Der Todesstoß | Von Roland Rottenfußer

Die Regierenden machen aus dem Notstand einen Dauerzustand — wehren wir uns jetzt, sonst war‘s das mit Freiheit und Demokratie.

Ein Standpunkt von Roland Rottenfußer.

Die Regierung zieht wieder mal die Zügel an und hat einen neuen Lockdown beschlossen — vermeintlich „light“, als handele es sich um fettarmen Quark. Sie signalisiert uns damit, dass sie es bitter ernst meint mit dem organisierten Wahn. Unser Schnupperpraktikum als Bürgerinnen und Bürger einer Diktatur wird in eine Festanstellung umgewandelt. Wir werden weiter dauerhaft mit Ängsten regiert und in unseren Freiheitsrechten beschnitten werden. Dabei werden uns rhythmisch und gnadenhalber Lockerungen in Aussicht gestellt werden, wird man uns mit fein dosierten Hoffnungs-Häppchen gefügig halten. Freiheit gibt es immer nur im Vorgriff auf ihre jederzeit mögliche Einschränkung. Eine reduzierte, eingehegte Freizügigkeit unter Virusvorbehalt. An der Schwelle zu einem neuen globalen Zeitalter des Despotismus müssen wir uns jetzt entscheiden: Wollen wir eine weitestgehende Absicherung gegen das Sterberisiko um den Preis, ein eigentlich lebloses Leben zu führen? Wie wir wählen, ist auch eine Frage des Mutes. Denn Freiheit und Lebendigkeit gibt es nie ganz ohne Risiko — wie alles, was wirklich von Wert ist.

„Gruppen feiernder Menschen sind inakzeptabel“, sagte Angela Merkel verkniffenen Munds und sichtlich mit der Schwere ihrer Entscheidung ringend. Und Karl Lauterbach, der SPD-Dementor, dessen Ausstrahlung jede Lebensfreude und jede Zuversicht verschluckt wie ein schwarzes Loch, wurde deutlicher: „Die Unverletzbarkeit der Wohnung darf kein Argument mehr für ausbleibende Kontrollen sein.“

Es gibt kein Halten mehr auf der abschüssigen Bahn in Richtung Despotie, auf der sich Deutschland und viele Länder der Erde befinden. Wir müssen uns den Tatsachen stellen: Die Macht im Land hat eine Clique ähnlich gesinnter Putschisten inne — ein freiheitsfernes Milieu, das wild entschlossen scheint, sein Zerstörungswerk an unserer Demokratie zu vollenden. Es gibt für sie kein Maß mehr und kaum mehr ein Tabu. Die Menschenwürde darf kein Argument mehr für ausbleibende Erniedrigung sein, könnte man Lauterbachs Diktum weiterspinnen. Wir müssen diesem Treiben ein unüberhörbares „Nein“ entgegensetzen. Gruppen Phrasen herunterleiernder Politiker sind inakzeptabel.

Die Mächtigen spucken uns ihre Verachtung unserer Würde und unserer Selbstbestimmung mittlerweile offen ins Gesicht. Etwa, wenn sowohl Merkel als auch Söder davon sprechen, „die Zügel anzuziehen“. Diese Politiker behandeln uns Bürger wie zu dressierende Nutztiere — oder besser: so, wie man auch Tiere eigentlich niemals behandeln sollte. Wir fühlen die immer strammer angezogenen Zügel, und unsere Flanken bluten schon unter ihren Sporen. Bäumen wir uns auf, werfen wir diese schlechten Reiter ab! Leben wir zügellos und nur eingeschränkt durch eine natürliche Ethik, die uns eine Rücksichtnahme für die Kranken und Schwachen nahelegt!

Eine Politik des heruntergezogenen Mundwinkels

Diese „Obrigkeit“ ist in vielen Belangen zu frech geworden, sie verhält sich uns gegenüber arrogant und zunehmend bedrängend. Der heruntergezogene Mundwinkel eines Leucht-Smileys begrüßt mich schon, wenn ich mit 51 km/h in eine Ortschaft einfahre. Bei um 6 km/h erhöhter Geschwindigkeit bekomme ich einen Bußgeldbescheid in wichtigtuerischer Juristensprache zugesandt — mit einem Foto von mir, das ohne meine Zustimmung aufgenommen wurde.

Pinkeln im Freien, auch im Wald, ist verboten — viele wissen das nur nicht, weil derartige „Vergehen“ schwer kontrollierbar sind. Vor einer Woche bestimmte mein Staat, dass es nicht mehr 3 Uhr ist, sondern 2 Uhr. Auf bestimmten Plätzen befiehlt er mir, einen Lappen über mein Gesicht zu ziehen, selbst in frischer Luft und wenn niemand in meiner Nähe ist. Ab 22 Uhr ist vielerorts das Biertrinken verboten, das Limotrinken dagegen erlaubt. Halt, das ist noch die alte Regelung: Ab November ist es Wirten unter Strafe verboten, irgendetwas — auch Limonade — auszuschenken. Bei Zuwiderhandlung wird man sie behandeln wie Verbrecher.

Der heruntergezogene Mundwinkel eines Riesensmileys am Straßenrand ist zum Symbol dieses anmaßenden Staates geworden, dem wir eigentlich nie fügsam genug sind. Völlig in Vergessenheit ist dabei geraten, dass es eigentlich die „Volksvertreter“ sind, die sich uns gegenüber zu bewähren und sich um unsere Zustimmung zu bemühen hätten. Doch diese Grundregel eines gesunden Bürger-Selbstbewusstseins ist nicht nur bei den Regierenden, sondern auch bei den Regierten in Vergessenheit geraten.

Man behandelt uns eigentlich, als wären wir Puppen, die nach dem Willen ihres Besitzers mal hier und mal dorthin gezerrt oder nach Belieben für Wochen in den Schrank gesperrt werden können.

Nicht annäherungsweise wurden wir gefragt, ob wir mit alldem einverstanden sind. Meinungsumfragen gibt es immer erst hinterher, und die fallen auffälliger Weise immer im Sinne des Regierungshandelns aus.

Mit dem nahenden 9. Monat der Krise wird die mit der Diktatur schwangere politische Kaste nun ein Ungeheuer gebären, und wir bekommen es mit einem regelrechten Repressions-Amoklauf zu tun. Das Schlimme dabei: Die meisten Menschen beginnen, sich daran zu gewöhnen. Die wichtigste Frage, die eigentlich intelligente Menschen derzeit in ihren Köpfen bewegen, ist: „Was darf ich eigentlich noch?“ Wobei mit dem Wort „noch“ das kontinuierliche Zusammenschrumpfen dieser Domäne des Erlaubten bereits einkalkuliert ist. Ich habe schon erlebt, dass ein Verwandter Wochen vor dem neuerlichen Lockdown angstvoll fragte: „Darf man jetzt eigentlich nach 21 Uhr auf die Straße gehen?“ Er verwechselte wohl die Ausgangssperre mit einer Sperrstunde.

Politik, die kränkt und krank macht

Worauf derart übereifrige Regelmacher überhaupt nicht kommen: Es interessiert erwachsene Menschen vielleicht gar nicht so sehr, was sie — die Politiker und Behörden — von ihnen wollen könnten und wie sie unser Verhalten beurteilen. In peinlicher Weise drängen sie uns ihre Auffassung und ihre Forderungen jedoch ständig auf.

Sie sollten uns in Ruhe lassen und ihre Arbeit machen — das heißt: die Aufgaben lösen, die wirklich anstehen. Dazu gehört es mit Sicherheit auch, die Rahmenbedingungen für eine gute „Volksgesundheit“ mitzugestalten. Aber das Gegenteil geschieht: Diese Politik macht krank — vor allem in der Seele. Millionen Menschen spüren das bereits, sofern sie Zugang zu ihren Gefühlen haben. Rigide, autoritäre Politik macht krank, weil sie kränkt. Weil sie Menschen ihrer Würde und ihrer Selbstbestimmung beraubt und ihnen eine Situation weitgehender Machtlosigkeit aufzwingt.

Wir sehen am Geschehen rund um den „Zweiten Lockdown“, was jetzt anstünde und was wir selbst falsch eingeschätzt haben. Er wird ja verniedlichend gern als „Lockdown light“ bezeichnet, weil Kinder noch in die Schule, Arbeitende in die Betriebe gehen „dürfen“. Angesichts der die Luft abschnürenden Masken und Regelkataloge müsste es wohl besser heißen: gehen müssen.

Einiges, was im vergangenen Dreivierteljahr an illusionären Vorstellungen im Umlauf war, muss spätestens jetzt revidiert werden. Und ich mache es niemandem zum Vorwurf, wenn er sich — speziell in der Anfangsphase — einmal in Bezug auf die Corona-Situation geirrt hat. Die Lage war unübersichtlich, die Zukunft schwer vorhersehbar, und auch ich wäre — obwohl ich sicher mehrere hundert Artikel und Videos dazu konsumiert habe — nicht in der Lage gewesen, alles vorherzusehen, was bis jetzt geschehen ist.

Der Irrtum der Bagatellisierer

Aufgegeben werden müssen bagatellisierende Deutungen des Geschehens. Oft hießt es im März und April, die Grundrechtseingriffe seien zwar lästig, jedoch angesichts der gefährlichen Lage für einen kurzen Zeitraum akzeptabel. Man müsse sich zunächst fügen, dabei aber den Mächtigen genau auf die Finger schauen, damit sich die sichtbar gewordenen diktatorischen Tendenzen nicht verfestigten. Nun, die Tendenzen haben sich stabilisiert, es ist kein Ende in Sicht, und die meisten der damals politisch Unentschlossenen haben weder in der Anfangsphase noch in der fortgeschrittenen Phase des Grundrechtsabbaus ernstlich rebelliert. Richtig wäre gewesen, von Anfang an sehr deutlich und sehr vehement kontra zu geben.

Wenn damals jeder ohne Rücksicht auf möglichen Gegenwind frei heraus gesagt hätte, was er von dem ganzen Spuk hält, hätte sich eine ungute Dynamik gar nicht erst entwickeln können. Man denke nur an das beklemmende Schweigen der meisten Künstler und Prominenten sowie praktisch der gesamten Opposition zu den Grundrechtseinschränkungen, durch das sich potenziell Protestwillige zusätzlich entmutigt sahen. Das insgesamt beschämende regierungstreue Meinungsklima, das einen enormen Gruppendruck auf Abweichler ausübte, führte dazu, dass sich fast alle, die dem herrschenden Narrativ nicht freien Herzens zustimmen konnten, gedrängt sahen, eine solche Zustimmung zumindest zu heucheln.

Aufgegeben werden muss die Hoffnung, das Problem würde sich demnächst von allein regeln, da unser Politiker im Kern integer, die Demokratie im Großen und Ganzen intakt sei. Allenfalls das heiß ersehnte Impfmittel könnte diesbezüglich Erleichterung schaffen — jedoch zu einem hohen gesundheitlichen Preis.

Aufgegeben müssen auch spirituelle Wohlfühl-Narrative der Art „Ich fand den Lockdown ganz o.k., endlich hatte ich mal Zeit, zur Ruhe zu kommen.“ In diesem Herbst und Winter ist Schluss mit lustig, es droht eine große kollektive Depression, die wiederum die Widerstandskräfte in doppelter Bedeutung des Wortes schwächen wird und vielleicht gerade deshalb von den Regierenden in Kauf genommen wird.

Freiheit als Fügsamkeitsprämie

Wir könnten eine schwarze Weihnacht erleben, vergiftet durch die Verbote der Ordnungsmacht — oder durch die „Lockerungen“, die man uns gnadenhalber gewährt. Freiheit — und auch diese nur partiell — wird somit von einer Selbstverständlichkeit zu einer Fügsamkeitsprämie, die man dem Volk unter Vorbehalt hinwirft, wie man Vierbeinern in einer Hundeschule ein Leckerli in den Mund steckt, wenn sie brav gewesen sind. Das Licht am Ende des Tunnels sind mögliche „Hafterleichterungen“ an Weihnachten.

Während die Tage kürzer werden und das Licht analog zu Freiheit und Lebensfreude abnimmt, sollen sich die Unterworfenen, um noch eine Weile durchzuhalten, auf das Christkindl freuen.

In der Gnaden bringenden Weihnachtszeit könnte den Bürgern nun die außergewöhnliche Gunst zuteilwerden, Familienmitglieder treffen zu „dürfen“. Merkel und ihr Umfeld werden dann sicherlich in einer grandiosen Warmherzigkeitssimulation die Metapher vom „Licht in der Finsternis“ bemühen, das Impfstoffhersteller in der Jesusnachfolge dem erlösungshungrigen Volk verkünden werden. Damit es aber so weit kommen kann, muss dieses erst mal noch eine Weile stillhalten. Und auch wenn es — natürlich nur in kleinen Häppchen — zu Lockerungen kommen sollte, dann gibt es auch diese wieder nur unter Vorbehalt. Bis zur unweigerlich vor der Tür stehenden dritten Welle.

Dass die Pausen zwischen den Misshandlungen in gewisser Weise schwerer zu ertragen sind als die Misshandlungen selbst, hat Reinhard Mey in seinem Lied „Irgendein Depp bohrt irgendwo immer“ grandios in Worte gefasst.

Doch die härteste Prüfung für Psyche und Ohren
Ist die quälende Stille plötzlich nach dem Bohren,
Das Wissen, es kann jeden Moment wieder einsetzen
Oder nicht, oh, dieser Zweifel ist zum Nervenzerfetzen.
Du hörst nur deinen Puls, du hältst den Atem an und bang
Wartest du starr — manchmal tagelang!
Denn Bohren ist schlimm, aber nicht Bohren ist schlimmer.

Die Stille vor dem Schuss

Auf diese Weise hält die Regierung uns selbst in den relativ freizügigen Lockdown-Pausen stets in Atem und in Alarmbereitschaft — übrigens ist dies eine Definition für Stress, der extrem schädlich für Gesundheit und Immunsystem ist. Nach der Grundrechtseinschränkung ist immer vor der Grundrechtseinschränkung. Es wird — selbst eine Besserung der Situation im nächsten Frühjahr vorausgesetzt — keine ruhige Zeit mehr geben, in der wir uns in punkto Freiheitsrechte sicher fühlen können. Wenn man sogar im Sommer 2020, der weitgehend ohne Corona-Tote verlief und sich selbst angestrengten Aufbausch-Bemühungen zu entziehen schien, die Grundrechte ohne nennenswerte Gegenwehr einschränken konnte, dann wird man es zu jeder Zeit wieder tun können.

Harmloser wird die Lage über viele Monate nicht mehr werden. Viren und andere gesundheitliche Gefahren hat es immer gegeben und wird es immer geben, also auch Vorwände für Angriffe auf die Freiheit, sofern der politische Wille dafür vorhanden ist. Auch mit Infektionen und leider auch mit Todesfällen ist stets zu rechnen. Vor dem Hintergrund der neuen politischen Agenda wird der virologische Normalfall jedoch — medial etwas aufgeplustert — verhindern, dass die aus unserem Land vertriebene Freiheit hier je wieder wird Fuß fassen können. Dafür sorgen schon die allfälligen Grippewellen oder — auch die kann es ja geben — etwas überdurchschnittlichen Gesundheitsbedrohungen.

„Und sie werden nicht mehr frei sein ihr ganzes Leben“, sagte Hitler, als er in einer Rede den typischen Lebenslauf eines Staatsbürgers skizzierte, einschließlich HJ-, Wehrmacht- und Parteizugehörigkeit. Halten Sie sich bitte nicht mit dem Gedanken auf, ich verharmlose das „Dritte Reich“. Ich weiß durchaus um die Unterschiede zu den heutigen Verhältnissen. Aber lassen Sie diese Vision für einen Moment in ihrer ganzen beklemmenden Gewalt an sich herankommen:

Es könnte sein, dass wir nicht mehr frei sein werden unser ganzes Leben.

Viele von uns könnten noch Jahrzehnte der Drangsalierung, der Terrorisierung durch ein Stakkato von Angst-Nachrichten, der Gesichtsverhüllung, der Totalüberwachung und Vergiftung durch erzwungene Medikation und Impfung vor sich haben, bevor sie dann an ihrem Sterbebett gewahr werden, dass sie kaum gelebt haben. Allenfalls noch vor dem Jahr 2020.

Freiheit unter Virus-Vorbehalt

Es muss nicht so kommen. Ich konstatiere sogar in den Mainstream-Medien und in den Parteien derzeit ein stärkeres Unbehagen über die neuerlichen rigiden Maßnahmen als zuvor. Ich erlebe, wie „normale“ Menschen, die sicher keine Leser der alternativen Medien sind, sehr gut informiert und kritisch über Corona reden — auch wenn das Narrativ „Wir leben immer noch in einer Demokratie“ in diesen Kreisen noch stark ist.

Ich erlebe aber auch, wie „Hygiene-Rituale“, Duckmäusertum und Freizeitpolizistenmentalität in der Bevölkerung zur Gewohnheit werden. Sogar im fortgeschrittenen Stadium eines grassierenden Corona-Überdrusses werden mancherorts die Zügel immer noch stärker angezogen, werden Corona-Opportunisten radikaler und unduldsamer. Vielleicht ist dies auch als Abwehr gegen einen in ihnen selbst unterdrückten Widerstandsimpuls zu deuten, den sie stellvertretend in Gestalt der „Corona-Leugner“ bekämpfen.

Die Sache der Freiheit steht Spitz auf Knopf. Wir sind erschöpft und müssen dennoch und gerade jetzt weiterkämpfen. Ein Nachlassen der Widerstandsenergie dürfte sich auf längere Sicht rächen, weil uns dann noch Unerträglicheres bevorsteht, das uns weiter ermüden und schwächen wird.

Was bevorsteht, wird vielleicht keine komplett vollendete und eindeutig als solche erkennbare Diktatur sein. Eher ein fragiler Tanz zwischen Freiheit und Despotismus, bei dem sich mal die eine, mal die andere Kraft in den Vordergrund schiebt, immer aber beide auf der Tanzfläche bleiben. Wir werden es — falls die Maßnahmen einmal wieder „gelockert“ werden — mit einer Freiheit unter Vorbehalt und unter dem Damoklesschwert ihrer immer möglichen Wiederaufhebung zu tun haben.

Dabei ist zu bedenken: Wir werden nicht alle Argumente widerlegen können, die besagen, dass man an Covid-19 und anderen Viren erkranken und — wenn auch mit geringerer Wahrscheinlichkeit — sterben kann. Wir können noch so viele „skeptische“ Artikel sammeln oder selbst produzieren — eine Restunsicherheit bleibt. Dies gilt aber auch für alle anderen potenziellen Gesundheitsbedrohungen, denen wir permanent ausgesetzt sind und von denen viele gefährlicher sind als Covid-19, nur offenbar weniger medientauglich.

Wir sind immer in Gefahr

Leben heißt, mit verschiedenartigen Bedrohungen zu leben. Es heißt, sich dennoch das Glück und die Leichtigkeit, die als Potenzial ebenfalls in unserem Wesen angelegt sind, immer neu voll Tapferkeit und Zuversicht wiederzuerobern.

Wir müssen uns an dieser Weggabelung entscheiden, wie wir leben wollen.

Die Annahme, Corona sei gänzlich ungefährlich, könnte nur eine Form des Ausweichens vor dieser Entscheidung sein. Die Frage ist vielmehr: Mit wie viel Gefahr wollen und können wir leben, bevor wir in eine Existenzform als vollkommen entmündigte Schutzbefohlene fliehen? Von Machthabern ist eine sinnvoll abgewogene Hilfe bei dieser Entscheidung jedenfalls nicht zu erwarten. Die verfolgen ihre eigene Agenda, die sich von unserem Wohl weitgehend abgekoppelt hat.

Wir müssen uns auch dessen bewusst sein, dass die Entscheidungen, die wir treffen — zum Beispiel in der Öffentlichkeit „corona-skeptische“ Auffassungen zu vertreten oder entgegen den „Vorschriften“ viele Leute zu treffen — Auswirkungen auf die Gesundheit anderer Menschen haben können. 40 oder 80 „an und mit Corona Verstorbenen“ sind viel. Wenn auch die teilweise über 300 täglichen Todesfälle der „Ersten Welle“ damit längst nicht erreicht sind. Und auch wenn die meisten von ihnen eher „mit“ als „an” Corona starben und wenn es sich dabei um überwiegend sehr betagte und gesundheitlich angeschlagene Menschen handelte. Diese brauchen besonderen Schutz, jedoch ohne dass Altenheime zu Haftanstalten mutieren — keine leichte Güterabwägung in der Praxis.

Wir müssen uns dabei stets bewusst sein, dass wir handeln, wie wir handeln, um Schlimmeres zu verhindern — gegebenenfalls auch den Tod von Menschen infolge der „Kollateralschäden“ wie Selbstmord, verschobene Operationen oder — in Ländern des Südens — Hunger.

Wir stehen in der Verantwortung gegenüber unseren Kindern und den kommenden Generationen, denen wir ein Leben in Bedrückung und polizeistaatlicher Unterdrückung, mit Maskenzwang und permanentem Psychoterror ersparen wollen.

Aber dieses Handeln, Sprechen und Schreiben ist nicht ohne Risiko. Wie jede Entscheidung, deren Konsequenzen nicht gleichgültig sind. Dies gilt natürlich auch für die Entscheidungen der „Gegenseite“.

Politikwechsel tut not

Wir brauchen den kompletten Austausch des gegenwärtigen untauglichen Führungspersonals oder zumindest einen umfassenden Gesinnungswandel in diesem „Milieu“.

Wir brauchen einen Untersuchungsausschuss, der die Vorgänge seit Februar dieses Jahres restlos aufklärt und Beteiligte zur Verantwortung zieht, sofern sie sich gegen die Verfassung und das Wohl von Millionen Menschen vergangen haben.

Wir brauchen eine neue Politik, die auf der Basis aussagekräftiger, nicht manipulierter Zahlen Entscheidungen trifft, anstatt die Bevölkerung mit aufgeblasenem Zahlenmaterial zu verstören, das sich allein auf richtig- oder falsch-positive PCR-Testergebnisse stützt.

Wir brauchen eine stärkere Einbeziehung der Bevölkerung bei schwerwiegenden Entscheidungen dieser Art. Wir wollen mehr gefragt werden, anstatt nur Verfügungsmasse der vermeintlich fürsorglichen Bevormundungsversuche seitens der Mächtigen zu sein.

Wir brauchen eine breite und zugleich zügige, ergebnisoffene Debatte über die Corona-Politik. Dabei ist eine stärkere Einbeziehung des Parlaments, wie es jetzt vielerorts gefordert wird, demokratisch angemessen, jedoch nicht ausreichend. Denn was hilft es, wenn die Regierung nur von einem ihr in den meisten Belangen mentalitätsgleichen Personal „kontrolliert“ wird? Andere gesellschaftliche Gruppen und unabhängige Experten aller diesbezüglich relevanten Fachgebiete — also zum Beispiel nicht nur Virologen, sondern auch Psychologen und Altenpfleger — müssen miteinbezogen werden.

Wir brauchen eine massive Kampagne zur Stärkung unserer körperlichen und psychischen Gesundheit, um uns widerstandsfähiger gegen „Erreger“ aller Art zu machen. Anstatt das Virus zu hassen, müssen wir damit beginnen, unser Immunsystem nach Kräften zu verbessern — wie auch andere Indikatoren ganzheitlicher Gesundheit.

Die Energie, die Politik und Medien derzeit aufwenden, um ein einziges Ziel — die Vermeidung des Kontakts zwischen einem Virus und einem Menschen — zu verfolgen, muss künftig auch in andere wirksame Methoden der Gesundheitsvorsorge fließen: Bewegung, Ernährung, angemessene auch psychische Entspannung, Naturmedizin, „Abhärtung“ durch gezielte Wärme-Kälte-Reize, geeignete Nahrungsergänzungsmittel zur Stärkung der Immunabwehr, die Verbesserung der ökologischen und sozialen Rahmenbedingungen für ein „gutes Leben“.

„Aussperren“ freilich werden wir den Tod auch durch sehr hilfreiche Informationen und Maßnahmen nicht können. Der menschliche Körper bleibt verwundbar. Wie auch seine Seele. Ebenso diese Demokratie, deren Angreifbarkeit wir gerade in den letzten Monaten spüren konnten. Die Tatsache, dass dieses Staatsgebilde schon vorher alles andere als perfekt war, könnte viele zu Zynismus verführen. Zynismus, der wiederum die Widerstandskräfte gegen die Demokratie-Zerstörer schwächen könnte.

Bleiben wir den Werten verbunden, die wir als gut und richtig erkannt haben und die jetzt zur Disposition zu stehen scheinen. Bleiben wir ihnen treu auch noch in ihrer Verformung und Pervertierung durch destruktive Kräfte.

Bleiben wir wachsam, wenn man uns Menschlichkeit schlecht zu schwatzen versucht. Fassen wir Mut. Handeln wir — jetzt!

Roland Rottenfußer, Jahrgang 1963, war nach dem Germanistikstudium als Buchlektor und Journalist für verschiedene Verlage tätig. Von 2001 bis 2005 Redakteur beim spirituellen Magazin connection, später für den „Zeitpunkt“. Aktuell arbeitet er als Lektor, Buch-Werbetexter und Autorenscout für den Goldmann Verlag. Seit 2006 ist er Chefredakteur von Hinter den Schlagzeilen.

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Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: EugeneEdge / shutterstock

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20 Kommentare zu: “Der Todesstoß | Von Roland Rottenfußer

  1. GedanKEN sagt:

    Wenn wir immer nur die schreiende Dummheit der Politiker und Berater zur Diskussionsgrundlage nehmen, und den groben Unfug, den diese verzapfen reden wir doch Großteils über Mist. Das Gescheitere beginnt damit, dazulegen wie es eigentlich sein sollte. Das macht den Unterschied deutlich. Statt z.b. die Diskussion über die doofen Masken würde es mich sehr erfrischen über Hygiene von Nase, Mund und Rachen zu lesen. Regelmäßige Spülungen mit antiviral wirkenden Kräuteressenzen, auch als Lutschbonbon z.B. mit Ingwer. Oder dem Einsatz von Luftwäschern und Diffusoren zu Hause. Bewährte Methoden und Mittel zur Stärkung der Immunabwehr. Es gibt so vieles, auf das man zurückgreifen könnte. Und auch, wie man sich gegen Willkür von "Oben" zur Wehr setzen könnte. Doch die Hirne bewegt leider nur der Schwachsinn aus den Leitmedien. Die sind in ihrer verdummenden Wirkung immer noch weit unterschätzt. Ok?

  2. Wolfgang Altpeter sagt:

    Wir sind ganz am Anfang einer Entwicklung, die man sich bis vor kurzer Zeit nicht hätte vorstellen können. Sebastian Friebel, ehemaliger parlamentarischer Berater des Deutschen Bundestages erklärt es, gut verständlich, auf 24 Seiten.

  3. Michael Haas sagt:

    Hinweise, dass wir uns wehren können in ihrer positiven Bedeutung gar nicht überschätzt werden, jetzt wo die Menschen den Kopf in den Sand stecken, das Gesicht hinter einer Maske verbergen und den Verstand in andauernder Gehirnwäsche verlieren.
    Ja, wehren wir uns. Bleiben wir Kenfm treu, knüpfen wir untereinander Kontakte, die uns Kraft geben.
    Widerstehen wir der Gleichschaltung der Meinungen auch durch den Einsatz für JULIAN ASSANGE, der in UK im Gefängnis sitzt, der Kriegsverbrechen veröffentlicht hat und selber wie ein Verbrecher behandelt wird. Gehen wir – mit Maske (wenn´s denn sein muss) – für ihn auf die Straße, schreiben wir an Politiker (auch wenn 95% dieser Schreiben im Papierkorb oder der im Papierkorbsymbol des Computers landen.
    Gemeinsam für Freiheit und Menschenwürde. Der Kampf wird nicht leicht, aber ehrenvoll sein.

  4. Ralf Becker sagt:

    Die Bundesregierung hat ihre Konjunkturpakete als einzige Problemlösung. Hier wird aber etwas in ein gut klingendes Wort verpackt, das aber ganz und gar nicht gut ist.

    In Wirklichkeit machen wir mit immer mehr Schulden, die wir nie wieder zurückzahlen können, insofern Konjunktur.

    Jetzt hat sich etwa die Junge Union hinter Friedrich Merz gestellt und Norbert Röttgen ist bei ihr auf dem zweiten Platz gelandet.

    Jedenfalls hat Herr Merz dem Herrn Trump insofern recht gegeben, dass dieser mit seiner Forderung nach höheren Verteidigungsausgaben richtig liegt. Es sei doch allzu offensichtlich, dass Europa weltpolitikfähig werden müsse.

    Was das EZB-Urteil betraf, sah Herr Merz durch dieses Urteil die Rechte der Sparer gestärkt. In Wirklichkeit müssten aber doch bei ihm sämtliche Alarmglocken klingeln, dass die EZB dermaßen hohe Geldsummen ins System pumpt, die aber etwa auch bei der arbeitenden Bevölkerung gar nicht ankommen.

    Die EZB druckt also immer mehr Geld, das sie aber selber dann auch nicht zurück haben möchte. Aus diesem hat sie ihren Strafzins verhängt. Da lagern die meisten Banken ihr vieles Geld einfach nur im Tresor. Bankkunden mit einer besonders hohen Bonität bekommen derzeit Kredite sogar mit einem Minuszins.

    FAZ, 11.07.2011
    Diener der Realwirtschaft
    Denn längst überlagert die Wucht der gewaltigen Geldmengen, die von Hedgefonds, Banken und Schattenbanken immer kurzfristiger bewegt werden, die Kraft der realwirtschaftlich begründbaren Korrelationen.

    Welt, gestern
    Kay Scheller, der Präsident des Bundesrechnungshofes, sieht wachsende Risiken für den Bundesetat und fordert die große Koalition zu einem Kurswechsel in der Finanzpolitik auf

    Aber etwa auch die FDP bzw. das Prometheusinstitut von Frank Schäffler schreibt unentwegt immer dasselbe über Freihandel oder etwa etwas über eine Digitalsteuer, wodurch die Welt doch gerechter werden müsse.
    Wer den Zins zerstört, vernichtet die Grundlage der Marktwirtschaft, behauptet Frank S..

    Es wirbt für freies Marktgeld und insofern für konkurrierende Währungen.
    Hier gibt es aber das Problem, dass Geld in Wirklichkeit einfach nur ein von Banken ausgestellter Schuldschein ist, woran auch ein "Währungswettbewerb" vermutlich nichts ändern würde.

    Der Kapitalismus-Kritiker Thomas Piketty kritisiert es jedenfalls, dass wir zu viel über Covid 19 sprechen.
    Piketty argumentiert, dass die Weltkriege das Ergebnis hoher Ungleichheit waren.

    Insofern sehe ich es mit Sorge, dass der Bundesregierung derzeit nur Maßnahmen zur Konjunkturbelebung zur Verfügung stehen, die die Ungleichheit dann letztlich verschärfen.

    Etwa der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, hat die vereinbarten Maßnahmen der Bundesregierung als "erstaunlich gut" und "überzeugend" gelobt.

    FAZ, 27.08.2020
    Jeff Bezos ist nun 200 Milliarden Dollar reich

    Manager-Magazin, 30.07.2020
    Die US-Wirtschaft ging im zweiten Quartal sogar um 32,9 Prozent zurück.

    Aber auch Bündnis 90/ Grüne drehen an falschen Stellschrauben. Anstatt einen marktwirtschaftlichen Preis zur CO2-Reduktion einzuführen, sollten sie über die fehlerhafte Funktionsweise unseres Geldes nachdenken.

    taz, 28.10.2020
    Sandra Overlack enga­giert sich für Fridays for Future. Doch die Grünen will sie bei den Land­tags­wahlen in Baden-Württemberg nicht wählen.

    Wir haben also eine Situation, wo vermutlich das Nichtwählen immer mehr zur einzig verbleibenden Option wird.

  5. Fritz B sagt:

    Die vorherrschende Macht des Geldes hat ihre Maske (Tarnung) fallen lassen. Wie verzweifelt muss sie sein. Eine gefährliche Situation. Es drohen Konjunktur belebende Maßnahmen. Schlecht für die Umwelt. Bedrohlich für Frieden.

  6. Ancastor.gardian sagt:

    Das ganze ist wie beim Hartz4-System. Auch dort wurde ganz einfach seriös getan, mit der sofortigen Grundbasis diese Leute hätten die Macht über einen und dürften einen nun grundgesetz- und rechtswidrig schikanieren und sonstwas für realitätsferne Forderungen stellen und der Kunde und nun jegliche Unterdrückungsmethoden mitmachen sonst wird er psychisch ausgepeitscht und es gibt die Bestrafung/Sanktion. So als käme man zu seinem Bewährungshelfer als Sexualstraftäter der sowieso böse und schlecht ist und nochmal eine Chance bekommt, wenn er nur sich unterordent und eingliedert, natürlich immer ganz nah über einem die Sanktionen und der Hungertod als Drohgebärde… So ein Leben wünsche ich keinen und nun haben wir es alle stetig.

    Dieses Prinzip haben am Ende auch die Leute geschluckt und sich die Jahre dann über Dumping selbst im Knast und Leid gehalten und zwar alle im Land.
    Dieses erprobte Prinzip der Realitätsverzerrung und authoritäre Verhalten wird nun einfach auch in erweiterten Rahmen angewandt in der gemachten Corona-Krise. Die Parallelen sind schon deutlich erkennbar.

    Diese Leute tun auch seriös und stellen sich gesetzeswidrig über uns alle, sollen uns aber eigentlich ja dienen. Hier findet genauso einfach eine komplette Verdrehung der normalen Zustände statt. Diese Leute können gar nicht anders handeln, da sofort sonst der ganze Schwindel auseinander fällt.
    Wie auch bei den sogenannten Jobcentern, ist denen die Realität, also die aufgedeckte Warheit egal, so ignorieren sie und ziehen einfach die Agenda durch.

    Das hier ist nicht erst seit gestern im Land.. Wir haben diese Diktatur und Sklaverei und dessen Auswirkungen schon weit länger am Hals, auch wenn es vorher unter solchen Sprüchen wie fördern und fordern und ALG2 getarnt wurde.
    Diese Clique die dies alles zu verantworten hat, hat diese ganze Schweinerei schon weit länger am Laufen als uns klar ist und heute wie damals sind die ausführenden Puppen praktisch fast identisch, da es eben nur Darsteller sind.
    Sich über dieses Schauspiel aufzuregen bringt gar nichts.

    Wer diese Sendungen im TV schaut oder auch im Netz Beachtung schenkt sieht sich eigentlich die ganze Zeit nur eine Unterhaltungssendung an. Auch die ganzen Berichte im Netz des Mainstreams sind alles die gleiche Showeinlage und formen nur die Scheinrealität. Man sieht dort nur noch Märchen und schaut den Marionetten beim Schauspiel zu.
    Die Agenden stehen, der Plan steht fest. Nur mit echten Widerstand lässt sich dieses Zerrbild einreißen.

    Diese Leute die so tun als entscheiden sie etwas, überbringen durch ihre Darstellung wie im Theater nur stetig die Botschaften die im Hintergrund erdacht und erarbeitet wurden. Diese Leute irgendwie dazu bringen zu wollen für uns zu handeln, ist so als versuche man einer Aufziehpuppe neue Wörter beizubringen.. das geht nicht und das bringt nichts.

    Es müssen die Systemstrukturen generell im Hintergrund zerschlagen bzw. wir uns einfach mit guten Ideen und ausgearbeiteten und den Menschen erklärte neue Vorgehensweisen für einen Systemumbruch einigen und durchziehen.
    Da wir eh alles machen und aufbauen und brauchen wir diese Herrschaftsabteilung nicht, die uns eh nur stetig beklaut und gegeneinander ausspielt.
    Dies muss deutlich vermittelt werden und eine solide Grundbasis für ein sicheres und zukunftsträchtiges Modell einer echten Demokratie vorgelegt werden.

    Wenn wir stetig nur auf die Puppen einhacken und immer nur die Finger darauf richten, ver pufft unsere Energie des Wandels in Zorn und Hass auf diese Zustände. Sie sollte aber in das Wachsen der neuen Wege führen, damit es sich ändert.

    Das schafft der in die Isolation getriebene kleine Mann/Frau auf der Straße aber eher schlecht, ganz einfach weil ihm schon die Mittel fehlen. Es müssen sich dazu erstmal leider noch gewisse Führungebenen ergeben, die dann an der Demokratie arbeiten und auf jeden Fall die Macht abgeben, sobald das Grundkonzept angelaufen ist. Aber wir brauchen erstmal bei dem Zuständen die wir gemacht bekommen haben, erstmal noch für den Start eines demokratischen Konstruktes den Starthelfer von Anlaufstellen, die sich dann verknüpfen und wachsen.
    Anders kann ich es mir kaum vorstellen, eine Basis zu schaffen auf der dann endlich die demokratischen, dezentralen und bedarfsorientierten Triebe gedeihen. So aus dem Nichts heraus, wird schwer und das wissen diese Machtsüchtigen ebenso. Daher ja auch stetig die Zersetzungstaktiken.

    • passant sagt:

      Die Ereignisse rund um Corona weisen auch für mich frappierende Parallelen zu den Grundrechtseinschränkungen in Hartz IV auf.

      Von den jetzt für mehr oder weniger allen geltenden Einschränkungen der Berufs-, Meinungs- und Bewegungsfreiheit über entwürdigende Maßnahmen (Maskenpflicht) und der Vernachlässigung des besonderen Schutzes der Familie (Gefahrenquelle Kinder), findet sich in unterschiedlicher Gewichtung auch alles in Hartz IV wieder.

      Nicht nur Simulationen wie Event 201 und Absprachen auf dem WEF in Davos u. a. können als Vorbereitung für das jetzige Großereignis Corona gedeutet werden. Mit der Agenda 2010 konnten langjährige und vielfältige Daten und Erfahrungen im autoritären Umgang mit "Kunden" gesammelt werden.

      Während in HartzIV auch unberechtigte Sanktionen direkt und unverzüglich eintreten, wird zur Zeit bei den Corona-Bußgeldern noch der normale juristische Rechtsweg eingehalten. Eine Anpassung der Corona-Maßnahmen hin zu einer direkt wirkenden Sanktionierung ist dann zu erwarten, wenn es zu einer Bargeldabschaffung kommt, vielleicht aber auch schon früher. Das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht.

  7. Sabine sagt:

    …..gibt es eigentlich kein Mißtrauensvotum mehr…. ? Es muß doch etwas geben, um diese Regierung abzusetzen….

    • Alcedo sagt:

      nur meine Minderheitenmeinung, aber das schadet der Sache, ist wie das Pferd von hinten aufzäumen. Genau deswegen ist kein Umschwung in der Coronasichtweise weiter voranzutreiben.
      In der Bewegung befinden sich nur nicht in gesellschaftlichen "Traditionsorganisationen" vernetzte, wir hier glauben, den einen oder anderen einschätzen zu können, weil wir ihm schon lange zuhören. Eine Regierung aus dem nichts?? Grundsätzlich zu ändern wäre nur etwas gewesen, wenn alle ihren Hintern von Anfang an auf die Straße gehievt hätten. Jetzt sind wir bereits in der Tradition, die Demos zeigen nur – uns gibt es noch. Wurde man in dieser Gesellschaft häufiger positiv oder negativ überrascht bzw. um nicht gar so polemisch zu sein, wann wurde man in dieser Gesellschaft überhaupt mal positiv überrascht.

    • Fritz B sagt:

      Tatsächlich gibt es in der existierende "repräsentativen Demokratie" dafür keine legale Möglichkeit. Außer bei Wahlen dort könnte man die Regierung abwählen. Das scheitert aber an der, von den Medien, manipulierten Mehrheit der Bevölkerung.

      Letztendlich bleibt nur der Aufstand der auch im Grundgesetz vorgesehen ist.

  8. UrImpuls sagt:

    "Wir brauchen…."
    "wir brauchen…."
    fuer meinen Geschmack zu oft.
    Auch "wir muessen" kommt auch vor im Aufsatz.
    Natuerlich muessen wir mal…… Wie jedes Tier.
    Nein, auch von Aufsatzschreibern erwarte ich keine Patentrezepte. Habe auch selber keines, woher auch?
    Aber eine gewisse Zuversicht ist schon angesagt:
    nix ist aussichtslos.
    Auch nicht, dass sich die 0.001% Multimilliardaere und deren Politverbrecherdienstboten schon jetzt rettungslos vergaloppieren. Die Evolution arbeitet, wissenschaftlich formuliert, eindeutig mit "Fuelle", nicht mit Mangel und Verknappung. Auch mit Fuelle an neuen Moeglichkeiten. Und nicht mit Okkupation von Ressourcen.
    Und die Evolution "braucht" nix. Und "muss" nix. Erst recht keine Ratschlaege ihrer Produkte, von uns.
    Sie tut nur einfach mal was.

  9. Lange sagt:

    Es zeigt sich wieder ,dass Corona weniger ein Lungenvirus ,sondern eher ein herumlungernder Virus ,namens Corona ist, der ganz nach Staatsverordnung in den Kopf steig ,und praktisch allem die Corona aufsetzt mit wechselnder Jahreszahl! Trotz Zeitumstellung ist dieser jedoch bei 19 stehen geblieben ,was fast schon bedenklich klingt . .Schließlich sind wir in der digitalen Smileywelt 2020 angekommen,wo man uns nicht nur an Ortseingängen ,sondern täglich in nachgerichteter Panikshow mit herabhängenden Mundwinkeln ,bzw.Leftzen die Halloweenzeit versüßen will ,obwohl die meisten eigentlich schon ziemlich sauer sind ! Vermutlich wegen der Corona-Weltverordnung mit gewisser junkerscher Unordnung , welche schon ein " Schä#ufele" aus Baden im gemütlichen Hinterstübchen zur Umstrukurierung gewisser Machtgesetze gerne durchboxen wollte .(Daraus wird wohl nix mehr ).Aber lassen wir die Kirche im Dorf und bleiben im Stuhl sitzen ,der Käse rollt auch allein zum Bahnhof ,auch wenn wir wieder wie Kevin allein zu Hause hocken ,vorausgesetzt ,man hat noch eines .Zum Schäufele Gericht empfehlen wir übrigens trockenen Riesling ,der aber zu dieser Zeit besonders vielen trocken aufstoßen könnte .Um dies dennoch als kleines Schmanckerl von Hoffnung zu servieren, könnte man mal dies Österreichische Verfassungsgericht beachten >> https://youtu.be/KIM6LYC2Lh0 ,welches vielleicht ein kleines Geschmäckle ins ungemütlicher werdende Hinterzimmer unserer hochschwebenden Politarrogenz, mit mindestens 2 Armlängen Abstand bringt. Nun mit Messer und Gabel umzugehen trotz Mundschutz ist schon eine Herausforderung ! Immerhin haben einige Schaden erlitten und sitzen nun in weichem Stuhl,was aber weniger mit Anstands-als Abstandsregeln zu tun hat ,eher mit verdorbener Nachspeise .(Nun es könnte schlimmer kommen .Gewisse Lokalitäten geben nun Hausverbot für hochrangige Coronapolitiker ! Der Schutz wirkt sicher !)Deswegen verstehe ich gut die dauernd herabgezogenen Mundwinkel und empfehle eine auffrischende Spritzentinktur ,welche sicher auch von Billiboy zu haben ist.Wer die Mittel hat, hat die Wahl ,welche aber auch zur Qual werden könnte ? Warten wir ab ,was die USA entscheidet ,ob es U.S.W geht oder mehr nach WHO -Killery-System ? Doch vielleicht könnten unsere Gerichte eine weitere Nachspeise servieren ,wie das AG Dort-mund mundgerecht empfiehlt :Urteil des AG Dortmund vom 2. November 2020, Aktenzeichen 733 OWi-127 Js 75/20-6 .Nachdem sich in mehr Kill-Deutschland im Frühling 3 Personen ohne Armlängenabstand bewegten ,meinte der Richter ,welcher sicher als Anrichter in der gretelschen Hexenküche bekannt ist :>>Der Richter stellte fest, dass seiner Meinung nach die Coronaschutzverordnung ohne rechtliche Grundlage erlassen wurde – vorbei am Souverän, ohne Parlamentsvorbehalt. Genau dieser sei aber von den Gründungsvätern der Republik für solche Fälle als "Lehre aus 1933" vorgesehen worden. (Ausschnitt).
    Fazit : Vermutlich hatten unsere Verordnungsverhüterli die Lehre aus 1933 mit gewisser Leere verwechselt ? Ob es also schon damals Corona gab ??? Fragen über Fragen in Erikas Wunderland . Und nun noch Zweifel am PCR -Test ??
    https://youtu.be/_gxCkBdHEtM
    Vielleicht sollten unsere falsch-positiven Vergierungspolitiker noch einmal einen Koboldtest machen ??Geht sicher auch im (mit ) Netzt?

  10. MenschVomLehmDerErde sagt:

    Wer bezahlt den Mann hier eigentlich dafür, daß er immer "wir" sagt, wenn er angeblich die 95% Lemminge im Lande meint. Wieso sagt der Hypnotiker "wir Bürger"? Nein, ich bürge schon lange nicht für den failed state Berlin. Scheinbar hat er "neurolinguistische Programmierung" gelernt und versucht das nun, auf die Fangemeinde von Ken Jebsen anzuwenden.
    "Neulich fragte ein Verwandter"? Ich bin mir ziemlich sicher, daß er keinen Kontakt zu seinen Verwandten hat.

    Lernen Sie einfach einen Handwerksberuf, guter Mann, dann können Sie sich solche Ergüsse ersparen und stattdessen am Abend eines jeden Tages zufrieden auf Ihr Tagwerk blicken.

    Bei uns in Baden-Württemberg werden immer fleißige , intelligente, charakterstarke , sehr gut ausgebildete und zupackende Frauen und Männer gesucht .

    Aber Reinhard-Mey-Fan bin ich auch – seit 50 Jahren. Das verbindet uns.

  11. NichtvonBedeutung sagt:

    Von diesem depperten Bohrer gibt es btw auch eine Sommer-Version: Irgendein Depp mäht irgendwo immer.

  12. Invino Veritas sagt:

    Die Macht-Eliten verdienen ja mit irgendwas ihr Geld und Vermögen. Dort ist der Punkt, an dem man angreifen muss, indem man ihre Einnahmequellen im militärischen Jargon "neutralisiert". Dies kann über Boykotte, Konsumverzicht, in extremis – als ultima ratio -, mit robusteren Massnahmen. Wir müssen nun lernen neue Kompetenzen und Intelligenzen zu entwickeln, um den neuen Anforderungen entgegentreten!

    • gruni sagt:

      Moin, Invino Veritas, haben Sie genau ueberlegt, was Sie geschrieben haben?

      "Dort ist der Punkt, an dem man angreifen muss, indem man ihre Einnahmequellen im militärischen Jargon "neutralisiert". Dies kann über Boykotte, Konsumverzicht (…)"

      Wieviele millionen Menschen allein in DE ueben Konsumverzicht, weil sie jetzt in der Corona-Zeit nichts haben, was sie in Lebensmittel tauschen können. Diesen Menschen ging es vor Corona schon nicht gut, aber jetzt …

      Gibt es nichts konkretes an Vorschlägen ausser solchen Plattitueden? "Wir müssen nun lernen neue Kompetenzen und Intelligenzen zu entwickeln, um den neuen Anforderungen entgegentreten!"

      mfG

  13. Udo sagt:

    Handeln wir – jetzt?!
    Wie soll denn dieses Handeln aussehen?
    Wer gegen mit absoluter Macht ausgestattete Psychopathen antreten will braucht aber ganz dicke Eier.
    Diese Psychopathen haben keinerlei moralische Maßstäbe, keinerlei Empathie, für sie ist alles ein Geschäft und die Zeiten zum Machtausbau sind extrem günstig. Ein Psychopath kann sogar jetzt per ordre Mufti regieren bzw. zerstören und demütigen.
    Ich sehe eine Chance nur außerhalb unseres Landes zum Beispiel durch die Klage von Dr. Füllmich in Amerika.
    Dort sind im Gegensatz zu Deutschland die Richter nicht weisungsgebunden.

    • Heinrich Goldschmied sagt:

      Hallo Udo,
      so ähnlich klingt es auch im Rubikon (welche Form des Widerstands ist jetzt sinnvoll/wirksam?)
      https://www.rubikon.news/artikel/widerstand-im-dritten-weltkrieg

      Auch ich frage mich immer mehr, wie der adäquate Widerstand heute aussieht. Und merke, dass dies harte Arbeit ist, die mir aber gleichzeitig über die aufkommende Frustration und Lethargie hilft…

  14. Karen Seidenholz sagt:

    Meines Erachtens geht es den meisten Menschen noch nicht schlecht genug, damit sie endlich ihren A … hochbekommen.
    Vielleicht trauen sie sich erst auf die öffentl. politische Bühne wenn sie durch den Lockdown pleite gegangen sind und nichts mehr zu verlieren haben. Aber dann heißt es: "Wer zu spät kommt den bestraft das Leben"

  15. A.B. sagt:

    Dieser, äh, Lauterbach, also der hat sogar Angst vor Kochsalz, also, äh, NaCl, sogar im – also – Nudelwasser. Das ist gefährlich!

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