Die Macher: E-Bikes von GP Motion

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Diese so simple Erkenntnis stammt von Erich Kästner und brachte die KenFM-Redaktion auf die Idee, neben der politischen Analyse der Gegenwart, den Fokus verstärkt auf die Gestalter von morgen zu legen. So entstand das Format „Die Macher“.

In dieser Serie stellen wir seit kurzem regelmäßig die Pioniere von morgen vor. Menschen, die sich schon heute selbst ermächtigt haben, um den Wandel nicht nur zu predigen, sondern sich aktiv für ihn einzusetzen.

Fabian Gutbrod ist leidenschaftlicher Fahrradfahrer und Tüftler. Der gebürtige Bayer absolvierte bei Volkswagen eine Lehre als Mechatroniker und machte sich nach seiner Ausbildung mit seiner Start-Up-Firma GP-Motion selbstständig. GP-Motion entwickelt und verbaut Elektromotoren für schon existierende Fahrräder.

Statt ein neues Elektrofahrrad kaufen zu müssen, kann man sein klassisches Fahrrad binnen weniger Minuten zum E-Bike umrüsten. Wer unterschiedliche Fahrräder besitzt, kann das Leichtgewicht von Motor darüber hinaus binnen Sekunden tauschen. Eben noch am City-Bike, unterstützt der Motor dann ein Rennradl oder ein Tourenfahrrad mit Gepäck. Mehr Effizienz geht nicht, denn neue E-Bikes sind zwar schnell, aber auch schwer und machen den Fahrer somit vom Elektroantrieb abhängig.

Der flexible E-Motor „add-e“ ist der konsequenteste Öko-Antrieb am Markt, denn er macht den bestehenden Fuhrpark nicht überflüssig und schont somit Geldbeutel und Umwelt. Das vorhandene Lieblingsfahrrad kann weiter genutzt werden, wenn es darum geht, schnell und unkompliziert von A nach B zu kommen. Im Stadtverkehr, oder auch in den Bergen Österreichs.

Genau hier, in Villach, ist GP-Motion zuhause. KenFM stattete dem Unternehmen einen Besuch ab.

Inhaltsübersicht:

00:00:25 Vorstellung von Fabian Gutbrod und wie alles begann

00:07:04 Unboxing und Montage, sowie Service und mehr über das Produkt

00:26:39 Das Unternehmen, die Entwicklung und der tägliche Betrieb

00:36:37 Wer sind die Kunden? Einblicke in das Pionierdasein und Details wie z. B. die Finanzierung

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15 Kommentare zu: “Die Macher: E-Bikes von GP Motion

  1. Ken mach weiter mit dieser Sendung! Ich werde jetzt sofort zur Bank gehen und dir einen saftigen Betrag auf Dein Spendenkonto überweisen! Damit kannst du dann auch deine Technik immer erweitern, oder neue Leute einzustellen oder, oder….
    Das lohnt sich wirklich!
    Deine Michaela

  2. Verfehlte Entwicklung:

    Ohne die sozialistische Komponente ist das Saubermanngrinsen aus Bayern nichts wert. Tausend €rrors für ein Fahrrad auszugeben, das man schon besitzt, ist eine ziemlich dämliche Idee. Wer soll sich sowas auch leisten können? Einen ganzen Monatsverdienst ins Fahrrad zu stecken… hm – machen denke ich mal nur die Besserverdiener. Die Masse der Arbeiter bleibt auf der Strecke. So ist das ganze wieder nur eine exklusive Sache, damit Klein- und Bürgertum ihr Gewissen beruhigen können.
    Auch der Charakter der „Macher“ gestaltet sich durch diese handfesten Umstände, allen Idealismus entkleidet, zu einer avantgardistischen, elitären, und teuren Angelegenheit – und versperrt sich dadurch, und den bürgerlichen Habitus und Duktus den Weg eine soziale Massenbewegung zu werden, die auch die Unterschicht ergreift – zumindest ist es bei mir so und ich wette, dass trotz add-e meine Kollegen auch nicht mehr verdienen…

    Jene Entwicklung ist verfehlt, die monokausal irgendwelche Themen aufgreift, bspw. Krieg, Ökologie, Feminismus, egal – aber die wirtschaftlichen Umstände unangetastet lässt.
    Wie sieht die Betriebsstrultur bei GP Motion aus? Wer schürft die Erze für’s Metall? Wer produziert die Chips usw.? Wie sind diese Menschen an den Entscheidungen im Betrieb beteiligt? Was springt für sie von den 800-1.000 €rrors Preisen heraus? Das sind die viel zentraleren Fragen.
    Es interessiert überhaupt nicht, was öko ist oder nicht, sondern wer es sich leisten kann und WIE es produziert wurde – wenn dann noch das kulturelle Niveau der Menschen so weit steigt, dass sie auch auf öko usw. Rücksicht nehmen – dann ist wirklich was erreicht, aber vorher muss erstmal die Lebensgrundlage gerecht, d.h. unter Berücksichtigung der Freiheit des Einzelnen, verteilt sein. Die Beteiligten sollten sich schon im Heute möglichst aus der Konkurrenzwirtschaft herauslösen und sich bereits heute schon in Richtung Bedarfswirtschaft des Anarcho-Syndikalismus entwickeln – alles andere ist Blendwerk, weil es darüber hinwegtäuscht, dass Krieg und Umweltzerstörung nur Symptome einer selbstzerstörerischen Gesellschaftsform des Menschen sind – der Herrschaft und Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Damit muss Schluss gemacht werden – GP Motion schafft hier aber Kontinuitäten, auch wenn vielleicht „fair“ produziert wird, heißt das noch lange nicht, dass alle daran partizipieren oder dass sich das Produkt jene leisten können, die den gesellschaftlichen Reichtum durch ihre Hände Arbeit erst erschaffen…

  3. Die Idee ist gut und bestimmt sind viele Radfahrer begeistert vom add-e. Das Installationshandbuch hat mich aber doch etwas abgeschreckt. Das ist nicht geeignet für Leute, die noch nie ein Tretlager herausgenommen haben und auch nicht das richtige Werkzeug besitzen. Ich habe keine Ahnung, welcher Kurbelabzieher und welches Tretlagerwerkzeug für mein Fahrrad das passende ist; das wird leider nicht erklärt. Ich hätte Sorge, das Fahrrad nicht ordnungsgemäß wieder zusammenzubekommen.

    Ich will nicht behaupten, daß der Preis unangemessen ist, aber mir ist er zu hoch. Wenn er nur halb so hoch wäre, was natürlich unmöglich ist, würde ich es wagen, aber bei dem Preis nicht.

  4. Add-e kann sicher auch laden, es geht schließlich nicht immer nur bergan? 😉

    Das sollte über eine Drehzahlkontrolle zw. Pedal und Hinterrad durchaus drin sein, dass er das automatisch erkennt, genau so beim Heranrollen an Ampeln bspw. Dazu eine Ladeschaltung per Hand, denn ich als Fahrer sehe die Strecke vor mir, Add-e ist blind und sollte es auch bleiben.

    F1 = Ausführen!

  5. Wenn meine Gesundheit noch gut war habe ich nie ein E Bike benutzt, regelmässig im Wochenende radelte ich etwa 50 Km.
    Die Dinge werden bei uns sehr gut verkauft, aber viele sind enttäuschst als nach drei, höchtens vier Jahre, die Batterie ausgewechselt werden muss.
    Etwa 400 Euro.
    Ich berechnete was ein E Bike pro Km kostet, das Resultat war ernüchternd, mehr als ein Saxonette 30 cc mit Benzin.
    Dabei scheint die Gewinnung Lithium eine sehr schmutzige Sache zu sein.

    Ich kann das Hurrah über Electro Fahrzeuge nicht verstehen, Strom kommt noch immer aus Öl und Kohle, oder Nuclear, bei das letzte isst keine Entsorgung von Radio Aktiven Substanzen möglich, die bleiben über Milliarden von Jahren gefährlich.

    Ich bin auch noch Klima Skeptiker, ich erwarte die nächtste Eiszeit.
    Kohle haben wir noch für 4.000 Jahre, ob Öl und Gas fossil sind, fragwürdig.

    Hoyle ist der Meinung dass Öl und Gas uralt sind, aus der Zeit dass der Erde entstand.
    Die leichtere Elemente kommen nach oben, wenn das so ist, nie ein Ende.

    Dann gibt es noch den Verdacht, die Klima Wandel is nur erfunden um die arme Länder arm zu halten.

    Fred Hoyle, Sir, FRS, ‚Ice: A chilling scientific forecast of a new Ice Age‘, 1981, 1982, Sevenoaks

    John G. Lockwood, ‚Causes of Climate‘, London 1979

    Brian Fagan, ‚The LITTLE ICE AGE, How climate made history 1300 – 1850‘, 2000 New York

    Le Roy Ladurie, ‚Histoire du climat depuis l’an mil‘, Paris, 1983

    Clive Ponting, ‚A green history of the world‘, 1992, London

    • Strom kommt noch immer aus Öl und Kohle, oder Nuclear

      Strom wird auf jene Art erzeugt, wo das Geld hinfließt.
      Sie können entscheiden, wer das Geld für Ihren Strom bekommt.

    • Wie viele Gletscher müssen noch abschmelzen, bis Leute wie Sie endlich kapieren, dass der Klimawandel real ist?

    • Ich habe nie gesagt das das Klima nicht ändert, das tat es immer.
      Warum es geht ist ob CO2 von Menschen das verursacht.
      Das ist gerade das Problem, es änderte sich immer, warum sollen wir Menschen es jetzt verursachen ?
      Wir tun was die Maya’s taten, als es kein Regen mehr gab, sie öpferten das wichtigste, ihre Kinder, wir öpfern das für uns wichtigste, Öl und Gas.

      Über Gletscher, lese das Buch von Ladurie, Gletscher änderten sich immer.
      Oder lese
      Fosco Maraini, ‘Where four worlds meet, Hindu Kush 1959’, London 1964
      Verlassene Häuser auf Himalaya Pässe, schlussfolgerung: es wurde da kälter.

    • „…ob Öl und Gas fossil sind, fragwürdig.“

      Allerdings, und mich wundert, daß niemand darauf reagiert hat. Es gibt Wissenschaftler, vor allem wohl russische, nach denen Öl und Gas nicht fossil sind. Und immer wenn es verschiedene wissenschaftliche „Erkenntnisse“ gibt, dann finde ich die weniger oder gar nicht öffentlich gemachten viel interessanter. Ein Thema hier?

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