Die Außenseiter | Von Henriette Kabisch

Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

Eine Internatsschülerin berichtet, wie mit Schnelltests und Maskenpflicht an Schulen ein verhängnisvoller sozialer Druck ausgeübt wird.

Ein Standpunkt von Henriette Kabisch.

Die Schule: ein Ort der Begegnung, des freien Austauschs, der sozialen Gemeinschaft, des Lernens fürs Leben — so weit die Theorie. Die Realität sieht in Deutschland aber ganz anders aus. Für viele junge Menschen ist die Schule vor allem ein Ort des Leistungsdrucks, der Abwertung, der ersten Ausgrenzungserfahrung, des Mobbings. Laut einer DAK-Studie leidet jeder dritte Schüler an depressiven Stimmungen (1).

Diese Tendenz hat sich verschärft, seit auch die Schulen zum Schauplatz der Corona-Repressionen geworden sind: Plötzlich kommen zu den verhärteten Hierarchie- Strukturen unter Schülern und Lehrern auch noch die „Anti-Corona-Maßnahmen“ hinzu — und mit ihnen eine mächtige Welle sozialen Drucks. Anstatt beruhigend und aufklärend zu wirken, fördern viele Schulen ein ungesundes Schwarz-Weiß-Denken, das jedes Hinterfragen als Gefährdung brandmarkt und den kritischen Diskurs im Keim erstickt. Wie umfassend diese Ausgrenzung sein kann, erzählt eine Internatsschülerin aus eigener Erfahrung.
Das Wort „Corona“ löst in uns allen etwas aus. Angst, Verzweiflung oder Panik scheinen seit einem Jahr die Menschen im Griff zu haben — mich eingeschlossen. Aber nicht, weil ich Panik vor dem Virus habe, nein, ich habe Angst vor der gesellschaftlichen Spaltung und dem teils sehr extremen Vorgehen gegenüber Regierungskritikern. Es scheint, als würde sich die Welt immer schneller drehen.

Wir blicken mit Ungewissheit in die Zukunft und niemand kann einem versichern, was in ein paar Tagen sein wird, geschweige denn in einem halben Jahr. Diese Unsicherheit und Überforderung spiegelt sich immer mehr in unserer Gesellschaft wider.
Im Laufe des vergangenen Jahres bin ich immer kritischer geworden. Meine Mitschüler würden mich wahrscheinlich mittlerweile als ignorante „Corona-Leugnerin“ betiteln.

Weder trage ich eine Maske noch lasse ich mich dreimal pro Woche in der Schule testen.

Ganz klarer Fall also: Ich setze die Gesundheit meiner gesamten Schule aufs Spiel. So ist zumindest die Denke vieler Leute.
Schon im Sommer hat es angefangen. Obwohl sich viele Jugendliche nicht wirklich an die Kontaktbeschränkungen hielten, wurde jeder schief angeschaut, der sich kritisch äußerte. Damals noch sehr bedacht darauf, was ich sage und denke, gab es nur kleinere Diskussionen über die Maßnahmen. Augenscheinlich war ich ja noch auf der „richtigen“ Seite, weil ich mich größtenteils an die Spielregeln hielt.

Mein Freund allerdings nicht: Von Anfang an ist er auf Demos gegangen und hat sich gegen die überzogenen Maßnahmen der Regierung eingesetzt. Mit dem Thema hatte ich nicht viel zu tun, trotzdem wurde mir von Mitschülern vorgeworfen, ich müsse diese Hygiene-Demos gutheißen, da ich ja schließlich mit meinem Freund zusammenbleibe, obwohl er dort hingeht. Ganz schön surreal, oder?

Über die Monate hat sich die ganze Situation zugespitzt. Doch ich denke, der ausschlaggebende Zeitpunkt war, als ich ein Attest bekam, um im Unterricht keine Maske tragen zu müssen. Ich wurde abgestempelt und mir wurde pures Unverständnis entgegengebracht, nur weil ich kein Stückchen Kunststoff mehr vor dem Mund trug und so aus der Masse herausstach.

Ich war immer ein Mensch mit vielen Freunden, doch gerade jetzt merkte ich, wie viele auf mich herabschauten und sich als etwas Besseres sahen.

Das Misstrauen wächst

Doch wie extrem die Situation tatsächlich ist, bemerkte ich erst in den vergangenen Wochen. Kurz nach Weihnachten wurde ein Mitschüler positiv auf Covid-19 getestet und wir sollten alle in Quarantäne auf unsere Zimmer, da wir eine Internatsschule sind und viele Schüler weit weg wohnen. Ich habe die 11. Klasse wiederholt, weswegen der Großteil meiner Freunde schon ihr Abi gemacht hat, doch zum Glück hatte ich ja meine beste Freundin in meinem neuen Jahrgang — wie ich dachte.

Durch die fehlenden Freundschaften und die schlechte Dynamik in meinem neuen Jahrgang konnte ich mich dort nie wirklich einleben und war froh, wenn ich am Wochenende nach Hause zu meiner Familie konnte. Und jetzt sollte ich alleine auf meinem Einzelzimmer bleiben, ohne einen Menschen zu sehen? Das war für mich unvorstellbar. Also redete ich mit meiner besten Freundin. Sie konnte dafür jedoch gar kein Verständnis aufbringen konnte und versicherte sich vor meiner Heimreise noch einmal bei mir, dass ich auch ja die Quarantäne einhalte.

Nach den Winterferien also ging es für uns weiter mit Präsenzunterricht und dem Angebot eines Schnelltests jeden Sonntagabend zur Anreise. Damit beging ich den zweiten „Fehler“: Dieses Angebot nahm ich nicht wahr, da ich der Meinung bin, dass ich mich nicht testen lassen muss, wenn ich kerngesund bin. Ich wurde von vielen Mietschülern argwöhnisch betrachtet und spürte ihre Ablehnung, obwohl sie dies mir gegenüber nie laut aussprachen. Das störte mich nicht weiter, ich hatte ja schließlich noch meine beste Freundin, bei der ich mir sicher war, dass sie immer zu mir halten würde, egal wie unterschiedlich unsere Meinungen auch sein mögen.

Wir hatten schon öfter über das Thema diskutiert; das endete vor einigen Wochen in einem Streit. Doch wir konnten uns immer wieder vertragen und so genau nahm sie es mit den Abstandsregeln nun auch nicht. Vorige Woche saßen wir ja schließlich noch zu sechst eng zusammen in einem Zimmer. Allerdings kam ihre Doppelmoral immer öfter zum Vorschein: So beachtete sie die Regeln zwar selbst nicht immer zu 100 Prozent, regte sich aber im Gegenzug über eine Lehrerin auf, die sich nicht — im Gegensatz zum Großteil der Lehrerschaft — mit AstraZeneca hat impfen lassen.

Kein Test? Keine Rechte!

Doch der Knall kam am Samstag. Seit dieser Woche gibt es ein freiwilliges Angebot, sich per Spucktest dreimal pro Woche testen zu lassen. Wie vorher schon erwähnt, halte ich nicht viel von Tests für asymptomatische Personen, und meine Ansicht war nun mittlerweile dem ganzen Jahrgang bekannt.

Ich bekam also von meiner eigentlich besten Freundin eine Sprachnachricht: „Ich wollte dir nur Bescheid geben, falls du morgen nicht den Corona-Test machst, werde ich jetzt die nächsten zwei Wochen nicht mit dir zum Frühstück gehen beziehungsweise nichts mit dir machen …“

Wow! Das hat mich ganz schön getroffen. Ich habe ja sonst niemanden in der Schule. Die Diskussion ging immer hin und her, bis ich irgendwann nicht mehr geantwortet habe, weil ich einerseits so verletzt und enttäuscht von ihrem Verhalten war, andererseits diese Diskussion sowieso ins Leere geführt hätte.

Kurz gesagt: Ich wurde als „Superspreader“ dargestellt, weil ich ja keine Maske trage und mich nicht testen lasse. Für mich war es jedoch am schlimmsten, als sie mir schrieb, sie hätte komplett den Respekt vor mir verloren, weil ich „die Gesundheit anderer nicht respektieren würde“.

Es tut immer noch weh, wenn ich darüber nachdenke. Ich habe versucht, ihr Verständnis entgegenzubringen, zu akzeptieren, dass sie Angst hat und vor allem, dass sie eine andere Meinung hat als ich. Aber so viel Unverständnis im Gegenzug zu bekommen, macht mich fertig.

Am Sonntagabend bin ich also mit einem mulmigen Gefühl wieder zurück ins Internat gefahren. Zum Frühstück am nächsten Morgen bin ich nicht gegangen und in der ersten Stunde haben wir uns ignoriert. Mir hat es schon den ganzen Vormittag vor dem Mittagessen gegraut. Durch die Hygienemaßnahmen gibt es nur noch Zweiertische im Speisesaal und eigentlich gingen wir immer zusammen zum Essen, um gemeinsam am Tisch zu sitzen. Doch das wollte sie ja nicht mehr. Also saß ich alleine, hab meine gefüllte Paprika runtergeschlungen und bin nach fünf Minuten wieder gegangen, da sich niemand zu mir setzen wollte. Ich kam mir mutterseelenallein vor, als hätte sich der ganze Jahrgang gegen mich verschworen.

Am nächsten Tag kam eine Mitschülerin zu mir, um mit mir zu reden. Sie fragte mich, ob ich mich denn nicht doch testen lassen wolle — an dem Tag fanden wieder Tests statt —, damit ich meine Ruhe hätte, weil einige Mitschüler überlegten, dass sie Nicht-Getestete nicht mehr in den Clubraum — eine Art Aufenthaltsraum im Internat — lassen möchten.
Ich fühle mich wie eine Außenseiterin, weil ich nicht mehr in die kleine perfekte Blase hineinpasse. Ich fühle mich, als hätte ich etwas Falsches getan, etwas Böses, obwohl ich nur mir selbst treu geblieben bin und nach meinen Vorstellungen und Ansichten gehandelt habe.

Die ganze Situation macht mich traurig. Als „solidarisch“ gilt nur noch, wer sich testen lässt, sich impfen lässt und Maske trägt, der Rest wird ausgestoßen — nicht nur aus politischen Diskussionen, sondern auch aus der Gesellschaft. Die „Unsolidarischen“ werden wie Aussätzige behandelt. Die eine Gruppe stellt sich über die andere, und wer sich mit der maßnahmenkritischen Seite solidarisiert, wird direkt abgestempelt.

Ich vermisse die Demokratie, in der jede Meinung gehört und ernst genommen wird. Ich vermisse es, mich frei entfalten zu können, ohne Angst vor der Reaktion anderer haben zu müssen, und vor allem vermisse ich die Menschen, die einmal meine Freunde waren.

Quelle:

  1. (1) https://www.dak.de/dak/bundesthemen/depressive-schueler-2127760.html#/

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Das Buch “Kindheit 6.7” von Michael Hüter wird in diesem Zusammenhang empfohlen.

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Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung

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Dieser Beitrag erschien am 24. März 2021 im Rubikon – Magazin für die kritische Masse

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Bildquelle:   Iakov Filimonov/ shutterstock

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25 Kommentare zu: “Die Außenseiter | Von Henriette Kabisch

  1. Der Nachtwandler sagt:

    Reichlich Erfahrung mit Todesfällen – Karl Lauterbach

    Skandale und Fehlverhalten

    https://gewerkschaftsforum.de/karl-lauterbach-trotz-lipobay-skandal-berater-der-deutschen-regierung-skandale-und-fehlverhalten/

  2. corovide sagt:

    Welcher Terror?

    Wenn all das was Corona Massnahme als Terror ausgelegt wird wird man sich erst verhalten wenn der echte Terror zuschlagen wird?

    (Traurige) Beispiele der Geschichte zeigen – da waren so ziemlich alle betroffen und alle waren restlos überfordert. Man konnte die Lage bis heute nicht wirklich realisieren. Ebenso ist es bei Corona Massnahme. Niemand weder die es sich erdenken noch jene die es trifft realisieren die Lage. Statt rationelle Vorgeweise entweder das Schweigen der Lämmer oder absurdeste Thesen. Diese faktische Lage hält sich seit Corona in den Mittelpunkt trat.

    Verändert hat sich rein nichts.

    Es ist absurd Kinder als Opfer vorzuschieben. Jeder Mensch (egal wie alt er ist) ist ein einzigartiges wertvolles Leben. Niemand ist besser oder schlechter. Es ist Schwachsinn in Seenot zu sagen Kinder und Frauen zuerst. Bei Not gelten Rechte und Pflichte für alle. Nur weil einer alt oder jung ist ein privileg zu bekommen ist alles andere als Demokratie.

  3. Der Nachtwandler sagt:

    Erste vollständige Impffolgen-Zusammenstellung: >2.500 Tote nach Impfung mit BNT162b2/Comirnaty: Nebenwirkungen füllen 124 Seiten !

    https://sciencefiles.org/2021/03/27/erste-vollstandige-impffolgen-zusammenstellung-2-500-tote-nach-impfung-mit-bnt162b2-comirnaty-nebenwirkungen-fullen-124-seiten/

    Nur damit auch hier keiner mehr behaupten kann, er habe von nichts gewusst.

  4. Der Nachtwandler sagt:

    Ein Rechtsanwalt macht mobil Brandbrief an Schulleiter in Hessen (natürlich bei Reitschuster nicht beim Staatsfunk)
    https://reitschuster.de/post/maskenpflicht-fuer-alle-schueler-ein-rechtsanwalt-macht-mobil/

    Wenn Kinder von ihren Eltern im Stich gelassen werden…DANKE Herr Fischer, dass sie den Kindern zur Hilfe eilen, denn die Eltern schützen ihre Kinder nicht. Und die Mainstreammietgriffel würden lieber für eine Doppelmaske werben.

    …"zumal nach diesem Schreiben kein Schulleiter mehr behaupten kann, er habe von nichts gewusst." MERKT euch das, ihr VERBRECHER!

    Diejenigen, die zu blöde sind, die werden uns in der Zukunft nicht fehlen – die reiten uns zumindest nicht wieder, bei der nächsten Gelegenheit, rein. Mal ganz pragmatisch gedacht.

  5. Fantastin sagt:

    Gestern sprach ich einen Schüler ca. 11 Klasse an, der vor einem Schnell-Test-Zentrum mit ca. 20 weiteren Jugendlichen im gleichen Alter gespannt auf Corona-Testergebnisse wartete.
    Da ich eine NATÜRLICHE IMMUNITÄT nach Corona-Genesung erworben habe und Antikörper in rauen Mengen vorweisen kann, bin ich für Rekonvaleszenten-Plasmaspende geeignet. Das wollte ich mit den wartenden Schüler besprechen.
    Denn eins ist mir unverständlich:
    Warum sich gerade Jugendliche in die Hose machen vor einer normalen Grippe, die ihr Leben nicht gefährdet, wohl aber sie nach Genesung IMMUNISIERT und sie dadurch Herdinimmunität herstellen und damit eine Plandemie beenden würden ?

    Es macht aber den Eindruck, dass sie sich lieber Gen-Therapie Injektionen verpassen lassen, wodurch sie zu einer NEUEN MENSCHENRASSE / GMO werden und dauerhaft S-Proteine bis zu ihrem Lebensende in ihren Adern produzieren werden. Ohne über die Langzeitfolgen für ihr eigenes Leben und unsere Gesellschaft nachzudenken.

    Doch der Jugendliche war resistent gegen jegliche Argumente. Genauso seine Mitschüler, die auf Bänken warteten wie im Hühnerstall. Ein schwarz maskierter ANTIFA-Jugendlicher lachte noch höhnisch darüber, fand aber auch keine Argumente zu meiner IMMUNITÄT durch natürliche Genesung. Immerhin kannten sie einen Corona-Genesenen in 2020.
    Corona-Tote gab es in meiner Stadt mit 56.000 Einwohner in 2020 ganze 26. Das Durchschnittsalter lag bei 84 Jahren.
    Doch solche Argumente will NIEMAND hören. Ich solle verschwinden.
    Ich vermute stark, dass mit sogenannter höherer Schul-Bildung, sich auch sehr stark ein geschlossenes totalitäres Weltbild verfestigt, dass auf Grund des Gruppenzwangs nicht aufzuweihen ist.

    Solange unser Regime und die gekauften Wissenschaftler & ihre Medien diese MANIPULATION mit INZIDENZAHLEN nicht beenden, blüht der Faschismus in allen Farben.

    • Hartensteiner sagt:

      Da kannst Du sehen, wie erfolgreich unterdessen das Bildungssystem geworden ist. Das gleiche siehst Du bei Studenten. 1968 wollten sie noch eine Revolution machen – unterdessen haben sie sich alle unter Merkels Rock geflüchtet, sitzen dort und lernen fleißig das Narrativ auswendig. Dafür bekommen sie dann gute Noten und freuen sich.
      Das gehört zu den traurigsten Erscheinungen dieser Zeit. Junge Menschen, die bereits vergreist sind und keine Lebendigkeit mehr aufweisen.

    • Der Nachtwandler sagt:

      # Fantastin

      "Denn eins ist mir unverständlich:
      Warum sich gerade Jugendliche in die Hose machen vor einer normalen Grippe,"

      Ganz einfach! Stelle diese Jugendlichen mitten in der Stadt ab, und nehme ihnen das Smartphone weg. Die kommen einfach nicht mehr nach hause…

  6. insel berg sagt:

    Man sollte es positiv sehen, die unglaublich plumpe Klassenlektüre "die Welle" ist wohl aus dem Programm genommen worden.

  7. Querdenker sagt:

    @Deakehler, ich vermeide es ja allgemein Parallelen zur DDR zu ziehen. In diesem Fall, den Missbrauch von jungen Menschen mit noch recht wenig Lebenserfahrung, drängt sich mir doch ein Vergleich auf. In der DDR wurden bereits z.T. 17, 18 jährige im Gymnasium von der Stasi als IM (inoffizieller Mitarbeiter) angeworben und so die Unerfahrenheit der jungen Leute missbraucht.

    Aber gut zu hören, wenn Eure Tochter aus Ihrer schlimmen Erfahrung doch noch die richtigen Schlüsse gezogen hat und heute für ihre Tochter kämpft 🙂

    • Deakehler sagt:

      Danke für Deine Anteilnahme.
      Meiner Tochter wurde bereits auf der Schule eine auffällig hohe soziale Intelligenz bescheinigt, weil sie sich sehr für die schwachen Mitschüler einsetzte. Selbst stellt sie sich oft hinten an und läßt anderen den Vortritt, wirkt jedoch sehr selbstbewußt, viele Mainstream-Ticks sind auch ihr egal. Diese Eigenschaften werden in der aktuellen Situation von unserer Gesellschaft mißbraucht, entweder man steht mit allen Waffen bewaffnet an der Front und schafft sich so Respekt, oder ist vernachlässigbar. Man merkt, dass sie mühsam um die Balance zwischen Diskurs und Akzeptanz kämpft, sicher auch aus mütterlicher Fürsorge. Sie besitzt einen pädagogischen Hochschulabschluß und bescheinigt der Regelschule und ihren Lehrern unpädogogisches Handeln. Den Tränen nah gestand sie mir die Einsicht, dass die Ignoranz und Dreistigkeit dieses Systems jedlichen Diskurs verhindert. Leider bietet das ländliche Umland kaum realisische Alternativen.

  8. Hartensteiner sagt:

    Verbrechen gegen Kinder und Alte zählen doppelt. Dreifach. Daran denken, wenn wir diese Verbrecher doch noch vor Gericht zu stellen vermöchten.

  9. Hartensteiner sagt:

    Wie schlimm die Lage ist, zeigte mir gerade die Süddeutsche: "Jeder stirbt für sich allein" und BLICK IN DEN KREMATORIUMS OFEN!
    Ja, wir sind auf dem Weg in den Ofen, denn Covid-Mutanten sind überall und besonders die Jungen sind Superspreader. Gerade sie werden am meisten erschreckt – neben den ganz Alten, die nur die Tagesschau als Info kennen.
    FRÜHER hätte man die Quellen solchen Wahns in Gummizellen gesperrt – heute regieren sie uns und und haben schon einen Großteil der Bevölkerung mit ihrem Wahn infiziert. Keine Impfung gegen Wahnsinn in Sicht 🙁
    Die Propaganda erreicht Höhen plumper Maßlosigkeit, die schwerste Fälle psychatrischer Erkrankung sichtbar werden lassen. Blick in den Krematoriumsofen: Habe Angst! Morgen kommst Du da rein…. "WIR SIND KREMATORIUM!"
    Und gleich unter dem Krematoriumsofen kommt Spahn und fordert den nächsten, harten Lockdown.
    Wann ruft endlich mal jemand eine Ambulanz? Und die sollen Zwangsjacken mitbringen….

    • Hartensteiner sagt:

      Kinder und Jugendliche sind immer erste Opfer, denn die Schule ist primär eine Schule des GEHORSAMS. Die meisten lernen den schnell und und es fehlt ihnen jedes geistige Werkzeug (Denken wird nicht unterrichte, nur "Kompetenzen") sich zur Wehr zu setzen. Wenige "freche SchülerInnen" bleiben übrig und mit denen wird man fertig. So war das immer schon und ist es heute noch viel mehr.

    • Hartensteiner sagt:

      PS: Immer wenn ich meine: "Empörender geht nicht…", dann satteln "die" noch einen drauf. Diese "Krematoriumsseute" ist so ein Fall. Wieder erreiche ich eine höhere Stufe der Empörung und wiß, es ist nicht die letzte. Unverschämtheit und Frechheit gehören wohl neben Wahnsinn zu den Dingen, die unendlich sein können.

    • Hartensteiner sagt:

      Heißt natürlich: "Krematoriumsseite" –

  10. Running Greenhorn sagt:

    Beklemmend und berührend. Das Mädchen ist, wohl noch nicht volljährig, reifer und sieht weiter hinter den Horizont als die Erwachsenen mit Titeln, Ansehen und Positionen. Die Gesellschaft braucht Köpfe und Herzen wie diese, immer, aber erst recht für die Jahre, die vor uns liegen, nachdem eine Clique gewissenloser Verbrecher die Welt an den Abgrund gezwungen hat. Wir sollten uns dringend etwas einfallen lassen, um diese jungen Menschen zu schützen und ihre freie Entwicklung zu ermöglichen.

    • Hartensteiner sagt:

      Seit einem Jahr lese ich immer wieder: "Man sollte…". Und dem füge ich mein "Man sollte.." hinzu, denn ich weiß auch nichts 🙁

    • insel berg sagt:

      Nein, ist sie nicht. Sie ist ein Kind und deshalb anfällig für den Gruppendruck (einer homogenen Gemeinschaft). Reife und Erfahrung hätte das kommende Szenario vorhergesehen und prophylaktische Maßnahmen abgerufen, sprich keinen Angriffspunkt erkennen lassen.

      In der heutigen Zeit dank jahrelanger Indoktrinierung ist es aber bereits lobenswert gegen den Strom zu schwimmen und nicht zur leeren Mitläuferhülle zu werden.

      Meine Kritik gilt den Eltern die ihr nicht das Für und Wider ihrer Entscheidung erklärten bzw sie auch jetzt nicht von körperlichen Übergriffen schützen werden.

  11. Pawel sagt:

    Man kann nur inständig hoffen, dass wegen dieser Situation nicht große Teile der Bevölkerung für Kriegsbegeisterung konditioniert werden. Denn was passiert zur Zeit, nur negative menschliche Attribute werden in einer besorgniserregenden Stärke aktiviert (Ausgrenzung, Denunziantentum, Obrigkeitshörigkeit, ja fast schon -ergebenheit!). So wie in diesem Fall Freundschaften in die Brüche gehen, das ist einfach nur schlimm! Der durch die Politik der Regierung angerichtete psychologische Schaden besonders bei jungen Menschen ist immens!

    • Hartensteiner sagt:

      Das könnte so gehen: Wenn der Druck im Kessel nicht mehr auszuhalten ist, wird die Ausgangstür zur Befreiung gezeigt: KRIEG. Und dann zog die Jugend z.B. 1914 begeistert in den Krieg, der die Befreiung aus der Enge der gesellschaftlichen Konventionen versprach. (In Verdun lernte sie, wie es wirklich war).
      Der Weg aus dem Lockdown…… ?

  12. Deakehler sagt:

    Ich danke der Autorin sehr für ihre ehrlichen Worte.

    Meine jüngste Tocher besuchte ein süddeutsches Internat, als der Versuch die Schweingrippe zur Pandemie zu erheben, provoziert wurde. Die Schulleitung beschloss, ohne uns zu informieren, in einer Überrümplungsaktion, alle Schüler vorsorglich impfen zu lassen. Dazu reiste ein Arzt an und die Impfnötigung fand im Internat statt. Ein Aufklärungsgespräch wurde nicht geführt.
    Meine Tochter lag dann zwei Tage, im Halbkomma, mit Fieber und dem Gefühl innerlich zu verbrennen, auf ihrem Zimmer. Eine ärztliche Nachbetreuung fand ebenso nicht statt. Mein Bestreben die Internatsleitung zur Rechenschaft zu ziehen verbot sie mir, da sie um ihre Abiturnoten besorgt war.

    • Querdenker sagt:

      Ich hoffe, Ihr habt das wenigstens noch strafrechtlich aufgearbeitet! Denn wenn solche Leute merken, dass sie mit einem deratigen autoritären Gebaren durchkommen, machen solche Monster das beim nächsten Mal wieder 🙁 Die Abiturnoten waren ja sicher in absehbarer Zeit vorbei …

    • Deakehler sagt:

      Danke für die solidarische Unterstützung, jedoch meine Tochter war nicht bereit meine Bestrebungen mitzugehen. Sie hatte kurz zuvor die Volljährigkeit erreicht und ohne Beauftragung waren mir die Hände gebunden. Ich glaube sie hat daraus gelernt und kämpft erfolgreich für ihren Zweitklässler, um ihn die Maske zu ersparen. Wir telefonieren regelmäßig. Die Situation in der Elternschaft ist ähnlich der welche Heriette Kabisch beschreibt, allein ein Einwand auf vorpreschende panische Eltern führt zu Ausgrenzungen.

    • Hartensteiner sagt:

      Wie ich oben sage…. Kinder und Jugendliche sind die ersten Opfer, weil besonders hilflos dem Terror ausgesetzt. Und was machen Lehrer (nicht alle, nur die meisten) lieber, als terrorisieren. Das ist das zentrale, pädagogische Mittel.

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