kommt als verlogenes Selbstlob daher, denn was hier aufgezählt wird, schließt sich wechselseitig aus. Als "frei" bezeichnen sich die Neofaschisten, Freiheit spendend ihr politisches Anliegen! "Frei" von allem, was Vernunft und Mitmenschlichkeit umschließt; eine Gesellschaft "frei" von Ausländern, Linken, Behinderten, unangepassten Lebensweisen usw. betreffend; "frei" von Rücksichtnahme und Solidarität; "frei" im Verbreiten von Lügen, Hass und Gewaltandrohungen; "frei" in der beliebigen und willkürlichen Umwertung von Begriffen, solange es ihren menschenverachtenden Zwecken dienlich ist; "frei" in der Wahl ihrer Mittel zur Durchsetzung ihres Herrschafts- und Unterdrückungsanspruchs, Neofaschisten nehmen für sich in Anspruch, was sie anderen, für sie unliebsamen Bevölkerungsteilen vorenthalten bzw. wegnehmen wollen. Dass sie mit dieser Parole den Freiheitsbegriff zu kapern versuchen, ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten. Weist aber auch darauf hin, daß ihnen jedes Mittel recht ist, um für ihre Zwecke instrumentalisiert und missbraucht zu werden.

      Der lohnarbeitenden Bevölkerung versprechen die Neofaschisten ein von ausländischer Arbeitskräftekonkurrenz befreites und unbehelligtes Abhängigendasein! Als ob der dann weiterhin verbleibende Zwang zur Arbeitskonkurrenz unter ihresgleichen, d.h. dann eben ausschließlich deutsch-bepassten Lohnarbeitern eine Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitssituation mit sich bringen würde. Den Lohnarbeitern kann es im Grunde vollkommen egal sein, welcher nationalen Zugehörigkeit sie jeweils unterliegen. An dem für sie nachteiligen Sachverhalt, dass sie alle – egal ob deutscher oder ausländischer Herkunft – mit ihresgleichen konkurrieren und neben ihrer bezahlten Arbeit auch noch unentgeltliche Mehrarbeit zum Nutzen ihres jeweiligen Arbeit"gebers" zu verrichten haben, ändert dies überhaupt nichts. Das ist der "soziale" Kern dieser faschistischen Parole.

      Aus:
      Wir sind, was volkt!
      27. Dezember 2018 Richard Winterstein
      Neofaschisten skandieren griffige Parolen und offenbaren darin ihr gestörtes Verhältnis nicht nur zur deutschen Sprache, sondern auch zu deren Bedeutungsinhalten. Aber nicht nur das!
      https://www.heise.de/tp/features/Wir-sind-was-volkt-4258505.html

      Nochmals zum Schluß:

      Demselben Zweck einer Verdeckung eigener Ziele und Absichten dient eine Angsterzeugung durch propagandistische Deklaration einer großen Gefahr X, der die Bevölkerung durch einen »Kampf gegen X« entschlossen entgegentreten müsse. Eine derartige propagandistische Warnung begleiten die staatlichen Apparate durch »die gegenwärtig alles beherrschende Verheißung des Schutzes vor Terrorismus und Bösem aller Art«.
      X kann dabei so ziemlich alles sein, was sich irgendwie wirksam zur Angsterzeugung nutzen lässt. X kann also für »Kommunismus« stehen, für Migranten, »Sozialschmarotzer«, Terrorismus, Fake News und Desinformation, Rechtspopulismus, Islamismus oder für irgendetwas anderes. Durch die propagandistische Ausrufung eines »Kampfes gegen X« lassen sich in »kapitalistischen Demokratien« gleichzeitig mehrere von den Zentren der Macht gewünschte Ziele erreichen: Zum einen wird der für Machtzwecke nutzbare Rohstoff »Angst« produziert, zudem lässt sich die Aufmerksamkeit sehr wirksam auf Ablenkziele richten, und schließlich lassen sich unter dem Vorwand eines Kampfes gegen X demokratische Strukturen abbauen und auf allen Ebenen der Exekutive und Legislative autoritäre Strukturen etablieren.
      (Rainer Mausfeld, Angst und Macht – Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien, S. 39)

    • Was kann der Brückenschlag heute konkret sein?

      Slaverei, Riots sind alles gelaufen wie sie eben unterschiedlich wahrgenommen werden.

      Was ist der Weg nach vorne?

      Riots haben meist die eigene Subkultur beschädigt und Idendität mitzerstört.

      Die Geschichte der Riots ist ambivalent und gerade heute erscheint es noch leichter, daraus etwas Destruktives zu basteln.

      youtube.com/watch?v=XspQJfmxSgc

    • Es gibt ja nicht mal unter den Alternativen eine Debattenkultur, auch dort gibt es massiv Abgrenzeritis.

      Wenn wir uns nicht einigen, dann kommt am Ende wieder die Zornfraktion an die Oberfläche und lässt sich als Gewaltclique herrlich benutzen.

      Dann heißt es wieder Revolution. Und die hat noch nie was Gutes abgeliefert.

    • Jegliche Form von Kultur ist immer eine Entfernung von der ursprünglichen Natur, wie weit wir uns bereits entfernt haben ist unübersehbar. Ohne ein entsprechendes Bewusstsein für solche Vorgänge, kann ein solch zwanghaftes Wirken im Ausmass wie wir es als sogenannte Menschheit betreiben, nur im Fiasko enden. Die Tatsache, dass wir mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ursprünglich alle aus Afrika stammen und die vollzogene Entfremdung und Entfernung vom Ursprung und voneinander aufgrund eines mangelhaften Bewusstseins, sprechen für sich. Sieht man die Erde als ganzes, sieht man Diversität und Multikulti, beschränkt man sich auf einen Teilbereich, sieht man nur den einen «Ameisenhaufen».

      Einen Austausch unter verschiedenen Kulturen hat es immer gegeben, dies ist definitiv nicht die Problematik mit der wir es zu tun haben. Die erzwungene Globalisierung für den Profit ein paar weniger und ein stetig steigender Zivilisationsdruck in einer Ellenbogengesellschaft ohne die Lebensumstände unzähliger Menschen wirklich zu verbessern, sind einige der Ursachen für die Verwerfungen. Das momentan vorherrschende und verbrecherische, auf Zerstörung, Ausbeutung, Schulden, Zwang, Verknappung und Monopolisierung beruhende System kennt nur eine einzige Maxime, das Shareholder Value und je grösser der Schaden, je grösser der Profit. Des weiteren ist schon längst wissenschaftlich empirisch bewiesen, dass Ungleichheit und Ungleichwertigkeit die grössten Faktoren für Unzufriedenheit und Kriminalität sind. Alles weitere beschreibt Box vortrefflich, dem ist nicht mehr viel anzufügen.

      Der Weg nach vorne wäre, endlich den kleinsten gemeinsamen Nenner für Wahrheit und den grösstmöglichen für Menschlichkeit zu finden. Alle benötigen wir z.B. saubere Luft, sauberes Wasser, gesunde Nahrung, Kleider und ein Dach über dem Kopf. Wir sollten ein egalitäres, zukunftsfähiges, auf Kooperation und dem Open Source-Prinzip basierendes System aufzulegen, sprich die «Pyramide» soweit abtragen, dass sie allen dient. Die einzig wahre Konstante im Universum ist die stetige Veränderung, die stetige (R)evolution, davor die Angst abzulegen wäre ausserordentlich hilfreich. Das festhalten an einem Status Quo und falschen Werten muss ein Ende haben. Die nächste Stufe die es evolutionstechnisch zu erklimmen gilt, ist jene auf die Stufe eines höheren Bewusstseins, als Kollektiv.

    • Daß Revolutionen noch nie etwas Gutes abgeliefet hätten ist schlichtweg gelogen, denn die Machtuntworfenen mussten immer auf die eine oder andere Weise revoltieren um zu mehr Gerechtigkeit zu gelangen. Daß diese Revolten sehr wohl etwas gebracht haben, erkennen sie auch gerade heute an der massiven Konterrevolution von oben, jetzt da diese für selbstverständlich genommenen Rechte wieder abgebaut werden.

      Die Verteufelung von Revolten als Blut- und Gewaltorgien, die weiter nichts bringen, dient der Verniedlichung des alltäglichen Massakers durch das System selbst und damit auch wieder seiner Stabilisierung:

      „Das Bewußtsein der Massen wird eines Tages reif sein zu erkennen, daß ihre Arbeitsbedingungen, insbesondere die Folgen der Arbeitsteilung, inhuman sind, das heißt, ihrer Lage als ganzheitliche menschliche Wesen nicht entsprechen.
      Wenn dieses Gefühl von einer politischen Bewegung umgesetzt werden kann in eine massenhafte Empörung gegen diese Ungerechtigkeit, dann wird die Lage kritisch (…)

      Ob unsere Demokratie die Kraft hätte, Maschinengewehre gegen revoltierende Arbeitermassen zu richten, bezweifle ich.
      Ein Noske, der 1919 erklärte: einer muß den Bluthund machen, scheint mir nicht am Horizont.“
      (Günther Nollau, Wie sicher ist die Bundesrepublik?)

      Hr. Mausfeld: An dieser trockenen Analyse, würden wir auch heute noch sagen, da ist sicherlich etwas dran. Der Schluß erscheint mir etwas optimistisch, denn ich denke wenn die Situation da ist, daß die Zentren der Macht sich wirklich bedroht fühlen, dann wird es sicherlich auch keinen Mangel an Noskes geben, die bereit sind sich für diese Aufgabe zur Verfügung zu stellen.
      (…)
      Begriff der ,Gewalt´ gehört zum politischen Falschwörterbuch

      Als ,Gewalt´ werden Reaktionsweisen der Machtunterworfenen angesehen,
      Gewalt ist das, was einzelne (nicht staatliche) Täter begehen

      Nicht zur ,Gewalt´ zählen:

      – Gewalt durch staatliche Zwangs- und Sicherheitsorgane
      – Gewalt durch Zerstörung ökonomischer und ökologischer Lebensgrundlagen
      – Gewalt durch die systematische Erzeugung von Angst und Unsicherheit
      – Gewalt durch Verletzungen sozialer Menschenrechte
      – …

      > Die Folgen struktureller Gewalt werden auf das Individuum projiziert – individualisiert und pathologisiert. Dadurch wird strukturelle Gewalt unsichtbar.
      (…)
      Hr. Mausfeld: Vergessen sie den Traum von sozialer Gleichheit, das führt nur zu Gewalt. Das ist die Scheidelsche Drohung.
      Interessant ist auch hier wieder, wichtig ist ja sozusagen daß wir politische Denkmethodologie üben und uns immer wieder die Sprache ansehen. Scheidel spricht von dem ungeheuren menschlichen Leid. Er meint das ungeheure menschliche Leid das in der Geschichte dadurch entstanden ist, daß Leute gegen menschenunwürdige Zustände gekämpft haben.
      Er meint nicht das ungeheure menschliche Leid das durch die Zustände, durch die Mechanismen die zu diesen Zuständen geführt haben, durch die Zustände selbst entstanden ist.
      Hier sehen sie im Grunde schon wieder eine ideologische Verbrämung des Status quo.
      (Verbrämung – positive, abgeschwächte Darstellung von etwas Negativem)

      Aus:
      Rainer Mausfeld: Neue Wege des Demokratiemanagements

      Und:
      Zu dieser gigantischen Asymmetrie der Macht gehört auch, dass sich die eigentlichen Zentren der Macht immer abstrakter organisiert und sich global so vernetzt haben, dass sie grundsätzlich jeder demokratischen Kontrolle und Rechenschaftspflicht entzogen sind.

      Sie haben dem Volk die Souveränität einer Selbstgesetzgebung entzogen und sich selbst eine legislative Souveränität gegeben. Auf diese Weise haben sich mittlerweile die Zentren der Macht und insbesondere transnationale Großkonzerne zu Selbstversorgern mit Gesetzen gemacht. Dazu bedarf es keines systematischen Plans, denn es ist der Macht immanent, dass sie danach drängt, sich zu stabilisieren und auszuweiten; Macht kann immer nur durch eine Gegenmacht begrenzt werden. Und daran mangelt es gegenwärtig. Denn diejenigen, die die Macht haben, können sich auch den Geist kaufen, der benötigt wird, um Manipulationstechniken zu entwickeln, mit denen sich auf der Klaviatur unseres Geistes spielen lässt — also Psychotechniken, durch die sich, in den Worten von Walter Lippmann, „die verwirrte Herde auf Kurs halten“ lässt.

      Aus:
      Der autoritäre Planet
      „Im Kampf gegen Machtkonzentration, Demokratieabbau und Totalüberwachung reicht Empörung allein nicht aus“, skizziert Elitenkritiker Rainer Mausfeld im Rubikon-Exklusivinterview.
      von Rainer Mausfeld, Flo Osrainik
      (Rubikon.news)

  6. Guter Bericht mit viel Wahrheit und es trifft bestimmt nicht das falsche System!Doch leider eher schädlich wie hilfreich!Wenn die derzeitigen Rassenproteste aus humanitärer Überzeugung und tiefer Betroffenheit von der westl. Politik und Medien geführt werden würden dann wäre es bis zu einem bestimmten Grad als Anregung für die Welt durchaus eine fantastische Geste.Jedoch geht es immer noch um die Schaffung eines multikulturellen Europas!Kurz und knapp um globalistischen Veränderungen der Gesellschaft zur Profitsteigerung.Ich soll mich mit einem Thema befassen wo ich mich Frage warum .Die Bundesregierung als Natopartner und beteiligter Kriegstreiber weltweit mitschuldig am Völkermord im amerik. Weltwirtschaftsrassen und Eroberungskrieg möchte jetzt das ich im Gedenken an schwarzen Rassismus auf die Knie falle wofür ich seit Jahren schon im Gedenken an die Nazizeit als völlig Unbeteiligter bestraft werde.Denn wo ist der Unterschied in beiden Fällen geht es um Rassendiskriminierung.aber komischer Weise im wirklichen Leben nie um deren Menschenrechte .Der amerik. gesteuerten Bundesregierung geht es um das akzeptieren der Bevölkerung von fremden Kulturen und die Erhöhung der Tolleranz für die Zerstörung unserer alten Gesellschaft.Das Akzeptieren der amerik. Multikuti -Gesellschaft. Das akzeptieren von billigen Arbeitern die unseren ungelernten Bürgern den Job wegnehmen,das Akzeptieren von Gewalt dieser Menschen auf Grund ihres bisherigen entbehrungsreichen Lebens,Das Akzeptieren von Vermischung von Schwarz und Weiss .Es geht um das Gefühl des Mitleids und der Hilfsbereitschaft und dem Ausschalten des aufmerksamen Denkens hier in Deutschland.Alles was der Wirtschaft finanziell nützt wird uns als Freund aufgezwungen.Da die Flüchtlingswelle und die illegale Migration viele Gegner hatte gerade im älteren Bereich wird jetzt auf die Tränendrüse der Alten gedrückt um somit mehr Beführworter zu bekommen.Denn was ist besser als Werbung für das zu machen was uns in den nächsten Jahren beschäftigen wird .Die unaufhörliche Zuwanderung von Schwarzen die die amerik. Gesellschaftsform erst perfekt macht.
    Für mich leider unverständlich von Kenfm auf diesen Propagandazug aufzuspringen und sei es auch aus Loyalität allen Menschen gegenüber.Zur Zeit sollte man genau aufpassen mit wessen Karten man spielt.Es ist eine reine Anwerbung von billigst Arbeitern für Europa.Gefakte Videos aus Amerika wo Weisse vor Schwarzen auf die Knie fallen ,in jeder 2. Werbung ein grinsender Schwarzer ,80% schwarze Helden in den im Fernsehen ständig gleichen abartig alten amerik. Action- Filmen und jetzt zur Krönung noch die inszenierten Rassenaufstände.Warum werden eigentlich nie finanziell besser dastehende eigenständige Völkergruppen auf Grund ihrer entbehrungsreichen Geschichte mit Trauer bedacht???Ja wer 17 EUR die Stunde verdienen will ,mit der Gewerkschaft droht und dem Arbeitgeber vor Gericht schwierigkeiten bereitet und sich gut im westl. System auskennt ist halt etwas unbeliebter bei der Wirtschaft und Lobbyistenpolitiker als die die für 5 EUR die Stunde arbeiten und ihren Mund halten.
    Einfach nicht mehr hinhören und diese Themen nicht an sich rankommen lassen und wenn sie benennen als das was sie sind.Es gibt soviel Elend auf der Welt und ich finde es reicht völlig wenn man von sich behaupten kann ein gerechtes Herz zu besitzen.

    • Danke Alex, klare Worte zu klaren Sachverhalten.

      Von Mal zu Mal werden sie unverschämter, dummdreister und gefährlicher, die Zielsetzungen immer größenwahnsinniger. Zwischen der letzten Bankenrettung, zwischen dem letzten Impfbetrug(Schweinegrippe), waren sie kontinuierlich, im Schatten und wie üblich hinter verschlossenen Türen damit beschäftigt, die Gesetze nach ihren Bedürfnissen umzubasteln. Sie hatten beim letzten Mal festgestellt, es passierte – NICHTS.
      Niemand ist auf die Barrikaden gegangen, niemand wurde zur Rechenschaft gezogen. Obschon dazumal die 4 Macht noch einigermaßen funktionierte.
      Effekt, die Abartigkeiten der Corona – Manipulation PLUS.

      Und jetzt darf man sich schon in die Angstschleife begeben, die genaugenommen keine mehr ist. Bei solchen Geistesgestörten könnte die Idee eines Atomangriffes erfolgreich durchschlagen, nur als Beispiel, die Herrschaften würden dies in ihren, auf Steuerzahlers Kosten gebauten Atombunker aussitzen. Oder ein Angriff mit Biochemischen Waffen usw. Es wird jetzt zu realer Denkbarkeit.

      Es ist wirklich DIE FRAGE, was kommt beim nächsten Mal! Wir haben es mit einer geistesgestörten Existenzform zu tun die Menschenleben keinerlei Bedeutung zumisst, zumindest wenn es nicht das eigene ist.
      Eine wahnsinnige Mörderbrut im Macht – u. Gierausch, die niemals die Taschen voll bekommen wird, Machthunger jenseits der Möglichkeit gestillt zu werden, entartete Pervertierungen die so dermaßen gestört sind, dass ein gesunder Geist sie nicht vollumfänglich zu erfassen vermag. SIE sind krank.

      Der Tod von Menschen in Massen, aufgrund ihrer Straftaten, lässt SIE vollkommen kalt. Nicht erst morgen, schon heute. Aufgrund der Vorbereitungsplanspiele zum COVID – 19 Betrug, war im Vorhinein schon klar dass diese Straftat etliche Menschenleben fordern wird, mörderische Kollateralschäden eines verbrecherischen Regimes. Kaltblütig vorgeplant, gnadenlos in der Realität inszeniert.
      „Das Nächstemal“, darf nicht die kleinste Chance erhalten realisiert zu werden. Wir müssen SIE stoppen. Das WIE ist hier der Sachstand der bearbeitet werden muss!

    • An Alex:
      Ich kann nicht mitgehen, wenn die Vermischung von Schwarz und Weiß ein Problem ist. Sobald so etwas gesagt wird, stehen wir nicht mehr zusammen, obwohl ich dem ganzen Rest, insbesondere "Warum werden eigentlich nie finanziell besser dastehende eigenständige Völkergruppen auf Grund ihrer entbehrungsreichen Geschichte mit Trauer bedacht???Ja wer 17 EUR die Stunde verdienen will ,mit der Gewerkschaft droht und dem Arbeitgeber vor Gericht schwierigkeiten bereitet und sich gut im westl. System auskennt ist halt etwas unbeliebter bei der Wirtschaft und Lobbyistenpolitiker als die die für 5 EUR die Stunde arbeiten und ihren Mund halten." durchaus zustimme. Der Gegner ist der dadurch ermöglichte Lohndruck, so kommen wir zusammen.

    • Hallo Alcedo ,es ist die heilige Pflicht aller Völker ihre Rasse zu erhalten ,denn nur wenn die eigene Art erhalten wird kann auch die Geschichte und die damit verbundene Individualität und Identität eines Volkes erhalten werden die wiederum sehr wichtig ist um einem Volk psychische Kraft zu verleihen und dieses aufmerksam gegenüber zerstörender Fremdeinwirkungen zu machen und diese auf der Grundlage ihrer eigenen passenden Gestze zu bewerten. Erfahrungen aus Geschichte und Kultur haben diese Gesetze auf die jeweilige Gesellschaft zugeschnitten und durch jahrhunderte oder jahrtausende langer Arbeit geformt.Es ist immer angebracht eine Umkehrdiagnose zu erstellen und einfach mal darüber nachzudenken ob es den Leuten die als Migranten zu uns kommen gefallen würde wenn wir uns in ihrem heiligen Land breit machen und zur Ausrottung ihrer Familientraditionen und ihrer Lebensqualität beitragen würden .Natürliche Migration ist nichts falsches. Es ist nur falsch sie zu erzwingen wie es gerade in Europa passiert.Eine natürlich Migration aus eigenem Antrieb unter erschwerten Bedingungen eine Wohnung und eine Arbeit zu finden und sich im neuen Land ohne nationale Sozialhilfe den Lebensunterhalt zu sichern ist allemal zu vertreten.So müssen wir es als Deutsche in einem anderen Land auch machen .Dieses gewisse Mass an Komplikationen für den Neuankömmling und dessen Bereitschaft dafür zu kämpfen hält auf natürliche Art und Weise Schmarotzer und leichtlebige Kriminelle fern da für diese Leute kein finanzieller Nährboden geschaffen wird. Wer so denkt ist ein Rassist das ist doch klar ,nur ist diese Ansicht merkwürdiger Weise gerade hier im amerik. Deutschland durch systematische Kopffickerei der amerik. glob. Gesellschaftszerstörungs-Medien vertreten und kommt immerwieder aus dem Mund von eigentlichen Vorzeigerassisten..Ich und auch sonst niemand den ich kenne hasst bestimmte Menschenrassen und möchte diese ausrotten .Eine Gesellschaft vor Kriminalität und Kulturzerfall zu schützen ist nicht mit Rassenhass zu vergleichen wo unsere amerik. globalistische Politik leider aus finanziellen Gründen keinen Unterschied macht und ein genaueres analysieren schlichtweg verhindert .Meist kämpfen die Migranten gegen Rassismus ,Ausgrenzung und gegen alles was Ihnen im Wege stehen könnte bei der Umsetzung ihrer finanziellen Ziele hypnotisiert von der westl. Wertenpropaganda in der Annahme das Reichtum als einziges wichtig ist und der für alle da sei.Doch leider bemerken Sie nicht welchem global.Spiel sie auf den Leim gegangen sind und das in ihrer Abwesenheit ihr Land und ihre Kultur von ihren westl. Predigern zerstört wird. Ein schlauer und nachhaltiger Mensch passt auf seine Heimat und sein Umfeld auf und rennt dem Feind nicht aus finanziellen Gründen in die Arme!
      In den meisten Fällen interessieren sich fremde nur wenig bis überhaupt nicht für die Kultur Deutschlands da ihr Herz einfach nicht für das unser Land schlägt und die damit verbundene Gleichgültigkeit gerne an den Ehepartner oder Partnerin und die folgenden Generationen weitergegeben wird .Eine schleichende Auslöschung einer Kultur gesellschaft.In diesem Fall der der ganzen europäischen durch die amerik. global. Gier nach Europa.Eine gesellschaftl.Vermischung kann nicht funktionieren das es die gesellschaftliche Zugehörigkeit zerstört und die Hemmschschwelle durch die damit verbundene Gleichgültigkeit gegenüber jedes Mitmenschen sinkt da der andere kein MITMENSCH mehr ist.Unser Land ist voll mit weissen Frauen und Männern denen es aus global. wirtschaftlichen ideologischen Gründen immer schwerer gemacht wird zueinander zu finden.So sehe ich das!
      freundliche Grüsse !

    • Sich für was auch immer schämen zu wollen oder nicht, scheint mir eine persönliche Entscheidung zu sein, einen Grund sich daran stören scheint mir nicht wirklich gegeben.

    • Man kommt auf die Welt und sucht sich ja z. B. sein Geschlecht auch nicht aus.

      Wie könnte ich mich dann schämen einen Frau oder ein Mann zu sein?

      Ich schäme mich dafür, dass ich zwei Augen habe?

    • Ich finde das der Name Winzling schon viel aussagt !Er ist für (mich) schon ein Zeichen von geringer Selbstachtung und Unterwürfigkeit.Es gibt einige Menschen gerade im linken Spektrum die sich selbst an alles versklaven was in ihren Augen Unrecht ist und dabei nicht bemerken das gerade dieses schwache und inobjektive Verhalten von denen ausgenutzt wird die sie eigentlich bekämpfen wollen.Es gibt in solchen Gruppierungen viele solcher Borderline-Namensbezeichnungen wo sich Menschen mit ihren Namen ein zweites Ich verpassen.Ich denke das die Unterwürfigkeit auch viel durch Erlebnisse in der Kindheit kommen kann was diese Menschen in einem psychischen Extrem katapultiert hat und sie wirkliche Hilfe benötigen.
      Wer es so möchte kann es so machen ich jedenfalls werde mich niemals für etwas bestrafen was ich nicht getan habe !Niemals!

    • Gründe zum «fremdschämen» gäbe es allemal, z.B. bezüglich der sogenannten Menschheit, der selbsternannten westlichen Wertegemeinschaft, einiger unserer Vorfahren, der unverschämt Reichen…B-)

    • Das Problem ist das beide Seiten augehätzt werden um möglichst viel Schaden anzurichten und zu spalten.
      In diesem Fall Polizei gegen Demonstranten also Bürger .Die grösste Angst der Globalisten ist es das Verbinden von Polizei und Bürgern zuschauhen zu müssen und machtlos zu sein.Daher wird der Polizei in Frankreich auch absolute Härte befohlen.Nichts in diesem Umfang ist natürlich ,alles hat einen Sinn und wird gesteuert.

    • Nun, wie absurd das Ganze ist, zeigt alleine die Absurdität der vermeintlichen Rassenlehre und Ideologie bezüglich des Menschen. Ist man sich auch noch bewusst, dass uns eine Maus genetisch fast ebenbürtig ist und wir sogar mehr mit einem gemeinen Regenwurm gemein haben als wir zu verstehen bereit sind, könnte man eigentlich nur noch in schallendes Gelächter ausbrechen, wenn das Ganze nicht so traurig wäre. Trotz alledem, die Lage ist hoffnungslos aber nicht Ernst.

  7. Bewegung gegen Rassismus: Bilder werden gestürmt, Systeme werden verschont
    18. Juni 2020 um 10:57 Ein Artikel von: Tobias Riegel

    Filme und Bücher werden verdammt, Denkmäler gestürzt, das Grundgesetz wird von der „Rasse“ befreit: Es scheint, als solle in einem „Kampf gegen die Sprache“ alles fallen, außer dem zugrundeliegenden Wirtschafts- und Rechtssystem. Die Wut über aktuelle Polizeigewalt und die Fixierung auf Symbolik und Historie sind nachvollziehbar – aber auch ablenkend und oberflächlich. Von Tobias Riegel.

    Die aktuellen Proteste gegen Rassismus richten sich zum einen gegen akute Polizeigewalt. Eine weitere starke Strömung richtet den Blick auf die Vergangenheit und deren Spuren in Filmen, Büchern, Statuen und Gesetzestexten. Beide Sichtweisen sind einerseits sehr nachvollziehbar. Andererseits arbeiten sich aber beide an Symptomen ab, nicht an Ursachen, und verharren damit an der Oberfläche. Außerdem kann der Überschwang der historischen Korrekturen zum Teil auch als Zensur empfunden werden.
    (…)
    Dass eine prinzipielle Diffamierung einer öffentlichen Polizei nicht automatisch fortschrittlich ist, sondern eher neoliberal, das haben die NachDenkSeiten gerade in diesem Artikel beschrieben. Dort werden auch die Forderungen nach Kürzungen der Polizei-Budgets oder gar einer Abschaffung der öffentlichen Polizei zurückgewiesen: Diese Kürzungen treffen als erstes die benachteiligten Bürger und fördern eine abzulehnende Privatisierung der öffentlichen und der individuellen Sicherheit.

    Mit dieser Haltung steht man nicht der konsequenten Verfolgung von individueller und (soweit vorhanden) struktureller Polizeibrutalität in den USA und in Deutschland entgegen. So nehmen viele Polizisten auch sehr problematische Rollen ein, jüngst etwa bei der Bekämpfung der „Gelbwesten“ in Frankreich. Diese Unterdrückungs-Gewalt darf nicht bagatellisiert werden und Exzesse dürfen nicht straflos bleiben. Hinterfragt werden müssen auch die Ausbildung des Nachwuchses und die Taktiken der Polizeiführungen. Sich andeutende rechte Strukturen wie aktuell beim deutschen KSK müssen radikal zurückgedrängt werden. Andererseits: Kämpfen bei Straßenschlachten nicht Werktätige gegen Werktätige? Und müssen viele Polizeibeamte nicht das ausbaden, was durch Wirtschaft, Medien und Politik an Ungerechtigkeiten angerichtet wurde? Um Straßengewalt langfristig zu verhindern, müssen zu allererst diese ökonomischen Ungleichheiten beseitigt werden.

    Verkürzung der Rassismus-Debatte

    Es ist in den USA, aber auch in vielen deutschen Medien, eine starke Verkürzung und Instrumentalisierung der Rassismus-Debatte festzustellen: Wer den US-Rassismus auf den aktuellen US-Präsidenten Donald Trump konzentriert, leitet die Debatte in die Irre. Die US-Demokraten haben sich in der Vergangenheit ebenso mit rassistischen Gesetzgebungen und ökonomischen Benachteiligungen die Hände schmutzig gemacht. Sie sind alles andere als geeignete Kronzeugen des Protestes, dürfen diese Rolle aber wegen eines starken Schutzes durch viele US-Medien nun einnehmen. Dieser Schutz besteht auch darin, dass die ökonomischen Gründe für die gesellschaftlichen Spaltungen und Ungleichheiten nicht angemessen thematisiert werden, sondern hinter symbolisch-sprachlichen Schlachten um Denkmäler, Bücher und Filme zum Teil verschwinden.
    (…)
    Soziale Fragen werden nicht angemessen gestellt

    Hier gibt es nochmals zwei zu unterscheidende Ebenen: Zum einen die rassistischen Gesetze und Praktiken im Justiz- und Gefängnissystem der USA, die schwarze US-Bürger im Vergleich ungleich härter treffen. Zum anderen die übergreifende soziale Frage, bei der benachteiligte Schwarze, Weiße, Latinos und Asiaten eigentlich gemeinsam gegen die US-Oligarchie kämpfen könnten.

    Auf europäischer Ebene funktioniert diese Ablenkung von den zentralen sozialen und ökonomischen Fragen ähnlich, wie dieser Artikel beschreibt. Demnach würden, „während koloniale Statuen von den Sockeln gerissen werden“, wichtige Reformen etwa des „neokolonialen“ afrikanischen Währungsverbunds Franc CFA stocken.
    (…)
    „Pippi Langstrumpf“, „Die Kleine Hexe“, „Huckleberry Finn“, „Django Unchained“ – Die ewige Wiederkehr der kulturellen Rassismus-Debatte

    Werden die sozialen und ökonomischen Fragen nicht ausgeräumt, werden auch die Debatten um Polizeigewalt und kulturellen Rassismus immer wiederkehren. So erinnert die aktuelle Kultur- und Sprachdebatte an eine Diskussion von 2013. Damals ging es um die „Reinigung“ von Klassikern der Jugendliteratur von rassistischen Begriffen. Unter anderem wurden die Bücher „Pippi Langstrumpf“ und „Die Kleine Hexe“ in überarbeiteten Fassungen veröffentlicht. Eine Gegenrede zu dieser Praxis findet sich hier. Eher Verständnis etwa für die Streichung des Wortes „Neger“ bei der „Kleinen Hexe“ von Otfried Preußler formulierte dieser Artikel.

    Während diese beiden Beispiele des Eingriffs in literarische Werke (möglicherweise, gerade noch) nachvollziehbar waren, liegt die Sache beim damals auch diskutierten (und geänderten) Klassiker „Huckleberry Finn“ von Mark Twain anders. Die Ersetzung des im Buch häufig gebrauchten Wortes „Nigger“ durch „Slave“ kam einer Geschichtsfälschung gleich: Wie das ND damals schrieb, war es doch gerade die ungefilterte Sprache, die »Tom Sawyer« berühmt gemacht und zunächst auf den Index verbannt hatte. Es stehe einer eifrig-tugendhaften, jungen Generation nicht zu, diese unbequemen Zeitdokumente zu tilgen. Auch sollten hier wohl nicht zuerst »die Schwarzen« beschützt werden, sondern vor allem Teilen der weißen Leserschaft, die sich unbehaglich fühlen, werden die Verbrechen der Vorfahren auch noch in deren Sprache vorgetragen. Denn die Bücher Mark Twains erinnern auch durch die rassistische Sprache einiger Protagonisten daran, dass die Welt von Tom Sawyer und Huck Finn hässlich, bigott, verroht und auf Unterdrückung aufgebaut war.

    Weichzeichnung der Geschichte?

    Die Korrektur und Weichzeichnung der eigenen Geschichte durch die Unterschlagung der damals verrohten Sprache thematisierte auch Quentin Tarantino. Der US-Regisseur war 2013 wegen seines Sklaverei-Dramas „Django Unchained“ und der dortigen Verwendung rassistischer Sprache ebenfalls in die sprachlich-kulturelle Bredouille geraten. Tarantino reagierte im Sender „ABC“ folgendermaßen:

    „Die Kritiker sagen ja nicht, dass die Menschen 1858 nicht so gesprochen haben. Alles was sie wollen, ist, dass es verdaulicher wird.“
    (NachDenkSeiten)

    • Betrachten wir diese Ereignisse auf einer linearen Skala der Erdgeschichte, werden sie kaum wahrzunehmen sein, ebenso wie unsere Anwesenheit auf diesem Planeten. Dieser «Bildersturm» wird wohl eher ein Sturm im Wasserglas bleiben, vergleicht man ihn mit der Detonation einer Atombombe des Formats Hiroshima, allemal. Einmal abgesehen vom finalen «Bildersturm», spätestens wenn sich die Sonne verabschieden wird.

      Dass sich nun alle Aufbegehrenden dazu bewegen liessen die Systemfrage zu stellen und sich auf die Ursachen zu konzentrieren wäre durchaus wünschenswert, statt nur grossflächig an der Oberfläche zu kratzen. Doch dies scheint mir zum jetzigen Zeitpunkt genau so unrealistisch, wie es unzutreffend und unzulänglich ist alle Protestierenden einer Fraktion zu zuordnen. Wir sehen uns mit einem Auflösungsprozess auf verschiedenen Ebenen konfrontiert, welcher dem von unseren Gehirnen erwünschten kohärenten Zustand diametral entgegen steht. Wahrlich keine leichte Aufgabe, hierbei noch so etwas wie einen Überblick zu bewahren und gelassen zu bleiben.

  8. Melting Pots gibt es ÜBERALL auf der Erde und sie werden von Zeit zu Zeit sichtbar.
    Oben gegen Unten
    Rechts gegen Links
    Religion 1 gegen Religion 2
    Ethnie 1 gegen Ethnie 2
    Menschen ohne Brille gegen Menschen mit Brille
    Land 1 gegen Land 2
    Menschen ohne Heilkenntnisse gegen Menschen mit Heilkenntnissen

    Die Liste lässt nach ein gutes Stück vorsetzen und wirft natürlich die Frage auf worum die Menschheit auf der Erde in diesem Modus verfährt seit mindestens 10.000 Jahren

    Beispiel Südkorea, 1980 brutale Niederschlagung von Demonstranten gegen die Militärregierung:
    "Eine hochschwangere Frau, die kurz vor ihrer Entbindung stehen musste, wurde von zwei Soldaten der militärischen Sondereinheiten wie ein Hund die Straße entlang gezerrt. „He, du Hure, was hast du denn in deiner Tasche?“, rief einer. Ich verstand diese Frage zuerst nicht, da die Frau nichts in den Händen trug und auch ihr Kleid, soweit ich sah, keine Taschen hatte. „Weißt du Scheißhure nicht, ob es ein Rotzer oder eine Pisserin ist?“ Erst als der zweite Soldat diese Frage stellte, verstand ich. Ich konnte zwar die leise Stimme der Frau nicht hören, aber wahrscheinlich sagte sie so etwas wie: „Ich weiß es nicht.“ „Dann zeige ich es dir.“ Mit diesen Worten riss ihr einer der beiden Soldaten, ohne ihr weiter Zeit zur Antwort zu geben, das Kleid vom Leib und sie stand splitternackt da, der andere Soldat stach mit dem Bajonett in sie hinein und ich musste sehen, wie ihre Eingeweide herausquollen. Dann schlitzten sie ihren Unterleib auf, rissen den Fötus heraus und warfen ihn auf sie; sie lebte offensichtlich noch. Die Leute, die diese unglaublich brutale Szene miterleben mussten, wandten sich vor Wut schäumend und zitternd ab."
    Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=61075

    Herr Ploppa, ich sage Ihnen warum das immer so weitergeht
    ,weil die Energie dieses immer-währenden Leid auf der Erde von der Ahnengeneration an jede neue Generation weitergegeben wird (Traumatas der Ahnen sind schon ab Tag 1 eines neugeborenen Lebens gespeichert)
    , weil das immer-währenden Leid ohne irgend etwas zu vergessen schön sauber als Kollektivfeld über uns allen hängt und wir alle da dran hängen
    , weil …

    Hausputz wäre angesagt. Wenn jeder bei sich selber anfangen würde wäre er schon morgen erledigt.

    • Melting Pots, das ist dann China Town in NY?

      Oder die super bunten communities auch in Europa, in denen weder Polizei noch Finanzamt einen Fuß reinsetzen können?

      Dieser Multikulti-Kram ist tot. Und man muss es einfach mal ehrlich betrachten.

      Die einen wollen aus der Globalisierung raus Richtung Kommunismus, die anderen zurück zu regionalen, nationalen Strukturen.

      Das ist DAS Thema.

      Cornel West: America Is A Failed Social Experiment, Neoliberal Wing Of Democratic Party Must Be Fought

      realclearpolitics.com/video/2020/05/29/cornel_west_america_is_a_failed_social_experiment_neoliberal_wing_of_democratic_party_must_be_fought.html

  9. Ein kurzer Ausschnitt von sadistischen Ausbrüchen in der Zivilisationsgeschichte. Andere Orte, andere Jahreszahlen, andere Menschengruppen – das Prinzip, immer das gleiche – Spalten, Ausgrenzen, Abwerten – im Rahmen von Teile und Herrsche.

    Dem System (seinen Profiteuren) sind Nationen, Hautfarben, Geschlechter, Religionen, Kulturen, Meinungen… sch..ßegal.
    Hauptsache der "Pöbel" ist untereinander beschäftigt.

  10. Zivilisiert heißt, die Rechte aller zu berücksichtigen und Kompromisse auszuhandeln, es ist ein fortschreitender Prozeß. Dachte ich, wenn ich online nachschlage, beziehen sich die Definitionen auf technologische Produktion und die Verwaltung zunehmend großer Staatswesen. Das verbinde ich definitiv NICHT mit zivilisiert, merkwürdig. Wo ist die Überwindung der Barbarei, also des "Recht des Stärkeren"?

    • "Zivilisiert heißt, die Rechte aller zu berücksichtigen und Kompromisse auszuhandeln, es ist ein fortschreitender Prozeß."
      So wird es dem nicht Hinterfragenden verkauft, tatsächliches ist es Barbarei mit System.
      Wobei die, von den Zivilisierten als Barbaren bezeichneten, oftmals die Zivilisierteren waren und, so sie noch nicht assimiliert oder ausgerottet wurden, es noch sind.

    • In der Geschichte haben die Barbaren die Zivilisation oft hinweggefegt.
      Ich glaube nicht, daß die Verbindung am nicht hinterfragen liegt. Zivilisation ist bei mir mit Humanismus verbunden. Eine kleine Umfrage braucht's ob das möglicherweise systembedingter Erziehung entstammt.
      Naturvölker bezeichne ich nicht als barbarisch.

  11. Diskriminierung der Schwarzen ist in den USA ein Faktum, ganz alltäglich, ein Skandal. Aber ist es jetzt das wichtigste, oder ist es die nächste Sau, hinter der wir alle herlaufen sollen? Es ist natürlich die nächste Sau die durchs Dorf getrieben wird, damit wir uns alle mächtig empören. Das ist Empörungs-Management at it‘s best, damit will ich nichts gegen den ausgezeichneten Artikel von Hermann Ploppa sagen, der ist sehr gut, aber zu diesem Zeitpunkt denkt das Finanzkapital, daß weitere Feuer geschürt werden müssen, damit die Lämmer bei der Stange bleiben, das ist so wie beim Wurf des PohlmannBöllers auf Ken, das gibt viel Pulverdampf der Reaktion, der alles vernebelt. Der Zusammenbruch des Finanzsystems, des Kapitalismus schlechthin, bleibt das Wichtigste. Übrigens auch für Donald Trump kommt diese Ablenkung wie gerufen, er kann seinen Fans zeigen, wie er den Schwarzen, die sowieso nicht seine Wiederwähler sind, kräftig ins Gesicht spuckt.

    Was war noch heute? Dr. Bhakdi hat ein live-Interview auf einem Eisbrecher gegeben. War sehr gut die Sendung. Aber die Corona-Diktatur ist keine virologische Frage (mehr), daher werden die medizinischen Sachverständigen ihre Bedeutung verlieren.

    Daneben hat ein ehemaliges Nachrichtenmagazin aus Hamburg wieder über Ken berichtet. Da kann ich nur sagen: Ken, das Schicksal klopft vielleicht nur zweimal. Wer weiß, ob man Dich ein drittes Mal zum gefährlichsten Journalisten der BRD schreibt. Wir wollen gar nicht wissen, ob Ken wirklich gefährlich ist, oder kritisch, oder anti-neoliberal. Er ist es! Ich hab‘s im ehemaligen Nachrichtenmagazin gelesen! Wer könnte denn wohl melden, daß der Kapitalismus nach 200 „schönen Jahren“ nun von uns gegangen ist? Natürlich der gefährlichste Journalist der BRD!

  12. globalslaveryindex.org/2018/data/maps/#prevalence

    Hier mal ein Blick darauf, wo zur Zeit Sklaverei ein Thema ist und wo eher nicht.

    Hm, da sehe ich aktuell die Probleme auf dem Globus anders gelagert als und die Soros-Antifa so einreden will.

    • Small-town vigilantes duped into standing guard for Antifa ‘bus invasion’ HOAX:
      https://globalnews.ca/news/7038764/antifa-bus-george-floyd-protests/?fbclid=IwAR2Ny7VaED-rBYmiFg02w9eTxd0jogtNZwE1KmDqkfa8DRei1K-z0z6ICXc

      Das wichtige Wort im Titel ist das gross geschriebene.

    • tagesschau.de/faktenfinder/minneapolis-usa-geruechte-fakes-101.html

      Ja, da sind sich die großen HOAX-Spezialisten wohl einig.

      Was WAR denn nun die Antifa?

      Die rote Einheitsfront, ein lieber Kampfbund? Und heute kämpfen die für einen neuen Kommunismus?

      Wollen wir nochmal Kommunismus?

    • Zu BLM, also Antifa, und big money:

      influencewatch.org/non-profit/black-lives-matter-foundation/

      "In 2015, Politico reported that members of the Democracy Alliance, a network of left-leaning high-dollar donors and grant makers organized by billionaire financier George Soros and Taco Bell heir Rob McKay, were encouraged to consider making large-dollar grants to the Black Lives Matter movement. Left-leaning mega-donors Tom Steyer and Paul Egerman were also listed by Politico as invited participants. However, it is unclear how much money eventually went to BLMF from this gathering. It has also been reported by the Washington Times that Soros has given groups associated with the Black Lives Matter movement more than $33 million from his Open Society Foundations (OSF), though it is again unclear if BLMF directly received funding from OSF. "

      Und ich glaube wiklich nicht, dass big money seine schmutzigen Griffel nicht im Spiel hat.

      Heute nicht.

      Und früher auch nicht.

    • m.washingtontimes.com/news/2016/aug/16/black-lives-matter-cashes-100-million-liberal-foun/

      Oder glauben Sie, Soros hat sich beim online Banking nur beim Empfänger geirrt?

      Links ist die sehr nützliche Idiotenideologie ein und derselben Clique!

    • An medium:

      Die Bewegung um den Antifaschismus geht zurück bis in die 1930er Jahre, in den 1950er Jahren griffen in den USA linksradikale und anarchistische Gruppen das Thema wieder auf im Bezug zu den schwarzen Bürgerrechtsbewegungen, welche offenen Anfeindungen durch Weisse ausgesetzt waren. Etwa in den 70er Jahren entstanden die ersten Gruppen in Europa, die dieses Konzept aufgriffen. Die dem Konzept zugrunde liegende Idee ist die im Anarchismus verbreitete Selbsthilfe, auch sich zur Wehr zu setzen und sich im Namen anderer zu engagieren. Es handelt sich hierbei nicht um eine Organisation, sondern um unabhängige Gruppen ohne zentrale Führungsstruktur. Eine dezentrale lose Vernetzung verschiedener Gruppierungen die dieses Konzept in irgend einer Form aufgegriffen haben und zur Anwendung bringen.

      Das eigentliche Konzept der Antifa, entstand in den 1980er Jahren in der linksradikalen Autonomen-Szene. Dies waren Informelle Kleingruppen, mit tendenziell kommunistischer oder anarchistischer Prägung. Auch bereits in den 80er Jahren registrierte man erste Unterwanderung durch V-Leute und Versuche dieses Konzept zu instrumentalisieren. Im laufe der Zeit wurden einige Gruppierungen zu Partei- und Gewerkschaftsanhängsel, es gibt immer verirrte Geister oder käufliche Seelen. Es liessen sich auch immer wieder einige Gruppierungen dazu hinreissen, sich in Kriege zu verwickeln. Wie z.B. kürzlich im Syrien-Krieg, wo anarchistische Brigaden an der Seit der kurdischen YPG gegen ISIS und für die autonome Zone Rojava kämpften. Ein grosser Fehler für mein Verständnis, weil eine mögliche Instrumentalisierung absehbar war und die militärische Abhängigkeit von den USA und der NATO gegeben war. Hier ist auch die Phobie und die Aversion von Trump zu finden, bezüglich der Antifa und Anarchisten. Seine Entscheidung die US-Truppen abzuziehen hat massgeblich zur türkischen Invasion in Syrien und der Besetzung der autonomen Zone Rojava beigetragen. Weiter möchte ich hier nicht ins Detail gehen.

      Wie du hoffentlich bereits hier sehen kannst ist die öffentliche Debatte zum Thema Antifa, nicht breit genug oder besser gesagt extrem verkürzt. Weil Antifa auch bedeuten kann, in Rechtsextremen-Kreisen zu recherchieren, öffentlich zugängliche Informationen mit Fotos und Netzwerkinformationen zu verknüpft, sich sozial zu engagieren usw., nun nur Gewaltexzesse wie z.B. Sachbeschädigungen in den Fokus zu rücken kommt einer weiteren Instrumentalisierung gleich. Die Behauptung das Soros die Antifa unterstützen würde, kann sich maximal auf einzelne Gruppen beschränken, wofür es aber bislang keinen Beweis gibt. Und sollte es so sein, dass Soros einzelne Gruppen unterstützt die das Konzept Antifa zur Anwendung bringen, ist noch lange nicht jeder Anarchist, Antifaschist oder Aktivist von Soros gsponsert und geleitet. Ich hoffe du hast einen kleinen Eindruck gewonnen bezüglich der Komplexität dieser Thematik, recherchiere selbst und sollte ich dir weiterhelfen können, werde ich es gerne tun.

    • Die BLM-Organisation und die BLM-Proteste sind nicht ein und das Selbe, genau so ist Kommunismus nicht gleich Kommunismus, auch ist Anarchismus nicht gleich Chaos und Gewalt. Auch gleich immer bei jedem aufflammenden Protest eine «Farben-Revolution» zu unterstellen und eine Instrumentalisierung voraus zu setzen, ist nicht wirklich sinnvoll. Dass Proteste instrumentalisiert werden ist keine Frage, die Frage die sich für mich stellt ist, wie begegnet man einer solchen Instrumentalisierung. Bestimmt nicht in dem man sich genau auf diese Links-Rechts-Schiene einlässt mit der man ausgespielt wird,.

      Wenn wir uns bei jedem aufflammenden Aufstand wieder hinsetzen und ihn nur kommentieren, kritisieren und uns gegenseitig die Arschkarte zuschieben, bleibt alles beim Alten und so bleibt die Sache mit Sicherheit auf der Strecke. Von psychopathischen skrupellosen Idioten regiert zu werden, sollte nie eine Alternative sein. Die momentane Zentralisierung der Macht (Geld) ist kein Zufall und dabei nur zu zusehen ist in meinem Verständnis eine Form von Mittäterschaft. Weder Links noch Rechts wird die Lösung bringen, weil das eigentliche Spiel von oben nach unten gespielt wird, alles andere ist Beigabe. Eine egalitäre Gesellschaft sollte das Ziel sein, eine zukunftsfähige Gesellschaft auf Augenhöhe, 2+2=4 für alle, immer und überall, welchen Namen wir diesem System geben ist mir egal.

      Vieles wäre nur eine Frage des Bewusstseins, aber wir verharren noch immer lieber im Primaten-Stadium oder auf dem geistigen Niveau von Kleinkindern. Wobei Kinder in der Regel weniger Schaden anrichten und meistens früher oder später eine Lösung finden, weil sie noch lernfähig sind und kreativ sind. Würden wir gewillt sein wirklich dazu zu lernen, hätten wir schon längst verstanden wie simpel das Betrugsszenario Kapitalismus aufgestellt ist und wie wir ihm wirksam begegnen könnten. Aber weil ein Marxist die Analyse liefert und ein Anarchist die Lösung, lehnt man es kategorisch ab und unterstellt was auch immer einem genehm erscheint, Kooperation sieht anders aus.

    • Ohne das Benennen des angestrebten künftigen "Systems" wird es doch schwer sein, Menschen zum mItwirken zu motivieren.
      Dagegen sein, das kostet erstmal nix, bringt aber auch aus der Erfahrung heraus kaum Punkte.

      Ich arbeite in einem Handwerksbetrieb. Was sollen die mit BLM oder Antifa anfangen?

      Was wir hier labern, das verbale Spiegelfechterei. Selbstverliebt, selbstreferentiell.

      Ich weiß nicht, was die Aufständischen wollen und wofür die stehen.

      Insofern kann ich die auch erstmal nicht gut finden.

      Und was hätte es zur Folge gehabt, wenn der rote Kampfbund die Nazis vertrieben hätte?

      Was wäre dann gekommen?

      Ich denke nicht, dass das wirklich das Ziel sein kann.

    • An medium:

      Den Inhalt habe ich benannt, was drauf steht ist für mich vorerst nebensächlich, aber es wäre tatsächlich einfacher mit einem fertigen Produkt um Beteiligung zu werben. Ob wir hier nur Selbstdarstellung, Selbstbefriedigung und Selbstbeweihräucherung betreiben, wird sich zeigen, ich erachte diese Plattform und dieses Forum als eine/s der wenigen wirklich progressiven mit Potential im deutschsprachigen Raum des Netz. Solange wir die Bereitschaft zu Dialog und Dissens haben, kann der Austausch eigentlich nur fruchtbar und Verbindend sein.

      Auch ich habe handwerkliche Ausbildungen und verstehe alles was ich tue als Handwerk, wo gehobelt wird, fallen Späne. Anarchistische Bewegungen sind proletarische Bewegungen, im historischen Kontext Arbeiterbewegungen und haben nur eine gewisse Schnittmenge mit dem Kommunismus. Die Frage ob der Kommunismus die bessere Variante gewesen wäre, lässt sich so nicht beantworten, weil der Kommunismus wie auch der Sozialismus immer in Konkurrenz zum kapitalistischen System standen und der schieren stupiden Innovationskraft des Kapitalismus nichts entsprechendes entgegen zu setzen haben.

      Der Name Sowjet bezeichnete ursprünglich die basisdemokratischen Arbeiter- und Soldatenräte, die Rätedemokratie. Was daraus gemacht wurde, ist vergleichbar damit, was aus dem Kommunismus und dem Sozialismus gemacht wurde. Aus diesen Fehlentwicklungen kann man lernen, insofern man versteht wie es dazu kam. Die gleiche Leier wieder aufzulegen erachte ich als sinnlos und nicht zweckdienlich, wir leben unterdessen in einer vollkommen anderen Zeit, einer Zeit mit neuen Möglichkeiten und anderen Herausforderungen.

  13. Indianer, Mexikaner und auch Chinesen waren (sind?) in USA ebenfalls oft von Progromen und Lynchen durch Weiße betroffen.
    Damals ist teilweise schon ganz schlimmes Volk aus Europa rübergekommen, mit sehr, sehr brutalen Einstellungen, die sie aus der alten Welt mitbrachten.

    Bei der Kolonisation in Afrika, Indien, Asien, Australien!, Südamerika…da ging es, teilweise sogar zeitgleich, dann weiter…
    Überall die allerschlimmsten Szenarien mit viel Blut & Leid. Und oftmals aus reiner Lust am Quälen von "Andersartigen".

    Wo kommt diese Grausamkeit durch all die Jahrhunderte her?
    Ist es der Feudalismus, der die Menschen auf dem Kontinent so schlimm unterdrückte, dass sie diese Brutalität entwickelten und weitergaben?
    Die Kirche?
    Immer wieder die Armut und "das System"?
    Einfach der Zeitgeist?

    Bestimmt gibt es Erkenntnisse und Studien über diese Hintergründe und vielleicht könnten die zum besseren Verständnis und damit zum Umdenken und Ablegen dieses grausamen Verhaltens führen?

    So langsam wäre es an der Zeit…

    • An Kit2:

      Man kann sich in der Natur umsehen bei unseren nächsten Verwandten, den Menschenaffen. Es gibt z.B. gewalttätige, boshafte und sadistische Schimpansen und es gibt die Bonobos, die «Hippies» unter den Menschenaffen. Auf unsere Gesellschaft und das System übertragen ,werden wir Bonobos von Schimpansen regiert, weil das System sie bevorzugt und ihre Herrschaft begünstigt.

      Man kann nun darauf hoffen, dass sich das Gebaren der Schimpansen evolutionstechnisch auswächst oder sich sonst wie regelt. Man kann an ihre Vernunft appellieren, was ich aber für reine Zeitverschwendung halte. Oder man schiebt den Riegel systemtechnisch und gestaltet die Gesellschaft in ihrer Wertigkeit egalitär.

      Das Wesen der Schimpansen zu erkennen, zu akzeptieren und ihm entsprechend zu begegnen halte ich für die sinnvollste Variante. Ansonsten werden wir uns noch ewig und einen Tag in den Fussstapfen des Sisyphos wiederfinden. Sollten wir es dann als Gemeinschaft auf eine höhere Bewusstseinsstufe schaffen, wird dies möglicherweise auch auf die Schimpansen abfärben, Monkey see Monkey do.

    • Interessanterweise scheint es sich jedoch dabei jedoch nur um europäische Schimpansen gehandelt zu haben.
      Die anderen Affen der anderen Kontinente, bestehend aus Ur-Einwohner-Affen, kannten diese europäische Brutalität nicht.
      Ist es also doch das System in der fortgeschritteneren Zivilisation, die diese Schimpansen so fatal und grausam prägte?
      Und "Monkey see, Monkey do" könnte vielleicht bei einem Bewusstseins- und Systemwechsel auch andersrum und damit heilend wirken?

    • An Kit2:

      Es scheint mir, dass dieses Übel einher geht mit Sesshaftigkeit und tendenziell zivilisatorische Ursachen hat, oder je grösser die zivilisatorische Überhöhung, je grösser der Schaden.

      Monkey see, Monkey do kann durchaus auch eine Sinn stiftende und heilende Wirkung entfalten, Kinder lernen durch Versuch und Scheitern, aber auch durch Nachahmung.

    • An Schattenkrieger:

      Auch Bonobos können töten. Aber wenn hier schon andere Primaten als Beispiele verwendet werden. Es ist nicht so – Schimpansen oben, Bonobos unten – in der Pyramide der Hierarchie gibt es auf allen Ebenen Schimpansen, nur je weiter oben desto mehr, auf die Gesamtzahl der Individuen bezogen.

      "Es scheint mir, dass dieses Übel einher geht mit Sesshaftigkeit und tendenziell zivilisatorische Ursachen hat…"
      Genau da wird es heiß, gibt es auch Forschung zu. Es gibt, ist meine Interpretation, eine Metapher in der Bibel – die Vertreibung aus dem Paradies = Erfindung der Zivilisation.

      Zu meinem Verständnis hat John B. Calhoun's Experiment "Universum 25" von 1972 beigetragen. War nicht sein erstes Experiment in der Art, aber das bekannteste. Es ging darum wie sich Populationsdruck auf das Verhalten, hierbei von Mäusen, auswirkt. Die Parallelen zu menschlicher zivilisatorischer Entwicklung halte ich für unübersehbar, nicht eins zu eins und man sollte ein wenig aus der menschlichen Hybrisblase rausschauen.
      Wer das kann sieht an welcher Stelle wir uns befinden und die Zukunft wird zeigen ob wir weiterhin Mäuse sind oder zu Menschen werden können – meine Sicht.

      Auch wenn ich jegliche Tierversuche verabscheue und ablehne, insbesondere wenn sie mit unnatürlicher Quälerei und dem Tod der Tiere verbunden sind, was geschehen ist lässt sich nicht ändern, wir sollten daraus lernen.

    • An Greta Eris:

      Das Schimpansen-Bonobos Beispiel ist ein sinngemässes Beispiel, selbstverständlich können auch Bonobos töten, es geht mir aber eher um die Hierarchie und die Art und Weise wie Konflikte innerhalb der Gruppe gelöst werden und die Bereitschaft Gewalt anzuwenden.

      Die Frage ob wir weiterhin Mäuse bleiben oder endlich zu Menschen werden, hat mich wieder an Friedrich Nietzsche und seinen Übermenschen erinnert. Wie wir diesen Menschwerdungsprozess nachhaltig vollziehen können, sollte eine der zentralen Fragen sein, wenn es darum geht die Systemfrage zu stellen und das System zu transformieren, denke ich.

    • Oops sorry Gata.., habe gerade auch noch einen Kommentar über Greta's CNN-Auftritt geschrieben, Multitasking ist verantwortungslos, ich weiss…B-)

    • An Schattenkrieger:

      Die Systemfrage – ganz genau – reformierbar ist es nicht, transformierbar vielleicht, das kommt sehr auf viele einzelne an.

      Ach ja das Multitasking – klappt bei mir auch nicht immer =:-))
      und dummerweise kann man hier nicht nachträglich korrigieren 🙁

  14. Was ist die Moral der Geschichte?

    Es war schon immer so und wird auch so bleiben?

    Ich denke die Gegenwart ist anders als die Vergangenheit.
    Man kann zwar Erklaerungen in der Vergangenheit fuer die Gegenwart suchen,
    aber mir scheint die Erklaerungsschiene hier etwas einseitig zu verlaufen.

    • An Matthias:

      Inwiefern einseitig? Wenn z.B. ein psychopathischer Gewalttäter einem grundlos ins Gesicht schlägt und seine Tat mit seiner ausserordentlichen Aussergewöhnlichkeit begründet, könnte man den Grund für seine Tat auch bei sich selbst suchen, so einseitig?

    • "Ich denke die Gegenwart ist anders als die Vergangenheit."

      Was das Drumherum betrifft ja – die Menschen an sich – nicht wirklich und das seit Jahrtausenden.
      Sind, wenn wir nicht höllisch aufpassen, zumindest geistig sogar eher am degenerieren.

      Die Geschichte nicht zu kennen, nicht daraus zu lernen (der Normalfall) heißt immer und immer wieder die gleichen Fehler zu begehen.

      Für mich die Moral der Geschichte – sie nicht wiederholen und das Prinzip verstehen, lässt auf alle Spaltungen anwenden. Prinzip verstanden – Spaltungen besser erkennen können.

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