Der transatlantische Aluhut: „Fake News“-Vorwurf setzt auf Wiederkehr McCarthys

Der Vorwurf angeblicher „Fake News“ zielt darauf ab, unliebsame Fakten zu ersticken. Zu oft sind aus Verschwörungstheorien nachgewiesene Verschwörungsfakten geworden. Die vermeintlichen „Spinner“ haben sich nicht selten als gute Menschenkenner erwiesen.

Meinung von Rainer Rupp

Der erste große Angriff unter dem Banner des neuen Kampfbegriffes „Fake News“, mit dem versucht wird, gleich die gesamte Sparte der alternativen Medien einzuschüchtern und ins Abseits zu stellen, wurde am 24. November dieses Jahres von der Washington Post (WaPo) geritten. An diesem Tag hatte die Chefredaktion der Zeitung ihrem Technologie-Reporter Craig Timberg grünes Licht gegeben, um eine – im wahrsten Sinn des Wortes – unglaubliche Geschichte über diese angeblichen „Fake News“ zu veröffentlichen.

Mit dieser Geschichte Timbergs hat die WaPo einen Rückgriff auf die übelsten Zeiten der jüngeren amerikanischen Geschichte gewagt, nämlich auf jene Zeit, in der Senator Joseph McCarthy der am meisten gefürchtete Mann Amerikas war. Es war eine Zeit, in der anonyme Denunziationen, Gesinnungspolizei und lange Haftstrafen für „unamerikanische Aktivitäten“ an der Tagesordnung waren. Schlimmer noch: Die Washington Post, die einst durch die Aufdeckung des Watergate-Skandals Weltruhm erlangt hatte, hat dieser Geschichte Timbergs die Patina der Glaubwürdigkeit verliehen und damit womöglich einen Weg zur Wiederholung der faschistoiden Verbrechen jener Zeit geebnet.

Unter dem Titel „Russland manipuliert öffentliche Meinung in USA durch Online-Propaganda“ hat Reporter Timberg vor knapp drei Wochen der mehr als zwielichtigen Website PropOrNot zu weltweiter Prominenz verholfen, indem er deren „Schwarze Liste“ von Homepages von 200 alternativen US-Nachrichtenportalen ins Internet gestellt hat. Die anonymen Autoren der Liste beschuldigen in dem Artikel die Betreiber der zum Großteil sehr beliebten und vielgelesenen alternativen Nachrichtenportale, mittels „Fake News“ Propaganda für Russland zu machen und teils bezahlte Einflussagenten des Kreml zu sein. Nach Beweisen oder auch nur Indizien oder belastbaren Hinweisen für diese Behauptungen sucht man vergeblich.

Neben den Flaggschiffen progressiver, linker US-Onlinepublizistik wie z.B. „Truthdig“, „Counterpunch“, „Truthout“, „Naked Capitalism“ oder dem „Black Agenda Report“ – eine dem neoliberalen afro-amerikanischen Establishment kritisch gegenüberstehende afro-amerikanische Webseite – umfasst die „Schwarze Liste“ auch libertäre oder konservative Online-Medien wie z. B. den bekannten „Drudge Report“. Ebenfalls auf der Liste stehen natürlich die englischsprachige, rund um die Welt ausgestrahlte Version von „Russia Today“ und selbstverständlich „Wikileaks“.

Praktisch jede US-Webseite, die außenpolitisch nicht das Glaubensbekenntnis der neo-konservativen und „liberalen“ Kriegsfalken nachbetet und innenpolitisch nicht das Credo des neoliberalen Ausbeuter-Chors singt, wird in der Liste erfasst. Und um zu zeigen, in welch obskurer Gesellschaft sich diese vermeintlich russischen „Meinungsagenten“ befinden, sind noch einige Dutzend Webseiten aus dem rechtsextremen Dunstkreis und auch aus UFO- und Esoteriker-Kreisen untergemischt.

Anonyme Beschuldigungen werden für bare Münze genommen

Erstaunlich ist, dass die WaPo keine Informationen über die „PropOrNot“-Betreiber gibt. Die Gruppe „PropOrNot“ kann auf diese Weise – ohne Rechenschaft geben zu müssen – mithilfe ihrer „Schwarzen Liste“ den Stab über 200 Webseiten brechen, diese als russische Einflussagenten beschimpfen und die materielle Existenz der Betreiber dieser Webseiten zu gefährden. Zugleich unterstellen sie jedem Leser dieser alternativen, kritischen Nachrichtenportale implizit, ein Gegner Amerikas bzw. unamerikanischer Aktivitäten verdächtig zu sein.

Sowohl von der WaPo als auch von der Webseite „PropOrNot“ erfahren wir nur, dass es sich bei den anonymen dahinterstehenden Mitgliedern angeblich um Leute mit „außenpolitischer, militärischer und technologischer Expertise“ handeln soll. Die Zeitung rechtfertigt die Wahrung der Anonymität der auf Denunziation spezialisierten Mitglieder der Gruppe mit einer Begründung, die direkt einem Drei-Groschen Revolver-Roman entstammen könnte, nämlich dass die Aufdeckung ihrer Identität sie sofort zur „Zielscheibe von Legionen gut ausgebildeter russischer Hacker“ machen würde.

Auf Nachfragen konnte die Zeitung auch nicht erklären, auf Grund welcher Methodologie PropOrNot entschieden hat, welche Nachrichten gefälscht oder echt sind. Oder mit welchen Methoden die angebliche „russische Desinformationskampagne“ gegen die Wahlverliererin Hillary Clinton in die alternativen US-Nachrichtenkanäle eingespeist wurden. Auf diese und viele anderen Fragen bleibt die WaPo jede Antwort schuldig.

Lediglich auf der PropOrNot-Webseite gab es verworrene Aussagen über deren Arbeitsweise: „Bitte beachten Sie, dass unsere Kriterien auf Verhaltensweisen beruhen. […] Für die Zwecke der Definition spielt es keine Rolle, […] ob sie [gemeint sind die Betreiber alternativer Webseiten, Anm. des Autors] überhaupt wissen, dass sie die russische Propaganda bis zu einem bestimmten Punkt wiederholen. Wenn sie diese Kriterien erfüllen, dann handeln sie zumindest als gutgläubige, nützliche Idioten der russischen Geheimdienste und bedürfen daher einer näheren Überprüfung.“

„Fake News“-Vorwurf soll kritische Diskussion ersticken

Im Klartext heißt das, dass jeder, der Material veröffentlicht, das – unter Zugrundelegung der seltsamen „Definition“ dieser anonymen Denunzianten – zum „Nutzen“ des russischen Staates interpretiert werden kann, von diesen Leuten als potentielles Trojanisches Pferd für Moskau auf die „Schwarze Liste“ gesetzt werden kann, was dann von den Behörden „einer näheren Überprüfung“ unterzogen werden muss.

Und was sind nun genau „Fake News“ zum „Nutzen“ des russischen Staates? Zumindest dazu hat sich PropOrNot auf seiner eigenen Webseite etwas detaillierter ausgelassen. Unter den Kriterien, die als klare Zeichen für eine von russischer Propaganda infizierte „Fake News“-Nachrichtenseite gelten, findet man z. B. folgende Themen: „Unterstützung für politische Entwicklungen wie Brexit und die Zersplitterung der EU und der Eurozone“, die Unterstützung des Widerstandes in der Ostukraine gegen die Putschisten-Regierung in Kiew oder die Verurteilung der Dschihadisten-Kämpfer in Syrien gegen Präsident Assad.

Gemäß dieser PropOrNot-„Kriterien“ für „Fake News“ kann jede kritische Äußerung über die westliche und saudi-arabisch finanzierte Kampagne für den gewaltsamen Regimewechsel in Syrien oder über den beachtlichen Anteil von Nazis und anderen Rechtsextremisten in der post-maidanischen ukrainischen Regierung sofort den Verdacht auslösen, dass man ein bezahlter Maulwurf des russischen Geheimdienstes ist.

Welche Ziele PropOrNot mit seinen McCarthy-Methoden verfolgt, finden wir auch auf der bösartigen Website der Gruppe. Gegen die angeblichen russischen Einflussagenten wollen sie „formale Untersuchungen durch die US-Regierung erzwingen“, weil „die Leute, die Propaganda für brutale autoritäre Oligarchien machen, oft auch in einem breiten Spektrum in üble Geschäften verwickelt sind“.

Wenn es diesen Leuten gelingt, die avisierten Webseiten entsprechend zu brandmarken, kommt als nächstes Druck auf Facebook und Google, diese alternativen Nachrichtenseiten zu verbieten, ihnen die Werbeeinnahmen zu sperren und sie damit zur Aufgabe zu zwingen. Tatsächlich haben sich bereits Facebook und Google bereiterklärt, resolut gegen die Verbreitung von „Fake News“ vorzugehen.

An dieser Stelle sei darauf verwiesen, dass Timberg in seinem WaPo-Artikel die Webseite von PropOrNot nicht verlinkt hat.

Das habe einen guten Grund gehabt, schreibt dazu der weltbekannte, investigative Journalist Glenn Greenwald:

„Wenn die Leser die Gelegenheit gehabt hätten, die Seite zu besuchen, wäre es augenblicklich klar gewesen, dass diese Gruppe von angeblichen Experten tatsächlich Amateure sind. Sie gehen mit primitiven, flachen und propagandistischen Klischees hausieren und von ernsthafter, inhaltlicher Analyse und Fachwissen haben sie keine Ahnung. Es ist auf eklatante und nachweisbare Weise nichts anderes als die Förderung der NATO-Sicht auf die Welt unter Anwendung extrem zweifelhafter McCarthy-Taktiken gegen ein breites Spektrum von Kritikern und Dissidenten. Jeder halbwegs ordentliche Herausgeber wäre vor jedem dieser [in Timbergs Geschichte enthaltenen] Faktoren zu Tode erschrocken“, so der Julian-Assange-Vertraute Greenwald.

Lobpreisung des Denunzianten

Tatsächlich ist der „Fake News“-Erzähler Timberg augenblicklich als großartiger „Enthüllungsjournalist“ gefeiert worden. Gierig wurde seine „Die-Russen-waren-es“-Geschichte von einem schnell wachsenden Segment (selbst)gleichgeschalteter Meinungsmacher verschlungen. Vom für Washington zuständigen Chefredakteur der New York Times, Jonathan Weissman, bis zum ehemaligen Obama-Chefberater Dan Pfeiffer wurde Timbergs Geschichte als journalistischer Coup auf dem Niveau des Pulitzer-Preises gewürdigt. „Russland scheint die amerikanische Demokratie erfolgreich gehackt zu haben“, tönte Sahil Kapur, der politische Reporter von Bloomberg. Und für die „Überlebenden“ der grandios gescheiterten Wahlkampagne Hillary Clintons gilt PropOrNot nun als Beweis, dass die Wahlen von Russland manipuliert wurden.

Und wer nun hier in Deutschland über diese Geschichte aus den USA nur ungläubig den Kopf schüttelt, der muss wissen, dass es längst auch hierzulande ähnliche Entwicklungen gibt. Auch in Deutschland wimmelt es bereits von „Putins Polit-Trojanern“. RT-deutsch steht dabei im Fokus der um Aufmerksamkeit winselnden deutschen McCarthy-Epigonen. Bundeskanzlerin Angela Merkel, die offenbar nun weltweit letzte Hoffnung der transatlantischen Kriegstreiber-Eliten, hat am 11. November pflichtschuldigst davor gewarnt, wie imminent die angebliche Gefahr ist, als sie – wiederum völlig aus der Luft gegriffen – Einmischungen und Manipulationen vonseiten des russischen Geheimdienstes bei den Bundestagswahlen im nächsten Jahr an die Wand malte.

Am 30. November hat sodann der ehemalige CDU-Staatsekretär der Bundesregierung, Willy Wimmer, in einem bemerkenswerten Interview darauf aufmerksam gemacht, dass in einer offensichtlich von deutschen Mitarbeitern des amerikanischen Think Tanks „Atlantic Council“ geschriebenen Passage in einem aktuellen Bericht über die SPD „pure Diffamierung“ betrieben wird, die ihn „an Joseph Goebbels erinnert“.

Wörtlich sagte Wimmer:

„Wenn man selbst den Bundeswirtschaftsminister oder ein Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn in die Kategorie ‚Trojanische Pferde für Moskau‘ rückt, dann kann ich nur sagen, dann ist doch der Weg zur Volksverhetzung freigegeben.“

Dieser Artikel erschien am 04.12.2016 bei RT-Deutsch.

Hier der link zum Beitrag von Rainer Rupp: Der transatlantische Aluhut (…)

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13 Kommentare zu: “Der transatlantische Aluhut: „Fake News“-Vorwurf setzt auf Wiederkehr McCarthys

  1. Papst empört über FAKE NEWS
    Papst prangert Skandalpresse an und vergleicht deren Leser mit Exkrementen-Essern

    Papst Franziskus mischt sich in den FAKE NEWS Debatte ein. Verbindung zu PIZZA GATE?
    In der vergangen Debatte über Kindesmißbrauch hier noch mal eine Größenvorstellung der Zahlen.
    In Irland gab es nachweislich 100.000 Gerichtsfälle von Kindesmißbrauch in Verbindug mit der katholischen Kirche alleine in Irland im Zeitraum von 1945-2009. Da nur etwas jeder 10. Mißbrauch zur Anzeige kommt folgt daraus ein Umfang von 1 Million Kindesmißbrauchfällen. Dies weltweit gesehen mehrere Millionen Kindervergewaltigungen durch die katholische Kirche. Zur Verantwortung wurde niemand gezogen.
    Es ist deshalb ein Irrglaube, dass sich viel an diesen Dauerumstand etwas geändert habe, nur weil die Presse diesen Umstand wieder die nächsten 50 Jahre todschweigt.

    Hat die Kirche Angst vor einem PIZZA GATE? Würden Sie persönlich in einer Sekte bleiben mit Millionenfachen Kindesmißbrauch oder würde Sie austreten?

  2. Solange man es nicht selber gesehen hat, kann man nur „glauben“. Aber kann sowas glaubwürdig sein? Doutroux, Norwegen, Sachsensumpf, mögl. der Fall Kampusch…überall gab es Hinweise in die hohe Politik.
    Ich finde, dass die Indizien von #pizzagate schon beeindruckend sind. Ich habe da auch einen Verdacht: In Rockergangs und mafiösen Strukturen ist die Eintrittskarte in die Schutz bietende Struktur die eigene Erpressbarkeit. Ein Anwärter muss erstmal sich als Krimineller bewähren, bevor er ein Prospect wird. Die Erpressbarkeit ist die Versicherung der Loyalität. ich bin mir sicher, dass die Politik ähnlich funktioniert.
    Dabei reichen einfache Steuerhinterziehungen oder Titelfälschungen nicht aus, um eine Politikerkarriere nachhaltig zu ruinieren. Aber nichts macht den sozialen Tod sicherer als das Auffliegen pädophilere Umtriebe. Man denke nur an Edathy, der „nur“ grenzwertige Bilder auf dem PC hatte und nun als sozial Toter sich im Ausland versteckt. Morddrohungen gehen wohl fast täglich ein. Also ist pädophile Handlungen die denkbar wirkungsvollste Eintrittskarte. und die größte Sicherheit, dass bei Druck von Außen die Bande verlässlich zusammenhält.
    Außerdem kann man schon davon ausgehen, dass Leute, der derart ehrgeizig nach der Macht streben, soziopathische Psychostrukturen vorweisen. Da passt es schon dazu, das Fußvolk und seine Machtlosigkeit maximal zu verhöhnen, indem man es an seinem sensibelsten Punkt trifft: den Kindern.
    Machtstrategisch und psychologisch sind also solche Machenschaften sehr vorstellbar.

  3. „Unter dem Titel „Russland manipuliert öffentliche Meinung in USA durch Online-Propaganda“ hat Reporter Timberg vor knapp drei Wochen der mehr als zwielichtigen Website PropOrNot zu weltweiter Prominenz verholfen,…“
    .
    Ja genau, Russland sorgt dafür, daß die Gefängnisse in den USA aus allen Nähten platzen, daß die schwarze Bevölkerung immer noch unglaublichee Diskrimination ausgesetzt ist, daß die arme Bevölkerung in den USA wie Scheiße behandelt wird und gegen die Einwanderer, die auf ein besseres Leben in den USA hoffen, aufgehetzt wird, daß die Super- und Megareichen in den USA faktisch ihr eigenes Land im Land errichtet haben, mit Zonen wo kein Normalsterblicher hingelangt.
    Dafür ist nur Russland verantwortlich, ja genau…..

  4. Es scheint eine Bewegung von jungen Familien zu geben, die auswandern, weil sie mit ihren Kinder hier in Deutschland nicht mehr leben wollen. Sie wollen ihre Kinder hier nicht beschulen lassen, leben vegan und organisieren kostenlose Online-Kongresse mit interessanten Interviews.
    Gerade läuft noch der Online-Kongress „In Fülle leben“, heute mit einem Interview-Partner von der GLS-Bank.
    Der letzte Kongress hieß „Welt-Vegan-Kongress“, dort war u.a. Rüdiger Dahlke zu hören.
    Es gab auch schon einen „Mütterkongress“ an dem ich zum ersten Mal von der Bewegung „Unerzogen“ hörte und inzwischen wunderbare Blog-Beiträge gelesen habe.
    Aida Rodriguez beeindruckt mich im Besonderen und sicherlich lesen hier auch Eltern mit Kinder und daher verlinke ich ihren Blog hier mal: http://elternmorphose.de/category/unerzogen

    Möglicherweise ist mein Beitrag „off Topic“, doch die zukünftige Welt gehört unseren Kindern und Enkelkindern!
    Und hier auf KenFm gibt es Bilbo, die über zukünftige Projekte spricht und Mut macht.

    Ich finde es sehr, sehr wichtig, darüber informiert zu sein, was in der Welt alles passiert, doch vielleicht sollten wir uns wirklich an die eigene Nase fassen und denen da „oben“ nicht mehr so viel Wichtigkeit verleihen.
    Wenn wir aussteigen, einfach deren Produkte nicht mehr konsumieren, keiner mehr den Mainstream folgt, sondern jeder seinem eigenem „Stream“ folgt, im dem er sich genau überlegt bzw. herausfindet, wer er ist und was er will; aus seinem Geld, wenn er welches hat, „grünes“ Geld macht, es z.B. bei GLS-Bank anlegt oder seine Projekt über diese Bank finanziert und immer mehr Menschen das tun und daraus nach und nach ein ganz neuer „Mainstream“ entsteht, von dem wir vielleicht heute noch träumen – Träume können, wenn sie geträumt werden und viele Emotionen erhalten, wahr werden – dann „hungern“ wir die sogenannte „Elite“ langsam aus!

    Was wollen die denn mit ihren Reichtümern machen, wenn ihnen keiner mehr zur Verfügung steht? Und dafür brauchen wir dann noch nicht einmal mehr auf die Straße zu gehen, sondern uns einfach unsere Träume erzählen, was wir uns wünschen und wofür wir „brennen“…und unsere ganze Aufmerksamkeit uns selbst und den Menschen schenken, die ganz ähnliche Träume, Ideen und Gedanken haben, wie wir selbst, wenn auch mit Unterschieden!

    Dann können die da „Oben“ verunglimpfen wen sie wollen – dass es überhaupt so weit schon gekommen ist, zeigt doch, in welcher Not die sich befinden, wie verunsichert sie sein müssen – es glaubt ihnen bald keiner mehr, weil wir unsere eigenen Ressourcen entdeckt haben, die wir jetzt vielleicht noch nicht kennen oder die einfach noch nicht bekannt genug sind.
    Was mir immer bewusster wird, es gibt eine Gegenbewegung, die mag noch klein sein, doch es gibt sie! Und ja, ich bin mir sicher, sie wird wachsen!

  5. Danke, sehr informativ. Ich suche nach einem passenden Begriff in Analogie zur Bücherverbrennung. 200 Werke auf dem Index. Außerdem interessant, wie die fake-news Erfinder um den Begriff „Lügenpresse“ herumkommen. Also, ich denke, wir brauchen an english word für die aktuelle Bücherverbrennung. Hat jemand eine Idee?

  6. An der Meinungsfreiheit wird schon lange gesägt, dh. das Volk wird verwirrt, was Meinungsfreiheit eigentlich bedeutet. Das geschieht auf vielen Ebenen, auch auf welchen, bei denen man nicht unbedingt die Meinung als verteidigungswürdig auffassen würde.
    Man denke nur an die künstlich hochgekochte Geschichte um Pirincci oder den Galgen für Merkel. P. wurde eine Äusserung gezielt missinterpretiert, er wurde falsch und aus dem Zusammenhang zitiert und dann wurde er öffentlich gerichtet, es wurde ein Exempel statuiert. Man kann seine Äußerungen lieben oder hassen, aber das was hier geschah, war vor allem ein Angriff auf die Meinungsfreiheit. Ein Buchhändler rief daraufhin zur Verbrennung seiner Katzenkrimis auf. Das wird nicht weniger schlimm dadurch, dass P. vielleicht nicht unbedingt die Position vertritt, die einem in den Kram passt. In der Galgengeschichte hat man sich einen ganz naiven, und damit völlig überforderten Protagonisten ausgesucht, der mit Bildsprache etaws ausgedrückt hat, was noch vor 20 Jahren nicht einen einzigen Hahn zum Krähen gebracht hätte. Es wird das Mittel der Provokation unterdrückt, die eines der Kraftvollsten ist, die der Widerstand kennt.
    Andererseits ist der politisch passende Böhmermann mit einem Gedicht straffrei davon gekommen, das de facto eine Beleidigung darstellte. Man stelle sich nur vor, wenn dieser so ein Gedicht über Merkel gemacht hätte, da wäre aber was losgewesen. Der B. hätte keinen Fuß mehr auf den Boden bekommen. Man muss doch kein Erdogan-Fan sein, um zu sehen, dass hier was wirklich verkehrt läuft, es ist ein Angriff auf unsere Grundrechte.
    Nun nun also sollen wir vor Fake-Meldungen geschützt werden. Es ist grotesk. Wer einmal erlebt hat, wie schwer es ist, einen Betrüger zu überführen und wie unwillig man hier in der Justiz generell ist, der wundert sich schon, warum nun das Volk vor Lügen geschützt werden sollen, die keinem schaden. Es dürfte doch jedem freigestellt sein, zu glauben, was man möchte, von mir aus auch eine Lüge. Seit wann darf man denn nicht lügen? Seit wann darf man sich denn nicht irren? Allein der Ansatz ist eine Verballhornung der Leute, es wird letztlich mit ihnen gespielt und sie mit dem Nimbus von Fürsorge veräppelt.
    Und natürlich steckt da wieder was anderes dahinter, die Unterdrückung der nicht genehmen Meinung. Die mit der falschen werden bloßgestellt und durchs Dorf getrieben, wirtschaftlich ruiniert, verhetzt (man nennt das dann: natürlich dürfen Sie diese Meinung haben aber Sie müssen dann auch mit der Kritik leben. Ach so.), Und die mit der richtigen dürfen sich mehr erlauben, als das Gesetz erlaubt, und nun soll die falsche nach und nach verdrängt und unterdrückt werden.
    Das alles sind massive Angriffe auf unsere Meinungsfreiheit, genauso, wie mit solche Sendungen wie „Terror“ uns das Gefühl der Menschenwürde ausgetrieben werden soll.
    Ich halte das für eine der gefährlichsten innenpolitischen Entwicklungen. Der Wert unserer Gesellschaft manifestiert sich nicht in der Demokratie sondern in erster Linie an unveräußerlichen Schutzrechten des Einzelnen. Und diese Rechte benötigten zu allen Zeiten immer nur die Randständigen, Außenseiter, Quertreiber, Unangepassten – nicht die, die mit der Meute liefen, mit der Herde blökten. Nicht die 90%, die sich kritisch oder unkritisch anpassen an die gegebenen Verhältnisse. Die waren immer geschützt durch die Macht der Mehrheit. Den gesetzlichen Schutz benötigen die, die sich nicht anpassen und die ohnehin deshalb einer permanenten Gefährdung durch den Gruppendruck ausgeliefert sind. Deshalb ist es auch so wichtig, nicht nur die eigene unterdrückte Meinung zu sehen sondern auch die Zeichen zu erkennen, wenn man die Meinung nicht teilt (Galgen, Pirincci, Erdogan).
    An der Meinungsfreiheit wird auch an anderer Stelle gearbeitet, wo es niemand sieht, nämlich bei den Allerkleinsten, die in Krippen gegeben und der staatlichen Fürsorge in Kindergärten anvertraut werden. Was passiert dort: die Anpassung und Aufgabe der eigenen Position wird quasi von den ersten Lebenstagen aufgesaugt und verinnerlicht. Da das Verstoßenwerden aus der Gruppe die größte Gefahr für ein kleines Wesen ist, genügt ein „Du gehörst nicht mehr dazu“, dass es sich bereitwillig aufgibt, um dieser Gefahr zu entrinnen. Es wird also von Anfang an systematisch trainiert, Antennen zu entwickeln, die ihm ein „Dazugehören“ melden und „Gefahr, verstoßen zu werden“. So wachsen Kinder heran, die wunderbar durch Massenmanipulation steuerbar sind und gar keine eigene Position jenseits des Erlaubten überhaupt entwickeln können.

    Wenn das Menschenrecht auf Meinungsfreiheit gekippt ist, ist der Herrschaft der gestaltenden Kräfte damit erstmal sicher. Und da alles zur Macht strebt scheint diese Entwicklung unaufhaltsam. Aber lieber aufrecht sterben, als auf Knien leben, deshalb ist der Widerstand doch das, was bleibt.

  7. ..und leider erlebt man im eigenen Bekanntenkreis sogar immer wieder, dass diese in den Think-Tanks ausgearbeiteten und auf die durchschnittliche Mentalität der Bevölkerung zugeschnittenen „Aufklärungskampagnen“ auch tatsächlich Wirkung zeigen! Ein bisschen kennt es ja wohl jeder von sich selbst, dass Dinge, die unerträglich schlimm und schrecklich sind, zumindest zeitweise lieber verdrängt werden oder sogar zur Bewahrung der (seelischen) Gesundheit unterdrückt werden. Ich würde z.B. morgens auf nüchternen Magen vor dem Frühstück nichts über Pizzagate hören oder selbst erzählen wollen. Und von all dem profitieren diese Leute! Sie profitieren davon, dass ihre krankhaften Aktivitäten für halbwegs noch seelisch Gesunde schon im Gedenken daran schier unerträglich sind!

    • Beweise gibt es für Pizzagate aber auch keine. Die Pädophilenringe streite ich damit nicht ab. Der Code der Geheimsprache könnte auch was ganz anderes sein, z.B. Drogen codieren. Für mich ist das eher der Pizzagate-fake mit dem Geheimdienste gezielt von tatsächlichen Fakten, die in den geleakten Mails zu finden sind, ablenken wollen, nach dem Motto: „hier wir knacken einen Code, macht ne story raus, und rennt alle hinterher, recherchiert, dann könnt ihr hier nicht bei den Fakten suchen“. Leider sind alternative Medien auch nicht immer faktenorientiert – sehr zum Schaden der seriösen, weniger sensationellen emotional aufgeheizten Themen. Millionen in Kriegen und Sanktionen getöteter Kinder machen weniger Schlagzeilen.

    • Ich kann nicht behaupten, zu wissen, was an den Pizza-Gate- Schauernachrichten wahr ist und was nicht. Aber ich musste leider zur Kenntnis nehmen, dass es bis in die höchsten Machtschichten hinein sog. „Satanisten“ gibt, die im Geheimen für uns unvorstellbar grauenhafte Ritualpraktiken abfeiern, wobei Tiere und vor allem kleine Kinder missbraucht und auch getötet werden(auch in Europa, Beispiel Dutroux). Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Tatsachenberichten überlebter Opfer. Ich habe z.B. auf dem blog mit den meisten Kommentaren hierzuletzt ein Vortragsvideo verlinkt über das Schicksal von Kathy O’Brian, das Sie sich vielleicht mal ansehen sollten. Das, was dort zur Sprache kommt, ist allerdings schon vor 2000 geschehen, aber leider hat es sich aus genau den von mir oben beschriebenen Gründen immer noch weiter entwickelt und vermutlich mittlerweile vervielfacht. Und die perversen Kunstausstellungen von Milena Abramovich gab es damals auch schon und sie wird heute noch aktuell gefeiert als Königin dieser perversen sog. „Aktionskünste“ und sog. „Spirituell Cockings“. Das ist ja sogar alles öffentlich und es gibt ein Video im Netz darüber, wie sie ihre perversen satanistischen Verse mit Blut an eine Wand pinselt. Man möchte heute vieles, was Menschen veranstalten, am liebsten nicht glauben, aber damit tut man der Menschheit keinen Gefallen und am allerwenigsten den Opfern!

    • Ja, diese schauerlichen Dinge Pädophilie und Satanismus finden statt. Die Opfer nehme ich ernst, ich laufe nicht vor der Realität weg, die auch stattfindet, wenn man sie nicht glaubt. Ich bin da ganz Ihrer Meinung. Dennoch halte ich Pizzagate für einen inszenierten Hype – gewürzt mit tatsächlichen Fakten.

    • Ich bin mir da nicht so sicher! Dass Clinton etwas mit sexuellem Kindsmissbrauch schon lange zu tun hat, beweist das Buch von Kathy O’Brian „Transformation of America“.

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