Die Macher: Transparente Demokratie mit der DEMOCRACY App

Wir leben in einer Demokratie. So heißt es zumindest. Trotzdem fühlt sich der Gang zur Urne im Vierjahrestakt nicht gerade wie das höchste aller „partizipatorischen Gefühle“ an. Scheinbar ist irgendwo Sand ins Getriebe unseres repräsentativen Systems geraten. Dies spiegelt sich auch darin wieder, dass die „Partei der Nichtwähler“ seit Jahrzehnten zu den stärksten unseres Landes gehört.

Wenn jedoch jedes Volk die Regierung(-sform) hat, die es verdient, bedeutet dies im Umkehrschluss, dass wir eine als repräsentative Demokratie verkappte Elitenherrschaft verdienen? „Nein!“ – sagt Marius Krüger, 25 Jahre jung, Visionär, Macher und Initiator des Projektes „Democracy Deutschland e.V.“.

Zusammen mit zwei befreundeten Programmierern hat Marius sich auf dem Weg gemacht, um an jenen Stellschrauben des Systems zu drehen, die ihm alt und verrostet vorkommen. Dass Marius dieses Projekt in Angriff genommen hat, ist bei weitem keine Selbstverständlichkeit. Er selbst stammt aus einem gut situierten Umfeld, also aus dem Teil der Bevölkerung, der gerade zu den 10 Prozent unserer Gesellschaft gehört, deren Interessen von der Politik nicht nur wahrgenommen, sondern auch gehegt und gepflegt werden. Diese selektive Interessenvertretung für eine kleine Bevölkerungsschicht ist es, die Marius einerseits empört und ihm andererseits die Kraft dazu gibt, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Und da der Glaube an eine Idee bekanntlich Berge versetzen kann, ist bei dem Projekt der drei Demokratiefreunde eine App herausgekommen, die das Potenzial besitzt, das politische System, wie wir es heute kennen, völlig auf den Kopf zu stellen.

Jetzt liegt es an uns. Nur wir können dafür sorgen, dass dieses Potenzial einer schon lange überfälligen Idee auch zur vollen Entfaltung kommt. Wie wir das machen können und worum es genau geht, seht ihr in einer neuen vor Optimismus nur so strotzenden Folge von „Die Macher“.

Weitere Informationen zum Projekt unter: https://www.democracy-deutschland.de/

Inhaltsübersicht:

0:00:08 Wer ist Marius Krüger?

0:17:37 Die Geburt einer Idee

0:38:38 Der transparente „App“-geordnete

0:51:24 Friedliche Korrekturen an einem fehlerhaften System

1:03:48 Über die Funktionsweise der App

1:14:34 Werde User!

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46 Kommentare zu: “Die Macher: Transparente Demokratie mit der DEMOCRACY App

  1. Ich finde die Idee genial und längst überfällig. Marius Krämer wünsche ich mit seinem Vorhaben viel Erfolg. Ich muss allerdings außen vor bleiben, denn ich besitze kein Smart-Phone und werde mir auch keines zulegen. Wenn ich wollte, könnte ich die abgelegten I-Phone meiner Frau haben, möchte ich aber aus Prinzip nicht.

  2. Jawoll, das hat mich überzeugt und ich wünsche Democracy viel Erfolg!
    Der Dauerauftrag ist eingerichtet, für KenFM auch gleich….. war eh überfällig.
    An dieser Stelle vielen Dank für Eure wichtige Arbeit!

  3. „Wow“, wie kann man einer so gute Idee, reflektiert und nachvollziehbar erklärt, von jemandem dessen Durchblick ich mir in dem Alter nur ansatzweise gewünscht hätte, ablehnend entgegen treten?

    Bereits das Abstimmungsverhalten sollte jedem Kritiker die Augen öffnen und die angesprochene Schere zwischen dem was das Volk möchte und dem was entschieden wird aufzeigen.

    Meine ursprüngliche Frage ist jedoch: Sind 5eu/Monat als Spende in Ordnung? Sprich wäre mein Beitrag, falls ihn die Zielgruppe ebenfalls bereitstelltm ausreichend, damit diese Idee nicht an so etwas Profanem wie Geld scheitert?

    Mit einem Jeder-Gibt-Das-Was-Er-Möchte kann ich nichts anfangen… Also wieviel soll ich überweise?

    Danke.

    • Ja.

      Aber die Frage, die deine Aufwirft ist: für wen eigentlich?

      Für eine Horde, die nicht mehr träumt? Für all die Sachverwalter einer früheren Kultur? Für diejenigen, die sich so lange am Kopf kratzen, bis dass sie sich endlich über das Haar in der Suppe beschweren können?

      Ich finde es bemerkenswert und eine Leistung an sich, dass es noch junge Menschen gibt, die sich trotz des Dauerfeuers einer systemisch gezüchteten Empirie und Borniertheit die Frage nach dem „für wen“ nicht zu stellen scheinen!

      Lieber Benji, „Mach das Herz uff und den Kopp zu!“ möchte man rufen und hofft es verhallt nicht zwischen Universitätsmauern, Computergehäusen, Doppelhaushälften oder auch nur den Mauern der eigenen Bedürfnisse 🙂

      Träum doch mal wieder! Es lohnt sich und hilft zu verstehen wieviel Zukunft für uns alle in dieser Skizze einer Idee steckt.

    • Lieber Jörn,

      es tut mir leid, dass meine Aussage so despektierlich war. Ich wünsche Euch (bzw. uns allen) prinzipiell natürlich viel Erfolg damit. Allein mir fehlt der Glaube, dass das ein geeignetes Mittel ist, dass uns der m.E. dringend benötigten Revolution näherbringt. Der Parlamentarismus ist tot, falls er jemals lebendig war. Und wenn man feststellt, dass das Pferd, auf dem man sitzt, tot ist, sollte man absteigen. 🙂

      Es weiß doch schon fast jedes Kind, dass die Politiker immer gegen unsere Interessen abstimmen! Da sehe ich einfach nur noch wenig Zusatznutzen mit dieser App, die das transparent macht. Und dafür interessieren sich eh nur bestenfalls „Eingeweihte“ wie hier im Forum.

      Aus meiner Sicht ist es viel wichtiger, sich auf Kernpunkte eines gemeinsamen politischen GESAMTprogramms zu verständigen. Eine schon sehr herausfordernde Aufgabe. Und anschließend große Teile der Bevölkerung davon zu überzeugen, die sich bislang nicht maßgeblich dafür interessiert haben – eine noch wesentlich größere Aufgabe. Dann muss im letzten Schritt ein großangelegter Generalstreik erfolgen. Das wäre aus meiner Sicht das einzig wirksame Mittel, um die Macht zu erschüttern.

      Alles Gute! Wir können es dringend gebrauchen.

    • Lieber Benjamin,
      danke dir für die Klärung und die nette Antwort.

      Ich muss aber auch kurz anmerken, dass ich keinerlei Lorbeeren dieses Projektes einheimsen darf. Marius, Ulf und Manuel sind die Köpfe und die Herzen hinter der App. Ich hatte nur zufällig eine ähnliche Idee und bin deshalb natürlich Fan.

      Ich sehe es ganz ähnlich, dass der Parlamentarismus sich überlebt hat. Das führe ich aber auf einen Vertrauensverlust in die Akteure, sowie ein daraus resultierendes Abwenden vom Politikgeschehen zurück, das leider auch als Nebeneffekt jegliche Lust auf eine gemeinsame Revolutionsbewegung im Keim erstickt. Das Abwenden von der Politik führt eben leider auch zu einer Abwendung von Solidarität. Ich für meinen Teil habe die Hoffnung auf eine „traditionelle“ Massenbewegung mit Hunderttausenden auf der Straße aufgegeben.

      Und hier sehe ich tatsächlich den Vorteil dieser App, oder mehr der Idee. Wenn man es richtig anstellt, können wir hiermit die Revolution (friedlich!) durch die Hintertür schaffen und wenn wir Glück haben wirklich eine breite Masse als Gruppe zusammenführen, die ganz schnell politische Kraft entfaltet, wenn nur ein einziger Abgeordneter „umfällt“ und sich dieser App verpflichtet. Dann macht es meiner Meinung nach bumms und die App wird DAS Willensbildungsinstrument und Verbindungsglied von Hunderttausenden, die sich täglich mit Politik beschäftigen.

      Das Schöne ist, dass ich Marius und den Jungs zutraue, dass sie für dieses Szenario nicht nur planen, sondern auch darauf hin arbeiten.

      Deshalb auch mein provokantes „Ja.“ Der Rest des Textes war sehr meiner Frustration geschuldet, dass wir schon sehr viel weiter hätten sein können, wenn mehr Menschen mit gesellschaftlichem Einfluss sich damals neben und vor den Avatar gestellt, bzw. ihn verstanden hätten. Nichts für ungut 🙂

      LGj

  4. Ja! Das ist es, diese App!

    Der Bürger kann endlich die Verantwortlichen in der Politik in aller Offenheit wissen lassen, was er will und was er von ihrer Arbeit hält und wird von ihnen zu berücksichtigen sein.

    Gleich einen Dauerauftrag von mir dafür (und den längst überfälligen für KenFM auch)!

    Identifikation, Deutsche im Ausland, Sicherheit und Anonymität: Was den Rechtsanwälten bereits möglich ist (sicherer Mail-Verkehr über „beA“) und demnächst allen Gerichten und Behörden in Deutschland möglich sein wird, müsste auch Marius Krüger möglich sein. Ich bin überzeugt, er arbeitet daran, so engagiert wie er für seine Idee auftritt. Alles nur eine Frage der Zeit (und natürlich von Geld).

    Viel Erfolg!

    • Lieber Bernhard Meyer,
      diese Kritik kommt ja immer wieder und sie ist auch gerechtfertigt, bzw. verständlich. Ich habe anfangs mit Marius auch wegen dieses Punktes ausführlich diskutieren dürfen, da ich der Meinung war, dass ein demokratisches System natürlich mehr Menschen zur Verfügung gestellt werden muss als nur den Handybesitzern. Zudem wäre es für echte politische Einflussnahme, z.B. mit einem Kandidaten im Bundestag, notwendig die Wahlberechtigung und die Identität zu verifizieren und dies nicht über die, für Mehrfachanmeldungen offene Handynummer zu tun. Das nimmt niemand ernst.

      Die Entscheidung es so zu machen war wohl dem geschuldet, dass es eben keinen Kandidaten gab, oder sonst jemanden, der diesen Aufwand finanzieren konnte und eine für den Benutzer halbwegs sichere, sowie anonyme Wahlmöglichkeit auf diesem Wege am besten umsetzbar waren.

      P.s. Man darf auch nicht vergessen, dass die Teinehmerzahl sich im Falle einer Anmeldung über z.B. die Personalausweis ID im Bereich der Hunderte und nicht der Tausende bewegen würde, da schlichtweg ohne eine Vertrauen schaffende Institution / Person (und hier würde selbst der herkömmliche Abgeordnete des Bundestages oder die Institution an sich derzeit nicht mehr für das nötige Vertrauen sorgen können) niemand seine persönlichen Daten herausgeben würde. Dafür wollte ich ja damals einen Kandidaten schaffen, der so transparent und im Dienst der Menschen sein sollte, dass dieses Vertrauen zurück kommt. Der einfachste Weg zur Vertauensbildung und Trasparenz war und ist 100% nachweisbarer Gehaltsverzicht. Nur für den Fall, dass das jemand nachmachen möchte 😉

      Und weiter im Text:
      Die Jungs sind sich dieser Beschränkung beswusst und ich gehe davon aus, dass sobald ein Kandidat an die Tür klopft und sich diesem System voll widmet, zumindest eine Anmeldung mit Identifikation und eine Webversion, wenn nicht sogar noch eine Offlineversion folgen würden. Aber wenn man das mal gedanklich durchgeht ist es alles seine Frage des Aufwands.

      Sie müssen hier genau diesen Aufwand sehen, der unter der Prämisse Sicherheit und Anonymität nötig ist und der ist enorm. Deswegen gibt es das ganze nicht offen als Websiteversion zum Abstimmen.

      LGj

  5. hi als, ich finde das richtig toll, aber eines muss ich hier leider sagen, das Thema reiche. Die reichen wie sie in seiner Familie und oder er, die Millionen oder vielleicht sogar Milliarden haben sind und das predige ich schon seit langem, NICHT die waren reichen sondern, in meinen Augen ist das die wahre Mittelschicht. diese ist halt von der Mitte noch oben hin gerutscht, das heißt die 10% der reichen sind grade mal 1-2 % wirklich die reichen und die haben Trillionen von euros in verschiedene firmen gebunkert, so das sie selber keine steuern zahlen müssen, weil sie sind quasi Staaten los, sind also Staaten wandere oder Nomaden da sie über all Häuser haben und das recht haben über all hin zu reisen wo sie wollen.

  6. … und wieder kommt der Jebsen mit so nem Jesus umme Ecke !
    Ich sach Euch, der züchtet die irgendwo !

    Hochinteressanter Shit, das !
    Werde ich unterstützen und weiterempfehlen.

    Der Einwand von Rob war so lange gut, bis auffällig wurde, dass er die App eigentlich nur schlechtreden wollte.
    Der fette Text kreißte und gebar einen Troll, quasi : ]

    Viel Erfolg !

  7. Huhu! Super Beitrag, danke! Ihr solltet im Beitrag aber früher und klarer formulieren, wie die App ganz genau heißt, da man sonst unter einem Wust von „Demokratie“-Apps im Store suchen muss. Dass sie „Democracy Deutschland e. V.“ heißt, hab ich erst hier recherchiert..

  8. Die Euphorie über die Democracy App ist unangebracht.

    Solange die Identität der Teilnehmer nicht gesichert ist, also nicht garantiert ist, dass es sich bei jedem Account um eine in Deutschland wahlberechtigte Person handelt, und gesichert ist, dass jeder nur ein Account benutzt, auch wenn er mehrere Smartphones besitzt, so lange bleibt die Sache ein informatives Spiel.

    Es ist sehr informativ, aber niemand im Parlament muss die Meinungen der Teilnehmer oder deren statistische Auswertung als die Meinung von Wählern akzeptieren. Jeder kann behaupten, der CIA oder die Russen hätten mitgespielt.

    Um digitale Demokratie zu praktizieren, ist unbedingt erforderlich, dass Roboter und Fake-Accounts von der Teilnahme ausgeschlossen sind und dass hohe Datensicherheit besteht. Das ist nur durch Identitätskontrolle möglich.

    Marius Krüger umgeht all diese Probleme, insbesondere das der Wahlberechtigung, und kann sich Zulauf von Jugendlichen erhoffen, die Parlamentarismus spielen wollen. Das ist etwas Ähnliches wie bei dem Spiel mit virtuellen Aktien an der echten Börse. Das ist auch nicht sehr weit verbreitet, weil man nichts gewinnen kann.

    Die Tatsache, dass die Teilnehmerzahl so gering ist, spiegelt die intuitive Skepsis. Das Spiel ist zeitaufwendig, kann aber die Repräsentative Demokratie nicht retten. Die richtige App wäre die einer Direkten Digitalen Demokratie, von der Marius am Ende schwärmt. Seine Democracy-App ist der falsche Weg zum richtigen Ziel: Direkte Digitale Demokratie.

    Rob Kenius,kritlit.de

    • Watt is mit de Leude? Da strickt einer nem nackten Mann nen Pulli und der steht bibbernd in der Kälte und sagt: „der hat ja Knöpfe und keinen Reißverschluss!?! Nee, behalt mal!“ um dann direkt wieder zu jammern „Buhu, ist mir kalt! Wir werden alle erfrieren…“

      Und nun zum technischen: natürlich ist dieses System noch nicht für den Einsatz im Bundestag und mit einem Abgeordneten als Avatar gedacht. Einen Check der Wahlberechtigung, des Alters und der Staatsangehörigkeit einzubauen ist aber nunmal finanziell und aufwandstechnisch eine andere Sache, als ein System mit Bordmitteln, Schweiß und in Lebenszeit-Eigenleistung zusammenzuklopfen, das die derzeitigen Wahlbedingungen einhält, deine Daten sicher verwaltet und schon ab jetzt für die Willensbildung funktioniert!

      Wer sich wie Sie lobenswerter Weise für Mathematik interessiert, sollte doch eins und eins zusammen zählen: Die Macher dieser App sind doch nicht blöde. Sie haben sich angeschaut, was mit den vorhandenen Mitteln machbar war und haben das grandios umgesetzt.

      Ich denke Features für die Zukunft könnten sein: ein Identitätscheck, eine Art „anonyme Übertragung“ der eigenen Stimme auf eine Person der man Entscheidungen im eigenen Namen zutraut und die davon nichts erfährt, eine Möglichkeit der Wahl über die Website, eine Möglichkeit der Offlinewahl. Dies sind nur Möglichkeiten, die ich den Jungs aber zutraue einzubauen, wenn sie die finanziellen Mittel und einen Abgeordneten erhalten, der sich den Abstimmenden gegenüber verpflichtet fühlt und das ganze finanziert.

      Die Jungs brauchen Geld und Applaus und kein Gemecker über Reißverschlüsse statt Knöpfe!

      LGj

    • So ist es. Es ist ja auch nicht so, das unsere Regenten nicht wüßten, was wir wollen. Was wir wollen, interessiert sie einfach nicht. Daran wird noch mehr Technik nichts ändern. Im Gegenteil kann sie, wie Wikipedia, mit weiterer Technik oder auch manuell gekarpert werden (99,8% Zustimmung á la DDR).
      Hinzu kommt, daß es nicht auf einem PC läuft, also Browser (weder alter Firefox, noch Edge, noch neuer Firefox), den man halbwegs unter Kontrolle haben kann, sondern nur auf einem grundsätzlich unkontrollierbarem Smartphone. Damit muß ich die Versprechungen von Datenschutz und Sicherheit einfach glauben. Das ist nicht akzeptabel.

    • Das Konzept von Marius sehe ich nicht als faschen Weg, sondern eher als nötigen Umweg.
      Es setzt halt auf Aktion und feedbackcirculation. Es wirklich stichhaltig perfekt zu machen erfordert eigene Server ein mehrstufiges Verfahren usw. und ist ein riesiger Aufwand, der erst einmal nichts direkt sichtbares bringt.
      Wahlen verfälschungssicher zu machen und dabei auch die Wahlbeteiligung deutlich zu vereinfachen und zu erhöhen, ist natürlich machbar und erstrebenswert.
      Doch mich deucht du unterschätzt wie schon angedeutet, da den Aufwand

  9. Tolles Interview. Tolle Idee. Neue Ideen sind immer besser als gar keine. Respekt ersteinmal dafür.
    Beste stelle: ca. „45.00“ . Zitat; „Viele Politiker handeln aus Angst,….“. Natürlich. Jeder entscheidet opportunistisch.
    Auch der Wähler an der Supermarktkasse.
    Man darf jetzt sicher keine großen politischen Veränderungen durch diese App erwarten. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, das sie vielleicht die Politikverdrossenheit – wie sie derzeit gegenüber der Europawahl in den Köpfen der Bürger vorherrscht – etwas abfedert und etwas mehr Bewusstsein für Politik erweckt. Das wäre ja schon ein großer Verdienst.
    Aber die derzeitige Trägheit der Massen ist unglaublich.
    Es ist ja bekannt, das es viele fragwürdige Großkonzerne gibt. Dass das meisste Fleisch aus Massentierhaltung kommt. Fertigprodukte ungesund sind. Aber eine „Boykott-App“ würde sicher auch nicht das Konsumverhalten der Masse großartig verändern. Die Einen schauen auf ihren Geldbeutel. Die Anderen sind nicht bereit, auf etwas zu verzichten. Allein schon,weil es bequem ist.
    Somit scheint auch eine Europawahl unbequem. Müsste man sich ja mit beschäftigen. Ging mir auch so, als ich mich noch nicht für Politik interessiert habe und erst auch durch KenFM wach wurde.
    Diesen Erweckungseffekt kann man dieser App nur wünschen. Durch ihre Transparenz und der bequemen Verfügbarkeit. Sozusagen als Steigbügelhalter für politikverdrossene. Und natürlich für längst interessierte User.

  10. LEUDE SIE Habens nun durch gezogen „BIG sensorship of free speech“ die Affen haben begonnen Seiten komplett zu blocken die ihnen im weg sind. past auf euch auf es wird was großes kommen, auf uns alle zu….

  11. Genial. Werde sofort einen Dauerauftrag einrichten.
    Aber ob ich mir ein internetgängiges Handy zulegen werde, weiß ich noch nicht.
    Ich musste den Entschluss umwerfen, auf all die unnötigen smarten Geräte –
    die in der Arbeitswelt nötig waren – zu verzichten.
    Was mir auch gefällt, ist: Anders als Mitmenschen über Kriege die wir führen,
    aufklären zu sollen, wird es ein Leichtes sein, von der neuen Möglichkeit der
    Information und des Mitmachens zu erzählen .
    Nebenbei:
    Habe versucht, einen Wahlzettel für die Europa-Wahl für Niedersachsen zu
    finden, aber nur ein Foto ‚Person mit Wahlzettel‘ gefunden. Die Auflösung
    brachte nichts Leserliches. Wenn ich mich nicht rechtzeitig
    damit befasse, belege ich doch viel zu lange eine Wahlkabine.
    Wer hat einen entsprechenden LINK?

  12. Und nu ?
    Wir spielen mit einer Democracy-App und simulieren Demokratie ?
    Von außen kann man das System nicht verändern, weil niemand wirklich diesen harten Weg mit Blut- und Schweiß gehen möchte. Um unserer Scheindemokratie einen demokratischeren Anstrich zu verpassen, benötigen wir eine politische Macht innerhalb des Systems.



    1.1 Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild
    Die AfD setzt sich dafür ein, Volksentscheide in Anlehnung an das Schweizer Vorbild auch in Deutschland einzuführen. Wir wollen dem Volk das Recht geben, über vom Parlament beschlossene Gesetze abzustimmen. Dieses Recht würde in kürzester Zeit präventiv mäßigend auf das Parlament wirken und die Flut der oftmals unsinnigen Gesetzesvorlagen nachhaltig eindämmen. Zudem würden die Regelungsinhalte sorgfältiger bedacht, um in Volksabstimmungen bestehen zu können. Auch Beschlüsse des Parlaments in eigener Sache, beispielsweise über Diäten oder andere Mittelzuweisungen, würden wegen der Überprüfungsmöglichkeit der Bürger maßvolle Inhalte haben. Gesetzesinitiativen aus dem Volk haben eigene Gesetzesvorlagen zum Gegenstand und können durch die Stimmbürger angestoßen werden.
    Ohne Zustimmung des Volkes darf das Grundgesetz nicht geändert und kein bedeutsamer völkerrechtlicher Vertrag geschlossen werden. Das Volk muss das Recht haben, auch initiativ über Änderungen der Verfassung selbst zu beschließen. Besonders der Abgabe nationaler Souveränität an die EU und andere internationale Organisationen über die Köpfe der Bürger hinweg ist hierdurch der Riegel vorgeschoben.
    Das deutsche Volk ist ebenso mündig wie das der Schweizer, um ohne Einschränkung über jegliche Themen direkt abzustimmen. Eine natürliche Schranke ergibt sich durch Grundsätze des Völkerrechts.
    Die Schweizer Erfahrung belegt, dass sich die Bürger gemeinwohlorientierter verhalten als Berufspolitiker, selbst wenn Eigeninteressen damit kollidieren. Macht- und interessengetriebene Entscheidungen sind eher in rein repräsentativen Demokratien zu beobachten.
    Abstimmungsfragen finanzieller Natur sind ausdrücklich erlaubt. Deutschland steht in einigen gesellschaftlichen Themen vor elementaren politischen Weichenstellungen. Die Verantwortung hierfür kann und darf keine Regierung ohne eine unmittelbare Befragung der Bürger übernehmen. Die Einführung von Volksabstimmungen nach Schweizer Modell ist für die AfD deshalb nicht verhandelbarer Inhalt jeglicher Koalitionsvereinbarungen.“

    Hmm „Volksabstimmungen nach Schweizer Modell ist für die AfD deshalb nicht verhandelbarer Inhalt jeglicher Koalitionsvereinbarungen“… darum will wohl niemand mit der AfD wirklich koalieren… mehr Mitsprache und Demokratie für das Volk geht wohl gar nicht.

    Und was wenn das nur PR-Masche der AfD ist ?
    Nun erstmal müsste die AfD in Amt und Würden kommen um sich selber dann bloßzustellen, aber das ist ja wohl der Trick an der Sache. Die AfD darf vielleicht eine Hoffnung sein, eine Beruhigungspille aber nie so stark, dass sie ihren Worten Taten folgen lassen müsste, denn dann würde sich die Scheinalternative selbst entzaubern.

    Nun ohne eine politische Macht, die den Weg frei macht für das Potenzial dieser App, bleibt sie nichts weiter als eine nette Idee ohne gesellschaftliche und politische Relevanz.

    • Zitat: „Und nu?“ „Nun ohne eine politische Macht, die den Weg frei macht für das Potenzial dieser App, bleibt sie nichts weiter als eine nette Idee ohne gesellschaftliche und politische Relevanz.“

      Und irgendwie wieder mal Augenwischerei…genau das war auch mein Gedanke.
      Schlechte Ergebnisse und fehlende Übereinstimmungen mit den eigenen Vorstellungen…das erlebt doch Jeder, der schon einige Zeit wählen geht, sodass es inzwischen völlig gleichgültig ist, um wieviel Prozent es nun übereinstimmt oder nicht. Der Frust ist gleich.
      Mit diesen Leuten in B. und dieser Gesellschaftsordnung k a n n es nicht hinhauen, egal wie oft wir das noch per Wahl probieren. Ohne die Systemfrage und Umdenken wird das nichts mehr. Auch nicht verpackt in irgendwelche Apps…

      Wenn dieses kleine Tool aber nun tatsächlich noch mehr Menschen mit unzureichendem polit. Bewusstsein hilft, sich darüber klarzuwerden, nur zu!
      Und ganz egal, ob es sich bei dieser App vielleicht sogar um eine fiese PR-Masche finsterer Interessen geht, solange nur etwas zum Positiven bewegt wird, mag sie nützlich sein.

  13. Sehr erfreulich, dass so etwas, das ja schon seit 20 Jahren im Gespräch war, nun als AP umgesetzt wurde. Bin auch positiv überrascht welch positive Energie dahinter steckt.
    Muss mir da auch ein Vorurteil eingestehen.
    Ich hatte irgendwie befürchtet, das kommt aus der „sorristischen Endorsmentecke“ mit den üblichen Fußangeln und besonders eben mit guten Mitteln und Methoden dennoch ein durchtriebenes Ziel verfolgend. Daher hatte ich mir das trotzt Empfehlung noch nicht einmal richtig angeschaut. Für mich und den 4k-Alltag auch zu unübersichtlich und fummelig. Daher kommt es für nicht wirklich infrage.
    Was ich hier vermisse Ken, ist die kritische Auseinandersetzung so wie insight in die praktische Anwendung.

  14. Nun ja….Sehr warscheinlich war es nicht der Opa, der in der Transportbranche das Familienvermögen beschafft hat, sondern seine Fahrer, die Tag und Nacht unterwegs waren.

    Ohne diese wären Opa und Enkel ganz sicher nicht in dieser priviligierten Situation. Wobei es den schwer malochenden Fahrern von damals und a u c h denen von jetzt vermutlich nicht ganz so gut geht…

    Ach, und ich weiß auch nicht, wofür man jetzt immer für alles und jedes ein „App“ braucht, um sein Leben zu regeln.
    Oft reichts ja schon, wenn man einfach mal „aus dem Fenster guckt“ und sein Hirn nutzt (wie auch in dem Beispiel oben…), anstatt ständig in das kleine Gerät zu starren und *von Anderen vor-gegebene* Info abzufragen.

    Und sich dadurch gleichzeitig das Leben, Erfahrungen & Wissen einschränkt und obendrein noch überwacht und kontrolliert wird.
    Es hat auch sowas von „Wikipedia“, weil man ja nie weiss, ob die abgerufene Info nun richtig ist oder vllt. veraltet oder sogar verfälscht/eingefärbt.

    Vielen Dank @Andreas, er hat völlig Recht mit: „Es gibt Leute (ich kenne da einen ^^) die nutzten zwar rund um die Uhr Internetzugang, aber nur stationär zu hause, die haben mobil ein einfaches Handy mit, die besitzen kein Smartphone.“

    Ich kenne auch einige und es werden – zum Glück – immer mehr und es verwundert mich, wie sehr man inzwischen von allen Seiten zur Anschaffung eines Smart-Phones förmlich gezwungen wird, um im täglichen Leben überhaupt noch irgendwie klarzukommen.

    Apps, Apps, Apps überall…und das kleine Gerät, schon fast angewachsen am Arm, das für uns denkt.
    Ziemlich eingeschränkt allerdings meist… 😉

    • Sehe ich auch so. Die krasseste Inkompetent und argesten Machenschaften aus Berlin gehören eher auf den Großbildschirn in der City und im Stadium.

    • Ich habe auch kein „Smart“-Phone und nicht die Absicht, mir eins zuzulegen. Überall ist man von Zombies umgeben, die ununterbrochen irre in Ihr Scheißding starren. Für mich gibt es dann wohl keine „Democracy“.

  15. Ausgeschlafener Interviewpartner. Gute Idee. App habe ich nun. Mal sehen, ob so Plebiszit ueber die kalte Kueche greifen kann. Jedenfalls scheint so mal eine sinnvolle Aktivitaet moeglich zu sein.
    Wir brauchen mehr von sowas Trickreichem, die Neoliberalverbrecher aus Wallstreet und Silicon Valley zu stoppen.

  16. Vielen Dank für dieses tolle Gespräch! Zwar habe ich nur ein ur-altes I-Phone – geerbt von meiner Tochter – doch die App konnte ich mir herunterladen, mal sehen ob ich damit klar komme 😊.
    Ich bin ja durchaus ein Fan der neuen Medien, doch mit einem Smartphone war ich bisher definitiv überfordert – vielleicht ändert sich das jetzt 😉.

    • Ohne Smartphone aber mit uralter Mobilprepaidnr. plus I-Pad (was ich aus SeeNavigruenden ohnehin habe) funktioniert die Appverifikation auch. Damit kann man sich von den bloeden Smarts fernhalten.
      Interessant ist die Moeglichkeit, mit dieser App quasi durch die Hintertuer Plebiszitdruck auf Abgeordnete und Politparteien auszuueben, gegen welchen sich diese Korruptbagage nicht mehr wehren kann.
      Genauso geht „richtige“ Systemueberwindung“. Exakt nach dem Kant-Denkmuster, der kurzerhand die Feudalsysteme zu Provisorien erklaerte, zu Sprungbrettern der „Transformation“, wie der ausgeschlafene junge Marius Krueger es jetzt benennt.
      Und ein Werkzeug dazu vorlegt.
      Wenn man nun parallel noch Diesels 120 Jahre alte Gemeinnutz-Oekonomie-Erfindung mit modernen Hochregalwarenlagern, heutiger Logistik und uraltem Volkskassen
      Crowed Funding und jetzigen Datenverarbeitungsmoeglichkeiten verbindet, haette man fast alles zusammen, die Welt in eine echt demokratische, sich Stueck fuer Stueck weiter und dann „durch die Decke gehende“ zu transformieren.
      Womoeglich gerade noch bevor uns sonst in 25 Jahren der Sauerstoff ausginge, wenn wir wie die dumpfen Lemminge immer so weitermachten wie bisher.

  17. Ja, man muss an der Wurzel ansetzen – doch langfristig?

    LANGFRISTIG, das Zeitfenster haben wir leider nicht mehr.

    Siehe dazu:

    Link: youtube.com/watch?v=L2S46evll8I

    Und Link: heise.de/tp/features/Ueberraschender-Fallout-4408557.html

    An der Wurzel ansetzen, siehe dazu:

    David Harvey, Talk, 24 October 2018

    Link: youtube.com/watch?v=zNCkDgP4wLA&t=1628s

    und

    The Future of Global Capitalism with David Harvey

    Link: youtube.com/watch?v=9hgszeNb8wU

    • Das Zeitfenster ist nach Ryder 10 bis 25 Jahre. Von der Wurzel her, also „radikal“ geht nicht mehr.
      Revolution geht nicht mehr, keine Zeit mehr verbleibend.
      Ganz nach der Maxime, das mit den falschen Mitteln ein richtig angestrebtes Ziel mit Sicherheit verfehlt werden wird.
      Es geht tatsaechlich, nach Marius Krueger, nur noch „Transformation, die durch die Decke geht“.
      Aber es ginge gerade noch. Noch…..

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