Der Rote Tisch – 30 Minuten mit Pascal Luig (Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“)

Die Air Base Ramstein ist vielleicht die wichtigste Militärbasis der US-Armee außerhalb der USA. Die Kampfdrohnen könnten ohne die Relais-Station in dieser Air Base nicht fliegen. Bis zu 200.000 Tonnen Kriegsgerät werden hier gelagert und in die ganze Welt verschickt. Die Kommandozentrale für den gegen Russland gerichteten Raketenabwehrschirm ist hier ebenfalls stationiert.

Pascal Luig ist einer der Koordinatoren der Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“. Die Friedensbewegung demonstriert seit zwei Jahren vor den Toren der Air Base und fordert deren Schließung.

Wir sprechen mit Pascal Luig über den Stand der Vorbereitungen der Demonstrationen, die Stimmung in der Region und die Chancen, das tägliche Morden aus der Pfalz zu beenden.

Hier der Link zur Kampagne: https://www.ramstein-kampagne.eu/

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34 Kommentare zu: “Der Rote Tisch – 30 Minuten mit Pascal Luig (Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“)

  1. Danke. Ja, Ramstein muss gestoppt werden. Ramstein stoppen ist FÜR Frieden. Stopp Ramstein ist eine Friedensdemo. Krieg stoppen ist die Voraussetzung für Frieden. Das ist offensichtlich, und so Banales würde ich hier nicht extra hinschreiben, wenn das ablenkende Vorkommentar nicht gewesen wäre.

  2. Mir ist noch etwas zu dieser Kampagne eingefallen.

    Die betont ja, dass etwas „gestoppt“ werden soll und es wird die Frage gestellt, warum sich Menschen dem noch nicht so anschließen, so generell.

    Es gibt ja die Von-Weg-Motivation und die Hin-zu-Motivation. Und letztere ist stärker.

    Mutter Theresa hat mal gesagt: „Ladet mich nicht zu einer Anti-Kriegs-Demo ein, sondern zu einer Friedens-Demo.“

    http://www.gesetz-der-anziehung.eddanima.net/gesetzderanziehung.html

    Und da kann auch eine wesentliche Kraft drin stecken.

    Konzentriere ich mich auf den Frieden, oder darauf „etwas zu stoppen“?

    Z.B. statt „Stopp Ramstein“ die Bezeichnung: „Für eine zivile Nutzung des Flughafens in Ramstein“ verwenden.

    Ich spüre bei dem zweiten Begriff ( also die zivile Nutzung) schon ein ganz anderes Gefühl , als die Energie bei „Stopp!“.

    Kann jeder für sich nachprüfen, der will. Ich merke nur für mich, dass da ganz andere Energien entstehen, wenn ich eine Idee mit dem Gedanken der Veränderung direkt verbinde, als wenn ich in einer Vorstellung sämtliche Kraft für einen „Stopp“ von etwas aufwende.

    • Au mann, jetzt muss ich doch mal..
      Dieses weichgespülte Gewäsch geht mir sowas von.. (ôÔ)

      „Seid nicht gegen krieg, sondern seid für Frieden!“ – Ja toll, solange keiner was gegen den Krieg macht, kann man bequem für Frieden sein. Passiert ja nix, außer weiter Krieg. Denn man darf ja nicht gegen Krieg sein. Und schon gar nicht was dagegen machen.
      Was für eine erbärmliche und wirkungslose Ideologie.
      Soma.
      Wer eine solche Ideologie verbreitet, ist eigentlich ein Kriegstreiber.
      Verfassungsschutz schützt die Verfassung, und Brandschutz schützt den Brand. Und der Friedenswunsch stoppt Krieg. Nichthandeln stoppt Hellfire.
      „Ich bin ja nicht gegen das Feuer“, sagte der Feurerwehrmann – nein sorry, die Feuerwehrfrau“ – „Ich bin aber dafür, dass es nicht brennt..“
      Total logisch. [schulterzuck]
      [lautschreiendmitwahnsinnindenaugendavonnrenn]

    • Lieber Waldbaer,

      ich gehe gerne auf den Kommentar ein:

      Au mann, jetzt muss ich doch mal..
      Dieses weichgespülte Gewäsch geht mir sowas von.. (ôÔ)

      Jeder hat eine andere Sichtweise auf die Dinge.
      Für Sie ist das anscheinend diese Sichtweise.

      „Seid nicht gegen krieg, sondern seid für Frieden!“ – Ja toll, solange keiner was gegen den Krieg macht, kann man bequem für Frieden sein.

      Ich habe hier schon viele Beiträge geschrieben. Ich nehme an, Sie werden den ein- oder anderen Beitrag von mir auch gelesen haben.
      Für den Frieden sein, heisst nicht: nichts tun.
      Frieden bedeutet für mich nicht Passivität.

      Passiert ja nix, außer weiter Krieg. Denn man darf ja nicht gegen Krieg sein. Und schon gar nicht was dagegen machen.
      Was für eine erbärmliche und wirkungslose Ideologie.
      Soma.
      Wer eine solche Ideologie verbreitet, ist eigentlich ein Kriegstreiber.

      Wie schon erwähnt, Begriffe und Begrifflichkeiten werden oft von Menschen schnell vorinterpretiert, ohne direkt eine Frage zu stellen: Wie ist das genau gemeint?

      Wir Menschen, allgemein geschrieben, neigen oft dazu, unsere Wertemuster und unser Werteverständnis bei bestimmten Aussagen sofort bei allen anderen Menschen gleichzusetzen.

      Schreibe ich zum Beispiel die Farbe „Rot“, wird wahrscheinlich jeder wissen, was gemeint ist.

      Aber welches Rot habe ich gemeint damit?

      RAL 3000, RAL 3001, RAL 3024, RAL 3015 usw.;

      siehe dazu: https://www.ralfarbpalette.de/rottone

      Also das passiert ganz schnell – nicht bloß bei Farben.

      Ich probiere häufig, Satz für Satz bei meinem Gegenüber zu kommentieren; um diesem Menschen zu verdeutlichen, dass ich ein Interesse daran habe, diesen Menschen wirklich zu verstehen.

      Mir gelingt es auch nicht immer freundlich und neutral zu bleiben.

      Aber in vielen Fällen bemühe ich mich, möglichst sachlich zu bleiben.

      Verfassungsschutz schützt die Verfassung, und Brandschutz schützt den Brand. Und der Friedenswunsch stoppt Krieg. Nichthandeln stoppt Hellfire.

      Wie schon erwähnt, Sie haben eine bestimmte Interpretation meiner Worte im Sinn und überprüfen nun sämtliche Begrifflichkeiten hinsichtlich dieser Sichtweise von Ihnen.

      „Ich bin ja nicht gegen das Feuer“, sagte der Feurerwehrmann – nein sorry, die Feuerwehrfrau“ – „Ich bin aber dafür, dass es nicht brennt..“

      Ja. Das ist perspektivisch ein Unterschied, finde ich.

      Sonst könnten ja die Kriegstreiber auch sagen „Peacekeeping operations“.

      In meinem Beispiel mit der „zivilen Nutzung des Kaiserslauter Flughafens“ ist in der Begrifflichkeit automatisch schon die Lösungsidee vorweg genommen.

      Ich geb mal drei andere Beispiele, dass Sie vielleicht merken, wie ich die positive Aussage von Dingen meine.

      1. Statt: „Nicht auf den Rasen treten“ ( also gegen etwas sein) sagen : „Bitte Gehwege benutzen“ ( für etwas sein)

      2. Statt: „ich bin gegen Atomkraft“ ( also gegen etwas sein) sagen : „Ich bin für erneuerbare Energien“ ( für etwas sein)

      3. Statt: „ich bin gegen Plastiktüten“ ( also gegen etwas sein) sagen: „ich bin für ökologiefreundliche Produkte“

      Und in diesem Zusammenhang sehe ich das.

      Ihre Beispiele mit dem Verfassungsschutz usw. sind in der Logik ihrer Perspektive logisch. Ich habe das allerdings so gemeint, dass ich mit einer Bejahung ein viel offeneres Bild und eine Perspektive in einem einzigen Satz schon äußern kann, als wenn ich mit einem Satz die Energie der Blockade, der Vermeidung äußere.

      Ich schrieb auch: wer dem nachspüren will, der kann das tun.

      Und es war auch eine Frage in dem 30-Minuten Gespräch, woran es liegt, dass sich zum Teil noch nicht so viele Menschen angeschlossen haben.

      Ich geb Ihnen zum Abschluß noch ein Beispiel.

      Sage ich z.B. : „ich bin dagegen, allein etwas zu unternehmen“ ( gegen etwas sein) oder sage ich lieber :“ Ich lade Sie ein, etwas mit mir zu unternehmen“ ( für etwas sein)

      Beide Sätze bedeuten immer ein ähnliches Ziel / Ergebnis, aber wie die Worte und die Aussagen gewählt sind, macht für mich persönlich ein ganz deutlichen Unterschied aus.

      Wahrscheinlich haben Sie einfach eine andere Perspektive.

    • p.s.:

      ich bin gedanklich mittlerweile an dem Punkt angekommen, wo ich die Lösung der globalen und ökologischen Kriege nur durch gemeinschaftliche Vernetzung und Lösungssuche als bemeisternswert erachte.

      Mir geht es darum, vielen Menschen bestimmte Dinge bewusst zu machen, da ich bei entsprechenden Erkenntnissen davon ausgehe, dass die Wahrscheinlichkeit einer Vernetzung steigen wird, wenn die Menschen ein entsprechendes Bewusstsein erlangt haben.

      Das Bewusstsein hat auch mit Kommunikation und Verständnis von manchen Dingen zu tun.

      Im Beispiel des „Dafür“ oder „Dagegenseins“ wollte ich den Menschen auch nochmal gefühlsmäßig nahebringen, wie Worte mit ähnlichem Ergebnis eine ganz andere Energie ( dafür /dagegen) ausstrahlen.

      Und je nachdem, wo sich Jemand leichter angesprochen fühlt, reagiert er auch leichter.

    • Schont den Rasen bitte!
      wäre auch eine Alternative.
      (Der Gehsteig ist aus Beton. Beton ist tot und negativ konnotiert. Das Wort Rasen allein müßte schon positiver wirken. Ich persifliere Ihre Methode ein wenig, Sie erlauben.)

      ich verstehe jedoch, was Sie, Ein-bewußter-Gegenentwurf meinen, kann jetzt aber nicht umhin,
      Sie ein wenig mit Ihrem Nickname zu kitzeln: warum „Gegen“entwurf, wo Sie doch so sehr befürworten,
      für das Positive zu sein, statt gegen das Negative.
      Nur so eine freundliche Anmerkung.

      In China werden die „Ärzte“ dafür bezahlt, die Menschen gesund zu erhalten. Dort wird also schon im
      Vorfeld von Krankheit aufklärend und beratend gewirkt. Wird ein Mensch krank, dann hat der Gesundheitkundige versagt und erhält weniger Geld also Einkommen. Bei uns, im Westen, verdient ein Arzt nur, wenn und weil es Kranke gibt. Die ganze Sache ist also völlig auf den Kopf gestellt worden.
      In der TCM geht es vor allem um Ernährungsfragen, deren richtige Handhabung allein oft schon Gesundheit erhalten kann.

      Über die Wirkung von Begriffsfeldern oder einzelnen Konzepten hat Herr Mausfeld gesprochen, ich weiß nicht mehr, wo. Jedes Begriffsfeld hat andere Assoziationen und andere menschliche Gefühlswelten im Gepäck.
      Ihr Ansatz hat also schon etwas für sich. Ich meine jedoch, daß diese Idee im New Age aus Unwissenheit sehr übertrieben wird. Ich meine jedoch, daß man in der dualen Welt, in der wir leben, mit dem Positiven immer auch einen Schatten dazubekommt. Ich meine also, daß es nicht möglich ist, sich allein auf die positve Seite zu schlagen, indem wir uns von ihr abwenden. (Zur Veranschaulichung extrem übertrieben: das Ergebnis wären irgendwann wohl die Löschung negativer Dinge und die Ausblendung negativer Ereignisse. Also die Verleugnung und die Zensur. Insofern hat Waldbaer vermutlich recht, wenn er schreibt: „Wer eine solche Ideologie verbreitet, ist eigentlich ein Kriegstreiber“.
      Verleugnung und Zensur durch Verabsolutierung dieses Umdenkesns: Wer das versucht, der wird irgendwann explodieren, da er seinen eigenen Schatten unterdrückt, statt ihn zu integrieren.

      Denken wir zu Ende, was Sie intendieren, dann hätte zwar eine bekannte Kasse, deren Namen ich jetzt nicht nennen möchte, alles richtig gemacht (sie nennt sich Gesundheitskasse statt Krankenkasse). Die Frage ist aber, ob allein aufgrund dieser Namensänderung die bei ihr Versicherten aus diesem Grund weniger krank waren; oder ob man sich dafür entschieden hat, nachhaltige Gesundheitsmethoden und alternative Heilmethoden auch per Krankenschein (da haben wir es ja schon wieder: sollen Ärzte jetzt Gesundenscheine ausstellen?) für die Geringerverdienenden zugänglich zu machen.
      Ein weites Feld.
      Das würde mich jetzt zu einem Aufsatz über das falsch verstandene positive Denken führen, das im New Age grassiert, aber ich erspare Ihnen das lieber.

    • Ein Fehler ist passiert. Ich schrieb: „Ich meine also, daß es nicht möglich ist, sich allein auf die positve Seite zu schlagen, indem wir uns von ihr abwenden.“
      Meinte aber natürlich: ….. indem wir uns von der negativen Seite abwenden.“

      Mir fiel gerade Ihr Logo in die Augen. Ich glaube, was Sie versuchen, könnte man mit Alleingültigmachung des weißen Teils des Yin-und-Yang- Zeichens umschreiben.
      Das kann aber nicht funktionieren. Der schwarze Teil wird sein Recht einfordern.
      Bei uns in der Gesellschaft vor allem durch Krankheit, also den Verlust der Balance.

    • Normopathie nannte Mausfeld das.
      Und ich erfinde jetzt einfach mal so ein neues Wort: Palaverismus.
      Palaverismus als ansteckendes Mem, Symptom von Normopathie. Ansteckunsfaktor: „Ein-unbewusster-Fürwisser“
      Ein weites Feld.
      Lieber Meister Stoiker, ich freue mich sehr, dass mich mal einer richtig verstanden hat. :o)
      Ying-Yang.. Sagt Ihnen Schamanismus etwas? Huna? Finde ich äußerst praxistauglich..

    • Es gibt da z.B. das falsch verstandene „positive Thinking“, auf das sich eine ganze Heerschaft von selbst ernannten Positivdenkern bezieht, deren „Gutheit“ darin besteht, dass sie alles „Negative“ einfach vollkommen ausblenden und sich konsequent freundlich lächelnd weigern, darüber mit zu diskutieren. Wie sie es fertig bringen, zu glauben, dass das Negative nur vorhanden sei bzw. nur noch anwachsen wird, wenn man über es nachdenkt und über es diskutiert, ist mir ein Rätsel. Wir haben einen neuen Ausdruck dafür geprägt:
      „Positive Stinking“.
      Es gibt natürlich daneben den richtigen, guten Sinn dieses „Positivdenkens“. Aber auch dies kann man nicht erzwingen. Ein depressiver Mensch kann von Haus aus nicht positiv denken. Wenn er Glück hat und nicht zu egozentrisch ist, kommt er seiner Depressivität auf die Spur, indem er sich mit der dunklen Seite der menschlichen Psyche befasst, aber so lange er diese ausblendet, hat er keine Chance. Unsere Gesellschaft besteht nach meiner Erfahrung mehrheitlich aus solchen kranken „Positivdenkern“ bzw. die nicht dazugehören, sind die Ausnahme. Das wird mit Zunahme der Probleme auch nicht besser. Selbst Phänomene, die für alle Menschen sichtbar jeden Tag am Himmel erscheinen, können ja zu 100% von der Mehrzahl verdrängt werden.
      Es gibt da die berechtigte Sorge, dass die von Menschen selbst geschaffene schreckliche Realität von Menschen selbst einfach nicht mehr ertragen werden kann und deshalb kollektiv zwangsverdrängt wird, mit wenigen Ausnahmen, die dann auch noch von dieser geistig taumelnden Mehrheit diskriminiert wird. Dieses Problem haben wir jetzt in allen Bereichen: Eine „normopathische Gesellschaft“.

    • Lieber Stoiker,

      ich danke für Ihren Kommentar zu meinen Beiträgen.

      Da gehe ich gerne drauf ein:

      ich verstehe jedoch, was Sie, Ein-bewußter-Gegenentwurf meinen, kann jetzt aber nicht umhin,
      Sie ein wenig mit Ihrem Nickname zu kitzeln: warum „Gegen“entwurf, wo Sie doch so sehr befürworten,
      für das Positive zu sein, statt gegen das Negative.
      Nur so eine freundliche Anmerkung.

      Gegenentwurf ist z.B. mal ein Wort gewesen, dass Herr Jebsen im Interview mit Mainz Free Tv geäußert hat. Das kein Mensch ein Feind ist, sondern ein „Gegenentwurf“ zu einem selbst.

      Find ich als Grundaussage ziemlich passend. Und da ich mich generell für mehr Bewusstsein zwischen mir, den Menschen aber auch den Menschen untereinander in der Kommunikation einsetzen möchte, daher der Zusatz „Ein-bewusster-„.

      Dadurch, dass ich nun auch Ying-Yang gewählt habe, verdeutliche ich auch im Logo, dass es selbst bei guten Absichten immer noch dunkle Anteile gibt ( die Punkte beim Ying-Yang verdeutlichen für mich dies).

      In China werden die „Ärzte“ dafür bezahlt, die Menschen gesund zu erhalten. Dort wird also schon im
      Vorfeld von Krankheit aufklärend und beratend gewirkt. Wird ein Mensch krank, dann hat der Gesundheitkundige versagt und erhält weniger Geld also Einkommen. Bei uns, im Westen, verdient ein Arzt nur, wenn und weil es Kranke gibt. Die ganze Sache ist also völlig auf den Kopf gestellt worden.

      In China beträgt die Wartezeit auf einen Arzt ca. 18 Monate habe ich mir sagen lassen.

      In der Schweiz wird zum Beispiel Logopädie innerhalb des Gesundheits- bzw. Bildungssystems angesiedelt. In Deutschland wiederum ist Logopädie auf Verordnung von Krankenkassen angewiesen.

      Auch ein völlig anderes System- ist aber nicht mein Thema, dass in der Tiefe auszudiskutieren – sondern nur ein Hinweis meinerseits gewesen, dass es auch bei Gesundheitsthemen in unterschiedlichen Ländern ganz verschiedene Ansätze gibt.

      Über die Wirkung von Begriffsfeldern oder einzelnen Konzepten hat Herr Mausfeld gesprochen, ich weiß nicht mehr, wo. Jedes Begriffsfeld hat andere Assoziationen und andere menschliche Gefühlswelten im Gepäck.
      Ihr Ansatz hat also schon etwas für sich.

      Ich freue mich, wenn ich anteilig zumindest etwas Verständnis erhalte; so dass zumindest etwas davon ankommt, was ich beabsichtige.

      Ich meine jedoch, daß diese Idee im New Age aus Unwissenheit sehr übertrieben wird. Ich meine jedoch, daß man in der dualen Welt, in der wir leben, mit dem Positiven immer auch einen Schatten dazubekommt.

      Deswegen habe ich ja für mich Ying-Yang als Symbol. Ich bin mir dessen bewusst, dass auch immer ein Schatten entsteht, wenn sich auf etwas fokussiert wird.

      Ich meine also, daß es nicht möglich ist, sich allein auf die positve Seite zu schlagen, indem wir uns von ihr abwenden. (Zur Veranschaulichung extrem übertrieben: das Ergebnis wären irgendwann wohl die Löschung negativer Dinge und die Ausblendung negativer Ereignisse.

      Das möchte ich garnicht. Wenn Sie das in Bezug auf mich münzen, haben Sie ein ähnliches Missverständnis, wie das evtl. waldbaer hat.

      Es ist aus meiner Vorstellung so ( vielleicht sehen Sie das für sich anders), dass ich eine ganz andere Energie und Perspektive habe, wenn ich sage:
      „Stoppt Air Base Ramstein!“ – -> ok. Nehmen wir an, wir alle hätten und haben die Macht, den Satz wahr werden zu lassen: „Ramstein Air Base ist gestoppt!“ – und dann?

      Stillstand.

      Ein positiver Satz „für die zukünftig friedliche Nutzung des Flughafens“ ist sicher auch auf Dauer zu Rosarot. Wenn Ihre Kritik in diese Richtung geht, dann ist meine Konsensidee dazu, beides miteinander zu verknüpfen, nämlich:

      „Stoppt Air Base Ramstein! – für eine zukünftig zivile Nutzung des Flughafens“.

      Und schauen wir an, was wir dann haben:

      Air-Base wird gestoppt und der Flughafen wird zivil genutzt.

      Und das verbindet sowohl den Gedanken der Schwierigkeiten und gleichzeitig auch die Lösung und friedliche Umwandlung.

      Viele Kampagnen haben aus meiner Sicht (gefühlt) eine Antihaltung – aber wissen keine Lösung.

      Genauso dieser Satz „Merkel muss weg“ – und dann?

      Wie ist die Lösung?

      Ohne andere Partei, oder einen anderen Menschen, der als Alternative hochgehalten werden kann, wirkt dieser Satz aus meiner Sicht sehr blaß.

      Und das probiere ich mehrfach zu erklären. Das eine reine Antihaltung wenig nützt, ohne formulierte Alternative.

      Ist vielleicht schwer für Andere, meine Gedanken nachvollziehen zu können.

      Denken wir zu Ende, was Sie intendieren, dann hätte zwar eine bekannte Kasse, deren Namen ich jetzt nicht nennen möchte, alles richtig gemacht (sie nennt sich Gesundheitskasse statt Krankenkasse). Die Frage ist aber, ob allein aufgrund dieser Namensänderung die bei ihr Versicherten aus diesem Grund weniger krank waren;

      Okay. Mir scheint, als hätten Sie die Annahme, wenn ich einen Satz positiver formuliere, meine ich: es gibt garnichts schlechtes auf der Welt?

      Dem ist nicht so. Daher mein Ying-Yang, daher das Wort Gegenentwurf – gerade weil es Dualität gibt.

      Es gibt sogar eine mögliche Trialität.

      Wenn Ihre Sichtweise und meine Sichtweise ein gemeinsames System entwickeln können, was weder ausschließlich ihre Gedanken, noch Ausschließlich meine Gedanken sind.

      Dann erzeugen wir ein drittes System, was unabhängig von Ihnen und mir dennoch zwischen uns existiert.

      Und das ist mein langfristiges Ziel. Menschen eine Sichtweise zu vermitteln, die zwischen einer rein negativen und rein positiven Sicht entstehen kann.

      Das Beispiel mit der Krankenkasse, finde ich etwas unpassend, weil:

      mir es im Beispiel mit dem „Stoppt Air Base-Ramstein“-Slogan ein Anliegen war, aufzuzeigen, dass es eine andere Formulierung geben könnte, wie mehr Menschen sich der Aktion anschließen könnten – habe ich ja in diesem Kommentar nochmal weiter oben genauer erklärt.

      Und im Beispiel der Krankenkasse, kann es manche Menschen dazu bewegen, eher sich zu der Gesundheitskasse anzumelden, weil die Formulierung angenehmer ist.

      Ob die Menschen dadurch im Schnitt gesünder sind, als Mitglieder anderer Krankenkassen, müsste eine Statistik von sämtlichen Mitgliedern in allen Krankenkassen hergeben. Um dann evtl. daraus schluss zu folgern / zu mutmaßen, dass bei der „Gesundheitskasse“ mehr Menschen gesund sind, als die Mitglieder anderer Kassen.

      Aber: wer wird solche Daten schon preisgeben und warum?

      Mir geht es und ging es bei dem Ramstein-Slogan um eine Vermutung, warum sich noch nicht so viele Menschen angeschlossen haben.

      Und wir können uns natürlich über Krankenkassen, New Age-Missverständnisse, Wortaberglauben, Netzwerkmuster ( die im Kopf aktiviert werden, bei bestimmten Worten) und einseitig positive- oder einseitig negative Slogans unterhalten. Aber damit entfernen wir uns gemeinschaftlich von meinem ursprünglich intendierten Ziel einer möglichen Verbesserung des Kampagnenslogans immer weiter weg.

      Meine Lösung / Verbesserung des Kampagnenslogans ist ( ich wiederhole das abschließend):

      „Stoppt Air Base Ramstein! – für eine zukünftig zivile Nutzung des Flughafens“.

    • Ein-bewußter-Gegenentwurf kommt in dieser Diskussion etwas schlecht weg, wie ich finde. Ich lese sein (Ihre) Beiträge gerne und finde sie meistens aufbauend und hilfreich. An dieser Stelle hat er sich jedoch (haben Sie sich jedoch – mir fällt auf, daß wir im Forum oft so sprechen, als würde der andere nicht dabei sein, was man in Hollywoodfilmen dann durch die lustige Szene zurechtrückt: He, ich kann Euch hören!) etwas vergalloppiert.
      „Nie wieder Krieg“ ist mit Sicherheit einer der stärksten Slogans, die es gibt.
      Mit Huna, Waldbaer, habe ich mich noch nicht befaßt. Werde ich nachholen.
      Schamanismus entspricht mir sowieso, im Sinne von: Zugang zu Anderswelten. Bewußtseinserweiterung. Henri Michaux usw.
      (Warum nicht „Ein-bewußter-Andersentwurf“?)

      Falschverstandenes positives Denken. Ein Mann ist rasend wütend. Er versucht, was er in einem jener unsäglichen Seminare gelernt hat, anzuwenden. Er sagt sich: Ich bin ganz friedlich. Es geht mir wunderbar.
      Ich bin ganz ruhig. Ich atme tief durch und merke, wie es mir immer besser geht.

      Das richtigverstandene positive Denken: Ich wiederhole meine wuterzeugenden Gedanken nicht mehr. Ich stoppe sie. (Stopp Ramstein!) Ich richte mich auf Gedanken aus, die mir gut tun.
      Ich schaue auf das, was in meinem Leben gut ist. Ich denke über das nach, was mir alles an Positivem gegeben wurde. Wie reich ich eigentlich bin. Und was für ein beschenktes, erfülltes Leben ich eigentlich führe.

      Der erste wird früher oder später entweder durchknallen und jemanden erschlagen. Oder er wird an Magengeschwüren oder Krebs verrecken.

      Der zweite hat eine Chance, aus den negativen Teufelskreisen auszusteigen und mit der Zeit immer weniger wütend zu werden.

      Was Specht sagt, finde ich weise.

      Dieser kollektiv verleugnete Schatten könnte uns jetzt mehr und mehr in den Immigranten begegnen. Wer sich sein ganzes Leben lang weigert, sein innerstes Unglücklichsein zu erfahren, und wer sich weigert zu sehen, wie sehr er mitwirkt, die Dritte-Welt-Länder auszubeuten und unglücklich zu machen. Wie sehr er also sein eigenes „Glück“ dem Unglück anderer verdankt. Den wird das Leben früher oder später mit diesem abgespaltenen Schattenanteil konfrontieren. Und zwar so, daß er ihn nicht mehr ignorieren kann.

      Soviel zum politischen Geschehen aus der Perspektive eines Ayuahuasca- und Kaktuserprobten.

    • Ich sehe, Sie haben schon wieder geantwortet, während ich noch schrieb. Das werde ich jetzt lesen.

    • Aber damit entfernen wir uns gemeinschaftlich von meinem ursprünglich intendierten Ziel einer möglichen Verbesserung des Kampagnenslogans immer weiter weg.“

      Das war Ihr Ziel, habe ich verstanden. Nicht meines. ich glaube nicht, daß er verbessert werden muß. Ich wollte auf jenen winzig kleinen schwarzen Punkt innerhalb des weißen Teiles Ihres Logos hinaus, das Waldber mit seinem Satz „Wer solche Ideologien verbreitet ist Kriegstreiber“ in Essenz beschrieben hat.

      Ich mag auch nicht jeden Satz meiner Diskussionspartner aufführen und zerlegen und diesen mit langen Darlegungen widersprechen. Das haben die Sophisten zur Genüge getan. Jede Position läßt sich durch einen genügend großen Wortaufwand rechtfertigen und als glaubwürdig bekräftigen. So überzeugen Rechtsanwälte.
      Aber eigentlich ist das Wort des Palaverismus auch manchmal zutreffend. In der Kürze liegt die Würze.
      Auf die Essenz hören und dann gut. Aber das ist nur meine Ansicht.

    • Also mir geht das ellenlange Auseinandergepflücke vom „bewusten“ auf den Zeiger.
      Da ist mir ein Zyniker lieber – da weis ich was Sache ist.
      Eine Sache wird dadurch nicht besser, wenn man Sie mit positiven Gedanken transportiert.
      Ganz im Gegenteil.
      Wird auch in der Werbung benutzt.
      z.B. AOK – Die Gesundheitskasse –> Marketing und Propaganda. –> und bleibt trotzdem ne stinknormale Krankenkasse,
      wir jetzt Kunden und keine Patienten mehr. Was ist daran besser, wenn man krank ist?

  3. Vielen Dank Herr Shahyar und Herr Luig für das Gespräch.

    Ein sehr gelungenes Gespräch. Viele Gute Fragestellungen und Information, was die Aktionen sind, wer beteiligt ist – wie die Entwicklung ist.

    Auch viele gute Fragen von Herrn Shahyar, wie es weiter nach vorne gehen kann.

    Ich habe nur eine Frage gefunden, die ich kurz zitieren möchte, um dann zu zeigen, wie so eine Frage auch gestellt werden könnte:

    Was sind jetzt so die größten Schwierigkeiten bei der Kampagne Stopp Airbase Ramstein? Wo brauchen Sie Hilfe? Was kann jeder tun?“

    https://www.youtube.com/watch?v=UPhCgWvoupc&t=24m08s

    Ich will nicht sagen, dass ich als Mensch der ein Interview führt, das viel besser gekonnt hätte; sondern ich möchte nur bei der Frage zeigen, was ich dabei gedacht habe.

    „Wie können wir Sie jetzt unterstützen? Wo braucht es noch Hilfe?“

    Das ist das Einzige, was ich gedacht habe. Weil das Wort „Schwierigkeit“ erstmal in der Frage das Gefühl von „Problemverständnis“ ( so zumindest bei mir) vermittelt.

    „Unterstützung“ oder „Lösung“ als Wort ist direkt schon auf Umsetzbarkeit hin orientiert.

    Das ist eine Minikritik.

    Mir haben 99,99% des Gesprächs hervorragend gefallen.

    Lieben Gruß Ihnen, Herr Shahyar.

  4. Schade, dass ich es dieses Jahr nicht teilnehmen kann und arbeiten muß. Letztes Mal war es trotz Regen eine der schönsten Demonstrationen, die ich erlebt habe.. Ich wünsche allen die dabei sind schönes Wetter und einen riesigen Zulauf!

  5. Perfekte erste Frage: Was bringt das?
    Aufklärung.. Ja, dasfür taugt das.
    Und vielleicht hilft das auch was.
    Super Interview – danke! :o)

    Ich hoffe nur, dass die Antifa dieser Aktion nicht hineingrätscht. Zuzutrauen wäre es denen..

    Spendenkonto (wurde nur kurz im Video eingeblendet)
    IBAN: DE38 1005 0000 0190 6460 80

    P.S.
    Tipp eines ehemaligen NA(h)TO(d) MP: Nich am Zaun packen, dann bleiben die MP cool.
    Und nein, ohne Ramstein klappt das mit den Drohnen erstmal nicht, für einige Jahre zumindest. Und selbst wenn – wenn Washington schon so eine Scheiße bauen will, dann bitte nicht via Deutschland.

    • Mein lieber Meister Volland,
      natürlich wird das Militär keinerlei Probleme mit solchen Protesten haben. Militär und Zivil sind zwei völlig verschiedene Welten. Militär hat keine Ethik, sondern eine herbeifabulierte Moral.
      Aber bleiben wir mal im Zivilbereich: Aufklärung, Bildung. Von den Medien – ich spiele hier an auf Claudius Adhesivus und Kohorten der Cursoren des Imperiums – kann man nicht mehr erwarten, dass mitgeteilt wird, was tatsächlich stattfindet. Insofern finde ich diese Aktion sehr hilfreich.
      Und dass es nicht in der Macht Deutschlands stehen würde.. [fiesgrins]
      Denke ich mal militärisch. [nochfiesergrins] Drehen wir einfach Ramstein Gas, Wasser und Strom ab, und gucken mal..
      ;o)
      Wird nicht passieren, schon richtig. Dennoch finde ich es richtig, darüber zu informieren.

    • M. Volland, ich kann Ihrem beleidigenden Kommentar keinerlei alternativen Strategie-Vorschlag entnehmen. Wir sollen also nichts tun, während von einem Ort in Deutschland mittels Drohnen gemordet wird. Ist es das, was Sie hier als beste Handlungsoption darstellen wollen? Sorry, aber das ist mir zuwenig. Dann lieber in Ramstein demonstrieren.

    • Auch wenn der Kommentar nicht mehr zu lesen ist; erahnen kann man ihn ja leicht.
      Das Konstruktivste, was V/E bisher in diesem Forum vorgetragen hat war allen Ernstes:
      „Wer Deutschland nicht verläßt, ist dumm.
      Es gibt immer noch ein paar schöne Strände, an denen man es sich mit wenig Geld
      gut gehen lassen kann.“ (Nur sinngemäß zitiert, nicht wörtlich.)

      – Allen Ernstes. Das war der „konstruktivste“ Kommentar, den ich von jenem hier
      gelesen habe.

      So, und jetzt bin ich wieder so richtig motiviert, auch noch die letzten Stopp Ramstein-
      Zeitungen unter die Leute zu bringen…

    • Im Vortrag von Prof. Rainer Mausfeld: „Wie werden Meinung und Demokratie gesteuert?“,
      wird Wolfgang Streeck zitiert.
      „Wir entscheiden gar nichts. Das wird für uns entschieden: von den „Märkten“
      und, in ihrem Gefolge, den Regierungen…
      Etwas zu sagen haben wir erst, wenn wir verstanden haben,
      dass wir grundsätzlich erst einmal nichts zu sagen haben.“
      „das bedeutet, dass ein Wiederstand dagegen, überhaupt erst dann eine Chance auf Erfolg hat, wenn wir eine realistische Einschätzung der Situation haben. Davor drücken wir uns.“

      Ich glaube, dass „Meister Volland“ die Situation realistisch eigeschätzt hat.
      Deshalb finde ich die Löschung unverhälltnismäßig.
      Beleidigt sind vor allem jene, die denken, das Ramstein in Folge der Demonstration geschlossen wird.
      Dafür haben wir die falsche Regierung.
      Das wissen doch auch alle.
      Die Bundestagswahlen werden die CDU noch beflügeln, dass das was Sie machen, das Richtige ist.
      Ich persönlich finde es trotzdem richtig in Ramstein zu demonstrieren.
      Ein realistisches Ziel kann nur Aufklärung sein.

    • Natürlich ist völlig klar, daß Ramstein aufgrund der Demo im September nicht geschlossen wird. Aber nur mit Wut im Bauch herumzulaufen ist schlechter als gemeinsam mit vielen Anderen ein Zeichen zu setzen, daß man mit dieser Mord-Politik nicht einverstanden ist.
      Wer Ideen hat, was man sonst noch dagegen unternehmen kann, kann das hier gerne äußern.

    • Die Menschen in Deutschland wissen fast nichts über Ramstein und was da passiert.
      Darüber können wir aufklären. Das ist das Einzigste was mir dazu einfällt.
      Machen Sie das mal im Kollegen- und Bekanntenkreis.
      Das wird richtig schwer. Schon einmal den richtigen Zeitpunkt zu finden.
      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.
      Und dann schreiben Sie hier einmal über Ihre Erfahrungen.
      In der Regel wird Wut und Enttäuschung danach eins Ihrer Gefühle sein.
      Erinnern Sie sich noch daran, wie viele Menschen weltweit gegen den Irak-Krieg auf die Straße gegangen sind.
      Wie viele Menschenleben wurden dadurch gerettet?
      Welcher der Verantwortlichen wurde vor Gericht gestellt?
      Wie gesagt, ich bin für die Demo., um aufzuklären, um es den Menschen bewußt zu machen.
      Ob die Menschen dadurch Ihr Wahlverhalten ändern?
      Daran zweifele ich. Sie nicht?

    • schwarz ist weiß,
      (sehr unhandlicher Nickname ;o) )
      Ja, finde ich auch. Die Löschung des Kommentares von Volland zerstört den Kontext, und war IMHO in keinster Weise notwendig. Wer auch immer das entschieden hat, möge jetzt meinen sehr verärgerten Blick auf sich ruhend empfinden.

      Ob es das Wahlverhalten ändern wird?
      Man muss zumindest mal versuchen, die notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen, dass jeder selber entscheiden kann. Mehr kann man nicht machen.
      Langsam übertreibt es die Propaganda derart, dass ich tatsächlich Hoffnung habe..

    • Das mit der Propaganda geht ja schon ewig.
      Machen wir uns doch nichts vor.
      Die meißten Leute fressen das – oder es geht ihnen am A….. vorbei.
      Ich empfehle den Leuten immer wieder Vorträge von Prof. Rainer Mausfeld.
      Ich hoffe, dass das hilft.

    • Aufklärung ist zweifelsohne eine der wichtigsten Methoden der Friedensbewegung. Das Eine (Ramstein-Demo) schließt das Andere (Aufklärung) ja nicht aus. Aufklärung im Freundes- und Bekanntenkreis betreibe ich schon lange. Die Reaktionen reichen von Zustimmung über betretenes Schweigen bis hin zu Gegenargumenten, aber immer konstruktiv.
      Gegen den Irak-Krieg sind damals nur wenige auf die Strasse gegangen, aber daß der Krieg mit einer Lüge (Hussein habe Massenvernichtungswaffen) begann, ist heute Allgemeinwissen. Das hat den Opfern damals nicht mehr geholfen, es wurden dadurch keine Menschenleben gerettet, und keiner der Verantwortlichen stand jemals vor Gericht. Und warum? Weil zuwenig Menschen auf die Strasse gegangen sind. Daraus den Schluß zu ziehen, deshalb nicht mehr zu demonstrieren (wie das Volland tat), halte ich für die falsche Schlußfolgerung.
      Das Wahlverhalten wird sich bei denjenigen ändern, die die Dimension des Angriffs auf die Kultur erkannt haben. Dies wird bei der Wahl im September nur eine Minderheit sein. Ich denke nicht in Alles-oder-nichts-Kategorien, sondern in Mehr-oder-weniger-Kategorien. In der nahen Zukunft können die aufgeklärten Menschen das Blatt sicher nicht wenden, aber wenn sie resignieren, ist ihr Kampf auf jeden Fall verloren. Ich mache weiter, mit stark reduzierten Erwartungen, so halten sich die Enttäuschungen in erträglichen Grenzen.
      Die Sperrung von Vollands Kommentar geht für mich in Ordnung. Er hat ein ehrenwertes Mitglied der Community hier beleidigt, noch dazu ohne ersichtlichen Grund. Ich bin sehr dafür, daß die Umgangsformen bei KenFM zivilisierter geartet sind als in anderen Foren. Veranlasst habe ich die Sperrung aber nicht.

    • „Gegen den Irak-Krieg sind damals nur wenige auf die Strasse gegangen….“ ???

      Spiegel online Samstag, 20.03.2004

      Hunderttausende protestieren gegen Bushs Irak-Krieg

      Die Bush-Politik treibt ein Jahr nach Beginn des Irak-Krieges Hunderttausende auf die Straßen vieler Metropolen von Tokio bis New York. Sie forderten Frieden für den Irak und ein Ende der Besatzung. Allein in Rom demonstrierten 300.000 Menschen.

      Protestzug vom Hyde Park zum Trafalgar Square, die Organisatoren sprachen von 100.000 Teilnehmern. Auf Transparenten wurde US-Präsident George W. Bush als „Weltweiter Terrorist Nr.1“ bezeichnet.

      Allein in Tokio zogen nach Angaben der Veranstalter 30.000 Menschen durch die Straßen und protestierten gegen den Einsatz japanischer Soldaten im Irak. „Lasst Bush fallen statt Bomben“ war auf den Plakaten der Demonstranten zu lesen, die drei Kilometer durch strömenden Regen marschierten.

      In Südkorea gingen in mehreren Städten Tausende von Menschen auf die Straße. Die Organisatoren der zentralen Kundgebung in der Hauptstadt Seoul erwarteten bis zu 100.000 Teilnehmer.“
      usw.

      und nun kommen Sie….

    • SPON 15.02.2003
      Berlin – Nach Angaben der Veranstalter strömten bis zum frühen Samstagnachmittag mehr als eine halbe Million Teilnehmer zu einer großen Kundgebung an der Siegessäule, um gegen den drohenden Irak-Krieg zu protestieren. Die Polizei sprach von rund 500.000 Demonstranten.

      Damit wäre es die größte Friedenskundgebung, in der Geschichte der Bundesrepublik. Teilnehmer sagten, seit der Wende 1989 hätten sie nicht mehr solche Menschenmassen gesehen. Bei der bislang größten Friedenskundgebung in der Bundesrepublik hatten im Oktober 1981 über 250.000 Menschen in Bonn gegen den Nato-Doppelbeschluss zur Stationierung von Mittelstreckenraketen demonstriert.

    • Hallo Torsten,
      ich wollte nur mal klar machen, mit welchen Dimensionen wir es zu tun haben.
      Die Kriegstreiber dieser Welt sitzen leider sehr fest im Sattel.
      Demo’s haben die eingepreist.
      Es ist wichtig die Situation realistisch einzuschätzen.

    • Ich bin jedem einzelnen Menschen dankbar, der vor Ort gegen diese Massenmordschneise Ramstein demonstriert.
      Was Unrecht ist muss immer benannt werden und drauf gezeigt werden, sonst ist der Mensch nichts mehr wert.

  6. Warum es keine große Friedensbewegung mehr gibt, ist doch schon lange klar: weil diejenigen, die sie nicht haben wollen alles daransetzen, um sie nicht mehr entstehen zu lassen. Im Gegenteil setzen sie alle Mittel ein, um alles auf Krieg zu bürsten. Natürlich waren sie früher auch schon immer in dieser Richtung aktiv, aber da sie immer weiter daran gearbeitet haben, ihre Wirkmechanismen mit ihren Thinktanks und den Geheimdiensten, die vor keiner Untat zurückschrecken, immer noch weiter ausgebaut haben, hat sich halt das Machtverhältnis immer noch weiter zu ihren Gunsten und zu Ungunsten der restlichen friedliebenden Menschheit verschoben. Nicht zu vergessen die gekaufte Wissenschaft, die immer noch perversere Technologien und Methoden entwickelt, um Leben zu kränken und zu zerstören. Am Ende womöglich noch den ganzen Planeten! Und umkränzt wird das Ganze noch pausenlos mittels des weltweiten Ignoranzfilters der eingekauften Massenmedien.
    Es können nur genügend Menschen gegen all das aufstehen, wenn erst einmal genügend Menschen aufwachen!

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