Der Rote Tisch – 30 Minuten mit Philip Schlaffer (Rechte, Rotlicht & Rocker)

Rechte, Rotlicht & Rocker! Das Leben von Philip Schlaffer war dramatisch und voller Wendungen. Durch mehrfache Migration seiner Eltern aus der Bahn geworfen, wird Philip Schlaffer in seiner Jugend zu einer Größe in der harten Szene der Neonazis.

Heute spricht er als Blogger über den positiven Wandel, engagiert sich insbesondere mit Jugendlichen gegen Radikalisierung und für den gegenseitigen Respekt.

Seine Wandlung ist das Thema in der letzten Ausgabe von „Der Rote Tisch“. Dieser spannende Werdegang ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie stark der Humanismus und die Menschenliebe sind, und dass bei allem was schief läuft, die Hoffnung für eine bessere und menschlichere Welt niemals sterben wird.

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18 Kommentare zu: “Der Rote Tisch – 30 Minuten mit Philip Schlaffer (Rechte, Rotlicht & Rocker)

  1. wohl eines der wichtigsten Themen in Zeiten von teile und herrsche.
    Das Unverständnis und das Vorverurteilen wird leider in unserer (und anderen) Gesellschaft(en) gefördert und hat das Potential die Menschen gegeneinander aufzubringen mit den in der Weltgeschichte bekannten Folgen. Hier ist jeder in seinem Umfeld gefragt.
    Was ich mir sehr wünschen würde, wenn auch wahrscheinlich recht aufwendig, wäre die Informationen dieser Platform auch den Menschen zukommen zu lassen, die aus welchen Gründen auch immer Ihre Heimat verlassen haben um sich hier etwas neues aufzubauen. Ken FM mit arabischen Untertitel (´türkisch, english )
    Das würde ich finanziell auch unterstützen.
    Sehr gute Arbeit, weiter so!

  2. Ein sehr wertvolles Gespräch. In meinem Leben habe ich einige Menschen kennengelernt, die wie Herr Schlaffer aus einem inneren Antrieb ihr Leben vollständig umgekrempelt haben. Es gibt da sogar illustre Beispiele wie Leon Tolstoi, Franz Liszt. Machen Sie weiter so, Philip Schlaffer.

  3. Bravo Herr Shahyar!
    Aller Achtung Herr Schlaffer!
    und vielen Dank an beide.
    Genau das! Reden! Reden miteinander egal wie unterschiedlich unsere Ansichten sind oder waren
    und auch dann (oder gerade dann) wenn es weh tut. Reden, um zu verstehen.
    Was haben wir denn sonst noch für Möglichkeiten?

  4. Eine gute Strärke hat den Philip Schlaffer aber von Anfang bis jetzt begleitet: Das Nicht-Gehorchen- Wollen, sondern letztendlich immer Sein -eigenes -Ding machen-Wollen. Nur so findet einer vom Nazi zum Buddhisten.

    • Schätze ich sollte mich mal mit dem Buddhismus befassen: Auch ich habe ein eklatantes Problem mit selbsternannten Obrigkeiten und dem „Gehorchen“. Und Fleisch esse ich seit 45 Jahren genau keines 🙂

  5. Chapeau Philip!

    Tolles Interview. Vielen Dank!

    Er sagt es deutlich. Geld ist eine Droge. Aber wie bei jeder Droge, kann man einen Entzug machen. Der tut weh, funktioniert aber. Die Sucht bleibt allerdings im Hintergrund. Beim einen mehr, beim anderen weniger. Man darf nur nicht wieder anfangen, dann hängt man am Ende wieder an der Geld-Nadel.

    • Schätze man braucht aber – wie übrigens auch für stoffliche Süchte, eine offensichtlich angeborene Präferenz. Kenne einige Leute die einmal Heroin probierten und das einfach nicht gut fanden.
      Ich selbst hab in diesem Leben mehrfach reichlich Kohle gehabt ohne da all zu sehr drauf abzugehen. Der Weg war das Ziele: Ich hatte für die Arbeit gelebt (in meinem Falle aber legal). Die Monate und Jahre an die ich mich am liebsten zurückerinnern sind aber die, die wir nachts los sind, Kartoffeln aus den Äckern zu klauen um was zu fressen zu haben.
      Dass Geld DERART zu einer Religion werden konnte (wir haben tatsächlich alle Merkmale einer Sekte) hat sicher andere Gründe. Vermutlich mangelnde Alternative und die systematisch Zerschlagung aller Gruppen und Atomisierung der Gesellschaft durch die Neoliberalen.
      Man muss wohl mehr in die Richtung überlegen wie wir da raus kommen. KenFM engagiert sich ja u.a. in diese Richtung zum Glück sehr stark und irgendwie als einzige Plattform! Sonst werden überall nur die Fehler unserer Gesellschaft thematisiert und die Suche nach Lösungen an Parteien delegiert. Von denen werden wir aber zuletzt eine Lösung er warten können.

    • Ja logisch. Es gibt immer Leute, die widerstehen können. Und ich kann alles bestätigen, was Sie schreiben. Die schönsten Erinnerungen, sind die Aktionen mit den Freunden. 🙂

      Ich hab beide Szenen erleben „dürfen“, weit oben und ganz unten. Und ich kann nur sagen, je weiter man hoch kommt, desto dreckiger und tiefer wird der Sumpf (auch bei den legalen Geschäftsleuten).

      Naja, mich hat Geld früher schon angezogen. Erst als ich gemerkt hab, wie frei Besitzlosigkeit macht, hab ich beschlossen dieser Droge den Mittelfinger zur zeigen. 🙂

      Gehorsam ist eins der Grundübel überhaupt! Wie wir da rauskommen? Umdenken!

  6. eins von vielen Fallbeispielen, die man diesen schlimmen Demagogen zeigen sollte, die immer meinen: „Ja, der Mensch ist per se schlecht und neigt zur Gewalt, deshalb brauchen wir Zucht und Ordnung…“. Dabei fehlt den meisten, als ’schlecht‘ bezeichnete Menschen, einfach nur der soziale Halt und eine herzliche Zuwendung. Terrorismus kommt von eben jener Ohnmacht, nichts gegen Isolation oder Unrecht bewirken zu können.

  7. Ihr Zwei,

    Danke für das Gespräch.

    Was für ein kraftvoller Mensch!

    Fühle mich ein bisschen beschämt

    Als Mutter zweier erwachsener Töchter- möchte meinen wundervollen Mann hier mal mit einschließen (also Eltern)
    …kann auf dem Weg des Lebens viel daneben geben

    es ist so wichtig, seine Kinder im richtigen Moment in den Arm zu nehmen

    das haben sie getan

    Danke an die Eltern

    Claudia Volke aus Dresden

  8. Das war ja eine sehr interessante Geschichte, wunderbar anschaulich in dieser Kürze dargestellt! Herzlichen Dank an Euch beide!
    Durch diese 30 Minuten habe ich erstaunlich viel gelernt darüber, warum junge Männer zu dieser oder jener Art gewalttätiger Gruppierungen abdriften können. Witzig finde ich hier, dass der zündende Grundgedanke zum Nazi der selbe sein kann, wie der zum Buddhisten: Ich muss nichts WERDEN, weil ich von Geburt an schon etwas BIN.
    Dies war nämlich für mich der erste heilsame Gedanke gegen diese kranke Gesellschaftsstruktur, die mich bis dahin immer nur bedrückt hatte, in der nicht der einzelne Mensch, so wie er ist, gefragt wird, sondern nur das emsig folgsame Produkt dieses Systems, wenn es denn irgend einen ehrgültigen Titel darin errungen hat.

    • Was den Unterschied macht zwischen diesem und jenem ist der Unterschied zwischen Gewalt und Gewaltlosigkeit.
      Unser Grundproblem ist die Gewalt. Sie hätte nie und nirgends akzeptiert werden dürfen, geschweige denn entwickelt und raffiniert. Das hat das Böse in die Welt gebracht. Die schlimmste Verfehlung des Menschen ist, sich dem Hass hinzugeben. Die zweitschlimmste die Überheblichkeit.

  9. Guter Mann !

    Wenn er nur ein paar Jugendliche davon abhält, zum nächsten Vergangenheits-Philip-Schlaffer zu werden, macht er in meiner Wahrnehmung vieles wieder gut, was er früher so abgrundtief verkackt hat.

    Zeigt dieses Beispiel, dass alle eine zweite Chance verdient haben ?
    Bin mir da nicht hundertpro sicher, aber die meisten bestimmt.

    Das Interview ist in der Tat wertvoll und macht Hoffnung… und es hätte wirklich zwei Stunden lang dauern dürfen : ]
    Wer mehr von Herrn Schlaffer hören/sehen möchte:

    https://www.youtube.com/channel/UCCcFnVUHZDKDUkghDspBKdQ/videos

    Alles Gute !

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