Deutsche Konzerne und ihre Rohstoffgier in Brasilien

Von Andreas Grünwald.

Die Verantwortlichen für die Brandrodungen in Brasilien sitzen zu einem starken Anteil in Deutschland. Anstatt uns also weiterhin nur mit Horror-Bildern über die Brände im Amazonas Gebiet gegenseitig in Schrecken zu versetzen, wäre es jetzt also doch viel notwendiger sich mit den ökonomischen und politischen Hintergründen und vor allem auch mit der Rolle deutscher Politik und deutscher Monopolunternehmen betreffs der Vernichtung der südamerikanischen Regenwälder zu beschäftigen. Denn nicht nur dass diese an diesem Vernichtungsfeldzug einen starken Anteil haben, allein dadurch könnte doch auch so etwas wie eigene Handlungsperspektive entstehen. Sich indes in schrillen Tönen immer wieder nur und ausschließlich über die besondere Brutalität von Jair Bolsonaro aufzuregen, das ist zwar verständlich, aber es bringt nur wenig. Denn Bolsonaro ist doch nur der Bluthund, der gerade auch zum Nutzen des deutschen Industrie- und Monopolkapitals, wie auch des Monopolkapitals aus einigen anderen Ländern, dort vor Ort in Brasilien dann die Drecksarbeit verrichtet.

Es ist Deutschland, das dort in Brasilien – und wie keine andere imperiale Macht Europas – eigene ökonomische Interessen verfolgt und verteidigt. Am besten und längsten sicherlich festzumachen an den schon viele Jahrzehnte dauernden Aktivitäten von VW do Brasil. Eine Tochterfirma eines deutschen Staatsunternehmens, das dort in Brasilien schon seit den 1950er Jahren agiert. Mit großen Fabriken in der Herstellung von Autos, aber eben auch durch Brandrodungen, die es VW gestatteten im Amazonas Gebiet eine Fläche in Besitz zu nehmen, die allein schon größer ist als die gesamte Fläche von Berlin, Hamburg und Bremen zusammen genommen. Nicht nur Rinderzucht wird auf solchen Flächen betrieben. Auch zum Beispiel der Anbau von Soja oder die Ausbeutung brasilianischer Rohstoffe. Unter erbärmlichen Bedingungen für die dort Beschäftigen, aber auch mit katastrophalen Auswirkungen für den ehemaligen Lebensraum indigener Völker und mit katastrophalen Auswirkungen für den Regenwald und unser Klima. Muss man zudem daran erinnern, wie noch vor einigen Jahren immer auch mal wieder kleinere Berichte hier bei uns zu lesen waren und die uns über die erbärmlichen sozialen Verhältnisse dort informierten? So schlimme Verhältnisse, dass uns diese an die schlimmsten Zeiten der Sklaverei erinnerten. Hunderte von Menschen sind so allein durch die Aktivitäten von VW do Brasil dort in Brasilien um ihr Leben gekommen. Wie das einst begann, lesen wir in einer älteren Broschüre aus dem Jahr 1984 (1)

VW do Brasil steht aber nur beispielhaft für etwa 1400 große deutsche Unternehmen, die in Brasilien an der Ausbeutung des Landes führend beteiligt sind. Es ist die Creme de la Creme des deutschen Monopolkapitals, die in Brasilien an der Ausbeutung auch von Rohstoffen, wie Eisenerzen, Nickel, Aluminium und so weiter direkt oder indirekt partizipiert. Rohstoffe, die dort nicht selten im Amazonas gefunden werden. Es sind deutsche Unternehmen und Banken, aber auch Versicherungen, die sich in Brasilien seit vielen Jahren eine goldene Nase verdienen und dafür rücksichtslos auch die weltweit wichtigsten Zonen zum Schutz unseres ökologischen Gleichgewichts für ihre Profitinteressen bereit sind zu opfern. Eine gute Übersicht dazu – sozusagen eine Bilanz des Schreckens – entnehmen wir dem Buch von Christian Russau, das erst vor zwei Jahren unter dem Titel „Abstauben in Brasilien“ im VSA Verlag erschien und uns hiermit als PDF Datei vollständig vorliegt (2)

Und es sind europäische, US-amerikanische, aber führend eben auch deutsche Konzerne, die dort nun seit dem kalten Putsch gegen die letzte progressive Regierung des Landes erneut riesige und zusätzliche Profite wittern und die sich dafür regelrecht einen Krieg um dort im Amazonas lagernde Rohstoffe liefern. Es ist deutsche Politik, die daher auch am Sturz der dort bis vor geraumer Zeit noch existierenden progressiven Regierung einen Anteil hatte. Ebenso wie zuvor schon in Argentinien oder etwa in Peru oder wie sie es jetzt in Venezuela immer wieder versuchen. Es sind schließlich deutsche Handelsunternehmen, die am Import südamerikanischer Agrarprodukte, wie etwa Soja oder auch von Hühner- bzw. Rinderfleisch, profitieren, während zum Beispiel die BASF und ihre Tochterunternehmen, sich eine goldene Nase daran verdienen entsprechende Gifte für die Agrarindustrie dann nach Brasilien zu exportieren. Es sind schließlich deutsche Monopolunternehmen wie VW, Mercedes oder auch BMW, die dann selbst noch aus dem Abfall der bei der Zerstörung der Regenwälder entsteht, also aus Holzkohle, wichtige Rohstoffe zu günstigen Bedingungen generieren. Und es sind Unternehmen wie etwa Bayer, die riesige Profite dort aus dem Anbau von gen-manipulierten Zuckerrohr schöpfen. Und deshalb ist es die deutsche Politik, die es auch nicht dulden will, dass progressive Regierungen in diesen Ländern diesem Treiben dort versuchen gewisse Schranken aufzuerlegen. Siehe dazu beispielsweise hier (3)

Jair Bolsonaro passt indes in dieses Konzept zur Wahrnehmung imperialer deutscher Interessen, wie kaum ein zweiter, konnten wir noch vor einigen Monaten zum Beispiel im Handelsblatt oder auch, wie jetzt hier beispielhaft verlinkt, in Artikeln des capital lesen (4)

Jair Bolsonaro ist für deutsche Politik aber auch deshalb besonders interessant, da er nun das Tor für Privatisierungen bislang öffentlichen Eigentums oder von Grund und Boden weit öffnet. Das folgt den Beispielen in Griechenland, Kenia und in zahlreichen weiteren Ländern Südeuropas, aber auch Afrikas und Asiens, wo sich nicht zuletzt deutsche Banken eine goldene Nase mit so genannten Krediten oder Anleihen verdienten. Und daher ist es auch die deutsche Bundesregierung, die wie kaum eine andere, um das Freihandelsabkommen mit den Mercosur Staaten kämpft und es unbedingt – auch gegen den Widerstand von Frankreich – verwirklicht sehen möchte, lesen wir beispielsweise hier: (5)

Es wäre dringend notwendig, dass progressive Journalisten diese Zusammenhänge zusammenfassend aufarbeiten. Denn nur damit entstünde für uns, wie für die Umweltbewegung, doch eine reale Handlungsperspektive durch politischen Druck hierzulande zu wirklichen Veränderungen auch in Brasilien beizutragen.

Es wäre aber auch an der Zeit, dass einige deutsche Linke (das gilt Gott sei Dank nicht für alle) ihre anderen Ländern gegenüber bestehende missionarische Haltung endlich einmal überdenken, und wonach – selbst auch unter Linken – vor allem am deutschen Wesen diese Welt genesen möge. Denn es sind die Regierungen nicht zuletzt von Venezuela oder Nicaragua oder auch von Bolivien, wie auch die Kräfte der brasilianischen oder argentinischen Arbeiterbewegung, die diesem Treiben international agierender Konzerne auch vor Ort versuchen einen Riegel vorzuschieben. Dass die dabei nicht immer fehlerfrei agieren, ja das ist so. Aber wie klein sind deren Fehler im Vergleich zu unseren Fehlern?

Also wenn wir zum Beispiel immer nur von Jair Bolsonaro reden, während wir aber die eigentlich Verantwortlichen, die, die direkt vor unserer eigenen Haustür sitzen, bewusst oder unbewusst, aber eben weitgehend aus der Schusslinie unserer Kritik heraus lassen.

Quellen:

  1. https://www.welthaus.de/fileadmin/user_upload/News/1984-04_Die_Farm_am_Amazonas_AG_Brasilien__Dritte_Welt_Haus_e.V._web.pdf
  2. https://www.rosalux.de/…/VSA_Russau_Abstauben_in_Brasilien.…
  3. https://netzfrauen.org/2019/01/03/brasilien/
  4. https://www.capital.de/…/warum-deutsche-firmen-hoffnungen-i…
  5. https://amerika21.de/…/mercosur-europaeische-union-freihand…

Bildquelle:  John Kehly/shutterstock

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18 Kommentare zu: “Deutsche Konzerne und ihre Rohstoffgier in Brasilien

  1. CHINA ist der größte Großgrundbesitzer und Grundaufkäufer in Brasilien

    Bauern zünden ihren Grund an, um nach der Brandrodung ihre Fläche an CHINA zu verkaufen. Der Zyklus, in dem der Regenwald vernichtet wird, lautet: Holz, Vieh, Sojabohnen. Bereits im Jahr 2011 investierte China in Brasilien 17 Milliarden US-$. An der Art der Investitionen kann man die Strategie ablesen, nämlich Rohstoffe und Nahrungsmittel nicht mehr einfach zu importieren, sondern in Brasilien selbst zu produzieren. China erklärte Lateinamerika 2018 zum «unentbehrlichen Partner». Auf China ist Jair Bolsonaro, der 2018 gewählte Präsident Brasiliens, nicht gut zu sprechen: Seine Regierung werde Chinas Expansion in Brasilien beschränken, erklärt er regelmässig. China kaufe nicht in Brasilien, schimpft er, China kaufe Brasilien.

    Eine erste Maßnahme der brasilianischen Regierung gegen das chinesische Politbüro ist 2019 das Verbot des Verkaufes von landwirtschaftlich genutzten Flächen über 5.000 ha an Firmen, die mehrheitlich in ausländischem Besitz sind. Ähnliches ist für den Bergbau geplant.

    2010 exportierte Brasilien Eisenerz, Soja und Erdöl für 31 Milliarden US-$ nach China. Von den 400 Millionen ha, die für den Ackerbau geeignet sind, nutzt Brasilien nur 50 Millionen. Auf jeden Fall kauft China weiter riesige Ländereien, vor allem in der „cerrado“ genannten Region. Mit Ausnahme einer brasilianischen Firma ist die Sojabohnen-Produktion fest in der Hand ausländischer, überwiegend chinesischer Unternehmen. Bereits im Juli 2010 war die Chongqing Red Dragonfly Oil Corporation in Barreiras in Bahia, um die Errichtung einer Fabrik zur Sojaölgewinnung zu verhandeln. Im Oktober 2010 hat Sinopec 40 % der brasilianischen Repsol – Niederlassung für 7,1 Milliarden US-$ gekauft. Im März 2010 wurden 1,2 Milliarden US-$ für den Bergbaubetrieb Itaminas vom chinesischen ECE (East China Mineral Exploration and Development Bureau) bezahlt.

    Wie ganz Lateinamerika ist auch Brasilien offiziell kein Teil von Chinas «Belt and Road Initiative» (BRI)

    Von 2005 bis 2013 sicherte sich China vor allem Rohstoff- und Energiequellen. In diese Phase fielen die Grosskredite an die größte Ölfirma Petrobras gegen künftige Öllieferungen, die Investitionen von chinesischen Agrar-Tradern oder die wachsenden Beteiligungsnahmen an Häfen. In São Paulo liessen sich die ersten der inzwischen fünf chinesischen Banken nieder. Anfangs finanzierten diese vor allem den Handel mit China, inzwischen begleiten sie auch die Investitionen, wie den Landaufkauf.

    Deutsche Firmen spielen hier eine marginale Rolle. Sie verzerren die Realität durch Ihren sehr einseitigen Bericht und degradieren deutsche Firmen in Brasilien. Schade.

    Hier noch ein sehr interessanter LIVE Satelliten-Link zur aktuellen Brandrodung in Brasilien:

    http://queimadas.dgi.inpe.br/queimadas/portal-static/situacao-atual/

  2. Amazonia in Flames – Brazil’s Bolsonaro is a World Criminal – Encouraging Jungle Burning for Private Exploitation of Freed Land

    Link:
    thesaker.is/amazonia-in-flames-brazils-bolsonaro-is-a-world-criminal-encouraging-jungle-burning-for-private-exploitation-of-freed-land/

    • epochtimes.de/meinung/analyse/bolivien-oekosozialist-morales-laesst-regenwald-abfackeln-europa-aber-schweigt-a2984352.html

      Wird eigentlich nur noch mit gespaltener Zunge geredet?

      Die einen machen sich zum Kriminellen im Weltmaßstab, die anderen lässt man gewähren.

      Kann mir das einer erklären?

  3. „Es sind schließlich deutsche Handelsunternehmen, die am Import südamerikanischer Agrarprodukte, wie etwa Soja oder auch von Hühner- bzw. Rinderfleisch, profitieren, während zum Beispiel die BASF und ihre Tochterunternehmen, sich eine goldene Nase daran verdienen entsprechende Gifte für die Agrarindustrie dann nach Brasilien zu exportieren“.

    Das kann ich so nicht stehen lassen – bitte Quellenangaben hierzu!

    Der Export von chemischen Gütern, insbesondere zur Behandlung in der Agrarindustrie, unterliegt sehr strengen Kontrollen und Auflagen. Speziell südamerikanische Länder verlangen vor der Einfuhr diverse Dokumentation (u. a. Analysenzertifikate, Ursprungszeugnisse sowie diverse Sicherheitsdatenblätter) über das einzuführende Gut.

    Meine Bitte daher immer genau vorab informieren und derartige Aussagen verifizieren. Nicht stimmende Behauptungen zu veröffentlichen sollte doch eher bei den sogenannten Mainstream-Medien angesiedelt bleiben.

  4. Steve Schwarzman, a Top Financier of Mitch McConnell and Donald Trump, Is a Driving Force Behind Amazon Deforestation

    theintercept.com/2019/08/27/amazon-rainforest-fire-blackstone/

    Nicht Medien relevant sind die weitaus größeren Brände in Afrika und weitere in Bolivien, Peru, Indonesien, Sibirien und der Arktis sowie

    Nicht Medien relevant sind auch weltweite massive Abholzungen von Vancouver Island bis zur Türkei.

    dw.com/de/waldexperte-wohlleben-abholzung-von-urwald-ist-katastrophe-t%C3%BCrkei-alamos-gold-hambacher-wald/a-49998317

    haz.de/Nachrichten/Kultur/Uebersicht/Tuerkei-Star-Pianist-spielt-vor-Tausenden-gegen-Abholzung

  5. Was in Brasilien passiert, ist sehr wahrscheinlich Brandrodung.
    Es sind die Folgen des Freihandelsabkommens Mercosur.

    Fast alle politischen Parteien befürworten unsere Marktwirtschaft und am besten auch noch Freihandel. Etwa bei der Linken gibt es eher nur einzelne Politiker, die die Marktwirtschaft hinterfragen.

    Die Marktwirtschat bringt uns zurzeit noch sehr viel Wohlstand, aber dieser wird demnächst irgendwann erstmal am Ende sein.

    Bei der Marktwirtschaft steigen jedenfalls die fast gar nicht abbaubaren Schulden der meisten Menschen immer mehr und diesen Schulden stehen spiegelbildlich die Vermögen weniger extrem reicher Menschen weltweit gegenüber. Die weltweiten Schulden müssen vor allem auch immer schneller ansteigen, weil das System sonst kollabieren würde.

    Irgendwo wird also das fehlerhafte Schuldgeldsystem der Banken dafür verantwortlich sein, dass wie durch einem Virus immer mehr Natur zerstört wird.

    Mit der Naturzerstörung steigt auch der CO2-Gehalt in der Luft. Ob aber das zu hohe CO2 überhaupt für den Klimawandel verantwortlich ist, ist nicht mit völliger Sicherheit bekannt.

  6. Was die Naturgefüge des Planeten an Lebensgrundlagen bereitstellen, verstehen wir immer noch durchweg als zu erobernden oder auch zu verteidigenden Besitz gegenüber den Ansprüchen anderer.

    Und Besitz, mehr noch Eigentum halten wir für Berechtigungsgründe für bedenkenlosen Umgang. Wo uns dieser Umgang nicht passt, fangen plötzlich nicht wenige an, von bedrohten ´Gemeingütern´ zu reden, deren Existenz zuvor unisono kleingeredet und Raubzügen unterworfen wurde…

    Klar muss aber werden: Nichts ist ´Gemeingut´, solange und soweit es nicht „als solches behandelt/verwaltet/gepflegnutzt wird.“ (Silke Helfrich)

    Wir könnten unsere Systemkomplexe ganz einfach ´umnorden´, wenn wir das denn endlich tatsächlich wirksam wollten:

    vgl: https://autopoietischesnetzwerk.home.blog/2019/08/27/499/

    gw / Ein Vorschlag zur ´Umnordung´ unserer System-Komplexe https://diskursplanb.home.blog/10-3/

  7. Danke, ein guter Artikel. Schön, dass es so etwas hier noch gibt, manchmal.

    Anstatt Druck zu machen, das Mercosur-Abkommen zu kippen, stürzen sich unsere Medien lieber auf Kritik an der – in der Tat unsäglichen – Person von Bolsonaro. Und immer, wenn man meint, das Niveau der „politischen“ Diskussionen könnte nicht mehr weiter sinken, wird man eines Besseren belehrt:
    spiegel.de/politik/ausland/emmanuel-macron-verurteilt-spott-ueber-seine-frau-nach-attacke-aus-brasilien-a-1283789.html

    P.S.: Ich bin frei jeglicher Sympathie für Macron, aber darum geht es hier ja nicht.

  8. Und wer holzt noch so ab? Und wo brennt es eigentlich wirklich?

    n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Schlimmster-Urwald-Abfackler-ist-ein-Sozialist-article21231783.html

    Man muss nicht alles den weißen alten Männern in die Schuhe schieben.

    Hier Bilder der Nasa dazu, man betrachte mal Afrika…

    firms.modaps.eosdis.nasa.gov/map/#z:4;c:22.6,4.7;t:adv-points;d:2019-08-25..2019-08-26;l:firms_viirs,firms_modis_a,firms_modis_t

    • „Man muss nicht alles den weißen alten Männern in die Schuhe schieben.“

      Ne, is klar – die kleinen Ne..r sind selber schuld. Ach so, das darf man ja hier wieder nicht sagen…

      Aber ist doch wahr, jetzt sind sie doch schon so lange unabhängig. Und bekommen unsere Entwicklungshilfe ständig hinten rein geschoben. Und trotzdem bekommen sie’s nicht hin.

    • contra-l

      Eine Reaktion schon nach – für dieses Medium hier – unfassbaren 3 Minuten?!?
      Machen Sie das professionell?

      Es haben hier sicher noch die meisten genug Intelligenz um zu erkennen, wer von uns beiden hier rassistisch argumentiert. Auch wenn er es zugegebenermaßen eloquent versteht, den Vorwurf umzukehren.

    • Danke, Redaktion!

      Ich hoffe, es werden bald noch ein paar weitere auffällige Profile gelöscht, nicht nur das von contra-l.

      Den Vorwurf, dass ich aktiv Zensur von anderen Meinungen fordere, höre ich mir dann eben an.
      Dass es gewisse Grenzen der Toleranz gibt, sollte wohl allen klar sein.

  9. Tja, die unschöne Wahrheit ist in dem Zusammenhang – so kritikwürdig all das auch immer sein mag – dass unsere Wirtschaft (in D, der EU, weltweit) anders gar nicht mehr funktionieren kann.

    Man kann einen Heißluftballon ohne Landemöglichkeit im Flug nicht umbauen.
    Wirtschaftlich würde ‚Landemöglichkeit‘ eben ‚Crash‘ bedeuten – von da aus ließe sich neu strukturieren.
    Den will aber keiner – durchaus nachvollziehbar – und somit wird aus einem beklagenswerten Status quo ein Status infinito.

    Wer auch immer lautstark ‚grüne Politik, grünes Wirtschaften‘ fordert, der muss auch UMFASSEND und nicht teilaspektverliebt OHNE CRASH MACHBARE Lösungen vorschlagen.
    Da sehe ich aber weit und breit rein gar nichts.

    Ja, da werden gerne sogenannte ‚Alternativmodelle‘ aufgefahren – sei es ein ’neues‘ Geldsystem, sei es Allmende-Projekte etc. – aber KEINES dieser Modell beantwortet die elementarste aller Fragen dazu:
    Wie soll dies global, gleichzeitig und ohne Notzustände umgesetzt werden?

    Ich habe alle gängigen propagierten ‚Lösungen‘ analysiert und keine einzige beantwortet mir DIESE Frage.
    Gutmenschen-Blabla zuhauf, aber keine vernünftige Antwort, wie man einen Konsens unter bald 8 Milliarden Menschen herstellt, diese organisiert und motiviert, Verteilungsgerechtigkeit herstellt, ohne dass dies diktatorische bis tyrannische Zwangsbeglückung bedeutete!?

    Außerdem ist auch das betroffene Volk (hier Brasilien) sehr wohl mitverantwortlich, denn es wählt kompromisslos-korrupte Politiker wie Bolsonario (der hat sich ja nicht an die Macht geputscht?!?) SEIT JEHER und begünstigt auch dadurch eben solche Misstände.
    Das ist in D natürlich nicht anders, ansonsten wäre jemand wie Merkel, Schröder, Kohl etc. nicht in der Macht bestätigt worden.

    Wenn man die aktuellen Wirtschaftskreisläufe untersucht, dann wird einem schnell klar, dass hier eine Zwangsspirale von Notwendigkeiten und Abhängigkeiten direkt zu solchen Zuständen führen muss – jedenfalls solange, wie die Konsumenten über den Preis abstimmen.

    • K o n s e n s e s t e l l e n s i c h e i n, w e n n man die zentralen Bedingungen in wirtschaftlich so dominierenden Staaten die D auf ein Gleis setzt, das eigene wie fremde Praktiken s o gleichsam um-magnetisiert, dass s i c h unter der Hand und gänzlich a b k o m m e n s l o s die Wirtschafts – B e z i e h u n g e n a l l e r d a r a u f Schritt für Schritt e i n z u p e n d e l n b e g i n n e n …

      Hauptaufgabe der Staatenwelt, in der wir uns bewegen, w ä r e die Unterbindung i n k e i n e r Hinsicht r e c h t f e r t i g b a r e r Vorteilsnahme-Praktiken, die so oder so vom inzwischen üblich Gewordenen abweichende Formen von Selbstorganisation zurückzudrängen oder solche gar nicht erst zuzulassen trachten.
      – Brasilien nur z.B. erkennt indigenen Landbesitz einfach nicht an…

      Wer Kraft in diese zentrale Staatsfunktion bringen will, der sollte keine Politik ausgefeiltester Abkommen anzielen !
      Der sollte nicht um die täglich totgeredeten Menschenrechtsverletzungen streiten und mit Zwangsmitteln drohen … !
      S o wird er nichts als Wind säen, um kaum anderes als immensen Sturm zu ernten !!

      D e r b r a u c h t e stattdessen n u r j e d e s der in s e i n e m Land gehandelten Güter genauestens zu i n d e x i e r e n auf ihre jeweiligen G e d e i h l i c h k e i t s – und S c h ä d l i c h k e i t s – K e n n z i f f e r n hin !

      Damit hätte er die Daten für eine stückspezifisch kostenwahre Waren-Steuer, die z.B. für Soja oder Palmöl aus Regenwald-(Brand)rodungsgebieten samt CO2-Anteil… kennziffern-spezifisch hoch ausfiele …

      – Zollfragen fielen weg (!!!) und der Blick auf die verbleibende Gewinnträchtigkeit würde allen gänzlich unspektakulär zu neuer Nachdenklichkeit verhelfen !

      Der Schritt weg von einem Arbeits-Besteuerungs-System zu einem hauptsächlichen Index-Steuer-System könnte da – namentlich wenn er grundeinkommensgestützt vollzogen würde – vieles in gedeihliche Bewegung bringen ! ! !
      Und das weltweit unter allen Handelspartnern weit jenseits alles und alle vergiftender Forderungen und heuchlerischer Abkommen und Vorwürfe!!

      vgl. auch: https://diskursplanb.home.blog/10-3/

      in diesem Kontext auch : der Vorschlag eines neuen Multiplikatoren-Netzwerks für alle, denen an vielleicht geeigneten Bündelungen für erforderliche Bewegungs-Richtungen liegt / https://autopoietischesnetzwerk.home.blog

  10. Vielen Dank an KenFM und den Autor für diesen Beitrag.
    Es sind wichtige für mich teilweise neue Erkenntnisse. Die Zerstörung der Erde durch die hochindustrielle Ausbeutung nimmt derartig rasant zu, dass wir noch in unserer Zeit die Auswirkungen zu spüren bekommen werden. Also in wenigen Jahren, wenige Jahre: das sind vielleicht 6 oder 8 oder 15 Jahre….
    Ich weiß nicht, ob an dieser Stelle der geeignete Platz ist, die folgende Anmerkung anzubringen:
    der spirituelle Autor Eckart Tolle hat in seinem neuen Buch „Eine Neue Erde. Bewußtseinssprung anstelle von Selbstzerstörung“ einen anderen Weg gezeigt.
    Wenn wir diesen hier aufgezeigten Weg nicht gehen, werden wir, also die Menschen auf dieser Erde, durch die Umweltzerstörung und die Vergiftung der Erde durch die intensive industrielle Ausbeutung, recht elend zugrunde gehen. Vermutlich werden für die menschliche Existenz wichtige Insekten, wie z.B. Bienen aussterben, damit fällt die Nahrungsproduktion zunehmend aus…
    Jedes Geschöpf ist wichtig. Und derartig mit der Natur und Menschen, wie Sie das hier für Brasilien geschildert haben, umzugehen ist Barbarei.
    LEIDER wird dieser Vorgang mit dem ideologischen Kampf-Begriff „Klimawandel“ ummäntelt, also der Verstand abgelenkt und in eine andere Richtung gelenkt. So kann die Ausbeutung ungestört weiter gehen.
    Nochmals, herzlich danke.

  11. Waldbrände verbrennen Afrika, aber die Medien der Welt glotzen auf Brasilien

    Quelle:

    linkezeitung.de/2019/08/26/waldbraende-verbrennen-afrika-aber-die-medien-der-welt-glotzen-auf-brasilien/

    • Alles Ablenkung und Masche.

      globalfiredata.org/fireatlas.html

      Oder hier:

      sciencefiles.org/2019/08/24/szenen-einer-unglaublichen-heuchelei-der-brennende-amazonas/

      Und übrigens: Der Amazonas ist nicht die Grüne Lunge der Erde

      sciencefiles.org/2019/08/24/der-amazonas-ist-nicht-die-grune-lunge-der-erde-hoffentlich-versteht-heiko-maas-von-sonst-etwas/

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