Der SPIEGEL heizt Stimmung an. Das Magazin lenkt Hass auf Ken Jebsen

Von Uli Gellermann.

Bei den Ermittlungen zum Angriff auf ein Kamerateam der „heute-show“ gibt es womöglich eine neue Spur“, schreibt der SPIEGEL online in einem Artikel mit dem Titel „Ken Jebsen nutzt Studio von attackierter TV-Produktionsfirma“. Mit dem Wort „womöglich“ tarnt das Magazin eine Denunziations-Story, die dem Medien-Mann Ken Jebsen völlig unbewiesen aber fast unverhüllt, die Schuld an einer Attacke auf ein ZDF-Team zuweist. „Wie aggressiv die Stimmung zum Teil ist, musste ein Kamerateam erfahren, das am 1. Mai auf einer sogenannten Hygienedemo an der Berliner Volksbühne für die ZDF-Satiresendung „heute-show“ drehte.“ Das Team drehte in Wahrheit auf der Berliner Rochstraße. Ziemlich weit vom Rosa-Luxemburg-Platz entfernt, dem Ort der Aktion für das Grundgesetz. Doch so wie der SPIEGEL sich den Tatort zusammenlügt, so lügt er sich auch eine Verbindung von Jebsen und dem betroffenen Kamerateam zusammen.

Wegbeschreibung für Selbstjustiz

Das von der Attacke betroffene TV-Team sei von einen Produktionsfirma, bei der KenFM, das Unternehmen von Ken Jebsen, manchmal auch ein Studio mieten würde, behauptet der Spiegel. Davon erzählt die Generalstaatsanwaltschaft Berlin, die den Fall untersucht, nichts. Im Gegenteil: Zunächst waren sechs Tatverdächtige festgenommen worden; am Samstag wurden sie jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt. Es ist kein Haftbefehl erlassen worden. Dass die Berliner Polizei, die nach irgendwelchen „linksradikalen“ Tätern sucht, auch nicht mehr weiß, als dass es einen Anschlag gab, ist doch dem SPIEGEL egal. Hauptsache, er wird seine düsteren Etiketten los: „Die Zentrale des Verschwörungstheoretikers Ken Jebsen“, glaubt das Magazin ausfindig gemacht zu haben. Und gibt dann auch schnell noch eine präzise Wegbeschreibung für Leute, die einer wirren Anschuldigung des SPIEGELS folgend, Selbstjustiz üben möchten.

Hass-Rhythmus für Attentäter

Schon seit Monaten, spätestens seit sich Ken Jebsen auf die Seite der Grundrechte-Verteidiger gestellt hat, läuft die Hetze auf fast allen Medien: Rechtsextrem seien die Teilnehmer an den Aktionen für das Grundgesetz und auch Verschwörungstheoretiker, orgelt der Mainstream und den Takt dazu schlagen Blätter wie Junge Welt und NEUES DEUTSCHLAND. Die Musik ist bekannt. Es ist jener Hass-Rhythmus, der zur Zeit der Protestbewegung gegen das SPRINGER-Medien-Monopol, Teile der Bevölkerung so lange gegen die Studenten aufhetzte, bis sich ein Attentäter fand, der einen Anschlag auf eine Führungsfigur der 68er Bewegung verübte: Rudi Dutschke.

Monopol der Mehrheitsmedien brechen

Und wieder geht es um Medien: Es sind alternative Medien im Internet, die das Monopol der Mehrheitsmedien brechen und eine verhasste Konkurrenz sind, die dem amtlichen Verlautbarungsjournalismus das Fürchten lehren. Eine der herausragenden Alternativen ist die Plattform „KenFM“ des Journalisten Ken Jebsen. Zu Jebsen weist der SPIEGEL jetzt nachdrücklich den Weg. Natürlich hat die BIILD-Zeitung damals dem Dutschke-Attentäter keine Waffe in die Hand gedrückt. Aber die Springer-Blätter haben das Attentat emotional vorbereitet. Die Hasskampagnen von heute sind den damaligen zum Verwechseln ähnlich. Mit Ken Jebsen hätte der Mainstream einen erfolgreichen Rivalen aus dem Weg geräumt.

Kampf um die Medienmacht

Immer noch denken auch LINKE, sie hätten mit dem Kampf um die Medienmacht im Land nichts zu tun: Es sind leider auch in den Augen linker Kollegen irgendwie Rechte, die eine andere, eine alternative Meinung zum Abbau der Grundrechte vertreten. Und dann muss man ja nicht solidarisch sein, dann kontaminiert man sich geradezu, wenn man auch für das Grundgesetz eintritt. Wenn dieser Irrtum sich erst danach herausstellt, wenn die Grundrechte so beschädigt sind, dass ihr Schaden auch bisher abseits stehende Linke betrifft, kann es zu spät sein.

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildquelle:    Hieronymus Ukkel/ shutterstock

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Dieser Artikel erschien am  20. Mai 2020 auf dem Blog Rationalgalerie.

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66 Kommentare zu: “Der SPIEGEL heizt Stimmung an. Das Magazin lenkt Hass auf Ken Jebsen

  1. Meine volle Zustimmung zu diesem Kommentar von Herrn Gellermann.
    Ich war entsetzt, als ich diesen Beitrag vom Spiegel las.

    Für mich herrscht Krieg – vordergründig ein Medienkrieg über die Deutungs- und Meinungshoheit. Und hintergründig ein Stellvertreterkrieg der Eliten gegen das Volk – ausgetragen von den Mainstream-Medien gegen die alternativen Medien.

    Wie Mausfeld sinngemäß meinte: Solange man nicht an den Grundfesten des Systems wackelt, darf man tun und lassen was man will. Das galt auch lange Zeit für KenFM. Wenn man jenes System allerdings grundlegend attackiert und Auslöser war das viral erfolgreiche Gates-Video mit seiner auch enthaltenen Kapitalismuskritik an den Superreichen, dann wird es schnell ungemütlich. Sehr ungemütlich. Denn dann geht es an das Eingemachte.

    Linke Grüße

  2. Lieber Ken,
    lieber Uli,

    die Hasskampagne der sogen. "Qualitätsmedien" ist der Beweis, dass Alternativmedien genau das Richtige tun. Weiter so!

    Wir werden immer stärker, die Breite und die Tiefe des Medienangebots auf den alternativen Kanälen – insbes. auch bei KenFM – ist großartig! Sie öffnet die Augen und schafft Solidarität. Eure Podcasts lasse ich z. T. im Hintergrund laufen, wenn ich alltägliche Arbeiten verrichte. Klappt prima. Die Videos sind Balsam für die Seele und Bestätigung für den eigenen Verstand.

    Bei den Kommentaren auf Spiegel Online habe ich den Eindruck, dass die NATO-Cyber-Abwehrtruppe der Bundeswehr "staatstragend" mitmischt. War früher anders.

    In Gesprächen mit Nachbarn und Freunden bin ich der gelebte Widerspruch zu zwangsfinanzierten und auch privaten Verschwörungs-Kampagnen der Relotius-Medien. Wenn man mit Einfühlungsvermögen argumentiert, wird's auch angenommen. Ich bin nicht der Tagesschau-Sprecher oder Lobbyist, sondern der Nachbar. Aber man muss Fakten parat haben und muss auf die fehlenden Beweise der Konzernmedien aufmerksam machen.

    Viele Grüße und Bewunderung eurer Initiativen, eures Einsatzes und eurer Standhaftigkeit!

    PS: Die grundlegenden und ausführlichen Diskussionsrunden sind hervorragend, Ken ist exzellent vorbereitet und die Teilnehmer ausgezeichnet qualifiziert.

    • Solidarisch: gerne, jederzeit. Mit dem, was er gut macht. Und da gab es bisher sehr vieles, sehr häufig geradezu Exzellentes. Beispielhaft für andere Medien.
      Aber wir dürfen schon noch Kritik üben, wenn etwas suboptimal läuft. Nein, dann müssen wir Kritik üben. Nur dann werden wir unserer Sache gerecht. Jemand wie er, ausgestattet auch noch mit einem ungewöhnlichen schauspielerischen Talent, muss gelegentlich von besonneneren Naturen gebremst werden, wenn der Überschwang des Temperaments, bestätigt von berechtigtem Applaus, plötzlich allzu sehr mit ihm durchgeht.
      Dabei kommt es nicht darauf an, ob diese Naturen gleich auch ein Konzept anbieten können, wie man es besser macht (immerhin können sie oft durchaus sagen, wie man es besser ANDERS macht). Kritik muss sein, Kritiklosigkeit dagegen wäre ganz falsch.
      Vielleicht aber fällt KenFM ja auch einmal etwas ein, wie man Kritik weniger öffentlich machen kann, damit sie nicht den falschen Leuten Auftrieb gibt.

  3. Hallo @ Wolle, erst mal danke für Deine Antwort!

    Zitat von Dir:
    [..Ich hänge das nicht nur an der Parteienlandschaft in Deutschland auf, sondern sage das man es daran sehr gut ablesen kann. Wenn sich die Politik oder die Parteien, wie Du es nennst, durch meine Lebenswelt speisen würde, dann sehe es in diesem Land gänzlich anders aus. ..]

    Du sagst, das es in diesem Land gänzlich anders aussehen würde, wenn sich die Politik aus Deiner Lebenswelt speisen würde.
    Da frage ich Dich, wie würde es denn dann in diesem Land aussehen?

    Zitat von Dir:
    [..Das tut es aber nicht, weil die Politik und die Parteien sich einen feuchten Dreck um meine Lebenswelt kümmert oder sich dafür interessiert wie meine Lebenswelt aussieht. Die Realität in unserem Land ist folgende: …]

    Ja, das Handeln der Politik ist ein anderes. Und das schon ziemlich lange, wie Du es ja auch schon geschrieben hast.
    Ihr Interesse galt weniger den fürsorglichen Rahmenbedingungen für die Menschen, die in diesem Land leben. das stimmt schon.

    Ich gebe aber zu bedenken, das diese ,,Politik" keine selbstverantwortliche und eigenständig handelnde Person ist. Sondern stellt sie eine Organisation dar, in der Menschen im Amt, demokratisch legitimierte Rahmenbedingungen schaffen sollen, und die damit im Auftrag uns aller tätig sind.
    Also liegt es an den Menschen, auch an Dir und mir, in diesem Lande dafür zu sorgen, dass das auch so geschieht.
    Wir sind schon deshalb dafür auch verantwortlich, das so gehandelt wird, weil wir mit unseren Kindern, alten- und kranken Menschen leben. Sie bedürfen unseren Schutz, weil sie allein oft nicht die anwaltliche Position einnehmen und durchsetzen können, die für staatliche/politische Veränderungen nun mal notwendig wären.
    Deshalb habe ich auch geschrieben, das wir die Politik speisen.

    Zitat von Dir:
    [..Laut Artikel 21 des Grundgesetzes, wirken die Parteien bei der politischen Willensbildung mit. Das Nähere sollen Bundesgesetze regeln. Von 'wirken mit' kann wohl längst keine Rede mehr sein. Das Gegenteil ist die Realität. Nichts passiert mehr ohne die Parteien, sie bestimmen wie selbstverständlich das gesellschaftspolitische Bild in unserem Land. Unsere demokratische Grundordnung jedoch, die so oft bei allen passenden und unpassenden Gelegenheiten Erwähnung findet, basiert auf der Gewaltenteilung. Diese ist jedoch faktisch durch die Parteien ausgehebelt. Nur ein Beispiel: Unser Verfassungsgericht und der Bundesgerichtshof, also die 3. Gewalt, die Judikative, sind dem Grundgesetz nach unabhängig. Sie werden aber von der jeweiligen Regierung nach Parteiproporz besetzt und erst nach Absprache mit den Parteien berufen. Ein Schelm, wer böses dabei denkt! Viele weitere Einrichtungen des Öffentlichen Rechts, wie z.B. Fernseh- und Rundfunkräte, werden nach dem gleichen Muster personalisiert. Sogar bis in die Redaktionen dieser Häuser reichen diese Handlungsmuster. Andere Beiräte in denen, wie es so schön heißt, gesellschaftliche relevante Gruppen vertreten sein sollen, 'erleiden' dieselbe Zusammensetzung. In manchen Regionen, um das mal überspitzt zu formulieren, werden sogar die Kirchenchöre nach Proporz besetzt. Damit wird dann ganz deutlich, dass nicht die Kompetenz sondern das Parteibuch das wichtigste Kriterium für eine Besetzung freier Stühle ist. Und das wird sogar bei Besetzungen für Organe unseres Grundgesetzes praktiziert. Beispiele dafür kann man in regelmäßigen Abständen immer wieder der Tagespresse und anderen Medien entnehmen. Aber es werden immer nur allein die Umstände erwähnt. Eine Kommentierung oder Würdigung solcher Machenschaften findet nicht statt. Die im Bundestag vertretenen Parteien sehen Zurückhaltung in solchen Fragen eher als Schwäche an. Genau das ist aber einer der Gründe, die zur 'Parteienverdrossenheit' geführt hat. Nicht die immer wieder beschworene 'Politikverdrossenheit', die es in der Form meiner Meinung nach nicht gibt, sondern eben die 'Parteienverdrossenheit' ist der Grund dafür, dass sich große Teile der Bevölkerung bei wichtigen politischen Ereignissen, und das sind z.B. Wahlen, einfach ausklinken. Dazu schweigen aber die Parteien, weil sie deswegen auch keiner Leistung des Staates entbehren müssen, egal ob alle Wähler oder nur die Hälfte der Stimmberechtigten sie ins Parlament gewählt haben. …]
    Zustimmung.

    Zitat von Dir:
    [..Und das schlimme an dieser Situation: Niemand, wenn nicht die Parteien selbst über ihre gewählten Abgeordneten, könnte da Abhilfe leisten! Wer glaubt das sich daran nochmal etwas ändern wird, ist ein grenzenloser Optimist. Ich ganz persönlich halte mich für einen Realisten und nicht für einen Träumer. Verstehe mich nicht falsch, ich träume viel und gern, aber in meinen 50 Lebensjahren habe ich die Erfahrung gemacht, das es niemanden von denen die die Macht hätten etwas zu ändern, interessiert was ich träume. Zusammenfassend könnte man auch sagen: Wenn Wahlen in diesem Lande etwas ändern könnten, dann hätte man sie längst abgeschafft. ..]

    Dann hast Du den Artikel 20 im Grundgesetz aber vergessen Wolle. Gucke –>https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_20.html.

    Na gut, dann bin ich der grenzenlose Optimist mit einem Hang zur Realität, in der ungeahnte Möglichkeiten innewohnen.

    Gut dann frage ich Dich, den Realisten in Dir, was würde Dich jetzt mit Hoffnung erfüllen? Und wie würdest Du jetzt vorgehen, wenn Dir jetzt plötzlich die Möglichkeit ins Haus schneit, hier jede Menge zu verändern können?

    P.S. Schön das Du träumst und das auch noch sehr gerne! Dann stehen die Zeichen ja sehr gut, das Dir vielleicht eines Tages Dein Traum lächeln in die Augen sieht und Dir zuflüstert, ,,Da bin ich, deine Realität."

    • Es würde menschlicher aussehen. Der Mensch würde im Mittelpunkt stehen und nicht das Kapital und der Profit. Krankenhäuser, Energieversorger usw. wären niemals privatisiert worden. Es gäbe z.B. eine Börsenumsatzsteuer von mind. 2% oder besser noch 5%. Es gäbe flächendeckende Ganztagsschulen und Kitas die den Namen auch verdient hätten. Die, wie sie heute im Neudeutsch heißen, System relevanten Berufe wie z.B. Krankenpflegepersonal bekämen ein Gehalt, das diesen Namen auch zu recht tragen würde. Die Banken und Großkonzerne würde ich auf das zurechtstutzen was sie sind … nämlich Dienstleister am Menschen und nicht deren Sklavenhalter und -händler. Bei max. einer Milliarde ( die Zahl ist auch noch weiter nach unten verhandelbar) Privatvermögen wäre aller spätestens Schluss. Alles andere bekommt der Staat, also das Volk das diese ganzen Gelder auch erwirtschaftet hat. Wenn jetzt z.B. die Lobbyverbände der Fleischindustrie mit Abwanderung drohen, dann würde ich denen erstmal eine Rechnung schicken über die Beträge die sie vorher durch Subventionen und Steuergeschenke gespart haben. Danach könnten sie hingehen wo sie wollen, aber hier in Deutschland dürften sie ihre Produkte nicht mehr verkaufen. Wer wie z.B. der Hoeneß in einem solchen Ausmaße Steuern hinterzieht wie er es getan hat, dem Pfände ich sein Privatvermögen und stelle es dem Staat, also den Menschen die er vorher auf's asozialste hintergangen hat, zur Verfügung. Dann müsste er hinterher, wie alle anderen auch, mit einem bedingungslosen Grundeinkommen klar kommen. Die Berechtigung an der Börse zu handeln würde ich solchen Menschen und Konzernen entziehen, weil sie im Vorfeld bewiesen haben, das sie mit dieser Verantwortung nicht umgehen konnten. Man entzieht ja auch Führerscheine. Die Liste wäre noch erweiterbar, aber ich denke Dir ist klar worauf es hinausläuft. Und wer meint das man das alles nicht finanzieren könnte, der hat, mit Verlaub, keinen blassen Schimmer wovon er da redet.

      Deine Einschätzung was die Politik ist, ist in meinen Augen extrem naiv. Das steht zwar so auf dem Papier, aber das ist bekanntlich mehr als nur geduldig. Hier mal ein paar Sätze von Larry Summers (https://de.wikipedia.org/wiki/Lawrence_Summers) die die Realität beschreiben und die er am 16.04.2015 gegenüber Yanis Varoufakis nachts in einer Bar in Washington D.C. geäußert hat (nachzulesen in dem Buch "Die ganze Geschichte" von Yanis Varoufakis, das ich jedem nur halbwegs an Politik interessierten Menschen empfehlen kann!):

      "Es gibt zwei Arten von Politikern. Insider und Outsider. Die Outsider legen Wert darauf, dass sie ihre Version der Wahrheit frei aussprechen können. Der Preis dafür ist, dass sie von den Insidern ignoriert werden, die die wichtigen Entscheidungen treffen. Die Insider wiederum folgen einer heiligen Regel: Sag niemals etwas gegen andere Insider und sprich niemals mit Outsidern über das, was Insider sagen und tun. Welche Belohnung bekommen sie dafür? Zugang zu Insiderinformationen und die Chance, allerdings nicht die Garantie, wichtige Menschen und Ergebnisse zu beeinflussen. Also, Yanis, welche Art von Politiker bist du?"

      Ich kann einen Scheissdreck mitbestimmen in der Politik, egal ob mit oder ohne Parteibuch, weil Menschen mit Ethik und Moral immer Outsider sein werden, egal ob sie morgens ihren Namen tanzen und mit den Bäumen reden.

    • Nachtrag: Den Artikel 20 im GG habe ich nicht vergessen! Es liegt grundsätzlich eine Ausgabe auf meinem Schreibtisch. Aber wie viel das GG in Krisenzeiten wert ist dürfen wir gerade alle erleben. Und wer entscheidet denn wann der Widerstand in welcher Form auch immer gerechtfertigt ist? Das Bundesverfassungsgericht hat sich mit den letzten Urteilen bzw. Ablehnung einiger Klagen dazu eindeutig zweideutig positioniert. Mit dem neuen Vorsitzenden, der z.B. in seiner Karriere an verfassungswidrigen Gesetzen mitgewirkt hat, die von dem Gericht dem er jetzt vorsitzt mit Pauken und Trompeten kassiert wurden, wird die Zweideutigkeit bald ein Ende finden. Und dann? Bewaffnen wir uns und fangen das Hauen und Stechen an? Wohl kaum. Träume finden ihre Grenzen in den Realitäten die sie umgeben.

    • Wolle sagt:
      22. Mai 2020 at 14:09

      Es würde menschlicher aussehen. Der Mensch würde im Mittelpunkt stehen und nicht das Kapital und der Profit. Krankenhäuser, Energieversorger usw. wären niemals privatisiert worden. Es gäbe z.B. eine Börsenumsatzsteuer von mind. 2% oder besser noch 5%. Es gäbe flächendeckende Ganztagsschulen und Kitas die den Namen auch verdient hätten. Die, wie sie heute im Neudeutsch heißen, System relevanten Berufe wie z.B. Krankenpflegepersonal bekämen ein Gehalt, das diesen Namen auch zu recht tragen würde. Die Banken und Großkonzerne würde ich auf das zurechtstutzen was sie sind … nämlich Dienstleister am Menschen und nicht deren Sklavenhalter und -händler. Bei max. einer Milliarde ( die Zahl ist auch noch weiter nach unten verhandelbar) Privatvermögen wäre aller spätestens Schluss. Alles andere bekommt der Staat, also das Volk das diese ganzen Gelder auch erwirtschaftet hat. Wenn jetzt z.B. die Lobbyverbände der Fleischindustrie mit Abwanderung drohen, dann würde ich denen erstmal eine Rechnung schicken über die Beträge die sie vorher durch Subventionen und Steuergeschenke gespart haben. …]

      Und ich hoffe mal, das Du das alles nicht aufgegeben hast. Denn damit, was Du zum Guten verändern würdest, bist Du ja, wie Du bestimmt auch weißt, ja nicht allein. Dazu kommt, das es sich auch wirklich realisieren lässt.

      Zitat von Dir:
      […Danach könnten sie hingehen wo sie wollen, aber hier in Deutschland dürften sie ihre Produkte nicht mehr verkaufen. Wer wie z.B. der Hoeneß in einem solchen Ausmaße Steuern hinterzieht wie er es getan hat, dem Pfände ich sein Privatvermögen und stelle es dem Staat, also den Menschen die er vorher auf's asozialste hintergangen hat, zur Verfügung. Dann müsste er hinterher, wie alle anderen auch, mit einem bedingungslosen Grundeinkommen klar kommen. Die Berechtigung an der Börse zu handeln würde ich solchen Menschen und Konzernen entziehen, weil sie im Vorfeld bewiesen haben, das sie mit dieser Verantwortung nicht umgehen konnten. Man entzieht ja auch Führerscheine. Die Liste wäre noch erweiterbar, aber ich denke Dir ist klar worauf es hinausläuft. Und wer meint das man das alles nicht finanzieren könnte, der hat, mit Verlaub, keinen blassen Schimmer wovon er da redet. …]

      Okay, Deine Reaktion ist komplett nachvollziehbar.

      Was hältst Du davon, wenn man den Menschen nicht verbieten würde zu handeln? Sondern, das Sie nur mit Ihrem Privatvermögen könnten. Das die Menschen, die spekulatieren wollen zum Beispiel, eben auch komplett selbst dafür haften müssten. Wenn das Geld dann weg ist, dann ist es halt auch wirklich weg und nicht das dann dafür auch noch der Staat, also die Gemeinschaft einspringen würde. Der Verlust wird dann auch privatisiert.

      Und mit dem Finanzieren verhält sich sich ja auch wirklich so. Aber das ist ein Thema, wenn ich damit anfange, dann höre ich auch so schnell nicht wieder auf. Dazu gäbe es auch so viel zu sagen, oh man.

      Zitat von Dir:
      […Deine Einschätzung was die Politik ist, ist in meinen Augen extrem naiv. Das steht zwar so auf dem Papier, aber das ist bekanntlich mehr als nur geduldig. Hier mal ein paar Sätze von Larry Summers (https://de.wikipedia.org/wiki/Lawrence_Summers) die die Realität beschreiben und die er am 16.04.2015 gegenüber Yanis Varoufakis nachts in einer Bar in Washington D.C. geäußert hat (nachzulesen in dem Buch "Die ganze Geschichte" von Yanis Varoufakis, das ich jedem nur halbwegs an Politik interessierten Menschen empfehlen kann!): ..]

      Okay, meine Einschätzung was Politik ist, ist in Deinen Augen extrem naiv. Denn es würde ja nur auf dem Papier stehen.

      Und in meinen Augen Wolle, ist genau dieses ,,nur auf dem Papier stehen", naiv und gesellschaftsschädigend, weil rücksichtslos.

      Man kann darüber streiten, aber ich denke, dass das Zusammenleben in unserer Gesellschaft eine Regelung braucht, damit sich darin jeder Mensch entfalten kann, ohne dabei einen anderen Menschen zu schädigen.

      Wenn sich nun Menschen, diese Rechte und diese Rechtsordnung aus der Hand nehmen lassen, dann sind sie bereit, rücksichtsloses und schädigendes Verhalten in Kauf zu nehmen. Einmal gegen sich selbst und aber auch gegen die seiner Mitmenschen. Und vor allem gibt man den Rechtsschutz gegen die Schwächsten in der Gemeinschaft auf.
      Das finde ich nicht nur naiv, sondern das finde ich auch auf eine besonderes schlimme Art verbrecherisch.

      Wenn Du für Dich sagst, das es für Dich eh nur auf dem Papier geschrieben steht und anderen daraus keine negativen Folgen erwachsen würden, dann wäre das Dein gutes Recht, es so zu handhaben. Denn die negativen Folgen würden in diesem Fall ja ,,nur auf Dich" zurück fallen.

      Nur das geschieht so eben nicht.
      Wenn also sich eine Mehrheit der Menschen nicht um die Einhaltung und Wahrung dieser/unserer Grundrechte in der Politik/Organisation kümmert, die ja in unserem Namen(!) handelt, dann machen sie sich mitschuldig. an dem Unrecht das anderen Menschen widerfährt. Deutlicher als an diesen Tagen und den vergangenen Wochen, war das wirklich kaum wahrnehmbarer! Es ist für mich nur noch Verstörend.

      Das ist die Speisung der Organisation/Politik durch einen Teil der Menschen, die sich aus welchen Gründen auch immer und nicht mal unbedingt böswillig oder bewusst, in Ignoranz befunden haben.
      Die Menschen, die immer wieder an die Grundrechte erinnert und deren Einhaltung gefordert haben, müssen jetzt unter der ausführenden Gewalt der Ignoranz leiden.
      Und am allerschlimmsten bei all dem leiden die Kinder. https://www.nachdenkseiten.de/?p=61226
      Wie kann man so etwas nur umsetzen und ihnen das antun? Nach all den Erzählungen, der Menschen denen man so etwas schon angetan hat. Ich kann es nicht begreifen.

      Das macht mich sauer. Und wie. Deshalb empfinde ich Deinen Link zu Larry Summers auch als eine heftige Beleidigung. Auch wenn ich weiß, was Du damit sagen wolltest. Nur interessiert überhaupt nicht, was dieser Mensch alles an kriminellen schon gemacht hat.
      Wenn man Menschen nicht als naiv abtun würde, die sich um sich und damit auch um ihre Mitmenschen Gedanken machen und auch dafür einsetzen, dann würden vielleicht einige der L. S. weniger sein.

      Und was Yanis Varoufakis betrifft, habe ich es mit bekommen und auch sehr viel dazu gelesen. auch weil ich mich selbst engagiert habe.
      Also Zeit gab es genug um "back to the roots" finden zu können. Zurück zur Menschlichkeit. Egal ob im Aus- oder im Inland.

      Zitat von Dir:
      […"Es gibt zwei Arten von Politikern. Insider und Outsider. Die Outsider legen Wert darauf, dass sie ihre Version der Wahrheit frei aussprechen können. Der Preis dafür ist, dass sie von den Insidern ignoriert werden, die die wichtigen Entscheidungen treffen. Die Insider wiederum folgen einer heiligen Regel: Sag niemals etwas gegen andere Insider und sprich niemals mit Outsidern über das, was Insider sagen und tun. Welche Belohnung bekommen sie dafür? Zugang zu Insiderinformationen und die Chance, allerdings nicht die Garantie, wichtige Menschen und Ergebnisse zu beeinflussen. Also, Yanis, welche Art von Politiker bist du?" ..]

      Es interessiert Dich. Und Dir ist das wichtig.

      Nur aus meiner ganz persönlichen Sicht, ist mir das (jetzt) nicht wichtig. Deswegen mag ich darauf jetzt nicht weiter eingehen.

      Denn…
      Zitat von Dir:
      [..Ich kann einen Scheissdreck mitbestimmen in der Politik, egal ob mit oder ohne Parteibuch, weil Menschen mit Ethik und Moral immer Outsider sein werden, egal ob sie morgens ihren Namen tanzen und mit den Bäumen reden.

      ….mir geht es jetzt vorrangig darum, verständlich zu machen, da wirklich jeder Mensch eine Stimme hat. Und zwar immer und die ganze Zeit.
      Nicht nur dann, wenn er mal wieder aufgerufen wird, weil etwas im Argen liegt. Sondern auch außerhalb dessen.

      Und zu dem ist dein Zitat deshalb ganz genau so nicht zu generalisieren! Natürlich kannst Du was mitbestimmen. Und wenn es eine Gruppe von gleich gesinnter Menschen ist, mit denen Du auch nur erstmal Lokal etwas bewegst/bewegen möchtest.

      Schau Dir unsere jungen Menschen, die Bewegung Friday for Future an. Die haben gezeigt, das es geht. Das man sich Gehör verschaffen kann und auch verschafft.
      Die lassen sich nicht unterkriegen. Denen ist es wichtig, egal wie sehr sich erwachsenen Menschen unter aller Kanone verhalten.

      Und <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/wolle/' rel='nofollow'>@Wolle</a>,, ich kann aber dennoch sehr gut nachvollziehen, wenn es Menschen gibt, denen aus sehr gutem Grund momentan jede Hoffnung fehlt.

      Nur eines weiß ich, ich werde nicht zugucken.
      Und deswegen schreibe ich auch Dir. Es verlangt niemand von Dir, Hoffnung haben zu sollen.

      Es wäre aber schon einmal eine große Hilfe, zu verstehen, das es Menschen gibt, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen und sich dafür einsetzen, das dieser jetzige Umstand ein Ende findet.
      Es gibt so viele Menschen, die weit über ihre eigenen Grenzen hinaus gehen, vieles deshalb auch vernachlässigen müssen, ur um diesem Zustand, der sich seit Wochen mit aller Deutlichkeit und vor allem in aller Härte zeigt, https://www.youtube.com/watch?v=FkNxX0zbKqw zu beenden.

      Frag sie mal, warum sie das machen. Und woher sie ihrer Hoffnung nehmen. Ich habe gehört, das auch Hoffnung anstecken soll ;-). Ein Versuch ist es also allemal Wert 🙂

      Und jedem, dem das Mitbestimmungsrecht verwährt wird, sollte erst recht einmal hinterfragen, ob man nicht Jemanden unterstützen kann, der wiederum da gegen seine Stimme erhebt.
      Das würde mit Sicherheit erst mal eher zu einer Veränderung führen, als einem anderen Menschen etwas ,,Übles"
      nachweisen zu wollen.

      Es gibt die Helden auch im Jahr 2020 noch. Vielleicht musst Du nur noch mehr ausfindig machen? Glaub mir wenn du einmal damit anfängst, dann wunderst Du Dich vielleicht, wie viele Helden es eigentlich gibt. Im Kleinen, so wie im Großen!

    • Lieber Wolle, entschuldige bitte, das ich Dir erst heute schreibe. Früher habe ich es leider nicht geschafft. Denn dafür nehme ich mir immer Zeit, damit ich mich auch ganz auf den Beitrag/ Thema konzentrieren kann.

      Wolle sagt:
      22. Mai 2020 at 18:40

      Nachtrag: Den Artikel 20 im GG habe ich nicht vergessen! Es liegt grundsätzlich eine Ausgabe auf meinem Schreibtisch. Aber wie viel das GG in Krisenzeiten wert ist dürfen wir gerade alle erleben. Und wer entscheidet denn wann der Widerstand in welcher Form auch immer gerechtfertigt ist? Das Bundesverfassungsgericht hat sich mit den letzten Urteilen bzw. Ablehnung einiger Klagen dazu eindeutig zweideutig positioniert. Mit dem neuen Vorsitzenden, der z.B. in seiner Karriere an verfassungswidrigen Gesetzen mitgewirkt hat, die von dem Gericht dem er jetzt vorsitzt mit Pauken und Trompeten kassiert wurden, wird die Zweideutigkeit bald ein Ende finden. Und dann? Bewaffnen wir uns und fangen das Hauen und Stechen an? Wohl kaum. Träume finden ihre Grenzen in den Realitäten die sie umgeben.

      Ich antworte Dir mit dem was der Staatsrechtler Prof. Dr. Dres. h.c. Josef Isensee geschrieben hat.
      https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2013/47878421_kw50_grundgesetz_20-214054

      Das Grundgesetz ist für den "Alltag" gemacht. Seine Artikel – und die Gesetze, die auf ihnen fußen, finden jeden Tag Anwendung. Anders ist es jedoch mit Artikel 20 Absatz 4, dem Widerstandsrecht. Es ist für den Ausnahme- und Notfall gemacht und wird auch nur dann wirksam. Doch was heißt Notfall? Worum geht es eigentlich genau bei diesem Widerstandsrecht im Grundgesetz? Wer hat das Recht zum Widerstand? Und: Wann ist dieser legitim, wann nicht?
      Adressat sind die Bürger

      In Artikel 20 Absatz 4 der Verfassung heißt es: "Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist." Gemeint ist die Ordnung der parlamentarischen Demokratie, des sozialen und föderalen Rechtsstaates, die in Artikel 20 Absatz 1 bis 3 genannt werden.

      Der Widerstandsartikel richtet sich an die Bürger – ganz anders als die Regelungen, die gleichzeitig als Notstandsverfassung ins Grundgesetz eingefügt wurden. Während diese die Handlungsfähigkeit des Staates in Krisensituationen stärken sollen, ermächtigt Artikel 20 Absatz 4 ausdrücklich die Bürger.
      Geschützt wird der Verfassungsstaat

      "Sie sind das letzte Aufgebot zum Schutz der Verfassung. Wenn nichts anderes mehr hilft, drückt diese ihnen die Waffe des Widerstandsrechts in die Hand, um ihr eigenes Überleben zu sichern", schreibt der Staatsrechtler Josef Isensee in seinem Aufsatz "Widerstandsrecht im Grundgesetz" im 2013 erschienen "Handbuch Politische Gewalt".

      So setze das Widerstandrecht private Gewalt frei und durchbreche die Bürgerpflicht zum Rechtsgehorsam. Das Ziel: Es geht in Artikel 20 Absatz 4 um eine Nothilfe der Bürger zu dem Zweck, Angriffe auf die Verfassung und die grundgesetzliche Ordnung abzuwehren. Das Schutzgut ist damit eng umrissen: der Verfassungsstaat.
      "Der Widerstandsfall ist ein Staatsstreich"

      Doch in welchen Situationen ist der Widerstand durch Artikel 20 Absatz 4 legitimiert? Laut Isensee geht es um Angriffe, die sich gegen die Verfassung als Ganzes richten und die grundgesetzliche Ordnung als solche von Grund auf bedrohen. "Der Widerstandsfall ist ein Staatsstreich", schreibt er.

      Der Widerstandsfall trete nicht ein, wenn "bei einer Bundestagswahl Unkorrektheiten" auftauchten, die Regierung Grundrechte verletze oder der "Bundespräsident den Bundestag zu Unrecht" auflöse, argumentiert der frühere Bonner Rechtsprofessor. Das allein sei nicht ausreichend.

      Artikel 20 rechtfertigt keinen zivilen Ungehorsam

      "Das Widerstandsrecht reagiert nicht auf einzelne Rechtsverstöße, für die ohnehin Abhilfe besteht." Daher decke es auch nicht den zivilen Ungehorsam, der sich gegen einzelne Handlungen oder Einrichtungen richte, die als "rechtswidrig, unmoralisch gefährlich" empfunden würden – die Abschiebung eines Ausländers etwa, ein Verkehrsprojekt oder der Transport von Nuklearmaterial.

      Um die Frage zu beantworten, wann denn Widerstand im Sinne des Artikel 20 gerechtfertigt ist, geben die letzten sechs Wörter Aufschluss: "…, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist." Es geht also um den absoluten Ausnahmefall: Es müssten "alle Mittel der Normallage" versagen, um die Gefahr abzuwehren, ehe die Bürger zu den "heiklen Mitteln des Rechtsbruchs und der Gewaltsamkeit greifen", betont Isensee. Doch solange "Konflikte noch in zivilen Formen" ausgetragen werden können, das demokratische System intakt ist und solange "friedlicher Protest noch Gehör" finden kann, dürften sie es nicht.
      "Staat soll handlungsfähig bleiben"

      Fast 20 Jahre fehlte ein solcher Widerstandsartikel in der deutschen Verfassung. Vom Parlamentarischen Rat 1949 mit großer Mehrheit zunächst abgelehnt, da man ihn als eine "Aufforderung zum Landfriedensbruch" (Carlo Schmid) ansah, fand er seinen Weg ins Grundgesetz erst 1968 – gemeinsam mit der Notstandsverfassung, den als Zusatz zum Grundgesetz vom Bundestag verabschiedeten Notstandsgesetzen.

      Diese sollen die Handlungsfähigkeit des Staates in Krisensituationen wie dem Katastrophen-, Verteidigungs- und Spannungsfall sichern und dürfen vorübergehend auch Grundrechte einschränken. Aus Furcht vor Missbrauch dieser Notstandsbefugnisse durch die Staatsgewalt war schließlich 1968 auch das Widerstandsrecht eingefügt worden. Doch den Ausnahmefall, die Voraussetzung, die es braucht, um überhaupt greifen zu können, hat es seitdem nicht gegeben. (sas/11.12.2013)
      ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………

      Zitat von Dir:
      [..Und dann? Bewaffnen wir uns und fangen das Hauen und Stechen an? Wohl kaum. Träume finden ihre Grenzen in den Realitäten die sie umgeben. ..]

      Ich hoffe es nicht.

      So träumt jeder wohl verschieden lieber Wolle.
      Meine Träume fangen nicht selten erst bei den vermeintlichen Grenzen erst an.

      Viele liebe Grüße an Dich*

      Ich

    • Zitat von Dir:
      [..Und dann? Bewaffnen wir uns und fangen das Hauen und Stechen an? Wohl kaum. Träume finden ihre Grenzen in den Realitäten die sie umgeben. ..]
      So ist es richtig.

      Ich hoffe es nicht.

      So träumt jeder wohl verschieden lieber Wolle.
      Meine Träume fangen nicht selten erst bei den vermeintlichen Grenzen erst an.

      Viele liebe Grüße an Dich*

      P.S. Das Wort -ich- habe ich vergessen zu löschen. Sorry 🙂

  4. Bitte wo wird behauptet, dass alle die im Zusammenhang mit Covid-19 demonstrieren Rechte sind?
    Haben Sie eine einzige Quelle?
    Es gibt Gruppierungen, die nicht genug differenzieren, da müsste nochmal nachgedacht werden, da würde ich zustimmen.

    Das beste wäre m.E. die paar Rechte die auftauchen friedlich zu separieren.

    Es gibt total gute Linke Onlineplattformen.

    Natürlich wissen wir Linken genau wie gleichgeschaltet viele Medien sind, wenn es um den US-Imperialismus und den Neoliberalismus geht.

    Aber wie merk-befreit muss man sein, wenn man mit dem „Nationalen Widerstand“
    für unser Grundgesetz demonstriert?

    • Als Anarchist der alten Schule konsultiere ich in solchen Fragen Schriften und Erzählungen aus dem Zen-Buddhismus oder Taoismus.

      Eine alte Geschichte erzählt von einem Meister, der bei der Meditation von einer Katze gestört wurde. Damit sie ihn nicht mehr länger beeinträchtigte, ordnete er an, dass man sie während der Abendmeditation draußen anbinde. Auch lange nach dem Tode des alt gewordenen Zen-Meisters wurde die Katze stets während der abendlichen Meditation angebunden. Als die Katze schließlich starb, wurde eine andere Katze beschafft, die wieder während der Abendmeditation draußen festgebunden wurde. Und noch Jahrhunderte später schrieben die Schüler des Zen-Meisters Abhandlungen darüber, wie die Katze während der Abendmeditation anzubinden sei.

    • Das hier passt zum Thema Gleichschaltung und Diffamierung aller Demonstranten, ich würde mich gerne hier noch dazu äußern;

      https://deutsch.rt.com/inland/102692-kritik-an-bill-gates-linken/

      Andrej Hunko ist ein Grund die Linke zu wählen.

      Ohne solche wie ihn bräuchte es die ganze Partei nicht.

      Die Demos sind erlaubt, es waren keine Nazis da, die Menschen haben sich geschützt.

      Er darf zum Umgang mit Dr Wodarg eine kritische Haltung haben, es muss auch nicht jeder Bill Gates als Mutter Teresa ansehen.

      Diese vehemente Kritik verlangt nach einer innerparteilichen Gleichschaltung, die für eine linke Partei nicht hinnehmbar ist.

      Am Anfang der Krise war es m.E. im Sinne der Allgemeinheit die Regierung mal nicht mit Kritik noch mehr unter Druck zu setzen, sondern sie dort wo möglich in ihrem Handeln positiv zu bestärken.
      Mit einem Jair Bolsonaro wäre das nicht gegangen.

      Aber das muss doch jede/r so halten dürfen wie er/sie möchte eigentlich.

      Der Shutdown war eh nie für längerfristig geplant, die 2 Monate waren schon viel länger als ich das erwartet habe, natürlich brauchen wir unser Leben zurück.
      Tests und Masken wären gut.

      Drecksvirus!

    • @ Schattenkrieger

      Manchmal ist das Schwert bringen leider schon auch wichtig.

      Vielleicht hätte man herausfinden sollen wieso die Katze beim meditieren nervt.

      Liebe Grüße

    • Sehr hilfreich und nützlich das Schwert bei "Gordischen Knoten" usw., bezüglich der Katze müsste man sich fragen weshalb man sich wieder eine beschafft und welchem Zweck sie dient….

      Ebensolche Grüsse…B-)

    • Andrej Hunko ist die Ausnahme die die Regel bestätigt. Oder eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Die Partei Die Linke hat sich im Zuge der Corona-Krise für mich als unwählbar positioniert. Ich wähle keine der aktuell im Bundestag sitzenden Parteien mehr. Die Linke hat ihren Platz am Trog zugeteilt bekommen und scheint nach Lage der Dinge auch sehr zufrieden damit. Wer in diesem Land mitspielen will muss sich halt den Regeln des Systems unterwerfen. Und die Kipping z.B. hat diese Regeln schon bestens verinnerlicht. Ein Bodo Ramelow macht auch nichts anderes wie alle anderen Ministerpräsidenten. Damit hat Die Linke eine riesige Chance verpasst neues Wählerpotential zu erschließen. Linke Politik in Deutschland ist schon seit der Weimarer Republik im entscheidenden Moment ein Totalausfall. Ich könnte heulen vor Enttäuschung und Wut darüber, wenn ich nicht in der Vergangenheit schon zu viele Tränen vergossen hätte.

    • @ Wolle

      Also erst mal habe ich nicht begriffen was für ein System Sie gerne hätten.

      Dann verstehe ich nicht wieso Sie die Linke angreifen?

      Die Partei die Linke hat Covid 19 als gefährlich eingestuft, ist es das was Sie kritisieren?

    • Nein, das ist es nicht was ich kritisiere. Ich kritisiere das z.B. Frau Kipping mir der selben Polemik, den selben Pauschalisierungen und den selben Diffamierungen arbeitet wie die Bundesregierung. Kritisiert die Hygiene-Demos und andere Proteste und redet dabei von "rücksichtslos gegenüber Minderheiten und sozial Schwachen." Finde ich hochinteressant, dass Frau Kipping genau weiß wo diese zu verorten sind. Eventuell sollte sie mal auf eine dieser Demos gehen, um sich ein eigenes Bild zu machen. Nächstes Wochenende in Oldenburg wäre eine gute Gelegenheit bei der menschenwuerde-demo.de. Und es gibt außer Andrej Hunko keinen Dissens und Diskurs zu dieser Meinung innerhalb der Partei. Jedenfalls habe ich von einer ernsthaften Debatte dazu keinerlei Anzeichen gefunden. Wenn das die Politik der Linken sein soll und die Art und Weise wie man Menschen anderer Meinung behandelt, dann ist Die Linke gescheitert in ihrem Ansinnen für allen Menschen ein Gegenpol zur Neoliberalen, also rechten Politik in diesem Land zu sein.

      Andrej Hunko selbst sagt u.a.: "Auf unserer Kundgebung waren ärmere und verletzliche Teile der Bevölkerung definitiv überrepräsentiert. Viele kannte ich von meinem Engagement gegen die Hartz-IV-Gesetze. Andere waren dort, weil sie ihre Angehörigen nicht besuchen dürfen oder weil sie dringende medizinische Behandlungen verschieben mussten. Wenn wir über Schutz der Schwachen reden, müssen wir doch das ganze Bild sehen, nicht nur die Corona-Gefahr."

      Dem kann ich nichts hinzufügen.

    • Nachtrag zu Frau Kipping: Frau Kipping wäre sehr gerne eine Insiderin, wie auch viele andere in der Führung der Partei Die Linke, dafür muß man, wie weiter oben ausgeführt, aber die auch die Regeln der Insider befolgen. Das tut Frau Kipping und Die Linke ganz eindeutig in der Corona-Krise. Um einer der Insider zu werden muss man einen Teil seiner Ethik und seiner Moral aber über Bord werfen. Anders gesagt, man muss über ein paar Leichen gehen. Und um sich diese Leichen schön zu reden, vor dem eigenen Restgewissen, ist es nötig diese Leichen im Vorfeld in die Schmuddelecke zu schieben.

    • @ Wolle

      Sry, aber das stimmt so nicht ganz; Sahra Wagenknecht hat letztlich bei Anne Will deutlich darauf hingewiesen, dass nicht alle die bei den Demos mitmachen zu kritisieren sind.

      Wenn es nach mir ginge wäre sie Linken-Chefin (trotz Meinungsverschiedenheiten), neben vielleicht Alexander Neu, angesichts dessen dürfte meine Meinung zu Katja Kipping erkennbar sein, ohne unfreundlich zu werden.

      Aber, welche Handlungsweisen der Linken sie genau kritisieren habe ich noch immer nicht begriffen.
      Wenn Sie die Gefährlichkeit des Virus nicht bezweifeln, dann müssten Sie doch auch eigentlich mit Schutzmaßnahmen einverstanden sein, oder?
      Die wirtschaftlichen Hilfen gerade für kleine und mittlere Unternehmen, denen die Linke zugestimmt hat waren doch auch richtig, oder sehen Sie das anders?

    • Wenn das nicht zu begreifen ist aus dem was ich geschrieben habe, dann wird es schwierig. Ich denke aus meiner Antwort und dem Nachtrag wird mehr als deutlich was ich vorwerfe.

      In Oldenburg z.B. waren ca. 500 Menschen. Ein Querschnitt der Gesellschaft. Von jung bis alt, von arm bis reich, von krank bis gesund. Familien mit Kindern, Pärchen und einzelne Personen. Da waren mit Sicherheit auch 2-3 Rechte dabei. Die waren für mich zumindest klar ersichtlich. Wenn mehr da waren, dann haben die sich in keinster Weise zu erkennen gegeben oder hervorgetan. Es gab auch keinerlei aggressive politische Parolen oder Vergleichbares. Die für mich klar ersichtlichen Rechten haben die Veranstaltung auch vorzeitig verlassen. Also waren jetzt die 498+/- alle "rücksichtslos gegenüber Minderheiten und sozial Schwachen." Und die 2-3 Rechten haben allen anderen Teilnehmern den "rechten Verschwörungstheoretikervirus eingehaucht? Und die ganze Veranstaltung und ihre Teilnehmer waren somit abzulehnen!? Das hat in meinen Augen ungefähr so viel mit linker Politik zu tun wie der Rechtsabbiegerpfeil. Diese Menschen waren aus den verschiedensten und vor allem berechtigten Gründen dort, wie es auch Andrej Hunko beschrieben hat. Wer das kritisiert ist meiner Ansicht nach kein echter Linker.

      Und zu den Maßnahmen: Wenn sie in ihrer Form jemals gerechtfertigt waren, dann wenn überhaupt 1-2 Monate früher. Außerdem war die Art und Weise, meines Erachtens nach, nicht konform mit dem Grundgesetz. Und dieser Meinung sind auch viele Juristen von Rang. Das Netz ist voll damit. Ganz persönlich halte ich den Virus tatsächlich für weit weniger gefährlich, wie das was aus ihm gemacht wird. Und die Maßnahmen insgesamt somit für total überzogen. Auch ich muss mich da auf die Aussagen der entsprechenden Fachleute verlassen. Und das tue ich seit Beginn der ganzen Geschichte. Der Pool aus dem ich da schöpfen kann ist riesig.

      Das Die Linke und ihr Parteivorstand aber genau so Drosten/Wieler hörig ist wie die Regierung, und alle anderen Fachleute missachtet, lässt ebenfalls sehr tief blicken. Was für ein linkes Demokratieverständnis soll das denn bitte schön sein!? Freiheitlich demokratische Grundordnung, Pluralismus, Dissens, der Souverän das Volk … klingelt da nicht irgendetwas!?

      Sorry, aber wer zu den linken Insidern gehören will, kommt nicht umhin einen großen Teil seiner Stammwähler zu verraten. Beste Beispiele dafür, wie das mit dem Verraten abläuft, sind die SPD, die Grünen und insbesondere die Person Joschka Fischer. Und wenn ich eins ganz gewiss aus der Geschichte gelernt habe, dann das sie sich wiederholt. Die Partei Die Linke ist auf dem besten Wege sich anzupassen und beliebig zu machen. Wer das nicht erkennt, der muss, zumindest nach meinem Dafürhalten, wirklich mal die Fanbrille absetzen.

    • Nachtrag: Ja natürlich war die Zustimmung zu den wirtschaftlichen Hilfen für kleine und mittlere Unternehmen richtig. Aber die war auch ein Selbstläufer. Das sind ja wohl, wie man so schön sagt, die Basics. Aber mit der Ausgrenzung und Diffamierung so vieler Menschen hat Die Linke für mich eine dicke rote Linie überschritten. Auf was für einem hohen Pferd wird da denn gesessen, wenn z.B. Frau Kipping entscheidet wer zu den guten "Minderheiten und sozial Schwachen" gehört!? Allein bei der Wortwahl platzt mir wirklich die Hutschnur! Die Menschen sind nicht sozial schwach, sie sind ökonomisch schwach. Und nach meiner Erfahrung sind es die ökonomisch Starken in diesem Land die sozial schwach sind! Was denkt sich diese Frau überhaupt!? Und wo ist der Aufschrei in der Partei der das anprangert!? Seit dieser Virus am rotieren ist vermisse ich diesen Schrei. Es gäbe Plattformen genug wo man sich hätte positionieren können, aber außer dem Hunke ist da nichts! Meinetwegen noch der Auftritt von Frau Wagenknecht in der "System-Monolog-Show" von "Anne Will und kann nicht". Aber wie mit der Frau bei den Linken umgegangen wurde, brauche ich hier bestimmt nicht zu erläutern. Nein, das ist in meinen Augen nicht nur zu wenig, sondern ist ein veritabler Tritt in den Hintern der Menschen. Ich habe diese Partei seit ihrem Bestehen immer gewählt, aber das kann ich nun nicht mehr verantworten.

  5. Hier ist ein wirklich guter Artikel!
    Der ganze Artikel erklärt. Das hier ist nur ein Ausschnitt.
    ……………………………………………………………………………….

    Deutungshoheit: Die 14 Kanonen der Coronaschlacht

    Von Oliver Kuhnert.

    Die Meinungs- und Entscheidungselite greift seit Beginn der Proteste gegen die Corona-Schutzmaßnahmen zu einem besonders infamen Mittel: zu einer die eigene Verantwortung negierenden Skandal- und Katastrophenumkehrung. Nicht die unbegründete und fortdauernde Einschränkung der Grundrechte oder der unermessliche Schaden, den die Bevölkerung durch die Schutzmaßnahmen erfährt, sind das Problem, sondern der Protest dagegen; nicht das Staats- und Regierungsversagen sind das Problem, sondern eine Dienstrechtsangelegenheit (Causa Kohn); nicht der Niedergang der Demokratie, gleichsam ihr Tod, ist das Problem, sondern eine symbolische Grabsteinlegung (Protestaktion in Stralsund). Das ist Rechtsverhöhnung und Volksverhöhnung. …]

    […Es ist die Schicksalsstunde der Opposition, der rechtsstaatlichen Opposition. Sie muss unaufhörlich wachsen, und sie muss vor allem die Reihen schließen. Denn von keinem Nebenmann geht im Moment eine größere Gefahr aus als von der Obrigkeit. Es ist der Bürger, der um seine Existenz kämpft. Wenn uns selbst dieser kleinste gemeinsame Nenner nicht eint, dann sind wir verloren.
    https://www.achgut.com/artikel/deutungshoheit_die_14_kanonen_der_coronaschlacht

    Oliver Kuhnert, geboren 1979, hat in Berlin Germanistik und Philosophie studiert (Magister) und ist als Autor, Künstler und Trainer tätig.
    Foto: Pixabay

  6. Mahlzeit!

    Ich habe mir gerade die Kommentare durch gelesen. Dabei habe ich mich gefragt, wissen sie denn gar nicht, das sie, und zwar jeder Einzelne von ihnen eine starke Stimme haben? Wissen sie denn gar nicht, das jeder Einzelne von ihnen auch gesehen und gehört wird?

    Bitte , bitte macht euch klar, das ihr sehr wohl gesehen und gehört werdet! Und zwar wirklich jeder Einzelne von Euch!
    Was meint ihr denn warum man zu diese unterirdischen Kampagnen raus haut?!

    Man nimmt Euch ernster als Ihr Euch anscheinend selbst ernst nimmt? Liege ich da richtig?

    @ Wolle
    Du schriebst:
    [..Auch mein größter Wunsch ist eine halbwegs vernünftige Entwicklung, aber wie Dir fehlt mir die Hoffnung. Seit ca. 35 Jahren verfolge ich das politische Geschehen auf dem Globus und natürlich insbesondere das in Deutschland. Mitte der 80er keimte da mit den Grünen etwas Hoffnung auf, aber die hat sich, wie der Pazifismus bei den Grünen, in alle Winde verstreut. In diesen ganzen Jahren hat sich die Politik nur in eine Richtung bewegt, was sich unter anderem sehr gut an der deutschen Parteienlandschaft ablesen lässt. Den vorläufigen Höhepunkt dieser Entwicklung dürfen wir alle gerade erleben. Die Wahrheit ist und war dabei immer und grundsätzlich das erste Opfer. Weitere werden folgen.
    Ich weiß nicht wo das alles enden wird, oder besser, ich weiß es schon, aber ich traue mich noch nicht es auszusprechen. Ich habe u.a. durch Bertolt Brecht viel gelernt, aber wollte und konnte mir nicht vorstellen, das wir in ähnlich finstere Zeiten zurückfallen wie er sie erleben musste.

    Wenn Dein größter Wunsch ist, das sich eine halbwegs vernünftige Entwicklung einstellt, dann frage ich Dich, warum verfolgst Du denn nur die politische Entwicklung so eingleisig? Du hängst diese ganze Schwere des gesellschaftlichen Lebens ausschließlich an den Parteien auf. Warum handhabst Du es so?

    Hier fehlt doch das Gegengewicht und das Wichtigste überhaupt, nämlich Deine Lebenswelt. Aus dieser Lebenswelt speist sich doch erst die Politik.

    Du machst es hier anders herum. Aus der Politik speist Du die/Deine Lebenswelt. So kann es ja auch nicht funktionieren.

    Lieber Wollle, ich bin Dir gerade von Herzen dankbar, das Du Deine Gedanken mit mir geteilt hast! Weil das bedeutet und verdeutlicht, wie Dein größter Wunsch zur Realität werden wird.

    Nicht die Politik muss gespeist werden, sondern unsere Lebensumgebung braucht jetzt alles an Speisung, was nur möglich ist. Und diese Speisung besteht aus Zutrauen, aus Gehör und Spiegelung eines Jeden von uns. Und ganz wichtig. aus ganz viel Verständnis!

    Allgemein= lass Dir nicht einreden, das Deine Stimme nichts zählt. Denn genau das Gegenteil ist der Fall!
    Öffne wirklich die Augen und schaue Dich um, dann springt es Dir überdeutlich entgegen*.
    Und lasse Dir nicht in Deine Karten gucken, Big Brother ist watching you ;-).

    …..
    Zitat:
    Icke Rund sagt:
    20. Mai 2020 at 20:02

    Der Widerstand sollte sich breit aufstellen, damit die, bis hier her "führenden Köpfe", sich ab und zu aus der "Schusslinie" ziehen können.

    Das ist eine alte Taktik, die hier eingesetzt wird, der wir mit neuen "Mitteln" begegnen sollten.
    Antworten

    wolfcgn sagt:
    21. Mai 2020 at 02:06

    Richtig ist, er muss auf sich aufpassen! "breit aufstellen" ist gut gemeint, aber wer könnte Kens quirlige künstlerische Natur und seinen extremen Eifer ersetzen.
    Zitat Ende…

    @ wolfggn

    Diese Natur ist einfach nicht zu ersetzen. In diese ,,Schuhe" passt einfach kein Anderer. Da und in dieser Mischung sind wir zum Glück alle ganz einzigartig. Es gibt vielleicht Ähnlichkeiten, aber ansonsten denke ich, no way.

    @ Icke Rund

    Unsere ,,neuen Mittel" ist unser Menschlichkeit. Was ist stärker als ein Team, das sich ihrer menschlicher Qualitäten bewusst ist.
    Und was ist stärker als ein Team, das schon längst erkannt hat, das es den Zombieismus, der verbreitet werden soll, dankend ablehnt.

    Deshalb doch auch diese ganzen Zombie-Artikel in den Blättern. Schaue /Schaut Dir/ Euch diese ,,Artikel" doch mal genau an.
    Hat das noch irgendwas mit unserem Leben zu tun? Ist die Grundlage dieser wirklich verkommenen und verwahrlosten Artikel noch irgendwas real gesamtgesellschaftlichen Ursprung? Sollten wir da nicht ganz klar und selbstbewusst aufzeigen, auch in unseren Kommentaren, das hier auf unserem Tarrain, einen solchen Umgang nicht hin- und schon gar nicht annehmen?!

    Und Icke Rund, aus meiner Sicht heraus sind wir alle führende Köpfe. Und das sind wir auch schon immer gewesen.
    Was hat Herr Jebsen denn die ganze Zeit gemacht? Er zeigt doch auf und erinnert uns doch auch die ganze Zeit immer wieder daran, das wir, also jeder von uns, die ,,Selbstverwalter" unseres eigenen Lebens sind. Und wir die Selbstverwalter leben doch Tür an Tür, dicht an dicht.

    Wir! und kein Journalist führt unser Leben. Wir! und keine Politiker wiegen unsere Kinder in den Schlaf . Wir! und keine Stiftung, egal wie sie auch heißt und von wem sie ist, achten auf unsere Gesundheit.
    Wir! und kein Richter hören aufmerksam erfahrenen Menschen zu.
    Wir! und keine neoliberale Ideologie lebt unsere tiefsten Gefühle. Wir! und kein Mitarbeiter vom Ordnungsamt küssen stürmisch oder ganz zärtlich unsere Liebsten.
    Wir! und kein Experte streicheln unserer Mutter und dem Papa liebevoll über die so vertraute Wange und brenne uns diesen Moment ins Gedächtnis und in unser Herz ein.

    Lieber Icke Rund, wo sollten wir da wohl mit unserem Leben, was wir täglich, stündlich, minütlich haut nah leben, keine führende Köpfe sein?
    Ich denke, das wir unserer ,,neuen Mittel" nur wieder ganz nah zu kommen brauchen. Denn werden wir sehr wahrscheinlich erkennen, das sie so neu gar nicht sind. Und das wir dann schon von ganz allein sofort wieder wissen was wie und wo einzuordnen ist. Was innerhalb des Lebens seinen Raum hat, was nach Außerhalb gehört, was allein und was gemeinsam sein, erfüllt und trägt.

    Und wenn ich fühle, wie ich in meinem Herzen einen Freund beschütze. weiß ich plötzlich von ganz allein, wie ich ihm beistehen kann.

    • Ich hänge das nicht nur an der Parteienlandschaft in Deutschland auf, sondern sage das man es daran sehr gut ablesen kann. Wenn sich die Politik oder die Parteien, wie Du es nennst, durch meine Lebenswelt speisen würde, dann sehe es in diesem Land gänzlich anders aus. Das tut es aber nicht, weil die Politik und die Parteien sich einen feuchten Dreck um meine Lebenswelt kümmert oder sich dafür interessiert wie meine Lebenswelt aussieht. Die Realität in unserem Land ist folgende:

      Laut Artikel 21 des Grundgesetzes, wirken die Parteien bei der politischen Willensbildung mit. Das Nähere sollen Bundesgesetze regeln. Von 'wirken mit' kann wohl längst keine Rede mehr sein. Das Gegenteil ist die Realität. Nichts passiert mehr ohne die Parteien, sie bestimmen wie selbstverständlich das gesellschaftspolitische Bild in unserem Land. Unsere demokratische Grundordnung jedoch, die so oft bei allen passenden und unpassenden Gelegenheiten Erwähnung findet, basiert auf der Gewaltenteilung. Diese ist jedoch faktisch durch die Parteien ausgehebelt. Nur ein Beispiel: Unser Verfassungsgericht und der Bundesgerichtshof, also die 3. Gewalt, die Judikative, sind dem Grundgesetz nach unabhängig. Sie werden aber von der jeweiligen Regierung nach Parteiproporz besetzt und erst nach Absprache mit den Parteien berufen. Ein Schelm, wer böses dabei denkt! Viele weitere Einrichtungen des Öffentlichen Rechts, wie z.B. Fernseh- und Rundfunkräte, werden nach dem gleichen Muster personalisiert. Sogar bis in die Redaktionen dieser Häuser reichen diese Handlungsmuster. Andere Beiräte in denen, wie es so schön heißt, gesellschaftliche relevante Gruppen vertreten sein sollen, 'erleiden' dieselbe Zusammensetzung. In manchen Regionen, um das mal überspitzt zu formulieren, werden sogar die Kirchenchöre nach Proporz besetzt. Damit wird dann ganz deutlich, dass nicht die Kompetenz sondern das Parteibuch das wichtigste Kriterium für eine Besetzung freier Stühle ist. Und das wird sogar bei Besetzungen für Organe unseres Grundgesetzes praktiziert. Beispiele dafür kann man in regelmäßigen Abständen immer wieder der Tagespresse und anderen Medien entnehmen. Aber es werden immer nur allein die Umstände erwähnt. Eine Kommentierung oder Würdigung solcher Machenschaften findet nicht statt. Die im Bundestag vertretenen Parteien sehen Zurückhaltung in solchen Fragen eher als Schwäche an. Genau das ist aber einer der Gründe, die zur 'Parteienverdrossenheit' geführt hat. Nicht die immer wieder beschworene 'Politikverdrossenheit', die es in der Form meiner Meinung nach nicht gibt, sondern eben die 'Parteienverdrossenheit' ist der Grund dafür, dass sich große Teile der Bevölkerung bei wichtigen politischen Ereignissen, und das sind z.B. Wahlen, einfach ausklinken. Dazu schweigen aber die Parteien, weil sie deswegen auch keiner Leistung des Staates entbehren müssen, egal ob alle Wähler oder nur die Hälfte der Stimmberechtigten sie ins Parlament gewählt haben. Und das schlimme an dieser Situation: Niemand, wenn nicht die Parteien selbst über ihre gewählten Abgeordneten, könnte da Abhilfe leisten! Wer glaubt das sich daran nochmal etwas ändern wird, ist ein grenzenloser Optimist. Ich ganz persönlich halte mich für einen Realisten und nicht für einen Träumer. Verstehe mich nicht falsch, ich träume viel und gern, aber in meinen 50 Lebensjahren habe ich die Erfahrung gemacht, das es niemanden von denen die die Macht hätten etwas zu ändern, interessiert was ich träume. Zusammenfassend könnte man auch sagen: Wenn Wahlen in diesem Lande etwas ändern könnten, dann hätte man sie längst abgeschafft.

    • at Wolle

      Word II, was immer das bedeuten mag, ich gehe mal von einer Art Prädikat aus, so meine ich das zumindest.
      Exakt auf den Punkt.

  7. Die "Bild" für Pseudointellektuelle meldet sich nun also zu Wort und möchte von der Bekanntheit KenFM's profitieren..? Nun gut, so sollte man doch ein wenig ihrer Spendenzuwendungen von Dollar Bill Gates zugesprochen bekommen, denn da stecken doch juristische Tatbestände drin, oder?

    "zum Angriff auf ein Kamerateam der "heute-show" gibt es womöglich eine neue Spur: … Ken Jebsen"
    Wegbeschreibung zum Studio, Verschwörungstheoretiker …

    Den Namen auszuschreiben.. meine Güte, Ken hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, daß er Halbiraner ist und ehrlich gesagt, falls man sich mal auf der Straße trifft, fällt mir der Künstlername garantiert leichter ein. (Aber ich versuch' mir auch den bürgerlichen zu merken.)

    Was ist aus der Bildauswertung geworden?
    https://www.n-tv.de/politik/Abdelkarim-spricht-ueber-Angriff-auf-ZDF-Team-article21760630.html ( -> letzter Absatz)
    Was hat der Spiegel da ermittelt :))

  8. Auch wenn das kaum noch jemand weiß:
    Der "Spiegel" und sein propagandistisches Wirken zeigte sich schon in den 1980er Jahren, als dessen Redaktion & "Journalisten" auf den Virus-Zug von "HIV = AIDS" sprangen und massiv in Deutschland verbreiteten.

    Explizit die Spiegel-Propaganda wird auch dokumentiert in der. anfangs als Prädikat "Wertvoll" ausgezeichneten, "veralteteten?" Film-Doku "Die AIDS-Rebellen":
    https://www.youtube.com/watch?v=3H8kmwK2UrI

    Vorteil für den "Spiegel" damals:
    Der Fokus lag rel. bald "nur" auf Schwule, intravenös Drogen-Abhängige (Fixer/-innen) in Industrie-Staaten und auf Schwarze in Afrika. Allein das schon eine gewisse Paradoxie, weil in der sogen. "westl." Welt zu schier 90% nur Männer davon betroffen waren, in Afrika aber Frauen und Männer zu quasi jeweils 50%.

    Egal: Die Entwarnung für Hetero-Sexuelle Weiße zeigte sich relativ bald. Genauso wie – da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich – für sogen. "Sex-Arbeiterinnen" (Prostituierte) in der sogen. westl., "weißen" Welt.

    Die weißen Heterosexuellen konnten sich also früher oder später in ziemlicher Sicherheit wähnen, und die "Risikogruppen" ihrem (pharma-ausgeliefertem) Schicksal überlassen. Weißer Mann und weiße Frau fühlte sich nicht mehr wirklich betroffen.

    Warum sich das beim global tödlichen Sars-Cov-2 nicht ebenso verhält?!? ? – wer weiß?!?

    Ich jedenfalls (noch) nicht.

    • Wobei es schon "journalistische" Pressemeldungen gibt wie diese:
      https://www.liebesleben.de/corona/corona-und-sex/

      Ganz nach dem Motto der wohlwollenden Fürsorge von "Autoritäten":

      "Sorge dafür, dass Todesangst wie ein Damokles-Schwert
      über dem Liebesnest schwebt,
      und du hast die Menschen total im Griff!"

      Ein Glück, dass ich schon so alt und lebenserfahren bin, dass ich mich von solch idiotischer Angstmacherei nicht mehr ins Bockshorn jagen lasse.

    • Es ist wahrlich keine Neuigkeit, dass der Spiegel schon so manchen Vogel abgeschossen hat und mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen pflegt. Wenn die ursprüngliche Basis, sprich das "who is who" eines vermeintlichen Nachrichtenmagazins aus alt Nazis besteht, darf man sich über Propaganda und deren Ausrichtung nicht wundern. In leitenden Funktionen befanden sich "schillernde" Figuren wie z.B. Friedrich Karl Grosse, Chef des damaligen "Auslandspresseclubs“ unter NS-Aussenminister Rippentrop, oder Erich Fischer als ehemaliger SS-Sturmbannführer und Leiter der Abteilung "Deutsche Presse“ im Propagandaministerium. Was sich seit damals geändert hat ist die Qualität der verbreiteten Propaganda und die perfide flächendeckende Verbreitung derselben, weltweit. Der Spiegel ist nur ein "kleines" Rädchen im weltweiten Propagandanetzwerk.

      TIME Editor Literally Admits He’s For Gov. Propaganda!
      https://www.youtube.com/watch?v=ZCQJm1B29p8

      Medien in Deutschland: Das Transatlantik-Netzwerk
      https://swprs.org/netzwerk-medien-deutschland/

  9. Dem SPIEGEL hilft bestenfalls nur noch eine DarmSPIEGELung 😉
    Und dann raus mit den nekrotischen K(r)ampfadern.

    Andernfalls — soll dieses verkommene Relotius-Kackblatt doch in der Bedeutungslosigkeit des Mainstreams verschwinden!
    Die verdienen auch weiterhin ihre Kohle mit werbefinanzierten Lügen und Intrigen.
    Schließlich will die Spiegel-Journaille weiterhin kostenlos Porsche fahren dürfen.

    Wen interessiert denn der Spiegel noch? Höchstens diejenigen Mitaufreißer, die auf verkommene Quellen und Maulhuren verweisen wollen.

  10. Was jetzt Not tut, zumindest aus meiner Sicht, wäre das Ken erstmal abtaucht, zumindest sich von kleinen Demos, grade in Berlin fernhält.
    Ich möchte hier nur an John Lennon oder auch Rudi Dutschke erinnern. Da haben die Schweineblätter auch gehetzt bis das Blut aus den Seiten lief. Das Ergebnis kennen wir leider alle. Stell Dich der Macht in den Weg, der Gier, der Korruption, und Dein Leben wird spannend bis existenzbedrohlich.

    • Wenn jemand aus dem geistigen Schussfeld genommen werden soll, müssen wir einfach alles unterlassen, Aufmerksamkeit auf diese Person zu lenken.

      Das muss Herr Jebsen in eigen Verantwortung entscheiden, wo er hingeht, was er sagt etc.

      Bald ist Pfingsten vorbei und damit kommt hoffentlich über uns alle, der "heilige Geist".

      Die Kreuzigungssaison der Christenheit, in der sie immer geneigt ist, diejenigen, welche den Fortschritt
      bringen und die geistige Erneuerung und Gleichwertigkeit der Menschen fordern, ans Kreuz zu nageln,
      ist ja schon vorbei.

      Jedoch könnte die Kanzlerin, als sie von der 2. Welle sprach, gemeint haben, das es in dieser Kreuzigungssaison zu viele Jesi gab und wir schon mal die "Dornencoronen", beim Flechter in Auftrag geben sollen.

      Ich kann uns alle dazu beglückwünschen, das sowohl Angela Merkel, Bill Gates und Ken Jebsen, stand meiner Informationen, noch am Leben sind !!!

      Ich wünsche allen Christen ein frohes Pfingstfest und mögen sie, mit Hilfe des heiligen Geistes erkennen, das wir seit 2000 Jahren, in einer geistigen Wiederholung feststecken. Damit terrorisieren und zerstören wir, in meiner Wahrnehmung, unsere die Umwelt und werden Mutter Erde lästig.

      Wir sollten, eingedenk der chinesischen Kosmogonie:
      Zitat: Die Menschheit war das Ungeziefer am Kleid der Schöpfung / Zitatende fragen:

      Wollen wir das ?

      Mein Gefühl sagt mir, das geht noch besser.

    • In der Tat sehe ich das auch so. Aber. Einerseits wird eine neu Etape in dem Kampf gegen Ken eingeläutet ( offener, schmutziger, ja sogar lebensbedrohlich). Andererseit sieht es so aus als hätten die anderen Mitteln bis dato nicht funktioniert haben ( anscheinend besucht Ken keine Bordelle, raucht kein Cannabis und des gleichen…). Aus eigener Erfahrung(Poizei) bin ich sicher, dass Ken schon längst ausgwspäht wird.

      Gleichwohl denke ich, dass Ken weiter machen wird. Und jetzt gerade mehr auf Soziale, Umwelt und Kultur-Themen zu setzen finde ich eine richtige Strategie.

      Weil der Druck auf Ken steigt, muss auch unsere Unterschtützung (materiel !!!!! oder/und Spirituel) steigen.
      Eine Strafanzeige wird mehr Kopfschmerzen bringen, weil kein Aussicht auf erfolg.

      Für mögliche Schreibfehler entschuldige ich mich.

  11. Sehr geehrter Herr Gellermann,
    für den Spiegel geht es um sein Geschäftsmodell an sich, das wirtschaftlich bald nicht mehr tragfähig sein wird.
    Die Mediadaten zeigen einen Sinkflug. Die Anzeigenkunden brechen weg. In der Bahn oder im Flieger beibt nicht nur der Spiegel meistens liegen.
    Einen Aufstieg hatte der Spiegel mit investigativem Journalismuns , der manchen Skandal auslöste. Man war gespannt auf die nächste Ausgabe. Daraus ist ein Werbeblättchen wie eine kostenlose Wochenzeitung geworden, die man ärgerlich im Briefkasten findet. Persönlich widerte mich die Ausgabe mit dem Titel "Deutschland muss wieder töten lernen" an.
    Danach habe ich keine Ausgabe mehr gekauft.

    • Hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm
      https://www.welt.de/satire/article95837/Deutsche-haben-das-Toeten-verlernt.html

  12. Der Widerstand sollte sich breit aufstellen, damit die, bis hier her "führenden Köpfe", sich ab und zu aus der "Schusslinie" ziehen können.

    Das ist eine alte Taktik, die hier eingesetzt wird, der wir mit neuen "Mitteln" begegnen sollten.

    • Richtig ist, er muss auf sich aufpassen! "breit aufstellen" ist gut gemeint, aber wer könnte Kens quirlige künstlerische Natur und seinen extremen Eifer ersetzen.

    • Richtig, Icke Rund, sehr guter Vorschlag.

      Jede Verwaltung, jeder Konzern, jede größere Organisation sorgt zuallererst dafür, dass man möglichst niemanden von ihnen wirklich packen kann, d.h. für das, was er tut, zur Rechenschaft ziehen kann.

      Aber die ehrliche Bürgerbewegung hält immer ihren Kopf hin, immer dieselben Köpfe. Damit die anderen stets genau wissen, wo sie munter draufschlagen können.

      Deshalb plädiere ich unermüdlich dafür, ernst zu nehmen, was Prof. Rainer Mausfeld sagt: dass nämlich die Herrschenden sich und ihre wahren Absichten unsichtbar machen. Da sollten wir es ihnen wenigstens insofern gleich tun, als wir Verwirrung stiften, indem wir immer wieder unsere Gallionsfiguren auswechseln und durch neue ersetzen. Denn sind es mehrere (am besten unübersichtlich viele), weiß die Gegenseite immer weniger, auf wen sie denn nun ihre Angriffe konzentrieren soll.

      Und, wolfcgn, so hilfreich sind Ken Jebsens Aktionen in letzter Zeit nun auch wieder nicht, wenn sie von der Mehrheitspropaganda so locker marginalisiert werden können. Er macht(e) sonst einen exzellenten Job, täte aber gut daran, sich öfter auch mal wieder zurückzunehmen, aus der Schusslinie zu nehmen.

  13. RT stellt die für mich plausibelste These auf: daß es sich bei dem Angriff um eine Verwechslung handelt. Wahrscheinlich dachte man KenFm oder RT erwischt zu haben, denn das ZDF hatte sich wie RT einen ZDF Sprecher zitiert unkenntlich gemacht (kann das jemand bestätigen?), wahrscheinlich um ungestört bei den Demos ihre Hassbeiträge drehen zu können. Tja so ging das dann wohl nach hinten los. Die Ironie des Schicksals.

    Für den Spiegel spielt das keine Rolle, dann werden eben Linksextreme mit KenFm assoziiert, der ja permanent von selbigen Medien in die rechte Ecke gestellt wird. Daß man beim Spiegel nicht 1 und 1 zusammenzählen kann, wage ich mal zu bezweifeln.

    Ich wünschte gewisse Teile der Linken würden sich nicht so durch die Massenmedien für dumm verkaufen lassen. Ich würde mich selber tatsächlich (u.a.) als linksradikal bezeichnen, bin aber nicht in der Szene involviert. Während es nicht abwegig ist, daß die Antifa rot sieht wenn jemand rechts ruft, ist fast schon davon auszugehen, daß auch innerhalb der Szene V-Männer die Anheizer spielen. Man kennt das Spiel ja von Demos etc, die größten Chaoten stellen sich gerne als Agenten heraus. Also an alle: bleibt wachsam und überlasst niemals anderen das Denken.

    https://deutsch.rt.com/inland/102101-opfer-verwechslung-angriff-auf-zdf/

    • Der Fall zeigt eindeutig, das in der Ausbildung der polizeilichen Angestellten des Volkes, mehr Gewicht auf das Beschützen gelegt werden muss, als auf das Angreifen.

      Auch müssen die Polizeibeamten über das Thema: Notwendigkeit von Befehlsverweigerung nachdenken und sprechen.

      Die Polizei hat sowohl beim Kamerateam, als auch beim Einsatz für die Protestierenden, die sich durch die Aussetzung der Grundrechte und vielem mehr bedroht sehen, versagt.

    • Die Polizei sollte aufpassen, dass in ihren Reihen nicht wieder ein Kurras ausgebrütet wird. Vielmehr sollte sie Überlegungen anstellen, wie sie angemessen die Grundrechte der Demonstranten und die Demonstranten schützen kann. Denn sie ist nach den gesetzlichen Vorschriften auch die "Schutz-Polizei" der Demonstranten.

    • Zumindest in Berlin ist das Verhalten der Polizei merkwürdig "verkehrt". Andernorts laufen die Proteste weitgehend friedlich ab. Müssen wir halt noch mehr werden, möglichst bevor wirtschaftliche Not dazukommt.

  14. Ich kann nur hoffen, dass dieser Spiegel-Artikel mehr der Versuch einer Einschüchterung ist denn ein Angriff.
    Alles Gute, Herr Jebsen, bleiben Sie stark und lassen Sie sich von diesen Verrückten nicht unterkriegen 😉

    • Seien wir uns bewußt, daß es kaum einen sicheren Ort gibt, jedenfalls nicht hier in diesem Land. Um sich halbwegs sicher fühlen zu können, benötigt Mensch verlässliche Strukturen, MitMenschen, die sich helfend zur Seite stehen.
      So wie sich die Situation jetzt entwickelt, kann es durch aus sein, daß es sich noch weiter zuspitzt und die mediale Hetzjagd in einer heimtückischen Aktion eskaliert. Das hier mit geheimdienstlichen Mitteln und Methoden "gearbeitet" wird, sehe ich als höchstwahrscheinlich an. Es ist auch kein Zufall, daß sich die Extremen Ereignisse jetzt häufen und damit ein Konzept verfolgt wird. Wir können uns da ganz sicher sein, daß es in diesen Zeiten keine Zufälle gibt.
      Der Widerspruch gegen die verfassungsfeindlichen Entscheidungen der s.g. Bundesregierung, hat sich in Widerstand entwickelt und durch das Erreichen einer gewissen Größenordnung, stellt er eine Gefahr für das bestehende Unrechts-Regime dar. Das hat zur Folge, daß nun begonnen wurde, diese beginnende Widerstandsbewegung mit allen Mitteln zu bekämpfen. Dabei werden die Eskaltionsstufen an die jeweiligen Entwicklungen innerhalb des Widerstandes angepasst und gesteigert. Wir stehen meiner Meinung nach, kurz vor der Anwendung massiver Gewalt. Indizien dafür gibt es bereits einige (Bombenanschlag Stuttgart, Überfälle im Umfeld der Proteste)
      Da sich dieses Regime noch scheut, offizielle staatliche Maßnahmen durch zu führen, übernehmen diese Drecksarbeit inoffzielle "Dienste". Noch kann es sich das Regime nicht leisten, die Maske ganz fallen zu lassen.
      Die wollen ja die wankelmütigen Schlafschafe nicht erschrecken, da es da ja Leute gibt, die sich dann auch noch gegen das Regime wenden könnten. Also wird jetzt eine Hetzkampagne gestartet, es wird denunziert, diffamiert und immer fleißig weiter Angst erzeugt. Aktivisten wurden bereits seit langem erkannt, ausgespäht und Maßnahmen zu deren Bekämpfung erörtert und vorbereitet. Möglich sind nun auch False Flagg-Operationen, Inszenierung von Rechtsverstößen, um den Aktivisten irgendetwas anhängen zu können (Kompromittierung durch verbotenes Bild-/Videomaterial, Drogen usw.). Diese Kreise schrecken vor nichts zurück, denn es sind Berufsverbrecher mit staatlichem Rückhalt.

    • ich glaube nicht, dass der Schuss nach hinten losgeht, dieser Artikel verbreitet die Atmosphäre der dunklen Illegalität rund um Ken Jebsen mit deutlichem erpresserischem Druck auf den Studiovermieter. Wie soll ein uninformierter Normal-Leser auf die Idee kommen, dass dieser zugewanderte Iraner mit dem angenommenen Namen Ken Jebsen ein rechtschaffener Mitbürger ist. Dieser Spiegel-Artikel ist wirklich ein übles Machwerk von extrem negativer Güte.

    • ja, das finde ich eigentlich auch am Schlimmsten, am Artikel
      "Auf Nachfrage, warum er das Studio ausgerechnet an Jebsen vermietet, "
      das zielt direkt auf Störung der Zusammenarbeit. Was soll das heißen "ausgerechnet"!

  15. Uli Gellermann,

    als besonders perfide habe ich die Nennung des ursprünglich iranischen Namens von Ken Jebsen empfunden. Ist der Spiegel jetzt rassistisch geworden oder bedient er hier den Trigger einer bestimmten Gruppe mit entsprechendem Gewaltpotential gegenüber allem Fremden?

    • @ Ines,
      selbstverständlich war das Absicht den bürgerlichen Namen zu nennen – denkt man doch, den "Rechten" verraten zu haben, das da für ein böser Ausländer steht! Vielleicht hoffen sie sogar in ihrer Einfältigkeit, dass sich jetzt die angeblich Rechten instrumentalisieren lassen gegen Ken Jebsen zu agieren…es ist so plump wie billig!
      Und für mich zumindest zeigt es sehr schön auf, wer die tatsächlichen Leute sind, die einer altdeutschen Gesinnung nachhängen & die wirklich Ewiggestrigen sind!
      Nicht nur, dass sie dumm sind in ihren billigen Manipulationen, sie sind auch skrupellos & menschenverachtend.
      Peinlich, dass sich der Spiegel & Co. auf der Seite der Guten wähnt & den angeblich Rechten die Verteidigung des Grundgesetzes überlassen…es scheint ein Irrenhaus zu sein!

      Danke an Uli Gellermann, Rüdiger Lenz – heute auch gelesen dazu Gert Ewen Ungar & Herrn Müller von den Nachdenkseiten, die sich eindeutig positioniert haben…. Schade, dass Rubikon & Multipolar da nicht die Lücke schließen – irgendwann trifft es auch sie, dann ist keiner mehr da, der ihre Arbeit verteidigt.

    • Es gehört einfach zum Repartoire der Hetz-Medien. Da arbeiten ja nicht nur einfache "Jounalisten", sondern auch Leute, die sich mit der Organisation von Hetzkampagnen auskennen.

    • Hallo Ines,

      wenn man dachte, der "Spiegel" könnte nicht noch tiefer sinken, sieht man sich ständig von Neuem getäuscht, wie tief der Abgrund an moralischer Verkommenheit bei diesem Blatt noch geht. Für Geld würde diese "Journalisten" ihre Großmutter an den Teufel verscherbeln und dabei noch um die 30 Silberlinge feilschen.
      Perfide ist noch schmeichelhaft für diese Form von primitivstem faktenfreiem "Stürmer"-"Journalismus".

      Hab mir diesen Dreck auch mal angetan:

      https://www.spiegel.de/panorama/angriff-auf-heute-show-ken-jebsen-nutzt-studio-von-attackierter-tv-produktionsfirma-a-fd0129b7-0fbd-49d4-8410-ef5ee5960b73#

      Positiv einzig die Kommentate der Leser, die durchaus die Absicht hinter diesem Machwerk durchschauen. Ich habe mittlerweile auch das Gefühl, dass die vielen negativen Schmähkommentaren unter den KenFM Videos auf Youtube zum überwiegenden Teil von bezahlten Schreibern gesetzt werden. Die reinen Zustimmungszahlen (likes und dislikes sprechen nämlich eine völlig andere Sprache. Die überwältigende Mehrheit der Zuschauer stimmt den Inhalten zu.

      https://www.spiegel.de/panorama/angriff-auf-heute-show-ken-jebsen-nutzt-studio-von-attackierter-tv-produktionsfirma-a-fd0129b7-0fbd-49d4-8410-ef5ee5960b73#kommentare

      Diese "Journalisten" hatten den klaren Auftrag, Ken Jebsen durch diese "Reportage" in den Verdacht einer Straftat zu bringen, ein weiterer Baustein der Rufmord-Kampagne gegen den freien Denker Jebsen.

      Und natürlich spielt sein iranischer Name für den Sachverhalt und die Inhalte von KenFM ÜBERHAUPT nichts zur Sache und natürlich haben die "Journalisten" das ganz gezielt eingesetzt, um an die niederen und xenophoben Affekte der Leserschaft zu appelieren. Ziel ist, dass sich gar nicht mit den Inhalten von KenFM auseinandergesetzt wird.

      Der Schuss wird aber wohl nach hinten losgehen, wie auch die ja schon jahrelange Hetze und Diffamierung an Jebsen letzlich abgeperlt sind und er immer erfolgreicher wird.
      Ich hoffe, dass man in den Täterkreisen, die diese Schmierenkampagne leiten und anheizen, nicht irgendwann zu noch drastischeren Mitteln greift.

      Assange, der es gewagt, die kriminellen Abgründe der verlogenen Kriegstreiber-Mafia zu veröffentlichen ist eine Warnung an der Wand.

    • – man will seine qualitätsjournalistische Spürnase unter Beweis stellen durch dieses doxxing
      – man bereitet den Weg für evtl gewaltbereite Attentäter
      – man impliziert: der hat doch was zu verbergen, die feige Sau

  16. Die Jagd auf Andersdenkende ist eröffnet. Es geht nun nicht mehr nur um die reine Diffamierung, nein, es geht darum sie unschädlich zu machen. Und unschädlich kann alles bedeuten. Bis hin zum Terroranschlag, siehe Stuttgart. Ich bin mir sicher … es wird Tote geben. Ein Bürgerkrieg unter Anleitung der Qualitätsmedien und unserer Regierung, die bestenfalls wegschaut. Die AntiFa (Anti-Friedens-Aktivisten) als Schlägertrupp vorne weg. Alte Leute ohne Testosteron geben die Marschbefehle und junge Leute mit Testosteron führen es dann auf der Strasse aus. So war es, so ist es und so wird es immer sein.

    An die Nachgeborenen (geschrieben 1934-38)
    von Bertolt Brecht

    1)
    Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!
    Das arglose Wort ist töricht. Eine glatte Stirn
    Deutet auf Unempfindlichkeit hin. Der Lachende
    Hat die furchtbare Nachricht
    Nur noch nicht empfangen.

    Was sind das für Zeiten, wo
    Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist.
    Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!
    Der dort ruhig über die Straße geht
    Ist wohl nicht mehr erreichbar für seine Freunde
    Die in Not sind?

    Es ist wahr: ich verdiene noch meinen Unterhalt
    Aber glaubt mir: das ist nur ein Zufall. Nichts
    Von dem, was ich tue, berechtigt mich dazu, mich sattzuessen.
    Zufällig bin ich verschont. (Wenn mein Glück aussetzt, bin ich verloren.)

    Man sagt mir: iss und trink du! Sei froh, dass du hast!
    Aber wie kann ich essen und trinken, wenn
    Ich dem Hungernden entreiße, was ich esse, und
    Mein Glas Wasser einem Verdurstenden fehlt?
    Und doch esse und trinke ich.

    Ich wäre gerne auch weise.

    In den alten Büchern steht, was weise ist:
    Sich aus dem Streit der Welt halten und die kurze Zeit
    Ohne Furcht verbringen.
    Auch ohne Gewalt auskommen,
    Böses mit Gutem vergelten
    Seine Wünsche nicht erfüllen, sondern vergessen,
    Gilt für weise.
    Alles das kann ich nicht:
    Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!

    2)
    In die Städte kam ich zur Zeit der Unordnung
    Als da Hunger herrschte.
    Unter die Menschen kam ich zur Zeit des Aufruhrs
    Und ich empörte mich mit ihnen.
    So verging meine Zeit,
    Die auf Erden mir gegeben war.

    Mein Essen aß ich zwischen den Schlachten.
    Schlafen legte ich mich unter die Mörder.
    Der Liebe pflegte ich achtlos
    Und die Natur sah ich ohne Geduld.
    So verging meine Zeit,
    Die auf Erden mir gegeben war.

    Die Straßen führten in den Sumpf zu meiner Zeit.
    Die Sprache verriet mich dem Schlächter.
    Ich vermochte nur wenig. Aber die Herrschenden
    Saßen ohne mich sicherer, das hoffte ich.
    So verging meine Zeit,
    Die auf Erden mir gegeben war.

    Die Kräfte waren gering. Das Ziel
    Lag in großer Ferne
    Es war deutlich sichtbar, wenn auch für mich
    Kaum zu erreichen.
    So verging meine Zeit,
    Die auf Erden mir gegeben war.

    3)
    Ihr, die ihr auftauchen werdet aus der Flut
    In der wir untergegangen sind
    Gedenkt
    Wenn ihr von unseren Schwächen sprecht
    Auch der finsteren Zeit
    Der ihr entronnen seid.

    Gingen wir doch, öfter als die Schuhe die Länder wechselnd
    Durch die Kriege der Klassen, verzweifelt
    Wenn da nur Unrecht war und keine Empörung.
    Dabei wissen wir doch:
    Auch der Hass gegen die Niedrigkeit
    verzerrt die Züge.
    Auch der Zorn über das Unrecht
    Macht die Stimme heiser. Ach, wir
    Die wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit
    Konnten selber nicht freundlich sein.

    Ihr aber, wenn es so weit sein wird
    Dass der Mensch dem Menschen ein Helfer ist
    Gedenkt unserer
    Mit Nachsicht.

    • Mein größer Wunsch ist, daß wir uns irren und sich alles wieder halbwegs vernünftig entwickeln wird.
      Leider fehlt mir die Hoffnung, da die Anzeichen gänzlich gegen eine vernünftige Entwicklung sprechen.
      Es hat ja bereits Tote gegeben. Zum Beispiel jene, die sich das Leben genommen haben, weil sie das zur Zeit bestehende Unrechts-Regime nicht mehr ertragen konnten oder wollten. Wir erfahren ja nichts über die sich ereignenden Suizide. Menschen, die breits seit längerem mit diesem System haderten und jetzt erst recht hadern und deshalb psychisch instabil waren bzw. sind, sehen eventuell keinen anderen Weg mehr.
      Dann gibt es ja auch Menschen, die sich nicht mehr zum Arzt trauten, aus Angst, sich anzustecken und dadurch ein frühes Ende fanden.
      Wenn wir diese Situation nun schon als Krieg bezeichnen, können wir davon ausgehen, daß das erste Todesopfer dieser Krise die Wahrheit war.
      Ich danke Dir für die Brechtschen Zeilen!

    • Du hast natürlich recht. Es hat bereits Tote gegeben. Aber die werden halt unter Kollateralschaden verbucht und finden auch keinen Eingang in die Qualitätsmedien. Wer weder mit oder an Coronaviren stirbt, der stirbt halt, und das trägt natürlich auch nicht zur Übersterblichkeit bei. Nur ein Coronatoter ist ein "zählbarer" Toter. Es ekelt mich nur noch an.
      Auch mein größter Wunsch ist eine halbwegs vernünftige Entwicklung, aber wie Dir fehlt mir die Hoffnung. Seit ca. 35 Jahren verfolge ich das politische Geschehen auf dem Globus und natürlich insbesondere das in Deutschland. Mitte der 80er keimte da mit den Grünen etwas Hoffnung auf, aber die hat sich, wie der Pazifismus bei den Grünen, in alle Winde verstreut. In diesen ganzen Jahren hat sich die Politik nur in eine Richtung bewegt, was sich unter anderem sehr gut an der deutschen Parteienlandschaft ablesen lässt. Den vorläufigen Höhepunkt dieser Entwicklung dürfen wir alle gerade erleben. Die Wahrheit ist und war dabei immer und grundsätzlich das erste Opfer. Weitere werden folgen.
      Ich weiß nicht wo das alles enden wird, oder besser, ich weiß es schon, aber ich traue mich noch nicht es auszusprechen. Ich habe u.a. durch Bertolt Brecht viel gelernt, aber wollte und konnte mir nicht vorstellen, das wir in ähnlich finstere Zeiten zurückfallen wie er sie erleben musste.

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