Die Macht um Acht (22)

Unrecht Ost / Unrecht West

Tagesschau auf der Atlantikbrücke!

Eine Meldung der Tagesschau ist so überschrieben: „Stasi-Unterlagen: Unvergessenes Unrecht“. Der Anlass ist, dass demnächst die Stasi-Unterlagenbehörde mit dem Bundesarchiv zusammengeführt werden soll. Es wird mehr Platz für die Akten geben. Der lange Finger der Tagesschau-Redaktion zeigt bei dieser Nachricht gen Osten: Kusch-Stasi-Ossi! Dass es im Westen auch Spitzelei gab, kommt der Redaktion nicht in den Sinn. Aber es gab in den 70er Jahren die Berufsverbote: Im Zuge der amtlichen Verfolgung von „Verfassungsfeinden“ – ein Begriff, der in keinem Gesetzbuch existiert – wurden von 1972 bis 1985 bundesweit insgesamt 3,5 Millionen Personen überprüft und 11.000 Verfahren eingeleitet. Allein bei den Lehrern gab es 2.200 Disziplinarverfahren und 136 Entlassungen. Primär wurden Linke verfolgt. Alles fast vergessenes Unrecht. Es gibt Kilometer von Schnüffelakten, es gibt jede Menge Fotos, Protokolle und Tonbänder. Jetzt, mit dem neuen Archiv-Gebäude, wäre genug Platz, damit auch die Leute aus dem Westen ihre Akten einsehen könnten. Darüber schweigt die Tagesschau.

Unter der Überschrift „Diskussion um Huawei – In chinesischer Abhängigkeit gefangen“ erzählt die Tagesschau höchst geschwätzig über eine angebliche Spionage-Software der chinesischen Firma „Huawei“. Beweis: Null. Quelle für die sogenannte Nachricht: Donald Trump. Sogar das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sieht keine konkreten Beweise für einen Spionageverdacht gegen den chinesischen Telekommunikationskonzern Huawei. Aber auch das verschweigt die „Tagesschau“. Statt Nachrichten verbreitet die wichtigste deutsche News-Sendung mal wieder ein Konglomerat aus Gerücht und Meinung. Und ausgerechnet der Präsident der USA, sonst in deutschen Medien eher als Idiot porträtiert, darf den Kronzeugen machen.

Aber es geht immer noch schlimmer: Unter der Überschrift „Europawahl 2019 – Experten warnen vor russischem Einfluss“ darf Anja Bröker vom WDR Russen-Furcht verbreiten. Was macht Frau Bröker, wenn sie nicht gerade unbewiesene Meldungen bastelt? Sie ist Mitglied der US-Lobby-Organisation „Atlantikbrücke“. Im Vorstand der Organisation ist der einschlägig bekannte Friedrich Merz. Der Agent des Finanzspekulanten „BlackRock“. Und um die dubiose Meldung zu stützen, zitiert die ARD schnell noch den Experten Sven Herpig, Leiter für Internationale Cyber-Sicherheitspolitik bei der Stiftung Neue Verantwortung. Und wer finanziert die Stiftung? Der Multimilliardär George Soros. Frau Bröker serviert den Zuschauern offenkundig Nachrichten, die von BlackRock und Soros in Auftrag gegeben werden. Und all das wurde dann vom estnischen Auslandsnachrichtendienst zusammengerührt. Wird Frau Bröker von dem bezahlt oder von den deutschen Gebührenzahlern? Aber vielleicht ist ihr Gehalt bei der ARD ja auch so gering, dass sie sich ein paar Euro von anderen Auftraggebern in die Tasche stecken lassen muss. Die MACHT-UM-ACHT-Redaktion denkt zurzeit über eine Sammlung zugunsten verarmter ARD-Redakteure nach. Der Slogan der Spenden-Kampagne wird wahrscheinlich „Soli für saubere Nachrichten“ heißen.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

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9 Kommentare zu: “Die Macht um Acht (22)

  1. Ich sehe mir jede Ausgabe von „Die Macht um Acht“ an !

    Aber diese Folge =Die Macht um Acht (22) ist wirklich außergewöhnlich gut gelungen, meine Bewunderung und Hochachtung an Uli Gellermann.

    Ebenfalls mein Kompliment an Herrn Gellermann das er die kraft hat sich immer wieder die widerlichen Propagandasendungen der Tagesschau anzusehen.

    Diese ekelhaften Märchen und Lügenbarone der Tagesschau sind unbeschreiblich.

    Ich selbst sehe schon seit 10 Jahren keinerlei Mainstream Propagandasendungen
    wie die Tagesschau , usw. mehr.

    Meinen Glückwunsch an Herrn Gellermann für seine wundervolle Arbeit, machen sie bitte weiter so !

    Der Tag wird kommen an dem diese Lügner bestraft werden.

  2. Sind notwendig, die Hinweise auf die perfiden Machenschaften der Nomenklatura. Wie auch die von Lenz, Jebsen, Mausfeld, Broeckers, Schreyer und, und.
    Es geht nicht ohne solche Geister. Sie machen alert.
    Wir benoetigen auch, nach der Aufklaerung von uns aber dringend auch der konstruktiven Ideen, der Wendungen hinein ins Positive. Hier wird die Luft aber duenner. Jebsen treibt aber immerhin gelegentlich dazu Geister und Persoenlichkeiten auf, Erich Thoma etwa, Huether, oder Banker Grzega und graebt mal Rudolph Diesel aus.
    Dieses Potential muss mehr genutzt werden. Der mentalen Sezierung einer verwesenden Leiche bisherigen neoliberalen Wirtschaftssystems samt nichtmerkender Journaille und Polikomikern muss mehr Aufbauendes, mehr neu Spriessendes beigestellt werden. Wir muessen was tun. Sofort.
    Die Zeit laeuft davon. Wir haben bald keine Luft mehr, weil die verwesenden Idioten Neoliberalismus schon die Ozeane gerade abstellen. Wer juenger als 60 ist, den kanns noch mit treffen. Die Zeit ist vorbei, in der man nur noch kritikastern kann. Es muessen bereits dringend mehr Aufbauhelfer mit her und parallel schon was tun.

    • Da ist schon etwas dran.

      Man erreicht immer mehr Menschen mit einer Gegenaufklärung, jedoch haben die meisten Leute noch keinen Anhaltspunkt, wie man es denn besser machen könnte.

      Es gibt jedoch unzählige geänderte Systemvorschläge. Diese jedoch muss man gezielt suchen und viele davon sind auch wieder verschwunden.

      Jedoch wäre ein weiteres Sendeformat in diese Richtung nicht verkehrt.
      Klar hat man sicherlich auch Angst vor Fehlern und vielen Kritiken die dann zweifelsohne entstehen werden. Aber Kritik könnte da ja auch ein hebel zu sein einen Baustein an den anderen zu packen.

      Aktuell stehen die vielen Leute da, wissen das sie rauf und runter belogen werden und eigentlich nur ein Mittel zum Zweck der Systembetreiber sind, aber sie werden bei einem Systemchrash, bei einem gemachten Systemcrash trotzdem am Ende verzweifelt und recht hilflos dastehen und sich nicht anders verhalten und dies als Chance begreifen. Es fehlt dahinter ein schon seit Jahren verankertes Wissen und der Wille es dann ganz anders zu machen.

      Es wäre auch bei einem nicht Chrash sehr vorteilhaft, wenn die Menschen über Jahre hinweg neue Ideen, Vorschläge und genaue Details für bessere Systeme im Kopf hätten und darüber diskutieren und analysieren würden, um den Druck auf bestehende Strukturen auszuüben, imm mit der klaren Frage, warum machen wir das nicht so, denn so ist es für alle besser und richtig.
      Aktuell lassen sie sich ja auch durch Nichtwissen immer wieder vor eine Wand fahren und dann schlucken sie alles was man von Kartellsystem sagt.
      System verstehen, es durchschauen ist eine wichtige Säule, aber auch demokratische und logisch kluge Lösungen für zukünftige Wege sollten den Leuten stetig im Kopf vorliegen, damit man neben der Empörung über die nächste Lüge, auch Vorschläge unterbreiten kann, warum man etwas nicht so und so macht.
      Dafür muss man natürlich auch ein wenig ins Detail gehen und Zahlen liefern.

      Wenn man weis z.B. wie produktiv ein Mensch ist in einer Zahl ausgedrückt und diese Zahl gegen seinen Verbrauch stellt und dazu dn technologischen Fortschritt stellt, kann man doch klar betiteln, wieviel ein Mensch für seinen Verbrauch + sozial nötigen Aufwand er theoretisch verpflichtend Arbeiten gehen müsste und/oder Geld tatsächlich verdienen müsste und warum dann die Löhne 1/10 davon betragen und die Arbeitszeit noch immer jeden Tag den ganzen Tag bedeutet und man dies sogar ausweiten will..
      Mal als einfaches Beispiel. Hier kann es beginnen und sich dann über viele anderen Themen im kleinen wie im großen zu einem großen Gesamtbild verbinden, was dann mehr und mehr ein alternatives gesundes und dennoch für die Zukunft positives Szenario baut, realistisch und wahr versteht sich.
      Nur anfangen muss man doch irgendwo. Tatsachen und Fakten liegen doch parat.

      Ich finde die Arbeit die gemacht wird hier bei der Macht um Acht sehr wichtig und zeichnet die Betreiber auch irgendwie als Helden aus, auf die wir schon immer gewartet haben.
      Nur sind sie eben keine Hollywood Helden, denn diese gehen eher in den Knast als das sie im Alleingang die Welt verändern..
      Den Hintern müssen wir schon hochbekommen und das als Kollektiv. Die Einzelheiten können später ausdiskutiert werden, aber die grundlegenden Dinge darüber müssen wir uns einig sein und sind wier ja auch.. das System muss gekippt werden und ersetzt durch demokratische herrschaftsfreie. soziale Wesenszüge, was den Menschen an erster Stelle stellt und dessen Freiheit und Selbstbestimmheit.

    • zu Ancastor.guardian:
      mit den Machern hatte Jepsen schon mal was gestartet als Format. Da waren auch Leute mit Format dabei.
      Hoffnung machte ein bisschen Hannemann, jedenfalls intellektuell. Auch die Dieselsache ist nicht ohne, jedenfalls von der Systematik her, weniger vom Vortragenden her, der das vielleicht nur als persoenlichen Aufhaenger ansah.
      In Ihren Zeilen schimmert an, dass Sie Probleme bei Reformansaetzen sehen und Gefahren bei Rvolutionaerem.
      Das wuerde ich noch verstaerken: das System ist unreformierbar und Revolution wuerde niemand genug mimachen, sowie Gewalt muss eindeutig ausserhalb jeder Eroerterung bleiben.

      Erst Diesel hat mich auf eine heute immer noch gangbare Idee gebracht. Und die waere, den Profit gegen eine ganz andere Groesse auszuwechseln, aber sonst alles einfach so beibehalten wie fast bisher. Also Auswechseln der Grunderzaehlung und nicht die Methoden wechseln. So koennte das durchgehen. Und das Personal kann bleiben, also kein Widerstand von daher.
      Diese neue, fast unsichtbare Neuausrichtung, nur ohne die Krebsrichtung Profit, sondern „Vorteil“ fuer die Mitwirkenden, die auf alle uebergreift, ist ein fast heimlich ablaufender aber entscheidender Clou.
      Alle bisherigen Profiteure behalten, was sie errangen, ihr Geld und damit verbundene Macht, nehmen weiter die Vorteile wie alle anderen wahr. Revolution, Mistgabeln und Blutbaeder eruebrigen sich. Diesel 4.O. Fachleute zur Anpassung gibts jede Menge. Die Motivation unter Intellektuellen waere weiteres Kapital.
      Ein think tank fuer Praktiker mit staelth-Gespuer koennte vorplanen und langsame, ganz unspektakulaere Schritte einleiten.
      So stellte ich mir einen gangbaren Weg vor. Ich denke da in Wochenzeitraeumen. Dezennien haben wir nicht mehr.

  3. Ich bin erst jetzt auf diese Sendung gestoßen, obwohl ich die Beiträge von Ken schon länger begleitet habe.
    Die Macht um Acht ist eine der besten Produktionen neben allen anderen hier, die ich kenne. Hier wird mir wirklich auch „aus dem Herzen“ gesprochen.
    Danke für das Format!

  4. Sehr geehrter Herr Gellermann,

    vielen Dank für eine weitere, hervorragende Kommentierung der Transatlantischen-NATO-Marshall-Fund-Thinktank Nachrichten. Soweit ich das aus den Erzählungen von Bekannten entnommen habe, die aktiver 68er waren, hat die Bespitzelung und ein Machtmißbrauch der Behörden aber schon zu den 68er Streik-Demos stattgefunden. Ist dies soweit korrekt?

  5. Ich bin erst jetzt auf diese Sendung gestoßen, obwohl ich die Beiträge von Ken schon länger begleitet habe.
    Die Macht um Acht ist eine der besten Produktionen neben allen anderen hier, die ich kenne. Hier wird mir wirklich auch „aus dem Herzen“ gesprochen.
    Danke für das Format!

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