Die Geld- und Schuldenblase: wie geht es weiter? | Von Christian Kreiß

Ein Standpunkt von Christian Kreiß.

Fragestellung

Die Weltwirtschaft ist 2020 so stark eingebrochen wie noch nie seit 1945. Das Welt-Sozialprodukt ging um etwa 4,4 Prozent auf ca. 84 Billionen (84.000 Milliarden) US-Dollar zurück. Gleichzeitig sind die Schulden um etwa 20 Billionen auf ungefähr 277 Billionen Dollar Ende 2020 gestiegen. Die führenden westlichen Notenbanken haben 2020 frisches Geld in nie ungeheurem Umfang gedruckt. Steigende Schulden, steiler Anstieg der Geldmenge bei sinkender Wirtschaftskraft: Wie sollen die Schulden jemals zurückgezahlt werden? Wie soll der Geldwert stabil bleiben? Wie soll das alles gutgehen? Was kommt da auf uns zu?

Die Entwicklung der Geld- und Schuldenmenge

Seit Beginn der letzten Finanzkrise 2007 hat sich die Geldmenge in den Industrieländern in einem Ausmaß erhöht, das bis vor Kurzem allen Ökonomen als Irrsinn erschienen wäre. Praktisch alle führenden Notenbanken der westlichen Welt habe die Geldnotenpresse in historisch nie dagewesenen Umfang angeworfen und frisches Geld gedruckt. Die US-Fed hat die Geldmenge seit 2007 etwa verneunfacht, die EZB versiebenfacht, die Bank of England verneunfacht, die Bank of Japan vervierfacht, die Bank of Canada versechsfacht, die Reserve Bank of Australia versechsfacht. Selbst die konservative schweizerische Notenbank hat die Geldmenge verachtfacht.

Der Gelddruckprozess erfolgte im Wesentlichen in zwei Wellen. Die erste Welle, um die Auswirkungen der Finanzkrise 2007/9, die zweite Welle, um die Folgen der Lockdownpolitik 2020/21 auf die Realwirtschaft so gut wie möglich abzufedern, das heißt, Wirtschaftsschrumpfung und Arbeitslosigkeit so stark wie möglich einzudämmen. Ohne das massive Aufblähen der Geldmenge, das Überfluten der Banken, Regierungen und großen Unternehmen mit Liquidität wäre die Wirtschaft sowohl nach 2007 wie 2020/21 sicherlich sehr viel schlimmer abgestürzt, als sie es tatsächlich tat. So gesehen war das Gelddrucken ein großer Erfolg. Es kam weder nach 2007 noch 2020 zu einer sich selbst verstärkenden Wirtschaftsdepression. Die Notenbanken haben die Lektion der Jahre 1929 bis 1932 gelernt. Damals wurde kein frisches Geld gedruckt, die Zinsen nicht auf Null gesenkt, was die Welt in eine vieljährige Deflation, Depression, Massenarbeitslosigkeit und schließlich Krieg gestürzt hat.

Aber nicht nur die Geldmenge hat in den letzten 14 Jahren dramatisch zugenommen. Auch die Schulden, insbesondere die Staatsschulden, sind im Zuge der Lockdowns 2020 in einem fast nie dagewesenen Umfang gestiegen. Vom dritten Quartal 2019 bis zum dritten Quartal 2020 sind die Schulden weltweit um 20 Billionen Dollar (20.000 Milliarden) gestiegen, das entspricht knapp einem Viertel des Weltsozialprodukts. Für Ende 2020 werden die Weltschulden auf 277 Billionen Dollar geschätzt. Bei einem Welt-Sozialprodukt von etwa 84 Billionen Dollar entspricht das ungefähr 330 Prozent des Weltwirtschaftskraft. Sollten also alle Schulden zurückgezahlt werden, so müssten alle Werktätigen der Welt fast dreieinhalb Jahre lang ohne Lohn und Gehalt arbeiten und alle Wertschöpfung an die Gläubiger abgeben.

Da etwa die Hälfte der Finanzvermögen auf die oberen ein Prozent der Erdbevölkerung entfallen, hieße das konkret, dass die unteren 90 Prozent der Welt über eineinhalb Jahre ohne Einkommen arbeiten müssten, um den oberen ein Prozent ihre Ausleihungen zurückzuzahlen. Also mit ein wenig gesundem Menschenverstand betrachtet ist das einfach unmöglich. Als ehemaliger Investmentbanker heißt das für mich: Es wird zu ziemlich hohen Schuldenausfällen kommen. Kurz: Die Schulden können auf keinen Fall auch nur annähernd in voller Höhe zurückgezahlt werden, wir leben in einer ziemlich großen Schuldenblase.

Geld- und Schuldenberg ist nicht mehr durch die Wirtschaftskraft gedeckt

Geld, sei es in Form von einem Geldschein oder auf dem Girokonto ist ein Anspruch auf eine zukünftige reale Wirtschaftsleistung. Konkret: Wenn ich einen 10-Euro-Schein in der Hand habe (oder auf dem Girokonto), so glaube ich, dass ich mir in Zukunft den Gegenwert dieser 10 Euro in eine reale Wirtschaftsleistung eintauschen werde können, sei es in Pizza oder einen Haarschnitt. Das Gleiche gilt für einen Schuldschein. Wenn ich ein Schuldpapier habe, sei es ein Sparbuch, eine Staatsanleihe oder eine Unternehmensanleihe, so glaube ich, dass ich mein verliehenes Geld vom Schuldner später zurückbekomme und ich mir als Gegenwert Pizza oder einen Haarschnitt dafür kaufen kann. Alles Geld und alle Schulden beruhen also auf einem Glauben, (das Wort Kredit kommt vom lateinischen credere, glauben), auf Vertrauen.

Nun ist der Geldberg in den letzten 14 Jahren aber grob sieben- bis achtmal so stark gestiegen wie die reale Wirtschaftskraft und auch die Schulden sind deutlich stärker gestiegen als die Wirtschaftsleistung. Mit anderen Worten: Den Geldscheinen steht heute nicht mehr annähernd so viel reale Wirtschaftskraft gegenüber wie früher und auch den Schuldpapieren stehen deutlich weniger reale Güter gegenüber als zuvor. Die Inhaber der Geld- und Schuldpapiere glauben aber offenbar immer noch, dass sie eines Tages ihr Geld real zurückbekommen und in reale Wirtschaftsgüter umtauschen können. Das ist aber längst eine Illusion, ein Irrglaube.

Das ganze ungehemmte Geldausgeben der Bundesregierung (und vieler anderer Regierungen) über neue Schulden, die dann wieder zum guten Teil von der Notenbank durch frisches Gelddrucken finanziert werden, beruht darauf, dass Menschen, die vorher Geldguthaben oder Schuldscheine, beispielsweise Ersparnisse, hatten, teilweise enteignet werden. Denn jeder neue Geld- oder Schuldschein, der dazukommt, ohne dass sich die reale Wirtschaftskraft erhöht, entwertet ein klein wenig die bestehenden Geld- und Schuldscheinbestände. Das liegt daran, dass mit jedem neuen Geld- oder Schuldschein die Anspruchsrechte auf die realen Wirtschaftsgüter steigen. Die Leute merken das aber nicht sofort, weil es ein schleichender Prozess ist.

Dem frisch gedruckten Geld und dem steigenden Schuldenberg steht aber keine steigende Wirtschaftsleistung gegenüber. Im Gegenteil ist die reale Wirtschaftskraft 2020 dramatisch um etwa 4,4 Prozent zurückgegangen. Das ist der stärkste Weltwirtschaftsabsturz seit Kriegsende. Zum Vergleich: nach der Finanzkrise ging die Weltwirtschaftskraft 2009 nur um 1,7 Prozent zurück. Kurz: Es wurden 2020 enorm viele neue Papiere in die Welt gebracht, die einen Anspruch auf eine Wirtschaftsleistungen darstellen, die gar nicht vorhanden ist. Viele Geld- und Vermögensinhaber leben also in einer Illusion, dem Irrglauben, dass ihre Geld- und Anleihedepots noch voll werthaltig sind. Das sind sie aber schon längst nicht mehr. Wir leben in einer Welt von Zombie-Gläubigern.

Was heißt das für unsere Zukunft?

  1. Einfach immer weiter die Zinsen auf Null lassen und immer weiteres Gelddrucken durch die Notenbanken?

Was spricht eigentlich dagegen, die Notenbankzinsen über die nächsten Jahrzehnte, ebenso wie in den letzten etwa 13 Jahren, einfach auf Null zu lassen und weiterhin Geld zu drucken, indem Anleihen von den Notenbanken gekauft werden, wie es seit 2007 geschieht? Wird das einfach unsere neue Normalität? Wo ist das Problem?

Wenn Anleger oder Investoren auf Dauer keine oder fast keine Zinsen mehr für Anleihen oder Sparbücher bekommen, werden sie nach und nach ausweichen auf andere Anlagearten, vor allem Immobilien und Aktien. Aktien- und Immobilienfonds sowie Aktienindizes wie der DAX oder der S&P 500 sind Anlagearten ohne zeitliche Begrenzung. Denn wenn einzelne Aktien aus einem Fonds oder Index herausfallen, sei es, weil das Unternehmen pleitegeht oder weil die Aktie zu stark gefallen ist, wird sie sofort durch eine andere Aktie ersetzt. Das gleiche gilt für einen Immobilienfonds. Alte Immobilien werden ständig durch neue ersetzt, der Immobilienbestand als solcher aber bleibt. Ökonomen bezeichnen die aus solchen Fonds oder Indizes fließenden Zahlungen das als unendliche Renten.

Es gibt eine mathematische Formel, wie unendliche Renten bewertet werden: Der Wert heute ist gleich dem Ertrag (in Form von Dividenden bzw. Miete oder Pacht) geteilt durch den langfristigen Zinssatz. Wenn der Nenner (der Zinssatz) auf Dauer bei oder nahe Null bleibt, heißt das, dass der Wert von Aktien und Immobilien gegen Unendlich gehen wird. Die Formel arbeitet nicht über Nacht, sondern wirkt langfristig. Wenn die Anleger wirklich glauben, dass der Zins langfristig bei Null bleibt, dann werden die Aktien- und Immobilienpreise in den Himmel schießen, sprich stak überproportional wachsen im Vergleich zur Wirtschaftskraft und den Masseneinkommen.

Und genau das können wir in den letzten Jahren beobachten. Allmählich setzt sich bei den Anlegern offenbar immer mehr die Einschätzung durch, dass die Zinsen längerfristig sehr niedrig bleiben. Entsprechend steigen die Aktienkurse und Immobilienpreise, selbst bzw. gerade in Zeiten von Corona-Lockdowns. Denn gerade diese zwingen ja die Notenbanken dazu, die Zinsen weiterhin so niedrig zu halten.

Wo ist das Problem? Warum sollen Aktien und Immobilienpreise nicht einfach immer weiter und weiter überproportional steigen? Bei Immobilien sieht man es sofort: Wir bekommen ein Mietproblem. Mieten werden immer teurer, die Einkommen halten nicht mit. Solange die Immobilienpreise immer weiter steigen, werden auch die Mieten immer weiter steigen. Für Neueinsteiger, beispielsweise junge Familien, wird der Wunsch nach den eigenen vier Wänden immer unerschwinglicher. Aber auch für börsennotierte Aktienunternehmen haben überproportional immer weiter steigende Aktienkurse Auswirkungen: Die Vorstände werden gezwungen, immer höhere Gewinne zu erwirtschaften. Also auch der Gewinnmaximierungsdruck auf die Unternehmen und ihre Mitarbeiter nimmt zu.

Wenn die Zinsen also sehr sehr lange bei Null bleiben, kommt eine Immobilien- und Aktienblase, das heißt eine immer stärkere Überbewertung. Und eines Tages kommt eine Bereinigung, möglicherweise ein Crash. Genau solche Entwicklungen gab es bereits mehrfach in der Wirtschaftsgeschichte, beispielsweise der japanische Immobiliencrash ab 1980, die spanische Immobilienblase 2007 oder die Bereinigung der New Economy Bubble ab März 2000.

Kurz: Langfristige Nullzins- und Anleiheaufkaufpolitik der Notenbanken führen zu einer asset bubble, einer Vermögensblase mit anschließender Bereinigungskrise. Auf Dauer können die Zinsen nicht bei Null bleiben, sonst laufen wir in Mietprobleme und einen Börsencrash.

     2. Zinsen langsam wieder erhöhen, Geldmenge langsam wieder zurückführen und Schulden langsam abbauen?

Angesichts des momentanen Schuldenstandes im Verhältnis zur Wirtschaftskraft ist eine spürbare Reduzierung der Geldmenge, die nur bei einer gleichzeitigen Zinserhöhung stattfinden kann, unmöglich. In einigen Ländern belaufen sich die Staatsschulden auf über 100 Prozent der Wirtschaftsleistung. Wenn hier die (Real)- Zinsen auf, sagen wir 3 Prozent steigen, werden viele Länder, auch einige Industrieländer, zahlungsunfähig. Das gleiche gilt für viele Unternehmen und Privathaushalte. Einige Unternehmen – Stichwort Zombie-Unternehmen – und Haushalte haben solch hohe Schulden, dass ein nennenswerter Anstieg der Zinsen zu Masseninsolvenzen und Wirtschaftsdepression führen würde. Also: Wiederaufsaugen der frisch gedruckten Geldes durch die Notenbanken und eine signifikante Realzinserhöhung gehen nicht, das würde zu einem Wirtschafsabsturz führen.

     3. Streichen der Staatsschulden?

Da ein großer Teil der Staats- und ein beachtlicher Teil von Unternehmensanleihen durch die EZB gehalten werden, wird immer wieder diskutiert, ob das Streichen dieser Schuldpapiere aus den Büchern der EZB eine Lösung wäre. Das ändert aber nichts am Grundproblem. Um die Schuldpapiere anzukaufen, hat die EZB frisches Giralgeld geschöpft, das auf die Girokonten der Banken geflossen ist. Dieses frisch gedruckte Giralgeld ist da und bleibt da, auch wenn die Anleihen ausgebucht werden.

Letztlich bedeutet der Ankauf von Anleihen durch die Notenbank, dass konkrete Ansprüche von Gläubigern an ganz bestimmte Schuldner, also Staaten oder bestimmte Unternehmen, die die Anleihen herausgegeben haben, eingetauscht werden gegen allgemeine Ansprüche an das Sozialprodukt, weil man mit Geld ja einfach jederzeit alles kaufen kann, mit Anleihen nicht. Also wird der Glaube an die Rückzahlung durch einen konkreten Schuldner eingetauscht durch einen Glauben, dass man jederzeit beliebige Dinge und Dienstleistungen einkaufen kann. Es wird also ein Spezialglaube eingetauscht gegen einen Generalglauben. Aber es bleibt ein Glaube, ein Vertrauen darauf, dass das entsprechende Papier (egal ob Geld- oder Schuldpapier) einen Wert hat, sprich gedeckt ist durch Güter und Dienstleistungen. Wenn die Anleihen in den Büchern der EZB daher gestrichen werden, bleibt das Geld trotzdem in Umlauf. Also ist das keine Lösung. Wäre auch zu schön gewesen, um wahr zu sein: Dass ein Staat beliebig Schulden machen kann, die über die Notenbank finanziert werden und trotzdem alles gut geht.

    4. Schuldenschnitt

Ein Schuldenschnitt wäre eine sinnvolle Lösung. Allerdings heißt Schuldenschnitt gleichzeitig Vermögensschnitt, sprich das würde die oberen ein Prozent und vor allem die obersten 0,1 Prozent der Erdbevölkerung am härtesten treffen. Weil deren Einfluss auf die Politiker, vorsichtig ausgedrückt, enorm groß ist, halte ich einen Schuldenschnitt, obwohl er die mit Abstand beste Lösung wäre, für extrem unwahrscheinlich. Mit den (Super)- Reichen will sich keine Regierung gerne anlegen.

    5.Inflation

Eine Inflation von 10 Prozent über 10 Jahre würde die Preise von 100 auf 260 steigen lassen, würde also heute bestehenden Schulden real deutlich vermindern, mehr als halbieren. Das wäre also eine Lösung. Allerdings ist es angesichts der derzeit bestehenden weltweiten Überkapazitäten, der hohen Arbeitslosigkeit und der geschwächten Massenkaufkraft in den Industrieländern für die Notenbanken sehr schwer, eine Inflation loszutreten. Das hat bereits in den letzten 10 Jahren ungehemmten Gelddruckens nicht funktioniert.

   6.Pleitewelle und Deflation

Wenn Schuldenschnitt und Inflation nicht klappen, kommt vermutlich eine Pleitewelle, eine Finanzkrise, Bankenpleiten, Staatsinsolvenzen, Massenarbeitslosigkeit, Chaos und Unruhen. Unternehmens-, Staats- und Bankenpleiten sind auch ein Schuldenschnitt, aber ein ungeordneter, chaotischer, der einen Abwärtsstrudel auslösen dürfte mit schlimmen, teilweise unkalkulierbaren gesamtwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen.

    7.Krieg

Natürlich sind auch noch schlimmere Szenarien denkbar, zum Beispiel der Ausweg Krieg. Sowohl der erste wie der zweite Weltkrieg waren, rein ökonomisch gesehen, Ventile für kaum haltbare ökonomische Zustände vor 1914 und vor 1939.

Fazit

Weiterhin Nullzinspolitik und Gelddrucken geht nicht. Zinsen anheben geht nicht. Staatsschulden streichen geht nicht. Ich fände einen geordneten Schuldenschnitt das Beste, eine Inflation, auch wenn sie für ein Land miserabel ist, das Zweitbeste bzw. weniger Schlimme. Vor Lösung sechs – Wirtschaftsabsturz – und sieben – Krieg – graut mir. Ich hoffe auf die Vernunft und das Verantwortungsbewusstsein der Handelnden, denn eines Tages müssen wir aus der heute weitverbreiteten Illusion erwachen.

Ich fürchte, es wird kein Zurück zu den Jahren vor 2020 geben. Die staatlich verordneten Zwangs-Lockdowns waren und sind ein so gravierender Einschnitt nicht nur in unsere Freiheitsrechte und unsere Demokratie, sondern auch in unser Wirtschaftsleben, dass eine Rückkehr in die vergleichsweise guten Jahre vor 2020 meiner Einschätzung nach ausgeschlossen ist. Wir stehen vor ganz erheblichen gesellschaftlichen Änderungen und vermutlich vor sehr starken ökonomischen und vor allem sozialen Spannungen. Ich fürchte, es stehen harte Zeiten bevor. Je früher, vernünftiger und ehrlicher wir die Probleme angehen, desto geringer wird das Leid der Menschen werden.

Zum Autor:

Prof. Dr. Christian Kreiß, Jahrgang 1962: Studium und Promotion in Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsgeschichte an der LMU München. Neun Jahre Berufstätigkeit als Bankier, davon sieben Jahre als Investment Banker. Seit 2002 Professor an der Hochschule Aalen für Finanzierung und Volkswirtschaftslehre. Autor von sieben Büchern: Gekaufte Wissenschaft (2020); Das Mephisto-Prinzip in unserer Wirtschaft (2019); BWL Blenden Wuchern Lamentieren (2019, zusammen mit Heinz Siebenbrock); Werbung nein danke (2016); Gekaufte Forschung (2015); Geplanter Verschleiß (2014); Profitwahn (2013). Drei Einladungen in den Deutschen Bundestag als unabhängiger Experte (Grüne, Linke, SPD), Gewerkschaftsmitglied bei ver.di. Zahlreiche Fernseh-, Rundfunk- und Zeitschriften-Interviews, öffentliche Vorträge und Veröffentlichungen. Homepage www.menschengerechtewirtschaft.de

Quellen und Anmerkungen:

  1. https://tradingeconomics.com/united-states/central-bank-balance-sheet
  2. https://tradingeconomics.com/euro-area/central-bank-balance-sheet
  3. https://tradingeconomics.com/united-kingdom/central-bank-balance-sheet
  4. https://tradingeconomics.com/japan/central-bank-balance-sheet
  5. https://tradingeconomics.com/canada/central-bank-balance-sheet
  6. https://tradingeconomics.com/australia/central-bank-balance-sheet
  7. https://tradingeconomics.com/switzerland/central-bank-balance-sheet
  8. World Economic Forum 14.12.2020: https://www.weforum.org/agenda/2020/12/global-debt-gdp-covid19/
  9. 277 geteilt durch 84 ist gleich 3,3
  10. https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_GDP_(nominal)
  11. https://www.worldometers.info/gdp/#gdpyear
  12. Welt.de 22.1.2021. https://www.welt.de/finanzen/plus224800783/Staatsschulden-einfach-streichen-So-realistisch-ist-dieser-Alp-Traum.html oder SZ vom 12.11.2020: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/pipers-welt-schulden-streichen-1.5113658

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Danke an den Autoren für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Uskarp /shutterstock

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19 Kommentare zu: “Die Geld- und Schuldenblase: wie geht es weiter? | Von Christian Kreiß

  1. Ralf Becker sagt:

    Der Schuldenschnitt wäre das Beste. Dafür bräuchte die Welt ein Kartell der Staat.
    Ob der Schuldenschnitt zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt (noch) umsetzbar wäre?

    Mit dem Schuldenschnitt könnte aber allenfalls ein wenig Zeit gekauft werden.
    Allerdings wird es dann mit der Zeit auch immer schwieriger, dass man zu einem funktionierenden Wirtschaftssystem wechselt, weil dann etwa auch immer mehr nur vorübergehend benötigte Infrastruktur gebaut wurde. Die Zwangs- und Illusionswirtschaft würde zudem immer dramatischer werden. Darüber hinaus gibt es auch noch die Partnerschaft Chinas mit dem Iran, weshalb man es gar nicht abschätzen kann, wie das noch weitergeht.

    Vor allem wissen wir es bislang auch fast gar nicht, wie ein funktionierendes Wirtschaftssystem aussehen könnte und wie man überhaupt zu einem solchen wechseln könnte.

    Gleichzeitig nehmen im Moment die Spekulationen etc. derartige Ausmaße an, dass man es in keiner Weise wissen kann, wohin die Reise geht.

    Spiegel, 03.02.2021
    Hedgefonds verdient 700 Millionen Dollar mit GameStop-Aktien

    Jetzt will etwa Joe Biden den Amerikanern gerade in Zeiten von Corona den Zugang zu Krankenversicherungen erleichtern. Aber die Umverteilung von fleißig nach reich würde durch diese vorläufige soziale Verbesserung noch schneller erfolgen.

  2. IDog sagt:

    Hallo,
    ich habe diesen Kommentar schon für die entsprechende Veröffentlichung des Artikel auf Telepolis geschrieben und poste ihn hier also noch einmal. Dort hieß der Artikel : "Welt der Zombie-Gläubiger"
    Mein Kommentar :

    Oder vielmehr : Welt der Zombie Schuldner ?

    Ich weiß nicht welcher ökonomischen "Schule" der Autor des Artikel angehört. Es scheint allerdings so, dass in diesem Artikel einiges versammelt wurde, was nicht zusammenpassen will und eher in den mythischen Bereich des Kapitalismus, also ideologischen Bereich gehört. Daher wohl auch die Rede vom Glauben…

    So ist es bemerkenswert, dass die akute Wirtschafts-, bzw. Finanzkrise erst gar nicht erwähnt wird, welche quasi als verschleppte, finale Konsequenz der von 2008 im September 2019 begann und einen ersten Höhepunkt im Börsen-Crash vom Februar 2020 erlebte, also vor der mit der Koronapolitik begründeten Aussetzungen diverser Wirtschaftszweige weltweit. Aber das sind Peanunts.

    Daher wird natürlich auch nicht darauf eingegangen, was zu diesem erneuten Crash führte, den die meisten Ökonomen wie auch viele Wirtschaftsportale alleine der Pandemie zuschreiben wollen. Dass allerdings hieße aus einem Haufen Lügen und haltlosen Annahmen eine Wahrheit aka Realität generieren zu wollen.

    Anstatt auf opportune oder pseudokritische Deutungen, sollte man sich aber auf Evidenz stützten.

    Wenn man das tut, kommt man bei notwendig neutraler und distanzierter Betrachtung schnell zu dem Schluss, dass der Kapitalismus Schnee von Gestern ist. Sollte Marx Recht behalten haben? Wahrscheinlich, zumindest wenn man die Marxsche Analysen auf die Gegenwart bezogen weiterdenkt.

    En Detail und um es so kurz wie möglich zu halten bedeutet das nicht nur sich von der Möglichkeit etwaigen Wachstums zu verabschieden, sondern sich auch darauf zu fokussieren wie das kapitalistische System seit den 70er Jahren dieses Fehlen zu substituieren versucht. Immerhin kann es Kapitalismus nur mit Wachstum geben.

    Der neoliberalistische Ansatz als Reaktion auf fehlendes Wachstum hat verschiedene Facetten. Nicht nur wurde das fehlende Wachstum durch radikale Steuersenkungen zu Gunsten der Reichsten kompensiert, sondern auch das logisch darauf folgende, fast allgegenwärtige Staatsdefizit durch immer höhere Verschuldung bei genau denselben reichsten Akteuren. Die bekannte Umverteilung nach oben, allerdings nur von bereits bestehendem Wohlstand.

    Das im Kapitalismus notwendige Wachstum spiegelt sich im Anwachsen der Geld-, bzw. Wertmenge. Da die Realwirtschaft das lange nicht mehr hergeben konnte, bezog man sich bei der Schaffung von Wachstum zunehmend auf zukünftiges, also nur erhofftes Wachstum. Damit entstand das sogenannte fiktive Kapital, das wiederum immer neue Verschuldungsberge auslöste, weil gemessen an einer stagnierenden Realwirtschaft das erhoffte, vormals zukünftige, Wachstum nur sehr bedingt eintraf, die Wertschöpfungen aus diesen Hoffnungen, welche sich als antizipierte Geldschöpfung verstehen lassen, sich also oft als "faule Kredite" erwiesen. Man nennt das dann auch fiktives Wachstum. Jeder Krise, bei der folglich enorme Neuverschuldungen zB. in Form von Bailouts (= Umverteilungen) anfielen, war nur eine Neuverschuldungsorgie, um alte, realwirtschaftlich nicht realisierbare Kreditvolumina zu kompensieren und gleichzeitig das notwendige Anwachsen der Geldmenge (= Wachstum) zu simulieren.

    Es ist also letztendlich nicht allein die Frage, ob die Gläubiger Zombies sind, denn die sind immerhin die, welche in den letzten Jahrzehnten die Politik bestimmen und dabei aus einer reinen Schulden-Ökonomie langsam eine Konsolidierungs-Ökonomie machten, genannt "marktkonforme Demokratie", in der es nur noch darum geht das sich nicht realwirtschaftlich tragende und an sich längst bankrotte Finanzsystem künstlich am Leben zu erhalten. Es ist also auch die Frage wer denn eigentlich der Schuldner all dieser Kreditberge ist. Hierbei ist zu bedenken, dass ein Staat als Institution und als solche kein glaubwürdiger Schuldner ist, weil er selbst kein Geld hat, bzw. diese Kredit- und Glaubwürdigkeit durch immer drastischer Maßnahmen, zB. Austerität, Sozialabbau etc., auf struktureller Ebene und mit zum Teil drastischen Folgen für den Staatsbürger gewährleisten muss. Letzterer ist nach aktuellem Reglement nämlich der Schuldner der letzten Instanz und nicht etwa irgend eine Zentralbank. Heutzutage bekommen nur die Staaten günstige Kredite, die alleine durch den realen Reichtum seiner Bürger, auf den letztendlich zurückgegriffen werden müsste, kreditwürdig geblieben sind. (Man vergleiche dazu zB. Deutschland mit Griechenland.) Konsolidierungs-Ökonomie heißt also : auf keinen Fall einen Schuldner pleite gehen lassen. Die Staatspleite ist das Ende der Investoren und wird also mit allen Mitteln politisch verhindert, um die Investoren auf Kosten der Bürger zu retten. Beispiele erübrigen sich …

    Dass das alles zusammen eine steile Abwärtsspirale ist, zum Schluss des Szenarios zumindest theoretisch die reichste Klasse der Investoren selbst zu den letzten Garanten der Kredite werden müssten, die sie selbst den Staaten einräumen, ist leicht zu erkennen. Dass es keine Ausweg aus diesem Untergang, bzw., diesem Spiel auf Zeit gibt, sollte auch klar sein. Die Hoffnung stirbt zwar als Letztes, aber sie stirbt.

    Wie extrem die Situation ist, erkennt man an Äußerungen der Investoren, die selber nicht mehr an eine Rückzahlbarkeit der Kreditberge glauben und allein mit dem Zinsdienst zufrieden sind.

    Lange wird diese Blase nicht mehr aufrechterhalten werden können. Nur die Rigidität der hierarchischen Machtstrukturen verhindert ein rationales umlenken der Politik auf ein sozial und existenziell "erträglicheres" Chaos.

    Diverse "Lösungensszenarien", die der Autor des Artikel hier vorbringt, wie zB. Krieg, sind natürlich keine ursächlichen Lösungen des Problem, sondern nur besonders grausame Verlängerungen der Agonie.

    Wen es interessiert, der kann sich zu dem hier Gesagten unter anderem in den Bücher von Wolfgang Streeck informieren : "Gekaufte Zeit" (2012), oder "How will capitalism end" (2016). Auch "Die große Entwertung – Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursache der Krise sind" von Norbert Trenkle und Ernst Lohoff (2013) ist dazu sehr aufschlussreich.

    Zusatz : Die EZB verkörpert übrigens mittlerweile nichts anderes als das klassische, autoritäre Regime schlechthin, wie es von Autoren wie Karl Schmitt vor etwa 90 Jahren definiert wurde, und das alleine die Investorinnen/Investitionen und deren Markt schütz und gegen jede demokratische oder soziale Forderung der Bürger erfolgreich verteidigt. Der Europa-Rat ist die dazu passende antidemokratische Legislative und Exekutive in Personalunion.

    • Werweißdasschon sagt:

      "Daher wohl auch die Rede vom Glauben…"

      Naja Sie vergessen heierbei evtl., dass jedes Wirtschaftssystem und deren Auswüchse, keine natürlichen Phenomäne sind. Es sind Fanatsiegebilde der Menschen, auf die sich geeinigt wurde (mehr oder weniger oder besser gesagt Wenige haben sich geenigt und die Mehrheit muss es schlucken).
      Daher ist es nicht weit hergeholt hier vom Glauben zu reden.

      Nicht umsonst setzen diverse Menschen bzw. Kulte das Geld gleich mit Gott.

    • IDog sagt:

      Hallo Werweißdasschon,
      klar ist die gängige ökonomische Lehre, besonders die sogenannte "neo-kassische", ein Glaube und auch die kapitalistische Ideologie mit ihren diversen irrationalen Heilsversprechen…
      Dennoch kann man die Fakten/Evidenz soziologisch, historisch und also analytisch betrachten ohne zB. die von Glaube und Hoffnung getriebenen Aspekte eines Börsen- und Blasengeschehens einbeziehen zu müssen. Diese sind nämlich nur Phänomene, die aus der Ignoranz der zu Grunde liegenden Fakten/Problematik – siehe dazu die Marxsche Wertkritik und deren gegewärtige Weiterentwicklung – entstehen. Fakt ist zB. dass Wachstum nicht mehr möglich ist, geglaubt wird dennoch daran.
      Letztendlich wird immer nur das Scheitern eines auf irrationalen Annahmen basierenden ökomischen Systems beschrieben. Mehr geben die Fakten eben nicht her. Der Glaube dient dazu die Fakten und das offensichtliche Scheitern zu negieren.
      Es wird also Zeit den Glauben (als Konsen) zu wechseln. Der ist dennoch unbedingte Vorrausetzung einer Gesellschaft. Der Zusammenbruch, den wir erleben, ist vor allem auch einer des Glaubens, der an der Realität/Evidenz scheitert. Ein alternativer Ansatz ist zwar vorhanden, aber noch nicht allgegenwärtig.

      So ist also der immer noch präferierten hoffnungvollen Antizipation von zukünftigen Gewinnen auch immer eine realökonomische Grenze gesetzt. Diese nennt man gewöhnlich Krise. In der verdampft das fiktive Kapital. Und auch den neuen Schuldenbergen, aka Krediten, aka Geldschöpfungen sind Grenzen gesetzt. Und das sind die der Glaubwürdigkeit, welch auf Evidenz basiert. Zum Schluss wird die sogenannte Kreditklemme wohlmöglich zum Dauerzustand und nicht mehr oder nur durch wertloses Fantasiegeld gelöst werden, dass sich die immer weniger werdenden Teilnehmer am sogenannten Kapitalismus gegeseitig hin und herschieben. An diesem Schluss sind wir angekommen … und da helfen weder totalitärer Zwangskosnsum noch strukturelle Monopolisierung (Great Reset) der noch möglichen Profitmargen.

    • Werweißdasschon sagt:

      "und da helfen weder totalitärer Zwangskosnsum noch strukturelle Monopolisierung (Great Reset) der noch möglichen Profitmargen."

      Da stimme ich Ihnen 200%-ig zu. Selbstverständlich wird das nicht helfen, eher im Gegenteil wird das die Spannungen befeuern. Auch kann man an dieser Stelle nicht ausschließen, dass das genau so beabsichtigt ist, um dadurch die totalitäre Herrschaft aufzubauen, indem man vorher Blut auf den Straßen fließen lässt. Aber das sind nur Spekulationen, obwohl das in der Vergangenheit ein sehr oft erprobter und (wenn man nicht Nachhaltig denkt) ein funktionierender "Ausweg" für die wenigen Psychopathen.

      Ich für meinen Teil will aber nicht über Systeme bzw. Lehren oder Ideologien nachdenken, dessen Scheitern bereits empirisch nachgewiesen wurden. Der Glaube an solche Systeme ist in dem Fall unangebracht, aus meiner Sicht. Dennoch verstehe ich wenn der Autor von Glauben redet. Der Fehler hierbei ist jedoch, was der Autor auch nicht erkennt, dass der Glaube sich dahin manifestiert/entwickelt, dass die Menschen denken ohne solche Lehren oder Systeme nicht Lebensfähig zu sein. Das erkennt man zu Teil auch daran, dass solche Lehren immer noch den zukünftigen Generationen eingetrichtert werden, obwohl dessen Scheitern bereits offenkundiger nicht sein können. Jeder Idiot begreift bereits, dass diese Lehren bildlich gesprochen Gift für uns alle sind, dennoch hält man an diesen krampfhaft fest. Klar spielt auch Indoktrination eine Rolle, dennoch ist das Problem eher, dass die Menschen sich keine Alternative auch nur vorstellen können.
      Hier sollte man eher über die Basis nachdenken. Wie will man in Zukunft handeln und wie wird das an Nachhaltigkeit und nicht an Profit ausgerichtet?

      Bildlich gesprochen:
      Es bringt wenig einen Scheißhaufen mit mehr Scheiße zu bewerfen und dann zu hoffen, dass es danach keine Scheiße mehr ist. Das ist Verschwendung von Energie und Ressourcen.
      Aktuell ist eher der Stand, dass wir den Scheißhaufen mit soviel Scheiße beworfen haben, dass wir schon bald bis zum Hals drin stecken und drohen darin zu ersaufen.

      Die Wortwahl entspricht evtl. nicht Ihrer gewohnten Ausdrucksweise, jedoch ist dessen Aussage dennoch zumindest zu bedenken.

  3. Werweißdasschon sagt:

    Ich vermisse die Möglichkeit 8

    Die Emanzipation der 99%. Wird das gar nicht erst in Betracht gezogen?

    Die Entmachtung, Enteignung und Entrechtung der 1% ist seit 8000 Jahren schon längst überfällig. Die haben sich lange genug an der Energie der 99% gelaabt.

    So viele Jahre Indoktrination lassen die Möglichkeit der Entknechtung gar nicht mehr aufkommen in den Gedanken der Menschen?

  4. Hartensteiner sagt:

    Rolf Theus zu ergänzen: Das ist doch der Grund, warum die Bundesregierung und die EU gerade Geld raushauen, wo es nur geht. Damit kann die Schuldenknechtschaft der Bevölkerungen auf Generationen sicher gestellt werden.

  5. benx sagt:

    Die Puppenkiste der FED (Dollar) Bänker.

    Der FED-Kasper Elon Musk aus der Puppenkiste, auch nur ein weiterer als Vernebelung der
    wahren endlos Finanz-Lumpen dahinter.
    – UNS IST EGAL WELCHE GESETZE IHR MACHT –
    so einer dieser Typen auch kürzlich wieder aus der City of London.

    Hokus Pokus da ist jetzt der neue roichste? 188 Mrd schwer?
    Aus dem Nichts. Kommt einem irgendwie bekannt vor.
    Beeindruckt auch die Brandenburger Entscheider offensichtlich.

    Ein „neues Luftschiff“ (jetzt Tropical Island), oder Flughafen Disaster. Ja die nehmen wir.

    Die Banker lachen sich kaputt. Diese Vollverblödeten deutschen, was für eine Party war das wieder
    in der City of London, BIS Basel oder FED NY – Haaaa ……………. .
    Die deutschen Ökonomen werden schon eine neue Regel oder Certifikat dafür generieren – haaaa.
    Regeln gelten für Dollar Banker nicht, wenn das nicht zur Kenntnis genommen wird,
    selber schuld. Chinesen haben daraus gelernt und legen ihre Finanzen wie die FED nicht mehr offen.

    6 Milliarden oder noch eine -1- davor? Neuverschuldung. Für den Kasper der FED.
    „Gute Innovationen“ sind ja ein Selbstläufer, oder! Subventionen brauchen die nicht…?!?!
    Wenn‘s klappt, wird der Laden kurz vor dem Bankrott noch am Spielcasino
    verramscht. Wenn nicht, auch egal. US – „Markt“ Routine.
    —————————
    – egon-w-Kreutzer.de/steuermilliarden fuer tesla-ist-das-noch wirtschaftspolitik —
    hat interessante Überlegungen dazu.
    Die Konkurrenten müssen ihren Zerstörer über Zertifikate finanzieren.
    —————————
    Seine Chips, die Finanz Kasper Musk wehrlosen Tieren einpflanzen läßt und bewirbt,
    diesen Schwachsinn sollte man ihm einpflanzen. Testet das A …ch mit seinem
    eigenen Verbrechen! Jeder kann dann sehen, wie er vielleicht gerade noch lallt.
    Wahre Glorie verdienen Leute, die in der Vergangenheit
    nicht ANDERE MISSBRAUCHTEN um neues zu bestätigen.
    Jeder Neurochirurg oder – forscher, sofern ersie Charakter hat oder pensioniert ist wird das bestätigen.
    Herr Professor Dr. oecon., sie finden doch meine Innovation so toll. Würden sie sich daran beteiligen?
    Oh nein, das mache ich grundsätzlich nicht. Ach!

  6. Rolf Theus sagt:

    "Die Inhaber der Geld- und Schuldpapiere glauben aber offenbar immer noch, dass sie eines Tages ihr Geld real zurückbekommen und in reale Wirtschaftsgüter umtauschen können."

    Ich sehe das bei den großen "Gläubigern" anders, und die machen die "Musik":

    Denen ist das verzinste Schuldgeldsystem ein Werkzeug neben anderen (s.u.) , um ganze Staaten und ihre Bevölkerungen als Schuldner in permanenter Geiselhaft zu halten, in einer Abhängigkeit, in der sie sie also ständig aussaugen, erpressen und töten können wann und wie sie es wollen.

    Das verzinste Schuldgeldsystems ist ein Gewalt- und Machtwerkzeug neben:
    Militär, Geheimdienste, Polizei,… als physische Gewaltmittel
    Justiz zur strukturellen Absicherung der Macht, dazu gehört das Eigentums- und das Schuldgeldrecht.
    Gleichgeschaltete Massenmedien zur Ausübung der ideologischen Gewalt, damit die Bevölkerungen von ihrer Macht nichts merken.
    Übrigens dies sind die wichtigsten Machtmittel enes jeden "patriarchalen" Staates, in der Herrschaft und damit Knechtschaft abgesichert und legimiert werden muss.

    Die Plutokraten beherrschen also damit die Weltbevölkerungen und können so ihre Kriege, Raube, Enteignungen durch Pseudopandemien, kurz ihren "The Great Reset" (WEF, Klaus Schwab) durchsetzen.

    Übrigens gut durchschaut hat das die z.Z weltweit fortschrittlichste Widerstandsbewegung:
    Die Zapatistas im Süden Mexikos, die seit ca. 25 Jahren eine herrschaftsfreie Gesellschaft aufbauen, die aber immer bedroht ist von sie umgebenden faschistoid strukturierten, international marodierenden Großkonzernen und "ihr" Militär.
    Der Aufstand der Würde (Filmtrailer)
    https://www.youtube.com/watch?v=8eVAptH6nNQ&list=PLefYHty6SMyNafCMgsy0J1Uuel3D-BFxJ&index=1

  7. effess sagt:

    Mit dem "Blockchain-Euro" lässt sich das Dilemma doch wunderbar & dynamisch / situativ lösen…

    A) Die Nachfragefinanzierung muss nicht mehr zwangsläufig "auf Pump" die Realwirtschaft vor der Abwärtsspirale halten – einem BGE via neuer CBDC wäre auch kaum wer abgeneigt (ließe sich somit beides in einem Wisch realisieren: Grundeinkommen & digitale Zentralbankwährung) – bei Bedarf kann man das Völklein ja noch ein wenig weichkochen, wenn es heißt: "Digitalwährung oder gar keine Rente / Staatssold / Arbeitslosengeld etc", dann werden die wenigsten hier ein Akzeptanzproblem haben… "wegen Corona geht es nun halt nicht anders, die zahlen wurden im Beitrag ja bereits genannt…"

    B) Und dort, wo aufgrund des ungleich verteilten Produktivkapitals sich seit eh und jeh das Geld ansammelt, da kann via Blockchain-Währung ganz nach belieben gesteuert und besteuert werden – und dadurch manche "Investments" unattraktiv gemacht werden. Jegliche "Horte" wird eben als unerwünscht erklärt – und nur Investitionen in Innovationen & in Unternehmertum bleiben steuerlich unangetastet…
    … wenn zB alles über 100m² / Nase an "auf sich vereinten Wohnraum" eine Steuer nach sich zieht, dann ist's auch ganz schnell vorbei mit der Immobilienblase**…
    … durch die Digitalisierung und remote Collaboration / "Home Office" ist der Arbeitsmarkt ohnehin quasi über Nacht zu einem globalisierten Markt geworden: Michael E.Porter's "Competitive Advantage of nations" müsste eigentlich neu geschreiben werden: anstelle von "regionalen Tech- & Know-How-Clustern" stehen nun "virtuelle, vom Standort entkoppelte Cluster auf Zeit" – und der entscheidende Faktor wird für die breite Masse (der 1-Sigma-bereich wird wohl nicht reichen) dann bei den Lebenshaltungskosten liegen.
    In der Kurzfassung: "hohe Miete -> kein Job -> keine Einkommen um überhaupt irgendeine Miete zahlen zu können".
    … und dies betrifft logischerweise nicht nur die "Miete", also die "Kapitalkosten für Wohnraum" – sondern ALLE KAPITALKOSTEN.

    Kapitalkosten = Minderung der Wettbewerbsfähigkeit = keinen Job = gar keine Einnahmemöglichkeiten.

    … das "Digital-Euro-Grundeinkommen-Dings" wird dann schon auf die benötigte Akzeptanz stoßen.

    … und immer dieses Gejammere von der Überwachung…
    … wir werden überwacht über die Smartphones – die eigenen oder die unserer Mitmenschen. Verglichen damit ist der Einkaufszettel wohl Pille-Palle…

    … aber die Verifizierungsmöglichkeit des Status des gesamten Wertschöpfungsnetzwerkes quasi in Echtzeit über die Bezahlvorgänge beherbergt einen derartigen Quantensprung bezüglich Optimierungsmöglichkeiten des ökonomischen Systems…
    … wo es zuvor noch der "Unsichtbaren Hand" bedurfte (und einer Riesen Latte an damit gebundene Rechtfertigungen, wieso das Produktivkapital sich unbedingt in Privateigentum befinden MUSS), bedarf es in Zukunft "nur noch" einer Kalkulation auf Basis der Empirie und den Abgleich der Echtzeitdaten…

    Wenn diese Oligarchen nicht in ihrer Not noch einen großen Krieg provozieren, dann warten goldene Zeiten auf uns…
    … na ja: das Problem mit der Weltbevölkerung ist noch nicht geklärt …
    … evtl. hilft auch hier: "Angstmachen" – also all zu golden sollen die Zeiten dann doch nicht werden.
    Und ob wir die Kurve noch kratzen, das kann vermutlich auch gerade niemand so richtig einschätzen …

    In diesem Sinne: Gute Nacht!

    **PS: damit nicht alles verfällt da sich keiner mehr darum kümmert, kann ja ein vernünftiger Mittelweg gefunden werden.
    Wer zB weniger als 100m² Wohnfläche auf sich vereint, der kann von mir aus diverse Unterstützungen …
    … wobei es ohne Bevölkerungsswachstum und einer Entkopplung vom Arbeitsort zum Wohnort wohl sowieso bald ganz andere Bedarfe geben dürfte …
    … da gibt es zB einige sehr teure Städte in welchen das dort hausende Volk nicht unbedingt als sehr einladend zu bezeichnen wäre: da gibt es halt die Jobs …

    … die Wessis müssen jetzt nur zusehen dass sie nicht wie seinerzeit die Ossis den Kopf in den Sand stecken und an der Vergangenheit hängen und die ganze zeit jammern anstelle nach vorn zu schaun und die Möglichkeiten zu erkennen und zu nutzen…

    Also: "Keine Chance den NeoOssis!"
    🙂

    • Cohiba sagt:

      Die Mauer stand ca.28 Jahre. Nun sind über 30 Jahre vergangen. Wo bitte sind die hellen Wessis, die den Ossis eine sozialere Welt vorgelebt hätten?
      Also effes, Deine letzten Sätze sind unerlebter Quatsch und nicht sehr geeignet, die Ost-West Spalterei zu beenden. Damit stärkst nur das System. Wir hatten genügend politische Häftlinge.

      Nein, zuerst braucht man charismatische Führerpersönlichkeiten mit Sachverstand und Demut.
      Die Sache mit dem Geld muß dem Volk einfach und logisch dargelegt werden. Und alle schwarzen Schafe bekommt man sowieso nicht ran. Dazu fehlen uns die UNBESTECHLICHEN Wölfe.

    • Werweißdasschon sagt:

      @ effess

      Ja liebe Oligarchen, bitte entscheidet für uns alles und bestimmt weiterhin über unser Leben und die Zukunft. Und nebenbei das Problem mit der Überbevölkerung. Aber das kann man ja auch lösen nicht wahr? Aber immer nur die anderen abmurksen und nicht effess, denn er ist ja ein vollwertiger, und wichtiger Wessi der es echt drauf hat. Er ist der Starke und die Schwachen gehören eh entsorgt. Satanismus wie im Lehrbuch.

      An Arroganz kaum zu überbieten und dein technokratischer Hilfeschrei nach Führung ist einfach nur erbärmlich. Ich will auch keine Disskussion anfangen deswegen mit einem der das Leben offensichtlich nicht schätzt bzw. es rein egoistisch betrachtet. Aber ich will an dieser Stelle schon sagen, dass du keine Seele hast wenn du wirklich die Einstellung hast. Und auch wenn einem Materialisten das wenig sagt, aber mit deiner Einstellung begehst du nur an dir selber Verrat. Das wirst du aber erst begreifen wenn du deine letzten Atemzüge tätigst. Diese Erkenntnis jedoch, auch wenn es nur ein Wimpernschlag dauert, wird dir vorkommen wie 1000 Leben voller Schmerz.

  8. Antti sagt:

    Christian Kreiß ist derzeit der interessanteste und fundierteste Autor bei Kenfm (was manchmal allerdings keine große Kunst ist…).
    Schade bloß, daß er nicht über das herrschende Monopoly-Geld-System hinausdenken mag, das schließlich bloß so menschengemacht ist, wie die "Monopoly"-Regeln, und genauso sang- und klanglos beendet werden kann, wie wenn man nach dem Spiel die "Monopoly"-Kiste zumacht und wieder in echt lebt.
    Man könnte leicht alle (schließlich zu 90 oder mehr % fiktiven) "finanziellen" Werte ANNULLIEREN, alle REALEN Werte in öffentliches (staatliches, oder besser genossenschaftliches) Eigentum überführen, statt Geld als Ware ein neutrales Tauschmittel einführen, das die realen Werte abbildet, nicht akkumulierbar ist (Schwundgeld o.ä.) und der Verteilungs-Gerechtigkeit dient – das derzeitige Geldsystem ist dazu erwiesenermaßen nicht in der Lage, wie Kreiß selbst mit seinen "Lösungs"-Alternativen zeigt…
    (Wenn B. Gates oder J. Bezos darauf bestünden, ihre Multimilliarden-Vermögen á la Dagobert Duck in Form von Münzen oder Geldscheinen in einem Geldspeicher zu horten, wäre das Welt-Wirtschaftssystem kaputt…)
    Abschaffen muß man des weiteren die kindischen "ökonomistischen" Dogmen des Früh-Kapitalismus ("Freihandel", "Markt-Gerechtigkeit", "Globalisierung", "Arbeitsethik", "Zeit ist Geld", "Fortschrittsglaube", "Trickle-Down-Effekt" usw.) – und schon haben wir ein weltweites gemütliches Leben in auskömmlichem Wohlstand und ohne den "ökonomischen" Zwang, immer mehr Müll zu produzieren und die Biosphäre einschl. der Menschheit zu ruinieren, wie jedes Kind einsehen kann, bevor es zum "Erwachsenen" deformiert wird.
    Daß 1 soziopathisches % der Menschheit auf seiner Macht wegen fiktiver Finanz-Akkumulation beharren möchte, kann ja wohl 99% nicht den gesunden Menschenverstand rauben

  9. PeterLau sagt:

    Ein Artikel in diesem Umfang kann nur sehr oberflächlich sein. Es gibt fette Bücher wie Michael Hudson "Der Sektor", die ein Muss sind zu dieser Thematik.

    Ich finde,einen Hinweis zu dem Gerichtsurteil eines regionalen amerikanischen Gerichts zu Argentinien sollte hier gebracht werden (Mit dem amerikanischen Finanzsektor gibt es keinen Schuldenschnitt für Staatsschulden, egal welches Land):
    Zitat " 4. Schuldenschnitt. Ein Schuldenschnitt wäre eine sinnvolle Lösung. Allerdings heißt Schuldenschnitt gleichzeitig Vermögensschnitt, sprich das würde die oberen ein Prozent und vor allem die obersten 0,1 Prozent der Erdbevölkerung am härtesten treffen. Weil deren Einfluss auf die Politiker, vorsichtig ausgedrückt, enorm groß ist, halte ich einen Schuldenschnitt, obwohl er die mit Abstand beste Lösung wäre, für extrem unwahrscheinlich. Mit den (Super)- Reichen will sich keine Regierung gerne anlegen." Zitat Ende
    Und die Griechen können sicherlich genauestens berichten wie die Troika jeglichen Schuldenschnitt für Griechenlands Staatsschulden verhindert hat. Vorne weg Merkel und Schäuble.

    • Cohiba sagt:

      Genau Peter Lau,
      Schäuble und Juncker klopften sich so auf die Schenkel, weil Griechenland im Euro gefangen war und nicht die alte Nationalwährung abwerten konnte, um den Haushalt zu retten.
      Nein, Deutschland verdiente als Mittelsmann für Kredite unter " Brüdern" …….!
      Pfui Teufel,
      Wir werden alle brennen…….!

      Und so was wird Bundestagspräsident….

  10. PeterLau sagt:

    a) Der Ausdruck "Gelddruckprozess" ist gänzlich unangebracht. "Gelddruck" assoziiert Geldscheine, und die haben sich nur minimalst vermehrt. Es wurden "Schuldscheine" gebucht (Staatsanleihen emittiert), die einen aufgedruckten Wert in Euro haben.

    b) Zitat "Langfristige Nullzins- und Anleiheaufkaufpolitik der Notenbanken führen zu einer asset bubble, einer Vermögensblase mit anschließender Bereinigungskrise". Die Asset bubble, also eine Sachwertinflation haben wir doch schon lange, und schon lange sehr heftig. Nehmen wir dazu 2015 Irland, wo hat es dort nur einen annähernd einen Ansatz von Bereinigung gegeben? Keinen Schuldenschnitt, stattdessen ewige Zahlung der Schuldner, sei es Staat, sei es Hausbesitzer, an die Gläubiger. Alle Darlehen sind nachher mit dem zigfachen der Ursprungsdarlehenssumme getilgt.

    c) Zitat "Wäre auch zu schön gewesen, um wahr zu sein: Dass ein Staat beliebig Schulden machen kann, die über die Notenbank finanziert werden und trotzdem alles gut geht." Wenn die Notenbank zum Staat gehört und die Notenbank direkt den Staat finanziert, und wenn dieser Staat keine Fremdwährungsschulden zu begleichen hat: Ja dann kann das funktionieren. Aber für wieviele Staaten gelten diese Kriterien. Für ganz, ganz wenige. Länder mit Fremdwährungskrediten bis unters Dach, wie Lettland, wie Argentinien, wie Ecuador können ihren Staatshaushalt ganz genauso finanzieren, wie eine Dorfgemeinde in Deutschland ihre Schulden. Aber noch zu schlechteren Konditionen, siehe 2015 Argentinien, wo eine regionales Gericht in USA entscheidet, dass es nie einen Schuldenschnitt geben kann für Staaten. Für Gemeinden vielleicht.

  11. Cohiba sagt:

    Ja, Fabian82,
    Es würde noch mehr Szenarien dazu geben.
    Wir befinden uns bereits im Krieg- POS. 7
    Noch ist er nur lauwarm. Aber da es zu viele Unbekannte in alle Szenarien gibt, könnte er immer noch heiß werden.
    Die größte Unbekannte sind die 99,9 % der Weltbevölkerung.
    Wenn wir ordentliche OppositionFührer in jedem Land hätten, wäre da eine Chance auf internationale Verständigung mit anschließendem Schuldenschnitt. Ein menschlicher Neuanfang abseits jeder finanzieller Konglomerate und Lobbyisten. Traum? Na Logo, total verrückt.
    Herr Schwab hat gar nicht so Unrecht mit Weltherrschaft. Nur meinen wir etwas ganz anderes damit.
    Unser globales Problem bleibt der Mensch an sich. Die Jahrhunderte haben sich Philosophen einen abgebrochen, um den Sinn des Lebens zu erklären. Aber nur wenige haben die Herzen berührt. Elitäres Wissen sollte vermittelt werden.
    Der Mensch im Westen hat die Gier für sich entdeckt. Auch die unteren Schichten ( Geiz ist geil usw. )
    Unsere Großeltern würden sich oft fremdschämen, glaube ich.
    Nun, ich habe in verschiedenen Kommentaren gelesen, daß es das Beste sei, sich mit Gleichgesinnten eine Art Parallelwelt mit sozialem und kulturellem Antlitz zu gestalten, da die Welt eh nicht mehr zu retten wäre. Das hatte ich schon mal zu DDR Zeiten. Und dachte ich tatsächlich als jüngerer Mensch, daß alles geht, wenn man nur will.
    Jetzt gerade wird vielen Menschen der Wille gebrochen oder Strafen angedroht für selbstbestimmtes Leben.
    Wo sind wir nur hingeraten?

    Liebe Leute, bleibt wachsam und behütet!

  12. Fabian82 sagt:

    Option 8: Schuldenschnitt MIT Zustimmung des oberen 1%

    1. durch einen weltweiten Lockdown die ganze Wirtschaft ruinieren
    2. die Trümmer billig aufkaufen, alle Geld in Sachwerte investieren
    3. Schuldenschnitt
    4. traraaa!!!

  13. Melezy Przikap sagt:

    Da das Kapital keine rentablen Anlagen mehr findet, wird es weiter vermehrt in die Spekulation (reine Zockerei) gehen.

    Entwicklung d. Kaptalmarktzinses:
    1980-1989: 7,65%
    1990-1999: 6,64%
    2000-2009: 4,15%
    2010-2019: 1,06%

    Am Ende winkt nach dem Crash der Börsen, die in keiner Weise "Märkte abbilden" und schon gar nicht zukünftige, die globale Liquiditätsfalle.
    Dann kann sich die vor einer Hungerkatastrohe nie gesehenen Ausmaßes stehende Menschheit entscheiden:
    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2021/01/das-schlimmste-kommt-noch.html

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