Die Epidemie der Feigheit | Von Elke Grözinger

Den meisten Menschen unserer Epoche fehlt es grundlegend an Mut — ohne diesen ist ein erfülltes Leben jedoch unmöglich.

Ein Standpunkt von Elke Grözinger.

„Wer nicht furchtlos ist, braucht Mut“, sagt ein Sprichwort. Wer sich seinen Ängsten stellt, immer wieder, wird feststellen, dass sein Mut wächst, jedesmal ein kleines Stück. Ganz so, wie man Muskeln durch Benützen trainiert. Dagegen schwächt uns die Erfahrung, uns feige verhalten zu haben, erheblich. In der Folge kann es mit unserem Selbstvertrauen und unserer Lebensfreude massiv bergab gehen.

Ohne Mut sind wir auch zu leicht Knetmasse in den Händen derer, die uns zu manipulieren und auszunutzen versuchen. Die größte Angst ist jene vor dem Tod. Wer auf der Klaviatur dieser Urangst spielt, kann mit Menschen — wie das Beispiel Corona zeigt — so gut wie alles machen. Nur wenn wir uns aufraffen und Mut fassen, wird 2021 im eigentlichen Sinn ein „Neues Jahr“ werden. Oder will jemand dasselbe wie 2020 noch mal erleben?

Man hat uns falsch erzogen über Jahrtausende. Man gab uns jede Menge Spielzeuge; heute ist die Welt voller Spielzeuge, vor allem die Welt der Erwachsenen. Man gab uns Ablenkung, Drogen, falsche, inhaltsleere Ideale. Man gab uns sogenannte Religionen — es waren Religionen der Macht und der Unterwerfung. Die angeblich aufgeklärte Menschheit ist von sich selbst überzeugt, keiner Religion anzuhängen, sondern der Vernunft zu vertrauen, doch unsere Religion ist immer noch der Glaube an Macht und Unterwerfung, egal wie es heute genannt wird.

Man gab uns Regeln, denen wir zu gehorchen hatten, und das tun wir immer noch. Hinterfragen und Anzweifeln ist Sünde, Nichtbefolgen war und ist auch Sünde. Und noch heute, im 21. Jahrhundert, ist die halbe Weltbevölkerung für die sogenannten modernen Religionen sündig allein deshalb, weil sie weiblich ist. Wo bleibt hier die Vernunft dieser vernünftigen Gesellschaft?
Wer sind wir eigentlich?

Unsere Welt ist eine Welt voller unterwürfiger Feiglinge. Wir wurden über Jahrtausende dazu erzogen, sozialisiert. Da „alle so sind“, denken wir, das sei „normal“. Wenn wir ehrlich darüber nachdenken, erkennen wir aber ganz schnell, dass dies eine große Lüge ist. Es geht nicht darum, blinde Gewalt auszuüben, es geht nicht einmal darum, irgendeine Gewalt auszuüben. Es geht darum, der Wahrheit ins Gesicht zu schauen, auch der eigenen Wahrheit über sich selbst und die eigenen Beweggründe, mit all den Ausreden. Und dann eine Entscheidung zu treffen und sie entsprechend in die Tat umzusetzen. Erkenntnis ohne Konsequenz für das Handeln und die Art zu leben ist keine Erkenntnis, es ist ein Selbstbetrug.

Es gibt eine Wahrheit, die auch von den Religionen zumeist verleugnet wird und in der modernen Wissenschaft sowieso: Wir sind nicht unser Körper. Wir sind geistig-seelische Wesen, welche in einem Körper wohnen. Das haben wir vergessen, weil man uns das hat vergessen lassen. Weil wir aufgrund dieses Vergessens manipulierbar sind, voller Angst und Unsicherheit. Weil es uns von uns selbst entfremdet.

Jetzt stehen wir da und fürchten um unseren Körper. Wir nutzen nicht unser Potenzial, welches in Seele und Geist steckt, um den Körper zu stärken. Und wir nutzen nicht unseren Körper als Werkzeug für die Seele und den Geist. Etwas steht hier auf dem Kopf. Es wurde mit Absicht auf den Kopf gestellt, doch können wir jederzeit die Entscheidung treffen, diese Wahrheit wieder richtig hinzustellen und danach zu leben. Es benötigt einfach nur unsere innere Entscheidung, an der wir beschließen festzuhalten, was auch kommen mag, egal was kommt. Viele ahnen es schon lang oder wissen es gar. Doch nur wenige ziehen Konzequenzen daraus.

Wenn ich bloß nicht so eine Angst hätte …

In Angst verharren, ohne gegen sie anzuarbeiten, ohne zu üben, sie zu überwinden, ist auch eine Entscheidung. Angst ist dann eine ewige Ausrede vor sich selbst und vor anderen. Sie wird gerne anders genannt, zum Beispiel „Besonnenheit“, „Vorsicht“, „Rücksicht“, „Friedfertigkeit“, „der Klügere gibt nach“, „Sanftmut“ oder gar „spirituell“, „erleuchtet“, „halte auch die linke Wange hin“.

Das ist eine Erhöhung der Feigheit, die einen selbst mitsamt seinen Lieben in Sklaverei treibt.

In der Angst steckenzubleiben heißt, sein Leben zu reduzieren und zusätzlich das Leben seiner Familie, seiner Kinder, seiner Mitmenschen. Das ist nicht, was Liebe ist. Angst ist immer Unfreiheit, Unterordnung, Illusion, Angst führt auf den Weg in die Sklaverei.

Wo ist die Liebe?

Wo ist die Liebe ohne diese ständige Ausrede? Wann leben wir endlich eine unbeschnittene, nicht reduzierte Liebe? Wo sind unsere Ideale, wo ist die höchste Version, die wir von uns selbst haben? Sein ganzes inneres Potenzial anzustreben, es immer mehr ins Leben zu holen, nicht, um darüber zu reden, sondern um es zu nutzen in der Tat, im Handeln — das ist, was Liebe bedeutet, Liebe für sich selbst und seine Mitmenschen. Sein Potenzial verkümmern zu lassen, sein Leben nicht zu leben, dem Leben auszuweichen mit einer Unzahl von Ausreden und somit seine Aufgabe für die Menschen und die Welt zu verweigern, das ist nicht Sanftmut, ist nicht spirituell, ist nicht Rücksichtnahme, es ist die absolute Lieblosigkeit. Es ist Verrat an sich selbst und an den Mitmenschen.

Feigheit ist ein schlimmes und absolut beschämendes Gift. Wer einmal in seinem Leben in einer Situation feige war — und wir kennen das alle —, der weiß, wie lange diese Erfahrung in einem selbst gärt und wühlt, wie diese Feigheit regelrecht an der eigenen Würde nagt, an der eigenen Ehre, jahrelang, unter Umständen jahrzehntelang.

Über das Leben zu reden ist nicht das Gleiche, wie das Leben zu leben. Das Leben zu leben bedeutet, das Leben zu leben, das einem selbst gehört, niemandem sonst. Das eigene Leben als Einheit von Körper, Seele und Geist.
Nutze deine Macht!

Unbesonnenheit ist nicht dasselbe wie Furchtlosigkeit. Furchtlosigkeit und Mut kommen aus der Erkenntnis von Wahrheit verbunden mit Klugheit. Die Wahrheit darüber, wer wir selbst sind und sein wollen. Die Wahrheit über die Jahrtausende währende Unterdrückung durch Machthaber. Macht hat der, dem Macht gegeben wird. Die uns innereigene Macht als geistiges Wesen geben wir nur ab, wenn wir uns selbst verleugnen. In jedem Augenblick des Lebens, so auch jetzt, kann ein jeder die Entscheidung treffen, seine ihm gehörende Macht anzuwenden und in die eigene Verantwortung zu gehen. Verantwortung muß man nicht fürchten, warum auch?

Ja, man kann Fehler machen, doch der größte aller Fehler ist, nichts zu tun!

Das ist die eigentliche „Sünde“, wenn man so sagen will, die man sich selbst und damit auch seinen Mitmenschen antut.
Wichtig ist, zu wissen, dass die scheinbare Entmachtung nicht unser ewiges Schicksal sein muss. Wir können uns in jedem Moment entscheiden, ab jetzt anders zu leben, unseren Mut zu trainieren.

Wir können endlich damit anfangen, die Tatsache unserer Geistnatur nicht nur zu wissen, sondern auch zu nähren, zu hegen, zu pflegen, sie gedeihen zu lassen, sie ins eigene Leben einzuladen.

„Ich bin nur halb so mutig, wie ich sein oder werden will; ich bin nur halb so mutig, wie ich sein könnte, weil ich mit diesem Mut geboren wurde, wie alle Menschen. Doch bin ich heute doppelt so mutig, wie ich einmal war. Anders ausgedrückt: Ich bin schon halb so mutig, wie ich einmal sein werde! Und ich werde täglich mutiger!“ Kann man sich das nicht einfach genau so vornehmen?

Die Chance in dieser Zeit

Ob die Mehrheit der Mitmenschen, die nicht wissen wollen, noch erreichbar ist — irgendwann vielleicht —, ich weiß es nicht. Doch gibt es viele Menschen, die die Wahrheit kennen, weil sie sie gesucht haben, weil sie ihr ins Gesicht geschaut haben, obwohl sie so häßlich ist und so grausam. Das war schon ein großer und mutiger Akt. Einige sitzen wie paralysiert vor diesem Schreckensbild; einige reden darüber, seit Monaten, meist digital, immer wieder; andere wiederum treibt es hoch, treibt es hinaus, sie werden laut, sie nennen ihren Namen, sie nennen die Wahrheit beim Namen und auch die Lüge, sie stehen zu sich, zu ihrer Wahrheit, zu ihrem Entschluss. Es sind vielleicht nicht alles furchtlose Menschen.

Wer nicht furchtlos ist, braucht Mut und die Überzeugung, dass es jetzt nichts Wesentliches mehr zu verlieren, sondern nur noch zu gewinnen gibt.

Manche sagen: „Lieber aufrecht sterben als auf Knien in Ketten leben!“ Manche sagen, man könne ihrem Körper schaden oder ihn töten, nicht jedoch ihren Geist.

Wir sehen aktuell ganz deutlich, dass es uns nichts nützt, unseren „Arsch retten“ zu wollen! Wir sehen, dass wir mit Stillhalten, Nicht-Auffallen, mit Alles-richtig-Machen, mit Folgsamkeit, mit dem Warten auf einen Retter oder darauf, dass andere anfangen, nicht weiterkommen, sondern immer mehr Ketten sich um uns legen. Wir reden und reden und reden über das Übel dieser Ketten. Wo ist die Konsequenz? Wo ist die Handlung? Allein, es fehlt der Mut? Er kommt nicht von selbst. Wir sind selbst für unseren Mut verantwortlich, für unsere Ideale, für unser Leben und das Leben derer, die schwächer sind als wir. Wir sind selbst verantwortlich für unsere Macht, für unsere Liebe. Wir sind selbst dafür verantwortlich, erwachsen zu werden!
Krisen sind dazu da, daraus zu lernen und Konzequenzen zu ziehen

Ein neues Jahr hat begonnen. Wir entscheiden, wie dieses Jahr werden wird. Jeder einzelne tut das, jeden Tag. Es sind nicht die anderen, auf die wir warten, dass sie irgendetwas beginnen mögen, dem wir uns anschließen könnten. Wir entscheiden über unsere Zukunft. Wir wissen, was für uns „vorgesehen“ wird. Das ist nicht, was wir wollen, es hat nichts mit Leben zu tun, nichts mit Freiheit, nichts mit Liebe, nichts mit Frieden. Wir werden das erleben, was wir zulassen, wir stimmen zu, indem wir etwas zulassen.

Wann sagen wir eigentlich NEIN? Wann tun wir öffentlich den Mund auf, ja, auch in unserer Familie, bei unseren Freunden? Wann handeln wir so, wie wir es eigentlich (!) für richtig halten? Warum sagen und tun wir nicht das, was der Liebe entspricht, der Freiheit, der Würde? Warum fordern wir immer unsere Rechte und handeln nicht nach unserer Würde?

Werden wir dieses neue Jahr genauso verbringen wie das alte? Werden wir im neuen Jahr dieselben sein wie im alten? Werden wir uns entwickeln, wachsen, unseren Idealen näherkommen? Werden wir weiter warten, bis einer es für uns richtet, oder werden wir es selbst tun?

Werden wir diese Krise mit allem, was sie uns androht, einfach nur erleiden, oder werden wir sie ergreifen und die Geschenke annehmen, die ihre Überwindung mit sich bringt? Werden wir jetzt aufwachen und in Eigenverantwortung für unser Wohl und das Wohl unserer Mitmenschen aufstehen, stehen, mit beiden Beinen fest auf dem Boden, aufrecht mit erhobenem Kopf und liebevollem Herzen? Werden wir es schaffen, unseren Verstand mit unserem Herzen zu verbinden?

Überall da, wo ein Mensch es wagt, sich neu zu besinnen, dort beginnt das „Neue Jahr“!

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Das Buch „Wider den Gehorsam“ von Arno Gruen und „Der Mensch in der Revolte“ von Albert Camus werden in diesem Zusammenhang empfohlen.

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Dieser Beitrag erschien am 13. Januar 2021 im Rubikon – Magazin für die kritische Masse

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Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

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Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle:    Kleber Cordeiro/ shutterstock

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16 Kommentare zu: “Die Epidemie der Feigheit | Von Elke Grözinger

  1. Stefano sagt:

    Danke….
    Für diesen Text, der mich sehr berührt .

  2. oekobauer sagt:

    Die Frauen sind gefragt, sie müssen ihren Männern Feuer unterm Arsch machen aber richtig. Frauen sind von Natur aus sehr viel mutiger, die höhere emotionale Intelligenz tut ihr übriges. Ist auch bezeichnend, das die klaren Kommentare in den sozialen Medien meist von Frauen kommen, die Männer verlieren sich gern in pseudointellektuellem Gesülze.

  3. phlox sagt:

    Alexej Sesterheim, Ihr Kommentar gefällt mir!

  4. Gravitationszerstäuber sagt:

    Das üble Wörtchen "man" hat sich hier eingeschlichen. Siehe Absatz 3 und 4.
    Beispiel: "Man hat uns falsch erzogen über Jahrtausende."
    Ja, wer ist denn "man"? Sind wir das nicht selbst!

    "Unsere Welt ist eine Welt voller unterwürfiger Feiglinge. Wir wurden über Jahrtausende dazu erzogen, sozialisiert. "
    Welch eine anmaßende Rede.
    Und es fehlt der Bezug mit Nennung derjenigen, die uns angeblich zu dem gemacht haben, als die wir erscheinen wollen.

    Ja, klar, das Problem sind halt stets die anderen, hier mal in Gestalt der "Feigen".
    Und die angebliche Lösung ist wohl weiterhin: ändere DU dich, damit es MIR besser geht.

  5. Alexej Sesterheim sagt:

    Dieser Aufruf begeistert mich. Dennoch möchte ich etwas ergänzen: Alice Miller erklärt besser als ihr Landsmann Arno Gruen, wie unsere angeborene Menschlichkeit und unser Mut erst durch die Erkenntnis und die Verarbeitung der Versklavung und der Terrorisierung durch die eigenen Eltern wieder zum Tragen kommen. Sie problematisiert aber generell die Begriffe Mut und Feigheit. Diese werden meist aus einer falschen moralischen Perspektive verstanden. Ich hatte dreizehn Onkel, die alle "Mut" bewiesen haben und ihr Leben für Hitler und die Träume von einem siegreichen großen Raub- und Kreuzzug zu opfern bereit waren. Drei von ihnen haben sich denn auch in russischer Erde zur letzten Ruhe gebettet. Wahrer, dem Leben dienender Mut braucht zuallererst Orientierung an menschlichen Werten.
    Eine Feststellung von Elke Grözinger möchte ich ebenfalls hinterfragen: … daß "nichts zu tun" unser "größter Fehler" sei.
    Von den keltischen Druiden habe ich einmal gelesen, daß sie ihren Stammesgenossen drei einfache Ratschläge weitergaben:
    "Die Götter ehren,
    nichts Böses tun,
    tapfer sein."
    Die zwei ersten von diesen drei Hinwiesen zielen eher auf's Nichtun, wie es auch bei Lao Tse immer wieder betont wird. Ich sehe in allen drei Hinweisen tiefe Zusammenhänge. Wenn ich ein Urvertrauen in die geistige Welt und ins Leben habe, komme ich kaum in die Versuchung, Böses zu tun. Aber dazu muß ich auch in der Lage sein, Gutes, dem Leben Dienliches vom Bösen, dem Mörderischen, zu unterscheiden. Und dazu braucht es Tapferkeit, alles und auch die Autoritäten und ihre Aussagen und Taten zu hinterfragen. Durch meine Neugier nach außen und innen und meine wachsende Selbsterkenntnis gewinne ich gar ein Verständnis dafür, wie jemand zu lebens- und menschenfeindlichen Ängsten, Gedanken und Handlungen der Gier und Grausamkeit kommen kann. Das versetzt mich in die Lage, den Übeln der Zeit die Wurzel auszutrocknen und ihnen mit geistigen Mitteln zu begegnen.

  6. benx sagt:

    Interessanter Weise erscheint bei Rainer Rupp

    Zum Antworten anmelden, obwohl ich angemeldet bin.
    ?????? Hier und bei anderen nicht.

  7. Urursprung sagt:

    Ja.
    Werde ab sofort jeder Maske nach einer Maskenfrage an mich antworten: Schnauze, Sklave!

  8. Nevyn sagt:

    Die Mitglieder der Weißen Rose werden heute nicht verehrt, weil sie damals Flugblätter verteilten, die nichts bewirkten. Sie werden verehrt, weil sie dafür hingerichtet wurden.

  9. margret olschewski sagt:

    Ganz großen Dank für diese Wahrheit. Es wird vielen Menschen helfen, aufzustehen.

  10. Wolfgang Altpeter sagt:

    Sehr guter Beitrag. In vielen positiven Dingen habe ich mich wiedererkannt. Es besteht aber noch Handlungsbedarf, das ist mir auch klar geworden.

  11. Meinenstein sagt:

    Tausend und ein Dankeschön liebe Frau Elke Grözinger !
    🙂
    für diesen bärenstarken Text.
    M.E. Kategorie: Ausdrucken, and die Wand hängen und verteilen . . .

    Danke!

  12. Cohiba sagt:

    Genau deine letzten 3 Zeilen werden entscheidend sein, wenn es hart auf hart kommt.
    Viele könnten dann über ihren ängstlichen Schatten springen. Hoffen wir auf unsere Löwenherzen.

  13. RULAI sagt:

    Mut ist, trotz Angst etwas zu tun.

  14. phlox sagt:

    Ich sehe sehr viele mutige Menschen.
    Da gibt es doch den Satz "Wenn es zum Schwur kommt …"
    Ich denke, wenn es wirklich darauf ankommt, man ihnen
    die notwendigen Informationen und die Zeit zum Überdenken
    (Grundregel: alles vorher überschlafen) gibt, treffen sie gute
    Entscheidungen. Ich bin immer noch davon überzeugt, dass
    es die Kollektive Intelligenz gibt. Gemeinschaftliche Erlebnisse
    wie Meditationen, Musik und Tanz, bestärken Menschen in ihren
    positiven Gefühlen. Und erst recht, wenn Menschen für eine
    Idee "brennen", wie dies in diesem wunderbaren Beitrag
    beschrieben wird: https://www.rubikon.news/artikel/die-feuerhuter
    Was ich mir allerdings sehr wünsche ist, dass kein Mensch einen
    anderen Menschen denunziert. Das ist das Aller-aller-unwürdigste!
    Wenn wie jetzt in Niedersachsen Anschriften von Menschen ab 80
    gesammelt werden, um diese anzuschreiben, denke ich, dass
    schon so unverfängliche Fragen wie: "Wissen Sie das Alter
    Ihrer Nachbarn?" nicht unproblematisch sind.
    Ich will damit sagen, dass ich eher bescheiden bin in der
    Wunschvorstellung von "Mutigsein".
    Und von Eltern und Großeltern wissen wir auch, dass viele, wenn
    es nur um sie selbst ginge, allerhand hinnähmen, wenn es aber um
    Kinder und Enkel geht, so manche/r zum Löwen wird.

  15. gruni sagt:

    Alles beginnt mit der Religionskritik!!!
    Paulus, der sich (fälschlicherweise) zum Keise der Apostel rechnete, hat sich empört ueber die Urgemeinde geäussert, die wie bekannt, sich im Kampf mit den römischen Imperialisten befand, in dem er an die in Rom lebenden [bzw. die sich im Exil (Diaspora) ] "Christen" schrieb, dass sie sich gefälligst nicht gegen die Herrschenden stellen duerften, denn jede Staatsmacht sei von Gott autorisiert, und von daher nicht angreifbar.
    Das haben die zivilisierten Menschen seit 2000 Jahren gelernt!

  16. Hera sagt:

    "Wer den Mut zum Ungehorsam hat, der entzieht sich nicht nur vermeintlichen Autoritäten, sondern nimmt die Menschen lebendig und mitfühlend wahr. Wie sehr die Kultur des Gehorsams entmenschlichen kann und welche Wege aus dem Kreislauf der Unterordnung führen, zeigt Arno Gruen: ein befreiendes Plädoyer für mehr Mitmenschlichkeit."

    https://www.klett-cotta.de/buch/Gesellschaft/Wider_den_Gehorsam/48974

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