Der unterworfene Patient | Von Gerd Reuther

Wer Hilfe sucht und sich in Obhut begibt, unterwirft sich zumindest für einen bestimmten Zeitraum, akzeptiert er doch Weisungen und verzichtet auf Autonomie. Es liegt nicht nur an den Gesundheitsrisiken jeder Behandlung oder daran, dass Behandler Krankheiten verkennen und eine falsche Therapie verordnen. Nein, es liegt an der Preisgabe der Selbstbestimmung. Wer sich behandeln lässt, handelt nicht mehr. Bereits derjenige, der Tests zur Früherkennung akzeptiert, bringt sich in Gefahr. Schon weisen ihn Messwerte wenigstens als Mitglied einer sogenannten Risikogruppe aus. Damit können Auflagen und Einschränkungen verbunden sein, die gar nicht mehr individuell verordnet werden müssen.

In der griechischen Tempelmedizin oder bei rituellen Heilbehandlungen anderer Völker lagen die Zuordnung eines Krankheitsbildes, Behandlung und soziale Konsequenzen in den Händen von Priestern und Schamanen. Diese Rolle übernahmen im Früh- und Hochmittelalter zunehmend Geistliche der katholischen Kirche. Bis zum 14. Jahrhundert traf dies auch für die Diagnose der mit den Kreuzzügen aus dem Nahen Osten eingeschleppten Lepra zu. Priester entschieden allenfalls unter Zuziehung erfahrener Leprakranker, ob ein Mensch aus der Gemeinschaft ausgestoßen wurde. Die Diagnose war der soziale Tod. An Leprakranken wurden rituelle Beerdigungen vollzogen, da sie die Gesellschaft verlassen mussten und ihres Besitzes beraubt wurden.

Mit der Entstehung einer eigenen akademisch ausgebildeten Ärzteschaft ab dem 13. Jahrhundert übernahmen Ärzte diese Einstufung. Das älteste deutsche Leprazeugnis stammt von 1357 (1).

Die Beschau erfolgte nun in einem Konsil von drei Ärzten, um nicht nur das Risiko von Irrtümern zu vermindern, sondern vor allem um Bestechlichkeit zu erschweren. Ein Arzt inspizierte die aussatzverdächtige Person von Kopf bis Fuß, ein anderer begutachtete den ausgewaschenen Blutkuchen des Aderlasses, und der dritte prüfte den Harn. Sah der Blutkuchen eine Stunde nach Übergießen mit rohem Öl wie gekocht aus und versank Bleiasche im Harn, galt die Diagnose als gesichert. Neben der Begutachtung von Hautläsionen erfolgten also noch zwei nicht evidenzbasierte Tests, die das Testat zur Lotterie werden ließen. Zynischerweise konnten sich „Diagnosen“ sogar im Verlauf bestätigen, da eine fälschlich attestierte Lepra bei Verbannung in die Quartiere der Aussätzigen eine Erkrankung vorprogrammierte. Der Missbrauch physikalischer oder chemischer Vorgänge als Gottesurteil oder „Test“ ist nicht erst in unserer Zeit entstanden.

Dies war der Einstieg von Ärzten in eine unselige Gutachterrolle, die sie über die folgenden Jahrhunderte zu den Erfüllungsgehilfen der Mächtigen werden ließ.

Es waren Ärzte, die die Tauglichkeit von Menschen für Foltermaßnahmen bescheinigten, Personen — oft unzutreffend — als „Tuberkulosekranke“ stigmatisierten, „Euthanasie“ und Zwangssterilisationen im Dienste faschistischer Regime ausführten, Personen wegen angeblicher Unzurechnungsfähigkeit in geschlossene Psychiatrien sperrten.

Am 5. November 1766 erließ die österreichische Kaiserin Maria Theresia (1717 bis 1780) ein Edikt, das Hofärzte verpflichtete, Beschuldigten die Tauglichkeit zur Folter zu bescheinigen (2).

Ärztlicher Widerstand dagegen ist nicht bekannt — ebenso wenig im Jahr 2020, als Ärzte mit untauglichen Tests, manipulierten Zahlen und willfährigen Fehldiagnosen „Covid-Kranke“ und „Covid-Tote“ vortäuschten, die es nie gab (3).

Massenweise wurden gesunde Menschen in Hausarrest geschickt oder ihnen die Eignung für eine unsinnige Impfung bescheinigt. In allen Fällen musste Ärzten die hohe Irrtumsquote ihres Testats bewusst sein.

Mit der Pandemie-Inszenierung kehrte 2020 das Schuldstigma von Krankheit in die Medizin zurück, das sich im 20. Jahrhundert mit dem schwindenden Einfluss der Kirchen verflüchtigt hatte.

Ein potenziell Kranker wurde nicht mehr in erster Linie als Hilfsbedürftiger, sondern als Gefährder für andere Menschen eingestuft, erkennbar daran, dass mit kostenintensiven und aufwendigen Maßnahmen einschließlich eines Personen-Tracings potenziell infektiöse Menschen unter Aufkündigung aller Verfassungsrechte aufgespürt wurden — Freiheitsentzug inklusive. Selbst elektronische Fußfesseln wie für terroristische Gefährder wurden für testpositive Personen ins Spiel gebracht (4).

Kranke sind immer unfrei

Es kann kein Wohlergehen geben, wenn jemand im Namen der Gesundheit gegen seinen Willen therapiert, hospitalisiert, eingesperrt oder irgendwie belästigt wird. Gesundheit beinhaltet immer Freiheit und Rechte. Masken- und Impfzwang, Immunitätsausweis, verpflichtende Händedesinfektion und soziale Distanzierung: Die steigende Intensität der Gesundheitsbetreuung durch vermeintliche Präventionsmaßnahmen, diagnostische Tests und verbindliche Behandlungsprogramme unter dem Deckmantel „Gesundheitsschutz“ beeinträchtigt das Wohlbefinden und damit die Selbstheilungskräfte. Auch torpedieren unwirksame Zwangsbehandlungen die notwendige Gewöhnung an irreparable Einschränkungen, indem sie falsche Hoffnungen auf Wiederherstellung schüren.

Es ist uns viel zu wenig bewusst, dass es keine Gesundheit ohne Freiheit gibt.

Jeder Versuch, selbst in bester Absicht, Gesundheit oder was man dafürhält, verpflichtend zu befördern, schlägt ins Gegenteil um.

Keine Therapie ist frei von unerwünschten Wirkungen. Impfungen können akute und chronische Krankheiten verursachen. Dies gilt umso mehr, als die unter dem Label „Corona“ geplanten Gesundheitspflichten von skrupelloser Profitgier getrieben sind. Die Gesundheitsindustrie dient in erster Linie sich selbst.

Dies desavouiert auch eine immer wieder geforderte Führungsrolle der „Wissenschaft“ für alle medizinischen Entscheidungen. Wissenschaft bewegt sich im Rahmen von Experimenten und Modellannahmen. Medizin ist dagegen immer konkret mit einer Person verknüpft. Was für einen Menschen eine akzeptable Nutzen-Risiko-Abwägung darstellt, ist für einen anderen inakzeptabel. Wissenschaftliche Dogmen kennen jedoch keinen Handlungsspielraum — weder für den Arzt noch für den Patienten.

Wer alle gesundheitspolitischen Entscheidungen wie das Impfgesetz „der Wissenschaft“ unterwirft, hat die Freiheitsrechte irreparabel beschädigt.

Nicht wenige zu ihrem Schutz weggesperrte Bewohner von Altenheimen haben die Isolation mit ihrem Leben bezahlt.

Erst durch eine flächendeckende ärztliche Kollaboration mit manipulierten Diagnosen und unsinnigen Behandlungen konnte 2020 eine alljährliche Viruserkrankung ohne besonderes Gefährdungspotenzial zum Motor eines gesellschaftlichen Umsturzes werden (5).

Entgegen der Genfer Deklaration des Weltärztebundes war Selbstbestimmung der Kranken nicht mehr oberstes Gebot. Ohne das Selbstbestimmungsrecht der Menschen führt die Medizin aber das Ende der Gesundheit herbei. Wer vorgibt, die Menschen von der Bedrohung durch Krankheit beschützen zu können und zu müssen, beendet ein unbeschwertes Leben in Bewegungs- und Entscheidungsfreiheit — eine Erkenntnis, die schon Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika, formuliert hatte: „Wer seine Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.“

Quellen und Anmerkungen:

  1. Winkle, Stefan: Geißeln der Menschheit. Kulturgeschichte der Seuchen. Seite 22 folgende; Artemis & Winkler; Düsseldorf/Zürich 1997.
  2. Illich, Ivan: Die Nemesis der Medizin. Von den Grenzen des Gesundheitswesens. Seite 94; Rowohlt; Reinbek bei Hamburg 1977.
  3. Papier-Pandemie: Deutschland: Zwei Drittel der Covid-Toten in 2020 ohne Virus-Nachweis; https://www.wochenblick.at/deutschland-zwei-drittel-der-covid-toten-in-2020-ohne-virusnachweis/
  4. CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz; https://www.rheinpfalz.de/lokal/ludwigshafen_artikel,-quarant%C3%A4ne-app-und-fu%C3%9Ffessel-spd-emp%C3%B6rt-%C3%BCber-pl%C3%A4ne-dercdu-landtagsfraktion-arid,5062037.html
  5. Falsch ausgestellte Totenscheine: Tausende Ärzte mit einem Bein im Knast? Laufpass vom 25. Januar 2021; https://laufpass.com/corona/gefaelschte-totenscheine-tausende-aerzte-mit-einem-bein-im-knast/

+++

Dieser Beitrag erschien am 13. April 2021 im Rubikon – Magazin für die kritische Masse

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

Bildquelle:       PopTika / shutterstock

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Abonniere jetzt den KenFM-Newsletterhttps://kenfm.de/newsletter/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

Bitcoin-Account: https://commerce.coinbase.com/checkout/1edba334-ba63-4a88-bfc3-d6a3071efcc8

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten findest Du hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

22 Kommentare zu: “Der unterworfene Patient | Von Gerd Reuther

  1. Outlaw sagt:

    Interessant wie es gleich wieder um "Besserwissen / Recht " und Verallgemeinerungen geht :Man braucht nur gewisse Themen anzuschneiden . Am Ende geht es jedoch immer um Entscheidungen oder Ängste gewisser (einzelner ) Menschen ,welche entweder zu sich selbst stehen ,oder zum Mitläufer werden . Gleich ob es im 3.Reich oder XY-Reich war .Sicher ist aber ,dass es um Reiche oder ( durch Dienstgrade ) höherstehende ,mindestens aber sich selbst höher einschätzende Personen ging , die eher zu Befehlen oder Anweisungen gehörten ,als Abhängige ,die sich bereitwillig unter solche stellten
    (od.mussten ) . Die Zeiten oder Systeme spielen dabei weniger eine Hauptrolle.
    Wer trägt nun für entsprechendes Verhalten Verantwortung (Schuld )? Auch ist die Frage warum ? Hochmut kommt vor dem Fall ,genauso wie "Reiche " nicht ins Himmelreich kommen ……..gut es gibt immerhin "Kamele " welche sich durch ein Nadelöhr zwängen .Sicher ist aber ,dass bei Gott alles möglich ist .

    Fragt sich also ,welche Basis wir für unser Leben haben ? Wer sucht der findet und viele ,welche schon einmal vor dem Tod standen,od. ihm begegneten ,ändern ihr Leben oft danach ,als würde man ihnen eine 2te Chance geben.
    Würden Menschen sich Gedanken machen ,wo sie herkommen und wohin sie einmal gehen ,würden sie den Sinn des Lebens vielleicht besser verstehen ?
    Ein Jeder trägt für sich und sein Handeln Verantwortung und niemand ist ohne Schuld !
    Fragt sich also ,wie wir da raus kommen ? Die Lösung sollte bekannt sein ,denn jemand hat bereits für alle bezahlt . Doch dazu gehört Demut ,Insichgehen und hinterfragen lassen .Also eine gew. Selbsterkenntnis und eine ehrliche Suche nach der Wahrheit .Und sicher nicht ein großes "C "als Parteiname ,der seine Bedeutung gänzlich verloren hat ,oder eine Institution ,der ich meine Stimme +Verantwortung abgebe,wie eine Kirche ,die alles für mein Gewissen tut .
    Das Dumme ist ,dass Arroganz das nicht versteht und jeden Tag Blöde aufstehen um materielle Gewinne zu erzielen oder Machtkämpfe auszutragen . Sie haben nichts ,aber auch gar nichts vom Leben begriffen !
    Die Liebe fängt ganz tief und ganz unten an ,nämlich wenn ich zerbrochen auf meine Knie gehe ! Deswegen wird sie ganz oben selten wahrgenommen und haben solche sie erkannt ,ist die Scham und das Selbsteingeständnis so eine Überwindung ,dass die Ängste überwiegen alles zu verlieren ,weil man sich die Blöße gäbe . Leider ist das die Voraussetzung ,um wahrlich nach OBEN zu gelangen .Die Ironie ist also ,dass die ,welche meinen ganz oben zu stehen in Wahrheit ganz untengehalten werden ,denn es ist ihre eigenen Entscheidung .Darin liegt die Gerechtigkeit !
    Jeder kann bei sich selbst anfangen ,aber es bedarf eine ehrlichen Entscheidung .

    Matthäus 6:25-34 NBH
    Deshalb sage ich euch: Sorgt euch nicht um Essen und Trinken zum Leben und um die Kleidung für den Körper. Das Leben ist doch wichtiger als die Nahrung und der Körper wichtiger als die Kleidung. Schaut euch die Vögel an! Sie säen nicht, sie ernten nicht und haben auch keine Vorratsräume, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Und ihr? Ihr seid doch viel mehr wert als diese Vögel! Wer von euch kann sich denn durch Sorgen das Leben auch nur um einen Tag verlängern? Und warum macht ihr euch Sorgen um die Kleidung? Seht euch an, wie die Lilien wachsen. Sie strengen sich dabei nicht an und müssen sich auch nichts nähen. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht so schön gekleidet wie eine von ihnen. Wenn Gott sogar die Feldblumen, die heute blühen und morgen ins Feuer geworfen werden, so schön kleidet, wie viel mehr wird er sich dann um euch kümmern, ihr Kleingläubigen! Macht euch also keine Sorgen! Fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn damit plagen sich die Menschen dieser Welt herum. Euer Vater weiß doch, dass ihr das alles braucht! Euch soll es zuerst um Gottes Reich und um seine Gerechtigkeit gehen, dann wird er euch alles Übrige dazugeben. Sorgt euch also nicht um das, was morgen sein wird! Denn der Tag morgen wird für sich selbst sorgen. Die Plagen von heute sind für heute genug!"

  2. Germane sagt:

    Ich habe selten solch einen unausgegorenen Schwachsinn auf KenFM gehört bzw. gelesen.
    Auch wenn der Autor es nicht kennt, es gibt Behandlungsarten/therapien die völlig (!) nebenwirkungsfrei, im Sinne von negativ für den Behandelnden, sind. Damit lassen sich die 10 führenden Krankheiten der Industrienationen heilen und die 10 führdenen Todesarten innerhalb von einem Jahr ad absurdum führen. Wie Dr. esselstyn so schön sagte – koronare Herzerkrankungen sind ein zahnloser Tiger, niemand müsste an einer solche Krankheit sterben.
    Die Personen die dieser Autor aus "Ärzte" bezeichnet sind bei gutwilliger Betrachtung höchsten Ärzte der zweiten Reihe, eher der fünften bis sechsten – siehe Lauterbach, Drosten, Wiehler etc.
    Der Autor hat eine sehr reduktionistische und somit limitierte Weltanschauung… er ist ebenso in den gängigen Paradigmen gefangen wie die die er hier beklagt…
    Wie wäre es mal mit über den eigenen Tellerrand hinaus schauen?

  3. Rolf Theus sagt:

    Jede staatlich, halbstaatliche oder private Institution – also auch das Gesundheits"system", nein Krankmach"system" – ist immer und zu jeder Zeit ein Machtinstrument der Macht"eliten" – da historisch der Staat die
    "Fortsetzung des Krieges in "Friedens"zeiten (ist), um zu verhindern, dass die Unterworfenen die Herrschaft wieder rückgängig machen." (Claudia Werlhof, s.u.)

    Staat bedeutet historisch bis heute immer Gewaltherrschaft einer meist besitzenden Minderheit über die besitzlose Mehrheit.

    Nur in den ehemaligen staatenlosen Hochkulturen – die historisch vor dem Patriarchat bestanden und matriarchal also herrschaftsfrei und damit basisdemokratisch waren ohne Priavteigentum – stand die Bewahrung der Natur und des Lebens im absoluten Zentrum.

    Näheres hierzu Dr. Heide Göttner-Abendrot: Matriarchat https://www.youtube.com/watch?v=5d8bceMM_iE&list=PLefYHty6SMyOCniHnoYhMRBte0Hgt_ngC&index=1

    Ist „unser“ Staat überhaupt wirklich basisdemokratisch zu organisieren, wenn seine übermächtigen, zentralisierten Institutionen wie das Militär, Polizei, Sozialisierungsinstanzen, politische Institutionen, zentrale Verwaltungen etc. und die protofaschistoiden, international marodierenden Großkonzerne als solche bestehen bleiben und nicht „geschleift“ werden ?

    Hochaktuell ein Vortrag aus 2012 der Feministin
    Claudia von Werlhof, West-End
    https://www.youtube.com/watch?v=Nzl8ipJfY0c&list=PLefYHty6SMyNV4VvP-EJ8FNeswy-t7Dfl&index=25

  4. Ulli sagt:

    Alle Achtung.
    Das betrifft endlich mal den Kern des Corona – Pudels..
    Eindeutig und nicht von der Hand zu weisen.
    So sieht es aus, das Dilemma im Detail, das man längst hätte angehen müssen.

  5. Wolfgang Altpeter sagt:

    Liebes KenFM-Team, ich bin seit Jahren begeistert von Ihren vielfältigen Formaten. Ich verpasse keine Tagesdosis und keinen Standpunkt. Doch vermisse ich meine drei Lieblingssendungen Positionen, Me my self and Media und die Gespräche. Ken Jebsen ist seit Monaten nicht mehr zu sehen. Was auch immer der Grund für dafür sein mag, es wäre schön, wenn Sie sich hierzu mal äußern würden. Im Interview mit Julia Szarvasy auf Nuo Viso hat Ken erklärt, dass er am Aufbau eines neuen Standortes arbeiten würde. Können Sie uns sagen, ob er die von mir so geschätzten Formate zu einem späteren Zeitpunkt wieder moderieren wird, oder ob er sich ausschließlich auf die Rolle als Verleger konzentriert.

    • Wolfgang Altpeter sagt:

      Kommt noch eine Antwort vom KenFM-Team?

    • Wolfgang Altpeter sagt:

      Keine Antwort ist auch eine Antwort. Ich werde meinen Dauerauftrag kündigen.

    • Wolfgang Altpeter sagt:

      Die Antwort kam gestern mit der 59. Ausgabe von MMM. Ich werde meinen Dauerauftrag nicht kündigen, obwohl mir der Grund für die Beendigung des Formates nicht einleuchtet. Ken Jebsen meinte, es sei alles gesagt. Wenn dieses Argument zutrifft, dann dürften auch keine Tagesdosen oder Standpunkte mehr gesendet werden. Dennoch freue ich mich auf die Gespräche und hoffe, dass das Format Positionen weiterhin bestehen bleibt.

  6. P. Nibel sagt:

    Ich bin absoluter Impfgegner, aber ich verwehre mich gegen die Falschbehauptungen, die hier über "Nazi-Ärzte" aufgestellt werden, denn es gab keine "Nazi-Ärzte".
    Der Autor dieses Artikels ist offensichtlich komplett themenfremd und hat noch nie eine Psychiatrie von innen gesehen – ich schon!

    Vor wenigen Jahren ging ich für sechs Wochen in eine Psychiatrie, um mich nach einer Lebenskrise neu zu orientieren. Was ich dort erlebte, war absolut haarsträubend.
    Patienten, die gerade von der geschlossenen Station kamen, hingen sabbernd und mit Kot beschmiert in der Ecke herum – vollgepumpt mit Medikamenten, mit denen ein menschenwürdiges Leben unmöglich ist.

    Mir bot man an, mir Elektroschocks zu geben, die bei mir einen Epileptischen Anfall auslösen würden, weshalb man mich auf einer Trage festschnallen und mir ein Gummi zwischen die Zähne stecken würde, damit ich mir nicht die Zunge dabei abbisse. Alles nur deshalb, weil ich gesagt hatte, dass mein Leben nicht so prall war und ich deshalb Zeit meines Lebens unter Depressionen litt – allerdings, ohne jemals einen Selbstmordversuch unternommen zu haben. Ich rang um Fassung und bat den Arzt, mir die Wirkungsweise dieses Verfahrens zu erläutern.
    "Das wissen wir nicht, aber manche Patienten sagen hinterher, es ginge ihnen besser"!
    Zum Glück neige ich nicht zu Paranoia, denn sonst hätte ich gedacht, die Irren hätten die Ärzte im Keller eingesperrt und das Kommando über die Anstalt übernommen!

    Das Euthanasieprogramm der Nazis stellt sich bei genauerem Hinsehen völlig anders dar, als es von der Nachkriegspropaganda behauptet wurde. Tatsächlich waren von diesem Programm nur die Fälle betroffen, die heute sabbernd und mit Kot beschmiert in der Ecke herumhängen. Bevor man die Killer-Medikamente von heute hatte, haben diese Leute den ganzen Tag und auch die ganze Nacht geschrien wie am Spieß, oder haben sich und/oder andere Patienten schwer verletzt, so dass sie ihr ganzes Leben in der Zwangsjacke verbringen mussten, nachts in einem abgelegenen Keller verwahrt, damit sie nicht das ganze Haus zusammenschreien und man hat z.B. mit eiskalten Bädern versucht, sie in einen Zustand zu bringen, in dem sie mal ein paar Stunden ohne Zwangsjacke verbringen konnten.
    Niemand, der die Chance auf ein menschenwürdiges Leben hatte, war vom Euthanasieprogramm der Nazis betroffen!

    Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass ein alter oder kranker Mensch, der keine Aussicht auf ein menschenwürdiges Leben mehr hat, berechtigt ist, seinem Leben ein Ende zu setzen.
    Wenn ein Mensch darüber nicht mehr selber entscheiden kann, dann liegt die Entscheidung normalerweise bei seinem Vormund. Vom Euthanasieprogramm betroffen waren nur Menschen, die einen staatlichen Vormund hatten – wer noch von Verwandten betreut wurde, den betraf es nicht, außer, die Verwandten haben zugestimmt.
    "Vergasungen" mit Kohlenmonoxid auf LKWs hat es niemals gegeben – das sind die "Dramatisierungen" von perversen Hollywood-Regisseuren. Selbstverständlich wurde eine Injektion benutzt – genau wie heute.

    Der Vergleich von dem, was wir im Moment mit gesträubten Haaren erleben, mit der Nazizeit ist nicht nur deshalb schäbig, weil er falsch ist – er ist deshalb besonders schäbig, weil die "Davos-Clique" – wie es der Rechtsanwalt Dr. Reiner Füllmich so charmant formuliert – aus Nazigegnern besteht!

    • Hartensteiner sagt:

      Aha! Es gab keine Naziärzte? Seltsam….
      Ein Nachbar meiner Eltern, ein hoch angesehener Arzt,,, von dem man wusste (Leute können einfach die Klappe nicht halten) dass er überlste Experimente mit jungen polnischen Mädchen im KZ vornahm, wurde gleich nach Einmarsch der Russen von diesen abgeholt, in einen nahegelegenen Wald verbracht und dort erschossen. Ich vermute, das hat einer ihrer Kommandeure auf eigene Rechnung gemacht, nachdem er die Folgen gesehen hatte? Aber genau weiß ich das natürlich nicht. Auf jeden Fall hat man sich die in diesem Falle unnötigen Aufwendungen eines Gerichtsprozesses erspart und Recht war gesprochen.

    • Hartensteiner sagt:

      Noch etwas dazu…. im medizinischen Bereich deutscher Hochschulen und Institute gab es nach 1945 hervorragende Präparate von Föten als Anschauungsmaterial. Vom kleinsten bis zum fast ausgewachsenen Kind.
      Die konnte man vor 1945 in KZs bestellen.
      (Das weiß ich von einer zuverlässigen Ärztin, die das aus eigener Anschauung wissen musste).

    • P. Nibel sagt:

      @Hartensteiner

      Stimmt das Gerücht, das ich gehört habe, dass Ihr Großvater deshalb verfolgt wurde, weil er mit offenem Hosenstall Im Park herumlief und Frauen belästigt hat? Angeblich hat er sich deshalb bei jedem Türklingeln gefürchtet, weil er Angst hatte, dass trotz des falschen Bartes, den er trug, eine Frau ihn erkannt haben könnte. Hab´ich gehört…

    • Michael Haas sagt:

      Wer Nazis verteidigt, begibt sich ohne Not in eine sehr schwierige Position. Vor allem, wenn das Verallgemeinerungsargument ins Spiel gebracht wird: `keine Naziärzte´. Da schwingt Sympathie für die Verbrecher mit, die nicht sinnvoll erklärbar ist.
      Dagegen könnte man wohl sinnvoll behaupten, dass nicht alle Ärzte bei den Schweinereien mitgemacht haben.
      Und auch dass damit Gefahren verbunden waren.
      Bei diesem Verallgemeinerungsargument müssen auch die Autoren auf kenfm vorsichtig sein.
      Themawechsel, der mir wichtig ist:
      Setzt euch für JULIAN ASSANGE ein. Mit ihm wird ausprobiert, wie man mit Journalisten umgehen kann. FREIHEIT für ASSANGE!

    • Hartensteiner sagt:

      P. Nibel – wenn einer solch dummes Zeug schreibst, wie Du, dann wird offensichtlich, dass Du eigentlich gar nichts zu sagen hast. Du bist schon eine sehr traurige Figur.

    • Hutmacher sagt:

      "…Das Euthanasieprogramm der Nazis stellt sich bei genauerem Hinsehen völlig anders dar, als es von der Nachkriegspropaganda behauptet wurde. Tatsächlich waren von diesem Programm nur die Fälle betroffen, die heute sabbernd und mit Kot beschmiert in der Ecke herumhängen. Bevor man die Killer-Medikamente von heute hatte, haben diese Leute den ganzen Tag und auch die ganze Nacht geschrien wie am Spieß, oder haben sich und/oder andere Patienten schwer verletzt, so dass sie ihr ganzes Leben in der Zwangsjacke verbringen mussten, nachts in einem abgelegenen Keller verwahrt, damit sie nicht das ganze Haus zusammenschreien und man hat z.B. mit eiskalten Bädern versucht, sie in einen Zustand zu bringen, in dem sie mal ein paar Stunden ohne Zwangsjacke verbringen konnten…

      und weiter

      …Vom Euthanasieprogramm betroffen waren nur Menschen, die einen staatlichen Vormund hatten – wer noch von Verwandten betreut wurde, den betraf es nicht, außer, die Verwandten haben zugestimmt…"
      ………………………………………….
      Ich habe selten einen solchen Schwachsinn gelesen.

    • P. Nibel sagt:

      Tja – alles, was ich hier gesagt habe, stammt aus Beiträgen, die auf PHOENIX, 3Sat und ARTE liefen und die wahrscheinlich jetzt noch in der Mediathek aufzurufen sind, aber manche Menschen haben eben kein Interesse an der Wirklichkeit und laufen lieber spektakulären Lügen hinterher! Aus sachlichen Berichten trieft wohl nicht genug Blut.

      Zu den Zuständen, die heute in der Psychiatrie herrschen (die Patienten werden langsam vergiftet, anstatt schnell und man wird ohne eine wissenschaftliche Grundlage mit Elektroschocks malträtiert), die ich angesprochen habe, mochte sich gar niemand der Replikanten äußern, und daran sieht man deutlich, dass es denen gar nicht um die Menschen geht.

      Sie sind hier nur angetreten, um die Lüge vom guhten Uncle Sam und vom böhsen Onkel Adolf zu unterstützen.
      Also tragt Eure Masken, Leute! Uncle Sam sagt, dass da draußen ein Killervirus umgeht und Uncle Sam würde Euch doch nicht belügen 🙁 🙁 🙁

  7. Hartensteiner sagt:

    Da haben wir nun ca. 83 000 000 (potentiell) kranke Gefährder in der BRD. Dabei ist es soooo leicht gesund zu werden. Man muss sich nur impfen lassen. Ist doch nur ein kleiner, gentechnischer Eingriff….
    (Der regelmäßig zu wiederholen ist. Neue MU-Tanten sind schon eingeladen).
    PS: Von den 83 000 000 Menschen, die uns alle krank machen wollen, den rücksichtslosen, unsolidarischen, kann man bereits die abziehen, die geimpft sind und die an der Impfung Verstorbenen mit Sicherheit.
    Die Toten bleiben unwidersprochen sie sichersten, solidarischsten, rücksichtsvollsten, nur… nur dass an denen nichts mehr zu verdienen ist – Volksmund: "Sie nehmen's von den Lebendigen, weil sie's von den Toten nicht mehr kriegen".
    Schluss: Es ist solidarische Bürgerpflicht, krank zu sein.

    • Deakehler sagt:

      Ja Hartensteiner sind die Bürger doch schon längst:
      Der Psychoanalytiker Wilhelm Reich sah bereits den 1930ern die Neurose als eine Massenerscheinung.
      Krishamurti sagte:
      "Es ist kein Maß von seelischer Gesundheit, einer zutieft Krankhaften Gesellschaft angepasst zu Sein"

      Nur, Heilung scheint wohl nicht ihr Ziel zu sein.

    • Deakehler sagt:

      Im Übrigen bin ich kein Anarchist.
      Max S.tirner kenn ich twar nicht persönlich, aber ich ahlte ihn auch nicht für einen Anarchisten

    • Deakehler sagt:

      Sorry, meine Tastatur setzt gelegentlich aus und die üblichen Vertipper, zu schnell abgeschickt.
      sollte heißen:
      Max Stirner kenne ich zwar nicht persönlich, aber ich halte ihn nicht für einen Anarchisten.

    • Hartensteiner sagt:

      Dekaehler – im Falle des Anarchismus würde ich mich vor allem an Emma Goldman halten. Ansonsten gibt es viele Fälle (u.a. Bakunin oder Rudolph Rocker etc.) von Leuten die alle etwas unterschiedliche Vorstellungen hatten und nur grob unter das Dach des Anarchismus passen. Was sie vereinte ist die Idee von selbstbestimmten, freien Menschen in einer freien, sozialistischen Gesellschaft ohne Staat. Wie man sich heute so etwas vorstellen könnte, könnten eigentlich nur die Menschen entscheiden, die für sich so etwas einrichten würden und ich würde davon ausgehen, dass es da schier unendlich viele Varianten geben würde.
      ABER: Von Derlei sind wir soweit entfernt, wie von einer Besiedelung der Venus 🙂

    • Deakehler sagt:

      Lieber Hartensteiner, wir reden etwas aneinander vorbei,
      "ich bin kein Anarchist. und Stirner halte ich auch für keinen".

Hinterlasse eine Antwort