Die antirussische Kriegspropaganda des deutschen Militarismus und der Rechten

von Bernhard Trautvetter.

Der Antikommunismus war nach Thomas Mann die Grundtorheit seiner Epoche im 20. Jahrhundert. (1)

Die Nazis malten eine jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung an die Wand. (2) Darin sahen sie eine von der Sowjetunion ausgehende Verbindung der von ihnen beschworenen russischen und jüdischen Gefahr.

Kaiser Wilhelm erklärte eine russische Mobilmachung zu einem Angriff auf das Deutsche Kaiserreich und er eröffnete mit dieser Lüge den ersten Weltkrieg. (3)

Hitler erklärte den Angriff auf die Sowjetunion mit dem „Unternehmen Barbarossa“ mit der Aufgabe, die europäische Kultur zu retten. (4) Damit eröffnete er den bisher tödlichsten Feldzug aller Zeiten, der unter der Devise „Verbrannte Erde“ circa 27 Millionen tote Sowjetbürger zurückließ. Von all diesen Verbrechen hat sich Deutschland, hat sich Europa, hat sich die Welt bis heute nicht erholt. Dies schon alleine deshalb, weil eins ihrer Ergebnisse die Nuklear-Rüstung ist.

Die antirussischen Lügen zum Koreakrieg hat Peter Frey in seiner großartigen KenFM-Serie „Die UNO – Machtinstrument gegen Korea“ vorbildlich herausgearbeitet.

Die Hochrüstung der NATO wurde immer schon mit den Fake-News einer sowjetischen Gefahr und Vor-Rüstung legitimiert, was immer eine Umkehrung der Tatsachen war, wie alle entsprechenden Jahres-Berichte des auch im Westen hoch angesehenen Friedensforschungsinstituts SIPRI beleg(t)en; dies wird zum Glück von einigen kritischen ZeitgenossInnen wahrgenommen. (5) Im Ergebnis der in Deutschland immer noch weit verbreiteten Vorbehalte gegen Kriegspropaganda, zieht die Stimmungsmache (6) gegen Russland in den Narrativ der militärisch-strategischen Kommunikation der NATO nicht. Sogar in der SPD-Spitze regt sich Widerstand gegen eine Eskalation gegen Russland. (7)

Die Essener NATO-Konferenz 2015 unter dem Titel „Strategische Kommunikation“ suchte nach Wegen, die Erfolge der Friedensbewegung zu durchkreuzen, die dazu führen, dass es große Vorbehalte gegen das Handeln der NATO-Militärs in der Öffentlichkeit gibt. (8)

Die Erfolge der Friedensbewegung seit den 80er Jahren wirken nach. Damals ging es gegen die Lüge von der vermeintlichen Notwendigkeit einer so genannten Nach-Rüstung mit Atomraketen, die von Europa aus – vor allem von Deutschland aus – auf die Sowjetunion gerichtet waren. Um diese Lüge aufzubauen, zählte die NATO einfach ihre britischen und französischen Systeme – anders als die Sowjetunion – nicht mit. Daraus ergab sich dann in der Propaganda die Lüge von einer notwendigen Antwort. (9)

Im Falle der Novichok-Skripal-Affaire und dem Khashoggi-Mord fällt auf, wie stark die NATO ohne Beweise eskalierende Propaganda und Maßnahmen gegen Russland umsetzt, während die NATO-Führungsmacht USA nicht auf seinen hundert Milliarden-Waffendeal mit Saudi-Arabien verzichten. (10)

Genauso schnell bewerten die NATO-Militärs und führende PolitikerInnen vom rechten/konservativen Lager bis zu Grünen und einigen SozialdemokratInnen, darunter Außenminister Maas, die aktuellen Geschehen vor dem Asowschen Meer im Gleichklang mit der eskalierenden Regierung Poroschenko in Kiew. (11)

In der Konsequenz verlangen die Grünen, dass Deutschland seine Unterstützung der Ostsee-Gas-Pipeline von Russland an die deutsche Küste einstellt (12), was neben der weiteren Spannungseskalation zur Konsequenz hätte, dass die Interessen der naturzerstörenden Fracking-Förderer in den USA einen Konkurrenzvorteil erringen könnten.

Es geht bei alledem ohnehin um Ökonomisches: Die USA wollen eine Annäherung Westeuropas an Russland mit aller Gewalt verhindern. Sie wollen so ihre Dominanz politisch und ökonomisch ausbauen. Der Militärisch-industrielle Komplex will möglichst viel in die Richtung des Zwei-Prozent-Ziels der NATO bei den Rüstungsausgaben, die aktuell schon circa beim 15fachen der Militärausgaben Russlands liegen, das seine Rüstung aktuell leicht zurückfährt. (13)

Das Ganze ist höchst gefährlich für die Menschheit, alleine wenn man sich vergegenwärtigt, welche Konsequenzen eine militärische Eskalation unter Einbeziehung von Atomwaffenstaaten bedeuten würde. Mehr noch: Die Atomkraftwerke in möglichen Kampfzonen würden auch einen nicht-atomaren Waffengang in ein nukleares Inferno gleiten lassen. Dann braucht sich die nächsten hunderttausend Jahre hier niemand mehr blicken zu lassen. Dieses Risiko verlangt eine absolute Deeskalations- und Friedenspolitik, wie sie auch der Vertrag zur Deutschen Einheit einfordert, den alle brechen, die Öl ins Feuer gießen: Dort wird Deutschland darauf verpflichtet, sich für eine europäische Friedensordnung einzusetzen, die die Sicherheitsinteressen aller Staaten berücksichtigt. (14)

Quellen:

(1) http://deacademic.com/dic.nsf/dewiki/86542

(2) http://www.schlauer-statt-rechts-essen.de/?tag=franz-voutta à s. Abschnitt „Historischer Hintergrund“

(3) https://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_de&dokument=0203_bal&object=translation

(4) https://www.stern.de/politik/geschichte/-unternehmen-barbarossa–der-krieg-gegen-die-sowjetunion-3301296.html

(5) http://www.bund-rvso.de/auf-ruestung-deutschland-nato-russland-ausgaben.html

(6) https://www.ovb-online.de/weltspiegel/politik/krim-krise-putin-schliesst-frieden-mit-ukrainischer-regierung-aus-zr-10757284.html

(7) https://www.welt.de/politik/deutschland/article175690757/SPD-Spitzen-stellen-Russlandpolitik-von-Heiko-Maas-infrage.html

(8) https://www.japcc.org/portfolio/japcc-air-space-power-conference-2015/

(9) https://www.rubikon.news/artikel/die-nukleare-gefahr

(10) https://www.welt.de/politik/ausland/article164765067/Trump-einigt-sich-mit-Saudis-auf-Mega-Waffendeal.html

(11) https://www.lauterbacher-anzeiger.de/politik/ausland/stoltenberg-sondertreffen-der-nato-ukraine-kommission_19252101#   +

+ https://rebecca-harms.de/ +

(12) https://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article184582524/Deutschlands-Hebel.html

(13) https://www.sueddeutsche.de/politik/militaerausgaben-die-maer-von-gleichen-militaerausgaben-1.3474484  +

+ http://www.spiegel.de/politik/ausland/sipri-studie-china-ruestet-russland-spart-usa-dominieren-a-1204466.html

(14) https://www.auswaertiges-amt.de/blob/243466/2851e102b97772a5772e9fdb8a978663/vertragstextoriginal-data.pdf

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14 Kommentare zu: “Die antirussische Kriegspropaganda des deutschen Militarismus und der Rechten

  1. Für interessierte Hier sind Quellen zum Thema, wie es zum Ersten Weltkrieg kam:

    Wolfgang Effenberger: Europas Verhängnis 14/18 Kritische angloamerikanische Stimmen zur Geschichte des Ersten Weltkriegs.
    Wolfgang Effenberger: Europas Verhängnis 14/18. Die Herren des Geldes greifen zur Weltmacht. Höhr-Grenzhausen, 2018.
    John P. Cafferky: Lord Milner’s Second War. 2013;
    Gerry Docherty & Jim Macgregor: Hidden History. 2014; gibt’s auch in Deutsch.
    Dr. Jacob Ruchti: ZUR GESCHICHTE DES KRIEGSAUSBRUCHS NACH DEN AMTLICHEN AKTEN DER KÖNIGLICH GROSSBRITANNISCHEN REGIERUNG, Bern 1916.
    J. A. Morris: The Scaremongers. London, 1984.
    Professor Evgenij A. Adamow: Die Diplomatie des Vatikans zur Zeit des Imperialismus. Berlin, 1932.
    John Charmley: Splendid Isolation? London, 1999/2009.
    Walter Millis: Road to War – America 1914-1917
    Markus Osterrieder: Welt im Umbruch, Stuttgart 2014.
    Wiederkehr der Hasardeure von Wolfgang Effenberger und Willy Wimmer.
    Wolfgang Effenberger Herausgeber „Sie wollten den Krieg“.
    Andrea Bosco: The Round Table Movement and the Fall oft he „Second“ British Empire (1909-1919) Cambridge Scholars Publishing, 2017
    Sogar Andrea Bosco, ein italienischer Professor und Bewunderer der britischen Round Table Group schreibt darin auf S. 15: “Without the creation of an external threat, the attempt to bring about the political union of the Empire would have been doomed to failure. In order to survive, the Empire desperately needed the Hun….in ideological, political and economic terms…..the creation of the ‘external enemy’ was certainly not the only cause which generated World War I, but in Weberian terms it could be considered the ‘adequate cause’, namely, the cause without which the course of events would have been different.”
    Deutsch: „Ohne die Schaffung einer äußeren Bedrohung wäre der Versuch, die politische Union des Imperiums zu verwirklichen, zum Scheitern verurteilt gewesen. Um zu überleben, brauchte das Imperium dringend den Hunnen….ideologisch, politisch und wirtschaftlich….die Erschaffung des „äußeren Feindes“ war sicherlich nicht die einzige Ursache, die den Ersten Weltkrieg auslöste, aber in Weber’schen Begriffen könnte man sie als die zweckentsprechende Ursache“ bezeichnen, nämlich die Ursache, ohne die der Lauf der Ereignisse anders verlaufen wäre.“

    • Es ist doch ein langweiliges Schauspiel hier. Sie, Herr Trautvetter, sind offensichtlich pro-kommunistisch eingestellt und wollen partout Russland und damit den Kommunismus verteidigen. Egal, was Russland so gemacht hat, vorhat oder im Schilde führt. Ich sehe jede Macht skeptisch und da gehört auch und gerade heute Putins Russland hinzu.
      Mich beschleicht hier das Gefühl, dass es nicht um Fakten geht, sondern lediglich um die Gretchenfragen: Kommunismus/Russland/Putin oder nicht.
      Die sovjetische Bedrohung war fake news?
      Aha…Ist das jetzt Wissen oder eher ein Glaubensbekenntnis?
      Die Bedrohung durch die zaristische Armee war ganz offensichtlich handfest, wie A. Eberl darzulegen im Stande war.
      Wenn man nicht gerade an Auto-Aggression leidet, dann sollte man sich solchen Bedrohungen in den Weg stellen, sonst ist man am Ende der Gelackmeierte. Gerade der immer so vergötterte Putin tut nämlich genau das.
      Aber vermutlich ist das jetzt schon wieder neu rechts, gerade wenn man sich nicht vom Russen zu überrennen allzeit bereit zeigt.

    • Guten Abend diavolinetto + …
      Russland ist kapitalistisch, nicht kommunistisch. Mein Verhältnis zum Präsidenten dieses Staates ist mitnichten so, wie Sie mir unterstellen.
      Zur einstigen Warnung der Nato vor einer von ihr immer wieder betonten sowjetischen Bedrohung:
      Auch im Kalten Krieg übertrafen die Militärausgaben der Nato bei weitem die aller möglichen Gegner. Nach dem allseits als rennomiert angesehenen schwedischen Friedensforschungsinstitut SIPRI waren die Ausgaben der Nato fürs Militärische um ein Vielfaches über denen des östlichen Militärbündnisses. Ich fand diese Angabe in Studie von Fritz Vilmar 1969. Die Sowjets hätten bewusst Selbstmord begehen wollen, wenn sie den Westen hätten angreifen wollen. Wenn die Nato heute lügt, ist das nichts Neues.
      Der Angriff des Deutschen Reiches gegen Russland erfolgte ohne eine Aggression des Gegners. Das nennt man Kriegsverbrechen. Damit schreibe ich nicht, dass die Gegner sich keiner Kriegsverbrechen schuldig gemacht haben. Jeder noch so sehr als Verteidigung begründete Krieg entartet und missbraucht die Wahrheit und die Völker.
      Zu meiner Einstellung: Der Kommunist Michail Gorbatschow sagte während seines letzten Besuches als sowjetischer Präsident, weder das System im Osten, noch das im Westen ist zukunftsfähig. Das teile ich. Das System der Konkurrenz und der Rendite der Anteilseigner an einem Konzern als Priorität ökonomischen Handelns ist zur Kooperation unfähig, die die Menschheit braucht, um die Zukunftsgefährdungen abzuwenden. Das System, in dem laut Oxfam acht Menschen so viel besitzen, wie die ärmste Hälfte der Menschheit häuft so viel sozialen Sprengstoff an, dass die Risiken leicht den Siedepunkt erreichen. Ich werde den Verdacht nicht los, dass Rosa Luxemburg Recht hatte: Sozialismus oder Barbarei.
      Wenn sie als Rechter tituliert werden wollen, nun – da sehe ich diese Indikatoren: Rassismus, Nationalismus, Militarismus, autoritäres Denken und Handeln im Sinne von ‚Law and order‘, ökonomischer und Macht-Vorteil ohne Rücksicht auf Verluste; Quintessene: man steht über dem Gesetz – das ist das kaltherzige Recht des Stärkeren. Das ist es, was ich unter ‚rechts‘ verstehe. Guten Abend diavolinetto + …
      Russland ist kapitalistisch, nicht kommunistisch. Mein Verhältnis zum Präsidenten dieses Staates ist mitnichten so, wie Sie mir unterstellen.
      Zur einstigen Warnung der Nato vor einer von ihr immer wieder betonten sowjetischen Bedrohung:
      Auch im Kalten Krieg übertrafen die Militärausgaben der Nato bei weitem die aller möglichen Gegner. Nach dem allseits als renommiert angesehenen schwedischen Friedensforschungsinstitut SIPRI waren die Ausgaben der Nato fürs Militärische um ein Vielfaches über denen des östlichen Militärbündnisses. Ich fand diese Angabe in Studie von Fritz Vilmar 1969. Die Sowjets hätten bewusst Selbstmord begehen wollen, wenn sie den Westen hätten angreifen wollen. Wenn die Nato heute lügt, ist das nichts Neues.
      Der Angriff des Deutschen Reiches gegen Russland erfolgte ohne eine Aggression des Gegners. Das nennt man Kriegsverbrechen. Damit schreibe ich nicht, dass die Gegner sich keiner Kriegsverbrechen schuldig gemacht haben. Jeder noch so sehr als Verteidigung begründete Krieg entartet und missbraucht die Wahrheit und die Völker.
      Zu meiner Einstellung: Der Kommunist Michail Gorbatschow sagte während seines letzten Besuches als sowjetischer Präsident, weder das System im Osten, noch das im Westen ist zukunftsfähig. Das teile ich. Das System der Konkurrenz und der Rendite der Anteilseigner an einem Konzern als Priorität ökonomischen Handelns ist zur Kooperation unfähig, die die Menschheit braucht, um die Zukunftsgefährdungen abzuwenden. Das System, in dem laut Oxfam acht Menschen so viel besitzen, wie die ärmste Hälfte der Menschheit häuft so viel sozialen Sprengstoff an, dass die Risiken leicht den Siedepunkt erreichen. Ich werde den Verdacht nicht los, dass Rosa Luxemburg Recht hatte: Sozialismus oder Barbarei.
      Wenn sie als Rechter tituliert werden möchten, nun – da sehe ich diese Indikatoren: Rassismus, Nationalismus, Militarismus, autoritäres Denken und Handeln im Sinne von ‚Law and order‘, ökonomischer und Macht-Vorteil ohne Rücksicht auf Verluste; Quintessenz: man steht über dem Gesetz – das ist das kaltherzige Recht des Stärkeren. Das ist es, was ich unter ‚rechts‘ verstehe.

    • „Sozialismus oder Barbarei“: Für Sie ist also Sozialismus unsere einzige Chance?
      Sie halten Sozialismus für eine substantielle Alternative zu unserem jetztigem System?

    • Liebe diavolinrtto
      Der Name Sozialismus ist durch die Systeme, die sich an Stalins Unterdrüclungsapparat orientierten, in Miskredit geraten, da die strategische Kommunikation der Kapital-Machtelite diese Systeme mit dem Sozialismius gleichsetzen. Ich fürchte dem gegenüber, der Kapitalismus ist unfähig zu einer Ökonomie der Gerechtigkeit, in der wir anders, also so leben, dass alle leben können; heute und morgen … ….
      Wenn ich sehe, welche Folgen die Militär-Politik der kapitalen Staaten für die Menschheit bisher mit soch gebracht hat, steigen meine Motive, mich aufzuräumen.

    • Der Tippfehler von ‚aufzubäumen‘ zu ‚aufzuräumen‘ gefällt mir…
      Sorry für die anderen.
      Die Arbeit mit meinen Texten funkt immer wieder in meine sp wchon vollen Tage. Im Moment steigen meine Sorgen um den Frieden weil nun auch noch ein letzter großer Abrüstungsvertrag zerfetzt wird. Die Friedensbewegung der 1980er Jahre hat zu seiner Entstehung maßgeblich beigetragen. Diesen Aufschwung braucht das Leben jetzt wieder.

    • Guten Abend Herr Trautvetter,
      guten Abend Diavolinetto,
      auch ich mache mir Sorgen um den Frieden. Ich wollte allerdings keinesfalls das heutige Russland und seinen heutigen Präsidenten oder die Sowjetunion beurteilen, sondern habe mich nur über die Zeit vor und kurz nach Anfang des Ersten Weltkriegs geäußert. Zur Frage, ob die Sowjetunion für den Westen gefährlich war, da kann ich empfehlen, Herrn Wimmer hier anzuhören: https://www.youtube.com/watch?v=HChMwuN3v-0
      ab 50:40 – Herr Wimmer erzählt ab da, dass die CIA ihm und seinen Begleitern 1988 gesagt habe, die sowjetische Präsenz in Mitteleuropa habe rein defensiven Charakter gehabt! Es empfiehlt sich, das ganze Video anzuhören – auch Herr Wimmer ist sehr besorgt um den Frieden und um die Entwicklungen in Deutschland. Er weist auch auf den katastrophalen Jugoslawien-Krieg von 1999 hin – an dem Deutschland beteiligt war und wie dadurch das Völkerrecht ausgehebelt wurde.
      Für Hintergrundwissen zur Entstehung zum Ersten Weltkrieg kann ich dieses neue Video von Wolfgang Effenberger sehr empfehlen:
      https://www.youtube.com/watch?v=UC5Z9o8sPIg
      Wolfgang Effenberger – Machterhalt durch Geschichtsmanipulation

    • Nach der letzten großen Abrüstung war das Sowjetreich Geschichte. Vielleicht kam die Einsicht zu spät?
      Dann müsste man die jetzige Rüstungsrunde nur laufen lassen bis alle Pleite sind.
      Insofern kann man Abrüstung auch als lebensverlängernde Maßnahme für eine korrupte Elite deuten, deren Spiel sich nicht mehr rechnet.
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass sich im Augenblick keiner einer großen Krieg leisten kann oder auch nur zutraut.
      Putin hat jetzt zur Genüge vorgeführt, dass der deep state nichts mehr auf Tasche hat.
      Er ist der neue Herr der Welt. Diesesmal gehen andere Strukturen zu Grunde.
      Aber jene Strukturen sind mehr als nur Westen/Nato oder Kapitalismus.
      Solange wir uns durch die rechts/links-Arena am Nasenring führen lassen, werden diese Herren und Damen ihr neues Spiel ganz in Ruhe aufbauen.
      Es wird wieder totalitär angelegt sein, kollektivistisch und alternativlos.
      Was war das denn für eine Freiheit, wenn ich mich zwischen den Großsystemen Ost oder West entscheiden muss?
      Wo bleibe ich als Individuum?
      Man hält mir zwei Würste hin und ich bin Vegetarier?

      Niemand hier hat wirklich bisher verstanden, was die Macht auf diesem Planeten ist. Aktuell wieder ein wenig Black Rock-Bashing. Aber keiner wagt zu sagen, wer dahinter steckt. Diese Namen sind auch bei der wortstarken (Pseudo-)Kritikern ein Tabu. Das alte Geld ist nämlich viel mehr als Kapitalismus vs. Sozialismus.
      Das alte Geld ist beides. Mal so, mal so, und feixt und feiert, wenn es mal wieder gelungen ist, die eine für jenes, aber die anderen für das Pseudo-Gegenteil in Stellung zu bringen.

    • Bei der Kombination Willy Wimmer und CIA gibt es zumindest eine unglaubwürdige Quelle.
      Sollen wir glauben, dass es eine gute, alte Zeit gab, in der v.a. die BRD von der CIA offen und gleichberechtigt behandelt wurde. Ich glaube nicht und deshalb scheidet für mich die CIA aus.
      Und Wimmer ist eine brauchbare Quelle, aber ob ich ihm alles abnehme? Ist er nicht derjenige, der noch immer das Erbe/Ansehen Kohls hochhält, nachdem dieser nachweislich die Einheit volles Brett vergeigt hat?
      Vermutlich auf Anweisung eben jener Kreise wie CIA, die man als Quelle hernimmt?
      Darauf kann ich nichts geben.

  2. Sehr geehrter Herr Trautvetter,

    Sie schreiben:

    „Kaiser Wilhelm erklärte eine russische Mobilmachung zu einem Angriff auf das Deutsche Kaiserreich und er eröffnete mit dieser Lüge den ersten Weltkrieg“

    Mit Verlaub – dieser Satz ist schon eine dreiste unwahre Behauptung über die damaligen Tatsachen. Ich möchte Ihnen allerdings nicht eine bewusste Unwahrheit, also Lüge, unterstellen, aber der Satz drückt Ihre Ahnungslosigkeit über die damaligen Geschehnisse aus. Offenbar haben Sie so wenig Ahnung von den damaligen Verhältnissen, dass ich Ihnen empfehlen möchte, dann einen solchen Satz doch lieber ganz zu lassen –und auch den, von ihnen unter Punkt 3 angeführten Beleg, der aus einer rhetorischen Ansprache Kaiser Wilhelms genommen ist, aber nicht geeignet ist, tatsächliche Rückschlüsse auf Kaiser Wilhelms angebliche „Kriegslüsternheit“ zu ziehen. Ihr Satz drückt meiner Ansicht nach allerdings auch eine oft wiederholte, propagandistische Lieblings-Unwahrheit mancher sozialistischer und linker Kreise aus: nämlich dass die offizielle deutsche Politik den Ersten Weltkrieg bewusst herangelotst und verursacht hätte. Doch das ist nicht wahr. Verschiedenste Forscher belegen das und ich werde sie in einem Folgepost für interessierte Leser anführen.

    Mobilisieren in der damaligen Zeit hieß, den anderen zu zwingen, dasselbe zu tun. In Markus Osterrieders Buch: „Welt im Umbruch“ gibt es ein ganzes Kapitel mit diesem Titel, auf S. 769. Es beginnt: „Was nun die Situation während der Julikrise in St. Petersburg betraf, waren sich alle Beteiligten darüber im klaren: Ein Krieg zwischen Österreich-Ungarn und Serbien wäre notwendigerweise auch ein Krieg zwischen Rußland und Österreich-Ungern und damit zwangsläufig zwischen Rußland und dem Deutschen Reich. Die gegen beide Mittelmächte gerichtete Teilmobilmachung im Zarenreich setzte „eine ganze Folge von Militärmaßnahmen entlang der österreichischen und deutschen Grenze in Gang…. Die rußländische Teilmobilmachung wurde am 25. Juli um 16 Uhr nachmittags und 26. Juli um 3 Uhr 26 nachts in zwei Telegrammen ausgestellt, wovon Berlin am Morgen des 26. Juli erfuhr; die deutsche Aufklärung meldete die Umsetzung des Befehls am 27. Juli um 16. Uhr……“
    Die Generalmobilmachung lief in Rußland dann am 30. August an, siehe S. 770 ff: „Sazonov (= russischer Außenminister) wiederum hatte am Nachmittag dem zögernden Zaren das Einverständnis zu der bis dahin aufgeschobenenen Generalmobilmachung abgerungen, änderte daraufhin am 31. Juli zwar noch den Wortlaut der an die Großmächte gerichteten Formel im Sinne Greys und betonte die „abwartende Haltung“ seines Landes, sollte Österreich darauf eingehen, entschied jedoch andererseits, die seit dem Vortag bereits angelaufene Generalmobilmachung voranzutreiben und so lange wie möglich geheimzuhalten. Luigi Albertini erwähnte in seiner Studie die ebenso verblüffende wie symptomatische Tatsache, daß Außenminister Sazonov dabei offenbar nicht realisierte, daß eine Mobilmachungsorder öffentlich „in allen Straßen auf rotem Papier“ ausgehängt werden würde; er dachte allen Ernstes, Rußland könne mobilisieren, ohne daß es Deutschland sofort erführe, und fiel dementsprechend aus allen Wolken, als der deutsche Botschafter am Morgen des 31. Demonstrativ mit einem roten Mobilmachungsplakat der rußländischen Armee im Außenministerium erschien, um Aufklärung zu ersuchen. Er bekam den Bescheid, es handle sich um eine „Vorsichtsmaßnahme“, die „nichts Unwiderrufliches“ darstelle. Doch das war Schönfärberei, und Boisdeffre sollte Recht behalten: „Die Mobilmachung bedeutet eine Kriegserklärung. Mobilisieren heißt, den Nachbarn zu zwingen, das gleiche zu tun.“

    Und auf S. 763 wird geschildert, wie Kaiser Wilhelm die Situation ganz falsch einschätzte, wie er bis zuletzt naiv hoffte, dass England neutral bliebe und Frankreich dann auch. Generalstabschef von Moltke hatte da eine weitaus realistischere Einschätzung in Bezug auf die Feindseligkeiten, mit denen das deutsche Reich rechnen musste. Er wusste, was eine Generalmobilmachung von Millionenheeren bedeutete: Krieg. Trotzdem hat Kaiser Wilhelm die Mobilmachung erst am 1. August 1914 um 17 Uhr verkündet.:
    Markus Osterrieder: „Welt im Umbruch“, S. 763: „Am 1. August war die Mobilmachung kurz zuvor um 17 Uhr verkündet, und der Aufmarsch im Westen wurde in die Wege geleitet, was aufgrund der bestehenden Bahnverbindungen die Besetzung Luxemburgs schon am ersten Mobilmachungstag voraussetzte. Da traf – Helmuth von Moltke war bereits in den Generalstab gefahren – aus London das Telegramm des deutschen Botschafters, Karl Max von Lichnowsky, ein, in dem es hieß, der englische Außenminister Sir Edward Grey habe (in mehrdeutigen Formulierungen, siehe unten, S. 789) versichert, daß England neutral bleiben werde, sollte der Angriff gegen Frankreich gestoppt werden. Kaiser Willy glaubte nach dem Eintreffen dieser <> (so Freiherr von Lyncker) nicht nur, England würde in letzter Minute neutral bleiben, sondern es würde sogar Frankreich, das am selben Tag ebenfalls den Mobilisierungsbefehl gegeben hatte, dazu bewegen, das Zarenreich im Stich zu lassen. Ein Grund, Sekt servieren zu lassen und <>, selbst wenn <>. Als Moltke in das Schloß zurückkehrte, so hielt er in seinen Aufzeichnungen im November 1914 die Ereignisse vom 1. August fest, <<herrschte, wie gesagt, eine freudige Stimmung. Nun brauchen wir nur den Krieg gegen Rußland zu führen! Der Kaiser sagte mir: – Ich erwiderte Sr. Majestät, daß das unmöglich sei. Der Aufmarsch eines Millionenheeres lasse sich nicht improvisieren […]“
    Kaiser Wilhelm hoffte also, den Krieg nur im Osten führen zu müssen. Das war sicherlich sehr unwissend und naiv… Das Bündnis zwischen Russland und Frankreich war nämlich sehr fest. Übrigens hat bei dessen Zustandekommen der Vatikan mitgewirkt! Der Vatikan hat ab ca. 1887 und Folgejahren über Papst Leo XIII und den Herzog von Norfolk (Ja, die englische Politik war auch beteiligt!) wesentlich mitgewirkt, das Bündnis Frankreich-Russland gegen das KATHOLISCHE Österreich-Ungarn und Deutschland zustande zu bringen. Macht kennt keine Treue! Der Vatikan fand offenbar nichts dabei, ein solches Bündnis gegen das stockkatholische Österreich-Ungarn zustande zu bringen. Das Papsttum wollte sein weltliche Macht zurück – und das erschien ihm nur möglich – durch einen großen europäischen Krieg. Auch gewisse, mächtige und einflussreiche Kreise im British Empire wollten Krieg gegen Deutschland, um einen lästigen, wirtschaftlichen Konkurrenten loszuwerden. Frankreich wollte Elsaß-Lothringen zurück… Russland wollte die Straße der Dardanellen udn einen Zugang zum Mittelmeer….
    ….
    Zusammenfassend also: Nach Jakob Ruchti und Markus Osterrieder: Russische Teilmobilmachung wurde schon am 25. Juli 1914 beschlossen, (S. 24 Ruchti., S. 759 b. Osterrieder.), zweimal den Deutschen gegenüber geleugnet, doch am 29. Juli 1914 gaben sie sie dann bekannt. Russische Gesamtmobilmachung dann am 30. Juli 1914 (Osterrieder, S. 762). Deutschland hat erst am 1. August 1914 um 17:00 Uhr die Mobilmachung verkündet

    • Auch in den NachDenkSeiten ist bedauerlicherweise eine Aussage von Winfried Wolf veröffentlicht, die falsch ist: In der Serie zur Novemberrevolution, Teil 1, schreibt Wolf, der Erste Weltkrieg sei

      „ein von den deutschen Eliten bewusst herbeigeführter Krieg mit den Zielen wirtschaftlicher und politischer Expansion“

      gewesen. Mit diesem pauschalisierenden, aber eigentlich nichtssagenden Satz weist er die Kriegsschuld für den Ersten Weltkrieg alleine Deutschland zu.
      Eine militärische Bedrohung des British Empire durch das deutsche Kaiserreich bestand aber gar nicht. Großbritanniens First Sea Lord, Admiral Fisher, schrieb am 21. März 1909 an Lord Esher, dass die britische Marine der deutschen haushoch überlegen war:

      „Jetzt sind wir auf dem Höhepunkt mit zwei kompletten Flotten in heimischen Gewässern, jede dieser beiden Flotten ist der gesamten deutschen Kriegsflotte konkurrenzlos überlegen … Das kann für Jahre nicht aufgeholt werden, selbst wenn wir beim Flottenbau träge wären.“ (Zitat aus John P. Cafferky, Lord Milner’s Second War, S. 73, übersetzt von mir).

      Der unselige Schlieffen-Plan war für den schlimmen Fall der Möglichkeit eines Zwei-Fronten-Krieges vorgesehen, denn schließlich war das zaristische Russland mit Frankreich schon lange verbündet.

      Die deutsche Regierung, der nominell Kaiser Wilhelm II vorstand, war chaotisch, ja, und die Politik hatte fatale diplomatische Fehler in der Bündnispolitik gemacht, ja, aber sie hatten keinen Weltkrieg gewollt! Trotz des Attentats von Sarajevo war der Kaiser am 6. Juli 1914 mit einer großen Anzahl von Generälen und Ministern zu seiner alljährlichen Nordlandreise aufgebrochen – die waren also weg! Generalstabschef von Moltke war bereits seit einigen Tagen zur Kur nach Böhmen, General von Waldersee befand sich auf einem Erholungsurlaub in Mecklenburg und auch Tirpitz war nicht in Berlin. (Infos aus Markus Osterrieder: Welt im Umbruch, s. 762). Der deutsche Botschafter für die USA, Graf Bernstorff hatte um den 13. Juli 1914 herum seinen Sommerurlaub genommen. Sehen so kriegswütige Preußen aus, die einen Weltkrieg minutiös planen? Wo die Preußen doch so pflichtbewusst und soldatisch waren. Wären sie in Urlaub oder auf Kur gefahren, wenn sie tatsächlich das Attentat von Sarajevo und das österreichische Ultimatum an Serbien für einen gewollten Weltkrieg hätten nutzen wollen? Nein, die wollten keinen Weltkrieg und Bethmann-Hollweg auch nicht. Glauben Sie denn ernsthaft, diese von mir aufgezählten Verantwortlichen Deutschen (Kaiser, v. Moltke, Bethmann-Hollweg hätten damals tatsächlich freiwillig einen Zweifronten-Krieg und dann noch einen Krieg gegen das weltweite British Empire gewollt? So etwas Hirnrissiges und Riskantes? Gegen eine solche gewaltige Übermacht? Mit einer Flotte, die bewusst kleiner gehalten war, als die der Briten und viel weniger überseeischen Stützpunkten als die schon seit Jahrhunderten seefahrenden Briten?
      Und noch etwas:

      Markus Osterrieder: Welt im Umbruch, S. 778:
      „Im Westen standen bei Kriegsbeginn 68 deutsche Divisionen 92 französischen, belgischen und britischen Divisionen gegenüber; im Osten konnten 58 deutsche und österreichisch-ungarische Divisionen gegen 112 rußländische und serbische Divisionen mobilisiert werden. Allein aus dieser numerischen Unterlegenheit wird ersichtlich, daß die deutsche Planung den Zeitfaktor besonders zu berücksichtigen hatte. Moltkes Planung sah vor, die Wucht des Heers zuerst an der Westfront zu ballen, um den Gegner durch taktische Überlegenheit zu schlagen und dann die Möglichkeit zu haben, die Truppen nach Osten zu verlagern. Dies war aber nicht beliebig zu wiederholen, weswegen man schnelle Entscheidungen benötigte.“

      Rechnen wir doch mal:

      Mittelmächte Entente-Mächte
      68dt gegen 92 Divisonen
      58 gegen 112 Divisionen
      126 gegen 204 Divisionen Das sind fast doppelt so viel auf Entente-Seite.

      Die Alliierten betrieben eine völkerrechtswidrige Blockade gegen die Mittelmächte, die brutal die Zivilgesellschaft aushungern sollte. Wie diese Blockade wirkte, kann man bei Walter Millis, „Road to War – America 1914-1917″ nachlesen – ich habe das gründlich gemacht. Aus den USA kamen Tonnen von Munition für die Alliierten, gegen deutsche Soldaten. Auch die Lusitania hatte Munition geladen. Und der Überseehandel zwischen Neutralen und den Mittelmächten wurde von der britischen Flotte vollständig blockiert – mit dem Ziel, die Zivilbevölkerung der Mittelmächte zu treffen. Deshalb die deutsche U-Boot-Kampagne. Bei Christopher Lambert: Planning Armageddon“ habe ich nachgelesen, dass schon 1907 und 1909 im CID (Committee of Imperial Defence) und bei der britischen Admiralität Krieg gegen Deutschland geplant war und man wollte Deutschland aushungern und wirtschaftlich am Abgrund taumeln lassen.

    • Liebe/r A. Eberl
      Ich verweise (lediglich) auf die Rede Wilhelms II., die mit einem falschen Eindruck das Verbrechen legitimiert. Sicher haben die weiteren Mächte, die damals eine Rolle spielten, sich ebenfalls aggressiv, verlogen…. verhalten. Das ist bei diesrm Thema aber nicht Gegenstamd meiner Untersuchung. Sonst könnte man auch bei Karl Liebknecht und andeten Kritikern vieles finden…

  3. Was meinte er, wenn Thomas Mann von der Grundtorheit des Antikommunismus sprach? Meinte er, daß die Antithese Kommunismus eine Grundtorheit sei? Oder Kapitalismus die Antithese? Kann es sein, daß er meinte, sowohl Kommunismus als auch Kapitalismus seien Grundtorheiten (weil) erfunden von Denkern, die wissentlich oder unwissentlich im Dienste standen? Oder im Laufe der Zeit in Dienst genommen wurden, wie der Erfinder der Atombombe?
    In den Sternstunden der Zeit und anderswo liest man von einem Zug, der nächtens heimlich mit einem dieser Denker über Grenzen fuhr im Dienste von Anti-/-Pro-Grundtorheiten. Aber es gibt natürlich keine Verschwörungen, daher kann es auch keine solche Theorien oder einen solchen Zug geben.
    Wie auch immer. Beide Erfindungen eignen sich bestens zum Spalten, welches vermutlich die eigentliche Grundtorheit ist, denn am Ende verlieren auch die Spalter.

    Strategische Kommunikation: entwickelt und forciert durch Militär- und Wirtschaftsakademien, geliehen von Edward Bernays und inzwischen Curriculum der BA und MA Studiengänge der Informations- und Kommunikationswissenschaften.
    Eine ganze Generation von Studenten der Informations- und Kommunikationswissenschaften wird indoktriniert. In Essays von Studenten finden sich Sätze als Handlungsanweisungen, wie jene aus Brüssel, wonach etwas eingeführt wird, dann abgewartet wird, und wenn sich nichts Aufregendes gibt, dann wird es umgesetzt. So z.B. in einem Essay, wie Bitcoin am besten eingeführt wird. Solche Handlungsanweisungen stammen aus der Ideologie eines Friedrich August von Hayek.

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