Der Rote Tisch – 30 Minuten mit Ken Jebsen

Ken Jebsen ist ein umtriebiger Journalist, umstritten und erfolgreich zugleich betreibt er das unabhängige Presseportal KenFM.

In dieser Ausgabe von „Der Rote Tisch“ befragen wir Ken Jebsen zu den Möglichkeiten und der Verantwortung von Journalisten in Zeiten von Massenmedien und militärischen „Anti-Terror“-Operationen.

Wo endet die so vielfach angestrebte Objektivität eines Journalisten und wo fängt subjektive Verantwortung an?

Wie können wir den Umgang mit den etablierten Medien neu gestalten? Wo liegen die Schwachstellen eines GEZ-finanzierten Rundfunk-und Fernseh-Modells?

Welche Chancen bietet das Internet und wo lauern Gefahren bei der Wissensvermittlung?

Wie kann der unabhängige Journalismus von heute einen Beitrag zur Stärkung der Friedensbewegung leisten?

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Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

88 Kommentare zu: “Der Rote Tisch – 30 Minuten mit Ken Jebsen

  1. Wie?Was?Hä? Sarah Wagenknecht Rassistin? Verfassungsschutz stellt Beobachtung irgendwo ein? Voreingenommene Selbstkritik bei KenFM? Ukraine polarisierend dargestellt? Fragen von Zuschauern aufnehmen? Was ist denn hier los?
    Bitte keine Torten mehr als Heldentat für Mainstream mehr.Danke. Staatsbedienstete beobachten um Geld zu verdienen, denn immer nur fein Akten shreddern langweilt und macht auch der Betriebsrat nicht mit, auch nicht beim BKA. Die Infos aus KenFM weiten meinen Blick gewaltig, bedarf meinerseits keine Kritik, das gedöns mancher Kommentare weiten meinen Blick oft weniger und Selbstkritik ist da oft eher angesagt.Ukraineinfos über KenFM sollte mal die Antifa aufnehmen oder eine App für die Extrembildungsjugendlichen entwickelt werden, so mit pupsenden Pokemons oder sowas.Die extrem beste Zuschauerfrage der letzten Jahre war übrigens im Öff.te.vau: Herr Lindner machen sie auch Tinder. In diesem Sinn kalte ich mal fest:Das Format ist gut und ausbaufähig, auf jeden Fall nicht in Richtung einer Tupperparty. Also weiter so Herr Jebsen und kurz nebenbei-mal darauf achten, dass im Dialog die nächste Frage erst dann kommen darf, wenn man ausgeredet hat. Ist ein Format das Sie einhalten, aber ihr Dialogpartner nicht immer. Extrembeispiele sind ja genügend vorhanden. Der nächste Schritt ist dann immer das niederblöcken des Moderators.
    Weiter so, ich mag das und brauche KenFM als unabhängige Infoquelle neben anderen.

  2. „Wenn Sie keine Liebe haben, können Sie machen, was Sie wollen, – hinter allen Göttern der Welt
    her sein,
    (Anmerkung: etwa Reichtum, Gelehrsamkeit, Macht, Luxusleben, Ansehen, Ruhm und Name, Sex, Vergnügen, Familie,
    Freunde)
    sich in alle sozialen Aktivitäten sürzen, versuchen, die Armut zu beseitigen, in die Politik gehen, Bücher und
    Gedichte schreiben – Sie sind trotzdem ein toter Mann. Ohne Liebe werden Ihre Probleme sich nur noch
    vergrößern und sich endlos vermehren.
    Doch mit Liebe können Sie machen, was Sie wollen, da gibt es keine Gefahr, da gibt es keinen Konflikt. Dann
    ist Liebe das Wesen der Tugend.“

    Krishnamurti Jiddu, Bombay, 21. Februar 1965

  3. Hallo Herr Jebsen,
    die Idee, sich selbst kritisch zu hinterfragen, finde ich mutig und sehr gut. Dass es nicht mehr konstruktiven Widerhall findet und weit hinter seinem Potential zurück bleibt, liegt aus meiner Sicht an dem Format. Warum nicht mal Ihre Zuhörer fragen, was sie fragen würden?
    Das wäre auch gleich eine zentrale Frage: Gibt es Ambitionen zu mehr Interaktivität? Auch dieser Kommentar wird sicherlich nicht von der Redaktion gelesen und beantwortet. Schade. Eine weitere zentrale Frage wäre, warum es neben Ihren erfolgreichen Formaten kein weiteres gibt, das sich nicht im Schwerpunkt mit der Gegenwartsanalyse beschäftigt, sondern mit der Zukunft. Zum Beispiel eIne Art „Innovation Lab für Gesellschaftsformen“ ins Leben rufen oder ein Aufruf zum Schreiben von Utopien als Science Fiction Romanen.
    Oder: Wie wollen Sie Jung und Alt abholen, so dass sie mutig aktiv werden, nachdem sie Ihre Interviews gehört haben?
    Oder: Wie kann auf dem Portal das Wissen besser auffindbar werden? Oder … oder … oder….
    Die Ukraine haben Sie doch bereits intensiv behandelt und zudem verkünden Sie doch ständig wie ein Mantra, dass man sich auch über andere Medien informieren soll. Die Kritik in diesem Interview wirkte konstruiert und lässt die gute Idee leider verklingen.
    Am Allerwichtigsten bei Den Interviews von KenFm ist mir jedoch, dass der Umgang stets respektvoll, friedlich und konstruktiv ist. Das vermisse ich bei diesem Format “ Der rote Tisch“. Divide er impera darf hier nicht Einzug finden.

    • Sehe ich auch so. Und darum verkümmert die wahre Diskussion auch seit einigen Monaten zunehmend:

      „Warum nicht mal Ihre Zuhörer fragen, was sie fragen würden?
      Das wäre auch gleich eine zentrale Frage: Gibt es Ambitionen zu mehr Interaktivität? Auch dieser Kommentar wird sicherlich nicht von der Redaktion gelesen und beantwortet. Schade.“

    • Hallo Kranich,

      Wenn man sich in Ken Jebsen und sein Team hinein versetzt, wird vielleicht klar, weshalb es nicht mehr Interaktion gibt. Zum einen wäre es sehr zeitaufwändig und somit teuer, zum anderen emotional belastend, die vielen auch destruktiven Komentare zu scannen. Außerdem erschließt sich einem häufig der Sinn der Beiträge zumindest nicht auf Anhieb. Das ist sicherlich generell nachteilig bei Kommentarspalten. Der Anteil der negativen Kurzanalysen von anonymen Schreibern ist recht hoch, und die Gefahr beim Schreiben ist, dass man in seiner eigenen momentanen Gedankenwelt ist, die für andere nicht immer nachvollziehbar ist. Es können meist halt doch nicht mehr als anonyme Monologe sein.

      Generell sind Ken Jebsens Interviews sicherlich eine große Bereicherung für jeden, der sich die 1,5 h Zeit nehmen kann, da man immer zum Nachdenken angeregt wird. Und das ist ja anscheinend auch das Kernziel dieses Portals. Wenn diese der Hauptbestandteil bleiben, ist ja alles OK. Austausch mit anderen muss man dann vielleicht eher lokal suchen und doch nicht anonym im Netz?

    • Hätte ich auch nicht gedacht, daß ich Kommentator Seven, nachdem da unten die Fetzen flogen, noch einmal in Schutz nehme. Muß ich jetzt aber:
      Mit ein wenig Zeit wäre leicht zu hören gewesen, daß er seine Aussage über S.W. ironisch gemeint hat. Also nicht so schnell, werter Herr mit dem Pseudonym, das ein wenig so klingt wie ein Teil von einem toten Tier.
      Sind wir, wie jemand mal sagte, unheilbar an Ironie erkrankt?
      Ironie: man sagt das Gegenteil von dem, was man wirklich meint und legt meist eine aggressive Emotion hinein. Auf jedenfall ist Ironie niemals direkt und wirklich aufrichtig. Man weicht aus und begibt sich in eine gebrochene Distanz. Man bekennt nicht wirklich Farbe. Man ist, als ironischer Mensch, nicht wirklich angreifbar. Die Nebelwand steht.
      Was mag die Menschen wohl dazu bewegen, das Gegenteil von dem zu sagen, was sie meinen? Kommt mir irgendwie pathologisch vor.

      Liebe Julia: Ja, es ist immer gut, sich in die anderen hineinzuversetzen. Ich habe mir auch schon oft gedacht, daß bei 183 000 Abonnenten auf y.t. natürlich dort der Schwerpunkt des Mitlesens und Antwortens für das Team liegen muß. (Bei fb bin ich nicht und kann dazu nichts sagen.) Und daß die Crew bei diesen gigantischen „Einschaltquoten“ vermutlich schon längst überfordert ist.

      Zur Horizonterweiterung, zum Weiten des Blicks, die/das Sp…. ansprach: scheint mir ein negatives Merkmal der westlichen Welt zu sein, das horizontale Denken. Immer mehr Wissen, aber nicht wirklich integriert; immer ausuferndere Faktenmengen, aber nicht bis zum Grund durchschaut, nicht wirklich miteinander verknüpft, nicht wirklich bewältigt und gefühlt; immer häufiger die informative Tagesdosis (Suchtverhalten; nach Einführung der Tagesdosen verflachten die Diskussionen zusehends, dünnten aus, kaum noch Kommentare. Man gibt sich den Schuß und damit hat sichs. Man wird immer schneller und bewegt immer weniger), immer weniger davon kann wirklich verdaut werden. Ich persönlich präferiere mehr und mehr das vertikale Denken, andernfalls dehnen wir unsere individuellen Beschränkungen lediglich auf immer mehr Material und Wissen aus: das horizontale, mentale Flachland.
      Sinngemäß nach einer Anekdote von Anthony de Mello: Ein Schüler fragt seinen spirituellen Meister: Werden wir frei, wenn wir mehr und mehr Wissen gewinnen und über immer größere Gebiete Bescheid wissen? Antwort: Nein. So etwas weitet lediglich unsere eigene Beschränktheit auf immer größere Gebiete aus. (Ungenau aus dem Gedächtnis wiedergegeben.)
      Vertikales Denken, wie es beispielsweise in Gesprächen mit Büntig, Fleck, Drewermann zum Ausdruck kommt – das würde ich mir häufiger wünschen auf KenFM.
      (Und nicht so einen starken Linksdrall …)

      Einstein soll mal sinngemäß gesagt haben, daß wir eines Tages, da wir ja über immer mehr immer weniger wissen, eines Tages also nichts über alles wissen werden.
      Das ist die totale Diffusion, die totale Unordnung, nur noch graues Rauschen ohne Bedeutung – jedes Wort kann auch sein Gegenteil bedeuten – und ohne Leben. Darauf bewegt sich unsere Gesellschaft rasend schnell zu – und zwar in der Horizontalen 😉

  4. Sahra Wagenknecht mit den anderen in einen Topf zu werfen übergeht u.a. die Tatsache, dass sie wohl jederzeit mit dem Auge des Verfassungsschutzes rechnen muss:
    http://www.rp-online.de/politik/deutschland/wie-kommunistisch-ist-die-linke-aid-1.2291267
    Wie so oft ist auch in diesem Zusammenhang das Differenzieren das Rezept für Genauigkeit. Ohne den rückhaltlosen Blick auf die Widersprüche können sich auch alternative Kräfte ihrer Politik-Fähigkeit berauben

    • Immer wieder interessant, ein paar Jahr zurück zu blicken, danke für den Link.

      Ihren Punkt halte ich ebenfalls für einen guten.

      Aber bestimmt hat der Verfassungsschutz die Beobachtung von Frau Wagenknecht in letzter Zeit aufgegeben, nachdem jetzt ja klar ist, dass Sie eine waschechte Rassistin ist.
      https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5455168&s=wagenknecht/
      (Ist mir gestern echt n Ei aus der Hose gefallen…)

      Einmal in jener Ecke öffentlich verortet, besteht ja kein Grund mehr aus VS-Sicht : ]

    • „Befremdliches Gesieze“ meint Papa wohl. Nur einmal ist K.J. in der Erregung ein „Du“ herausgerutscht. Ich glaube übrigens nicht, dass diese Erregung gespielt war. Er hat sich da echt geärgert.

    • @Bernhard Meyer Du scheinst ja ne Menge über Pedram und über Papa zu glauben, zu wissen, zu meinen, zu werten und zu urteilen wer sich wann, wo und wie „richtig geärgert hat“. Bist du der Chat-Kommentar-Foren-Allwissend-Allmachts-GOTT und STARKER FÜHRER, der allen bescheid sagt, wo es lang geht und was gefälligst ambach ist?
      Und was ist, wenn Papa genau dieses eine Mal „befremdliches Geduze“ als freudschen Ausrutscher gemeint hat, der in all dem künstlich gestellten und zwangs-gestylten Gesieze wie ein entlarvender Lapsus und Verbal-Bock scheint, der das groteske Seiz-Style-Interview ad Absurum führt oder in genau diesem Moment klar herausstellt, das Pedram persönlich-pammpig wird, weil er nicht das erreicht, was er wirklich will!?!?
      Du scheinst eine ehrliche und angebrachte Kritik an deinem Papa Pedram ja hart an die Nieren zu kriegen.
      Wie wärs mit Kamillentee und Löffelbiskuit zum Runterkommen…

    • Warum tun hier eigentlich so viele Schreiber genau das, was sie anderen vorwerfen, ohne
      es überhaupt zu bemerken? Ist Doppeldenk nun schon zum normalen Alltagsverhalten geworden?
      Doppelmoral, Scheinheiligkeit, Heuchelei?
      Na, und das hier kennen wir ja schon unter vielen Pseudonymen (ich meine diese
      Substantiv-Beschimpfungs-Verunglimpfungs-Antifa-Parolen-Ketten):

      „Chat-Kommentar-Foren-Allwissend-Allmachts-GOTT und STARKER FÜHRER“.

    • @Kranich Gute Frage. Wenn du es herausgefunden hast, schreib doch nen Aufklärer-Artikel in deinem eigenen Truher-Blog darüber. Sowas wie VielKennerFM.Blog.de oder AmAllerKennerstenFM.Blogspot.com oder so…

      Dann wissen auf jeden Fall alle vollbescheid, daß du zu den Guten gehörst und auch mal was Schlaues geschrieben hast…

      Hagen Rether – Wir sind die Guten

      https://www.youtube.com/watch?v=FvoiaUIq0E8

    • Alte Schubladen und neue Schachteln
      Neue Schubladen und alte Schachteln

      Ja, WIR Menschen haben sie gerne, UNSERE Schubladen und Schachteln.
      WIR sind immer so froh, wenn WIR auf UNSEREN Wegen Dinge vorfinden, die UNS neu erSCH€INen und WIR sie am besten sofort in eine dieser Schachteln packen können.
      Denn nichts fordert UNS mehr heraus, als eine Sache,
      die WIR nicht in irgendeine Schublade zuordnen können.
      Ein Ding, das ungeordnet und Schubladen-Schachtel-Resistent herumliegt und WIR UNS UNSERE Zehen und Nasen daran stoßen.

      WIR schrecken selbst davor nicht zurück, die Dinge von Anderen in diese Schubladen und Schachteln stecken zu wollen,
      weil es ja so viel besser für UNS und ALLE ANDEREN ist!

      So haben WIR beschlossen!
      Wenn die Anderen schon IHRE Dinge nicht in Schachteln stecken wollen,
      dann müssen WIR es eben für die Anderen tun.
      Zu IHREM Besten!
      Denn WIR haben ja schließlich den „Großen Überblick“!
      WIR sehen ja schließlich das „Ganze Bild“!
      Das ganze Ausmaß der Schubladen und Schachteln.
      Und nichts stört UNS so sehr, wie eine leere Schachtel, eine ungefüllte Schublade eine vernachlässigte Box!
      Nichts hindert UNS so sehr, wie ein Ding, das unzugeordnet vor unserer Nase herumliegt und in keine der Schachteln, Schubladen und Boxen passt.
      Weil ES zu neu ist. Weil ES vorher so noch nie da war.
      Weil ja noch nicht einmal passende Schubladen und Schachteln, geschweige denn DIN-Norm-Gerechte BOXEN dafür gab und gibt!

      Am einfachsten ist es da, wenn WIR dieses Ding einfach ignorieren und UNS darauf einigen, daß es dieses Ding garnicht gibt (später werde ich erläutern was WIR meinen)!
      Last UNS doch lieber nur die Dinge betrachten, die in Schachteln passen,
      die UNSERE Schubladen füllen können und auf denen WIR dann ein Etikett,
      ein Label kleben können, auf dem steht:
      A wie Angst, B wie Beziehung, C wie Charakter, ……V wie Vergebung, W wie Wut, X wie X-Mal übersehen, Z wie Zorn.
      Jaaaaaaaaa, damit können WIR arbeiten, damit haben WIR UNSEREN Frieden.
      So können wir UNS in den Schachteln und den Schubladen, den Boxen und den Karteikarten für Zwischenmenschliches wiederfinden, nachdem WIR UNS SELBST verloren haben, zwischen all den NEUEN DINGEN die überall herumliegen!
      Diese Stolperfallen ohne Schubladen-Label, diese Herausforderungen ohne Schachtel-Norm, diese Selbstdenk-Hindernisse ohne Box-Format!

      Ich will euch etwas sagen.
      Das NEUE ist so NEU weil es NEU ist!
      Daß wir es noch nicht einmal sehen würden, selbst wenn es auf unserer Nase sitzen würde.
      Es ist so neu, daß es in keine Schublade, keine Schachtel und keine Box passt.
      Weder in alte Schachteln, noch in NEUE Schachteln.
      Es passt in keine BOX mehr hinein.
      Das ist das NEUE daran!
      Wir (Ich und Ich und Ich und Du und Du und Du) werden alte Schachteln da hin tun, wo sie hingehören. Auf den Müllhaufen der Geschichte.
      Egal ob da „Bedingungslose Liebe-Agenda“ drauf steht oder
      „Andis böse Wut“!
      Egal ob in dieser Schachtel „Nur mit dieser Therapie werden WIR Heile-Agenda“ drin steckt,
      oder es sich um eine „WIR-SIND-ALLE-EINS-LOVE&JOY-HAPPINESS-FOR-ALL-Agenda-BOX“ handelt.

      Und das ist neu!

      Alles andere ist „ALTER WEIN in NEUEN SCHLÄUCHEN“!

      WIR haben tausende von Jahren um Heilung gebeten, haben gebettelt und gefleht um Erlösung und Befreiung von der Tyrannei, von den Ketten, von den Beschränkungen der Existenz!
      WIR sind auf den Knien herum gerutscht, gekleidet in Asche und Sack und haben verzweifelt die Hände gefaltet zum Schwur, zum Eid, zum Gelübde und zum Versprechen, dabei zu sein und dafür einzustehen,
      wenn das NEUE kommt.
      Haben Litanei für Litanei, Paternoster für Paternoster herunter gebetet und herunter geleiert, erfleht, die ERLÖSUNG möge kommen!
      Der WAHRE MESSIAS und HEILAND möge erscheinen.

      Und?

      Hier bin ICH!
      Hier sind WIR!
      Die NEUEN!
      Und passen in keine von EUREN Schachteln!

      Peinlich, nicht wahr?

      https://anthamak.blogspot.de/2010/04/ja-wir-menschen-haben-sie-gerne-unsere.html

    • Der Greuthof Verlag über das Buch EIN KURS IN WUNDERN:
      „Nur zwei Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung: eine Haltung des Friedens, die aus dem Beiseitelegen des Ego-Selbst und der Hinwendung zur Liebe entsteht, und eine Haltung des Angriffs als Folge von Ego-Identifikation. Jede Situation wird durch die Linse des Wahrnehmenden gefiltert und bestätigt ihm, was er ohnehin schon, mehr oder minder unbewusst, über sich und die Welt dachte. Wählt er eine Haltung des Angriffs, wird er in der Situation problemlos eine Rechtfertigung für seine Wahl finden. Der Mechanismus ist subtil. Ohne es zu bemerken, sehen wir gegenwärtige Situationen im Lichte vergangenen Lernens und reagieren dann auf unsere Vergangenheit. Damit werden die alten Erfahrungen bestätigt und verstärkt. Die Gegenwart wird so zur ständigen Neuinszenierung vergangener Konflikte und Leiden. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, setzt der Kurs an einem Thema an, das den Schlüssel zum Verständnis aller problematischen Erfahrungen enthält: dem Thema der Schuld.

      Schuldgefühle liegen weitestgehend unterhalb unserer Bewusstseinsschwelle. Im Sinne des Kurses sind sie die Überzeugung von der eigenen Wertlosigkeit, Kleinheit, Hilflosigkeit und dergleichen mehr – Überzeugungen, die ihrerseits aus dem Glauben stammen, (…) getrennt und abgeschnitten zu sein. Solche negativen Selbstgefühle bringen Spannung und Konflikt im eigenen Innern mit sich. Wir verschaffen uns Luft, indem wir uns über andere aufregen. Der Ärger sorgt zwar für eine kurzfristige Spannungsabfuhr, ändert aber nichts an dem negativen Denken über uns selbst, der eigentlichen Quelle des Unfriedens. Erst wenn dieses Denken selber berichtigt ist, sind wir frei.“

    • Das „Wunder“ besteht in der Wahl, auf andere NICHT urteilend und mit permanentem Angriff oder mentalem Überlebenkampf (Rechthabenmüssen) zu reagieren.
      Vermutlich ist diese Wahl das größte aller Wunder.
      Es gehört Reife dazu, diese Wahl zu treffen.

  5. Ich bleibe mal bei einem Inhalt – auch wenn es hier nur als Beispiel dienen sollte.
    Also, Pro-Westliche Akteure aus der Ukraine hätte Ken Jebsen mehr zu Wort kommen lassen können. Also wirklich Ukrainer, die nur innerhalb der Ukraine Bedeutung haben. Damit wir lernen könnten, auch die zu verstehen. Nun ja, wie er sagt, das ist großer Aufwand für so ein kleines Portal. Nur ist KemFM seit der Zeit der Maidan-Unruhen weiter gewachsen.
    Deshalb ein konkreter Vorschlag von mir: Laden Sie doch mal Nadiia Savchenko für ein Gespräch ein, lieber Ken Jebsen!

    • Danke für den Link. Wenn man Küppersbuschs Redeweise in best-of-Manier hört, wird einem klarer, warum einen das Gesfasel nach einer Weile auf den Keks geht: hohle Wortakrobatik und nach einer Weile langweilig, arrogant, klugscheißerhaft. Sowas kann sich auf Dauer nicht halten. Wo ist seine Haltung oder Position? Das verschwindet unter den Sprachkunststückchen.
      Ein Bisschen habe ich dasselbe auch mal bei Uli Gellermanns berühmter spitzer Feder gedacht, das kam mir manchmal zu gewollt und eitel daher. Und auch er hat sich auf diese Weise eine glühende Fan-Gemeinde herangezogen. Wenn sich Sprachkunst zu sehr anhäuft, kriegt sie etwas Barockes, die Form verdeckt den Sinn. In letzter Zeit habe ich das bei ihm nicht mehr so empfunden.

    • @Bernhard Meyer Wiki zu ZAK: ZAK wurde zum Sendestart zuerst nur im Dritten Programm, dem WDR Fernsehen, am späten Freitagabend ausgestrahlt. Bis 1994 erfolgte die Ausstrahlung jeweils freitags von 21:45 Uhr bis 22:30 Uhr und ab 1996 sonntags von 22:30 Uhr bis 23:00 Uhr. 1993 folgte eine bundesweite Ausstrahlung im Ersten…1989 wurden der Redaktionsleiter Gerd Berger, die Moderatorin Désirée Bethge und vier weitere Mitarbeiter vom RTL-Fernsehmagazin stern TV abgeworben.

      1996 wurde die Sendung zugunsten der ARD-Sendung Privatfernsehen, die ebenfalls von Küppersbusch moderiert wurde, eingestellt. Aber auch dieses erweiterte Sendeformat – hierbei gab es ein kleines Studiopublikum – wurde nach kurzer Zeit wieder eingestellt.

      Die Sendung war aufgrund ihres bissigen, satirischen Charakters vorwiegend in linksintellektuellen Kreisen beliebt. Im konservativen Spektrum wurde die Sendung aufgrund ihrer eher einseitigen Berichterstattung als „linkes Magazin“ bezeichnet. Zuerst wurde die Sendung von Désirée Bethge moderiert, in deren Fußstapfen anschließend Friedrich Küppersbusch stieg. Bekannt wurde der Schlagabtausch mit dem damaligen Fraktions- und Parteivorsitzenden der SPD Hans-Jochen Vogel: Gleich zu Beginn der Sendung entwickelte sich ein heftiges Streitgespräch, das die gesamte Sendezeit und alle Beiträge überdauerte und welches – laut Friedrich Küppersbusch – auch noch bis weit in die Nacht nach der Sendung fortgeführt wurde. „Und das nächste Mal, wenn Sie mich wieder einladen, dann komme ich und dann kloppen wir uns wieder“, sollen Vogels abschließende Worte an diesem Abend gewesen sein…

      Zu glauben, daß man sich ein umfassendes BILD und eine realistische MEINUNG, WERUNG und URTEIL erlauben könne, wenn man gerade mal 5 Minuten eines YouTube-Best.Of-Vids geschafft hat ist schon ein kurioses Husarenstück und eine gehirnverätzende Pommesbuden-Polemik.
      Ich hatte das Glück F.Küppersbusch regelmäßig sowohl in den späten 80ern beim WDR als auch später in den 90ern im ARD folgen zu können.
      Aber heutzutage BILDet sich jeder hysterische Chat-Twitter-Whats-Up-Tourist allen Ernstes ein, man könne sich aus 160-Zeichen-Tweets ein umfassendes Urteil über andere Menschen erlauben. Augen roll.
      Setzen 6!

  6. Was mir auffällt: die Fragestellung des Moderators war richtig schwach. Wenn man – gerade auf den Ukraine-Konflikt – behauptet, KenFM würde einseitig berichten, weil sich das Portal gegen einen illegalen Regime-Change ausspricht, dann stimmt das mit den Fakten nicht überein.

    Dass mit angeblich nicht sieht, was für ein böser Diktator Janukowytsch doch war – das ist genau die doofe Propaganda, die wir immer serviert bekommen.
    Es ist keine angeblich „einseitige“ Darstellung, wenn man sagt: die Ukrainekrise war ein vom Westen / USA gesponsorter Putsch. Das ist vielmehr das Ergebnis einer Analyse aller Fakten, die man zur Verfügung hat.

    Man muss sich doch nur mal das Ergebnis anschauen: wer ist denn jetzt an der Macht? Nazis, richtige, echte Nazis mit Hakenkreuz und allem drum und dran. Schöner Regime Change, hat dem Volk sicher viel gebracht…

  7. Dieses Video werde ich keine/r/m empfehlen, der Ken Jebsen noch nicht kennt.
    Ich habe nie ein KenFm-Video ausgelassen und werde auch weiterhin mit größtem
    Interesse auf neue Produktionen warten.
    Wenn ich daran denke, wen Ken Jebsen schon hat zu Wort kommen lassen, wie er
    interessiert zuhört und Verständnisfragen stellt, dann kann ich auch mal so ein
    Gespräch ertragen. Aber bitte, lieber Ken Jebsen, ahmen sie diese ‚Herangehensweise‘
    an den Gegenüber nicht nach!
    Oder war es so? Beide haben vereinbart, dass sie ‚hart‘ herangehen, also den
    Interviewten nicht schonen. Dann hätten sie beim gemeinsamen Anschauen
    entscheiden können, das Interview zu wiederholen. Oder sie finden’s beide gut?

  8. Nehmt es nicht zu persönlich, aber ich mag dieses neue Format Der-Rote-Tisch nicht. Ich erkenne darin kein dienliches Ziel oder Zweck. Man hat eine Person vor sich und dann wird… ja, dann wird einfach gequasselt mit dem offensichtlichen Mittel, die Person irgendwie herauszufordern, aus der Fassung zu bringen… wozu? Wir haben dann also für 30 Minuten eine Person sprechen gehört. Worum ging es? Um alles (und damit um nichts – in der kurzen Zeit). Vielleicht bin ich der einzige, der mit diesem Format nicht zurecht kommt? Am Ende beschleicht mich fast immer das Gefühl: das war es nicht die Zeit wert. Schade. Möglicherweise fehlt nur die Fokussierung und dann wäre es ein grossartiges Format? Keine Ahnung. Aber so wie jetzt – nein danke.

  9. War die Äusserung, dass SpiegelTV weniger Abonnenten hat als KenFM, ein Test?
    Ich sehe im Moment 210.000 Abonnenten bei SpiegelTV, bei KenFM 182.000.
    Das ist mir schon vor Monaten aufgefallen als ich das von Ken Jebsen zum ersten Mal hörte. Denn zu dem Zeitpunkt war es auch so dass die Abonnentenzahl auf dem Kanal von SpiegelTV grösser war.

    Aber sonst hab ich nix zu mäkeln 🙂

    ausser – ja – der Spot der Kamera auf Ken Jebsen ist lästig. Aber wem nützt das?

    • Mir ist es Wurst, wer mehr oder weniger Abonnenten hat. Das ist doch kein Qualitätsmerkmal.
      Warum so etwas überhaupt nach außen transportieren – nach dem Motto „Der Erfolg gibt mir recht“?
      Wen es interessiert, kann ja selber nachschauen.
      Ich persönlich werde eher nachdenklich, wenn ich mich in der Masse wieder finde.
      Da beschleicht mich ein ungutes Gefühl.

    • Was ist SpiegelTV und warum sollte das man abbonieren? Steckt nicht schon im Namen etwas subjektes? Was berichten die über die 88jährige Oma die jetzt einfährt weil sie nicht gottefürchtig genug ist? Früher sind ja auch mal Spiegel Leute eingefahren aber seit langer Zeit eben keiner mehr….arme Oma.

  10. Zurangerissenen Frage, ob wir eine plurale Presselandschaft haben, kann ich nur sagen, dass dem so ist, auch ist die Sache mit der Zensur doch eher wie folgt:
    Fast jede Medlung ist irgendwo zu finden.
    Man kann nicht sagen, dass alle kritischen Stimmer unetrdrückt sind. Sie werden nur nicht wiederholt; im Gegensatz zum offiziellen Narrativ, welches uns immer und immer wieder anspringt, falls man die entsprechenden Kanäle noch auswählt.
    Insofern haben wir ein formal plurales Informationswesen.

    Es ist der Staat, der die Bedingungen schafft, dass diejenigen, welche das Narrativ verbreiten, eine sehr hohe Reichweite haben und behalten.

    Hier bin ich für eine radikale Privatisierung. Und wie der Erfolg von Kenfm zeigt, kann man damit auch überleben.
    Hier steht Kenfm drauf und es ist Kenfm drin, während bei der Tagesschau immer noch die Illsuion von Journalismus aufrecht erhalten werden kann.

    Wenn jedes für jedes Infoportal erst einmal zahlen müsste, dann würden man sehen, wem die Leute eher vertrauen.

    Die Chancen der echten LJournalisten wären in dem System jedenfalls erheblich besser als im Augenblick, denn jetzt ist die Konkurrenz nicht nur finanziell übermächtig, sondern quasi aus Staatsräson noch unter Artenschutz gestellt.

    Die auf Linie befindliche Hauptstadtpresse ist nicht frei und man sollte uns als Gesellschaft von dieser Täuschung befreien.
    Herr Kleber würde sicher einen Job bekommen, aber die meisten müssten sich überlegen, ob sie nicht doch mit ordentlicher journalistischer Arbeit weiter kommen würden.
    Vielleicht (zunächst) mit mehr Risiko und weniger Geld, aber am Ende vielleicht mehr Sinn und Zufriedenheit.

    (Herrn Jebsens Einwand, dass wir keine plurale Medienlanschaft haben, weil wir auch keine plurale politiche Parteienlanschaft haben, ist vergleichbar einzuschätzen: Die Parteien sind da, es ist wie immer der Staat, der sich „seine“ Parteien ranzieht und oben hält. Da ist bei Kenfm nicht immer klar, wo es hingehen soll: Der „Staat“ wird als autoritärer und destruktiver player immer angesprochen, aber so richtig weg von einer staatsartigen Organisiation will man nicht, weil man reflexartig an Neoloberalismus denkt. Man sollte den Diskurs mit Denkern beginnen, die anarchistisch sind, die Selbstverwaltung fordern, genossenschaftliche Modelle präferien und ja, ich denke auch, man sollte sich mit libertären oder Minimalstaatlern auseinander setzen. Ich betone: auseinander setzen, nicht kritiklos übernehmen.)

    • Ich finde dies ist eine Anscheinpluralität ähnlich der Anscheindemokratie, Feigenblätter im Feuilleton, im Fernsehen meist zu Zeitpunkten mit wenigen Zuschauern.
      Dies während, wie angesprochen, die Propaganda permanent und in zahlreichen Variationen wiederholt wird.

      Eine Privatisierung der ÖR-Medien wird es freiwillig nicht geben, während natürlich alles andere privatisiert wird. Dafür ist dieses großzügig ausgestattete Instrument zu wesentlich und zahlreiche hoch dotierte Posten, die darüber noch ein hohes Ansehen in diversen Kreisen garantieren, sind damit verbunden. Die Pressestelle der Atlantikbrücke.

      Dazu ein Auszug aus „Stichwort Wahlmanipulation: Eine Umfrage klärt auf, wer da der „Weltmeister“ ist:“

      Der lange Arm der Atlantikbrücke

      Doch welche Interessen verfolgen die deutschen Leitmedien?

      Für Friedhelm Klinkhammer, den Ex-Vorsitzenden der ver.di-Betriebsgruppe beim NDR, steht fest: Eine transatlantische Beeinflussung der Bundestagswahlen hat zweifelsfrei stattgefunden. Es sei bekannt, dass viele deutsche Spitzenjournalisten dem Netzwerk der Atlantikbrücke angehören, darunter Namen wie Ingo Zamperoni, Ina Ruck, Tina Hassel, Jörg Schönenborn, Thomas Roth und Tom Buhrow.

      „Alle waren vor Amtsübernahme in den USA, dort bekamen sie offensichtlich den letzten Pro-USA-Schliff. Buhrow hat sogar schon einmal eine Festrede für den scheidenden US-Botschafter Murphy gehalten. Bei der Kritik des ARD-Programmbeirates an der Ukraine- Berichterstattung 2014 hatte er sich nach Medienberichten dagegen verwahrt, transatlantische Loyalitäten infrage zu stellen. In den kommerziellen Medien sieht es nicht anders aus: Springer hatte seine Journalisten ja seit jeher zu transatlantischer Treue verpflichtet.“
      https://de.sputniknews.com/politik/20171012317835691-stichwort-wahlmanipulation-eine-umfrage-klaert-auf-wer-da-der-weltmeister-ist/

      … im gleichen Artikel wird auch Herr Teusch (Lückenpresse: Das Ende des Journalismus, wie wir ihn kannten) wiedergegeben:

      Einflussnahme gleich Manipulation?

      Ulrich Teusch, Professor für Politikwissenschaft, Publizist und Buchautor, wirft die Frage auf, ab wann eine Einmischung überhaupt als illegitim eingestuft werden kann.

      „Dass sich z.B. russische Medien, wie RT America, in die US-Angelegenheiten ‚einmischen‘, wie umgekehrt US-Medien in russische Angelegenheiten, halte ich für selbstverständlich. Warum sollten sie das nicht tun? Das ist, wenn man so will, ‚der Preis der Globalisierung‘. Die Frage ist natürlich, ab wann solche ‚Einmischung‘ illegitim wird. Wenn es um Regime Change geht? Wenn vermeintliche NGOs aktiv werden? Wenn das Ganze für die betroffene Bevölkerung verdeckt abläuft? Wenn man zu offenkundig illegalen Mitteln greift? Oder ist es schon fragwürdig, wenn Politiker ihre Präferenzen deutlich machen (Merkel & Co. für Macron, Obama gegen Brexit etc.)? Ich bin da unschlüssig”, schreibt Teusch in seiner Antwort an Sputnik.

    • @ Box: stimmt schon, was Gloucester sagt: alles kommt irgendwo, irgendwann in den Mainstream Medien.
      Beispiel Syrien: Lüders bei Lanz – https://www.youtube.com/watch?v=2rMkFrVSrgE.

      Da widerlegt er in 10 min die ganze MSM-Berichterstattung, und der Moderator geht erstaunlich aufgeschlossen mit.

      Nur, was machst man dann? Lädt Lüders noch mal ein, setzt ihm 4 Gegner in die Runde (von der Leyen, Kornblum, etc.) und bezeichnet ihn als „Verschwörungstheoretiker“ während von der Leyen ganz entrüstet die Story „wir kämpfen gegen den bösen Diktator“ wiederholt. Dann kommentiert man das in etlichen Zeitungen (umstrittener…/Verschwörungs…/Antiamerikanist/… ist angezählt oder erzählt dummes Zeug) und die Sache ist gegessen. Gleichzeitig laufen in hunderten anderer Sendungen Berichte über „Wir die Guten vs. Putin/Assad die Bösen“.
      Wenn man als unbedarfter Zuschauer jetzt Lüders sieht, denkt man sich zwar „hm, klingt ganz vernünftig“, aber gleichzeitg fragt man sich „wenn das stimmen würde, dann würden meine MSM doch viel öfter drüber berichten.“ Eine Woche später ist dann klar, der Mann ist ein „Verschwörungstheoretiker“ und hat als Berater von Firmen in der Gegend auch noch ein Interesse, den Westen als böse hinzustellen – und ich kann zufrieden weiterschlafen.
      Wir wissen doch, wie das läuft 😉

    • Genau so ist es. Aber man muss auch dazu sagen, dass es die verbreitete Oberflächlichkeit ist, mit der die Dinge betrachtet werden, oder man kann auch sagen, das Vielzu-kurz-Denken der Vielen. Selber denken ist nicht mehr „en Vogue“. Daniele Ganser hat das mal in einer Persiflage auf diese Oberflächlichkeit gut auf den Punkt gebracht mit dem Satz: „Was, Du denkst selber? Ist ja voll peinlich!“
      Oder ich habe das sogar mit einem alten Freund selbst erlebt, als ich ihn auf 9/11 angesprochen hatte. Da sagte er:
      „Dafür gibt’s Experten!“. So, als ob es eine Anmaßung sei, selber zu denken und eigene Rückschlüsse zu ziehen.

  11. Einer der Vorzüge Herrn Jebsens ist sein Vermögen, den Inhalt für eineinhalb Stunden auf eine halbe Stunde zu komprimieren.
    Und auch wenn diese Gefahr in Realität nicht wirklich bestehen dürfte, bitte kein weiteres Neutrum. Wie erwähnt gibt es das ohnehin nicht und apathische Beisteher gibt es auch genug.

    „Aufrichtig zu sein kann ich versprechen, unparteiisch zu sein aber nicht.“
    (Johann Wolfgang von Goethe)

    „Alle Unparteilichkeit ist artifiziell. Der Mensch ist immer parteiisch und tut sehr recht daran. Selbst Unparteilichkeit ist parteiisch.“
    (Georg Christoph Lichtenberg)

    „Man sollte in keiner Sache Partei ergreifen. Mit dem Parteiergreifen beginnt die Aufrichtigkeit, der Ernst des Lebens folgt unmittelbar nach, so wird unser Dasein unerträglich schwer.“
    (Oscar Wilde)

    „Auch seine ‚vornehme‘ Neutralität der Gewalt und Brutalität gegenüber ist ein unmissverständliches Zeichen der extremen geistigen Verarmung des Menschen.“
    (Gjergj Perluca)

    „Der heißeste Platz der Hölle ist für jene bestimmt, die in Zeiten der Krise neutral bleiben.“
    (Dante Alighieri)

    Anbei noch die Herren Bräutigam und Klinkhammer, die stets auch recht deutliche Worte für die ÖR-Qualitätsmedien finden:

    Programmbeschwerde gegen ARD-Tagesschau: AgitProp-Journalismus und antirussische Hetze
    12.10.2017 • 06:15 Uhr

    Der frühere Tagesschau-Redakteur Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, Ex-Vorsitzender des ver.di-Betriebsverbandes NDR, haben Programmbeschwerde gegen die ARD eingereicht. Der Vorwurf: manipulative Berichterstattung zur Dämonisierung Russlands.

    Beschwerde: Nawalny und kein Ende

    Sehr geehrte Rundfunkräte,

    wieder einmal fällt die ARD-aktuell mit antirussischer Hetze vollkommen aus dem Rahmen. Thema auch diesmal, wie so oft, marginale Demonstrationen gegen Präsident Putin, initiiert vom Intimfeind Nawalny, einem verurteilten Straftäter, den sich der Westen als Präsidentschaftskonkurrenten gegen Putin heranpäppeln möchte. Einen konkreten politischen Anlass für die in der Tagesschau umfänglich und mit Filmbeitrag referierten Demos gab es nicht, nur einen persönlichen: den 65. Geburtstag des russischen Präsidenten.

    Und an Umfang kamen sie auch nicht an die Friedensdemonstrationen in Deutschland heran, die jedoch bei ARD-aktuell keine Beachtung fanden. Chefredakteur Dr. Gniffke bezeichnete diese Friedensdemonstrationen als „Event mit nur regionaler Bedeutung“. Möglicherweise lag für ihn die geopolitische Bedeutung des lokalen Moskauer „Events“ darin, dass nicht auszuschließen ist, dass der Multimilliardär und Pate etlicher „Farben-Revolutionen“, George Soros, auch diesmal den Kern der Demonstranten in Russland finanziell bedachte, es sich bei diesen also um „Jubelperser“ handelte. Die hätten demnach höheren Nachrichtenwert als hergelaufene deutsche Friedensfans.

    Der grottenschlechte, weil gegen den Wind stinkende AgitProp-Journalismus der ARD-aktuell berücksichtigt seine kontraproduktive Wirkung natürlich nicht. Intendant Marmor, sein transatlantischer Kumpan in Köln, T. Buhrow, und deren Vollzugs-Journalisten vom Schlage Lielischkies und Virnichs geht es bei solchen Beiträgen gar zu deutlich nicht um Information, sondern darum, Russland zu dämonisieren, sich in die inneren Angelegenheiten eines anderen Landes einzumischen und Hass zu säen: gegen die russische Regierung und weite Teile der Bevölkerung.
    https://deutsch.rt.com/inland/58829-programmbeschwerde-gegen-ard-tagesschau-hetze-gegen-russland/

    … so kann man das z.B. auch sagen bzw. schreiben.

  12. Lieber Ken, wie stellt Ihr Euch hier eigentlich dar? Ich muss jetzt doch sicherheitshalber nachfragen: Ist „Der rote Tisch“ wirklich eine Produktion von KenFM? Und Pedram Shajar ein Mitarbeiter von KenFM? Wieso lässt sich Ken das bieten? Das Interview ist in meinen Augen recht respektlos gegenüber Ken und auch gegenüber mir als Zuschauer, und Ken spielt einfach mit, ohne sich zu wehren. Warum? Was ist los?

    Das erste Mal ist mir Pedram Shajar beim Interview mit Kilez More negativ aufgefallen. Ich fand schon dieses Interview unfreundlich und respektlos und habe den Eindruck, Kilez ging es ebenso. In den folgenden Interviews spürte ich Besserung; offenbar gab es beim Debriefing ein paar klare Worte. Es wirkte jedenfalls so auf mich. Das hier schlägt dem Fass jetzt den Boden raus. Ich glaube, Pedram Shajar ist ein trojanisches Pferd.

    Ich kann hier natürlich nur für mich schreiben, aber das Interview zu schauen, hat mir gar keine Freude gemacht, nie konnte ich auch mal lachen.
    Es wirkt wie ein schlechter Witz, der nur Erstaunen auslöst über denjenigen, der ihn macht. Es ist so verbissen. Kein Humor, keine Gelassenheit, nichts was bei mir irgendwie einen sympathischen Eindruck erweckt. Wer Ken mit diesem Interview kennenlernt, hat ein ganz anderes Bild von ihm als ich.

    Streckenweise konnte ich nicht mal mehr inhaltlich folgen. Wortgewaltig, getrieben, negativ. Dabei kam auch nichts Neues heraus, ein Strudel von Negativität, der dreht und dreht wie ein Karussel und alles mitreisst.
    Zudem liefert das Interview ein paar super Zitate für diejenigen, die Kens Ruf in den Dreck ziehen wollen. Einfach rausschneiden, in Anführungszeichen setzen: DAS hat Ken Jebsen gesagt. Ja, er hat es tatsächlich gesagt. Aber er hat es doch nicht so gemeint, wie es aussieht, wenn man nur den einen Satz rausschneidet. Man darf doch nicht einfach Sätze aus dem Zusammenhang reissen und zitieren. Ken, wie konntest Du dieses Video nur veröffentlichen?

    Pedram Shajar wirkt auf mich wie ein Sadist, der sein Opfer genüsslich verhöhnt. Wie kann man ihm all die negativen geschlossenen Suggestivfragen durchlassen? Das ist unprofessionell und kommt bei mir als kritischem Zuschauer sehr schlecht an. Ken, warum lässt Du Dich herab, einem wie Pedram Shajar ein Interview zu geben (Ich weiss das tönt komisch…)? Auch eine Frechheit mir gegenüber, wenn ein Portal, das ich unterstütze, mich mitverhöhnt. Das möchte ich mir nicht bieten lassen.

    Entschuldigt bitte diese klaren Worte, aber mir scheint dieses Interview auch sehr schön zu illustrieren, dass uns der Wahnsinn droht, wenn wir die Sache zu ernst nehmen und nicht mehr loslassen können, uns zu sehr verbeissen.

    Schon das NachdenKEN nach den Wahlen hat mich erstaunt und Fragezeichen aufgeworfen. Ich fragte mich, was mit Ken los ist und machte mir Sorgen.
    Diese Schlagseite nun dazu zu nutzen, um Ken eine Breitseite zu verpassen, finde ich eine Frechheit und saugemein.

    Und die Kommentare… Wie kann das noch jemand gut finden? Leute, das meint Ihr doch nicht ernst?

    @ „Öhm.. . Ich ?“: Reiner Troll-Sarkasmus.

    @ Elbowsociety: Das sehe ich GANZ anders! Wenn man solche Mitarbeiter hat, braucht man keine Feinde mehr. Die erledigen einen elegant.
    Noch einmal: Welchen Eindruck hat das Interview von Ken Jebsen vermittelt?

    Dieses Interview kann ich wirklich niemandem mehr empfehlen. Was denken sie sonst über mich? Es ist mir fast schon ein wenig peinlich, dass ich überall für KenFM „missioniert“ habe.

    Wie oft verliert man seine Glaubwürdigkeit?

    Wie kann Ken seine Glaubwürdigkeit möglichst schnell ruinieren? Wer hilft ihm dabei? Freiwillige gesucht.

    Ich find’s schade um Dein tolles Lebenswerk, Ken! Wach bitte auf, miste den Stall aus und gönn Dir doch mal einen längeren Urlaub. Alle Daumen hoch für Dein Werk und Deinen grossen Einsatz und herzlichen Dank dafür.

    • Ihre Meinung zum „roten Tisch“ spricht mir aus dem Herzen. Ich denke jedoch nicht, dass es sich gleich um ein trojanisches Pferd handelt. Vielmehr muss jeder ab und zu sich selbst hinterfragen und so ehrlich mit sich sein, Fehler, die unweigerlich passieren, zu erkennen und andere neue Wege einzuschlagen.
      Damit sollte Ken Jebsen aufgrund seiner Vita vertraut sein.
      Immer mal wieder eine Medienpause einlegen wie von Daniele Ganser empfohlen, ist sicherlich auch essentiell – gerade für Menschen wie Ken Jebsen. Und uns, dem Publikum tut es auch gut, wenn mal weniger “ Newsfeed“ abrufbar ist… 😉

  13. Ich kann nicht nachvollziehen, dass viele hier das „Gespräch“ gut finden. K.J. ist mit dem Mundwerk ein fürchterlicher Macho, gar ein Brutalo. Wie er einfach über Einreden und Nachfragen den „Moderators“ hinweggeht und BOSS bleibt: „Lassen Sie mich ausreden!“ Und es stimmt einfach nicht, dass er schneller denkt als andere, auch nicht so schnell wie er spricht. sonst hätte er die Nachfragen mitgekriegt und hätte inhaltlich darauf reagieren können. So aber ist er mit seiner Sprech-Gewalt darüber weg gewalzt. Der Abbruch des „Gesprächs“ war folgerichtig. Das muss er doch merken, wenn er Gewalt ausübt!

    Die Siezerei finde ich auch merkwürdig. Man weiß doch, dass die per Du sind. Und mindestens an einer Stelle ist das Du ja auch vorgekommen.

    • Meinen Sie, das Gespräch war real?

      Inhaltlich nix Neues und wozu die GEZ?!

      Ich hatte den faden Beigeschmack, das es vielmehr darum ging, vom Kuchen nix (mehr) abzubekommen. Was sollte der Einwurf zum Umwandlung der Abgabe in eine Steuer die es defakto bereits ist? Wird deshalb das Programm besser, die Inhalte weniger tendenziös und einseitig? KenFM existiert doch nur, weil die ÖRM und Privaten so sind wie sie sind. So hart und bösartig wie das klingen mag, existiert doch KenFM nur, weil die transatlantische Meinungsindustrie einen Teil der Bevölkerung schlicht und ergreifend ausschließt.

      Was ist KenFM überhaupt? Berichterstattung oder Verlagswesen – ich denke zum größten Teil letztgenanntes und genau so tendenziös wie alle anderen. Das mag im Sinne von „Konkurenz belebt das Geschäft“ durchaus funktionieren, birgt aber die Gefahr, dass die unkommentierte, unzensierte Berichterstattung zum Bilden einer eigenen Meinung wieder einfach nur hinten ansteht.

      Reduziert auf den Streit im Sandkasten um die Förmchen… <= Stark! 🙁

    • Wie Sie, Herr Meyer, habe auch ich die Gewalt im Kommunikationsstil eines der Teilnehmer sehr
      deutlich wahrgenommen. Und ich finde so einen Stil absolut inakzeptabel.

      Zu Herrn Weissmann und seinem gutgemeinten Bemühen, uns auf die Wirkung aufputschender
      und schnell machender Drogen aufmerksam zu machen: unwohl fühle ich mich schon, wenn ich
      neben jemandem sitzen muß, der Fleisch ißt.
      Oder neben jemandem, der raucht.

      Es gibt viele Gründe, warum Menschen eine unangenehme Ausstrahlung haben und im Feinstofflichen oft regelrecht stinken (Was oft an den inneren Fleischfriedhöfen liegt, die sie in sich angelegt haben). Das liegt also gewiß nicht nur am Kokain.
      Porno-User zum Beispiel finder ich zunehmend ekelhafter und fühle so etwas sofort.

      Auch ein Aggressionsstau tut weh, wenn man neben so jemandem zu sitzen kommt.

      Trotzdem danke für Ihre Zeit, das, was Sie sich so zusammengereimt haben, unter die Menschen zu bringen.
      Das ist auf jeden Fall lobensswert.

    • Lieber Gastleser !

      Bitte sagen Sie mir, dass Sie über 70 Jahre alt und weiblich sind, denn nur dann kann ich dem Jucken in meinen Fingern erfolgreich widerstehen.
      Dieser Text von Ihnen stellt eine derartig ungeheure Provokation dar, dass mir schon den halben Tag schwindlig deswegen ist.

    • Seven: Wenn also ich es gewesen, wäre, hätten Sie dem Jucken in den Fingern widerstehen können. Ich hab mich aber sehr gefreut über den Text von Gastleser bezüglich der Fleischesser . So fühle ich mich hier nicht so einsam.
      Ich weiß nicht, ob ich es immer gleich „fühle“, aber die ungesunden Ablagerungen tierischer Proteine sind – mit zunehmendem Alter immer deutlicher- problemlos am Äusseren eines Menschen abzulesen. Und ein ästhetischer Anblick ist das nicht. Ich sag mal so: Einen echten Veganer erkennt man daran, dass er eine gut durchblutete, nicht fettig glänzende Haut ohne Unreinheiten und Mitesser hat, keine „Speckmaske“ auf dem Gesicht trägt und keine Permanent-Gesichtsröte. Und er trägt niemals einen schwabbeligen Fettsack unterm Kinn, der den Hals verschwinden lässt. Vom übrigen Erscheinungsbild mal ganz zu schweigen. Einen stichhaltigeren, augenscheinlicheren Beweis dafür, dass tierisches Protein nicht die artgerechte Ernährung für uns ist, kann es gar nicht mehr geben. Unsere Art deformiert sich damit nicht nur seelisch, sondern genauso körperlich. Alles ist eins.

    • Hallo Seven, Ich schätze durchaus und bin Ihnen dankbar dafür, daß Sie nicht gleich auf „mich“ losgegangen sind – zumindest nicht in Schriftform.
      Nein, den Gefallen kann ich Ihnen leider nicht tun. Ich bin 57, männlich, verheiratet, lebe Sexualität in Liebe (statt in Wollust, Gewalt und Tierenergien), und hatte gestern, nach dem Veröffentlichen meines Kommentars, einen halben Tag lang Bauchschmerzen, weil ich gefühlt habe, wie sehr da jemand (oder mehrere?) zornig auf mich sind, bzw. auf das, was hier gesagt wurde, da sie mich ja gar nicht kennen.

      Kennen Sie das Wort eines bekannten Weisheitslehrers (ohne mich auch nur im Gerigsten mit ihm vergleichen
      zu wollen, um gleich Seitenhieben vorzubeugen)?: „Ich habe Euch die Wahrheit gesagt, und dafür hasset Ihr mich“. J.C.)

      Und wenn es auch nur meine persönliche Wahrheit war, die ich hier aufgeschrieben habe und keine
      allgemeingültige – sie löste offenbar dieselben Reaktionen aus.
      Wohl dem, der, innerlich einen Schritt zurückgetreten, die Bewußtheit hat, zu beobachten, was sein Gemüt veranstaltet in der tausenfachen Wiederkehr des Immergleichen – ohne dessen Impulsen folgen und also die tausenmal wiederholten Reaktionen immer wieder aufs Neue ausagieren zu müssen, und sich und anderen dadurch ständig die immer gleichen Schmerzen und Rückwirkungen zuzufügen.

    • Gastleser: Sie schreiben hier Texte, von denen ich noch Gutes lernen kann, alle Achtung! Ich bin ja froh, dass es auch friedliche Fleisch-Ess- Ablehner gibt. Ich kann das nicht so, weil ich immer an die Tiere denken muss und an die unverschämte Ignoranz gegenüber deren Höllenqualen. Wenn es allein um die Gesundheit ginge und nicht genauso um dies und um die Schädigung des ganzen Planeten und um die Verhungernden in den armen Ländern- die ganze Palette halt – dann würde ich auch nur sagen: jeder ist seines Glückes eigener Schmied. Aber hier geht es eben um alles das auch, was mit der selben Unverschämtheit ignoriert und weggelogen wird und das macht mich immer wieder wütend. Und das wird wohl auch so bleiben, bis ich sterbe.

    • Wenn Sie wüßten, was ich schon alles von Ihnen gelernt habe, geschätze Je m’en vais!
      Was ich beschrieben habe, ist das Ideal, das ich anstrebe. Im Alltag sieht das leider oft
      ganz anders aus. Wer wird da nicht mal so richtig wütend, wenn er sich für die wehrlose
      Kreatur einsetzt und dafür meist auch vor allem noch Aggression oder Spott erntet
      seitens der Unbelehrbaren? Wer wird nicht zornig, wenn er selbst unter den Dumm-
      und Grobheiten der Menschen ständig mitzuleiden hat? Und absolut machtlos ist,
      etwas daran zu ändern? Wie Sie schrieben: alles eins. Rückzug nicht möglich.
      Niemand ist eine Insel.

    • Je m’en vais / Specht / Veganislove: Sie sind über 70 Jahre alt und ein- und dieselbe Person, habe ich das richtig verstanden ?

    • Ich meine, es sollte doch hier nicht um persönliches Gerangele gehen, sondern um den aufrichtigen Austausch von Erfahrungen und die unverblümte Nennung von Fakten, eben das, was ja in den MSM eben nicht stattfindet.

    • @ Je m’en vais:

      Bitte seien Sie so freundlich und halten sich zukünftig selbst an diese weisen Worte.

      Ich werte das als ein JA und verändere hiermit meine Tonlage Ihnen gegenüber, denn ich empfinde Respekt gegenüber älteren Mitmenschen.
      Oft verurteilen Sie Fleischesser aus sehr guten Gründen, landen dann aber wieder bei ästhetischen Gesichtspunkten… als ob diese ausschlaggebend wären, einen Menschen beurteilen zu können.
      Auch fettleibige Menschen haben ein Gehirn, ein Gewissen und eine Daseinsberechtigung.
      Aber warum muss ich kleiner Penner Ihnen mit Ihrer Lebenserfahrung das überhaupt immer wieder sagen ?

      So, und nun zum Gastleser:

      Ihr erster Beitrag oben ist für mich deswegen so provokant, da Sie sich moralisch auf eine Wolke schwingen und auf andere herabblicken.
      Nichts, was Sie schreiben, macht aus Ihnen einen guten und aus Ihren Angeklagten schlechte Menschen, so sehr Sie sich das auch wünschen mögen.

      Es ist töricht, Ken Jebsen Gewalt im Kommunikationsstil vorzuwerfen.
      Sie verkennen vollkommen, dass der Verlauf dieses Gespräches von beiden genau so gewollt war.
      Herr Shahyar hat hier die Rolle des bornierten Journalisten eingenommen und hat Herrn Jebsen mit all dem Unsinn konfrontiert, der so über ihn verbreitet wird — eben damit Herr Jebsen ENDLICH mal live und in Farbe dazu Stellung beziehen kann… er wird ja nirgendwo eingeladen, um das mal woanders zu tun, weil sich alle vor ihm und seinen Argumenten in die Hose scheissen.

      Wenn Sie also mit diesem Stil nicht klarkommen, sind Sie hier eindeutig falsch.
      Genauso falsch sind Sie meines Erachtens überall sonst, wenn Sie etwas schreiben und sich hinterher vor Reaktionen fürchten.

      So, und da ich mich jetzt hier selbst auf eine moralische Wolke geschwungen habe, halte ich für den Rest des Tages die Fresse : ]

      Schönen Sonntag allen !

    • Wenn ich von sichtbaren Deformationen am Menschen hier schreibe, geht es nicht allein um Ästhetik. Es ist sichtbare Krankhaftigkeit. Und ich weiß aus jahrzehntelanger Erfahrung auf allen möglichen Ebenen( es gibt auch Fachliteratur über Eiweissspeicherkrankheiten), dass diese Krankhaftgkeit vor allem mit den unverdaulichen Resten der tierischen Proteine zusammenhängt, die sich in den Organen ablagern. Die pflanzlichen Proteine sind von uns gänzlich verdaulich. Und unser Gehirn ist auch ein Organ, das nicht davor geschützt ist, dass sich Stoffe dort ablagern können, mit denen unser Organismus nichts anfangen kann.

    • Gerade ist ein langer Kommtar, den ich schrieb, schon fast ein kleiner Aufsatz, kurz vor dem Veröffentlichen, verschwunden.
      Schade eigentlich. Da waren ein paar gute Gedanken dabei.
      Ich hatte mir fast eine Stunde Zeit genommen, auf das, was ich hier wahrnehme, einzugehen.
      Es sollte wohl nicht sein.
      Es ist wohl tatsächlich so: Ich bin hier falsch.
      Und jetzt erfahren Sie, S., nicht einmal warum …..

    • Das ist wirklich schade, Gastleser. Ich hätte es gern gelesen. Ich hoffe, Sie kommen wieder!

      Seven: Es ist nicht Ihre Aufgabe, zu bestimmen, wer hier richtig ist und wer falsch.

    • Liebe Je m’en vais, da muß ich mich doch tatsächlich nochmal kurz anmelden.
      Der Austritt war meine eigene Entscheidung. Ich war schon viel zu lange hier.

    • So hatte ich es auch verstanden. Dennoch erzeugen solche Kommentare wie die von seven immer wieder eine Stimmung, dass einem die Lust zum Schreiben hier vergehen kann. Ich kenne das doch. Alles Gute noch!

    • Alles Gute auch von mir !

      Wer streitbare Thesen in den Raum stellt, sollte nicht mit Konsenz rechnen.
      Der Abgang war mitnichten mein Ziel und der Text hätte mich auch interessiert.

      In der Tat habe ich keinerlei Aufgabe hier.
      Bin doch nur die Spiegelhalterung…
      Wenn Ihnen die Lust vergeht, während Sie da reinblicken, liegt es nicht an mir : ]

    • Jetzt muß ich mich doch mal einmischen, obwohl ich eigentlich nichts mehr in diesem Forum schreiben wollte:
      @ Seven
      Wieso glauben eigentlich so viele Menschen, sie wären für andere ein Spiegel (oder ein Spiegelhalter) – und dabei sind sie nur Projektoren ihres eigenen Innenlebens und ihrer persönlichen Vergangenheit nebst der völlig persönlichen Interpretation dessen, was sie (auch in anderen) zu sehen, zu hören, zu fühlen, zu verstehen glauben?
      Ich empfehle Seven (und auch so manchem anderen hier) dringend, sich mit gewaltfreier Kommunikation zu befassen (z.B. nach Marshall B. Rosenberg). Wie Sie mit Georg Weissmann umgegangen sind, finde ich unter aller Sau.
      http://www.tags.ch/paed/gewaltfreiekommunikation.pdf

      @ Gastleser: ich kann Ihnen nahezu vollständig beipflichten in dem, was Sie geschrieben haben.
      Auch ich habe mich aus KenFM mehr und mehr zurückgezogen. Da gefallen mir beispielsweise die Kommentare auf Welt Online schon viel besser. (Wohlgemerkt: die Kommentare; nicht die Artikel!)
      Es gibt ja derzeit die Buchmessengerangel. Was da auf den Kommentarseiten auftaucht, ist mehr als lesenwert.
      Warum läßt KenFM seine Kommentarseiten derart verkümmern? Warum blieben so viele Fragen, die von Usern an KenFm gestellt wurden, unbeachtet? Ja, hat es im letzten halben jahr denn überhaupt auch nur eine einzige Antwort seitens des Teams gegeben? (Abgesehen von dem einen Satz zum Klima. Da erschrickt man ja schon fast.)
      Ich kenne jemanden, der sich seit Monaten darum bemüht, daß ein Eintrag von ihm gelöscht werde. Unmöglich. Es tut sich nichts. Es ist, als würde man mit Toten sprechen.

      Noch zu dem Kommentarverhalten:
      Unknow74 brachte es vor kurzem gut auf den Punkt: Diskutieren? Mit wem denn? Mit den üblichen Verdächtigen? (Ja, es sieht so aus, als hättet Ihr Euch gegenseitig schon bald von hier weggeekelt. Hoffe, Sie sitzen nicht bald allein da, Seven und Co.) Und ein anderer schrieb: das sind hier doch fast nur Monologe.
      Hat er recht? Könnten vielleicht auch Wortwechsel, die wie Dialoge aussehen, eigentlich nur Monologe sein, da jeder nur das hört, was er sowieso schon weiß? Ich frage nur.

      Off-topic – es geht mir um die Kommentare:
      https://www.welt.de/kultur/article169644181/Faustschlaege-und-Tumulte-auf-der-Frankfurter-Buchmesse.html

    • Noch eine Ergänzung:
      Ist das nicht wunderbar, was Georg Weissmann hier schrieb?
      „Ich sage all das im vollen Bewusstsein, dass ich mich in keiner Weise über den einen oder den anderen erheben möchte – aber ich sage es, weil es mir wichtig erscheint. Ich selbst habe Probleme mit meinem Herzlich-Sein, da ich mir mein Herz habe brechen lassen – und es fühlt sich immer so an, dass die liebevolle Seite in einem nichts Besonderes wäre, dass man sich selbst nicht schützen müsste. Und dennoch würde ich sagen, ohne diese Seite, ohne diese Liebe ist alles egal; wieviel man auch erreichen möge, alles ist ohne diesen Schimmer nichts.“

      Und auf so einem intimen, aufrichtigen, sich schutzlos zeigenden Bekenntnis wird dann herumgetrampelt mit zynischen oder höhnischen Bemerkungen. Dieser beißende, bissige, giftige Humer, den Sie, Seven, immer wieder verbreiten – das scheint wohl die einzige Art zu sein, wie Sie Ihre Aggressionen ausleben können? Ich frage nur. Ich werde mich nicht dazu verleiten lassen, feststehende Aussagen über Sie zu treffen – so, wie Sie das selbst permanent und überall mit anderen machen.
      Nein. Ich bin nicht im Geringsten Ihr Spiegel. Wir haben nicht sehr viel miteinander gemein.

    • Ich bin schon wieder da. Ein Satz von mir treibt mich um, den ich gerne streiche würde. Und zwar die Aussage
      „… so, wie Sie das selbst permanent und überall mit anderen machen.“ Da bin ich nicht stolz drauf. Habe damit nämlich genau das getan, was ich anderen hier vorwerfe. Je regrette.

    • @Kranich:
      Danke für die Kritik und den Link.
      Damit werde ich mich befassen.
      Womöglich haben Sie mit einigem Recht, was Sie schreiben.

      Ich möchte niemanden weg ekeln.
      @Seven: Das, was in Mensch-zu-Mensch-Kommunikation mit einem Augenzwinkern als Humor durchgeht, funktioniert online nicht. Es gibt noch viel zu lernen.

    • Hihi, das ist lustig: Seven schreibt @ Seven und belehrt sich selbst.
      Sie scheinen mir ein echter Scherzkeks zu sein.
      Auf jeden Fall originell.

    • Statistische Angabe aus dem Internet:
      Kokainkonsum der Schweiz: jährlich laut Hochrechnung von Abwasser Messungen des Rheins 9 Tonnen. Angeblich reicht ein Gramm für zehn mal konsumieren – je nach Suchtgrad.
      Wenn nun die Schweiz 8,7 Millionen Einwohner hat stellt sich doch die Frage: Wer konsumiert eigentlich nicht ? Menschen die diese Droge zu sich nehmen erreichen meist ob ihrer Kälte was sie sich vornehmen – ob des klaren Verstandes wegen ob der gewaltigen Motivation wegen ob der Selbstherrlichkeit wegen ob des sich blanken Durchsetzens wegen wegen, ob der Frechheit und ob der Dreistheit wegen. Es ist mir egal denn die diese Substanz konsumieren erfüllen für mich das Sinnbild des Märchens von der verkauften Seele.

      9 Tonnen = 9 000 kg = 9 000 000 Gramm = 90 000 000 Konsums = gerundet 10 mal pro Person und Jahr bei 8,7 Millionen Einwohnern.

      Also wenn jemand kalt und über „Leichen“ gehend den Erfolg sucht und sei es auch wie in diesem Fall sehr beherrscht mit einiger Zurückhaltung dann sollte man den Grund ausnahmsweise nicht bei sich und seiner eigenen Leistung suchen – wenn man sich neben einem Menschen unfassbar unwohl fühlt sollte man den Grund für sein Unwohl sein ebenso nicht bei sich suchen sondern mal diese brutale und unfreundliche Frage stellen: konsumierst du Kokain ?
      Wenn in der Schweiz durchschnittlich jeder 10 mal Kokain wie steht es dann mit der Substanz in Deutschland? Wie steht es dann mit dem Gegegenüber?

      Ich frage mich schon lange wie es den Leuten geht die normalerweise beim Roten Tisch befragt werden. Und ich frage mich schon Lage ob das was mit Kokain zu tun hat was im Roten Tisch fehlt. Es tut mir sehr leid aber dies ist mein ehrlicher Eindruck. Zu kalt. Es ist wild so eine Idee in den Raum zu stellen aber noch mal das Thema ist nicht nur in Bezug auf dieses Interview interessant sonder für mich eine entscheidende Frage alle und alles betreffend. Eine simple Frage die sich aus der Statistik ergibt. Wer auf der Suche nach Wegen zu einer besseren Welt ist der wird erfahren dass es Menschen gibt denen es krankhaft um das Gegenteil bzw nur um sich selbst um persönliche Macht geht was eben Krieg und Gewalt herauf beschwört. Bin der Meinung dass man sich Kokain Konsumenten nicht mehr leisten kann.

      Was aber heisst das nun ? Wie den Frieden in den Mittelpunkt stellend wie auf diese Problematik reagieren ? Klappe halten ? Anzeigen ? Einsperren ? Früher hätte es gleich geheissen Umbringen ? Was sollte man schon tun können ? Nichts ? Die Antwort: Wer freiwillig von dem Zeug die Finger lassen wollte aber nicht kann für den gibt es anscheinend eine sehr simple Rettung: Eine Impfung.

      Dabei wird das Kokain mit einem gängigen Virus verbunden, dass der Körper erkennt. Dabei lernt das Immunsystem das ansonsten unerkennbare Kokain wahr zu nehmen und anzugreifen. Folge : Das Kokain wird nicht mehr durch die Blut Hirn Schranke gelassen. Konsum hin oder Her die Wirkung bleibt aus.

      Es gibt nun wie immer viele Möglichkeiten. Entweder man klagt mich auf Verleumdung – oder man findet Rechtschreibfehler und redet mir jede Kompetenz ab – frei nach dem Motto Angriff ist die Beste Form der Verteidigung. Oder man sagt es geht ja nur ums Fachliche und der Konsum derartiger Substanzen wäre ja eh normal und für alle in Ordnung ? Oder es wird bewusst dass dies ein gewaltiges Thema wäre dass es zu meistern gilt weil es sich einem immer und immer wieder in den Weg stellt.

      Was ist Liebe anderes als etwas das erträgt und sich hingibt bis es krank wird ? Bis alles hin ist ? Leute die ihr konsumiert es liegt an Euch dass ihr die Welt rettet denn wir die wir mit euch streiten gehen an euch ein. Aber könnt ihr den auch das ? Am Schluss wird jeder Kokser sehen was ihm sein Erfolg in Bezug auf die Allgemeinheit auf das Wohl das Leben betreffend bringt.

      Natürlich wäre es schön würde eine Partei sich gründen deren Wahlprogramm es wäre Kokain abzuschaffen – aber ist das Abschaffen des Koks nicht auch Sache der Kokser selbst ? Tragt nicht jeder für das was er tut und lässt selbst die Verantwortung ? Wie will man es schaffen einen globalen Kokaintest einzuführen- die Abschaffung der Impfpflicht für alle aber die Einführung einer Impfpflicht für jeden der positiv auf Koks getesteten wird? Ob freiwillig oder unfreiwillig ob bewusst absichtlich die Welt kann sich den Charakter den diese Droge mit sich bringt eigentlich nicht mehr leisten – wenn alles kaputt ist sieht man erst wie es ist wenn man alles verloren hat. Stellt sich nur die Frage was eigentlich ist alles? Daher befrei dich und befrei uns und werde danach ganz Teil dessen worum es geht!

      Also entweder habe ich jetzt ein schwere Verleumdung ausgesprochen oder an meiner These ist etwas dran. Um das ganze noch konkret zu machen: Ich höre Ken Jebsen weil ich von ihm nur beherzte Berichterstattung wahr nehme – also praktisch das Gegenteil dessen was der Rote Tisch in mir auslöst. Mitgefühl mit den Befragten – mit allen insbesondere mit Ken Jebsen. Nicht dass ich nicht erkennen würde wie viel Mühe drin steckt aber trotzdem – das eine ist die Sonne und das andere ist der Mond.

      Ich sage all das im vollen Bewusstsein dass ich mich in keiner Weise über den einen oder den anderen heben möchte – aber ich sage es weil es mir wichtig erscheint. Ich selbst habe Probleme mit meinem herzlich sein da ich mir mein Herz habe brechen lassen – und es fühlt sich immer so an dass die liebevolle Seite in einem nichts besonderes wäre dass man sich selbst nicht schützen müsste. Und dennoch würde ich sagen ohne diese Seite ohne diese Liebe ist alles egal wie viel man auch erreichen möge alles ist ohne diesen Schimmer nichts. Um so früher man spürt das nicht Erfolg um jeden Preis das Ziel des Lebens sondern dem was das Zentrum da drinnen sagt zu folgen den Erfolg bringt um so besser wäre es. Für einen selbst und für alle und auch alles andere.

      Das einzige was noch schlimmer als Drogen wirkt ist wohl viel Geld.

      Leute – wir haben die Verantwortung – der der am meisten hat und der der am meisten kann der hat die Karten in der Hand und ab einem gewissen Mass kann man doch kaum noch handeln. Absurd – aber so ist wohl die andere Seite des Erfolgs.
      Daher befrei dich vom Laster und befrei dich vom Zaster und befrei uns und werde danach ganz Teil dessen worum es geht! Du hast es selbst in der Hand!

      Ps: Falls ihr aus Österreich seit mir hat ein Typ auf Band gesprochen er hätte mit Heinz Christian Strache dem Chef der FPÖ Koks konsumiert – es ist immer das alte Lied – damals wie heute. Siehe dazu Doku Drogen im Drittren Reich und diegrossebescherung.jimdo.com

    • … und all die Zusammenhänge ergeben sich bestimmt auch eines Tages, wenn man nur lange genug darauf hofft…

      Ich empfehle eine Injektion des erwähnten Virus in eins der roten Tischbeine.
      Zweifellos wird er dann in einem warmen Orange erstrahlen und endlich gesunden können.

      Grunz !

    • Herr Weissmann,

      glauben Sie nicht, dass es einzelne Menschen gibt, die täglich 2 Gramm Kokain konsumieren. Wenn das nur auf 0,1% der Bevölkerung zutrifft, wären es schon mal 9 Mio x 0,1% x 365 x 2 Gramm = 6,57 Tonnen.

      Durchschnittswerte helfen da nicht weiter. Es besitzt auch jeder Deutsche im Schnitt 30.000€ Geldvermögen (oder so?). Einer besitzt z.B. 30 Mio. und 999 andere besitzen… Na? Sie sind doch gut in Mathe. 🙂

  14. Sehr gelungener Beitrag, schon deshalb, weil keine der Fragen von Pedram vorher abgesprochen wirkte. Eine wirklich kritische Auseinandersetzuung der Beiden. Ich hätte mir für dieses Gespräch mehr Zeit gewünscht, allerdings gefällt mir das Format ausgesprochen gut. Weiter so Pedram, Sie sind eine Bereicherung für das KenFM-Team.

  15. Starke Idee, K.J auf der anderen Seite, und welch frische, irritierend und für mein Empfinden letztlich überzeugend mutige halbe Stunde – von beiden auf ihre Weise. Einschließlich des abrupten Endes. Auch dem Chef wird kein Pardon vor diesem Prinzip des Roten Tisches gegeben.

    Zur Kernfrage zum Ende, Journalist – Aktivist, meine ungefragte Empfehlung an K. J.: den Aktivisten etwas zu zähmen (keineswegs vom Tisch zu verbannen!), bevor die Leute schon etwas weg hören möchten, weil man es kennt, weil es in der Kürze und Geschwindigkeit Gefahr läuft, schemenhaft zu werden, weil es das Zuhören gegenüber dem Gast nicht gerade beflügelt. Abgesehen davon, dass diese unter Strom gestellten Distanzwechsel erschöpfen und vielleicht nicht lange gut gehen könnten.

    • Dem kann ich nur zustimmen. Ich glaube, Ken Jebsen unterschätzt seine Zeit, die er als alternativer Journalist im Internet schon tätig ist. Wiederholungen bleiben da nicht aus: zumal dann nicht, wenn man wie ich, so ziemlich alles was er ins Netz stellt, anschaut. Habe als Rentner, mit knapp 900 Euro im Monat nicht so viel Spielraum, um ihn zu unterstützen, leider, denn er ist sicherlich der beste und glaubwürdigste im Netz.

    • So lässt sich populismuss rechtfertigen, durch reflecktieren und falsifizieren. Guter weg zur Ganzheitlichkeit, denn es waren nicht nur Nazis und Neolibaralisten auf dem Maidan, sondern eine bunte mischung wie bei den Mahnwachen und Montagsdemos, doch die Bauernfänger des rechten Sektors waren halt am erfolgreichsten, natürlich auch mit hilfe von inhumanen Tricks, was für uns ein Anknüpfpunkt sein könnte, wenn wir uns keine Türen verschliessen und so differenziert wie möglich blicken.

  16. Moin, ich finde das Hinterfragen des KenFM-Frame stark und wichtig und auf der eigenen Plattform auch mutig. Leider bleibt es nach 30 Minuten in Polemik stecken und bei einem Ende das so nicht stehen bleiben sollte. Bitte weiter mit dem Thema…

  17. Der Vorwurf der Subjektivität ist fies.
    Jede-r ist einzigartig, ein subjektives Subjekt.
    Danke Herr Jebsen, dass sie -ein subjektives Subjekt- so sprechen, wie sie sprechen, und danach handeln. Ihr Meinen und Handeln ist menschenfreundlich und spricht die Sprache der Liebe im Sinne eines gemeinsamen und friedvollen Lebens. Dass kann ich von den anderen Medien, in ihrer großen Mehrheit, nicht behaupten.
    Aber dass ist nur subjektiv.

    • „Wir alle sind doch hoffentlich subjektive Menschen.“

      Das wollte ich gerade (eigentlich ganz oben) posten und stellte fest, dass jemand mit dem gleichen Gedanken schneller war. Also hänge ich mich hier dran.
      Ob ich mich jetzt ärgere?
      Ja.
      Ich ärgere mich ein klein wenig darüber, dass ich der erste bin, der sich hier dran hängt.

  18. Zuerst Kritik, dann Lob.

    – Es macht keinen Sinn, einen Ken Jebsen in Fahrt in derartiger Nahaufnahme zu filmen, da dann meist nur die Hälfte seines Gesichts zu sehen ist.
    Wirkt unprofessionell.
    – Das Ende wirkt auf mich verunglückt, da es zu abrupt passiert. Da scheint Herr Shahyar aus meiner Perspektive hilflos a la: „Ich kann nicht mehr. Stop. Schnitt. Aus“

    Die Fragen waren bis dahin wunderbar kritisch und trafen alle den Punkt.
    Ob Herr Jebsen sie überzeugend beantworten konnte, muss jeder für sich entscheiden.

    Insgesamt — bis auf die beiden oben genannten Punkte — fand ich die Sendung super.
    Das Format hier ohne jegliche Schnörkel gefällt mir sowiso immer sehr gut, obwohl ich längere Gespräche bevorzuge.

    Weiter so !

  19. Nur für’s Protokoll – folgendes wären meine Vorschläge bzgl. der Regulierung der Medien für die Zeit nach der Revolution. 🙂

    Werbung wird verboten in allen Medien, also aktuell Fernsehen, Rundfunk, Zeitungen und Zeitschriften sowie Internet. Nur so lässt sich die weitgehende Unabhängigkeit der Presse wiederherstellen. Nebenbei wird die nervtötende optische und akustische Dauerberieselung mit Reizen, die uns zur weiteren sinnlosen Steigerung unseres Konsums verführen sollen, beendet. Die wenigen lustigen oder besonders kreativen Werbespots können immer noch im Kino gezeigt werden – oder ihre Macher werden andere „Medien“ für ihre Ideen finden. Tittytainment wird nicht gesetzlich verboten, doch das Geschäftsmodell dürfte stark bedroht sein durch die höhere Bildung und das erweiterte Bewusstsein der Bürger.

    Die Möglichkeit zum Betrieb eines Pay-TV-Senders bleibt erhalten, solange er ohne Werbung auskommt. Seine Betreiber, sowie alle anderen privaten Medien, werden in der Zukunft zur Offenlegung ihrer Bilanz und der Eigentümerstruktur verpflichtet. Auch Privatpersonen können Medienunternehmen besitzen. Aller-dings wird kartellrechtlich sichergestellt, dass ihr Einfluss begrenzt ist: Sollte z.B. der Umsatz 100 Millionen Euro jährlich überschreiten, müssen sie (bzw. Teile des Unternehmens) in eigenständige Genossenschaften umgewandelt werden.

    Mindestens zwei Lokalzeitungen werden auf kommunaler Ebene öffentlich gefördert nach klar vorgegebenen Kriterien – v.a. der Anzahl der (potenziellen) Leser. Ein Einfluss auf die Inhalte oder die Arbeitsweise der Redaktion erfolgt ausdrücklich nicht.

    Das gilt auch für überregionale Zeitungen, die auf gesamtstaatlicher Ebene öffentlich gefördert werden. Dadurch soll der investigative Journalismus ge-stärkt werden, welcher oft den Einsatz von viel Zeit und Geld erfordert.

    Der öffentlich-rechtliche Rundfunk (incl. Fernsehen) bleibt erhalten, wird aber anders organisiert:

    – Die Finanzierung erfolgt über Steuermittel, die z.T. dubiosen Machen-schaften der GEZ haben eine Ende.

    – Information, Bildung und Kulturförderung sind der Auftrag der Sender. Unterhaltung und Sportberichterstattung werden auf ein Mindestmaß beschränkt, maximal 25% der Sendezeit (im Monatsdurchschnitt pro Sender) werden dafür reserviert.

    – Einschaltquoten werden nicht mehr erhoben.

    – In Internetforen können Leser Diskussionen zu jeder Sendung anstoßen. Lob und Kritik werden anhand der Anzahl von „Likes“ pro Forumseintrag ausgewertet von der Redaktion. Ebenso Forumseinträge mit Vorschlägen für weitere Sendeformate. Natürlich dürfen diese sensiblen personen-bezogenen Daten nicht weitergegeben oder gespeichert werden.

    – Von Seiten der Politik wird es keinen Einfluss mehr geben. Die Bevöl-kerung kann alle zwei Jahre über die Sendeleitung aller öffentlich-rechtlichen Sender abstimmen per Internet-Votum. Die Kandidaten, mindestens zwei, stellen sich in Sendungen anderer Sender vor sowie im Internet. Sie erhalten eine dreijährige Jobgarantie im Falle der Niederlage. Die Entscheidungen über die Sendeformate und die Besetzung der Redaktionen werden also auch von der Bevölkerung übernommen.

    • Interessanter Vorschlag. Die Frage ist, was für eine Revolution zuvor stattgefunden haben muss. Hier wird keine Frage der Medien, sondern eine Frage der ökonomischen Struktur der Gesellschaft diskutiert. Medien sind keine enthobenen Einheiten, sondern sie sind dem ganz normalen Wirtschafts- und Gesellschaftsprozess unterworfen. Ich glaube nicht daran, dass es jemals „unabhängige“ Medien geben wird. Sie widerspiegeln immer die Interessen von Gruppen der Gesellschaft. Die Frage ist, ob sie eher den Interessen größerer Gruppen der Gesellschaft dienen oder nur kleinen elitären Clubs. Heute werden die Medien aus Werbung, Gebühren, Verkaufserlösen und einer Art Crowd Funding finanziert. Werbung stellt den Löwenanteil dar. In einem anderen System müsste dieser Anteil dann durch etwas anderes ersetzt werden. Daher ist die Ökonomie ein entscheidender Punkt. Privatsender würde es ohne Werbung gar nicht geben. Die derzeitigen Kabel und Programmgebühren decken die Kosten nicht annähernd. Wir müssen uns keine Gedanken über eine gute Presse machen, sondern erst einmal über ein passendes ökonomisches Modell nachdenken.
      Kurz noch zu der Maidan Diskussion. Ich fürchte, eine neutrale Berichterstattung gibt es nicht. Worin soll die denn bestehen? Ja, auch die Demonstranten hatten recht, das müsste irgendwie objektiv dargestellt werde und dann gab es noch ein wenig Unterstützung aus dem Westen. Ich glaube das stimmt so nicht. Die Ukraine befand sich zugegebenermaßen in einer Staatskrise. Die wurde aber erheblich durch den Westen angeheizt, also verschlimmert. Normale Menschen protestierten und gingen auf die Straße. Auch das wurde sofort strukturell unterstützt, wahrscheinlich mehr mit geheimdienstlichen Mitteln und viel Geld. Das Böse war identifiziert. So sympathisch die Fragen von Pedram auch klingen, wäre ein bisschen mehr Objektivität in der Berichterstattung nicht angemessen gewesen, so sehr hatte Ken in der Sache Recht, der ganze Vorgang wurde im Wesentlichen von außen gesteuert. Natürlich mit dem Protest und Zutun empörter realer Kiewer Menschen. Das ändert aber nichts am Wesen des Vorgangs, den Ken für meine Begriffe sachgerecht dargestellt hat. Sicher auf eine Weise, die einseitig erscheinen mag. Sie ist deswegen nicht falsch.

    • Das sehe ich alles ähnlich. Ohne Werbung in den Medien und ohne Privatfernsehen wäre schon mal einiges gewonnen – bzw. quantitativ verloren. Aber das Dschungelcamp und „Bauer sucht Frau“ haben unsere Gesellschaft nicht entscheidend voran gebracht, denke ich. 🙂

      Was die Print-Medien angeht, ist der entscheidende Satz meines bescheidenen Vorschlags folgender:

      „Allerdings wird kartellrechtlich sichergestellt, dass ihr Einfluss begrenzt ist: Sollte z.B. der Umsatz 100 Millionen Euro jährlich überschreiten, müssen sie (bzw. Teile des Unternehmens) in eigenständige Genossenschaften umgewandelt werden.“ Dann hätten wir die Enteignung von Friede Springer und Konsorten auch gleich mit dabei. 😉 Ist schon klar, dass das alles nur nach einer Revolution unseres ganzen Wirtschaftssystems möglich wäre…

      Zu Ihrem Kommentar: Pedrams Fragen an Ken (z.B. zum Maidan) waren ja teilweise bewusst provokativ, was absolut Sinn macht.

    • finde ich auch interessant!
      Kalweb hat aber Recht, wenn er auf die ökonomischen Vorausetzungen und Belange hinweist, wie Sie in Ihrer Antwort ja auch erkennen.
      Medien dienen eben dem Wirtschaftsprozess enthoben zu werden und NUR dem Gesellschaftsprozess zu dienen.
      In einer, von mir favorisierten ‚Rätedemokratie‘ auf regionaler Ebene, wäre über eine grundelegende Verändering von Information nachzudenken:

      A: faktenbasierte Information mit georgafischer Relevanz ( Brand, Unfall, Wetter, Veranstaltungen, Intitiativen etc. – will sagen, ich will wissen dort hat es gebrannt, eventuelle Schadstoffaustritte, Schritte zur Bekämpfung/Prävention, eventuelle Folgen für Betroffene und Region-

      B: Zusammenhängende Information mit gesellschaftlicher Relevanz :(Brände, Unfälle
      (un)-Wetter etc haben zur Folge für die Region, das Land, global..

      C: kulturell / historisch / investigative Information zu Initiativen, Vorschlägen oder zu beobachten Verhalten von Bewohnern, Bevölkerungsgruppen, Interessenverbänden.

      Alles Internet basiert (inclusive Archiv) oder via Radio zu empfangen, [technische Entwicklung]
      Die Verantwortung für die Medien liegt beim direkt gewählten Rat und dieser erstattet hierüber, auch innerhalb der Wahlperiode zu realistischen gewählten Zeitpunkten, apart Rechenschaft an seine Wähler.
      Die Räte dienen sich allerdings zu vernetzen und eine national wirksame Strucktur zu entwickeln um bestimmen Aufgaben, die für alle gleichermassen wichtig sind, gewachsen zu sein.

      Medienbetriebe NICHT in Privathand sondern öffentliches Eigentum, steuerfinanziert oder maximal als genossenschaftliches Eigentum (Interesse geleitet wie z.B. Fachmagazine oder Haus Garten Natur etc) dort kommen die Genossenschaftler aus Ihren Mitteln für die Medien Formate auf, können bei grösserer gesellschaftlicher Relevanz allerdings auch Steuermittel zugesprochen bekommen, welches in der Rechenschaftslegung des Rates mitzunehmen ist.
      Bis wir uns aber über diese Dinge verständigen können, gilt es erstmal die Rätedemokratie zu erreichen 😉
      Ohne Abschaffung von Eigentum an Produktionsmitteln bei Industrie und Landwirtschaft und Energieversorgung, wird das nix.
      Die Entflechtung von Banken / Konzernen (auch in öffentlichem Eigentum) wird schon eine erhebliche Anstrengung kosten. Too big to fail kann auch in öffentlicher Hand zum Problem werden.
      Allerdings wäre vorläufig das Schaffen einer Massenbewegung für Frieden, zur Abschaffung von Hartz 4, Abschaffung von Zeitarbeit und Ende der Umweltzerstörung schonmal ein guter, machbarer Schritt.
      Ihnen alles Gute

    • @Perschke

      Danke.

      Da sind wir ja bei vielem einer Meinung. Allerdings möchte ich Ihnen widersprechen, wenn Sie so locker dahinschreiben, dass wir das „Ende der Umweltzerstörung“ ohne Revolution hinbekommen könnten. Wie soll das denn gehen?

      Ich meine z.B., wieso sollte ein von Lobbyisten des Großkapitals korrumpiertes Parlament sich auf einmal signifikant mehr für die Umwelt einsetzen? Müll ins Meer kippen ist doch billiger, als Beispiel.

    • @ Benjamin,
      da bin ich ja voll bei Ihnen, ohne Revolution geht gar nix, im Gegenteil und auch diese wird leider wieder Opfer kosten, denn sie gehen echt nicht von alleine!
      Das ist ja leider auch einer ihrer Tricks das sie uns einreden wollen , macht mal alles schön gewaltfrei..nur nicht bewaffnen aber vorher werden sie nicht mal verhandeln.
      Ihnen alles Gute

    • Werbung wird verboten? Das kann doch nicht ihr Ernst sein!
      Was soll aus der Eigenverantwortung werden wenn Verbote festlegen welche Informationen Bedeutung haben?
      Ich sollte lernen selbst Gebote für mein Leben zu organisieren. Verbote sind Energieverschwendung.
      Verbote machen Sinn wenn es um den Schutz der Reifeentwicklung junger Menschen geht. Aber selbst das liegt meines Erachtens in der Verantwortung der Eltern bzw. Lehrer.

      Pauschale Fernsehgebühren machen Sinn wenn das Programm pauschal akzeptiert wird. Und das ist doch so, oder?
      Die paar Querdenker und Kritiker fallen nicht ins Gewicht im Verhältnis zur allgemeinen Akzeptanz.

      Es soll Leute geben bei denen läuft der Fernseher täglich mehr als eine Stunde. Und die Einschaltquoten belegen das.

      Und es gibt teilweise gute bis sehr gute Beiträge, die man im mit Werbung finanzierten Programm wahrscheinlich nicht findet. Das System hat Schwächen, aber deswegen alles über Bord werfen?
      System hat mehr als 60% Akzeptanz und könnte sich ‚am Markt‘ durchsetzen – und das bisherige Wirtschaftsmodell obsolet machen?

      Es gibt genügend Bürger die beim Sport nur zusehen wollen, die selbst kein Musikinstrument spielen wollen, die selbst nie an den Platz eines Attentats gehen wollen, die selbst nie die grosse politische Verantwortung für ihr eigenes Leben wahrnehmen wollen, die sich gerne Sketche und dramatische Geschichten vorspielen lassen.
      Und zum Teil gehöre ich auch dazu.

    • Hardy Neumann,

      Sie wollen also generell keine Verbote und setzen voll auf Eigenverantwortung?
      Kein Verbot vom Entsorgen von Müll im Wald, keine roten Ampeln im Strassenverkehr, keine Einschränkung von Waffenbesitz, …?

    • Viele Wege könnten wieder nach Rom führen oder zumindest dazu beitragen, wieder nach Rom zu finden. Ein absolut sicherer Weg wurde in der Geschichte schon öfter beschritten. Da jener Weg sehr schmerzhaft für die Menschen ist – wenn auch todsicher – würde ich persönlich auch einen der friedlichen Wege priorisieren. Diese friedlichen Wege haben – meiner Meinung nach – eines gemeinsam: den Ansatz der ökonomischen (Neu-)gestaltung, denn „das Geld regiert die Welt“. Dazu gehört auch der hier diskutierte Vorschlag, den ich gut finde. Säße ich in einem Parlament, das über diesen Vorschlag zu entscheiden hätte, würde ich zustimmen – auch wenn ich jetzt schon weiß, dass man nachkorrigieren müsste, Und wieder, und wieder und wieder nachkorrigieren. Denn man verzettelt sich auch sehr leicht bei dem Projekt „Machen-Wir-Es-Jetzt-Richtig“. Außerdem sind wir so gestrickt, dass wir stets versuchen, mit möglichst wenigen Maßnahmen möglichst viel Richtiges „ohne Nebenwirkungen“ zu erreichen. Das ist super-schwer.

      Mein beruflicher Weg führte mich u.a. fast 14 Jahre ins Controlling eines wirklich großen, DAX-notierten Unternehmens. Ich erwähne dies nicht, weil ich stolz darauf bin (obwohl ich sehr wohl stolz darauf war). Aber ich habe mich verändert. Manchmal muss man selbst auf die Dinge, die man selbst tut, zweimal drauf schaun‘. Oder dreimal. Oder viermal. Doch ich möchte gerne mal so sagen: Meinem Verständnis von Ökonomie und Kleintieren hat dieser Job in jedem Fall gut getan. Ich würde von mir behaupten, zu wissen, „wie Hasen laufen“.

      Mein Vorschlag und Beitrag zu dieser Diskussion wäre nicht, etwas zu tun, vielmehr etwas „weg zu tun“. Ich spreche von den sog. „Juristischen Personen“. Diese könnten wir (wenn das „Wir“ jetzt mal nur für Deutschland steht und daher natürlich auch schon eine eingeschränkte Sicht auf das „Menschen-Wir“ bedeutet) vergleichsweise einfach „weg tun“. Ja, Ich finde die können weg. Dies würde zwar auf transatlantischer Seite zu mancher „Vertrags-Irritation“ führen, doch es wäre dafür nur eine einzige Maßnahme. Nach einer Übergangszeit von 1 Jahr sollte dann auch jegliches ökonomischen Handeln mit juristischen Personen im Ausland unter Strafe gestellt werden. Durch die Einführung dieser Konstrukte verloren menschliches Handeln und die Verantwortung eben dafür ihren so wichtigen Bezug. Alleine schon durch die gesetzlich völlig legitime Möglichkeit für eine Juristische Person, sich selbst mit zwei völlig unterschiedlichen Bilanzen am Geschäftsjahresende (Steuer- und Handelsbilanz) darzustellen, führt zweifellos zum „Gelegenheit-macht-Diebe-Ergebnis“.

    • Werbung? Was ist denn Werbung? Marketing und Marketing ist per Definition Betrug im heutigen System.
      Betrug ist ja schon verboten, dann ist es nur konsequent die Werbung dort einzureihen.
      Der Unternehmer ist ja, bei Strafe des eigenen Untergangs, GEZWUNGEN um seine Profitrate zu maximalisieren.
      Das kann er nur erreichen, in dem er das am meisten inferiore Produkt, zum höchst möglichen Preis auf dem Markt anbietet. Also Dreck mit Goldrand zu bewerben.
      Sollte ein anderer Unternehmer nun ein höherwertiges Produkt zum selben Preis anbieten, ist der erste weg vom Markt.
      Um diesen Mist zu vertuschen hat sich das System eine ganze Sprache einfallen lassen, von USP=unique Selling Point bis zu Helicopterview, lean management, ‚grüne‘ Produktionsweise und all diesen Bullshit der überbezahlten Unternehmensberater. Wir nannten das immer Management Turbo Sprache 😉

      Wenn sich zu viele Unternehmer mit gleichwertigen Produkten anhäufen, wird einer den Anfang machen und sie werden sich absprechen. Kartellbildung nennen wir das, ist zwar verboten aber wen juckt das?
      Beispiele finden wir in Überfülle.
      Ein guter Jurist wird in den Arm genommen ud befragt was die zu erwartende Strafe ist, wenn es auffliegt und dieser Betrag wird eingepreist. Also hat der Konsument die später eventuell verhängte Starfe mitbezahlt, beim Erwerb des Produktes.
      Was Eigenverantwortung? Das Wort ist schon Unsinn. Es gibt ja nur die Wahl aus dem Angebot.
      Wer denkt das bei den Kapitalsammelbecken die anders verpackten Tomaten nicht vom selben Feld stammen, oder die Butter mit dem silberpapier von echten irischen Frei-Kühen stammt, dem ist nicht zu helfen, sorry. Darum; JA, Werbung gehört verboten, wer Werbung macht hat Werbung nötig-Information geht anders.

  20. Also Herr Jebsen.. Um es mal auf den Punkt zu bringen.. . Sie sind wie ein Maschinengewehr.. . Die Worte und Sätze feuern nur so aus ihnen heraus. Und aufzuhalten sind Sie auch nicht. Doch. Herr Shahyar hat den Schlusspunkt einfach gesetzt.
    Er weiß wie man ein Maschinengewehr stoppt. Hervoragend… . Einfach sagen „..das war der rote Tisch..“ . Genial.. .
    Ich hätte nur gern das Gesicht von Herrn Jebsen gesehen in dem Moment.
    Diesen Mitarbeiter sollten unbedingt in ihrem Team behalten. Er weiß wie man eine Sendung führt..

  21. Klar ist alles ist Propaganda. Von der Wiege bis zur Bahre werden wir manipuliert. Auch keine Frage. Die Frage, die gestellt werden muss: wem nützt das, und wozu?
    Pluralismus. Natürlich kritisieren sich die MSM auch gelegentlich selbst. Das Wesen des Pluralismus ist, dass es abweichende Meinungen geben kann, als Beweis der Demokratie. Wenn die herrschende Meinung sich gelegentlich selbst kritisiert, dann ist das wie ein Reset der abweichenden Meinungen. Kulturelle Hegemonie regelt das.
    Gramsci:
    „—die herrschende Gruppe sich auf konkrete Weise mit den allgemeinen Interessen der untergeordneten Gruppen abstimmen wird und das Staatsleben als ein andauerndes Formieren und Überwinden von instabilen Gleichgewichten zu fassen ist […], von Gleichgewichten, in denen die Interessen der herrschenden Gruppen überwiegen…“

    • Der Grat der Information, der über den Berg der Manipulation führt, ist äußerst schmal. Wohl dem, der erfahren genug ist, ihn bis zum Ende zu beschreiten.

  22. Ich glaub‘ was Pedram mit undifferenziert und/oder einseitig meint, ist das reaktionäre Verhalten auf die Mainstreamberichterstattung; hab‘ die Tage ein Interview von Tilo Jung mit Sigmar Gabriel gesehen, in dem Herr Gabriel Tilo quasi denselben Vorwurf macht, er würde sich das alles viel zu einfach machen und sollte nicht nur die Dinge ansprechen die seiner Meinung nach falsch oder schlecht laufen, sondern im gleichem Atemzug auch sagen was die Bundesregierung alles gut und richtig macht.

    Grundsätzlich ist der Gedanke meiner Meinung nach richtig, sich hier quasi nicht auf das selbe Niveau zu begeben und entweder nur Fakten welche die eigene Perspektive stützen oder reaktionär nur aufzuzeigen was im Mainstream falsch oder nicht berichtet wurde, sondern wie Pedram implizit fordert ein umfassenderes Bild zu liefern und sich damit aus dieser leicht kritisierbaren Position herauszunehmen.

    Andererseits sehe ich hier auch gerade die öffentlich-rechtlichen erstmal in einer Bringschuld, da sie vom Bürger bezahlt werden und entsprechend neutral berichten sollten; jegliche Kritik, besonders wenn sie sachlich fundiert vorgetragen wird sollte hier nicht mit einem Pauschalvorwurf der undifferenziertheit entkräftet werden können.

  23. Warum übernimmt ihr unkritisch die unsinnigen Sprüche, die mehr der Verdummung der Menschen dienen, als der Aufklärung. „Wenn du als 20jähriger kein Kommunist bist, hast du kein Herz, wenn du es als 40jähriger immer noch bist, hast du keinen Verstand“, beschreibt das altersbedingt geringer werdende empathische Gefühl unseren Mitmenschen gegenüber. Der in armen Verhältnissen noch oft vorhandene Altruismus, verliert mit dem ersteigen der Karriere-Leiter, mit den finanziellen Erfolgen, an Relevanz. Das wir uns mit den Jahren besser an das System anpassen, der linken Hirnhälfte das Feld überlassen, statt besser mit dem „Herzen“ sehen zu wollen, trägt ja gerade zur Stabilisierung des Systems bei. Dem sollten wir kein Beifall klatschen.

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