Die Macht um Acht (28) (Podcast)

Tagesschau säuselt!

Von Substanz keine Spur.

„Menschen warten viel zu lange auf Frieden“, zitiert die Tagesschau Außenminister Heiko Maas und verbirgt hinter diesem Säusel-Ton die harten Fakten. Denn die ukrainische Regierung, die der Herr Außenminister besucht hatte, will immer noch nicht das Minsker Abkommen erfüllen, das sie selbst unterzeichnet hat. Auch an das Abkommen, das den Zugang zum Asowschen Meer durch die Straße von Kertsch regelt, hatte die ukrainische Regierung nicht eingehalten. Deshalb sind ein paar ukrainische Matrosen inhaftiert, deren Freilassung von Maas gefordert wurde. Aber mit den harten völkerrechtlichen Fakten will sich die Tagesschau nicht aufhalten, da zwitschert sie lieber von Freiheit.

Auch die andauernden SPD-Trauerspiele, der unansehnliche Tod der alten sozialdemokratischen Partei findet bei der Tagesschau keine saubere Berichterstattung: Statt über Inhalte schwätzt die wichtigste deutsche Nachrichtensendung lieber über das permanente Personalkarussell der SPD. Von der Agenda 2010, dem Abbau sozialer Gerechtigkeit in Programm und Handeln der SPD, kein Wort. Obwohl wirklich jeder weiß, dass es die Änderung der SPD-Inhalte waren, die deren Absturz in der Wählergunst verursacht haben. Wer das verschweigt, bringt keine Nachrichten, der zwitschert dummes Zeug in den Äther und durch die Kabel.

Einen Höhepunkt leistete sich die ARD-Redaktion mit dieser Überschrift: „75 Jahre D-Day – Ein Geschenk der Geschichte“. Statt Gebrauchslyrik abzuliefern, hätte die Tagesschau Nachrichten bringen müssen. Zwar wurde von den Feiern zum D-Day berichtet, aber dass von den vier Alliierten der Anti-Hitlerkoalition nur drei in Portsmouth, dem Ort von dem aus die Invasion in die Normandie damals gestartet war, anwesend waren, erwähnt die Tagesschau nicht: Die Russen waren nicht eingeladen. Obwohl sie in den großen Schlachten rund um Moskau und am Kursker Bogen mit riesigen Verlusten den Erfolg der „zweiten“ Front erst ermöglicht hatten.

Zwar mochte die Tagesschau noch berichten, dass die deutsche Bundeskanzlerin als neue vierte Alliierte in England auftrat, aber Zusammenhänge wollte sie mal wieder nicht vermitteln. Weder stellte die ARD die Frage, warum denn die Russen nicht eingeladen wurden, noch mochte sie die echten deutschen Alliierten gegen Hitler, den deutschen Widerstand, erwähnen. Zwar war der nur klein und sicher nicht entscheidend für den Sieg gegen die Nazis, aber allein seine moralische Größe wäre schon eine Erwähnung wert gewesen. Im Beitrag der „Macht-um-Acht“ werden einige wenige jener tapferen Frauen und Männer namentlich erwähnt, die ähnlich wie die jungen Soldaten der Alliierten im Kampf gegen Hitler ihr Leben riskiert haben.

Wer einer schrecklichen Wiederholung der Geschichte vorbeugen will, der kann sich nicht mit Gesäusel begnügen. Erkenntnisse verlangen Hintergründe und Zusammenhänge. Die liefert die Hamburger Nachrichtensendung nur ungenügend. Die „Macht-um-Acht“, die Alternative zur Tagesschau bringt sie.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

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Ein Kommentar zu: “Die Macht um Acht (28) (Podcast)

  1. Ich habe nach einer Minute ausgeblendet. Wenn ich ätzende Propaganda möchte, muss ich nicht auf KenFM gehen. Bitte setzt Euch hart und pointiert mit den Themen auseinander aber zieht keine Menschen in den Dreck, alle gehören zur Menschheitsfamilie und verdienen als Person gleichermaßen Respekt. Hart in der Sache, achtungsvoll zur Person, egal zu wem. Das wird auch Euch selbst den Respekt einbringen, den Ihr anderen zollt.
    Lernt, andere in ihren Zwängen und Sichtweisen zu verstehen. Entwickelt Verständnis für das Unverständnis des Anderen. Der Andere – das bin auch ich.
    Lernt das „Nichtkämpfen“: http://www-itec.uni-klu.ac.at/~laszlo/Antro/Freundschaft.pdf
    Parzival ist ohnehin eine tiefe Quelle der Weisheit.
    Wahre Magie macht Feinde zu Freunden. Die Waffe ist nicht das trennende Schwert, das im Kampf mit Feirefitz ja auch zerbricht, sondern das Licht, die Offenheit, die Bereitschaft das Trennende hinter sich zu lassen, das Hochklappen des Visiers und Erkennen des Bruders in der menschlichen Begegnung. Viel Erfolg dabei!
    Nevyn

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