Der Rote Tisch – 30 Minuten mit Sonja Karas

Sonja Karas stieg 2013 in die Politik ein, weil sie konkret und direkt vor Ort in Brandenburg etwas verändern wollte. Im Bestreben für eine ökologische und soziale Politik zu kämpfen, erschien ihr die Mitgliedschaft bei der Partei Bündnis90/Die Grünen naheliegend.

Als Quereinsteigerin mit ihrer zielstrebigen und ehrlichen Art eroberte sie die Herzen der Menschen im Sturm und fand sich schon kurze Zeit später im Landesvorstand der Partei wieder.

Doch es dauerte nicht lange, da wurde ihr genau diese „Art“ konkret und authentisch etwas verändern zu wollen, zum Hindernis innerhalb der Parteistruktur: Sie fing an „anzuecken“.

Wir sprechen mit Sonja Karas über ihre Erfahrungen als Kommunalpolitikerin und über die Widerstände, mit denen sie in ihrer neuen Position als kämpferische Quereinsteigern umgehen musste.

Die ökologische Wende ist unzweifelhaft notwendig für das Überleben der Menschheit. Welche Chancen haben wir? Wo sind die Potenziale für eine ökologisch-soziale Veränderung? Und was kann jeder Einzelne konkret und vor Ort tun, um eine bessere Zukunft zu gestalten?

All diesen Fragen stellt sich Sonja Karas im Gespräch am „Roten Tisch“.

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32 Kommentare zu: “Der Rote Tisch – 30 Minuten mit Sonja Karas

  1. Sie ist 2013 in die Partei eingetreten, damals waren die Grünen schon längst neoliberal gewendet und Nato-olivgrün umgefärbt. Warum tritt sie mit ihren Ansichten überhaupt in eine solche Partei ein und warum tritt sie „bald“ aus und nicht sofort? Die Person, ihre Aussagen, ihr Handeln…alles nicht so ganz stimmig.

    • Vermutlich weil sie’s nicht durchschaut und man sie als Newcomer gleich entsprechend hofiert hat.

  2. So, Jungs von KenFM, das war´s dann.
    Freilich sehe ich sowieso etliche Ansichten von Euch kritisch (So äußerte Ken mal -ich glaube in Plauen-, daß wir „Flüchtlinge“ aufnehmen müßten, weil deutsche Firmen Waffen in einige Kriegsgebiete liefern… Häh? Paßt er auch auf, daß dem Proporz entsprechend die Waffenlieferanten wie China, Rußland, VSA usw. sich von den Invasoren überrollen lassen? Was hat so eine Argumentation mit Logik zu tun? — Das als kleines Beispiel.). Aber ich unterstützte diese Meinungsvielfalt mit einem kleinen monatlichen Betrag.
    Doch jetzt wollt Ihr mir mit so einem Beitrag die pädophilen, kriegstreiberischen, linksrum verblödeten Öko-Faschisten und Deutschland-Hasser schönreden???
    Heute zusammen mit der Lichtgestalt Prof. Rainer Mausfeld (Repräsentative Demokratie) auf Eurer Webseite! Wem ist denn da der Stoff ausgegangen, solch gegensätzliche Realitäten zusammenzuschmeißen…?
    Tja, hier ist für mich Schluß. Ich erhöhe meine monatliche Spende nicht (wie ich es vor hatte), sondern stelle sie ein. Einen solch üblen Schund unterstütze ich auf keinen Fall. Das ist keine Meinungsvielfalt, sondern eindeutig Volksverdummung!

  3. Super Interview. Aber kann mir mal einer von KenFM erklaeren warum ihr dieses bescheurte Superbreitbild Format verwendet? Und dann AUCH NOCH mit einem schwarzen Streifen oben und unten? Der Petra wird staendig die Stirn und das Kinn abgeschnitten! Koepfe sind nun mal vertikal und fuer ein Interview waere das klassische 4:3 Format 100 mal intelligenter. Das 16:9 Fromat ist schon ungeignet und dann auch mit 2 schwarzen Streifen! Das ist einfach nur daemlich!

  4. Das ist einerseits interessant gewesen, wie Jemand von Bündnis Grünen nun die Partei verlässt.
    Also insofern wirkt es ein bisschen wie Werbung für Parteiaustritt.

    Was das Elektroauto angeht, wieviel „schöner“ alles werden würde, lässt sich z.B. an dem Beitrag von Gerhard Wisnewski anschauen:

    https://www.youtube.com/watch?v=DMI8mJcLVJw
    Merkel: Deutsche dürfen bald nicht mehr selber Auto fahren!

    Also die Freiheit wird zugunsten der neuen elektronischen Welt aufgegeben – ist irgendwer jetzt schon in Vorfreude, seine Freiheit aufzugeben, nicht mehr selbst zu entscheiden, wann er wohin fahren möchte?

    Ich möchte auch noch auf die aktuelle MMM36 -Folge hierbei verweisen:
    https://www.youtube.com/watch?v=DFrksubbYZQ&feature=youtu.be&t=41m50s

    Stichwort: Der Weg zum Elektroauto führt über den Kongo.

    Was die Frau Karas hier als unglaublich erfreulichen Fortschritt feiert, geht in 10-15 Jahren zugunsten der Freiheit Deutsche Autofahrer unter – der ADAC freut sich bestimmt auch schon wie Bolle. Ebenso wird in 10-15 Jahren auch der Kongo wahrscheinlich massiv ausgebeutet werden – und vielleicht gibt es dort nur noch Roboter, statt Menschen.

    Also das fehlt bei dieser Sichtweise: wenn ich etwas als tolle Neuerung anpreisen möchte, kann es das vielleicht auch geben: wenn es im Einklang mit dem Grundgedanken zum größtmöglichen Wohle aller Menschen geschieht.

    Es kann kein wirklicher Fortschritt sein, seine freie Entscheidung eigenständig Autos zu nutzen, um große Entfernungen zu überfinden, aufzugeben zugunsten von Elektroautos, weil der Staat es so will.

    Es kann auch kein Fortschritt sein, Menschen im Kongo für einen Hungerlohn arbeiten zu lassen, damit wir in 10-15 Jahren das Elektroauto und Fahrverbot gleichzeitig hochpreisen können.

    Das ist absolut zynisch, wenn dieser Fortschritt im globalen Radius der Wechselwirkungen und Ausbeutung betrachtet wird.

    Zum Thema „Energiewende“.

    Da gab es schonmal einen Menschen, der Nikola Tesla hieß:

    https://www.welt.de/wirtschaft/article160308667/Physiker-bauen-visionaeren-Stromturm.html

    Der hatte schon die Idee gehabt: Energie für alle.

    Was bei dem Artikel der Welt nicht steht, kurz bevor er seine Idee „Freie Energie für alle“ veröffentlichen wollte, bekam er rein zufällig 120 Klagen an den Hals.

    Und als er verstorben war, hatten komischerweise diverse Geheimdienste ein ganz vitales Interesse an seinem Safe, wo er sämtliche Ideen und Patente aufbewahrt hatte.

    Komische Welt. – Je nach Perspektive 😉

  5. ja, auf in die schöne neue welt mit frau karas!
    mit leadership training und coaching……….
    30 minuten ohne substanz. wie die grüne partei.
    dem roten tisch fehlt die aggressivität und schärfe.
    dem roten tisch fehlen gesprächspartner, mit denen wirklich kontrovers gesprochen werden kann.
    mein vorschlag für einen roten tisch: alice wedel von der afd.

    • Schon krass, jetzt werden sogar Grüne gebasht, die berechtigte Kritik an ihrer Partei äußern und sogar den Parteiaustritt ankündigen…
      Man sollte seine Kritik doch etwas differenzierter darlegen. Alles andere hilft keinem weiter!
      Wenn sich die Afd an den roten Tisch traut, spende ich 10 Euro an KenFM!

    • @ Schwarzensteiner,

      man kann’s auch mit Humor nehmen. Herr Pispers meinte zur AfD, sie sei eine neoliberale, kapitalistische Partei. Eine Mischung aus NPD und FDP und hier von beiden das Schlimmste.

      Anbei eine Auswahl weiterführender links:

      Eine neue Klassenpolitik

      Warum wir die Kritik an der AfD mit einer Kritik an der herrschenden Politik verbinden sollten. – Die AfD ist anders als die bisherigen rechten Parteiversuche in der Geschichte der Bundesrepublik. Der AfD gelingt es besser, ihre Inhalte in eine moderne Hülle zu verpacken. Aber nicht nur das: Als rechte Sammlungspartei ist sie mehr als eine völkische Partei, sie ist auch eine nationalneoliberale und eine nationalkonservative Partei. Entsprechend funktionieren erprobte Anti-Rechts-Politiken − Diskreditieren, Blockieren und Ausgrenzen − nicht mehr. Andere Strategien sind gefragt.
      http://www.annotazioni.de/post/2050

      Trotz Landtagseinzügen: Die AfD bleibt scheiße!

      Deutschland im Frühjahr 2016: ein Rechtsruck geht um. Unter Alexander Gauland, Frauke Petry und Björn Höcke ist die selbsternannte Alternative für Deutschland (AfD) mit einem antisozialen, rechtsradikalen und neoliberalen Programm auf dem Vormarsch und zieht nach ersten Hochrechnungen mit elf, 12,5 und 23 Prozent in drei Landesparlamente ein. Doch der erste Entwurf des Parteiprogramms entlarvt die Partei als das, was sie ist: Keine Alternative, sondern eine Partei für Reiche, die gegen Migrantinnen und Migranten und Menschen mit geringem Einkommen hetzt.
      https://diefreiheitsliebe.de/politik/trotz-landtagseinzuegen-die-afd-bleibt-scheisse/

      Über den Erfolg des rechten Populismus

      Nicht raffinierte Propaganda, sondern die veränderte wirtschaftliche Lage veranlasst Globalisierungsverlierer, rechte Populisten zu wählen. Grundwerte werden dabei aufgegeben
      https://www.heise.de/tp/features/Ueber-den-Erfolg-des-rechten-Populismus-3735555.html

      Martin Schulz, der AfD-Schock und die Mitbestimmung

      Sozialdemokratie reagiert mit Personality-Show und Wohlfühl-Offensive auf Arbeitnehmerflügel der Rechten. Zum Schutz von Betriebsräten und Gewerkschaftern hat die SPD nichts auf Lager.
      https://www.rubikon.news/artikel/martin-schulz-der-afd-schock-und-die-mitbestimmung

      Anzeige wegen Volksverhetzung gegen AfD-Politiker

      Hendrik Rottmann, AfD-Politiker und Mitglied des Militärischen Abschirmdienstes, soll nationalsozialistische Parolen via Twitter verbreitet haben. Zwei Politiker von den Linken reichten Klage ein. Der Skandal fällt in eine Zeit von Aufdeckungen rechtsradikaler Sympathisanten in der Bundeswehr.
      https://deutsch.rt.com/inland/50340-anzeige-wegen-volksverhetzung-gegen-afd-politiker-rottmann/

      Wahl-Alternative für die CDU: Mit Nicolaus Fest stößt ein bekennender Transatlantiker zur AfD

      Prominenter Neuzugang für Berlins AfD: Der langjährige Springer-Journalist Nicolaus Fest will sich zukünftig für das neue rechtskonservative Projekt engagieren. Fest arbeitete ehemals als stellvertretender Chefredakteur der „Bild am Sonntag“. Gleichzeitig mehren sich Stimmen in der CDU, die für eine Koalition mit der AfD votieren.
      https://deutsch.rt.com/inland/41675-wahl-alternative-fur-cdu-mit/

      „Sprache aus dem dritten Reich“ – Landtags-Vize in Sachsen-Anhalt kritisiert AfD

      Seit März 2016 stellt die AfD die zweitgrößte Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, wo ein schwarz-rot-grünes Bündnis regiert, AfD und Linke stellen die Opposition. Landtags-Vizepräsident in Magdeburg ist der Linke-Politiker Wulf Gallert, die Arbeit mit der AfD sieht er als Herausforderung: „Wir haben eine Radikalisierung der Sprache erlebt“.
      https://de.sputniknews.com/politik/20170611316118509-sachsen-anhalt-landtags-vize-kritisiert-afd/

    • lieber carl,
      egal ob sich die afd an den tisch traut oder nicht, sie sollten für kenfm spenden.
      und nicht nur 10 euro……
      und ich behaupte mal: es gibt auch in der afd persönlichkeiten, wenn auch wenige, mit denen ein gespräch durchaus sehr interessant sein kann.
      alice weidel ist eine davon.
      aber das ist nur meine meinung.

  6. Dieses ganze Gelaber mit autonomem Fahren kann ich nicht mehr hören. Ich habe Zweifel, ob sich das durchsetzt – aber selbst wenn, dann wird das natürlich kein einziges wichtiges Problem lösen.

    Diem25 ist mir nicht radikal genug. Auch da habe ich z.B. nichts gehört von einer Reform des Geldsystems hin zu einer Art Vollgeld.

    Was mir heute ein wenig Hoffnung gemacht hat: Folgender Artikel, der für die MSM schon sehr kritisch ist, ist der mit Abstand beliebteste vom heutigen Tage auf SZ-online.
    http://www.sueddeutsche.de/politik/konsumverhalten-im-westen-sie-sitzen-in-ihren-kleinen-panzern-und-zerstoeren-natur-1.3610212

  7. Naja, ich habe nicht das Gefühl, etwas Neues gelernt zu haben und habe auch inhaltliche Kritik.

    ABER: Es hat mir wirklich gut gefallen, dass über konkrete politische Lösungsansätze gesprochen wurde.
    Davon brauchen wir unbedingt mehr! Das findet in den MSM quasi gar nicht statt – und auch bei KenFM viel zu wenig, finde ich. OK, es gibt die Macher, usw. – alles gut. Aber es braucht auch ein politisches Gesamtkonzept, das eine positives alternatives Gesellschaftsmodell aufzeigt.

  8. Meiner Meinung nach liegt das Problem der Grünen ganz woanders. Dass sie für alternative Lebenskonzepte etc. angegriffen, oft regelrecht angefeindet werden, damit müssen und können sie leben – andere Ideen zu haben, die dann vielleicht sogar einer Mehrheit (erstmal) nicht schmecken, ist legitim und auch notwendig. Eine Einheitspartei haben wir ja schon. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer:

    Die Grünen waren einmal angetreten nicht nur als ökologische Partei, sondern vor allem auch als Friedenspartei. Sie bündelten damals eine linke Szene, die von der SPD längst nichts mehr erwartete – auch damals schon. Dazu praktisch die gesamte Friedensbewegung. „Raus aus der NATO“ war damals innerhalb der Partei noch mehrheitsfähig, wenn auch vielleicht naiv angesichts eines Imperiums, das uns so etwas niemals erlauben würde.

    Und heute? Die Grünen stimmen seit dem Jugoslawien-Verbrechen (das war der Sündenfall, der geschah, kaum dass sie „Regierungsverantwortung“ trugen) für jeden Kriegseinsatz (ob er so genannt wird oder nicht). Die Grünen verkaufen uns jedes NATO-Märchen über die Ukraine, Syrien und so weiter. Sie sind von einer Friedenspartei zu einer Kriegstreiberpartei mutiert. Und da sie im Zweifel – wenn in einer Regierung oder mit Chancen darauf – auch z.B. sozialpolitisch keinerlei Berührungsängste mehr vor den seit jeher neoliberalen Parteien haben, sind sie längst ein Mitglied der Einheitspartei geworden. Und deshalb genau so unwählbar wie die anderen Mitglieder, wozu potentiell auch die AfD zählt, die aus vielen anderen Gründen sowieso unwählbar ist. In diesem System sind Wahlen aber ohnehin eine Farce.

    • Macht korrumpiert. Absolute Macht korrumpiert absolut.

      Als ich kurz nach Gründung der Grünen, die hier in Karlsruhe ihren Anfang nahm, in diese Partei eintrat, wurde ich, damals noch Azubi und kaum 19 Jahre alt, jung und dumm – weder hofiert wie Frau Karas noch überhaupt beachtet, von ein paar Ausnahmen, denen es ebenso erging, abgesehen. Einer dieser Ausnahmen war ein Ingenieur, meiner Erinnerung nach Mitte 40, mit dem mich nach ein paar Monaten regelmäßiger Teilnahme an Versammlungen eine echte Freundschaft verband. Trotz des Altersunterschied war er einer der wenigen, die einem unerfahrenen und dennoch hoffnungsvollen jungen Mann ihre Aufmerksamkeit schenkten. Wir waren nach meinem Austritt noch viele Jahre miteinander befreundet, bis er eines Tages verschwunden war (ich vermute, er war an Krebs gestorben, konnte das aber nie in Erfahrung bringen).

      Wir jungen und unerfahrenen Leute wurden, wie gesagt, von der lokalen „Führungsriege“ nicht wirklich wahrgenommen. Man wurde nicht gehört, Redeansätze wurden scharf unterbrochen, Einwände als unsinnig, irrelevant oder sonstwie gegenstandslos hinweggefegt. Das ging auch einigen erfahreneren Mitgliedern so, mit denen ich zusammenarbeitete. Wir durften nicht wirklich mitreden, wurden aber dennoch „gebraucht“, um notwendige Arbeiten zu erledigen, wie z.B. das Bemalen von Transparenten für Demos, oder auch, was ich übrigens sehr gerne tat, zur Aufklärung und Beschaffung von Beweisen, z.B. für die Bodenverseuchung eines Geländes nahe des Rangierbahnhofes, wo früher eine große chemische Reinigung gestanden haben soll, hinter dem das Karlsruher Wasser dem Grundwasser entnommen wird. Wir ermittelten auch ein illegales Abflußrohr in die Alb, ich kann mich leider nicht mehr erinnern, welche Firma da ihren Dreck loswurde.

      Zu dieser Zeit war Renate Rastätter die Vorstandsvorsitzende der Ortsgruppe Karlsruhe. In einem Zusammenkunft ging es mal wieder um die Vorbereitung einer Veranstaltung, die auf dem Unigelände stattfinden sollte. Zu dieser Veranstaltung hatten sich zahlreiche Organisationen angemeldet, darunter auch die Schwuleninitiative Rosa Telefon. Als Frau Rastätter das erfahren hatte, wurde sie stocksteif und ließ die Anwesenden wissen: Die nicht! Auf Nachfragen ging sie gar nicht erst ein, sondern drohte mit ihrem Rücktritt als Vorstand und Galionsfigur, wenn diese Gruppe teilnehmen würde. Die Mehrheit unterwarf sich Rastätters Forderung. Ich war derart schockiert, daß ich da auf keinen Fall wieder hingehen wollte.

      So wurde ich in meiner Erwartung, bei den Grünen endlich mal eine Gruppierung gefunden zu haben, der es nicht um Macht und Ellenbogenverhalten, nicht um persönliche Vorteile ging, wie ich sie in meinem bisherigen Leben erfahren habe, schwer enttäuscht. Es ging auch schon damals bei den Grünen um Machtstreben und Machtpolitik, wie bei allen anderen Parteien auch. Das habe ich über die Jahre mehr und mehr bestätigt gefunden.

  9. So lange immer weiter von oben alles vergiftet wird, hat keine gute innovative Partei oder Idee eine Chance in Deutschland. Ich möchte gern wissen, woher Frau Karas ihre optimistische Energie nimmt. Sie wirkt ja nicht naiv.
    Setzt sie ihre Hoffnung jetzt auf eine „gesamteuropäische Partei“? Vielleicht hat sie ja recht, wer weiß. Ein Land allein jedenfalls kann sich schwerlich gegen das Imperium stellen. Die Europäischen Länder müssen das gemeinsam tun und sich gleichzeitig gemeinsam gegenüber dem Osten öffnen. Aber genau dies ist es ja, was das Pentagon mit aller seiner aufbietbaren Macht am Hintertreiben ist mit der „Atlantikbrücke“. Warum hat der Interviewer die nicht erwähnt? Oder hat er?

  10. Sehr schön, KenFM demonstriert Hyperaktivität. Alte und neue Formate in schneller Folge. Kleine Häppchen, wie der rote Tisch, als Anreisser und die klassischen, tiefergehenden Formate, zur umfangreichen Analyse.
    Immerhin wird hier der an die Öffentlich-rechtlichen gestellte Bildungsauftrag erfüllt.

    Frau Karas erweckt den Anschein eine Anwärterin zur Bürgerkandidatur zu sein. Vielleicht sollte sie in Erwägung ziehen, was die grüne Partei betrifft, daß hier keine Fehler gemacht wurden, sondern daß absichtsvolles Handeln interessierter Kreise dahintersteckt.

    Und möglicherweise sollte Herr Shahyar erwägen, daß der CO2 Ablaßhandel nur eine Nebelkerze ist und wenig mit der Zerstörung unserer Umwelt zu tun hat.

    Zu den Bürgerkandidaten nochmals der Hinweis auf diese Beiträge:

    KenFM im Gespräch mit: Petra Plininger (buergerkandidaten.de)

    Die Demokratie-Verteidigerin und CETA-Klägerin Marianne Grimmenstein hat mit dem Portal http://www.buergerkandidaten.de diese Idee konkret gemacht. Jetzt liegt es an uns, diesen neuen, parteiunabhängigen Kandidaten unsere Stimme zu geben. Der Unterschied zum klassischen Politiker besteht vor allem darin, dass der Bürgerkandidat sich verpflichtet, jede Entscheidung zuvor immer mit seinem Wahlkreis abzustimmen. Fraktionszwang war gestern.
    https://kenfm.de/petra-plininger/

    KenFM im Gespräch mit: Jörn Brodersen (www.bundestagsavatar.org)

    Jörn Brodersen, 36 Jahre alt und wohnhaft in Dresden, ist seit 2006 professionell in der Audio- und Eventbranche tätig. Seit 2015 betreibt er ein Masteringstudio in Dresden / Neustadt. Zum Interview kommt er als Privatperson, als Mensch. Das vorgestellte Projekt ist das Produkt gemeinschaftlicher gedanklicher Entwicklung der letzten zehn Jahre und für ihn eine reine Herzensangelegenheit. Es geht um so etwas wie „repräsentative direkte Demokratie“ und ist ein Versuch, eine echte Alternative zur Alternativlosigkeit zu finden und anzubieten.
    https://kenfm.de/joern-brodersen/

    • „Vielleicht sollte sie in Erwägung ziehen, was die grüne Partei betrifft, daß hier keine Fehler gemacht wurden, sondern daß absichtsvolles Handeln interessierter Kreise dahintersteckt.“
      !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • @ Alex – „progredient“ verwendet man z.B. für fortschreitenden Krebs. „progrssiv“ hingegen verwendet man für Fortschritt, den man positiv bewertet. Frau Karas bombardiert einen mit dem Wording „progresiv“ ständig und fortwährend im zusammenhang mit ihren Ideen bei den Grünen – verkauft uns damit die Aussage „wir sind die guten und die anderen sind doof“ – das nervt.

      Man kann zu ihren Positionen durchaus eine andere Auffasung haben, zu mahl sie von ihr nur schwach begründet werden und daduch mindestens unausgegoren erscheinen.

      Mit Harz IV, NATO Kriegen jedenfalls sind die Grünen Teil des fortschreitenden (progredienten) Problems, nicht einer (progressiven) Lösung.

    • ok also bedeutet beides ‚zunehmend‘, während ‚progredient‘ einen negativen Beigeschmack hat und öfter in der Medizin benutzt wird, um z.B. Weiterentwicklungen von Krankheiten o.Ä. zu beschreiben.

      Danke, each one teach one.

    • Schaut doch einfach mal bei Wikipedia nach, dort werdet ihr geholfen. Soviel Selbständigkeit kann man doch von einem erwachsenen Menschen erwarten, meint ihr nicht auch?

      Unter Progredienz, Progression oder Progress (zu lat. progredi, ‚vorrücken‘, ‚voranschreiten‘, ‚Fortschritte machen‘) versteht man das Fortschreiten einer Krankheit (progressiver Krankheitsverlauf) bzw. eine weitere Verschlechterung des Gesundheitszustands. Das Gegenteil ist Regredienz.
      Beispiele:
      Bei Alkoholismus führt die Zunahme des Alkoholkonsums zu einem progredienten Kontrollverlust.
      Bei einer Krebserkrankung bedeutet ein Wachstum des Tumors oder das Auftreten von Metastasen einen Progress.
      Bei Morbus Alzheimer kommt es zu einer progredienten Abnahme der Gedächtnisleistungen.
      Bei Skoliose der Wirbelsäule kommt es während pubertärer Wachstumsschübe zu einer progredienten Zunahme des Krümmungswinkels.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Progredienz

      Übrigens wußte ich bis eben auch nicht, was dieser Begriff bedeutet. Man kann und muß nicht alles wissen, man muß nur wissen, wo man nachschlagen kann.

    • Aber diese Grünen, die auch von Sonja Karas nun bald verlassen werden, sind ja, wie sie sagt, jetzt nur noch ein Gerippe.

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