Die Macht um Acht (13)

Don’t worry, be happy

Die TAGESSCHAU macht glücklich.

Die Tage werden kürzer, die TAGESSCHAU will uns die dunkle Zeit versüßen. Darüber redet Uli Gellermann diesmal in der MACHT UM ACHT, der Gebrauchsanweisung für die TAGESSCHAU. Mit Meldungen wie „So viele Milliardäre wie nie zuvor“ lässt die Hamburger Nachrichtensendung den Sonnenschein der Reichen in die Wohnzimmer der TV-Konsumenten, ohne ein Wort darüber zu verlieren, wie zum Beispiel der Milliardär Karl Albrecht (ALDI) an seine 25,5 Milliarden Dollar gekommen sein könnte. Kein Wort von der brutalen Ausbeutung der Verkäuferinnen. Be happy!

Auch wenn das Flaggschiff der ARD diese Schlagzeile verzapft: “Goldener Oktober auf dem Arbeitsmarkt“ – wird die Wirklichkeit ausgeblendet. Kein Wort über die Fälschung der Arbeitslosenzahlen. Kein Wort darüber, dass es noch im August 2018 ungefähr 6,73 Millionen „Leistungsempfänger“ gab. Das heißt, dass die Agentur einfach rund 6,73 Millionen Menschen unterschlägt, die von Arbeitslosengeld und/oder Hartz-IV-Leistungen leben. So wird dem TV-Zuschauer ein Glückskeks zugeworfen: Don’t worry, mach Dir keinen Sorgen, be happy, sei einfach glücklich!

Anscheinend soll man auch über die Kandidatur von Friedrich Merz für den CDU-Vorsitz glücklich sein. Denn, so die Tagesschau: „Merz will Aufbruch – keinen Umsturz“. So macht eine Nachrichtensendung Reklame für einen Kandidaten im innerparteilichen Wahlkampf. Und lässt ihn auch noch schnell was zu seiner Tätigkeit bei „BlackRock“ sagen: „Merz wies die Kritik an seiner Tätigkeit für BlackRock zurück. BlackRock sei keine Heuschrecke, sondern verwalte treuhänderisch Einlagen von hunderttausenden privaten Kunden, sagte er. Er sehe keinerlei Konfliktlage“. Na, wenn Merz, der größte Lobbyist aller Zeiten, keine Konfliktlage sieht, dann muss eine NACHRICHTEN-Sendung diese MEINUNG natürlich als Reklame weitergeben. Zahlt man Gebühren für Promotion?

Auch die halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge! Statt Nachrichten verbreitet die TAGESSCHAU lieber gute Laune. Oder, wie Bobby McFerrin in den 80ern gesungen hat: „Don’t Worry, Be Happy“.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau.

Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

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25 Kommentare zu: “Die Macht um Acht (13)

  1. @Dexter: Für uns Totlachen ja, für unsere Kinder wir es Massenmord! Da ist nichts zum Lachen! Es lacht der Narr, selbst wenn der Strick ihm um den Hals liegt…sag ich jetzt! Danke für´s Banalisieren!

    Herr Gellermann, danke für die vergebliche Mühe, die sich selbst hier widerspeigelt! Lustig muss es sein…ich schäme mich!

  2. Danke Uli, wieder ein guter Beitrag.
    Wenn hier Leute meinen „das man auch zu Tode“ aufgeklärt werden kann, oder das sie sich unterfordert fühlen, schauen sie sich nur ihre deutsche Umwelt an, wie „geistig unterfordert und zu Tode aufgeklärt sie sind.“
    Und überhaupt? Es gibt zig Blogs und Seiten im Internet mehr, wo man sich weiter „geistig bilden“ kann.
    Wen es nicht interessiert? Es gibt da einen einfachen Button. Paz

  3. Gellermann findet zunehmend Kritik. Na und? Was erwarten Sie von ihm? Mehr als eine Zunahme der Zahl seiner Konsumenten? ich freue mich auf jeden neuen Beitrag von ihm und kaue darauf herum und ich denke, dass es vielen so geht! Deshalb die zunehmende Kritik. Na und? Nennen Sie mir eine interessantere Sendung!

  4. Ich finde Herrn Gellerman sehr unterhaltsam 😀 hab mich halb tot gelacht. Sein programm richtet sich auch weniger an, na nennen wir sie mal „bereits aufgeklärte“ . Ich finde seine zusammenfassungen immer sehr hilfreich zur einordnung. <3 🙂

  5. Und Herr Gellermann hüpft auch über das hingehaltene Stöckchen.
    Was wird ein Merz wohl für einen Einfluss haben. Er ist ja auch nur Erfüllungsgehilfe, an dem man sich abarbeiten soll.
    Dieses Spiel ist doch zur genüge gespielt worden.
    Die reihe der Kotzbrocken wird immer wieder aufgefüllt.
    Als nächster wäre mal wieder ein Freiherr zu G. fällig.
    Leider zeigen sich die wirklichen Strippenzieher nur ungern in der Öffentlichkeit.

    • Richtig! Die „wirklichen Strippenzieher“ haben sich noch nie gezeigt und werden es auch nicht tun, sie bewegen sich in ganz anderen Sphären …. ich frage mich immer, wie sie überleben werden, wenn sie mal alles zum Einsturz gebracht haben.

    • Wer sind den die „unsichtbaren Strippenzieher“?
      Das ist doch Schattenboxen.
      Wer da Merz ins Scheinwerferlicht gerückt hat, ist doch klar.
      Der eine fährt Rollstuhl.
      Aber der ist auch nur Erfüllungsgehilfe.
      Schaut euch an, für wen Politik gemacht wird.
      Dann wisst ihr, wer dahinter steht.

  6. Bei der letzten MMM-Ausgabe wurde bereits durch einen Gesprächsausschnitt mit Herrn Prof. Mausfeld gesagt, dass Medien nicht kritisieren dürfen :
    https://www.youtube.com/watch?time_continue=467&v=ib_uI6-mT_w&t=7m34s

    Insofern ist es klar, dass die Tagesschau niemals ihre Lobbyisten kritisieren wird.

    Wem die Tagesschau gehört, der wird nicht kritisiert werden.
    Ob z.B. Herr Merz selbst die Tagesschau schaut, lass ich mal Jeden überlegen.

    Ich glaube es jedenfalls nicht,dass er das selbst tut.

    • Wem gehört denn die Tagesschau?

      Herrn Prof. Mausfeld gesagt, wen oder was Medien nicht kritisieren.
      Nicht dass sie nicht kritisieren.

      Das Die Tagesschau erst einmal auf Merz schaut, ist ja auch normal.
      Wer hatte den Mann denn vor Merkel’s Verzicht noch auf dem Schirm.

      Gestern war AKK im Focus der Tagesschau.
      Von Merz kein Wort.

  7. Das die Tagesschau kritikwürdig ist, ist ja nicht neu.
    Wenn uns Herr Gellermann hier erzählen will, das F. Merz wegen der Kohle CDU-Vorsitzender werden will, ist das abwegig.
    Im Falle das Merz CDU-Chef wird, will er alle Vorstandsposten (und das sind ne ganze Menge) niederlegen.
    Finanziell ist das ein Minusgeschäft – und zwar ein Großes.
    Mich hätte mal interessiert, warum gerade er das machen will, oder besser, warum Merz seinen Hut in den Ring geworfen hat.
    Wer oder was steckt dahinter?
    P.S.
    Ich fände es gut, mal die Stellen in der Tagesschau (mit Datum + Zeit) am besten mit Link im Anhang zu sehen.
    Das kann ja nicht so schwer sein, bei ca. 3 abgehandelten Themen.

    • „Wer oder was steckt dahinter?“

      Cui bono?

      Ein laienhafter, exzessiver Nutzungszwang von mobilen KommunikatioNS-Apparaten? Wie seine geliebte Freundin, die heilige Mutter Angela?

      Oder eine Positionierung solcher Leute auf der politischen Reservebank, wie bei den Abermillionen-Fußballclubs?

      Oder mal so gefragt: Weshalb würdest Du selbiges tun?

    • “ … warum Merz seinen Hut in den Ring geworfen hat.“

      Da kommt mir gerade noch in den Sinn-bildlich:

      Witwe Merkel wird ihren Ring in Merz‘ Hut werfen. Müssen, Angela.

      See the Clown perform his amazing trick.

    • Merz ist die Antwort auf das Wegbrechen der Ränder (des linken –> Grüne und des rechten –> AFD) der CDU.

      „Oder mal so gefragt: Weshalb würdest Du selbiges tun?“
      Ich bin nicht relevant für die CDU.
      Nichts würde mir ferner liegen.

      Ansonsten, wenn ich der Überzeugung wäre, ich bilde mir ein der richtige (einzige) Mann zu sein, der die an den Rändern zerbröselnden Partei (CDU) wieder zu alter „Stärke“ führen kann.
      Das hat weniger mit Geld zu tun, als mit einem gesteigerten Selbstbewusstsein.
      Da spielen auch alte Demütigungen von Merkel mit hinein. Jetzt kommt der Retter.

    • Der Unwetterbericht, werter Aufseher und Zurechtweiser. Der Unwetterbericht.
      Ich hoffe, mein anderer Post (im Moment in der Kontrollschleife) wird noch freigegeben.

      Warum sich ständig am Gegner abarbeiten, wenn man positive Alternativen zu bieten hätte?
      (Hat man wohl nicht.)

    • Ich meinte die Gegnerschaft zwischen dem Autor dieser Seite und der kritisierten Nachrichtensendung.
      Die darin gebundene Energie ließe sich sinnvoll in Positives umleiten, meine ich.

      Nach mehr als zwei Jahren KenFM ist mir eher nach einer Selbhilfegruppe, als nach noch mehr negativen Nachrichten. Man kann die Menschen auch zu Tode aufklären.

    • Ich bin kein Gegner von Herr Gellermann aber auch kein Fan.
      Wenn man sich mit der Tagesschau auseinandersetzen will – o.K. – da gibt es meiner Meinung nach bessere Formate,
      Nachrichten zu „begleiten“.
      Was Herr Gellermann berichtet ist für mich nicht neu oder hat gar Erweckungs-charakter.
      So ähnlich läuft das bei mir im Kopf beim Schauen der Tagesschau auch ab.

      Wichtig finde ich: Was ist die erste Meldung der Sendung, „der Aufmacher“ – warum das Thema?
      Wie lange widmet man einem Thema Zeit.
      Was wird nur in einer Kurzmeldung abgehandelt.
      Wer wird zu was gefragt und wer darf dazu kommentieren.
      Was kommt nicht?
      So meine Vorgehensweise.
      Ist für Leute die die Sendung nicht schauen aber irrelevant.

      „Man kann die Menschen auch zu Tode aufklären.“

      Wann ist genug aufgeklärt?
      Wenn man es nicht mehr hören kann?

      An PC und am TV gibt es einen Knopf zum ausschalten – wenn’s zu viel wird.
      Selbsthilfegruppe ist prinzipiell nicht schlecht.

    • schon klar, hier einfach unkommentiert eine riesen Seite auf Englisch reinlatzen und Schnappatmend den Untergang der Welt anmahnen. Panik Panik, alles andere ist sinnlos! Wir sterben!
      Sie habens selbst schon geschrieben; wenn sie den Ausknopf nicht finden dann suchen Sie sich eine Selbsthilfegruppe, es gibt aber auch schon Therapien.
      Übrigens, meiner Meinung nach kann es nicht genug Formate geben die die Tagesschau und überhaupt die Medien, Politik usw. entlarven und aufdecken!
      Und dies kann nicht oft genug wiederholt werden.Hier gibt es kein zu viel!
      Eine kleine Seite irgendwo im Internet wo mal ein kleines Filmchen oder Beitrag zu der ganzen korrupten Hochverrats und Kriegspolitik dieser Mordgesellen läuft, juckt die nicht die Bohne.
      Das, was es jetzt gibt, ist schon okay aber bei weitem noch nicht genug!
      Man sieht dass die Hochverräter schon nervös werden, sie diffamieren und beginnen zu zensieren, es ist ihnen sehr unangenehm…
      Noch viel mehr davon!
      Wie kommen Sie dazu diese gute Arbeit zu entwerten?!

    • PS.: und KenFm betrachte ich als Einstieg für Neulinge (in Sachen aufwachen, die Lage blicken).
      Es gibt wesentlich anspruchsvollere Blogs und Seiten…
      Hier ist man ja fast im Mainstream aber, wie gesagt, das ist gut so!!

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