Deutschland bald dunkel? | Von Julian Aicher

Ein Kommentar von Julian Aicher.

März 2020. Eine „Pandemie“ wird ausgerufen. Breiten sich künftig weitere Schock-Wellen übers Land aus? Zum Beispiel bundesweite Stromausfälle? Über Tage, gar Wochen?

„Blackout“. So der Titel des 900-Seiten Zukunftsromans von Marc Elsberg, erschienen 2012. Keine gute Nacht-Lektüre. Was kann also passieren, wenn in Deutschland mehrere Tage der Strom ausfällt? Oder gar Wochen? Der elektrische Lichtschalter – ja: Der funktioniert dann nicht mehr.  Helfen da ein paar Kerzen?

Aber ohne Strom läuft in vielen deutschen Haushalten auch sonst nicht viel.

Zum Beispiel die elektrische Wasserpumpe für das Klo. Auch die Pumpe für Dusch- und Leitungswasser nicht.  Computer, Internet – Fehlanzeige. Ganz cool zeigt sich da auch die Heizung – ihre automatischen Zünder brauchen Elektrizität. Dann auch kein funktionierender Kühlschrank.

Nichts frisch Essbares? Das dann also im Supermarkt holen? Wirklich?

Ohne Strom öffnen seine automatischen Schiebetüren nicht. Was finden ohne elektrisches Licht? Und selbst mit eigener Taschenlampe – die Lebensmittel verrotten in Kühltruhen ohne Strom. Ja – selbst der Weg zum Supermarkt erweist sich als schwierig. Tanken fällt nämlich ebenfalls aus. Die Tanksäulen pumpen ohne Strom keinen Sprit.

Wann löst solch ein tage- und wochenlanger Stromausfall Plünderungen und Gewalt aus? Wann zeigen sich Bürgerkriegsähnliche Szenen?

Mit solchen Fragen hat sich nicht allein „Blackout“-Verfasser Marc Elsberg befasst. Nein – auch das „Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag“ informierte bereits 2011 darüber „Was bei einem Blackout geschieht“.

„Was bei einem Blackout geschieht“.* So der Titel der amtsnahen Studie. Sie war zumindest bis 10. Juli 2020 noch im üblichen Buchhandel erhältlich. Die Stromausfall-Studie warnt etwa davor, dass wenig Wasser in den Häusern auch weniger fließendes Nass in den Abwasserleitungen bedeutet. Daraus entstünden dann, so die Studie, „Probleme durch Verstopfungen, Geruchsbildung und Krankheitsüberträger wie zum Beispiel Ratten“ ** Ende des Zitats. Kurz: Ohne Strom stinkt es.

Bemerkenswert: Eine ähnliche sogenannte „Risikoanalyse“ hatte der Deutsche Bundestag schon 2012 zum Thema „Pandemie durch Virus“ erhalten. Geschehen ist seither bis Frühjahr 2020 wenig. Mehr als e i n Grund also, die Stromsicherheit nicht allein den Regierungen zu überlassen.

Das empfahl 2011 bereits die „Blackout“-Schrift beim Bundestag.  Sie riet wörtlich zu so genannten „Inselnetzen“. Zu deutsch:

Elektrizität möglichst nahe am Verbrauch herstellen.

Das Buch lobt deshalb – so wörtlich – „Eigenstrominsellösungen auf Basis erneuerbarer Energien“. Zitat Ende.

Also natürlich vorhandene Kräfte wie Tageslicht, verheizbare Pflanzen, auch „Biomasse“ genannt, Erdwärme, Wasserkraft und Windkraft.

Diese Erneuerbaren Energien lieferten 2010 16,8 Prozent des Stroms in Deutschland. Heute 55,8%.

Also über die Hälfte der Elektrizität in der Bundesrepublik. Laut Statistik.

Sprich: über dreimal mehr als vor zehn Jahren. Gewonnen etwa auf Dächern von weit über einer Millionen Haushalten.

Elektrizität in Bürgerhand. Demokratisch. Beachtlich.

Also alles kein Problem mit einem längeren Stromausfall? Doch! Denn  e i g e n s t ä n d i g  können vor allem solche Kleinkraftwerke mit eigener S c h w u n g m a s s e wieder „anfahren“. Sprich: Nach „Blackout“ erneut Strom liefern. Zum Beispiel Biogasanlagen oder auch altbewährte Kleinwasserkraftwerke. Bäche und Flüsse bringen deren w u c h t i g e Räder mächtig in Dreh. Also auch Generatoren.

Aber nur, wenn man solche Wassertriebwerke nicht zuvor zerstört.

Um 1900 arbeiteten in Deutschland rund 80.000 davon.

Heute noch knapp 8.000 – ein Zehntel. Und die Vernichtung solcher Kleinwassertriebwerke geht weiter. Landesbehörden in Baden-Württemberg planen gerade, zwei solchen Jahrzehnte bewährten Triebwerken das Wasser abzugraben.  Noch diesen Juli 2020. Ähnliches immer wieder in Hessen.

Amtliche Begründung: Fisch-Schutz.

Dabei tummelten sich weit mehr solcher Wassertiere im Nass, als sich viel mehr Wasserräder drehten.

Biologe und Physiker Ernst Ulrich von Weizsäcker erkennt in manchem der Wasserkraft-Staubereiche gar- so wörtlich – „ein wunderbares Biotop für biologische Vielfalt“.

Mit ein Grund dafür, dass es von Weizsäcker als – so wörtlich – „ökologisch gar nicht wünschenswert“ bezeichnet, solche Wasserbauten zu zerstören.

Und der wirkliche Grund für die amtlichen Abbruch-Pläne? Warum sollen landschaftlich sehr reizvoll gelegenen, altbewährten Triebwerken im Schwarzwald das Wasser abgegraben werden?  Die Antwort ergibt sich aus schlichten Fakten. Dem Land Baden-Württemberg gehört zu großen Teilen der Atom- und Kohlestrom-Konzern „Energie Baden-Württemberg EnBW“.

Und diesem droht durch immer mehr bürgereigene Kleinkraftwerke Konkurrenz.

Noch aber drehen sich die Räder an der mittelständig bürgerschaftlich betriebenen „Schwarzen Säge“ und der „Schattenmühle“ im Südschwarzwald. Noch hat die amtliche Zerstörungswut ihr Unheil nicht vollzogen.

Regenerativenergien retten – statt bürokratischem Blackout: Das steht jetzt an.

Wie schrieb Thriller-Autor Marc Elsberg auf seinem Bestseller-Titel: „Morgen ist es zu spät.“

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Wasserkraftler Julian Aicher betreibt das Informationsbüro rio’s ( www.rio-s.de [1]) und dient der „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ als Pressesprecher.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Shutterstock / Simon Dux Media

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12 Kommentare zu: “Deutschland bald dunkel? | Von Julian Aicher

  1. Durch den wachsenden Anteil von Wind- und Sonnenstrom wächst auch die Blackout-Gefahr. Bei Dunkelheit und Bewölkung gibt es keinen Solarstrom, und der Wind weht bekanntlich wann und wo er will. Das war schon vor über 100 Jahren so und hat letztlich zum Verschwinden der Windmühlen geführt. Ohne entsprechende Speichermöglichkeiten ist Wind- und Sonnenstrom ein "minderwertiger" Strom, weil er nur zeitweise/teilweise dann erzeugt wird, wenn er auch gebraucht wird. Erforderlich ist daher eine zusätzliche, konventionelle Stromerzeugung, die die Schwankungen bei Sonne und Wind ausgleichen kann. Und weil die Erzeugung bei Sonne und Wind Null sein kann, muss noch mal die gleiche (konventionelle) Erzeugungskapazität vorgehalten werden. Wasserkraft kann hierbei einen Anteil von 3 % haben, Biomasse (Mais) vielleicht 10 %.
    Fazit: Die deutsche Energiewende ist gescheitert (vgl. auch die halbjährlichen McKinsey-Berichte für die BR). Jetzt soll Wasserstoff zum "Schlüsselelement" unserer Energiewende werden (Altmaier). Aber das klingt schon sehr nach "Wunderwaffen" mit denen das Volk am Ende eines verlorenen Krieges noch bei Laune gehalten werden soll. Deutschland macht die dümmste Energiepolitik, kein Land der Welt macht Vergleichbares.

  2. Die Corona-Bande hat kein Problem damit, für diesen Unterwerfungsmechanismus mittels unbegrenzter Erfindung einer nicht-existierenden "Realität" beliebige Unsummen in Millionen- und Milliardenhöhe aufzubringen, unternimmt aber so gut wie nichts, um etwa Nordstream 2 mit den wenigen, verbliebenen Kilometren fertig zu stellen. Bereits daran kann man sehen, das es schon jetzt in "Dunkeldeutschland" extrem finster ist.

  3. Wasserkraftwerke sind unbedingt zu erhalten und die einzige halbwegs grüne Energie überhaupt. Die Atomkraftwerksbetreiber müssen die Lagerhaltungskosten nun endlich bezahlen, für die nächsten 100 000 Jahr mindestens. Zusätzlich müssten Atomkraftwerkbetreiber für die Schäden von Atomkraftwerks Unfällen aufkommen und dafür eine extrem hohe Versicherung bezahlen müssen. Und auch die Schäden die durch einen Atomkrieg entstehen müssten den Atomkraftwerksbetreibern angerechnet werden, auch diese müssten von Versicherungen gedeckt werden einschließlich der Zerstörung der ganzen Erde. Fazit, Atomstrom ist ein Verbrechen, Wasserkraft ist gut, wo sind da die Grünen ? Und wegen der Netzstabilität müsste ermittelt werden ob die Notwendigkeit von stabilen 50 Hz mit nur sehr geringer Abweichung überhaupt gegeben ist. Uhren könnten alle über Funk eingestellt und synchronisiert werden, oder über NTP wenn eine Internetverbindung besteht.

    • Warum müssen Atomkraftwerksbetreiber für die Schäden aufkommen oder eine extrem hohe Versicherung abschließen müssen.
      Wenn das Ding in die Luft fliegt haben wir auch nichts davon.
      Die Dinger gehören einfach verboten.
      Ich will mich nicht an einer Vesicherungssumme im Schadensfall erfreuen, ich will einfach nicht der Gefahr ausgesetzt sein.
      Da scheinen die Prioritäten aber anders gesetzt zu werden. Im jetzigen Cornawahn wissen ja alle, das Maskenpflicht unumgänglich ist.
      Das betreiben der Kernkraftwerke ist „unverantwortlich!“
      Da müssen wir aber seit zig Jahren darüber diskutieren, bei der Maskenpflicht ist Diskussion aber ausgeschlossen.

  4. Laut welcher Statistik stammen 55,8% des Stroms aus erneuerbaren Energien? Ich habe kürzlich den Flächenbedarf für Deutschland ausgerechnet, wenn man den gesamten Strombedarf mit Wind und Sonne decken wollte (Backup-Ressourcen NICHT mitgerechnet). Das Ergebnis war erschütternd. Das geht vorne und hinten nicht, so schön es auch wäre. Ich halte die Zahl 55,8% für völlig ausgeschlossen und bitte den Autor, dafür belastbare Quellen zu nennen.

  5. „Wann löst solch ein tage- und wochenlanger Stromausfall Plünderungen und Gewalt aus? Wann zeigen sich Bürgerkriegsähnliche (sic!) Szenen?“

    Die viel spannendere Frage ist:
    „Wann löst der endgültige Zusammenbruch des Geldkreislaufs Plünderungen und Gewalt aus? Wann zeigen sich bürgerkriegsähnliche Szenen?“

    Zur letzten Teilfrage: Jetzt schon.
    Der Geldkreislauf ist schon fast zum Stillstand gekommen. Den Rest besorgt der Crash der Börse(n).

    https://opium-des-volkes.blogspot.com/2020/03/schaumkrone-des-schwachsinns.html

  6. Einheit oder Spaltung?

    Ihr seid auf dem Weg in ein Neues Zeitalter, welches euch vor große Herausforderungen stellt. Eure Sehnsucht nach Frieden und einem Zuhause, wo ihr als Menschenfamilie lebendig miteinander zusammen leben könnt, rückt in greifbare Nähe. Ihr seid bereits viele, deren Bewusstsein erwacht ist und der Wendepunkt zu einem neuen Leben hat bereits für euch begonnen. Seid geduldig und lasst euch nicht so schnell entmutigen, auch wenn es im Außen scheinbar nicht danach aussieht.

    Durch die Spannungen im kollektiven Feld kommt es zu Spaltungen innerhalb eures Systems, welches sich noch immer an die alten Strukturen klammert. Ihr werdet erfahren und es mit eigenen Augen beobachten können, wie das alte System in sich zusammenfällt, da es für die gesamte Menschheit nicht mehr tragbar ist. Dieser Monat wird sich in Zerwürfnissen und Streitigkeiten offenbaren. Es wird gewaltige Auseinandersetzungen unter den Machthabern dieser Welt geben. Die Fronten werden sich verhärten und der Ton wird rauher als je zuvor.

    Viele Lichtarbeiter haben den Mut und den Glauben verloren an eine bessere Welt. Doch solltet ihr jetzt nicht aufgeben, da der große Umbruch kurz bevorsteht. Die Mehrheit der Menschheit ist bereits erwacht, auch wenn ihr das in eurer alltäglichen Realität anders wahrnehmt.

    Ihr dürft jetzt mehr ins Vertrauen gehen und das äußere Geschehen beobachten. Macht euch immer bewusst was ihr ins kollektive Feld durch euer Handeln hineingebt. Dient es der Einheit oder der Spaltung? Bleibt zentriert und lasst euch nicht so leicht aus dem Gleichgewicht bringen, durch die Informationsflut die jeden Tag auf euch einströmt.

    Die Basis für ein freies und selbstbestimmtes Leben ist das Vertrauen in eure eigene Göttlichkeit. Ihr seid als Lichtträger auf diesen Planeten gekommen, um die höheren Energien hier auf der Erde zu verankern. Es geht darum eure Schwingung hoch zu halten, da ihr dadurch eine höhere Gesamtschwingung als Kollektiv erzeugt.

    Seid das Licht, welches ihr euch so sehr wünscht. Lasst es erstrahlen so dass sich die Erde erhellt und mit ihr die gesamte Menschheit. Ihr seid die Frucht aus deren Kern etwas Neues entstehen kann. Ihr seid die Schöpfer der Neuen Erde und eure Liebe wird sich entfalten.

    Quelle:Medium geistige Welten

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