Die Macht um Acht (26) (Podcast)

Tagesschau kann nicht Frieden.

Tag der Befreiung ist in der ARD nicht vorgesehen.

Diesmal widmet sich die MACHT-UM-ACHT, die Alternative zur „Tagesschau“, dem 8. Mai, dem Tag des Sieges über den Hitler-Faschismus. Die Hamburger Nachrichten-Sendung liefert den Zuschauern an diesem Tag ein stereotypes Bild aus Russland: Ein Militär fährt einer Parade voraus. Und die „Tagesschau“ erzählt irgendwas vom Kriegsende. Klar, damals war auch der Weltkrieg weitgehend zu Ende. Aber zugleich wurden die Völker Europas, wurden auch die Deutschen, von der Nazi-Diktatur befreit. Das Wort „Befreiung“ fällt der ARD nicht ein. Auch deshalb zeigt die MACHT-UM-ACHT einige alternative Bilder zu diesem Datum: Eines vom 27. Januar 1945, als die Spitzen der Roten Armee das Vernichtungslager Auschwitz befreiten. Und eines vom 25. April 1945, als sich an der Brücke von Torgau die Amerikaner und Russen die Hände reichten: Befreiung, endlich.

Aus dem alten Krieg der weißen südafrikanischen Regierung gegen die schwarze Bevölkerung tauchen jetzt Dokumente auf, die von der Korruption deutscher Medien und Politik erzählen. In den 1970er- und 1980er-Jahren habe Südafrika hochrangige deutsche Politiker und Journalisten instrumentalisiert, berichtet die Tagesschau. Ob die Redakteure der Nachrichtensendung auch auf der Lohnliste der weißen Apartheids-Regierung standen, ist unbekannt – bekannt ist: Auch die „Tagesschau“ hat sich damals davor gedrückt, das Regime zu brandmarken. Man war ja irgendwie verbündet. Ziemlich verbündet ist man heute mit Israel. Dort führt die Regierung Krieg gegen die Palästinenser. Die haben nicht dieselben Rechte wie die jüdischen Israelis. Das muss man auch Apartheid nennen. Macht die „Tagesschau“ aber nicht. Obwohl sie einfach die Jerusalem Post hätte zitieren können. Mit dieser Schlagzeile: ICELAND’S EUROVISION ACT: ISRAEL IS APARTHEID. Denn die isländische Band „Hatari“, gerade zu Gast beim Eurovisions Song Contest, nennt das schmutzige Ding beim Namen: Apartheid. Und die israelische Zeitung kann die Band zitieren. Die „Tagesschau“ nicht. Vielleicht tauchen ja eines Tages auch Dokumente auf, die belegen, wer von der „Tagesschau“ diesmal geschmiert worden ist.

Eine ganze Reihe Medien sorgen sich um die Kriegsgefahr, die von der Bedrohung des Irans durch die USA ausgehen. Die Leute von der Tagesschau texten zur Gefahr: „Konflikt mit dem Iran – Washingtons Machtpoker geht auf“. Als ob der mögliche atomare Krieg ein Spiel sei, in dem man nur bessere Karten haben muss, um zu überleben. Kein Wort in der wichtigsten Nachrichtensendung der Bundesrepublik darüber, dass die US-Regierung die iranischen Revolutionsgarden – eine Eliteeinheit der Streitkräfte – als ausländische Terrororganisation einstuft. Das ist eine faktische Kriegserklärung. Die Meldung über einen Lehrgang saudischer Offiziere in der Bundeswehr sucht man in der „Tagesschau“ vergeblich. Die Ausbildung dieser Soldaten geht auf einen Besuch von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in der saudischen Hauptstadt Riad im Dezember 2016 zurück. So kann Deutschland ruck-zuck in den Konflikt zwischen Saudi-Arabien, dem Partner der USA, Israel und dem Iran verwickelt werden. Auch ein Weg, Kriegsteilnehmer zu werden.

Jüngst in Moskau: Junge Leute kommen zu einem Flashmob zusammen. Sie singen in einem Elektronikmarkt das Lied „Smuglyanka“. Ein altes Partisanenlied. Auch ein Liebeslied. Fröhlich und kämpferisch zugleich. Das Lied erinnert an die Befreiung, an den Tag im Mai 1945, als der letzte Weltkrieg endete und die Nazis verjagt wurden. Sie singen mit großen Stimmen und großer Begeisterung. Heiter. Weil Frieden ist. Frieden kann die „Tagesschau“ nicht. Deshalb zeigt sie auch nicht das Video mit den jungen Leuten. Das zeigt die MACHT-UM-ACHT. Die Kritik zu den Nachrichten der ARD.

Es wäre für die Deutschen an der Zeit, ihre Befreiung zu genießen, anstatt im Gefolge der USA in den nächsten Krieg zu ziehen. Stattdessen sollten wir mit den Nachbarn, den Russen oder den Iranern, den Tag der Befreiung feiern. Denn Freiheit ist Frieden.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

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