Die Macht um Acht (20)

Auschwitz-Boy!

Diesmal mit Doktor Gniffke persönlich.

Nein, von einem „Auschwitz-Boy“ zu schreiben, das wagt zurzeit nicht einmal die Redaktion der Tagesschau. Aber das wagt sie: „Napalm-Girl“ heißt tatsächlich der Titel einer Meldung der wichtigsten Nachrichten-Sendung Deutschlands. Und meint damit das berühmte Foto jenes armen, von Napalm verbrannten Mädchens aus dem Vietnam-Krieg. Napalm-Girl: Sowie Pin-Up-Girl, wie Nummern-Girl, wie Revue-Girl. Und wer denkt, das wird doch einfach nur ein Fehler sein, der liest den Text zur Meldung auf der Website der Tagesschau und findet, in einer Nachricht über den Krieg in Vietnam, nicht ein einziges Mal den Namen der USA. Und wer ein wenig weiter gräbt und die Jahresrückblicke der ARD auf den schmutzigen Krieg sucht, der liest auf keinen Fall etwas von der Verantwortung und Schuld der USA für die Verbrechen.

Diese ziemlich konsequente Verweigerung von Anstand und Analyse ist auch in weiteren Tagesschau-Meldungen festzustellen. Typisch für den Verfall des Tagesschau-Journalismus ist die Journalistin Silvia Stöber, die ausgerechnet unter dem Begriff „Faktenfinder“, ohne jeden Beweis unterstellt, dass Donald Trump eine Marionette Putins sei. Mit Fragezeichen und der exzessiven Ausbeutung des Konjunktivs klittert sie ein Manipulations-Stück zusammen, das aus dem möglichen Abzug der US-Truppen aus Syrien keine Hoffnung auf Frieden gewinnt, sondern die Furcht verbreitet, dass Trump damit Russland das Feld überlasse. So kommt die Dame nur logisch, mit dem Umweg über die Münchner Sicherheitskonferenz, zur Forderung „Europa muss sich global engagieren“, um dann eiskalt die Forderung nach einem französischen „Atomschirm“ zu verkünden. Natürlich versteckt sie sich dabei hinter einer „Stiftung“, der „Fondation pour la recherche stratégique“, die nichts anderes ist als ein Think-Tank der französischen Regierung. Stöber ist ein Musterbeispiel für Stammtisch-Imperialismus. Eine Geisteshaltung, die ohne jeden Geist die miesesten Kriegs- und Rüstungs-Interessen als strategisches Denken ausgibt.

Unter der Mail-Adresse DIE-MACHT-UM-ACHT@KENFM.DE beteiligen sich hunderte Zuschauer am Wettbewerb um die Pappnase für den manipulativsten Beitrag der Tagesschau. Immer noch liegt Georg Mascolo auf dem vordersten Platz der Zuschauer-Nennungen. Zurecht wiesen einige Zuschauer darauf hin, dass für die Tagesschau-Fakes vorrangig deren Chefredakteur, Doktor Kai Gniffke, verantwortlich sei. Mit einer Serie skurriler Gniffke-Fotos und einigen gespenstischen Zitaten des Tagesschau-Chefs belegt DIE-MACHT-UM-ACHT Gniffkes Arroganz und Herrschaftswillen. Ein Klassiker unter den Zitaten: „Das erwarten die Menschen von uns – eine optische und politische Orientierung.“ Hier unterstellt Gniffke „den Menschen“ als demütige Erwartung das, was er ihnen kraft seiner personellen und finanziellen Macht aufzwingt: Politische Orientierung. Gniffke wurde umgehend in das Pappnasen-Angebot aufgenommen.

Die MACHT-UM-ACHT-REDAKTION bedankt sich herzlich bei allen Zuschauern für Ihre Mitarbeit bei der Wahl der Pappnasen. Vorschläge und Anmerkungen bitte an diese Mail-Adresse: DIE-MACHT-UM-ACHT@KENFM.DE

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

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29 Kommentare zu: “Die Macht um Acht (20)

  1. Als Kölsche Jeck (bin mir der Areafunktion bewußt!) gilt für mich bezüglich der Pappnase so was wie Artenschutz.
    Doch eine lange Nase hier regt nicht mal zum Naserümpfen an. Das was bei den „Öffentlich Un-Rechtlichen“ als allemal (da) N A C H RICHTEN gestrickt wird ist mit Bedacht GEMACHT. Statt Schwammerl rieche ich hier Stinkmorchel und wie bereits gesagt – der Fisch beginnt am …

    Leider muß der Preis geteilt werden, bitte die Pappnase mit einem Gewehrlauf ersetzen und das bereits von Fontanus erwähnte Blut nicht vergessen. Dann an den Kopf der Bande verteilen (Dazu gehören die Chefs aber in der Hierarchie kommen noch vorweg die Köpfe in der Atlantikbrücke und weitere Lobbyisten Vereine.
    Warum fühle ich Übelkeit und Ekelt schon allein nur beim Betrachten von Fotos von Diktatoren und Politikern, Waffenherstellern und Kriegsherren, mit samt Ihren Beratern?

    Aufwachen beginnt mit – FÜHLEN (bei sich und für Andere)

    Einladung der etwas anderen Art, leider nur in Englisch:

    Memory, Consciousness & Coma, Sadhguru at Harvard Medical School

    https://www.youtube.com/watch?v=w7irEcQHChw

    &

    Were We Really Created by God? – Sadhguru

    youtube.com/watch?v=w7irEcQHChw

    • Kleiner Nachtrag: Wie unpassend und wenig umfassend berichteten z.B. die Medien als sie zum verschwundenden Flugzeug MH 370 berichteten. Den Namen Jacob Rothschild habe ich dort nicht gelesen oder gehört.

      Man lese mal hier nach: voltairenet.org/article183543.html

      Auszüge: Jacob Rothschild ist Präsident der RIT Capital Partners und Direktor von Blackstone. Präsident vom Institute for Jewish Policy Research.

      Die unsichtbare Identität von Blackstone, ihre Verbindung mit BlackRock ……, ist erschreckend.

      Laut The Daily Beast würde ein israelischer Angriff auf den Iran noch weiter gehen als die bekannten Flugzeug-Bombardierungen und würde wahrscheinlich eine elektronische Kriegsführung gegen das ganze elektrische System des Landes entfalten, gegen seine Internetverbindung, sein Mobilfunknetz-System und seine Notstand Frequenzen für Feuerwehrleute und Polizisten.

      Soll man hinter der schwarzen Schachtel des Fluges MH 370 das düstere finanzielle Duo Blackstone/BlackRock von den Rothschilds sehen?
      Das leistungsstarke britische Militär-Unternehmen BAE Systems – verbunden mit der NSA, dem Sekretariat der Homeland Security und dem finsteren Wilson-Center – war in den stinkenden Al-Yamamah-Skandal verwickelt, und hat ein anpassungsfähiges Programm, das darauf abzielt, Kraftfahrzeuge auszublenden und
      das auch für Boote und Hubschrauber erweitert werden kann. !!!!!!!!
      Soll man hinter der schwarzen Schachtel des Fluges MH 370 das düstere finanzielle Duo Blackstone/BlackRock von den Rothschilds sehen?

  2. „Naplam-Girl“ …. unfassbar!!!! wie krank sind Menschen die dieses Programm bei der Tagesschau machen?!
    Es ist ein deutliches Zeichen (das hunderttausendste!!!) dass diese Nachrichtenmacher komplett entmenschlicht, komplett verdorben, zutiefst krank sind. Man könnte auch sagen „Ausschwitz-Girl“ in Dresden geehrt…
    Ach übrigens, die 250 000 ermordeten Zivilisten in Dresden die duchr Phosphorbomben im Feuersturm durch „unsere Befreier“ gemordet wurden, wurde auch imer weniger, bis sie nun keinerlei Erwähnung mehr finden.
    DAS SIND KRIMINELLE, MÖRDER, DIE MEDIEN, DAS TRANSATLANTISCHE WEST-REGIME, DIE KORRUPTE POLITIK,EINE MAFIAGILDE, unsagbar schlechte Menschen die endlich auf die Anklagebank gehören!
    PS.: wehr euch gegen GEZ!!! Finanziert das nicht mehr!

  3. hat mich auch echt tief erschüttert das die von uns allen finanzierte ARD das von der US-Armee schwerst verbrannte Kind „Napalm Girl“ nennt, und auch noch ohne dabei den Täter (USA) auch nur zu benennen. Geht noch mehr Desinformation und Weglassen wichtiger Inhalte?

    (bewerte jetzt hier auf KenFM weil meine Kommentarfunktion auf YouTube gesperrt wurde seitdem ich die Nato für Angriffskriege gegen Vietnam, Irak, Afghanistan, Syrien, Libyen etc. in einem Kommentar bei YouTube verantwortlich gemacht hatte)

  4. Ich bin auch der Ansicht die Pappnase ist zu lustig für solch ernste und traurige Fakten. Wie wäre es mit Marionette des Monats ? Diese Journalisten sind genau so gesteuert .
    Ganz weit oben hat jemand die Fäden in der Hand und die Faktenfinder , Berichterstatter und Korrespondenten lassen sich mit Geld ,Vorteilen und Positionen steuern . Sicher sind auch einige dabei , die wirklich von dem Gammel den sie publizieren müssen überzeugt sind . Leider werden die Meisten davon erst wach , wenn es zu spät ist .
    Der tatsächliche wahre Konflikt wird garnicht wahr genommen !

    • In Ordnung – danke. Ja, das hätte für mich auch Sinn ergeben. Trotzdem, ich komme inzwischen recht gut hinweg, und richte den Appell im Grunde an mich: Wie kann ich mich für Veränderung einbringen und wo zeigt es Wirkung, wo fühle ich mich authentisch. Mit Humor – und der kann auch in Wut stecken, finde ich jedenfalls auch, dass es sich zumindest leichter verarbeiten lässt. In diesem Sinne – Chapeau

  5. Ich bin vollends sprachlos über die Verwendung der Formulierung „Napalm-Girl“???
    Es zeigt die totale Entfremdung und Distanz zu Geschichte und der unfassbaren Grausamkeit von Kriegen.
    Welch degenerierte, uninformierte und empathielose Medienschaffende wurden/werden hier heran „gezüchtet“?

    • unmenschlich und absolut unglaublich… ich schau das nicht und bereue das auch nicht ! und für so etwas nehmen die unsere zwangsbeiträge !

  6. Lieber Kollege Gellermann!

    Bei aller berechtigten Kritik an der „Tagesschau“:
    wer andere kritisiert, sollte selbst nicht in die gleichen Fettnäpfchen treten.

    Die Bezeichnung „Napalm Girl“ ist keine Wortschöpfung der Tagesschau-Redaktion!

    Mit der von Ihnen angemahnten journalistischen Sorgfaltspflicht lässt sich in 1 Minute recherchieren:
    Die Metapher, respektive das Synonym „Napalm Girl“, wurde bereits sehr früh im Zusammenhang mit diesem Foto verwendet. Der wirkliche Name, Kim Phuc Phan Thi, war anfänglich weitestgehend unbekannt und auch nicht einprägsam. Die Metapher wird in fast allen bekannten Medien weltweit verwendet, von The Guardian über Sputnik bis zu Wikipedia und sogar der EKD. (Die Bezeichnung „Napalm Girl“ bleibt aus Pietätsgründen dennoch äusserst fraglich!)

    Die Tagesschau Redaktion bezieht sich also auf ein gängiges Synonym und setzt es deswegen auch in Anführungszeichen.

    Manchmal wäre übrigens etwas weniger Pathos und emotionale Betroffenheit bei der Moderation wünschenswert.
    Schliesslich geht es um „neutrale“ Fakten und nicht um Stimmungsmache, die Sie ebenfalls oft reklamieren.

    Ich hoffe, Sie ordnen diese Kritik als konstruktiven Beitrag ein, da der Ansatz des Formats grundsätzlich gut ist.

    Herzlichen Gruß

    • Danke, ich möchte mich Ihrem Kommentar anschließen!
      Gestern war ich sehr betroffen und habe deshalb heute recherchiert und bin zum gleichen Ergebnis gekommen.

    • Die Verwendung des Begriffes „Napalm-Girl“ war ja auch gar nicht der einzige Kritikpunkt.
      Was wiederum ekelerregend war, ist dass im ARD-Bericht die drei untrennbar mit dieser Tragödie verbundenen Buchstaben fehlten: U S A, womit die durch dieses Land in Vietnam verübten Massenmorde (bei 4 Millionen toten Vietnamesen ist es genau so und nicht anders) einfach einmal mehr beschönigt werden, genau wie dies in der erwähnten Formulierung „der Vietnamkrieg zieht immer weitere Kreise“ der Fall ist.
      Was mit emotionaler Betroffenheit von Herr Gellermann falsch sein soll, verstehe ich genauso wenig.
      Was rauskommt, wenn emotionale Betroffenheit abwesend ist, demonstrieren uns die Mainstream-Nachrichten schon genügend. Gerade dort sehen wir ja, dass die Emotionslosigkeit der Nachrichtensprecher deren Berichterstattung eben nicht wahrhaftiger, bzw. neutraler macht.
      Der Zusammenhang zwischen Emotionaler Betroffenheit und neutraler Berichterstattung ist also genau ein umgekehrter. Emotionale Betroffenheit hat mit Ehrlichkeit zu tun, also genau das, worum es geht.
      Ich finde die Sendung von Herrn Gelermann absolut genial (sein Humor finde ich zum Teil auch sehr amüsant, was übrigens „die emotionale Betroffenheit“ wieder ausgleicht) und kann ihn nur ermuntern so fortzufahren.

    • Blast euch mal nicht so auf, von wegen „Kollege“ usw. Gellermann behauptet gar nicht, dass „Napalm Girl“ eine Wortschöpfung der Tagesschau-Redaktion sei. Es ist völlig schnurz, wer den Begriff erfunden hat, es kommt alleine darauf an, wozu er erfunden wurde. Die Tagesschu kann ja, muss nicht, kann aber wegen mir, einmal (1 Mal) erwähnen, dass dieser Begriff serinerzeit kreiert wurde. Und da sie sonst ja immer alles „einordnet“, könnte sie dann auch den begriff einordnen und dabei herausstellen, dass er zynisch und menschenverachtend ist. Tut sie nicht. Im gegenteil. Sie bringt den Begriff nicht nur in der Überschrift, sondern im Artikel inklusive zweier Links gleich 5 Mal!

      1. „Napalm-Girl“ in Dresden geehrt (Überschrift)

      2. Die als „Napalm-Girl“ bekannt gewordene Vietnamesin Kim Phuc Phan Thi… (erster Satz nach der Einleitung)

      3. Als „Napalm-Girl“ prägte sich Kim Phuc fortan ins kollektive Gedächtnis ein.

      4. Video „Napalm Girl“ erhält Dresdner Friedenspreis (Link)

      5. „Napalm Girl“ erhält Dresdner Friedenspreis, A. Franz, MDR | video (Link)

      Der nicht gerade althergebrachte „Dresdner Friedenspreis“ wäre übrigens auch mal zu beleuchten. Ist der so wichtig, dass die Tagesschau auch in der Hauptsendung berichten musste? Wurde die Preisträgerin womöglich ausgewählt, weil sie ihren Peinigern, die sie persönlich ja gar nicht kennen kann (also jedenfalls diejenigen, die direkt diesen einen speziellen Angriff ausgeführt haben), offenbar vergeben hat? Meint die Tagesschau-Red. deshalb, sie müsse die Verursacher des Leids nicht nennen?

      Derjenige, dem Phan Thị Kim Phúc persönlich verziehen hatte, war es gar nicht gewesen. Zitat aus „DIE GESCHICHTE HINTER DEM FOTO
      Authentizität, Ikonisierung und Überschreibung eines Bildes aus dem Vietnamkrieg“ von Gerhard Paul:

      Am 11. November 1996, dem Veterans Day, kam es am Vietnam Memorial in Washington zu einem durch ein kanadisches Fernsehteam arrangierten Treffen von Kim Phúc und dem Vietnam-Veteranen John Plummer, der von sich behauptete, der Verantwortliche des Bombenangriffs auf Trang Bang gewesen zu sein. Die Szene hätte melodramatischer nicht sein können. Mit den Worten „Ich verzeihe, ich verzeihe“ begegnete Kim Phúc dem ehemaligen US-Captain, der seit 1990 Pfarrer einer kleinen Methodistengemeinde in den USA war. So war ein neuer Mythos geboren und die Geschichte zur abschließenden religiösen Deutung freigegeben. Als erster griff Jan Scruggs, Memorial Fund Founder und Methodisten-Funktionär, die Geste des Verzeihens publizistisch auf. In Dutzenden von Artikeln und Fernsehinterviews bezichtigte sich Plummer wiederholt seiner Verantwortlichkeit für das Bombardement vom 8. Juni 1972 – eine Geschichte, an die er schließlich wohl selbst glaubte. Plummer bekannte sich dazu, so massiv unter dem Vietnamtrauma gelitten zu haben, dass er alkoholkrank geworden sei und zwei Ehen aufgrund seiner psychischen Verfasstheit gescheitert seien. Auch bildlich wurde die Geste der Verzeihung in einer Fotografie der beiden sich umarmenden Akteure umgesetzt. „A photograph which encapsulated horror resulted in forgiveness, but the photograph of Kim and John together shows them wreathed in the smiles of that forgiveness. It is both inspirational and a triumph.“

      Die ganze Story stinkt also gewaltig, das aber nur nebenbei. Wäre die Tagesschau ein seriöses Medium, hätte sie das alles aufbereitet, statt in hehren Worten die ewige Leier vom „Vorbild an Menschlichkeit und Größe“ zu schwadronieren und uns am selben Tag in mehreren anderen Artikeln fortgesetzt auf den nächsten Krieg vorzubereiten.

      Und übrigens ist die emotionale Betroffenheit mehr als verständlich für alle, die damals schon alt genug waren, den Irrsinn des Vietnamkriegs zu begreifen und dagegen auf die Straße gingen. Ich selbst war noch ein Kind, kann das aber trotzdem sehr gut nachempfinden. Und heute ist die Geschichte (und Vorgeschichte) ja wirklich gut dokumentiert, mitunter kann man das sogar bei den ÖR betrachten (Suchmaschine: „Der Vietnamkrieg
      Gesichter einer Tragödie“ – auf der arte-Seite offenbar entfernt, aber bei Youtube noch zu finden). Was hatten die Vietnamesen den Franzosen und Amerikanern eigentlich getan? Sie hatten sich für den „falschen“ Präsidenten entschieden, sonst nichts. Die Tagesschau hätte aus der Preisverleihung etwas machen können – Aufklärung, ein Mahnmal gegen Krieg und imperiale Brutalität. Was sie gemacht hat ist nichts weiter als wohlfeiles Geschwätz auf dem Rücken der Opfer, die heute noch leiden.

    • Sehr geehrter Herr Brenken!

      Die Verwendung des Begriffes „Napalm-Girl“ war aber mein (!) einziger Kritikpunkt!
      (Abgesehen von den Hinweisen zur Moderation, die aber nicht als „Kritik“ gemeint waren.)
      Insofern kann ich Ihre weitere Argumentation nicht ganz nachvollziehen.

      Darüber hinaus ist Ihre, sowie Uli Gellermanns Einwendung, „…dass im ARD-Bericht die drei untrennbar mit dieser Tragödie verbundenen Buchstaben USA fehlten“ leider auch falsch. Im ARD Video-Beitrag werden die US-Amerikaner sehr wohl genannt. Und korrekterweise auch die Tatsache, dass im Fall von Kim Phuc Phan Thi nicht die Amerikaner sondern die Südvietnamesen die Napalmbomben abgeworfen hatten.

      Quellen:
      https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-504227.html (siehe: 00:53)
      https://de.wikipedia.org/wiki/Phan_Th%E1%BB%8B_Kim_Ph%C3%BAc

      Es wäre ein Fortschritt für uns alle, wenn jeder seine Aussagen anhand eines kurzen Faktenchecks zunächst einmal überprüfen würde. Ein auf Tatsachen beruhender Diskurs ist nicht nur sinnvoll sondern auch konstruktiver.

      Mit freundlichem Gruß

    • Hallo Corax!

      „Blast euch mal nicht so auf, von wegen „Kollege“ usw.“
      Was veranlasst Sie zu diesem opener?

      Normalerweise antworte ich nicht auf Kommentare, die gleich mit einer Beleidigung sowie der Unterstellung einer Lüge beginnen. Sinn hiervon ist immer, sein Gegenüber zunächst zu denunzieren bzw. zu diskreditieren.
      Solch „taktisches“ Vorgehen ist das gängige Handwerkszeug von Debunkern, Trollen, der „Wikipedia-Junta“ oder
      imperialistischer Aussenpolitik. Was trifft auf Sie zu?
      Können Sie sich vorstellen, dass Menschen auch einfach nur die Wahrheit sagen? Wenn ich von „Kollege“ spreche, dann meine ich auch „Kollege“! (Oder muss ich, Ihnen zuliebe, erst meinen Dienstausweis veröffentlichen?)
      Soviel zu diesem Thema…

      Um Ihnen aber auch hinsichtlich meiner „Gesinnung“ auf die Sprünge zu helfen:
      Ich war als junger Pazifist in der 68-er Studentenbewegung aktiv und mein Leben lang der Meinung:
      „Make Love – Not War“!

      Guten Tag!

  7. Gehöre auch zu denen, welche die Hinvernebelungsmedien als Systemafterleck–Schaustellungen vermeiden, um wenigstens persönlich krankem Kot nicht zu nahe zu kommen. Aber ich seh’s ja auch, was dieses Machtausuebungs–Bedienpersonal bei den meisten meiner Mitmenschen fuer Geistesverwirrungen oder an schlichter Apathie so auslöst.
    Insofern ist Gellermanns Rueckblick auf die geschossenen Boecke gut und zudem kurzweilig.
    Hoffentlich ist diesem Autor auch bewusst, dass er damit weder welchen Programmen, noch den Ausfuehrenden oder Verantwortlichen dazu irgendwie zu verbesserter Einsicht verhelfen koennte. Aber er gibt jenen Menschen, die seine Sendungen verfolgen, Argumente und Rueckhalt, die im Bekanntenkreis oder „Stammtisch“ mal was Kritisches beisteuern möchten.
    Die „Pappnase“ ist allerdings wirklich zu niedlich. Wir reden doch hier nicht ueber harmlos Doofe, sondern ueber Schergen absichtlicher Allgemeinheitsverdummung, die sich aufgrund Ihrer Berufsausbildung und ihres täglichen Zuganges zu den Infoquellen sehr bewusst sind ueber ihr Tun und Wirken.
    Das sind kein Pappnasen, sondern beruflich Kreaturen, die im After der Finanzindustrie neben den Politkomikern von den trickle down Brosamen leben, haargenau so, wie ich glaube Breughel das in seinem berühmten Holzschnitt dargestellt hat, mit dem auch Rainer Mausfeld in seinem Larmmerbuch arbeitet.
    Meine Anregung an Herrn Gellermann und/oder Kenfm waere, sich mal Gedanken darueber zu machen, ob zukuenftig nicht unter Bezug auf jene Grafik eine nutzerkreisgestuetzte monatliche Auszeichnung kreiert werden koennte.

  8. Das Herr Gniffke nicht mit löchrigen Socken zum Flughafen fährt, kann ich nachvollziehen. Schließlich ist es ja wesentlich teurer seine Socken stopfen zu lassen, als neue zu kaufen. Also den Aufreger hätte sich Herr Gellermann sparen können.
    Wichtiger wäre es, dass Herr Gniffke mit Pappnase zum Flughafen fährt.
    Nur ist Pappnase eher ein Ausdruck für eingeschenkten Verstand.
    Und wenn ich diese Pappnase so anschaue, erinnert sie mich eher an Pinocchio. Nur war das eine Lügennase. Mag jeder entscheiden, ob Gniffke ein Märchenonkel ist oder ein Lügenbaron.
    Doch in wessen Auftrag arbeitet so ein Mensch. Macht der doch nicht weil ihm die Tagesschau gehört. Die Fragen gehen tiefer.

  9. Auf mich macht diese Sendung keinen besonderen Eindruck mehr – einfach weil ich mich dem zu kritisierenden Pandon schon lange abgewendet habe. Was natürlich nicht bedeuten soll, dass dieses Format nicht wichtig sei.
    Ich würde mich aber freuen, wenn darüber hinaus noch mehr Journalisten und andere Experten in den Vordergrund gerückt werden, die die zu behandelnden welt- und gesellschaftspolitischen Themen in der Art und Weise beleuchten, indem sie die Menschen in den Vordergrund rücken, die die Folgen dieses ausgemachten Wahnsinns auszubaden haben. Karin Leukefeld beispielsweise, die in Rubikon heute einen Artikel über die Folgen des Kriegsterrors in Syrien berichtet. Sie rückt ganz nah an die Menschen heran und offenbahrt sozusagen ihren unbändigen Lebenswillen und ihre Hoffnungen und der daraus resultierende Pragmatismus für konstruktive Lösungen. Das erzeugt Rührung und Mitgefühl, das wachrüttelt statt, wie Mitleid fesselt. Mitleid hat immer was Distanzierendes – habe ich Mitleid, muss ich mich letzten Endes nicht damit auseinandersetzen. So verhält es sich in gewisser weise auch mit dem Lachen. Lachen befreit -e s befreit mich somit auch vom Konflikt, der nichtsdestotrotz im Raum steht….

    Wir brauchen diese Journalisten, denn sie heben den Standard ihrer Zunft – sie haben wirklich das Zeug in meinen Augen, etwas zu bewirken. Und hier geht es letztlich darum, nicht Mitleid zu erregen – im Gegenteil: Hier geht es darum, zu zeigen, zu welchen Leistungen der Mensch fähig ist, Leid zu überwinden und im Mitgefühl für sich und andere, am Leben festzuhalten und um Veränderung herbeizuführen.

    Klar gehört der Fokus auf Konstrukte und ihre Konstrukteure, um diese als solche zu entlarven – aber es ist auch wichtig, ihnen nicht MEHR Aufmerksamkeit zu geben, als sie es sich gerne wünschen würden. Auch in der Kritik und in der humorvollen Häme entsteht ein Feld der Aufmerksamkeit, von der sie sich letzten Endes ernähren lassen.
    Es sind narzistische Phänomene, die wir als Rezipienten bedienen, und man entzieht ihnen den Nährboden, indem man die Aufmerksamkeit cuttet und indem man sich dem Menschlichen zuwendet. Im Menschlichen liegt das Wandelbare – es ist greifbar für uns, weil wir ja alle Menschen sind.
    Es gilt den Trick zu durchschauen, dass das Wahrhaftige in uns, nämlich Mitgefühl und Hoffnung, ausgeklammert und stattdessen allenfalls das Leid als versteckte Schuldzuweisung implementiert wird. Wir müssen hinter die Konstrukte gelangen, wenn man so möchte, um sie längerfristig als wirkungslos in sich zusammenfallen zu lassen.

    Dafür ist es wichtig auch die Komplexität greifbar zu machen, die in solchen Konstrukten wie beipielsweise dem Israel-Palestina-Konflikt und in Verbindung mit der jüngeren deutschen Vergangenheit steckt. Dazu gehören die menschlichen Aspekte, das Leid das sich dahinter verbirgt als ein Ist-Zustand, der aufgearbeitet gehört. In der ehrlichen Aufarbeitung beugen wir Polarisierung vor, können wir Gemeinsamkeiten unter dem Radar der Rollen ausmachen – können wir den Weg ebnen für aufrichtige und mitfühlende Begegnung.
    In der Politik, wie sie vorherrscht werden diese Aspekte bewusst ausgeklammert – das war schon immer so und wird auch so bleiben. Das müssen wir wissen, wenn wir Nachrichten aus jeder Richtung für uns als Menschen deuten möchten.

    Noch nie ist meiner Meinung nach der für Menschen gemachte Journalismus so bedeutend geworden wie in der gegenwärtigen sensiblen Phase eines Umbruchsphänomen, bei dem noch nicht so klar auszumachen ist, in welche Richtung es gehen könnte. Der für Menschen gemachte Journalismus rückt den Menschen in den Mittelpunkt – hier gibt es keine Wertung in der Analytik sondern das Sichtbarmachen der Ursachen und seiner unmittelbaren Folgen für uns Menschen. Und hier gilt es zu überprüfen, was macht es mit mir und wie kann ich mich einbringen – und zwar dort, wo ich auch wirklich etwas bewirken kann.

    In diesem Sinne – Bravo KenFM und danke an Uli Gellermann

    • Karin Leukefeld & Co kommen hier (und bei den Nachdenkseiten, Rubikon etc.) doch auch zu Wort. Insofern verstehe ich das „Aber“ nicht. Ein Format, das die Tagesschau (als selbsternanntes „Flaggschiff“ stellvertretend für die von uns finanzierten ÖR-Medien) aufs Korn nimmt, ist unbedingt notwendig, weil es nämlich jede Menge Leute gibt, nach wie vor, die nicht durchschauen, was dort getrieben wird. Ich wette, dass viele den „Napalm-Girl“-Artikel gelesen haben und sich dachten: „Ach wie süß, toll, dass sie geehrt wird, böser böser Krieg aber auch, aber wir im Westen sind da ja voll dagegen und lieben alle Menschen, sogar die Schlitzaugen“. Natürlich wäre noch besser, ein solches Format dürfte in den ÖR-Medien selbst existieren und stattfinden (und nicht hier, wo sowieso offene Türen bei den meisten eingerannt werden), aber nicht einmal die „Anstalt“ dürfte wohl so weit gehen, und auch die darf das, was sie macht, ja nur machen, weil es in Satire verpackt ist.

    • @ Corax
      Ich meine, dass der Irrwitz des propagierten Status Quo und die ihm innewohnende groteske Doppelmoral zur Genüge zur Schau gestellt wird. Und ich finde das auch in Ordnung so und nachwievor auch wichtig – ich meine, ich hätte das so argumentiert in diesem Thread.
      Es wäre aber auch an der Zeit – und das ist natürlich meine subjektive Sichtweise der Realität – dort wo es möglich erscheint, mehr Gleichgewicht dazu mit einer Herangehensweise zu schaffen, mit der die Themen auf eine weniger abstrakte weil distanziert analytische oder satirisch überspitzte, dafür umso menschlich greifbarere Ebene gehievt werden können. Mit anderen Worten, das „Co“, darf mehr werden meiner impulsgebenden Ansicht nach… nicht nur in den Tagesdosen, sondern auch in der Podiumsarbeit, die ich wiederum persönlich am besten finde, weil hier Kontroversen besser sichtbar werden….

    • Das erscheint mir zwar richtig, was Sie da sagen. Aber die Polikomiker und Journaillekomiker sind keine irrenden, sondern gekaufte Darsteller. Was soll da ein Appell an deren Gewissen oder Anstand helfen?
      Es geht nur ueber Blosstellen. Als Morskriecher z, B. Und zwar drastisch und publikumsnah. Damit kriegt man die Figuren zwar nicht weg. Aber vielleicht etwas gemaessgter, also etwas weniger unerträglich und vielleicht auch glaubhafter in jene Schublade gesperrt, in die Sie auch hineingehörten.

  10. Wenn an diesem Freitag die Münchner Sicherheitskonferenz beginnt, wird sich deren Chef Wolfgang Ischinger bei der Bundesregierung bedanken. Er hat dazu einigen Grund. Ohne die Regierung gäbe es nämlich die Konferenz nicht, die am Wochenende zum 50. Mal die bayerische Landeshauptstadt in Schach halten wird.

    Die Konferenz stellt sich selbst als unabhängig dar. Aber das stimmt wohl nur zum Teil. Denn die Konferenz selbst, die als „Stiftung Münchner Sicherheitskonferenz (gemeinnützige) GmbH“ fimiert, profitiert maßgeblich vom Geld der Bundesregierung.

    Eine Million Euro etwa. Soviel lässt sich der Bund die Konferenz kosten, deren Chef Ischinger seit 2008 ist. 350.000 Euro werden vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung überwiesen – ein Drittel der Kosten der Veranstaltung (ohne Personal), die von der Regierung mit etwa 1,1 Millionen beziffert werden. Das sei Teil der Öffentlichkeitsarbeit, schreibt die Bundesregierung in der Antwort auf eine kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Ulla Jelpke. Die Antwort vom 28. Januar liegt SZ.de vor.

  11. Also ein Stammtisch ist ja dazu da an einem Tisch über Meinungen zu diskutieren. Wenn dort einer seine Propaganda kund tut können die anderen ihm ja sofort widersprechen wenn sie nicht gerade ein Bier trinken.
    Darum würde ich diese ARD Propaganda nicht als Stammtischmeinung bezeichnen. Es ist eine Transatlantische Kriegspropaganda. Und die funktioniert bei Menschen die zB so wie meine Eltern sich nicht im Internet informieren sondern die eben jeden Tag so beiläufig die ORF und ARD Meldungen mitbekommen. Es funktioniert nicht alles aber vieles. Feindbilder funktionieren da sehr gut. Putin ist der Böse. Assad ist der Böse. Das geht direkt ins Unterbewusstsein. Wir alle müssen Meinungen anderer übernehmen weil wir selber gar nicht in der Lage sind die Informationen zusammenzutragen. Wer sich aber alternativ Informiert bekommt ein viel größeres Meinungsangebot und kann sich daraus seine Meinung zusammen zimmern. Oft liegt man falsch weil man eine Meinung übernommen hat die ideologisch passt, also zu der bereits Vorhandenen Meinung passt oder weil man den angeblichen Fakten glauben schenkt. Meinungen kann man und werden ja auch permanent angepasst. Fakten hingegen bleiben immer die selben. Ich bin mir noch nicht sicher ob man wenn man viele Meinungen konsumiert auch den Fakten näher kommt ? Für mich ist zB eine Gaby Weber eine sehr glaubwürdige Journalistin die sich sehr viel Arbeit macht und Information auf Fakten bringt. Also ich glaube das wer viele Meinungen bewertet auch den Fakten näher kommt. In der Summe das Gesamtbild stimmiger wird auch wenn man in Teilaspekten noch völlig falsch liegen mag.
    Ich vermute das darum bei der ARD Propaganda deshalb kein großes Meinungsspektrum angeboten wird und auf Fakten ganz verzichtet wird. Ich habe es aufgegeben mit meinen Eltern über Gesellschaftspolitische Probleme zu sprechen. Die Position meines Vaters ist tatsächlich so das er sagt ich will noch meine Rente kassieren und danach bin ich tot, ist mir dann wurscht. Ich will meine Ski und Formel 1 Rennen schauen, es gibt nichts Wichtigeres als das, mein Bier trinken und mein Fleisch essen, Feindbilder sind ihm eigentlich auch wurscht. Meine Mutter auf Feindbilder die durch den ORF aufgebaut werden anfällig, das geht bei ihr direkt ins Unterbewusstsein. Die Informationen bekommt sie aus Zeitung und eben den 2 Minuten ORF Propaganda die es noch so am Tag gibt und das ergibt politisch auch ein fast einheitliches Bild. Wenn ich mit ihr rede wird sie ganz aufgeregt, macht sich Sorgen um die Enkelkinder aber es fruchtet nicht, es ist Sinnlos, die 2 Minuten Propaganda reichen für sie vor allem deshalb weil kein Interesse besteht das sie sich über die Themen selbst informiert.
    Auch ich war 35 Jahre lang falsch informiert. Mir war immer klar das unsere Demokratie, vor allem die Lohnsteuer eine starke Ungerechtigkeit sind. Die Kriegshetze des ORF beim Irakkrieg 1991 hat mich schon extrem gestört so das ich keine GIS Gebühren zahlte. 9/11 war dann ein weiteres Kapitel und vor allem der Irakkrieg 2003. Aber Zusammenhänge hatten sich nicht erschlossen da mir die Meinungen und Informationen gefehlt haben. Ich bin durch Zufall (Auf der Suche nach einem Zufallsgenerator) auf die Wissensmanufaktur gestoßen und durch deren Meinungen und Informationen gab es dann so eine Art AH HA-Erlebnis, da hat man dann erst mal einen Schock aber da muss man dann dran bleiben und sich weiter informieren. 9/11 wurde dann auch wieder ein Thema und es war natürlich klar, wir werden von vorne bis hinten beschissen, auf den Arm genommen, verschaukelt. Und je mehr sich ein Gesamtbild ergab
    desto weniger Problem hatte ich damit sondern war froh das ich Informationen und auch ORF Nachrichten anders einordnen konnte. Als es dann mit der Ukraine los ging war ich froh auch diese Kriegspropaganda besser (also mit einem besseren Gefühl) einordnen zu können.
    Mit Gesellschaftspolitischen Gesprächen kann ich meine Eltern nur aufregen aber ich erreiche bei denen ein AH HA Erlebnis nicht. Und ich glaube für genau solche Menschen sind die ARD Nachrichten gemacht. Und es gibt viele Menschen die so sind wie meine Eltern und die ARD Leute sind auch so. Die haben auch noch ein komplett anderes Bild von der Welt, Ich finde Pappnasen passt schon zu denen weil sie sind ja selber nur egoistische Menschen die eben das machen was von ihnen verlangt wird und dafür sehr gut bezahlt werden und das zählt für die, alles andere ist denen egal weil sie es nicht besser wissen wollen.
    Wenn ich mir eine Sitzung im wie heißt das in Deutschland? Bundestag? ansehe dann spricht da zB eine Frau Wagenknecht und sie kritisiert Merkel aber bei der geht das völlig vorbei, also das ist kein Stammtisch, wo über Probleme gesprochen wird und der andere darauf einsteigt. Die Meinung einer Frau Wagenknecht verpufft da ja komplett. Frau Merkel interessieren andere Meinungen nicht und mit den ARD Journalisten verhält es sich auch so, solange die ihren sehr guten Sold bekommen sind die für Kritik immun. Was aber doch positiv stimmt ist das SPD und CDU an Zustimmung verlieren. Auch wenn das noch keine Lösung ist so geht es den Parteisoldaten ans Eingemachte, an deren Eigentum. Es kommen möglicherweise andere Parteisoldaten an die Macht aber die die bis jetzt mit ihren Programm durchgekommen sind geht es an den Kragen und das ist gut.

  12. Das „Napalm-Girl“ ist wirklich unfassbar zynisch. Die Tagesschau schwingt sich hier zum Moralhüter auf (indem sie die Preisverleihung hochtrabend würdigt) und bagatellisiert gleichzeitig – quasi in einem Atemzug – die monströsen Kriegsverbrechen des Westens. Die deshalb auch gar nicht direkt angesprochen werden, das mit dem Napalm und allem anderen ist halt einfach so passiert… Das ist, rein propagandistisch gesehen, eine Glanzleistung. Viele tagesschaugläubige Leser finden den Artikel wahrscheinlich sogar richtig toll. Ich schlage deshalb auch nicht die „Pappnase“ vor, sondern den Joseph-Goebbels-Gedächtnispreis.

    Übrigens, kleiner Exkurs, auch auf das ZDF sollte man immer mal ein Auge werfen – die Verbrechen der Öffentlich-Rechtlichen sind in der Gesamtheit zu betrachten (aber natürlich ist das für einen Einzelnen nicht zu leisten):

    Bei ZDFinfo gibt es heute Abend folgendes Programm:

    19:30
    Putin, Russlands neuer Zar

    20:15
    Putin und die Mafia

    21:00
    Putins Männer fürs Grobe – Spezialeinheiten in Russland

    21:45
    Der neue Kalte Krieg

    22:25
    Trump und Putin: Komplott gegen Amerika?

    23:10
    Kampfbereit: Russlands Hooligans

    23:55
    Russlands Frauen – Rechtlos und geschlagen

    Was ist eigentlich der Anlass für diese geballte Ladung an unsäglichen antirussischen Propagandamachwerken (die man schon an den Titeln erkennt – niemals würde man so über Spezialeinheiten, Frauenrechte usw. in Deutsch- oder Amiland titeln)? Ist es der Startschuss für die in den kommenden Tagen anstehende Geschichtsklitterung in Sachen 5 Jahre nach dem Maidanputsch?

    • Aber bitte: Das ZDF kann doch nicht als Verbrechen der Öffentlich-Rechtlichen in deren Gesamtheit betrachtet werden.

      Die haben doch für alle mit höherem Bildungsabschluß das Anständige (oder heisst es Anstaltige?) Alibi – Kabarett.

      Wem nutzt es? Wie war das noch; wenn Wahlen etwas ändern würden, dann wären sie …?

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