„Der schmutzige Krieg gegen Syrien – Washington, Regime Change und Widerstand“

Informationen über das aktuelle Buch von Tim Anderson:
„Der schmutzige Krieg gegen Syrien – Washington, Regime Change und Widerstand“. Das Buch erscheint Ende Juni 2016 im Liepsen-Verlag Marburg. ISBN 978-3-9812703-9-6

Die Öffentlichkeit ist entsetzt über den Krieg in Syrien, der von beispielloser Brutalität geprägt ist. Die Lage scheint unkontrollierbar geworden zu sein. Kritische Beobachter wie Jürgen Todenhöfer gehen davon aus, dass die Unfähigkeit der USA, die politische Lage im Nahen und Mittleren Osten richtig einzuschätzen, mit verantwortlich sei für die ungeheure humanitäre Katastrophe und die immensen Flüchtlingsbewegungen.

Dieser Auffassung widerspricht der australische Soziologe Tim Anderson energisch. Seine These: das angerichtete Chaos ist das logische Ergebnis der geostrategischen Konzeption eines ‚Neuen Mittleren Ostens‘ durch die USA. Während die USA in diesem Konflikt als Akteur nur am Rande in Erscheinung treten, haben sie durch Stellvertreterarmeen vor Ort systematisch und absichtsvoll die gewachsenen Strukturen des Nationalstaats Syrien zerschlagen. Das Ziel ist ein Regime Change oder sogar die Erschaffung ganz neuer Mini-Staaten vor Ort. Die Methode ist keineswegs neu: im Falle Nicaraguas in den 1980er Jahren wurden die USA sogar vom Internationalen Gerichtshof für diese Vorgehensweise verurteilt.

Tim Anderson stützt seine Thesen vornehmlich auf anerkannte westliche Quellen: Zeitungsberichte, Memoranden von Think-Tanks, oder auch auf wissenschaftliche Expertisen. Anderson beleuchtet logische Widersprüche und Zugeständnisse in diesen Quellen. Es entsteht ein logisches Handlungsmuster:

  • Die Demonstrationen des ‚Arabischen Frühlings‘ in Syrien wurden schnell beiseite gedrängt durch militante Provokateure. Die Militanz des Widerstands in Syrien ist keine logische Folge  einer brutalen Repression durch die Regierung;
  • Bei den ‚Widerstandskämpfern‘ handelt es sich um im Ausland ausgebildete Söldner, die ein Schock- und Terrorregiment errichten;
  • Diese Söldner sind gar nicht bestrebt, die Akzeptanz der Bevölkerung zu gewinnen. Vielmehr zerstören sie gezielt die Infrastruktur (Verkehr, Gesundheitswesen, Bildung) des Landes.
  • Es gibt keinen Unterschied zwischen ‚moderaten‘ und ‚terroristischen‘ Söldnern.
  • Das Gros der drangsalierten syrischen Bevölkerung ist vor dem Terror in die von der syrischen Regierung kontrollierten Gebiete geflohen. Präsident Assad ist kein Monster. Wie selbst westliche Beobachter offen zugeben, genießt Assad eine sehr hohe Akzeptanz in der syrischen Bevölkerung;
  • Auch in Syrien arbeiten die Feinde der Regierung mit ‚false-flag‘-Methoden: grausame Massaker werden von den ‚Rebellen‘ ausgeführt, um sie sodann Assad anzulasten.
  • Die westliche Öffentlichkeit wird durch Verlautbarungen ‚eingebetteter‘ Medien und Nichtregierungsorganisationen systematisch getäuscht über die wirklichen Zusammenhänge dieses schmutzigen Krieges gegen das syrische Volk.

Für Jeden, der qualifiziert und fundiert zu Syrien argumentieren möchte, ist dieses Buch eine wertvolle Quelle. Auf jedes Kapitel, in dem Anderson die Quellenlage erläutert, folgt ein ausführlicher Quellennachweis.

Der Autor Tim Anderson wird Ende Juni 2016 persönlich in Deutschland sein und steht Ihnen gerne für Interviews, Hintergrundgespräche und Vorträge zur Verfügung. Nähere Informationen zu einer geplanten Veranstaltung in Berlin folgen.

Kontakt: Hermann Ploppa. liepsenverlag@gmail.com.

Für Buch-Vorbestellungen nutzen Sie bitte ebenfalls die oben genannte Email-Adresse.

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68 Kommentare zu: “„Der schmutzige Krieg gegen Syrien – Washington, Regime Change und Widerstand“

  1. ergänzend …

    Vom Wachhund zum Kampfhund: Der Sündenfall westlicher liberaler Medien wg Syrien

    Anlässlich der Veröffentlichung der deutschen Ausgabe des Buches „schmutziger Krieg gegen Syrien“ von Tim Anderson, hier einer seiner wichtigsten Artikel über die Verfehlungen westlicher „liberaler“ Medien zum Krieg gegen Syrien. Schicken Sie diesen Artikel jedem Journalisten, den Sie kennen, und fragen Sie ihn, ob er es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, weiter das offizielle Narrativ zu verbreiten.

    weiter hier:
    http://jomenschenfreund.blogspot.co.at/2016/06/vom-wachhund-zum-kampfhund-der.html

  2. Schlag gegen Syrien – Ziel: Russland

    «Schlimmer als die Feindschaft mit den Angelsachsen kann nur eines sein: die Freundschaft mit ihnen» (Alexej Jedrichin-Wandam)

    Interview mit Prof. Andrej Iljitsch Fursow

    Das folgende Gespräch mit Professor Andrej Fursow, Leiter des Zentrums für Russ­land-Forschung an der Moskauer Geisteswissenschaftlichen Universität und Mitglied der Internationalen Akademie der Wissenschaften (München), erschien am 9. August 2012 bei KP.ru. Es ist bei der gegebenen Ausgangsfragestellung unerwartet weit im Spektrum dessen, was darin behandelt wird. Ausgehend von der derzeitigen Situation in Syrien und dem «Arabischen Frühling» versucht der russische Historiker Prognosen und Betrachtungen über die weitere Entwicklung danach, vom Konkreten zum Globalen.
    Letzte Vorbemerkung: der Begriff «Regime» ist im Russischen nicht zwangsläufig negativ konnotiert.

    Warum hat es der Westen so eilig damit, die Nägel in den Sarg des Assad-Regimes zu schlagen?

    Professor Andrej Fursow: Dieses nicht allzu grosse Land im Nahen Osten ist unerwartet zum schlimmsten neuralgischen Punkt des Planeten geworden. Ständig tagt die Uno dazu. Eine unnachgiebige Haltung nehmen dort Russland und China ein. Eine Flotte russischer Kriegsschiffe mit Marineinfanteristen hat Kurs aufs Mittelmeer genommen und läuft auch Syrien an. Die USA stellen den «Rebellen» weitere 15 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Riecht es hier etwa nach einem grossen Krieg?
    Krieg ums Gas

    Wodurch hat denn das kleine Syrien dem mächtigen Westen die Suppe versalzen?

    Einfach durch alles. Gehen wir der Reihe nach – vom Kleinen zum Grossen, vom Regionalen zum Globalen. Bei den Konstellationen im Nahen Osten allgemein und im Kampf der Amerikaner und der sunnitischen Monarchien (Saudi-Arabien und Katar) gegen das schiitische Iran ist dieses Land nicht einfach nur ein Verbündeter Teherans, sondern Glied einer Kette, das dieses mit den schiitischen Gruppierungen in der arabischen Welt verbindet. Ohne ein solches Verbindungsglied würde der Einfluss Irans in der arabischen Welt wesentlich geringer sein. Ich will nicht einmal davon sprechen, dass eine Erdölpipeline aus Iran durch Syrien verläuft. Ohne die Lösung der syrischen Frage können die Angelsachsen, d.h. die Briten und die Amerikaner, sich nicht an Iran wagen.
    Das syrische Regime ist faktisch das einzige starke, weltliche Regime in der arabischen Welt. Dass es stark ist, stört die Atlantisten mit ihren Plänen zum Umbau des Nahen Ostens und der gesamten Welt. Dass es ein weltliches und dabei wirtschaftlich erfolgreich ist, stört die Führung Saudi-Ara­biens und Katars.

    Manche sagen, es sei der erste Krieg um Erdgas.

    Im südlichen Mittelmeerraum sind Erdgasvorkommen festgestellt worden – sowohl auf Seegebiet, als auch an Land auf syrischem Territorium (Kara). Wie gross diese Vorkommen sind, ist schwer zu sagen, aber es gibt sie. Katar exportiert verflüssigtes Erdgas mit Hilfe einer Tankerflotte. Bricht das Assad-Regime zusammen, so bekommt Katar die Möglichkeit, den «blauen Brennstoff» direkt über das syrische Territorium an die Küste des Mittelmeers zu transportieren. Das würde sein Exportvolumen mindestens verdoppeln und gleichzeitig den Export aus Iran behindern. Das Erstarken Katars auf dem Markt für Erdgas schwächt die Position Russlands. Wenn es den Amerikanern gleichzeitig gelingt, Kontrolle über das algerische Erdgas zu gewinnen, so sieht das schon nach einer Blockade des Erdgasexports für Russland aus. Das heisst, die wirtschaftlichen Interessen Katars fallen mit den geopolitischen Interessen der USA zusammen und mit ihrem Bemühen, Russland maximal zu schwächen, denn Russland soll nicht wieder erstarken.
    Die Angelsachsen sind globale Billardspieler. Sie arbeiten mit «gesteuertem Chaos»

    Das bedeutet, dass die Yankees in Syrien eigentlich indirekt Russlands geliebtes Gazprom angreifen?

    Die Angelsachsen sind globale Billardspieler, sie arbeiten nach dem Prinzip, mit einem Mal gleich mehrere Kugeln zu versenken (was man von ihnen lernen sollte). Der grosse Nahe Osten mit dem darin ablaufenden gesteuerten Chaos trennt China von den benötigten Quellen für Erdöl und Erdgas ab, gleichzeitig wird ein Bruch zwischen dem chinesischen und dem westeuropäischen Teil Eurasiens gelegt. Die Kontrolle über Öl und Gas aus dem Nahen Osten bedeutet in erster Linie die Kontrolle der USA über Europa, speziell Westeuropa, was der Schwächung Russlands und seiner Positionen durchaus zuträglich wäre. Und wenn Europa das eines Tages missfallen sollte, so kann man inzwischen auch dort ein paar arabisch-afrikanische Unruhen vom Zaun brechen – so, dass die satten Bürger wünschten, es wäre wieder vorbei.
    Diese Logik (obwohl nicht nur diese allein) bestimmt den Drang der nordatlantischen Elite durch die arabische Welt nach Osten: Tunesien, Ägypten, Libyen. Nun sind sie bei Syrien angekommen. Allerdings sind die Atlantisten auf diesem syrischen Flecken Erde mit einer anderen globalen Macht aneinander geraten, die sich mit ihnen in wirtschaftlicher und sogar militärischer Hinsicht messen kann, aber eine vollkommen andere Zivilisation darstellt. Das ist China mit seinem Drang nach Westen. Chinas Drang ist eine Art Kreuzzug um Ressourcen. Pakistan befindet sich schon unter Chinas Einfluss. Mit den Taliban Afghanistans haben die Chinesen schon lange Beziehungen. Iran ist auch Verbündeter, wenn auch ein sehr spezieller. Der Süden des Iraks wird de facto bereits von den schiitischen Verbündeten Irans kontrolliert. Geostrategisch und auch geoökonomisch gesehen, dringt China hier nicht nur bis an die Küste des Indischen Ozeans, sondern, so gesehen, auch bis zum Atlantik vor (nämlich an die syrische Mittelmeerküste). Objektiv gesprochen sind die westlichen Kreuzritter in Syrien an die Chinesische Mauer gestossen.
    Erstmals ist die englisch-amerikanisch-jüdische Elite, die sich innerhalb der letzten Jahrhunderte herangebildet hat und zu einer organisationellen historischen Errungenschaft des Westens geworden ist, hier auf einen globalen Gegner eines nicht westlichen Typs gestossen (denn auch die Führungsspitze der UdSSR war die Umsetzung eines linken Projekts des Westens, einer jakobinischen Moderne). Ausserdem steht dem europäischen Segment der westlichen Elite, woher diese ja auch die historische Erfahrung bezieht, das nicht minder alte, vielleicht sogar noch ältere chinesische Segment gegenüber. Ebensosehr auf das Materielle, den Handel und Geld orientiert. Dabei aber auch noch sehr abenteuerlustig, denn die Chinesen haben ja auch ihr eigenes globales, kriminelles System.
    Ziel des Westens: China fallen zu sehen, von den Rohstoffquellen zu trennen und technologisch zu ersticken

    Die chinesische Mafia ist wahrscheinlich noch etwas heftiger als die italienische …

    Ja, und die chinesischen Goldreserven als bedrohliche Finanzwaffe wollen wir gar nicht erst erwähnen.
    Peking versteht sehr wohl, dass Syrien lediglich ein Wegpunkt in der Hauptstossrichtung der Nordatlantiker ist – und Ziel ist es, China fallen zu sehen, es in die Schranken seiner eigenen Landesgrenzen zu verweisen, es von den Rohstoffquellen zu trennen und technologisch zu ersticken. Deswegen haben wir es mit einer solch harten Position Chinas zu Syrien in der Uno zu tun.

    Was ist mit der Position Moskaus? Warum ist diese jetzt so anders als im Falle von Libyen?

    Erstens haben wir heute einen anderen Präsidenten. Zweitens hat die Geschichte mit Gaddafi, wie ich meine, die russische Führung einiges gelehrt. Drittens unterhält Russland in Syrien einen Marinestützpunkt. Viertens hat die russische Rüstungsindustrie starkes Interesse an Syrien, und wirtschaftliche Interessen sind für die russische Führung eine heilige Sache. Fünftens ist Syrien Russlands Grenzen und dem postsowjetischen Raum viel näher als Libyen. Alles das bestimmt Moskaus ­Position, welche durch ihr atomares und diplomatisches Potential die chinesische ­Position stützt. Allein würden weder Russland noch China bestehen können.
    Sicherlich können die Angelsachsen auf Russlands und Chinas Veto in der UN pfeifen, auf die Uno und das internationale Recht insgesamt, die sie ohnehin aufzuheben gedenken. Aber das sind bisher nur Absichten. Denn wie Stalin einmal sagte, die Logik der Umstände ist immer stärker als die Logik der Absichten. Diese Umstände sind Russ­land und China, die einen rasenden Zorn der Nordatlantiker bewirken – es genügt, sich ein paarmal Frau Clinton anzuhören und ihre Mimik zu betrachten.
    USA heute in der Überspannung der Kräfte

    Ungeachtet der unnachgiebigen Position Moskaus und Pekings zieht sich der Westen nicht zurück. Wieso nicht?

    Erstens liegt es nicht in der historischen Tradition der Angelsachsen, ihre Beute fahren zu lassen, in die sie sich einmal wie ein Pitbull verbissen haben. Sie werden bis zum Anschlag Druck ausüben, bis sie ihr Vorhaben durchgesetzt haben oder bis der Gegner ihnen das Gebiss bricht. Zweitens sind die Angelsachsen im Verlauf der letzten 25–30 Jahre, nachdem sie die sowjetische Elite besiegt haben (es geht genau um die sowjetische Elite – sie hat kapituliert), einfach überheblich geworden. Sie haben sich daran gewöhnt, dass Russland alles aufgibt, und bauen darauf, auf die russische Elite Druck ausüben zu können, schon weil diese ihr Geld in westlichen Banken deponiert hat. Drittens, und das ist der Hauptgrund, welcher alle anderen überwiegt: Die Einsätze sind viel zu hoch, auf dem Spiel steht das Schicksal der nordatlantischen Eliten selbst, es geht durchaus nicht nur um die Kohlenwasserstoffvorräte oder den Nahen Osten. Der Westen hat keine andere Möglichkeit, als weiter vorwärts zu preschen. Die Sache ist folgende: Ungeachtet des enormen materiellen und Informationspotentials dieser gigantischen Maschinerie, die von höchst erfahrenen übernationalen Geokonstrukteuren und Geoingenieuren gesteuert wird, erleben die USA heute eine Überspannung der Kräfte. «Nihil dat fortuna mancipio» – das Schicksal gewährt nichts für ewig! Amerikas Zeit geht vorüber. Um den endgültigen Fall aufzuschieben oder gar zu vermeiden, braucht Amerika eine Verschnaufpause. Nicht von ungefähr geht es in der neuen Militärdoktrin, die Obama am 5. Januar 2012 verkündet hat, jetzt darum, dass die USA nicht mehr – wie bis dato – zu zwei parallel laufenden Kriegen gerüstet sein müssen, sondern nur noch zu einem plus zu indirekten Aktivitäten in mehreren Regionen. Zu berücksichtigen gilt es ferner, dass die Amerikaner bis zu 60% ihrer Militärmacht in den Stillen Ozean, den ostpazifischen Raum, umgruppieren und sich so auf Auseinandersetzungen mit China vorbereiten. Nicht von ungefähr bringt das Journal Foreign Affairs, eine Publikation des Council on Foreign Relations (CFO) – eine der einflussreichsten amerikanischen Strukturen in Fragen internationaler Beziehungen – neuerdings immer wieder Artikel, die direkt aussagen: Die USA brauchen eine Verschnaufpause, «um sich auf der Wiedererrichtung des Fundaments nationaler Blüte zu konzentrieren». Amerika erinnert heute an das Römische Reich zu Zeiten Kaiser Trajans (Anfang des 2. Jh. n. Chr.). Damals ist Rom von strategischen Angriffen zur strategischen Defensive übergegangen; Rom begann damit, den Limes zu bauen und einige eroberte Gebiete aufzugeben, in erster Linie im Nahen Osten.
    Gesteuertes Chaos: Damit der Platz beim Abzug nicht von Konkurrenten besetzt werden kann

    Das ist eine direkte Analogie. Die USA haben vor, Afghanistan zu verlassen, aus dem Irak sind sie abgezogen …

    Die Ergebnisse des Nato-Gipfels in Chicago am 20. und 21. Mai 2012 haben gezeigt: Im direkten Sinne werden weder die USA noch die Nato den Nahen Osten oder Afghanistan wirklich verlassen. Nicht deshalb sind sie ja schliesslich dahin gegangen. Allerdings müssen sie dort im bisherigen Sinne «heraus», das Führungsmodell dort wird ein anderes. Und das ganz einfach, damit der Platz nicht von den Konkurrenten besetzt wird, nämlich von der EU und vor allen Dingen von China. Das ist der Sinn hinter diesem neuen Modell der Steuerung der Region: gesteuertes Chaos. Einen besseren Kandidaten dafür, dieses Modell zu implementieren und aufrechtzuerhalten, als die Islamisten, die «Kettenhunde der Globalisierung auf amerikanisch», kann man sich gar nicht vorstellen. Und nun sehen wir, wie im Nahen Osten – speziell im Schlüsselland Ägypten – als Ergebnis des sogenannten «arabischen Frühlings» gerade die Islamisten an die Macht kommen. Besser gesagt sind sie es, denen man den Weg freimacht. Allerdings haben die Angelsachsen auf diesem Weg zwei Länder als Stolpersteine angetroffen, zwei Länder, in denen die Islamisten entweder nicht stark oder nicht aktiv waren. Das sind Libyen und Syrien. Libyen ist bereits durch die barbarische Nato-Aggression vernichtet worden, Syrien wird heute belagert. Syriens Armee kämpft gegen den internationalen Terrorismus, der, wie es sich für ihn auch geziemt, von den Strippenziehern der englisch-amerikanischen Spitze gesteuert wird.
    Das wahre Gesicht der «Freunde Syriens»

    Mit Verlaub, Andrej Iljitsch! Die westlichen Medien berichten, dass das Volk gegen das Assad-Regime aufbegehrt hat. Die Aufständischen sind Syrer, welche aus der Armee desertiert sind.

    Dafür sind es ja die westlichen Medien oder besser: Mittel für Massenpropaganda, Agitation und Desinformation. Sie erfüllen die rein militärische Aufgabe eines Informations- und psychohistorischen Kriegs. Die «syrischen Rebellen» haben moderne Präzisionswaffen, Panzerabwehrwaffen, Wärmesichtgeräte, beste Scharfschützengewehre und vieles andere, vor allen Dingen aus türkischer Produktion. Ist das nicht ein wenig fett für Deserteure und Flüchtlinge? Doch das wichtigste ist die Organisation der bewaffneten Auseinandersetzungen. Seit Ende Juni hat sich die Situation in Syrien grundlegend gewandelt. Assad hat es nun mit einer hochqualifizierten Stabs­kultur der Planer hinter den militärischen ­Diversionen [Ablenkungen] zu tun, zu der Deserteure vom Rang Hauptmann bis Major gar nicht in der Lage sind. Von der Zermürbung und Ermattung der syrischen Armee sind die «Aufständischen» zur Taktik massiver Angriffe übergegangen, hinter denen offenbar ein Kontingent von 25- bis 30 000 Mann steht. Die bewaffneten Kämpfer sind Abkömmlinge aus Libyen, Tunesien, Afghanistan und anderen islamischen Ländern. Sie nach Syrien zu werfen, löst übrigens für den Westen und die sunnitischen Monarchien ein wichtiges Problem. Denn dieser Brennstoff muss ja irgendwo und irgendwie beschäftigt werden. Arbeiten werden diese Jungs nicht, und ein verrückt gewordener Hund könnte auch seinen Herrn beissen.
    Der internationale Terrorismus, gegen den die USA angeblich kämpfen, ist in Wahrheit ihre Waffe, von ihnen selbst geschaffen

    Zusammen mit den professionellen Söldnern und den internationalen Terroristen kämpfen auch weiterhin Teile von syrischen kriminellen Clans gegen die Regierungstruppen; sie morden ihre eigenen Nachbarn und lasten die Verbrechen dann dem Assad-Regime an. Die Situation in Syrien hat eine Tatsache glasklar herausgestellt: Der internationale Terrorismus, gegen den die USA angeblich kämpfen, ist in Wahrheit ihre Waffe, von ihnen selbst geschaffen. In Libyen hat al-Kaida die von den Atlantisten gestellten Aufgaben erledigt. Nach Syrien werden die bewaffneten Kämpfer vom Islamisten Abd al-Hakim Balhadsch eingeschleust, der seinerzeit das Kommando über die libyschen «Aufständischen» hatte. Er ist der einflussreichste Militär in Tripoli, ist bereits lange Zeit mit al-Kaida verbandelt. Al-Kaida ist ein sehr bequemes Instrument für die amerikanischen und britischen Geheimdienste. Wenn es sein muss, kann man sie die eigenen Twin-Tower sprengen lassen, die Schuld der Organisation bin Ladins zuschieben. Und wenn es sein muss, kann man sich mit dieser Organisation in Ekstase vereinen und gegen Gaddafi oder Assad vorgehen. Jetzt ist al-Kaida wieder gut; wie unser Protopope Awwakum einst sagte, «gestern noch ein Hurensohn und heute schon ein Priester».
    Sie sollen aufhören, uns Unsinn zu erzählen: Die Syrer kämpfen nicht gegen die Syrer, sondern gegen die angelsächsische Elite, die mit den Händen internationaler Terroristen Krieg führt. Deren Vorgehen in Syrien gleicht zum Beispiel den Todesschwadronen des John Negroponte in Guatemala. Die «Freunde Syriens» (die früheren «Freunde Jugoslawiens, Iraks, Libyens») sind in ihrer Perspektive auch die «Freunde Russlands», sind selbst die hauptsächliche internationale Terrormacht. Ich hoffe sehr, dass sie und ihre Handlanger (auch die aus Den Haag) letztlich «ihr Nürnberg» erwartet. Viele auch im Westen beschreiben die Ähnlichkeit zwischen dem Überfall auf den Irak durch Bush jr. mit Hitlers Überfall auf Polen, die Niederlande und Frankreich. Die Frage ist nur, wird Syrien die letzte Linie vor einem neuen, nun schon nicht mehr einem Welt-, sondern einem globalen Krieg werden? Früher oder später wird die Kriminalisierung der Politik der westlichen Führung nämlich genau dazu führen.

    Die USA haben die jüngsten Terroranschläge in Damaskus, die den Tod einiger syrischer Regierungsmitglieder nach sich zogen, de facto gerechtfertigt.

    Ja, unter den Ermordeten sind der Verteidigungsminister Daud Radschha, der Chef des militärischen Nachrichtendiensts Assef Schawkat, und der Leiter des Antikrisenkomitees, Hassan Turkmani – Assad sehr nahestehende Leute, seine Stütze. Eine solche Aktion stand zu erwarten; ich glaube nicht, dass sie ohne Mitarbeiter westlicher Geheimdienste möglich gewesen ist. Baschar al-Assad hält stand, man hat ihn in 15 Monaten nicht brechen können, deshalb steht der Kurs jetzt auf physische Vernichtung des syrischen Präsidenten und der ihm nahestehenden Personen. Die Rechnung lautet, dass nach dem Weggang Assads sein Regime zusammenbricht. Ob diese Rechnung so aufgeht, ist eine andere Frage. Hier ist etwas anderes wichtig: Die westliche Elite hat nach dem Mord an Gaddafi offen und unverhohlen den Weg der physischen Vernichtung solcher Führer eingeschlagen, die ihren Plänen entgegenstehen, das heisst: den Weg des Terrors. Und während man gegen Miloševic und Saddam Hussein noch Farce-artige Gerichtsprozesse veranstaltet hat, wurde Gaddafi auf völlig banditische, «konkrete» Weise einfach nur umgebracht, und dabei blieb das «Wow!» nicht einmal mehr im Halse stecken. Was war allein die Szene im vorigen Mai im Weissen Haus wert, als die Führung der USA sich offen vor den Fernsehschirmen sammelte, um der Tötung von «bin Ladin» zuzusehen. Wie vertiert und moralisch degeneriert muss man sein, um sich wie der mittelalterliche Pöbel Morde zu Gemüte zu führen und dazu mit der Zunge zu schnalzen! Die westliche Führung legt das Verhalten einer globalen Verbrecherorganisation an den Tag und verheimlicht dies nicht einmal. Das Prinzip ist: «Du bist schon allein deswegen schuld, weil ich Hunger habe.» So hat der vorige proamerikanische Präsident Frankreichs, Sarkozy, den syrischen Christen (etwa 10% der Bevölkerung Syriens) ja auch direkt gedroht, dass – sollten sie weiterhin Assad unterstützen – sie Opfer von Anschlägen würden. Und das passiert ja auch bereits. Man mordet dabei aber nicht nur Christen, sondern auch Drusen, Alawiten, Mitglieder der seit 1963 regierenden Baath-Partei. Doch das grosse Morden wird erst noch beginnen, wenn es dem Westen gelingt, das Assad-Regime zu stürzen. Was erst im Falle einer ausländischen Militär­intervention möglich wird.
    Taktik der Zerrüttung und massiver Angriffe kombiniert

    Denken Sie, dass der Westen so weit gehen wird?

    Diese Frage stellt man besser der globalen Verbrecherorganisation, die ihre «Aktien» in Washington, New York, London und Brüssel hat. Wir können nur mögliche Varianten abwägen. Die einzige militärische Macht, auf die die Nato bisher zählt, ist die Türkei, die davon träumt, dass Syrien in vier bis sechs Teile zerlegt wird, über die Hälfte davon die Kontrolle erhält und damit dem zu ähneln anfängt, was wir als das Osmanische Reich kennen. Allerdings ist ein solcher Krieg für die Türkei unter Berücksichtigung der ­Positionen Russlands, Chinas, Irans plus der Kurdenfrage eine recht unsichere Sache, selbst bei militärtechnischer Unterstützung durch die Nato. Und Syrien selbst ist auch kein Schwächling. Man kann deswegen eher davon ausgehen, dass der derzeitige Krieg so weitergeht, indem der Westen sich darum bemühen wird, Syrien durch die Hände der Söldner zu zerdrücken, indem die Taktiken der Zerrüttung und massiver Angriffe kombiniert und gezielt die physische Vernichtung Assads versucht wird. Die USA und Grossbritannien haben viel zu viel in die Vernichtung des syrischen Regimes investiert und können nur in einem Fall zurück, wenn der Preis für einen Sieg zu hoch wird.

    Haben sie denn tatsächlich so viel investiert?

    Ja. Sowohl im finanziellen als auch im organisatorischen Sinn. Noch 2006 startete das Programm «Demokratie in Syrien», das Geldmittel für Projekte in der Gesamtsumme von 5 Millionen US-Dollar bereithielt. 2009 bekam der «Rat für Demokratie», der diese Geldmittel unter den «Demokratisatoren» in den Ländern verteilte, die von den USA geschwächt werden sollten, vom State Department 6,3 Millionen US-Dollar für das mit Syrien zusammenhängende Programm «Initiative zur Festigung der Zivilgesellschaft» (offenbar meinen die Angelsachsen, dass eine Zivilgesellschaft aufgebaut wird, wenn durch die Hände von Söldnern syrische Kinder und Frauen ermordet werden). Das «Syrian Business Forum» verwaltet zum Beispiel ein Budget von mindestens 300 Millionen Dollar. Die Hälfte dieser Mittel gilt der Finanzierung der «freien Syrischen Armee». Eine aktive Rolle bei der Finanzierung der Anti-Assad-Kräfte spielen Saudi-Arabien und Katar, die diesbezüglich ein Geheimabkommen unterzeichnet haben. Die Positionen der Saudis und des Premierministers von Katar, Scheich Hamad ben Dschassem Al Thani, sind deutliche Zeugnisse für die Allianz zwischen dem Westen und den Salafiten. Es war in Katar, wo gestellte Szenen von angeblichen Kämpfen in Tripoli und Damaskus gedreht wurden, als es diese Kämpfe noch gar nicht gab. Der Emir bezahlte den Sturm von Tripoli und entsandte eine arabische Mischpoke von 6 000 Mann dazu, welche Militäruniformen des Emirats Katar trugen. Übrigens war es auch Ben Dschassem, der die Handgreiflichkeiten gegen den russischen Botschafter Titorenko in Katar angeordnet hat.
    Kampf um Eurasien

    Manche westlichen Politiker tragen der russischen Führung an, Assad und seine Familie in Russland aufzunehmen. Nach dem Motto, das syrische Volk wird es Russland danken. Was droht Russland durch den Sturz des Assad-Regimes?

    Syrien ist unser einziger Alliierter in der arabischen Welt. Mit dessen Fall verlieren wir endgültig alle unsere Positionen in der Region. Aber es geht nicht nur um die arabische Welt. Russland kann sehr leicht komplett in der historischen Versenkung verschwinden. Nach Syrien und Iran (denn dass die Atlantisten nach Syrien Iran überfallen, ist sehr wahrscheinlich – die Analytiker bringen sogar bereits den Namen der Militäroperation, welche durch einen amerikanisch-israelischen Schlag gegen die Hizbollah beginnen soll: «Das grosse Gewitter») kommen wahrscheinlich auch wir an die Reihe. Man kann also sagen: Man schlägt Syrien (und Iran), gezielt wird aber letztlich auf Russland. Die Vorbereitungen laufen bereits in allen Richtungen: die Lage im Nahen Osten, der «Raketenschild», die Nato-Ost-Erweiterung und so weiter.

    Die Sache mit dem Raketenschild und der Nato-Ost-Erweiterung ist klar. Aber wie hängen Syrien und Iran konkret mit unserer Sicherheit zusammen?

    Sie sind unseren Grenzen und unserem Einflussgebiet – Transkaukasien und Zentral­asien – sehr nahe. Wenn die derzeitigen Regimes in Damaskus und Teheran fallen, so wird sich die ganze Zone des von den Atlantisten «gesteuerten Chaos» von Mauretanien und dem Maghreb bis nach Kirgisien und Kaschmir erstrecken. Der Bogen der Instabilität wird sich wie ein Keil gegen das zentrale Eurasien vorschieben, von wo aus die Atlantisten Russland und China schon direkt bedrohen. Vor allem aber Russland.
    Alles Wahnsinn der Macht – anstatt Rohstoffe zu kaufen

    Warum Russland vor allen anderen Dingen?

    Die zu erwartende Weltsystemkrise hebt die Bedeutung der Kontrolle über die Ressourcen ins Unermessliche. Die Bedeutung wird unter den Bedingungen der prognostizierten geoklimatischen und geophysischen Katastrophe noch potenziert. Ich rede jetzt nicht von der mythologischen «globalen Erwärmung». Sondern vom durchaus prosaischen Abklingen des Golfstroms, der Umstellung der Nahrungsketten in den Weltozeanen (das passiert einmal in 11½ bis 12½ Jahrtausenden) – das sind Umbrüche eines planetaren Ausmasses, die ungefähr zu Beginn des 20. Jahrhunderts einsetzten und etwa im ersten Drittel des 22. Jahrhunderts abgeschlossen sein werden. Unter solchen Krisenbedingungen und nach einer solchen Krise ist die einzige stabile und Ressourcen-aufweisende Region in der Welt das nördliche Eurasien, also hauptsächlich das geographische Gebiet Russlands. Das macht unser Territorium zur wichtigsten geo­historischen Beute des 21. Jahrhunderts und der darauffolgenden Jahrhunderte. Die bekannten Russophoben Brzezinski, Albright und andere im Westen haben mehrfach ausgesagt, es sei ungerecht, dass Russland über ein solches Territorium und solche Ressourcen verfüge. Das solle der Weltgemeinschaft gehören – das heisst den atlantischen Eliten, die in Logen, Clubs, Kommissionen, Orden und ausserordentlichen Strukturen organisiert sind.
    Allerdings ist es dazu nötig, die Kontrolle über das nördliche Eurasien zu gewinnen, ein Aufmarschgebiet – Zentralasien. Die Amerikaner sind auch bereits vor Ort, doch vom durch sie kontrollierten Nahen Osten sind sie eben noch durch Syrien und Iran von Zentralasien getrennt. Hier reisst die Zündschnur, die man in Nordafrika angesteckt hat, bisher noch ab und erlischt. Ohne die Vernichtung dieser beiden Länder können die Atlantisten den Kampf ums nördliche Eurasien nicht angehen. Sie betrachten Russland als Rohstoffquelle, China als Quelle für Arbeitskraft, das heisst, als etwas eigentlich Sekundäres. Und wenn sich dieses Sekundäre ihren Plänen entgegenstellt, macht sie das so ziemlich verrückt. Die Lösung der russischen und chinesischen Frage wird vom Westen gerade eben mit Hilfe des Islam, der Araber angegangen. Egal, ob das nun in Form des gesteuerten Chaos einer neuen arabischen Eroberung oder eines Krieges zwischen Kalifat und Ungläubigen passiert. Dabei werden die Angelsachsen sich getreu ihrer Tradition bemühen, grössere Staaten und Völker gegeneinander aufzuhetzen, diese zu schwächen oder gar zu vernichten (zweimal im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurden Russland und Deutschland gegeneinander gehetzt), sich allerdings auch bemühen, den Islam auszuschalten. Das passiert durch dessen maximale Radikalisierung mit dem Wahhabismus, dem Entzug seiner inneren wirtschaftlichen und demographischen Kraft im Verlauf der eurasischen Kriege, wonach die islamische Welt später in eine Art neotraditionelles Ghetto verwandelt werden wird, das keine eigenen Ressourcen und Technologien besitzt. Die, welche in ihrer Kindheit «Dungeons & Dragons» gespielt haben, erinnern sich wahrscheinlich an die Variante einer «Welt der schwarzen Sonne». Die Globalisten werden versuchen, die islamische Welt in eine Menge kleiner Einheiten zu zerschlagen, mit denen private Militärfirmen oder Konzernsöldner leicht zu Rande kommen, die Reste von Ressourcen aus ihnen herauspressen und sie anschliessend auf der Müllhalde der Geschichte entsorgen. Der Westen wird nur über Punkte mit Ressourcenkonzentration Kontrolle ausüben (zum Beispiel, heute schon Realität, über die fast 1800 Kilometer lange Mittelmeerküste Libyens); das andere gibt man Stämmen, Clans und kriminellen Syndikaten zur freien Verfügung, von denen jeder sein Stück und Stückchen kontrollieren wird. Zu solchen «Stückchen» können auch Teile von Saudi-Arabien, Pakistan (Abtrennung von Belutschistan), Iran werden – ein islamisches Mosaik. Gleichzeitig braucht der Westen Aufseher in der Region, und diese Rolle kann durchaus zu Grosskurdistan passen. Ein einziger Staat, dem es gestattet sein wird, gross zu sein.

    Weshalb?

    Auf dem Gebiet Grosskurdistans, sollte dieses einmal geschaffen werden, werden sich die Quellen aller grösseren Flüsse der Region befinden. Das bedeutet, dass in der kommenden, an Wasser armen Epoche und folglich einer Epoche von Kriegen um das Wasser als Ressource, die wichtigsten Hebel des Einflusses auf die Region – wie zu Zeiten des ­Assyrischen Reiches – in den Händen des uralten Volks der Kurden sein werden. Kurdistan könnte zum wichtigsten Wachhund der Region werden und in dieser Rolle Israel ablösen.

    Über Israel bitte etwas genauer!

    Israels Perspektiven sind im sich wandelnden Nahen Osten ziemlich nebulös. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Westen Israel demontieren, weil Israel einfach nicht mehr notwendig sein wird, so wie es Arnold J. Toynbee noch 1957 vorausgesagt hat. Sicherlich erst nach der Evakuierung des «oberen Drittels» der Bevölkerung. Die Variante der Schaffung eines Grosskurdistans und der Demontage Israels ist nicht zu hundert Prozent, aber doch sehr wahrscheinlich. Freilich ist das keine Sache der kommenden paar Jahre.
    Den Nattern nicht trauen

    Was sollte Russland denn in der dramatischen Situation, die sich um Syrien aufbaut, unternehmen?

    Das, was Russland bereits tut – nämlich Syrien bis zum Äussersten unterstützen, es nicht zulassen, dass man es zerdrückt. Wir haben bereits Einheiten der Kriegsmarine entsandt, kein grosses Kontingent, aber besser als gar nichts. Und wenn man schon Krieg führt, tut man das besser nicht durch Quantität, sondern durch Können. Weiter. Am 7. Juni gab es Raketentests zweier ballistischer Interkontinentalraketen: eines «Topol» (das haben wir bestätigt) und einer «Bulawa» (das haben wir nicht bestätigt, aber die Amerikaner bestehen zumindest darauf, dass es einen solchen Start gegeben hat). Das ist ein gewisses Zeichen. Denn Russland ist trotz aller Militärreformen immer noch eine Nuklearmacht, und wir sind es, nicht so sehr die Chinesen, die von den Amerikanern immer schon als Hauptfeind gesehen wurden, das tun sie immer noch und werden es auch weiter tun. Unsere Diplomaten tun ihre Arbeit. Es hat mir gefallen, wie Witali Tschurkin mit dem Botschafter Katars gesprochen hat, ich stelle mit einiger Genugtuung die Ohnmacht in der Bosheit der Madame Clinton und einiger niederer Offizieller des State Department fest, die sie gegen unsere Führung demonstrieren. Es ist zu begrüssen, dass die syrische Luftabwehr bereits 18 Einheiten unserer «Buk-M2»-Raketensysteme und 36 Einheiten unserer Luftabwehrraketen-Systeme vom Typ «Panzir S1» erhalten hat; dazu stehen Lieferungen von S-300-Systemen und Mi-25-Hubschraubern aus.
    Ich rechne sehr mit dem Selbsterhaltungstrieb der russischen Führung und damit, dass sie aus den tragischen Schicksalen Miloševics, Saddam Husseins und Gaddafis die richtigen Schlüsse gezogen haben. Diese haben dem Westen einmal vertraut und das mit ihrem Leben bezahlt. Shakespeares Hamlet sagt von Rosenkranz und Güldenstern: «… die beiden, denen ich wie Nattern traue.» Man darf Nattern nicht trauen – sie beissen, und zwar tödlich, im banalen physischen Sinn dieses Wortes. Oder sie versuchen zu beissen und nutzen dafür innere Probleme; von denen hat Russland wahrlich mehr als genug. Ist es denn Zufall, dass die Zusammenrottungen der «Weissen Schleifen» Ende 2011/Anfang 2012 auf interessante Weise mit der Erklärung der russischen Führung zusammenfielen, hinsichtlich der syrischen Sache eine harte ­Position zu verfolgen? Sicher nicht. Und hier tritt das Problem der «fünften ­Kolonne» mit aller Schärfe zutage, die sich bei uns im Verlauf des letzten Vierteljahrhunderts herangebildet hat. Wir leben in einem Zeitalter des Krieges, welches mit der Nato-­Aggression gegen Jugoslawien begonnen hat und der inzwischen mit denselben Nato-Stiefeln gegen die Pforten Syriens tritt. In solchen Zeiten muss man gemäss der Leitlinien von Kriegszeiten handeln. Noch nie ist es jemandem gelungen, einen äusseren Feind zu besiegen oder ihm auch nur zu widerstehen, ohne gleichzeitig oder vorher die «fünfte Kolonne» unter Kontrolle gebracht zu haben; selbstverständlich legal, nur legal. Und schlussendlich bedarf es eines internationalen politischen und militärischen Bündnisses, das in der Lage wäre, den Aggressor zu bändigen und Sicherheit oder wenigstens eine Atempause von 8 bis 10 Jahren zu verschaffen. In dieser Zeit kann Russland es schaffen, sich aufzuraffen und sich auf den grossen Krieg des 21. Jahrhunderts vorzubereiten – auf die letzte grosse Jagd der Epoche des Kapitalismus, die leider höchstwahrscheinlich unvermeidbar ist. Sich darauf vorbereiten und dabei bestehen.
    Nun und für den Moment gilt es, den ­potentiellen Gegner möglichst fernab zu halten und die Schwachen darin zu unterstützen, diesen Gegner in der Ferne zu schlagen – das ist nicht nur strategisch richtig, sondern auch moralisch.
    Lehren und Prognosen

    Was sind die Lehren aus Libyen und Syrien für Russland?

    Zuallererst: Vertraue niemals, unter keinen Umständen, der westlichen Führung. Sie wird uns immer als Hauptfeind betrachten und zum Zeitpunkt unserer maximalen Schwäche, auf die sie selbst hinarbeitet, unerbittlich zuschlagen und versuchen, die «russische Frage» zu klären. Leonid Schebarschin sagte einmal: «Der Westen will von Russland nur eines: dass es Russland nicht mehr gibt.» Wie man die Schwachen beseitigt, haben wir am Beispiel Libyens erlebt. Wie man sich die Zähne an den stärkeren ausbeisst, sehen wir am Beispiel Syriens.
    Das zweite: Die libysche und syrische Variante der Nato-Aggression demonstrieren, wie sich die Ereignisse bei uns im Falle von militärischen Handlungen entwickeln werden: Krieg wird durch Söldner geführt, vor allem durch Araber, aber auch durch private Militärfirmen. Nach syrischem Muster wird man versuchen, den Kaukasus und die Wolga­region zu destabilisieren: Man besetzt eine Stadt oder einen Teil davon, Massaker, Anrufung der «Weltöffentlichkeit», welche auf Sanktionen, Kontrolle, Stützpunkte drängen wird (einen solchen haben wir bereits im Hinterland, nämlich die Nato-Nachschub­basis in Uljanowsk).
    Das dritte: Bei aller entscheidenden Rolle des äusseren Faktors spielt bei der Situation in Syrien der Zustand des «Objekts», auf das dieser Faktor gerichtet ist, eine äusserst bedeutsame Rolle: ein ineffizientes Regierungssystem, Korruption und so weiter, was alles in allem Angriffsfläche bietet. In dieser Hinsicht ist Russland auch sehr verwundbar: Wir haben eine genauso ineffiziente Führung, Korruption, eine kriminalisierte Wirtschaft, eine enge Verflechtung unserer Wirtschaftsgrössen mit der Weltwirtschaft, folglich also auch eine Schicht pro-westlicher Compradores, dabei ein niedriges professionelles und moralisches Niveau der Oberschicht, das Vorherrschen von Interessen einzelner Clans vor den Interessen des Landes. Vom Zerfall der Armee, der geistlichen und moralischen Krise ganz zu schweigen, ebenso von der «Abnutzung» des Humanpotentials eines bedeutenden Teils der Bevölkerung.

    1) Vertraue niemals, unter keinen Umständen, der westlichen Führung
    2) Krieg wird durch Söldner geführt, vor allem durch Araber, aber auch durch private Militärfirmen
    3) Ineffizientes Regierungssystem, Korruption usw. bieten Angriffsfläche

    Es ist sicher wahr, dass eine äussere Bedrohung die Bevölkerung zusammenschweissen und mobilisieren kann, denn so ist es mit den Russen bisher immer gewesen, ob 1612, 1812 oder 1941. Das weiss der Gegner aber nur zu gut. In diesem Sinne ist der kürzliche Artikel Henry Kissingers zur Situation in Syrien sehr interessant: Entgegen seiner sonstigen Gewohnheit, alles klar auszudrücken, gibt es hier eine Menge an nebulösen Erörterungen, einschliesslich der Erwähnung des Heiligen Römischen Reiches und wie man es letztlich zu Fall brachte. Doch wenn man die reine Logik dieses Texts verfolgt und exakt das formuliert, was einer der grössten «Hintermänner» dieser Welt angedeutet hat, bekommt man folgendes: Der «alte Henry» warnt den Westen davor, einen derartigen Druck auf Syrien auszuüben, der eine unnachgiebige Position Russlands zur Folge hätte und es zur Konfrontation mit dem Westen treibt. Denn das birgt die Gefahr, all das zu verlieren, was man sich in den letzten 20 Jahren an der Schwächung Russlands erarbeitet hat. Und diese Resultate sind wichtiger als Syrien.
    Kissinger, der alte Hund, geht der Sache absolut auf den Grund!
    Tatsächlich kann eine Konfrontation mit dem Westen die Situation in Russland grundlegend ändern, und zwar in allen sozialen Schichten, vor allem aber in der Oberschicht, die nicht nur verstehen, sondern am eigenen Leib spüren wird, dass die westliche Elite sie niemals in ihre Kreise aufnehmen wird, sondern dass sie ganz im Gegenteil früher oder später von ihr gefressen wird. Wenn das aber so ist, so ist ein wesentlicher Kurswechsel nötig, wenigstens um Reichtümer, Status und Leben zu bewahren. Die Beispiele solcher doch pro-westlicher arabischer Führer wie Ben Ali oder Mubarak demonstrieren doch den Wahrheitsgehalt der These des herausragenden russischen Geopolitikers Alexej Jedrichin-Wandam: «Schlimmer als die Feindschaft mit den Angelsachsen kann nur eines sein: die Freundschaft mit ihnen.» Der Westen, insbesondere die Angelsachsen, garantieren niemandem etwas, noch viel weniger jemandem, der sein Land und sein Volk verraten hat. Die Alten pflegten zu sagen: «Roma traditoribus non premia» (Rom bezahlt keine Verräter). Genauer gesagt, bezahlt es sie schon, aber nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Danach geht man getrennter Wege. Auch das ist eine Lektion aus dem Nahen Osten für Moskau.

    Wann kann man, Ihrer Ansicht nach, merkliche Änderungen der Situation erwarten?

    Ja, bin ich denn ein Prophet? Es ist schwierig, in der gegenwärtigen Welt, die sich an einem Scheidepunkt befindet, irgendwelche Prognosen zu machen. Wenn man allerdings vom Zustand der Wirtschaft der USA ausgeht, deren Remission (im medizinischen Sinn) entsprechend einiger Prognosen im Frühjahr 2013 vorbei sein wird, und wenn man weiterhin bedenkt, dass vor den US-Präsidentschaftswahlen wahrscheinlich keine schwerwiegenderen Aktionen zu erwarten sind, so kommt man auf einen Zeitraum von ungefähr Dezember 2012 bis Februar 2013.

    Himmel, Sie nennen ja geradezu mystische Daten: das Ende der Welt nach dem Maya-Kalender, das Kommen des himmlischen Mörders Nibiru …

    Das ist keine Mystik, sondern Manipulation des öffentlichen Bewusstseins, dessen Loslösen von den realen Problemen und das Verschrecken bis hin zu einem Zustand, in dem der Mensch selbst ruft: «Ich bin für eine Weltregierung, nur sie kann mich vor der Katastrophe bewahren, vor dem gigantischen Asteroiden, vor Aliens …!» Viel gefährlicher als Aliens sind nämlich solche «Jungs», die jenseits von Gut und Böse leben und mit der Erbarmungslosigkeit von Reptilien die Menschheit dahinraffen. Sie sind es, die gegen Syrien anstürmen, und genau diese gilt es jetzt am «Grenzpunkt Syrien» aufzuhalten. Wie hiess es doch bei Voltaire: «Die Natter zermalmen»! •

    Quelle: Jewgenij Tschernych, KP.ru, 15. August 2012

    (Übersetzung: Roman Bannack http://apxwn.blogspot.com/2012/08/schlag-gegn-syrien-ziel-russland.html) Artikel: Nach Syrien: Eurasien

    zeit-fragen.ch/index.php?id=1048

    • So ziemlich die beste Analyse in einem (kurzen) Interview, die ich kenne.
      Interessant (allerdings nicht im Kontext) der Hinweis auf die chinesische Mafia.
      Erinnerte mich an ein Interview von Benjamin Fulford in Tokio mit Rockefeller, das ich vor ein paar Jahren im Internet sah.

      https://youtu.be/tW4p9N2Ocs8

    • Dieses Interview mit Prof. Fursow bestätigt trotz dessen offensichtlicher Unterstützung des russichen Militarismus in zwei Punkten meinen Eindruck:
      Zitat:

      ‚Israels Perspektiven sind im sich wandelnden Nahen Osten ziemlich nebulös. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Westen Israel demontieren, weil Israel einfach nicht mehr notwendig sein wird, so wie es Arnold J. Toynbee noch 1957 vorausgesagt hat.‘

      Sehe ich auch so – Die westlichen Mächte stehen nicht ansatzweise als wirkliche Verbündete zu Israel, sondern planen dessen apartheidmäßige Zerlegung unter dem Deckmantel der ’nationalen Souveränität‘ Palästinas (i.e. das ‚Recht‘ aller Palästinenser, von Geburt an von einer islamistischen Hamas unterdrückt zu werden, eben, weil sie Palästinenser sind).

      ‚Aber es geht nicht nur um die arabische Welt. Russland kann sehr leicht komplett in der historischen Versenkung verschwinden.‘

      Diese Formulierung zeigt, dass Russland aufgrund seiner Regierung und aufgrund der Einflüsse von Lobbyisten wie eben diesem Prof. Fursow wirklich – wie ich das auch sehe – sich in Richtung des militaristischen Wahns bewegt. Hier geht es nicht mehr um die Interessen der Bürger, auch und vor allem nicht der russichen Bürger, zumal die ohnehin in einem derart riesigen Land leben. Sondern hier geht es um einen irrationalen nationalen Wahn, den westliche Mächte wie Frankreich (mit Mühe) und Großbritannien längst hinter sich gelassen haben. Russische Politiuker und DEREN Kriegslobby tut so als bestünde Russland nur aus Krieg und militärischer Stärke. Dabei wäre ein Russland in der EU wahrscheinlich – aus Bürgersicht – das beste Russland, das es je gegeben hat.

    • Tony sagt: 18. Juni 2016 at 18:10
      „So ziemlich die beste Analyse in einem (kurzen) Interview, die ich kenne.“

      Obwohl in Grunde gemessen an der Thematik kurz, ist der Artikel für den „normalen Leser“ viel zu lang. man sollte einzelne Passagen immer mal wieder in andere Artikel und Diskussionen einpflechten – natürlich immer mit Quellenangabe, damit geneigte Leser den ganzen Artikel lesen können.
      *

      Zusammen mit den professionellen Söldnern und den internationalen Terroristen kämpfen auch weiterhin Teile von syrischen kriminellen Clans gegen die Regierungstruppen; sie morden ihre eigenen Nachbarn und lasten die Verbrechen dann dem Assad-Regime an. Die Situation in Syrien hat eine Tatsache glasklar herausgestellt: Der internationale Terrorismus, gegen den die USA angeblich kämpfen, ist in Wahrheit ihre Waffe, von ihnen selbst geschaffen. In Libyen hat al-Kaida die von den Atlantisten gestellten Aufgaben erledigt. Nach Syrien werden die bewaffneten Kämpfer vom Islamisten Abd al-Hakim Balhadsch eingeschleust, der seinerzeit das Kommando über die libyschen «Aufständischen» hatte. Er ist der einflussreichste Militär in Tripoli, ist bereits lange Zeit mit al-Kaida verbandelt. Al-Kaida ist ein sehr bequemes Instrument für die amerikanischen und britischen Geheimdienste. Wenn es sein muss, kann man sie die eigenen Twin-Tower sprengen lassen, die Schuld der Organisation bin Ladins zuschieben. Und wenn es sein muss, kann man sich mit dieser Organisation in Ekstase vereinen und gegen Gaddafi oder Assad vorgehen. Jetzt ist al-Kaida wieder gut; wie unser Protopope Awwakum einst sagte, «gestern noch ein Hurensohn und heute schon ein Priester».
      Sie sollen aufhören, uns Unsinn zu erzählen: Die Syrer kämpfen nicht gegen die Syrer, sondern gegen die angelsächsische Elite, die mit den Händen internationaler Terroristen Krieg führt. Deren Vorgehen in Syrien gleicht zum Beispiel den Todesschwadronen des John Negroponte in Guatemala. Die «Freunde Syriens» (die früheren «Freunde Jugoslawiens, Iraks, Libyens») sind in ihrer Perspektive auch die «Freunde Russlands», sind selbst die hauptsächliche internationale Terrormacht. Ich hoffe sehr, dass sie und ihre Handlanger (auch die aus Den Haag) letztlich «ihr Nürnberg» erwartet. Viele auch im Westen beschreiben die Ähnlichkeit zwischen dem Überfall auf den Irak durch Bush jr. mit Hitlers Überfall auf Polen, die Niederlande und Frankreich. Die Frage ist nur, wird Syrien die letzte Linie vor einem neuen, nun schon nicht mehr einem Welt-, sondern einem globalen Krieg werden? Früher oder später wird die Kriminalisierung der Politik der westlichen Führung nämlich genau dazu führen.

      http://zeit-fragen.ch/index.php?id=1048

    • @Tony
      Um die Situation bezüglich Putins Regierung und deren Großmachtswahn einzuschätzen, brauche ich natürlich nicht die kulturdiktatorische Hetze eines Huntington. Das, was ich von Huntington in diesem Thread gelesen habe, zeigt mir, wie der einzuordnen ist – als Propagandist von diktatorischer Kulturtennung und Spaltung. Das reicht für das Thema hier völlig aus, und ich lese lieber Autoren, die wahrhaftig argumentieren als ‚Teile und Herrsche‘-Propaganda.

      PS:
      Ich schreibe im Gegensatz Tu Auftragsschreibern stets ehrlich meine Meinung. Ihr ‚Lob‘ diesbezüglich können Sie sich sparen.

    • @Tony
      Um die Situation bezüglich Putins Regierung und deren Großmachtswahn einzuschätzen, brauche ich natürlich nicht die kulturdiktatorische Hetze eines Huntington. Das, was ich von Huntington in diesem Thread gelesen habe, zeigt mir, wie der einzuordnen ist – als Propagandist von diktatorischer Kulturtennung und Spaltung. Das reicht für das Thema hier völlig aus, und ich lese lieber Autoren, die wahrhaftig argumentieren als ‚Teile und Herrsche‘-Propaganda.

      PS:
      Ich schreibe im Gegensatz zu Auftragsschreibern stets ehrlich meine Meinung. Ihr ‚Lob‘ diesbezüglich können Sie sich sparen.

  3. Dass dieser Krieg von den VSA angezettelt wurde aus geopolitischen Gründen der Rohstoffsicherung ist mir klar.

    Was ich im Bezug auf Russland jedoch befremdlich finde ist, dass der Nachschubkorridor aus der Türkei nicht geschlossen wurde?!

    Spielt Russland hier eventuell auf derselben Seite des Systemes?

    Ich finde, es ist einmal an der Zeit die Einflüsse der Rothschilds usw. in Russland und China näher zu beleuchten und die Menschheit darüber zu informieren.
    Niemanden fände ich derzeit dazu besser in der Lage als KenFM!

    • das ist genau die Thematik, die es zu klären gilt. vollkommen richtig erkannt Tom Sid.

      es gibt Anzeichen für starke Einflüsse der hochfinanz, wer für welches System spielt oder ,ob sie doch alle gemeinsam spielen mùssen, ist schwer auszumachen.

      …ich bin bei dieser Frage genauso ratlos. es gibt Argumente dafür und dagegen. die Rolle Chinas ist mir auch nicht richtig einleuchtend….

      wer weiß dazu Antworten? ich gebe ebenfalls weiter…

    • ja genau, das beschäftigt mich auch schon länger … da liegt vermutlich ein wichtiger Schlüssel ….man kommt aber irgendwie auf keinen grünen Zweig …
      hab gestern das entdeckt, beschäftigt sich zumindest damit ..

      10 Anhaltspunkte dass Russland beide Seiten des Ukraine-Konflikts kontrolliert
      https://youtu.be/S7o2sPFEsIM (30 Minuten)

      alles total verwirrend und sehr komplex … macht euch selbst ein Bild, ob da was dran sein könnte … ?

    • @ löwenzahnsalat: “ wichtiger Schlüssel“ Russland ist die Drehtür nach Eurasien, und der Schwerpunkt der zukünftigen Wirtschaft und massgeblichen Kultur wird Eurasien sein. Das wissen die Kreise der angloamerikanischen Hochfinanz sehr genau. Für diese Kreise kommt es darauf an, wer zuerst seinen Fuss in diese Tür bekommt.
      Ob es ein europäischer Staatenbund, dessen Haupt Deutschland ist, sein wird oder die angloamerikanische Kultur es sein wird, ist die derzeitige Streitfrage.
      Sollte es so sein, dass auf höchster Ebene sich diese Kreise um die FED und russische Kreise insgeheim längst sich darüber einigten, dass die „Ehe“ zwischen Angloamerikanertum und Russentum beschlossene Sache ist, bleibt und in Europa nur noch die Rolle von Statisten oder bestenfalls die von Kindern, welche dem „Brautpaar“ die Blumen streuen.
      Wenn zwischen Russland und China nun ein roter Teppich liegt, könnte es auch daran liegen, dass man in Europa versäumte, Russland den roten Teppich nach Berlin auszurollen.
      An der Stelle dieses roten Teppichs zwischen Moskau und Berlin wird nun derzeit z.B. in Polen usw. der neue Eiserne Vorhang aufgebaut. Bildhaft ausgedrückt: Die russische „Braut“, die ja reiche Bodenschätze besitzt und eine Tür nach Eurasien hat, trägt nun wieder zur deutschen Seite hin einen „Keuschheitsgürtel“, einen „Cordon Sanitaire“.
      Ob nun exklusiv diese angloamerikanischen Kreise den dazu passenden Schlüssel besitzen, ist auch für mich eine offene Frage.

    • @ Michaela

      “ wichtiger Schlüssel“ Russland ist die Drehtür nach Eurasien, und der Schwerpunkt der zukünftigen Wirtschaft und massgeblichen Kultur wird Eurasien sein. Das wissen die Kreise der angloamerikanischen Hochfinanz sehr genau. Für diese Kreise kommt es darauf an, wer zuerst seinen Fuss in diese Tür bekommt.

      Ja, ja, das ist schon klar, einerseits! Falls diese Theorie stimmt!?
      Andererseits, wenn diese Kreise der Hochfinanz (die Globalsten im allgemeinen, die längst keinen Staaten mehr zugeordnet werden können, weil sie überregional agieren) im Grunde im Verbund zusammenarbeiten, seit geraumer Zeit gemeinsam nun den „Global money-reset“ herbeiführen, ganze Kontinente destabilisieren, dann muss man für die Massen die Täuschung von Ost gegen West aufrechterhalten und sie damit in die Irre führen!!! … und überall rechtpopulistische (Russland-freundliche) Parteien an die Macht bringen. Geschieht ja alles bereits … der Köder für die Massen ist ausgelegt!
      ++++

      
Ob es ein europäischer Staatenbund, dessen Haupt Deutschland ist, sein wird oder die angloamerikanische Kultur es sein wird, ist die derzeitige Streitfrage.

      Was verstehst du unter europäischer Staatenbund? die NATO? (mit einer angloamerik. Führung (sic!)?
      Übriges, Monte Negro ist seit 2 Tagen neues Mitglied. Das Volk wurde nicht gefragt. Die Regierung wurde gekauft.
      Schweden und Finnland überlegen ja auch schon …
      ++++

      
Sollte es so sein, dass auf höchster Ebene sich diese Kreise um die FED und russische Kreise insgeheim längst sich darüber einigten, dass die „Ehe“ zwischen Angloamerikanertum und Russentum beschlossene Sache ist, bleibt und in Europa nur noch die Rolle von Statisten oder bestenfalls die von Kindern, welche dem „Brautpaar“ die Blumen streuen.

      Genau, darum geht’s mir!
      Wo steht Putin wirklich?
      Was macht Deutschland in Afrika wirklich?
      Türkei-Deal?
      +++++

      
Wenn zwischen Russland und China nun ein roter Teppich liegt, könnte es auch daran liegen, dass man in Europa versäumte, Russland den roten Teppich nach Berlin auszurollen.

      Das ist die Frage, ob das so ist! Alles sieht danach aus. Aber ist es auch so?
      Vielleicht ist die Täuschung viel größer. Ich meine, viel viel größer!!!
      +++++

      
An der Stelle dieses roten Teppichs zwischen Moskau und Berlin wird nun derzeit z.B. in Polen usw. der neue Eiserne Vorhang aufgebaut. Bildhaft ausgedrückt: Die russische „Braut“, die ja reiche Bodenschätze besitzt und eine Tür nach Eurasien hat, trägt nun wieder zur deutschen Seite hin einen „Keuschheitsgürtel“, einen „Cordon Sanitaire“.

      Ja, die G. Friedmann-Theorie ist mir wohl bekannt! Allerdings fand ich es schon von Beginn weg sehr seltsam, dass der das in aller Öffentlichkeit so ausgebreitet hat!!? Das derartige Pläne schon lange existieren mag sein, aber mein Gefühl sagt mir immer wieder, da stimmt was nicht!
      Wir sollen das glauben … um dann eine ganz andere Variante ausspielen zu können? Unter dem Motto: Überrasche deinen Gegner so, dass er sich davon lange nicht erholt?
      Klingt vielleicht etwas wirr, aber so fühle ich mich eben auch 😉
      Seit einigen Wochen zwinge ich mich dazu in Russland nicht nur den „gepeinigten, schlecht behandelten, ge-bashten, Teppich ausrollenden Friedensbringer etc.etc.“ zu sehen, sondern absichtlich auch andere Varianten mit einzubeziehen. Man treibt uns ja geradezu in die Arme des „unverstandenen“ Russlands, der den wohlwollenden, geduldigen „Underdog“ mimt. Ab einer gewissen Schmerzgrenze hilft die Masse immer zum Underdog.
      Ich meine nur, das könnte alles eine teuflische List sein. Oder aber eben auch nicht.
      WIR WISSEN NICHTS!!

      Oder wird Russland Europa „befreien“ müssen, von den pseudo-islamistischen „Schläfern“, die die CIA und angloamerikanische Kreise hier seit geraumer Zeit zur Destabilisierung einschleusen? Für mich liegt der Fall einfach nicht so klar. Leider! 😉
      +++++

      
Ob nun exklusiv diese angloamerikanischen Kreise den dazu passenden Schlüssel besitzen, ist auch für mich eine offene Frage.

      Das Gold geht auf jeden Fall seit Jahren vom Westen nach Osten, also China, Russland, Türkei … und wenn Putin nicht tatsächlich die russ. Zentralbank verstaatlicht und sich damit aus der Umklammerung der Fed und der Familie mit dem roten Schild befreit (die sich ja seit Jahren im Osten etabliert), sein eigenen Geld herausgibt, gemeinsam mit China (Teile Südamerikas?) eine goldgedeckte Währung (in irgendeiner Form) einführt, solange möchte ich mich einfach nicht auf Prognosen oder Szenarien, die man uns „liefert“ einfach so einlassen.
      Sinn ergibt das alles ja nicht wirklich, was man uns hier vorsetzt!
      Mann vergesse auch nicht die Busenfreundschaft zwischen R-schild-Berater Schröder und Putin … und die häufigen privaten Treffen mit Kissinger … seit ein paar Tagen neuer Militär-Vertrag zwischen RU und Israel mit eigenen Stützpunkten im Mittelmeer? … während R-schild, Cheney und Murdoch gegen int. Recht verstoßen und am Golan (syrisches Staatsgebiet, von Israel besetzt – die UNO hat man ja vor ein paar Jahren dort sicherheitshalber bereits abgezogen) bereits beginnen nach Öl zu bohren ???

      Ich halte die kriminelle Energie und List gewisser Kreise für nicht endenwollend!

      Tja, was soll ich sagen? Fragen über Fragen … Hirnsausen! 🙂

    • @ löwenzahnsalat: “ Vielleicht ist die Täuschung viel grösser.“ Schon möglich. Dieselbe Frage, warum das Friedman-Video veröffentlicht wurde (angeblich von Belgien aus), habe ich mir auch schon gestellt.
      Das eine ist, was solche Leute reden, und das andere ist, was sie real tun. Aber was sie derzeit in Polen usw. tun, das passt ja zusammen mit der Behauptung Friedmans.

      Thema „Staatenbund“ und „Nato“. Also erstmal bekenne auch ich, kein Patentrezept für Frieden zu haben und bekenne auch, dass es mir nicht anders geht als Dir: Fragen über Fragen in mir. Kaum Antworten, mehr Fragestimmung.
      Meine Imagination war gewesen: Warum tun sich nicht alle europäischen Staaten mit Russland zusammen und gehen aus der Nato raus ? Das wäre ein sehr mächtiges – wirtschaftlich UND militärisch mächtiges – Bündnis.
      Verteidigungsbündnis auf solider wirtschaftlicher und kultureller Basis. Europa hätte Zugang zu einem gigantisch grossen Markt mit riesigen Bodenschätzen. Deutsches Know How und russische Bodenschätze zusammen, und das Ganze birgt in sich einen grossen Absatzmarkt. Das reichte doch bis zur chinesischen Grenze und bis nach Gibraltar.
      Man müsste ja keine „starre“- weder aufwertbare noch abwertbare- Währung machen wie den Euro. Das könnte prima funktionieren mit unterschiedlichen Währungen.

      Ich denke das nicht nur vom Friedman Video her sondern ausserdem noch her von realen Tatsachen und noch von dem her, was Rudolf Steiner schon dazu sagte. Reale Tatsache ist die Europakarte von 1890 in englischen Schubladen, welche damals schon das Europa in den Grenzen von 1945 zeigte.
      Ausserdem – wenn wir etwas in der Historie Europas zurückschauen und die Rolle Englands sehen, dann ist es IMMER die Bestrebung der Engländer gewesen, Europa zu steerstückeln. Beispiel Napoleon. Als der sozusagen Europa einen wollte, machten im die Engländer einen Strich durch die Rechnung.
      Steiner sagte, die Bestrebung der Freimaurerlogen des Westens sei die, die angloamerikanichen Kulurkeime nach Russland zu verpflanzen für die Zukunft. Sie wüssten, dass in Russland die zukünftige Hochkultur kommen würde, und Russland sei „konservativ-bewahrend“ wie eine Schale, die das in sich unverändert bewahrt, was man reingibt.
      Russland sei „weiblich-empfangend“. Es habe z.B. den orthodoxen Ritus empfangen und unverändert konserviert.
      Und DIESE Qualität Russlands – so Steiner – wollten die Angloamerikaner für ihre Zwecke nutzen.
      Der deutsche Geist – so Steiner – sei eher „männlich“, weil der auch das religiöse Element empfing, es aber resolut veränderte: Reformation, Gegenreformation usw. fand in Deutschland statt.
      Der allgemeine Deutsche revoltiert zwar nicht äusserlich gegen eine sog. Obrigkeit wie die Franzosen, doch der deutschsprachige Geist sei revolutionär – befruchtend.

      WIR WISSEN NICHTS !!! Wo steht Putin wirklich ? Ich weiss es nicht. Aber der muss ja auch nicht nur einen einzigen Standpunkt haben wie ein Baum. Vielleicht sieht der diese völlig zerstrittene „EU“ und fragt sich, wo denn morgen die Rumänen stehen, übermorgen die Franzosen und heute die Deutschen ? Der sieht auf die „Eurozone“ und sieht vielleicht geistig die als einen Sack voller Flöhe, wo er sich sgat, dass er kein Flohzirkusdirektor sein will ?
      Das sind doch derzeit keine Partner, auf die VERLASS ist.
      Diese „Flöhe“ hüpfen mal hierhin, mal dorthin, und der Direktor dieses Flohzirkus ist nirgends in Sicht.
      Man kann doch nicht – wenn man selber souverän ist – mit wirtschaftlich Entmündigten ins Geschäft kommen !
      Nun die Frage des „Brexit“. NIRGENDS eine STABILE SOLIDE BASIS. Vielleicht sind da die Chinesen einfach die verlässlicheren Handelspartner als dieses europäische Schiff ohne sichtbaren Kapitän ?

    • Ich hatte mich diesbezüglich auch schon vor längeren direkt an Kenfm gewant. Diese Seite gründlicher zu beleuchten. Bis heute nichts. Auch hier im Forum mal angeschnitten und natürlich gleich attackiert. T. Knechtels Bücher über die Rockefellers und Rothschilds sowie Schwarzbuch alternative Lügenpresse (den Titel des Buches finde ich persönlich nicht so passend) geben schon etwas Aufschluss was Russland-Putin für eine Rolle spielt auf dem Weg zur NWO. Wer mit den Rothschilds „verbandelt“ ist und seine Zentralbank von deren kontrollieren lässt ist ein nützlicher Player dieser extrem elitären Kreise. Herrn Rockefeller standen in den 60ger und 70ger Jahren in der ehemaligen Sowjetunion und China Tür und Tor offen. Die Putin Versteher sollten vorsichtig sein was sich wirklich hinter der Person Putin verbirgt. Ein weiteres interessantes Buch ist von Jürgen Roth “ Gazprom das unheimliche Imperium“
      https://youtu.be/1T4Ns0s3g0E

  4. ein Verbrechen an der Menschheit….

    muß doch in unserem GmbH Staat möglich sein, einen frei empfangbaren TV Sender zu installieren, wo solche Menschen zu Wort kommen können….

  5. Mir geht das Kriegsgedöns der letzten Jahre und der dauernde EU-Knatsch mit seiner heuchlerischen Erweiterungsmanie auf den Wecker. Auch die NATO drängt aggresiv gegen Osten. Überall sitzen hinterfotzige Politiker und machen uns ständig ein X für ein U vor.
    Wir sollten die NATO verlassen und die Amerikaner und Engländer bitten, ihre Truppen und Atombomben von unserem Land abzuziehhen. General de Gaulle hat es 1966 auch geschafft und Frankreich hat die NATO verlassen.
    Unabhängig von der Brexit-Entscheidung der Briten sollten auch wir Deutsche dringend die EU verlassen. Wir sind nicht und wollen nicht die Oberlehrer Europas sein. Jedes Land soll nach seiner Fasson selig werden. Wir bestehen auch nicht darauf, dass in den entlegensten Weltgegenden die Demokratie eingeführt und dort die Einhaltung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 bis zum letzten Schwulen und bis zur letzten Lesbe durchgesetzt wird.

    Deutschland bietet allen Nachbarn freundschaftliche Beziehungen an und legt Wert auf privilegierte Partnerschaften sowohl mit den USA als auch mit Russland. Wir wollen mit der Welt friedlichen Handel und Wandel treiben. Unsere Währung ist die DM. Militärisch brauchen wir uns nicht besonders hoch- und zurüsten; schließlich sind wir von Freunden umgeben. Eingreiftruppenfür alle möglichen Brandherden der Welt stellen wir künftig nicht mehr. Aus dem weltweiten Kampf gegen den Terrorismus klinken wir uns aus. Auf die Erfüllungsgehilfen der USA, Gauck und von der Leyen, wollen wir künftig verzichten. Zur Abwechslung gehörten die Schwazen einmal für acht Jahre auf die Oppositionsbänke.

    In Ramstein dürfen wir künftig nicht gegen die Steuerung des US-Drohnenkrieges protestieren sondern müssen mit Macht dafür eintreten, dass die USA-Truppenstandorte in Deutschland allesamt geschlossen werden.

    • @Der Souverän,
      Sie wollten doch einen Brief schreiben. Machen Sie mal und stellen Sie ihn hier ein.
      Ich werde ihn in meinem Umfeld und in meiner Stadt verteilen.

    • Frankreich ist positiverweise wieder in der NATO, der französische Nationalismus hat nachgelassen. Ich bin für Verbleib aller derzeitigen Mitglieder in der EU und für die Aufnahme weiterer Staaten oder deren Assoziierung.
      Insbesondere ist die EU Garant für Frieden, Russland in der EU würde die Vision von der ’neuen Seidenstraße‘ un Teilen schon realisieren. Für (aus Sicht der Bürger) gute Beziehungen mit Russland ist die EU-Osterweiterung das richtige Mittel, denke ich.

  6. Es passt vieles zusammen. Vielleicht Absicht, dass eine solche Forderung gerade jetzt laut wird. In ein paar Tagen findet ein NATO Gipfel statt. Und wo: In Warschau. (Warum nicht gleich in Moskau?) De-Eskalation sieht anders aus.

    Wenn man über diese geforderten „Bomben gegen Assad“ seitens US-Diplomaten genauer nachdenkt, kommen Fragen auf. Was hat Assad einem X-beliebigen Bürger einer X-beliebigen Stadt in USA getan? Da finde ich es erfrischend, wenn sich die Akteure zuweilen selbst bloßstellen.
    So geschehen, als die Giftgas-Affäre hochkochte und Kerry den Fehler machte, ein Saddam 2.0 zu spielen, wo er forderte, Assad solle das Giftgas sofort rausrücken, dann würde der von Obama beschlossene und verkündete Angriff eingestellt. Dumm gelaufen. Assad nahm das wörtlich und lud sie alle ein, es abzuholen! Sehr clever!
    Ergebnis ist bekannt: ein bis auf die Knochen blamierter US-Präsident. Aufgeklärt wurde die ganze Show wieder mal nicht. Zu viele Dinge, die nicht passen wollen und erhebliche Zweifel an der Darstellung der USA.
    Und Deutschland spielt dieses fragliche Spiel immer noch mit. Zum Schämen.

    • Als deutscher Staatsbürger muss man sich aber ehrlicherweise auch fragen, was passiert wäre, wenn die USA damals gesagt hätten, dass Hitler ihnen egal ist, weil er ja den meisten US-Bürgern nichts tat. Das ist ein echtes Dilemma. Auf jeden Fall darf niemand in den Krieg gezwungen werden – daher bin ich auch strikt gegen die Wehrpflicht (neben der Tatsache, dass Zwangsdienste generell grundrechtswidrig sind). Das Assad-Syrien ist eine Art ‚DDR‘, eine rotfaschistische Diktatur, die z.B. junge Männer pauschal einsperrt, indem sie ihnen die Ausreise verweigert. So sehen Staaten generell aus, in denen Russland/früher die Sowjetunion ‚imperialen‘ offiziellen Einfluss haben/hatten.

  7. Die Frage, die mich am meisten beschäftigt: Was hilft noch?
    Wer kann ganz konkret etwas tun (und v.a. WAS?), damit dieser Irrsinn einEnde hat?
    Ich lese seit Monaten täglich, was geschieht, wer was inszeniert, welche Auswirkungen das hat, wie sehr Deutschland sich mitziehen lässt (oder selber mitmischt), wer auf welche Weise davon profitiert und dass der Krieg vor der Tür steht – und ausbricht, wenn wir nicht ganz schnell noch die Kurve kriegen. Die Nato positioniert sich auf Geheiß der USA und in Form der größten Truppenbewegung seit dem II. Weltkrieg an der russischen Grenze und zettelt einen Krieg an, der das Finanzkartell vor der Insolvenz und die USA vor dem Verlust der Weltherrschaft retten soll. Das schlimmste Szenario aus Sicht der USA sei eine gute Beziehung zwischen Russland und Deutschland, die es zu verhindert gelte. Und daran werde seit vielen Jahren gefeilt. Die USA warten den Berichten zufolge auf ein Zucken Russlands, um den Krieg auslösen zu können. Einen Krieg, der uns hier platt machen würde.

    Verstehe ich das richtig? Ist die Lage wirklich so brenzlig? Wenn ja – schicken uns ‚unsere‘ Politiker allesamt und sehenden Auges in einen Krieg? Kennen sie die Geschichte nicht?

    Ich bin fassungslos und fühle mich extrem hilflos – v.a. weil offenbar keine Lösung in Sicht ist. Vielleicht habe ich das alles falsch verstanden – aber muss es nicht darum gehen, all das zu verhindern? Mit allen Mitteln?

    Es muss doch kluge Köpfe geben, die wissen, was zu tun ist, um diesen Wahnsinn zu verhindern! Schreiben, informieren, verstehen ist wichtig. Aber es muss doch etwas GETAN werden!

    Ich mag nicht mehr über Gründe, Ursachen und Gruselszenarien reden und hören. Wir brauchen LÖSUNGEN!

    Oder sehe ich das falsch?

    • „es muss doch etwas GETAN werden!“

      Ganz meine Meinung. Die Bundesregierung hat eine Mailadresse. Dort habe ich heute eine höfliche aber klare Meinung über dieses ganze Kriegsgerassel formuliert. Wenn da 20 Millionen Mails gleicher Natur eintreffen, geht vielleicht was.

    • @ Ron B

      wieso setzen wir diese Menschen nicht einfach ab und liefern sie an Russland aus, wo sie rechtskonform wegen kriegshetzerei angeklagt werden können…?

    • „Ich mag nicht mehr über Gründe, Ursachen und Gruselszenarien reden und hören. Wir brauchen LÖSUNGEN!“

      Selbstverständlich kann ein David einen Goliath besiegen.

      Selbstverständlich haben die kleinen Säugetiere überlebt und nicht die Dinosaurier.

      Selbstverständlich genügt ein Dominostein als Auslöser, um eine ganze Dominosteinreihe zu Fall zu bringen.

      Und selbstverständlich haben auch Global Player ihre Achillesfersen, die man treffen könnte.

      Aber wo und wie, das ist hier die Frage, die sich nicht so „selbstverständlich“ beantworten lässt.

    • Es ist wahrscheinlich angesichts der prekären Lage kein Trost, aber ich glaube schon lange, dass wir, die wir fassungslos vor so viel (geplanter!)Brutalität und Lebensverachtung stehen, jetzt nur noch die Lösung in unserem eigenen Herzen suchen und finden können und jeder demnach konsequent entsprechend handeln. Das heißt, dass mir als Lösung all dieser Konflikte nur das Bemühen um Bewusstseinsbildung einfällt, immer wieder. Es ist auch eine mentale Hilfe, alles Geschehen in möglichst großem Rahmen zu sehen und seine ganz persönliche Position sich darin zu erarbeiten. Wir können ja nur dort ansetzen, von wo das Unglück einmal seinen Lauf genommen hat: von unserem Bewusstsein als menschliche Spezies. Es gibt kein Patentrezept. Um die heutige weltpolitische Situation klar zu sehen, hat mir vor Jahren schon das Buch: „Saat der Zerstörung“ von f. William Engdahl sehr geholfen. Es ist zwar grundsätzlich zur Problematik der von USA ausgehenden weltweit betriebenen GMO-Technisierung geschrieben, aber gleichzeitig erfährt man alle wichtigen Eckdaten der Weltpolitik, die zu dieser jetzigen katastrophalen und lebensbedrohlichen Situation geführt haben. Aus dem Buch:
      Eine Studie der britischen Ärztevereinigung kam 2004 zu dem Schluss, dass die Welt vielleicht nur noch ein paar Jahre von fürchterlichen biologischen Waffen entfernt ist, die in der Lage sind, nur Menschen mit einer spezifischen enthnischen Zugehörigkeit zu töten.“ Sie bezog sich dabei auf die Fortschritte der genetischen Waffentechnologie. Und jetzt kommt der Satz, den ich hier herausstellen will und der aus meiner Sicht für alles steht, was gerade jetzt geschieht:

      „Wir sind geneigt, zu sagen, dass niemand bei gesundem Menschenverstand diese Dinge je einsetzen wird“, bemerkte Steven Block, Professor für Biophysik an der Universität Stanford. Er hat jahrelang persönliche Erfahrungen in der geheimen biologischen Forschung des Pentagon und der Regierung gesammelt. „Aber“, fuhr Bock fort, „nicht jedermann ist bei gesundem Menschenverstand.“

    • „Die Nato positioniert sich auf Geheiß der USA und in Form der größten Truppenbewegung seit dem II. Weltkrieg an der russischen Grenze und zettelt einen Krieg an, der das Finanzkartell vor der Insolvenz und die USA vor dem Verlust der Weltherrschaft retten soll. Das schlimmste Szenario aus Sicht der USA sei eine gute Beziehung zwischen Russland und Deutschland, die es zu verhindert gelte. Und daran werde seit vielen Jahren gefeilt. Die USA warten den Berichten zufolge auf ein Zucken Russlands, um den Krieg auslösen zu können. Einen Krieg, der uns hier platt machen würde.“
      So ist es – kurz zusammengefasst. Aber leider sehen das ganz viele Leute hier nicht.

      Mein Vorschlag: soviel wie möglich tun, dass kein Krieg kommt. Sich dagegen sträuben, notfalls der Regierung die Legitimation aberkennen, da sie ganz eindeutig nicht in unserem Interesse handelt. Denn unser Interesse ist überleben. Den Krieg nicht kommen lassen. Dann kracht irgendwann das Finanzsystem zusammen, wie Saurons Turm und das wars dann mit der amerikanischen Weltherrschaft. Dann haben wir es aber mit einem gigantischen Pleitier mit Atomraketen zu tun. Das ist genauso gefährlich.

    • „Die Nato positioniert sich auf Geheiß der USA und in Form der größten Truppenbewegung seit dem II. Weltkrieg an der russischen Grenze und zettelt einen Krieg an,…“

      Schon eigenartig das das niemand klar benennt, obwohl es dafür einen eindeutigen Begriff gibt. Es handelt sich um

      >MOBILMACHUNG<

    • „…jetzt nur noch die Lösung in unserem eigenen Herzen suchen und finden können und jeder demnach konsequent entsprechend handeln.“

      Das kennen wir doch. Also spazieren wir fromme Liedchen singend in die Löwenarena…

    • @zist1989: „wieso setzen wir diese Menschen nicht einfach ab und […]“

      weil damit ein Chaos gegen ein anderes eingetauscht würde.

      Leute, ich geb Euch doch Recht! Aber schreibt das doch nicht hier, sondern unserer Regierung ! Nutzt doch die Digitalisierung!

      Freiherr v. I. hat -fast- völlig Recht ! (Die Frage „wo und wie“ ist simpel. Vorgemacht hat das z.B. eine Putzfrau mit Gabriel)

      Und in Verbindung mit Dr. Ganser’s nüchterner Feststellung, dass die eigentliche „Supermacht“ die öffentliche Meinung ist, kann das nicht falsch sein, das „denen da oben“ sachlich, höflich, aber deutlich zu schreiben. Die Leute wurden von UNS beauftragt, einen Job zu machen. Und wenn WIR sehen, dass sie den nicht gut machen, bekommen sie das gesagt. Schaut Euch in der Natur um! Der berühmte „Fels in der Brandung“ (als Synonym für hartnäckig taube Politiker und Konsorten) wird bei entsprechender Masse an Wasser (=wir) mühelos weggespült.

    • „wieso setzen wir diese Menschen nicht einfach ab und liefern sie an Russland aus, wo sie rechtskonform wegen kriegshetzerei angeklagt werden können…?“

      Ein verführerischer Gedanke. Ich denke aber das Rußland seine Grenzen mit allen Mitteln vor illegaler Einwanderung speziell dieser Personengruppe schützen würde.

    • „Es muss doch kluge Köpfe geben, die wissen, was zu tun ist, um diesen Wahnsinn zu verhindern! Schreiben, informieren, verstehen ist wichtig. Aber es muss doch etwas GETAN werden!
      Ich mag nicht mehr über Gründe, Ursachen und Gruselszenarien reden und hören. Wir brauchen LÖSUNGEN! Oder sehe ich das falsch?“

      Das siehst Du völlig richtig. Es gibt diese klugen Köpfe auch die wissen was zu tun ist.
      Aber wen interessiert das denn…?

      Sie haben keine Lobby. Sie haben keine oder nicht genug Mitmacher, Unterstützer.

      Außerdem ist dieser „Markt“ übervoll mit falschen Propheten, mit reißerischen Marktschreiern, mit Möchtegernen, mit Vollidioten und und und.

      Und selbst wenn es mal eine Gruppe schafft Gehör und Einfluß zu gewinnen, „passiert“ immer das gleiche – sie wechselt die Seite.

      Die Grünen sind angetreten als Friedensaktivisten, wurden als Antikriegspartei gewählt und sind nun eine kapitalistische Kriegaspartei par excellence. Auch DIE Linke zeigt bereits starke Tendenz in die Richtung.

      Es bleibt nur die Losung auszurufen: Es gibt nichts mehr zu retten – rette sich wer kann…

    • Habt vielen Dank für eure Antworten!
      Ich schreibe Mails und Briefe an diverse Regierungsmitglieder, unterschreibe Petitionen und teile Beiträge bei facebook. Ich versuche, Freunde, Bekannte und Verwandte zu informieren (was nicht immer einfach ist, weil ich oft auf Ablehnung stoße – „so ein Blödsinn, unsere Reg. macht doch SOWAS nicht!“) und verteile möglichst unaufdringlich Videos, Artikel und Bücher.
      Ich mache einen großen Bogen um Produkte von Nestlé und Konsorten, kaufe kein Wasser in Flaschen und esse vorwiegend Obst und Gemüse aus der Region.
      Ich suche auch in meinem Herzen und betreibe Bewusstseinsbildung, wo es nur geht (ich will das nicht veralbern, halte das für wichtig!). Nur habe ich das Gefühl, dass all das nicht wirklich ausreicht. Jedenfalls nicht in der Kürze der Zeit.
      Ich möchte wirklich wissen, wer jetzt etwas tun kann. Vermutlich mit unlauteren Mitteln – aber das ist doch wohl mittlerweile egal, wenn ich mir das Säbelrasseln im Osten ansehe.

      Ich fahre auch gern den Laster, der unsere Regierungstruppe ins Exil bringt. Aber geschehen muss doch etwas!

    • Vielleicht sollten wir damit beginnen, mit Sprechtüten herumzulaufen und die Wahrheit den eingeschlafenen Spießern in die Ohren schreien? Wie wäre es mit einer großen Sprechtütenprozession über den Berliner Kuhdamm oder wo sonst viele Leute sind?

    • @ Ron B.

      Deine höfliche aber klare Meinung als Mail an die Regierung verfassen und mit der Bitte verbreiten, sie abzuschicken.
      Klappte doch auch über 40.000 mal mit dem Thema „CETA“ an die Adresse von Gabriel.
      Vielleicht auch ein Dominostein …

    • „Klappte doch auch über 40.000 mal mit dem Thema „CETA“ an die Adresse von Gabriel.“

      Was hat da geklappt? CETA wird kommen, TTIP wird kommen. Und zwar mit selbsternannten, selbstherrlichen Scheingerichten und allem was dazu gehört.

    • P.S.

      Und zwar mit selbsternannten, selbstherrlichen PRIVATEN ! Scheingerichten und allem was dazu gehört.

    • Die Frage war ja, wie sich die Bevölkerung äußern kann, und das wäre einer der Wege. Fällt dir was ein? Mir reicht es eben nicht mehr, zu meckern und mich über andere aufzuregen. Ich möchte, dass etwas passiert. Wenn meine Ideen nix sind, dann sind andere besser. Ist doch wurscht, wer die besten Ideen hat. Es braucht aber langsam mal welche.

    • „Ist doch wurscht, wer die besten Ideen hat.“

      Sorry, das ist GRUNDLEGEND FALSCH.

      Es kommt GANZ MAßGEBLICH darauf an WER die Idee hat und etwas sagt.
      Und zwar so exorbitant, das die Idee selbst in den Hintergrund tritt – beinahe völlig egal ist.

      Und da sind wir dann wieder am Anfang. Es gibt mehr als genug wunderbare Menschen mit Ideen die die Erde mühelos in eine Paradies verwandel würden und Mensch und Tier ein sorgenfreies, gesundes, leichtes Dasein ermöglichen würden.

      Nur gehören diese Menschen nicht zu dem Kreis der WER !

    • „Die Frage war ja, wie sich die Bevölkerung äußern kann, und das wäre einer der Wege.“

      Gut, die Frage lässt sich auch beantworten – EMAILS SIND ES JEDENFALLS NICHT !

      Wenn überhaupt, dann muß man auf die analoge Ebene zurückgreifen. RICHTIGE Briefe schreiben, mit Papier und so.

      Wenn statt dieser dämliche Ramsteindemonstrationen – dämlich deshalb weil sie nachweislich IMMER WIEDER UND SEIT EWIGKEITEN nichts bringen – jeden Tag nur ! 100.000 Menschen einen Brief adressiert an die Regierung schicken würden, dann bestünde zumindest die Möglichkeit das etwas in Volkes Sinne passiert.

      Warum? Weil es nur eine Möglichkeit gibt Politiker anzuregen ihren AUFTRAG den sie vom Souverän erhalten, gerecht zu werden.

      MAN MUß SIE AUS IHRER KOMFORT UND WOHLFÜHLZONE REIßEN !

      Man muß sie stören ! unbequem werden, denn diesen Zustand ertragen sie nicht – jedenfalls nicht auf Dauer. Email sind nicht das geeignete Störmittel – Briefe schon viel eher.

      Briefe müssen zugestellt werden an den Empfänger. Sie müssen geöffnet werden UND gelesen – zumindest aber überflogen – werden. Sie müssen entsorgt werden, gegebenenfalls archiviert oder eingescantt usw usf.

      Wenn die Politiker jeden Tag über Wochen und Monate 100.000 Briefe erhielten – vielleicht sogar eine Million [was ja immer noch sehr wenig wäre bei 82 mio Menschen] – weißt Du was da los wäre in der Waschmaschine? Da liefe aber die Trommel heiß…

    • @ Veganislove
      ‚Vielleicht sollten wir damit beginnen, mit Sprechtüten herumzulaufen und die Wahrheit den eingeschlafenen Spießern in die Ohren schreien? Wie wäre es mit einer großen Sprechtütenprozession über den Berliner Kuhdamm oder wo sonst viele Leute sind?‘

      Ich habe mir allen Ernstes schon überlegt, ob es angesichts der hohlen Dauerdesinformation, die längst anegbliche ‚Qualitätspresse‘ (wie z.B. die ‚Bild‘ für Intellektuelle ‚Der Spiegel‘ oder das Möchtegern-Lifestyleblatt ‚Stern‘) erreicht hat, eine Idee wäre, einfach Rundmails zu verschicken mit wirklicher Information zu so manchem völlig vernachlässigten, aber wichtigen, Thema. Konnte mich bisher noch nicht dazu durchringen, und es fehlt auch die Zeit. Eine Idee ist es aber – ‚auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil‘ oder so ähnlich. Und der Zustand der Mainstream-Presse (von Radio/TV ganz zu schweigen) ist ein grober Klotz.

    • P.S.

      So, jetzt habe ICH – und ich bin immerhin der Souverän – einen sinnvollen Vorschlag gemacht.

      Der wir aber nicht aufgegriffen, weil ich nicht WER bin.

      Ergo: Es gibt nichts mehr zu Retten – Rette sich wer kann…

    • „Und selbst wenn es mal eine Gruppe schafft Gehör und Einfluß zu gewinnen, „passiert“ immer das gleiche – sie wechselt die Seite.
      Die Grünen sind angetreten als Friedensaktivisten, wurden als Antikriegspartei gewählt und sind nun eine kapitalistische Kriegaspartei par excellence.“
      *
      Um das nochmal aufzugreifen. Als Friedens Antikriegspartei dümpelten die Grünen jahrelang bei 2 bis 5% herum. Und wann sind sie (im Verhältnis) richtig groß geworden mit 12, 15, teilweise über 20%?

      Man kann wohl sagen: Je kapitalistischer und kriegerischer, desto mehr Stimmen haben sie erhalten.

      Denkt mal drüber nach…

    • @ Minzinella: “ Wir brauchen LOESUNGEN! Oder sehe ich das falsch ? “

      Das siehst Du bzw, sehen Sie meiner Meinung nach genau richtig. Das bedeutet aber doch, dass wir ein gemeinsames ZIEL vor Augen brauchen. Und da hapert es doch schon. Der eine will dies, der andere will jenes. Genauso in der Politik. Jede Partei will etwas anderes als andere Parteien. Und im Ergebnis gackern sie alle wild durcheinander wie auf einem Hühnerhof und laufen in verschiedene Richtungen auseinander.

      Und auf der Gegenseite Leute, die seit hundert Jahren schon ihr ZIEL genau kennen. Kreise hinter der FED, gewisse Logenbrüder im Verbund mit Hochfinanz hatten schon 1890 ihr ZIEL klar vor Augen: Eine Europakarte hatten die schon 1890 fertiggestellt, das das Europa zeigte, wie es 1945 real aussah. DIE WISSEN WAS SIE WOLLEN.
      Die machen es auf höherer Ebene wie die afrikanischen Buschmänner, die auch zuerst sich ihr ZIEL vor Augen führen, bevor sie zur Jagd aufbrechen. VOR der Jagd zeichnen die eine Antilope in den Sand, und dann schiessen sie ihr einen Pfeil ins Blatt.
      Das ist ihr Jagd-RITUAL. Und erst NACH diesem RITUAL brechen sie auf zur Jagd und erlegen die reale Antilope.
      Genauso auf etwas höherer Ebene diese Logenbrüder. Zuerst zeichnen sie eine Europakarte, die ihrem ZIEL entspricht, Europa zu zerlegen. Und dann ziehen die in den Krieg und zerlegen das reale Europa.
      DIE HABEN IHR ZIEL KLAR VOR AUGEN.

      Und wir ? Wir sind zerspalten in Linke und Rechte, in Befürworter des Europäischen Staatenbundes inklusive Russlands und in Befürworter der „Eurozone“ ohne Russland. Nirgends ein gemeinsames europäisches ZIELBEWUSSTSEIN.
      Wie sieht unser gemeinsames ZIEL denn aus ? Wer malt es wenigstens mal mit Worten hin wie eine Landkarte ?
      Es reicht nicht aus, diese Politik irgendwie abzuwählen oder zu vergraulen, weil dann wieder die selbe Sorte von Leuten nachkommt. Wer zeichnet eine neue EUROPAKARTE hin, inder RUSSLAND ein TEIL davon IST ?
      Oder wer zeichnet den Umriss des Gegners auf ein Blatt Papier – den neuen Goliath, wie Freiherr von Irgendwo es formulierte und nimmt die passende Steinschleuder und trifft damit ins ZIEL ?

    • @ Der Souverän
      „So, jetzt habe ICH – und ich bin immerhin der Souverän – einen sinnvollen Vorschlag gemacht. Der wir aber nicht aufgegriffen, weil ich nicht WER bin.“

      Sehe ich nicht so. Vielleicht wird die Idee ja in manchen Köpfen bewegt, und es wurde einfach noch nicht aktiv darauf reagiert. Ich finde Briefe auch viel sinnvoller als Mails. Die werden von Angestellten bearbeitet und mit einem Klick gelöscht. Wie aber bekommt man Millionen von Menschen dazu, Briefe zu schreiben, ohne dass man viel Geld für solch eine Kampagne in die Hand nehmen muss?

      @ Michaela
      „Das bedeutet aber doch, dass wir ein gemeinsames ZIEL vor Augen brauchen. Und da hapert es doch schon.“

      Sicher haben wir alle das gemeinsame Ziel, in Frieden zu leben. Muss man jedes Detail vorher festlegen? Das kommt sicher auf die Art und Weise verschiedener Lösungsversuche an.
      Mir leuchtet das alles ein, und es erscheint fast unmöglich, den uralten „Jagdplänen“ etwas entgegenzusetzen. Und ich kann ja leider auch bisher nur wenig zu Lösungsansätzen beitragen.
      Aber es hilft doch auch nicht, alles schwarz zu malen und uns gegenseitig zu erzählen, was alles nicht funktioniert.

      @ Michael Kanellos
      „Ich habe mir allen Ernstes schon überlegt, ob es angesichts der hohlen Dauerdesinformation, die längst anegbliche ‚Qualitätspresse‘ ( … ) erreicht hat, eine Idee wäre, einfach Rundmails zu verschicken mit wirklicher Information“

      Ich hab auch schon über sowas nachgedacht. Als Mail oder als Print in den Briefkasten (aber leider sehr kostenintensiv). Mit prägnanten Infos.

      ich frage mich:
      Soll man Ideen sammeln, auch wenn sie vielleicht noch so absurd sind, oder soll man sich gegenseitig blockieren und am Ende nichts tun? So wie es ja gewollt ist und bisher wunderbar funktioniert hat …

    • @ Minzinella: „schwarz malen“ Wenn man ins Schwarze TREFFEN WILL, muss man schwarz malen.

      Meine, wir müssen von diesen Logenbrüdern DAZULERNEN. Wer sind wir denn ? Ein zerstrittener Haufen von Menschen, die sich nichtmal darüber friedlich einigen können, ob es moralisch vertretbar ist, Fische und Brot zu essen. Eine Vaganerin sagte mir, dass die nichtmal Brot essen, Fische sowieso nicht.
      Wenn man sowas zuende durch denkt, egal ob als Christ oder Atheist, dann muss man erkennen, dass in den christlichen Urkunden zu lesen steht, dass Christus das Brot des Lebens ist. Im 21.Kapitel des Johannes-Evangeliums ist die Speise beschrieben, die bei der Auferstehung da ist: Fische und Brot. Egal wie man das nun sehen will, en tweder als Atheist oder als Christ, man muss sich eingestehen: Solcher Veganismus ist mit dem, was wir als christliche Urkunden haben, UNVEREINBAR.

      Da sind wir schon in dem Punkt zerstritten ohne ein gemeinsames ZIEL. MEIN Ziel ist es NICHT, Fische und Brot, auch Milch und Honig zu verschmähen. MEIN Ziel ist es genausowenig, diese „EU“ aufrecht zu erhalten und Russland auszugrenzen, weil ich das für wirtschaftlichen Selbstmord Europas betrachte.
      Mag ja sein, dass wier EINEN gemeinsamen Nenner haben, den wir ALLE wollen: Frieden.
      Nur versteht der Veganer unter „Frieden“ eben, dass alle Menschen sich von Grünzeugs ernähren wie die Karnickel.
      Und die Atheisten verstehen unter „Frieden“, wenn nirgendwo mehr Religion ein Thema ist. Und die Christen verstehen unter „Frieden“, wenn sie Traubensaft und Brot zum Gedächtnis verteilen, was den Veganern nicht passt. Und dann die Muslime….Was die unter „Frieden“ verstehen kann man in der Sure 2 im Koran finden.
      Das ist die „Friedhofsruhe“ nachdem sie – WENN SIE NUR SURE 2 ERNSTNEHMEN WOLLEN – alle Ungläubigen totgeschlagen haben. Dann erst haben die ihren „Frieden“.

      MEIN Ziel ist, in FREIHEIT zu leben und andere möglichst frei leben zu lassen.

      DAS ist aber NICHT das Ziel dieser angloamerikanischen Kreise, die die WELTHERRSCHAFT wollen.
      Solange WIR uns n icht darüber im Klaren sind, dass es ohne Freiheit keinen Frieden gibt, d.h., solange wir nicht für das gemeinsame Ziel der europäischen Freiheit aufstehen, haben unsere Gegner die bessere Karte.
      WIR müssen eine NOCH BESSERE EUROPAKARTE aufzeichen und dem gemäss ZUSAMMENSTEHEN und auf dieses ZIEL hin ARBEITEN. UNSER Europa muss grösser werden. Russland gehört dazu.

      Die Idee, Briefe an die Politiker zu schreiben, ist ja ein Anfang. Ein Stein kommt ins Rollen. Und der kann dann eine LAWINE werden. ICH greife diese Idee von Der Souverän auf und MACHE das.
      Ich will den Brief zuerst konzipieren, am Sonntag und dann absenden und den In halt hier per Kommentar bekanntmachen.

    • Minzinella sagt: 17. Juni 2016 at 17:24
      „Sehe ich nicht so. Vielleicht wird die Idee ja in manchen Köpfen bewegt, und es wurde einfach noch nicht aktiv darauf reagiert.“

      Aber das ist doch milliardenfach bewiesen. Denk noch mal drüber nach.
      Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe – gilt auch verbal, oder gerade dann.

      Das passiert täglich millionenfach. Kommt die Idee vom Chef, wird sie umgesetzt, selbst dann wenn sie erkennbar besch… ist und die Idee des kleinen Angestellten erkennbar besser.

      Würde Wagenknecht, oder Gysi, oder irgend ein Gewekschaftstünnesboß dazu aufrufen, käme Bewegung in die Sache. Und vor allem wäre es eine gute Idee. Kommt sie von mir, ist es eine Scheißidee und nix passiert.

    • „Ich hab auch schon über sowas nachgedacht. Als Mail oder als Print in den Briefkasten (aber leider sehr kostenintensiv). Mit prägnanten Infos.“

      das ist auch so eine Idee die schon vor Jahren immer mal wieder anbrachte – und es ist eine gute Idee. Aber auch nicht neu…

      Kostenintensiv ist sie auch nicht. Jemand oder eine Gruppe setzt ein kurzes – nicht länger als eine DIN A4 Seite – Informationsschreiben zu einem Thema auf. Kurz, knackig, informativ, logisch, leicht überpfüfbar und AUSSCHLIEßLICH Faktenbasiert.

      Der Inhalt sollte aber auch „interessant persönlich“ sein. So etwa: Hallo Jürgen. Wir haben uns doch gestern wegen Krieg Amerika gegen Rußland unterhalten/gestritten. Habe dazu etwas gefunden. Auf der Seite http://www.kenfm.de steht unter ……….. das George Frieman schon 2011 gesagt hat………………… usw.

      100.000 Menschen kopieren es 10 mal, falten es zwei mal und schreiben HANDSCHRIFTLICH auf eine der beiden Seiten sowas wie; Lieber Jürgen, wichtig für dich – Hallo Susi, was ich dir noch sagen wollte – Extra für dich Du… usw usf. Beim „täglichen Spaziergang“ (Einkauf etc) werden die Zettel in 10 verschiedene Briefkästen geworfen, oder im Bistro auf dem Tisch liegengelassen oder oder oder. Das ganze über Monate zu verschiedenen Themen, könnte zu recht weiter Verbreitung, Wissen und Bewusstsein führen.

    • Schauspieler aller Länder, erhebet euch!!!

      Du bist Berufs- oder Laienschauspieler? Du lebst in einer Stadt, in deren Geschichte die Figur eines namhaften Rebellen vorkommt, der für die Ärmsten und Leidgeplagtesten der Gesellschaft kämpfte? Dann verkleide dich als diese Figur und mache jeden Samstag in der City eine One-(Wo)Man-Show, indem du die shoppenden Passanten direkt ansprichst. Sage ihnen, dass du es nicht fassen kannst, dass sie aus der Geschichte nichts gelernt hätten. Konfrontiere sie mit ihrer Dekadenz. Führe Monologe darüber, was du vor x-100 Jahren hättest besser machen können. Verzweifle theatralisch an der Gesellschaft. Flehe die Passanten auf Knien an, dass sie endlich aktiv werden mögen. Ziehe eine Show ab, nach der sich jeder umdreht und die jeder gerne mit dem Smartphone filmt und ins Netz stellt – und sei es auch nur der Unterhaltung wegen. Kurz: Lass vorbildhafte Personen aus der Geschichte lebendig werden – dort, wo die Massen ihrer Dekadenz frönen – beim Shopping. Flyern kann man sich durch Missachtung entziehen, einer auffälligen Show jedoch nicht so leicht.

      Du hast keinen historischen Rebellen in der Stadt, aber einen Schauspielpartner? Verkleidet euch als Obama (Clinton) und Putin, lauft durch die samstägliche Shopping-City und streitet euch lauthals über Geopolitik. Dann zieht ihr mehr Aufmerksamkeit auf euch als eine Demo mit 200 Demonstranten.

    • Ich habe heute mal einige Themen bei Nachbarn während des Gassi mit Hunden angesprochen. z.B. der (gelogene) Anlass des Vietnam Krieges. Keiner wusste davon! Erschreckend. Dann habe ich sie gefragt, was uns Herr Assad eigentlich getan hat. Übereinstimmende Antwort: „Nichts“. Gleiche Frage bez. Putin, gleiche Antwort. Einige habe ich hoffentlich nachdenklich zurückgelassen.

    • „Flyern kann man sich durch Missachtung entziehen,…“

      Ähm, nein – nur sehr bedingt. Wenn ein Flyer nicht als Flyer, Werbung etc erkennbar ist und etwas handschriftliches drauf steht, gibt es kaum Menschen die ihre natürliche Neugier nicht befriedigen wollen. Und wenn der Anfang im Inhalt direkt neugiererweckend gehalten ist, lesen auch viele oder die meisten Menschen (weiter).

    • @ souverän

      ja Verteilung in briefkästen finde ich gut….

      aber Information allein reicht auf Dauer nicht…aktionen müssen dahinter stehen…die Leute sollen zum Arzt gehen und sich krankschreiben lassen, wegen Gehirn Manipulation durch BRD GmbH und daraus resultierender schwerer glaubenskrise

      an den öffentlichen Gebäuden… soll ….müsste ranschmieren..

      ich kann nicht mehr….wegen euch ..

      so viel Plätze für Kranke gibts in dem scheiß Staat gar nicht;-)

    • wir sind doch zu dumm?! zeigt man uns doch jeden Tag….

      dann stellen wir uns doch dumm….

    • Jetzt wird’s fragwürdig!!!

      Nimm dir ein Klemmbrett, einen Fragebogen mit drei von dir formulierten Fragen zum aktuellen politischen Geschehen und einen Tag Zeit. An diesem Tag fragst du jeden, der dir über den Weg läuft und dir ansprechbar erscheint, ob er ein paar Minuten Zeit für eine nicht personalisierte Umfrage hat. Ist er einverstanden, stellst du deine Fragen und notierst seine Antworten. Gute Ergebnisse erzielst du, wenn du nicht die Leute ansprichst, die zielstrebig durch die Stadt hetzen (die lassen sich ungern unterbrechen), sondern solche, die völlig entspannt wirken – zum Beispiel weil sie auf einer Wiese in der Sonne sitzen. Die sind einfach viel offener und gesprächsbereiter.
      Was soll das für einen Sinn haben? Ganz einfach: Der einzige Sinn in dieser Aktion liegt darin, dass du die Leute mit Themen konfrontierst, mit denen sie sich im Alltag normalerweise nicht konfrontieren lassen. Es geht also gar nicht um eine Umfrage – denn die ist nur als Begründung vorgeschoben, weil dir ansonsten kaum jemand Auskunft geben würde. Es geht nur darum, Menschen mit Themen zu konfrontieren, mit denen sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht konfroniert werden. Und je neugieriger deine Fragen machen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie nachhaltig wirken.
      Wichtig: Die Fragen müssen so formuliert sein, dass der Befragte mit der Frage Informationen geliefert bekommt, die ihm die Mainstream-Medien verschweigen. Die Fragen sollten ihn möglichst nachdenklich stimmen und vielleicht auch eine Antwort mitenthalten, die der gesunde Menschenverstand gebietet.
      Und wenn dir keine ausgefeilten Fragen einfallen, machst du ein bisschen Werbung für KenFM, indem du bspw. fragst:
      „Eine 2010 europaweit durchgeführte repräsentative Befragung von 32.000 Personen, welchen Berufsgruppen sie am meisten vertrauen, zeigte, dass nur 27 Prozent der Menschen der Berufsgruppe der Journalisten vertrauen. In diesem Zusammenhang folgende Frage: Welcher Journalist sagt des Öftern: Glaubt mir nicht einfach, prüft es selber nach? Jakob Augstein von DER FREITAG, Ken Jebsen von kenfm.de oder Nikolaus Blome von der BILD-ZEITUNG?“

    • @Der Souverän: Muss Ihnen recht geben, dass analoge Briefe, was Sie vorschlagen, sehr störend sein könnten. Sie haben etwas vergessen: Diese Briefe können mühelos, wenn sie sackweise ankommen, erst mal gelagert werden. Die Emails, die Sie zu einem gewissen Grad gerechtfertigt kritisieren, haben aber ein ganz anderes Kaliber! Wenn ich vergleiche Emails vs. Briefe, hätten bei der gleichen Anzahl (sagen wir 1 Million pro Tag) an Mails diese einen geradezu verheerenden Effekt.
      Ich muss schmunzeln, wenn ich mir den kaskadierenden Effekt eines vollständigen IT-Ausfalls vorstelle. Denn der würde mit erschreckender Sicherheit eintreten. Messen könnte man das an einem plötzlichen Verschwinden jeglicher Möglichkeit einer Kommunikation, sprich, wenn die Seite/Mailserver offline geht. Dann hätte man das zwar unterbunden, was aber sofort einen technisch alternativen Protest (hoffentlich) artikulieren würde.

      Also so oder so, es spielt keine Rolle. Hauptsache ist, da stimme ich zu: DIE MENGE MACHT’S

    • Ich: „Flyern kann man sich durch Missachtung entziehen,…“

      Der Souverän: Ähm, nein – nur sehr bedingt.

      Ich: Solange ich noch souverän denken kann, kannst du mir das nicht erzählen.

    • @ Michaela
      Ich bin gespannt auf dein Schreiben! Irgendwie muss man doch anfangen. Und niemandem hilft es, wenn wir uns hier zerpflücken, wenn sich Veganer, Vegetarier und Allesesser an die Gurgel gehen und sich nicht darauf einigen können, dass jeder Anfang zwar schwer ist, aber eben ein Anfang ist.

      @ Der Souverän
      Den Flyer mit persönlicher Einleitung, den jeder, der ihn bekommt, X mal kopiert und an alle möglichen bekannten Menschen verschickt, in Briefkästen steckt oder sonst wie verteilt, finde ich gut! Das lässt sich doch relativ schnell und einfach umsetzen. Und in dem Fall ist es ja tatsächlich auch kostengünstig.
      Flyer ist schnell erstellt, wenn der Inhalt passt.

    • @ Minzinella
      Es sollte ein gewöhnlicher DIN A 4 Zettel sein. Den hat jeder im Drucker und ist im Briefkasten auffällig, weil ungewöhnlich – macht auch schon wieder neugierig.

      @ Freiherr von Irgendwo
      Ich habe gut und wirklichkeitsnah begründet warum Menschen diesen Zettel lesen würden. Da kannst Du souverän rumdeuteln oder zweifeln wie es Dir beliebt – ändert aber die Tatsache nicht.

      Allgemein zu Briefen an Politiker

      Mails sind für den Mülleimer. Das kennen wir alle, haben alle einen Spamordner, Sperre usw. Eine Massenmailaktion würde gar nichts bewirken. Nichtmal stören, da sie spätestens am zweiten Tag gar nicht mehr auf die Rechner der Politiker gelangen würden. Dafür gibt es Mailserver und technische Möglichkeiten ohne ende. Das erledigt ein IT Worker mit ein paar Clicks in kürzester Zeit – wertlos.

      Reale Briefe können nicht irgendwo abgelegt und gelagert werden. Denn jeder Mensch kann an Politiker Post schicken und diese muß natürlich gesichtet, also geöffnet und bearbeitet werden. Und dem Couvert sieht man den Inhalt nicht an…

      Außerdem bräuchten 100.000 Briefe pro Tag enorm Platz. Das sind pro Abgeordnetem ca. 160 Briefe pro Tag. Also soviel, wie du und ich in ca. 1 bis 2 Jahren ! erhalten.

      Machen 1 million Briefeschreiber mit, bricht direkt Chaos aus. 1.600 Briefe pro Tag pro Abgeordnetem…

      UND damit ist Mainstreampresse, Nachrichten usw GARANTIERT. Die Post flippt aus. Die Bilder mit LKW weise Postsäcke transportierenden und schleppenden 1 € Sklaven gehen um die Welt.

      Auch am Wochenende werden die Briefe verschickt. Wenn die Politiker Montags morgens aufwachen, sollen sie an 3 bis 5 tausend Briefe denken die sie erwarten und sie sollen bereits bevor sie die Toilette erreichen bei dem Gedanken daran kotzen müssen !

      Zusätzlich muß man die amerikanischen Botschaften und Konsulate in deutschland mit Briefen zumüllen. Gut möglich das dadurch im Ami TV breit berichtet wird.

      So etwas kann weltweit Mitmacher finden. Es ist bequem im Sinne von wenig aufwändig, preislich günstig, schnell und unkompliziert „erledigt“ und vor allem kann es jeder machen. Es braucht kein Auto, kein Bahnticket und sehr wenig Zeitaufwand.

      Lehrer könnten in Schulen ihre Schüler animieren FRIEDENSBRIEFE zu schreiben. Lässt sich auch sehr gut in den Lern-Unterricht einbinden. Fördert die Zusammengehörigkeit/Einigkeit usw.

      So etwas wäre auf jeden Fall bedeutend wirkungsvoller als jede Prtition die eh nur gelangweilt nicht zur Entscheidung angenommen, oder abgelehnt wird. Und bedeutend wirkungsvoller als jede 2 bis 5 tausend Leute Demonstration, die nicht mal von den Medien beachtet wird – von den Politikern sowieso nicht.

      EINEM DAUERHAFTEN FRIEDENSBRIEFETSUNAMI KÖNNEN SIE SICH NICHT ENTZIEHEN !

    • @ Der Souverän

      Finde die Idee „Friedensbriefe“ schön!
      Anschreiben mit Stichpunkten (was erwarten wir von der deutschen Regierung) mit kurzer Anleitung, an wen dieser Brief möglichst häufig verschickt werden soll.
      Hochladen und Link überall verteilen (Facebook, twitter etc., Familie, Freunde, Kollegen, Schulen, Firmen usw.)
      Spendenaktion für Regierungspost-Tsunami ins Leben rufen.

      Ich kann mir gut vorstellen, dass das deutlich wirksamer ist als eine Demo, die kaum mehr auf die Beine gestellt werden kann und dann auch keine mediale Aufmerksamkeit findet.

      Ich sammle Stichpunkte. Wer macht mit?

    • @ Minzinella: “ Wer macht mit ? “ Ich will mitmachen. Habe zwei Laptops und Color Laser Printer.
      Auch sogar noch Fax, aber es geht ja um reale Postsendungen Din A 4, wenn ich`s richtig verstehe.
      Und E-Mails sind keine Alternative zu richtigen Briefen. Meine Stichworte sind „Frieden“ und „Geistesfreiheit“.
      Wenn noch mehrere mitmachen, können wir eine Lawine ins Rollen bringen.

    • @ Michaela

      Ich kann das Layout für eine Briefvorlage machen, Text einfügen und als PDF generieren.
      Am besten, wir schließen uns per PN kurz, oder?

    • @ Minzinella: “ PN“ Muss hier bekennen, eine Art von “ Technik Legasthenikerin“ zu sein. Kann gerade mal eben auf Word einen Text schreiben, PDF Datei und kann dann diese Datei als Anhang einer E-Mail („Büroklammer“) an meinen Verleger senden, aber ich weiss noch nichtmal, was PN ist und kriege noch nichtmal auf die Reihe, einen Smiley dem Kommentar hinzu zu fügen. Leider wahr, Minzinella.
      Technik ist weniger so meine Welt. Habe gelernt, Pferde zu reiten, zu gärtnern und kann mit Menschen umgehen und auch das Finanzielle selber kontrollieren, bin kreativ und habe früher Portraits verkauft und so weiter.
      Aber sogar Online Banking liegt ausserhalb meiner Welt. Was ist PN ?
      Verzeihe mir bitte meine Unwissenheit. In den 80 ern und 90 ern brauchten wir kein Internet und haben trotzdem Geschäfte machen können usw. Erst eine sehr gute Freundin, die auch manchmal hier postet, brachte mir bei, wie man hier reinkommt. Erwarte nicht zuviel von mir in puncto Technik. Bin aber lernfähig.

    • @ Michaela

      PN ist eine private Nachricht, die ich dir eben auf dein Profil bei KenFM geschickt habe. Musst mal oben unter „Mein Profil“ in deinen Nachrichten schauen. Ich mag hier ungern öffentlich Mail-Adressen austauschen …

    • @ Minzinella: Habe Deine E-Mail erhalten und habe zweimal versucht, auf dem Wege Dir Mails zu senden, was aus mir unerfindlichen Gründen nicht klappte.
      Will nachher eine Freundin anrufen, die mir da evtl. helfen kann, die gerade nicht erreichbar ist.
      Keine Ahnung, wieso das nicht klappte. Technik und ich sind wie zwei Paar Schuhe.
      Zieht sich wie ein roter Faden durch mein bisheriges Leben…

    • @ Michaela

      Zitat:
      ‚ Egal wie man das nun sehen will, en tweder als Atheist oder als Christ, man muss sich eingestehen: Solcher Veganismus ist mit dem, was wir als christliche Urkunden haben, UNVEREINBAR.‘

      Antwort:

      Dem kann ich in keinster Weise zustimmen, und das ist ein ernstes Thema.
      Sie beklagen einerseits hier Spaltung und schreiben andererseits in einer wirklich ebdenklichen Weise spalterisch, indem Sie ausgerechnet denen, die bei der Ernährung verstärkt auf ethische Gesichtspunkte Wert legen, das Christentum absprechen wollen!

      Eine EInstellung wie die, die Sie hier beschreiben, nämlich diese Ausgrenzung, hat zu sinnlosen Kriegen und verheerenden ‚Kreuzzügen‘ geführt, die massenhaft Opfer verursachten und das Christentum inhaltlich fast vernichtet hätten, wenn es nicht von sich aus eine sehr starke Botschaft hätte, die auch sowas ‚überlebt‘.

      Erstens einmal steht in der Bibel bereits im Alten Testament ‚Du sollst nichtt töten‘. Jesus Christus hat die Gebote Moses‘ nicht negiert, sondern baut darauf auf.
      Zweitens hat Jesus Christus bekanntermaßen einige Themen ignoriert. Das ist Tatsache. Die Bibel (und damit auch die Überlieferung von Christus) verbietet z.B. auch keine Sklaverei.
      Jedoch bedeutet die christliche Lehre ja GERADE, dass es NICHT NUR auf starre Gebote ankommt (wie im Islam, der diesbezüglich meines Erachtens ein Rückschritt ist!), sondern dass jeder Mensch das Recht und sogar die Aufgabe(!!) hat, analog zu Jesus in bestimmten Themen weiter zu denken und die ‚Moral‘ der Pharisäer und Bürokraten zu hinterfragen und zu ‚transzendieren‘. Genau das IST christliches Denken.
      Jesus Christus hat es sich nicht bequem mit bereits existierenden Vorschriften gemacht, sondern hat diese – in ’seinen‘ Gebieten – hinterfragt und moralisch gesehen erweitert.
      Daher ist Vegetarianismus und Veganismus sehr wohl mit dem Christentum vereinbar, ich würde sogar sagen, es ist ein Ausdruck einer aktuellen christlichen Einstellung.

  8. Dazu passen zwei Nachrichten von SPON vom 17.06.2016 unter den Überschriften:

    1. “ Kritik an Obama: US-Diplomaten fordern Bomben gegen Assad“ )http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-diplomaten-kritisieren-obamas-syrien-politik-a-1098152.html)

    2. “ Syrien-Krieg: Russische Jets bombardieren angeblich US-Verbündete“ (http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-krieg-russland-bombardiert-angeblich-us-verbuendete-a-1098186.html)

    Was wohl passiert, wenn sich die USA und Russland in Syrien die Flieger vom Himmel holen? Ich mache schon mal das Licht aus.

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