Der Rote Tisch – 30 Minuten mit Jasmin Kosubek

Unser Gast beim ersten Roten Tisch: Jasmin Kosubek. Sie kam vor drei Jahren als Quereinsteigerin zum Sender Russia Today Deutsch. Dort arbeitet sie als Moderatorin des Medienformats „Der fehlende Part“.

Wir unterhalten uns über ihr Leben als Journalistin und den Zustand der Medien in Deutschland allgemein. Zudem gehen wir den Frage nach, wie journalistisches Arbeiten den Blick auf die Welt beeinflusst, welche Verantwortung Journalisten, insbesondere die im alternativen Sektor, haben und wie man sich heute als Otto-Normal-Bürger mit Internetzugang am besten über politische Abläufe informieren kann.

Wie verändert das Internet unsere Wahrnehmung? Welche Chancen und Risiken lassen sich im Zeitalter von „Echo-Kammern“ und „Hate-Speech“ identifizieren?

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Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

43 Kommentare zu: “Der Rote Tisch – 30 Minuten mit Jasmin Kosubek

  1. Klasse Interview!
    Bei 20:42 sagt Frau Jasmin Kosubek:
    „… Änder doch die Dinge, die du ändern kannst, um die Welt ein bisschen besser zu machen…„
    Dazu fällt mir Albert Schweitzer ein, der sagte zur Macht und Wirkungskraft des Einzelnen:
    »Und dann lassen sie sich [die Menschen] zu leicht mutlos machen durch die Überlegung, dass der Einzelne
    nichts tun kann, und kommen dann dahin, wo die meisten stehen, dass sie von all dem Elend nur nichts sehen
    und hören wollen; sie meinen, es besteht dann weniger, weil sie so leben, als wäre es für sie nicht da. Das ist
    falsch und feig. Hier vermag der Einzelne viel. Ich rede nicht davon, dass eigentlich jeder Mensch Mitglied im Tierschutzverein sein soll; denn was ist der Mindestbeitrag von einer Mark im Jahr, den dieser Verein erhebt
    und den die meisten unter uns trotz der schlechten Zeit erschwingen können, im Vergleich zu dem, was er an
    Belehrung und an Einfluss Gutes leistet! Über das, was der Einzelne ausrichten kann, täuscht man sich. Er ver-
    mag mehr, als man meint.«
    »Das Wenige, das du tun kannst, ist viel – wenn du nur irgendwo Schmerz und Weh und Angst von einem
    Wesen nimmst, sei es Mensch, sei es irgendeine Kreatur.«
    »Was ein Mensch an Gütigkeit in die Welt hinausgibt, arbeitet an den Herzen und an dem Denken der
    Menschen. Unser törichtes Versäumnis ist, dass wir mit er Gütigkeit nicht ernst zu machen wagen. Wir wollen
    die große Last wälzen, ohne uns des die Kraft verhundertfachenden Hebels zu bedienen.«
    »Nur wenn die einzelnen als geistige Kräfte an sich und an der Gesellschaft arbeiten, ist die Möglichkeit ge-
    geben, dass die durch die Tatsachen geschaffenen Probleme gelöst werden und ein in jeder Hinsicht wert-
    voller Totalfortschritt erfolgt.«
    »Ich glaube, dass wir alle etwas in uns tragen, das sich entzündet, wenn wir andere sehen und kennen lernen,
    und dass wir alle ein Licht sind für die andern. Ich habe in meinem Leben die Erfahrung gemacht, dass durch
    irgendeine Kleinigkeit, die jemand tut, andere angetrieben und weitergeführt werden.«
    Mehr Zitate:
    https://albert-schweitzer-stiftung.de/ueber-uns/menschen/albert-schweitzer/zitate#macht

  2. Interessantes Interview.

    Immerhin bekam ich nun mehr über die Person zu hören, die hinter RT steht und am RT ( Roten Tisch) sitzt.

    Den Gedanken bei sich selbst anzufangen, bzw. eine Massenbewegung aufzubauen, schrieb ich hier schon etwas konkreter nieder; siehe https://kenfm.de/wolf-buentig-menschliche-entfremdung-und-normopathie/

    Was Frau Kosubek mit den Zuständen in anderen Ländern und Deutschland sieht und zum Thema Klassenkampf als Kommentar ( sinngemäß) „absurd“ bezeichnet, sehe ich als persönliche Meinung von Frau Kosubek.

    Denn jede Sichtweise ist eine persönliche Sichtweise.

    —-

    Unter dem Strich:

    es gibt viel Gespräch über die Wirkweise von Medien und wie Frau Kosubek davon beeindruckt ist, oder nicht.

    Ihre eigene Meinung sollte gekennzeichnet sein; bei Beiträgen, sagte Frau Kosubek.

    Etwas ähnliches hat ( soweit ich mich erinnere) Frau Judit Rakers auch mal bei Herrn „Lanz“ oder „Beckmann“ in einer Talkshow gesagt.

    Damit bestätigt sich für mich schon bei zwei Moderatorinnen, dass diese die Fähigkeit der Dissoziation in größerem Umfang beherrschen.

    Wie lange sich diese Fähigkeit aufrecht erhalten lässt; auch wenn die Medienmacher immer wieder dazu auffordern brisante Inhalte zu präsentieren?

    Die Macht der Verdrängung ist jedenfalls auf Dauer sicherlich erforderlich.

    Wenn ich an der Stelle von Herrn Shayar gesessen hätte und einen guten Moment hätte, so wäre mir Frau Kosubek eine Antwort schuldig geblieben, zu einem Videoausschnitt:

    https://www.youtube.com/watch?v=9v7xN02whVY ( MSNBC Host: It’s Our Job to Control What People Think )

    Die Tochter von Herrn Brzezinski, welche nun zielsicher sich politisch positioniert.

    Was Frau Kosubek dazu gemeint hätte.
    Und wie sie ihre eigene Rolle als Medienrepräsentantin im Vergleich zu diesem Video versteht.

    Vielleicht wäre das Interview nicht sehr viel anders verlaufen; aber zumindest gäbe es dadurch ein direktes Gegenbeispiel einer stark politischen Medienmoderatorin.

    Für mich persönlich verliert langsam die Kommunikationsmöglichkeit hier an Sinn.

    Interviews werden produziert, gezeigt…

    aber letztlich sind es z.T. Echokammern.

    Die Gruppe gleichgesinnter bejubelt sich bzw. bestärkt sich in Ihren Ansichten.

    Die Gruppe der Forentrolle waltet ihres Amtes.

    Die Gruppe der Idealisten ( zu denen ich mich zum Teil rechnen möchte) präsentiert z.T. interessante Lösungsansätze…

    aber am Ende?

    Mal 30 Min. hier mit Frau Kosubek – mal 2,5 Std. ( bei Positionen z.B.) dort mit 4 Gästen…

    und das Ergebnis?

    Die Kritiker fühlen sich bestätigt und bestärkt.

    Wer von den geladenen Gästen ist in der Politik in einflussreicher Position und denkt über Konsumverzicht nach / bzw. geht mit guten Beispiel von Konsumverzicht voran?

    Wer von den geladenen Gästen möchte eine Idee mitentwickeln, die ich z.T. schon ausformuliert hatte?

    Ich kann bisher noch nicht glauben, dass diese geladenen Gäste alle diese Einsichten des Verzichts und einer gemeinsamen „OR“ ( Orientierungsrealität) nicht haben.

    Entweder bin ich meiner Zeit völlig voraus – oder es braucht einfach noch eine Weile, bis die Gedankengänge, die Frau Kosubek z.T. auch ansprach – bei vielen Menschen zumindest auf derselben Stufe von Frau Kosubek angekommen sind.

    Dann kann diese Bewegung starten – sie könnte aber auch Jetzt schon starten – ich schrieb dazu unter : https://kenfm.de/wolf-buentig-menschliche-entfremdung-und-normopathie/

    etwas konkreteres.

    Und ich bin einigermaßen überzeugt davon, dass dies die Welt wirklich verändern kann.

    p.s.: vielleicht melde ich mich demnächst wieder ab – ich hab schon wesentliches geschrieben…aber solche Inhalte kommen in keinem KenFM-Format vor.

    Evtl. suche ich dann nochmal andere Alternativkanäle auf, um dies abschließend für mich abzuklären… Sollte da eine ähnlich schwache Reaktion auf meine Gedanken erfolgen, so werde ich meinem Vorurteil Glauben schenken, dass die Veränderungsbereitschaft oder Einsicht vieler Menschen noch weit entfernt vom eigenen Bewusstsein ist… und viele Menschen gerne noch glauben, was Nachrichten als Wahrheit Ihnen anbieten möchten.

    Da würde es , bei dieser Sichtweise, unter Umständen auch gut ins Bild passen, dass eine Frau Kosubek oder eine Frau Rakers sich von den Inhalten distanzieren, welche sie täglich einem großen Konsumentenpublikum präsentieren…

    • -> ich werde mich nun hier abmelden. Nichtbeachtung ist immerhin ein Zeichen von Nichtwahrnehmung, NIchterkenntnis oder Ignoranz.

      Das Buch möchte ich nicht schreiben. Noch nicht. Ich probiere es erst nochmal alternativ.
      Wenn dann immer noch Menschen fragen : „ja…warum sollen wir es doch so machen? Wieso schreibst Du kein Buch und verdienst Geld mit Deinen Gedanken?…“

      Tja. Erstens: ein Buch schreiben kostet einiges an Zeit.
      Zweitens – den passenden Verlag zu finden…

      Drittens: dann noch irgendwann das Publikum finden, dass sich tatsächlich für einen neuen Journalismus 3.0 interessiert.

      Ein völliges Umdenken wäre nötig.

      Sollte ich mit den anderen alternativen Kanälen mehr Erfolg als hier haben, wird das irgendwann auch bei KenFM ankommen.

      In dem Sinne: Alles Gute der Community.

      Möge diese Art der Berichterstattung ( Journalismus 2.1 – 2.2 etwa, meiner Meinung nach) nützlich sein für Diejenigen, die gerade den Journalismus 2.1 – 2.2. als Ihre Wahrheit und Ihre Echokammer der Realität anerkennen möchten.

      Es könnte so viel mehr getan werden – aber wenn es keinen …… interessiert, bleiben auch gute Gedanken auf der Strecke…

      In diesem Sinne… bis irgendwann.

    • Ja, schade Indubiocuibono. Aus der Tatsache, daß die Menschen auf Ihre Kommentare (mit der Ausnahme von Tony Hill) nicht geantwortet haben, schließen Sie, daß es niemanden interessiert. Krasser Fehlschluß!

      So ein kindisches Sich-Zurückziehen wird allerdings kaum jemanden überzeugen, mit Ihnen in Austausch treten
      zu wollen. Ich hatte mehrmals den Anlauf gemacht, fand dann aber nicht gut, was ich geschrieben hatte.
      Viel Glück in den anderen Foren wünsche ich Ihnen, Und vor allem: mehr Geduld.

  3. Also, ohne irgendeinen Wisch ist man in Deutschland ja quasi nix:
    Ich fand es ziemlich peinlich von Pedram Shayar, überhaupt auf Kosubeks journalistische „Quereinsteiger“-Genese hinzuweisen. Schließlich ist Journalismus aus gutem Grund gar kein geschützter Beruf, es darf ihn jeder machen und es darf sich jeder so nennen (sogar Pedram!). Und die journalistischen Kader – also die „Gelernten“ – sind schließlich gerade das Problem.

    Diese Fragen nach der eigenen „Berechtigung“ deuten allerdings auf einen Minderwertigkeitskomplex hin, dessen man sich vielleicht erst einmal gewahr werden sollte, weil er hier nämlich Einiges erklären könnte: Kosubeks oft kritiklose und unreflektierte Übernahme des etablierten Wordings und der gängigen Deutungsmuster, ihre nervende Unterwürfigkeit gegenüber vermeintlichen „Qualitäts“Medien sowie ihr häufiger Versuch, mögliche Kritik von Seite dieser (selbstbehaupteten) „Qualität“ gleich in die eigene Präsentation zu integrieren. Es ist wirklich schade – Mut hat sie ja ohne Frage – aber da lässt sie sich auf eine doch sehr billige Tour den Schneid abkaufen. Sich harmoniesüchtig zurückzunehmen und nur „vermitteln“ zu wollen, ist jedenfalls der falsche Weg: RT international ist mit äusserst kampffreudigen und meinungsstarken Hosts wie Anissa Naouai oder Abby Martin groß geworden, die sich ständig mit ihren Kollegen anlegen. Und da müsste auch sie hin, wenn das irgendwann noch was werden soll mit RT deutsch.
    Schließlich ist es keineswegs seine Qualität, die den Mainstream auszeichnet. Sondern Quantität.

    Übrigens: Primark kontert die Kritik an den Billigklamotten recht treffend damit, dass sie in den gleichen Fabriken einkaufen und den Näherinnen genau soviel zahlen wie alle anderen. Es mag die nächste Shopping-Tour ein wenig verhageln, aber das Preisschild reicht hier leider nicht für einen Ablasshandel.

    • Ist es Mut oder einfache Naivität, „typisch Frau“ eben, nicht auf Konfrontation zu gehen? Was mir beim fehlenden Part und dem ein oder anderen gesehenen Interview immer wieder aufgefallen ist, es fehlt der Biss, von Anfang an. Genau wegen dieser Beißhemmung wurden auch nie die richtigen Fragen gestellt, seltenst in die richtige Richtung gefragt. Ich hatte immer den Eindruck, dem Interviewpartner ja nicht zu dicht aufzurücken, ja nicht ans eingemachte zu gehen und auch hier, sowohl bei den Fragen, als auch bei den Antworten ist es eher so ein oberflächliches Dahingeplätscher, eben nicht Fisch nicht Fleisch. Kritischer Journalismus ist nicht, Fragen in die richtige Richtung zw. den Zeilen anzudeuten sondern die Fragen zu formulieren und zu stellen. Die Antwort ist schließlich das, worauf es ankommt. Kommt keine Antwort, ist das ja bereits oft Antwort genug…

      Zum Format selbst, abwarten wie sich’s entwickelt. Ob der Tisch nun rot oder schwarz ist, groß oder klein ist völlig egal. Die Kameras müßten etwa 10cm höher das man die Birnen der Lampe nicht sieht, ggf. gibts auch kleinere Birnen – das sind aber alles Feinjustierungen die sich sicher irgendwann einstellen. Ansonsten, was soll dabei heraus kommen, wenn sich zwei harmoniesüchtige Menschen gegenüber sitzen und Themen oberflächlich ankratzen außer Harmonie und ein gewisser Gleichklang?

  4. Nicht so recht Fisch, definitiv auch kein Fleisch die erste Folge. Mal schaun was wird…

    RT-Deutsch fehlt definitiv eine Nachrichtensendung und die Kommentarfunktion kann getrost abgeschaltet werden, gar nicht mal wegen irgendwelchem „Gedankengut“, sondern einfach aufgrund des abgrundtiefen Niveaus der selben.

  5. Das Interview lässt tief blicken. Ob ein hohes Maß an Unbedarftheit der bessere Zugang zum Journalismus ist? Vielleicht trifft er bisweilen besser den Ton des Auditoriums. Aber das kritische Potential gegenüber den eigen Auftraggebern, die hinter einem stehen, wahrscheinlich ohnehin eine Illusion. Naja, wenn kompetente öffentlich rechtliche Journalisten das Interview sehen werden sie sich ihren Teil denken. Das stimmt mich nicht unbedingt froh. Zumindest kann ich jetzt einige Interviews, die Frau Kosubek geführt hat, besser einordnen. Allerdings sind die Themen, die von RT behandelt werden, wer auch immer dafür verantwortlich ist, oft von Interesse.

  6. der pedram hätte die noch viel zu sehr auf ausgleich und diplomatie bedachte, junge, schöne jasmin schon ein wenig härter, schärfer rannehmen können und müssen.
    aber der pedram ist letztendlich ja auch nur ein mann……….und ein perfekter gentleman.
    beste wünsche für kenfm und rt deutsch!

  7. Die Fr. Kosubek ist insofern apolitisch als sie nicht versteht , dass ihre Weltanschaung durch die elitäre wirtschaftsliberale globalistische Ideologie seit den 1980er Jahren geprägt ist. Diese Ideologie setzt weitgehend die Determinanten ihres Denkens . Dieses Modell ist heute weiter realpolitikdominant und Fr. Kosubeks Journalismus bleibt, bei aller guter detailierter Kritik doch hautnah am Mainstream .

    • Was gibt es gegen Globalismus einzuwenden?? Die aktuellen „Eliten“ wollen den Leuten einreden, ihre Rolle lediglich als Mitglied einer Nation begreifen. Jeder/jede zu sich selbst ehrliche Bürger/in und jeder/jede Christ/in sieht sich selbst aber korrekterweise als Bürger der ganzen Welt. Nationengrenzen sind rein menschengemacht.
      Die Nationen sind in dieser Hinsicht viel zu mächtig und echter Globalismus ist ganz besonders für die, die NICHT zu den ‚Eliten‘ gehören.

  8. Gutes neues Format, wenn auch der Titel etwas verstört. Die Dauer ist für mich optimal, mag natürlich jeder etwas anders sehen.
    Pedram Shahyar stellt viele „gute Fragen“, wie auch Frau Kosubek bemerkte.
    Ich habe Ihn bisher nur ungern bei KENFM gesehen, Rebellunion nach zweimaligem gucken nicht mehr angesehen.
    Hier fand ich ihn sehr gut. Zurückhaltend aber nicht passiv und ein genauer Zuhörer.
    Weiter so!

  9. Ach Nee.

    Ich ärgere mich gerade über den hässlichen Titel „Roter Tisch“. Sehr fantasielos.
    Dann dieser Abgang „Sector B“, was soll das sein? Das ist kindisch genau wie der Titel.

    Was mich eigentlich interessiert hätte:
    Wie geht es weiter mit dem „Fehlenden Part“.
    Haben die Medien durch ihr Bashing schon erreicht, dass Jasmin ihre Arbeit nicht mehr so gut macht?
    Haben die Medien mit Ihrem Bashing schon erreicht, dass Jasmin nicht mehr so gerne vor die Kamera tritt?
    Haben die Medien schon erreicht, dass Jasmin ihre Weltanschauung geändert hat.
    Denn ihre Worte klangen mir sehr danach. Ich bedauere das.
    Ihr Enthusiasmus von damals ist nicht mehr so stark.
    Ich denke sie wurde erfolgreich eingeschüchtert.
    Das kann passieren, wenn Jasmin noch nicht genug fest im Sattel sitzt und noch zu viele Wissenslücken hat. Das muss aber aber überhaupt nicht schlimm sein. Siehe Jung und Naiv.

    Wo war der Moderator, der Jasmin wieder aufbaut und sie gestärkt ins Rennen schickt?
    Wo ist der Weitblick für solche Dinge? Nicht vorhanden? Wegen zu starkem Ego?

    Wir brauchen Positives Denken und Good New. Damit unsere Sendungen nicht so depressiv werden.

    Wir müssen die politischen, rechtlichen, und gesellschaftlichen Themen eher von der Wissenschaftlichen Seite aus betrachten, damit wir weniger auf die Depressionen anfällig sind. Das ist nämlich ein Problem bei den Omegas. Das muss aber nicht so sein. Ihr depressiven Journalisten. Vielleicht löst sich dann auch die eine oder andere gedankliche Verspannung. Vielleicht kommen dann auch mehr Normale hinzu.

    Der Moderator hätte Jasmin viel mehr aufbauen können. Aber dazu müsste er selbst den Tiefgang und die Weißheit mitbringen, die dazu nötig sind.

    Also die Fragen hatten mir zu wenig Tiefgang und zu wenig Aktualität.
    Zugegebener Maßen entspannt sich auch gerade die Situation in der Welt ein wenig
    und damit auch der Hype um RT.

    Da muss man seinen Kollegen aber doch einen Guten Rat und einen richtigen Weg weißen.
    Zum Beispiel so:
    RT-Deutsch sollte sich in Zukunft stärker als kompetenter, weitsichtiger, kritischer, aktueller Nachrichtensender etablieren. RTDeutsch sollte nicht so stark wie bis jetzt mit dem Finger zeigen, sondern einfach nur die Realität ohne Wertung widerspiegeln.

    Es ist völlig Banane was das ZDF,ARD,ORF oder wer auch immer über RT vom Stapel lässt.
    Wenn RT die Regeln der Berichterstattung befolgt wird RT bestehen bleiben.
    Die Regln hier noch mal kurz.

    Keine oder wenig Wertung.
    Wertung kennzeichnen.
    Nachrichten vielleicht sogar auf die Glaubwürdigkeit seiner Quellen kommentieren.
    Ein breites Spektrum an Nachrichten liefern.
    Wissenschaftliche Meldungen einbeziehen.
    Mehr Informationen über Wirtschaft und Politik.
    Vielleicht auch über eine Art Pressespiegel.
    Hey die Möglichkeiten sind vielfältig.

    Ich habe den Eindruck, dass RT noch zu wenig News liefert.

    Der Hype um RT flacht aber auch ab, weil die Kommentarfunktion nicht mehr anonym ist.
    Das war der Bruch zwischen RT und seinem Publikum. Das hat RT nicht verstanden.
    Das hatte ich RT auch schon vorausgesagt, aber die hatten nur hilflos mit der Schulter gezuckt.
    Wohl weil RT nicht auf diesem Planeten lebt, ich weiß es nicht.
    Man muss sein Publikum nicht ausspionieren, wenn man mit dem Hirn sehen kann.

    Der Atack-Moderator war meiner Meinung nach nicht wirklich bei der Sache.
    Mir scheint der Moderator steckt hier nicht so richtig mit seinem Herzblut drin.
    Ich fand die Fragen Belang los. Die meisten Fragen wurden an anderer Stelle beantwortet.

    Das Problem was ich sehe, ist dass der Moderator selbst noch nicht so tief in der Geopolitik, Psychologie, Rechtswissenschaft, PR, Presse, Politik, Physik, Biologie, Chemie, Mathematik, Geschichte drin steckt.

    Wo war die Neugierde des Moderators?
    Weiß der Moderator schon alles?
    Sicherlich nicht.

    • Ein Gedanke zum Interview: Mich stört, dass die Hände zwischen Interviewer und Interviewten zu nah auf dem Tisch liegen. Das führt bei mir als Zuschauer und zu einem unangenehmen Gefühl

      ich lese viel RT, allerdings fast nur auf Englisch. Hier kann ich mich am besten aktuell informieren. Dabei ich habe den fehlenden Part damals immer geguckt. Die unbekümmerte offene Art von Jasmin gefällt mir.
      Aber das Interview hätte man sich schenken können. keine neuen Erkenntnisse gewonnen.

  10. Zumindest müssen wir uns um RT keine Sorgen machen. Wenn man apolitische Journalisten… äähhh Bwl-erin als Journalistin einstellt… da wird die Mainstream-Landschaft auf jeden Fall bereichert… weiter so!

  11. Ich habe nicht alles gehört, diese Interviews dauern mich immer zu lange, wenn ich lese kann ich selbst die schnellichkeit des Lesens bestimmen.
    Aber ich hörte ‚als ob man in Deutschland seine Meinung nicht mehr äussern kann‘.

    Hier ist eine gut ausgebildete junge Journalistin, die nicht sieht das man in Deutschland seine Meinung nur äussern kan wenn die politisch Korrekt ist.
    Wurden nicht Schulze Rhonoff und Sarrazin sofort entlassen ?
    Sind nicht sogenannte Holocaustleugner in Deutsche Gefängnisse ?
    Einer davon, Name vergessen, wohnte in Kanada, leider die deutsche Nationalität behalten, hatte ein Kanal in New York für seine Sendungen.
    Kanada lieferte ihn an Deutschland aus, wo er zu viele Jahre Haft verurteilt wurde.

    Wer sehen will was wirkliche Freiheit ist muss in den USA sein, z.B. ist da Holocaustleugnung kein Problem.
    Auch jüdische Weltbeherrschung wird da offen diskutiert.

    • Wenn etwas verkauft werden kann, dann ist es frei. Da gibt es vielleicht -noch- einen Unterschied zwischen Deutschland und den USA.

  12. so wie es bereits “vorschreiber“ nannten, eine tolle alternative zu kenfm im gespräch: kurz und prägnant.

    eine persönliche kritik an die studierte bwlerin: zu glauben das boss besser sei als primark. beide lassen im selben betrieb produzieren, unterschied: der name! aber egal, das ist nur etwas persönliches.

    zum format: es werden echo-chambers kritisiert und zu recht. Problem: auch kenfm etc sind ungewollt echo-chambers geworden außer es gibt weiterhin steigende click-zahlen., auch das wird leider irgendwann stagnieren. man möge sich bitte über den channel „piet-smiet“ informieren und die „gez-gebühren“… man wird so kenfm und andere versuchen mundtot zu machen.

    Insgesamt glaube ich das Pedram versucht einen Spagat zwischen Berufs- und Privatperson zu spannen, anders als KenFM im Gespräch und das ist etwas sehr tolles. Trotzdem sollte mehr auf die echo-chamber mehr eingegangen werden, zum beispiel über Herr Ganser oder Herr Mausfeld.

    Abschließend: ein echt tolles, neues Format und ein spannender Gast! Weiter so!!!!

    • Im Echoraum befinden sich zunächst einmal alle, die ausschließlich die vermeintlichen Qualitätsmedien konsumieren und in dem Wahn leben, durch sie bestens informiert zu sein. Wenn in irgendeinem Bereich alle immer das gleiche schreiben und sich gegenseitig bestätigen, dann vor allem dort.

      Es stimmt, daß jemand, der nur KenFM und ähnliche Quellen verfolgt, auch in einem Echoraum sitzt, aber das soll man ja nicht tun, worauf Ken Jebsen schon öfter hingewiesen hat. Man soll sich aus möglichst vielen verschiedenen Quellen informieren. Ich denke, die meisten KenFM-Seher tun das. Immerhin haben wir uns aus den Klauen der Propagandisten befreit, die ich ganz sachlich Lügenpresse nenne.

      Daß man KenFM & Co. früher oder später zum Schweigen bringen wird, habe ich hier auch schon geschrieben. Außerdem glaube ich, daß die Zahl der aufweckbaren Schweigelämmer begrenzt ist. Wesentlich mehr als jetzt werden wir wahrscheinlich gar nicht.

  13. Frau Kosubek ist zu der politischen Welt erfrischend aufgeschlossen. Was heute in der westlichen Welt als Links oder Rechts definiert wird, liegt viel näher beieinander als vielen bewusst ist. Da hat sie völlig recht, alles eine Frage der Empathie. Das ist auch nicht das Problem, wird allerdings von den „Diensten“ bewusst dazu gemacht. Das Problem ist „Oben und Unten“, die wahnsinnigen Unterschiede was Lohn und Kaufkraft angeht.
    Die bringen, von Oben in der Regel. selten von Unten, den Unfrieden, Krieg und Terror in die Welt. Die Professoren Mausfeld und Ganser haben schön erklärt, warum das Chaos in die Welt gekommen ist. Das hat die US-NATO mit ihren Geheimdiensten selbst gemacht.
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  14. Die 1. Folge hat mir schonmal sehr gut gefallen. Vielen Dank!
    Fr. Kosubek hat sich sehr sehr gut verkauft, intelligent, breit aufgestellt, Konsens-suchend, offen! … sehr sympathisch und v.a. auch sehr authentisch! Solche jüngeren „Quereinsteiger“ wünscht man sich im Journalismus, ihren Aussagen in diesem Gespräch gemäß !
    Dass Hr. Shayar hier nur als Fragensteller/Moderator, der sein Gegenüber auch ausreden läßt, fungiert, ist ebenfalls positiv zu vermerken! Ich hoffe, es kommen auch mal wirklich kontroversiellere Gäste zu Wort, auch, wenn der Tisch unbedingt „rot“ sein mußte?! 😉
    Ganz neutrale „Tischgespräche“ (od. dgl.) wären etwas weniger „programmatisch“ tendenziös gewesen und hätten vielleicht auch das KenFM-Klientel erweitert – das mag aber im Auge des Betrachters liegen – vielleicht sollte es aber auch bloß ein geschickter, link-ischer, psychologischer „trigger“ sein … ? 😉
    Alles in allem, sehr schöne 1. Sendung! 🙂 … Vielen Dank!
    Bin gespannt, wie´s weiter geht! 🙂

  15. Ich habe schon viele Interviews mit Frau Kosubek gesehen!
    Es war schön festzustellen, dass sie sich nicht verdreht, sondern immer die gleiche bleibt.
    Ein ruhiges Gespräch am Abend, und ja, schnell denken mussten wir nicht! Mehr davon, bitte!

  16. Das Pendant zu Ken’s Format ist für mich in Bezug auf die Kürze, das Format und die ruhige Ausstrahlung von Herr Shahyar sehr gelungen. Es könnte sein, dass Frau Kosubek ein wenig unsicher war, da sonst Sie die Fragen stellt. Dass sie nicht auf alles eine kluge Antwort parat hat macht Sie nur sympathisch. Bin absolut gespannt wie sich diese Ruhe von Herr Shahyar auf weitere Gäste auswirkt.

  17. Jasmin Kosubek ist wirklich eine sehr sympathische und (denke ich) grundehrliche Person. An manchen Stellen fand ich ihre Ansichten aber auch etwas naiv, was kein Vorwurf sein soll, gerade angesichts ihres noch recht jungen Alters. (Dass die Enge des Meinungsspektrums in den MSM vielleicht etwas mit der Konzentration im Medienbereich auf wenige Eigentümer zu tun haben könnte und der Abhängigkeit von zahlungskräftigen Anzeigenkunden, hätte man z.B. mal erwähnen können.)

    Also, ich habe mir das Gespräch gerne angeschaut – intellektuell herausgefordert fühlte ich mich aber nicht wirklich. (Dieser Satz kommt etwas arroganter rüber als ich ihn gemeint habe.)

    Ob mich dieses Format insgesamt überzeugt, kann ich noch nicht beurteilen. Gut finde ich, dass es nur 30 min dauert. Die langen Gespräche von Ken haben zwar absolut ihren Sinn, allerdings ist es manchmal schwer, sich so viel Zeit zu nehmen.

    • So lange „naiv “ nicht negativ besetzt ist…OK!
      Sie ist noch jung, man darf ihr, so denke ich, Zeit lassen

  18. Der fehlende Part mit Jasmin Kosubek gehört wie KenFM zu den herausragensten Formaten unserer Medienzeit.
    Und dies nicht zuletzt wegen der Persönlichkeit der Moderatoren. Nur schade, das Jasmin ab Jahresanfang wohl zugunsten der Etablierung von 451 etwas zurücktreten musste. Apropos: Reza gehört auch an den roten Tisch, er macht ebenfalls einen tollen Job.
    Meckern kann ich nur in einem Punkt, der mir hier beim roten Tisch insbesondere Galle aufkommen lässt: das äußerst ärgerliche Kinoformat. Personen im Profil und dies mit abgeschnittenem Oberstübchen. Füchterlich! Hoffentlich findet KenFM insgesamt wieder zum ordentlichen, schirmfüllendem 16:9 Format zurück.
    Ansonsten: weiter machen!

  19. Keine Frage ; Jasmin kommt sehr angenehm erfrischend rüber. Mit Offenheit, Intelligenz, Talent, Toleranz, Verständnis, Charisma, ist locker und sieht auch noch Klasse aus . Top Moderatorin und Persönlichkeit .

  20. Es kommt etwas angenehm Geordnetes, Klares und „Sauberes“ von diesem Menschen Jasmin Kosubek rüber. Ich denke, sie hat erst einmal für sich genau den richtigen Job erwischt und die Zuschauer profitieren davon. Das Format dieser Sendung und die Handhabung finde ich gut konsumierbar.

  21. Interessanter Beitrag, interessante Fragen und vor allem auch Antworten.
    Jasmin Kosubek, eine sehr aparte junge Frau, wirkte sehr authentisch und natürlich auf mich.
    „Echokammer“, ein Begriff, den ich noch nicht kannte, aber nach der Erklärung einen richtigen Ah-Effekt bei mir erzeugte und mir klar wurde, dass auch ich dazu neige mich in dieser Kammer aufzuhalten. Vielen Dank dafür 🙂

    Jedoch ist mir nicht wirklich klar, was „der rote Tisch“ ausmacht. Ich meine, was unterscheidet ihn von den anderen Formaten, was ist das Innovative an diesem Format?

    Taberius

  22. WOW! Erinnert mich an den heißen Stuhl der Gruppe 47.
    Guuuuuute Fragen!
    Muß zwar leider nach fünf Minuten wieder an meine Arbeit zurück. (Und freue mich
    auf die nächsten 25, später.)
    Aber wenn die Schrunde und Linien des schon fast unangenehm intim ins Bild gerückten roten Tisches auch
    nur halbwegs der Nähe und der Tiefenbohrungs- und Auskunftsbereitschaft entsprechen, die Interviewer und „Opfer“ (ganz ohne Koks) in Minutenschnelle herzustellen sich nicht schämen und sogar zu genießen scheinen- (Hält sich nicht jeder zwangsläufig für einen Wicht, der vom Mainstream interviewt wurde?) dann –
    DANN
    haben wir einen neuen Renner hier.

    Ich freue mich.

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