Der Schoß ist fruchtbar noch

Von Bernhard Trautvetter.

In Sachsen gibt es nicht nur Gewalt gegen Flüchtlinge, Unterkünfte und Gegner der Rassisten. Die NPD-Landtagsfraktion fragt in ihrer Broschüre NSU-Ein Staatskonstrukt?: „Angesichts dieser Umstände muß sich eigentlich jeder noch selbständig denkende Bürger folgende Fragen stellen: Sind Teile der deutschen Geheimdienste aus dem Ruder gelaufen und hatten sie Kontakte zu oder doch mindestens ein Wissen um die Protagonisten des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrundes“? Hatten ausländische Geheimdienste Wissen um die Existenz von Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos im Untergrund? Und natürlich: Wie nahe sind sogenannte V-Leute der Geheimdienste dem mutmaßlichen Zwickauer Terrortrio wirklich gekommen? Klar ist auf jeden Fall schon zum jetzigen Zeitpunkt, daß es im personellen Umfeld des sogenannten NSU gleich eine ganze Reihe von V-Leuten gab.“

Interessant ist, was diese Broschüre nicht sagt. Sie unterstellt dem Staat eine Nähe zu der neofaschistischen Mörderbande nach dem Motto „Haltet den Dieb!“. Ein Spruch, den Räuber in Momenten der Tarnung rufen, um die Aufmerksamkeit von sich abzulenken. Sie weisen dabei in andere Richtungen und spielen sich als wachsame Bürger auf. Eigene Nähe zu den Terroristen blendet die NPD aus.

Die ARD berichtete schon 2012, dass Holger Apfel, der, ehe er in Mallorca ein Restaurant übernahm, die NPD-Landtagsfraktion führte, die er als parlamentarischen „Arm des ‚Nationalen Widerstands‘, wie Apfel selbst ausführte,“(1) sah. Die ARD-Tagesschau dazu weiter: „Die NPD war und ist Stachel im Fleisch des Systems“, sagte er beispielsweise bei einer Rede 2007. Für die Bundesrepublik zeigte er nur Verachtung: Die parlamentarische Schwatzbude namens Landtag sei „nicht mehr als eine billige Karikatur einer wirklichen Volksherrschaft“, …. Die etablierten Politiker „vergewaltigen tagtäglich“ die wahre Demokratie. … die Debatte über ein Verbotsverfahren bezeichnete er jüngst als „beispiellose Pogromhetze“.(2)

Der NPD-Funktionär Wieschke war mit den NSU-Terroristen im „Thüringer Heimatschutz“, der ehemalige NPD-Vize von Thüringen und als NSU-Unterstützer angeklagte Ralf Wohlleben waren 1996 auf Fotos von NPD-Demonstrationen zu sehen. Wieschke ist wegen eines Sprengstoff-Verbrechens verurteilt… Der zitierte ARD-Text präsentiert eine Vielzahl weiterer Gesetzesverstöße von NPD-Politikern. Doch hängt das Parteiverbot nicht an der Frage individueller Schuld von Parteimitgliedern und -Funktionären, sondern an der Frage, ob die Parteistruktur und -programmatik Gewalt für die Durchsetzung ihrer Ziele betrachtet und anwendet.

Günther Deckert, ehemaliger NPD-Funktionär schrieb 2013 an einen damaligen Journalisten der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten: „Aber, aber …, warum wandern sie nicht aus, die Türkei, Rumänien, Kongo usw. lassen grüßen.“(3) Der Kongo ist ein Kriegsgebiet, in der Türkei herrscht ebenfalls Gewalt gegen Antirassisten, die auch in Rumänien verfolgt werden. Die Häufung geistiger Vorbereitung der Anwendung von Gewalt ist auffällig und symptomatisch.

So plant die Jugendorganisation der NPD laut einer Rede des NPD-Funktionärs Richter auf einem Parteitag in Anklamm, „bedingungslos ein Leitbild“ zu verfolgen, „welches sich an Geschichte, Abstammung und Schicksal unseres Volkes“ ausrichte. Doch auch für die nötige Tarnung ist gesorgt, so warnte Richter in seiner Rede, man müsse natürlich „nach außen moderat und zeitgemäß agieren“.

Bis zur Landtagswahl in dem nordöstlichen Bundesland im Herbst 2016 planen die JN, mindestens zwei „Wahlkampf“-Zeltlager“ für junge Kameraden aus dem gesamten Bundesgebiet durchzuführen. Dort solle „knallharter politischer Aktivismus“ betrieben werden.(4)

Die Tarnung nach außen zeigt die Gefahr für die Demokratie, sie ist eine Selbstentlarvung, die mich das an ein Zitat von Viktor Klemperer erinnert: „Was jemand willentlich verbergen will, sei es nur vor andern, sei es vor sich selber, auch was er unbewußt in sich trägt: die Sprache bringt es an den Tag. Die Aussagen eines Menschen mögen verlogen sein – im Stil seiner Sprache liegt sein Wesen hüllenlos offen. Es ist mir merkwürdig ergangen mit dieser eigentlichen (philologisch eigentlichen) Sprache des „Dritten Reichs“. Ganz im Anfang, solange ich noch keine oder doch nur sehr gelinde Verfolgung erfuhr, wollte ich so wenig als möglich von ihr hören.“(5)

Fazit: Brecht sagte: Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch. Die Lehre der Geschichte ist dem entsprechend diese: Die gegenwärtige Generation trifft keine Schuld an den Verbrechen des Naziregimes. Sie hat also auch keinen Grund, sich dafür zu schämen oder zu entschuldigen, wie es auch Sally Perel immer wieder betont. Aber die heute Lebenden haben die Verantwortung, zu verhindern, dass sich eine solche Katastrophe, von der sich die Menschheit vielleicht dann niemals wieder erholen kann, im Ansatz zu verhindern. Das ist eine viel größere Aufgabe als ein Verbot der NPD, das beim Ringen der Demokraten um eine Gesellschaft, die sich dem friedlichen Miteinander, der einzigen Chance der Menschheit auf Zukunft, verschreibt, nur eine Wegmarke in ein zukunftsverträgliches, anderes Leben sein kann, in dem kein Mensch mehr Mittel eines anderen Menschen sein kann und darf.

Diese Gesellschaft, die nur als nachkapitalistische Welt ohne Ausbeutung sogenannter (Lohn-)Abhängiger denk- und realisierbar ist, würde an das Primat der Aufklärung nach Kant anknüpfen: Behandele die „Person eines jeden anderen… niemals bloß als Mittel …“(6)

Quellen:

(1) https://www.tagesschau.de/inland/neonazisnpd100~_origin-9b1dfd9a-92d3-41d7-8998-bb3a2c48148c.html
(2) siehe (1)
(3) http://www.vvn-bda.de/morddrohung-gegen-antifaschistischen-redakteur/
(4) http://publikative.org/2015/02/06/von-der-wiege-bis-zur-bahre-braune-parallelwelt-im-nordosten/
(5) http://www.muz-online.de/sprache/lti.html
(6) https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa04/429.html

 

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Textes.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

52 Kommentare zu: “Der Schoß ist fruchtbar noch

  1. @ Bert. “ Liebe und Fürsorge“

    Es geht mir selber überhaupt gar nicht darum, irgendwen „von oben herab“irgendwie „moralisch abzukanzeln“, weder Männer noch Frauen. Sie haben ja Recht, zu sagen, es gibt chauvinistische Frauen, deren Hobby es ist, über Männer herzuziehen. Soetwas ist gewiss kein Ausdruck von Liebe.

    Manche verwechseln Liebe und Sex. Wer sein Leben für andere opfert, hat die grösste Liebe, und solche Liebe hat mit Sex rein gar nichts zu tun. Doch bitte bedenken wir eines: Zur Liebe kann weder Mann noch Frau gezwungen werden. Liebe entstammt der Freiwilligkeit. Ohne diese gibt es keine Liebe. Zum Sex kann ein Mensch gezwungen werden, aber kein Mensch kann Sie zwingen, ihn zu lieben.

    Manche setzen auf „vernünftigen Zwang“. Ich setze auf Freiwilligkeit, die aus der Liebe stammt. Aus meiner Sicht heraus beginnt der Mensch erst da, wo Freiwilligkeit ist. Wenn wir Interesse am Menschen haben, wollen wir ihn erkennen, wollen erkennen, wie dieser Mensch denkt, fühlt und will. Um erkennen zu können, was jemand selber wirklich will, müssen wir ihn freilassen. Erst dann sehen wir, was er tut oder unterlässt, zu tun. Wenn z.B. ein süchtiger Alki aus freien Stücken heraus seine Sucht überwindet, erwirbt er sich eigenes Verdienst selber. Wenn wir einen Alki erst einsperren, dann zwei Monate lang dem den Alkohol gegen seinen Willen entziehen, dann ist der zwar nachher „trocken“. Doch nichts ist sein eigenes Verdienst.

  2. @ Bert, am 8.3. um 11:43 :“…und verlogen.“

    Nein, nein, Sie misssverstehen völlig, worauf ich hinaus will. Denken Sie bitte mal bildlich mit. Unabhängig davon, ob jemand Frau oder Mann ist, braucht es doch Freiheit, um irgendetwas über-nehmen zu können. Bildhaft: Um etwas nehmen zu können, muss ich die Hände frei haben. Wenn mir jemand gegen meinen Willen etwas in die Tasche steckt, dann habe ich nicht selbst das über-nommen.

    Ich finde es gelinde gesagt zum Kotzen, wenn Frauen ihre ungeborenen Kinder töten. Ob dieser Mord legal oder nicht legal ist hindert mich nicht daran, das Mord zu nennen.Und wenn ein Vater erst gezwungen werden muss, um für seine Kinder zu zahlen, finde ich das auch zum Kotzen. Solchen Vater nenne ich verantwortungslos.

    Oder würden Sie jemanden – egal ob Mann oder Frau – als „verantwortungsvoll“ bezeichnen, die oder der erst gezwungen werden muss, für die eigenen Kinder zu zahlen ? Das kann doch nicht wahr sein ! Ja ? Früher nannte man den Akt des Zeugens „freien“. Manche Menschen wollen zwar freien, wollen egoistisch für sich selber die Freiheit, ihre unbezwingbare Geilheit auszuleben, nur wenn dann diese Freiheit Früchte trägt und neues Leben entsteht, dann wollen sie solche Verantwortung, die das bedeutet, nicht übernehmen. Daa soll dann „Vater“Staat osder „Mutti“Staat einspringen und die Allgemeinheit soll dafür aufkommen. Oder irgendein „Arzt“ soll dann das Leben töten. So jemand ist kein Arzt sondern ein Beihelfer zum Mord. Und gegen das Gewissen hilft dann die „Volksdroge“ Alkohol. Verstehen Sie, worauf ich hinaus will ?

    • Wenn ein Obama rechtsstaatlich verurteilt auf den elektrischen Stuhl müsste, um für die Drohnentötungen die Verantwortung zu übernehmen – wäre diese Art der Verantwortung für mich völlig ausreichend, auch wenn eine freiwillige Eigenverantwortung vermutlich weniger Schaden angerichtet hätte und wünschenswerter wäre.

      Nur muss oder sollte letztlich die Tat zählen und nicht die innere Haltung oder Gesinnung. Und bei allem Ideal gibt es im Alltag immer wieder beobachtbar genug unfähig-unempathisch-überforderte Väter und unfähig-unempathisch-überforderte Mütter – da muss dann das Mindestmaß an Fürsorge, in welch destruktiven Kontext auch immer – auch ausreichen.

      Deswegen würde ich die Freiwilligkeit, obwohl sie natürlich wünschenswert erscheint, nicht derart glorifizieren oder idealisieren. Im Zweifel richtet sogar manch über(frei)willige ‚Tiger’mutter oder überehrgeiziger Vater mehr Schaden an, als jemand, der nur zum Zahlen oder zum Nötigsten sich gezwungen sieht, und dies aber ohne Ausbeute neutral erledigt.

      Und dass man nur zum Zahlen gezwungene Väter hier gleich wieder als verantwortungslos von oben moralisch abkanzelt, hängt auch wieder damit zusammen, dass man denkt, dass das Kind umsorgen automatisch mit mehr Fürsorge und Liebe erfolgt, was auch eine Illusion sein kann.
      Würden die Väter gezwungen sein, das Kind zu übernehmen, (und Frauen zahlen zu lassen) ist kaum zu glauben, dass Männer das weniger empahtisch machen, als es Frauen tun. Auch Männer würden dann _ihre_ Kinder aufziehen, und eine Beziehung eingehen und sich mit _ihren_ Kindern identifizieren können.

      Der einseitig Vorwurf gegen zum Zahlen verpflichteter Väter ist deswegen immer auch schon unehrlich, weil eine Frau statistisch auch gar keine andere Art und Einmischung akzeptiert. Und unter Frauen ist es ein chauvinistisches Hobby auf diese Art über Männer herzuziehen, uneingedenk, dass sie selbst es oftmals so haben wollen, und gerne den Mann einseitig als nur zahlend-unverantwortungsvoll vor den Kindern dastehen lassen, um ihre Eigenverantwortung an der Trennung nicht thematisieren zu müssen.
      Deswegen ist bei aller allgemeinen Richtigkeit zu den Vorzügen einer freiwilligen Verantwortung doch der Hintergrund wichtig, von wem dies aufgegriffen und wie instrumentalisiert wird.

      Vor allem ging es mir aber darum, mit dem impliziten Umkehrschluss von Freiwilliger Verantwortung, nämlich die völlige Entantwortung insgeheim rechtfertigen zu wollen, weil diese totale Entantwortung dann euphemistisch als verantwortungsvoll(er) hingestellt und behauptet wird.
      Und vor diesem Hintergrund der totalen Entantwortung ist eine erzwungene Verantwortung eben doch faktisch eine Verantwortungübernahme (wenn auch nicht die heiligste und idealste, die man sich wünschte).

    • Wenn ein Obama rechtsstaatlich verurteilt auf den elektrischen Stuhl müsste, um für die Drohnentötungen die Verantwortung zu übernehmen – wäre diese Art der Verantwortung für mich völlig ausreichend, auch wenn eine freiwillige Eigenverantwortung vermutlich weniger Schaden angerichtet hätte und wünschenswerter wäre.

      Sie und ich benutzen unterschiedliche Begriffe.
      Was Sie „Eigenverantwortung“ nennen, nenne ich „Verantwortung“. Und was sie „zur Verantwortung ziehen“ nennen, nenne ich „zwingen“.

      Ein Gerichtsverfahren mit Todesurteil ist eine Recht-Fertigung, die unter Benebelung durch Opium fürs Volk entsteht. Eine nüchterne Begründung ist „Yes, we can“. Wer mit dem „Yes, we can“ nicht klar kommt, sollte sich nicht berauschen und die Tötung ablehnen.

  3. Michaela @ Streng Geheim v.5.März, 21:56: “ Ein Vater, der zur Versorgung seiner Kinder gezwungen wird, übernimmt keine Verantwortung,…“

    Ja, das ist wahr, weil FREIWILLIGKEIT die Voraussetzung der Uebernahme von Verantwortung ist.

    • “ Ein Vater, der zur Versorgung seiner Kinder gezwungen wird, übernimmt keine Verantwortung,…“

      Ein Mann der gezwungenermaßen die Konsequenzen des eigenen Teils seines Handelns übernimmt, der übernimmt faktisch das, was man von verantwortungsvollem Handeln erwarten kann. Dafür geht er Stunden tagtäglich zum Geldranschaffen – und das bis zum Ende der Ausbildung der Kinder – also im Zweifel viel mehr, als die Mutter an Arbeitszeit aufzubringen hat.

      Und um es gleich vorweg zu nehmen, und Klartext zu reden: Diese unfreiwillige aber faktisch zugemutete und von Männern nicht ausschlagbare Verantwortungsübernahme ist immer noch in ihrer ‚erbärmlichen‘ Unfreiwilligkeit weit mehr, als es generell straffrei gestelltes Morden für Frauen ist. Diese Unfreiwilligkeit an aufgezwungener Verantwortungsübernahme von Männern ist auch immer noch weit mehr wert als die pervertierte Freiwilligkeit, die sich frei fühlen darf, die Namensnennung bei Geburt zu verneinen, und damit die Verantwortung – und zwar auch die finanzielle Verantwortung auszuschlagen.

      Zuletzt: Wenn ein Mann die Verantwortung für seine Kinder nicht übernehmen will, dann stellt sich auch immer sofort die Frage, ob denn die Kinder überhaupt zum Vater gedurft hätten, oder ob sich hinter der Freiwilligkeit an Verantwortungsübernahme der Mutter nicht purer weiblicher Egoismus steckt, nämlich die Unwilligkeit für Kinder zu arbeiten (bis zur Ausbildung), die beim Vater leben.

      Die Tatsache wie Frauen sich Kinder krallen spricht hier eine eindeutige Sprache, nämlich dieselbe egoistische, wie es bei der weiblichen Straffreiheit zum Abtöten der Fall ist. Die weibliche Arroganz von Verantwortung gegenüber Männern ist völlig fehl am Platz, und wird auch durch Schein-Heiligkeit faktisch-juristisch nicht besser, weil das faktische zählt.
      Fakt ist: Frauen wollen straflose Kindermörder sein dürfen- und sind das in Hochzeiten alle 5 Minuten (übrigens im selben Takt wie in Indien Frauen vergewaltigt werden) – und weil das noch nicht reicht: Frauen wollen bei Geburt ihre Verantwortung durch verweigerte Namensnennung ausschlagen dürfen. Und weil das noch nicht reicht, braucht man auch noch Babyklappen.

      Vor diesem Hintergrund ist die Aussage „Ja, das ist wahr, weil FREIWILLIGKEIT die Voraussetzung der Uebernahme von Verantwortung ist.“ völlig daneben, verdreht, und im mitschwingenden Umkehrschluß pervertiert und verlogen.

  4. Michaela @ Streng Geheim: „Vorsicht ! Der starke Staat ist ein Ungeheuer, das ausser Kontrolle gerät.“

    Ja, stimmt, doch wodurch gerät der heutzutage ausser Kontrolle ? Eigentlich sollte er uns allen dienen. Der Souverän in der Demokratie ist das Volk, dessen Willen der Staat repräsentieren sollte. Wenn unsere Diener bei privatem Bankverein hoch verschuldet sind, dann dienen sie ihrem Gläubiger und nicht uns. Das Problem ist meiner Ansicht nach das Schuldgeldsystem.

  5. @ Bert: „Die Mehrzahl der Menschen ist erziehbar-…“ Und:“ Die Tatsache, dass wir Kontroll-und Regelorgane staatlich organisiert haben, hat erst einmal überhaupt nichts Schlechtes an sich, sondern nur Regelndes und Erziehendes-…“

    Der Staat sollte sich meiner Auffassung nach auf sein eigenes ur-eigenes Terrain konzentrieren, nämlich auf das Rechtsleben.
    Wo er bekennt, dieser Staat, nicht voll souverän selber zu sein, da bekennt er, nicht frei zu sein. Wer selber nicht frei ist, der taugt für meine Begriffe nicht als lebendiges Vorbild in puncto Erziehung zur Selbständigkeit und Freiheit.

    Der gesamte soziale Organismus ruht doch auf den drei Säulen: Geistesleben,Rechtsleben,Wirtschaftsleben. Und ich meine, wir können diese drei Säulen mit den drei Idealen der Revolution : Freiheit,Gleichheit,Brüderlichkeit verbinden.
    Denn Freiheit ist doch eine Voraussetzung wissenschaftlicher Forschung am Objekt, die erst die wissenschaftliche Erlangbarkeit von unstrittigen Erkenntnissen ermöglicht. Ohne Freiheit der Forschung keine Wissenschaft. Ohne Wissenschaft keine Basis für Bildung und Erziehung. Freiheit gehört unbedingt in die Hochschulen. Selbstverwaltung. Individualismus gehört da hin.

    Gleichheit gehört unbedingt ins Rechtsleben. Weil da „ohne Ansehen der Person“ geurteilt werden sollte.
    Vor dem Recht sind alle gleich. Das Ideal der Gleichheit hat im Rechtsleben seine Heimat.

    Brüderlichkeit gehört ins Wirtschaftsleben, weil dieses davon lebt, dass Kooperationen entstehen zwischen einerseits Produktionsgemeinschaften und andererseits Konsumptionsgemeinschaften.

    Eigentlich sollte intern jeder der drei Säulen Selbstverwaltung stattfinden. Doch wir haben eine Verflechtung. Denn wenn wir nicht ganz blind für die heutige Lebenswirklichkeit sind, erkennen wir doch, dass da ein „Wirtschaftsleben“-besser ausgedrückt eine Hochfinanz – übermächtig ist über das Rechtsleben. D-h., das Wirtschaftsleben verwaltet das Rechtsleben, anstatt dass dieses sich selbst verwaltet. TTIP ist da eine grosse Gefahr. Und wiederum dieses Rechtsleben verwaltet das Geistesleben, das auch nicht sich frei selbst verwaltet.

    Ich teile die Auffassung von Till Sitter, wenn der sagt, „die Parteien“ an sich seien „das Problem“, weil wenn Parteibücher darüber entscheiden, wer Schulleiter wird, wer nicht, ist Erziehung zur Freiheit und Selbständigkeit eine Illusion.
    Ich will freie selbständige Menschen, die -wenn es um wissenschaftliche Fragen geht-nicht erst ängstlich sich fragen, ob die Erkenntnis auch dieser und jener Partei in ihre Denkschablone passt. Und ich will einen starken Staat, der souverän ist.
    Ich will eine Wirtschaft, die uns Produkte liefert, welche nicht gleich nach Ablauf der Garantiefrist kaputtgehen. Eine Wirtschaft, die auf Brüderlichkeit setzt. Anstatt auf Konkurrenzdenken und Kriegstreiberei zu setzen.

    • Und ich will einen starken Staat, der souverän ist.

      Vorsicht! Der starke Staat ist ein Ungeheuer, das außer Kontrolle gerät. Gut gemeint ist nicht gut gemacht. Nicht der Zweck sondern der Erfolg heiligt die Mittel.

  6. @ Bert:“ Der Mensch muss erst zum Menschlichen erzogen werden,…“

    Ja, der Mensch ist noch nicht „fertig“, er ist im Werden. Da stehe ich vor der Frage, was das Ziel einer guten Erziehung ist?
    Dann ist natürlich auch die Frage, wer denn im Sinne solchen Zieles kompetent in puncto Erziehung ist ?
    Meine Meinung, die ja hier keine/r teilen muss, ist die, dass eben Ziel guter Erziehung ist, dass der Mensch zur Freiheit und Selbständigkeit kommt, um nicht zur Last fallen zu müssen.

    Ich meine, dass Erziehung und Bildung ZUERST Angelegenheit freier Eltern ist. Und ausserdem meine ich, dass notwendig ist, Wissenschaft zu entpolitisieren. Denn es führte zu nichts Gutem, wissenschaftliche Fragen durch die politischen Denkschablonen zu betrachten.

    Müssen denn Lehrer verbeamtet werden? Der allgemeine Beamte will Untertanen, die ihm die Steuern zahlen. Der hat kein Interesse daran, dass der Mensch ihm gegenüber frei ist, der will Untertanen. Deswegen halte ich für grundverkehrt, ausgerechnet Beamten die Erziehung und Bildung zu überlassen. Das Ideal des Beamtentumes ist Justizia mit der Augenbinde. Justizia will alle Ungleichheit ausblenden, und das ist auch gut so ! Nur wäre ja diese Augenbinde am völlig falschen Ort bei der wissenschaftlichen Forschung !
    Wenn wir Justizia diese Augenbinde wegnehmen und sie der wissenschaftlichen Forschung überstülpen, dann hätten wir im Ergebnis die sehend gewordene Justizia:Ueberwachungsstaat. Und eine Wissenschaft, die schwarz nicht mehr von grün unterscheiden könnte. Ist das verständlich ausgedrückt ?

  7. Die NSdAP ist nicht die NPD. Die NPD verfolgt eine Sprache und Ideologie, die das sogenannte VOlk wie die NSdAP vor und über alles stellt, und wer dem entgegensteht, ist ein Volksverräter. Gegen Verräter vorzugehen ist in dieser Logik. Insofern ist die NPD eine Gefahr, von der wir nicht wissen können, wie gefährlich sie ist. Wenn wir die Gefährlichkeit nicht eibschätzen können, kann sie sich als höher erweisen, als es Wunschdenken will.
    Bei der Möglichkeit einer Gefahr tue ich nicht so, als existiere sie nicht.
    Ich biete Menschen, die mit nationalistischer Ideologie in die Zunft wollen und sie dadurch noch mehr als ohnehin schon, Kulisse.
    Ich kenne zu viele Menschen , die vonanomymen NPD-bezogenen Bedrohungen eingeschüchtert sind. Wer da mitläuft, begibt sich und diese Gesellschaft usw in Gefahr. UNd er stärkt die Feinde der Menschheit. Mit Rassismus zerstört man eine Zukunft, die es nur gemeinsam geben kann. EInstein schrieb aufs Formblatt bei der eiinzutragenden Kategorie >>Rasse<< als Antwort "Mensch".
    Nationalismus ist der Gegenpol zum Internationalismus der Friedensbewegung.

    • Bei allem Respekt, Herr Trautvetter, ich kann Sie mit ihrer Angst vor der NPD nicht ernst nehmen. Sie beteiligen sich an einem Ablenkungsmanöver, und ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Mann wie Sie das nicht weiß. Offensichtlich haben Sie sich auch nie bemüht, sich sozusagen vor Ort ein Bild zu machen, sonst wären Sie nicht darauf angewiesen, ausgerechnet die ARD als Quelle heranzuziehen. Ich habe mir die Mühe gemacht einen Großteil der Führungsriege persönlich kennen zu lernen und weiß deshalb, dass es sich nur um Halunken handelt, die das Ganze gar nicht ernst nehmen und in ihrer Tätigkeit lediglich einen Weg sehen, sich in irgendeiner Form Vorteile zu verschaffen. Eine Partei hat in der BRD immer nur so viel Erfolg oder Misserfolg, wie die Machthaber es wollen. Und wenn die Soße wieder braun werden soll, dann wird sie es auch. Solange wir nicht endlich eine echte Volksherrschaft einrichten, machen die wahren Machthaber mit uns was sie wollen. Parteien wie NPD oder AfD sind nicht unser Problem, Parteien an sich sind das Problem.

    • Bernhard Trautvetter sagt:
      6. März 2016 at 13:30
      Nationalismus ist der Gegenpol zum Internationalismus der Friedensbewegung.

      Till Sitter sagt:
      6. März 2016 at 17:15

      Bei allem Respekt, Herr Trautvetter, ich kann Sie mit ihrer Angst vor der NPD nicht ernst nehmen. Sie beteiligen sich an einem Ablenkungsmanöver, und ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Mann wie Sie das nicht weiß. Offensichtlich haben Sie sich auch nie bemüht, sich sozusagen vor Ort ein Bild zu machen, sonst wären Sie nicht darauf angewiesen, ausgerechnet die ARD als Quelle heranzuziehen. Ich habe mir die Mühe gemacht einen Großteil der Führungsriege persönlich kennen zu lernen und weiß deshalb, dass es sich nur um Halunken handelt, die das Ganze gar nicht ernst nehmen und in ihrer Tätigkeit lediglich einen Weg sehen, sich in irgendeiner Form Vorteile zu verschaffen. Eine Partei hat in der BRD immer nur so viel Erfolg oder Misserfolg, wie die Machthaber es wollen. Und wenn die Soße wieder braun werden soll, dann wird sie es auch. Solange wir nicht endlich eine echte Volksherrschaft einrichten, machen die wahren Machthaber mit uns was sie wollen. Parteien wie NPD oder AfD sind nicht unser Problem, Parteien an sich sind das Problem.

      Und genau hierbei, Herr Till Sitter, stimme ich Herrn Trautvetter zu:

      „Nationalismus ist der Gegenpol zum Internationalismus der Friedensbewegung“

      – Schauen Sie sich z.B. Xavier Naidoo an – warum gibt es diesen Gegenwind bei ihm?
      Warum wurde er in den Medien schlecht gemacht?

      Seine Lieder sind zuletzt inhaltlich für den Frieden gewesen.

      – Schauen Sie sich Daniele Ganser an – warum gibt es diesen Gegenwind bei ihm?
      Warum wurde er in den Medien schlecht gemacht?

      Seine Forschung als Friedensforscher bezog sich auf 9/11 – und er möchte eine öffentliche Diskussion etablieren, dass es mehrere Theorien zu 9/11 gibt.

      – Schauen Sie sich Ken Jebsen an – warum gibt es diesen Gegenwind bei ihm?
      Warum wird er in den Medien schlecht gemacht?

      Er engagiert sich in der Friedensbewegung – schauen Sie dazu den Kommentar von Jutta Dittfurt auf 3Sat –
      und er hinterfragt öffentlich auch politische Zusammenhänge.

      Wenn Sie sich dann viele Links und Informationen dazu anschauen, Herr Till Sitter, werden Sie bemerken, dass bei den Menschen, die öffentlich für den Frieden sich engagieren ( z.B. dasselbe bei Rainer Rothfuss) , sehr schnell mit Schimpfworten und teils Hetzsprache belegt werden.

      Dies ist im Nationalismus geschehen – wenn Sie sich die Mühe machen, mal öffentliche Friedensaktivisten anzuschauen, wird dieses Muster der Verunglimpfung / Hetze deutlich.

      Insofern: der Bezug zu NPD mag ansich schon ein mahnendes Beispiel sein – die Hetze / Verunglimpfung von Friedensaktivisten ist mindestens genauso bedrohlich und aktuell.

      Da sollten wir als Bürger mal genauer hinschauen, sonst brauchen wir uns irgendwann nicht mehr über Zensur zu wundern, denn…

      wir haben es bisher ja geduldet, wenn die Presse gegen die Friedensbewegung gebasht hat.

    • @Andre: ich denke nicht das der Gegenwind so explizit der Friedensbewegung entgegen weht. Von Nadoo weiß ich nichts, aber Ganser und Jepsen sprechen Wahrheiten aus, die dem System gefährlich werden, was man von der Friedensbewegung nach so vielen Jahrzehnten ihrer Existenz nicht sagen kann. Im Übrigen kann ich nicht sehen, was Ihr Kommentar mit meinem zu tun hat. Vielleicht übersehe ich den Bezug auch nur?

    • @ Till Sitter:

      Till Sitter sagt:
      6. März 2016 at 21:17

      @Andre: ich denke nicht das der Gegenwind so explizit der Friedensbewegung entgegen weht. Von Nadoo weiß ich nichts, aber Ganser und Jepsen sprechen Wahrheiten aus, die dem System gefährlich werden, was man von der Friedensbewegung nach so vielen Jahrzehnten ihrer Existenz nicht sagen kann. Im Übrigen kann ich nicht sehen, was Ihr Kommentar mit meinem zu tun hat. Vielleicht übersehe ich den Bezug auch nur?

      Nun. Den Zusammenhang möchte gerne erläutern, wenn der nicht zu erkennen war.

      Sie schreiben, dass Sie Erfahrungen mit den diversen Politikern hatten ( Führungsriege persönlich kennengelernt).
      Herr Trautvetter schreibt aber die NPD ist eine Bedrohung. Und stellt Bezüge zu damals her: Sozialdemokraten, Kommunisten, etc.. Zitat von Herrn Trautvetter:

      „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“
      Heute gilt: Wehet den Anfngen. Faschismus mit der Industrialisierung des Massenmordes und der zig-Millionen-Todesspur quer über die Welt ist in der Quantität und perfiden Organisation schon alleine eine ganz andere Gefährlichkeit/Bedrohung als viele derzeitige Verbrechen gegen das Menschenrecht.

      Und mir ist eben zu diesem NPD-Thema aufgefallen – da weiche ich von Ihrer Sichtweise ab, Herr Till Sitter, dass die Parteien an sich das Problem wären, dass sowohl die Sprache der Friedensgegner, als auch die der NPD Ähnlichkeiten aufweist.

      Wenn Sie nun meinen, die Friedensdemos wären davon nicht betroffen, weil sie seit Jahrzehnten wenig erreicht hätten, so will ich den Vergleich zur NPD gerne mit Zitaten auffüllen:

      http://www.zeit.de/gesellschaft/2014-04/montagsdemo-mahnwache-frieden-berlin
      http://www.vice.com/de/read/xavier-naidoo-lebt-nicht-im-gleichen-land-wie-du-montagsdemo-349

      Ein Link mal etwas genauer analysiert:

      http://www.vice.com/de/read/am-samstag-wird-angela-merkel-gestuerzt-schon-wieder-772

      Dort steht zum Beispiel:

      Die Facebook-Seite zur Veranstaltung am Samstag ist ein Paradebeispiel für die Taktik der „Asylgegner“, Reichsbürger und anderer Verwirrter. Mit der Wahrheit nimmt man es nicht sehr genau (euphemistisch ausgedrückt)

      Also , wenn ich mir die Mühe machen möchte, Ihnen zu beweisen, mit dem Ziel Sie davon in Kenntnis zu setzen, dass sehr wohl auch Demos in der Presse gerne niedergeschrieben werden möchten, anstelle die Motive sachlich zu analyiseren, kann ich gerne noch ein paar weitere Seiten auflisten:

      http://www.neuesweltbild.net/wie-aus-friedensaktivisten-antisemitische-und-rechte-verschwoerungstheoretiker-gemacht-werden/

      Und das ist eben auch ein Fakt, der 2014 begonnen hatte. Da gibt es, mit etwas mehr Zeit und Suche nach Quellen immer noch genügend Informationen, dass die Friedensaktivisten zu rechten Verschwörungstheoretikern gemacht werden.

      Und dies gerne in Zusammenhang mit Demonstrationen.

      http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/programmbeschwerde-gegen-swr-wegen-falschmeldung-ueber-stopp-ramstein-demo-a1273049.html

      Hier wird z.B. bewusst in den Medien falsch über die Anzahl der Teilnehmer berichtet – warum das? Wenn ich Ihre Worte zitiere:

      Ganser und Jepsen sprechen Wahrheiten aus, die dem System gefährlich werden, was man von der Friedensbewegung nach so vielen Jahrzehnten ihrer Existenz nicht sagen kann.

      Ich suche jetzt noch mal ein oder zwei Beispiele, um zu belegen, dass es nicht so ist, dass die Presse einfach die Friedensbewegungen durchmarschieren lässt, sondern gerne mal subtil und mal direkter gegensteuert. Bloß nicht zuviel Friedensgedanken, scheint es zu heissen.

      http://www.zeit.de/2014/52/pegida-dresden-wutbuerger-nationalismus-afd

      – und hier mein ( vorläufiges ) Fazit:

      einige Berichte sind älter, aber aktuell gibt es auch kaum Friedensdemos.

      Es wird in Berichten gerne mal alles verwurstet. Beim Thema der Zeit gibt es z.B. folgendes Zitat, was dies verdeutlicht:

      Samstagmittag, Berlin: Vor dem Schloss Bellevue haben sich vielleicht viertausend Demonstranten versammelt, um gegen die „kriegstreiberische Politik“ von Bundesregierung, Nato und Joachim Gauck zu protestieren. Der „Friedenswinter“, so heißt diese Veranstaltung, verbindet erstmals Anhänger der klassischen linken Friedensbewegung mit Teilnehmern der Montagsmahnwachen. Diese, nicht zu verwechseln mit den islamkritischen Montagsdemos, wurden zu Beginn der Ukrainekrise in vielen Städten ins Leben gerufen, ihre Anhänger sympathisieren seither lautstark mit Russland und Wladimir Putin.

      Der Versuch einer ZEIT-Reporterin, einen Demonstranten zu interviewen, wird von einem jungem Ordner unterbrochen: „Diese Dame wird nur schlecht über Sie berichten, sie nutzt Sie aus.“

      „Wie kommen Sie darauf?“

      „Die ist von der Springerpresse. Die ZEIT gehört zu Springer.“

      „Nein, das tut sie nicht.“

      „Die ZEIT hat auch schlecht über uns berichtet. Reden Sie nicht mir ihr.“

      http://www.zeit.de/2014/52/pegida-dresden-wutbuerger-nationalismus-afd

      Wenn diese Friedensbewegung so völlig harmlos ist / wäre für die Politik – wieso schaffen die Medien dann mehrfach, Dinge miteinander zu vermischen, Herr Till Sitter?

      Gerade da wäre auch bei den Medien eher Sachlichkeit sinnvoll. Sich wirklich auf das zu beziehen, was vor Ort ist.

      Ich komme nochmal auf einen ganz speziellen Satz zu sprechen, der die Verschachtelung von Information offenbahrt:

      Samstagmittag, Berlin: Vor dem Schloss Bellevue haben sich vielleicht viertausend Demonstranten versammelt, um gegen die „kriegstreiberische Politik“ von Bundesregierung, Nato und Joachim Gauck zu protestieren. Der „Friedenswinter“, so heißt diese Veranstaltung, verbindet erstmals Anhänger der klassischen linken Friedensbewegung mit Teilnehmern der Montagsmahnwachen. Diese, nicht zu verwechseln mit den islamkritischen Montagsdemos, wurden zu Beginn der Ukrainekrise in vielen Städten ins Leben gerufen, ihre Anhänger sympathisieren seither lautstark mit Russland und Wladimir Putin.

      Wieviel Beweise brauchen Sie denn, Herr Till Sitter, um evtl. die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass viele Strömungen für den Frieden gerne inhaltlich verschwommen berichtet werden, oder wie hier im Beispiel der Zeit differenziert wird zwischen „islamkritisch“ oder „sympathisieren lautstark mit Russland und Wladimir Putin“ ?

      Da ist ein einzelner Satz, der in dem weiteren Bericht nicht differenzierter wird.

      Es wird nicht in Frage gestellt, ob „islamkritisch“ oder „sympathisieren lautstark mit Russland und Wladimir Putin“ in irgendeiner Form berechtigt, oder unberechtigt ist.

      Wie weiter oben im Zitat geschrieben, wird stattdessen Bezug darauf genommen, dass die Zeitreporterin kein Interview bekam. Damit wird also zunächst ein Bericht über eine Demonstration geschildert, dann zwei Extrem wie Islamkritik oder Russland-Sympathie positioniert um am Schluß zu schließen (sinngemäß): „Wir konnten leider nicht objektiv berichten – wir bekamen kein Interview“.

      Das , Herr Till Sitter, ist eine subtile Art Fakten auf eine bestimmte Weise zu verdrehen.

      Links zu Beschimpfungen und Verunglimpfungen gegenüber Herrn Jebsen, als Teil der Montagsmahnwachen, finden sich auch zuhauf im Netz.

      Wenn die Friedensbewegung oder die Bewegung von unzufriedenen Bürgern von Medien kommentiert wird, sollten diese sich die Mühe machen, objektiver zu berichten. Ansonsten glauben die Menschen diesen Medien immer weniger.

      Ich sehe aus meiner Sicht daher eine Parallele zu den mahnenden Worten von Herrn Trautvetter zur NPD – und ich hoffe mein Zusammenhang wurde nun deutlich, dass ich Herrn Trautvetter verstehen kann, selber die Kritik bei Friedensdemos teils verstörend von einigen Medien finde – und ich nicht an die Veränderung der politischen Struktur ( = die Parteien sind das Problem) zunächst glaube, sondern zunächst aktiv auf Bedrohungen von Zensur und verfälschender Berichterstattung hinweisen möchte.

      Und die verfälschende Berichterstattung erfolgt auch im Bereich von Friedensdemos. Und bei stärkeren Kritikern wie Jebsen, Ganser oder auch Herrn Dr. Rothfuss durch Freistellung bzw. Verunglimpfung.

      Und darüber sollten wir evtl. als Menschen nachdenken – wenn Sie natürlich eine ganz andere Meinung haben, können Sie ja auch Zitate bringen, um dies zu untermauern.

      Ich wollte Ihnen nur deutlich machen, das die Berichterstattung in manchen Medien stark tendenziell ist. Auch wenn es um den Frieden geht…

      http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/xavier-naidoo-wirres-zeug-13948465.html

      Nicole konnte es damals besser: Wenn Xavier Naidoo ein bisschen Frieden will, geht das nicht ohne weltanschauliche Kollateralschäden ab.

    • @Andre:

      Zitat Andre: „… wenn Sie natürlich eine ganz andere Meinung haben, können Sie ja auch Zitate bringen, um dies zu untermauern.
      Ich wollte Ihnen nur deutlich machen, das die Berichterstattung in manchen Medien stark tendenziell ist. Auch wenn es um den Frieden geht…“

      Selbstverständlich bin ich nicht grundsätzlich anderer Meinung, ich verstehe nur nicht warum Sie so darauf herumreiten. Mit dem ursprünglichen Thema hat es so gut wie nichts zu tun. Dass die Systemmedien alles angreifen was sich gegen das System wendet dürfte jedem denkenden Menschen klar sein. Eine Friedensbewegung für Israel würde in den Himmel gehoben werden. Das Thema ist jedoch das lächerliche Schauspiel mit der NPD, welches nichts weiter als ein Ablenkungsmanöver ist. Darum geht es mir. Noch nie was davon gehört, dass kluge Herrscher sich ihre Opposition selbst schaffen und lenken? Und unsere Herrscher sind äußerst klug, das kann ich Ihnen versichern, werter Andre. Ich will nur aufzeigen, dass wir in einem besonders perfiden System gefangen sind und auch noch fleißig darin mitwirken. Mit obigem Artikel erweist sich Herr Trautvetter als treibende Kraft, ob bewusst oder nicht kann ich natürlich nicht sagen. Es würde mich aber interessieren. 😉

    • Till Sitter sagt:
      7. März 2016 at 10:53

      @Andre:
      Selbstverständlich bin ich nicht grundsätzlich anderer Meinung, ich verstehe nur nicht warum Sie so darauf herumreiten. Mit dem ursprünglichen Thema hat es so gut wie nichts zu tun.

      Bernhard Trautvetter sagt:
      6. März 2016 at 13:30
      Nationalismus ist der Gegenpol zum Internationalismus der Friedensbewegung.

      Vielleicht haben Sie Recht und Herr Trautvetter hat sich vertan und ich mit meinen Links habe mich auch geirrt. Die Gegner der Friedensbewegung haben nichts mit der NPD zu tun – das kann möglich sein…

  8. Als erstes zur NPD, ich glaube nicht dass sie so gefährlich ist wie man in den Medien tut, ich meine Leute die der Ansicht sind Adolf Hitler hätte einen guten Job gemacht, denen kann man schon mit Argumenten beikommen würde ich sagen, mit dem Verteufeln und verbieten wollen, treibt man sie hinauf wie eine überbewertete Aktie.

    Zu den brennenden Flüchtlingsheimen, mich macht das traurig, aber schockieren tut es mich nicht, wer davon überrascht ist, der hat meiner Meinung nach ein Problem.

    Seit mehr als 10 Jahren hört man immer wieder von großen Problemen mit Rechtsextremismus in diesen Gegenden, Mobs die Jagd auf nicht „Biodeutsche“ machen. Fußballspiele bei denen man hofft dass niemand einen Schwarzen aufstellt, weil es sonst schwierig ist für die Sicherheit zu sorgen. Ortschaften in denen die Entfernung zu Hitlers Geburtsort an manchen Kreuzungen ausgeschildert ist. Verbrecher die 10 Menschen getötet haben, und wenn man Ermittlungsmethoden und Verstrickung von V-Leuten ansieht, sowie auch Ermittlungsergebnisse (Waffe im Brandschutt usw.), wird klar dass es von offiziellen Stellen gewollt oder zumindest toleriert wurde. Feuerwehrleute die Gebäude anzünden (aus Angst vor Flüchtlingen) und dann auf freien Fuß kommen, weil die Angst, die Tat entschuldigt. Staatsanwälte die nicht gegen Deutsche ermitteln, weil Mord hier nicht zur Traditon gehört, und sowas nur ein Ausländer machen kann… und und und…

    Und jetzt wundert es irgendwen, dass es gewaltig Ärger gibt wenn man da zusätlich zu diesen ganzen jahrelang ignorierten Problemen mit Rechter Gewalt, Flüchtlinge ansiedelt? Wer davon überrascht ist, sorry der kann nicht ganz gesund sein.

    Jetzt ist es natürlich so dass viele nicht kriminelle normale Leute im Osten auch nicht zufrieden sind mit der Flüchtlingsaufnahme. Ich kann das ein Stück weit verstehen, das geht nicht gegen die Flüchtlinge, doch es ist ein ganz normaler Lobbyismus, wie wir ihn überall finden.

    Man hätte doch auch die Möglichkeit gehabt, man holt von Firmen mit Rekordeinnahmen Geld für Nahrungsmittel, für Syrien, oder die Lager in Griechenland… hat man nicht gemacht. Wieso? Weil diese Kreise eben gut genug vernetzt sind um sowas politisch zu verhindern. Man hätte eine Luxusabgabe einführen können auf teure Autos, oder anderes was für die untere Mittelschicht außer Reichweite ist etc. eine Solidarabagebe für besonders Vermögende etc. etc. das ist alles nicht gesehen weil diese Leute gut genug lobbyieren.

    Wenn ein alte Frau auf der Straße interviewt wird, deren Wohnort in den letzten 30 Jahren von Mittel = Normal, Richtung Sozialer Brennpunkt gerutscht ist, und sie sagt, sie wolle nicht dass hier tausende Menschen angesiedelt werden, dann ist das auch Lobbyismus, nur hier wird es als herzlos, dumm und paranoid dargestellt ,während der angesprochene Geldadel eben nicht thematisiert wird.

    Ich glaube nicht dass der Großteil der Menschen keine Empathie empfindet, doch viele haben eine nachvollziehbare Angst, dass die Sache aufgrund der Behördeninkompetenz aus dem Ruder läuft. (Armlänge Abstand, in Hamburg dürfen Männer zu gewissen Zeiten, Teile eines Schwimmbades nicht mehr nutzen, der Druck auf den Wohnungsmarkt, Jahrelang hat man Altbauten abgerissen, in denen es erschwingliche Wohnungen gab, und Luxustempel errichtet) Diese Leute kämpfen um ihre Vorteile wie die oberen eben auch. Daher wenn man in den Medien und Comedy Sendungen immer ordentlich die Nazi Keule schwingt, dann schwingt sie doch auch mal nach oben bitte.

    Wenn Merkel den Leuten zwischen den Zeilen sagt, „ihr steht nicht mehr auf meiner Agenda“ und selbst unser allseits geliebter Herr Gabriel, der ja nicht gerade für Volksnähe bekannt ist, dafür kritisiert wird, dass er (für mich) die Sache gut auf den Punkt bringt wenn er sagt, dass die Akzeptanz zur Flüchtlingsaufnahme eben mit der Situation der Mehrheitsbevölkerung steht und fällt, und dass man bei der Armutsbekämpfung auch die Inländer berücksichtigen sollte… wenn so was als Rechtspopulismus durchgeht, dann muss man sich nicht wundern, dass den etablierten Parteien die Leute davonrennen.

  9. @ ChriS: “ Selten schaffen wir es, uns Menschen als Interessengemeinschaft wahr zu nehmen, was wir doch sind, auch die Flüchtlinge, Merkel und die Nazis.“

    Merkel hat einen Eid darauf geschworen, dem „deutschen Volk“ zu dienen und Schaden von ihm abzuwenden. Wären wir in einer realen Demokratie, welche diesen Namen verdient, würden die Politiker die Bevölkerung nach deren Willen fragen. Doch wir wurden weder gefragt, ob wir den Euro wollten, noch wurden wir gefragt, ob wir Massen von Migranten wollten.

    Wir müssen doch sehen, dass nach unseren Interessen gar nicht gefragt wird. In der Schweiz ist das etwas anders, da finden Volksbefragungen statt. Die Deutschen haben einfach zu kuschen, wenn diese „Regierung“ , die einen Eintrag im Handelsregister hat, über unsere Köpfe hinweg diktatorische Entscheidungen trifft.

    Frau Kahane von den Grünen behauptet, es gäbe zu viele Menschen mit weisser Hautfarbe in Deutschland. Fällt denn niemandem auf, dass das ein Rassismus gegen weisse Europäer ist?
    Ich bin gegen jede Art von Rassismus, also auch gegen einen Rassismus, der sich gegen Weisse richtet.

    • Also ich sehe nicht ganz inwiefern das von dir gewählte Zitat nun hinfällig oder überhaupt angsprochen wurde.
      Aber ich möchte dir trotzdem gerne antworten.

      Vorweg aber einmal kurz: Uns hat keiner gefragt ob wir Migranten haben willen, aber die Migranten hat auch keiner gefragt, ob sie genötigt sein wollten, zu migrieren. Kein normaler Mensch nimmt so eine Reise auf sich, lässt alles hinter sich, wenn er nicht unbedingt muss, oder? Wir sitzen halt im selben Boot so einfach ist das.

      Merkel hat diesen Eid durchaus geschworen, ja. Und so wie ich die Geschehnisse seit ihrer Zeit als Bundeskanzlerin sehe, unter Anbetracht der ökonomischen und politischen Vorgeschichte, handelt sie sozusagen nach „besstem Gewissen“. Sie ist in ihrer Funktion als Kanzlerin aber auch nicht allmächtig, es gibt jede Menge anderer Politiker, die gewisse Teilbereiche der gesammten politischen Aufgaben übernehmen. Frau Merkel kann nicht ohne weiteres einen alleingang machen, im Gegenteil, sie ist maaßgeblich von anderen Abhängig.
      Um nochmal zu der „realen Demokratie“ zurück zu kommen: Es gibt verschiedene Modelle der Demokratie, die direkte Demokratie, die repräsentative Demokratie, die plebiszitäre Demokratie und die präsidentielle Demokratie. Und wir, in der BRD, leben nunmal in dem zweiten Modell, der repräsentativen.
      Die Schweiz beispielsweise hat eine direkte Demokratie und lässt somit über jede Kleinigkeit abstimmen, was aber fraglos nur möglich ist, weil die Staatskassen voll sind und das Land klein. Eine direkte Demokrate ist scheinbar sehr kostspielig.
      In unserer repräsentativen Demokratie haben wir nunmal nur die Chance, die passenden Volksvertreter zu wählen. Ich halte diese Form der Demokratie ebenfalls für sehr unsicher, da ich eine Vorstellung davon habe, wie schnell Politiker (aber auch jede andere Berufsgruppe) korrupt werden können.

      Daraus folgt für mich, dass es keinen Sinn hat, gegen Frau Merkel oder sonstige Einzelpersonen zu wettern, in dem glauben, mit dem nächsten Kanzlerkandidaten sähe die Sache anders aus. Das ist kurzfristig gedacht und kurbelt den Teufelskreis erneut an.

      Also halten wir fest, wenn wir etwas ändern wollen, müssen wir bereits uns selbst ändern. Es fängt bei jedem Einzelnen an, und wenn die Mehrheit nicht anfängt, über die eigene Wirkung im System nachzudenken, bzw zumindest, an welchen Punkten wir ansetzen müssen, um wirklich etwas effektiv zu verändern, dann bleibt es wie es ist.
      Im Grunde könnte das alles auch wesentlich schlimmer um uns stehen (was nicht heißt, dass es uns unverbesserlich gut geht oder so) und wir haben ein auf gewisse Weise sehr wirkungsvolles Staatswesen (man kann z.B. mit Petitionen arbeiten, mit Demonstrationen, mit Streiks usw). Man kann durchaus damit arbeiten 😀

      Was diese Frau Kahane angeht, weis ich nichts davon, es ist nur eine weitere Eintagsfliege in dem Sod der täglich getwitterten Sprüche und Posts, der Blogeinträge und Kurzmeldungen.

      Ich bin auch gegen Rassismus jeder Art! Make Love, not warcraft 😀

  10. Wir brauchen nur deswegen überhaupt Beamte, Regierung, weil wir selber noch nicht reif sind, uns selbst zu regieren. Wären wir alle schon so reif, dass keiner mehr morden,stehlen, betrügen usw. würde, wäre überflüssig,Polizei zu bezahlen. Wären wir alle so friedlich, dass Kriege unnötig wären, wäre sinnlos, Soldaten den Sold zu bezahlen. Symbol des Staates ist die Uniform. Sie verbirgt das Individuelle, was den Menschen erst zum Menschen macht.

    Nazis – auch rotlackierte Faschisten- kommen immer als ein Wir daher. Das einzelne Ich taucht unter im Kollektiv. Es hat Angst vor der Freiheit, weil diese die Selbstverantwortung mitbringt.

    Die Uniform ist wie eine bildhafte Veranschaulichung eines geometrischen Punktes. Der geometrische Punkt ist definiert als einer ohne Ausdehnung im Raum. Er ist deswegen unsichtbar, ist nur denkbar, nicht sinnlich wahrnehmbar. Wenn wir diesen einen Punkt jedoch veranschaulichen wollen, dann müssen wir einen sinnlich sichtbaren Punkt hinzeichnen, der im Raum ausgedehnt erscheint. Wir müssen ihn als Fläche darstellen. Jede Fläche birgt jedoch unendlich viele geometrische Punkte in sich. Das Paradoxe solcher Veranschaulichung ist, dass dasjenige, was sichtbar machen soll, das ist, was verbirgt. Der eine Punkt, den es gilt, zu veranschaulichen, taucht unter inmitten unendlich vieler Punkte.
    Ähnlich das einzelne Ich bin, das durch die Uniform ins Okkulte,Verborgene gebracht wird.
    Der Staatsbeamte in Uniform bzw. in Uniformiertheit ist der Beweis dafür, dass die Menschheit noch nicht reif für Freiheit und Individualismus ist.
    Wenn wir einem Uniformierten begegnen, müssten wir uns eigentlich schämen.

    • Aber eigentlich stimmt das gar nicht.

      Wann haben z.B. Sie zuletzt jemanden angeschrien, geschubst, geschlagen, betrogen, oder bestohlen?

      Die Mehrzahl der Menschen ist erziehbar – und nur wenige sind dies nicht. Und Erziehung bedeutet, ‚Polizei‘, ‚Richter‘ als Instanz von Selbstkontrolle in sich selbst errichtet zu haben. Im Notfall wüssten auch Sie ihre Krallen auszufahren und die Instanz ‚Soldat‘ zu aktivieren.

      Die Tatsache, dass wir Kontroll- und Regelorgane staatlich organisiert haben, hat erst einmal überhaupt nichts Schlechtes an sich, sonder nur Regelndes und Erziehendes – das ist Ausdruck und Potenz von Freiheit. Allerdings fehlt es eher noch an zusätzlichen Strukturen, bzw. an der Stärkung bereits vorhandener (z.B. Verfassungsschutz, der sein Amt nicht pervertiert), sodass der Staat nicht ungehemmt ‚Erstgeborenenmentalität‘ zu Tage legt.

      Wenn wir Uniformierung an sich sehen, dann müssten wir uns über unsere Freiheit und die Potenz zur Selbstregulierung, zur Selbsterziehung, zur Selbstrücknahme durch Selbstbegrenzung freuen, über das Erwachsengewordensein freuen, darüber dass der Mensch Vernunftbegabt gegen sich handeln und seine Natur formen kann.

      Spötter sollten wir argwöhnisch betrachten und uns schämen, begrenzen sie die faktische Freiheit doch auf ein angeblich ausschließlich Gutes und lehnen deswegen jeden Ausdruck vernunftbegabter Selbstregelung und vernunftgesteuerter Eingriffe gegen sich selbst ab, und damit jede Einsicht zur Selbstkontrolle und Selbstverantwortung.
      Argwohn sollte immer auftreten, wenn jemand Vernunft, Regeln, Kontrolle als Gegensatz zur (ach so friedlichen) menschlichen Natur aufbauen möchte, und nicht als notwendige Ergänzung reif ist, anzuerkennen.

      Und so ist es auch umgekehrt, argwöhnisch schämen sollten wir uns auch dann, wenn jemand meint, ausschließlich Vernunft machte den Menschen zum Menschen, und Vernunft müsse nicht zum Menschlichen erzogen werden.

      Das ist nun mal die Freiheit des Menschen, einen Schritt dem anderen folgen zu lassen, und ‚Gefühl‘ und ‚Vernunft‘ nacheinander sich formen und bilden zu lassen. Was die meisten nicht verstehen: Der Mensch muss erst zum Menschlichen erzogen werden, weil die Strukturen in ihm selbst nicht menschlich sind.
      Wer meint, einfach nur machen und schöpferisch tätig sein zu können, ohne selbstbezogene Reflexion mit allem was den Menschen ausmacht (Herz Seele Verstand), der findet sich in einer Verwirklichung wieder, bei der er erkennen muss, dass sie nicht von sich aus schon auf all dies (Herz Seele Verstand) gemünzt ist. Eine erschreckende Erkenntnis. (Die nebenbei erhellen kann, warum wir an einen ‚logos‘ zur Selbsterziehung glauben, der menschliches Heil zum Plan hat.)

  11. Zitat Bernhard Trautvetter: „Interessant ist, was diese Broschüre nicht sagt. Sie unterstellt dem Staat eine Nähe zu der neofaschistischen Mörderbande nach dem Motto „Haltet den Dieb!“.“

    Interessant ist, was Sie, Herr Trautvetter, offensichtlich nicht sehen. Dass nämlich das Gewese um die NPD genau nach dem Motto „Haltet den Dieb!“ veranstaltet wird. Als wäre dieser verlorene Haufen eine wirkliche Gefahr. Der Kommentar von Spooky (4. März 2016 um 00:25) macht schon deutlich wer die wahren Nazis sind. Die sitzen immer noch an den Schalthebeln der Macht und spielen das alte „Teile-und-herrsche-Spiel“.

    Dass Sie, werter Herr Trautvetter, sich mit obigem Beitrag an diesem Spiel beteiligen, wundert mich etwas. Waren Sie schon bei Veranstaltungen und Treffen der NPD? Bis auf wenige Ausnahmen sind dort nur Leute anzutreffen, die man getrost in eine bestimmte Schublade packen kann und von verständigen Menschen nicht ernst genommen werden können. Die Ausnahmen, die man auf Führungsebene antrifft, haben keinerlei Interesse daran, diese Partei nach vorne zu bringen. Liegt es vielleicht daran, dass die wahren Nazis sich ihre Opposition selbst schaffen?

    Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Demokratie, die ihr unangenehme Meinungen unterdrückt, und einer Diktatur, die das selbe macht?

    • Zu Till Sitter`s Frage: “ Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Demokratie, die ihr unangenehme Meinungen unterdrückt, und einer Diktatur, die das selbe macht?“ hier der Versuch einer Antwort: In einer Unwahrhaftigkeit, Verlogenheit besteht der Unterschied.
      Eine Diktatur, die gar nicht von sich behauptet, Meinungsfreiheit ermöglichen zu wollen, ist wenigstens ehrlich genug, um nicht so zu tun, als sei sie eine Demokratie mit solchem Anspruch. Eine „Demokratie“, die einerseits so tut, als gehe es ihr um die im Grundgesetz garantierte Freiheit der Meinungsäusserung, die andererseits dann jede Kritik an der Regierung unterdrückt, ist eine Diktatur unter falscher Flagge. Der „Stier “ der öffentlichen Meinung rennt dann gegen rotes Tuch, satt den Torero auf die Hörner zu nehmen.

    • Michaela, der Versuch einer Antwort ist gelungen, kurz und knapp das Wesentliche auf den Punkt gebracht. Vor Allem der Vergleich mit dem Stier gefällt mir. 😉

    • @Michaela

      Eine „Demokratie“, die einerseits so tut, als gehe es ihr um die im Grundgesetz garantierte Freiheit der Meinungsäusserung,

      da fehlt ein angeblich. Es gibt nämlich noch den Absatz 2 in diesem Artikel des Grundgesetzes, der da lautet

      (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

      Es gibt bestimmt irgendwo eine hinreichend schwammige Vorschrift der allgemeinen Gesetze, und wenn nicht dann ist es eben zum Schutz der Jugend nötig.

    • Vielleicht muss man man grundsätzlich festlegen, was eine Demokrate, ein Staat ein System sind. Das sind ja Begriffe, die gerne gebraucht werden, um zo offenbaren, wie allgemein der Frust oder die Wut oder die Enttäuschung sitzen.
      Die Demokratie ist eine Form eines politischen Systems, der Begriff ist griechisch und bedeutet Herrschaft des Dorfes/Staatvolkes (demos=dorf).
      Der Staat ist sozusagen die Nation aus politischer Sichtweise, und das System bildet den Überbegriff für all solche politischen Zusammenhänge, bzw schließt auch umfassend Wirtschaft und Gesellschaft und die Relationen unter diesen mit ein.

      Nun merkt man aber vielleicht spätestens an diesem Punkt, dass die Begriffe ziemlich schwer zu greifen sind, es hier also nicht um einzelne Gruppen oder Fraktionen handelt, sondern wirklich um alle. Alle Menschen, die an dem System, dem Staat und der Demokratie beteiligt/involviert sind. Das schließt jede Person in diesen Kreis ein, die Kanzlerin, den EZB Chef Mario Draghi, Bild-Chefredakteur Kai Diekmann, den Bürgermeister von Clausnitz, Till Schweiger, den netten Busfahrer der einen immer rumkutschiert, die hübsche Kleine von meiner Arbeitsstelle, meine liebe Mutti, euch, und auch mich.
      Die Dramatik unseres Daseins als Einzellebewesen/Individuen ist nunmal, dass wir unterschiedliche Ideen und Vorstellungen haben, verschiedene Erinnerungen und selbst die Wahrnehmung ist nicht genormt, und zu allem Überfluss müssen wir auch noch miteinander klar kommen (zumal wir als soziale Lebewesen alleine nicht existieren könnten, langfristig), was wohl auch den Ursprung unserer erschaffenen Systeme erklärt.
      Und jetzt komme ich endlich zum Punkt: Unsere Systeme, unsere Staaten, unsere Ländergrenzen, unsere Werte und Normen, unsere Einteiling in Gut und Böse, unsere Vorstellungskraft, die wir in unserer frühen Kindheit hingebungsvoll aufbauen und die uns so weit nach vorne gebracht hat, an die Spitze des Planeten sozusagen, uneingeschränkter Boss in der Tierwelt zu sein – all dass ist rein imaginal. Nichts davon existiert im tatsächlichen Sinn. Sterben morgen alle Menschen, dann sterben diese Ideen mit ihnen. Und wenn wir ein System verabscheuen, so verabscheuen wir auch uns selber. Wir sind schließlich Teildavon und bestimmen sein Bild mit. Das sage ich nur, weil die Menschen Begriffe wie Staat, Sysstem und Demokratie gerne verachtend gebrauchen und meinen sie könnten all ihre Probleme zusammen mit diesen Strukturen loswerden.
      Es steckt immer dieselbe Dynamik dahinter. Selten schaffen wir es, uns Menschen als Interessengemeinschaft wahr zu nehmen, was wir doch sind, auch die Flüchtlinge, die Merkel, und die Nazis.

      Ich weis, ich bin auch oft genug aggro gegen gewisse Gruppierungen, wie die Faschisten beispielsweise. Doch wenn man mal länger als einen Moment darüber nachdenkt, sind sie auch nicht das Böse in Person. Sie glauben, sie täten das Richtige.

      Aber um nochmal etwas anderes beizutragen, wollte ich an dieser Stelle mal auf eine hochinteressante und genial gemachte Dokumentation hinweisen https://www.youtube.com/watch?v=XLUJUmqIUlA vielleicht kennt sie ja noch nicht jeder, aber ich kann sie nur empfeheln. Die Frau, die diese Dokumentation gemacht hat, geht ganz nüchtern an die Sache heran (Rechtsextremismus), anders als in den üblichen N24-Nazi-Bestrafungs-Dokus.
      Viel Spass damit

      Lg, Chris

    • Zitat ChriS: „Die Dramatik unseres Daseins als Einzellebewesen/Individuen ist nunmal, dass wir unterschiedliche Ideen und Vorstellungen haben, …“

      Dramatisch ist, dass alle der Meinung zu sein scheinen, dass individuelle Ideen und Vorstellungen im großen Weltgeschehen eine Rolle spielen. Die menschlichen Belange müssen vernunftbestimmt geregelt werden, nicht interessenbestimmt. Es ist völlig egal ob ich am Liebsten kurze Hosen und Badelatschen trage, im Winter kann ich darauf keine Rücksicht nehmen und muss mich warm anziehen. Es wird Zeit zu begreifen dass ein bestimmter Typ Mensch erkannt hat, wie naiv wir im Grunde sind, und diese Naivität ausnutzt, um hemmungslos zu rauben und zu plündern. Parteien wie die NPD oder AfD haben gar keine Bedeutung, sie dienen wie alle anderen nur dazu, das Volk zu spalten. Dutzende Parteien bieten ebenso viele Lösungen der Probleme an, wo es doch eigentlich nur eine Lösung geben kann, nämlich die vernünftigste. Das ganze Parteiengewese ist nichts weiter als Lug und Trug.

  12. Zunächst einmal: Ist Euch der Sexismus klar, wenn Ihr dieses Brecht-Zitat verwendet?

    Was wollt Ihr damit besetzen? Der Schoß als das andere des gesellschaftlichen Geschlechts, welches dann etwas gebiert, dass gegen (genau wen?) gerichtet ist? Was soll das „noch“ in diesem Zusammenhang? Sprecht Ihr davon, dass Ihr doch zu überwinden geglaubt habt, dass Leben aus dem Leben entsteht?

    Nächste Frage bezieht sich auf die allseits beliebte und auch hier wieder abgeknutschte Demokratie. Letztere kann jede Richtung, können alle „aufgeklärten Bürger jeder Provenienz, für sich beanspruchen, denn es geht anders als in früheren Formationen nicht um die Angelegenheiten „aller“, die da gerade leben und beteiligt sind, sondern um eine Wahrheitsproduktion aller, die das immer Gleiche (stillschweigend Vorausgesetzte) konkurrent ausfechten und von den „unterlegenen“ Demokraten einfordern, sich zu unterwerfen.
    Der schlechte Witz bei der Angelegenheit ist, dass anders als je zuvor – und hoffentlich niemals wieder – jemand nur dann gilt und gültige Aussagen tätigen darf, wenn er/sie Aussagen, durchaus auch persönliche, so formuliert, dass er oder sie sich der Eigenart entledigt und die vorgefundene Gewalt und/oder Gewalttätigkeit durch Nichtstun oder Affirmation validiert.

    Millionen Tote pflasterten und pflastern bis heute den Weg der Moderne und der Bürgerlichkeit.

    • Zunächst einmal: Das Brecht-Zitat ist nicht einfach deswegen sexistisch, weil es ein Bild des biologischen Zeugens bemüht, und zwar dabei den weiblichen Part.

      Dann: Brecht ist Künstler, und es muss auch für eine Frau zumutbar sein und bleiben, künstlerische Assoziationen nicht ideologisch-verengt in einer reinen femen-politischen Kampfdimension nachzuspüren.

      Und wenn man dann schon in solch ideologie-deformierten Weisen Gedanken und Logiken phantasiert: Warum sollte es verboten sein, dass alle bösen wie guten Menschen tatsächlich aus einem mütterlichen Schoße (und Erziehung, Partnerwahl, etc.) gekrochen sind? Und ist es einer Frau noch möglich auch ohne ein ‚gegen‘ zu assoziieren?

      Sorry, aber Ihr Kommentar ist lebendiges Beispiel für Pseudoemanzipation (=frei im Sinne einer ‚Überheblichkeit‘ dafür unter dem Zwang einer verengend-vereinnahenden Ideologie) und wie damals (auch im Kulturbereich) mehr und mehr alles und jeder unter der Parteibuchideologie und Logik betrachtet wurde und ausschließlich diese sachfremde Bewertung ‚germanisch‘ oder ‚deutschtümlich‘ zwanghaft bemüht und verdummt als die wahrhaftigere Auseinandersetzung gehalten wurde.

      So klug damals im Kulturbereich plötzlich Klugschreiber auftraten und dies und jenes abschließend zu betrachten sich genügten, ein völkisch-germanisches Element nachzuspüren, möglichst arisch, blond, und dies zum ausschließlich letzten und eigentlichen Maß erklärten, so laufen heutzutage immer noch scharenweise Frauen mit ihrem Femen-Parteibuchdenken rum, und halten sich für besonders klug (und nicht Massen-Ideologisch-verdummt) wenn wieder linientreu alle anderen Denkmöglichkeiten ausgemerzt der einen Kampfideologie unterstellt und gleichgeschaltet ist. Klingt verdammt nach Gleichstellung.

      Was man damit besetzen mag? Was kann das nur sein? Ihrerseits eine Drohung – jetzt bloß nicht partei-gegnerisches, unvölkisch-germanische zu denken?

      Nach Ihrem Kommentar möchte man antworten: …das Bild greift den negativen Aspekt von Weiblichkeit auf, eine passiv-aktive Eigenschaft, wie millionen Massen-Ideologie-Emanzipationsmenschen es wurden, und parteibuchgeschwätzartig passiv-aktiv zu großen Weltdeutern und Kunsterklärern geworden sind, und ganz genau wussten, welche Kunst als abartig, undeutsch, unvölkisch-germanisch, für entartet und heute eben als ‚unfeministisch‘ ins Abseits gestellt, oder zumindest dieser Frage unterstellt zur Frage als einem ungerechtfertigten Problem werden soll. Verfemte Kunst.

      „Millionen Tote pflasterten und pflastern bis heute den Weg der Moderne und der Bürgerlichkeit.“

      Richtig, weil damals wie heute Menschen dem Schoße noch entspringen, Ideologien nachzulaufen, und durch Schwören auf Parteibuchlogiken sich ins Recht gesetzt fühlen.

    • Das Brecht-Zitat gehört in folgenden Kontext.
      Ein beliebtes Bild der Herrschaft ist, dass der Führer und das Volk wie Mann und Frau seien. Der Führer komme aus Volkes Mitte, und das Volk folge ihm. Das Volk macht einen auf unschuldig, weil es ja nur gefolgt sei, dabei hat es den Führer geboren.
      Aus diesem Grund hatte Hitler angeblich auch keine Frau, behauptete mit Deutschland vermählt zu sein. Aus demselben Grund tragen viele Führer einen Ring, den sie als Ehering mit ihrem Land oder Volk verstehen, zum Beispiel die Königin von England.

    • jemand nur dann gilt und gültige Aussagen tätigen darf, wenn er/sie Aussagen, durchaus auch persönliche, so formuliert, dass er oder sie sich der Eigenart entledigt

      Grammatikfehler! Jemand ist grammatisch männlich.
      Mehr dazu von Dr. Tomas Kubelik: Wie Gendern unsere Sprache verhunzt.

    • Diese leidige „Sexismus“-Debatte ist doch nur ein Symptom davon, dass Frauen gegen Männer aufgehetzt werden. Und umgekehrt. Es gibt das Wort: Freien für Hochzeithalten.
      Wem verdankt selbst der grösste Keuschheitsapostel seine Freiheit, auf der Erde als ein solcher leben zu dürfen ? Er verdankt diese Freiheit der Unkeuschheit zweier Eltern und deren Fruchtbarkeit. Denken wir die Dinge mal von der Freiheit her und daher, wer wem welche Freiheit verdankt.

    • Nein, nicht Männer sind gegen Frauen auf der Hetze, sondern Frauen hetzen gegen Männer, und Männer verteidigen sich.

      Wenn Ihnen das leid ist, warum haben Sie dann damit begonnen?

      Um sich am Ende in das Boot jener Männer zu schleichen, die diese ständigen Angriffe satt haben, und zu hoffen, niemand möge es bemerken, dass sie selbst die ‚Front‘ mit sexistischer Unterstellung aus dem Nichts begonnen haben?

  13. Die Tarnung nach außen zeigt die Gefahr für die Demokratie, sie ist eine Selbstentlarvung, die mich das an ein Zitat von Viktor Klemperer erinnert: „Was jemand willentlich verbergen will, sei es nur vor andern, sei es vor sich selber, auch was er unbewußt in sich trägt: die Sprache bringt es an den Tag. Die Aussagen eines Menschen mögen verlogen sein – im Stil seiner Sprache liegt sein Wesen hüllenlos offen. Es ist mir merkwürdig ergangen mit dieser eigentlichen (philologisch eigentlichen) Sprache des „Dritten Reichs“. Ganz im Anfang, solange ich noch keine oder doch nur sehr gelinde Verfolgung erfuhr, wollte ich so wenig als möglich von ihr hören.“(5)

    Da stimme ich Ihnen, in jedem Fall zu, Herr Trautvetter.

    So wie es Forschern wie Dr. Daniele Ganser ergangen ist und ergeht, seitdem er die Forschung an 9/11 begonnen hat – vom brillianten Forscher zum „Verschwörungstheoretiker“ gesteckt zu werden.

    Wikipedia kämpft da seinen ganz eigenen Kampf, mit dem Namen „Edit War“.
    vertiefend dazu:

    https://kenfm.de/kenfm-zeigt-die-dunkle-seite-der-wikipedia/

    Auch Ken Jebsen, der früher einmal eine sehr provokante Äußerung getan hatte, diesen Fehler aber schon öffentlich bereut und eingestanden hat, wird dennoch immer gerne mit Ausdrücken belegt, die einer modernen Hetze ( aus meiner Sicht) gleichkommen und das völlige Gegenteil von dem Glauben machen wollen, was in den ganzen Jahren von KenFM aufgebaut, geleistet und produziert worden ist.

    In Aachen haben mich die Zwischenrufe z.B. an die Zwischenrufe von Roland Freisler, bei den Nürnberger Prozessen erinnert.
    Vertiefendes Material:

    NSC #63: Ken Jebsen in Aachen: “ Gegen Casinokapitalismus und Krieg.“
    https://www.youtube.com/watch?v=KkMRoHpVEkU

    Roland Freisler – Verschiedene Schauprozesse Wirmer,Stieff,Hagen,Stolz mit Untertitel
    https://www.youtube.com/watch?v=x_bwucQ7l3g

    Jutta Ditfurth über die Montagsdemos bei 3sat
    https://www.youtube.com/watch?v=9uSAmjiMf1M

    Was auffällt ist: früher gab es dann die „Kommunisten“, die „Sozialdemokraten“ – kurz gesagt: die Dissidenten.

    Heute gibt es die Menschen wie Ganser, Jebsen und andere, die z.B. laut ( laut = über Onlinemedien und in Vorträgen / Reden) über 9/11 sich äußern und kritische Fragen stellen.

    Das es so einen Gegenwind immer noch gibt, zeigt, dass es nah an der Betroffenheitsgrenze der Sache sein muss.

    Es scheint allgemein für viele Medien leichter zu sein: zu beleidigen, zu verunglimpfen, zu drohen… den Paria-Status in Gold zu verleihen, anstelle einmal sachlich sich den kritischen Fragen gegenüber zu äußern.

    Warum ist das so?

    Wenn mehr Menschen in mehr Ländern aufwachen im Geiste und Ihre Regierungen mit Fragen belästigen, wie es sein kann, dass Soldaten in Afghanistan herumlaufen, stärkere Kontrollen und NSA frei Haus installiert wurden ( + ausgebaut werden), Irakkrieg und Folgekriege stattfanden, IS erfunden wurde …weil es zuvor 9/11 als Auslöser gab…

    dann käm das so ungünstig für die Regierungen der jeweiligen Länder, dass es viel günstiger ist, Herrn Jebsen, Herrn Ganser und wie all die kritischen Geister heissen, mit Begriffen zu bewerfen, die ich als neue Art von Hetze ansehen möchte.

    Damals hatten die Dissidenten gegenüber dem Hitlerkurs Recht. Wie viel Recht die kritischen Geister mit Ihren Fragen zu 9/11 haben, wird hoffentlich bald deutlich, wenn erstmal eine öffentliche Diskussion zu dem Thema erlaubt sein wird..

    Der Gegenwind, den alternativ Denkende im öffentlichen Bereich erfahren, spricht ja schon Bände an Fragezeichen, ob kritische Meinungen in Deutschland erwünscht sind.

    Deutschland ist zwar selbst in keinem Heimatkrieg involviert, aber mischt politisch soviel im Ausland mit, dass es nur eine Frage der Zeit sein wird, bis ( endlich?????) auch Deutschland im Kriegszustand ist.

    Mit den USA gibt es noch immer keinen offiziellen Friedensvertrag, seit 1945. Aber es gab den 11.09.2001, um danach ( ohne zu hinterfragen) sofort den USA zu helfen. Und den Ausbau der Geheimdienste zu fördern.

    Dem Staatsapparat mit den Politikern könnte man ja fast zu 100% trauen, wenn es nicht auch das Kapitel „verdeckte Kriegsführung – Nato Geheimarmeen“ gab – dafür wurde Herr Dr. Daniele Ganser übrigens gelobt – nicht aber dafür, dass er kritisch offen fragt, was an der offiziellen Version von 9/11 nicht stimmen könnte. Welche anderen Versionen es auch gibt – und das diese Diskussion für 3 mögliche Szenarien öffentlich erlaubt sein muss.

    Allein, dass solch berechtigter Meinungsfreiheit als Gegendwind Tür und Tor der Medienhetze geöffnet wurde, sollte uns allen zu denken geben.

    Darf man 9/11 nicht diskutieren? Sollen wir lieber dankbar dafür sein, dass Merkel exponiert sagte: „Abhören unter Freunden – das geht gar nicht“
    oder Herr Pofalla kurz die NSA-Abhöraffäre ad Acta gelegt hat und selbstständig beenden wollte?

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/NSA-Ueberwachungsskandal-Pofalla-druckt-Abgeordneten-Internet-aus-1948744.html

    Es ist offensichtlich immer einfacher für den Staat, Abschreckungsszenarien zu entwerfen, statt kritische Fragen zuzulassen:

    https://netzpolitik.org/2015/verdacht-des-landesverrats-generalbundesanwalt-ermittelt-doch-auch-gegen-uns-nicht-nur-unsere-quellen/

    Selbst die Aufarbeitung der NSA-Affäre wurde so beschlossen, dass die installierten Kameras bei öffentlichen Anhörungen ausbleiben mussten, obwohl der deutsche Steuerzahler die Technik und Herbringung von Zeugen selbst bezahlt:

    https://www.youtube.com/watch?v=7jfG3mkkVOs

    Selbst Whistleblower sind eine Staatsbedrohung. Anstelle das Volk als Opfer darzustellen, wird Wert darauf gelegt, Whistleblower zu ächten:

    https://netzpolitik.org/2016/reportage-taz-sieben-jahre-haft-fuer-nato-whistleblower/

    Redundanz erzeugt Glaubwürdigkeit, scheint es zu heissen. Nachweislich in Experimenten ( so Mausfeld), könnten Menschen nach einer bestimmten Zeit völlige Falschaussagen glauben… wie die oft genug wiederholt würden:

    Rainer Mausfeld: „Warum schweigen die Lämmer?“ – Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements
    https://www.youtube.com/watch?v=Rx5SZrOsb6M

    Wenn die Menschen allerdings verstanden haben, dass es diese Techniken gibt, können sie sich wirksamer entziehen. 100% schützen kann man sich nicht, aber man kann sich durch mehr Bewusstheit wirksamer entziehen ( so Mausfeld, sinngemäß)

    — sollte ich mich in meinen gesammelten Äußerungen völlig geirrt haben, freue ich mich auf eine Gegendarstellung —

  14. Lieber Bert, in der Weimarer Zeit hat man die Gefahr zu lange nicht ernst genommen. Brecht und andere hatten gewarnt. Die KPD stellte sich gegen den dann erfolgreichen Reichspräsidenten-Kandidaten auch der Sozialdemokraten mit dem Spruch: Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler. Wer Hitler wählt, wählt Krieg.
    Sie hatten Recht. Der dann weltberühmte Pfarrer Niemöller musste das erst bitter und umso nachhaltiger kapieren:
    „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“
    Heute gilt: Wehet den Anfngen. Faschismus mit der Industrialisierung des Massenmordes und der zig-Millionen-Todesspur quer über die Welt ist in der Quantität und perfiden Organisation schon alleine eine ganz andere Gefährlichkeit/Bedrohung als viele derzeitige Verbrechen gegen das Menschenrecht.
    Und: Erst eine Gesellschaft, in der das andere Leben ohne Ausbeutung und Entrechtung real ist, ist wirklich Frieden, also das Gegenteil von Faschismus. Das ist ein weiterer Zusammenhang, der aus meiner Sicht zum Kant-Zitat führt. Ohne eine positive Vision fehlt uns der lange Atem und die Motivation zum Engagement für die Menschlichkeit in der kalten Welt.

    • Ich sage ebenfalls: Wer CDU/CSU/SPD/Grüne wählt, wählt Krieg.

      Momentan soll die NPD verboten werden, wegen ihrer geistigen Brandstiftung (und das von Hermann ausgesprochen), und da wird es nicht um Verfehlungen einzelner Mitglieder gehen, sondern um die Vereinsstruktur, und ganz wesentlich um ihren Wirkungsgrad.
      Die AfD wird auch schon versucht in ein rechtes Lager zu stellen, PEGIDA wird verdächtig, weil es sich als Volk auf sich selbst als Instanz beruft.

      „Als die Etablierten kamen und die AfD holten, habe ich geschwiegen, .. und als sie die NPD holten,… und als sie PEGIDA..“

      Es gilt eben: wehret den Anfängen. Und wir haben die Anfänge längst verpasst. Wir haben es bei CDU, CSU, Grüne, SPD verpasst.

    • Zu dieser offenbar nur äußerst selten wahrgenommenen Tatsache, daß nämlich der Schoß, aus dem „das“ einst kroch, noch immer fruchtbar ist, und das vermutlich schon etliche tausend Jahre lang, äußere ich mich seit Jahren in allen möglichen Foren, auch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen (was mit zuverlässiger Regelmäßigkeit geschieht), als Psycho-WasAuchImmer zu gelten (wird oft angedeutet) oder gar aus dem Forum rausgeworfen zu werden (hin und wieder). Leider liegt es, wie ich immer wieder bestätigt finde, in der Natur der Sache, der Zusammenhänge, der abgespaltenen Selbstanteile, der tief eingepflanzten Gehorsamsbereitschaft, daß solche Darstellungen meist auf Ablehnung stoßen müssen, weil der gewöhnliche Bürger das gar nicht wissen will. Er glaubt, es sich nicht leisten zu können, auf solche Aspekte seines eigenen Verhaltens, seiner Haltung und seiner Wahrnehmung einzugehen, weil er schon bei der Erwähnung dieser Dinge heftige Verachtung, manchmal sogar regelrechte Abscheu empfindet. Diese Ablehnung ist im Grunde maskierte Angst, denn auch die Angst vor diesen Dingen darf nicht wahrgenommen werden und wird daher als Verachtung für den vermeitlich gestörten Geist desjenigen, der einem solche Dinge nahebringt, nach außen projiziert. Vielen ist ja überhaupt jegliche Beschäftigung mit psychologischen und psychosozialen Zusammenhängen an Greuel, weil sie das als ein Zeichen von Schwäche zu betrachten gelernt haben. Das Fatale an der ganzen Sache ist ja, daß die Leute immer diejenigen, die sich erfolgreich als stark, durchsetzungsfähig usw. darstellen, favorisieren, weil sie das bereits als Kinder so gelernt haben:

      Man sucht, wie Marcel Proust treffend bemerkte, die Erlösung von den Schmerzen gerade bei jenen, die einem diese Schmerzen zugefügt haben: »Wie haben wir den Mut, in einer Welt zu leben, in der die Liebe durch eine Lüge provoziert wird, die aus dem Bedürfnis besteht, unsere Leiden von denen mildern zu lassen, die uns zum Leiden brachten.« (Proust 1987)

      Zuletzt habe ich die Sache mit dem fruchtbaren Schoß dort darzustellen versucht:
      https://kenfm.de/warum-sanders-gewinnen-kann/#comment-87787

  15. Beim besten Willen: Die NPD dient für so manch moralisch Scheinbedürftigen als ein Sündenbock, der sich vor allem als solcher verdächtigt macht, wenn es wieder einmal unterkomplex gilt, auf die NPD zu fokusieren.

    Ja, Scheiße stinkt. Das ist so klar, dass man sich fragen muss, warum dann noch einer auf eine schon völlig offene und bekannte Tatsache zu sprechen kommen will.
    Die Scheiße stinkt. Ist es jetzt genug? Oder nochmal? Scheiße stinkt.

    “ in dem kein Mensch mehr Mittel eines anderen Menschen sein kann und darf.“

    Und was hat das nun speziell mit NPD zu tun?

    • Erklärung zu meinem Ärger:

      G8 tagt in Elmau wahrscheinlich besser bewacht als Hitler und Stalin zusammen. Dort sitzt ‚der Westen‘ der Guantanamo und Drohnentote, 1000+ Atomtest, uranverseuchte Monition, Kriege und Unruhe und Müll in Ozeanen und Wüsten ‚globalisiert‘.

      Und wenn man es satt hat, nur die ‚Oberen‘ anzuklagen, dann nehmen wir das unleidliche Thema Abtötung dazu, welches darauf basiert, dass man künftiges Menschenleben das eigenständige Recht (und damit den Schutz des Staates) komplett versagt, und es der Willkür eines Menschen _total_ unterstellt. Ein unverbindliches Beratungsgespräch als einzige Maßnahme zum ‚Schutz der Kinder‘ ist in etwa so pervers, wie die Möglichkeit in KZ’s Postkarten zum Versand zuzulassen.

      Nein, Geschichte wiederholt sich nicht 1:1. Deswegen braucht man unsere Zeit, in der wir Ungeborenes genauso mit ‚Notsituation‘ abtöten, wie ‚Terroristen‘ mit Drohen zum Schutz von Nationen, und zwar beides jenseits einer rechtsstaatlichen Abwägung, überhaupt nicht mit den schlimmen Verbrechen der damaligen Zeit, wo man auch dachte, Menschenlebensrechte von außen uneigenständig abwägen und damit abtöten zu dürfen, relativieren.

      Wir brauchen nicht in die Zukunft zu schauen, oder bequem die NPD zitieren, weil wir das Gedankengut längst verinnerlicht haben. Wir betreiben es genauso moralisch mit wahrhaftig-jederzeit-empörungs-aufschrei-bereiten Rechtsanspruch andere abzutöten (ohne dafür eine Erklärung vor Gericht schuldig zu sein zu wollen – welch Anmaßung!), und wir begnügen uns ebenfalls mit irgendeiner behaupteten oder eingebildeten Notsituation, und wir betreiben es ebenfalls institutionalisiert. Oben wie unten. Im Privaten, wie im öffentlichen Bereich.

      Nicht die durch den Staat mitaufgepäppelte NPD, sondern die jetzt im Vollzug seiende Realität ist bereits _die_ Bedrohung, bzw. _der_ Skandal unserer Zeit.

      Nur weil viele im Privaten profitieren, nur weil wir nicht vom Leid betroffen sind, heißt das nicht, dass das Böse von unserer westlichen Realität aus, nicht schon längst gebärfreudig vor sich hin sabbert.

      Was ist denn der Unterscheid zwischen dem brennen von Flüchtlingsheimen (nicht von Flüchtlingen) und dem Abtöten von Ungeborenen Menschen, was der Unterscheid zu Drohnentötungen?

      Brennende Flüchtlingsheime zielen nicht direkt auf das Leben, sondern verweigern auf gefährliche Art ein Aufenthaltsrecht – und – dies wird zumindest nach Gesetz und gekünstelter Scheinmoral aufs heftigste kritisiert und der Staat nimmt Ermittlungen auf, und verurteilt im günstigsten Fall die Täter. (und unterstützt sie nicht durch vorherigem Blankocheck einer ‚Notlage‘).

      Drohnentötungen hingegen werden staatlich organisiert, an rechtskräftigen Urteilsnotwendigkeiten vorbei, und ballern unschuldige bis willkürlich als schuldig befundene Menschen ab, und zwar ebenfalls schon mit einer nicht dem Richter vorzutragenden Begründung gar Abwägung, sondern mit einem vorauseilenden Blankoscheck ‚Notlage der Nation‘. Sie zielen auf Menschen.

      Tja und das übelste zuletzt: Abtötung von noch ungeborenen Menschen, ebenfalls staatlich institutionalisiert, nicht aber durchgeführt durch Militär, sondern durch Ärzte, ebenfalls ohne rechtsstaatliche Abwägung und Urteil, ebenfalls mit einem Blankoscheck ‚Notsituation‘, und das alle 5 Minuten, für gut befunden von der normalen Bevölkerung, als Recht behauptet von der normalen Bevölkerung, initialisiert von Privatpersonen. Hier werden nicht mal mehr Menschen getötet, denn das vollgültig eigenständige Menschsein hat man vorher schon geistig getan und aberkannt.

      Dagegen ist zwar ein brennendes Flüchtlingsheim medienpräsenter, aber bei-Leibe nicht so perfide grausam und tödlich, sondern _im Vergleich_ sogar ‚harmlos‘.

      Was soll also das Gerede von NPD, Gefährlichkeit, Mahnung an Künftiges? Das ist doch nur scheinheilig, um nicht zugeben zu müssen, dass wir schon längst im Kot bis zum Hals stecken, und uns sogar noch moralisch überlegen gefühlt haben.
      Alleine dass oft ausgerechnet Frauenrechte für ein oder das Maß gehalten werden, unsere Westliche Moral als eine fortschrittlichere zu halten, als die der muslimischen Ländern. Das ist genauso pervers, wie wenn ein Deutscher glaubte moralisch fortschrittlicher zu sein, weil er Juden umbringen kann, weil die für minderwertig erklärt sind, und wie rückständig doch andere Länder empfunden werde, die ihre eigenes ‚Deutschtum‘ nicht derart übermenschlich aufblähen und wichtig erachten, dass die Juden gleichwertiges Lebensrecht eigenständig bestehen lassen.
      Genauso fühlen wir uns als Westen den Ländern überlegen, weile sie angeblich Frauen unterdrücken (während unsere Frauen aber abtöten – und das mit gutem Recht, und sicherlich nie ohne Not und unbegründet. // Scheinheiligenmodus aus).

      Nochmal: Was soll also das Gerede von NPD, Gefährlichkeit, Mahnung an Künftiges?
      Wir sind mitten drin.

    • Mit dem Thema Abtreibung entführen Sie die Diskussion. Ich würde gerne mit Ihnen darüber diskutieren, aber nicht als Kommentar unter diesem Beitrag. Ich habe nämlich, auf Grund Ihrer Kommentare, den Verdacht, dass Sie der Vater eines Abgetriebenen sind.

    • @Streng Geheim
      Die Diskussion wird nicht von mir entführt sonder von Ihnen und zwar dann, wenn das Thema, welches als eines von dreien Beispielen gegeben wurde, abgespaltet und separat (und vor allem unter anderen als allgemeinen Voraussetzungen) diskutiert werden soll.

      „Ich habe nämlich, auf Grund Ihrer Kommentare, den Verdacht, dass Sie der Vater eines Abgetriebenen sind.“

      Fragen Sie sich das auch bei Ken, ob er Sohn, Vater, Geliebter eines Nato-Vaters-Generals war?

      Sorry, das sind so recht plume Versuche unangenehme kritisierungsfähige Themen dem Kritiker als Problem unterjubeln zu wollen, um auf diese Weise der Kritik den Boden zu entziehen. Das beruht ja auf der kindischen suggestiven Vorstellung, die Frage nach der Motivation einer Kritik könnte völlig adäquat abschließend die sachliche Kritik in Frage stellen, und damit die Realität dahinter vollständig verdrängen.

      Warum sind Sie hier angemeldet? Wissen Sie denn nicht, dass Ken angeblich nur deswegen die etablierten Medien kritisiert, weil er angeblich rausgeschmissen wurde?

      Diese Küchenpsychologie funktioniert nicht, bzw. schlägt als Hinweis ins Gegenteil um, weil sofort Ihre eigene Motivation, den Kritiker verdächtigt ruhig stellen zu wollen, ebenfalls psychologisch hinterfragt werden kann, ob Sie da etwas Unliebsames auf küchenpsychologisch-wiederhoende Weise los werden wollen.

      „Der Schoß ist fruchtbar noch“

      Ich hatte Abtreibung in eine Reihe von Unrecht gestellt, um das einseitig-bequeme moralisierende Eindreschen auf die NPD und den brennenden Flüchtlingsheimen, in eine Einordnung zu zwingen. Und zwar hinsichtlich des Schadens (Gebäude vs. Leben), des Angriffzieles (Bleiberecht vs. Lebensrecht), der kriminalistischen Aufklärung (wird aufgeklärt vs. staatlich- institutionalisierte Mittäterschaft), und der Verurteilung (Prozess + Strafe vs. rozesslos + straffrei).

      Bedenkt man, wie hier gesellschaftlich von wenigen das Bleiberecht anzugreifen für gerechtfertigt gehalten wird, und wie breit gesellschaftlich Abtreibung gerechtfertigt gehalten wird – dann ist die Kritik an einer NPD und dem Bezug zu brennenden Flüchtlingsheimen mit meinem Kommentar deutlich zu einer Neu-Einordnung aufgefordert, bei der nicht mehr so einfach auf andere (als Ausgeburt des Bösen) gezeigt werden kann.
      Und damit, dass ich den Bogen zurück auf unsere Gesamtgesellschaft als Ort des Bösen und 5 minütigen Vollzuges spanne, ist doch erst der volle Sinn zum Thema gegeben: „Der Schoß ist fruchtbar noch“, richtig, und damit sind nicht nur NPD-Mütterschöße gemeint.

    • An Bert:

      Zu Rechten gehören Pflichten. Wer Rechte fordert, fordert Pflichten. So etwas soll man nur nach Abwägung von Nutzen und Schaden, und zu dem Ergebnis kommt, dass der Nutzen überwiegt.
      Zum Recht des Ungeborenen auf Leben gehört die Pflicht, das Kind zu versorgen. Wer soll das tun? Die Mutter, die das Kind töten will? Der Vater? Der, der das Recht und damit die Pflicht fordert? Die anonyme Allgemeinheit?
      Wie soll man eine Mutter dazu zwingen, ihr Kind nicht zu töten, ohne dabei größeren Schaden als Nutzen anzurichten? Wenn sie sich dadurch, dass sie das Kind gemacht hat, nicht verpflichtet fühlt, das Kind zu versorgen, dann kann ich das auch nicht ändern. Das einzige, was ich tun kann, ist, mit so einer Frau kein Kind zu machen.

      Die Massenmigrationswaffe hat als Hauptwirkung, Randale im Zielland auszulösen.
      Die eine Seite fordert das Recht der Fremden im Zielland leben zu können. Die andere Seite lehnt die damit verbundene Pflicht ab.

    • Wow, ich bin immer wieder Fassungslos, dass man immer noch Frauen das Niveau eines Esel zutraut:

      „Wie soll man eine Mutter dazu zwingen, ihr Kind nicht zu töten, ohne dabei größeren Schaden als Nutzen anzurichten? “

      Also das weiß ich jetzt auch nicht, wie das gehen soll, wie man einen Mann dazu zwingen sollte, als Bombenfutter für Vaterland (und Frau und Kind) zum Töten und Getötet werden, wie ein Mann gezwungen werden kann, für Unterhalt aufzukommen, ohne eine Bank zu überfallen?
      Ich weiß auch nicht, wie man einen Hoeness im Bezug auf Leben bloß für Steuerbetrug für 2×9 Monate die Freiheit beraubt und einsperren kann. Sarkasmus aus.

      Aber der Gipfel der pervertierten Denkweise, ist die typisch weibliche Shlussfolegrung: ohne dabei größeren Schaden anzurichten.

      Also bitte: der Schaden soll in Form von rechtsstaatlicher Strafe erfolgen, und zwar einem Leben (dem das komplette Leben entzogen wird: das ist der Schaden!) gebührend adäquat. Es muss nicht gleich die Todesstrafe sein, wie in Amerika.

      Frauen sind keine Esel; Frauen sind Menschen; Menschen wie Männer; Menschen denen Verantwortung und Pflichten für ungeschützten Sex ebenso aufgezwungen werden kann – und eine Selbstverständlichkeit sein sollte – wie Männer Unterhaltszahlung über mehrere Jahre, Jahrzehnte (bis zum Existenzminimum) zumutbar ist.
      Fragt man da, wie ein Mann ein Kind lieben können soll, wenn er als Zahlmeister zu funktionieren hat?

      Einer Frau ist ebenso wie Pflegeeltern, Erziehern, Lehrern ein professioneller empahtischer Umgang mit dem eigenen Kind zumutbar. Tun wir doch nicht so, als wären Frau so dumm wie Esel, so dass das Selbstverständlichste nun zur allergrößten unüberwinbaren Aufopferung aufgebläht wird – nur um Frauen ein Mindestmaß an Eigenverantwortung (für selbstverschuldeten Sex) auch noch abzusprechen. Das sind doch alles Entmündigungen, die sonst keinem erwachsenen Mann hinterhergeworfen werden. Der hatte vor kurzem übrigens noch die Pflicht 10 Monate für Frau und eben jene (geborenen und ungeborenen) Kinder Kriegsdienst einzuüben, um bereitzustehen.

      Natürlich kann man Frauen zwingen Kinder genauso gut zu behandeln wie alles Personal der Welt es mit fremden Kinder schaffen muss. Und eine Frau, die ihre eigen Kinder misshandelt, oder ihre eigene Unvernunft an den Kindern ablädt, muss dann eben selbstverständlich adäquat rechtsstaatlich verurteilt und für Jahre ins Gefängnis, zur Strafe, zur Warnung, zur Resozialisation.

      Interessant – und wahnsinnig pervers eigentlich – ist doch, dass bereits dem Ungeborenen mit Pflichten gekommen wird, und von Abwägung schwadroniert wird, wo doch überhaupt keine rechtsstaatlich Abwägung erfolgt (außer einem läppisch-unverbindlichen Beratungsgespräch), und die Pflichten der Frau mit einem etwaigen aufgeblähten Schaden der Frau entpflichtet werden, und letztlich dieser potentielle Schaden dem Kind angelastet wird. Welchen Schaden (außer der extrem seltene Lebenseigenschutz der gebärenden Frau) hat eine Frau denn vorzuweisen, als adäquate Abqägung, gegen ein ganzes Leben, gegen Mord? Migräne? Unlust? Dicker Bauch? Armut?
      Das perverse ist doch, dass all das von vornherein als Möglichkeit akzeptiert wird, und auf Abwägen bzw. von Überprüfung der Abwägungen, oder gar adäquatem Abwägen, rechtsstaatlich vollkommen verzichtet wird.
      Und jetzt sagen Sie nicht, keine Frau würde wegen Migräne ein Kind abtreiben – denn man sieht bereit an ihrer Argumentation, wie bereitwilli läppisch die Argumente geführt und gegen das Kind aufgefahren wird, zum Schutze der Mutter – nämlich völlig unabhängig vom Einzelfall, die Pflicht auf Versorgung dem Kind als akzeptiertes Mordopfer anlastend, und gleichsam den Schaden der Erwachsenen dem Kind übertragen, und zuletzt nach dem Nutzen von Leben fragend.

      Sorry. Da ist so ziemlich alles pervertiert, was einen vernunftbegabten Menschen ausmacht. Wer so argumentiert macht aus einer Frau tatsächlich einen Esel, der sich nicht selbst vernunftbegabt steuern kann, sondern nur Opfer seiner selbst ist, hineingeworfen in eine Unmündige Existenz und für nichts kann, und keine Verantwortung übernehmen kann.

      Sei dies aber dahingestellt, denn sicherlich wollen sie Frauen als Menschen betrachten, und nicht zu Esel degradieren, und man wird dann schon Argumente finden, warum dies und jenes anders gemeint ist, zur Ehre der Frau – sicherlich.

      Bleibt halt nur das Opfer, dem das alles egal sein kann. Aber welchen Nutzen hat schon Leben?

      Wow.

    • Frauen sind keine Esel; Frauen sind Menschen; Menschen wie Männer;

      Wenn es ums Kindermachen geht, sind viele Menschen, Frauen und Männer, dumm (Esel?) und danach, wenn es um die Folgen geht, dreist.

      Menschen denen Verantwortung und Pflichten für ungeschützten Sex ebenso aufgezwungen werden kann – und eine Selbstverständlichkeit sein sollte – wie Männer Unterhaltszahlung über mehrere Jahre, Jahrzehnte (bis zum Existenzminimum) zumutbar ist.

      Ein Vater, der zur Versorgung seiner Kinder gezwungen wird, übernimmt keine Verantwortung, und einer, der Verantwortung übernimmt, braucht nicht zur Versorgung gezwungen zu werden. Die Formulierung zur Verantwortung zwingen ist eine Beleidigung für die, die Verantwortung übernehmen.
      Dieser Zwang ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Fehler.

      Fragt man da, wie ein Mann ein Kind lieben können soll, wenn er als Zahlmeister zu funktionieren hat?

      Das ist ein Schaden, der durch diesen Zwang angerichtet wird. Er wirkt auch auf Väter, die Verantwortung übernehmen, aber so aussehen, als würden sie gezwungen.
      Der Nutzen ist nur mäßig. Es gibt viele Väter, die keine Verantwortung übernehmen, und nicht gezwungen werden können.
      Wenn man auch die Mütter, die keine Verantwortung übernehmen, zu zwingen versucht, hat man ein Gleichgewicht des Schreckens.

      Und eine Frau, die ihre eigen Kinder misshandelt, oder ihre eigene Unvernunft an den Kindern ablädt, muss dann eben selbstverständlich adäquat rechtsstaatlich verurteilt und für Jahre ins Gefängnis, zur Strafe, zur Warnung, zur Resozialisation.

      Auch hier wiegt der Schaden deutlich schwerer als der Nutzen.
      Viele Kinder, die keiner haben will, und viele Menschen im Knast will ich nicht.
      Was kommt als Nächstes? Verhinderung der Fortpflanzung von Menschen, die absehbar keine Verantwortung übernehmen? Um das durchzusetzen, braucht man ein Ungeheuer, das außer Kontrolle gerät.
      Juristerei ist nicht die Lösung, sondern das Problem. Mit mehr Zwang werden die Probleme größer. Weniger Zwang ist die Lösung.

      Interessant – und wahnsinnig pervers eigentlich – ist doch, dass bereits dem Ungeborenen mit Pflichten gekommen wird,

      Dem Ungeborenen werden Rechte eingeräumt. Die damit verbundenen Pflichten sind das Problem.

      Und jetzt sagen Sie nicht, keine Frau würde wegen Migräne ein Kind abtreiben – denn man sieht bereit an ihrer Argumentation, wie bereitwilli läppisch die Argumente geführt und gegen das Kind aufgefahren wird, zum Schutze der Mutter – nämlich völlig unabhängig vom Einzelfall, die Pflicht auf Versorgung dem Kind als akzeptiertes Mordopfer anlastend, und gleichsam den Schaden der Erwachsenen dem Kind übertragen, und zuletzt nach dem Nutzen von Leben fragend.

      Ich habe nicht mit dem Schutz der Mutter argumentiert.
      Viele Entscheidungen kann man auf „nach dem Nutzen von Leben fragend“ bringen. Juristerei verschleiert das Problem. Trotzdem wird am Ende entschieden.

      Sorry. Da ist so ziemlich alles pervertiert, was einen vernunftbegabten Menschen ausmacht.

      Juristerei ist Opium fürs Volk. Sie erleben gerade den kalten Entzug.

    • Da Sie selbst offenbar ihre eigene verquaste Logik nicht mehr erkennen:

      Es ist keine Beleidigung für Verantwortungsvolle Menschen, wenn Unverantwortliche zur Verantwortung gezwungen werden, sondern ist eine Genugtuung.

      Oder wollen Sie jetzt um Recht zu behalten auch noch Behaupten es wäre keine Gerechtigkeit, sondern eine Beleidigung, wenn man für Gerechtigkeit sorgt bzw. sorgen muss.

      Vielleicht sollten Sie einfach einmal den Schaden und den Nutzen konkretisieren und nicht einfach nur behaupten.
      Dann stellen Sie sich die Frage, wer das letztlich ausschließlich und allein für sich bewerten und festlegen darf.

      Und wenn Sie dann den konkretisierten Schaden und Nutzen – und nicht einfach eine läppische Behauptung – den konkretisierten Nutzen und Schaden abwägen, und wieder zur pervertierten Bewertung kommen, dass Leben mit ’schlechter Kindheit‘ mehr Schaden sein soll als ein Tod ‚in Glückseligkeit‘ auf der Opferseite, oder ein paar Jahre aufgezwungene Verantwortung von Erwachsenen mehr Schaden sein soll als eine verhindertes Leben, dann ist es genau das: Pervertiertes und krummes Denken.

      Dann braucht man mit Ihnen und dieser verlogenen Wertung auch nicht argumentieren. Verlogen deswegen:

      Weil Sie selbst leben und leben wollen, und sich auch nicht darum kümmern, ob Sie jemanden belastet haben, Geld und Mühe gekostet haben – weil Sie zu Ihrer Wertung und Meinung als Lebendiger nicht erst Ihre Eltern zum Schaden befragt haben, und abgeprüft haben, ob Sie selbst überhaupt Nutzen gebracht haben, und ob die Eltern ihren Schaden höher einstufen, und dennoch sind Sie so dreist hier lebendig zu schreiben, obwohl Sie mindesten mir Zeit gestohlen haben, ein Schaden, der den Nutzen Ihres Leben in keinster Weise rechtfertigt. Sie dürfen in Ihrer Logik bei dieser Bewertung kein Wörtchen mitreden.

      Ich bin bereit Ihnen und Ihrer pervertierten Meinung und Wertung von Nutzen und Schaden vollumfänglich zuzustimmen, wenn Sie diese an sich selbst vollumfänglich anlegen, und sich selbst abtöten.

      Los! Sie Held!

    • Es ist keine Beleidigung für Verantwortungsvolle Menschen, wenn Unverantwortliche zur Verantwortung gezwungen werden, sondern ist eine Genugtuung.

      Die Formulierung „zur Verantwortung zwingen“ setzt „Verantwortung übernehmen“ und „gezwungen werden“ gleich. Das ist die Beleidigung.

      Oder wollen Sie jetzt um Recht zu behalten auch noch Behaupten es wäre keine Gerechtigkeit, sondern eine Beleidigung, wenn man für Gerechtigkeit sorgt bzw. sorgen muss.

      Das Streben nach Gerechtigkeit und das Streben nach Genugtuung beim Erreichen der Gerechtigkeit, wobei dieses Erreichen ein Wahn bleibt, und die Genugtuung nie genug ist, ist Sucht. Deswegen nenne ich es „Opium fürs Volk“.

      Dann stellen Sie sich die Frage, wer das (Schaden und Nutzen) letztlich ausschließlich und allein für sich bewerten und festlegen darf.

      Das lege ich für mich fest. Und Sie können das für Sich tun.

      und wieder zur pervertierten Bewertung kommen, dass Leben mit ’schlechter Kindheit‘ mehr Schaden sein soll als ein Tod ‚in Glückseligkeit‘ auf der Opferseite,

      Sie räumen dem Ungeborenen das Recht auf Leben ein. Erst dadurch haben Sie das Problem mit der Bewertung. Das ist aber nicht mein Problem.
      Ich habe das Problem erst, wenn ich für den Ungeborenen Verantwortung übernommen habe, was ich tun würde, wenn ich der Vater wäre. Daher auch meine Frage, ob Sie Vater eines Abgetriebenen seien.

      weil Sie zu Ihrer Wertung und Meinung als Lebendiger nicht erst Ihre Eltern zum Schaden befragt haben, und abgeprüft haben, ob Sie selbst überhaupt Nutzen gebracht haben, und ob die Eltern ihren Schaden höher einstufen,

      Das war die Entscheidung meiner Eltern. Das ist nicht mein Problem.

    • Das Recht auf Leben entsteht durch das Leben selbst, und ist nicht erst zu vergeben. Auch nicht von Ihnen absprechbar oder erteilbar.

      Das ist Ihre erste verlogene ‚Beweislastumkehr‘.

      Sie behaupten hier, das Leben würde erst durch Ihr zutun Leben, erst wenn Sie sagen, dass es Leben ist – das ist faktisch einfach falsch. Und das Aushebeln und Umgehen von Gewissen – diese Funktionsweise – hat nichts mit der Tatsache Leben zu tun, und wird erst zur Tatsache, wenn Sie dafür sorgen.

      So plump kann auch ein Pädophiler argumentieren – und auf dieser Stufe bewegt sich Ihre Argumentation und Ernshaftigkeit gegenüber Leben, was völlig unangemessen absurd ist.

      Ein Pädophiler kann ebenfalls beanspruchen, dass das vergewaltigte Kind kein Kind sei, denn dass es ein Kind sei, das legen ja andere fest, und damit haben andere das Problem, dass es erst durch Ihre Definition zur Kinderschändung wird, und nicht durch die seine Tat, denn in seinen pädophilen Augen ist es schon eine kleine junge zuckersüße Erwachsene und kein Kind (das meint er völlig unabhängig zum faktischen Alter des Kindes festlegen zu dürfen) und weil sich sein Gewissen mit dieser Selbstverlogen aushebeln lässt, glaubt er, dass die Realität sich nach seinem Verlogenheitskonstrukt ausrichten habe.

      Verzeihung, Sie sind dermaßen widerlich!

      Dann hoffen Sie bloß, dass ein Kerl Sie nicht vergewaltigt, denn der könnte auch über Ihren faktischen Willen festlegen, dass Sie gewollt haben, und dass erst durch Ihr Nichtwollen, und die Festlegung der anderen, Vergewaltigung zur Vergewaltigung wird – denn hätten Sie gewollt, wäre es keine Vergewaltigung mehr!

      Ich denke, wenn Sie Ihre Argumentation selbst glauben, dann sind Sie tatsächlich krank, wie ein (sich noch unbewusster) Pädophiler, der auch seiner Anschauung mehr glaubt, seinen Träumen, seinen Projektionen, als der Realität.

      Ihre Argumentation ist die eines uneinsichtigen Kriminellen – und das ist nicht übertrieben(!) – denn auch per Gesetz ist ein Ungeborenens Leben Leben, weswegen man es nur über Straffreiheit ‚erlauben konnte.

      Sie sind widerlich!

    • Das Recht auf Leben entsteht durch das Leben selbst, und ist nicht erst zu vergeben.

      Sie behaupten hier, das Leben würde erst durch Ihr zutun Leben,

      Das Zweite habe ich nicht behauptet.
      Mir ist klar, dass eine Mutter, die ihr ungeborenes Kind tötet, das Leben dieses Kindes beendet. Deshalb habe ich es ja auch „töten“ genannt.

      Und das Aushebeln und Umgehen von Gewissen

      Ich handle nach meinem Gewissen. Aber ich berücksichtige dabei nicht nur das gewünschte Ergebnis, sondern auch unerwünschte. Nicht der Zweck sondern der Erfolg heiligt die Mittel.

      Ihre Argumentation ist die eines uneinsichtigen Kriminellen – und das ist nicht übertrieben(!) – denn auch per Gesetz ist ein Ungeborenens Leben Leben, weswegen man es nur über Straffreiheit ‚erlauben konnte.

      Es ist verboten, aber ist wird nicht bestraft. Das Erschreckende ist, dass Leute, die mit so einem offensichtlichem Blödsinn argumentieren, nicht ausgelacht werden.
      Ich bin so dreist, zu sagen, dass der Kaiser nackt ist. Aber Sie halten mich für uneinsichtig, weil ich den feinen Zwirn nicht erkenne.

      Sie sind widerlich!

      Nicht ich, sondern der Kalte Entzug ist widerlich.

    • Richtig – es ist verboten, weil Leben (und das Recht dazu nicht erst zuerkannt werden muss), getötet wird. Und man hat es straffrei gegeben.

      Eben haben Sie Ihr Gewissen noch ausgehebelt, indem Sie meinten „Sie räumen dem Ungeborenen das Recht auf Leben ein. Erst dadurch haben Sie das Problem mit der Bewertung. Das ist aber nicht mein Problem.“

      Mehr muss man dazu nicht sagen. Sie sind die Befürchtung und Beispiel, warum es falsch war, Abtötung und Mord an Ungeborenen straflos zu machen. Sie und viele anderen haben nicht die intellektuelle und moralische Reife, dem Leben eines Fremden gegenüber mit der gebotenen höchstmöglichen Ernsthaftigkeit gegenüberzutreten, sondern billigste und ungenaueste Finten werden schon für ausreichend gehalten.

      Ich wünsche solchen Leuten Begegnungen, wo das Faktische genauso lapidar pseudoabwägend über ihr Leben hinweggeht, übergriffig wird und für gerechtfertigt hält.
      Eine vergewaltigte Tochter, mit der lapidaren Rechtfertigung, Sie hätten die Vorfahrt genommen. Kündigung wegen 5 Minuten Verspätung.

      Genau solch Missverhältnisse, wo das Lapidare genauso lapidar gerechtfertigt vorgetragen wird, weil es eh egal ist, und eh nur die Macht des Faktischen zählt.

      Und all diese an den Haaren herbeigezogenen Beispiel handeln noch nicht einmal von Mord und einer Konstruktion derart:

      „Sie räumen dem Ungeborenen das Recht auf Leben ein. Erst dadurch haben Sie das Problem mit der Bewertung. Das ist aber nicht mein Problem.“

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