Die Macht um Acht (3)

In seiner jüngsten Folge der MACHT um ACHT erklärt der Autor Uli Gellermann, warum die ARD ihren Namen konkretisieren sollte: Statt Rundfunk-Anstalt sollte sie sich doch lieber „Rüstungs-Anstalt“ nennen. Denn die NATO-Aufrüstung verkauft die „Tagesschau“ als Fitnessprogramm: „Schneller fit für den Einsatz“; und die Militarisierung von Schulhöfen wird von der „Tagesschau“ als „Charmeoffensive“ präsentiert.

Der öffentlich-rechtliche Präsenter dieser Sorte von Offensive ist ein Mann, der auch für den Bundeswehrverband tätig ist: Sein privates Foto zeigt ihn in Afghanistan. Eine Rundfunk-Anstalt, die so eng mit der Wehr verbunden ist, die muss am Feindbild arbeiten. Deshalb hat sie natürlich immer die „Russische Bedrohung im Hinterkopf“. Ohne prima Feindbild keine teure Aufrüstung. Da macht man doch gerne Propaganda statt Nachrichten.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um acht: der Faktor Tagesschau“. Ein Standardwerk über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

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18 Kommentare zu: “Die Macht um Acht (3)

    • Also lieber ungefähr so vorgetragen wie hier?
      youtube: watch?v=JSQw2C1CoeQ
      Also ich habe da lieber einen authentischen Sprecher als einen Schauspieler..
      SCNR [g,d&r]
      Oder.. Es würde im Stile von Frau Herman geschauspielt. Das täte der Ironie gewiss keinen Abbruch, bei den wohlformulierten Texten. ;o)
      Sie hat sich ja ursprünglich nicht als Schauspielerin empfunden, wenn ich ihr Buch korrekt verstanden habe..

    • Naja, Waldbaer, Ken Jebsen ist ja auch kein Schauspieler, aber er macht das in seinen Videobeiträgen wirklich sehr professionell: er verhaspelt sich nicht, er spricht deutlich und schön artikuliert, er wirkt einfach sehr souverän. Das hat natürlich viel mit Talent zu tun, aber eben auch mit Professionalität und Selbsteinschätzung. Wenn man dieses Talent, fliessend frei sprechen zu können, eben so gar nicht hat und dennoch „on air“ geht, muss man damit rechnen, dass es manchen wohlwollenden Zuschauern sympathisch ist, anderen aber eben als sehr unprofessionell aufstösst. Es ist in diesem Sinne für mich dann einfach kein journalistisch gelungener Beitrag geworden – schade!

    • Ok, Wolf, Du hast recht. Ich wollte eigentlich ja auch nur mal auf das quasiverlinkte Video verweisen, welches sich zufälligerweise (?) Inhaltlich u.a. mit der Thematik der Art und Weise von Präsentation beschäftigt ;o)
      Schaumermal, was Herr Gellermann das nächste mal um Acht so macht..

  1. Gellermann hat Recht. Das Problem: es gibt Zuschauer, die sehen das anders. Unabhängig davon ist, ob einem nun Gellermann als Nachrichtensprecher gefällt oder nicht. Auf die Message lassen sich dann zwangsläufig nur diejenigen ein, die a) Gellermanns Position verstehen und teilen und denen b) Gellermann als Sprecher sympathisch ist. Siehe andere Kommentare: das Format ist noch mal zu überdenken.

    • Ich schließe mich an: Herr Gellermann hat schon eine extrem eigene haspelnde, teils sogar leicht lallende Art, die es mir persönlich schwer macht, seine inhaltlich interessanten Beiträge als den freien und neuen „Journalismus“ wahrzunehmen, den ich mir eigentlich wünsche.

      Für mich kommt es arg kauzig rüber und oft auch eher Kabarett-artig. Für Kabarett ist allerdings wiederum nicht gut genug, es wirkt immer wieder seltsam unausgegoren und unbeholfen.

      Ich sehne mich weiter nach gut gemachten professionellen Beiträgen auf Seiten wie Ken FM – momentan schwankt die Qualität der Beiträge und auch auch der generelle Duktus so stark, dass ich das Gefühl habe, es geht hier mehr um Quantität als um Qualität.

    • Liebe KritikerInnen,

      ich bin auch der Meinung, dass dieser Versuch dem Renommee von Herrn Gellermann abträglich ist.
      Da ich Gellermann aber als Journalisten schätze, würde ich ihm eine persönliche Mail schicken und nicht hier, in aller Öffentlichkeit, meine (nicht auf den Inhalt des Beitrages bezogene) Kritik ablassen.

    • @Matti: ja, wenn man dem Autoren besonders verbunden ist, wünscht man sich sicherlich, dass solche Kritik nur per Mail erfolgt, damit der Ruf nicht leidet. Herr Gellermann muss sich aber natürlich öffentlicher Kritik stellen, genau so wie es jeder Andere auch muss, der sich sozusagen in die Öffentlichkeit begibt, ob Politiker, Musiker, Schauspieler – ich bin sicher, Herr Gellermann weiß das auch.

  2. Empfehlenswert, Gellermann bringt es mit gewohntem Humor auf den Punkt. Die Entwicklung der Tagesschau zum niveaulosen Propagandaportal ist allerdings besorgniserregend, denn es sind unsere Steuergelder, die da verbraten werden.

  3. Nette Idee, diese alternative Tagesschau – und mir ist der Gellermann mit seinen sichtbar vorgetragenen Texten noch sympathischer, als nur mit dem Geschriebenen, weil durch die Mimik und die Stimme der echte Schmerz und die authentische Qual mit zum Ausdruck kommt. So können wir auch alles mitfühlen.

  4. Bravo Uli Gellermann,
    genau so finde ich das Format genial.
    Wenn man bedenkt, dass es immer noch viele Leute gibt,
    die ihrer Tageszeitung blind vertrauen, dann wäre eine
    der Tagesschau ähnliche Darbietung in deren Augen lediglich
    eine konkurrierendes, d.h. besseres Format derselben Machart.

  5. Herr Gellermann, trotz aller berechtigten Kritik an der Tagesschau sollten Sie dringend an der Art und Weise arbeiten wie sie bei den Zuschauern rüberkommen. Im derzeitigen Format wird das nichts. Wenn sie jemand zum erstenmal in dieser Darstellungsweise hier auf KenFM erlebt ,wird er vor Schreck die Webseite wechseln. Es geht auch weniger zynisch, besonnener und ruhiger. Das kommt bedeutend besser an und ist auch glaubwürdiger. Derzeit veranstalten sie ein Kasperletheater.

    • Ich behaupte das Gegenteil: Genau so muss das gemacht werden. Ich bin gespannt auf Ihre Argumente ;o)
      Bis jetzt haben Sie ja keine..
      Behauptung als Beweis, das ist zu billig. ;o)

    • Gellermanns Position, seine Ansichten teile ich. Manchmal finde ich seine Texte gut manchmal nicht. Gestern Abend waren meine Frau und ich uns einig, die Sendung abzubrechen, sie hat uns abgestoßen.
      Argumente? Hab ich noch keine, weil ich noch keinen bezahlten Forschungsauftrag dafür bekommen habe, woher das Gefühl der Ablehnung bei uns beiden kam. Gewiss könnte man jetzt grübeln, aber was solls, ich werde in Zukunft wieder mal bei ihm reinschauen und ich werde schon wieder was Gutes finden.

  6. Interessanterweise sind die Prostituierten, die der friedliebenden Bevölkerung den Kampfeinsatz nahe bringen wollen, in aller Regel traurige, schon rein körperlich ungeeignete Marionetten. Daran sollten sie dringend arbeiten, denn gerade solche Menschen sind als entbehrliches Kanonenfutter gern auf jedem Schlachtfeld der Welt gesehen. Also Thiels, mal ordentlich trainieren und ran an den Feind!

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